19-03-17

Mano Bouzamour, Hans Mayer, Philip Roth, Kirsten Boie, Lynne Sharon Schwartz, Lina Kostenko, Petar Preradović

 

De Nederlandse schrijver Mano Bouzamour werd geboren op 19 maart 1991 in Amsterdam. Zie ook alle tags voor Mano Bouzamour op dit blog.

Uit: Samir, genannt Sam (Vertaald door Bettina Bach)

„Mann, Maria voller Gnade, ich darf aufs Gymnasium, verdammt noch mal. Mein Bruder und ich liefen gut gelaunt zwischen rauchenden Jugendlichen die Eingangstreppe der Schule hinunter, wo ich gerade mein Kennenlerngespräch geführt hatte. Weil meine bescheuerte Grundschullehrerin mir nur eine Hauptschulempfehlung gegeben hat, obwohl ich laut Abschlusstest fürs Gymnasium geeignet bin, sollte ich mit einem Elternteil zum Gespräch kommen. Dann wollten sie entscheiden, ob ich aufs Gymnasium durfte oder nicht. Wie immer bei Schulgesprächen war mein Bruder dabei.
Eine Niederländischlehrerin nahm mich ins Kreuzverhör. Hätte nur noch gefehlt, dass sie mich an den Stuhl fesselt. Eine Dreiviertelstunde später schloss sie mit der Frage: »Versprichst du mir, dir wirklich Mühe zu geben, wenn du hier bei uns einen Platz bekommst?«
»Aber selbstverständlich.«
Sie hatte zu meinem Bruder geschaut, der neben mir saß.
»Sie haben das auch gehört? Sehr schön. Dann habe ich ja einen Zeugen. Sorgen Sie dafür, dass er Wort hält?«
»Wie ein Gefängniswärter, da können Sie ganz beruhigt sein. Die nächsten sechs Jahre gehört er mir.«
Mein Bruder legte mir seine warme Hand in den Nacken. Wir überquerten die Straße und gingen zu Soussi, dem engsten Freund meines Bruders, der auf dem Bürgersteig auf uns wartete. Er saß auf seiner eigenen Vespa, die Füße aber hatte er auf den Roller meines Bruders gestellt. Mein Bruder flüsterte: »Tu so, als wärst du ganz geknickt«, und dann rief er Soussi zu: »Nimm die Flossen von meinem Roller!«
Soussi sprang auf, als er uns sah. Er sprach platteren Amsterdamer Dialekt als der Schlagersänger André Hazes. »Hier an der Schule laufen echt klasse Weiber rum, Alter. Und? Was hat se gesagt? Wie lief’s? Haste nen Platz gekriegt?«
Ich spielte mit dem Schirm meiner verkehrt herum aufgesetzten roten Lacoste-Kappe, aus der meine Tolle wie eine hohe Welle aufragte, seufzte tief und sagte: »Nee, Mann.«

 
Mano Bouzamour (Amsterdam, 19 maart 1991)

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19-03-16

Hans Mayer, Philip Roth, Mano Bouzamour, Kirsten Boie, Lynne Sharon Schwartz, Lina Kostenko, Petar Preradović

 

De Duitse literatuurwetenschapper, schrijver, criticus, jurist en socioloog Hans Mayer werd geboren op 19 maart 1907 in Keulen. Zie ook alle tags voor Hans Mayer op dit blog.

Uit: Du störst mich nicht (Über Thomas und Heinrich Mann: Briefwechsel 1900-1949)

„Thomas dagegen schreibt am 31. Juli, auch aus Kalifornien und nachKalifornien: „Wir haben große Personalnot, unsere Dunklen verlassen uns und neue sind teils unerschwinglich, teils unerträglich. Aber einmal werden wir ja wieder in Ordnung kommen und hoffen, dann Nelly und Dich recht bald einen Abend bei uns zu haben.“ Dieser Briefwechsel macht es Verehrern Thomas Manns nicht leicht.
Da ist noch mehr. Für den biographischen und auch literarischen Hintergrund des Frühwerks von Thomas Mann nämlich sind seine Briefe an Heinrich von einzigartiger Bedeutung.
Den ersten der erhaltenen Briefe schreibt der 25jährige Thomas Mann nach Abschluß von „Buddenbrooks“; das Manuskript liegt nun beim Verleger Samuel Fischer, aber noch hat der Autor über sein Werk „nichts Neues“ gehört; gleichzeitig gratuliert er ein bißchen säuerlich zur Verleger-Reklame für Heinrichs Roman „Im Schlaraf-fehlend“. Man lebt in einem Zeitalter der Migränen, ästhetischen Ressentimente und Nervenkrisrm, und der junge Thomas Mann, arg auf Modernität erpicht, läßt es sich gesagt sein. Leidenschaften werden .durchlitten‚ genossen und literarisch filtriert, was Schmerzhaftes nicht ausschließt.
Als .‚Buddenbrooks“ endlich angenommen ist, teilt der Verfasser dem älteren Bruder etwas ironisch mit: „Ich werde mich photographieren lassen, die Rechte in der Frackweste und die Linke auf die drei Bände gestützt; dann kann ich eigentlich getrost in die Grube fahren.“ Im selben Brief aber (13. Februar 1901} hieß es Vorher: „Depressionen wirklich arger Art mit vollkommen ernst gemeinten Selbstabschaffungsplänen haben mit einem unbeschreiblichen, reinen und unverhoftten Herzensglück gewechselt‚ mit Erlebnissen, die sich nicht erzählen lassen, und deren Andeutung natürlich wie Renommage wirkt.“ Es ist schwer, hier vom Bericht. über ein .,ernstes Leben“ zu sprechen.“

 

 
Hans Mayer (19 maart 1907 – 19 mei 2001)
Heinrich en Thomas Mann rond 1902

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19-03-12

Philip Roth, Lynne Sharon Schwartz, Hans Mayer, William Allingham, Kirsten Boie

 

De Amerikaanse schrijver Philip Roth werd geboren op 19 maart 1933 in Newark. Zie ook alle tags voor Philip Roth op dit blog.

 

Uit: Die Demütigung (The Humbling, vertaald door Dirk van Gunsteren)

 

„Er hatte seinen Zauber verloren. Der Impuls war erloschen.

Auf der Bühne hatte er nie versagt – alles, was er getan hatte, war stark und erfolgreich gewesen, doch dann war das Schreckliche geschehen : Er konnte nicht mehr spielen. Auf die Bühne zu treten wurde zur Qual. An die Stelle der Gewissheit, dass er wunderbar sein würde, trat das Wissen, dass er versagen würde. Es geschah dreimal hintereinander, und beim letzten Mal interessierte es niemanden mehr, es kam niemand mehr. Er erreichte das Publikum nicht. Sein Talent war tot.

Wenn man ein Talent hatte und es nicht mehr hat, bleibt einem selbst natürlich immer etwas anderes als allen anderen. Ich werde immer anders sein als alle anderen, sagte Axler sich, und zwar weil ich bin, wie ich bin. Das bleibt mir – an das wird man sich immer erinnern. Doch die Aura, die er gehabt hatte, all die Manierismen, die exzentrischen Verhaltensweisen und persönlichen Eigenheiten, alles, was bei Falstaff und Peer Gynt und Wanja so gut funktioniert und Simon Axler den Ruf eingetragen hatte, der letzte der großen klassischen amerikanischen Bühnenschauspieler zu sein, funktionierte

jetzt bei keiner Rolle mehr. All das, was ihn ausgemacht hatte, ließ ihn nun auf der Bühne wie einen Verrückten aussehen. Auf der Bühne war er in jedem Augenblick auf denkbar schlimmste Weise befangen. Früher hatte er, wenn er gespielt hatte, an gar nichts gedacht. Alles, was er gut gemacht hatte, war seiner Intuition entsprungen. Jetzt dachte er über alles nach, und alles Vitale, Spontane wurde abgetötet : Er versuchte, es bewusst zu steuern, und dadurch zerstörte er es. Na gut, sagte Axler sich, er steckte in einer schlechten Phase. Er war zwar bereits über sechzig, aber vielleicht würde es vorübergehen, solange er noch erkennbar er selbst war. Er war nicht der erste erfahrene Schauspieler, dem derlei widerfuhr. Es gab viele, denen es ebenso erging. Das ist für mich nichts Neues, dachte er, ich werde schon einen Weg finden. Ich weiß zwar noch nicht, wie ich es dieses

Mal schaffen werde, aber ich werde schon etwas finden. Es wird vorübergehen.“

 

 

 

Philip Roth (Newark, 19 maart 1933)

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19-03-11

Philip Roth, Lynne Sharon Schwartz, Hans Mayer, William Allingham, Lina Kostenko, Kirsten Boie

 

De Amerikaanse schrijver  Philip Roth werd geboren op 19 maart 1933 in Newark. Zie ook mijn blog van 19 maart 2007 en ook mijn blog van 19 maart 2008 en ook mijn blog van 19 maart 2009 en ook mijn blog van 19 maart 2010.

 

Uit: Nemesis 

 

„Summers were steamy in low-lying Newark, and because the city was partially ringed by extensive wetlands - a major source of malaria back when that, too, was an unstoppable disease - there were swarms of mosquitoes to be swatted and slapped away whenever we sat on beach chairs in the alleys and driveways at night, seeking refuge out of doors from our sweltering flats, where there was nothing but a cold shower and ice water to mitigate the hellish heat. This was before the advent of home air conditioning, when a small black electric fan, set on a table to stir up a breeze indoors, offered little relief once the temperature reached the high nineties, as it did repeatedly that summer for stretches of a week or ten days. Outdoors, people lit citronella candles and sprayed with cans of the insecticide Flit to keep at bay the mosquitoes and flies that were known to have carried malaria, yellow fever, and typhoid fever and were believed by many, beginning with Newark's Mayor Drummond, who launched a citywide "Swat the Fly" campaign, to carry polio. When a fly or a mosquito managed to penetrate the screens of a family's flat or fly in through an open door, the insect would be doggedly hunted down with fly swatter and Flit out of fear that by alighting with its germ-laden legs on one of the household's sleeping children it would infect the youngster with polio. Since nobody then knew the source of the contagion, it was possible to grow suspicious of almost anything, including the bony alley cats that invaded our backyard garbage cans and the haggard stray dogs that slinked hungrily around the houses and defecated all over the sidewalk and street and the pigeons that cooed in the gables of the houses and dirtied front stoops with their chalky droppings. In the first month of the outbreak - before it was acknowledged as an epidemic by the Board of Health - the sanitation department set about systematically to exterminate the city's huge population of alley cats, even though no one knew whether they had any more to do with polio than domesticated house cats.“

 

 

 

Philip Roth (Newark, 19 maart 1933)

 

 

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19-03-10

Philip Roth, Lynne Sharon Schwartz, Hans Mayer, William Allingham, Lina Kostenko, Kirsten Boie


De Amerikaanse schrijver  Philip Roth werd geboren op 19 maart 1933 in Newark. Zie ook mijn blog van 19 maart 2007 en ook mijn blog van 19 maart 2008 en ook mijn blog van 19 maart 2009.

 

Uit: American Pastoral

 

The Swede. During the war years, when I was still a grade school boy, this was a magical name in our Newark neighborhood, even to adults just a generation removed from the city's old Prince Street ghetto and not yet so flawlessly Americanized as to be bowled over by the prowess of a high school athlete. The name was magical; so was the anomalous face. Of the few fair-complexioned Jewish students in our preponderantly Jewish public high school, none possessed anything remotely like the steep-jawed, insentient Viking mask of this blue-eyed blond born into our tribe as Seymour Irving Levov.
The Swede starred as end in football, center in basketball, and first baseman in baseball. Only the basketball team was ever any good-twice winning the city championship while he was its leading scorer-but as long as the Swede excelled, the fate of our sports teams didn't matter much to a student body whose elders, largely undereducated and overburdened, venerated academic achievement above all else. Physical aggression, even camouflaged by athletic uniforms and official rules and intended to do no harm to Jews, was not a traditional source of pleasure in our community-advanced degrees were. Nonetheless, through the Swede, the neighborhood entered into a fantasy about itself and about the world, the fantasy of sports fans everywhere: almost like Gentiles (as they imagined Gentiles), our families could forget the way things actually work and make an athletic performance the repository of all their hopes. Primarily, they could forget the war.“

 

 

 

 

philip_roth
Philip Roth (Newark, 19 maart 1933)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Lynne Sharon Schwartz werd geboren op 19 maart 1939 in New York. Zie ook mijn blog van 19 maart 2009.

 

Uit: Not Now, Voyager

 

I woke abruptly, to a darkness so thick I could breathe it in. My mind was ominously alert, none of that blurry, dream-clogged puzzlement that usually comes with the return of consciousness. It was an alertness I often wished for in daylight—sharp, energetic, skimming through the past hours, the boat trip, the long taxi ride through flat scrubby countryside under a wide white sky, everything that had brought me here. I knew exactly where I was. I remembered the light switch on the bedside lamp even though this was a new place, my first night. I switched it on, but nothing happened. I remembered a row of square plastic buttons on the bed’s headboard and fumbled around until I located them. None of them produced any light.

Now I was baffled, with panic creeping towards me like a little battalion of mice. I got up and groped my way around the room, feeling for the furniture—there wasn’t much of it, as I recalled. It was pitch black and I had no idea what time it was. Maybe it was no time at all. Maybe time had stopped and I was in the afterlife, or some place in between, a dark place, oddly enough with the same layout and furniture as my final room.”

If it was not the afterlife, then it was a room in a hotel in Orkos. Orkos is a town on the Greek island of Naxos, in the Cyclades islands. I was in the middle of the Aegean Sea, on the island where Theseus abandoned Ariadne while she slept, and it was very dark. From my brief exploration shortly after I arrived, I recalled Orkos as a nowhere town, a ghost town. None of the low white buildings dotting the dry landscape had seemed inhabited. No people were on the roads.“

 

 

 

Lynne Sharon Schwartz
Lynne Sharon Schwartz (New York, 19 maart 1939)

 

 

 

 

 

De Duitse literatuurwetenschapper, schrijver, criticus, jurist en socioloog Hans Mayer werd geboren op 19 maart 1907 in Keulen. Zie ook mijn blog van 19 maart 2008 en ook mijn blog van 19 maart 2009.

 

Uit: Heimat auf Zeit.Hans Mayer an der Universität Leipzig (door Alfred Klein)

 

Ein Homme de lettres also, dem nationale Borniertheit und dünkelhafter Provinzialismus von vornherein fremd waren. Der schon in jungen Jahren an sich erfuhr, daß alle scheinbar sehr fremde Literatur, woher sie auch komme, etwas zur Entdeckung des Eigenen beitragen kann, ja daß die Entdeckung des Eigenen ganz wesentlich von der Bereitschaft für die Entdeckung des nur scheinbar ganz Fremden und Anderen abhängt. Mehr noch: einer, dem ein musisches Elternhaus ein ausgeprägtes Interesse auch für alle anderen Kunstgattungen mit auf den Weg gegeben hatte, für die Musik und das Musiktheater vor allem, für die Schauspielkunst und das Konzertgeschehen, für Malerei und Architektur. Und der aus seinem Verständnis für die Eigenart und Gleichberechtigung der Künste die Fähigkeit zu entwickeln verstand, über die Literatur hinauszublicken und -zudenken. Was die eine künstlerische Mitteilungsweise vermag und was sie einer anderen überlassen muß, wenn sie im Gesamtensemble das ihr Gemäße leisten will, hat Hans Mayer in dem »Gespräch über Otto Bachmanns Faustzeichnungen « zu skizzieren versucht, das 1944 unter dem Titel »Faust und die Huldigung der Künste« in der Züricher Zeitschrift »Neue Schweizer Rundschau« erschien: Ein Künstler und ein Kritiker streiten sich um die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten eines produktiven Verhältnisses von Komponisten und Malern zu dem von einer großen literarischen Tradition okkupierten Thema. Der Kritiker muß gegen alle seine Vorbehalte einräumen, daß die Gestaltung durch Literatur eine souveräne Gestaltung mit den Mitteln einer anderen Kunstgattung keineswegs ausschließt. Er behält aber trotzdem das letzte Wort:»Weißt du denn nicht«, ruft er seinem nicht eben regelbegeisterten Freund am Schluß zu, »daß alle Kritik nur mit dem Nichtgelingen zu tun hat und das Gelungene selber Gesetze gibt?“

 

 

 

HansMayer
Hans Mayer (19 maart – 1907 – 19 mei 2001)

 

 

 

 

De Ierse dichter William Allingham werd geboren op 19 maart 1824 in Ballyshannon, Donegal. Zie ook mijn blog van 19 maart 2007 en ook mijn blog van 19 maart 2008 en ook mijn blog van 19 maart 2009.

 

 

Wayside Flowers 

 

Pluck not the wayside flower,

It is the traveller's dower;

A thousand passers-by

Its beauties may espy,

May win a touch of blessing

From Nature's mild caressing.

The sad of heart perceives

A violet under leaves

Like sonic fresh-budding hope;

The primrose on the slope

A spot of sunshine dwells,

And cheerful message tells

Of kind renewing power;

The nodding bluebell's dye

Is drawn from happy sky.

Then spare the wayside flower!

It is the traveller's dower. 

 

 

 

Allingham
William Allingham (19 maart 1824 – 18 november 1889)

Portret door zijn vrouw Helen Paterson, 1874

 

 

 

 

De Oekraïense schrijfster en dichteres Lina Kostenko werd op 19 maart 1930 geboren in Rzhyshchiv. Zie ook mijn blog van 19 maart 2007  en ook mijn blog van 19 maart 2009.

 

 

Stafetten

 

Verschiedenartige Stafetten :

Es reicht der Bürger dem Bürger Rezepte,

Gebrauchte Bestecke, Buffets und Servietten,

Eigene Stumpfheit und fremde Ideen.

 

Verschiedenartige Stafetten :

Der Krieger vermacht dem Krieger Gewehre,

Der Meister dem Meister — Geheimnis im Werke,

Ein Zar dem andern — Gesetze und Kerker.

 

Verschiedenartige Stafetten :

Es reicht der Dichter dem Dichter als Retter

Seele zur Seele,

 

 

Sprache zur Sprache,

 

Des Geistes Grösse, im Wort das Wahre, —

Ohne um irdische Güter zu feilschen,

Um Selbstgefallen, um Selbsterheben,

Ohne die Fackel zu senken, —

Ihr Fallen

 

hallt wider als Weh im verbrüderten Wesen.

 

 

 

 

Vertaald door Wira Wowk

 

 

 

 

Kostenko
Lina Kostenko (
Rzhyshchiv, 19 maart 1930)

 

Rectificatie:

De Duitse schrijfster Kirsten Boie werd geboren op 19 maart (en niet 19 mei) 1950 in Hamburg.

 

Uit: Nicht Chicago. Nicht hier

 

„»Ja«, sagt Thomas. Der Vater. »Ja.« Er starrt auf die Käfigtür. Der Himmel sieht aus wie in Vampirfilmen, Wolken jagen vor dem Mond.

»Rex!«, ruft Niklas. »Rexo, Rex! Er ist weg, wo bist du Rex, wo bist du!«

»Niklas!«, sagt Karin. Die Mutter. Packt ihn an den Schultern, rüttelt ihn. »Niklas, beruhige dich!

Wir finden ihn wieder!«

»Rex!«, schreit Niklas. »Rexo!« Dann stößt er einen Ton aus, hoch und schrill, lang gezogen, nicht

enden wollend. Es ist nur ein Kaninchen.

»Niklas!«, ruft Karin wieder und rüttelt ihn. »Hör auf, Niklas, hör doch auf!«

Svenja richtet sich auf, gerät dabei ins Auge des Bewegungsmelders. Auf einmal ist das Gehege

um den Käfig hell erleuchtet. Das heruntergetretene Gras, die feuchte Erde, uneben und immer wieder festgestampft, wo Rex begonnen hat seine Gänge zu graben. Steine und armdicke Äste zum Nagen.

»Weg«, sagt Svenja. Leise. »Hier ist er sicher nicht mehr.« Der Mond verschwindet, gleichzeitig lässt die Zeituhr die Außenstrahler verlöschen.

»Ja«, sagt Thomas hilflos und macht die Käfigtür zu. Behutsam, als könne etwas zerbrechen.

Legt den Haken in die dafür vorgesehene Öse. Der Beschlag mit dem kleinen Vorhängeschloss aus Messing hängt an einer Schraube; wo er vom Rahmen losgestemmt ist, ist das Holz gesplittert.

»Hättet ihr das geglaubt? Ich niemals.«

Niklas’ Heulen ist in ein Schluchzen übergegangen.

»Lasst uns reingehen«, sagt Karin und tippt Niklas sanft auf die Schulter. »Komm, Niklas. Komm.«

 

 

 

KirstenBoie
Kirsten Boie (Hamburg, 19 maart 1950)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 19e maart ook mijn vorige blog van vandaag.

19-05-09

Karel van het Reve, Jodi Picoult, Ruskin Bond, Gijs IJlander, Kirsten Boie, Lorraine Hansberry, Fritz Rudolf Fries, Rahel Varnhagen


De Nederlandse letterkundige, vertaler, essayist, schrijver en columnist Karel van het Reve werd geboren in Amsterdam op 19 mei 1921. Zie ook mijn blog van 19 mei 2007 en ook mijn blog van 19 mei 2008.

 

Uit: Literatuurwetenschap: het raadsel der onleesbaarheid

 

“Die pretentie, dat gewichtig doen, dat streven naar erkenning gaat samen, zoals dat gewoonlijk gaat, met juist een grote schamelheid als het op resultaten, op interessante beweringen aankomt. Ik neem als voorbeeld een heel eenvoudige eis die men aan een wetenschap stelt, namelijk dat de beschrijving van een zaak alleen maar die zaak beschrijft en niet nog enige andere. Een beschrijving van het Nederlands moet niet ook toepasbaar zijn op het Duits of het Chinees. Welnu, een van de hamvragen van de literatuurwetenschap zou eigenlijk moeten zijn: hoe kun je van een goed boek een beschrijving maken - uiteraard zonder dat het woord ‘goed’ erin voorkomt - zonder dat die beschrijving ook zou kunnen slaan op een waardeloos boek? En omgekeerd: hoe kun je een slecht boek zo beschrijven - alweer zonder het woord ‘slecht’ of soortgelijke woorden te gebruiken - dat het niet mogelijk is een goed boek te maken of te vinden dat geheel aan die beschrijving beantwoordt?

Deze zo cruciale en interessante vraag wordt in de literatuurwetenschap gemeden als de pest. Men heeft zich in één klap van die vraag afgemaakt door literatuur van slechte kwaliteit buiten de literatuur te plaatsen, door een van de interessantste verschijnselen der literatuur, het kwaliteitsverschil, buiten het vak te houden. Elders heb ik daar al eens over geschreven, en gewezen op het dwaze van die onderscheiding, te vergelijken met wanneer de natuurkunde wat zich in een stoommachine afspeelt wel tot de natuurkunde zou rekenen, maar wat in een ordinaire fluitketel gebeurt niet. Maar goed, laat ons een ogenblikje aannemen dat deze stelling: slechte literatuur hoort niet tot de literatuur, interessant en verdedigbaar is. Wat zou je dan verwachten? Wel, dan zou je verwachten dat men iets met die stelling deed, al was het maar bijvoorbeeld het aanwijzen van bepaalde dingen bij Jan Terlouw en het aantonen dat dergelijke dingen bij Vestdijk niet voorkomen. Of het wijzen op bepaalde dingen bij Goethe en dan zeggen kijk, die dingen vind je nooit bij Courths-Mahler. Maar het gekke is dat men dat nu juist helemaal niet doet. Integendeel. Zodra men een goed boek - in de dieventaal der literatuurwetenschappers een literair kunstwerk met Wertqualitäten genaamd - gaat beschrijven heeft men juist de fatale neiging om vooral die eigenschappen van Goethe te beschrijven die je allemaal ook bij Courths-Mahler aantreft.”

 

 

 

 

karel-van-het-reve
Karel van het Reve (19 mei 1921 – 4 maart 1999)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Jodi Lynn Picoult werd geboren op 18 mei 1966 in Nesconset op Long Island, New Yrok. Zij studeerde creatief schrijven aan Princeton en behaalde haar Master pedagogie aan Harvard. Haar roman “Nineteen Minutes“ uit 2007 is de gedetailleerde speurtocht naar de oorzaken van een schietpartij door een scholier in een fictieve kleine stad in de VS. Het boek haalde meteen plaats 1 op de bestsellerlijst van The New York Times. Picoult schrijft ook strips en naast „echte “ literatuur ook ontspannend werk voor jonge vrouwen, de zogeheten „Chick Lit“.

 

Uit: The Tenth Circle

 

„The first time it happened to Daniel Stone, a decade ago, he had been visiting Boston. His wife was at a colloquium at Harvard; that was a good enough reason to take a family vacation. While Laura sat on her panel, Daniel pushed Trixie's stroller the cobbled length of the Freedom Trail. They fed the ducks in the Public Garden; they watched the sloe-eyed sea turtles doing water ballet at the aquarium. After that, when Trixie announced that she was hungry, Daniel headed toward Faneuil Hall and its endless food court.

That particular April day was the first one warm enough for New Englanders to unzip their jackets, to remember that there was any season other than winter. In addition to the centipedes of school groups and the shutter-happy tourists, it seemed that the whole of the financial district had bled out, men Daniel's age in suits and ties, who smelled of aftershave and envy. They sat with their gyros and chowder and corned beef on rye on the benches near the statue of Red Auerbach. They sneaked sideways glances at Daniel.“

 

 

 

 

Picoult
Jodi Picoult (Nesconset, 19 mei 1966)

 

 

 

 

 

De Indiase dichter en schrijver Ruskin Bond werd geboren op 19 mei 1934 in Kasauli. Zie ook mijn blog van 19 mei 2007.

 

Uit: Visitors from the forest

Sometimes during the day a bird visits me- a deep blue whistling thrush, hopping about on long dainty legs, too nervous to sing. She perches on a windowsill, looking out at the rain. If I sit quietly in my chair, she will sit quietly at her windowsill, glancing now and then to make sure I keep my distance. When the rain stops, she glides away, and it is only then, confident in her freedom, that she bursts into full-throated song, her broken but enchanting melody echoing down the ravine.

I am sure that these short paragraphs would have helped you more than all my blabbering, am I right? I hope Ruskin Bond charmed you.

Ruskin Bond is an artiste par excellence. Just reading his stories gives you a warm feeling inside. It cheers you up. If you are disappointed or upset because of something, pick up one of his books and read it; you are sure to feel nice after that. There are many authors who write awesome extra interesting stories, but authors like Ruskin Bond are rare. He writes stories which are truly entertain you, but in a calm, soothing way. He is an enchanter. Do read his books, you won?t be disappointed.”

 

 

 

 

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Ruskin Bond (Kasauli, 19 mei 1934)

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver Gijs IJlander (eig. Gijs Hoetjes) werd op 19 mei 1947 in Alkmaar geboren. Hij was het tiende kind in een plattelandsgezin. Hij ging naar het gymnasium in Alkmaar en studeerde daarna Engels en vertaalwetenschap in Amsterdam. Toen hij in 1974 zijn studies had beëindigd, ging hij werken voor het CITO in Arnhem. In 1975 verhuisde hij met zijn vriendin en zijn eenjarig dochtertje naar Slijk-Ewijk in de Betuwe, waar hij in een kleine boerderij ging wonen. Hij ging minder werken, om zich meer aan het schrijven te wijden. Ijslander debuteerde in 1988 met de roman De Kapper, waarvoor hij werd onderscheiden met de Geertjan Lubberhuizenprijs en de Anton Wachterprijs voor het beste debuut.

Werk o.a.: Brandvee, 1996, De nieuwe brug, 2002, Geen zee maar water, 2008.

 

Uit: De aanstoot (2000)

 

„Een groot huis, een kleine man. Als een rafelig touw lag het langs het kanaal, veel meer dan een buurtschap was het niet. Een rij burgerwoningen en boerderijen leunde tegen de dijk; daarachter strekte de polder zich uit naar het oosten tot waar bij helder weer een soortgelijke aaneenschakeling van behuizingen te zien was. Het raadhuis, de winkel met postkantoor, de bakkerij - alle keken aan de voorzijde uit op het water en aan de achterkant op de grasvlakte. Het was ieder voor zich, in dit open land, beschutting was er nauwelijks. Veel daken waren voorzien van latwerk dat moest voorkomen dat de zeewind uit het westen de pannen wegblies. Ook aan de oostkant kreeg men de volle laag: de kou leek 's winters rechtstreeks uit Siberië te komen. De arbeiderswoningen waren vochtig en kil, het houtwerk moest jaarlijks worden bijgewerkt om verrotting tegen te gaan. Men woonde daar omdat men aan het land gebonden was en de weg langs het kanaal de mogelijkheid bood om in de stad te komen. Het waren de boeren die er de dienst uitmaakten. Hun huizen waren voorzien van eikenhouten kozijnen en rietbedekking waarin soms fraaie patronen waren aangebracht. Als het vee op stal stond en het hooi hoog lag opgetast onder de stolpdaken, zaten de boeren er warm bij. Zondagsmorgens begaf iedereen zich naar de kerk, de boeren in kapwagens, de knechts en hun gezinnen te voet, om daar te vernemen dat er orde was en dat ieder zijn plaats had.“

 

 

 

 

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Gijs IJlander
(Alkmaar, 19 mei 1947)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Kirsten Boie werd geboren op 19 mei 1950 in Hamburg. Zie ook mijn blog van 19 mei 2008.

 

Uit: Skogland

 

Der Regisseur lächelte Jarven zu. "Wunderbar!", sagte er. "Ein Mädchen, dem wir erst noch Manieren hätten beibringen müssen, wäre für die Rolle von vorn herein nicht infrage gekommen. Aber das ist für dich ja offenbar kein Problem! Du musst eine gute Erziehung genossen haben."
Jarven nickte. Einen Augenblick überlegte sie, ob sie ihm erzählen sollte, dass genau das schließlich Mamas Beruf war; es ging ihn aber nichts an.
"Jarven!", sagte der Regisseur, und jetzt beugte er sich über den Tisch zu ihr hin. "Du bist sicher gespannt, was wir heute an diesem strahlend schönen Tag mit dir vorhaben."
Jarven nickte wieder. Sie fühlte sich sehr allein.
"Nun, Hilgard und Tjarks hier haben dir ja schon erklärt, worum es geht. Du sollst an diesem Wochenende zeigen, ob das Zeug in dir steckt, glaubwürdig eine Prinzessin zu spielen", sagte der Regisseur. "Und sie haben dir auch schon erklärt, dass uns dafür deine Ausstrahlung wichtiger ist als die Frage, ob du auswendig lernen oder mit Betonung sprechen kannst. Wir hätten natürlich einfach ein weiteres Casting mit dir machen können. Aber was hätte uns das gebracht? Das ist ja doch alles sehr künstlich."

 

 

 

 

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Kirsten Boie (Hamburg, 19 mei 1950)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Lorraine Hansberry werd geborenop 19 mei 1930 in Chigago. Zie ook mijn blog van 19 mei 2008.

 

Uit: Les Blancs

 

„ TSHEMBE: (Closing his eyes, wearily) I said racism is a device that, of itself, explains nothing. It is simply a means. An invention to justify the rule of some men over others.

CHARLIE: (Pleased to have at last found common ground) But I agree with you entirely! Race hasn't a thing to do with it actually.

TSHEMBE: Ah -- but it has!

CHARLIE: (Throwing up his hands) Oh, come on, Matoseh. Stop playing games! Which is it, my friend?

TSHEMBE: I am not playing games. (He sighs and now, drawn out of himself at last, proceeds with the maximum precision and clarity he can muster) I am simply saying that a device is a device, but that it also has consequences: once invented it takes on a life, a reality of its own. So, in one century, men invoke the device of religion to cloak their conquests. In another, race. Now, in both cases you and I may recognize the fraudulence of the device, but the fact remains that a man who has a sword run through him because he refuses to become a Moslem or a Christian -- or who is shot in Zatembe or Mississippi because he is black -- is suffering the reality of the device. And it is pointless to pretend that it doesn't exist -- merely because it is a lie!”

 

 

 

 

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Lorraine Hansberry (19 mei 1930 – 12 januari 1965)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver Fritz Rudolf Fries werd geboren op 19 mei 1935 in Bilbao als zoon van een Duitse koopman. Zie ook mijn blog van 19 mei 2007.

 

Uit: Diogenes auf der Parkbank

 

Der Erfinder von Luftschiffen, die auf dem Papier bleiben, gerät in die Politik. Man nutzt ihn aus in den Jahren des deutschen und spanischen Faschismus. Literatur braucht diesen historisch-moralischen Zeigefinger, und während die Pariser Studenten des Mai 68 an die Häuserwände schrieben: DIE FANTASIE AN DIE MACHT, so beschäftigten wir Schreiber in der DDR uns mit den Problemen von Geist und Macht, Phantasie und Macht, Weltfremdheit und Realität. Außerdem waren es die Jahre der "Künstlerbiografien", der romanhaften Aufarbeitungen exemplarischer Personen der Zeitgeschichte. Meine Mutter hatte mir mit ihren Familiengeschichten geholfen, einen typischen Zeitroman zu schreiben. Den Erfolg unserer gemeinsamen Bemühungen hat sie nicht mehr erlebt. (...) Mein Roman bekam in der DDR eine gute Presse und mehrere Auflagen. Die Kulturpolitik setzte gerade auf "Phantasie", ohne sich auf genauere Definitionen des Begriffs einzulassen. Fantastisch war alles, was sich nicht allzu genau, allzu nah mit der Tageswirklichkeit auseinandersetzte. (...) Und so kam auch mein Großvater gut weg, ohne dass sich jemand an seinem anarchistischen Charakter eines Einzelgängers gestoßen hätte.

 

 

 

 

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Fritz Rudolf Fries (Bilbao, 19 mei 1935)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Rahel Varnhagen werd geboren op 19 mei 1771 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 19 mei 2007.

 

Uit: Rahel. Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde.

 

„Montag, den 5. November 1822.

Franzosen, Engländer, sonst die Spanier und Italiäner – und natürlich auch die alten Nationen – haben Nationalmeinungen, solche Gefühle, Ehre, Ehrgeiz, und Strebungen, die sich auf theils bleibende, theils eine große Zeit lang sich wiederholende gesellige Zustände beziehen; ihre Kunst, ihre Künstler und Dichter müssen sich auch darauf beziehen, wenn sie verstanden werden wollen, wie sie auch selbst darin befangen sind. Wir Deutschen klagen schon lange, und immer öfter darüber, daß unter uns die Dichter nicht auf Autorität verehrt werden. Diesen Übelstand können wir aber ertragen, wenn wir betrachten wollen, was wir eigentlich sind. Ein Volk nicht zu einer Nation abgeformt und geschliffen: der Menschheit, und also allen Nationen noch nahe; unser Dichter sieht sich in der ganzen menschlichen Welt nach Zuständen um; erhöht sie, denkt sie sich wie sie sein könnten, müßten, nicht nur wie sie sind, und sein können in einem engen vorgefundenen Zustand, den er noch ändern will, gemein mit allen Gesetzgebern, und Erfindern; je größer solches Menschen Geist, je erhabener seine Seele, je belebter sein Herz, je reichhaltiger, vielfältiger, muß er wählen und darstellen, und Zustände kombiniren, und in dem Alten Neues sehen und zeigen: aber desto weniger auch wird er begriffen, oder desto häufiger ihm nicht gefolgt werden können, er unverstanden bleiben; und also oft nicht anerkannt werden, und von Dreisteren, die sich vieles angelernt haben, ohne das zu ahnden, was nicht angelernt werden kann, getadelt; grad'zu. Dies ist eben der Zustand, in dem sich unser Publikum mit seinen Autoren befindet. Bei weitem vorzuziehen einer nur in einer Zeit, und auch da nur von den Verständnißreichen, wahr gewesenen, jetzt zu einem Patentbeifall gewordenen, unverdauten Anerkennung; die eine gänzlich äußere wird; aber auch Ansehen, Einkünfte und Orden giebt: bei uns ist alles dies im Werden und Wachsen; ganz lebendig mit allem andern Aufstreben und Gedeihen; in einer Art von Kriegszustand unter einander, der dem Selbst- und Doppelgespräch des Gewissens zu vergleichen ist; welches uns reinigt, fördert, immer beruhigen will, und eigentlich allein nur belebt. Welchem einzelnen Menschen wäre es wohl erlaubt, sich solche Komplimente zu schneiden, wie es jede Nation gegen sich selbst gelassen und blind ausführen darf; und wovon wir unfassionirten Deutschen bis vor einiger Zeit frei waren.“



 

 

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Rahel Varnhagen (19 mei 1771 – 7 maart 1833)

 

19-05-08

Lorraine Hansberry, Kirsten Boie, Karel van het Reve, Ruskin Bond, Rahel Varnhagen, Fritz Rudolf Fries


In verband met een korte vakantie van Romenu zijn de postings even wat minder uitvoerig.

 

 

De Amerikaanse schrijfster Lorraine Hansberry werd geborenop 19 mei 1930 in Chigago. In het zuiden van die stad groeide zij op. De familie trok later naar een door blanken gedomineerde wijk waar zij haar eerste ervaringen opdeed met rascisme en discriminatie. Het was in dezelfde tijd dat haar ouders streden tegen de segregatie in de Amerikaanse maatschappij. De familie raakte in een juridische strijd na de verhuizing, maar het oordeel van de rechter viel uiteindelijk, in 1940, ten gunste van de Hansberry’s uit. Dee gebeurtenissen inspireerden Lorraine Hansberry om haar beroemdste toneelstuk A Raisin in the Sun te schrijven. Het was onmiddellijk een groot succes en het eerste stuk van een Afro-Amerikaanse schrijfster dat uitgvoerd werd op Broadway. Lorraine Hansberry stierf in 1965 op 34 jarige leeftijd aan kanker.

 

 

Uit: A Raisin in the Sun

 

Mama: Oh—So now it’s life. Money is life. Once upon a time freedom used to be life—now it’s money. I guess the world really do change . . .
Walter
: No—it was always money, Mama. We just didn’t know about it.
Mama
: No . . . something has changed. You something new, boy. In my time we was worried about not being lynched . . . You ain’t satisfied or proud of nothing we done. I mean that you had a home; that we kept you out of trouble till you was grown; that you don’t have to ride to work on the back of nobody’s streetcar—You my children—but how different we done become.

 

[…]

 

. Walter: You wouldn’t understand yet, son, but your daddy’s gonna make a transaction . . . a business transaction that’s going to change our lives. . . . That’s how come one day when you ‘bout seventeen years old I’ll come home . . . I’ll pull the car up on the driveway . . . just a plain black Chrysler, I think, with white walls—no—black tires . . . the gardener will be clipping away at the hedges and he’ll say, “Good evening, Mr. Younger.” And I’ll say, “Hello, Jefferson, how are you this evening?” And I’ll go inside and Ruth will come downstairs and meet me at the door and we’ll kiss each other and she’ll take my arm and we’ll go up to your room to see you sitting on the floor with the catalogues of all the great schools in America around you. . . . All the great schools in the world! And—and I’ll say, all right son—it’s your seventeenth birthday, what is it you’ve decided? . . . Just tell me, what it is you want to be—and you’ll be it. . . . Whatever you want to be—Yessir! You just name it, son . . . and I hand you the world!

 

 

 

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Lorraine Hansberry (19 mei 1930 – 12 januari 1965)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Kirsten Boie werd geboren op 19 mei 1950 in Hamburg. Zij studeerde Duits en Engels en promoveerde in de literatuurwetenschap op Brecht. Tot 1983 werkte zij als docente op een gymnasium. Na de adoptie van een kind stopte zij met dit werk en begon zij met schrijven. In 1985 verscheen haar eerste boek „Paule ist ein Glücksgriff“, dat meteen een succes werd.

 

Uit: Alhambra

Al-Andalus, April 1492
Das Erste, was Boston spürte, war die Wärme. Danach sah er, dass die Fliese nicht mehr in seinen Händen lag. Hatte er sie fallen lassen? Es hatte nicht geklirrt. Es war heller auf einmal.
Es war ja nicht so, dass er wirklich Zeit zum Nachdenken hatte, bevor er sah. Es waren ja nur Bruchteile von Sekunden, bevor er begriff und vor allem nicht begriff.
Die Gasse war verschwunden. Er stand, noch immer gebeugt wie über dem Karton vor dem Laden im Basar, auf einem weiß sandigen Weg, der aufwärts führte zwischen Zypressen und Pinien, breit genug, um der Sonne Zugang zu gewähren.
Das Erste, was er spürte, war Übelkeit. Als müsse er sich übergeben, während in seinem Kopf Gedanken durcheinanderwirbelten, Gefühle, alles war wirr, drehte sich.
Nein! Nein, nein!, dachte Boston und klammerte sich an dem Wort fest, das er als erstes aus dem Taumel in seinem Hirn zu fassen bekam. Nein, nein, nein!
Er taumelte an den Wegrand und unter die Bäume und übergab sich heftig. Nein, nein, nein.
Dann lag er auf dem Teppich aus Piniennadeln, während über ihm die lichten Zweige Sonnenstrahlen filterten. Er atmete schnell, heftig, sein Herz schlug, als versuche jeder Schlag den vor ihm noch zu überholen.
Pinien, dachte Boston. Ruhig werden. Ruhig werden. Pinien. Dies ist ein Wald.
Er zwang sich, seinen Blick wandern zu lassen. Durchscheinende Wipfel. Der Duft von Piniennadeln, fast Sommerduft. Es wird besser, dachte Boston
Nur nicht wieder dieses Schwirren im Kopf. Es ist ja alles in Ordnung. Dies ist ein Wald, ich liege auf dem Boden, ich kann alles sehen und verstehen. Nicht wieder dieses Schwirren im Kopf.
Er atmete langsamer. Dies ist ein Wald. Aber eben noch war ich in einer Gasse.
Sein Herz galoppierte noch immer, sein Atem jagte, langsam atmen, langsam atmen, aber das Schwirren kam nicht wieder.
Irgendwo aus der Ferne hörte er Geräusche, als würde Metall auf Metall geschlagen. Eine Stimme, die etwas rief, weit entfernt. Den Schrei eines Esels.
Er ließ die Augen geschlossen und erlaubte seinen Gedanken zu tun, was sie wollten. Die Verwirrung kam nicht wieder. Er begriff, was an diesen Geräuschen so merkwürdig war: All das, was fehlte.
Kein Motorenlärm, dachte Boston und war gleichzeitig erstaunt und glücklich, dass er etwas begriffen hatte und es in seinen Gedanken formulieren konnte, dass sein Gehirn also wieder funktionierte, wahrnahm, verstand. Wie tief muss dieser Wald sein, dass man keinen Motorenlärm hört. Und trotzdem hängt in der Luft ein Schleier aus Geräuschen, Stimmen, ein Holpern und Klappern, unvertraut.
Gut. Er konnte wieder nachdenken, das war gut. Wenn er wieder er selbst war, konnte alles andere nicht mehr so schrecklich sein.
Boston öffnete die Augen. Die Sonne schien noch immer durch die Pinienwipfel.”

 

 

 

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Kirsten Boie (Hamburg, 19 mei 1950)

 

 

 

 

 

De Nederlandse letterkundige, vertaler, essayist, schrijver en columnist Karel van het Reve werd geboren in Amsterdam op 19 mei 1921. Zie ook mijn blog van 19 mei 2007.

 

Uit Uren met Henk Broekhuis

 

“de nu volgende opinion is, schat ik, iets van honderdvijftig jaar oud: de beschrijving van een ding moet bepaalde eigenschappen met dat ding gemeen hebben.
Ik herinner me de eerste keer dat ik hem tegenkwam: onze leraar Nederlands legde ons uit dat iedere schrijver zijn eigen stijl heeft, en dat hoe eigenaardiger iemands persoonlijkheid, des te eigenaardiger zijn stijl.
Dat was hem nog niet helemaal, want die stijl is het product van de schrijver, en niet een beschrijving van de schrijver, maar het kwam toch in de buurt. Spoedig begon ik deze gemeenplaats in zuiverder vorm tegen te komen in dialogen als: ‘Dat is wel een verschrikkelijk ingewikkelde en onduidelijke tekst!’ Antwoord: ‘Ja maar die tekst gaat ook over een verschikkelijk ingewikkelde en onduidelijke zaak! Dus dat spreekt! Dus je begrijpt! Dus vandaar! Dus dat moet wel! Een ingewikkelde zaak kun je alleen ingewikkeld beschrijven.’
Het schijnt dat reeds Spinoza tegen deze opvatting geprotesteerd heeft. Hij gebruikte daarbij als argument, dat een cirkel rond is, maar dat een beschrijving van een cirkel - de verzameling van alle punten in een vlak die evenver van een bepaald punt afliggen - helemaal niet rond hoeft te zijn. Een andere Nederlandse geleerde heeft er ergens op gewezen dat een goede beschrijving van erwtensoep niet groen hoeft te zijn, en dat je in de Noordzee verdrinken kunt, maar niet in een beschrijving van die Noordzee. Een uitstekend gelukt schilderij van een regenbui kan zo droog als gort zijn. De bekende Franse filosoof en publicist Julien Benda (1867-1956) heeft een aantal boeken tegen deze opvatting geschreven. Maar geholpen heeft het niet.”
 

 

 

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Karel van het Reve (19 mei 1921 – 4 maart 1999)

 

 

 

 

De Indiase dichter en schrijver Ruskin Bond werd geboren op 19 mei 1934 in Kasauli. Zie ook mijn blog van 19 mei 2007.

 

Uit: Tea at the Dhaba

”The dhabawallah was now up. His dog, emboldened by his master’s presence, began to bark at us. The man lit a charcoal fire in a choolah, and put a kettle of water on to boil.

"Will you eat anything?" he asked conversationally in Hindi.

"No, just tea for us," I said.

He placed two brass tumblers on a table.

"The milk hasn’t arrived," he said. "You’re very early."

"We’ll take the tea without milk," said Daljit, "but give us lots of sugar."

"Sugar is costly these days. But since you are school boys, and need more, you can help yourselves."

"Oh, we are not school boys," I said hurriedly.

"Not at all," said Daljit.

"We are just tourists," I added.

"We have to catch the early train at Dehra," offered Daljit.

"There’s no train before ten o’clock," said the puzzled dhabawallah.

"It is the ten o’clock train we are catching," said Daljit smartly. "Do you think we will be down in time?"

"Oh yes, there’s plenty of time…"

The dhabawallah poured hot tea into the tumblers and placed the sugar bowl in front of us.

"At first I thought you were schoolboys," he said with a laugh. "I thought you were running away."

Daljit laughed a little nervously, I thought.

"What made you think that?" he asked.

"Oh, I’ve been here many years," he said, gesturing towards the small clearing in which his little wooden stall stood, almost like a trading outpost in a wild country.

"Schoolboys always pass this way when they’re running away!"

"Do many run away?" I asked.

"Not many. Just two or three every year. They get as far as the railway station in Dehra and there they’re caught!"

"It is silly of them to get caught," said Daljit.

"Are they always caught?" I asked.

"Always! I give them a glass of tea on their way down, and I give them a glass of tea on their way up, when they are returning with their teachers."

"Well, you will not see us again," said Daljit, ignoring the warning look that I gave him.

"Ah, but you aren’t schoolboys!" said the shopkeeper, beaming at us. "And you aren’t running away!"

We paid for our tea and hurried on down the path. The parrots flew over again, screeching loudly, and settled in a lichee tree. The sun was warmer now, and as the altitude decreased, the temperature and humidity rose, and we could almost smell the heat of the plains rising to meet us.

The hills leveled out into rolling country, patterned with fields. Rice had been planted out, and the sugarcane was waist-high”.

 

 

 

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Ruskin Bond (Kasauli, 19 mei 1934)

 

 

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 19 mei 2007.

 

De Duitse schrijfster Rahel Varnhagen werd geboren op 19 mei 1771 in Berlijn.

 
De Duitse schrijver Fritz Rudolf Fries werd geboren op 19 mei 1935 in Bilbao als zoon van een Duitse koopman.