28-03-16

Der Auferstandene (Rainer Maria Rilke)

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen! 

 

 
Noli me tangere door Anton Raphael Mengs, 1770-71

 

 

Der Auferstandene

Er vermochte niemals bis zuletzt
ihr zu weigern oder abzuneinen,
daß sie ihrer Liebe sich berühme;
und sie sank ans Kreuz in dem Kostüme
eines Schmerzes, welches ganz besetzt
war mit ihrer Liebe größten Steinen.
 
Aber da sie dann, um ihn zu salben,
an das Grab kam, Tränen im Gesicht,
war er auferstanden ihrethalben,
daß er seliger ihr sage: Nicht

Sie begriff es erst in ihrer Höhle,
wie er ihr, gestärkt durch seinen Tod,
endlich das Erleichternde der Öle
und des Rührens Vorgefühl verbot,

um aus ihr die Liebende zu formen
die sich nicht mehr zum Geliebten neigt,
weil sie, hingerissen von enormen
Stürmen, seine Stimme übersteigt.

 

 

 
Rainer Maria Rilke (4 december 1875 – 29 december 1926)
Jezusbeeld op de Karelbrug in Praag. Rainer Maria Rilke werd geboren in Praag.

 

 

Zie voor de schrijvers van de 28e maart ook mijn drie vorige blogs van vandaag.

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27-03-16

Haec Dies (Jan Engelman)

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen! 

 


De Verrijzenis van Christus door Tintoretto, 1565

 

 

Haec Dies

De dood, de duist're, hield Hem niet,
geen steen, geen wade of breidel –
Hij steeg als 't eerste merellied,
want was dit wonder niet geschied:
zijn woorden bleven ijdel.

En alle leven is in 't Woord
voor wie zijn ziel kan dragen
zoo nieuw als lied'ren die men hoort
wanneer de merel, ongestoord,
het lente-licht ziet dagen.

O licht, o lied, o merelkeel
die voor den grafsteen beven –
was ooit een menschenwoord te veel
wanneer het voor een enkel deel
in Zijn geluk wil leven?

De Meesterzanger overal
maakt dronken van geluiden,
zij gaan als golven door het dal –
o zingend hart, gij weet het al:
de klok komt uit het Zuiden.

Het ritselt reeds in de spelonk
waar klare waters vloeien,
een vlam sprong uit de tondelvonk,
een lijkkleed zonk, het lichaam blonk,
geslaakt zijn alle boeien.

Hij stijgt, de horizon wordt rood,
Zijn purp'ren wonden lichten –
nu zweeft Hij boven hel en dood
en maakt het exultemus groot
in monden en gezichten.

Geen mensch is zoo melaatsch en klein
die hier niet kan genezen,
want alle wonden worden rein
en ieder ijdel woord een schijn
als Christus is verrezen.

 

 


Jan Engelman (Utrecht 7 juni 1900—Amsterdam 20 maart 1972)
Pieter Jansz. Saenredam: Gezicht op de Mariaplaats en de Mariakerk te Utrecht, 1662
Jan Engelman werd geboren in Utrecht.

 

 

Zie voor de schrijvers van de 27e maart ook mijn vorige drie blogs van vandaag.

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26-03-16

Pietà (Rainer Maria Rilke)

 

Bij Stille Zaterdag

 

 
Peter Paul Rubens: De bewening van Christus door Maria en Johannes, 1614

 

 

Pietà

So seh ich, Jesus, deine Füße wieder,
die damals eines Jünglings Füße waren,
da ich sie bang entkleidete und wusch;
wie standen sie verwirrt in meinen Haaren
und wie ein weißes Wild im Dornenbusch.

So seh ich deine niegeliebten Glieder
zum erstenmal in dieser Liebesnacht.
Wir legten uns noch nie zusammen nieder,
und nun wird nur bewundert und gewacht.

Doch, siehe, deine Hände sind zerrissen-:
Geliebter, nicht von mir, von meinen Bissen.
Dein Herz steht offen, und man kann hinein:
das hätte dürfen nur mein Eingang sein.

Nun bist du müde, und dein müder Mund
hat keine Lust zu meinem wehen Munde-.
O Jesus, Jesus, wann war unsre Stunde?
Wie gehn wir beide wunderlich zugrund.

 

 

 
Rainer Maria Rilke (4 december 1875 – 29 december 1926)
Praag. Rainer Maria Rilke werd geboren in Praag.

 

 

Zie voor de schrijvers van de 26e maart ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

25-03-16

Good Friday (Christina Rossetti)

 

Bij Goede Vrijdag

 

 
De kruisiging door Peter Paul Rubens, 1619-1620

 

 

Good Friday
 

Am I a stone, and not a sheep,
That I can stand, O Christ, beneath Thy cross,
To number drop by drop Thy blood’s slow loss,
And yet not weep?

Not so those women loved
Who with exceeding grief lamented Thee;
Not so fallen Peter weeping bitterly;
Not so the thief was moved;

Not so the Sun and Moon
Which hid their faces in a starless sky,
A horror of great darkness at broad noon –
I, only I.

Yet give not o’er,
But seek Thy sheep, true Shepherd of the flock;
Greater than Moses, turn and look once more
And smite a rock.

 

 

 
Christina Rossetti (5 december 1830 - 27 december 1894)
Londen, Westminster Abbey door Thomas Hosmer Shepherd, 18e eeuw
Christina Rossetti werd in Londen geboren.

 

 

Zie voor de schrijvers van de 25e maart ook mijn vorige blog van vandaag.

24-03-16

Gethsemane (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Bij Witte Donderdag

 

 
Christus in de hof van Gethsemane door Eugène Delacroix, 1824- 1827

 

 

Gethsemane

Als Christus lag im Hain Gethsemane
auf seinem Antlitz mit geschloss'nen Augen, -
die Lüfte schienen Seufzer nur zu saugen,
und eine Quelle murmelte ihr Weh,
des Mondes blasse Scheibe widerscheinend, -
das war die Stunde, wo ein Engel weinend

von Gottes Throne ward herabgesandt,
den bittern Leidenskelch in seiner Hand.
Und vor dem Heiland stieg das Kreuz empor;
daran sah seinen eignen Leib er hangen,
zerrissen, ausgespannt; wie Stricke drangen
die Sehnen an den Gliedern ihm hervor.
 
Die Nägel sah er ragen und die Krone
auf seinem Haupte, wo an jedem Dorn
ein Blutestropfen hing, und wie im Zorn
murrte der Donner mit verhaltnem Tone.
Ein Tröpfeln hört' er; und am Stamme leis
herniederglitt ein Flimmern qualverloren.

Da seufzte Christus, und aus allen Poren
drang ihm der Schweiß.
Und dunkel ward die Nacht, im grauen Meer
schwamm eine tote Sonne, kaum zu schauen
war noch des qualbewegten Hauptes Grauen,
im Todeskampfe schwankend hin und her.

Am Kreuzesfuße lagen drei Gestalten;
er sah sie grau wie Nebelwolken liegen,
er hörte ihres schweren Odems Fliegen,
vor Zittern rauschten ihrer Kleider Falten.

O welch ein Lieben war wie seines heiß?
Er kannte sie, er hat sie wohl erkannt;
das Menschenblut in seinen Adern stand,
und stärker quoll der Schweiß.

Die Sonnenleiche schwand, nur schwarzer Rauch,
in ihm versunken Kreuz und Seufzerhauch;
ein Schweigen, grauser als des Donners Toben,
schwamm durch des Äthers sternenleere Gassen;
kein Lebenshauch auf weiter Erde mehr,
ringsum ein Krater, ausgebrannt und leer,
und eine hohle Stimme rief von oben:
"Mein Gott, mein Gott, wie hast du mich verlassen!"

Da weinte Christus mit gebrochnem Munde:
"Herr, ist es möglich, so laß diese Stunde
an mir vorübergehn!"
Ein Blitz durchfuhr die Nacht; im Lichte schwamm
das Kreuz, o strahlend mit den Marterzeichen,
und Millionen Hände sah er reichen,
sich angstvoll klammernd um den blut'gen Stamm,
o Händ' und Händchen aus den fernsten Zonen!

Und um die Krone schwebten Millionen
noch ungeborner Seelen, Funken gleichend;
ein leiser Nebelhauch, dem Grund entschleichend,
stieg aus den Gräbern der Verstorbnen Flehn.
Da hob sich Christus in der Liebe Fülle,
und: "Vater, Vater," rief er, "nicht mein Wille,
der deine mag geschehn!"

Still schwamm der Mond im Blau, ein Lilienstengel
stand vor dem Heiland im betauten Grün;
und aus dem Lilienkelche trat der Engel
und stärkte ihn.

 

 
Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)
Het graf van Annette von Droste-Hülshoff vlakbij de Friedhofskapelle in Meerrsburg.

 

 

Zie voor de schrijvers van de 24e maart ook mijn vorige blog van vandaag.

12-04-15

Am ersten Sonntage nach Ostern (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Bij Beloken Pasen

 

 
Het Ongeloof van Sint Thomas door Guercino, 1621

 

 

Am ersten Sonntage nach Ostern

Evang.: Jesus geht durch verschlossene Türen
und spricht: "Der Friede sei mit Euch!"

Und hast du deinen Frieden denn gegeben
An Alle, die dich sehnen um dein Heil,
So will ich meine Stimme auch erheben:
Hier bin ich, Vater, gib mir auch mein Teil!
Warum sollt' ich, ein ausgeschloßnes Kind,
Allein verschmachtend um mein Erbe weinen?
Warum nicht sollte deine Sonne scheinen,
Wo doch im Boden gute Keime sind?

Oft mein' ich zwar, zum Beten sei genommen
Mir alles Recht, da es so trüb und lau;
Mir könne nur geduldig Harren frommen
Und starrer Aufblick zu des Himmels Blau:
Doch Herr, der du dem Zöllner dich gesellt,
O laß nicht zu, daß ich in Nacht verschwimme;
Dem irren Lamme ruft ja deine Stimme,
Und um den Sünder kamst du in die Welt.

Wohl weiß ich, wie es steht in meiner Seelen,
Wie glaubensarm, wie trotzig und verwirrt,
Wohl weiß ich, daß sich manches mochte hehlen;
Ich fühle, wie es durch die Nerven schwirrt,
Und kraftlos folg' ich seiner trüben Spur.
Mein Helfer, was ich nimmer mag ergründen,
Du kennst es wohl, du weißt es wohl zu finden,
Du bist der Arzt, ich bin der Kranke nur.

Und hast du tief geschaut in meine Sünden,
Wie nicht ein Menschenauge schauen kann;
Hast du gesehn, wie in den tiefsten Gründen
Noch schlummert mancher wüste, dunkle Wahn:
Doch weiß ich auch, daß keine Trän' entschleicht,
Die Deine treue Hand nicht hat gewogen,
Und daß kein Seufzer dieser Brust entflogen,
Der dein barmherzig Ohr nicht hat erreicht.

Du, der verschloßne Türen kann durchdringen,
Sieh,
meine Brust ist ein verschloßnes Tor.
Zu matt bin ich, die Riegel zu bezwingen;
Doch siehst du, wie ich angstvoll steh' davor.
Brich ein, brich ein! O komm mit deiner Macht,
Laß Liebe gelten, da gering der Glaube,
O laß mich schauen deine Friedenstaube,
Laß fallen deinen Strahl in meine Nacht!

Nicht weich' ich, eh' ich einen Schein gesehen,
Und wär' er schwach wie Wurmes Flimmer auch;
Und nicht von dieser Schwelle will ich gehen,
Bis ich vernommen deiner Stimme Hauch.
So sprich, mein Vater, sprich denn auch zu mir
Mit jener Stimme, die Maria nannte,
Als sie verkennend, weinend ab sich wandte,
O sprich: "Mein Kind, der Friede sei mit dir!"

 

 

 
Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)
Slot Hülshoff met de kapel

 

 

Zie voor de schrijvers van de 12e april ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

06-04-15

Maria Magdalena op paasmorgen (Michel van der Plas)

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen! 

 

 
Guercino, De opgestane Jezus verschijnt aan de maagd Maria, rond 1630

 

 

Maria Magdalena op paasmorgen

Toen al de anderen waren weggegaan
Ik zag ze bij de tuinmuur in de verte
nog redetwisten en verwoed gebaren,
Petrus voorop de stofwolk die de weg wees,
scheen het stiller dan ooit.
 
En ik besefte opeens dat ik alleen was
en de angst om de geboorte van de bleke dag
te storen had de krekels zelfs bevangen
zo stil en weifelend rees het licht,
dat bomen grijparmen werden, bloemen valse ogen,
en ik moet zelf een smalle kaars geweest zijn,
daar in de dunne mist, bij het lege graf.
 
En de twee mannen die in witte kleden
plotseling  voor mij stonden schenen beelden
uit een oud geheimzinnig speelliedje
en maakten mij weer tot een kind. En juist
als in dat spel van vroeger hield ik bei
mijn handen tegen mijn gezicht gedrukt
en schreide, wat ik vroeger had gezongen:
Waar hebben ze mijn meester neergelegd?
 
Ik was een schreiend kind, ik moest maar weggaan
voordat ze zouden lachen om mijn dwaasheid;
ik moest maar weggaan, net als al de anderen,
weg uit de spooktuin, weg uit het valse licht,
als al de anderen. En ik keerde me om
en veegde met mijn mouw mijn tranen weg,
toen ik de tuinman zag.
 
Hij stond er zo gerust en groot.
En ’t was of al de bloemen
nu opeens bloemen werden en de bomen
hun groen herkregen, toen hij naar mij keek,
en of ik niet alleen meer was, en of
het graf achter mijn rug niet meer bestond,
niet meer als leegte, als holle angst, en of
een leeuwerik opschoot in zijn stem: Maria!
 
Ik heb het al zo vaak verteld Johannes,
maar steeds als jij mij met Pasen aanziet is het
alsof ik hem mijn naam weer hoor zeggen,
misschien omdat jij op hem lijkt misschien,
omdat het licht van deze dag jouw kleed zo wit
maakt als het zijne op die ochtend.
 
Maar nee, dat is het niet
het is omdat het brood dat jij nu in je handen hebt
 en mij te eten geeft zijn lichaam is.
Zijn leven, en daarom hoor ik hem vandaag
en meer en ik wil je zeggen dat vandaag
zijn liefde pas geopenbaard wordt,
want je weet Johannes dat hij die ochtend in de tuin zei:
houdt me niet vast.
 
En zie nu komt hij zelf, nu komt hij zelf
om mij weer naar zich toe te trekken,
vast te houden, vast te houden. O, ik weet het wel,
ik kan niet zeggen wat ik zeggen wil vandaag,
maar ‘k ben een kaars die van zijn glorie brandt en
ik ben zo gelukkig want zijn leven is mijn leven.
En dit witte brood, o deze liefde is sterker dan de dood.

 

 
Michel van der Plas (23 oktober 1927 -21 juli 2013)
Den Haag, Grote of Sint-Jacobskerk. Van der Plas werd geboren in Den Haag.

 

 

Zie voor de schrijvers van de 6e april ook mijn vorige drie blogs van vandaag.

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05-04-15

Easter Communion (Gerard Manley Hopkins)

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen! 

 


De opstanding van Christus door Angolo Bronzino, 1548-1552

 

 

Easter Communion

Pure fasted faces draw unto this feast:
God comes all sweetness to your Lenten lips.
You striped in secret with breath-taking whips,
Those crooked rough-scored chequers may be pieced
To crosses meant for Jesu's; you whom the East
With draught of thin and pursuant cold so nips
Breathe Easter now; you serged fellowships,
You vigil-keepers with low flames decreased,

God shall o'er-brim the measures you have spent
With oil of gladness, for sackcloth and frieze
And the ever-fretting shirt of punishment
Give myrrhy-threaded golden folds of ease.
Your scarce-sheathed bones are weary of being bent:
Lo, God shall strengthen all the feeble knees.

 

 

 
Gerard Manley Hopkins (28 juli 1844 – 8 juni 1889)
Stratford, St John's Church. Hopkins werd geboren in Stratford.

 

 

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21-04-14

Magdalena, lass dein Klagen (Julius Sturm)

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen! 

 

 

 
Noli me tangere door Perino del Vaga, 1548, Prado, Madrid

 

 

Magdalena, lass dein Klagen

Magdalena, lass dein Klagen,
Denn gehoben ist der Stein;
In dem Grab begann’s zu tagen,
Christus ging zum Leben ein.

Der am Kreuz für uns gerungen
Schmerzensbleich und blutigrot,
Hat als Held für uns bezwungen
Siegreich Sünde, Höll‘ und Tod.

Und seit er als Fürst des Lebens
Leben an das Licht gebracht,
Schreckt auch uns das Grab vergebens
Mit dem Graun der ew’gen Nacht.
 
Denn ein Ostern wird noch kommen,
Das des Glaubens Kraft bewährt,
Wo die Heiligen und Frommen
Christus in sein Bild verklärt.

 

 

 
Julius Sturm (21 juli 1816 - 2 mei 1896)
Koestritz (Sturm werd geboren in Koestritz)

 

 

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20-04-14

Ostermorgen (Emanuel Geibel)

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen! 

 

 

 
De verrijzenis van Christus door Jacopo Tintoretto, tussen 1579 en 1581

 

 

Ostermorgen

Die Lerche stieg am Ostermorgen
empor ins klarste Luftgebiet
und schmettert' hoch im Blau verborgen
ein freudig Auferstehungslied.
Und wie sie schmetterte, da klangen
es tausend Stimmen nach im Feld:
Wach auf, das Alte ist vergangen,
wach auf, du froh verjüngte Welt!

Wacht auf und rauscht durchs Tal,
ihr Bronnen,
und lobt den Herrn mit frohem Schall!
Wacht auf im Frühlingsglanz der Sonnen,
ihr grünen Halm' und Läuber all!
Ihr Veilchen in den Waldesgründen,
ihr Primeln weiß, ihr Blüten rot,
ihr sollt es alle mit verkünden:
Die Lieb ist stärker als der Tod.

Wacht auf, ihr trägen Menschenherzen,
die ihr im Winterschlafe säumt,
in dumpfen Lüften, dumpfen Schmerzen
ein gottentfremdet Dasein träumt.
Die Kraft des Herrn weht durch die Lande
wie Jugendhauch, o laßt sie ein!
Zerreißt wie Simson eure Bande,
und wie die Adler sollt ihr sein.

Wacht auf, ihr Geister, deren Sehnen
gebrochen an den Gräbern steht,
ihr trüben Augen, die vor Tränen
ihr nicht des Frühlings Blüten seht,
ihr Grübler, die ihr fern verloren
traumwandelnd irrt auf wüster Bahn,
wacht auf! Die Welt ist neugeboren,
hier ist ein Wunder, nehmt es an!

Ihr sollt euch all des Heiles freuen,
das über euch ergossen ward!
Es ist ein inniges Erneuen,
im Bild des Frühlings offenbart.
Was dürr war, grünt im Wehn der Lüfte,
jung wird das Alte fern und nah.
Der Odem Gottes sprengt die Grüfte -
wacht auf ! Der Ostertag ist da.

 

 

 
Emanuel Geibel (17 oktober 1815 - 6 april 1884)
Lübeck, Holstentor (Geibel werd geboren in Lübeck)

 

 

Zie voor de schrijvers van de 20e april ook mijn vorige drie vorige blogs van vandaag.

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01-04-13

Am Ostermontage (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen!

 

 

Noli me tangere door Antonio da Correggio, ca 1534

 

 

 

 

Am Ostermontage

Ev: Von den Jüngern die nach Emmaus gingen


Herr, eröffne mir die Schrift,
Deiner Worte Liebesmorgen,
Daß er leis' im Herzen trifft,
Was gewißlich drin verborgen.
Weiß es selber nicht zu finden,
Bin doch aller Hoffnung voll:
O, die Wolken werden schwinden,
Wenn die Sonne scheinen soll!

Soll der Glaube ferne sein,
Da die Liebe nicht verloren,
Da in Nächten stiller Pein
Mir die Hoffnung neu geboren?
Du mein Gott der Huld und Treue,
Den des Würmleins Krümmen rührt,
Hättest du umsonst die Reue
In dies starre Herz geführt?

Nein, mein Herr, das hast du nicht,
Deine Seelen sind dir teuer;
Wo nur noch ein Fünklein spricht,
Nahst du gern mit deinem Feuer.
O, ich fühl' es wohl, wie leise
Sich das neue Leben regt,
An der Gnade zarte Speise
Seine schwachen Lippen legt.

Manches ist mir wunderbar,
Manches muß mir dunkel scheinen;
Doch in deiner Liebe klar
Wird sich Alles freudig einen.
War der Nebel nur des Bösen,
Was als Nacht mich zagen ließ:
Wie sich meine Sünden lösen,
Tret' ich aus der Finsternis.

Herr, mit Tränen dank ich dir
Für dein übergnädig Walten,
Daß du deinen Glauben mir
In der Sünde vorenthalten:
Ach, ich hätte wie im Grimme
Neue Frevel nur erspäht,
Bis mir des Gewissens Stimme
Von dem Sturme überweht.

Deine Gnad' ist weich und warm,
Mag der Sorgfalt nicht entbehren,
Und mein Herz war kalt und arm
Solchen zarten Gast zu nähren.
Aber wie die Quellen springen,
Losgerissen von dem Weh,
Taucht sie sich mit milden Schwingen
In den heißen roten See.

Herr, ich habe viel geweint,
Daß ich oft wie zu zergehen
In der Seelennot gemeint,
Und wie ist mir heut' geschehen!
Daß ich gar so voll der Freuden
Und mich keine Angst bezwingt,
Ob mir gleich das alte Leiden
Riesig an die Seele dringt.

Und bei deinem heil'gen Buch,
Was mir heute fast wie offen,
Denk ich keinen einz'gen Fluch,
Kann nur lieben, kann nur hoffen,
Seh dich nur als Kindlein neigen,
Alles lieblich, alles lind;
Deine harten Worte schweigen,
Und ich weiß nicht, wo sie sind.

Das ist nur für diesen Tag,
O, viel anders wird es kommen;
Denn zu groß ist meine Schmach,
Solche Lust kann ihr nicht frommen;
Hast nur deinen Blitz gesendet,
Daß nicht irr' in meiner Pein
Ich mich wieder zugewendet
Dem verlaßnen Götzenhain.

Du unendlich süßes Glück,
Muß ich wieder dich verlieren,
Laß mir nur dein Bild zurück,
In dem Grolle mich zu rühren!
Oder, Herr, soll dieser Stunde
Überschwenglich Heil erstehn,
O, so laß des Grolles Wunde
Mir als Trauer offen gehn!

 

 

 

Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Burg Hülshoff

 

 


Zie voor de schrijvers van de 1e april ook
mijn drie vorige blogs van vandaag.

31-03-13

Am Ostersonntage (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen!

 


Verrijzenis door Raffaelino del Garbo, 1510

 

 

 

Am Ostersonntage

 

O, jauchze, Welt, du hast ihn wieder,

Sein Himmel hielt ihn nicht zurück!

O jauchzet! jauchzet! singet Lieder!

Was dunkelst du, mein sel'ger Blick?

 

Es ist zu viel, man kann nur weinen,

Die Freude steht wie Kummer da;

Wer kann so großer Lust sich einen,

Der all so große Trauer sah!

 

Unendlich Heil hab' ich erfahren

Durch ein Geheimnis voller Schmerz,

Wie es kein Menschensinn bewahren,

Empfinden kann kein Menschenherz.

 

Vom Grabe ist mein Herr erstanden,

Und grüßet alle die da sein,

Und wir sind frei von Tod und Banden,

Und von der Sünde Moder rein.

 

Den eignen Leib hat er zerrissen,

Zu waschen uns mit seinem Blut,

Wer kann um dies Geheimnis wissen,

Und schmelzen nicht in Liebesglut!

 

Ich soll mich freun an diesem Tage

Mit deiner ganzen Christenheit,

Und ist mir doch, als ob ich wage,

Da Unnennbares mich erfreut.

 

Mit Todesqualen hat gerungen

Die Seligkeit von Ewigkeit,

Gleich Sündern hat das Graun bezwungen

Die ewige Vollkommenheit.

 

Mein Gott, was konnte dich bewegen

Zu dieser grenzenlosen Huld!

Ich darf nicht die Gedanken regen

Auf unsre unermessne Schuld.

 

Ach, sind denn aller Menschen Seelen

Wohl sonst ein überköstlich Gut,

Sind sie es wert, dass Gott sich quälen,

Ersterben muss in Angst und Glut!

 

Und sind nicht aller Menschen Seelen

Vor ihm nur eines Mundes Hauch?

Und ganz befleckt von Schmach und Fehlen,

Wie ein getrübter dunkler Rauch?

 

Mein Geist, o wolle nicht ergründen,

Was einmal unergründlich ist;

Der Stein des Falles harrt des Blinden,

Wenn er die Wege Gottes misst.

 

Mein Jesus hat sie wert befunden

In Liebe und Gerechtigkeit;

Was will ich ferner noch erkunden?

Sein Wille bleibt in Ewigkeit!

 

So darf ich glauben und vertrauen

Auf meiner Seele Herrlichkeit!

So darf ich auf zum Himmel schauen,

In meines Gottes Ähnlichkeit!

 

Ich soll mich freun an diesem Tage:

Ich freue mich, mein Jesu Christ,

Und wenn im Aug' ich Tränen trage,

Du weißt doch, daß es Freude ist!

 

 

 

Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Tuinkamer in het Rüschhaus nabij Drostes geboortehuis Burg Hülshoff


 

Zie voor de dichters van de 31e maart ook mijn vorige drie blogs van vandaag.

30-03-13

Am Karsamstage (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Bij Stille Zaterdag



Pietà door Pietro Perugino, c. 1483-1493

 

Am Karsamstage

 

Tiefes, ödes Schweigen,

Die ganze Erd' wie tot!

Die Lerchen ohne Lieder steigen,

Die Sonne ohne Morgenrot.

Auf die Welt sich legt

Der Himmel matt und schwer,

Starr und unbewegt,

Wie ein gefrornes Meer.

O Herr, erhalt' uns!

 

Meereswogen brechen,

Sie toben sonder Schall;

Nur die Menschenkinder sprechen,

Doch schaurig schweigt der Widerhall.

Wie versteinet steht

Der Äther um uns her;

Dringt wohl kein Gebet

Durch ihn zum Himmel mehr.

O Herr, erhalt'uns!

 

Sünden sind geschehen,

Für jedes Wort zu groß,

Daß die Erde müßt' vergehen,

Trüg' sie nicht Jesu Leib im Schoß.

Noch im Tod voll Huld

Erhält sein Leib die Welt,

Daß in ihrer Schuld

Sie nicht zu Staub zerfällt.

O Herr, verschon' uns!

 

Jesus liegt im Grabe,

Im Grabe liegt mein Gott!

Was ich von Gedanken habe,

Ist doch dagegen nur ein Spott.

Kennt in Ewigkeit

Kein Jesus mehr die Welt?

Keiner der verzeiht,

Und keiner der erhält?

O Herr, errett' uns!

 

Ach, auf jene Frommen,

Die seines Heils geharrt,

Ist die Glorie gekommen

Mit seiner süßen Gegenwart.

Harrten seiner Huld:

Vergangenheit die Zeit,

Gegenwart Geduld,

Zukunft die Ewigkeit.

O Herr, erlös' uns!

 

Lange, lange Zeiten

In Glauben und Vertraun,

Durch die unbekannten Weiten

Nach unbekanntem Heil sie schaun.

Dachten sich so viel,

Viel Seligkeit und Pracht.

Ach, es war wie Spiel,

Von Kindern ausgedacht.

O Herr, befrei' uns!

 

Herr, ich kann nicht sprechen

Vor deinem Angesicht!

Laß die ganze Schöpfung brechen,

Diesen Tag erträgt sie nicht.

Ach, was naht so schwer,

Ist es die ew'ge Nacht,

Ist's ein Sonnenmeer,

In tausend Strahlen Pracht?

O Herr, erhalt' uns!

 

 

 

Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Het Rüschhaus nabij Drostes geboortehuis Burg Hülshoff, tuinkant

 

 

 

 

Zie voor de schrijvers van de 30e maart ook mijn vorige drie blogs van vandaag.

09-04-12

Toon Tellegen, Charles Baudelaire, Joolz Denby, Albert von Schirnding, Johannes Bobrowski

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen!

 

Federico Barocci, Noli me tangere, 1590

Palazzo Pitti, Florence

 

 


Opgestaan


Pasen,
regen, verlaten wegen -

pascha
en eieren paars en donkerrood -

drie keer kussen op elkaars wangen,
'Christus is opgestaan,' moest ik zeggen,
'Hij is waarachtig opgestaan,' zei de ander -

ik drukte mijn neus tegen een raam,
keek naar de glimmende straat
en zei zachtjes tegen mezelf:
'Christus is opgestaan,
zijn plaatsje is vergaan,
Christus is opgestaan...'

dominees gingen voorbij, met steeds kortere
tussenpozen,
zij wisten het precies,
ik sliep op de achterbank op weg naar huis.


Toon Tellegen (Brielle, 18 november 1941)

Cornelis Springer, De Koopmanstraat en Markt in Brielle, 1854

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