21-01-16

Ludwig Thoma, Louis Menand, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Imre Madách, Egon Friedell

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook alle tags voor Ludwig Thoma op dit blog.

Uit:Auf dem Bahnsteig

»Es wird Herbst!« sagte Major Burkhardt und blickte den Studienlehrer fest an mit seinen furchtlosen Soldatenaugen.
Er sagte es mit Betonung, als suchte er in seinem Begleiter bestimmte Vorstellungen zu erwecken.
»Ja ja«, seufzte Professor Hasleitner, »es wird allmählich kalt.«
»Und ungemütlich. Kalt und ungemütlich.«
Der Major wies auf die Kastanien vor dem Dornsteiner Bahnhofe, deren gelbe Blätter sich fröstelnd zusammenkrümmten.
»Um fünf Uhr wird es Nacht. Ein schlecht geheiztes Zimmer. Eine qualmende Lampe. Die Zugeherin bringt lauwarmes Essen aus dem Gasthof. Stellt es unfreundlich auf den Tisch. Das ist Ihr Leben.«
Hasleitner hatte ins Weite geblickt, zu dem Walde hinüber, an dessen Fichten der Nebel lange Fetzen zurückließ.
Der soldatisch bestimmte Ton des pensionierten Majors weckte ihn auf.
»Wie?« fragte er.
»Ich sage, Sie müssen heiraten.«
Der alte Soldat deutete auf die tiefer gelegene Stadt, deren Häuser behaglich aneinandergedrückt waren.
»Das ist das Glück!« sagte er. »Eine Frau am Herde, fleißig, um unser Wohl besorgt und stattlich.«
Er beschrieb mit der Rechten eine nach rückwärts ausbauchende runde Linie.
»Und stattlich!« wiederholte er.
Hasleitner sah, wie es weiß und grau und dick und dünn aus vielen Kaminen rauchte, und er schien die Gemütlichkeit des Anblickes zu verstehen.
In seine Augen trat ein freundlicher Schimmer, und man konnte glauben, daß er an Herdfeuer dachte, oder an die runde, sich nach rückwärts ausbauchende Linie.
Überhaupt, er war ein träumerischer Mensch.
Sorglos im Äußeren, den Hemdkragen nicht immer blendend weiß, die Krawatte verschoben, den Bart naß von der letzten Suppe, aber in den Augen Herzensgüte, im ganzen Wesen eine Verträumtheit, die immer wieder zum Nasenbohren führte.”

 

 
Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)
Portret door Thomas Baumgartner,1911

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04-07-15

Ludwig Thoma, Neil Simon, Christine Lavant, Sébastien Japrisot

 

Dolce far niente

 

 
Bathers by the Shore door Edward Henry Potthast, ca. 1912

 

 

Urlaubshitze

Überall hört man von Hitze,
Manchen trifft sogar der Schlag,
Naß wird man am Hosensitze
Schon am frühen Vormittag.

Damen, denen man begegnet,
Leiden sehr am Ambopoäng:

»Gott! Wenn es nur endlich regnet'!«
Ist der ewige Refräng.

Oberlehrer und Pastoren
Baden sich in diesem Jahr,
Ihre Scham geht auch verloren,
Und man nimmt sie nackicht wahr.

Busen, Hintern, Waden, Bäuche
Zeigt man heuer lächelnd her,
Und wir kriegen schon Gebräuche
Wie die Neger ungefähr.

Wenn das Barometer sänke,
Käme eine bess're Zeit
In bezug auf die Gestänke
Und in puncto Sittlichkeit.

 

 

ludwig thoma,neil simon,christine lavant,sébastien japrisot,dolce far niente,romenu
Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)
Oberammergau, waar Ludwig Thoma werd geboren

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21-01-15

Ludwig Thoma, Louis Menand, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Imre Madách, Egon Friedell

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook alle tags voor Ludwig Thoma op dit blog.

Uit: Lausbubengeschichten

„Es folgten recht unerquickliche Tage, und jedermann im Hause war bemüht, mich so zu behandeln, daß in mir keine rechte Festesfreude aufkommen konnte.
Schließlich sagte meine Mutter, sie sehe nur noch ein Mittel, mich auf bessere Wege zu bringen, und dies sei der Umgang mit Gretchen.
Vielleicht gelinge es dem Mädchen, günstig auf mich einzuwirken. Herr Rat Vollbeck habe seine Zustimmung erteilt, und ich solle mich bereit halten, den Nachmittag mit ihr hinüberzugehen.
Die Sache war mir unangenehm. Man verkehrt als Lateinschüler nicht so gerne mit Mädchen wie später, und außerdem hatte ich begründete Furcht, daß gewisse Gegensätze zu stark hervorgehoben würden.
Aber da half nun einmal nichts, ich mußte mit.
Vollbecks saßen gerade beim Kaffee, als wir kamen. Gretchen fehlte, und Frau Rat sagte gleich: "Ach Gott, das Mädchen studiert schon wieder, und noch dazu Scheologie." Meine Mutter nickte so nachdenklich und ernst mit dem Kopfe, daß mir wirklich ein Stich durchs Herz ging und der Gedanke in mir auftauchte, der lieben alten Frau doch auch einmal eine Freude zu machen. Der Herr Rat trommelte mit den Fingern auf den Tisch und zog die Augenbrauen furchtbar in die Höhe. Dann sagte er: "Ja, ja, die Scheologie!"
Jetzt glaubte meine Mutter, daß es Zeit sei, mich ein bißchen in das Licht zu rücken, und sie fragte mich aufmunternd: "Habt ihr das auch in eurer Klasse?"
Frau Rat Vollbeck lächelte über die Zumutung, daß anderer Leute Kinder derartiges lernten, und ihr Mann sah mich durchbohrend an; das ärgerte mich so stark, daß ich beschloß, ihnen eins zu geben.
"Es heißt gar nicht Scheologie, sondern Geologie, und das braucht man nicht zu lernen", sagte ich.
Beinahe hätte mich diese Bemerkung gereut, als ich die große Verlegenheit meiner Mutter sah; sie mochte sich wohl sehr über mich schämen, und sie hatte Tränen in den Augen, als Herr Vollbeck sie mit einem recht schmerzlichen Mitleid ansah.“

 

 
Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)
De jachtkamer van Thoma in het Ludwig Thoma Haus in Tegernsee

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21-01-14

Louis Menand, Ludwig Thoma, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Egon Friedell, Imre Madách

 

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook alle tags voor Louis Menand op dit blog.

Uit: The Metaphysical Club

„Oliver Wendell Holmes, Jr., was an officer in the Union Army. He stood six feet three inches tall and had a soldierly bearing. In later life, he loved to use military metaphors in his speeches and his conversation; he didn't mind being referred to good-naturedly as Captain Holmes; and he wore his enormous military mustaches until his death, in 1935, at the age of ninety-three. The war was the central experience of his life, and he kept its memory alive. Every year he drank a glass of wine in observance of the anniversary of the battle of Antietam, where he had been shot in the neck and left, briefly behind enemy lines, for dead.
But Holmes hated the war. He was twenty years old and weighed just 136 pounds at the time of his first battle, at Ball's Bluff, where he was shot through the chest. He fought bravely and he was resilient, but he was not strong in a brute sense, and as the war went on the physical ordeal was punishing. He was wounded three times in all, the third time in an engagement leading up to the battle of Chancellorsville, when he was shot in the foot. He hoped the foot would have to be amputated so he could be discharged, but it was spared, and he served out his commission. Many of his friends were killed in battle, some of them in front of his eyes. Those glasses of wine were toasts to pain.
Holmes recovered from the wounds. The effects of the mental ordeal were permanent. He had gone off to fight because of his moral beliefs, which he held with singular fervor. The war did more than make him lose those beliefs. It made him lose his belief in beliefs. It impressed on his mind, in the most graphic and indelible way, a certain idea about the limits of ideas. This idea he stuck to, with a grimness and, at times, a cynicism that have occasionally repelled people who have studied his life and thought. But it is the idea that under lies many of the opinions he wrote, long after the war ended, as an associate justice on the United States Supreme Court. To understand the road Holmes had to travel in order to write those opinions, we have to go back to one of the worlds the Civil War made obsolete, the world of prewar Boston.”

 

 
Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)

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31-12-13

Silvesternacht (Ludwig Thoma)


Alle bezoekers en mede-bloggers een aangename jaarwisseling en een gelukkig Nieuwjaar!

 

 
Winterlandschap met schaatsers door Adam van Breen, 1611

 

 

Silvesternacht

Und nun, wenn alle Uhren schlagen,
So haben wir uns was zu sagen,
Was feierlich und hoffnungsvoll
Die ernste Stunde weihen soll.

Zuerst ein Prosit in der Runde!
Ein helles, und aus frohem Munde!
Ward nicht erreicht ein jedes Ziel,
Wir leben doch, und das ist viel.

Noch einen Blick dem alten Jahre,
Dann legt es auf die Totenbahre!
Ein neues grünt im vollen Saft!
Ihm gelte unsre ganze Kraft!

Wir fragen nicht: Was wird es bringen?
Viel lieber wollen wir es zwingen,
Daß es mit uns nach vorne treibt,
Nicht rückwärts geht, nicht stehen bleibt.

Nicht schwächlich, was sie bringt, zu tragen,
Die Zeit zu lenken, laßt uns wagen!
Dann hat es weiter nicht Gefahr.
In diesem Sinne: Prost Neujahr!

 

 

 
Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)
Oberammergau. Thoma werd geboren in Oberammergau

 

 

Zie voor de schrijvers van de 31e december ook mijn vorige drie blogs van vandaag.

21-01-13

Ludwig Thoma, Egon Friedell, Louis Menand, Imre Madách, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook alle tags voor Ludwig Thoma op dit blog.

 

Uit: Münchnerinnen

 

In einer Seitengasse der inneren Stadt lag die Spezereiwarenhandlung von Nepomuk Globergers sel. Erben. Zwei Ladenfenster und eine mit Schnitzereien geschmückte Glastüre nahmen zu ebener Erde die Front des schmalen Globergerschen Hauses ein; in einer Nische über den Fenstern des ersten Stockwerkes stand eine schmerzhafte Mutter Gottes, und davor brannte in einer roten Ampel ein ewiges Licht, gestiftet vom Gründer des Geschäftes, Nepomuk Globerger, der unter Max Joseph aus der Altöttinger Gegend nach München verzogen war.

Wer sich an alten Häusern als den Wahrzeichen und Zeugen einer lieben Vergangenheit erfreut, mochte gerne vor dem Hause stehen bleiben und die Rokokoornamente über den Fenstern betrachten.

Aber der Laden mit den Auslagen mußte ihn aus der Behaglichkeit aufstören, denn Benno Globerger, der jetzige Besitzer, war dem Zeitgeiste, der Höhe und Breite braucht, um sich protzig zu geben, gefolgt und hatte die Fenster vergrößert, mit Spiegelscheiben versehen und mit Rolläden geschmückt.

Hinter den Fenstern leuchteten Plakate von Zigarettenfabriken, von Kakao-, Feigen- und Malzkaffeefirmen hervor.

Sympathische Hausmütterchen tranken aus großen Tassen ihre Lebenselixiere, Andreas Hofer schwang die Fahne zu Ehren eines Feigenkaffees, und reizvolle Damen rauchten Zigaretten und zeigten ihre schlanken Waden her.

Wer in den Laden eintrat, wurde von einem älteren, anscheinend schwerhörigen Ladendiener ohne sich überstürzende Höflichkeit begrüßt und konnte an seiner bedächtigen Manier, die Waren in Papier einzuschlagen, sehen, daß man hier Zeit hatte.

Ein Lehrbub, dessen sommersprossiges Gesicht Lust zu dummen Streichen verriet, stand gaffend hinter der Budel und schlenkerte mürrisch zur hinteren Türe hinaus, wenn ihm der Ladendiener in grobem Ton einen Auftrag gab.

Viel beschäftigt schien nur Herr Benno Globerger zu sein, der im anstoßenden offenen Kontor hinter einem Pulte stand.

Aber wenn er spielerisch mit dem Federhalter Kreise beschrieb, um schwungvolle Kaufmannsbuchstaben aufs Papier zu malen, oder wenn er sorgfältig ein Lineal auflegte, um rote Striche unter schwarze zu ziehen, erkannte man, daß seine Arbeit mehr qualitativ als quantitativ bedeutend war.”

 

 

Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)

Standbeeld in Rottach-Egern, Beieren

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21-01-12

Louis Menand, Ludwig Thoma, Egon Friedell, Imre Madách, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir

 

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook mijn blog van 21 januari 2009 en ook mijn blog van 21 januari 2010 en ook mijn blog van 21 januari 2011.

 

Uit: Why We Have College

“My first job as a professor was at an Ivy League university. The students were happy to be taught, and we, their teachers, were happy to be teaching them. Whatever portion of their time and energy was being eaten up by social commitments—which may have been huge, but about which I was ignorant—they seemed earnestly and unproblematically engaged with the academic experience. If I was naïve about this, they were gracious enough not to disabuse me. None of us ever questioned the importance of what we were doing.

At a certain appointed hour, the university decided to make its way in the world without me, and we parted company. I was assured that there were no hard feelings. I was fortunate to get a position in a public university system, at a college with an overworked faculty, an army of part-time instructors, and sixteen thousand students. Many of these students were the first in their families to attend college, and any distractions they had were not social. Many of them worked, and some had complicated family responsibilities.

I didn’t regard this as my business any more than I had the social lives of my Ivy League students. I assigned my new students the same readings I had assigned the old ones. I understood that the new students would not be as well prepared, but, out of faith or ego, I thought that I could tell them what they needed to know, and open up the texts for them. Soon after I started teaching there, someone raised his hand and asked, about a text I had assigned, “Why did we have to buy this book?”



Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)

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21-01-11

Louis Menand, Ludwig Thoma, Egon Friedell, Imre Madách

 

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook mijn blog van 21 januari 2009 en ook mijn blog van 21 januari 2010.

 

Uit: The Women Come And Go

 

T. S. Eliot's sex life. Do we really want to go there? It is a sad and desolate place. Eliot was twenty-six and, almost certainly, a frustrated virgin when, in 1915, he married Vivienne Haigh-Wood, an Englishwoman he had known for three months. Haigh-Wood was a medically and emotionally vexed person. Her troubles included irregular and frequent menstruation, migraines, neuralgia, panic attacks, and, eventually, addiction to her medication, particularly to ether. She was pretty, ambitious, and (on her better days) vivacious. Eliot was handsome, ambitious, and the opposite of vivacious. "Exquisite and listless," Bertrand Russell described him when he met the Eliots for dinner two weeks after the marriage. "She says she married him in order to stimulate him, but finds she can't do it. Obviously he married in order to be stimulated. I think she will soon be tired of him."

Russell was correct to intuit a tension. The Eliots seem to have discovered that they were sexually incompatible almost immediately. Mrs. Eliot reacted by having an affair with Russell, which her husband either tacitly condoned or was remarkably obtuse about. (Russell was a sexual predator who permitted himself to become temporarily infatuated with the women he seduced. He pretended, by way of self-justification, to believe that his intimacy with Vivienne provided a form of marital therapy to the Eliots.)

Eliot's own medical and emotional condition was not exactly robust, and he was quickly worn down by the demands of caring for Vivienne. He was also a man whose sense of propriety was sometimes indistinguishable from squeamishness. He told his friends the Woolfs that he could not imagine shaving in his wife's presence. He and Vivienne slept in separate rooms. She baited him in front of guests; he often responded by declining to respond; and (although it is impossible to be sure) they seem to have been, for much of their marriage, sexually estranged.“

 

 

 

Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)

 

 

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21-01-10

Louis Menand, Ludwig Thoma, Egon Friedell, Imre Madách, Ludwig Jacobowski, Joseph Méry, Kristín Marja Baldursdóttir, Roderich Benedix


De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook mijn blog van 21 januari 2009.

 

Uit: American Studies

 

„In 1901, when he was fifty-nine, William James delivered the Gifford Lectures at the University of Edinburgh. James was an international academic celebrity. The Principles of Psychology, which appeared in 1890 and which had taken him twelve years to write, had been quickly recognized as the leading summation of developments in a field transformed by the introduction of laboratory methods and by the evolutionary theories of Charles Darwin. An abridged edition for students, Psychology: Briefer Course, popularly known as "Jimmy," appeared in 1892; by the time of the Gifford Lectures, it had sold nearly fifty thousand copies.

The Gifford lectureship was a two-year appointment. James returned to Edinburgh for the second set of lectures in l902, and that year the lectures were published as The Varieties of Religious Experience. The Varieties has probably been, over the years, James's most popular book, read even when his functionalist psychology had been superseded by Freudianism and behaviorism, and his pragmatist philosophy was in eclipse. It is composed primarily of case histories, collected from all around the world and organized by category — "Conversion," "Saintliness," "Mysticism," and so on. It looks, in other words, like a psychology textbook, and that is because it is a psychology textbook. The Varieties is not a study of religion; it is, as the subtitle states, "a study in human nature."

 

 

 

 

Menand
Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook mijn blog van 21 januari 2007 en ook mijn blog van 21 januari 2009.

 

 

Vergänglichkeit

 

Es prangt um uns auf allen Wiesen
In Grün und Gelb, in Blau und Rot.
Wir wollen diese Pracht genießen,
Denn übermorgen ist sie tot.

 

Schon kommt man, sie hinwegzuraffen,
Es naht der Schnitter, der sie mäht.
Gott hat die Blumenwelt geschaffen,
Dass sie als Heu die Kühe bläht.

 

Wohl ist es wert, dass man sich härme,
Wenn man das Ganze recht bedenkt,
Wie diese Schönheit durch Gedärme
Verwandelt sich nach außen lenkt.

 

Hier liegt die Blume hingesch...lagen,
Sie rauchet noch als warmer Mist.
Warum? .. Das wird die Allmacht wissen,
Du frage nicht als frommer Christ.

 

 

 

 

 

Auf Höhen

 

Und ich fragte meinen Lehrer,
Wo der liebe Herrgott wohnt.
»Ei, im blauen Himmel oben,
Wo er mit den Englein thront.«

Und die grauen Felsenberge
Ragen doch so hoch empor!
Sieht man von dem steilen Gipfel
In das offne Himmelstor?

Sieht man auch die Engelsscharen?
Hat der Himmel dort ein Loch?
»Ja, natürlich,« sprach der Lehrer,
»Warte, du begreifst es noch.«

Nein, ich hab' es nie begriffen,
Als ich dann nach manchem Jahr
Oft und oft und immer wieder
Auf den Bergesgipfeln war.

Hoch zu Häupten, fest verschlossen
Wölbte sich das Himmelszelt,
Und ich sah nur kleiner werden
Unter mir die Erdenwelt.

 

 

 

 

 

Ludwig_Thoma
Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)

 

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver en kunsthistoricus Egon Friedell werd op 21 januari 1878 in Wenen geboren. Zie ook mijn blog van 21 januari 2009.

 

Uit: Kulturgeschichte Griechenlands

 

„Daß der Mensch ein einfaches Bodenprodukt sei wie seine Brüder, die Pflanzen und Tiere, ist eine zu naheliegende Meinung, als daß sie nicht schon sehr früh aufgestellt worden wäre. In der Tat sehen wir sie bereits von Aristoteles vertreten, der sich seinerseits wieder auf den Chefarzt von Hellas stützt, Hippokrates den Großen, wie er ihn mit Recht nennt. Beide erklären ganz unmißverständlich, die Menschen seien im großen und ganzen genau soviel wert wie ihr Land und ihr Klima, mit dem sie in Körper und Seele übereinstimmen. Aber die nächstliegenden Gedanken sind nicht immer die tragfähigsten: das zeigt sich wiederum bereits bei Aristoteles, der aus seiner Theorie die Behauptung ableitet, daß die Bewohner der kalten Gegenden Europas tapfer, jedoch an geistiger Einsicht und an Kunstsinn arm und zu Herrschaft und echter Staatenbildung wenig befähigt seien. Dieser Schluß, für die damalige Weltlage vollkommen richtig, ist, von uns aus gesehen, haarsträubend falsch; denn niemand wird heute mehr die Ansicht wagen, daß es im Norden unseres Erdteils, auf einem Boden, wo Kant und Newton, Rembrandt und Shakespeare gewachsen sind, an geistiger Einsicht oder an Kunstsinn gefehlt habe und daß England, Rußland und Preußen keine Eignung zu Herrschaft und Staatenbildung erwiesen hätten. Es zeigt sich hier wieder einmal, daß alle Geschichtsphilosophien ebensowohl wahr wie falsch sind: falsch vor dem Weltgeist, dessen Antlitz wandelbar oder vielmehr unerkennbar ist, und wahr als Ausdruck ihrer Zeit.

Die aristotelische Ansicht scheint das ganze Altertum beherrscht zu haben: auch ein so scharfer Geschichtsdenker wie Polybios erklärt, was die Sitten der Völker so gut wie ihre Gestalt und Farbe bilde, sei das Klima. Das Mittelalter dachte zu tief, um dieser allzu diesseitigen Weisheit zu huldigen. Aber im neunzehnten Jahrhundert ist sie wieder zu fast orthodoxem Ansehen gelangt, zumal durch Buckles «Geschichte der Zivilisation in England»,

 

 

 

 

EgonFriedell
Egon Friedell (21 januari 1878 – 16 maart 1938)

 

 

 

 

 

De Hongaarse schrijver Imre Madách werd geboren op 21 januari 1823 in Dolná Strehová in het huidige Slowakije. Zie ook mijn blog van 21 januari 2007 en ook mijn blog van 21 januari 2009.

 

Uit: Die Tragödie des Menschen

 

“Im Himmel. Der Herr mit Glorienschein umgeben auf seinem Throne Knieende Engelscharen. Die vier Erzengel stehen neben dem Throne. Großer Strahlenglanz.

 

CHOR DER ENGEL.

 

Gott sei gepriesen, Ehre dem Allmächt'gen,

Der allem, was vorhanden, Dasein gab;

Ein Wort von ihm schuf Himmel, Erde, Welten,

Von seinem Blick hängt auch das Ende ab.

Er ist der Weisheit, Kraft und Wonne Fülle,

Uns überstrahlt der Abglanz nur davon;

Und froh des reichen Anteils knieen dankbar

Anbetend wir um seinen hohen Thron.

Der Urgedanke ist zur That geworden,

Das hehre Schöpfungswerk, es ist vollbracht;

Von allem, was da lebt und webt, erwartet

Nun würd'gen Zoll des Schöpfers Herrschermacht.

 

DER HERR.

 

Das Meisterwerk ist fertig, und ist gut.

Es geht nun seinen Gang, der Schöpfer ruht.

Äonen wirbelt's um die Achse fort,

Bis abgenützt ein Radzahn hemmt den Lauf.

Auf also, meine Weltengeister, auf,

Flink tretet euern ew'gen Reigen an!

Wie ihr im Flug einhersaust mir zu Füßen,

Will ich nun schau'n und mich ergötzen dran.”

 

 

 

 

 

Madach
Imre Madách (21 januari 1823 – 5 oktober 1864)

Nationaal standbeeld

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Jacobowski werd geboren op 21 januari 1868 in Strelno. Zie ook mijn blog van 21 januari 2008 en ook mijn blog van 21 januari 2009.

 

 

Trost der Nacht

 

Weiche Hände hat die Nacht

und sie reicht sie mir ins Bette;

fürchtend, daß ich Tränen hätte,

streicht sie meine Augen sacht.

 

Dann verläßt sie das Gemach;

rauschen hör’ ich, sanft und seiden;

und den Dornenzweig der Leiden

zieht sie mit der Schleppe nach.

 

 

 

 Dem Auge fern, dem Herzen nah...

 

"Dem Auge fern, dem Herzen nah!"

Als ich die alte Grabschrift sah

Im eingesunknen Marmorstein,

Da fiel mein totes Lieb mir ein.

 

O Gott, ich schrieb schon tausendmal

Das gleiche Lied aus gleicher Qual,

Und war doch keins wie dieses da:

Dem Auge fern, dem Herzen nah!"

 

 

 

 

Jacobowski
Ludwig Jacobowski
(21 januari 1868 – 2 december 1900)

 

 

 

 

 

De Franse dichter en schrijver Joseph Méry werd geboren op 21 januari 1797 in Marseille. Zie ook mijn blog van 21 januari 2009.

 

 

Le Ballet des heures

 

Les heures sont des fleurs l’une après l’autre écloses

Dans l’éternel hymen de la nuit et du jour ;

Il faut donc les cueillir comme on cueille les roses

Et ne les donner qu’à l’amour.

 

Ainsi que de l’éclair, rien ne reste de l’heure,

Qu’au néant destructeur le temps vient de donner ;

Dans son rapide vol embrassez la meilleure,

Toujours celle qui va sonner.

 

Et retenez-la bien au gré de votre envie,

Comme le seul instant que votre âme rêva ;

Comme si le bonheur de la plus longue vie

Était dans l’heure qui s’en va.

 

Vous trouverez toujours, depuis l’heure première

Jusqu’à l’heure de nuit qui parle douze fois,

Les vignes, sur les monts, inondés de lumière,

Les myrtes à l’ombre des bois.

 

Aimez, buvez, le reste est plein de choses vaines ;

Le vin, ce sang nouveau, sur la lèvre versé,

Rajeunit l’autre sang qui vieillit dans vos veines

Et donne l’oubli du passé.

 

Que l’heure de l’amour d’une autre soit suivie,

Savourez le regard qui vient de la beauté ;

Être seul, c’est la mort ! Être deux, c’est la vie !

L’amour c’est l’immortalité !

 

 

 

 

joseph_mery

Joseph Méry (21 januari 1797 – 17 juni 1866)

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 21 januari 2009.

 

De IJslandse schrijfster Kristín Marja Baldursdóttir werd geboren op 21 januari 1949 in Hafnarfjörður. Zie ook mijn blog van 21 januari 2007 en ook mijn blog van 21 januari 2008.

 

De Duitse toneelschrijver, acteur en theaterdirecteur Julius Roderich Benedix werd geboren op 21 januari 1811 in Leipzig.

 

 

21-01-09

Ludwig Thoma, Louis Menand, Egon Friedell, Imre Madách, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Roderich Benedix, Joseph Méry


De Duitse schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook mijn blog van 21 januari 2007.

 

Uit: Lausbubengeschichten

 

„Von meinem Zimmer aus konnte ich in den Vollbeckschen Garten sehen, weil die Rückseite unseres Hauses gegen die Korngasse hinausging.

Wenn ich nachmittags meine Schulaufgaben machte, sah ich Herrn Rat Vollbeck mit seiner Frau beim Kaffee sitzen, und ich hörte fast jedes Wort, das sie sprachen.

Er fragte immer: "Wo ist denn nur unser Gretchen so lange?", und sie antwortete alle Tage: "Ach Gott, das arme Kind studiert wieder einmal."

Ich hatte damals, wie heute, kein Verständnis dafür, daß ein Mensch gerne studiert und sich dadurch vom Kaffeetrinken oder irgend etwas anderem abhalten lassen kann. Dennoch machte es einen großen Eindruck auf mich, obwohl ich dies nie eingestand.

Wir sprachen im Gymnasium öfters von Gretchen Vollbeck, und ich verteidigte sie nie, wenn einer erklärte, sie sei eine ekelhafte Gans, die sich bloß gescheit mache.

Auch daheim äußerte ich mich einmal wegwerfend über dieses weibliche Wesen, das wahrscheinlich keinen Strumpf stricken könne und sich den Kopf mit allem möglichen Zeug vollpfropfe.

Meine Mutter unterbrach mich aber mit der Bemerkung, sie würde Gott danken, wenn ein gewisser Jemand nur halb so fleißig wäre wie dieses talentierte Mädchen, das seinen Eltern nur Freude bereite und sicherlich nie so schmachvolle Schulzeugnisse heimbringe. Ich haßte persönliche Anspielungen und vermied es daher, das Gespräch auf dieses unangenehme Thema zu bringen.

Dagegen übte meine Mutter nicht die gleiche Rücksicht, und ich wurde häufig aufgefordert, mir an Gretchen Vollbeck ein Beispiel zu nehmen.

Ich tat es nicht und brachte an Ostern ein Zeugnis heim, welches selbst den nächsten Verwandten nicht gezeigt werden konnte.

Man drohte mir, daß ich nächster Tage zu einem Schuster in die Lehre gegeben würde, und als ich gegen dieses ehrbare Handwerk keine Abneigung zeigte, erwuchsen mir sogar daraus heftige Vorwürfe.“

 

 

 

thoma
Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)

Portret door Thomas Baumgartner

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Hij studeerde aan Harvard en aan de universiteit van Columbia. Hij doceert tegenwoordig Engelse en Amerikaanse taal- en letterkunde aan Harvard en publiceert regelmatig in The New Yorker en  The New York Review of Books, In 'The Metaphysical Club'  uit 2001 betoogt hij dat er na de Burgeroorlog een nieuw intellectueel landschap ontstond in Amerika, waarin filosofen en intellectuelen overtuigd waren geraakt van het gevaar van overtuigingen, waarin zij een toenemend gevoel van onzekerheid onderkenden, en waarin zij van die onzekerheid een methode van denken maakten die zou uitmonden in pragmatisme en pluralisme.  Louis Menand bespreekt de nieuwe

opvattingen aan de hand van een viertal grote Amerikanen, Oliver Wendell Holmes, William James, Charles Peirce en John Dewey (de laatste drie zijn bekend als de grondleggers van het pragmatisme), die korte tijd een discussieclub vormden: de 'Metaphysical Club'. Menand kreeg in 2002 de Pulitzer Prize for history.

 

Uit: The Metaphysical Club

 

„The military defeat of the Confederacy made the Republican Party the dominant force in national politics after 1865, and the Republican Party was the champion of business. For more than thirty years, a strong central government protected and promoted the ascendance of industrial capitalism and the way of life associated with it -- the way of life we call "modern."
To this extent, the outcome of the Civil War was a validation, as Lincoln had hoped it would be, of the American experiment. Except for one thing, which is that people who live in democratic societies are not supposed to settle their disagreements by killing one another. For the generation that lived through it, the Civil War was a terrible and traumatic experience. It tore a hole in their lives. To some of them, the war seemed not just a failure of democracy, but a failure of culture, a failure of ideas. As traumatic wars do -- as the First World War would do for many Europeans sixty years later, and as the Vietnam War would do for many Americans a hundred years later -- the Civil War discredited the beliefs and assumptions of the era that preceded it. Those beliefs had not prevented the country from going to war; they had not prepared it for the astonishing violence the war unleashed; they seemed absurdly obsolete in the new, postwar world. The Civil War swept away the slave civilization of the South, but it swept away almost the whole intellectual culture of the North along with it. It took nearly half a century for the United States to develop a culture to replace it, to find a set of ideas, and a way of thinking, that would help people cope with the conditions of modern life.“

 

 

 

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Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952 )

 

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver en kunsthistoricus Egon Friedell werd op 21 januari 1878 in Wenen geboren. Zie ook mijn blog van 21 januari 2007.

 

Uit: Kulturgeschichte der Neuzeit (über Peter Altenberg)

 

„Peter Altenberg galt als der Typus des Dekadenten. Aber sein Feminismus war nicht Schwäche, sondern Stärke, nämlich eine erhöhte und bisher unerreichte Fähigkeit, sich in das weibliche Seelenleben zu versetzen. Alle früheren Dichter hatten sich zur Frau als mehr oder minder glückliche Deuter gestellt, er aber erlebte sie in sich selbst in der vollkommensten Weise, und wenn er sie schilderte, so las er gar nicht in einer fremden Seele, sondern in seiner eigenen. Sie sind die unheilbaren Träumerinnen und Idealistinnen, die grossen Enttäuschungen des Lebens, die wie verwunschene Märchenprinzessinen durch den Alltag wandern: Melanchonikerinnen wegen ihrer eigenen Unvollkommenheiten, wegen der Unvollkommenheiten der Männer, wegen der Unvollkommenheiten der ganzen Welt. Und in ihrem uferlosen, überspannten, hysterischen und im Grunde lebensunfähigen Idealismus wünschen sie nichts sehnlicher, als daß der Mann sie ins Vollkommene idealisiere, daß er in ihnen erblicke, was sie nicht sind, daß er ein Romantiker sei. Ein solcher Romantiker war Peter Altenberg. Er erblickte überall „Märchen des Lebens“, Melusinen und Dornröschen. Und jede bescheidene Kornblume war für ihn die blaue Blume der Romantik.“

 

 

 

 

Friedell
Egon Friedell (21 januari 1878 – 16 maart 1938)

 

 

 

 

 

De Hongaarse schrijver Imre Madách werd geboren op 21 januari 1823 in Dolná Strehová in het huidige Slowakije. Zie ook mijn blog van 21 januari 2007.

 

 

Uit: Tragedy Of The Man (Vertaald door Ottó Tomschey)

 

The Heaven. The LORD encircled by glory is sitting on his throne. ANGELS are kneeling. The four ARCHANGELS are standing near the throne. Great brightness.

 

ANGELS' CHOIR

Eternal glory be to our God on High,
Let him be prais'd by the earth and heaven,
Who created the Universe by one word
And his glance has govern'd the end again.
He is the power, knowledge and happiness,
Our share's only his shade cast over us,
We adore Him for his endless patronage
For having this allotment in his light.
Yes, the great Thought has become incarnated,
Complete is, as a whole, the Creation
The Lord waits at his holy hassock from all
Living creations their due devotion.

 

THE LORD

The work, the great work is now completed,
Machine is running, the creator rests.
It will move for some millions of years
Till one of its cogs will need some repairs.
Up! Guardian spirits of my world! Arise!
Let you start your never-ending orbit.
As you whizzing past under my feet
Let me be with you highly delighted.

 

 

 

 

 

madach
Imre Madách (21 januari 1823 – 5 oktober 1864)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Jacobowski werd geboren op 21 januari 1868 in Strelno. Zie ook mijn blog van 21 januari 2008.

 

Familie
Meinen Brüdern Albert und Heinrich.

Mir wird das Herz so bitterschwer,
hol' ich die alten Bilder her
der Eltern und der Brüder.
Verwehte Jahre ziehn herauf,
vernarbte Wunden wachen auf
und zucken plötzlich wieder.
Der Vater lief von Haus zu Haus
und lief sich fast die Seele aus,
fünf Jungens satt zu kriegen.
Mit einem Fünfzigpfennigbrot
da hat man seine liebe Not...
Zehn Kilo müßt' es wiegen!

Die Mutter immer bleich und krank, -
das ging so Jahr und jahrelang;
wir schlichen nur auf Zehen.
Nur manchmal um ihr Bett herum,
da saßen wir und hörten stumm
die alte Wanduhr gehen.

Dann polterte ein Sarg herein,
der zog den zweiten hinterdrein,
und den schob gleich ein dritter.
Die Tischler hatten guten Lohn,
die Totengräber grüßten schon
und gar die Leichenbitter!

Zwei Brüder sind der ganze Rest;
die andern hält die Erde fest,
die wird nichts wiedergeben.
Wir drei, wir schaun uns oft so an -
Wer weiß, wer morgen von uns dran -
Prost Brüder, ihr sollt leben!

           

 

 

 

Ludwig_Jacobowski1
Ludwig Jacobowski
(21 januari 1868 – 2 december 1900)

 

 

 

 

 

De IJslandse schrijfster Kristín Marja Baldursdóttir werd geboren op 21 januari 1949 in Hafnarfjörður. Zie ook mijn blog van 21 januari 2007 en ook mijn blog van 21 januari 2008.

 

Uit: Die Eismalerin (2006) (Duitse vertaling door Coletta Bürling)

 

Morgens war das Meer mittelblau, die Bucht wie ein Porzellanteller mit einem weißen Rand. Die Schwestern glaubten zunächst, dass die Winde in den Westfjorden der Grund für die Entscheidung ihrer Mutter waren, diese kalten Winde aus hohen Höhen, die über den sich in die Täler duckenden Höfen kreisten und dann herabstürzten, um zu zerreißen und zu zerfetzen. Um auf Menschen und Vieh einzudreschen und das Meer aufzuwühlen und zu einem erbarmunglosen Ungeheuer zu machen, das junge Männer verschlingt. Schöne junge Väter, die noch vor Sonnenaufgang voller Zuversicht zum Fischfang ausrudern, aber nach Sonnenuntergang nicht wie versprochen zurückkehren. Karitas wachte nicht selten auf, wenn ihr Vater sich auf den Weg machte, und wenn er sah, dass sie wach im Bett lag, reichte er ihr eine Scheibe Brot mit Farinzucker, die sie verputzte, während alle anderen noch schliefen. Er schenkte ihr den ersten Zeichenblock, den er in Ísafjörður gekauft hatte, weil sie so gut zeichnen konnte. Er sagte, das habe sie wohl von ihm. Ihr Vater konnte wunderschön zeichnen und hatte ihr beigebracht, wie man das macht. Und dann ging er eines Morgens fort und kehrte abends nicht zurück.“

 

 

 

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Kristín Marja Baldursdóttir (Hafnarfjörður, 21 januari 1949)

 

 

 

 

 

De Duitse toneelschrijver, acteur en theaterdirecteur Julius Roderich Benedix werd geboren op 21 januari 1811 in Leipzig. In 1831 werd hij acteur. In 1841 kon hij zijn eerste stuk Das bemooste Haupt laten opvoeren in het theater van Wesel am Niederrhein. Het werd meteen zo’n succes dat het in heel Duitsland gespeeld kon worden. In 1847 werd Benedix technisch directeur aan het Keulse theater. Tegelijkertijd verzorgde hij lezingen over de jongste dicht- en toneelkunst in Duitsland.

 

Uit: Die Hochzeitsreise

 

„HAHNENSPORN. Uf der ist schwer! Helfen Sie, Herr Famulus! Bringt mit Edmunds Hülfe den Koffer auf die Erde, setzt sich darauf und trocknet sich den Schweiß. Das ist eine Schlepperei! Ich habe es mir gedacht, die junge Frau hat noch keinen Fuß in das Haus gesetzt, und schon geht die Schererei los! Also heute Abend kommt sie, die junge Frau. Na es thut mir leid; ich habe dem Herrn Professor gern gewichst und dem Herrn Famulus auch, aber ich sehe es kommen, nicht acht Tage bin ich mehr im Hause.

EDMUND. Warum nicht gar! Der Herr Professor hat ausdrücklich gesagt daß durch seine Heirath nicht das Geringste in der bisherigen Hausordnung geändert werden soll. Jeder behält sein Amt und seine Verrichtung nach wie vor.

HAHNENSPORN. Hat das der Herr Professor gesagt?

EDMUND. Es sind seine eignen Worte.

HAHNENSPORN. Wir werden ja sehen, werden ja sehen! Der Herr Professor ahnt in seiner Unschuld gar nicht was die junge Frau für Verwirrung im Hause anrichten wird.

EDMUND naiv. Hahnensporn, Ihr seid ein erfahrener Mann – sind denn die Frauen wirklich so schlimm?

HAHNENSPORN. Na ob! Sie armes Schaf, mit Respect zu melden, thun mir leid, die junge Frau wird Sie schön hin und her hetzen; Sie kommen gar nicht mehr zu Athem.“

 

 

 

 

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Roderich Benedix (21 januari 1811 – 26 september 1873)

 

 

 

 

 

De Franse dichter en schrijver Joseph Méry werd geboren op 21 januari 1797 in Marseille. Samen met Auguste Barthélemy schreef hij beroemde satires. Hij schreef romans en was librettist, o.a. voor La battaglia di Legnano van Verdi. In zijn tijd stond hij bekend om zijn gevatheid en zijn geestigheid.

 

 

Chant De Baigneuses (Fragment)

 

Chères à Vénus, vierges de notre île,
Filles de la mer, nymphes aux pieds blancs,
La Faune est bien loin, la mer est tranquille,
Le doux zéphyr parle aux saules tremblants.

 

Suspendez au pin la lyre thébaine,
Et livrez sans crainte à ce flot joyeux
Vos cheveux, où l'or coule avec l'ébène,
Vos charmes divins, volupté des yeux.

 

La femme et la mer ont bien des mystères
Que le vieux Pluton n'a jamais compris :
Le deuil a couvert les flots solitaires
Jusqu'à l'heureux jours où parut Cypris.

 

Quand elle naquit, la déesse blonde,
L'autel de l'hymen s'éleva plus beau ;
La mer nous rendit la terre féconde ;
Amour prit un arc, Hymen un flambeau.

 

L'autel de l'hymen n'a plus de fidèles !
Les femmes alors doivent bien s'unir,
Doivent ramener les hommes près d'elles
Pour rendre meilleur un triste avenir.

 

Ne regrettez pas, vierges ingénues,
La robe tombée et le lin absent.
Sur l'autel pieux les Grâces sont nues ;
Sur le piédestal leur marbre est décent.

 

 

 

 

Mery
Joseph Méry (21 januari 1797 – 17 juni 1866)

 

 

21-01-08

Kristín Marja Baldursdóttir, Ludwig Jacobowski, Ludwig Thoma, Imre Madách, Egon Friedell


De IJslandse schrijfster Kristín Marja Baldursdóttir werd geboren op 21 januari 1949 in Hafnarfjörður. Zie ook mijn blog van 21 januari 2007.

 

 

Uit: Hinter fremden Türen (Vertaald door Coletta u. Kerstin Bürling)

 

Die Straße schlief noch unter einer Decke gelber und roter Blätter. Aber die junge Frau, die die Straße entlangging, würdigte das Laub keines Blickes, sondern betrachtete die Häuser zur Rechten und zur Linken, von denen einige gerade erwachten. Sie blieb stehen, hustete und gähnte, aber dann wurde sie durch das Geräusch einer zuschlagenden Tür daran erinnert, dass sie nicht trödeln durfte, denn auf sie wartete ein Haus, das geputzt werden musste, heute das eine Haus, morgen das nächste, und so würde es endlos weitergehen, Woche um Woche, bis zum Frühjahr. Sie zweifelte sehr daran, dass sie das durchstehen würde.
Viele Häuser lagen zurückgesetzt hinter Hecken und großen Ebereschen, sie musste die Augen zusammenkneifen, um die Hausnummern zu erkennen, aber schließlich fand sie das Haus der alten Dame, bei der sie heute das erste Mal putzen sollte. Es war rotbraun mit einem niedrigen Dachgeschoss, Pflanzen rankten bis zu den kleinen weiß gestrichenen Fenstern herauf, und die Herbstsonne, die sich den Himmel hinauf gestohlen hatte, spielte mit der Farbenpracht in dem alten Garten. Auf der Treppe lag eine silbergraue Katze ausgestreckt auf den Pfoten und miaute klagend, als sie sich näherte.
Kaum hatte sie den Zeigefinger auf die Klingel gelegt, flog die Tür auf und eine kleine alte Frau mit einem hübschen Gesicht und dichtem weißen Haar blickte sie schalkhaft an. Ihre Augen strahlten unerwartet lebhaft und ihr war nicht anzusehen, dass sie schon über achtzig war, wie man ihr gesagt hatte; deshalb zögerte sie einen Augenblick, bevor sie fragte, ob sie hier richtig sei bei Listalin Jonsdottir.
Die alte Frau nickte lächelnd, kam einen Schritt auf sie zu, sah ihr tief in die Augen und flüsterte: "Sie ist immer draußen und mordet."
"Wer?", fragte die zukünftige Haushaltshilfe leicht erschrocken.
"Das Katzenvieh", sagte die Frau, senkte langsam den Blick und deutete mit ernster Miene auf die Katze. "Sie hat im Laufe eines einzigen Tages zwei Vögel hier angeschleppt, und deshalb kommt sie mir heute nicht mehr ins Haus. So eine böse Katze will ich drinnen bei mir nicht haben, dass du dich nicht schämst, du Mörderin."

 

 

 

Kristin
Kristín Marja Baldursdóttir (Hafnarfjörður, 21 januari 1949)

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Jacobowski werd geboren op 21 januari 1868 in Strelno, een plaats in het oosten van Pruisen. Deze zoon van een joodse koopman trok in 1874 met zijn familie naar Berlijn, waar hij in 1887 eindexamen deed aan het gymnasium. Vanaf dat jaar studeerde hij aan de Friedrich-Wilhelm-Universität literatuur, filosofie en geschiedenis. In 1891 promoveerde hij in Freiburg im Breisgau met een werk over Klinger en Shakespeare. In 1889 verscheen zijn eerste bundel gedichten met als titel Aus bewegten Stunden. Jacobowski schreef in de daarop volgende jaren voor meer dan 30 kranten en tijdschriften.

 

 

Leuchtende Tage

Ach, unsre leuchtenden Tage
Glänzen wie ewige Sterne.
Als Trost für künftige Klage
Glühn sie aus goldener Ferne.

Nicht weinen, weil sie vorüber!
Lächeln, weil sie gewesen!
Und werden die Tage auch trüber,
Unsere Sterne erlösen!

 

 

 

Junge Kätzchen

Fünf Kätzchen vorm Fenster und Lieschen dazu,
die stehen zusammen schon längst auf du.
Trippelt zum Garten sie in der Früh',
wartet Frau Mietzekatz schon auf sie,
putzt die vier kleinen noch akkurat;
jeder macht gern mit den Kindern Staat.

Die Kätzchen haben heut Augen gekriegt,
gucken ganz dumm und blinzeln vergnügt.
Wenn solch ein großes Wunder gescheh'n,
das muß die Mutter doch auch mal seh'n!
Holt noch ein Näpfchen, so ein klein's,
macht für die Kätzchen was Extrafein's.
Das ist ein Springen, hinauf und hinab,
lecken sich alle Pfoten ab.

Durch den Apfelbaum, schwerbelaubt,
fällt der Mutter ein Strahl aufs Haupt,
glänzt dann auf Lieschens Blondhaar hell,
gleitet hernieder aufs Katzenfell,
bis zu den Kätzchen winzig und klein
kriegt jedes sein bißchen Sonnenschein.

 

 

 

 

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Ludwig Jacobowski
(21 januari 1868 – 2 december 1900)

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 21 januari 2007.

 

De Duitse schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau.

 

De Hongaarse schrijver Imre Madách werd geboren op 21 januari 1823 in Dolná Strehová in het huidige Slowakije.

 
De Oostenrijkse schrijver Egon Friedell werd op 21 januari 1878 in Wenen geboren.

 

 

21-01-07

Kristín Marja Baldursdóttir, Ludwig Thoma, Imre Madách, Egon Friedell


De IJslandse schrijfster Kristín Marja Baldursdóttir werd geboren op 21 januari 1949 in Hafnarfjörður. Zij studeerde in 1970 af als lerares aan de Pedagogische Hogeschool van IJsland en haalde haar Bachelor of Arts in de Duitse en IJslandse taal in 1991. Verdere opleidingen volgden in Denemarken en Duitsland. Van 1975 tot 1988 werkte zij als lerares aan een basisschool in Reykjavik. Daarna werd zij journaliste voor de krant "Morgunblaðið". Zij werkte er tot 1995. De eerste roman van Baldursdóttir "Mávahlátur" (De lach van de meeuw) verscheen in 1995. Die vertelt het verhaal van het meisje Agga dat in relatieve armoede opgroeit in een klein dorpje. Op een dag komt haar tante Freya over uit Amerika en zet het leven van de dorpsbewoners op stelten. Het boek was een groot succes en werd verfilmd.

Ander werk o.a.: "Kular af degi", ( De dag wordt kouder),  "Hús úr húsi“ (Van huis tot huis),  Karítas án titils” (Mistsluier)

 

 

Uit: Die Eismalerin (2006) (Duitse vertaling door Coletta Bürling)

 

Die Leine sang im Frost, als die Schwestern sie berührten und die Schürzen, die zum Trocknen aufgehängt worden waren und sich vor Kälte aneinander gekuschelt hatten, waren steifgefroren und völlig verwickelt. Ein eisiger Wind aus dem Norden hatte während der Nacht an ihnen herumgezerrt und die Mädchen versuchten, sich vorzustellen, wie er zu Werke ging; blies er zunächst aus dem Norden, dann aus dem Osten und wurde dann zu einem anhaltenden Südwind, oder hatte er sich andersherum gedreht? Sie spähten in alle Richtungen, als wäre der Wind irgendwo sichtbar, mit Kopf und Schwanz, aber er hatte sich schon lange vor dem Morgengrauen über den Berg getrollt. Nur der Frost war geblieben und knarrte unter ihren Füßen.
Die Magd kam auf den Hofplatz hinaus, um nach der Stricknadel zu suchen, die sie beim letzten Anfall verloren hatte. Sie sah die verwickelten Schürzen auf der Leine und nachdem sie sie abgetastet und einen Jammerlaut ausgestoßen hatte, erklärte sie: “Ihr werdet euer ganzes Leben lang so zusammengewickelt sein wie diese Schürzen, meine Lämmchen.” Und dann blökte sie in der eiskalten Morgenluft wie ein Schaf, während sie nach der Stricknadel suchte. Da trat die Mutter aus dem Haus. Sie sagte kein Wort, während sie das Schürzengewusel betrachtete, sondern schlang nur das Wolltuch fester um die Brust und kniff wegen des schneidenden Frosts die Augen zusammen. Mit hartem Gesichtsausdruck glitt ihr Blick von den Schürzen hinaus auf die flache breite Bucht mit der starken Brandung, sie starrte durchbohrend auf den Ozean, als wolle sie den Vater ihrer Kinder wieder aus der Tiefe heraufbeschwören. Dann drehte sie sich halb um und blickte zu dem tief verschneiten Berg auf, der sich jederzeit und wann immer es ihm beliebte seiner Last entledigen konnte, um Mensch und Vieh darunter zu begraben. Zum Schluss stand sie mit dem Rücken zum Meer und ließ die Augen über das Tal schweifen und hinauf zur Hochheide, wo der böse Geist lebte. Als sie den Kreis vollendet hatte, sagte sie schroff: “Im nächsten Frühjahr ziehen wir in den Norden nach Akureyri.”

 

 

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Kristín Marja Baldursdóttir (Hafnarfjörðu,r 21 januari 1949)

 

De Duitse schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zijn vader was boswachter. Thoma studeerde ook bosbouw en toen rechten in München en Erlangen. Van 1893 tot 1899 werkte hij als advocaat in Dachau, daarna in München. Sinds 1899 was hij redacteur van het tijdschrift "Simplicissimus",, sinds 1907 van "März". In WO I was hij ziekenverzorger. Daarna woonde hij in München en Rottach-Egern. Thoma werd al tijdens zijn leven beschoiuwd als een voorbeeld bij uitnemendheid van een sentimenteel-humoristische volksdichter. Daarbij zag men snel over het hoofd dat hij in zijn werk meer biedt dan Beierse folklore en couleur locale. In zijn toneelstukken levert hij scherpe aanvallen, vaak vol sarcasme, op politiek klerikalisme, kleinburgerlijke moraal en schijnheiligheid.

 

Uit: Der Münchner im Himmel

 

„Alois Hingerl, Nr. 172, Dienstmann in München, besorgte einen Auftrag mit solcher Hast, daß er vom Schlage gerührt zu Boden fiel und starb.

 

Zwei Engel zogen ihn mit vieler Mühe in den Himmel, wo er von St. Petrus aufgenommen wurde. Der Apostel gab ihm eine Harfe und machte ihn mit der himmlischen Hausordnung bekannt. Von acht Uhr früh bis zwölf Uhr mittags »frohlocken«, und von zwölf Uhr mittags bis acht Uhr abends »Hosianna singen«. - »Ja, wann kriagt ma nacha was z'trink'n?« fragte Alois. - »Sie werden Ihr Manna schon bekommen«, sagte Petrus.

»Auweh!« dachte der neue Engel Aloisius, »dös werd schö fad!« In diesem Momente sah er einen roten Radler, und der alte Zorn erwachte in ihm. »Du Lausbua, du mistiga!« schrie er, »kemmt's ös do rauf aa?« Und er versetzte ihm einige Hiebe mit dem ärarischen Himmelsinstrument.

Dann setzte er sich aber, wie es ihm befohlen war, auf eine Wolke und begann zu frohlocken:

»Ha-lä-lä-lä-lu-u-hu-hiah!«...

Ein ganz vergeistigter Heiliger schwebte an ihm vorüber. - »Sie! Herr Nachbar! Herr Nachbar!« schrie Aloisius, »hamm Sie vielleicht an Schmaizla bei Eahna?« Dieser lispelte nur »Hosianna!« und flog weiter.

»Ja, was is denn dös für a Hanswurscht?« rief Aloisius. »Nacha hamm S' halt koan Schmaizla, Sie Engel, Sie boaniga! Sie ausg'schamta!« Dann fing er wieder sehr zornig zu singen an: »Ha-ha-lä-lä-lu-u-uh - - Himmi Herrgott - Erdäpfi - Saggerament - - lu - uuu - iah!«

Er schrie so, daß der liebe Gott von seinem Mittagsschlafe erwachte und ganz erstaunt fragte: »Was ist denn da für ein Lümmel heroben?«

Sogleich ließ er Petrus kommen und stellte ihn zur Rede. »Horchen Sie doch!« sagte er. Sie hörten wieder den Aloisius singen: »Ha - aaaaah - läh - - Himml - Himml Herrgott - Saggerament - uuuuuh - iah!« ...

Petrus führte sogleich den Alois Hingerl vor den lieben Gott, und dieser sprach: »Aha! Ein Münchner! Nu natürlich! Ja, sagen Sie einmal, warum plärren denn Sie so unanständig?«

Alois war aber recht ungnädig, und er war einmal im Schimpfen drin. »Ja, was glaab'n denn Sie?« sagte er. »Weil Sie der liabe Good san, müaßt i singa, wia 'r a Zeiserl, an ganz'n Tag, und z'trinka kriagat ma gar nix! A Manna, hat der ander g'sagt, kriag i! A Manna! Da balst ma net gehst mit dein Manna! Überhaupts sing i nimma!«

»Petrus«, sagte der liebe Gott, »mit dem können wir da heroben nichts anfangen, für den habe ich eine andere Aufgabe. Er muß meine göttlichen Ratschlüsse der bayrischen Regierung überbringen; da kommt er jede Woche ein paarmal nach München.«

 

 

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Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)

 

De Hongaarse schrijver Imre Madách werd geboren op 21 januari 1823 in Dolná Strehová in het huidige Slowakije. Hij studeerde rechten en werd in eerste instantie ambtenaar op het platteland. Na de revolutie van 1848 raakte hij steeds verder geïsoleerd.

In deze tijd ontstond zijn belangrijkste dramatische werk: De Tragedie van de Mens (Az ember tragédiája). Het drama, onder invloed van Goethes Faust geschreven, werd in meer dan 18 talen vertaald en wereldwijd opgevoerd.

Uit: Die Tragödie des Menschen

„Herrliche Gegend. Kleine rohgezimmerte Holzhütte. Adam schlägt Pflöcke zu einer Umzäumung ein. Eva baut eine Laube. Luzifer.

ADAM
Das ist mein. Ein Erdenfleck
Der großen Welt, Besitz und Heimat.
Ich schütze ihn vor wilden Tieren,
Ich zwinge ihn, mir Frucht zu tragen.

EVA
Und ich bau eine Laube, so
Wie jene war, und zaubre her
Verlornes Eden.

LUZIFER
      Großen spracht
Ihr aus: Familie und Besitz:
Sie werden einst die Welt bewegen
Und alle Lust und Qual gebären.
Die zwei Gedanken wachsen weiter
Und werden: Vaterland und Arbeit.
Sie zeugen alles Große, Edle,
Und fressen ihre eignen Kinder.

ADAM
Du sprichst in Rätseln. Du versprachst
Mir Wissen! Drum entsagt der Lust ich,
Um, wenn auch kämpfend, groß zu sein.
Und mein Gewinn?“

 

 

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Imre Madách (21 januari 1823 – 5 oktober 1864)

 

De Oostenrijkse schrijver Egon Friedell werd op 21 januari 1878 in Wenen geboren als zoon van de joodse fabrikant Moriz Friedmann en diens vrouw Karoline. Hij studeerde germanistiek, filosofie en natuurwetenschappen in Berlijn en Heidelberg. In 1897 ging hij over naar de evangelisch-lutherse kerk. In 1891 kreeg hij de erfenis van zijn vader die hem zijn leven lang financiële zekerheid bood. Hij promoveerde in 1904 met een dissertatie over Novalis als filosoof. In 1908 publiceerde hij de eenakter Goethe die hem populair maakte bij een groter publiek. Samen met de Weense auteur Alfred Polgar schreef hij nog meer theaterstukken en stond hij ook als acteur op het toneel. Nadat hij enige tijd gepubliceerd had onder het pseudoniem "Friedländer" liet hij zijn naam in 1916 veranderen in Friedell. Hij werkte in de jaren daarna lange tijd als journalist en theatercriticus. Na een aanbod van Max Reinhardt werd hij regisseur, dramaturg en acteur aan het Deutsche Theater in Berlijn en aan het Burgtheater in Wenen. In de periode 1927 tot 1932 schreef hij zijn driedelige "Kulturgeschichte der Neuzeit", een essayistische-anekdotische interpretatie van de gebeurtenissen vanaf de renaissance tot aan het imperialisme die hem internationale roem opleverde. Na 1927 nam hij geen vaste aanstellingen meer aan wegens toenemende gezondheidsklachten en leefde hij als zelfstandig schrijver. Zijn historische werk werd in 1937 door de nazi’s in beslag genomen omdat het niet overeenstemde met hun beeld van de geschiedenis. Op 16 maart, kort na de “Anschluß"  van Oostenrijk verscheen de Gestapo voor het huis van Friedell. In hevige beroering pleegde hij daarop zelfmoord door uit het raam te springen.

 

Uit: Die österreichische Seele

 

Lieber Friedell,
   über Österreich zu schreiben, ist schwer. Was wird das Ausland dazu sagen? Sassmann
    
   Hochverehrter Meister!
   Sehr geschätzter Herr Sassmann!
   In meinem Restaurant habe ich erfahren, daß Sie der Hauptmitarbeiter der »Frankfurter Zeitung« sind. Schon lange war es mein Wunsch, an diesem hervorragenden Organ ebenfalls mitarbeiten zu dürfen. Es wird ihnen ein Leichtes sein, durch ihre Beziehungen dies zu vermitteln. Ich habe mich zwar bis jetzt noch nicht schriftstellerisch versucht, bin aber ein langjähriger persönlicher Bekannter von Franz Werfel. Sollte ihnen eine mündliche Aussprache erwünscht sein, so finden Sie mich täglich von zehn bis eins und drei bis sechs im Café Pyramide.
   In aufrichtiger Bewunderung
Franz Zehntbauer
städtischer Marktkommissär

...........
    
 Lieber Sassmann,
   zu meiner Bestürzung erfahre ich im Café Eden, daß Du den Beitrag für die »Frankfurter Zeitung« richtig verschlampt hast. Damit hast Du mir ungemein geschadet; denn das hätte für mich der Anfang einer dauernden Mitarbeit werden können, und außerdem werden sie mich jetzt bei der nächsten Rundfrage möglicherweise übergehen. Ganz abgesehen vom Prestige beim Ausland. Das alles verdanke ich Dir!
   Friedell
    
   Lieber Friedell,
   ich weiß nicht, was Du noch haben willst. Erst vorige Woche war ich in drei Gesellschaften, die bisher noch nie das geringste von Dir gehört hatten und sich jetzt um mich gerissen haben, bloß weil ich mit Dir bekannt bin. Überall werde ich vorgestellt als »der Freund des berühmten Friedell, der die Frankfurter Zeitung hat aufsitzen lassen«. Du bist die populärste Persönlichkeit von Wien. Und das verdankst Du mir. Du siehst also, daß ich doch nicht so »unzuverlässig« bin, wie Du immer behauptest.
   Sassmann
    
   Lieber Sassmann,
   in Österreich wird man eben nur zum großen Mann, wenn man etwas auffällig nicht tut. Kaiser Josef hat unter größtem Aufsehen keine Reformen durchgeführt, Laudon hat unter allgemeiner Aufmerksamkeit Friedrich den Großen nicht besiegt und Lueger hat unter ungeheurem Zulauf nichts für Wien geleistet. Für die »Frankfurter Zeitung« haben schon viele nicht geschrieben, aber keiner ist dadurch der Mittelpunkt Wiens geworden. Weil die anderen eben alle kein Talent haben. Zumindest kein österreichisches Talent.
   Friedell

 

 

 

FRIEDELL
Egon Friedell (21 januari 1878 – 16 maart 1938)