28-08-17

Dolce far niente, Friedrich Hebbel, Johann Wolfgang von Goethe, Maria Barnas, A. Moonen, C. J. Kelk, Frederick Kesner

 

Dolce far niente

 

 
De rozentuin in Wargemont door Pierre Auguste Renoir, 1879

 

Sommerbild

Ich sah des Sommers letzte Rose stehen,
Sie war, als ob sie bluten könnte, rot
Da sprach ich schaudernd im Vorübergehen:
So weit im Leben, ist zu nah dem Tod!

Es regte sich kein Hauch am heißen Tag,
Nur leise strich ein weißer Schmetterling;
Doch, ob auch kaum die Luft sein Flügelschlag
bewegte, sie empfand es und verging.

 

 
Friedrich Hebbel (18 maart 1813 - 13 december 1863)
Wesselburen, de geboorteplaats van Friedrich Hebbel

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14-02-17

Nähe des Geliebten (Johann Wolfgang von Goethe), Piet Paaltjes, Hanna Bervoets

 

Bij Valentijnsdag - Dolce far niente

 

 
The Eve of St Valentine door George Smith, 1871

 

 

Nähe des Geliebten

Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
vom Meere strahlt;
ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
in Quellen malt.

Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
der Staub sich hebt;
in tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
der Wanderer bebt.

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfen Rauschen
die Welle steigt;
im stillen Haine geh ich oft zu lauschen,
wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne,
du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.
O wärst du da!

 

 
Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)
Frankfurt am Main, Der Römer. Goethe werd geboren in Frankfurt.

 

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28-08-16

Dolce far niente, Geerten Gossaert Johann Wolfgang von Goethe, A. Moonen, Maria Barnas, C. J. Kelk, Frederick Kesner

 

Dolce far niente

 


El bano del caballo door Joaquin Sorolla Y Bastida, 1909

 

 

De Centaur en de oceaan

Soms in den hoogen noen der heete zomerdagen

Ontspant de visschersknaap, die loom zijn leden baadt,
Half scherts, half medelij, 't paard van den schelpenwagen,
Dat hinnikt van genot en wild de hoeven slaat.

Doch hij, met kalmen lach, grijpt onversaagd, sterkhandig,
Zijn ruige manen vast, bedwingt zijn drift, en, vlug,
Met eenen breeden zwaai bespringt hij, naakt, 't stilstandig
Nu lijdzaam wachtend dier den breede' en naakten rug!

Dan stuurt hij zeewaarts in. En waar, in lage reven,
De laffe branding breekt, blijft hij, uitdagend, staan
En machtig, brons op bruin, tot ééne leest verheven,
Bespot hij, een centaur, den machtlooze' oceaan.

Wel ziet hij, diep in zee, uit de even waterwellen,
Een kleine spitse golf, al naar zij nader rent,
Gestaêg verkleurend tot een machtgen breker zwellen,
Al grommlende in zijn borst een duister dreigement ...

Maar hij, met strak gelaat, wacht, schrap zich stellend, zonder
Ontroering, tot de golf, schijnwoedend, schuimverbleekt,
In éénen langgerekt-traagsidderenden donder
Zijn tuimlende overmacht aan 't roerloos tarten wreekt ...

En dan, uitbundig, barst het hoog gegier van 't water,
En 't brieschen van den hengst, die worstelt om een steê,
Met zijn' metalen lach saam uit in één geschater
Dat opklimt uit het schuim en uitschalt over zee!




Geerten Gossaert (9 februari 1884 - 27 oktober 1958)
Kralingen. Geerten Gossaert werd geboren in Kralingen

Bewaren

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24-04-16

Marcus Clarke, Carl Immermann, Otto Leixner von Grünberg, L. J. M. Feber, Karl Lappe, Gaston Martens

 

De Australische schrijver Marcus Clarke werd geboren op 24 april 1846 in Londen. Zie ook alle tags voor Marcus Clarke op dit blog.

Uit: Australian Tales of the Bush

“He was a quiet fellow enough. His utmost wrath never sufficed to ruffle a hair on the sleek backs of King Cobb’s horses. His utmost mirth never went beyond an ape-like chuckle, that irradiated his painstricken face, as a stray gleam of sunshine lights up the hideousness of the gargoyle on some old cathedral tower.
It was only when “in drink” that Poor Joe became a spectacle for strangers to wonder at. Brandy maddened him, and when thus excited his misshapen soul would peep out of his sunken fiery eyes, force his grotesque legs to dance unseemly sarabands, and compel his pigeonbreast to give forth monstrous and ghastly utterances, that might have been laughs, were they not so much like groans of a brutish despair that had in it a strange chord of human suffering. Coppinger was angry when the poor dwarf was thus tortured for the sport of the whisky-drinkers, and once threw Frolicksome Fitz into the muck midden for inciting the cripple to sputter forth his grotesque croonings and snatches of gruesome merriment. “He won’t be fit for nothin’ to-morrer,” was the excuse Coppinger made for his display of feeling. Indeed, on the days that followed these debauches, Poor Joe was sadly downcast. Even his beloved horses failed to cheer him, and he would sit, red-eyed and woe-begone, on the post-and-rail-fence, like some dissipated bird of evil omen.
The only thing he seemed to love, save his horses, was Coppinger, and Coppinger was proud of this simple affection. So proud was he, that when he discovered that whenever Miss Jane, the sister of Young Bartram, from Seven Creeks, put her pony into the stable, the said pony was fondled and slobbered over and caressed by Poor Joe, he felt something like a pang of jealousy.
Miss Jane was a fair maiden, with pale gold hair, and lips like the two streaks of crimson in the leaf of the white poppy. Young Bartram, owner of Seven Creeks Station—you could see the lights in the house windows from Coppinger’s—had brought her from town to “keep house for him,” and she was the beauty of the country side. Frolicksome Fitz, the pound-keeper, was at first inclined to toast an opposition belle (Miss Kate Ryder of Ryder’s Mount), but when returning home one evening by the New Dam, he saw Miss Jane jump Black Jack over the post-and-wire into the home station paddock, he forswore his allegiance.”

 

 
Marcus Clarke (24 april 1846 – 2 augustus 1881)
In 1886

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07-02-16

Fastnacht 1825 (Johann Wolfgang von Goethe)

 

Bij Carnaval

 


Carnaval in Rome door Jose Benlliure y Gil, 1881

 

 

Fastnacht 1825

Da das Alter, wie wir wissen,
Nicht für Torheit helfen kann,
Wär es ein gefundner Bissen
Einem heitern alten Mann,

Dass am Rhein, dem vielbeschwommnen,
Mummenschar sich zum Gefecht
Rüstet gegen angekommnen
Feind, zu sichern altes Recht.

Auch dem Weisen fügt behäglich
Sich die Torheit wohl zur Hand,
Und so ist es gar verträglich,
Wenn er sich mit euch verband.

Selbst Erasmus ging den Spuren
Der Moria scherzend nach,
Ulrich Hutten mit Obskuren
Derbe Lanzenkiele brach.

Löblich wird ein tolles Streben,
Wenn es kurz ist und mit Sinn;
Heiterkeit zum Erdeleben
Sei dem flüchtigen Rausch Gewinn.

Häufet nur an diesem Tage
Kluger Torheit Vollgewicht,
Dass mit uns die Nachwelt sage:
Jahre sind der Lieb und Pflicht.

 

 

 
Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)
Frankfurt, Carnaval 2014, Goethe werd in Frankfurt geboren.

 

 

Zie voor de schrijvers van de 7e februari ook mijn vorige drie blogs van vandaag.

28-08-15

Johann Wolfgang von Goethe, A. Moonen, Maria Barnas, C. J. Kelk, Frederick Kesner

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Wolfgang von Goethe werd geboren op 28 augustus 1749 in Frankfurt am Main. Zie ook mijn blog van 28 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Johann Wolfgang von Goethe op dit blog.

Uit: Wilhelm Meisters Lehrjahre

„Die Alte kehrte sich um und wollte die Gaben, womit er auch sie bedacht, vorweisen, als Mariane, sich von den Geschenken wegwendend, mit Leidenschaft ausrief: »Fort! Fort! heute will ich nichts von allem diesen hören; ich habe dir gehorcht, du hast es gewollt, es sei so! Wenn Norberg zurückkehrt, bin ich wieder sein, bin ich dein, mache mit mir, was du willst, aber bis dahin will ich mein sein, und hättest du tausend Zungen, du solltest mir meinen Vorsatz nicht ausreden. Dieses ganze Mein will ich dem geben, der mich liebt und den ich liebe. Keine Gesichter! Ich will mich dieser Leidenschaft überlassen, als wenn sie ewig dauern sollte.«
Der Alten fehlte es nicht an Gegenvorstellungen und Gründen; doch da sie in fernerem Wortwechsel heftig und bitter ward, sprang Mariane auf sie los und faßte sie bei der Brust. Die Alte lachte überlaut. »Ich werde sorgen müssen«, rief sie aus, »daß sie wieder bald in lange Kleider kommt, wenn ich meines Lebens sicher sein will. Fort, zieht Euch aus! Ich hoffe, das Mädchen wird mir abbitten, was mir der flüchtige Junker Leids zugefügt hat; herunter mit dem Rock und immer so fort alles herunter! Es ist eine unbequeme Tracht, und für Euch gefährlich, wie ich merke. Die Achselbänder begeistern Euch.«
Die Alte hatte Hand an sie gelegt, Mariane riß sich los. »Nicht so geschwind!« rief sie aus, »ich habe noch heute Besuch zu erwarten.«
»Das ist nicht gut«, versetzte die Alte. »Doch nicht den jungen, zärtlichen, unbefiederten Kaufmannssohn?« – »Eben den«, versetzte Mariane.
»Es scheint, als wenn die Großmut Eure herrschende Leidenschaft werden wollte«, erwiderte die Alte spottend; »Ihr nehmt Euch der Unmündigen, der Unvermögenden mit großem Eifer an. Es muß reizend sein, als uneigennützige Geberin angebetet zu werden.«
»Spotte, wie du willst. Ich lieb ihn! ich lieb ihn! Mit welchem Entzücken sprech ich zum erstenmal diese Worte aus! Das ist diese Leidenschaft, die ich so oft vorgestellt habe, von der ich keinen Begriff hatte. Ja, ich will mich ihm um den Hals werfen! ich will ihn fassen, als wenn ich ihn ewig halten wollte. Ich will ihm meine ganze Liebe zeigen, seine Liebe in ihrem ganzen Umfang genießen.«

 

 
Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)
Monument in Frankfurt am Main

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28-08-14

Johann Wolfgang von Goethe, A. Moonen, Maria Barnas, C. J. Kelk, Frederick Kesner

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Wolfgang von Goethe werd geboren op 28 augustus 1749 in Frankfurt am Main. Zie ook mijn blog van 28 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Johann Wolfgang von Goethe op dit blog.

Uit: Die Wahlverwandtschaften

„Eduard – so nennen wir einen reichen Baron im besten Mannesalter – Eduard hatte in seiner Baumschule die schönste Stunde eines Aprilnachmittags zugebracht, um frisch erhaltene Pfropfreiser auf junge Stämme zu bringen.
Sein Geschäft war eben vollendet; er legte die Gerätschaften in das Futteral zusammen und betrachtete seine Arbeit mit Vergnügen, als der Gärtner hinzutrat und sich an dem teilnehmenden Fleiße des Herrn ergetzte.
»Hast du meine Frau nicht gesehen?« fragte Eduard, indem er sich weiterzugehen anschickte.
»Drüben in den neuen Anlagen«, versetzte der Gärtner.
»Die Mooshütte wird heute fertig, die sie an der Felswand, dem Schlosse gegenüber, gebaut hat.
Alles ist recht schön geworden und muß Euer Gnaden gefallen.
Man hat einen vortrefflichen Anblick: unten das Dorf, ein wenig rechter Hand die Kirche, über deren Turmspitze man fast hinwegsieht, gegenüber das Schloß und die Gärten«.
»Ganz recht«, versetzte Eduard; »einige Schritte von hier konnte ich die Leute arbeiten sehen«.
»Dann«, fuhr der Gärtner fort, »öffnet sich rechts das Tal, und man sieht über die reichen Baumwiesen in eine heitere Ferne.
Der Stieg die Felsen hinauf ist gar hübsch angelegt.
Die gnädige Frau versteht es; man arbeitet unter ihr mit Vergnügen«.
»Geh zu ihr«, sagte Eduard, »und ersuche sie, auf mich zu warten.
Sage ihr, ich wünsche die neue Schöpfung zu sehen und mich daran zu erfreuen«.
Der Gärtner entfernte sich eilig, und Eduard folgte bald.
Dieser stieg nun die Terrassen hinunter, musterte im Vorbeigehen Gewächshäuser und Treibebeete, bis er ans Wasser, dann über einen Steg an den Ort kam, wo sich der Pfad nach den neuen Anlagen in zwei Arme teilte.
Den einen, der über den Kirchhof ziemlich gerade nach der Felswand hinging, ließ er liegen, um den andern einzuschlagen, der sich links etwas weiter durch anmutiges Gebüsch sachte hinaufwand; da, wo beide zusammentrafen, setzte er sich für einen Augenblick auf einer wohlangebrachten Bank nieder, betrat sodann den eigentlichen Stieg und sah sich durch allerlei Treppen und Absätze auf dem schmalen, bald mehr bald weniger steilen Wege endlich zur Mooshütte geleitet.“

 

 
Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)
Portret door Angelica Kauffmann, 1787 / 88

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22-07-14

Blumen sehet ruhig sprießen (Johann Wolfgang von Goethe)

 

Dolce far niente

 

 
Goethes tuinhuis in de zomer door Max Oehler, rond 1920

 

 

Blumen sehet ruhig sprießen

Blumen sehet ruhig sprießen,
Reizend euer Haupt umzieren;
Früchte wollen nicht verführen,
Kostend mag man sie genießen.

Bieten bräunliche Gesichter
Kirschen, Pfirschen, Königspflaumen,
Kauft! denn gegen Zung' und Gaumen
Hält sich Auge schlecht als Richter.

Kommt, von allerreifsten Früchten
Mit Geschmack und Lust zu speisen!
über Rosen läßt sich dichten,
In die äpfel muß man beißen.

Sei's erlaubt, uns anzupaaren
Eurem reichen Jugendflor,
Und wir putzen reifer Waren
Fülle nachbarlich empor.

Unter lustigen Gewinden,
In geschmückter Lauben Bucht,
Alles ist zugleich zu finden:
Knospe, Blätter, Blume, Frucht.

 

 
Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)
Portret door Joseph Karl Stieler, 1828

 

 

Zie voor de schrijvers van de 22e juli ook mijn blog van 2 juli 2011 deel 1 en ook deel 2 en eveneens mijn blog van 22 juli 2012.

28-08-13

Johann Wolfgang von Goethe, A. Moonen, Maria Barnas, Frederick Kesner

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Wolfgang von Goethe werd geboren op 28 augustus 1749 in Frankfurt am Main. Zie ook mijn blog van 28 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Johann Wolfgang von Goethe op dit blog.

 

 

Das Heidenröslein

 

Sah ein Knab ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden,
War so jung und morgenschön,
Lief er schnell, es nah zu sehn,
Sah’s mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Knabe sprach: Ich breche dich,
Röslein auf der Heiden!
Röslein sprach: Ich steche dich,
Daß du ewig denkst an mich,
Und ich will’s nicht leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Und der wilde Knabe brach
’s Röslein auf der Heiden;
Röslein wehrte sich und stach,
Half ihr doch kein Weh und Ach,
Mußt’ es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

 

 

 

Das Sonett

 

Sich in erneutem Kunstgebrauch zu üben,

Ist heil'ge Pflicht, die wir dir auferlegen:

Du kannst dich auch, wie wir, bestimmt bewegen

Nach Tritt und Schritt, wie es dir vorgeschrieben.

 

Denn eben die Beschränkung läßt sich lieben,

Wenn sich die Geister gar gewaltig regen;

Und wie sie sich denn auch gebärden mögen,

Das Werk zuletzt ist doch vollendet blieben.

 

So möcht' ich selbst in künstlichen Sonetten,

In sprachgewandter Maße kühnem Stolze,

Das Beste, was Gefühl mir gäbe, reimen;

 

Nur weiß ich hier mich nicht bequem zu betten:

Ich schneide sonst so gern aus ganzem Holze,

Und müßte nun doch auch mitunter leimen.

 

 

Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen
Und haben sich, eh man es denkt, gefunden;
Der Widerwille ist auch mir verschwunden,
Und beide scheinen gleich mich anzuziehen.

Es gilt wohl nur ein redliches Bemühen!
Und wenn wir erst in abgemeßnen Stunden
Mit Geist und Fleiß uns an die Kunst gebunden,
Mag frei Natur im Herzen wieder glühen.

So ists mit aller Bildung auch beschaffen:
Vergebens werden ungebundne Geister
Nach der Vollendung reiner Höhe streben.

Wer Großes will, muß sich zusammenraffen;
In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister,
Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben.

 

 

 

 

Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)

Portret door Gerhard von Kügelgen, 1808-1809

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28-08-12

Johann Wolfgang von Goethe, A. Moonen, Maria Barnas

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Wolfgang von Goethe werd geboren op 28 augustus 1749 in Frankfurt am Main. Zie ook mijn blog van 28 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Johann Wolfgang von Goethe op dit blog.

 

 

Erlkönig

 

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? -
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? -
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. -

»Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.«

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? -
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind. -

»Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.«

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort? -
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. -

»Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.«
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! -

Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.

 

 

 

 

An den Mond

 

Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;

Breitest über mein Gefild
Lindernd deinen Blick,
Wie des Freundes Auge mild
Über mein Geschick.

Jeden Nachklang fühlt mein Herz
Froh und trüber Zeit
Wandle zwischen Freud und Schmerz
In der Einsamkeit.

Fließe, fließe, lieber Fluß!
Nimmer werd ich froh,
So verrauschte Scherz und Kuß,
Und die Treue so.

Ich besaß es doch einmal,
Was so köstlich ist!
Daß man doch zu seiner Qual
Nimmer es vergißt!

Rausche, Fluß, das Tal entlang,
Ohne Rast und Ruh,
Rausche, flüstre meinem Sang
Melodien zu.

Wenn du in der Winternacht
Wütend überschwillst,
Oder um die Frühlingspracht
Junger Knospen quillst.

Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Haß verschließt,
Einen Freund am Busen hält
Und mit dem genießt

Was, von Menschen nicht gewußt
Oder nicht bedacht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.

 

 

 

 

Wandrers Nachtlied

 

Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.

 

 

 

Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)

Monument in Chigaco: "To Goethe, the mastermind of the German people"

 

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17-06-12

Dolce far niente 12 (Bij Vaderdag)

 

Dolce far niente 12 (Bij Vaderdag)

 

   

 

Kijken hoe vader werkt, Albert Neuhuys (10 juni 1844 –6 februari 1914)

 

 

 

 

 

My Father

 

The memory of my father is wrapped up in
white paper, like sandwiches taken for a day at work.

Just as a magician takes towers and rabbits
out of his hat, he drew love from his small body,

and the rivers of his hands
overflowed with good deeds.

 

 

 

Yehuda Amichai (3 mei 1924 – 22 September 2000)

 

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24-04-12

Otto Leixner von Grünberg, L. J. M. Feber, Karl Lappe, Gaston Martens

 

De Duitse dichter, schrijver, criticus en historicus Otto Leixner von Grünberg werd geboren op 24 april 1847 in Schloß Saar, Mähren.Zie ook alle tags voor Otto Leixner von Grünberg op dit blog.

 

 

Das verlassene Mädchen

 

Ich sitze manchen langen Tag

Mit meinem Kind am grünen Hag,

Wo ich an seinem Herzen lag,

Am Herzen lag.

 

Da nahm er mich in seinen Arm

Und küßte mich so warm, so warm -

Davon mir wurde bittrer Harm,

Ja bittrer Harm.

 

Sie stießen aus dem Elternhaus

In Nacht und Nebel mich hinaus -

Da ging mir wohl das Lachen aus,

Das Lachen aus.

 

Ich wäre tot schon sicherlich,

Mein armes Kind, du dauerst mich,

Möcht' fluchen dir und küsse dich,

Und küsse dich.

 

 

 


Otto Leixner von Grünberg (24 april 1847 – 12 april 1907)

Schloß Saar, Mähren

 

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01-04-12

Johann Wolfgang von Goethe, Milan Kundera, Nikolaj Gogol, Max Nord, Urs Allemann, Rolf Hochhuth

 

Bij Palmzondag

 

 


Intocht in Jeruzalem, Giotto di Bondone, 1304

 

 

 

Gedicht zum Palmsonntag

Im Vatikan bedient man sich
Palmsonntags echter Palmen.
Die Kardinäle beugen sich
und singen alte Psalmen.
Dieselben Psalmen singt man auch,
Ölzweiglein in den Händen,
Muss im Gebirg zu diesem Brauch
Stechpalmen gar verwenden.
Zuletzt, man will ein grünes Reis,
So nimmt man Weidenzweige.
Damit der Fromme Lob und Preis
auch im geringsten zeige.


Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)

Het Goethehaus in Weimar

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28-08-11

Johann Wolfgang von Goethe, A. Moonen, Maria Barnas, Frederick Kesner, Rita Dove

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Wolfgang von Goethe werd geboren op 28 augustus 1749 in Frankfurt am Main. Goethe werd de afgelopen week tot grootste Duitser aller tijden verkozen. Zie ook mijn blog van 28 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Johann Wolfgang von Goethe op dit blog.

 

Uit: Faust I

 

„Prolog im Himmel.

Der Herr. Die himmlischen Heerscharen. Nachher Mephistopheles. Die drei Erzengel treten vor.

 

Raphael:

Die Sonne tönt, nach alter Weise,
In Brudersphären Wettgesang,
Und ihre vorgeschriebne Reise
Vollendet sie mit Donnergang.
Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke,
Wenn keiner sie ergründen mag;
die unbegreiflich hohen Werke
Sind herrlich wie am ersten Tag.

Gabriel:

Und schnell und unbegreiflich schnelle
Dreht sich umher der Erde Pracht;
Es wechselt Paradieseshelle
Mit tiefer, schauervoller Nacht.
Es schäumt das Meer in breiten Flüssen
Am tiefen Grund der Felsen auf,
Und Fels und Meer wird fortgerissen
Im ewig schnellem Sphärenlauf.

Michael:

Und Stürme brausen um die Wette
Vom Meer aufs Land, vom Land aufs Meer,
und bilden wütend eine Kette
Der tiefsten Wirkung rings umher.
Da flammt ein blitzendes Verheeren
Dem Pfade vor des Donnerschlags.
Doch deine Boten, Herr, verehren
Das sanfte Wandeln deines Tags.

Zu drei:

Der Anblick gibt den Engeln Stärke,
Da keiner dich ergründen mag,
Und alle deine hohen Werke
Sind herrlich wie am ersten Tag.

Mephistopheles:

Da du, o Herr, dich einmal wieder nahst
Und fragst, wie alles sich bei uns befinde,
Und du mich sonst gewöhnlich gerne sahst,
So siehst du mich auch unter dem Gesinde.
Verzeih, ich kann nicht hohe Worte machen,
Und wenn mich auch der ganze Kreis verhöhnt;
Mein Pathos brächte dich gewiß zum Lachen,
Hättst du dir nicht das Lachen abgewöhnt.
Von Sonn' und Welten weiß ich nichts zu sagen,
Ich sehe nur, wie sich die Menschen plagen.
Der kleine Gott der Welt bleibt stets von gleichem Schlag,
Und ist so wunderlich als wie am ersten Tag.
Ein wenig besser würd er leben,
Hättst du ihm nicht den Schein des Himmelslichts gegeben;
Er nennt's Vernunft und braucht's allein,
Nur tierischer als jedes Tier zu sein.
Er scheint mir, mit Verlaub von euer Gnaden,
Wie eine der langbeinigen Zikaden,
Die immer fliegt und fliegend springt
Und gleich im Gras ihr altes Liedchen singt;
Und läg er nur noch immer in dem Grase!
In jeden Quark begräbt er seine Nase.“

 

 

 

Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)

Portret (olieverf) door Joseph Karl Stieler, 1828.

Volgens Stieler luidde Goethes commentaar: „Sie zeigen mir, wie ich sein könnte. Mit diesem Manne auf dem Bilde ließe sich wohl gerne ein Wörtchen sprechen. Er sieht so schön aus, dass er wohl noch eine Frau bekommen könnte.“ Geciteerd naar: Emil Schaeffer, Jörn Göres: Goethe – seine äußere Erscheinung, p. 179.

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