12-03-17

Kathrin Schmidt, Henrike Heiland, M. A. Numminen, Gabriele d'Annunzio, Irving Layton, Helga Goetze, Françoise d'Eaubonne, Antony Deschamps, Sergej Michalkov

 

De Duitse dichteres en schrijfster Kathrin Schmidt werd geboren op 12 maart 1958 in Gotha. Zie ook alle tags voor Kathrin Schmidt op dit blog.

Uit: Du stirbst nicht

„Helene spürt eine Hand auf der Stirn. Es ist die von Matthes, sie merkt es, noch ehe sie die Augen geöffnet hat. Matthes sieht nicht zornig aus. Er war sehr oft zornig in den letzten beiden Jahren. Ihr Anblick allein reichte schon aus, ihn in Rage zu versetzen. Aber stimmt das überhaupt? Leise, wie eben geschlüpfte Schlangen, züngelt Unsicherheit. Was gerade wie eine Erinnerung anmutete, kommt ihr in diesem Moment wie ein jäher, plötzlicher und eigentlich unmotivierter Verdacht vor. Hat die Gegenwart sie als Geisel genommen, um die Vergangenheit freizupressen? Aber wer sollte damit zu erpressen sein ... Ihr will niemand einfallen. Die Unsicherheit leckt die Haut der Unterarme, die Härchen stellen sich auf. Sie fröstelt. Nun reicht Matthes’ Anblick, sie in Rage zu versetzen: wie verständnisvoll, er auf sie schaut, wie allwissend! Ganz Vater, der sein kleines, unbeholfenes Kind begütigend und mit ebenjenem Hauch Spott auf den Lippen besänftigen will, der das Fass zum Überlaufen bringt. Das Kind windet sich, tritt, schlägt um sich. Der Vater lächelt und hält es fest.
Sie kann nicht ausdrücken, was sie denkt.
Es ist furchtbar, aber sie ist es, die sich windet. Die schlägt.“

 

 
Kathrin Schmidt (Gotha, 12 maart 1958)

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12-03-16

Kathrin Schmidt, Henrike Heiland, M. A. Numminen, Gabriele d'Annunzio, Irving Layton, Helga Goetze, Françoise d'Eaubonne, Antony Deschamps, Sergej Michalkov

 

De Duitse dichteres en schrijfster Kathrin Schmidt werd geboren op 12 maart 1958 in Gotha. Zie ook alle tags voor Kathrin Schmidt op dit blog.

Uit: Du stirbst nicht

„Wenigstens lächelt der Mann. Je länger sie ihn anschaut, umso seltsamer findet sie sein Lächeln. Angepflockt hängt es zwischen den Wangenknochen wie eine Salzgurke. Salt cucumber, sagt sie. Gibt es das überhaupt auf Englisch?
Geboren am 3. 12. 1972, wohnt in Hückelhoven … Halt! Das ist sie aber nicht! Warum kann sie das nicht so laut ausrufen, wie sie möchte? Verdammt, das muss doch gehen! Nun regen Sie sich aber mal schön ab, wir kommen ja gleichzu Ihnen! Wer hat das gesagt? Der junge Mann da? Sie kann, glaubt sie, beide Augen gleichzeitig öffnen. Es geht ein bisschen schwer, irgendetwas scheint auf den Lidern zu liegen. Der junge Mann lächelt, aber das beruhigt sie kaum. Das ist sie doch nicht! Sie ist vierzehn Jahre älter und wohnt doch nicht in Hückelhoven!
I don´nt … I don´t …
Warum kommt sie nicht weiter mit dem Satz? Jetzt sagt der junge Mann den anderen Männern in blauen Kitteln, dass es beinahe so klinge, als ob sie englisch zu sprechen versuche, seit sie hin und wieder wach werde. Die Männer lachen. Sie sucht nach einer Frau. Hinter den Männern steht eine, aber die scheint mit irgendetwas beschäftigt zu sein. Einer der Männer beugt sich über sie. Können Sie mich hören? Sie wird dem doch nicht sagen, ob sie ihn hören kann. Soll er ruhig weiter so brüllen. Augen zu.“

 

 
Kathrin Schmidt (Gotha, 12 maart 1958)

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12-03-12

Edward Albee, Kathrin Schmidt, Henrike Heiland, M. A. Numminen


De Amerikaanse schrijver
Edward Albee werd geboren op 12 maart 1928 in Washington DC. Zie ook alle tags voor Edward Albee op dit blog.

 

Uit: Wer hat Angst vor Virginia Woolf (Vertaald door Alissa en Martin Walser)

 

“GEORGE: ...Oder wem...

MARTHA: ...Oder wem...und sie will dauernd nach Chicago, weil sie in

diesen Schauspieler mit der Narbe verliebt ist...Aber dann

wird sie krank und setzt sich an ihren Schminktisch...

GEORGE: Was für ein Schauspieler? Mit einer Narbe?

MARTHA: Mein Gott, ich hab seinen Namen vergessen. Wie heißt der

Film? Ich möchte wissen, wie der Film heißt. Sie setzt sich

an den Schminktisch...und hat diese

Bauchfellentzündung...und sie versucht, sich ihre Lippen

anzumalen, aber sie schafft es nicht...und verschmiert ihr

ganzes Gesicht...aber sie will trotzdem nach Chicago und...

GEORGE: Chicago! Chicago heißt er.

MARTHA: Hm? Was...wer heißt?

GEORGE: Der Film...er heißt Chicago...

MARTHA: Mein Gott! Was weißt du eigentlich? Chicago war ein Musical

in den Dreißigern, mit der kleinen Alice Faye. Was weißt du

eigentlich?

GEORGE: Das war wahrscheinlich vor meiner Zeit, aber...

MARTHA: Halt’s Maul! Hör bloß auf damit! Dieser Film...Bette Davis

kommt nach einem harten Tag im Lebensmittelladen heim...

GEORGE: Sie arbeitet in einem Lebensmittelladen?

MARTHA: Sie ist Hausfrau; sie kauft ein...und kommt mit den

Lebensmitteln nach Hause, und sie tritt in das bescheidene

Wohnzimmer in einem bescheidenen Häuschen, das sie

einem bescheidenen Joseph Cotten verdankt...

GEORGE: Sind sie verheiratet?

MARTHA: (ungeduldig) Ja. Sie sind verheiratet. Miteinander. Flasche!

Und sie kommt rein, sieht sich um und sie stellt die

Lebensmittel ab und sagt „Was für ein tristes Loch!“

GEORGE: (Pause) Ach.

MARTHA: (Pause) Sie ist unzufrieden.

GEORGE: (Pause) Ach.

 

 

Edward Albee (Washington DC, 12 maart 1928)

Scene uit de film van Mike Nichols met Richard Burton en Elizabeth Taylor (1966)

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12-03-11

Kathrin Schmidt, Henrike Heiland, M. A. Numminen, Gabriele d'Annunzio, De Schoolmeester

 

De Duitse dichteres en schrijfster Kathrin Schmidt werd geboren op 12 maart 1958 in Gotha. Zie ook mijn blog van 12 maart 2009en ook mijn blog van 12 maart 2010.

 

 

ein, aus


gebe ich einen laut ins luft?
zupfe ich aus dem luft einen laut?
das luft steht ausgegossen wie spülicht (höricht, fühlicht)
zwischen den hauszeilen, deren knotige schriften
ins verlassene driften zum ortsrand hin, nebelgelenke
verbinden die domizile der wachsamkeit, das luft hat den fuß
in der tür, die hand an der klinke, schwelt, sickert ins
fadenkreuz der gebogenen brauen, von wo es ein
katzsprung ist ins kalkül, durch den kopf
schießt das luft mit gedoppelter flinte, die tinte
vergessens löscht aus, was da war, war da was?,
das luft wird naß vom gebrauch, schmaucht
aus den lungen ins spülicht zurück, fühl ich,
hör ich, mein laut hat den ausgang gefunden,
ins luft, aus luft



 

 

 

Kathrin Schmidt (Gotha, 12 maart 1958)

 

 

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12-03-10

Dave Eggers, Jack Kerouac, Shihab Nye, Edward Albee, Kathrin Schmidt, Henrike Heiland


De Amerikaanse schrijver Dave Eggers werd geboren op 12 maart 1970 in Chicago. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007 en ook mijn blog van 12 maart 2008 en ook mijn blog van 12 maart 2009.

 

Uit: A Heartbreaking Work of Staggering Genius

 

Through the small tall bathroom window the December yard is gray and scratchy, the trees calligraphic. Exhaust from the dryer billows clumsily out from the house and up, breaking apart while tumbling into the white sky.
The house is a factory.
I put my pants back on and go back to my mother. I walk down the hall, past the laundry room, and into the family room. I close the door behind me, muffling the rumbling of the small shoes in the dryer, Toph's.
"Where were you?" my mother says.
"In the bathroom," I say.
"Hmph," she says.
"What?"
"For fifteen minutes?"
"It wasn't that long."
"It was longer. Was something broken?"
"No."
"Did you fall in?"
"No."
"Were you playing with yourself?"
"I was cutting my hair."
"You were contemplating your navel."
"Right. Whatever."
"Did you clean up?"
"Yeah."
I had not cleaned up, had actually left hair everywhere, twisted brown doodles drawn in the sink, but knew that my mother would not find out. She could not get up to check.
My mother is on the couch. At this point, she does not move from the couch. There was a time, until a few months ago, when she was still up and about, walking and driving, running errands. After that there was a period when she spent most of her time in her chair, the one next to the couch, occasionally doing things, going out, whatnot. Finally she moved to the couch, but even then, for a while at least, while spending most of her time on the couch, every night at 11 p.m. or so, she had made a point of making her way up the stairs, in her bare feet, still tanned brown in November, slow and careful on the green carpet, to my sister's old bedroom. She had been sleeping there for years -- the room was pink, and clean, and the bed had a canopy, and long ago she resolved that she could no longer sleep with my father's coughing.
But the last time she went upstairs was weeks ago. Now she is on the couch, not moving from the couch, reclining on the couch during the day and sleeping there at night, in her nightgown, with the TV on until dawn, a comforter over her, toe to neck. People know.“

 

 

 

Eggers
Dave Eggers (Chicago, 12 maart 1970)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Jack Kerouac werd geboren op 12 maart 1922 in Lowell, in de Amerikaanse staat Massachusetts. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007 en ook mijn blog van 12 maart 2008.en ook mijn blog van 12 maart 2009.

 

Uit: The Dharma Bums

 

“Throughout all these parties I always stole off for a nap under the eucalyptus trees, instead of my rosebush, which was all hot sun all day; in the shade of the trees I rested well. One afternoon as I just gazed at the topmost branches of those immensely tall trees I began to notice that the uppermost twigs and leaves were lyrical happy dancers glad that they had been apportioned the top, with all that rumbling experience of the whole tree swaying beneath them making their dance, their every jiggle, a huge and communal and mysterious necessity dance, and so just floating up there in the void dancing the meaning of the tree. I noticed how the leaves almost looked human the way they bowed and then leaped up and then swayed lyrically side to side. It was a crazy vision in my mind but beautiful. Another time under those trees, I dreamt I saw a purple throne all covered with gold, some kind of Eternity Pope or Patriarch in it...And as I say, that hummingbird, a beautiful little blue hummingbird no bigger than a dragonfly, kept making a whistling jet dive at me, definitely saying hello to me, every day, usually in the morning, and I always yelled back at him a greeting. Finally he began to hover in the open window of the shack, buzzing there with his furious wings, looking at me beadily, then, flash, he was gone. That California humming guy...

Though sometimes I was afraid he would drive right into my head with his long beaker like a hatpin.

There was also an old rat scrambling in the cellar under the shack and it was a good thing to keep the door closed at night. My other great friends were the ants, a colony of them that wanted to come in the shack and find honey. ('Calling all ants, calling all ants, come and get your ho-ney!' sang a little boy

one day in the shack), so I went out to their anthill and made a trail of honey leading them into the back garden, and they were at the new vein of joy for a week. I even got down on my knees and talked to the ants. There were beautiful flowers all around the shack, red, purple, pink, white, we kept making bouquets, but the prettiest of all was the one Japhy made of just pine cones and a sprig of pine needles. It had that simple look that characterized all his life.”

 

 

 

 

jack_kerouac
Jack Kerouac (12 maart 1922 – 21 oktober 1969)

 

 

 

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Shihab Nye werd geboren op 12 maart 1952 in St. Louis, Missouri. Zie ook mijn blog van 12 maart 2009.

 

 

Half-And-Half

 

You can't be, says a Palestinian Christian

on the first feast day after Ramadan.

So, half-and-half and half-and-half.

He sells glass. He knows about broken bits,

chips. If you love Jesus you can't love

anyone else. Says he.

 

At his stall of blue pitchers on the Via Dolorosa,

he's sweeping. The rubbed stones

feel holy. Dusting of powdered sugar

across faces of date-stuffed mamool.

 

This morning we lit the slim white candles

which bend over at the waist by noon.

For once the priests weren't fighting

in the church for the best spots to stand.

As a boy, my father listened to them fight.

This is partly why he prays in no language

but his own. Why I press my lips

to every exception.

 

A woman opens a window—here and here and here—

placing a vase of blue flowers

on an orange cloth. I follow her.

She is making a soup from what she had left

in the bowl, the shriveled garlic and bent bean.

She is leaving nothing out.

 

 

 

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Shihab Nye (St. Louis,12 maart 1952)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Edward Albee werd geboren op 12 maart 1928 in Washington DC. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007 en ook mijn blog van 12 maart 2008. en ook mijn blog van 12 maart 2009.

 

Uit: The Cambridge Companion to Edward Albee  (Redactie: Stephen Bottoms)

 

„It is now more than forty years since Edward Albee’s Who’s Afraid of Virginia Woolf? – the play for which he is still best known – gave him his first Broadway hit and propelled him into the front rank of American playwrights. Today, he is frequently listed alongside Eugene O’Neill, Tennessee Williams, and Arthur Miller as one of the nation’s great (white, male) dramatists of the twentieth century. Other candidates for that shortlist have appeared since (David Mamet, perhaps Sam Shepard, Tony Kushner), but these writers, operating primarily in the decentered, post-1960s world of off-Broadway and regional theatre, have never been Broadway mainstays in the way their predecessors were. Thus Albee, who hit Broadway just before Broadway’s preeminence as a launching pad for serious drama began seriously to be questioned, has for many years tended to be seen as “the last of the line,” and, consequently, as a figure not only of the establishment, but also of the past. In a fragmented, postmodern theatre culture full of young pretenders and competing, multicultural voices, it is all too easy to forget that the somewhat patrician figure of Edward Albee was himself once a controversial young iconoclast, and indeed that, throughout his long career, he has consistently refused to do what is expected of him – and has the sling and arrow scars to prove it.

   Albee’s somewhat paradoxical position in American culture was perhaps summed up by the Kennedy Center’s honors ceremony of 1996, at which he was lauded by (the perhaps equally paradoxical) President Clinton: “Tonight our nation – born in rebellion – pays tribute to you, Edward Albee. In your rebellion, the American theatre was reborn.”1 Still sufficient of a rebel to become the first playwright to provide a sympathetic treatment of bestiality on the Broadway stage – with 2002’s The Goat, or Who is Sylvia? – Albee seems to delight, even now, in prodding and unsettling conventional sensibilities, often with a kind of vaudevillian glee. And yet he is also a deeply serious, highly erudite figure, very much a member of the literary establishment. He is, in short, a writer of many faces, many moods, and any assessment of Albee’s fascinating, diverse body of plays should, perhaps, be similarly multifaceted.“

 

 

 

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Edward Albee (Washington DC, 12 maart 1928)

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Kathrin Schmidt werd geboren op 12 maart 1958 in Gotha. Zie ook mijn blog van 12 maart 2009.

 

Uit: Du stirbst nicht

 

ES KLAPPERT UM SIE HERUM. Als ihre Schwester heiratete, hatte die Mutter das Silberbesteck in eine Blechschüssel gelegt, auf eine Alufolie. Heißes Salzwasser darüber. Das saubere Besteck wurde nach einiger Zeit aus der Schüssel genommen und abgetrocknet: Es hatte genauso geklappert. Wer heiratet denn? Sie versucht die Augen zu öffnen. Fehlanzeige. Mehr als Augenöffnen versucht sie nicht. Ist genügsam. Sie kann aber sehr deutlich die Stimme ihrer Mutter hören. Ah, also doch das Besteck! Was sagt ihre Mutter?
Die rechte Hand ist aber viel kälter als die linke, sagt sie, und der rechte Fuß genauso.
Warum hat die Mutter eine kalte rechte Hand?, fragt sie sich. Muss lächeln, als sie sich vorstellt, sie überprüfe die Temperatur ihrer Füße.
Sie lacht!, sagt ihre Mutter.
Sie verzieht nur das Gesicht.
Hat das ihr Vater gesagt? Aber ja, das war unzweifelhaft die Stimme ihres Vaters! Jetzt möchte sie doch die Augen öffnen. Was hat sie in der Küche ihrer Eltern zu suchen, wo mit Besteck geklappert und die Hand- und Fußtemperatur untersucht wird und sie ihre Augen nicht öffnen kann?
O, where do you come from? From London?
Das hat sie zu ihrer Tochter gesagt. Hat sie? Ein Auge kann sie öffnen. Sie tut es. Vierzehn ist das Mädchen und heute auf eine Sprachreise nach England gefahren. Warum ist sie schon wieder da? Sie heult. Aus irgendeinem Grund heult sie. Deshalb hat sie ja auch englisch sprechen wollen, um sie aufzumuntern. Es scheint nichts zu nützen, dass sie fröhlich ist. Das Mädchen hat Kummer. Aber welchen? Wen könnte sie fragen? Der Blick wandert. Da! Neben der Tochter steht ihr Mann. My husband, sagt sie. Darüber wird aber doch hoffentlich gelacht werden …
Nichts.“

 

 

 

 

KathrinSchmidt
Kathrin Schmidt (Gotha, 12 maart 1958)

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Henrike Heiland werd geboren op 12 maart 1975 in Solms. Zie ook mijn blog van 12 maart 2008.en ook mijn blog van 12 maart 2009.

 

Uit: Von wegen Traummann!.

 

„Meine Mutter konnte jedes Mal riechen, wenn ich Sex hatte. Sie roch es drei Straßen weiter in ihrer

Wohnung. Spätestens wenn ich mir den BH aufmachte, nahm sie Witterung auf. Tastete ich nach den

Kondomen neben dem Bett, griff sie zum Telefon und wartete. Kurz vorm Höhepunkt begann sie zu wählen. Und das Klingeln brachte mich natürlich komplett raus. Frank sagte dann immer, ich solle es einfach ignorieren. Aber das brachte überhaupt nichts, weil mein Anrufbeantworter anging, und wer will sich schon Mutters vorwurfsvolle Stimme im Nebenzimmer anhören, während man damit beschäftigt ist, wenigstens einmal, nur ein einziges Mal in dieser Woche einen Orgasmus herbeizuführen – und zwar keinen handgemachten?

Ich hatte keine Ahnung, wie man die Mithörfunktion an meinem Anrufbeantworter ausstellte. Nach jedem Mutterdesaster nahm ich mir vor, Frank um Hilfe zu bitten, aber dann vergaß ich es wieder. Ich hatte auch schon überlegt, den Anrufbeantworter auszuschalten, wenn er da war. Daran hinderte mich aber neben meiner Vergesslichkeit mein schlechtes Gewissen. Mein schlechtes Gewissen hatte mir nämlich das Leben geschenkt, mich unter größten Entbehrungen ganz alleine großgezogen und litt nun an den Spätfolgen meiner unbarmherzigen Geburt. Aber das ist eine andere Geschichte.

Zurück zum Sex. Wir kamen nach jedem Störfall doch noch dazu. Frank war einer dieser seltenen Männer, die für alles Verständnis haben und alles richtig machen. Er brachte zum Beispiel jedes Mal einen exzellenten Wein und bezaubernde Blumen mit, bestand auf Kerzenlicht, dachte selbst bei Fußballländerspielen nicht daran, mit Freunden in einer Kneipe zu sitzen statt mit mir auf dem

Minibalkon, und ertrug ohne Murren die durchschnittlich einstündigen Anrufe meiner Mutter.“

 

 

 

HenrikeHeiland
Henrike Heiland (Solms, 12 maart 1975)

 

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 12e maart ook mijn vorige blog van vandaag.

 

12-03-09

Dave Eggers, Shihab Nye, Jack Kerouac, Edward Albee, Kathrin Schmidt, Henrike Heiland, M. A. Numminen, Gabriele d'Annunzio, De Schoolmeester, Helga Goetze, Irving Layton, Françoise d'Eaubonne, Sergej Michalkov


De Amerikaanse schrijver Dave Eggers werd geboren op 12 maart 1970 in Chicago. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007 en ook mijn blog van 12 maart 2008.

 

Uit: You Shall Know Our Velocity!

 

I was talking to Hand, one of my two best friends, the one still alive, and we were planning to leave. At this point there were good days, good weeks, when we pretended that it was acceptable that Jack had lived at all, that his life had been, in its truncated way, complete. This wasn't one of those days. I was pacing and Hand knew I was pacing and knew what it meant. I paced like this when figuring or planning, and rolled my knuckles, and snapped my fingers softly and without rhythm, and walked from the western edge of the apartment, where I would lock and unlock the front door, and then east, to the back deck's glass sliding door, which I opened quickly, thrust my head through and shut again. Hand could hear the quiet roar of the door moving back and forth on its rail, but said nothing. The air was arctic and it was Friday afternoon and I was home, in the new blue flannel pajama pants I wore most days then, indoors or out. A stupid and nervous bird the color of feces fluttered to the feeder over the deck and ate the ugly mixed seeds I'd put in there for no reason and lately regretted--these birds would die in days and I didn't want to watch their flight or demise. This building warmed itself without regularity or equitable distribution to its corners, and my apartment, on the rear left upper edge, got its heat rarely and in bursts. Jack was twenty-six and died five months before and now Hand and I would leave for a while. I had my ass beaten two weeks ago by three shadows in a storage unit in Oconomowoc--it had nothing to do with Jack or anything else, really, or maybe it did, maybe it was distantly Jack's fault and immediately Hand's--and we had to leave for a while. I had scabs on my face and back and a rough pear-shaped bump on the crown of my head and I had this money that had to be disseminated and so Hand and I would leave. My head was a condemned church with a ceiling of bats but I swung from this dark mood to euphoria when I thought about leaving.“

 

 

 

dave_eggers
Dave Eggers (Chicago, 12 maart 1970)

 

 

 

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Shihab Nye werd geboren op 12 maart 1952 in St. Louis, Missouri. Zij heeft een Palestijnse vader en een Amerikaanse moeder. Gedurende haar middelbare schooltijd woonde zij in Ramallah en in Jeruzalem. Zij studeerde daarna Engels en wereldreligies aan Trinity University in Texas. Nye publiceerde verschillende bundels, waaaronder You and Yours (2005) en 19 Varieties of Gazelle: Poems of the Middle East (2002).

 

 

Blood

  

"A true Arab knows how to catch a fly in his hands,"

my father would say. And he'd prove it,

cupping the buzzer instantly

while the host with the swatter stared.

 

In the spring our palms peeled like snakes.

True Arabs believed watermelon could heal fifty ways.

I changed these to fit the occasion.

 

Years before, a girl knocked,

wanted to see the Arab.

I said we didn't have one.

After that, my father told me who he was,

"Shihab"--"shooting star"--

a good name, borrowed from the sky.

Once I said, "When we die, we give it back?"

He said that's what a true Arab would say.

 

Today the headlines clot in my blood.

A little Palestinian dangles a truck on the front page.

Homeless fig, this tragedy with a terrible root

is too big for us. What flag can we wave?

I wave the flag of stone and seed,

table mat stitched in blue.

 

I call my father, we talk around the news.

It is too much for him,

neither of his two languages can reach it.

I drive into the country to find sheep, cows,

to plead with the air:

Who calls anyone civilized?

Where can the crying heart graze?

What does a true Arab do now?

 

 

 

 

 

NaomiShihabNye
Shihab Nye (St. Louis,12 maart 1952)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Jack Kerouac werd geboren op 12 maart 1922 in Lowell, in de Amerikaanse staat Massachusetts. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007 en ook mijn blog van 12 maart 2008.

 

Uit: On The Road

 

Dean stands in the back, saying, 'God! Yes!' -- and clasping his hands in prayer and sweating. 'Sal, Slim knows time, he knows time.' Slim sits down at the piano and hits two notes, two C's, then two more, then one, then two, and suddenly the big burly bass-player wakes up from a reverie and realizes Slim is playing 'C-Jam Blues' and he slugs in his big forefinger on the string and the big booming beat begins and everybody starts rocking and Slim looks just as sad as ever, and they blow jazz for half an hour, and then Slim goes mad and grabs the bongos and plays tremendous rapid Cubana beats and yells crazy things in Spanish, in Arabic, in Peruvian dialect, in Egyptian, in every language he knows, and he knows innumerable languages. Finally the set is over; each set takes two hours. Slim Gaillard goes and stands against a post, looking sadly over everybody's head as people come to talk to him. A bourbon is slipped into his hand. 'Bourbon-orooni -- thank-you-ovauti ...' Nobody knows where Slim Gaillard is. Dean once had a dream that he was having a baby and his belly was all bloated up blue as he lay on the grass of a California hospital. Under a tree, with a group of colored men, sat Slim Gaillard. Dean turned despairing eyes of a mother to him. Slim said, 'There you go-orooni.' Now Dean approached him, he approached his God; he thought Slim was God; he shuffled and bowed in front of him and asked him to join us. 'Right-orooni,' says Slim; he'll join anybody but won't guarantee to be there with you in spirit. Dean got a table, bought drinks, and sat stiffly in front of Slim. Slim dreamed over his head. Every time Slim said, 'Orooni,' Dean said 'Yes!' I sat there with these two madmen. Nothing happened. To Slim Gaillard the whole world was just one big orooni.'

 

 

 

 

Jack_Kerouac
Jack Kerouac (12 maart 1922 – 21 oktober 1969)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Edward Albee werd geboren op 12 maart 1928 in Washington DC. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007 en ook mijn blog van 12 maart 2008.

 

Uit: Which Theatre Is the Absurd One?

 

„A theatre person of my acquaintance--a man whose judgement must be respected, though more for the infallibility of his intuition than for his reasoning--remarked just the other week, "The Theatre of the Absurd has had it; it's on its way out; it's through."

Now this, on the surface of it, seems to be a pretty funny attitude to be taking toward a theatre movement which has, only in the past couple of years, been impressing itself on the American public consciousness. Or is it? Must we judge that a theatre of such plays as Samuel Beckett's "Krapp's Last Tape," Jean Genet's "The Balcony" (both long, long runners off-Broadway) and Eugene Ionesco's "Rhinoceros"--which, albeit in a hoked-up production, had a substantial season on Broadway--has been judged by the theatre public and found wanting?

And shall we have to assume that The Theatre of the Absurd Repertory Company, currently playing at New York's off-Broadway Cherry Lane Theatre--presenting works by Beckett, Ionesco, Genet, Arrabal, Jack Richardson, Kenneth Koch and myself--being the first such collective representation of the movement in the United States, is also a kind of farewell to the movement? For that matter, just what is The Theatre of the Absurd?

Well, let me come at it obliquely. When I was told, about a year ago, that I was considered a member in good standing of The Theatre of the Absurd I was deeply offended. I was deeply offended because I had never heard the term before and I immediately assumed that it applied to the theatre uptown--Broadway.“

 

 

 

Albee2009
Edward Albee (Washington DC, 12 maart 1928)

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Kathrin Schmidt werd geboren op 12 maart 1958 in Gotha. Van 1976 tot 1981 studeerde zij psychologie in Jena, daarna was zij wetenschappelijk assistente in Leipzig en wetenschappelijk medewerkster aan het Institut für Vergleichende Sozialforschung in Berlijn. 1986/87 studeerde zij aan het Literaturinstituut "Johannes R. Becher". Na de val van de muur werd zij redactrice bij het vrouwenblas Ypsilon. Sinds 1994 is zij zelfstandig schrijfster.

 

Uit: Die Gunnar-Lennefsen-Expedition

 

“Josepha Schlupfburgs Faible für Taschenkalender geht weit über jenes Maß hinaus, das sich aus bloßer Erwerbsarbeit ergeben könnte. Du steckst in den Kalender eine Ewigkeit, den du entblätterst bei Kaffee und Bodenfrost, murmelt sie, wenn ihre Nächte unter der Rassel eines vorsintflutlichen (falls der Leser das Wort Sintflut als Synonym für den letzten Krieg gelten zu lassen geneigt ist) Weckers regelmäßig dahinsterben, aller Schlaf einer splittrigen Scheibe Toast zum Opfer fällt und der dicke braune Aufguß der Marke Rondo Melange mindestens dreimal ihre Tasse füllt. In der Küche einer Wohnung übrigens, die Josepha Schlupfburg seit ihrem sechsten Lebensjahr mit ihrer Urgroßmutter Therese teilt, mehr in Freud denn in Leid - und doch durch die Not an Wohnungen gedrungen, seit sie erwachsen ist und gern ein Eigenes hätte, ihren Rhythmus zu finden. Gewohntem ergeben, steht die Druckerin Josepha Schlupfburg auch heute (wie eh und je) mit der fünften Stunde auf, zu der die alte Therese zum ersten Mal zur Toilette zu schlurfen pflegt. Die Außenwand bezeichneter Küche, die den Hintergrund des hier zu schildernden morgendlichen Aufbruchs abgibt, hat Josepha Schlupfburg mit exakt zweiundzwanzig bebilderten Kalendern behängt, deren erster aus dem Jahre ihrer Geburt stammt und wie die der darauffolgenden sechs Jahre von Thereses Hand mit nicht zu vergessenden Terminen, Geburts- und Namenstagen und einer Vielzahl kaum zu entschlüsselnder Zeichen, Kreuzchen und Punkte übersät worden ist. Vom Jahr ihres Schulbeginns an hat dann Josepha die Feder geführt und vermerkt, was zu vermerken ihr wichtig schien. Zu den Weihnachtsfesten brachte sich Therese den Inhabern der Buch- und Schreibwarengeschäfte als treue Kundin in Erinnerung: Sie kaufte Kalender. Die Küchenwand bietet Tier-, Zirkus-, Pferde-, Kunst-, Vogel-, Blumen-, Kirchen- und Frauenkalender, deren monatliche Seiten eine Plastspirale zusammenhält oder Papierleim. Josepha, die sich beim Frühstücken unbeobachtet weiß, hat sich mit den Jahren einen rituellen Spaß daraus gemacht, mittels der ihr innewohnenden magischen und Zeitverschiebungs-Kräfte am jeweils Ersten des Monats durch einen besonderen Klapp-Blick die entsprechende Seite aufzuschlagen.”

 

 

 

 

KarinSchmidt
Kathrin Schmidt (Gotha, 12 maart 1958)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Henrike Heiland werd geboren op 12 maart 1975 in Solms. Zie ook mijn blog van 12 maart 2008.

 

Uit: Späte Rache

 

„Der Raum glich einer dieser Zellen in psychiatrischenAnstalten. Zellen, in denen man die Patienten einschließt, dieaggressiv gegen sich und andere sind. Wo die Wände mitweichem Polster verkleidet sind, so dass sich die Patientennicht verletzen können. Aber es war keine Gummizelle, in dieer sie gesperrt hatte. Der Raum war großzügiger als eine Zelle,und auch wenn die Wände gepolstert waren, der Boden warmit einem grauen, fleckigen Teppichboden ausgelegt.Außerdem gab es überall Steckdosen, und die Tür war keineZellentür. Aber auch sie war von innen mit schwerem,weichem Polster verkleidet. Das Schaumstoffpolster an denWänden war schäbig und dreckig.Es war dunkel. Der Raum hatte nur ein einziges Fenster,aber das führte nicht nach draußen. Es führte in einenanderen Raum. Und es war sowieso mit einem schwarzen Tuchabgeklebt, so dass kein Licht hindurchdringen konnte. Nurmanchmal, wenn er die Tür öffnete, kam Licht herein, unddann konnte sie sich etwas umsehen.“

 

 

 

Heiland
Henrike Heiland (Solms, 12 maart 1975)

 

 

 

 

 

De Finse schrijver, dichter, zanger, componist, entertainer en filmmaker Mauri Antero Numminen werd geboren op 12 maart 1940 in Somero. Vanaf 1960 studeerde hij in Helsinki acht jaar lang economie, sociologie, filosofie en Fins. Al tijdens zijn studie verscheen zijn eerste roman Energiasäästäjä (Energiespaarder). Ook nam hij toen al muziek op en draaide hij korte films. In 1970 richtte hij het Uusrahvaanomainen Jatsiorkesteri (Neorustikaal Jazzorkest) op. In hetzelfde jaar verscheen de bundel Kauneimmat runot (De mooiste gedichten). Sindsdien publiceerde hij in onregelmatige afstanden nieuwe bundels, briefwisselingen en romans. Zijn bekendste roman is Tango on intohimoni (Duits: Tango ist meine Leidenschaft, 1998).

 

Uit: Tango ist meine Leidenschaft (Vertaald door Eike Fuhrmann)

 

“Das Glied schwillt an und stört beim Tanzen. Auf dem Land verschwinde ich dann immer gleich nach dem Tanz in den Wald, reiße einen Birkenzweig ab und bestrafe das Glied mit scharfen kleinen Hieben. Die Züchtigung bringt es wieder zur Räson, und ich kann zurück und eine andere Braut auf den Tanzboden holen.
In der Stadt muß ich dazu auf die Toilette, aus der hinteren Hosentasche die spezielle Gliedpeitsche hervorholen und das steife Organ durchhauen. Klar, daß es sich beruhigt. Gewalt ist das einzige Mittel, das Glied schlaff zu kriegen. Obwohl es sich wie zum Trotz in irgendeiner Kurve beim nächsten GehTango schon wieder aufrichtet. Scheint, als kapiert es nicht, was aus so einem Benehmen folgt. Besonders ärgerlich find ich, daß ich, immer wenn das Glied steif wird, gerade mit einer Frau am Tanzen bin. Zu Hause, wenn ich im Gedenken an meine Jugend mit dem Besen tanze, zeigt das Glied nicht die geringste Irritation. Es ist biologisch auf Frauen fixiert. Ich selbst halte viel von Frauen, geistig, aber ich laß mich deswegen doch nicht vom Sinn meines Lebens abbringen”

 

 

 


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M. A. Numminen (Somero, 12 maart 1940)

 

 

 

 

 

De Italiaans schrijver, dichter en politicus Gabriele d'Annunzio werd geboren in Pescara op 12 maart 1863. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007 en ook mijn blog van 12 maart 2008.

 

 

THE SOWERS 1

 

The sturdy peasants plod across the field

Leading the oxen, slow and placid-faced;

Behind them smokes the furrow, iron-traced,

And open for the coming season's yield.

Then with a flinging gesture of the hand

The sower casts the grain; the agecl seem

To lift to heaven all their prayers, and dream

Of copious harvests — if the Lord command.

Almost a pious human gratitude

Today honors the Earth. In the faint light

Of dusk the temples of the hills, snow-white,

Arise at vespers, while men lift a crude

Plain chant on high, and there is in their mien

A sacerdotal majesty serene.

 

 

 

 

 

gabriele_d'annunzio
Gabriele d'Annunzio (12 maart 1863 - 1 maart 1938)

 

 

 

 

 

De Nederlandse dichter De Schoolmeester (Gerrit van de Linde) werd geboren op 12 maart 1808 in Rotterdam. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007 en ook mijn blog van 12 maart 2008.

 

 

De Dankbare Zoon

 

Ik ben een zeer gelukkig kind,

Wanneer men dit bedenkt:

Mijn vader is mijn beste vrind,

  Die my schier alles schenkt:

Zijn afgedragen zomervest,

Zijn oude broeken, en de rest;

  Maar dat weet Moeders naaister best.

 

Hoe lekker smaakt die boterham,

  Met dat Sint Nikolaas,

Dat mijn mama my brengen kwam

  In plaats van Leidsche kaas.

En och! hoe menig arme man

Zijn zoontjen proeft daar nimmer van;

Daar de ouwe 't niet betalen kan!

 

En daarop noopt my dankbaarheid,

  Reeds op het pad der deugd

(Gelijk mijn vader dikwerf zeit)

  Te wand'len in mijn jeugd:

Altijd den rechten weg te gaan,

En, met mijn Zondags buisjen aan,

Nooit ergens tegen aan te staan.

 

Wanneer Papa uit wandlen gaat,

  Neemt hy ons dikwijls meê

En reciteert soms over straat

 't Sanscitiesch a, b, c:

En, als ik 't hem dan nazeg, ik

Dan lees ik in zijn vaderblik:

"Ik ben ontzachlijk in mijn schik."

 

En daarom is mijn vast besluit,

  O dierbaar ouderpaar -

Dat ik, ofschoon uw jongste guit,

  Uw meekrapkleurig hair

Nooit grijs doe worden voor den tijd,

Noch dat ik door gebrek aan vlijt

Het vaderhart u openrijt.

 

Integendeel, door mijn gedrag

  Hoop ik al meer en meer,

- Als ik het zoo 'reis noemen mag, -

  Te strekken tot uw eer.

Zoo moogt gy eenmaal, oude liên!

Nog in uw jongste telg misschien

Uw evenbeeld gespiegeld zien.

 

Verleden week zag ik een zoon,

  Die zijne grootmama

Behandlen dorst met smaad en hoon,

  De moeder van zijn pa!

Hy zei: haar man, die ouwe paai,

Sprak naamlijk als een schorre kraai....

- Dat stond dien jongen heer niet fraai.

 

 

 

 

Schoolmeester
De Schoolmeester (12 maart 1808 – 27 januari 1858)

 

 

 

 

 

De Duitse dichteres, kunstenares en politiek activiste Helga Goetze werd geboren op 12 maart 1922 in Magdeburg. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007.

 

Ich bin das vierte Programm!

 

Ich bin das vierte Programm.

Wer geht da schon ran?

Das erste, das zweite, das dritte -

mehr faßt der Mensch nicht, ich bitte -

wie sollte da noch ein viertes in den Kanal?

Ander Mal!

Ander Mal!

 

Ich bin das vierte Programm!

Der Krimi, die Tagesschau und die Schlagerparade,

die fremden Länder, die Sporte vom Tage.

Und nun noch "life" ein Programm vom DU?

Wie komm ich dazu!

Laß mich in Ruh!

 

Ich bin das vierte Programm!

Hör zu

Fremde Geschichten hast du zu oft gehört,

man hat dich berieselt, man hat dich betört.

Nun stell doch endlich die Apparate aus

und kriech in dich rein in dein eigenes Haus

und empfange mal mich.

Und ich besuche dich!

 

Du meinst, das gibt kein gutes Programm?

Fang doch mal an!

Fang doch mal an!

 

 

 
 
Helga-Goetz
Helga Goetze (12 maart 1922 – 29 januari 2008)

 

 

De Canadese schrijver Irving Layton werd geboren als Israel Pincu Lazarovici op 12 maart 1912 in Tîrgu Neamt, Roemenië. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007.

 

 

INSOMNIA

 

After the bath

you lay on the bed

exposing layers

of beautiful washed skin

we both stared at in surprise;

long strands of hair, shiny and damp

under the yellow sunlight,

fell over your shoulders:

they made two exclamation marks

with your stiffened nipples.

 

And gently you fell asleep

at my side;

while I, my sweet, stayed awake

all night

who had your uncovered beauty

to think about,

your nipples troubling me

in the night

like two mysterious asterisks.

 

 

 

layton
Irving Layton 12 maart 1912 – 4 janauri 2006)

 

 

 

 

 

De Franse schrijfster en feministe Françoise d'Eaubonne werd geboren op 12 maart 1920 in Parijs. Haar jeugd werd getekend door de ziekte van haar vader die in de loopgraven van WO I aan mosterfgas was blootgesteld. Toen zij zestien was brak de Spaanse burgeroorlog uit, later gevolgd door WO II. In 1971 behoorde zij tot de oprichters van FHAR, een revolutionaite homobeweging. In 1974 muntte zij in haar boek Le féminisme ou la mort de term ecofeminsme. d'Eaubonne schreef meer dan vijftig boeken : romans, essays, gedichten en science fiction.

 

Uit: An Open Letter to the Pope (1998)

 

Sexocide is the right word because it was a matter of misogyny striking an entire sex under pretext of witchcraft and held responsible for Original Sin, as were the Jews for the death of Christ: a misogyny brought to a head by the writings of the Fathers of the Church as well as by brilliant theologians like Tertullien and Origene. For a long time, amidst the influence of Thomas Aquinas, Jean Chrysostome and Saint Jerome among so many others, the insults and curses of this tradition served to lay the way for this "witch-hunt" which was, above all, a "woman-hunt" more than a hunt for witchcraft itself, because just as the Malleus of Kramer and Sprenger states, "Sorcerers (male witches) are of little consequence."We remind Your Holiness that these two authors were not the fathers, yet the birthers of this bane – the plague of misogyny – the most famous being the Dominican Jakob Sprenger (1436-1496) now recognized by historians as a sexual obsessive on the brink of psycopathology despite his chaste morality.

On the contrary it was the completely corrupt Pope Innocent VIII, whose orgies maintained the anxiety of Sin and the fear of the daughters of Eve, who gave print to this wide call to murder and upheld it. He approved of Sprenger’s choice to elect the term Maleficarum rather than Maleficorum to underline that it was especially a question of pursuing and killing the Evil in women, hardly in male witches. These are well-known historical truths.

The story is even more remarkable when one considers that despite the passage of time, a very convincing case of heresy in regards to this famous manual, prelude to Mein Kampf, has never been exposed.

 

 

 

deaubonne
Françoise d'Eaubonne (12 maart 1920 – 3 augustus 2005)

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 12 maart 2007.

 

De Russische dichter Sergej Michalkov werd geboren op 12 maart 1913 in Moskou.

 

 

 

 

12-03-08

Henrike Heiland, Jack Kerouac, Edward Albee, Gabriele d'Annunzio, De Schoolmeester, Dave Eggers, Irving Layton, Sergej Michalkov, Helga Goetze


De Duitse schrijfster Henrike Heiland werd geboren op 12 maart 1975 in Solms. Na haar eindexamen gymnasium studeerde zij in Gießen, Bonn en Durham Duitse en Engelse literatuur. Na haar studie, die zij afsloot met een werk over Elizabeth George, was zij lector en tv-producente bij verschillende filmbedrijven in München. Ook was zij werkzaam als dramaturg en schrijfster voor theater en film. Sinds 2004 is zij zelfstandig schrijfster en woont zij afwisselend in Berlijn en in Schotland. Haar eerste detective „Späte Rache" verscheen in 2006.

 

Uit: Blutsünde

 

Sie stand im Hinterhof und übergab sich gerade, als er zu ihr trat.

„Bist du krank?“ Er klang besorgt und reichte ihr sein Taschentuch. Sie nahm es nicht. „Ich habe deine Nachricht gerade erst gefunden.“

„Lass uns schnell hineingehen. Ich muss dir etwas sagen.“

„Was ist denn mit dir, bist du krank?“, fragte er wieder, als er ihr in das Versteck auf dem Dachboden gefolgt war.

„Warum bist du nicht in der Schule?“

Sie drehte ihren Kopf schnell zur Seite, als er ihr wie sonst auch immer einen Kuss geben wollte.

„Wir müssen weg, hat mein Vater gesagt.“ Sie spürte, wie sich ihr Magen wieder zusammenzog, wie die Übelkeit in ihrer Kehle aufstieg. Doch diesmal kam die Übelkeit von der Aufregung.

„Weg?“ Ernst sah sie ängstlich an. „Wieso? Hat man euch …“

„Gestern Nacht ist der Cousin meiner Mutter abgeholt worden.“

„Oh Gott!“ Ernst ließ sich auf eine große Holztruhe sinken. Er blickte unruhig umher, als fürchtete er, jemand könnte sie entdecken. Dabei hatte sie noch nie jemand erwischt, in dem ganzen Jahr nicht.

„Vater hat etwas organisiert. Er hat schon im letzten Jahr damit angefangen, Sachen zu verkaufen“, sagte sie, während sie unsicher vor ihm stand. „Aber er erzählt mir nichts. Er hat nur heute Morgen zu Mutter gesagt, keiner von uns soll aus dem Haus gehen, er kommt am Abend wieder. Bis dahin sollen wir das Wichtigste gepackt haben.“

Ernst nickte langsam. „Soll ich mit meinem Vater reden?

Er ist mit dem Gauleiter befreundet und …“

„Auf keinen Fall“, rief sie, und war selbst darüber erschrocken, wie heftig ihre Stimme klang. „Auf keinen Fall“, wiederholte sie etwas leiser und ruhiger. „Selbst wenn er es könnte, würde uns dein Vater nicht helfen. Er hasst uns.“

„Er kennt euch doch gar nicht!“ Ernst stand auf, und für einen Moment sah es so aus, als wollte er sie in seine Arme nehmen. Doch fast sofort ließ er seine Hände wieder sinken, steckte sie in die Hosentaschen und begann, auf und ab zu gehen.

 

 

 

HenrikeHeiland
Henrike Heiland (Solms, 12 maart 1975)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Jack Kerouac werd geboren op 12 maart 1922 in Lowell, in de Amerikaanse staat Massachusetts. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007.

 

Uit: The Subterraneans

 

“So there we were at the Red Drum, a tableful of beers a few that is and all the gangs cutting in and out, paying a dollar quarter at the door, the little hip-pretending weasel there taking tickets, Paddy Cordavan floating in as prophesied (a big tall blond brakeman type subterranean from Eastern Washington cowboy-looking in jeans coming in to a wild generation party all smoky and mad and I yelled, "Paddy Cordavan?" and "Yeah?" and he'd come over)--all sitting together, interesting groups at various tables, Julien, Roxanne (a woman of 25 prophesying the future style of America with short almost crewcut but with curls black snaky hair, snaky walk, pale pale junky anemic face and we say junky when once Dostoevski would have said what? if not ascetic but saintly? but not in the least? but the cold pale booster face of the cold blue girl and wearing a man's white shirt but with the cuffs undone untied at the buttons so I remember her leaning over talking to someone after having been slinked across the floor with flowing propelled shoulders, bending to talk with her hand holding a short butt and the neat little flick she was giving to knock ashes but repeatedly with long long fingernails an inch long and also orient and snake-like)--groups of all kinds, and Ross Wallenstein, the crowd, and up on the stand Bird Parker with solemn eyes who'd been busted fairly recently and had now returned to a kind of bop dead Frisco but had just discovered or been told about the Red Drum, the great new generation gang wailing and gathering there, so here he was on the stand, examining them with his eyes as he blew his now-settled-down-into-regulated-design "crazy" notes--the booming drums, the high ceiling--Adam for my sake dutifully cutting out at about 11 o'clock so he could go to bed and get to work in the morning, after a brief cutout with Paddy and myself for a quick ten-cent beer at roaring Pantera's, where Paddy and I in our first talk and laughter together pulled wrists--now Mardou cut out with me, glee eyed, between sets, for quick beers, but at her insistence at the Mask instead where they were fifteen cents, but she had a few pennies herself and we went there and began earnestly talking and getting hightingled on the beer and now it was the beginning--returning to the Red Drum for sets, to hear Bird, whom I saw distinctly digging Mardou several times also myself directly into my eye looking to search if I was really the great writer I thought myself to be as if he knew my thoughts and ambitions or remembered me from other night clubs and other coasts, other Chicagos--not a challenging look but the king and founder of the bop generation at least the sound of it in digging his audience digging his eyes, the secret eyes him-watching, as he just pursed his lips and let great lungs and immortal fingers work, his eyes separate and interested and humane, the kindest jazz musician there could be while being and therefore naturally the greatest--watching Mardou and me in the infancy of our love and probably wondering why, or knowing it wouldn't last, or seeing who it was would be hurt, as now, obviously, but not quite yet, it was Mardou whose eyes were shining in my direction, though I could not have known and now do not definitely know—“

 

 

 

 

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Jack Kerouac (12 maart 1922 – 21 oktober 1969)

 

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Edward Albee werd geboren op 12 maart 1928 in Washington DC. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007.

 

 

Uit: The Zoo Story

 

It is Central Park; a Sunday afternoon in summer; the present. There
are two park benches, one towards either side of the stage;  they both
face, the audience. Behind than: foliage, trees, sky.

[At the beginning PETER is seated on one of the benches. As the
curtain rises, PETER is seated on the bench stage-right. He is
reading a book. He stops reading, cleans his glasses, goes back to
reading. JERRY enters.]

JERRY: I've been to the zoo. [PETER doesn't notice.] I said, I've been
to the zoo. MISTER, I'VE BEEN TO THE ZOO!
PETER: Hm? . . . What? . . . I'm sorry, were you talking to me?
JERRY: I went to the zoo, and then I walked until I came here. Have   
I been walking north?
PETER: [puzzled] North? Why . . I . . . I think so. Let me see.
JERRY: [pointing past the audience] Is that Fifth avenue?
PETER: Why ya; yes, it is.
JERRY: And what is that cross street there; that one, to the right?
PETER: That? Oh, that's Seventy-fourth Street.
JERRY: And the zoo is around Sixty-5fth Street; so, I've been walking
north.
PETER: [anxious to get back to his reading] Yes; it would seem so.
JERRY: Good old north.
PETER: [lightly, by reflex] Ha, ha.
JERRY: [after a slight pause] But not due north.
PETER: I ... well, no, not due north; but, we ... call it north. It's
northerly.
JERRY: [watches as PETER, anxious to dismiss him, prepares his pipe]
Well, boy, you're not going to get lung cancer, are you?
PETER: [looks up, a little annoyed, then smiles] No, sir. Not from this.
JERRY: No, sir. What you'll probably get is cancer of the mouth, and
then you'll have to wear one of those things Freud wore after
they took one whole side of his jaw away, What do they call
those things ?
PETER: [uncomfortable] A prosthesis?
JERRY: The very thing! A prosthesis. You're an educated man, aren't
you ? Are you a doctor ?
PETER: Oh, no; no. I read about it somewhere: Time magazine, I think.
[He turns to his book.]
JERRY: Well, Time magazine isn't for blockheads.
PETER: No, I suppose not.
JERRY: [after a pause] Boy, I'm glad that's Fifth Avenue there.
PETER: [vaguely] Yes .
JERRY: I don't like the west side of the park much.
PETER: Oh? [Then, slightly wary, but interested] Why?
JERRY: [offhand] I don't know.
PETER: Oh. [He returns to his book.]
JERRY: [stands for a few seconds, looking at PETER, who finally looks
up again, puzzled] Do you mind if we talk?
PETER: [obviously minding] Why . . . no, no.
JERRY: Yes you do; you do.
PETER: [puts his book down, his pipe out and away, smiling] No, I
really; I don't mind.
JERRY: Yes you do.
PETER: [finally decided] No; I don't mind at all, really.
JERRY: It's ... it's a nice day.

 

 

 

 

 

 
albee2008
Edward Albee (Washington DC, 12 maart 1928)

 

 

 

 

De  Italiaans schrijver, dichter en politicus Gabriele d'Annunzio werd geboren in Pescara op 12 maart 1863. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007.

 

 

Der Regen im Pinienhain       

 

Schweige. Auf der Schwelle
des Waldes höre ich
die menschlichen Worte nicht,
die du sagst. Aber ich höre
neue Worte;
die von weit entfernten Tropfen und Blättern erzählen.
Höre. Es regnet
aus zerrissenen Wolken.
Es regnet
auf salzige, trockene
Tamarisken,
Es regnet
auf die schuppigen und stacheligen Pinien;
Es regnet
auf die göttliche Myrthe,
auf die unzähligen Blüten des leuchtenden Ginsters,
auf Wacholder voller duftenden Beeren,
Es regnet
auf unsere waldesgleichen Gesichter,
Es regnet
auf unsere bloßen Hände,
auf unser leichtes Gewand,
auf die reinen Gedanken,
die den neuen Geist erwachen lassen,
auf das schöne Märchen,
das gestern dich verzauberte, das heute mich verzaubert.
Oh Ermione.

Hörst du? Der Regen fällt,
auf das verlassene Grün,
Mit einem endlosen, wechselnden Plätschern in der Luft,
je nachdem ob das Laub dichter ist
oder weniger dicht.
Höre. Es antwortet
auf den Regen der Gesang
der Zikaden,
die sich weder durch südliches Rauschen
noch durch den grauen Himmel
abschrecken lassen.
Und die Pinie
erklingt und die Myrte
erklingt anders und der Wacholder
wieder anders, verschiedene Instrumente
unter unzähligen Fingerschlägen.
Und verschlungen
sind wir im Waldgeist,
eines Baumes gleich lebend;
Und dein nasses Gesicht
gleicht einem von Regentropfen
bespicktem Blatt,
und deine Haare
verbreiten den Duft
leuchtendes Ginsters,
ich du Nymphe des Waldes,
die du den Namen Ermione trägst

Höre, höre. Der Ton
der luftigen Zikaden
wird nach und nach
dumpfer
unter heftigerem Regen;
aber ein Gesang mischt sich ein
der rauer ist
und von dort hinten kommt,
aus feuchten verborgenen Schatten.
Dumpfer und schwächer werdend
verklingt er.
Nur eine Note
schwingt noch und verklingt,
blüht wieder auf, schwingt und verklingt.
Man hört das Rauschen der Wellen nicht.
Jetzt hört man auf allen Blättern
den silbernen Regen prasseln,
der wäscht,
und das Prasseln
das sich im dichter
oder weniger dichten Laub verändert.
Höre.
Die Tochter der Lüfte schweigt, die Tochter der Erde jedoch,
die Unke,
singt im entfernten Schatten!
Wo nur – wo?
Und der Regen fällt auf deine Wimpern,

Ermione!

Er benetzt deine schwarzen Wimpern,
als weintest du aus Freude;
einem Baum entsprungen scheinst du.
Und das ganze Leben in uns ist jung und frisch,
und das Herz wie eine unberührte Frucht,
deine Augen gleichen Quellen in der Wiese,
deine Zähne bitt’ren Mandeln.
Eng umschlungen oder gelöst
wandeln wir durch das Dickicht.
Fast umschlingt das kräft’ge Grün uns’re Knöchel,
rankt sich um uns’re Knie
wo nur – wo?
Es regnet
auf unsere waldesgleichen Gesichter,
es regnet auf unsere bloßen Hände,
auf unser leichtes Gewand,
auf die reinen Gedanken,
die den neuen Geist erwachen lassen,
auf das schöne Märchen,
das gestern dich verzauberte,
das heute mich verzaubert.
Oh Ermione.

 

 

 

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Gabriele d'Annunzio (12 maart 1863 - 1 maart 1938)

 

 

 

 

De Nederlandse dichter De Schoolmeester (Gerrit van de Linde) werd geboren op 12 maart 1808 in Rotterdam. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007.

 

 

De Leeuw

 

Een leeuw is eigentlijk iemand,
Die bang is voor niemand,
Zijne oogen en zijn neus
Zijn grooter dan die van een reus;
En zijn muil
Is een ware moordkuil;
Met zijn klaauw
Is een leeuw geweldig gaauw;
Met zij staart
Gooit hij een schutter van zijn paard;
En met zijn tanden
Durft hij de heele schutterij wel aanranden.
Enfin
, hij is altijd het verscheurendste beest
Onder de dieren geweest
Onlangs heeft hij immers in Londen
Nog een juffrouw verslonden;
Doch, nu ik mij bezin,
Was hij het niet: het was de leeuwin.

 

De leeuw wordt viervoetig geboren:
Twee van achteren en twee van voren;
Of, volgens anderen, twee aan zijn rechterhand:
En de andere twee aan deze kant.

 

De leeuw zijn gemalin
Is mevrouw de leeuwin,
En de jongelui, zoolang zij zich met de borst behelpen,
Noemt men gewoonlijk: welpen.

 

Gouden leeuwen en leeuwen van hout,
Mitsgaders de Hollandsche, worden heel oud;
Men ziet ze nog wel op uithangborden en schilden, doch
[zeldzaam in 't woud.
Komt ooit de ware leeuw rechtstreeks op u aan,
Dan is 't beste om maar regelrecht uit den weg te gaan.
Doch niet als hij opgezet of dood is,
Daar er in dat geval volstrekt geen nood is.

 

 

 

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De Schoolmeester (12 maart 1808 – 27 januari 1858)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Dave Eggers werd geboren op 12 maart 1970 in Chicago. Zie ook mijn blog van 12 maart 2007.

 

Uit: What Is the What

 

The walk to Ethiopia, Julian, was only the beginning. Yes we had walked for months across deserts and wetlands, our ranks thinned daily. There was war all over southern Sudan but in Ethiopia, we were told, we would be safe and there would be food, dry beds, school. I admit that on the way, I allowed my imagination to flower. As we drew closer to the border, my expectations had come to include homes for each of us, new families, tall buildings, glass, waterfalls, bowls of bright oranges set upon clean tables.

But when we reached Ethiopia, it was not that place.

-- We are here, Dut said.

-- This is not that place, I said.

-- This is Ethiopia, Kur said.

It looked the same. There were no buildings, no glass. There were no bowls of oranges set upon clean tables. There was nothing. There was a river and little else. -- This is not that place, I said again, and I said it many times over the coming days. The other boys tired of me. Some thought I had lost my mind.

I will admit that when we did cross into Ethiopia, there was a measure of safety, and some rest. We were able to stop, and this was strange. It was strange not to walk. That first night, we slept again where we sat. I was accustomed to walking every day, to walking at night and at the first light of morning, but now, when the sun rose, we stayed. There were boys spread all over the land, and all that was left to do, for some, was to die.

The wails came from everywhere. In the quiet of the night, over the hum of the crickets and frogs, there were the screams and moans, spreading over the camp like a storm. It was as if so many of the boys had been waiting to rest, and now that they had settled at Pinyudo, their bodies gave out. Boys died of malaria, of dysentery, of snake bites, of scorpion stings. Other illnesses were never named.

We were in Ethiopia and there were too many of us. Within days there were thousands of boys and soon after the boys arrived, there were adults and families and babies and the land was crowded with Sudanese. A city of refugees rose up within weeks. It is something to see, people simply sitting, surrounded by rebels and Ethiopian soldiers, waiting to be fed. This became the Pinyudo refugee camp.

Because so many had lost or bartered their clothing along the way, only half of us wore any garments at all. There sprung up a class system, whereby the boys who had shirts and pants and shoes were considered the wealthiest, and next were those who had two of the three. I was lucky to be considered upper-middle-class, with one shirt and two shoes and a pair of shorts. But too many boys were naked, and this was problematic. There was no protection from anything.”

 

 

 

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Dave Eggers (Chicago, 12 maart 1970)

 

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 12 maart 2007.

 

De Canadese schrijver Irving Layton werd geboren als Israel Pincu Lazarovici op 12 maart 1912 in Tîrgu Neamt, Roemenië.

 

De Russische dichter Sergej Michalkov werd geboren op 12 maart 1913 in Moskou.

 

De Duitse dichteres, kunstenares en politiek activiste Helga Goetze werd geboren op 12 maart 1922 in Magdeburg.