17-06-17

Peter Rosei, Kamel Daoud, Gail Jones, Ron Padgett, Ward Ruyslinck, Adriaan van der Hoop jr, Hanna Johansen, Max Dendermonde

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Peter Rosei werd geboren op 17 juni 1946 in Wenen. Zie ook mijn blog van 17 juni 2009 en eveneens alle tags voor Peter Rosei op dit blog.

Uit: Die Globalisten

“Was soll ich Ihnen schon sagen? Ich bin ja nur ein kleines, ein winziges Schräubchen im Getriebe. Ich will das gar nicht verschweigen, o nein! Aber auch so kann man eine schöne Stange Geld verdienen und sein Glück machen, nicht wahr?« Der etwas stockige, untersetzte Mann musterte sein Gegenüber. »Wir versuchen doch alle nur, auf der goldenen Kugel zu tanzen, ganz egal, wie und wohin sie rollt«, sprach er rasch weiter, und dann hob er neuerlich den Blick, den er für einen Moment zu seinen auf dem Tisch liegenden Händen gesenkt gehabt hatte. »Haben Sie Kinder?«, fragte er unvermittelt. »Das ist doch nicht Ihr Ernst, Herr Weill!«, rief sein Gegenüber da aus, ein noch jugendlich wirkender, schwarzhaariger, elastischer Mensch, der in einem guten, blauen Tuchanzug steckte und bisher stillgehalten hatte: »Wollen Sie mich verarschen?!« Er brachte die Worte mit hartem, slawischem Akzent vor. »Aber nein!«, beteuerte darauf der so Angesprochene, sein feistes Gesicht lief jetzt noch mehr an, es war ohnehin schon von roten Flecken übersät gewesen — und dann brach er in ein leutseliges, ja in ein gutmütig breites Lachen aus. »Es geht doch nicht um uns, keineswegs«, meinte er, die Stimme dämpfend, in jener Tonart, die dem Flüstern näher ist als der normalen Stimmlage, der Kellner im Hintergrund hatte, die über den Arm gelegte Serviette zurechtrückend, wegen des lauten Gelächters schon missbilligend herübergeschaut: »Das Spielchen dreht sich doch nicht um uns! Worum dreht sich's denn, na? — Um die Zukunft natürlich, um diese wunderschöne Fee!«
Die Szene spielte im CaM IMPERIAL in Wien, in jenem prächtig inszenierten Raum, der auf die Ringstraße hinausgeht, die beiden Herren saßen auf der gepolsterten Bank, die an der Wand entlangführt und mit kleinen Marmortischen bestückt ist. Gerade oberhalb der Herren und ihrer Köpfe hing eine märchenhaft aufgefasste Alpenlandschaft in schwerer Goldrahmung, auf dem Tischchen vor ihnen standen Tassen samt halb vollen Wassergläsern, die Sonne schien hell durch die großen Fenster, der im Hintergrund postierte Kellner hatte sich beflissen am Kuchenbüfett zu schaffen gemacht. Nur wenig Leute da! Wenig Kundschaft! — Es ist ja auch erst elf Uhr, dachte Weill, sein Blick hatte dabei seine Armbanduhr kurz gestreift. Jetzt sitze ich schon eine geschlagene Stunde mit dem Trottel herum, und nichts geht weiter. »Wissen Sie was? Ich will Ihnen etwas erzählen. — Es war einmal ein kleiner Junge«, hob er an und unterdrückte dabei mit forscher Miene jeden etwa aufkeimenden Protest, »die Familie stammte aus einem abgelegenen Nest in der Westschweiz her, wo sie sich seit Generationen mehr schlecht als recht mit dem Uhrmachen durchgebracht hatte.“

 
Peter Rosei (Wenen, 17 juni 1946)

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17-06-16

Peter Rosei, Kamel Daoud, Gail Jones, Ward Ruyslinck, Adriaan van der Hoop jr, Hanna Johansen, Max Dendermonde

 

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Uit: Das große Töten

„Nachdem er diesen Schriftzug eingehend studiert hatte, als enthalte der in seiner Lakonie irgendeine verborgene oder verklausulierte Nebenbedeutung, eine Botschaft, die sich vielleicht gerade an den Betrachter jetzt richtete, senkte der Mann langsam den Kopf, so als bedenke er, was er gesehen, ging er aus der Küche, in der er gesessen war, in die anliegende Kammer hinaus und betrachtete sich im Spiegel, der da über dem Waschtisch hing: Ja - ohne Zweifel: Er sah dem Vater ähnlich!
Warum schaute er das Photo nur so gern an? Waren das nicht Dummheiten?
Langsam ging der Mann jetzt wieder in den anderen Raum, in die weiß möblierte und mit einem Kohlenherd ausgestattete Küche, und setzte sich neuerlich an den Tisch. Er überrechnete, das Bild wieder zur Hand nehmend, wie lang die Aufnahme jetzt zurücklag.
Dreißig, fünfunddreißig Jahre?
Eine kleine Weile studierte der Mann den lose fallenden Uniformrock des Vaters. - War es ein Mantel? In der Mitte war ein großer, runder Knopf, der den Kragen zusammenhielt.
Das Photo war wohl im Herbst oder Spätherbst aufgenommen. Als der Mann von draußen, vom Hof her, eine Tür, die Eingangstür gehen hörte, hängte er das Photo, das er so ausführlich betrachtet hatte, rasch an den Nagel an der Küchenwand: Dort hing das Bild alle Tage.
"Hallo, Franz!" sagte die Frau, die jetzt geschäftig in die Küche trat.
"Hallo, Mama!" sagte er, ohne indes vom Tisch aufzuschauen oder sich sonstwie freundlich zu zeigen. Die Mutter ging, ihr schwarzes Kopftuch abbindend, an den großen Kühlschrank, nahm eine Flasche Bier heraus, machte sie auf und stellte sie vor ihren Sohn hin.
"Bist frei heute?" fragte die Frau.
"Was dagegen?!" antwortete der.“

 

 
Peter Rosei (Wenen, 17 juni 1946)

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17-06-15

Peter Rosei, Gail Jones, Ward Ruyslinck

 

Dolce far niente

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Peter Rosei werd geboren op 17 juni 1946 in Wenen. Zie ook mijn blog van 17 juni 2009 en eveneens alle tags voor Peter Rosei op dit blog.

 

Der Bärenprinz

Die großen Leiber, die Zinnen einer Art von
Glück: Aus diesen Höhlen grub ich nichts:
Pech gehabt! Früher hielt man Pfauen, das
Federvieh zu schützen, das dumme Glück! Ich
habs probiert, weiß Gott! Schau einem sol-
chen Leben zu: Du siehst Gespenster laufen.

Unterm Dach hängt Wäsche, sie gefriert; die
Frau schöpft Wasser in den Bottich, ihr Haar
hängt in die Brühe: Unterhosen grundeln!
Im Dampf umflüstern sie die Stimmen, das
Wiesel streckt die Schnauze aus dem Loch:
Tausend Egos! Den Schweinekerl faßt du nie!

Jetzt flennt er! Die Hunde bellen: Schnee!!
In Wannen wuschen sie die Därme aus, die
platzten: Rote Früchte; süß! Wir töteten den
Bären nicht; der starb von selber! Was kle-
ben bleibt, wischt man ab. Im Ausguß sam-
melt sich der Rest. Er wird vergessen.

 

 
Peter Rosei (Wenen, 17 juni 1946)

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17-06-14

Peter Rosei, Gail Jones, Ward Ruyslinck, Hanna Johansen, Max Dendermonde, James Weldon Johnson

 

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Uit: Madame Stern

„Sie haben also auch Kinder?“
„Eins. Unsere kleine Sophie.“ Die Frau Doktor sagte es in liebevollem Ton und mit fürsorglichem Nachdruck.
„Wir haben auch ein Mäderl, meine Frau und ich!“ Niki Schestak brachte es herzig heraus.
„Wie alt ist sie denn?“
Man saß im Café Mozart, Schestak hatte den Treffpunkt vorgeschlagen: „Dann können wir zum Essen gleich ins Sacher hinübergehen.“
„Ob ich so lang Zeit haben werde?“, hatte die Frau Doktor Stern darauf gesagt.
Sie saßen in einer der komfortablen Nischen, in einer etwas entlegeneren Ecke, und hatten den Saal vor sich. Mäßig besetzt. Wie üblich ein paar Japaner, eine Reisegruppe, mit ihren unvermeidlichen Sonnenhüten auf den Köpfen, leise miteinander schnatternd. Einige Zeitung lesende ältere Herrschaften, bequem in die Polster zurückgelehnt, ihre Morgenmelange vor sich.
„Ein schöner Tag heute.“
„Ein wunderbarer Tag!“
„Um diese Jahreszeit ist Wien doch am schönsten.“
Schestak hatte Frau Doktor Stern zu dieser Aussprache gebeten. Nach einigem Hin und Her mit dem Terminkalender hatte sie doch eingewilligt.
Die leichteste, die am besten abgesicherte Route führt über die Familie: Haben Sie Kinder? Wie viele? Wie reizend! Und die Masern? Was macht denn Ihr Mann? Dazu Anmerkungen übers Wetter, über die Jahreszeit, übers Essen eingestreut. Vielleicht speist sie gern fein? Oder was Kulturelles? Ins Kunsthistorische vielleicht? Sport war für Frauen für gewöhnlich wenig zielführend.
„Und was macht Ihr Mann, wenn ich fragen darf?“, fragte Schestak, sich dabei ein wenig vorbeugend.
Frau Doktor Stern zog die Augenbrauen in die Höhe, gerade so, als hätte ihr der Magister mit dieser Frage einen Antrag gemacht. Mein Gott! Was die sich ziert! Trampel. Sie antwortete knapp: „Er arbeitet bei der Sachwalterschaft.“

 

 
Peter Rosei (Wenen, 17 juni 1946)

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17-06-13

Peter Rosei, Gail Jones, Ward Ruyslinck, Max Dendermonde, James Weldon Johnson

 

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Uit: Wien Metropolis

 

„Es war auf dem Rückzug der deutschen Armeen in der Gegend von Allenstein in Masuren in Polen, also eher schon dem Ende der Schlachtereien des Großen Krieges zu – die kommenden Monate sollten allerdings besonders blutig werden –, daß im Wohntrakt eines Herrengutes, erst kurz zuvor war es von seinen Bewohnern geräumt worden, sich folgendes zutrug: Die Soldaten einer in Auflösung befindlichen deutschen Kompanie entdeckten ein erleuchtetes Fenster in der Nacht. In der Eile der Flucht hatten die Gutsleute wohl vergessen, gerade diese eine und letzte Lampe zu löschen. Die Soldaten brachen mit ein paar Kolbenschlägen das Hoftor auf und drangen ins Haus ein. Im Kamin im großen Salon fanden sich unter einer dünnblättrigen, brüchigen Schicht von grauer Asche – man hatte wohl Papiere verbrannt – noch Knollen von roter, wärmespendender Glut. Bald hatte einer der Männer die Treppe, die zum Vorratskeller hinunterführte, entdeckt. – Als endlich die Nachhut eintraf, angeführt von keinem anderen als dem Oberleutnant Oberkofler, der Pandura, seines Zeichens Stabswachtmeister, war bereits bei der ersten Gruppe dabeigewesen, da fand der Oberkofler seine Leute und also auch den Stabswachtmeister Pandura schon beim Plündern. Zwar hatte der Pandura alle vorgefundenen Fässer durch gezielte Pistolenschüsse zuschanden geschossen, er hatte aber im Durcheinander nicht verhindern können, daß der eine oder andere sein Kochgeschirr oder sonst ein Gefäß unter den kalt und dunkel herauspritschelnden Weinstrahl gehalten hatte. Der Oberkofler machte auch gar kein Aufhebens von der sich anbahnenden Sauferei, er sagte nur in Richtung Pandura, aber so laut, daß alle es hören konnten: »Wer morgen liegen bleibt, wird eben vom Russen erschossen.« Dann warf er seine Handschuhe auf einen Tisch, setzte sich und streckte die Beine breit aus.“

 

 

 

Peter Rosei (Wenen, 17 juni 1946)

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17-06-11

Peter Rosei, Gail Jones, Ward Ruyslinck, Max Dendermonde

 

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Uit: Das große Töten

 

„Ein nicht mehr ganz junger Mann saß vorgebeugt an einem weiß angestrichenen, simplen Küchentisch und betrachtete in Gedanken versunken das Photo eines anderen, eines, im Vergleich zu ihm, jüngeren Mannes. Er hielt das Photo, das mit einer einfachen Leiste aus gebeiztem Holz gerahmt war, in der schweren Hand. Das eine oder andere Mal beugte er sich zu dem Bild vor, wie um zu ihm zu reden oder, wenn möglich, es noch genauer ins Auge zu fassen.

Das verblichene Photo zeigte einen Uniformierten, einen Mann in Uniform, einen Soldaten. Auf dem Käppchen oder Schiffchen, das er schief und unternehmungslustig auf dem Kopf trug, war eine runde Kokarde befestigt, in deren Mitte das Hakenkreuz stand.

Der Mann auf dem Bild lächelte. Oder versuchte er bloß zu lächeln, tapfer zu lächeln, wie man sagt?

Seine Lippen standen ein wenig offen, was ihn fast kindlich und jedenfalls unerfahren aussehen ließ. Dieser Eindruck wurde noch verstärkt durch die Ebenheit und offene Durchsichtigkeit seines glattrasierten Gesichtes, durch die etwas abstehenden Ohren. Haare sah man auf dem Bild nicht, nur ein paar ganz kurze, helle Stoppeln rechts und links des Käppchens.

Der Mund war breit, vielleicht ein wenig zu breit im Verhältnis zur Größe des Gesichts, zur Nase - die man erst zweimal anschauen mußte, um sie zu sehen, so unausgeprägt war sie.

Der Mann drehte das Bild um: Auf der Hinterseite, auf grauem Karton, der mit angerosteten Stecknadeln am Rahmen befestigt war, stand, mit Bleistift hingeschrieben: 1939, Oberwart.

 

 

Peter Rosei (Wenen, 17 juni 1946)

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17-06-09

Peter Rosei, Gail Jones, Ward Ruyslinck, Max Dendermonde, Hanna Johansen, John Hersey, Henry Lawson, Ferdinand Freiligrath, Felix Hartlaub, Ossip Schubin, Henrik Wergeland


De Oostenrijkse dichter en schrijver Peter Rosei werd geboren op 17 juni 1946 in Wenen. Zie ook mijn blog van 17 juni 2006 en mijn blog van 17 juni 2007  en ook mijn blog van 17 juni 2008.

 

Uit: Verzauberung

 

“Zu zweit ist es natürlich ein bißchen eng hier.

Ich schaue zu meiner Freundin hinüber: Sie sitzt lässig vor dem Tisch und schenkt sich gerade ein Bier ein. Ich gehe zum Schrank hinüber und öffne die beiden Flügel der Schranktür.

Der Vorleger mit seiner schiefen Ecke.

Die Freundin beugt sich vor, sitzt jetzt, die Beine überschlagen, auf unserem Sessel, sie bückt sich zu ihren Zehen hinunter und begutachtet sie. Die Zehen sind rot lackiert.

Auf dem Tisch stehen in einer Vase Blumen.

Ich stehe, an die Wand gelehnt, entspannt und großmächtig da.

Vom Schrank her rinnt ein rotes Farbrinnsal gegen die Mitte des Zimmers. Dort muß der Boden ein bißchen tiefer sein als an den Rändern.

Aus dem Kasten dringt schrecklicher Gestank.

Ich kann's gleich zugeben: Wir haben die Leiche des Königs in den Kasten gestopft, und das tote Königsfleisch stinkt jetzt ganz jämmerlich. Es verstinkt uns die ganze Bude.

Meine Freundin tut Milchflaschen ins Netz, sie will einkaufen gehen. Aber ich kann sie nur warnen: Ich deute aus dem Fenster. Draußen -

»Das ist ja lebensgefährlich«, sage ich.

»Da hast du recht«, sagt die Feundin.

Ich versuche, die schwankende Bühnendekoration zu stützen. Mit den Händen. Die Freundin hat die Milchflaschen wieder neben den Ausguß gestellt.

Ich hole meine Schuhe unter dem Bett hervor und versuche, sie zu putzen. Ich spucke auf die Kappen, um sie blank zu kriegen. Ein kleines Tier, ein kleines, kluges Tier, steht, zwischen meiner Freundin und mir, auf den Hinterläufen aufgerichtet auf dem Tisch. Wir sind in irgendeiner Wirtschaft.

Aber da liege ich schon auf dem Fußboden und starre zur Lampe hinauf. Meine Freundin rührt in einer runden Schüssel den Gips an.

Das kleine Tier, Wiesel oder Ratte, steht auf dem Tisch, ich kann es aus den Augenwinkeln gerade noch ausnehmen.

Die Freundin kommt auf allen Vieren auf mich gekrochen, sie schiebt die Schüssel mit dem Gips vor sich her.

Auf der Straße draußen entfernt sich mein Bekannter.”

 

 

 

 

 

Rosei
Peter Rosei (Wenen, 17 juni 1946)

 

 

 

 

 

De Australische schrijfster Gail Jones werd geboren op 17 juni 1950 in Harvey. Gail Jones publiceert korte verhalen en romans. Ze doceert literatuur aan de Universiteit van West-Australië. Voor haar literaire werk werd zij al diverse keren bekroond.

 

Uit: Sorry

 

„A whisper: sssshh. The thinnest vehicle of breath.

This is a story that can only be told in a whisper.

There is a hush to difficult forms of knowing, an abashment, a sorrow, an inclination towards silence. My throat is misshapen with all it now carries. My heart is a sour, indolent fruit. I think the muzzle of time has made me thus, has deformed my mouth, my voice, my wanting to say. At first there was just this single image: her dress, the particular blue of hydrangeas, spattered with the purple of my father's blood. She rose up from the floor into this lucid figure, unseemly, but oh! vivacious with gore. I remember I clung to her, that we were alert and knowing. There might have been a snake in the house, for all our watchful attention.

'Don't tell them,' she said. That was all: Don't tell them.

Her eyes held my face, a fleck in watery darkness. Then we both wept; she washed me away. And when for comfort we held hands, overlapping as girls do, in riddled ways, in secret understandings and unspoken allegiances, the sticky stuff of my father's life bound us like sisters. Outside, at the screen door, our kelpie scratched and whimpered, demanding admittance. Mary and I ignored him. The scale and meaning to do things at that moment was obdurately human.“

 

 

 

 

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Gail Jones (Harvey, 17 juni 1950)

 

 

 

 

De Vlaamse schrijver Ward Ruyslinck (pseudoniem van Raymond Charles Marie De Belser) werd geboren in Berchem op 17 juni 1929. Zie ook mijn blog van 17 juni 2006 en eveneens mijn blog van 17 juni 2007 en ook mijn blog van 17 juni 2008.

 

Uit: Engagement of escapisme? (Interview met Fernand Auwera, 1985)

 

In ons vorig gesprek vreesde je reeds een verontrustende verschuiving naar het totalitarisme. Dat is nu in zoverre realiteit dat ik me afvraag of we nog wel echt kunnen spreken van ‘democratie’. Behoort dat woord reeds niet tot ‘newspeak’?

 

In ons vorig gesprek heb ik, naar aanleiding van een gelijkaardige vraag, de klacht van Goethe's Faust aangehaald: ‘Ich finde nicht die Spur von einem Geist und alles ist Dressur.’ Die constatering geldt ook vandaag nog, misschien meer dan ooit. Ons democratisch bestel is, net als om het even welk totalitair regime, gedegenereerd tot een vulgaire dressuur waaraan de geestelijke waarden, voor zover ze erkend worden, ondergeschikt zijn. Ook de artistieke expressie wordt van bovenaf gemanipuleerd, geconsacreerd of verworpen, hoe dan ook op een ongenuanceerde wijze geëtiketteerd. Het verschil met totalitaire regimes is dat wij weliswaar mogen zeggen en schrijven wat we willen, maar dat er niet naar ons wordt geluisterd. Ik zou dat liever geen ‘newspeak’ noemen - het klimaat van Orwells samenleving is goddank (nog) niet te vergelijken met het klimaat van de onze - maar veeleer ‘deafspeak’, praatjes voor dovemansoren.“

 

 

 

 

 

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Ward Ruyslinck (Berchem, 17 juni 1929)

 

 

 

 

 

 

De Nederlandse dichter en schrijver Max Dendermonde (pseudoniem van Hendrik Hazelhoff) werd geboren op 17 juni 1919 in Winschoten. Zie ook mijn blog van 17 juni 2006 en mijn blog van 17 juni 2007 en ook mijn blog van 17 juni 2008.

 

 

 

Liefde

 

De dingen hebben soms eenzelfde naam:

Een lichte kus, elkaar verwilderd bijten,

Zacht mokken, blindelings met huisraad smijten,

Vreemd, het valt alles onder liefde saam.

 

Wie liefheeft en daar langzaam aan gewent,

Ontdekt verbijsterd achter maan en rozen

Het kleine tijdperk van twee tomelozen,

Waar men om de beurten tart en temt.

 

Eerst zacht van zin, later snel uitgestoeid,

Elkander prikkelen, dan ronduit haten,

En ouder wordend: zacht weer, en vermoeid.

 

Zò gaat het ons, misschien in milder mate…

Twee slingerplanten in één wilde groei,

Die ondanks alles elkaar niet verlaten.

 

 

 

 

 

Het beeldje

 

Het beeldje, zwevend op een teen,

hield strak een pijl tussen de boog,

en zocht fe richting scheef omhoog.

Het gips, dat enkel glimlach scheen,

was weggebrokkeld rond zijn oog.

 

En ’s ochtends traag langs het gazon,

kwam steeds de freule door de laan.

Een pekinees sprong voor haar aan,

kort hijgend tot hij bloemen vond,

want daar bleef ook de dame staan.

 

Zij bond dan bloemen tot een krans

en wond die teer om Amors haar;

blij brak het rag van boog tot snaar.

Het beeldje, levend in zijn dans,

richtte zijn pijl en wondde haar.

 

Maar sinds het late zomer was,

kwam slechts de hond langs het gazon.

En Amor, die geen doel meer vond,

wierp pijl en boog weg in het gras

en viel in brokjes op de grond...

 

 

 

 

 

 

dendermonde
Max Dendermonde (17 juni 1919 – 24 maart 2004)

 

 

 

 

 

De Zwitserse schrijfster Hanna Johansen (eig. Hanna Margarete Meyer) werd geboren op 17 juni 1939 in Bremen. Zij studeerde oude talen, germanistiek en pedagogie aan de universiteiten van Marburg en Göttingen. In 1972 trok zij met haar toenmalige echtgenoot, de schrijver Adolf Muschg, nach Kilchberg bij Zürich, waar zij nu nog woont. Johansen begon als vertaalster van Amerikaanse avantgarde auteurs. In 1978 debuteerde zij met de roman Die stehende Uhr.

 

Uit: Die Schöne am untern Bildrand

 

"Das Photo war auf dem Flur an unserer Pinnwand festgemacht, wo es sich neben Belanglosigkeiten und anerkannten Marksteinen unserer Familiengeschichte fand, und zwar so, dass seine untere Hälfte verdeckt war, solange man nicht die obere Ecke unseres alljährlichen Gartenkalenders beiseiteschob. Es hatte nur noch wenige Farben, und nicht die schönsten. Ich sitze in der Mitte zwischen zwei strahlenden Vettern an einem Tisch und strecke dem Photographen strahlend das Glas entgegen. Mein Mann war es, der die Aufnahme gemacht hat, und er war es auch, der sie dann aufgehängt hat. Weil ich ihm darauf so gut gefalle, sagte er. Ich sehe allerdings nicht nur strahlend aus auf diesem Bild, sondern auch etwas aus dem Leim gegangen, und nicht nur, weil wir dabei waren, Onkel Hermanns Geburtstag zu feiern. Mir gefiel das Photo nicht, aber ich respektierte seine Entscheidung."

 

 

 

 

johansen
Hanna Johansen (Bremen, 17 juni 1939)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver en journalist John Hersey werd geboren op 17 juni 1914 in Tientsin in China. John Hersey was correspondent in het Verre Oosten voor Time Magazine. Tijdens de Tweede Wereldoorlog schreef hij voor Life en The New Yorker. Hij deed verslag van de invasie van Sicilië en het vasteland van Italië door het Amerikaanse leger. In 1944 deed hij verslag van de oorlog in de Stille Oceaan. Hersey was een van de eerste westerse journalisten die het verwoeste Hiroshima bezochten. Zijn bekendste boek is Hiroshima dat de uitwerkingen van het bombardement van 1945 beschrijft. Voor zijn roman A Bell for Adano kreeg hij in 1945 de Pullitzer prijs.

 

Uit: Hiroshima

 

„Dr. Sasaki and his colleagues at the Red Cross Hospital watched the unprecedented disease unfold and at last evolved a theory about its nature. It had, they decided, three stages. The first stage had been all over before the doctors even knew they were dealing with a new sickness; it was the direct reaction to the bombardment of the body, at the moment when the bomb went off, by neutrons, beta particles, and gamma rays. The apparently uninjured people who had died so mysteriously in the first few hours or days had succumbed in this first stage. It killed ninety-five per cent of the people within a half-mile of the center, and many thousands who were farther away. The doctors realized in retrospect that even though most of these dead had also suffered from burns and blast effects, they had absorbed enough radiation to kill them. The rays simply destroyed body cells– caused their nuclei to degenerate and broke their walls. Many people who did not die right away came down with nausea, headache, diarrhea, malaise, and fever, which lasted several days. Doctors could not be certain whether some of these symptoms were the result of radiation or nervous shock. The second stage set in ten or fifteen days after the bombing. Its first symptom was falling hair. Diarrhea and fever, which in some cases went as high as 106, came next. Twenty-five to thirty days after the explosion, blood disorders appeared: gums bled, the white-blood-cell count dropped sharply, and petechiae [eruptions] appeared on the skin and mucous membranes. The drop in the number of white blood corpuscles reduced the patient's capacity to resist infection, so open wounds were unusually slow in healing and many of the sick developed sore throats and mouths.“

 

 

 

 

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John Hersey (17 juni 1914 – 24 maart 1993)

 

 

 

 

De Australische dichter en schrijver Henry Archibald Lawson werd geboren op 17 juni 1867 in Grenfell, New South Wales. Zie ook mijn blog van 17 juni 2007 en ook mijn blog van 17 juni 2008.

 

 

A Prouder Man Than You

           

If you fancy that your people came of better stock than mine,

If you hint of higher breeding by a word or by a sign,

If you're proud because of fortune or the clever things you do --

Then I'll play no second fiddle: I'm a prouder man than you!

 

If you think that your profession has the more gentility,

And that you are condescending to be seen along with me;

If you notice that I'm shabby while your clothes are spruce and new --

You have only got to hint it: I'm a prouder man than you!

 

If you have a swell companion when you see me on the street,

And you think that I'm too common for your toney friend to meet,

So that I, in passing closely, fail to come within your view --

Then be blind to me for ever: I'm a prouder man than you!

 

If your character be blameless, if your outward past be clean,

While 'tis known my antecedents are not what they should have been,

Do not risk contamination, save your name whate'er you do --

`Birds o' feather fly together': I'm a prouder bird than you!

 

Keep your patronage for others! Gold and station cannot hide

Friendship that can laugh at fortune, friendship that can conquer pride!

Offer this as to an equal -- let me see that you are true,

And my wall of pride is shattered: I am not so proud as you!

 

 

 

 

 

henry_lawson
Henry Lawson (17 juni 1867 – 2 september 1922)

Standbeeld in Gulgong

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ferdinand Freiligrath werd geboren op 17 juni 1810 in Detmold. Zie ook mijn blog van 17 juni 2007 en ook mijn blog van 17 juni 2008.

 

 

 

Ruhe in der Geliebten

 

So laß mich sitzen ohne Ende,

So laß mich sitzen für und für!

Leg deine beiden frommen Hände

Auf die erhitzte Stirne mir!

Auf meinen Knien, zu deinen Füßen,

Da laß mich ruhn in trunkner Lust;

Laß mich das Auge selig schließen

In deinem Arm, an deiner Brust!

 

Laß es mich öffnen nur dem Schimmer,

Der deines wunderbar erhellt;

In dem ich raste nun für immer,

O du mein Leben, meine Welt!

Laß es mich öffnen nur der Träne,

Die brennend heiß sich ihm entringt;

Die hell und lustig, eh' ich's wähne,

Durch die geschloßne Wimper springt!

 

So bin ich fromm, so bin ich stille,

So bin ich sanft, so bin ich gut!

Ich habe dich - das ist die Fülle!

Ich habe dich - mein Wünschen ruht!

Dein Arm ist meiner Unrast Wiege,

Vom Mohn der Liebe süß umglüht;

Und jeder deiner Atemzüge

Haucht mir ins Herz ein Schlummerlied!

 

Und jeder ist für mich ein Leben! -

Ha, so zu rasten Tag für Tag!

Zu lauschen so mit sel'gem Beben

Auf unsrer Herzen Wechselschlag!

In unsrer Liebe Nacht versunken,

Sind wir entflohn aus Welt und Zeit:

Wir ruhn und träumen, wir sind trunken

In seliger Verschollenheit!

 

 

 

 

 

Freiligrath
Ferdinand Freiligrath (17 juni 1810 – 18 maart 1876)

Portret door Johann Peter Hasenclever, 1851

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver Felix Hartlaub werd geboren op 17 juni 1913 in Bremen. Hij groeide in een kunstzinnige familie op en bezocht de Odenwaldschule in Heppenheim. Vanaf 1932 studeerde hij romanistiek, geschiedenis en kunstgeschiedenis in Heidelberg en (vanaf 1934) in Berlijn. Aan het begin van WO II ging hij in dienst. Door zijn contacten met historici kon hij in 1940 bij de historische archiefcommissie gaan werken. In 1941 was hij voor korte tijd weer even soldaat. Van mei 1942 tot maart 1945 behoorde hij tot de staf die verantwoordelijk was voor het oorlogsdagboek van de Wehrmacht. Gedurende deze tijd had hij toegang tot de buitenste zones van de Führerhauptquartieren in Winniza. Vanaf mei 1945 gold hij als vermist. Felix Hartlaub heeft tijdens zijn leven weinig gepubliceerd en is later bekend geworden wegens zijn aantekeningen uit de oorlogsjaren. In 1955 werden deze door zijn zuster Geno Hartlaub onvolledig en omgewerkt uitgegeven. Pas in 2002 volgde een volledige uitgave.

 

Uit: Brief an Klaus Gysi und Irene Lessing

 

„Wilhelmshaven, 14. September 1939

(...)

Schlimm ist der Sender Bremen, der uns nach unserer Belieferung mit Volksempfänger Tag und Nacht in den Ohren liegt; zum Glück meist auf englisch und holländisch, was hier leider nicht gesprochen wird. Im Augenblick macht sich der Krematoriumsdirektor, unser Chef, Bratkartoffeln, die herrlich schmecken, Willi (von Silberstein) liest mit gerunzelter Stirn das Buch „Eine Armee meutert“ von Ellinghofer (über die französischen Meutereien im Weltkrieg nach der Nivelle-Offensive) und ich häufele um mich die Fundamente eines neuen Zettelkastens, Ausdruck der wachsenden Torschlusspanik, in der ich mich in Bezug auf meine eigene Produktion befinde.

Das Bier, das wir vor uns haben, rührt von einer der vielen

verlorenen Wetten über den Termin des Kriegsendes her. Heute nacht kommen die Urlauber zurück, darunter zwei grosse Maulerotiker, so dass es mit der Ruhe hier weitgehend zu Ende sein wird. - Völlig unwahrscheinlich, wie harmlos, fast idyllisch wir es hier wieder mal getroffen haben. Merkwürdig auf Eis gelegt, unwirklich suspendiert kommt man sich vor, aufgespart wofür? Während der Nachtwachen ergehe ich mich in krampfhaftem Plänemachen für eine ev. Wiederaufnahme der zivilen Existenz, ohne dabei Festland zu gewinnen. Die Jahreszahl des Geburtstags, den ich neulich wieder durchmachen musste, hat bereits einen gewissen krassen Klang von allerhöchster Eisenbahn. - Von der Weltgeschichte strebe ich mit allen Fasern weg, habe das immer penetrantere Gefühl, dass dabei das Meiste nicht stimmt. Die Völker und Menschen sind nicht dabei und darin, obwohl sie die Heere stellen.“

 

 

 

HartlaubBio
Felix Hartlaub (17 juni 1913 – begin mei (?) 1945)

Boekomslag van een biografie (Geen portret beschikbaar)

 

 

 

 

 

De Tsjechisch-Oostenrijkse schrijfster Ossip Schubin (eig. Aloisia Kirschner) werd geboren op 17 juni 1854 in Praag. Zij beschreef voornamelijk het maatschappelijke leven van haar tijd, vooral in de salons. In haar jeugd reisde zij met haar moeder naar München, Parijs, Brussel en Rome, waarbij zij met allerlei kunstenaars en geleerden in contact kwam. Zo leerde zij Toergenjev en George Sand kennen. Haar eerste novelle verscheen in het Praagse blad Bohemia.

 

Uit: Ein Frühlingstraum

 

“An einem Aprilabend war's – einem Aprilabend in Paris. Eine finstere, bleigraue Wolke hatte soeben einen Platzregen über die Stadt ausgeschüttet und war dann plötzlich vor der Sonne davongelaufen. Lustig neckende Frühlingswinde hatten den Himmel reingefegt – das nasse Macadam, worin er sich spiegelte, glänzte wie Lapis lazuli, und die leichten Blechstühle vor den Cafés flimmerten wie aus Silber geformt. Die kleinen, hellgrünen, in sich zusammengerollten Blätter an den Boulevardplatanen schüttelten so mutwillig die Regentropfen von sich ab, als ahnten sie nicht, wie bald sie von der Sonne versengt, vom Staube erstickt sein würden. Über den stolzen Blütenkerzen der Roßkastanien in den Alleen der Champs Elysées schimmerte es wie ein leises Erröten, und die Fliederrispen leuchteten weiß und rein wie Engelsflügel aus der grünen Wirrnis der Gärten heraus.

Goldener Abenddunst umglänzte die ganze Stadt, und durch ihr rastlos nüchternes Treiben schlich sich's wie ein Zug üppiger Müdigkeit. Die Vorübergehenden schleppten den Schritt, spähten vor sich hin, schienen etwas zu suchen, eine verlorene Illusion – einen Traum. Selbst die vornehmsten Müßiggänger vergaßen für einen Moment ihre alles bespöttelnde Gleichgültigkeit und erinnerten sich inmitten des verjüngenden Frühlingshauchs an irgend etwas, das ihnen einst heilig gewesen war.

Etwas Moussierendes, Gärendes lag in der Luft, stieg einem zu Kopfe wie junger Wein.

Ich schlenderte über das Boulevard und tändelte mit dem Entschluß, in die Oper zu gehen. Auf den großen Anschlagszetteln stand »Faust«. Ich hatte soeben den Kopf vorgestreckt, um mich darüber zu vergewissern, wer denn eigentlich heute die Margarete singe, als ich plötzlich knapp neben der neuen Oper, von deren Gesimse zwei Engel ihre goldenen Flügel in den dunkelblauen Himmel emporstrecken, – einen kleinen Savoyarden bemerkte.“

 

 

 

 

Schubin_ossip
Ossip Schubin (17 juni 1854 – 10 februari 1934)

 

 

 

 

 

De Noorse dichter en schrijver Henrik Wergeland werd op 17 juni 1808 in Kristiansand (aan de zuidkust van Noorwegen) geboren. Toen hij negen jaar oud was is de familie Wergeland naar Eidsvoll (ten noorden van Oslo) verhuisd, waar zijn vader Nicolai Wergeland als dominee begon te werken. In de periode 1825-29 heeft hij aan de universiteit theologie gestudeerd. Hij was ook buitengewoon geïnteresseerd in politiek, cultuur, geschiedenis en plantkunde. Tijdens zijn studie heeft hij ook een groot aantal toneelstukken en gedichten geschreven. Nadat Wergeland geslaagd was voor zijn doctoraal examen theologie, heeft hij meerdere reizen naar het buitenland gemaakt waar hij ook kennis maakte met het revolutionaire Europa. Naast revolutionaire ideeën heeft de periode 1830-34 voor Wergeland vooral in het teken van de volksontwikkeling gestaan.

Een functie als predikant heeft hij nooit gekregen. Een van de belangrijkste redenen daarvoor is waarschijnlijk dat hij in 1833 de eerste 17de mei- (de Dag van de Grondwet en de nationale feestdag van Noorwegen) redevoering heeft gehouden. Nog steeds is Wergeland voor vele Noren nauw verbonden met de nationale feestdag en de manier waarop deze dag gevierd.

 

 

JULEAFTENEN – HEILIGERABEND (Fragment)

 

Wer er innert nicht,

Einen Sturm, er glaubt, nichts Schlimmeres kann der Himmel schicken?

Ein Sturm wie alle Seelen,

von Kain bis jenem,

der Gott zuletzt verriet,

von der Welt verbannt und der Höll’ entflohen,

und trachtete den Himmel zu betrügen?

Ein Sturm von hasserfüllter Stimme,

die nie vergessen werden wird?

Dass ein jeder glaubt:

Er kam allein für mich, der Donner des Orkans , er klagt mich an und mich allein,

von meinen Sünden die Geister eben erst erfuhren...

Ein Sturm so stark,

zu lehren, Priester ebenso wie Fromme,

Elementdämonen zu verehren, deren Stöhnen,

von Kindesbeinen an,

in des Alten grauen Ohren klingt,

Ein Beben in den Wolken, der jüngste Tag der Lüfte?

Ein Sturm,

der des starken Mannes Herz

in der Brust erbeben lässt.

Einen Sturm des Himmels aus dem er Geister,

von Böen vorbeigetragen,

seinen Namen rufen hört,

und alle Wipfel schreien wie Raben?

Doch die Raben verbergen

sich in Spalten, der Wolf verbergend seinen Hunger

und der Fuchs wagt sich nicht hinaus .

Alles Licht gelöscht,

der Hund verbleibt im Hause.

In solchem Sturm vernimmt man Beten, Gott!

 

 

 

 

 

wergeland
Henrik Wergeland (17 juni 1808 – 12 juli 1845)

Portret door Carl Peter Lehmann

 

 

17-06-08

Ward Ruyslinck, Peter Rosei, Max Dendermonde, Henry Lawson, Ferdinand Freiligrath


De Vlaamse schrijver Ward Ruyslinck (pseudoniem van Raymond Charles Marie De Belser) werd geboren in Berchem op 17 juni 1929. Zie ook mijn blog van 17 juni 2006 en eveneens mijn blog van 17 juni 2007.

 

Uit: Wierook en tranen

 

Willen we hier maar uitspannen?’ stelde pa voor. ‘We bereiken vandaag toch de grens niet meer en het wordt al donker.’

Hij stapte van zijn fiets. De fiets met de overladen bagagedrager steigerde plotseling en pa ging zwaar op het stuur liggen om het evenwicht te herstellen.

Hij zag er als een afgebeuld trekpaard uit en ma ook en ik waarschijnlijk ook.

‘Gaan wij hier overnachten?’ vroeg ma met een holle mond en trillende wimpers. ‘We hebben nog maar een paar kilometers te trappen, misschien halen we het wel.’ Ze stapte niettemin eveneens van haar fiets en ik volgde haar voorbeeld. Ik had een lichte roodgelakte jongensfiets, zonder bagage. Pa wierp me een bezorgde blik toe: ‘Ons achterlichtje is moe, hij heeft zich ocharme halfdood getrapt. We konden beter hier overnachten en morgen de grote sprong wagen. Zijt gij niet moe?’

‘Een beetje wel,’ gaf ma toe. Haar mond stond ver open, ik had haar nog nooit zo moe gezien, mijn ma, ook thuis niet, als ze de mand met het wasgoed uit de kelder had opgehaald.

Pa zette zijn fiets tegen de terrasschutting van een koffiehuis en wiste het zweet van het voorhoofd. De fiets viel om en de bel rinkelde eventjes. Pa zei iets tegen de fiets, een woord dat ik zelf nooit mocht gebruiken.”

 

 

 

 

ruyslinck
Ward Ruyslinck (Berchem, 17 juni 1929)

 

 

 

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Peter Rosei werd geboren op 17 juni 1946 in Wenen. Zie ook mijn blog van 17 juni 2006 en eveneens mijn blog van 17 juni 2007.

 

Uit: Wien Metropolis

 

In der Schönborngasse, im achten Wiener Gemeindebezirk, steht ein fünf Stock hohes Haus an der Ecke zur Josefstädterstraße. Das Haus ist schönbrunnergelb gestrichen und unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von den Nachbarhäusern, die allesamt aus der Gründerzeit herstammen. Weibliche Köpfe im Halbrelief – es sind die Köpfe von Göttinnen, deren Namen und Treiben bloß in Vergessenheit geraten sind – schmücken den Fries, der oben, oberhalb der letzten Fensterreihe, als zart gerieftes Band um das Gebäude herumläuft, und aus dem Haar dieser Göttinnen entwirren sich Bänder und Girlanden aus Stuck, die in tändelndem Rhythmus, wie materialgewordene Töne einer leichtfüßigen, etwas abgedroschenen Musik, die Hauswände überspielen. An der Ecke zur Josefstädterstraße, etwa in Höhe des Mezzanin, ist als weitere Dekoration ein überdimensionierter Männerkopf mit wallendem Prophetenbart postiert, dessen weise verschlossene Lippen im Zusammenspiel mit den weit geöffneten, aber blind starrenden Augen keinerlei Botschaft verkünden, es sei denn die einer sich selber verlustig gegangenen Seele mit ihrer heiteren, ja glücksversessenen Adaption an das Dasein.

In dem Haus, in einer kleinen Wohnung im vierten Stock, mit Blick auf die Josefstädterstraße, wohnten die beiden Herren Franz Joseph Pandura und Georg Oberkofler. Vor dem Krieg hatte Oberkofler, schon damals Soldat, allerdings beim noch österreichischen Militär, in der Wohnung zusammen mit seiner Frau gelebt. Noch war den anderen Hausparteien erinnerlich, wie der fesche, großgewachsene Oberleutnant, sein blondes, vielleicht ein bißchen grell aufgemachtes Frauchen am Arm, die breiten Treppen hinuntergestiegen und in einen einladenden, vielversprechenden Abend, einen Sommerabend etwa, zeremoniell und förmlich, wie es sich für einen Offizier gehört, aber nicht unelegant hinausgetreten war.

Die Wohnung bestand nur aus zwei großen Zimmern samt Nebenräumen wie Bad und Küche und stellte in dem Haus an der Schönborngasse eigentlich eine Ausnahme dar. Die Wohnungen zählten nämlich in der Regel vier Zimmer oder mehr und waren herrschaftlich”.

 

 

 

 

 

rosei
Peter Rosei (Wenen, 17 juni 1946)

 

 

 

 

 

De Nederlandse dichtert en schrijver Max Dendermonde (pseudoniem van Hendrik Hazelhoff) werd geboren op 17 juni 1919 in Winschoten. Zie ook mijn blog van 17 juni 2006 en eveneens mijn blog van 17 juni 2007.

 

Uit: De wereld gaat aan vlijt ten onder

 

“Zomer, 1951

De wereld bestond uit het wazige blauw van een wolkenloze zomerhemel, het goudgroen van koel, geruststellend naaldbos en het lijnrechte wit van de betonnen weg, die nieuw was, hij stond nog op geen enkele kaart. Er was weinig verkeer. De oude, sterke stationcar - een Willys Overland - passeerde enkel nu en dan een enorme, trage vrachtauto, die kreunde onder het gewicht van lange, dikke dennenstammen. Het was duidelijk, dat men deze weg eigenlijk alleen had aangelegd voor het vervoer van hout.

De Willys Overland reed snel - een kleine vijf en zestig mijl - en werd bestuurd door een zonderlinge man met een volle, reeds sterk grijzende baard. De man naast hem droeg ook al een baard, die echter veel minder verzorgd en zeer donker was. Deze man sliep. Zijn hoofd lag achterover, alsof hij in een scheerstoel was ingeslapen, en hij glimlachte onbekommerd in zijn droom. De oudere man keek soms terzijde, een beetje misprijzend, alsof de luie vrede van de ander hem stak. Het snelle, ingespannen rijden maakte hem moe, hij voelde een lichte pijn in zijn heupen, maar desondanks stiet hij de ander nog steeds niet aan. Want hij wist uit ervaring, dat Alec J. Weatherwood's langzame rijtempo hem na enige tijd mateloos zou irriteren. Alec had nooit haast, en dat was, vond de heer Dall, iets zeer wonderlijks voor zo'n jonge kerel, die zijn hele leven nog voor zich had. De mening van de heer Dall was, dat je iets moest zijn in de wereld, iemand, tegen wie met eerbied werd opgekeken. Hij streek zich door zijn baard, nadenkend maar niet met de ijdelheid, die sommige baarddragers aan de dag leggen. Hij was wel ijdel, maar niet op zijn baard, want die diende enkel om de wat krampachtige lijn van zijn mond en een aantal lelijke littekens op zijn kaak te maskeren. Tegen het einde van de oorlog had hij een bijna dodelijke val gemaakt in het ruim van een Liberty-schip. Dat was geweest in de haven van Brisbane tijdens het lossen van een aantal requisieten, die hij nog op de avond van diezelfde dag nodig had gehad voor zijn optreden bij de troepen, de jongens overzee. Het werk was weer eens niet vlug genoeg gebeurd volgens meneer Dall, de dekgasten waren zenuwachtig en geprikkeld geworden, een verkeerd begrepen teken deed de kraanmachinist een foute beweging maken, en een zacht slingerende kist trof Eric T. Dall krachtig genoeg om hem in het ruim te doen tuimelen, precies tussen zijn eigen requisieten. Hij was er, volgens het oordeel van de dekgasten, nog goed afgekomen met zijn gecompliceerde kaakfractuur, zijn gebroken bekken en zijn hersenschudding. De troep was reeds een paar dagen later doorgereisd en maandenlang had de heer Dall in het hospitaal gelegen, kundig maar koel verzorgd door een aantal fikse verpleegsters, die méér aan hun hoofd hadden. Eric T. Dall was alleen maar één van de velen, en niet een hoofdpersoon op de rolverdeling. En al heel gauw besefte hij, dat die situatie niet tijdelijk was, maar dat hij nooit meer voor het doek zou worden geroepen, toegejuicht door soldaten uit Denver of Kansas City, of, in tijden van vrede, door planters in Puna of Jubbelpore, fabrieksarbeiders in Shrewsbury of Lead, door administrateurs in Swakopmund of Djambi.”

 

 

 

 

 

dendermonde
Max Dendermonde (17 juni 1919 – 24 maart 2004)

 

 

 

 

De Australische dichter en schrijver Henry Archibald Lawson werd geboren op 17 juni 1867 in Grenfell, New South Wales. Zie ook mijn blog van 17 juni 2007.

 

The Great Grey Plain

 

Out West, where the stars are brightest,

Where the scorching north wind blows,

And the bones of the dead gleam whitest,

And the sun on a desert glows --

Yet within the selfish kingdom

Where man starves man for gain,

Where white men tramp for existence --

Wide lies the Great Grey Plain.

No break in its awful horizon,

No blur in the dazzling haze,

Save where by the bordering timber

The fierce, white heat-waves blaze,

And out where the tank-heap rises

Or looms when the sunlights wane,

Till it seems like a distant mountain

Low down on the Great Grey Plain.

 

No sign of a stream or fountain,

No spring on its dry, hot breast,

No shade from the blazing noontide

Where a weary man might rest.

Whole years go by when the glowing

Sky never clouds for rain --

Only the shrubs of the desert

Grow on the Great Grey Plain.

 

From the camp, while the rich man's dreaming,

Come the `traveller' and his mate,

In the ghastly dawnlight seeming

Like a swagman's ghost out late;

And the horseman blurs in the distance,

While still the stars remain,

A low, faint dust-cloud haunting

His track on the Great Grey Plain.

 

And all day long from before them

The mirage smokes away --

That daylight ghost of an ocean

Creeps close behind all day

With an evil, snake-like motion,

As the waves of a madman's brain:

'Tis a phantom NOT like water

Out there on the Great Grey Plain.

There's a run on the Western limit

Where a man lives like a beast,

And a shanty in the mulga

That stretches to the East;

And the hopeless men who carry

Their swags and tramp in pain --

The footmen must not tarry

Out there on the Great Grey Plain.

 

Out West, where the stars are brightest,

Where the scorching north wind blows,

And the bones of the dead seem whitest,

And the sun on a desert glows --

Out back in the hungry distance

That brave hearts dare in vain --

Where beggars tramp for existence --

There lies the Great Grey Plain.

 

'Tis a desert not more barren

Than the Great Grey Plain of years,

Where a fierce fire burns the hearts of men --

Dries up the fount of tears:

Where the victims of a greed insane

Are crushed in a hell-born strife --

Where the souls of a race are murdered

On the Great Grey Plain of Life!

 

 

 

 

lawson
Henry Lawson (17 juni 1867 – 2 september 1922)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ferdinand Freiligrath werd geboren op 17 juni 1810 in Detmold. Zie ook mijn blog van 17 juni 2007.

 

Im Hochland fiel der erste Schuß

 

Im Hochland fiel der erste Schuß -
Im Hochland wider die Pfaffen!
Da kam, die fallen wird und muß,
Ja, die Lawine kam in Schuß -
Drei Länder in den Waffen!
Schon kann die Schweiz vom Siegen ruhn:
Das Urgebirg und die Nagelfluhn
Zittern vor Lust bis zum Kerne!

 

Drauf ging der Tanz in Welschland los -
Die Scyllen und Charybden,
Vesuv und Ätna brachen los:
Ausbruch auf Ausbruch, Stoß auf Stoß!
- »Sehr bedenklich, Euer Liebden!«
Also schallt's von Berlin nach Wien,
Und von Wien zurück wieder nach Berlin -
Sogar den Nickel graut es!

 

Und nun ist denn auch abermals
Das Pflaster aufgerissen,
Auf dem die Freiheit, nackten Stahls,
Aus der lumpigen Pracht des Königssaals
Zwei Könige schon geschmissen;
Einen von ihnen gar geköpft -
Und drauf du lang genug geschröpft
Dein Volk, o Julikönig!

 

An rückt die Linie: Schuß auf Schuß!
Und immer frisch geladen!
Doch dies ist ein Volk wie aus Eisenguß,
Stülpen Karren um und Omnibus -
Das sind die Barrikaden!
Stolze opferfrohe Reihn,
Singen sie, in der Hand den Stein:
»Mourir pour la patrie!«

 

Die Kugel pfeift, der Kiesel fliegt,

In Lüften wallt die Fahne!
Ein General am Boden liegt -
Ça ira, ça ira, die Bluse siegt,
O Vorstadt St. Antoine!
Massen auf Massen! Keiner wankt -
Schon hat der Guizot abgedankt,
Bleich, zitternd mit den Lippen.

 

»Vive la Réforme! Le Système à bas!«
O treffliche Gesellen!
Der Birne Schütteltag ist da!
Die halbe Linie, ça ira!
Und Amiens sind Rebellen!
Keine neue Kriegsmacht naht:
Das Volk zerstörte Schien' und Draht -
Bahnzug und Telegraphen!

 

Was weiter wird: - noch harren wir!
Doch wird's die Freiheit werden!
Die Freiheit dort, die Freiheit hier,
Die Freiheit jetzt und für und für,
Die Freiheit rings auf Erden!
Im Hochland fiel der erste Schuß,
Und die da niederdonnern muß,
Die Lawine kam ins Rollen!

 

Sie rollt - sie springt - o Lombardei,
Bald fühlst auch du ihr Wälzen!

Ungarn und Polen macht sie frei,
Durch Deutschland dröhnen wird ihr Schrei,
Und kein Bannstrahl kann sie schmelzen!
Einzig in der Freiheit Wehn
Mild und leis wird sie zergehn,
Des alten Zorns Lawine!

 

Ja, fest am Zorne halten wir,

Fest bis zu jener Frühe!
Die Träne springt ins Auge mir,
In meinem Herzen singt's: »Mourir,
Mourir pour la patrie!«
Glück auf, das ist ein glorreich Jahr,
Das ist ein stolzer Februar -
»Allons enfants« - »Mourir, mourir,
Mourir pour la patrie!«

 

 

 

 

 

Freiligrath
Ferdinand Freiligrath (17 juni 1810 – 18 maart 1876)

 

 

 

17-06-07

Ward Ruyslinck, Peter Rosei, Max Dendermonde, Henry Lawson, Ferdinand Freiligrath


De Vlaamse schrijver Ward Ruyslinck (pseudoniem van Raymond Charles Marie De Belser) werd geboren in Berchem op 17 juni 1929. Zie ook mijn blog van 17 juni 2006. 

 

Uit: Wurgtechnieken

 

“De pleisteren kop, als oudste in rang en jaren, stelde de vragen.
'Bent u een Brits onderdaan?'
'Ja.'
'Hebt u een vast domicilie in Engeland?'
'Ja' in Londen.'
'Bent u op doorreis in België, of verblijft u hier?
Bruce fronste de wenkbrauwen: 'Neem me niet kwalijk, wat verstaat u onder verblijven? Ik ben een vriend gaan opzoeken die bij de Europese gemeenschap werkt, en toen vonden mijn zuster en ik het een leuk idee om een paar dagen langer te blijven. Het weekend gaf daar mooi aansluiting op.' Weer betrapte hij zichzelf op de verfoeilijke neiging om teveel bijzonderheden op te dissen.
'En waar rijdt u hen? Wat is uw bestemming?'
In zijn verwarring kon Bruce zich niet onmiddellijk de naam van de badplaats herinneren. Hij ging al met zijn hand in zijn broekzak om de brief van Andrew te voorschijn te halen, iets te lang twijfelend (was het wel verstandig wat hij deed?), toen Pearl hem onverwachts te hulp kwam. 'Knokke,' zei ze.
'That's it,' zei hij opgelucht. 'Ik was de naam vergeten.'
'En vandaar scheept u weer naar Engeland in?'
'Uit Knokke, bedoelt u? Nee, natuurlijk niet. Uit Oostende.' Hij liet zich door die gehaaide hannes niet in de val lokken.
'Now tell me, what's the meaning of all this? Is dit een routinecontrole of een verhoor? U hebt toch niets tegen Engelse toeristen, wel?'. Toen hij dat zei klonk het brutaler dan wat hij innerlijk hoorde. Het verraste hem. In zijn spontane vertolking van de gepikeerde weggebruiker, die op zijn rechten stond, ging hij misschien wel wat te ver.

'We hebben niets tegen Engelse toeristen, nee, maar wel tegen autowrakken in het verkeer,' antwoordde de adjudant laconiek. 'Mag ik u doen opmerken dat een van uw achterwielen slingert, dat nagenoeg al uw banden kaal zijn en dat uw uitlaat buldert als een kanon?'.
Hij deed een stap achterwaarts en nam kritisch het beschadigde koetswerk op. 'Het zou me niets verbazen als u bij een ongeval betrokken was.”

 

 

Ruyslinck
Ward Ruyslinck (Berchem, 17 juni 1929)

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Peter Rosei werd geboren op 17 juni 1946 in Wenen. Zie ook mijn blog van 17 juni 2006.

 

Uit: Dramatisches

 

„Er lief mit seiner Fackel die Straße hinab. Es war dunkel und der Wind pfiff um die Ecken. Aus einem kaum erleuchteten Wirtshaus traten vier Männer wortlos auf die Straße. Hinter ihnen wurde eine Frau durch die Schwingtüren ins Freie gestoßen und stürzte die Stufen hinab, die zum Eingang hinaufführten. Aus einem Fenster im obersten Stockwerk eines Hauses drang Lärm. Es klang, als würde man leere Dosen mit einem Hammer zerstampfen. Die Straße fiel leicht ab. Papierfetzen und Staub flogen an ihm vorbei. Seine Fackel bestand aus einem etwa zolldicken Holzstab und oben aus mit Harz und Fett durchtränkten, brennenden Lappen. Er hörte das Dröhnen eines Flugzeuges, das über der Stadt dahinflog. An einer Ecke begegnete er einem Mann, der einen Apfel aß. Es mochte auch eine Birne gewesen sein, er hätte es nicht beschwören können, aber er glaubte, einen Apfel in der Hand des Mannes gesehen zu haben. Die Dunkelheit war nicht vollkommen. Die Schatten der Häuser zeichneten sich als noch Dunkleres im Dunklen ab. In vollem Lauf, wie er war, hätte er beinahe ein mit einem Reifen spielendes Kind niedergestoßen. Er achtete nicht weiter auf die Schreie des Kindes, wie er auch auf das Gebell der Hunde nicht achtete, die in Rudeln zu viert oder fünft herumstreunten. Ihre Augen leuchteten, wenn sie zufällig vom Licht seiner Fackel gestreift wurden, grün.
GEHT HEIM!, rief er ihnen zu, GEHT HEIM! Aus einem Schornstein, der sich als dunkle Säule vom Umriß der Stadt abzeichnete, stieg roter Feuerschein auf. Die Häuserfronten bildeten schwarze, sich perspektivisch verkürzende Flächen. Kein Mensch war an einem der Fenster zu sehen. Ein Automobil kreuzte seinen Weg. Als er den kleinen Platz erreichte, in den die Straße mündete, sah er, daß man die Bäume, die dort einen kleinen Park gebildet hatten, in Brand gesteckt hatte.“

 

 

ROSEI
Peter Rosei (Wenen, 17 juni 1946)

 

De Nederlandse schrijver Max Dendermonde (pseudoniem van Hendrik Hazelhoff) werd geboren op 17 juni 1919 in Winschoten. Zie ook mijn blog van 17 juni 2006.

 

Een dichter in Holland

 

Anders dan dichters, die met zoveel zwier
de deugden van hun vaderland beschreven,
vind ik het enkel goed om er te leven.
Mijn eigenlijke land is dit papier.

Is immers dit papier - al om het even
of ik in vreemde streken woon of hier -,
en ik als vorst, mijn pen als valkenier
jagen er op de vogels die daar zweven.

En toch, hoe afgedwaald ook in dat land,
waarin de hele wereld is te vinden,
soms stuit ik op een smal en effen strand,
of op een stad met grachten en met linden,
of op een vaart met vissers langs de kant,
en dan ben ik, als ieder, mild vanbinnen.

 

 

Reuzen

 

Geen bergruggen, lawines,
watervallen
in dit land,
alles details
een slootkant
madelieven.
Hollandse kikkers.
De mensen zijn reusachtig.

 

 

 

Dendermonde
Max Dendermonde (17 juni 1919 – 24 maart 2004)

 

De Australische dichter en schrijver Henry Archibald Lawson werd geboren op 17 juni 1867 in Grenfell, New South Wales. Hij was de zoon van een Noorse matroos die naar Australië was gekomen om goud te zoeken. Zijn moeder was een beroemde voorvechtster van vrouwenkiesrecht en eigenaresse en uitgeefster van het tijdschtift The Dawn. De alcoholverslaafde schrijver die vaak liep te bedelen in de straten van Sydney werd een van de bekendste persoonlijkheden van Australië.

 

Andy's Gone With Cattle

 

Our Andy's gone to battle now
'Gainst Drought, the red marauder;
Our Andy's gone with cattle now
Across the Queensland border.

He's left us in dejection now;
Our hearts with him are roving.
It's dull on this selection now,
Since Andy went a-droving.

Who now shall wear the cheerful face
In times when things are slackest?
And who shall whistle round the place
When Fortune frowns her blackest?

Oh, who shall cheek the squatter now
When he comes round us snarling?
His tongue is growing hotter now
Since Andy cross'd the Darling.

The gates are out of order now,
In storms the "riders" rattle;
For far across the border now
Our Andy's gone with cattle.

Poor Aunty's looking thin and white;
And Uncle's cross with worry;
And poor old Blucher howls all night
Since Andy left Macquarie.

Oh, may the showers in torrents fall,
And all the tanks run over;
And may the grass grow green and tall
In pathways of the drover;

And may good angels send the rain
On desert stretches sandy;
And when the summer comes again
God grant 'twill bring us Andy.

 

 

 

 

LAWSON
Henry Lawson (17 juni 1867 – 2 september 1922)

 

De Duitse dichter en schrijver Ferdinand Freiligrath werd geboren op 17 juni 1810 in Detmold. Hij werd opgeleid om koopman te worden. Van 1823 tot 1836 werkte hij in Amsterdam. Daar begon hij ook met vertalingen uit het Frans. Later volgden eigen gedichten die werden gepubliceerd in de  Musenalmanach en in het Morgenblatt. Zijn eerste bundel gedichten verscheen in 1838. Onder invloed van politieke repressie (censuur) werd de aanvankelijk apolitieke Freiligrath steeds politieker. In 1844 verscheen "Ein Glaubensbekenntnis" dat een groot succes werd. Hij moest echter wel Duitsland verlaten en ging naar België, waar hij Karl Marx ontmoette.

 

Berlin

Zum Völkerfest, auf das wir ziehn,
Zu dem die Freiheit ladet,
Wie wandelst herrlich du, Berlin!
Berlin, in Blut gebadet!
Du wandelst rußig und bestaubt
Einher in deinen Wunden!
Du wandelst hin, das bleiche Haupt
Mit Bannertuch verbunden!

Mit Tuch, von dem du jene Nacht
Geheiligt jeden Faden!
Oh, erste deutsche Fahnenwacht
Auf deutschen Barrikaden!
Du rissest es aus langer Schmach
Empor zu neuer Schöne!
In einer Nacht, auf einen Schlag
Rein wuschen's deine Söhne!

So helfe dir nun Gott, Tyrann!
Erstochen und erschossen!
Und abwärts durch die Straßen rann
Ihr Blut in allen Gossen!
Arbeiterblut, Studentenblut-
Wir knirschen mit den Zähnen,
Und in die Augen treibt die Wut
Uns seltne Männertränen!

Sie fochten dreizehn Stunden lang,
Die Erde hat gezittert!
Sie fochten ohne Sang und Klang,
Sie fochten stumm erbittert!
Da war kein Lied wie Ça ira -
Nur Schrei und Ruf und Röcheln!
Sie standen ernst und schweigend da,
Im Blut bis zu den Knöcheln!

So schlaft denn wohl im kühlen Grund,
Schlaft ewig unvergessen!
Wir können euch den bleichen Mund,
Die starre Hand nicht pressen!
Wir können euch zu Ehr' und Zier
Mit Blumen nicht bewerfen -
Doch können wir und wollen wir
Die Schwerter für euch schärfen!

Denn einen Kampf, der so begann,
Soll kein Ermatten schänden!
Ihr strittet vor, ihr finget an:
So laßt denn uns vollenden!
Wir sind bereit, wir sind geschwind,
Wir treten in die Lücken!
Mit allen, die noch übrig sind,
Die Klinge wolln wir zücken!

Denn heißen soll es nimmermehr:
Für nichts sind sie gestorben!
Für nichts, als was sie Tags vorher
Ertrotzt schon und erworben!
Denn keiner sage je und je:
Sie waren brav im Schießen!
Doch fehlt' auch ihnen die Idee,
Da sie sich metzeln ließen!

Drum sollen eure Leichen nicht
Den Strom der Freiheit stauen;
Den Strom, der seine Fesseln bricht
In diesem Märzestauen!
Drum sollen sie die Stufen sein,
Die Stufen grün von Zweigen,
Auf denen wir zum Dach hinein
Der freien Zukunft steigen!

Was Manifest noch, was Bescheid!
Was Bitten noch und Geben!
Was Amnestie und Preßfreiheit -
Tod gilt es oder Leben!
Wir rücken an in kalter Ruh',
Wir beißen die Patrone,
Wir sagen kurz: Wir oder du!
Volk heißt es oder Krone!

Daß Deutschland stark und einig sei,
Das ist auch unser Dürsten!
Doch einig wird es nur, wenn frei,
Und frei nur ohne Fürsten!
O Volk, ein einz'ger Tag verstrich -
Und schon von Vivats heiser?
Erst gestern ließ Er schlachten dich - -
Und heute deutscher Kaiser?!

Schmach! mit dem Blute wild verspritzt
Bei jenem freud'gen Sterben,
Mit dem jetzt möcht' Er sich verschmitzt
Den Kaiserpurpur färben!
Allein, daß das unmöglich sei,
Dafür noch stehn wir Wache,
Dafür bleibt unser Feldgeschrei:
Hie Republik und Rache!

Wir treten in die Reiseschuh',
Wir brechen auf schon heute!
Nun, heil'ge Freiheit, tröste du
Die Mütter und die Bräute!
Nun tröste Weib, nun tröste Kind,
Die Witwen und die Waisen -
Wie derer, die gefallen sind,
So unsre, will's das Eisen!

 

 

 

Freiligrath
Ferdinand Freiligrath (17 juni 1810 – 18 maart 1876)