26-12-15

Am zweiten Weihnachtstage (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Prettig Kerstfeest!

 

 
Weihnachtsmarkt door Hans G. Jentzsch, 1907

 

 

Am zweiten Weihnachtstage
[Stephanus]

Jerusalem, Jerusalem!
Wie oft erschollen ist sein Ruf;
Du spieltest sorglos unter dem
Verderben, unter Rosses Huf
Und Rades Wucht. Schau, darum ist
Verödet deine Stätte worden,
Und du ein irres Küchlein bist,
Sich duckend unter Geierhorden.

Vorüber ist die heil'ge Zeit,
Wo deine Sinne ihn erkannt;
Noch seiner Wunder Herrlichkeit
Zieht nur als Sage durch das Land.
Der Weise wiegt sein schweres Haupt,
Der Tor will dessen sich entschlagen,
Und nur die fromme Einfalt glaubt
Und mag die Opfergabe tragen.

O bringt sie nur ein willig Tun,
Ein treues Kämpfen zum Altar,
Dann wird auf ihr die Gnade ruhn,
Ein hohes Wunder immerdar.
Doch bleibt es wahr: der Gegenwart
Gebrochen sind gewalt'ge Stützen,
Seit unsren Sinnen trüb und hart
Verhüllt ward seiner Zeichen Blitzen.

War einst erhellt der schwanke Steg,
Und klaffte klar der Abgrund auf,
Wir müssen suchen unsren Weg
Im Heiderauch ein armer Hauf.
Des Glaubens köstlich teurer Preis
Ward wie gestellt auf Gletschers Höhen;
Wir müssen klimmen über Eis
Und schwindelnd uns am Schlunde drehen.

Was, Herr, du ließest fort und fort,
Hat in die Seele wohl gebrannt;
Doch bleibt es ein geschriebnes Wort,
Unsichtbar die lebend'ge Hand.
Ach, nur wo Grübeln nicht und Stolz
Am Stamme nagt seit Tag und Jahren,
Blieb frisch genug das mark'ge Holz,
Frei durch Jahrtausende zu fahren.

So ist es, wehe, schrecklich wahr,
Daß Mancher, der zum starken Mast
Geschaffen, in der Zeit Gefahr
Die Glaubenssegel hat gebraßt,
Nun dürre Säule nackt und schwer
Nur krachend kündet durch das Wehen,
Hier sei in Zweifels schwarzem Meer
Ein mächtig Schiff am Untergehen.

O sende, Retter, deinen Blitz,
Der ihm den frommen Hafen hellt,
Da einst der starke Mast als Sitz
Der Pharuslampe sei gestellt.
Es trägt Gebirge ja dein Land,
Wo Cedern sich zu Cedern einen;
Laß nicht ein Sturmlicht den Verstand
Und einen Fluch die Kraft erscheinen!

Als Stephanus mit seinem Blut
Besiegelte den Christussinn,
Da legten Mörder, heiß vor Wut,
Zu eines Jünglings Füßen hin,
Der stumm und finster sich gesellt,
Die Kleider staubig, schweißbefeuchtet:
Und der ward Paulus, Christi Held,
Des Strahl die ganze Welt durchleuchtet.

 

 

 
Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)
Winter op Burg Hülshoff, waar von Droste-Hülshoff werd geboren.



Zie voor de schrijvers van de 26e december ook mijn drie vorige blogs van vandaag.

 

25-12-15

Am Weihnachtstage (Annette von Droste-Hülshoff)

 

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Aanbidding der herders door Peter Paul Rubens, 1608

 

 

Am Weihnachtstage

Durch alle Straßen wälzt sich das Getümmel,
Maultier, Kamele, Treiber: welch Gebimmel!
Als wolle wieder in die Steppe ziehn
Der Same Jakobs, und Judäas Himmel
Ein Saphirscheinen über dem Gewimmel
Läßt blendend seine Funkenströme sprühn.

Verschleiert' Frauen durch die Gassen schreiten,
Mühselig vom beladnen Tiere gleiten
Bejahrte Mütterchen; allüberall
Geschrei und Treiben, wie vor Jehus Wagen.
Läßt wieder Jezabel ihr Antlitz ragen
Aus jener Säulen luftigem Portal?

's ist Rom, die üpp'ge Priesterin der Götzen,
Die glänzendste und grausamste der Metzen,
Die ihre Sklaven zählt zu dieser Zeit.
Mit einem Griffel, noch von Blute träufend,
Gräbt sie in Tafeln, Zahl auf Zahlen häufend,
Der Buhlen Namen, so ihr Schwert gefreit.

O Israel, wo ist dein Stolz geblieben?
Hast du die Hände blutig nicht gerieben,
Und deine Träne, war sie siedend Blut?
Nein, als zum Marktplatz deine Scharen wallen,
Verkaufend, feilschend unter Tempels Hallen;
Mit ihrem Gott zerronnen ist ihr Mut!

Zum trüben Irrwisch ward die Feuersäule,
Der grüne Aaronsstab zum Henkerbeile,
Und grausig übersteint das tote Wort
Liegt, eine Mumie, im heil'gen Buche,
Drin sucht der Pharisäer nach dem Fluche,
Ihn donnernd über Freund und Fremdling fort.

So, Israel, bist du gereift zum Schnitte,
Wie reift die Distel in der Saaten Mitte;
Und wie du stehst in deinem grimmen Haß
Genüber der geschminkt und hohlen Buhle,
Seid gleich ihr vor gerechtem Richterstuhle,
Von Blute sie und du von Geifer naß.

O tauet, Himmel, tauet den Gerechten!
Ihr Wolken, regnet ihn, den wahr und echten
Messias, den Judäa nicht erharrt!
Den Heiligen und Milden und Gerechten,
Den Friedenskönig unter Hassesknechten,
Gekommen zu erwärmen, was erstarrt!

Still ist die Nacht; in seinem Zelt geborgen
Der Schriftgelehrte späht mit finstren Sorgen,
Wann Juda's mächtiger Tyrann erscheint.
Den Vorhang lüftet er, nachstarrend lange
Dem Stern, der gleitet über Äthers Wange,
Wie Freudenzähre, die der Himmel weint.

Und fern vom Zelte über einem Stalle,
Da ist's, als ob aufs niedre Dach er falle;
In tausend Radien sein Licht er gießt.
Ein Meteor, so dachte der Gelehrte,
Als langsam er zu seinen Büchern kehrte.
O weißt du, wen das niedre Dach umschließt?

In einer Krippe ruht ein neugeboren
Und schlummernd Kindlein; wie im Traum verloren
Die Mutter kniet, Weib und Jungfrau doch.
Ein ernster, schlichter Mann rückt tief erschüttert
Das Lager ihnen; seine Rechte zittert
Dem Schleier nahe um den Mantel noch.

Und an der Türe stehn geringe Leute,
Mühsel'ge Hirten, doch die Ersten heute,
Und in den Lüften klingt es süß und lind,
Verlorne Töne von der Engel Liede:
Dem höchsten Ehr' und allen Menschen Friede,
Die eines guten Willens sind!

 

 
Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)
„Winterträume“ op Burg Hülshoff, waar von Droste-Hülshoff werd geboren.

 

 

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24-12-15

The Shepherds (William Drummond)

 

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Die Verkündigung an die Hirten door Christian Wilhelm Ernst Dietrich, 1758

 

 

The Shepherds

O than the fairest day, thrice fairer night!
    Night to blest days in which a sun doth rise
Of which that golden eye which clears the skies
Is but a sparkling ray, a shadow-light!

And blessed ye, in silly pastors' sight,
    Mild creatures, in whose warm crib now lies
That heaven-sent youngling, holy-maid-born wight,
    Midst, end, beginning of our prophecies!

Blest cottage that hath flowers in winter spread,
    Though withered - blessed grass that hath the grace
    To deck and be a carpet to that place!

Thus sang, unto the sounds of oaten reed,
    Before the Babe, the shepherds bowed on knees;
    And springs ran nectar, honey dropped from trees.

 

 

 
William Drummond (13 december 1585 - 4 december 1649)
Hawthornden Castle, waar William Drummond werd geboren.

 

 

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26-12-14

Großstadtweihnachten (Kurt Tucholsky)

 

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Lovis Corinth, Weihnachtsbescherung, 1913

 

 

Großstadtweihnachten

Nun senkt sich wieder auf die heim'schen Fluren
die Weihenacht! die Weihenacht!
Was die Mamas bepackt nach Hause fuhren,
wir kriegens jetzo freundlich dargebracht.

Der Asphalt glitscht. Kann Emil das gebrauchen?
Die Braut kramt schämig in dem Portemonnaie.
Sie schenkt ihm, teils zum Schmuck und teils zum Rauchen,
den Aschenbecher aus Emalch glasé.

Das Christkind kommt! Wir jungen Leute lauschen
auf einen stillen heiligen Grammophon.
Das Christkind kommt und ist bereit zu tauschen
den Schlips, die Puppe und das Lexikohn,

Und sitzt der wackre Bürger bei den Seinen,
voll Karpfen, still im Stuhl, um halber zehn,
dann ist er mit sich selbst zufrieden und im reinen:
»Ach ja, son Christfest is doch ooch janz scheen!«

Und frohgelaunt spricht er vom ›Weihnachtswetter‹,
mag es nun regnen oder mag es schnein,
Jovial und schmauchend liest er seine Morgenblätter,
die trächtig sind von süßen Plauderein.
 
So trifft denn nur auf eitel Glück hienieden
in dieser Residenz Christkindleins Flug?
Mein Gott, sie mimen eben Weihnachtsfrieden ...
»Wir spielen alle. Wer es weiß, ist klug.«

 

 

 
Kurt Tucholsky (9 januari 1890 - 21 december 1935)
Berlijn, Kurfürstendamm. Kurt Tucholsky werd geboren in Berlijn.

 

 

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25-12-14

Kerstmis (Gerrit Achterberg)

 

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Luca Giordano, De aanbidding door de herders, rond 1688

 

 

Kerstmis

Klokken haalden mij uit de slaap vandaan:
Kerstmis over Den Haag om middernacht.
Hij, die ik dagelijks te wezen dacht,
trok uit mij weg en kwam alleen te staan.

Ik keek tegen mijn eigen leven aan,
alsof een ander het had doorgebracht.
Een lege helderheid betrok de wacht
tussen mij en het opgeschoven raam.

De stad verstomde. Mijn verbeelding ging
over de torens heen naar Bethlehem.
2000 jaren her is daar een kind
zojuist geboren en de moeder windt
het in een doek. De ezel en de man
maken het nuchter mee. Een engel zingt.

 

 

 
Gerrit Achterberg (20 mei 1905 - 17 januari 1962)
Nederlands Hervormde Kerk in Langenbroek. Gerrit Achterberg werd geboren in Langenbroek.

 

 

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24-12-14

A Christmas Carol (Christina Rossetti)

 

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Carlo Maratta, De aanbidding door de herders, jaren 1690

 

 

A Christmas Carol

Before the paling of the stars,
Before the winter morn,
Before the earliest cockcrow
Jesus Christ was born:
Born in a stable,
Cradled in a manger,
In the world His Hands had made
Born a Stranger.

Priest and King lay fast asleep
In Jerusalem,
Young and old lay fast asleep
In crowded Bethlehem:
Saint and Angel, Ox and Ass,
Kept a watch together,
Before the Christmas daybreak
In the winter weather.

Jesus on His Mother's breast
In the stable cold,
Spotless Lamb of God was He,
Shepherd of the Fold:
Let us kneel with Mary Maid,
With Joseph bent and hoary,
With Saint and Angel, Ox and Ass,
To hail the King of Glory.

 

 

 
Christina Rossetti (5 december 1830 - 27 december 1894)
Londen in Kersttijd. Christina Rossetti werd in Londen geboren.

 

 

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26-12-13

Christmas Bells (Henry Longfellow)


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Les chanteurs de Noël door Gustave Brion, 1858

 

 

Christmas Bells

I heard the bells on Christmas Day
Their old familiar carols play,
And wild and sweet
The words repeat
Of peace on earth, good-will to men!

And thought how, as the day had come,
The belfries of all Christendom
Had rolled along
The unbroken song
Of peace on earth, good-will to men!

Till, ringing, singing on its way,
The world revolved from night to day,
A voice, a chime
A chant sublime
Of peace on earth, good-will to men!

Then from each black accursed mouth
The cannon thundered in the South,
And with the sound
The carols drowned
Of peace on earth, good-will to men!

It was as if an earthquake rent
The hearth-stones of a continent,
And made forlorn
The households born
Of peace on earth, good-will to men!

And in despair I bowed my head;
"There is no peace on earth," I said;
"For hate is strong,
And mocks the song
Of peace on earth, good-will to men!"

Then pealed the bells more loud and deep:
"God is not dead; nor doth he sleep!
The Wrong shall fail,
The Right prevail,
With peace on earth, good-will to men!

 

 

 
Henry Longfellow (27 februari 1807 - 24 maart 1882)
Portland. Henry Longfellow werd geboren in Portland.

 

 

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25-12-13

Music On Christmas Morning (Anne Brontë)


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 De geboorte van Christus met St.Franciscus en
 St. Laurentius door Caravaggio, 1609

 

 

Music On Christmas Morning

Music, I love--but never strain
Could kindle raptures so divine,
So grief assuage, so conquer pain,
And rouse this pensive heart of mine--
As that we hear on Christmas morn,
Upon the wintry breezes borne.

Though Darkness still her empire keep,
And hours must pass, ere morning break;
From troubled dreams, or slumbers deep,
That music KINDLY bids us wake:
It calls us, with an angel's voice,
To wake, and worship, and rejoice;

To greet with joy the glorious morn,
Which angels welcomed long ago,
When our redeeming Lord was born,
To bring the light of Heaven below;
The Powers of Darkness to dispel,
And rescue Earth from Death and Hell.

While listening to that sacred strain,
My raptured spirit soars on high;
I seem to hear those songs again
Resounding through the open sky,
That kindled such divine delight,
In those who watched their flocks by night.

With them I celebrate His birth--
Glory to God, in highest Heaven,
Good-will to men, and peace on earth,
To us a Saviour-king is given;
Our God is come to claim His own,
And Satan's power is overthrown!

A sinless God, for sinful men,
Descends to suffer and to bleed;
Hell MUST renounce its empire then;
The price is paid, the world is freed,
And Satan's self must now confess
That Christ has earned a RIGHT to bless:

Now holy Peace may smile from heaven,
And heavenly Truth from earth shall spring:
The captive's galling bonds are riven,
For our Redeemer is our king;
And He that gave his blood for men
Will lead us home to God again

 

 

 
Anne Brontë (17 januari 1820 – 28 mei 1849)
Brontë Country in de winter

 

 

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24-12-13

O heiliger Abend (Karl Gerok)


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Agnolo di Cosimo Bronzino, De aanbidding door de herders, 1539

 

 

O heiliger Abend

O heiliger Abend,
mit Sternen besät,
wie lieblich und labend
dein Hauch mich umweht!
Vom Kindergetümmel,
vom Lichtergewimmel
auf schau ich zum Himmel
im leisen Gebet.

Da funkelt's von Sternen
am himmlischen Saum,
da jauchzt es vom fernen,
unendlichen Raum.
Es singen mit Schalle
die Engelein alle,
ich lausche dem Halle,
mir klingt's wie ein Traum.

O Erde, du kleine,
du dämmernder Stern,
dir gleichet doch keine
der Welten von fern!
So schmählich verloren,
so selig erkoren,
auf dir ist geboren
die Klarheit des Herrn!


 

 
Karl Gerok (30 januari 1815 – 14 januari 1890)
Vaihingen an der Enz. Karl Gerok werd geboren in Vaihingen

 

 

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26-12-12

Little Tree (E. E. Cummings)

 

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Viggo Johansen, Gelukkig kerstfeest, 1891

 

 

 

Little Tree

 

little tree
little silent Christmas tree
you are so little
you are more like a flower

who found you in the green forest
and were you very sorry to come away?
see i will comfort you
because you smell so sweetly

i will kiss your cool bark
and hug you safe and tight
just as your mother would,
only don't be afraid

look the spangles
that sleep all the year in a dark box
dreaming of being taken out and allowed to shine,
the balls the chains red and gold the fluffy threads,

put up your little arms
and i'll give them all to you to hold
every finger shall have its ring
and there won't a single place dark or unhappy

then when you're quite dressed

you'll stand in the window for everyone to see
and how they'll stare!
oh but you'll be very proud
and my little sister and i will take hands
and looking up at our beautiful tree
we'll dance and sing
"Noel Noel"



 

E. E. Cummings (14 oktober 1894 - 3 september 1962)

Cambridge, Massachusetts (Cummings werd in Cambridge geboren)

 

 

 

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25-12-12

Geburt Christi (Rainer Maria Rilke)

 

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Gerard David, Drieluik met de geboorte van Christus (middenpaneel), rond 1505 -1515

 

 

 

 

Geburt Christi

 

Hättest du der Einfalt nicht, wie sollte

dir geschehn, was jetzt die Nacht erhellt?

Sieh, der Gott, der über Völkern grollte,

macht sich mild und kommt in dir zur Welt.

 

Hast du dir ihn größer vorgestellt?

 

Was ist Größe? Quer durch alle Maße,

die er durchstreicht, geht sein grades Los.

Selbst ein Stern hat keine solche Straße.

Siehst du, diese Könige sind groß,

 

und sie schleppen dir vor deinen Schooß

 

Schätze, die sie für die größten halten,

und du staunst vielleicht bei dieser Gift -:

aber schau in deines Tuches Falten,

wie er jetzt schon alles übertrifft.

 

Aller Amber, den man weit verschifft,

 

jeder Goldschmuck und das Luftgewürze,

das sich trübend in die Sinne streut:

alles dieses war von rascher Kürze,

und am Ende hat man es bereut.

 

Aber (du wirst sehen): Er erfreut.

 

 

 

Rainer Maria Rilke (4 december 1875 – 29 december 1926)

Rilke werd geboren in Praag (Hier de Praagse burcht)

 

 

 

Zie voor de schrijvers van de 25e december ook mijn vorige blog van vandaag.

24-12-12

Verkündigung über den Hirten (Rainer Maria Rilke)

 

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Francesco Giambattista Bassano da Ponte ,Verkondiging aan de herders, rond 1575

Dorotheum,Wenen

 

 


Verkündigung über den Hirten

 

Seht auf, ihr Männer. Männer dort am Feuer,

die ihr den grenzenlosen Himmel kennt,

Sterndeuter, hierher! Seht, ich bin ein neuer

steigender Stern. Mein ganzes Wesen brennt

und strahlt so stark und ist so ungeheuer

voll Licht, daß mir das tiefe Firmament

nicht mehr genügt. Laßt meinen Glanz hinein

in euer Dasein: Oh, die dunklen Blicke,

die dunklen Herzen, nächtige Geschicke

die euch erfüllen. Hirten, wie allein

bin ich in euch. Auf einmal wird mir Raum.

Stauntet ihr nicht: der große Brotfruchtbaum

warf einen Schatten. Ja, das kam von mir.

Ihr Unerschrockenen, o wüßtet ihr,

wie jetzt auf eurem schauenden Gesichte

die Zukunft scheint. In diesem starken Lichte

wird viel geschehen. Euch vertrau ichs, denn

ihr seid verschwiegen; euch Gradgläubigen

redet hier alles. Glut und Regen spricht,

der Vögel Zug, der Wind und was ihr seid,

keins überwiegt und wächst zur Eitelkeit

sich mästend an. Ihr haltet nicht

die Dinge auf im Zwischenraum der Brust

um sie zu quälen. So wie seine Lust

durch einen Engel strömt, so treibt durch euch

das Irdische. Und wenn ein Dorngesträuch

aufflammte plötzlich, dürfte noch aus ihm

der Ewige euch rufen, Cherubim,

wenn sie geruhten neben eurer Herde

einherzuschreiten, wunderten euch nicht:

ihr stürztet euch auf euer Angesicht,

betetet an und nenntet dies die Erde.

 

Doch dieses war. Nun soll ein Neues sein,

von dem der Erdkreis ringender sich weitet.

Was ist ein Dörnicht uns: Gott fühlt sich ein

in einer Jungfrau Schooß. Ich bin der Schein

von ihrer Innigkeit, der euch geleitet.



 

Rainer Maria Rilke (4 december 1875 – 29 december 1926)

Rilke werd geboren in Praag (Hier de Karelsbrug)

 

 


Zie voor de schrijvers van de 24e december ook mijn twee vorige blogs van vandaag.

26-12-11

Christmas in India (Rudyard Kipling)

 

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De Geboorte van Christus, Hans Baldung (Grien), 1484/85 tot 1545


 

 

Christmas in India

 

Dim dawn behind the tamerisks -- the sky is saffron-yellow --

As the women in the village grind the corn,

And the parrots seek the riverside, each calling to his fellow

That the Day, the staring Easter Day, is born.

O the white dust on the highway! O the stenches in the byway!

O the clammy fog that hovers over earth!

And at Home they're making merry 'neath the white and scarlet berry --

What part have India's exiles in their mirth?

 

Full day begind the tamarisks -- the sky is blue and staring --

As the cattle crawl afield beneath the yoke,

And they bear One o'er the field-path, who is past all hope or caring,

To the ghat below the curling wreaths of smoke.

Call on Rama, going slowly, as ye bear a brother lowly --

Call on Rama -- he may hear, perhaps, your voice!

With our hymn-books and our psalters we appeal to other altars,

And to-day we bid "good Christian men rejoice!"

 

High noon behind the tamarisks -- the sun is hot above us --

As at Home the Christmas Day is breaking wan.

They will drink our healths at dinner -- those who tell us how they love us,

And forget us till another year be gone!

Oh the toil that knows no breaking! Oh the Heimweh, ceaseless, aching!

Oh the black dividing Sea and alien Plain!

Youth was cheap -- wherefore we sold it.

Gold was good -- we hoped to hold it,

And to-day we know the fulness of our gain!

 

Grey dusk behind the tamarisks -- the parrots fly together --

As the sun is sinking slowly over Home;

And his last ray seems to mock us shackled in a lifelong tether.

That drags us back howe'er so far we roam.

Hard her service, poor her payment -- she in ancient, tattered raiment --

India, she the grim Stepmother of our kind.

If a year of life be lent her, if her temple's shrine we enter,

The door is shut -- we may not look behind.

 

Black night behind the tamarisks -- the owls begin their chorus --

As the conches from the temple scream and bray.

With the fruitless years behind us and the hopeless years before us,

Let us honor, O my brother, Christmas Day!

Call a truce, then, to our labours -- let us feast with friends and neighbours,

And be merry as the custom of our caste;

For, if "faint and forced the laughter," and if sadness follow after,

We are richer by one mocking Christmas past.



 

Rudyard Kipling(30 december186518 januari1936)

Portret in Bateman's, Kiplings huis in Burwash, East Sussex





Zie voor de schrijvers van de 26e december ook
mijn vorige blog van vandaag en ook mijn derde blog van vandaag en ook mijn tweede blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.

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25-12-11

Am Weihnachtstag (Annette von Droste-Hülshoff)

  

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De Aanbidding Door De Herders, Anthonie van Dyck, ca 1632

 

 

 

Am Weihnachtstag

Still ist die Nacht; in seinem Zelt geboren,
der Schriftgelehrte späht mit finstren Sorgen,
wann Judas mächtiger Tyrann erscheint;
den Vorhang lüftet er, nachstarrend lange
dem Stern, der gleitet über Äthers Wange,
wie Freudenzähre, die der Himmel weint.

Und fern vom Zelte über einem Stalle,
da ist's, als ob aufs nied're Dach er falle;
in tausend Radien sein Licht er gießt.
Ein Meteor, so dachte der Gelehrte,
als langsam er zu seinen Büchern kehrte.
O weißt du, wen das nied're Dach umschließt?

In einer Krippe ruht ein neugeboren
und schlummernd Kindlein; wie im Traum verloren
die Mutter knieet, schlichter Mann rückt tief erschüttert
das Lager ihnen; seine Rechte zittert
dem Schleier nahe um den Mantel noch.

Und an der Türe steh'n geringe Leute,
mühsel'ge Hirten, doch die ersten heute,
und in den Lüften klingt es süß und lind,
verlor'ne Töne von der Engel Liede:
"Dem Höchsten Ehr' und allen Menschen Friede,
die eines guten Willens sind."

 

 

 

Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Buste in het park van slot Hülshoff



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