20-03-17

David Malouf, Friedrich Hölderlin, Katharina Hartwell, Ralph Giordano, Ricus van de Coevering, Jens Petersen, Benoît Duteurtre, Gerard Malanga, Henrik Johan Ibsen

 

De Australische schrijver David Malouf werd geboren op 20 maart 1934 in Brisbane. Zie alle tags voor David Malouf op dit blog.

 

From a Plague Year

A sign first in the sky, then other tokens,
but plainer, on the flesh. June’s thirty suns
flared and we were tinder. Flies appeared
and bubbled in pools, their green gaze multiplied
the dead. But we, the elected, all that term
kept house, kept shop, kept silence, knowing no harm
would come to us. We paid our taxes, served
on juries, saw men punished or reprieved
from death under the law. God’s eye
was on us. Like a red-hot cautery
it pricked and burned. Who keep His just commandments
shall live. No terror can afflict the saints.

But still each week the numbers swell, the needle
glows. In a devil’s covenant, through all
the colours of the rainbow, pale flesh bruises
black, then stinks and softens. We stop our noses,
the death-cloud blooms. We find its dark seeds scattered
like sunshine, everywhere.
And so we board
our houses up, burn pitch, read in the Book
and choke. By day no footfall, no wheel’s creak
in the cobbled square. At night the town’s aswarm
with cries, a fearful traffic. Dung-carts climb
to where, in moonlit fields, whole families meet
at the real it’s edge, new nameless suburbs greet
new citizens; they seethe like privy holes.

Some say the plague’s a rat, soft-bellied squeals
in the rushes underfoot, a red-eyed fever
that glares. Or blame the Jews. Or claim the air
itself turns poisonous; where warm breath clouds
a glass invisible armies spawn, one word’s
enough to quell a city. It is death
we suck on now. The plague in our mouth.

No help!
Gender of spiders on the tongue
that preaches, curses, pleads, God’s judgment wrung
in black sweat from our limbs. Are we in Bedlam
or is it Hell that rocks us with its flame?
The sickness in this month is grown so general
no man can judge. It comes to this: we kill
our neighbours with the very prayers we sigh
to Heaven. O my Lord, spare me, spare me.

 

 
David Malouf (Brisbane, 20 maart 1934)

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20-03-16

Friedrich Hölderlin, Katharina Hartwell, Jens Petersen, Ralph Giordano, Henning Heske, Josef Reding

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Christian Friedrich Hölderlin werd geboren op 20 maart 1770 in Lauffen am Neckar in het Hertogdom Württemberg. Zie ook alle tags voor Friedrich Hölderlin op dit blog.

 

Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.

 

 

Ganymed

Was schläfst du, Bergsohn, liegest in Unmut, schief,
Und frierst am kahlen Ufer, Geduldiger!
Denkst nicht der Gnade du, wenns an den
Tischen die Himmlischen sonst gedürstet?

Kennst drunten du vom Vater die Boten nicht,
Nicht in der Kluft der Lüfte geschärfter Spiel?
Trifft nicht das Wort dich, das voll alten
Geists ein gewanderter Mann dir sendet?

Schon tönets aber ihm in der Brust. Tief quillts,
Wie damals, als hoch oben im Fels er schlief,
Ihm auf. Im Zorne reinigt aber
Sich der Gefesselte nun, nun eilt er,

Der Linkische; der spottet der Schlacken nun,
Und nimmt und bricht und wirft die Zerbrochenen
Zorntrunken, spielend, dort und da zum
Schauenden Ufer, und bei des Fremdlings

Besondrer Stimme stehen die Herden auf,
Es regen sich die Wälder, es hört tief Land
Den Stromgeist fern, und schaudernd regt im
Nabel der Erde der Geist sich wieder.

Der Frühling kömmt. Und jedes, in seiner Art,
Blüht. Der ist aber ferne; nicht mehr dabei.
Irr ging er nun; denn allzugut sind
Genien; himmlisch Gespräch ist sein nun.

 

 

Abbitte

Heilig Wesen! gestört hab ich die goldene
Götterruhe dir oft, und der geheimeren,
Tiefern Schmerzen des Lebens
Hast du manche gelernt von mir.

O vergiß es, vergib! gleich dem Gewölke dort
Vor dem friedlichen Mond, geh ich dahin, und du
Ruhst und glänzest in deiner
Schöne wieder, du süßes Licht!

 

 
Friedrich Hölderlin (20 maart 1770 – 7 juni 1843)
Portret door Franz Karl Hiemer, 1792

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20-03-15

Friedrich Hölderlin, Katharina Hartwell, Jens Petersen, David Malouf, Benoît Duteurtre,Touré, Gerard Malanga

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Christian Friedrich Hölderlin werd geboren op 20 maart 1770 in Lauffen am Neckar in het Hertogdom Württemberg. Zie ook alle tags voor Friedrich Hölderlin op dit blog.

Uit: Hyperion

„Hyperion an Bellarmin
Ich habe nichts, wovon ich sagen möchte, es sei mein eigen.
Fern und tot sind meine Geliebten, und ich vernehme durch keine Stimme von ihnen nichts mehr.
Mein Geschäft auf Erden ist aus. Ich bin voll Willens an die Arbeit gegangen, habe geblutet darüber, und die Welt um keinen Pfenning reicher gemacht.
Ruhmlos und einsam kehr ich zurück und wandre durch mein Vaterland, das, wie ein Totengarten, weit umher liegt, und mich erwartet vielleicht das Messer des Jägers, der uns Griechen, wie das Wild des Waldes, sich zur Lust hält.
Aber du scheinst noch, Sonne des Himmels! Du grünst noch, heilige Erde! Noch rauschen die Ströme ins Meer, und schattige Bäume säuseln im Mittag. Der Wonnegesang des Frühlings singt meine sterblichen Gedanken in Schlaf. Die Fülle der allebendigen Welt ernährt und sättiget mit Trunkenheit mein darbend Wesen.
O selige Natur! Ich weiß nicht, wie mir geschiehet, wenn ich mein Auge erhebe vor deiner Schöne, aber alle Lust des Himmels ist in den Tränen, die ich weine vor dir, der Geliebte vor der Geliebten.
Mein ganzes Wesen verstummt und lauscht, wenn die zarte Welle der Luft mir um die Brust spielt. Verloren ins weite Blau, blick ich oft hinauf an den Aether und hinein ins heilige Meer, und mir ist, als öffnet' ein verwandter Geist mir die Arme, als löste der Schmerz der Einsamkeit sich auf ins Leben der Gottheit.
Eines zu sein mit Allem, das ist Leben der Gottheit, das ist der Himmel des Menschen.
Eines zu sein mit Allem, was lebt, in seliger Selbstvergessenheit wiederzukehren ins All der Natur, das ist der Gipfel der Gedanken und Freuden, das ist die heilige Bergeshöhe, der Ort der ewigen Ruhe, wo der Mittag seine Schwüle und der Donner seine Stimme verliert und das kochende Meer der Woge des Kornfelds gleicht.
Eines zu sein mit Allem, was lebt! Mit diesem Worte legt die Tugend den zürnenden Harnisch, der Geist des Menschen den Zepter weg, und alle Gedanken schwinden vor dem Bilde der ewigeinigen Welt, wie die Regeln des ringenden Künstlers vor seiner Urania, und das eherne Schicksal entsagt der Herrschaft, und aus dem Bunde der Wesen schwindet der Tod, und Unzertrennlichkeit und ewige Jugend beseliget, verschönert die Welt.“

 

 
Friedrich Hölderlin (20 maart 1770 – 7 juni 1843)
Gedenkplaat aan Hölderlins toren in Tübingen (detail)

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20-03-14

David Malouf, Friedrich Hölderlin, Katharina Hartwell, Jens Petersen, Benoît Duteurtre,Touré, Gerard Malanga

 

De Australische schrijver David Malouf werd geboren op 20 maart 1934 in Brisbane. Zie alle tags voor David Malouf op dit blog.

Uit: Dream Stuff

“His father was missing - that was the official definition. Or, more hopefully, he was a prisoner of war. More hopefully because wars have a foreseeable end, their prisoners come home: to be missing is to have stepped into a cloud. Jack's mother, who was aware of this, never let a mealtime pass without in some way evoking him.
'I suppose,' she would say, 'your daddy will be having a bite to eat about now.'
They knew quite well he wouldn't be sitting down, as they were, to chops and boiled pudding, but it kept him, even if all he was doing was pushing a few spoonfuls of sticky rice into his mouth, alive and in the same moment with them.
When St Patrick's Day came round she would say: 'Sweet peas. They're your father's favourites. You should remember that, Jack. Maybe by the time they're ready he will be home.'
One year, struck by one of the models in a Paton and Baldwin pattern book, she knitted a cable-stitch sweater for him. Jack held the wool when it was wound, watching the yards and yards it would take pass over his hands. Twenty skeins! When all the parts were finished and had been assembled into the shape of a sweater, his mother held it up to her shoulders. 'Look, Jack.'
He was astonished by the bulkiness of it. He hadn't remembered his father's being so big. In a moment when his mother was out of the room he held its roughness to his cheek, but all he could smell was new wool.
Collapsed now between layers of tissue, it lay in a drawer of his father's lowboy acquiring an odour of naphthalene.”

 

 
David Malouf (Brisbane, 20 maart 1934)

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20-03-13

Jens Petersen, David Malouf, Friedrich Hölderlin, Katharina Hartwell, Benoît Duteurtre,Touré, Gerard Malanga

 

De Duitse schrijver en arts Jens Petersen werd geboren op 20 maart 1976 in Pinneberg. Zie alle tags voor Jens Petersen op dit blog.

 

Uit: Die Haushälterin

 

“Er hatte Blumenkübel aus Marmor in den Vorgarten gestellt. Einige Jahre nach Kriegsende, kurz bevor er starb, ließ er Türen einbauen, hinter denen sich kein weiteres Schlafzimmer verbarg, kein ungenutzter Salon, nicht mal eine Kammer, bloß die nackte Außenmauer. Jemand erzählte mir, daß später die stämmigen Frauen der Arbeiterwohlfahrt darauf hereingefallen waren, »Prunk!« und »Luxus!« gerufen hatten, während sie ihm den Hintern putzten.
Im Keller hing dieses Photo: mein Großvater vor seinem Fahrrad. Das Photo war grobkörnig und bleich, unmöglich, im Gesicht zu lesen; aber wie er dastand, in einem Turnanzug, mit geschwellter Brust, die Arme über den Kopf gereckt, zählte er nicht zu den Menschen, die ich gern gekannt hätte.
Mein Vater bezog das Haus nach Ende seines Studiums. Er veränderte fast nichts, als wollte er keine Spuren hinterlassen oder niemanden erzürnen. Lediglich die Hundeklappe zur Terrasse war sein Werk, ein rot lackiertes Blechquadrat mit gummierten Rändern, dessen Scharniere im Wind quietschten. Im Garten markierte ein morscher Holzpflock das Grab eines Golden Retriever, der an meinem dritten Geburtstag das Rattengift in den Ecken der Wäschekammer entdeckt hatte.
Am Südrand des Grundstückes floß der Fluß, ein Nebenarm der Elbe, auf dem im Sommer Familien in ihren Kanus zum Sperrwerk trieben. Manche legten an, breiteten ihre Decken aus, pinkelten hinter die Brombeersträucher und hinterließen auf unserem Rasen leere Zigarettenschachteln, Kerngehäuse oder Klümpchen aus Alufolie. Ich sah ihnen zu, hinter den Gardinen versteckt, damit sie sich nicht fühlten wie Störenfriede.

In der Nachbarschaft wohnten ein junges Ärztepaar, ein Steuerberater, ein Pastor und der Kassenwart der SPD. In ihren Vorgärten standen die neuesten Opel, Hondas und Volkswagen. Die Ärzte hatten ein Baby, das morgens um sechs zu schreien begann; manchmal wachte ich davon auf. Mein Vater und diese Leute hatten wenig miteinander zu tun, höchstens sagten sie »Guten Tag« oder brachten sich Pakete, wenn der Postbote jemanden nicht angetroffen hatte.”

 

 

Jens Petersen (Pinneberg, 20 maart 1976)

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20-03-12

Katharina Hartwell

 

De Duitse schrijfster Katharina Hartwel werd geboren op 20 maart 1984 in Keulen. Zie ook mijn blog van 19 april 2010 en ook mijn blog van 19 april 2011.

 

Uit:Grashüpfer

 

“Ich habe große Angst vor Grashüpfern.

Ich denke andauernd an Grashüpfer und habe große Angst, und die Mutter will es nicht verstehen, kann es nicht verstehen und sagt: Grashüpfer, sagt sie, Mensch, stell dich nicht so an. Die haben doch mehr Angst vor dir, sagt sie noch. Dann aber glaube ich ihr kein Wort mehr, denn zufällig weiß ich, dass Grashüpfer

überhaupt vor niemandem Angst haben.

Besonders in der Nacht fürchte ich mich sehr, weil ich weiß, dass alle bereits schlafen und die Mutter sehr ärgerlich wäre, würde ich sie wecken und bitten, einen Grashüpfer zu entfernen. Dem Vater würde es wohl endgültig reichen, wahrscheinlich würde er sagen: Nun reicht es mir aber wohl endgültig. Und dann stünde ich schön dumm da, weil ich in mein dunkles Zimmer zurückgehen und mich zwischen all die Grashüpfer legen müsste, und wahrscheinlich würden sie noch anfangen zu zirpen.

Wenn ich von den Grashüpfern erzählen will, wie sie von grellem Grün sind und kleine schwarze Augen haben, die einen gemein anschauen, sagt die Mutter: Denk mal an die Sarah. Die hat wirkliche Probleme. Ich denke dann mal an die Sarah und an die

wirklichen Probleme, die sie hat, und muss der Mutter Recht geben, solche wirklichen Probleme wie die Sarah habe ich tat- sächlich nicht. Aber wer hat schon solche wirklichen Probleme? Sogar die Sarah hat sie erst seit kurzer Zeit, seit ihr Vater gestorben

ist, hat sie solche wirklichen Probleme. Seitdem sagt die Mutter häufig: Die Sarah ohne Vater und du mit deinen Grashüpfern, verrückt werden kann man da. Mensch.“

 

 

Katharina Hartwell (Keulen, 20 maart 1984)

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19-04-11

Veniamin Kaverin, Pierre-Jean de Béranger, Louis Amédée Achard, Katharina Hartwell

 

De Russische schrijver Veniamin Kaverin werd geboren op 19 april 1902 in Pskov. Zie ook mijn blog van 18 april 2009 en ook mijn blog van 19 april 2010.

 

Uit: Two captains (Vertaald door Bernard Isaacs)

 

„It must have been on one  such cheerless  evening,  as I lay  beside my father, that  I  first became aware of  my  surroundings. The squalid little room With its low ceiling, its walls pasted over with newspapers, and  a big crack under the  window through which drew  cold air  and  the  tang of  the

river-such was our  home. The dark, beautiful woman with her hair let  down, sleeping on the  floor on  two sacks filled with  straw, was my  mother. The little  feet sticking out  from  under  the patchwork  quilt belonged  to my sister.  The dark skinny boy in the outsize trousers who crept shivering out

of bed and stole into the yard was me.

     A likely spot had  been selected long ago, string had been prepared and even  dry twigs piled up at the Gap; all I  needed now to  go out  after the blue  crabs  was  a piece of  rotting meat. The bed  of  our  river was  all different colours, and so were  the crabs in  it-black, green,  and  yellow.

These were baited with frogs and lured with a bonfire. But the blue crab, as all  of  us boys firmly believed, could only be taken with rotting meat. The day  before I had had a stroke of luck  at  last: I  had managed to steal  a piece of  meat from Mother and  kept it in  the  sun all  day. It was putrid

now-one did not have to take it into one's hand to find that out.

     I  ran down to the Gap along the river bank:  here brushwood  had  been

piled  up for a fire. In the  distance one  could see the towers,  Pokrovsky Tower on  one  bank, Spassky  on the other. When the war broke out they were used  as  army leather goods depots.  Pyotr Sko-vorodnikov used  to say that devils  once  dwelt  in Spassky Tower and that he had actually  seen  them ferrying over to our side, after which they had scuttled their boat and made their home Pokrovsky Tower.”

 

 

Veniamin Kaverin (19 april 1902 – 4 mei 1989)

 

 

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19-04-10

Veniamin Kaverin, Pierre-Jean de Béranger, Louis Amédée Achard, Katharina Hartwell


De Russische schrijver Veniamin Kaverin werd geboren op 19 april 1902 in Pskov. Zie ook mijn blog van 18 april 2009.

 

Uit: Two captains (Vertaald door Bernard Isaacs)

 

Although I have survived, I have little reason to rejoice, as I shall soon be undergoing an operation, after which I can only trust in God's mercy, for God alone knows how I'm going to live without feet. What I have to tell you is this.

The St. Maria became icebound in the Kara Sea and since October 1912 has been drifting steadily north with the Arctic icefields. When we left the schooner she was in latitude 82° 55'. She is standing in the middle of an icefield, or rather that was where she was from the autumn of 1912 until the day I left her. She may be free of the ice this year, but I think this is more likely to happen next year, when she will be round about the spot where the Fram broke free. The men who have remained in her have enough victuals to last until October or November of next year. In any case, I hasten to assure you that we did not leave the ship because she was in a hopeless plight. I had to carry out Captain's orders, of course, but I must admit that they fell in with my own wishes. When I was leaving the ship with the thirteen men, Ivan Lvovich gave me a packet addressed to the Head of the Hydrographical Board—who has since died-and a letter for you. I dare not risk mailing them, because, being the only survivor, I am anxious to preserve all evidence of my honourable conduct. I therefore ask you to send for them or come to Archangel yourself, as I shall be spending at least three months in hospital.

"Awaiting your reply, I remain your obedient servant.

"I. Klimov, Navigating Officer."

The address had been washed away, but had obviously been written in the same bold upright hand on the thick yellowed envelope.

This letter must have become for me something in the nature of a prayer, for I used to repeat it every evening while waiting for my father to come home.

He used to come in late from the wharf. The steamers arrived now every day and took on cargoes, not of flax and grain as they used to do, but of heavy cases containing cartridges and gun parts. Burly, thickset and moustached, he used to come in wearing a cloth cap and tarpaulin trousers. Mother would talk and talk, while he ate in silence, once in a while clearing his throat or wiping his moustache. Then he would take us children-my sister and me—and lie down to sleep. He smelt of hemp, sometimes of apples or grain, and sometimes of rancid machine-oil, and I remember what a depressing effect that smell had on me.“

 

 

 

Kaverin

Veniamin Kaverin (19 april 1902 – 4 mei 1989)

 

 

 

 

De Franse dichter en schrijver van liedteksten Pierre-Jean de Béranger werd geboren op 19 april 1780 in Parijs. Zie ook mijn blog van 19 april 2007 en ook mijn blog van 18 april 2009.

 

 

Air des Trois couleurs

 

Toujours prophète, en mon saint ministère,
Sur l'avenir j'ose interroger Dieu.
Pour châtier les princes de la terre,
Dans l'ancien monde un déluge aura lieu.
Déjà, près d'eux, l'Océan sur ses grèves
Mugit, se gonfle: il vient, maîtres, voyez !
Voyez, leur dis-je. Ils répondent: Tu rêves.
Ces pauvres rois (bis), ils seront tous noyés.

Que vous ont fait, mon Dieu, ces bons monarques !
Il en est tant dont on bénit les lois.
Des jougs trop lourds si nous portons les marques,
C'est qu'en oubli le peuple a mis ses droits.
Pourtant les flots précipitent leur marche
Contre ces chefs jadis si bien choyés.
Faute d'esprit pour se construire une arche,
Ces pauvres rois (bis), ils seront tous noyés.

Qui parle aux flots ? un despote d'Afrique,
Noir fils de Cham, qui règne les pieds nus.
Soumis, dit-il, à mon fétiche antique,
Flots qui grondez, doublez mes revenus.
Et ce bon roi, prélevant un gros lucre
Sur les forbans à la traite employés,
Vend ses sujets pour nous faire du sucre.
Ces pauvres rois (bis), ils seront tous noyés.

Accourez tous ! crie un sultan d'Asie:
Femmes, vizirs, eunuques, icoglans.
Je veux des flots, domptant la frénésie,
Faire une digue avec vos corps sanglants.
Dans son sérail tout parfumé de fêtes,
D'où vont s'enfuir ses gardes effrayés,
Il fume, il baîlle, il fait voler des têtes.
Ces pauvres rois (bis), ils seront tous noyés.

Dans notre Europe, où naît ce grand déluge,
Unis en vain pour se prêter secours,
Tous ont crié: Dieu, soyez notre juge.
Dieu leur répond: Nagez, nagez toujours.
Dans l'Océan ces augustes personnes
Vont s'engloutir; leurs trônes sont broyés;
On bat monnaie avec l'or des couronnes.
Ces pauvres rois (bis), ils seront tous noyés.

Cet Océan, quel est-il, ô prophète ?
Peuples, c'est nous, affranchis de la faim,
Nous, plus instruits, consommant la défaite
De tant de rois inutiles enfin.
Dieu fait passer sur ces fils indociles
Nos flots mouvants si longtemps fourvoyés.
Puis, le ciel brille et les flots sont tranquilles.
Ces pauvres rois (bis), ils seront tous noyés.

 

 

 

 

Béranger
Pierre-Jean de Béranger (19 april 1780 – 16 juli 1857)

Sculptuur in de facade van het Hôtel de ville in Parijs

 

 

 

 

De Franse schrijver Louis Amédée Achard werd geboren op 19 april 1814 in Marseille. Zie ook mijn blog van 18 april 2009.

 

Uit: Recits d'un soldat

 

Au mois de juillet 1870, j'achevais la troisième année de mes études à l'École centrale des arts et manufactures. C'était le moment où la guerre, qui allait être déclarée, remplissait Paris de tumulte et de bruit. Dans nos théâtres, tout un peuple fouetté par les excitations d'une partie de la presse, écoutait debout, en le couvrant d'applaudissements frénétiques, le refrain terrible de cette

_Marseillaise_ qui devait nous mener à tant de désastres. Des régiments passaient sur les boulevards, accompagnés par les clameurs de milliers d'oisifs qui croyaient qu'on gagnait des batailles avec des cris. La ritournelle de la chanson des _Girondins_ se promenait par les rues, psalmodiée par la voix des gavroches. Cette agitation factice pouvait faire supposer à un observateur inattentif que la grande ville désirait, appelait la guerre; le gouvernement, qui voulait être trompé, s'y trompa.

Un décret appela au service la garde mobile de l'Empire, cette même garde mobile que le mauvais vouloir des soldats qui la composaient, ajouté à l'opposition aveugle et tenace de la gauche, semblaient condamner à un éternel repos. En un jour elle passa du sommeil des cartons à la vie agitée des camps. L'École centrale se hâta de fermer ses portes et d'expédier les diplômes à ceux des concurrents désignés par leur numéro d'ordre. Ingénieur civil depuis quelques heures,

j'étais soldat et faisais partie du bataillon de Passy portant le no 13. La garde mobile de la Seine n'était pas encore organisée, qu'il était facile déjà de reconnaître le mauvais esprit qui l'animait. Elle poussait l'amour de l'indiscipline jusqu'à l'absurde. Qui ne se rappelle encore ces départs bruyants qui remplissaient la rue Lafayette de voitures de toute sorte conduisant à la gare du chemin de fer de l'Est des bataillons composés d'éléments de toute nature? Quelles attitudes! quel tapage! quels cris! A la vue de ces bandes qui partaient en fiacre après boire, il était aisé de pressentir quel triste exemple elles donneraient.

 

ACHARD_louis

Louis Amédée Achard (19 april 1814 – 24 maart 1875)

Bij zijn graf op Le Père-Lachaise in Parijs

 

 

 

 

Onafhankelijk van geboortedata:

 

De Duitse schrijfster Katharina Hartwell werd geboren in 1984 in Keulen. Vanaf 2003 studeerde zij van Engels en American Studies in Frankfurt am Main. Sinds 2007 volgde zij aanvullend interdisciplinaire genderstudies. Zij publiceerde in bloemlezingen en tijdschriften, waaronder Der Literaturbote, Zeichen und Wunder, Verstärker. In 2006 was zij de winnares van de wedstrijd "Jonge Literatuur Hessen-Thüringen" van het Hessische Ministerie voor Wetenschappen en Kunsten. Katherine Hartwell won in 2009 de MDR-korte verhaal prijs.

 

Uit: Die nächste Runde

 

Punkt zwölf.

Sagst du, wirst du da sein.

Ich weiß: da sein wirst du vielleicht, sicher nicht um zwölf. Seitdem wir uns kennen, wir kennen uns lange, lässt du mich warten, magst gerne, zu wissen: irgendwo hänge ich in der Luft, komme nicht zu Boden

ohne dich.

Da bin ich trotzdem schon, nicht erst um zwölf, früher noch, eine halbe Stunde, länger vielleicht.

Ich warte so gerne auf dich.

Über den Sommer im Jahr davor will ich sagen: Das war der heißeste seit langem. Dann kommt zurück zu mir: Der Sommer war nicht heiß; lauwarme Enttäuschungen, jeden Tag eine. Der Sommer, das war: Nasenbluten so oft, warten auf die Hitze, die nicht kommt. Einmal fuhren wir an den See, weil du das so wolltest. Vorher hatte ich gesagt:

Lass uns zu Hause bleiben. Es regnet bestimmt.

Wir stritten. Oder vielleicht strittest du und ich hielt aus, am Ende fuhren wir doch. Als es anfing zu regnen, wollte ich aufstehen, dachte, wir packen, fahren zurück und reden nicht mehr darüber. Aber wir mussten bleiben. Die einzigen am See, im Regen sitzend, weil du nicht aushalten kannst, wenn ich Recht habe und du nicht.“

 

 

 

Hartwell
Katharina Hartwell (Keulen, 1984
)