12-06-17

Christoph Meckel, Wolfgang Herrndorf, Anne Frank, Renan Demirkan, Djuna Barnes, Johanna Spyri H. C. Artmann, Günter Nehm

 

De Duitse dichter, schrijver en graficus Christoph Meckel werd geboren op 12 juni 1935 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Christopher Meckel op dit blog.

 

Im Vergleich

Und der krumme Hund mit dem Pfennig im Sack
ist ein guter Anblick, verglichen
mit dem krummen Hund ohne Sack und Pfennig.
Der Neger, sein Messer küssend im Dunkeln
ist ein guter Anblick, verglichen
mit dem, der seinen Namen wegwirft und einschläft.
Lustig macht uns der Frierende Franz
verglichen mit dem, der frierend
Zuflucht sucht in seinem Leichnam; es macht uns
lustig was lebt und den Tag im Auge behält.

Der Baum, der Stein, der Regen
braucht nicht verglichen zu werden, erhaben
über jeden Vergleich.
Aber wir können verglichen werden
der Reihe nach, einer am andern,
der Hunger des einen und das Erbrochene des ändern
das Rasierzeug des einen mit der Kehle des ändern
nackt, nackter, entblößt bis auf den Herzschlag
können wir endlos verglichen werden
zu jeder Stunde, auf jedem Abtritt
die Schlaflosigkeit des einen
mit der Geliebten des ändern
der Kältegrad des einen
und die Schmerzmeisterschaft des andern.

Gentleman, die Vergleiche ruinieren uns, sichtbar
sichtbarer mit der Zeit, am sichtbarsten ohne Anlaß
das Stipendium des einen und der Wortschatz des andern
fern, ferner, am entferntesten einer vom andern;
einer immer hat kältere Füße
und schwärzeres Mehl in den Knochen, einer wird immer
gefischt aus dem Wasser, das grundloser ist
als das grundlose Wasser vom letzten Mal.

Steh auf, schlag den Kopf an die Wand im Vergleich
mit dem schärfsten Schmerz
mit dem härtesten Knochen!
Geh hin, zieh dich aus im Vergleich
mit der schmutzigsten Haut, mit der löchrigsten Decke!
Die Superlative halten sich schadlos
verzehren uns, persönlich und unpersönlich
während wir uns ausruhn von Hart
und Härter und Steinhart
und wir übertreffen sie, lebend und nichts sonst
und drehn uns zur Wand im Vergleich
zu früher und später
und sterben, verglichen mit niemand
tot, tot im Vergleich zu Luft und Asche.

 

 
Christoph Meckel (Berlijn, 12 juni 1935)

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12-06-16

Christoph Meckel, Wolfgang Herrndorf, Anne Frank, Renan Demirkan, Djuna Barnes, Johanna Spyri

 

De Duitse dichter, schrijver en graficus Christoph Meckel werd geboren op 12 juni 1935 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Christopher Meckel op dit blog.

 

Dieser Tag

Alle Guten Geister für diesen Tag!

Der Wind strömt stark und warm.
                       Das Grosse Licht baut den Tag auf.
Bienen und Kraniche über der Brandung.

Als hätte die Schöpfung nocheinmal begonnen.
Kein vorletzter Tag, kein letzter
und das Meer bewegt lebendige Finsternis.

Das Haus, im Schwirren der Vogelflüge
                       fliegt auf in die Pinien.

Freude, das Wort aufersteht
                       nicht geraubt, nicht gesäubert.

Wir hängen die Schuhe hinaus in den Wind
und er füllt sie mit Schmetterling
                       und Samen der Steine.

Ein paar Sätze, die ich dir zurufen wollte
für heute, für morgen,
                       für sieben Leben, kein Ende —

 

 

Die Märchen, die Wunder sind alt...

–  Gott  hat dem Menschen wahrlich
sehr wenige Märchen gegeben –
                                                       (Mihály Babits)

Die Märchen, die Wunder sind alt
Und ausgeweidet wie Schlachtvieh.
Neue sind nicht erschienen. Der Gott ist fort,
ihm gehört das Wunder, Nichts zu sein
                                      in den Räumen draussen.
Die Glocke ist ein Gefäss für Laut und Klang
Und dem Wunder am nächsten, und ist kein Wunder.
Die Kerze hält Licht und Feuer fest,
dem Wunder am nächsten, und ist kein Wunder.
Der Vogel ist von allem das Gegenteil
und dem Märchen am nächsten, und ist kein Märchen.

Am Morgen schrie der Sperber im Sprühnebel draussen.

 

 
Christoph Meckel (Berlijn, 12 juni 1935)

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12-06-15

Christoph Meckel, Wolfgang Herrndorf, Anne Frank, Renan Demirkan, Djuna Barnes, Johanna Spyri

 

Duitse dichter, schrijver en graficus Christoph Meckel werd geboren op 12 juni 1935 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Christopher Meckel op dit blog.

 

Schlüssel aus Holz

Es war das Gewicht des Schlüssels in ihrer Tasche,
aber sie hatte ihn nie aus der Tasche genommen,
er war in ihr unsichtbar geblieben.
Fehlte nur noch das Schlüsselloch,
irgendwo in der Welt war ein Schlüsselloch,
alt, aus Holz, das allein für den Schlüssel da war.
Zum erstenmal nahm sie den Schlüssel aus der Tasche,
er war alt, aus Holz, mit zerkratztem Bart,
und sie sagte zum Schlüssel in ihrer Hand:

Das Haus gehört uns, wir kennen es nicht,
wir kennen das Haus nicht, es gehört uns nur.
Wir haben es nicht gebaut, gekauft gestohlen,
wir brauchen es nicht, es gehört uns nur.
Wir wissen nicht, ob die Tür einen Riegel hat,
einen Vorhang oder ein Schlüsselloch.
Das Haus gehört uns, aber wir kennen es nicht.
Das Haus gehört uns, aber wir kennen es nicht.

 

 

Vogel

DER VOGEL IST VON ALLEM DAS GEGENTEIL –
Aber kein Gegenteil von Luft und Himmel
die sind Palast und Tanzraum der Vogelvölker.

Bis ans Ende der Weltnacht eine Dohle,
die im letzten Schnee des Märzmorgens ruft,
kann sein eine Elster, Stellas Silberkettchen
im Schnabel, wohin damit. Er ist nicht
Gegenteil des Lichts, des Meers, des Sommers,
der Stürme aus neunzig Richtungen des Nadir.

Er ist der Schwarze Milan und hat keine Feinde.
Mein Vogel, aber er kennt mich nicht.

 

 
Christoph Meckel (Berlijn, 12 juni 1935)

Bewaren

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12-06-14

Christoph Meckel, Wolfgang Herrndorf, Anne Frank, Renan Demirkan, Djuna Barnes

 

Duitse dichter, schrijver en graficus Christoph Meckel werd geboren op 12 juni 1935 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Christopher Meckel op dit blog.

Uit: Die Vampire

„Ich war auf dem Jahrmarkt und langweilte mich, da bemerkte ich zwischen Karussellen, Tingeltangelbuden und Trinkhallen ein Transparent mit der Aufschrift: ÜBERNEHMEN SIE SELBST DAS HANDWERK GOTTES! Ich trat näher und sah eine Schießbude, auf deren Tisch Pistolen und Gewehre lagen. Ein paar Leute hatten sich vor der Bude versammelt, redeten, rauchten und standen auf Zehenspitzen, um besseren Einblick in die Bude zu haben. Aus einem Lautsprecher sch allten Musik und gesprochene Texte, die der Lautstärke wegen schwer zu verstehen waren. Einer dieser Texte lautete: Meine Damen und Herren, übernehmen Sie selbst das Handwerk Gottes! Legen Sie selber Hand an Ihr Geschick und korrigieren Sie es, indem Sie Ihre Tage und Stunden in Form von Holzbällen von der Leine schießen! Schießen Sie, bitte schießen Sie, meine Damen und Herrn, und die Dame an der Kasse wird Ihnen die abgeschossene und also ungültige Zeit quittieren, ohne Umstände bekommen Sie Ihre nunmehr verbrauchte Zeit an der Kasse ausgehändigt!
Ich reihte mich unter die Zuschauer und versuchte zu begreifen, was vorging. An einer langsam in Augenhöhe durch die Bude ziehenden Leine schaukelten kleine, nummerierte Holzbälle. Die Zuschauer beobachteten einen Pistolenschützen, der soeben einen Holzball mit der Nummer 67 abgeschossen hatte. Alle fünf oder sechs Sekunden krachte ein Schuss und riss einen Holzball von der Leine. Lachen und Gemurmel ging durch die Menge, als der Schütze den hundertdreiundzwanzigsten Ball verfehlte. Eine mit Harlekinkittel, Sonnenbrille und Zylinder verkleidete Gestalt klatschte Beifall und nahm dem Mann die Pistole ab. Eine krächzende männliche Stimme rief durch den Lautsprecher: Haben Sie das gesehen, meine Damen und Herrn!“

 

 
Christoph Meckel (Berlijn, 12 juni 1935)

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12-06-13

Anne Frank, Christoph Meckel, Renan Demirkan, Djuna Barnes

 

De Nederlandse schrijfster Anne Frank werd geboren in Frankfurt am Main op 12 juni 1929. Zie ook alle tags voor Anne Frank op dit blog.

Uit: The Diary of a Young Girl (Vertaald door B. M. Mooyart-Doubleday)

 

“Wednesday, 5 April 1944
My dearest Kitty,

For a long time now I didn’t know why I was bothering to do any schoolwork. The end of the war still seemed so far away, so unreal, like a fairy tale. If the war isn’t over by September, I won’t go back to school, since I don’t want to be two years behind…

I finally realized that I must do my schoolwork to keep from being ignorant, to get on in life, to become a journalist, because that’s what I want! I know I can write. A few of my stories are good, my descriptions of the Secret Annexe* are humorous, much of my diary is vivid and alive, but…it remains to be seen whether I really have talent…

Unless you write yourself, you can’t know how wonderful it is; I always used to bemoan the fact that I couldn’t draw, but now I’m overjoyed that at least I can write. And if I don’t have the talent to write books or newspaper articles, I can always write for myself. But I want to achieve more than that. I can’t imagine having to live like Mother, Mrs Van Daan* and all the women who go about their work and are then forgotten. I need to have something besides a husband and children to devote myself to! I don’t want to have lived in vain like most people. I want to be useful or bring enjoyment to all people, even those I’ve never met. I want to go on living even after my death! And that’s why I’m so grateful to God for having given me this gift, which I can use to develop myself and to express all that’s inside me!

When I write I can shake off all my cares. My sorrow disappears, my spirits are revived! But, and that’s a big question, will I ever be able to write something great, will I ever become a journalist or a writer?

I hope so, oh, I hope so very much, because writing allows me to record everything, all my thoughts, ideals and fantasies…

So onwards and upwards, with renewed spirits. It’ll all work out, because I’m determined to write!

Yours, Anne M. Frank”

 

 

 

Anne Frank (12 juni 1929 – maart 1945)

Ellie McKendrick als Anne Frank in de BBC serie „The Diary of Anne Frank”, 2009

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12-06-12

Anne Frank, Christoph Meckel, Renan Demirkan, Djuna Barnes, Sandro Penna, Brigid Brophy, Johanna Spyri

 

De Nederlandse schrijfster Anne Frank werd geboren in Frankfurt am Main op 12 juni 1929. Zie ook alle tags voor Anne Frank op dit blog.

 

Uit: The Diary of a Young Girl (Vertaald door B. M. Mooyart-Doubleday)

 

„Tuesday, 11 April, 1944

Dear Kitty,

My head throbs, I honestly don’t know where to begin.

On Friday (Good Friday) we played Monopoly, Saturday afternoon too. These days passed quickly and uneventfully. On Sunday afternoon, on my invitation, Peter came to my room at half past four, at a quarter past five we went to the front attic, where we remained until six o’clock. There was a beautiful Mozart concert on the radio from six until a quarter past seven. I enjoyed it all very much, but especially the “Kleine Nachtmusik.” I can hardly listen in the room because I’m always so inwardly stirred when I hear lovely music.

On Sunday evening Peter and I went to the front attic together and, in order to sit comfortably, we took with us a few divan cushions that we were able to lay our hands on. We seated ourselves on one packing case. Both the case and the cushions were very narrow, so we sat absolutely squashed together, leaning against other cases. Mouschi kept us company too, so we weren’t unchaperoned.

Suddenly, at a quarter to nine, Mr. Van Daan whistled and asked if we had one of Dussel’s cushions. We both jumped up and went downstairs with cushion, cat, and Van Daan.

A lot of trouble arose out of this cushion, because Dussel was annoyed that we had one of his cushions, one that he used as a pillow. He was afraid that there might be fleas in it and made a great commotion about his beloved cushion! Peter and I put two hard brushes in his bed as a revenge. We had a good laugh over this little interlude!

Our fun didn’t last long. At half past nine Peter knocked softly on the door and asked Daddy if he would just help him upstairs over a difficult English sentence. “That’s a blind,” I said to Margot, “anyone could see through that one!” I was right. They were in the act of breaking into the warehouse. Daddy, Van Daan, Dussel, and Peter were downstairs in a flash. Margot, Mummy, Mrs. Van Daan, and I stayed upstairs and waited“.

 

 

Anne Frank (12 juni 1929 – maart 1945)

Beeld op de Westermarkt, Amsterdam

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12-06-11

Anne Frank, Christoph Meckel, Renan Demirkan, Djuna Barnes, Sandro Penna, Brigid Brophy

 

De Nederlandse schrijfster Anne Frank werd geboren in Frankfurt am Main op 12 juni 1929. Zie ook mijn blog van 12 juni 2010 en eveneens alle tags voor Anne Frank op dit blog.

 

Uit:Het Achterhuis

 

„Zondag, 14 Juni 1942

Vrijdag 12 Juni was ik al om 6 uur wakker en dat is heel begrijpelijk, daar ik jarig was. Maar om 6 uur mocht ik toch nog niet opstaan, dus moest ik mijn nieuwsgierigheid bedwingen tot kwart voor zeven. Toen ging het niet langer, ik ging naar de eetkamer, waar ik door Moortje (de kat) met kopjes verwelkomd werd.

Om even na zevenen ging ik naar papa en mama en dan naar de huiskamer, om mijn cadeautjes uit te pakken. Het was in de eerste plaats jou die ik te zien kreeg, wat misschien wel een van mijn fijnste cadeau's is. Dan een bos rozen, een plantje, twee takken pinkster-rozen, dat waren die ochtend de kinderen van Flora, die op mijn tafel stonden, maar er kwam nog veel meer.

Van papa en mama heb ik een heleboel gekregen en ook door onze vele kennissen ben ik erg verwend. Zo ontving ik o.a. de Camera Obscura, een gezelschapsspel, veel snoep, chocola, een puzzle, een broche, Nederlandse Sagen en Legenden door Joseph Cohen, Daisy's Bergvacantie, een enig boek, en wat geld, zodat ik me Mythen van Griekenland en Rome kan kopen, fijn!

Dan kwam Lies mij halen en wij gingen naar school. In de pauze tracteerde ik leraren en leerlingen op boterkoekjes en toen moesten we weer aan het werk.

Nu moet ik ophouden. Dáág, ik vind je zo fijn!“

 

 

Anne Frank (12 juni 1929 – maart 1945)

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12-06-10

Anne Frank, Christoph Meckel, Renan Demirkan, Djuna Barnes, Sandro Penna, Brigid Brophy


De Nederlandse schrijfster Anne Frank werd geboren in Frankfurt am Main op 12 juni 1929. Dat is vandaag dus precies 80 jaar geleden.

 

Uit: Dagboek van Anne Frank

 

Zaterdag, 20 juni 1942

Het is voor iemand als ik een heel eigenaardige gewaarwording om in een dagboek te schrijven. Niet alleen dat ik nog nooit geschreven heb, maar het komt me zo voor dat later ik, noch iemand anders, in de ontboezemingen van een dertienjarig schoolmeisje belang zal stellen. Maar ja, eigenlijk komt dat er niet op aan, ik heb zin om te schrijven en nog veel meer om m'n hart over allerlei dingen eens grondig en helemaal te luchten.

'Papier is geduldiger dan mensen', dit gezegde schoot me te binnen toen ik op een van m'n lichtmelancholische dagen verveeld met m'n hoofd op m'n handen zat en van lamlendigheid niet wist of ik uit moest gaan dan wel thuisblijven, en zo uiteindelijk op dezelfde plek bleef zitten piekeren. Ja inderdaad, papier is geduldig, en daar ik niet van plan ben dat gekartonneerde schrift dat de weidse naam 'dagboek' draagt, ooit aan iemand te laten lezen, tenzij ik nog eens ooit in m'n leven een vriend of vriendin krijg die dan 'de' vriend of vriendin is, kan het waarschijnlijk niemand schelen. Nu ben ik bij een punt aangeland waarvandaan het hele dagboekidee begonnen is: ik heb geen vriendin.

Om nog duidelijker te zijn moet hierop een verklaring volgen, want niemand kan begrijpen dat een meisje van dertien geheel alleen op de wereld staat. Dat is ook niet waar. Ik heb lieve ouders en een zuster van zestien, ik heb alles bij elkaar zeker wel dertig kennisjes en wat je dan vriendinnen noemt. Ik het een stoet aanbidders die mij naar de ogen zien en, als 't niet anders kan, met een gebroken zakspiegeltje in de klas nog een glimp van me trachten op te vangen. Ik heb familie, lieve tantes en een goed thuis. Nee, zo ogenschijnlijk ontbreekt het me aan niets, behalve 'de' vriendin. Ik kan met geen van m'n kennisjes iets anders doen dan pret maken, ik kan er nooit toe komen eens over iets anders dan over de alledaagse dingen te spreken of wat intiemer te worden, en daar zit 'm de knoop. Misschien ligt dat gebrek aan vertrouwelijkheid bij mij, in ieder geval het feit is er en het is jammer genoeg ook niet weg te werken. Daarom dit dagboek. Om nu het idee van de lang verbeide vriendin nog te verhogen in m'n fantasie wil ik niet de feiten zomaar gewoon als ieder ander in dit dagboek plaatsen, maar wil ik dit dagboek de vriendin-zelf laten zijn en die vriendin heet Kitty.“

 

 

 

Anne_Frank_House
Anne Frank (12 juni 1929 – maart 1945)

Het Anne Frank Huis in Amsterdam 

 

 

 

 

De Duitse dichter, schrijver en graficus Christoph Meckel werd geboren op 12 juni 1935 in Berlijn. Christoph Meckel viert vandaag zijn 75e verjaardag.

 

Uit: Seele des Messers

 

Bahnhofstreppe

Wer will immer wieder Sternbilder ordnen

und auseinanderreißen. Ich erwarte

eine Schnauze mit Reißzahn, einen bezahlten Kuß

eine Faust an der Gurgel,

meine Faust an der Gurgel des andern

dreckig von Leben, nicht länger schuldlos

Auge in Auge, er ich oder beide.

Als wir hintereinander zu den Biertischen

runtergingen, in schlechter Beleuchtung –

meine Zigarettenkippe auf den Stufen

er hob sie auf und steckte sie zwischen die Zähne

hohnvoll, lässig, der andere, Dreckstück, Engel

Mörder Mensch, meine furchtbare Chance –

Leben, Leben, auseinandergerissen.

Der Spanische Platz

Der Spanische Platz wurde umbenannt in Naumann-Bezirk.

Was ist falsch an Spanien und wer war Naumann.

Alberto, Theodor, Harry Naumann?

Tycoon einer Handelskette, ein Sponsor, Agent?

Die besonnten Fassaden am Spanischen Platz.

Die geräumten Läden im Naumann-Bezirk.

Wird man wohnen an Promenaden,

Prospekten und Küsten mit hellen Namen.

Passage du petit Cladan. Die Straße der Küsse.

Die Höfe der Spieler. Die Kolibri-Gärten.

Am Sonnenufer. Im Regenbogen. Am Meer.

Am Schnee. Am Süßgras. Am Baum des Propheten.

Am Krematorium. Am Camping. Am Rieselfeld.

An Jubals Weg. Im Raum. An den Sieben Gestirnen.

Im Jammertal. Am Schlachthof. Im Nixon-Distrikt.

An der Straße des Südwinds. Am Blauen Horn.

Wer will die Sonne umbenennen, den Wind

mit den zwölftausend Vogelstärken im frühen Licht!

Prospero

Go and catch a falling star,

Get with child a mandrake root,

Tell me where all past years are,

Or who cleft the devil’s foot.

Stimmt, was ich höre: du machst Schluß

mit deiner Tätigkeit?

 

 

 

Meckel
Christoph Meckel (Berlijn, 12 juni 1935)

 

 

 

Zie voor de twee bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 12 juni 2006 en ook mijn blog van 12 juni 2007 en ook mijn blog van 11 juni 2008 en ook mijn blog van 12 juni 2009.

 

 

 

 

De Turks-Duitse schrijfster en actrice Renan Demirkan werd geboren op 12 juni 1955 in Ankara.

 

Uit: Die Frau mit Bart

 

Katrin hatte Anna die dazugehörige Geschichte erzählt. Das Bild zeigt eine Storch, der in einem Herbst vor fünfzig Jahren dem Zug der anderen in den Süden nicht folgen wollte und lieber an der Küste, auf dem Festland blieb. Es war nicht herauszubekommen, ob er noch zu jung war oder krank. Er flog nicht mit, überwinterte bei den Tieren des Bauernhofes im Stall. Die Leute sagten, wenn die anderen zurückkämen, würden sie ihn töten. So war es dann auch geschehen. Als der eigenwillige Außenseiter die Artgenossen nach der Rückkehr begrüßen wollten, stürzten sie sich in einer großen Gruppe auf ihn, zerfetzten den wehrlosen Vogel zu Tode.

Es reicht eben nicht, aus einem Storchenei von einer Storchenmutter in einen Storchennest ausgebrütet zu sein<<, dachte Anna. >>Das heißt noch lange nicht, daß du auch ein richtiger Storch bist. Du mußt den Storchensippengesetzen gestorcheln, du dummer Storch. Willst du mit Kühen und Schafen kuhmuhen und schafmeckern, bist du nach den Storchensippengesetzen  eben kein richtiger Klapperstorch mehr. Das Schaf mag dir ziemlich blöd erscheinen, weil es sich immer kahl rasieren läßt, aber es würde sich nie ein Ring durch die Nase ziehen lassen. Das ist eben das Schafsippengesetz. Nach dem Kuhsippengesetz darf sich eine Kuh zwar melken lassen, aber für Schafe ist die Kuhweide verboten. Die werden gnadenlos weggeboxt. Sie hätten dich sicher geduldet, aber sie hätten dich nie geliebt. Es wäre ein trauriges Storchenleben geworden. Und wenn du zurückgehst, wirst du bestraft, weil du Neues mitbringst, denn Neues macht Angst, armer, toter Storch.“

 

 

 

Demirkan

Renan Demirkan (Ankara, 12 juni 1955)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Djuna Barnes werd geboren in Cornwall-on-Hudson, Orange County in de staat New York op 12 juni 1892.

 

Uit: Nightwood

 

This memory and the handkerchief that accompanied it had wrought in Guido (as certain flowers brought to a pitch of florid ecstasy no sooner attain their specific type than they fall into its decay) the sum total of what is the Jew. He had walked, hot, incautious and damned, his eyelids quivering over the thick eyeballs, black with the pain of a participation that, four centuries later, made him a victim, as he felt the echo in his own throat of that cry running the Piazza Montanara long ago, "Roba vecchia!", - the degradation by which his people had survived.

Childless at fifty-nine, Guido had prepared out of his own heart for his coming child a heart, fashioned on his own preoccupation, the remorseless homage to nobility, the genuflexion the hunted body makes from muscular contraction, going down before the impending and inaccessible, as before a great heat. It had made Guido, as it was to make his son, heavy with impermissible blood.

And childless he had died, save for the promise that hung at the Christian belt of Hedvig. Guido had lived as all Jews do who, cut off from their people by accident or choice, find that they must inhabit a world whose constituents, being alien, force the mind to succumb to an imaginary populace. When a Jew dies on a Christian bosom he dies impaled. Hedvig, in spite of her agony, wept upon an outcast. Her body at that moment became the barrier and Guido died against that wall, troubled and alone. In life he had done everything possible to span the impossible gap, the saddest and most futile gesture of all had been his pretense to a Barony. He had adopted the sign of the cross; he had said that he was an Austrian of an old, almost extinct line, producing, to uphold his story, the most amazing and inaccurate proofs: a coat of arms that he had no right to and a list of progenitors (including their Christian names) who had never existed. When Hedvig came upon his black and yellow handkerchiefs he had said that they were to remind him that one branch of his family had bloomed in Rome.“

 

 

 

barnes
Djuna Barnes (12 juni 1892 – 18 juni 1982)

Djuna Barnes en haar literaire mentor Natalie Barney, c. 1930

 

 

 

 

De Italiaanse dichter en schrijver  Sandro Penna werd geboren op 12 juni 1906 in Perugia.

 

 

To Us, To Us

 

A crowd snarled “to us” “to us”

And black reigned beneath the sun

But the new urban planning!

The restlessness of the pissoirs!

And evenings the calm worry of cats

 

 

 

To Sit at an Unknown Table

 

To sit at an unknown table

To sleep in someone else’s bed

To feel the already empty square

Swell in tender goodbye

 

 

 

A thought of love returns


A thought of love returns
To the tired heart 
As in winter twilight
   a young boy
Homeward against the sun

 

 

 

Vertaald door Alexander Booth

 

 

 

 

Penna
Sandro Penna (12 juni 1906 – 21 januari 1977)

Hier met Pier Paolo Pasolini (r)

 

 

 

Zie voor de drie bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 12 juni 2007 en ook mijn blog van 11 juni 2008 en ook mijn blog van 12 juni 2009.

 

 

 

 

De Engelse schrijfster, essayiste, criticaen biografe Brigid Antonia Brophy werd geboren op 12 juni 1929 in Londen. Ze was een feministe en pacifiste die uitdrukking gaf aan controversiële opinies over het huwelijk, de oorlog in Vietnam, het godsdienstonderwijs in de scholen, sexualiteit (ze was openlijk biseksueel) en pornografie. Ze was een strijdster voor de rechten van dieren en vegetarisme. Door haar openhartigheid werd ze op velerlei wijze getypeerd, bijvoorbeeld als "een van onze toonaangevende literaire spitsmuizen" door het Times Literary Supplement. Brophy was gehuwd met kunsthistoricus Sir Michael Levey. Ze werd gediagnosticeerd met multiple sclerose in 1984. Elf jaar later stierf ze aan deze ziekte.

 

Uit: In Transit

 

„Ce qui m'étonnait c'était qu'it was my French that disintegrated first.

Thus I expounded my affliction, an instant after I noticed its onset. My words went, of course, unvoiced. A comic-strippist would balloon them under the heading THINKS — a pretty convention, but a convention just the same. For instance, is the `THINKS' part of the thought, implying the thinker is aware of thinking?

Moreover — and this is a much more important omission — comic strips don't shew whom the thoughts are thought to.

Obviously, it wasn't myself I was informing I had contracted linguistic leprosy. I'd already known for a good split second.

I was addressing the imaginary interlocutor who is entertained, I surmise, by all self-conscious beings — short of, possibly, the dumb and, probably, infants (in the radical sense of the word).

Consciousness: a nigger minstrel show in which you are for ever grabbing a disembodied buttonhole and gabbling, `Pardon me, Mister Interlocutor.'

From the moment infant begins to trail round that rag doll, mop-head or battered bunny and can't get off to sleep except in its company, you know he's no longer infant but fant. Bunny is the first of the shadow siblings, a proto-life-partner. Mister and Missus Interlocutor: an incestuous and frequently homosexual marriage has been prearranged. Pity Bunny, thatdoomed childbride.

I have known myself label the interlocutor with the name and, if I can conjure it, the face of someone I am badly in love with or awe of. But these are forced loans. Cut short the love or awe, and the dialogue continues.

Only death, perhaps, breaks the connection. Perhaps it is Mister Interlocutor who dies first, turning away his head and heed.

The phantom faces of the interlocutor are less troubling than the question of where he is. I am beset by an insidious compulsion to locate him. When my languages gave their first dowser's-twig twitch and I conceived they might be going to fall off, I still treated that matter less gravely than the problem of where I was addressing my account of it.“

 

 

 

Brophy
Brigid Brophy (12 juni 1929 - 7 augustus 1995)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 12e juni ook mijn vorige blog van vandaag.

12-06-09

Anne Frank, Djuna Barnes, Sandro Penna, Christoph Meckel, H. C. Artmann, Renan Demirkan, Rona Jaffe, Johanna Spyri


Tachtig jaar Anne Frank

 

De Nederlandse schrijfster Anne Frank werd geboren in Frankfurt am Main op 12 juni 1929. Dat is vandaag dus precies 80 jaar geleden. Zie ook mijn blog van 12 juni 2006 en ook mijn blog van 12 juni 2007 en ook mijn blog van 11 juni 2008.

 

Uit: Dagboek van Anne Frank

 

-21 juli 1944-
"Het is me ten enenmale onmogelijk alles op te bouwen op de basis van dood, ellende en verwarring. Ik zie hoe de wereld langzaam steeds meer in een woestijn herschapen wordt, ik hoor steeds harder de aanrollende donder, die ook ons zal doden, ik voel het leed van miljoenen mensen mee, en toch, als ik naar de hemel kijk, denk ik, dat dit alles zich weer ten goede zal wenden, dat ook deze wreedheid zal ophouden, dat er weer rust en vrede in de wereldorde zal komen. Intussen moet ik m’n denkbeelden hoog en droog houden, in de tijden die komen zijn ze misschien toch uit te voeren!"

 

-1 augustus 1944-
"In gezelschap is de lieve Anne dus nog nooit, nog niet één keer te voorschijn gekomen, maar in het alleenzijn voert zij haast altijd de boventoon. Ik weet precies wat hoe ik zou willen zijn, hoe ik ook ben… van binnen, maar helaas, ik ben het enkel voor mezelf. En dat is misschien, neen, heel zeker de reden waarom ik mezelf een gelukkige binnennatuur noem en andere mensen me een gelukkige buitennatuur vinden. Van binnen wijst de reine Anne me de weg, van buiten ben ik niets dan een van uitgelatenheid zich losrukkend geitje"

 

Anne Frank is in meer dan 60 talen vertaald, zelfs in het Urdu (Pakistan). Als voorbeeld uit het Duits:

 

Uit: Das Tagebuch der Anne Frank (Vertaald door Anneliese Schütz)

 

“Dienstag, 7. März 1944

Liebe Kitty!

Wenn ich so über mein Leben von 1942 nachdenke, kommt es mir so unwirklich vor. Dieses Götterleben erlebte eine ganz andere Anne Frank als die, die hier jetzt vernünftig geworden ist. Ein Götterleben, das war es. An jedem Finger fünf Verehrer, ungefähr zwanzig Freundinnen und Bekannte, der Liebling der meisten Lehrer, verwöhnt von Vater und Mutter, viele Süßigkeiten, genug Geld - was will man mehr?

Du wirst mich natürlich fragen, wie ich denn all die Leute so um den Finger gewickelt habe. Peter sagt "Anziehungskraft", aber das stimmt nicht ganz. Die Lehrer fanden meine schlauen Antworten mein lachendes Gesicht und meinen kritischen Blick nett, amüsant und witzig. Mehr war ich auch nicht, nur kokett und amüsant. Ein paar Vorteile hatte ich, durch die ich ziemlich in der Gunst blieb, nämlich Fleiß, Ehrlichkeit und Großzügigkeit. Nie hätte ich mich geweigert, jemanden, egal wen, abschauen zu lassen, Süßigkeiten verteilte ich mit offenen Händen, und ich war nicht eingebildet.

Ob ich bei all der Bewunderung nicht übermütig geworden wäre? Es ist ein Glück, dass es mittendrin, auf dem Höhepunkt des Festes sozusagen, plötzlich in der Wirklichkeit landete, und es hat gut ein Jahr gedauert, bevor ich mich daran gewöhnt hatte, dass von keiner Seite mehr Bewunderung kam...

 

 

 

 

 

Frank_1941
Anne Frank (12 juni 1929 – maart 1945)

Margot, Otto, Anne en Edith Frank in 1941

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Djuna Barnes werd geboren in Cornwall-on-Hudson, Orange County in de staat New York op 12 juni 1892. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007 en ook mijn blog van 11 juni 2008.

 

Uit: Nightwood

 

Early in 1880, in spite of a well-founded suspicion as to the advisability of perpetuating that race which has the sanction of the Lord and the disapproval of the people, Hedvig Volkbein, a Viennese woman of great strength and military beauty, lying upon a canopied bed, of a rich spectacular crimson, the valance stamped with the bifurcated wings of the House of Hapsburg, the feather coverlet an envelope of satin on which, in massive and tarnished gold threads, stood the Volkbein arms, - gave birth, at the age of forty-five, to an only child, a son, seven days after her physician predicted that she would be taken.

Turning upon this field, which shook to the clatter of morning horses in the street beyond, with the gross splendour of a general saluting the flag, she named him Felix, thrust him from her, and died. The child's father had gone six months previously, a victim of fever. Guido Volkbein, a Jew of Italian descent, had been both a gourmet and a dandy, never appearing in public without the ribbon of some quite unknown distinction tinging his buttonhole with a faint thread. He had been small, rotund, and haughtily timid, his stomach protruding slightly in an upward jutting slope that brought into prominence the buttons of his waistcoat and trousers, marking the exact centre of his body with the obstetric line seen on fruits, - the inevitable arc produced by heavy rounds of burgundy, schlagsahne, and beer.

The autumn, binding him about, as no other season, with racial memories, a season of longing and of horror, he had called his weather. Then walking in the Prater he had been seen carrying in a conspicuously clenched fist the exquisite handkerchief of yellow and black linen that cried aloud of the ordinance of 1468 issued by one Pietro Barbo, demanding that, with a rope about its neck, Guido's race should run in the Corso for the amusement of the Christian populace, while ladies of noble birth, sitting upon spines too refined for rest, arose from their seats, and, with the red-gowned cardinals and the Monsignori, applauded with that cold yet hysterical abandon of a people that is at once unjust and happy; the very Pope himself shaken down from his hold on heaven with the laughter of a man who forgoes his angels that he may recapture the beast.“

 

 

 

 

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Djuna Barnes (12 juni 1892 – 18 juni 1982)

 

 

 

 

 

De Italiaanse dichter en schrijver  Sandro Penna werd geboren op 12 juni 1906 in Perugia. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007.

 

Uit: Een beetje koorts (Vertaald door Willem Timmermans)

 

„Mijn metgezel praatte niet, wellicht uit natuurlijke verlegenheid. Maar toen ik iets zei, antwoordde hij overvloedig en met veel enthousiasme, blij dat hij zijn natuurlijke vuur aan iemand kon geven. Hij kon het niet laten me te laten weten dat hij achttien was, niet ouder. Hij vertelde me binnen enkele minuten over zijn meest intieme dingen, over zijn ouders, over zijn vrienden, over zijn pleziertjes, alsof ik op het punt stond een oude vriend van hem te worden. En ik was echt vertederd door deze warme onschuld. Ik verbaasde me erover die in een jongen tegen te komen die al man was, uit een burgerlijk milieu, met gewone gelaatstrekken, precies een jongen zoals alle andere. Doch het leven wil ons elke dag, of het in een brandende zon is of in een herfstregen, tegen elke prijs een mogelijkheid bieden onze stompzinnige verveling te loochenen en geeft ons een frisse zoen, nu eens op het kuise voorhoofd, dan weer op de gloeiende mond.
Deze keer was het mijn kuise voorhoofd dat gekust werd. En die kus duurde wat langer dan voorzien, met bij mij een zuiver genot van binnen, omdat we de brug wegens werkzaamheden gesloten vonden. We moesten een gedeelte van de afgelegde weg weer aflopen en daarna een ingewikkelde route volgen over glibberige hellingen en weggetjes waar we steeds over plassen moesten springen. En we genoten van dit alles, vastbesloten om de paraplu niet los te laten, de druk op elkaars armen niet te laten verslappen.
Dit gaf mij de illusie dat ik ook nog een jongen was zoals mijn metgezel. Maar toen hij vervolgens uit beleefdheid mij helemaal tot aan de halte van de tram wilde vergezellen, voelde ik me een moment in de war en vernederd, als bij een teleurstelling in de liefde“.

 

 

 

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Sandro Penna (12 juni 1906 – 21 januari 1977)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter, schrijver en graficus Christoph Meckel werd geboren op 12 juni 1935 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 12 juni 2006 en ook mijn blog van 12 juni 2007.

 

 

Bahnhofstreppe

 

Wer will immer wieder Sternbilder ordnen

und auseinanderreißen. Ich erwarte

eine Schnauze mit Reißzahn, einen bezahlten Kuß

eine Faust an der Gurgel,

meine Faust an der Gurgel des andern

dreckig von Leben, nicht länger schuldlos

Auge in Auge, er ich oder beide.

 

Als wir hintereinander zu den Biertischen

runtergingen, in schlechter Beleuchtung -

meine Zigarettenkippe auf den Stufen

er hob sie auf und steckte sie zwischen die Zähne

hohnvoll, lässig, der andere, Dreckstück, Engel

Mörder Mensch, meine furchtbare Chance -

 

Leben, Leben, auseinandergerissen.

 

 

 

 

 

Der Spanische Platz

 

Der Spanische Platz wurde umbenannt in Naumann-Bezirk.

Was ist falsch an Spanien und wer war Naumann.

Alberto, Theodor, Harry Naumann?

Tycoon einer Handelskette, ein Sponsor, Agent?

Die besonnten Fassaden am Spanischen Platz.

Die geräumten Läden im Naumann-Bezirk.

 

Wird man wohnen an Promenaden,

Prospekten und Küsten mit hellen Namen.

Passage du petit Cladan. Die Straße der Küsse.

Die Höfe der Spieler. Die Kolibri-Gärten.

Am Sonnenufer. Im Regenbogen. Am Meer.

 

Am Schnee. Am Süßgras. Am Baum des Propheten.

 

Am Krematorium. Am Camping. Am Rieselfeld.

 

An Jubals Weg. Im Raum. An den Sieben Gestirnen.

 

Im Jammertal. Am Schlachthof. Im Nixon-Distrikt.

 

An der Straße des Südwinds. Am Blauen Horn.

 

Wer will die Sonne umbenennen, den Wind

mit den zwölftausend Vogelstärken im frühen Licht!

 

 

 

 

 

meckel
Christoph Meckel (Berlijn, 12 juni 1935)

 

 

 

 

 

De Oostenrijkse dichter en vertaler Hans Carl Artmann werd geboren op 12 juni 1921 in Wenen. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007 en ook mijn blog van 11 juni 2008.

 

Uit: H.C. Artmann über Gottfried Helnwein

 

„nachdem die schreie fertiggeschrieen sind, ringelt sich die tüllweiße natter des verbands um betroffene glieder, eine gipsfarbene hülle über einen stadtplan voller unfälle oder, kleiner noch, über die genauere karte eines viertels der verletzungen, inneren, äußeren, über adern, die sich zu schmerzblauen seen ausweiten. 

los angeles, manhattan oder das suburbe wien durch ein klinisch einwandfreies sieb auf die melancholischen reste eines infantilen nässer gerüttelt erscheinen am horizont, ein fröstelnder stich durch die männliche psyche, ein fiebriger durch die weibliche. oder ist es der pistolenschuss durch ein blutgefülltes reagenzglas, das man wieder hinzukriegen sucht mittels saftigem leukoplast? 

 

immer heißt es recht haben und die schatten des unrechts verteidigen, schatten, die wie menetekel an knallharten wänden sozialer anstalten aufkommen, taugiftig, wundrosig, geschwollen, benarbt, auf prothesen laufend, mit armstümpfen flehend... 

 

um diese zeit klagen viele, es ist februar. inzwischen ist es mai bis juni geworden, eine schreckliche gasse vorbei an schillernden rissen und rinnsalen verschiedener abgänge, durch seitenwege, die verstopften stirnhöhlen oder nasen ähnelten, durch die engen kanäle blutverlassener venen. einer notiert den neurotischen austritt durch das antiseptische fenster des animalischen ablebens - kein noch so sauberer mantel, der das verdecken kann.

 

 

 

 

Artmann
H. C. Artmann (12 juni 1921 – 4 december 2000)

 

 

 

 

 

De Turks-Duitse schrijfster en actrice Renan Demirkan werd geboren op 12 juni 1955 in Ankara. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007 en ook mijn blog van 11 juni 2008.

 

 Uit: Es wird Diamanten regnen vom Himmel

 

„Also gut, sagte er, fangen wir von vorne an. Stimmt, ich fahre gerne schnelle Autos, kann aber lesen und schreiben und habe sogar Abitur. Ist doch schon 'ne Menge für den Anfang? Warum? fragte ich flau, noch immer unter dem Einfluß des Gongs. Was „warum“? fragte er zurück, und danach ging es Schlag auf Schlag wie in einem imaginären Ring, ernst und ohne Mätzchen. Warum von vorne

anfangen? sagte ich. Na ja, irgendwie muß man doch anfangen! Aber warum gerade du und ich? Ich habe keine Ahnung, vielleicht weil es die Sterne so wollen. Wo ist das Problem? Ich weiß nicht mehr, wie es geht. Wie was geht? fragte er perplex, und ich war erstaunt, daß mir die Wahrheit so leicht fiel: Der Anfang, sagte ich. Ich weiß nicht mehr, wie das geht. Seltsam,

nicht?

 

Da gibts sicher noch andere Möglichkeiten. Er blieb. Das muß man ja nicht so eng sehen, sagte er, dann starten wir eben von der Mitte. Das war ein zweiter Versuch, aber ich zog die Reißleine. Ich wollte keine schnelle Einigung für eine Nacht. Ich mochte das stumpfe Aufwachen am nächsten Morgen nicht mehr. ... und ab der Mitte gibt es nur Streß, da wird beim Essen gefurzt, beim Fernsehen gekotzt, und beim Reden brauchste einen Dolmetscher, weil jeder eine andere Sprache spricht, und das sind nur die statistischen Mittelwerte, da sind die Abgründe in den Betten noch gar nicht drin ... Halt, stop! Warte, darüber redet man frühestens nach der zehnten Runde, sagte er. Das hängt von der Kondition ab, antwortete ich, die Mehrheit der Menschen geht schon in der ersten Runde k.o.

 

 

 

 

Demirkan
Renan Demirkan (Ankara, 12 juni 1955)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Rona Jaffe werd geboren op 12 juni 1932 in New York. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007.

 

Uit: The Room-Mating Season

 

Leigh Owen looked back at 1963 as if she were watching other people, almost strangers; not herself and her three roommates - so far away and different they all seemed. Sometimes it embarrassed her to see those distant girls, with their innocence and their juiciness, their long-limbed breathless sexuality, and sometimes it made her jealous. They were twenty-three years old, young and pretty and arrogant, excited about being in New York at their first jobs, living together in a nice, but small, apartment they could only afford because they all lived together. A town house on the Upper East Side: a brownstone (except that it was gray) with one bedroom for all of them, crammed together in their little single beds, a kitchen you couldn't even sit down in, a bathroom. Since the living room was used to entertain men, they put up with their dormitory-style sleeping arrangements: because the purpose of being young and pretty was to meet men, and eventually to marry.

Before they married they planned to live fully, of course. They were filled with wonder and optimism and looking forward to adventures. None of them was a native New Yorker, and to them New York was the magical city. Everything would happen here, whatever everything was.

When she looked at the few photographs she had of thefour of them in those days, Leigh was surprised at how soft their faces looked, almost un-formed. Almost blank. But there were all kinds of emotions hiding underneath those unrevealing faces: anxiety, doubt (despite the arrogance), and often confusion. At times they felt deeply inadequate. They knew they were naove, and they wanted to learn.“

 

 

 

 

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Rona Jaffe (12 juni 1932 – 30 december 2005)

 

 

 

 

De Zwitserse schrijfster Johanna Spyri werd geboren in Hirzel op 12 juni 1827. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007.

 

Uit: Heidis Lehr- und Wanderjahre

 

„Vom freundlichen Dorfe Maienfeld führt ein Fußweg durchgrüne, baumreiche Fluren bis zum Fuße der Höhen, dievon dieser Seite groß und ernst auf das Tal herniederschauen. Wo der Fußweg anfängt, beginnt bald Heideland mit dem kurzen Gras und den kräftigen Bergkräutern dem Kommenden entgegen-zuduften, denn der Fußweg geht steil und direkt zu den Alpen hinauf.Auf diesem schmalen Bergpfade stieg am hellen, sonnigen Junimorgen ein großes, kräftig aussehendes Mädchen dieses Berg-landes hinan, ein Kind an der Hand führend, dessen Wangen soglühend waren, dass sie selbst die sonnverbrannte, völlig braune Haut des Kindes flammend rot durchleuchteten. Es war auch kein Wunder: Das Kind war trotz der heißen Junisonne so ve-packt, als hätte es sich eines bitteren Frostes zu erwehren. Das kleine Mädchen mochte kaum fünf Jahre zählen; was aber seine natürliche Gestalt war, konnte man nicht ersehen, denn es hatte sichtlich zwei, wenn nicht drei Kleider übereinander angezogenund drüberhin ein großes, rotes Baumwolltuch um und um gebunden, so dass die kleine Person eine völlig formlose Figurdarstellte, die, in zwei schwere, mit Nägeln beschlagene Bergschuhe gesteckt, sich heiß und mühsam den Berg hinaufarbeitete. Eine Stunde vom Tal aufwärts mochten die beiden gestiegensein, als sie zu dem Weiler kamen, der auf halber Höhe der Almliegt und ›im Dörfli‹ heißt.“

 

 

 

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Johanna Spyri  (12 juni 1827 -  7 juli 1901)

 

 

12-06-08

Anne Frank, Djuna Barnes, H. C. Artmann, Sandro Penna, Christoph Meckel, Renan Demirkan, Johanna Spyri, Rona Jaffe


De Nederlandse schrijfster Anne Frank werd geboren in Frankfurt am Main op 12 juni 1929. Zie ook mijn blog van 12 juni 2006 en ook mijn blog van 12 juni 2007.

 

Uit: Dagboek van Anne Frank

 

-5 april 1944-
"Niemand die zelf niet schrijft weet hoe fijn schrijven is; vroeger betreurde ik het altijd dat ik in ’t geheel niet tekenen kon, maar nu ben ik overgelukkig dat ik tenminste schrijven kan. En als ik geen talent heb om voor kranten of boeken te schrijven, wel, dan kan ik nog altijd voor mezelf schrijven. Maar ik wil verder komen, ik kan me niet voorstellen, dat ik zou moeten leven zoals moeder, mevrouw van Daan* en al die vrouwen die hun werk doen en later vergeten zijn. Ik moet iets hebben naast man en kinderen, waar ik me aan wijden kan! O ja, ik wil niet zoals de meeste mensen voor niets geleefd hebben. Ik wil van nut of plezier zijn voor de mensen, die om mij heen leven en die mij toch niet kennen, ik wil nog voortleven, ook na mijn dood!"

 

 

-1 augustus 1944-
"In gezelschap is de lieve Anne dus nog nooit, nog niet één keer te voorschijn gekomen, maar in het alleenzijn voert zij haast altijd de boventoon. Ik weet precies wat hoe ik zou willen zijn, hoe ik ook ben… van binnen, maar helaas, ik ben het enkel voor mezelf. En dat is misschien, neen, heel zeker de reden waarom ik mezelf een gelukkige binnennatuur noem en andere mensen me een gelukkige buitennatuur vinden. Van binnen wijst de reine Anne me de weg, van buiten ben ik niets dan een van uitgelatenheid zich losrukkend geitje"

 

"Het snikt in me: “Zie je wel, dat is er van je terechtgekomen, slechte meningen, spottende en verstoorde gezichten, mensen die je antipathiek vinden, en dat alles alleen omdat je niet naar de goede raad van je eigen goede helft luistert. Ach, ik zou wel willen luisteren, maar het gaat niet, als ik stil en ernstig ben, denkt iedereen dat het een nieuwe komedie is, en dan moet ik me wel met een grapje eruit redden, nog niet eens over m’n eigen familie gesproken, die beslist denkt dat ik ziek ben, me hoofdpijnpillen en kalmeertabletten laat slikken, m’n hals en voorhoofd voelt of ik koorts heb, naar m’n ontlasting vraagt en m’n slechte bui bekritiseert, dat houd ik niet vol, als er op me gelet wordt, dan word ik eerst snibbig, dan verdrietig en ten slotte draai ik m’n hart weer om, draai het slechte naar buiten, het goede naar binnen en zoek aldoor naar een middel om te worden, zoals ik zo erg graag zou willen zijn en zoals ik zou kunnen zijn, als... er geen andere mensen in de wereld zouden wonen.

 

 

 

 

 

Frank
Anne Frank (12 juni 1929 – maart 1945)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Djuna Barnes werd geboren in Cornwall-on-Hudson, Orange County in de staat New York op 12 juni 1892. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007.

 

 

TWILIGHT OF THE ILLICIT

 

OU, with your long blank udders
          And your calms,
Your spotted linen and your
Slack'ning arms.
With satiated fingers dragging
At your palms.

Your knees set far apart like
Heavy spheres;
With discs upon your eyes like
Husks of tears,
And great ghastly loops of gold
Snared in your ears.

Your dying hair hand-beaten
’Round your head.
Lips, long lengthened by wise words
Unsaid.
And in your living all grimaces
Of the dead.

One sees you sitting in the sun
Asleep;
With the sweeter gifts you had
And didn't keep,
One grieves that the altars of
Your vice lie deep.

You, the twilight powder of
A fire-wet dawn;
You, the massive mother of
Illicit spawn;
While the others shrink in virtue
You have borne.

We'll see you staring in the sun
A few more years,
With discs upon your eyes like
Husks of tears;
And great ghastly loops of gold
Snared in your ears.

 

 

 

TO A CABARET DANCER

 

THOUSAND lights had smitten her
       Into this thing;
Life had taken her and given her
        One place to sing.

She came with laughter wide and calm;
        And splendid grace;
And looked between the lights and wine
        For one fine face.

And found life only passion wide
        ’Twixt mouth and wine.
She ceased to search, and growing wise
        Became less fine.

Yet some wondrous thing within the mess
        Was held in check:—
Was missing as she groped and clung
        About his neck.

One master chord we couldn't sound
        For lost the keys,
Yet she hinted of it as she sang
        Between our knees.

We watched her come with subtle fire
        And learned feet,
Stumbling among the lustful drunk
        Yet somehow sweet.

We saw the crimson leave her cheeks
        Flame in her eyes;
For when a woman lives in awful haste
        A woman dies.

The jests that lit our hours by night
        And made them gay,
Soiled a sweet and ignorant soul
        And fouled its play.

Barriers and heart both broken—dust
        Beneath her feet.
You've passed her forty times and sneered
        Out in the street.

A thousand jibes had driven her
        To this at last;
Till the ruined crimson of her lips
        Grew vague and vast.

Until her songless soul admits
        Time comes to kill;
You pay her price and wonder why
        You need her still.

 

 

 

 

barnes1
Djuna Barnes (12 juni 1892 – 18 juni 1982)

 

 

 

 

De Oostenrijkse dichter en vertaler Hans Carl Artmann werd geboren op 12 juni 1921 in Wenen. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007.

 

 

auf dem berge ararat 

 

auf dem berge ararat 
wohnt der schneider drakulat, 
seine frau, die nosfretete, 
saß am särgelein und nähte, 
fiel herab, fiel herab, 
und der linke zahn brach ab. 
kam ihr männchen angerannt 
mit der nadel in der hand, 
näht ihn an, näht ihn an, 
daß sie wieder beißen kann.



 

 

tanzlied: brugge

 

tanzlied: brugge

sing E und I und O 
trinitatis ach versúng 
sublim in provisoor 
vergondelblumenblei 
belooste güldenklei 
am hellen amseldamm 
umvóll kalkülenblau

den wattenmondemord 
erstieg 
in sanften fjorden 
rausumbúst 
lieb lemmelind 
und wolk de reiden 
loos und lombedond 
mit E und I und O

 

 

 

 

 

H_C__Artmann
H. C. Artmann (12 juni 1921 – 4 december 2000)

 

 

 

 

De Italiaanse dichter en schrijver  Sandro Penna werd geboren op 12 juni 1906 in Perugia. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007.

 

Uit: Een beetje koorts (Vertaald door Willem Timmermans)

 

"Later merk ik dat ik niet de enige ben met deze belangstelling: hier zijn jongens die blij zijn als ze tussen de militairen iemand uit hun dorp ontdekt hebben. Als ze dan samen zijn scheppen ze vrijelijk genoegen in dezelfde dingen, en met dezelfde zinnen, wat meer dan al het andere telt voor ze, misschien ook wel voor mij. Het lijkt echter of ze op deze manier willen bijkomen, deze stadsjongens tenminste, van de een of andere continue heel oude onderdrukking van hun eigenlijke wezen. Ze demonstreren eigenlijk een zuur en misschien wel voorlopig genot. Ik ben een beetje teleurgesteld als ik bedenk dat zij zich niet door hetzelfde vuur hebben laten leiden als ik. Ik zou me willen richten, als ik dat al ooit zou doen, juist tot degenen die ver van me afstaan, anderen leren kennen en niet teveel toegeven – ook al is dat natuurlijk – aan de dorre weemoed. Maar misschien zijn ze allemaal wel… Dan bekijk ik de arme zanger met de megafoon hoog boven die menigte van hem met ronde ogen, en plotseling voel ik me alleen, als voor altijd losgemaakt van een denkbeeldige liefde."

 

 

 

 

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Sandro Penna (12 juni 1906 – 21 januari 1977)

 

 

 

 

 

 

De Duitse dichter, schrijver en graficus Christoph Meckel werd geboren op 12 juni 1935 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 12 juni 2006 en ook mijn blog van 12 juni 2007.

 

Uit: Einer bleibt übrig, damit er berichte

 

“Sie lag auf der Erde, allein mit sich selbst und den Kleidern, der Zeit und dem Zufall, zwischen Rücken und Beinen von Leuten, die sie nicht kannte, den Kopf auf einem Stück Gras, zertrampelt und dürr, und hörte die Sirene des Wagens, der den Suppenkessel ins Lager fuhr. Hunderte drängten sich zu der Stelle, mit Eimern, Büchsen, Plastikbeuteln, andere standen mühsam vom Boden auf, kehrten mit leeren Behältern um. Sie hatte keinen Behälter, sie blieb zurück, allein mit dem Hunger, der ihr gleichgültig war, sah den Wagen zwischen den Leuten schwanken und hörte den Schrei, als der Kessel umfiel und der Mann mit der Schöpfkelle in die Menge flog.

Sie stand auf und ging fort. Kein Auge sah, daß sie aufstand und fortging, hier wurde kein Mensch bemerkt, weil er aufstand und rumlief, zwischen seinesgleichen herumstand und weiterging, wimmerte oder schwieg und weiterging, etwas verloren hatte, nichts mehr suchte, das Lager hinter sich ließ und weiterging, den Müll, die Toiletten, die Toten zurückließ, allein mit sich selbst, in verbrauchten Kleidern, Haare vor dem Gesicht, mit leeren Händen, die schmalen Arme vor der Brust verschränkt, als trüge ein Schlaf sie mit sich fort, ein stilles Tier, das nichts von sich wußte, nach ein paar Schritten nicht mehr da.

Sie ging durch das fremde Land, sie war allein, von Angst und Hunger in Ruhe gelassen, in verbrauchten Kleidern und flachen Schuhen, vor Augen ein Horizont, der den Süden verbarg, ein Fahrweg aus Schotter und trockenem Schlamm. Von ihm gingen Pfade fort in alle Richtungen – Panzerketten, Schuhe, Reifen, Pfoten der Tiere –, vermischten und trennten sich, brachen spurlos ab, und verloren sich fern in Rinnen aus Sand und Gras. Brachland, verkümmerte Felder, von Wildgras umgeben, im flachen Grasmeer verschwanden die Steine, ein Vogel flog senkrecht aus dem Gras in die Höhe, sie blieb stehen und hörte ihr Herz und ein Flügelschlagen, das sich leicht und schnell in der Luft verlor. Glück, eine schnelle Freude, durchwärmte ihr Blut, weil der Name des Vogels ihr Eigentum war – Lerche! Die Lerche! Sie war kaum ein paar Schritte allein unterwegs, da war schon die Lerche mit ihrem Namen da, eine Lerche allein in der Fülle aus Gras und Luft. Als sie weiterging, wußte sie, daß sie lebte und nichts weiter brauchte von sich und den Sachen als die Gewißheit ihres Lebendigseins. Nichts fehlte, seit ihr die Lerche begegnet war. Sie sprach mit den Sachen, die sie umgaben, ungefähr singend, weil sie kein Wort dafür brauchte, ungefähr horchend auf sich und die Stille, sie wollte wissen, wie ihr geschah.“

 

 

 

 

Meckel
Christoph Meckel (Berlijn, 12 juni 1935)

 

 

 

 

De Turks-Duitse schrijfster en actrice Renan Demirkan werd geboren op 12 juni 1955 in Ankara. Zie ook mijn blog van 12 juni 2007.

 

Uit: Der Mond, der Kühlschrank und ich

 

Es ist schon fast eine Ewigkeit her, aber ich zittere noch immer bei jedem Gedanken an diese Erinnerung.
Ich war kurz vor dem Abitur, da sprach mich in einer Kneipe eine Frau an. Etwa 30 und im vierten Monat schwanger. Der Kellner hatte gerade die letzte Runde angekündigt, und draußen war es kalt, Winter.
>> Kann ich heute Nacht bei dir schlafen?<< , fragt sie. Ihr >>Typ<< sei im Knast, und sie hätte keine Bleibe. >> Und mit dem Kind im Bauch kann ich nicht überall hin.<<
Ich weiß bis heute nicht, warum sie sich ausgerechnet mich ausgeguckt hatte. Ich kannte sie nicht. Sie war mir einmal in einer WG begegnet. Aber ich sagte trotzdem ja, dachte, für einen Nacht, da ist doch nichts dabei.
Am nächsten Morgen verließ ich früh um sieben meine Wohnung. Ich musste ja in die Schule und bat sie, wenn sie ausgeschlafen hat, einfach die Tür hinter sich zuzuziehen.
Das war damals so. Ich war da keine Ausnahme. Das heißt, in meinem Alter war man so, ohne Argwohn. Weshalb auch, weder hatte ich einen Besitz noch andere Kostbarkeiten, um die ich mich hätte ängstigen müssen. Meine Garderobe hätte ihr nicht gepasst, meine Bücher brauchte sie nicht. Jedoch hatte ich ein Dach über dem Kopf und sie ein Kind im Bauch, und sich zu helfen war damals Zeitgeist.”

 

 

 

 

renan_demirkan
Renan Demirkan (Ankara, 12 juni 1955)

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijfster ook mijn blog van 12 juni 2007.

 

De Zwitserse schrijfster Johanna Spyri werd geboren in Hirzel op 12 juni 1827.

 

De Amerikaanse schrijfster Rona Jaffe werd geboren op 12 juni 1932 in New York.

 

12-06-07

Djuna Barnes, Anne Frank, H. C. Artmann, Johanna Spyri, Sandro Penna, Christoph Meckel, Rona Jaffe, Renan Demirkan


De Amerikaanse schrijfster Djuna Barnes werd geboren in Cornwall-on-Hudson, Orange County in de staat New York op 12 juni 1892. Barnes schreef romans, korte verhalen en toneel, gedichten en jornalistiek werk. Zij verwierf internationale faam met de roman Nightwood uit 1936. Nightwood is een verhaal over de Parijse bohème in de kring rondom Gertrude Stein en de andere expatriaten van de Parijse linkeroever, in welke kring Barnes tijdens het interbellum verkeerde. Het boek wordt beschouwd als een minor classic. Nightwood is ook een klassieker van de lesbische literatuur; het is deels autobiografisch en beschrijft de relatie van Barnes met de kunstenares Thelma Wood. Dat Barnes thuishoort in de stroming van het Modernisme, komt sterk naar voren in haar korte verhalen, vooral in de vroege verhalen die later werden bijeengebracht als Smoke and Other Early Stories.

 

 

FROM THIRD AVENUE ON

 

ND now she walks on out turned feet
        Beside the litter in the street
Or rolls beneath a dirty sheet
       Within the town.
She does not stir to doff her dress,
She does not kneel low to confess,
A little conscience, no distress
       And settled down.

 

Ah God! she settles down we say;
It means her powers slip away
It means she draws back. day by day
       From good or bad.
And so she looks upon the floor
Or listens at an open door
Or lies her down, upturned to snore
       Both loud and sad.

 

Or sits besides the chinaware,
Sits mouthing meekly in a chair,
With over-curled, hard waving hair
       Above her eyes.
Or grins too vacant into space—
A vacant space is in her face—
Where nothing came to take the place
       Of high hard cries.

 

Or yet we hear her on the stairs
With some few elements of prayers,
Until she breaks it off and swears
       A loved bad word.
Somewhere beneath her hurried curse,
A corpse lies bounding in a hearse;
And friends and relatives disperse,
       And are not stirred.

 

Those living dead up in their rooms
Must note how partial are the tombs,
That take men back into their wombs
       While theirs must fast.
And those who have their blooms in jars
No longer stare into the stars,
Instead, they watch the dinky cars—
       And live aghast.

 

 

 

SUICIDE

 

Corpse A

 

HEY brought her in, a shattered small
       Cocoon,
With a little bruised body like
A startled moon;
And all the subtle symphonies of her
A twilight rune.

 

Corpse B

 

HEY gave her hurried shoves this way
        And that.
Her body shock-abbreviated
As a city cat.
She lay out listlessly like some small mug
Of beer gone flat.

 

 

 

Barnes
Djuna Barnes (12 juni 1892 – 18 juni 1982)

 

De Nederlandse schrijfster Annelies Marie (Anne) Frank werd geboren in Frankfurt am Main op 12 juni 1929. Zie ook mijn blog van 12 juni 2006.

 

Uit: Dagboek van Anne Frank

 

11 juli 1942

 

“Het achterhuis is als schuilplaats ideaal, hoewel vochtig en scheefgetrokken, zal men in heel Amsterdam, ja in heel Holland misschien, voor schuilers niet meer zoiets gerieflijks ingericht hebben.”

12 maart 1944

 

“Margot is erg lief en zou graag m'n vertrouwde zijn, maar ik kan haar toch niet alles zeggen. Ze neemt me ernstig, veel te ernstig en denkt lang over haar gekke zusje na. Ze kijkt me bij alles wat ik zeg onderzoekend aan en denkt bij alles: Is het nu komedie of meent ze het werkelijk?”

 

15 juli 1944

 

“Trouwens, ik kan iemand niet m'n vertrouwen geven, die mij niet ook heel veel van zichzelf vertelt en omdat ik van Pim [Otto] niets afweet, zal ik de weg naar het intieme tussen ons niet kunnen betreden. (...) Voor vader verborg ik alles wat mezelf beroerde, heb hem nooit m'n idealen laten delen, heb hem willens en wetens van me vervreemd.”

 

 

 

Frank
Anne Frank (12 juni 1929 – maart 1945)

 

De Oostenrijkse dichter en vertaler Hans Carl Artmann werd geboren op 12 juni 1921 in Wenen. Vanaf 1947 publiceerde hij literaire teksten op de radio en in het tijdschrift „Neue Wege“. In 1958 kwam het grote succes met de dichtbundel med ana schwoazzn dintn, waarmee hij het genre van het dialektgedicht aan een doorbraak hielp. Artmannn zelf zag het als een experiment onder velen en het gebruik van het dialekt is inderdaad niet typisch voor zijn werk, ook al werd hij er wel steeds mee geïdentificeerd. Artmann ontving talrijke prijzen en onderscheidingen waaronder de Große Österreichische Staatspreis (1974), een eredoctoraat van de universiteit van Salzburg (1991) en de Georg-Büchner-Preis (1997).

 

 

irgendwo:

 

frag mich um meinen namen

ich will ihn dir beichten

kein ort ist mir ähnlich:

bin honig unter kanditen

bin vergoldeter zuckerhut

eigentlich bin ich biene

wabengebilde immenhäusle

eigentlich bin ich brief

adresse postporto stempel

ich antworte dir wie noah

ein rebstock ein zauberer

sieh ich verändere mich:

caruso besingt mich als

colibri turteltaube aar

robinson schilt mich als

natter skarabäus mikrobe

bin eiland im weltenall

bin kraft echter aktien

des altai nashorn das gnu

des ural der gobi makaki

kein spiegel wirft mich

kein film zeigt mich auf

ich bin der ort nirgendwo

 

 

 

jerusalem:

 

du rotweinspur auf

einem liebesbrief

jerusalem

jahwe behüte

hast keine lackstiefel nötig

um allahs zehen

noch jesu überbein

zu verbergen   sag an:

wie gibst du dich

in deinem abendlicht

nachdem du den tag

mit mandelseifen

weitgehend entfernt hast?

jerusalem

du rotweinspur auf

einem liebesbrief

deine taxis und busse

sind klarerweise

mit dem namen gottes

dreier weltreligionen

durchnumeriert

wer würde dich

der dich nie gesehen

nicht doch vermissen und

deine winkel gäßchen gassen

über dem stadtplan

nachweinen?

 

 

 

artmann3
H. C. Artmann (12 juni 1921 – 4 december 2000)

 

De Zwitserse schrijfster Johanna Spyri werd geboren in Hirzel op 12 juni 1827. Ze groeide op in Hirzel, een dorp in het kanton Zürich. In 1852 trouwde ze met Johann Bernhard Spyri. Haar eerste verhaal (Ein Blatt auf Vronys Grab) verscheen pas in 1871, toen Spyri 44 was. In 1881 schreef ze Heidis Lehr- und Wanderjahre, dat een groot succes werd. Het jaar daarna kwam een vervolg uit, Heidi kann brauchen was es gelernt hat. Het boek wordt ook nu nog veel gelezen, en is meerdere malen verfilmd.

 

Uit: Heidis Lehr- und Wanderjahre

 

“{Nachdem die Dete verschwunden war, hatte der Öhi sich wieder auf die Bank hingesetzt und blies nun große Wolken aus seiner Pfeife; dabei starrte er auf den Boden und sagte kein Wort. Derweilen schaute das Heidi vergnüglich um sich, entdeckte den Geißenstall, der an die Hütte angebaut war, und guckte hinein. Es war nichts drin. Das Kind setzte seine Untersuchungen fort und kam hinter die Hütte zu den alten Tannen. Da blies der Wind durch die Äste so stark, dass es sauste und brauste oben in den Wipfeln. Heidi blieb stehen und hörte zu. Als es ein wenig stiller wurde, ging das Kind um die kommende Ecke der Hütte herum und kam vorn wieder zum Großvater zurück. Als es diesen noch in derselben Stellung erblickte, wie es ihn verlassen hatte, stellte es sich vor ihn hin, legte die Hände auf den Rücken und betrachtete ihn. Der Großvater schaute auf. »Was willst du jetzt tun?«, fragte er, als das Kind immer noch unbeweglich vor ihm stand.

»Ich will sehen, was du drinnen hast, in der Hütte«, sagte Heidi.

»So komm!«, und der Großvater stand auf und ging voran in die Hütte hinein.

»Nimm dort dein Bündel Kleider noch mit«, befahl er im Hereintreten.

»Das brauch ich nicht mehr«, erklärte Heidi.”

 

 

 

SPYRIJ
Johanna Spyri  (12 juni 1827 -  7 juli 1901)

 

De Italiaanse dichter Sandro Penna werd geboren op 12 juni 1906 in Perugia, maar het grootste deel van zijn leven woonde hij in Rome. Een vaste baan had hij nooit. Hij werkte mee aan diverse tijdschriften en schreef bijna uitsluitend gedichten. Door toedoen van Umberto Saba werden zijn eerste gedichten gepubliceerd in 1932. Zijn poëzie wordt gekenmerkt door zijn melancholieke kijk op homoseksualiteit. Zijn liefde voor jongens werd weerspiegeld in de voortdurende aanwezigheid van jonge jongens in zijn gedichten. In 1956 nam hij een veertien jaar oude straatjongen mee naar het huis, waarin hij samen met zijn moeder woonde. De jongen, Raffaele, bleef al met al veertien jaar bij hem. Penna’s was vaak arm en toen hij wat ouder was kwam een groep intellectuelen met een manifest in de krant Paese Sera om hem te helpen.

 

 

Op de pier

 

De wind blaast hard over de pier. Mijn ogen
vangen een rustig lichtspel op. Er vaart
een zeiljacht op zijn kant, met in de stilte
aan 't roer een haast horizontale man.
Zachtjes en stil waait van een jongenskop
een muts, die 't woelig zeevlak raakt zoals
een bal de lucht. En vurig als een vlam
rest mij in 't koude spel van licht dat hoofd
met wapperende haren.

 

 

Vertaald door Frans van Dooren

 

 

 

The light was fadeless

 

The light was fadeless where a soldier sat

in solitude upon a parapet.

He turned his back on all the countryside

 until the melancholy bride appeared.

The sun had bound us both with one strong thread:

dead we were, but we did not know it yet.

 

 

 

I must be growing old

 

I must be growing old, if I could stay

seated so long a journey, seeing nothing

except the rain, if but one weary ray

of silent life... (The workmen occupied

my train and then abandoned it; they bore

from suburbs to the tenderness of lakes

their slumber with the tools they always carry.)

 I too-in bed at last-aloud I cried:

"Men are we all, and less debased than weary!"

 

Vertaald door Francis Henchy

 

 

 

penn3
Sandro Penna (12 juni 1906 – 21 januari 1977)

 

De Duitse dichter, schrijver en graficus Christoph Meckel werd geboren op 12 juni 1935 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 12 juni 2006.

Augen

Diese offnen Augen
und du bist
in der Bläue
die kein Sommer ist

Bläue ohne Duft
und ohne Jahr
schattenlose
die kein Winter war

Sonnen, Zeiten, Räume
alle leer
namenlose Bläue
ohne Meer

ohne Abgrund
Ahnung, Alter, Licht
nichts als Bläue
blind vor dem Gesicht.

 

 

Dass Du

Dass Du
mir nicht zerfällst
im Traum
nicht zwischen den Händen
Gesicht unkenntlich
Augen aus Salz und Kohle
Finsterwasser
Gestalt ohne Umriß
ohne Duft, ohne Schatten
verlorener als Nichts
denn es fehlt die Gewißheit
des Todes

 

 

 

Meckel
Christoph Meckel (Berlijn, 12 juni 1935)

 

De Amerikaanse schrijfster Rona Jaffe werd geboren op 12 juni 1932 in New York. Zij schreef 16 boeken, waarvan „The Best of Everything“ het bekendste is. De roman werd in 1959 verfilmd met Joan Crawford in de hoofdrol. Haar laatste roman „The Road Taken“ publiceerde zij in 2000.

 

Uit: The Best of Everything

You see them every morning at a quarter to nine, rushing out of the maw of the subway tunnel, filing out of Grand Central Station, crossing Lexington and Park and Madison and Fifth avenues, the hundreds and hundreds of girls. Some of them look eager and some look resentful, and some of them look as if they haven’t left their beds yet. Some of them have been up since six-thirty in the morning, the ones who commute from Brooklyn and Yonkers and New Jersey and Staten Island and Connecticut. They carry the morning newspapers and overstuffed handbags. Some of them are wearing pink or chartreuse fuzzy overcoats and five-year-old ankle-strap shoes and have their hair up in pin curls underneath kerchiefs. Some of them are wearing chic black suits (maybe last year’s but who can tell?) and kid gloves and are carrying their lunches in violet-sprigged Bonwit Teller paper bags. None of them has enough money.”

 

 

Jaffe
Rona Jaffe (12 juni 1932 – 30 december 2005)

 

De Turks-Duitse schrijfster en actrice Renan Demirkan werd geboren op 12 juni 1955 in Ankara. Toen zij zeven jaar was kwam zij met haar familie naar Duitsland (Hannover). Zij volgde na het gymnasium een acteursopleiding en vond daarna werk in Neurenberg, Dortmund en Keulen. Sinds 1981 speelt zij ook solovoorstellingen en houdt zij lezingen. In 1991 verscheen haar eerste roman Schwarzer Tee mit drei Stück Zucker. In 2006 schreef zij scenes voor het theater Die Hände meiner Mutter, een hommage aan haar overleden moeder.

 

Uit: Über Liebe, Götter und Rasenmähn (2003)

 

Ich kann nicht über die Liebe reden, ohne auch
über die Götter zu reden. Ich sage immer
>Götter<,weil ich irgendwie mit mehreren aufgewachsen bin, und deswegen existiert für
mich das Überirdische nur im Plural. Als eine Art Götter-WG.
Also, die Götter waren jedenfalls meine ersten Lieb-haber. Das heißt, sie waren die Ersten,
deren Namen immer in Verbindung mit >Liebe<
benutzt wurden. Von jedem.

Nun, als ich vor Ewigkeit im Diesseits sichtbar
wurde, haben mir alle Menschen, die auf mich herabblickten, gesagt, dass auch sie mich allesamt sehr lieben würden.
Und gewissermaßen als Beweis ihrer großen Liebe wurde ich ständig geküsst, umarmt, gedrückt, getragen, gefüttert, gewaschen, gekniffen,
herumgereicht und bespuckt, besonders bespuckt, ja sogar sehr oft bespuckt.


Das ist so Brauch im Orient. Je mehr ein Kind geliebt wird, desto nasser wird es.
Dieses Spucken hat etwa dieselbe Bedeutung wie das abendländische Toi, toi, toi! Nur dass es
eben Tüh, tüh, tüh! ausgesprochen wird.

 

 

Demirkan
Renan Demirkan (Ankara, 12 juni 1955)