24-04-16

Marcus Clarke, Carl Immermann, Otto Leixner von Grünberg, L. J. M. Feber, Karl Lappe, Gaston Martens

 

De Australische schrijver Marcus Clarke werd geboren op 24 april 1846 in Londen. Zie ook alle tags voor Marcus Clarke op dit blog.

Uit: Australian Tales of the Bush

“He was a quiet fellow enough. His utmost wrath never sufficed to ruffle a hair on the sleek backs of King Cobb’s horses. His utmost mirth never went beyond an ape-like chuckle, that irradiated his painstricken face, as a stray gleam of sunshine lights up the hideousness of the gargoyle on some old cathedral tower.
It was only when “in drink” that Poor Joe became a spectacle for strangers to wonder at. Brandy maddened him, and when thus excited his misshapen soul would peep out of his sunken fiery eyes, force his grotesque legs to dance unseemly sarabands, and compel his pigeonbreast to give forth monstrous and ghastly utterances, that might have been laughs, were they not so much like groans of a brutish despair that had in it a strange chord of human suffering. Coppinger was angry when the poor dwarf was thus tortured for the sport of the whisky-drinkers, and once threw Frolicksome Fitz into the muck midden for inciting the cripple to sputter forth his grotesque croonings and snatches of gruesome merriment. “He won’t be fit for nothin’ to-morrer,” was the excuse Coppinger made for his display of feeling. Indeed, on the days that followed these debauches, Poor Joe was sadly downcast. Even his beloved horses failed to cheer him, and he would sit, red-eyed and woe-begone, on the post-and-rail-fence, like some dissipated bird of evil omen.
The only thing he seemed to love, save his horses, was Coppinger, and Coppinger was proud of this simple affection. So proud was he, that when he discovered that whenever Miss Jane, the sister of Young Bartram, from Seven Creeks, put her pony into the stable, the said pony was fondled and slobbered over and caressed by Poor Joe, he felt something like a pang of jealousy.
Miss Jane was a fair maiden, with pale gold hair, and lips like the two streaks of crimson in the leaf of the white poppy. Young Bartram, owner of Seven Creeks Station—you could see the lights in the house windows from Coppinger’s—had brought her from town to “keep house for him,” and she was the beauty of the country side. Frolicksome Fitz, the pound-keeper, was at first inclined to toast an opposition belle (Miss Kate Ryder of Ryder’s Mount), but when returning home one evening by the New Dam, he saw Miss Jane jump Black Jack over the post-and-wire into the home station paddock, he forswore his allegiance.”

 

 
Marcus Clarke (24 april 1846 – 2 augustus 1881)
In 1886

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07-02-16

Fastnacht 1825 (Johann Wolfgang von Goethe)

 

Bij Carnaval

 


Carnaval in Rome door Jose Benlliure y Gil, 1881

 

 

Fastnacht 1825

Da das Alter, wie wir wissen,
Nicht für Torheit helfen kann,
Wär es ein gefundner Bissen
Einem heitern alten Mann,

Dass am Rhein, dem vielbeschwommnen,
Mummenschar sich zum Gefecht
Rüstet gegen angekommnen
Feind, zu sichern altes Recht.

Auch dem Weisen fügt behäglich
Sich die Torheit wohl zur Hand,
Und so ist es gar verträglich,
Wenn er sich mit euch verband.

Selbst Erasmus ging den Spuren
Der Moria scherzend nach,
Ulrich Hutten mit Obskuren
Derbe Lanzenkiele brach.

Löblich wird ein tolles Streben,
Wenn es kurz ist und mit Sinn;
Heiterkeit zum Erdeleben
Sei dem flüchtigen Rausch Gewinn.

Häufet nur an diesem Tage
Kluger Torheit Vollgewicht,
Dass mit uns die Nachwelt sage:
Jahre sind der Lieb und Pflicht.

 

 

 
Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)
Frankfurt, Carnaval 2014, Goethe werd in Frankfurt geboren.

 

 

Zie voor de schrijvers van de 7e februari ook mijn vorige drie blogs van vandaag.

28-08-15

Johann Wolfgang von Goethe, A. Moonen, Maria Barnas, C. J. Kelk, Frederick Kesner

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Wolfgang von Goethe werd geboren op 28 augustus 1749 in Frankfurt am Main. Zie ook mijn blog van 28 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Johann Wolfgang von Goethe op dit blog.

Uit: Wilhelm Meisters Lehrjahre

„Die Alte kehrte sich um und wollte die Gaben, womit er auch sie bedacht, vorweisen, als Mariane, sich von den Geschenken wegwendend, mit Leidenschaft ausrief: »Fort! Fort! heute will ich nichts von allem diesen hören; ich habe dir gehorcht, du hast es gewollt, es sei so! Wenn Norberg zurückkehrt, bin ich wieder sein, bin ich dein, mache mit mir, was du willst, aber bis dahin will ich mein sein, und hättest du tausend Zungen, du solltest mir meinen Vorsatz nicht ausreden. Dieses ganze Mein will ich dem geben, der mich liebt und den ich liebe. Keine Gesichter! Ich will mich dieser Leidenschaft überlassen, als wenn sie ewig dauern sollte.«
Der Alten fehlte es nicht an Gegenvorstellungen und Gründen; doch da sie in fernerem Wortwechsel heftig und bitter ward, sprang Mariane auf sie los und faßte sie bei der Brust. Die Alte lachte überlaut. »Ich werde sorgen müssen«, rief sie aus, »daß sie wieder bald in lange Kleider kommt, wenn ich meines Lebens sicher sein will. Fort, zieht Euch aus! Ich hoffe, das Mädchen wird mir abbitten, was mir der flüchtige Junker Leids zugefügt hat; herunter mit dem Rock und immer so fort alles herunter! Es ist eine unbequeme Tracht, und für Euch gefährlich, wie ich merke. Die Achselbänder begeistern Euch.«
Die Alte hatte Hand an sie gelegt, Mariane riß sich los. »Nicht so geschwind!« rief sie aus, »ich habe noch heute Besuch zu erwarten.«
»Das ist nicht gut«, versetzte die Alte. »Doch nicht den jungen, zärtlichen, unbefiederten Kaufmannssohn?« – »Eben den«, versetzte Mariane.
»Es scheint, als wenn die Großmut Eure herrschende Leidenschaft werden wollte«, erwiderte die Alte spottend; »Ihr nehmt Euch der Unmündigen, der Unvermögenden mit großem Eifer an. Es muß reizend sein, als uneigennützige Geberin angebetet zu werden.«
»Spotte, wie du willst. Ich lieb ihn! ich lieb ihn! Mit welchem Entzücken sprech ich zum erstenmal diese Worte aus! Das ist diese Leidenschaft, die ich so oft vorgestellt habe, von der ich keinen Begriff hatte. Ja, ich will mich ihm um den Hals werfen! ich will ihn fassen, als wenn ich ihn ewig halten wollte. Ich will ihm meine ganze Liebe zeigen, seine Liebe in ihrem ganzen Umfang genießen.«

 

 
Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)
Monument in Frankfurt am Main

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28-08-14

Johann Wolfgang von Goethe, A. Moonen, Maria Barnas, C. J. Kelk, Frederick Kesner

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Wolfgang von Goethe werd geboren op 28 augustus 1749 in Frankfurt am Main. Zie ook mijn blog van 28 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Johann Wolfgang von Goethe op dit blog.

Uit: Die Wahlverwandtschaften

„Eduard – so nennen wir einen reichen Baron im besten Mannesalter – Eduard hatte in seiner Baumschule die schönste Stunde eines Aprilnachmittags zugebracht, um frisch erhaltene Pfropfreiser auf junge Stämme zu bringen.
Sein Geschäft war eben vollendet; er legte die Gerätschaften in das Futteral zusammen und betrachtete seine Arbeit mit Vergnügen, als der Gärtner hinzutrat und sich an dem teilnehmenden Fleiße des Herrn ergetzte.
»Hast du meine Frau nicht gesehen?« fragte Eduard, indem er sich weiterzugehen anschickte.
»Drüben in den neuen Anlagen«, versetzte der Gärtner.
»Die Mooshütte wird heute fertig, die sie an der Felswand, dem Schlosse gegenüber, gebaut hat.
Alles ist recht schön geworden und muß Euer Gnaden gefallen.
Man hat einen vortrefflichen Anblick: unten das Dorf, ein wenig rechter Hand die Kirche, über deren Turmspitze man fast hinwegsieht, gegenüber das Schloß und die Gärten«.
»Ganz recht«, versetzte Eduard; »einige Schritte von hier konnte ich die Leute arbeiten sehen«.
»Dann«, fuhr der Gärtner fort, »öffnet sich rechts das Tal, und man sieht über die reichen Baumwiesen in eine heitere Ferne.
Der Stieg die Felsen hinauf ist gar hübsch angelegt.
Die gnädige Frau versteht es; man arbeitet unter ihr mit Vergnügen«.
»Geh zu ihr«, sagte Eduard, »und ersuche sie, auf mich zu warten.
Sage ihr, ich wünsche die neue Schöpfung zu sehen und mich daran zu erfreuen«.
Der Gärtner entfernte sich eilig, und Eduard folgte bald.
Dieser stieg nun die Terrassen hinunter, musterte im Vorbeigehen Gewächshäuser und Treibebeete, bis er ans Wasser, dann über einen Steg an den Ort kam, wo sich der Pfad nach den neuen Anlagen in zwei Arme teilte.
Den einen, der über den Kirchhof ziemlich gerade nach der Felswand hinging, ließ er liegen, um den andern einzuschlagen, der sich links etwas weiter durch anmutiges Gebüsch sachte hinaufwand; da, wo beide zusammentrafen, setzte er sich für einen Augenblick auf einer wohlangebrachten Bank nieder, betrat sodann den eigentlichen Stieg und sah sich durch allerlei Treppen und Absätze auf dem schmalen, bald mehr bald weniger steilen Wege endlich zur Mooshütte geleitet.“

 

 
Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)
Portret door Angelica Kauffmann, 1787 / 88

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22-07-14

Blumen sehet ruhig sprießen (Johann Wolfgang von Goethe)

 

Dolce far niente

 

 
Goethes tuinhuis in de zomer door Max Oehler, rond 1920

 

 

Blumen sehet ruhig sprießen

Blumen sehet ruhig sprießen,
Reizend euer Haupt umzieren;
Früchte wollen nicht verführen,
Kostend mag man sie genießen.

Bieten bräunliche Gesichter
Kirschen, Pfirschen, Königspflaumen,
Kauft! denn gegen Zung' und Gaumen
Hält sich Auge schlecht als Richter.

Kommt, von allerreifsten Früchten
Mit Geschmack und Lust zu speisen!
über Rosen läßt sich dichten,
In die äpfel muß man beißen.

Sei's erlaubt, uns anzupaaren
Eurem reichen Jugendflor,
Und wir putzen reifer Waren
Fülle nachbarlich empor.

Unter lustigen Gewinden,
In geschmückter Lauben Bucht,
Alles ist zugleich zu finden:
Knospe, Blätter, Blume, Frucht.

 

 
Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)
Portret door Joseph Karl Stieler, 1828

 

 

Zie voor de schrijvers van de 22e juli ook mijn blog van 2 juli 2011 deel 1 en ook deel 2 en eveneens mijn blog van 22 juli 2012.

28-08-13

Johann Wolfgang von Goethe, A. Moonen, Maria Barnas, Frederick Kesner

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Wolfgang von Goethe werd geboren op 28 augustus 1749 in Frankfurt am Main. Zie ook mijn blog van 28 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Johann Wolfgang von Goethe op dit blog.

 

 

Das Heidenröslein

 

Sah ein Knab ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden,
War so jung und morgenschön,
Lief er schnell, es nah zu sehn,
Sah’s mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Knabe sprach: Ich breche dich,
Röslein auf der Heiden!
Röslein sprach: Ich steche dich,
Daß du ewig denkst an mich,
Und ich will’s nicht leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Und der wilde Knabe brach
’s Röslein auf der Heiden;
Röslein wehrte sich und stach,
Half ihr doch kein Weh und Ach,
Mußt’ es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

 

 

 

Das Sonett

 

Sich in erneutem Kunstgebrauch zu üben,

Ist heil'ge Pflicht, die wir dir auferlegen:

Du kannst dich auch, wie wir, bestimmt bewegen

Nach Tritt und Schritt, wie es dir vorgeschrieben.

 

Denn eben die Beschränkung läßt sich lieben,

Wenn sich die Geister gar gewaltig regen;

Und wie sie sich denn auch gebärden mögen,

Das Werk zuletzt ist doch vollendet blieben.

 

So möcht' ich selbst in künstlichen Sonetten,

In sprachgewandter Maße kühnem Stolze,

Das Beste, was Gefühl mir gäbe, reimen;

 

Nur weiß ich hier mich nicht bequem zu betten:

Ich schneide sonst so gern aus ganzem Holze,

Und müßte nun doch auch mitunter leimen.

 

 

Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen
Und haben sich, eh man es denkt, gefunden;
Der Widerwille ist auch mir verschwunden,
Und beide scheinen gleich mich anzuziehen.

Es gilt wohl nur ein redliches Bemühen!
Und wenn wir erst in abgemeßnen Stunden
Mit Geist und Fleiß uns an die Kunst gebunden,
Mag frei Natur im Herzen wieder glühen.

So ists mit aller Bildung auch beschaffen:
Vergebens werden ungebundne Geister
Nach der Vollendung reiner Höhe streben.

Wer Großes will, muß sich zusammenraffen;
In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister,
Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben.

 

 

 

 

Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)

Portret door Gerhard von Kügelgen, 1808-1809

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28-08-12

Johann Wolfgang von Goethe, A. Moonen, Maria Barnas

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Wolfgang von Goethe werd geboren op 28 augustus 1749 in Frankfurt am Main. Zie ook mijn blog van 28 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Johann Wolfgang von Goethe op dit blog.

 

 

Erlkönig

 

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? -
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? -
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. -

»Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.«

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? -
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind. -

»Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.«

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort? -
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. -

»Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.«
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! -

Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.

 

 

 

 

An den Mond

 

Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;

Breitest über mein Gefild
Lindernd deinen Blick,
Wie des Freundes Auge mild
Über mein Geschick.

Jeden Nachklang fühlt mein Herz
Froh und trüber Zeit
Wandle zwischen Freud und Schmerz
In der Einsamkeit.

Fließe, fließe, lieber Fluß!
Nimmer werd ich froh,
So verrauschte Scherz und Kuß,
Und die Treue so.

Ich besaß es doch einmal,
Was so köstlich ist!
Daß man doch zu seiner Qual
Nimmer es vergißt!

Rausche, Fluß, das Tal entlang,
Ohne Rast und Ruh,
Rausche, flüstre meinem Sang
Melodien zu.

Wenn du in der Winternacht
Wütend überschwillst,
Oder um die Frühlingspracht
Junger Knospen quillst.

Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Haß verschließt,
Einen Freund am Busen hält
Und mit dem genießt

Was, von Menschen nicht gewußt
Oder nicht bedacht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.

 

 

 

 

Wandrers Nachtlied

 

Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.

 

 

 

Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)

Monument in Chigaco: "To Goethe, the mastermind of the German people"

 

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17-06-12

Dolce far niente 12 (Bij Vaderdag)

 

Dolce far niente 12 (Bij Vaderdag)

 

   

 

Kijken hoe vader werkt, Albert Neuhuys (10 juni 1844 –6 februari 1914)

 

 

 

 

 

My Father

 

The memory of my father is wrapped up in
white paper, like sandwiches taken for a day at work.

Just as a magician takes towers and rabbits
out of his hat, he drew love from his small body,

and the rivers of his hands
overflowed with good deeds.

 

 

 

Yehuda Amichai (3 mei 1924 – 22 September 2000)

 

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24-04-12

Otto Leixner von Grünberg, L. J. M. Feber, Karl Lappe, Gaston Martens

 

De Duitse dichter, schrijver, criticus en historicus Otto Leixner von Grünberg werd geboren op 24 april 1847 in Schloß Saar, Mähren.Zie ook alle tags voor Otto Leixner von Grünberg op dit blog.

 

 

Das verlassene Mädchen

 

Ich sitze manchen langen Tag

Mit meinem Kind am grünen Hag,

Wo ich an seinem Herzen lag,

Am Herzen lag.

 

Da nahm er mich in seinen Arm

Und küßte mich so warm, so warm -

Davon mir wurde bittrer Harm,

Ja bittrer Harm.

 

Sie stießen aus dem Elternhaus

In Nacht und Nebel mich hinaus -

Da ging mir wohl das Lachen aus,

Das Lachen aus.

 

Ich wäre tot schon sicherlich,

Mein armes Kind, du dauerst mich,

Möcht' fluchen dir und küsse dich,

Und küsse dich.

 

 

 


Otto Leixner von Grünberg (24 april 1847 – 12 april 1907)

Schloß Saar, Mähren

 

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01-04-12

Johann Wolfgang von Goethe, Milan Kundera, Nikolaj Gogol, Max Nord, Urs Allemann, Rolf Hochhuth

 

Bij Palmzondag

 

 


Intocht in Jeruzalem, Giotto di Bondone, 1304

 

 

 

Gedicht zum Palmsonntag

Im Vatikan bedient man sich
Palmsonntags echter Palmen.
Die Kardinäle beugen sich
und singen alte Psalmen.
Dieselben Psalmen singt man auch,
Ölzweiglein in den Händen,
Muss im Gebirg zu diesem Brauch
Stechpalmen gar verwenden.
Zuletzt, man will ein grünes Reis,
So nimmt man Weidenzweige.
Damit der Fromme Lob und Preis
auch im geringsten zeige.


Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)

Het Goethehaus in Weimar

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28-08-11

Johann Wolfgang von Goethe, A. Moonen, Maria Barnas, Frederick Kesner, Rita Dove

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Wolfgang von Goethe werd geboren op 28 augustus 1749 in Frankfurt am Main. Goethe werd de afgelopen week tot grootste Duitser aller tijden verkozen. Zie ook mijn blog van 28 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Johann Wolfgang von Goethe op dit blog.

 

Uit: Faust I

 

„Prolog im Himmel.

Der Herr. Die himmlischen Heerscharen. Nachher Mephistopheles. Die drei Erzengel treten vor.

 

Raphael:

Die Sonne tönt, nach alter Weise,
In Brudersphären Wettgesang,
Und ihre vorgeschriebne Reise
Vollendet sie mit Donnergang.
Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke,
Wenn keiner sie ergründen mag;
die unbegreiflich hohen Werke
Sind herrlich wie am ersten Tag.

Gabriel:

Und schnell und unbegreiflich schnelle
Dreht sich umher der Erde Pracht;
Es wechselt Paradieseshelle
Mit tiefer, schauervoller Nacht.
Es schäumt das Meer in breiten Flüssen
Am tiefen Grund der Felsen auf,
Und Fels und Meer wird fortgerissen
Im ewig schnellem Sphärenlauf.

Michael:

Und Stürme brausen um die Wette
Vom Meer aufs Land, vom Land aufs Meer,
und bilden wütend eine Kette
Der tiefsten Wirkung rings umher.
Da flammt ein blitzendes Verheeren
Dem Pfade vor des Donnerschlags.
Doch deine Boten, Herr, verehren
Das sanfte Wandeln deines Tags.

Zu drei:

Der Anblick gibt den Engeln Stärke,
Da keiner dich ergründen mag,
Und alle deine hohen Werke
Sind herrlich wie am ersten Tag.

Mephistopheles:

Da du, o Herr, dich einmal wieder nahst
Und fragst, wie alles sich bei uns befinde,
Und du mich sonst gewöhnlich gerne sahst,
So siehst du mich auch unter dem Gesinde.
Verzeih, ich kann nicht hohe Worte machen,
Und wenn mich auch der ganze Kreis verhöhnt;
Mein Pathos brächte dich gewiß zum Lachen,
Hättst du dir nicht das Lachen abgewöhnt.
Von Sonn' und Welten weiß ich nichts zu sagen,
Ich sehe nur, wie sich die Menschen plagen.
Der kleine Gott der Welt bleibt stets von gleichem Schlag,
Und ist so wunderlich als wie am ersten Tag.
Ein wenig besser würd er leben,
Hättst du ihm nicht den Schein des Himmelslichts gegeben;
Er nennt's Vernunft und braucht's allein,
Nur tierischer als jedes Tier zu sein.
Er scheint mir, mit Verlaub von euer Gnaden,
Wie eine der langbeinigen Zikaden,
Die immer fliegt und fliegend springt
Und gleich im Gras ihr altes Liedchen singt;
Und läg er nur noch immer in dem Grase!
In jeden Quark begräbt er seine Nase.“

 

 

 

Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)

Portret (olieverf) door Joseph Karl Stieler, 1828.

Volgens Stieler luidde Goethes commentaar: „Sie zeigen mir, wie ich sein könnte. Mit diesem Manne auf dem Bilde ließe sich wohl gerne ein Wörtchen sprechen. Er sieht so schön aus, dass er wohl noch eine Frau bekommen könnte.“ Geciteerd naar: Emil Schaeffer, Jörn Göres: Goethe – seine äußere Erscheinung, p. 179.

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28-08-10

Johann Wolfgang von Goethe, A. Moonen, Frederick Kesner, Rita Dove, John Betjeman, Elmar Schenkel, Joeri Trifonov, Janet Frame, William Robertson Davies

 

Zie voor de volgende schrijvers van de 28e augustus mijn blog bij seniorennet.be

  

Johann Wolfgang von Goethe, A. Moonen, Frederick Kesner, Rita Dove

 

Zie voor de volgende schrijvers van de 28e augustus ook bij seniorennet.be mijn vorige blog van vandaag. 

 

John Betjeman, Elmar Schenkel, Joeri Trifonov, Janet Frame, William Robertson Davies

08-01-10

Vasyl Stus, Ko Un, Juan Marsé, Waldtraut Lewin


De Oekraïense dichter en schrijver Vasyl Stus werd geboren op 8 januari 1938 in Rakhnivka, in de provincie Vinnytsia Oblast. Zie ook mijn blog van 8 januari 2009.

 

 

Weep, sky, weep

 

Weep, sky, weep and weep! Wash the unabated sea
Of thin-voiced waters and dampen the heart.
It seems it was just now, just yesterday
That a deathly shiver buried you alive.
Weep, sky, weep and weep! The past cannot be returned.
Today has been reduced to naught, the future will not come.
Something weighs on the mind that can never
Be torn from the heart. This prison is a prison for prisons!
Weep, sky, weep and weep! Still over your horizons
And let the stars fall from darkened skies!
Is there in this world a trumpet that will sound
A final blast to keep me from my resurrection?
Flow, water, flaw and sweep me away from my weariness,
For eternities of bondage have crushed me.
High upland thunder, girdle the earth!
Pitch-winged cloud, bless me!
Lightning, send a message!
Hallowed be the world. The night is its companion.
So, water. Flow forth! And you, misfortune, rage

 

 

 

Vertaald door Marco Carynnyk

 

 

 

 

Stus_book
Vasyl Stus (8 januari 1938 – 4 september 1985)

 

 

 

 

De Zuidkoreaanse dichter Ko Un werd op 8 januari 1933 in Kunsan geboren. Zie ook mijn blog van 8 januari 2009.

 

 

New Year’s Day

 

This is the loneliest spot in the country on New Year’s Day.

I’ve spent the whole long winter here,

devoid of everything.

It’s been a week already since the boats stopped running.

Chuja Island goes on getting smaller

until sad eyes cannot see it.

 

Don’t overturn the glass from which you drank.

Once you’re past thirty,

you can make friends with an empty glass.

 

Tell me, wind: what can I hope for on New Year’s Day on this remote island?

After some tedious, very tedious reading

by the light of a small oil lamp,

I mutter a single drunken line

but vowels alone can’t make it audible

as far as that widower’s tomb out there.

 

So, wind: let none live here but those who will die here.

Endurance is the greatest journey of all.

Even if the boats are completely overwhelmed by the gale,

I’m going to set out, though I’ve got no overcoat.

 

Tell me again, wind: what more can I hope for on New Year’s Day?

From the guts of a boarding house, coughs flee

one after another, that’s all I can hear.

One day, they’ll return, transformed into the local dialect.

Ah, New Year’s greetings, buried alive by Cheju Island’s wild whirlwinds.

 

 

 

 

koun-speech
Ko Un (Kunsan, 8 januari 1933)

 

 

 

 

 

De Catalaanse schrijver Juan Marsé werd geboren op 8 januari 1933 in Barcelona. Zie ook mijn blog van 8 januari 2007 en ook mijn blog van 8 januari 2009.

 

Uit: Liebe nach Mitternacht - Maßlose Leidenschaften (Vertaald door Hans-Gerd Koch en Susanne Schüssler)

 

»Setzen Sie sich auf das Sofa«, sagte der Vergewaltiger.
»Ich setze mich in den Sessel Ihnen gegenüber. Beruhigen Sie sich.«
Er hielt immer noch das riesige Messer gepackt, die Spitze nach vorn, den Arm zum Fußboden ausgestreckt, als wolle er sie im nächsten Moment von unten nach oben aufschlitzen. Er trug ziemlich verwaschene Jeans und ein makellos weißes Hemd mit langen, zugeknöpften Ärmeln; auch der Halsknopf war geschlossen. Ein ziemlich wohlerzogener Junge, wie es schien, treuherzig und noch nicht verdorben von der jugendlichen Mode und dem Gossenjargon, aber in seinen klaren, kalten Augen lag etwas Schrilles, Irrwitziges. Er hatte schütteres Haar, einen langen Hals und hängende Schultern.
»Oh, bitte tun Sie dieses fürchterliche Messer da weg«, sagte sie, »Sie müssen es mir nicht ständig unter die Nase halten.«
»Schon gut.«
»Sie. .. sind sehr jung. Und hübsch. Sie haben es überhaupt nicht nötig, herumzulaufen und Frauen mit dem Messer zu bedrohen. Mehr als eine wäre froh, mit Ihnen ins Bett zu gehen. . .«
»Reden Sie keinen Quatsch. Sie sollen sich normal verhalten, natürlich reden, zutraulich und nett sein, und nicht über Dinge sprechen, von denen Sie nichts verstehen.«
»Also gut.«
»So wie wenn ein Freund zu Besuch kommt.«
»Gut.«
»Ich mag keine schreckhaften Frauen.«
»Einverstanden. «
»Lassen Sie den Bademantel über den Knien etwas geöffnet. Ja, so ... das Licht spielt so schön mit den Härchen auf Ihrem braunen Schenkel. Sie haben sich schöne Schuhe angezogen, um den Müll nach unten zu tragen.«
»Ich habe mir nichts dabei gedacht. Gefallen sie Ihnen?«
»Sag du zu mir.«
»Gefallen sie dir?«

 

 

 

 

juan_marse
Juan Marsé (Barcelona, 8 januari 1933)

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Waldtraut Lewin werd geboren op 8 januari 1937 in Wernigerode. Zie ook mijn blog van 8 januari 2007 en ook mijn blog van 8 januari 2008 en ook mijn blog van 8 januari 2009.

 

Uit: Goethe

 

Er zieht nervös seine goldene Repetieruhr aus der Tasche und lässt sie die verflossene Stunde schlagen. Elfmal klingt der zarte silbrige Ton durch den Raum. Bald ist es Mittag und Elisabeth, seine Caja, schreit und schreit. Ihre Stimme ist schon ganz heiser. Nein, er hält es nicht mehr aus, eilt über Stufen und Stiegen hinunter in den weitläufigen Hausflur.
Das Goethe'sche Anwesen am Hirschgraben ist das reinste Labyrinth. Es besteht eigentlich aus zwei kleineren Häusern, die mittels eines Durchbruchs miteinander verbunden sind, Stufen gleichen die Ungleichheit der Stockwerke aus, und über ein turmartiges Treppenhaus gelangt man zu den einzelnen Räumen. Verwinkelt, verschroben - das ist eigentlich nichts nach Johann Caspars Herzen. Er liebt das Klare, das Überschaubare. Aber das Haus gehört in Wahrheit seiner Mutter, und solange sie lebt, in ihren Räumen unten im Haus, ist an einen Umbau nicht zu denken.
Im Flur gibt es, wie in vielen Gebäuden in Frankfurt, neben der Eingangstür ein hölzernes "Vogelbauer", eine Art Alkoven mit Gittern, nach draußen zur Straße hin. Man nennt das "Geräms". So strömen Licht und Luft ins Haus, und dort sitzen gemeinhin in der warmen Jahreszeit die Frauen des Hauses, nähen, sticken, plaudern mit den Nachbarn und beobachten, was auf der Straße vor sich geht. Jetzt ist hier nur eine Magd, die ungerührt Salat verliest, als wenn ihre junge Madame sich nicht da oben abmühen würde. Als der Hausherr erscheint, steht sie kurz auf, knickst, wobei sie das Grünzeug in der Schürze festhält, und fährt in ihrer Arbeit fort.
"Was gibt es Neues? Hat Sie was gehört?", fragt Caspar Goethe mit gepresster Stimme.
Die Frau zuckt gleichmütig die Achseln. "Hören? Na, hören kann man's durch alle Zimmer." Und auf die ungeduldige Handbewegung ihres Brotherrn: "Was weiß denn ich? Da frage der Herr doch bei der Wehmutter nach."
Das ist zu viel für Johann Caspar. Er soll sich in diesen Weiberkram einmischen? Die Räume seiner Frau betreten, die in den Wehen liegt? Niemals. Einen kurzen, zaudernden Blick wirft er auf die verschlossene Tür hinten am Flur. Das ist das Reich seiner eigenen Mutter. Eine schweigsame, stets weiß gekleidete, große Person, die sich nichts mehr aus den Dingen der Welt macht. Sie ist schon achtzig Jahre - ein biblisches Alter fürwahr. Still und abgeklärt. Aber jetzt, das weiß er, ist auch sie oben in dem Zimmer, wo sich Caja plagt in dem Wochenbett mit den blau gewürfelten Vorhängen.”

 

 

 

 

Lewein_boekomslag
Waldtraut Lewin (Wernigerode, 8 januari 1937)

Boekomslag

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 8e januari ook mijn vorige blog van vandaag.

28-08-09

Johann Wolfgang von Goethe, Frederick Kesner, A. Moonen, Rita Dove


De Duitse dichter en schrijver Johann Wolfgang von Goethe werd geboren op 28 augustus 1749 in Frankfurt am Main. Zie ook mijn blog van 31 augustus 2006 en ook mijn blog van 28 augustus 2007.

 

Uit: Italienische Reise

 

“Rom, den 8. Juni 1787

Vorgestern bin ich glücklich wieder hier angelangt, und gestern hat der feierliche Fronleichnamstag mich sogleich wieder zum Römer eingeweiht. Gern will ich gestehen, meine Abreise von Neapel machte mir einige Pein; nicht sowohl die herrliche Gegend als eine gewaltige Lava hinter mir lassend, die von dem Gipfel aus ihren Weg nach dem Meere zu nahm, die ich wohl hätte in der Nähe betrachten, deren Art und Weise, von der man so viel gelesen und erzählt hat, ich in meine Erfahrungen hätte mit aufnehmen sollen.

Heute jedoch ist meine Sehnsucht nach dieser großen Naturszene schon wieder ins gleiche gebracht; nicht sowohl das fromme Festgewirre, das bei einem imposanten Ganzen doch hie und da durch abgeschmacktes Einzelne den innern Sinn verletzt, sondern die Anschauung der Teppiche nach Raffaels Kartonen hat mich wieder in den Kreis höherer Betrachtungen zurückgeführt. Die vorzüglichsten, die ihm am gewissesten ihren Ursprung verdanken, sind zusammen ausgebreitet, andere, wahrscheinlich von Schülern, Zeit- und Kunstgenossen erfundene, schließen sich nicht unwürdig an und bedecken die grenzenlosen Räume.

 

Rom, den 16. Juni.

Laßt mich auch wieder, meine Lieben, ein Wort zu euch reden. Mir geht es sehr wohl, ich finde mich immer mehr in mich zurück und lerne unterscheiden, was mir eigen und was mir fremd ist. Ich bin fleißig und nehme von allen Seiten ein und wachse von innen heraus. Diese Tage war ich in Tivoli und habe eins der ersten Naturschauspiele gesehen. Es gehören die Wasserfälle dort mit den Ruinen und dem ganzen Komplex der Landschaft zu denen Gegenständen, deren Bekanntschaft uns im tiefsten Grunde reicher macht.

Am letzten Posttage habe ich versäumt zu schreiben. In Tivoli war ich sehr müde vom Spazierengehen und vom Zeichnen in der Hitze. Ich war mit Herrn Hackert draußen, der eine unglaubliche Meisterschaft hat, die Natur abzuschreiben und der Zeichnung gleich eine Gestalt zu geben. Ich habe in diesen wenigen Tagen viel von ihm gelernt.

Weiter mag ich gar nichts sagen. Das ist wieder ein Gipfel irdischer Dinge. Ein sehr komplizierter Fall in der Gegend bringt die herrlichsten Wirkungen hervor.

Herr Hackert hat mich gelobt und getadelt und mir weiter geholfen. Er tat mir halb im Scherz, halb im Ernst den Vorschlag, achtzehn Monate in Italien zu bleiben und mich nach guten Grundsätzen zu üben; nach dieser Zeit, versprach er mir, sollte ich Freude an meinen Arbeiten haben. Ich sehe auch wohl, was und wie man studieren muß, um über gewisse Schwierigkeiten hinauszukommen, unter deren Last man sonst sein ganzes Leben hinkriecht.

Noch eine Bemerkung. Jetzt fangen erst die Bäume, die Felsen, ja Rom selbst an, mir lieb zu werden; bisher hab' ich sie immer nur als fremd gefühlt; dagegen freuten mich geringe Gegenstände, die mit denen Ähnlichkeit hatten, die ich in der Jugend sah. Nun muß ich auch erst hier zu Hause werden, und doch kann ich's nie so innig sein als mit jenen ersten Gegenständen des Lebens. Ich habe verschiednes bezüglich auf Kunst und Nachahmung bei dieser Gelegenheit gedacht.

Während meiner Abwesenheit hatte Tischbein ein Gemälde von Daniel von Volterra im Kloster an der Porta del Popolo entdeckt; die Geistlichen wollten es für tausend Skudi hergeben, welche Tischbein als Künstler nicht aufzutreiben wußte. Er machte daher an Madame Angelika durch Meyer den Vorschlag, in den sie willigte, gedachte Summe auszahlte, das Bild zu sich nahm und später Tischbein die ihm kontraktmäßige Hälfte um ein Namhaftes abkaufte. Es war ein vortreffliches Bild, die Grablegung vorstellend, mit vielen Figuren. Eine von Meyer darnach sorgfältig hergestellte Zeichnung ist noch vorhanden.”

 

 

 

 

goethe4
Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)

Johann Heinrich Wilhelm Tischbein: Goethe in der Campagna, 1787

 

 

 

 

 

 

De Australische dichter Frederick Alexander III Kesner werd geboren op 28 augustus 1967 in Manilla op de Filippijnen.

 

 

Darkness Uncovers 

 

Belying this despised state

you hunch upon shuffling feet,

pondering the crunch of browned leaves.

 

Burrowing this dusty soil

you hide beneath scurrying paws,

forgetting the crash of billowy waves.

 

Blowing out raspy breath

you pucker withered lips;

release cotton-downed doves.

 

Bellowing against the horizon

you herd the flock from grazing;

shackled gates embrace nightfall.

 

 

 

 

 

Friends Forever Covenant 

 

Friends have their humble beginnings

And sometimes friendships have their end.

Let us build a world of meaning;

Together seek each rainbow's end.

 

We're meant to always be happy

And to be sad for but a while;

We are meant to share God's glory

And to live-out life with a smile.

 

You'd never need to outgrow me

Or to leave our friendship behind.

I pray there be new beginnings:

A deeper love each day to find.

 

 

 

 

 

Sadly Young 

 

 

This young sad poet

t o b e,

brooding over things

that tomorrow might not bring.

Other poets

are dying around him;

(they are flesh-bound too!)

 

exiting without fanfare and glory,

whose poems

shall collect dust

in lonely shelves

of musty halls

within greying walls

where no sun shines

on semi-precious gems of long ago -

(is this where he wants to be) too?

 

He broods on;

Taking with him his private agonies;

chasing after personal demons,

being pursued by them in turn....

to be

this sad young Poet.

 

 

 

 

 

Kessner
Frederick Kesner (Manilla, 28 augustus 1967)

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver A. Moonen, (spreek uit: 'a-punt-moonen') werd geboren in Rotterdam op 28 augustus 1937. Zie ook mijn blog van 31 januari 2007 en ook mijn blog van 28 augustus 2007.

  

Uit: Levensvreugde

 

De verloederde wijk bevindt zich tussen twee metrostations in, grenst aan Delfshaven, is geleidelijk aan met behulp van welzijnswerkers tot een getto geraakt. De onderste bevolkingslaag is er gehuisvest; paupers van diverse nationaliteiten, waaronder gezinshereniging der volgzame moslims in opgroeiend kindertal resulteert en de fokpremies ertoe bijdragen een zekere welvaart te bereiken, luxe die in het land van herkomst onthouden schijnt te worden; kleurentelevée (liefst met afstandsbediening), video en als hoogste ideaal een eigen automobiel.

Temidden van deze welstandstrevers woont een gehavende vrijgezel van 60, vlot gekleed, welbespraakt, tamelijk weerbaar, zeer sociaal voelend, huiselijk, gevoel voor humor en gek op peuterporno via Internet. Ik ken hem vrij goed, want ben het zelf. Toch liep vermelde vrijgezel eerste kerstnacht 1997 barrevoets en gehuld in een versleten regenjas op straat - naakt volgens de Turkse buurman twee hoog naderhand tot Hikmet - richting gesloten avondverkoop en vervolgens weer terug naar politiebureau, bezorgd achternagefietst door de geschrokken pal boven hem wonende zwakbegaafde bijbelfanaat annex trommelaar.

Gastvrij ontvangen door de brigadiers werd het voor de merkwaardige bezoeker uiteindelijk op voorspraak van twee Riagg-dames een voorspoedige ambulancerit naar Noordwijk. Dichterbij schenen alle klinieken bezet te zijn. De patiënt lag gerieflijk op een brancard en genoot af en toe van het schempend verlichte uitzicht. Er ontstond zelfs een geanimeerd gesprek tussen hem en de twee ziekenbroeders.

Er volgde een prettige drie maanden durende vakantie verdeeld over drie klinieken. Reeds na enkele weken werd hij verplaatst naar Capelle a/d IJssel, alwaar hij nog in 't IJssellandziekenhuis kwam te liggen met een aangename longontsteking. Daar kreeg hij van de hem bezoekende regisseur van Z. te horen dat Erwin K. aan een hartstilstand was overleden in zijn vertrouwde omgeving bij moedertje thuis, terwijl hij nog zo veel toekomstplannen had.

 

 

 

 

 

Moonen
A. Moonen  (28 augustus 1937 – 24 januari 2007)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster en dichteres Rita Frances Dove werd geboren op 28 augustus 1952 in Akron, Ohio. Zie ook mijn blog van 28 augustus 2007.

 

 

Golden Oldie

I made it home early, only to get 
stalled in the driveway-swaying 
at the wheel like a blind pianist caught in a tune 
meant for more than two hands playing. 
The words were easy, crooned 
by a young girl dying to feel alive, to discover 
a pain majestic enough 
to live by. I turned the air conditioning off, 
leaned back to float on a film of sweat, 
and listened to her sentiment: 
Baby, where did our love go?-a lament 
I greedily took in 
without a clue who my lover 
might be, or where to start looking.

 

 

Exit

Just when hope withers, the visa is granted. 
The door opens to a street like in the movies, 
clean of people, of cats; except it is your street 
you are leaving. A visa has been granted, 
"provisionally"-a fretful word. 
The windows you have closed behind 
you are turning pink, doing what they do 
every dawn. Here it's gray. The door 
to the taxicab waits. This suitcase, 
the saddest object in the world. 
Well, the world's open. And now through 
the windshield the sky begins to blush 
as you did when your mother told you 
what it took to be a woman in this life.

 

 

 

 

Rita_Dove
Rita Dove (Akron, 28 augustus 1952)

 

 

 

 

 

Zie voor alle bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 28 augustus 2008.


Zie voor nog meer schrijvers van de 28e augustus ook
mijn vorige blog van vandaag.