18-03-18

Wolfgang Bauer, Richard Condon, Walter Rheiner, Srečko Kosovel, Jean Anglade, George Plimpton, Cosmo Monkhouse, Friedrich Nicolai

 

De Oostenrijkse schrijver en dichter Wolfgang Bauer werd geboren op 18 maart 1941 in Graz. Zie ook alle tags voor Wolfgang Bauer op dit blog.

 

Der Aschenbecher

Alles, was verbrannt,
sammelt sich
von geordneter Hand bewogen:
Im Aschenbecher.
Rund bleckt er seine verrauchte Zunge
uns entgegen,
uns,
die wir ihn schätzen
wegen seiner stillen Dienstbarkeit.

Einst wird das All auch
in einen Aschenbecher fallen und
vom freundlichen Husten Gottes
in alle Winde
zerstreut werden.

Im gelben Aschenbecher liegt Indiens Weisheit,
die Zigarette ist in ihm ausgedrückt

 

 

Graz

Windloser Dschungel in die Ebene gefrorene Schildkröte
mühsam dein Leben geschützt durch das Kochen
deines orange-elektrisch beleuchteten Herzens
darin künstliche Fräuleins einander fragen:
Was hab ich für Möglichkeiten?
oder junge Burschen sagen:
Ich wohne weit draußen am Stadtrand.
Dein verwischter Himmel zittert über den lauen Straßen
die vorsichtig um die Ecken schielen.
Seltsamer Arsch der Welt!
Der nie scheißt!
Links und rechts lidlose Glasglubschaugen
die starr ins Jenseits blicken und dort alles mitansehen müssen.
An der Mur lecken die Höllenhunde Chemieschaum
tremorige Dichter verschütten den Rotwein
auf ihren weinroten modernden Samt
Im Stadtpark ist's finster.
Die leise Straßenbahn am Ende einer Winternacht
mag dein Glück sein.

 

 
Wolfgang Bauer (18 maart 1941 – 26 augustus 2005)

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18-03-17

Walter Rheiner, Srečko Kosovel, Jean Anglade, George Plimpton, Cosmo Monkhouse, Friedrich Nicolai

 

De Duitse dichter en schrijver Walter Rheiner (eig. Walter Heinrich Schnorrenberg) werd geboren op 18 maart 1895 in Keulen. Zie ook alle tags voor Walter Rheiner op dit blog.

 

Toten-Messe

Nun liegen ihre Leiber halb verscharrt,
geborsten und verwittert tief im Sand.
Verworren züngelt Haar, hoch wächst die Hand,
greift in die Nacht, die auf den Zinnen harrt.

Verkohlte Städte schwelen lang vorbei,
und Brücken flattern schief und ausgezackt.
Die Sonne stürzt, schäumender Katarakt,
auf morsche Schädel, Augen fahl wie Blei.

Durch ihre Zähne pfeift ein süßer Wind,
der warm und rosig ist von frischem Blut.
(- In Abendröten weiden Lämmer gut. -)
Schon quellen sie verwesend aufwärts lind,

durchdringen, Freunde, sich mit ihrem Duft,
umarmen sich in lächelnder Spirale.
Die kühlen Sterne sind mit einem Male
ganz nah und kreisen singend durch die Luft.

Im Rauch verbrannter Zimmer nisten sie sich ein.
Sie fahren aufgelöst durch Ozeane.
Erkennen unten Schiffe, zitternd klein:
sie, des Planeten großgewölbte Fahne.

 

 
Walter Rheiner (18 maart 1895 – 12 juni 1925)

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