10-11-16

Jacob Cats, Friedrich Schiller, Jan van Nijlen, Arnold Zweig, Rick de Leeuw, Werner Söllner, Vachel Lindsay

 

De Nederlandse dichter en schrijver Jacob Cats werd geboren op 10 november 1577 in Brouwershaven. Zie ook mijn blog van 10 november 2010 en eveneens alle tags voor Jacob Cats op dit blog.

 

Zo vorst, zo volk

Zie doch eens: in deze poel
Was te voren geen gewoel,
Geen geruchte, geen geschil;
Alle dingen waren stil,
Al de vogels zonder nijd,
Al de vogels zonder strijd;
Maar een schreeuwer, metter vlucht,
Hier gevallen uit de lucht,
Maakte, door zijn hees geschal,
Twist en oproer overal;
Maakte dat het ganse rot
Kwam gesprongen uit het kot,
Kwam zo fel hier in gestort
Dat het water troebel wordt.
Het is nut te zijn geloofd
Dat een vies, een zeldzaam hoofd,
Dat alleen een enig man
Ganse rijken storen kan.
Dan het is ook wel gezien
Heden en in oude tiên,
Dat een enig hoofd geveld
't Ganse land in ruste stelt.

 

 

Al draagr de aap een gouden ring

Al draagr de aap een gouden ring,
Zo is het toch een lelijk ding
Al heeft de sim een gulden rok,
Zo is 'et toch maar enkel jok;
Want schoon zij met een grote pracht,
Wordt deftig in het spel gebracht,
En dat ze voor de eerste maal
Komt prachtig treden op de zaal,
Komt wonder moedig aan de dag:
Zij is een aap, gelijk ze plach';
Want eer men nog de rolle sluit,
Zo kijken hare grillen uit,
Want zijde, goud, fluweel, satijn,
En geven niet als enkel schijn.
De vors die huppelt naar de poel,
Al zat hij op een gouden stoel.



 
Jacob Cats (10 november 1577 – 12 september 1660)
Portret door Michiel Jansz van Mierevelt, 1634

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10-11-15

Friedrich Schiller, Jan van Nijlen, Arnold Zweig, Rick de Leeuw, Jacob Cats, Werner Söllner

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Christoph Friedrich von Schiller werd geboren op 10 november 1759 in Marbach. Zie ook mijn blog van 10 november 2010 en eveneens alle tags voor Friedrich Schiller op dit blog.

 

Der Flüchtling

Frisch athmet des Morgens lebendiger Hauch,
   Purpurisch zuckt durch düstrer Tannen Ritzen
Das junge Licht und äugelt aus dem Strauch;
      In goldnen Flammen blitzen
      Der Berge Wolkenspitzen.
Mit freudig melodisch gewirbeltem Lied
   Begrüßen erwachende Lerchen die Sonne,
   Die schon in lachender Wonne
Jugendlich schön in Aurora’s* Umarmungen glüht.

      Sey, Licht, mir gesegnet!
      Dein Strahlenguß regnet
Erwärmend hernieder auf Anger* und Au*.
      Wie silberfarb flittern
      Die Wiesen, wie zittern
Tausend Sonnen in perlendem Tau!

      In säuselnder Kühle
      Beginnen die Spiele
         Der jungen Natur.
      Die Zephyre* kosen
      Und schmeicheln um Rosen,
Und Düfte beströmen die lachende Flur.

Wie hoch aus den Städten die Rauchwolken dampfen!
Laut wiehern und schnauben und knirschen und stampfen
      Die Rosse, die Farren*;
      Die Wagen erknarren
         Ins ächzende Thal.
      Die Waldungen leben,
Und Adler* und Falken und Habichte schweben,
Und wiegen die Flügel im blendenden Strahl.

      Den Frieden zu finden,
      Wohin soll ich wenden
         Am elenden Stab?
      Die lachende Erde
      Mit Jünglingsgeberde
         Für mich nur ein Grab!

Steig’ empor, o Morgenroth, und röthe
   Mit purpurnem Kusse Hain und Feld!
Säus’le nieder, Abendroth, und flöte
   Sanft in Schlummer die erstorbne Welt!
      Morgen – ach! du röthest
         Eine Todtenflur,
Ach! und du, o Abendroth! umflötest
      Meinen langen Schlummer nur.

 


Die Worte des Wahns

Drei Worte hört man, bedeutungschwer,
    Im Munde der Guten und Besten.
Sie schallen vergeblich, ihr Klang ist leer,
    Sie können nicht helfen und trösten.
Verscherzt ist dem Menschen des Lebens Frucht,
So lang er die Schatten zu haschen sucht.

So lang er glaubt an die goldene Zeit,
    Wo das Rechte, das Gute wird siegen –
Das Rechte, das Gute führt ewig Streit,
    Nie wird der Feind ihm erliegen,
Und erstickst du ihn nicht in den Lüften frei,
Stets wächst ihm die Kraft auf der Erde neu.

So lang er glaubt, daß das buhlende Glück
    Sich dem Edeln vereinigen werde –
Dem Schlechten folgt es mit Liebesblick;
    Nicht dem Guten gehöret die Erde,
Er ist ein Fremdling, er wandert aus
Und suchet ein unvergänglich Haus.

So lang er glaubt, daß dem ird'schen Verstand
    Die Wahrheit je wird erscheinen –
Ihren Schleier hebt keine sterbliche Hand;
    Wir können nur rathen und meinen.
Du kerkerst den Geist in ein tönend Wort,
Doch der freie wandelt im Sturme fort.

Drum, edle Seele, entreiß dich dem Wahn
    Und den himmlischen Glauben bewahre!
Was kein Ohr vernahm, was die Augen nicht sahn,
    Es ist dennoch das Schöne, das Wahre!
Es ist nicht draußen, da sucht es der Thor;
Es ist in dir, du bringst es ewig hervor.

 

 

Die zwei Tugendwege

Zwei sind der Wege, auf welchen der Mensch zur Tugend emporstrebt;
   Schließt sich der eine dir zu, thut sich der andre dir auf.
Handelnd erringt der Glückliche sie, der Leidende duldend.
   Wohl ihm, den sein Geschick liebend auf beiden geführt!

 

 
Friedrich Schiller (10 november 1759 - 9 mei 1805) 
Monument in Frankfurt

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01-08-15

Dolce far niente, William Shakespeare, A. E. Housman, Friedrich Schiller, Gerrit Krol

 

Dolce far niente – Canal Parade

 

 
Gay Pride 2015, Amsterdam

 

 

Sonnet 104 - To me, fair friend, you never can be old

To me, fair friend, you never can be old,
For as you were when first your eye I ey'd,
Such seems your beauty still. Three winters cold,
Have from the forests shook three summers' pride,
Three beauteous springs to yellow autumn turn'd,
In process of the seasons have I seen,
Three April perfumes in three hot Junes burn'd,
Since first I saw you fresh, which yet are green.
Ah! yet doth beauty like a dial-hand,
Steal from his figure, and no pace perceiv'd;
So your sweet hue, which methinks still doth stand,
Hath motion, and mine eye may be deceiv'd:
For fear of which, hear this thou age unbred:
Ere you were born was beauty's summer dead.

 

 
William Shakespeare (23 april 1564 – 23 april 1616)
Joseph Fiennes als de jonge Shakespeare in de film Shakespeare in Love, 1998

 

 

You smile upon your friend to-day

You smile upon your friend to-day,
To-day his ills are over;
You hearken to the lover's say,
And happy is the lover.

'Tis late to hearken, late to smile,
But better late than never;
I shall have lived a little while
Before I die for ever.

 

 
A. E. Housman (26 maart 1859 – 30 april 1936)

 

 

Die Freundschaft

Freund! genügsam ist der Wesenlenker -
Schämen sich kleinmeisterische Denker,
    Die so ängstlich nach Gesetzen spähn -
Geisterreich und Körperweltgewühle
Wälzet eines Rades Schwung zum Ziele;
    Hier sah es mein Newton gehn.

Sphären lehrt es, Sklaven eines Zaumes,
Um das Herz des grossen Weltenraumes
    Labyrinthenbahnen ziehn -
Geister in umarmenden Systemen
Nach der grossen Geistersonne strömen,
    Wie zum Meere Bäche fliehn.

War's nicht dies allmächtige Getriebe,
Das zum ew'gen Jubelbund der Liebe
    Unsre Herzen an einander zwang?
Raphael, an deinem Arm - o Wonne!
Wag' auch ich zur grossen Geistersonne
    Freudigmuthig den Vollendungsgang.

Glücklich! glücklich! dich hab' ich gefunden,
Hab' aus Millionen dich umwunden,
    Und aus Millionen mein bist du -
Lass das Chaos diese Welt umrütteln,
Durcheinander die Atomen schütteln;
    Ewig fliehn sich unsre Herzen zu.

Muss ich nicht aus deinen Flammenaugen
Meiner Wollust Wiederstrahlen saugen?
    Nur in dir bestaun' ich mich -
Schöner malt sich mir die schöne Erde,
Heller spiegelt in des Freunds Geberde
    Reizender der Himmel sich.

Schwermuth wirft die bangen Thränenlasten,
Süsser von des Leidens Sturm zu rasten,
    In der Liebe Busen ab;
Sucht nicht selbst das folternde Entzücken
In des Freunds beredten Strahlenblicken
    Ungeduldig ein wollüst' ges Grab?

Stünd' im All der Schöpfung ich alleine,
Seelen träumt' ich in die Felsensteine,
    Und umarmend küsst' ich sie -
Meine Klagen stöhnt' ich in die Lüfte,
Freute mich, antworteten die Klüfte,
    Thor genug! der süssen Sympathie.

Todte Gruppen sind wir - wenn wir hassen,
Götter - wenn wir liebend uns umfassen!
    Lechzen nach dem süssen Fesselzwang -
Aufwärts durch die tausendfachen Stufen
Zahlenloser Geister, die nicht schufen,
    Waltet göttlich dieser Drang.

Arm in Arme, höher stets und höher,
Vom Mongolen bis zum griech'schen Seher,
    Der sich an den letzten Seraph reiht,
Wallen wir, einmüth'gen Ringeltanzes,
Bis sich dort im Meer des ew'gen Glanzes
    Sterbend untertauchen Mass und Zeit. –

Freundlos war der grosse Weltenmeister,
Fühlte Mangel - darum schuf er Geister,
    Sel'ge Spiegel seiner Seligkeit!
Fand das höchste Wesen schon kein gleiches,
Aus dem Kelch des ganzen Seelenreiches
    Schäumt ihm - die Unendlichkeit.

 

 
Friedrich Schiller (10 november 1759 - 9 mei 1805)
Borstbeeld in Rudolstadt

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10-11-14

Friedrich Schiller, Jan van Nijlen, Arnold Zweig, Rick de Leeuw, Jacob Cats, Aka Morchiladze

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Christoph Friedrich von Schiller werd geboren op 10 november 1759 in Marbach. Zie ook mijn blog van 10 november 2010 en eveneens alle tags voor Friedrich Schiller op dit blog.

 

Geburtstagsgedicht

Rastlos vorwärts musst du streben,
nie ermüdet Stille stehn,
willst du die Vollendung sehn,
musst ins Breite dich entfalten,
soll sich deine Welt gestalten,
in die Tiefe musst du steigen,
soll sich dir das Wesen zeigen,
nur Beharrung führt zum Ziel,
nur die Fülle führt zur Klarheit,
und im Abgrund wohnt die Wahrheit.

 

 

Hoffnung

Es reden und träumen die Menschen viel
Von bessern künftigen Tagen,
Nach einem glücklichen goldenen Ziel
Sieht man sie rennen und jagen.
Die Welt wird alt und wird wieder jung,
Doch der Mensch hofft immer Verbesserung.

Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein,
Sie umflattert den fröhlichen Knaben,
Den Jüngling locket ihr Zauberschein,
Sie wird mit dem Greis nicht begraben,
Denn beschließt er im Grabe den müden Lauf,
Noch am Grabe pflanzt er – die Hoffnung auf.

Es ist kein leerer schmeichelnder Wahn,
Erzeugt im Gehirne des Toren,
Im Herzen kündet es laut sich an:
Zu was Besserm sind wir geboren!
Und was die innere Stimme spricht,
Das täuscht die hoffende Seele nicht.

 

 

Die Führer des Lebens

Zweierlei Genien sinds, die dich durchs Leben geleiten,
Wohl dir, wenn sie vereint helfend zur Seite dir stehn!
Mit erheiterndem Spiel verkürzt dir der eine die Reise,
Leichter an seinem Arm werden dir Schicksal und Pflicht.
Unter Scherz und Gespräch begleitet er bis an die Kluft dich,
Wo an der Ewigkeit Meer schaudernd der Sterbliche steht.
Hier empfängt dich entschlossen und ernst und schweigend der andre,
Trägt mit gigantischem Arm über die Tiefe dich hin.
Nimmer widme dich einem allein. Vertraue dem erstern
Deine Würde nicht an, nimmer dem andern dein Glück.

 

 
Friedrich Schiller (10 november 1759 - 9 mei 1805)
Charlotte Schiller - Schillers Gartenhaus in Jena, aquarel, ca. 1798

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10-11-13

Friedrich Schiller, Rick de Leeuw, Jan van Nijlen, Arnold Zweig, Jacob Cats, Alejandro Zambra

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Christoph Friedrich von Schiller werd geboren op 10 november 1759 in Marbach. Zie ook mijn blog van 10 november 2010 en eveneens alle tags voor Friedrich Schiller op dit blog.

 

Uit:Der Spaziergang unter den Linden

 

„Wollmar und Edwin waren Freunde und wohnten in einer friedlichen Einsiedelei beisammen, in welche sie sich aus dem Geräusch der geschäftigen Welt zurückgezogen hatten, hier in aller philosophischen Muße die merkwürdigen Schicksale ihres Lebens zu entwickeln. Edwin, der glückliche, umfaßte die Welt mit frohherziger Wärme, die der trübere Wollmar in die Trauerfarbe seines Mißgeschicks kleidete. Eine Allee von Linden war der Lieblingsplatz ihrer Betrachtungen. Einst an einem lieblichen Maientag spazierten sie wieder; ich erinnere mich folgenden Gespräches:

Edwin. Der Tag ist so schön – die ganze Natur hat sich aufgeheitert, und Sie so nachdenkend, Wollmar?

Wollmar. Lassen Sie mich. Sie wissen, es ist meine Art, daß ich ihr ihre Launen verderbe.

Edwin. Aber ist es denn möglich, den Becher der Freude so anzuekeln?

Wollmar. Wenn man eine Spinne darin findet – warum nicht? Sehen Sie, Ihnen malt sich jetzt die Natur wie ein rothwangigtes Mädchen an seinem Brauttag. Mir erscheint sie als eine abgelebte Matrone, rothe Schminke auf ihren grüngelben Wangen, geerbte Demanten in ihrem Haar. Wie sie sich in diesem Sonntagsaufputz belächelt! Aber es sind abgetragene Kleider und schon hunderttausendmal gewandt. Eben diesen grünen wallenden Schlepp trug sie schon vor Deukalion, eben so parfümiert und eben so bunt verbrämt. Jahrtausende lang verzehrt sie nur mit dem Abtrag von der Tafel des Todes, kocht sich Schminke aus den Gebeinen ihrer eigenen Kinder und stutzt die Verwesung zu blendenden Flittern. Es ist ein unfläthiges Ungeheuer, das von seinem eigenen Koth, viele tausendmal aufgewärmt, sich mästet, seine Lumpen in neue Stoffe zusammenflickt und groß thut und sie zu Markte trägt und wieder zusammenreißt in garstige Lumpen. Junger Mensch, weißt du wohl auch, in welcher Gesellschaft du vielleicht jetzo spazierest? Dachtest du je, daß dieses unendliche Rund das Grabmal deiner Ahnen ist, daß dir die Winde, die dir die Wohlgerüche der Linden herunterbringen, vielleicht die zerstobene Kraft des Arminius in die Nase blasen, daß du in der erfrischenden Quelle vielleicht die zermalmten Gebeine unsrer großen Heinriche kostest? Pfui! Pfui! Die Erderschütterer Roms, die die majestätische Welt in drei Theile rissen, wie Knaben einen Blumenstrauß unter sich theilen und an die Hüte stecken, müssen vielleicht in den Gurgeln ihrer verschnittenen Enkel einer wimmernden Opernarie frohnen.“

 

 

 

Friedrich Schiller (10 november 1759 - 9 mei 1805)

Portret door Louis Ammy Blanc, 1861

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10-11-12

Friedrich Schiller, Rick de Leeuw, Jan van Nijlen, Arnold Zweig, Jacob Cats, Alejandro Zambra

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Christoph Friedrich von Schiller werd geboren op 10 november 1759 in Marbach. Zie ook mijn blog van 10 november 2010 en eveneens alle tags voor Friedrich Schiller op dit blog.

 

Uit: Die Räuber

 

“Erster Akt. Erste Scene. Franken.

Saal im Moorischen Schloß. Franz. Der alte Moor.

 

Franz. Aber ist Euch auch wohl, Vater? Ihr seht so blaß.

D. a. Moor. Ganz wohl, mein Sohn, – was hattest du mir zu sagen?

Franz. Die Post ist angekommen – ein Brief von unserm Correspondenten in Leipzig –

D. a. Moor (begierig). Nachrichten von meinem Sohne Karl?

Franz. Hm! Hm! – So ist es. Aber ich fürchte – ich weiß nicht – ob ich – Eurer Gesundheit? – Ist Euch wirklich ganz wohl, mein Vater?

D. a. Moor. Wie dem Fisch im Wasser! Von meinem Sohne schreibt er? – Wie kommst du zu dieser Besorgniß? Du hast mich zweimal gefragt.

Franz. Wenn Ihr krank seid – nur die leiseste Ahnung habt, es zu werden, so laßt mich – ich will zu gelegenerer Zeit zu Euch reden. (Halb zu sich.) Diese Zeitung ist nicht für einen zerbrechlichen Körper.

D. a. Moor. Gott! Gott! was werd' ich hören?

Franz. Laßt mich vorerst auf die Seite gehn und eine Thräne des Mitleids vergießen um meinen verlornen Bruder – ich sollte schweigen auf ewig – denn er ist Euer Sohn; ich sollte seine Schande verhüllen auf ewig – denn er ist mein Bruder. – Aber Euch gehorchen, ist meine erste, traurige Pflicht – darum vergebt mir.

D. a. Moor. O Karl! Karl! wüßtest du, wie deine Aufführung das Vaterherz foltert! wie eine einzige frohe Nachricht von dir meinem Leben zehn Jahre zusetzen würde – mich zum Jüngling machen würde – da mich nun jede, ach! – einen Schritt näher ans Grab rückt!

Franz. Ist es Das, alter Mann, so lebt wohl – wir alle würden noch heute die Haare ausraufen über Eurem Sarge.

D. a. Moor. Bleib! – Es ist noch um den kleinen kurzen Schritt zu thun – laß ihm seinen Willen! (Indem er sich niedersetzt.) Die Sünden seiner Väter werden heimgesucht im dritten und vierten Glied – laß ihn's vollenden.

Franz (nimmt den Brief aus der Tasche). Ihr kennt unsern Correspondenten! Seht! den Finger meiner rechten Hand wollt' ich drum geben, dürft' ich sagen, er ist ein Lügner, ein schwarzer, giftiger Lügner – – Faßt Euch! Ihr vergebt mir, wenn ich Euch den Brief nicht selbst lesen lasse – Noch dürft Ihr nicht Alles hören.

D. a. Moor. Alles, Alles – mein Sohn, du ersparst mir die Krücke.

Franz (liest). »Leipzig, vom 1sten Mai. – Verbände mich nicht eine unverbrüchliche Zusage, dir auch nicht das Geringste zu verhehlen, was ich von den Schicksalen deines Bruders auffangen kann, liebster Freund, nimmermehr würde meine unschuldige Feder an dir zur Tyrannin geworden sein. Ich kann aus hundert Briefen von dir abnehmen, wie Nachrichten dieser Art dein brüderliches Herz durchbohren müssen; mir ist's, als säh' ich dich schon um den Nichtswürdigen, den Abscheulichen« – – (Der alte Moor verbirgt sein Gesicht.) Seht, Vater! ich lese Euch nur das Glimpflichste – »den Abscheulichen in tausend Thränen ergossen;« – Ach, sie flossen – stürzten stromweis von dieser mitleidigen Wange – »mir ist's, als säh' ich schon deinen alten, frommen Vater todtenbleich« – Jesus Maria! Ihr seid's, eh' ihr noch das Mindeste wisset?

D. a. Moor. Weiter! Weiter!”

 

 

Friedrich Schiller (10 november 1759 - 9 mei 1805)

Matthias Schweighöfer als Schiller in de gelijknamige Duitse film uit 2005

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10-11-11

Friedrich Schiller, Rick de Leeuw, Jan van Nijlen, Arnold Zweig, Jacob Cats

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Christoph Friedrich von Schiller werd geboren op 10 november 1759 in Marbach. Zie ook mijn blog van 10 november 2010 en eveneens alle tags voor Friedrich Schiller op dit blog.

 

Uit: Der Verbrecher aus verlorener Ehre

 

„In der ganzen Geschichte des Menschen ist kein Kapitel unterrichtender für Herz und Geist als die Annalen seiner Verirrungen. Bei jedem großen Verbrechen war eine verhältnismäßig große Kraft in Bewegung. Wenn sich das geheime Spiel der Begehrungskraft bei dem matteren Licht gewöhnlicher Affekte versteckt, so wird es im Zustand gewaltsamer Leidenschaft desto hervorspringender, kolossalischer, lauter; der feinere Menschenforscher, welcher weiß, wie viel man auf die Mechanik der gewöhnlichen Willensfreiheit eigentlich rechnen darf und wie weit es erlaubt ist, analogisch zu schließen, wird manche Erfahrung aus diesem Gebiete in seine Seelenlehre herübertragen und für das sittliche Leben verarbeiten.

Es ist etwas so Einförmiges und doch wieder so Zusammengesetztes, das menschliche Herz. Eine und eben dieselbe Fertigkeit oder Begierde kann in tausenderlei Formen und Richtungen spielen, kann tausend widersprechende Phänomene bewirken, kann in tausend Charakteren anders gemischt erscheinen, und tausend ungleiche Charaktere und Handlungen können wieder aus einerlei Neigung gesponnen sein, wenn auch der Mensch, von welchem die Rede ist, nichts weniger denn eine solche Verwandtschaft ahndet. Stünde einmal, wie für die übrigen Reiche der Natur, auch für das Menschengeschlecht ein Linnäus auf, welcher nach Trieben und Neigungen klassifizierte, wie sehr würde man erstaunen, wenn man so manchen, dessen Laster in einer engen bürgerlichen Sphäre und in der schmalen Umzäunung der Gesetze jetzt ersticken muß, mit dem Ungeheuer Borgia in einer Ordnung beisammen fände.

Von dieser Seite betrachtet, läßt sich manches gegen die gewöhnliche Behandlung der Geschichte einwenden, und hier, vermute ich, liegt auch die Schwierigkeit, warum das Studium derselben für das bürgerliche Leben noch immer so fruchtlos geblieben. Zwischen der heftigen Gemütsbewegung des handelnden Menschen und der ruhigen Stimmung des Lesers, welchem diese Handlung vorgelegt wird, herrscht ein so widriger Kontrast, liegt ein so breiter Zwischenraum, daß es dem letztern schwer, ja unmöglich wird, einen Zusammenhang nur zu ahnden. Es bleibt eine Lücke zwischen dem historischen Subjekt und dem Leser, die alle Möglichkeit einer Vergleichung oder Anwendung abschneidet und statt jenes heilsamen Schreckens, der die stolze Gesundheit warnet, ein Kopfschütteln der Befremdung erweckt.“

 

 

 

Friedrich Schiller (10 november 1759 - 9 mei 1805)

Anton Graff werkte tussen 1786 en 1791 aan dit portret: „Er hatte kein Sitzfleisch,“ zei hij over Schiller.

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10-11-10

Friedrich Schiller, Rick de Leeuw, Jan van Nijlen, Arnold Zweig, Jacob Cats

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Christoph Friedrich von Schiller werd geboren op 10 november 1759 in Marbach. Zie ook mijn blog van 10 november 2006 en ook mijn blog van 10 november 2007 en ook mijn blog van 10 november 2008 en ook mijn blog van 10 november 2009.

 

Uit: Wallenstein

 

Zweiter Aufzug. Fünfter Auftritt

 

Terzky.
Gönn ihnen doch das Fleckchen Land, geht's ja
Nicht von dem deinen! Was bekümmert's dich,
Wenn du das Spiel gewinnest, wer es zahlt.

Wallenstein.
Fort, fort mit ihnen – das verstehst du nicht.
Es soll nicht von mir heißen, daß ich Deutschland
Zerstücket hab', verraten an den Fremdling,
Um meine Portion mir zu erschleichen.
Mich soll das Reich als seinen Schirmer ehren,
Reichsfürstlich mich erweisend, will ich würdig
Mich bei des Reiches Fürsten niedersetzen.
Es soll im Reiche keine fremde Macht
Mir Wurzel fassen, und am wenigsten
Die Goten sollen's, diese Hungerleider,
Die nach dem Segen unsers deutschen Landes
Mit Neidesblicken raubbegierig schauen.
Beistehen sollen sie mir in meinen Planen
Und dennoch nichts dabei zu fischen haben.

Terzky.
Doch mit den Sachsen willst du ehrlicher
Verfahren? Sie verlieren die Geduld,
Weil du so krumme Wege machst –
Was sollen alle diese Masken? sprich!
Die Freunde zweifeln, werden irr an dir –
Der Oxenstirn, der Arnheim, keiner weiß,
Was er von deinem Zögern halten soll.
Am End' bin ich der Lügner, alles geht
Durch mich. Ich hab nicht einmal deine Handschrift.

Wallenstein.
Ich geb nichts Schriftliches von mir, du weißt's.

Terzky.
Woran erkennt man aber deinen Ernst,
Wenn auf das Wort die Tat nicht folgt? Sag selbst,
Was du bisher verhandelt mit dem Feind,
Hätt' alles auch recht gut geschehn sein können,
Wenn du nichts mehr damit gewollt, als ihn
Zum besten haben.

Wallenstein(nach einer Pause, indem er ihn scharf ansieht).
Und woher weißt du, daß ich ihn nicht wirklich
Zum besten habe? Daß ich nicht euch alle
Zum besten habe? Kennst du mich so gut?
Ich wüßte nicht, daß ich mein Innerstes
Dir aufgetan – Der Kaiser, es ist wahr,
Hat übel mich behandelt! – Wenn ich wollte,
Ich könnt' ihm recht viel Böses dafür tun.
Es macht mir Freude, meine Macht zu kennen;
Ob ich sie wirklich brauchen werde, davon, denk ich,
Weißt du nicht mehr zu sagen als ein andrer.

Terzky.
So hast du stets dein Spiel mit uns getrieben!

 

 

 

Friedrich Schiller (10 november 1759 - 9 mei 1805)

Standbeeld van Reinhold Begas op de Gendarmenmarkt in Berlijn

 

 

 

 

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25-05-10

Friedrich Dieckmann, Egyd Gstättner, Claire Castillon, Eve Ensler, Robert Ludlum, Theodore Roethke, Georges Bordonove, Jamaica Kincaid, W. P. Kinsella


De Duitse schrijver Friedrich Dieckmann werd geboren op 25 mei 1937 in Landsberg an der Warthe.

 

Uit: Freiheit ist nur in dem Reich der Träume (Schillers Jahrhundertwende)

 

„Der Achtunddreißigjhrige, der, ein Windlicht in der Hand, am 11. Oktober 1798 durch das im Abenddämmer liegende Weimar geht, um seinQuartier aufzusuchen, die Gästewohnung im Schloß,

wo Frau und Schwägerin auf ihn warten, – dieser hochgewachsene, etwas vornübergeneigt laufende Mann mit den blauen Augen, der schmalen, weit vorspringenden Nase, dem starken Kinn, kommt aus dem Theater, er hat der Generalprobe seines neuen, erst vor vier Tagen fertig gewordenen Stückes beigewohnt, »Wallensteins Lager«. Aber was heißt beigewohnt? Er hat es gesehen und gehört, zumeist aus dem Zuschauerraum, dem von Grund auf erneuerten, aber manchmal auch aus der Kulisse; zwischendurch hatte er dem Regisseur noch ein paar Textänderungen an die Hand gegeben, die ihm am Vormittag, ehe er in Jena mit Lotte und Caroline in die Kutsche gestiegen war, in den Sinn gekommen waren. Denn dem Regisseur, der zugleich der Intendant und beinahe auch der Bühnenbildner ist, seinem Freund, Kollegen, Kooperator, dem Geheimen Rat, Weimars oberster Kunstinstanz, war erst vor einer Woche noch etwas Lustiges zu seinem Stück eingefallen, eine drastische Priester-Ermahnung an die zügellose Soldateska.

Das hatte er ganz schnell machen und abliefern müssen, und es war, als es schon einstudiert wurde, noch gar nicht fertig gewesen.

Und nicht nur das war noch nicht fertig gewesen in der letzten Woche, ein Eingangslied für den Abend hatte auch noch gefehlt. Hätten sie besser dieses alte Volkslied von der Zerstörung Magdeburgs nehmen sollen, das der Goethe in petto gehabt hatte, mitsamt der Melodie? »O Magdeburg die Stadt, die schöne Mädchen hat« – elf Strophen hatte es gehabt und war so traurig-schön, so herzzerreißend-schicksalsergeben gewesen, daß er’s beiseite gelassen hatte. Es paßte nicht zu seinemStück, das auf einen andern, herzhaften Ton gestimmt war. Zusammen hatten sie versucht, ein

passendes Lied zu schreiben, jener war mit ein paar Strophen angekommen, er hatte noch einige zugesetzt – es war simpel genug eraten, um fü diese Landsknechtsschar zu passen: »Es leben

die Soldaten, der Bauer gibt den Braten . . .«

 

 

 

 

dieckmann
Friedrich Dieckmann (Landsberg an der Warthe, 25 mei 1937)

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver en essayist Egyd Gstättner werd geboren op 25 mei 1962 in Klagenfurt. Zie ook mijn blog van 25 mei 2007.

 

Uit: Der letzte Tag des Carlo Michelstaedter

 

Das Studium war meine Galgenfrist. Die ist jetzt zu Ende.
Heute bin ich dreiundzwanzig, morgen bin ich Doktor, und übermorgen fängt das Leben an. Aber wie soll ich das machen: Leben? Was heißt das und wie geht das: Leben? Ich bin dazu weder qualifiziert noch ausgerüstet, Vladimiro! Ich müsste, um mein Leben zu leben, bei null anfangen mit meinen dreiundzwanzig Jahren. Das Leben ist etwas Unmögliches. Allein durch ihre Art zu leben, haben mich meine Eltern gelehrt, daß das Leben unheimlich kompliziert und widerwärtig ist. Nur das widerwärtige Leben ist das richtige Leben, das wahre, das eigentliche. Durch ihre Art zu leben haben mich meine Eltern gelehrt, daß das Leben etwas so Schwieriges ist, daß man es praktisch nicht schaffen kann: Ich jedenfalls auf gar keinen Fall. Ich kann ein bisschen zeichnen. Aber leben kann ich nicht. Zeichnen ist etwas für Kinder. Alle Kinder zeichnen. Und alle Erwachsenen hören zu zeichnen auf. Man müsste sich die Frage stellen, warum ich mit dreiundzwanzig Jahren noch immer nicht zu zeichnen aufgehört habe. Ich kann das Grab meines Bruders pflegen und eine Doktorarbeit schreiben. Aber leben kann ich nicht. Ich kann mit Paula, Fulvia und Argia ein paar Tage nach Piran fahren, Scampi essen und baden gehen. Aber leben kann ich nicht.
Nur die hervorragendsten Repräsentanten der Menschheit schaffen es, ihr schwieriges Dasein zu bewältigen, indem sie Friseure werden. Die Philosophie ist dazu da, dass der Friseur während des Frisierens etwas zu plaudern hat. Meine Mutter und mein Vater sind unfehlbar: jedes Mal, wenn sie in ihrem Leben vor einer Entscheidung gestanden sind, haben sie mit Weisheit und Verstand die richtige – jedenfalls bestmögliche – Entscheidung getroffen.”

 

 

 

egyd_gstaettner

Egyd Gstättner (Klagenfurt, 25 mei 1962)

 

 

 

 

De Franse schrijfster Claire Castillon werd geboren op 25 mei 1975 in Neuilly-sur-Seine. Zie ook mijn blog van 25 mei 2007 en ook mijn blog van 25 mei 2008.

Uit: Insecte

 

“Elle est belle, au-dessus de mon berceau, devant l'école, dans la voiture garée au coin, et puis maintenant, vingt ans plus tard, dans le café où elle m'attend pour boire un thé, vert, c'est à la mode, il paraît que ça peut faire maigrir, alors elle essaye, des fois qu'elle perde un os ou deux.

(…)

 

Je marche vers elle, il va bien se produire un drame sur la route, m'arriver quelque chose, ou au moins une idée, depuis le temps que je la cherche, cette idée, pour la sauver et me perdre. Je marche et, quandj'arriverai, elle aura des ampoules, c'est ainsi qu'on fonctionne. Quandj'ai mal au ventre, on retire son colon ; quandj'ai mal à la tête, on lui trouve une bille cachée derrière un oeil. Sij'ai mal quelque part, aussitôt ma mère meurt. Sij'ai peur, elle appelle ; sij'ai soif, elle transpire ; on n'a pas vu donner autant et sans retour. Si je prends, elle donne. Si je marche, elle accourt. Si je pars, elle revient. Tiens,j'essaye. Ce serait bien.”

 

 

 

claire-castillon
Claire Castillon (Neuilly-sur-Seine, 25 mei 1975)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster en feminste Eve Ensler werd op 25 mei 1953 in New York geboren.

 

Uit: The Good Body

 

In the midst of a war in Iraq, in a time of escalatingglobal terrorism, when civil liberties are disappearingas fast as the ozone layer, when one out of threewomen in the world will be beaten or raped in herlifetime, why write a play about my stomach?

Maybe because my stomach is one thing I feel Ihave control over, or maybe because I have hopedthat my stomach is something I could get controlover. Maybe because I see how my stomach has cometo occupy my attention, I see how other women’sstomachs or butts or thighs or hair or skin have cometo occupy their attention, so that we have very littleleft for the war in Iraq—or much else, for that matter.When a group of ethnically diverse, economicallydisadvantaged women in the United States wasrecently asked about the one thing they wouldchange in their lives if they could, the majority ofthese women said they would lose weight. Maybe Iidentify with these women because I have boughtinto the idea that if my stomach were flat, then Iwould be good, and I would be safe. I would be protected.I would be accepted, admired, important,loved. Maybe because for most of my life I have feltwrong, dirty, guilty, and bad, and my stomach isthe carrier, the pouch for all that self-hatred. Maybebecause my stomach has become the repository formy sorrow, my childhood scars, my unfulfilled ambition,my unexpressed rage. Like a toxic dump, it iswhere the explosive trajectories collide—the Judeo-Christian imperative to be good; the patriarchal mandate that women be quiet, be less; the consumer-stateimperative to be better, which is based on the assumptionthat you are born wrong and bad, and thatbeing better always involves spending money, lots ofmoney. Maybe because, as the world rapidly dividesinto fundamentalist camps, reductive sound bites, andpolarizing platitudes, an exploration of my stomachand the life therein has the potential to shatter thesedangerous constraints.“

 

 

 

Ensler

Eve Ensler (New York, 25 mei 1953)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Robert Ludlum werd geboren in New York op 25 mei 1927. Zie ook mijn blog van 25 mei 2007 en ook mijn blog van 25 mei 2008

 

Uit: The Bourne Sanction

 

“Who is David Webb?”

Moira Trevor, standing in front of his desk at Georgetown University, asked the question so seriously that Jason Bourne felt obliged to answer.

"Strange," he said, "no one's ever asked me that before. David Webb is a linguistics expert, a man with two children who are living happily with their grandparents" --- Marie's parents --- "on a ranch in Canada."

Moira frowned. "Don't you miss them?"

"I miss them terribly," Bourne said, "but the truth is they're far better off where they are. What kind of life could I offer them? And then there's the constant danger from my Bourne identity. Marie was kidnapped and threatened in order to force me to do something I had no intention of doing. I won't make that mistake again."

"But surely you see them from time to time."

"As often as I can, but it's difficult. I can't afford to have anyone following me back to them."

"My heart goes out to you," Moira said, meaning it. She smiled. "I must say it's odd seeing you here, on a university campus, behind a desk." She laughed. "Shall I buy you a pipe and a jacket with elbow patches?"

Bourne smiled. "I'm content here, Moira. Really I am."

"I'm happy for you. Martin's death was difficult for both of us. My anodyne is going back to work full-bore. Yours is obviously here, in a new life."

"An old life, really." Bourne looked around the office. "Marie was happiest when I was teaching, when she could count on me being home every night in time to have dinner with her and the kids."

"What about you?" Moira asked. "Were you happiest here?"

= cloud passed across Bourne's face. "I was happy being with Marie." He turned to her. "I can't imagine being able to say that to anyone else but you."

 

 

 

ludlum
Robert Ludlum
(25 mei 1927 – 12 maart 2001)

Matt Damon al Jason Bourne

 

 

 

Zie voor alle bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 25 mei 2009.

 

 

 

De Amerikaanse dichter Theodore Huebner Roethke werd geboren in Saginaw, Michigan op 25 mei 1908. Zie ook mijn blog van 25 mei 2009 en ook mijn blog van 25 mei 2008. en ook mijn blog van 25 mei 2007 en ook mijn blog van 25 mei 2006.

 

 

Child on Top of a Greenhouse 

 

The wind billowing out the seat of my britches,

My feet crackling splinters of glass and dried putty,

The half-grown chrysanthemums staring up like accusers,

Up through the streaked glass, flashing with sunlight,

A few white clouds all rushing eastward,

A line of elms plunging and tossing like horses,

And everyone, everyone pointing up and shouting!

 

 

 

She 

 

I think the dead are tender. Shall we kiss? --

My lady laughs, delighting in what is.

If she but sighs, a bird puts out its tongue.

She makes space lonely with a lovely song.

She lilts a low soft language, and I hear

Down long sea-chambers of the inner ear.

 

We sing together; we sing mouth to mouth.

The garden is a river flowing south.

She cries out loud the soul's own secret joy;

She dances, and the ground bears her away.

She knows the speech of light, and makes it plain

A lively thing can come to life again.

 

I feel her presence in the common day,

In that slow dark that widens every eye.

She moves as water moves, and comes to me,

Stayed by what was, and pulled by what would be.

 

 

 

 

roethke
Theodore Roethke (25 mei 1908 - 1 augustus 1963)

 

 

 

 

De Franse schrijver en historicus Georges Bordonove werd geboren in Enghien-les-Bains op 25 mei 1920.

 

Uit: La vie quotidienne de Napoléon en route vers Saint-Hélène

 

“Combien j'ai été fou de me jeter entre vos mains! Je m'étais fait une fausse idée de votre caractère national; j'avais UNE OPINION ROMANESQUE de la nation anglaise. A cette idée se joignait un peu d'orgueil. J'aurais rougi de me livrer à l'un des souverains dont j'avais conquis les États, et dans les capitales desquels j'étais entré en vainqueur; c'est ce qui m'a déterminé à me confier à vous que je n'avais jamais subjugués. Docteur, je suis bien puni de la haute opinion que j'avais conçue de votre nation!”

 

 

 

bordonove
Georges Bordonove (25 mei 1920 - 16 maart 2007)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Jamaica Kincaid (eig. Elaine Cynthia Potter Richardson) werd geboren in Saint John's, Antigua en Barbuda, op 25 mei 1949.

 

Uit: Small Place

 

If you go to Antigua as a tourist, this is what you will see. If you come by aeroplane, you will land at the V. C. Bird International Airport. Were Cornwall (V. C.) Bird is the Prime Minister of Antigua. you may be the sort of tourist who would wonder why a Prime Minister would want an airport named after him—why not a school, why not a hospital, why not some great public monument? You are a tourist and you have not yet seen a public monument in Antigua. As your plane descends to land, you might say, What a beautiful island Antigua is—more beautiful than any of the other islands you have seen, and they were very beautiful, in their way, but they were much too green, much too lush with vegetation, which indicated to you, the tourist, that they got quite a bit of rainfall, and rain is the very thing that you, just now, do not want, for you are thinking of the hard and cold and dark and long days you spent working in North America (or, worse, Europe), earning some money so that you could stay in this place (Antigua) where the sun always shines and where the climate is deliciously hot and dry for the four to ten days you are going to be staying there; and since you are on your holiday, since you are a tourist, the thought of what it might be like for someone who had to live day in, day our in a place that suffers constantly from drought, and so has to watch carefully every drop of fresh water used (while at the same time surrounded by a sea and an ocean—the Caribbean Sea on one side, the Atlantic Ocean on the other), must never cross your mind.”

 

 

 

kincaid
Jamaica Kincaid (Saint John's, 25 mei 1949)

 

 

 

 

De Canadese schrijver William Patrick Kinsella werd geboren op 25 mei 1935 in Edmonton, Alberta.

 

Uit: Waiting on Lombard Street

 

There is an old fashioned I-HOP on Lombard Street in San Francisco, probably one of the originals, blue roof, A-Frame, from the days when they were known as International House of Pancakes.
Driving south on a hot afternoon, fresh out of both air conditioning and Diet Coke, we decided to stop for refreshment. A pleasant young woman greeted us and escorted us to a booth, my red-headed lady and I, brought us water and menus and an assurance that a waitress would soon be with us. She may have even supplied us with a name, "Barcelona will be your waitress this afternoon," I prefer waitresses who don't have names, I prefer an arm clutching a pencil with a yellow pad at the end of it.
It was about 3:30 in the afternoon, Bermuda Triangle time in restaurants: the last of the lunch crowd has lurched out, belching martini fumes, time to wash the floors and scrape the food off the windows.
We decided on what we wanted, I chose a chocolate malt, my red- headed lady decided on iced tea, then we visited the washrooms one at a time so in case the waitress came one of us would be there to give her the order.
The waitress did not appear. She never appeared.
There came a point when we simultaneously realized we had been waiting an extraordinarily long time for service. We stared around. There was only one other occupied table, far away. The silence was eerie. It reminded me of the Mary Deare. Food steaming on some tables, but no one in sight, especially a waitress.
We waited a few more minutes. We finished our water.
I really wanted a chocolate malt. No one came or went.
"In another dimension, in another I-HOP, perhaps in Sacramento, or San Luis Obispo, or maybe even Honolulu, a tall, blond man and his red-headed lady have just been served a chocolate milkshake and an iced tea," I said. "They've drunk them up, received their check, and are now going to try and sneak out without paying. Look furtive," I said, standing up. "I'm going to walk sideways down the aisle. Try to look as if you have a sugar dispenser in your purse."

 

 

 

Kinsella
W. P. Kinsella (Edmonton, 25 mei 1935)

 

 

 

Zie voor de drie bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 25 mei 2009.

De 25e mei is een zeer vruchtbare schrijversdag. Zie voor nog meer schrijvers ook mijn vorige blog van vandaag.

10-11-09

250 Jaar Friedrich Schiller, Rick de Leeuw, Jan van Nijlen, Arnold Zweig, Jacob Cats, Aka Morchiladze, August De Winne, Willem Penning, Pieter Frans van Kerckhoven, Oliver Goldsmith

 

250 Jaar Friedrich Schiller

De Duitse dichter en schrijver Johann Christoph Friedrich von Schiller werd geboren op 10 november 1759 in Marbach. Zie ook mijn blog van 10 november 2006 en ook mijn blog van 10 november 2007  en ook mijn blog van 10 november 2008.

 

 

Der Abend.

Nach einem Gemälde.

 

Senke, strahlender Gott - die Fluren dürsten
Nach erquickendem Thau, der Mensch verschmachtet,
Matter ziehen die Rosse -
Senke den Wagen hinab!

 

Siehe, wer aus des Meers krystallner Woge
Lieblich lächelnd dir winkt! Erkennt dein Herz sie?
Rascher fliegen die Rosse,
Tethys, die göttliche, winkt.

 

Schnell vom Wagen herab in ihre Arme
Springt der Führer, den Zaum ergreift Cupido,
Stille halten die Rosse,
Trinken die kühlende Fluth.

 

An dem Himmel herauf mit leisen Schritten
Kommt die duftende Nacht; ihr folgt die süße
Liebe. Ruhet und liebet!
Phöbus, der liebende, ruht.

 

 

 

 

Sängers Abschied.

 

Die Muse schweigt; mit jungfräulichen Wangen,
Erröthen im verschämten Angesicht,
Tritt sie vor dich, ihr Urtheil zu empfangen;
Sie achtet es, doch fürchtet sie es nicht.
Des Guten Beifall wünscht sie zu erlangen,
Den Wahrheit rührt, den Flimmer nicht besticht;
Nur wem ein Herz empfänglich für das Schöne
Im Busen schlägt, ist werth, daß er sie kröne.

 

Nicht länger wollen diese Lieder leben,
Als bis ihr Klang ein fühlend Herz erfreut,
Mit schönern Phantasieen es umgeben,
Zu höheren Gefühlen es geweiht;
Zur fernen Nachwelt wollen sie nicht schweben,
Sie tönten, sie verhallen in der Zeit.
Des Augenblickes Lust hat sie geboren,
Sie fliehen fort im leichten Tanz der Horen.

 

Der Lenz erwacht, auf den erwärmten Triften
Schießt frohes Leben jugendlich hervor,
Die Staude würzt die Luft mit Nektardüften,
Den Himmel füllt ein muntrer Sängerchor,
Und Jung und Alt ergeht sich in den Lüften
Und freuet sich und schwelgt mit Aug' und Ohr.
Der Lenz entflieht! Die Blume schießt in Samen,
Und keine bleibt von allen, welche kamen.

 

 

 

 

Schillers huis in Weimar

Schillerhaus

 

Uit: Kabale und Liebe

 

Zimmer beim Musikus.

Miller steht eben vom Sessel auf und stellt sein Violoncell auf die Seite. An einem Tisch sitzt Frau Millerin noch im Nachtgewand und trinkt ihren Kaffee.

Miller(schnell auf- und abgehend). Einmal für allemal! Der Handel wird ernsthaft. Meine Tochter kommt mit dem Baron ins Geschrei. Mein Haus wird verrufen. Der Präsident bekommt Wind, und kurz und gut, ich biete dem Junker aus.

Frau. Du hast ihn nicht in dein Haus geschwatzt - hast ihm deine Tochter nicht nachgeworfen.

Miller. Hab' ihn nicht in mein Haus geschwatzt - hab' ihm 's Mädel nicht nachgeworfen; wer nimmt Notiz davon? - Ich war Herr im Haus. Ich hätt' meine Tochter mehr coram nehmen sollen. Ich hätt' dem Major besser auftrumpfen sollen - oder hätt' gleich Alles Seiner Excellenz, dem Herrn Papa, stecken sollen. Der junge Baron bringt's mit einem Wischer hinaus, das muß ich wissen, und alles Wetter kommt über den Geiger.

Frau(schlürft eine Tasse aus). Possen! Geschwätz! Was kann über dich kommen? Wer kann dir was anhaben? Du gehst deiner Profession nach und raffst Scholaren zusammen, wo sie zu kriegen sind.

Miller. Aber, sag mir doch, was wird bei dem ganzen Commerz auch herauskommen? - Nehmen kann er das Mädel nicht - Vom Nehmen ist gar die Rede nicht, und zu einer - daß Gott erbarm? - Guten Morgen! - Gott, wenn so ein Musje von sich da und dort, und dort und hier schon herumbeholfen hat, wenn er, der Henker weiß! was als? gelöst hat, schmeckt's meinem guten Schlucker freilich, einmal auf süß Wasser zu graben. Gib du Acht! gib du Acht! und wenn du aus jedem Astloch ein Auge strecktest und vor jedem Blutstropfen Schildwache ständest, er wird sie, dir auf der Nase, beschwatzen, dem Mädel Eins hinsetzen und führt sich ab, und das Mädel ist verschimpfiert auf ihr Lebenlang, bleibt sitzen, oder hat's Handwerk verschmeckt, treibt's fort. (Die Hand vor der Stirn) Jesus Christus!

Frau. Gott behüt' uns in Gnaden!

Miller. Es hat sich zu behüten. Worauf kann so ein Windfuß wohl sonst sein Absehen richten? - Das Mädel ist schön - schlank - führt seinen netten Fuß. Unterm Dach mag's aussehen, wie's will. Darüber guckt man bei euch Weibsleuten weg, wenn's nur der liebe Gott parterre nicht hat fehlen lassen - Stöbert mein Springinsfeld erst noch dieses Kapital aus - he da! geht ihm ein Licht auf, wie meinem Rodney, wenn er die Witterung eines Franzosen kriegt, und nun müssen alle Segel dran, und drauf los, und - ich verdenk's ihm gar nicht. Mensch ist Mensch. Das muß ich wissen.

Frau. Solltest nur die wunderhübsche Billeter auch lesen, die der gnädige Herr an deine Tochter als schreiben thut. Guter Gott! da sieht man's ja sonnenklar, wie es ihm pur um ihre schöne Seele zu thun ist.“

 

 

 

 

 

schiller
Friedrich Schiller (10 november 1759 - 9 mei 1805)

 

 

 

 

 

De Nederlandse dichter schrijver, zanger en producer Rick de Leeuw werd geboren in Haarlem  op 10 november 1960. Zie ook mijn blog van 10 november 2007 en ook mijn blog van 10 november 2008.

 

 

Vanuit de 13u55 Brussel-Amsterdam

 

boerderijen
met gulle hand
over het oude land
uitgestrooid

een beekje
een hooiberg
een tractor
in de verte
koeien vredig
zonder doel
van het ene hier
naar het andere

op het centraal station
fiets gejat en nee ik heb geen euro
is er gelukkig weinig meer van te merken

 

 

 

 

Rick_de_Leeuw
Rick de Leeuw (Haarlem, 10 november 1960)

 

 

 

 

 

De Vlaamse dichter en schrijver Jan van Nijlen werd geboren op 10 november 1884 in Antwerpen. Zie ook mijn blog van 10 november 2006 en ook mijn blog van 10 november 2008.

 

 

De eenzame

 

Een grijze middag in 't begin van mei,
een klein café 'Au Voyageur' geheten,
in wolken rook rijdt soms een trein voorbij…
Wat doe ik hier? De hemel mag het weten.

Van de oude dromen, die ik dacht vergeten,
voel ik de vleugelslag opeens nabij;
reeds deze morgen wist ik mij bezeten,
is het lente, of ligt de schuld bij mij?

Sedert de tijd dat 'k lezen kan en schrijven
kon ik nooit rustig in een kamer blijven.
Nu ben 'k alleen maar thuis in de natuur

of in een koffiehuis. Ik kan niet leven
met vaders, moeder, zusters, nichten, neven,
soms met een vriend, en voor een enkel uur.

 

 

 

 

Maannacht

 

Roep mij niet wakker midden in de nacht
omdat de maan bloeit met zo fel een luister
er blinkt voor mij in 't schijnbaar dode duister
een dieper licht dan ooit ik heb verwacht,
en klank en geur die me onverzadigd lieten
en, een voor een, de uren van zaligheid,
zijn, licht en teer, niets meer dan rekwisieten:
de laatste droom is de een'ge werkelijkheid.

 

 

 

 

 

VanNijlen
Jan van Nijlen (10 november 1884 – 14 augustus 1965)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver Arnold Zweig werd op 10 november 1887 in een gematigd religieuze joodse familie geboren in Glogau, Neder-Silezië (nu Głogów, Polen). Zie ook mijn blog van 10 november 2008.

 

Uit: Junge Frau von 1914

 

„Ein Laken über einen schwarz wachstuchenen Diwan gebreitet; neben ihn tritt das Schicksal, Frau Nocks, in der Hand das dünne Mundstück einer Spülspritze. Sie watschelt heran, die behäbige Frau; ihre wasserblauen Augen und ihr beruhigender Zuspruch vertreiben das Gefühl nicht, man solle gespießt werden. Aber Frau Nocks sagt: 'Alles hygienisch, Fräuleinchen, ich weiß, was man sich schuldig ist. Bei mir gehen die feinsten Damen ein und aus, Potsdam und der höchste Adel. Und bloß nicht bibbern. Hübscher als der Landwehrkanal ist es allemal.'
----
Lenore befiehlt sich, den blechernen Spülkasten anzusehen, der vor ihr am Fensterriegel hängt. Dann durchfährt sie eine unerhörte Berührung. Der Schmerz zwingt ihr den Schrei ab, den sie so wild zurückzudrängen sucht. Das stößt an die geheimste Seele, an das Leben selbst - es darf nicht sein. Gleich darauf das Gefühl, sie werde aufgeschwemmt. Der Schmerz ist weg, beim Zahnarzt tut es manchmal ärger weh - aber versinkt der Diwan langsam in den Fußboden, Kopfende voran?
'Na, na' sagt Frau Nocks mit ihrer gutmütigen Stimme, 'das war alles. Das ist eben die Eröffnung, Fräulein, und besser von außen nach innen mit 'ner kleinen Spritze als nach sechs sieben Monaten mit dem dicken Kopp von unserm neuen Weltbürger.'
Lenore krallt sich ins Wachstuch. Es ist nichts, mir wird doch nicht schlecht. Das Fensterkreuz da oben steht ganz schwarz in Finsternis in grauem Dunkel. Erweichende Schwäche macht ihr das Herz schwinden. Sie erblaßt, sie vergilbt.
'Sie werden uns doch nicht wegbleiben, Fräuleinchen', hört sie Frau Nocks flüstern, 'I wo denn. Es ist ja schon alles aus und vorbei.'

 

 

 

arnold_zweig_1987
Arnold Zweig (10 november 1887 – 26 november 1968)

 

 

 

 

 

De Nederlandse dichter en schrijver Jacob Cats werd geboren op 10 november 1577 in Brouwershaven. Zie ook mijn blog van 10 november 2006 en ook mijn blog van 10 november 2008.

 

 

Van de drank

 

De wijn is voor de mens en voor de rapste geesten,
Maar water uit de beek ten dienste van de beesten,
Al wat de wijngaard geeft dat is een schone vrucht,
Om al wat droefheid smaakt te drijven op de vlucht.
Wijn dient van goede reuk en goede smaak te wezen,
Dan nog een klare glans die wordt er in geprezen,
Ook dient hij niet verschraald, maar vers getapt te zijn,
En vocht aldus gesteld dat noem ik goede wijn.
Maar wijn van rode verf dient niet te veel geschonken,
Want 't maakt de buiken hard in overmaat gedronken.

Ik moet in dit geval de vrienden doen gedinken,
Van al te nieuwe most niet al te veel te drinken,
Want dat en doet de blaas noch ook de mage goed,
Dus gaat niet tot de most met al te rasse spoed
't Is beter dat de wijn haar klaarheid mag bekomen,
Eer dat ze wat te veel dient in te zijn genomen,
Men heeft van oude tijd die lieden wijs geschat,
Die dronken klare wijn en uit het oudste vat.

 

 

 

 

 

Lof op de Hollandse boter

 

Al wat in oude tijd van boter is geschreven,
Daar ben ik niet gezind mijn zegel toe te geven;
Niet ene van de hoop en heeft er ooit gekend,
Wat boter deze kust door al de wereld zendt.
Dit zuivel (naar ik zie) wordt dikmaals niet geprezen,
Maar haar vermaarde lof is nu te hoog gerezen:
De boter die althans in Holland wordt gemaakt,
Is als een honingdauw, die al de wereld smaakt.
Ik laat op dit geval de Griekse meesters twisten,
Mij dunkt, dat die niet veel van onze boter wisten;
Dank God, o Hollands volk! Voor zo een schone vond,
Die zoet is in de smaak en voor het lijf gezond.

 

 

 

 

Cats

Jacob Cats (10 november 1577 – 12 september 1660)

Standbeeld in Brouwershaven

 

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 10 november 2008.

 

De Georgische schrijver Aka Morchiladze werd geboren op 10 november 1966 in Tbilisi.

 

De Belgische schrijver August De Winne werd geboren in Brussel op 10 november 1861.

 

De Nederlandse schrijver en dichter Willem Levinus Penning werd geboren in Schiedam op 10 november 1840.

 

De Vlaamse schrijver Pieter Frans van Kerckhoven werd geboren in Antwerpen op 10 november 1818.


De Ierse dichter en schrijver Oliver Goldsmith werd geboren in Pallas (Ierland) op 10 november 1730.

 

 

10-11-08

Friedrich Schiller, Aka Morchiladze, Arnold Zweig, Rick de Leeuw, Jan van Nijlen, Jacob Cats, August De Winne, Willem Penning, Pieter Frans van Kerckhoven, Oliver Goldsmith


De Duitse dichter en schrijver Johann Christoph Friedrich von Schiller werd geboren op 10 november 1759 in Marbach. Zie ook mijn blog van 10 november 2006 en ook mijn blog van 10 november 2007.

 

Uit: Wilhelm Tell

 

Erste Szene

Hohes Felsenufer des Vierwaldstättersees, Schwyz gegenüber.

Der See macht eine Bucht ins Land, eine Hütte ist unweit dem Ufer, Fischerknabe fährt sich in einem Kahn. Über den See hinweg sieht man die grünen Matten, Dörfer und Höfe von Schwyz im hellen Sonnenschein liegen. Zur Linken des Zuschauers zeigen sich die Spitzen des Haken, mit Wolken umgeben; zur Rechten im fernen Hintergrund sieht man die Eisgebirge. Noch ehe der Vorhang aufgeht, hört man den Kuhreihen und das harmonische Geläut der Herdenglocken, welches sich auch bei eröffneter Szene noch eine Zeitlang fortsetzt.

Fischerknabesingt im Kahn: Melodie des Kuhreihens
Es lächelt der See, er ladet zum Bade,
Der Knabe schlief ein am grünen Gestade,
    Da hört er ein Klingen,
    Wie Flöten so süss,
    Wie Stimmen der Engel
    Im Paradies.
Und wie er erwachet in seliger Lust,
Da spülen die Wasser ihn um die Brust,
    Und es ruft aus den Tiefen:
    Lieb Knabe, bist mein!
    Ich locke den Schäfer,
    Ich zieh ihn herein.

Hirteauf dem Berge: Variation des Kuhreihens
    Ihr Matten lebt wohl,
    Ihr sonnigen Weiden!
    Der Senn muss scheiden,
    Der Sommer ist hin.
Wir fahren zu Berg, wir kommen wieder,
Wenn der Kuckuck ruft, wenn erwachen die Lieder,
Wenn mit Blumen die Erde sich kleidet neu,
Wenn die Brünnlein fliessen im lieblichen Mai
    Ihr Matten lebt wohl,
    Ihr sonnigen Weiden!
    Der Senne muss scheiden,
    Der Sommer ist hin.

Alpenjägererscheint gegenüber auf der Höhe des Felsen: Zweite Variation
Es donnern die Höhen, es zittert der Steg,
Nicht grauet dem Schützen auf schwindlichtem Weg,
    Er schreitet verwegen
    Auf Feldern von Eis,
    Da pranget kein Frühling,
    Da grünet kein Reis;
Und unter den Füssen ein neblichtes Meer,
Erkennt er die Städte der Menschen nicht mehr,
    Durch den Riss nur der Wolken
    Erblickt er die Welt,
    Tief unter den Wassern
    Das grünende Feld.

Die Landschaft verändert sich, man hört ein dumpfes Krachen von den Bergen, Schatten von Wolken laufen über die Gegend.

Ruodi der Fischer kommt aus der Hütte, Werni der Jäger steigt vom Felsen, Kuoni der Hirte kommt, mit dem Melknapf auf der Schulter. Seppi, sein Handbube, folgt ihm.

Ruodi:
Mach hurtig Jenni. Zieh die Naue ein.
Der graue Talvogt kommt, dumpf brüllt der Firn,
Der Mythenstein zieht seine Haube an,
Und kalt her bläst es aus dem Wetterloch,
Der Sturm, ich mein, wird dasein, eh wir's denken.

Kuoni:
's kommt Regen, Fährmann. Meine Schafe fressen
Mit Begierde Gras, und Wächter scharrt die Erde.

 

 

 

 

 

Schiller_Berger
Friedrich Schiller (10 november 1759 - 9 mei 1805)

Portret door Helmut Berger

 

 

 

 

 

 

De Georgische schrijver Aka Morchiladze werd geboren op 10 november 1966 in Tbilisi. Daar studeerde hij ook geschiedenis aan de plaatselijke universiteit. Na zijn examen in 1988 werkte hij enige tijd aan de Hogeschool. Begin jaren negentig was hij parlementair journalist voor de krant Resonansi. Tegenwoordig is hij de meest gelezen schrijver van Georgië.

 

Werk o.a. (Titels in het Engels) "Dogs of Paliashvili Street" (1995), "Flight over Madatov island and back"(1998), "To Disappear on Madatov Island" (2001),"Whale on Madatov island"(2004), "Witches of Christmas Eve"(2001), “To Play a Patience in August" (2001), "The Other" (2002), "Christmas Night Witches" (2002), "Old Refugee Shop" (2003), "Santa Esperanza" (2004),"Mr Deaxley's Silent box "(2005) "Maid in Tiflis" (2007), "Secret keeper's Belt" (2008).

 

Uit: Santa Esperanza

 

1. White booklet

CHEST FOR WANDERING, PLAYING CARDS AND

SOME OTHER ODDS AND ENDS

 

“To be searched through with utmost care by those who have decided to undertake the trouble of reading these notebooks. Therein the searchers will find the contents of the book made out of these notebooks. Without the contents, they will never be able to make head or tail of the book itself (though, on the other hand, they might not necessarily need to be able to, after all).

 

For the first time I visited Santa Esperanza (the same as St. John's Isles) in 1997. I stayed there for only four days, as it was quite a sudden decision of mine to visit the place, on my way from Istanbul, with too little money in my pocket, and even less time at my disposal. The simplified immigration rules were all in my favor: as is typical of most holiday resorts, one could peacefully stay there without any visa for a fortnight. But as soon as the fortnight's period of time expired, one had to rush to the nearest police station, equipped with one's passport and a good excuse, in order to generously explain to the local authorities the aim of one's arrival, and indicate the duration of his/her stay. If, meanwhile, one was happy enough to get some sort of a temporal job, one had to produce the contract as well, etc.

Anyway, I didn't stay in Santa City (or St. John's Citadel) for more than four days then. But seven years later, I went there again; this time facing a lot more complications than I had experienced before.

Well, it was not that the holiday resort immigration rules were no longer in force, but they were valid for the British citizens only, and for those from Europe without Borders. The rest of the ordinary tourists had to have their preliminary visas, or else they would never be allowed to stay at the place for even a fortnight.

It seems very likely that Europeans have long forgotten about their visas whatsoever, while freely drifting from place to place all over their continent. But those who are the owners of the Georgian passports, have to fill in a huge amount of silly papers every time they feel like going somewhere. Sometimes they even have to certify the colour of their own eyes, to say nothing of the fact that they are to truly confess who has packed their personal belongings –their wife or their mistress – while they themselves were watching her carefully to avoid the terrible consequences of hiding a bomb, or some sort of poisonous capsules, in the remotest side-pockets of their traveling-bag” 

 

 

 

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Aka Morchiladze (Tbilisi, 10 november 1966)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver Arnold Zweig werd op 10 november 1887 in een gematigd religieuze joodse familie geboren in Glogau, Neder-Silezië (nu Głogów, Polen). In 1907 ging hij in Breslau studeren. Later ging hij naar München, Berlijn, Göttingen, Rostock en Tübingen.  Zijn literaire debuut verscheen in 1912, Novellen um Claudia. In 1915 werd Zweig soldaat. Van Pruisisch-nationaal werd hij in de Eerste Wereldoorlog, waarin hij in Servië, België en bij Verdun moest vechten, pacifist. Vanaf 1917 werkte Zweig bij de persafdeling van de opperbevelhebber van het Oosten. Daar kwam de seculiere jood Zweig in aanraking met de oost-joden, voor hem een onvergetelijke ervaring.

Na WO I vestigde Zweig zich als schrijver aan de Starnberger See. Hij raakte er bevriend met Lion Feuchtwanger en met Sigmund Freud. In essays, toneelstukken en verhalen gaf Zweig zijn oorlogservaringen vorm en ook zijn opinies over het jodendom. Na de Bierkellerputsch van 1923 moest Zweig Starnberg verlaten. Hij ging naar Berlijn, waar hij als redacteur van de Jüdische Rundschau ging werken. Door zijn contact met Martin Buber, dat al tijdens de oorlog was ontstaan, kwam Zweig ook het zionisme nabij. In 1927 verscheen Zweigs bekendste werk, de roman Der Streit um den Sergeanten Grischa, die tot de cyclus Der große Krieg der weißen Männer behoort, waarvan de andere delen zijn Junge Frau von 1914 (1931), Erziehung vor Verdun (1935), Einsetzung eines Königs (1937), Die Feuerpause (1954) en Die Zeit ist reif (1957). Arnold Zweigs roman De Vriendt kehrt heim is losjes gebaseerd op het leven van en de moord op Jacob Israël de Haan, gepleegd door een joodse nationalist, Avraham Tehomi.

Na de machtsovername door de nazi's werden Zweigs boeken openlijk verbrand. Zweig vluchtte eerst naar Tsjechoslowakije, dan naar Zwitserland en tenslotte naar het Franse Sanary-sur-Mer. Zijn zionistische instelling voerde hem van daar verder in ballingschap naar Palestina, waar hij zich in 1934 in Haifa vestigde.

 

Uit: Das Beil von Wandsbek

 

“Geschehnisse, wie sie hier abrollen werden, um in einem viermal geschwungenen Beil, einem Revolverschuß und dem Zuziehen einer eingeseiften Schlinge zeitgemäß zu gipfeln, beginnen oft mit einer unscheinbaren Bewegung. Diese hier bestand in dem energischen Hineinstoßen des Federhalters ins Tintenfläschchen, ausgeführt von der kräftigen Hand Albert Teetjens, eines schönen blonden Mannes von zweiundvierzig Jahren, mit einem geschwungenen Schnurrbart über würzigen Lippen und mit verschwommen blickenden Augen von norddeutsch blaugrauem Glanz und weiten Lidern.

Er saß, die Hemdärmel aufgekrempelt, am ovalen Tisch seines Wohn- und Eßzimmers, den seine Frau nach dem Abendbrot mal schnell trocken abgerieben hatte, eine große Zeitung als Unterlage benutzend, das Hamburger Fremdenblatt vom Freitag, 27. August 1937. Ein Firmament von durchsichtigem Grünblau spannte sich über die hohen Hinterwände der Häuser, in deren Erdgeschoß Teetjens Laden und Wohnung untergebracht waren, aber er sah nicht auf. Stine Teetjen hingegen verharrte, das Gesicht schräg emporgehoben und den rotblonden Haarknoten infolgedessen tief im Nacken, am geöffneten Fenster. Die Hände mit dem Wischtuch auf dem Rücken verschränkt, ließ sie ihre großen, grauen Augen mit dem Ausdruck verschämten Entzückens in den Abendhimmel schweifen, durstig atmend. Von links über ihnen und von gegenüber her musizierten die Lautsprecher, beide in der gleichen Kammermusik schwelgend, die der Hamburger Sender zusammen mit ganz Deutschland von der Großsendestelle Königswusterhausen empfing. Stine wußte nicht, was für einer Musik sie zuhörte, und daß es Mozarts Klarinettenquintett war, dem da gleichzeitig die Petersens im Vorderhaus und die Lawerenzens im gegenüberliegenden Seitenflügel lauschten. Aber was da in sie einströmte, eingeatmet gleichsam mit dem türkisfarbenen Licht, das gefiel ihr sehr. Blaugrüne Musik, dachte sie, Vergißmeinnicht und Rittersporn und Erika im Borsteler Moor. Mittendrinsitzen im warmen Kraut, sich zurücklegen; ach, wie gut das riecht! Und dann ist der Albert da, der bisher mit seinem Spazierstock in Mauselöchern, Maulwurfshaufen und einem verlassenen Fuchsbau herumgestochert hat, sonst kein Mensch weit und breit, bloß ein Flugzeug brummt nach Gotland, und ich kann meinen Rock ausziehen, damit er nicht zerdrückt wird. Albert aber dreht seine Gedanken weg von seinem Tick, wie's wohl im Innern der Erde aussieht, freut sich über meine Beine und ...”

 

 

 

 

Zweig
Arnold Zweig (10 november 1887 – 26 november 1968)

 

 

 

 

 

 

De Nederlandse dichter schrijver, zanger en producer Rick de Leeuw werd geboren in Haarlem op 10 november 1960. Zie ook mijn blog van 10 november 2007.

 

 

HET DIEPE

of toch liever als
die beschonken zeeman daar
laverend halverwege
bakzeil en nieuw verlangen
voeten vooruit het diepe in en
ja ik weet het
altijd weer die wetten

maar misschien nu het diepe
en pas morgenochtend
uniform gescheurd
bloed geronnen pet vol kots
het besef dat in de kelder
ook het berouw woont

 

 

 

 

Rick_de_Leeuw-klein
Rick de Leeuw (Haarlem, 10 november 1960)

 

 

 

 

De Vlaamse dichter en schrijver Jan van Nijlen werd geboren op 10 november 1884 in Antwerpen. Zie ook mijn blog van 10 november 2006.

 

 

Volle zomer

       

Er waait een wind van verre zuiderkust
strelend en zacht en zoel en die bij pozen
fijngeurig draalt; de gulden kever rust
in het fluwelen schrijn der rode rozen.

       

Het haverveld is van papavers rood,
van korenbloemen blauwt het hoge koren,
de ijsvogel flikkert over gracht en sloot
waar nenufaar bloeit, gele naast ivoren.

 

Nu heeft natuur haar droom van licht gebouwd,
van lust en liefde en jeugd: gezonde blijheid;
en wie slechts eenmaal 't wonder heeft aanschouwd,

       

voelt zich voor altijd vreemdeling in de stad,
treurt om die lieve en onbeperkte vrijheid,
en heeft voor eeuwig heimwee naar dien schat.

 

 

 

 

Geloof

 

Nu alles faalt, heeft dit alleen nog waarde
Voor mij, die nooit één waarheid heeft ontdekt;
Ik zal van U niet scheiden als deze aarde
Mijn pover lichaam dekt.

 

Ik heb maar één geloof: nooit gaat verloren
Wat eens de liefde zalig heeft bevrucht,
En waar er twee elkander toebehoren
Is zelfs de dood geen vlucht

 

 

 

 

jan_van_nijlen
Jan van Nijlen (10 november 1884 – 14 augustus 1965)

 

 

 

 

 

 

De Nederlandse dichter en schrijver Jacob Cats werd geboren op 10 november 1577 in Brouwershaven. Zie ook mijn blog van 10 november 2006. 

 

 

’t Is kunst te leven

 

Zie, hoe de wereld gaat: waar twee gezellen vissen:
Heeft dikmaal een het nut, en d’ander moet het missen:
Een lacht er in de vuist, gans blijde met de vang,
En d’ander schreit er om, en jammert uren lang;

 

Daar is een zeker greep om dit en gint te raken,
Niet ieder is bekwaam tot allerhande zaken;
Wat dezen heeft verrijkt, heeft genen uitgeput,
’t Was ieder even na, maar geenszins even nut.

 

 

 

 

 

’t Zijn sterke benen, die weelde dragen

 

Wanneer het ijzer gloeit te midden in de kolen,

Bevochten van de vlam, en in het vuur verholen,

Dan buigt het als een was, maar raakt ’t in het nat,

Straks heeft 't wederom zijn harde aard gevat.

 

Hoe dwee is ons de ziel, wanneer gewisse slagen

Ons treffen aan de geest, of in de leden plagen!

Wij leven naar de tucht zo lang de roede slaat:

De mens is allerbest wanneer ’t hem kwalijk gaat.

 

 

 

 

 

Jacob_Cats
Jacob Cats (10 november 1577 – 12 september 1660)

Portret door Michiel Jansz van Mierevelt

 

 

 

 

 

 

De Belgische schrijver August De Winne werd geboren in Brussel op 10 november 1861. De Winnes vader was zelf afkomstig uit Ninove. "Een gat van verdriet" noemt de auteur deze provinciestad. Zijn vader was er spinner en verhuisde om den brode naar Brussel, waar hij als marmerbewerker voor een hongerloon ging werken. Auguste volgde in Brussel onderwijs - uiteraard - in het Frans. Hij werd onderwijzer van opleiding. In 1891 wordt De Winne redacteur van Le Peuple. Na de Eerste Wereldoorlog wordt hij er directeur. In 1921 werd hij hoofdredacteur van deze krant. In hetzelfde jaar werd hij tevens schepen van sociale zaken in de Brusselse gemeente St.-Gillis, wat hij tot zijn dood bleef. August De Winne was de auteur van het - vooral in Vlaanderen - gekende boek Door Arm Vlaanderen. Dat het boek nog leesbaar is en een hoge documentaire (onder meer dankzij de foto's) waarde heeft, bewijzen de, relatief recente, Nederlandstalige uitgaven (1982, 2001). Het dagblad De Standaard gaf in 2001 de reeks – in vertaling – opnieuw uit.

 

Uit: Door arm Vlaanderen

 

“Verleden maandag heb ik mij naar Brugge begeven, om de Heilig Bloedprocessie te zien. Ik ben er niet gegaan om het verleden te herleven of kunstindrukken te zoeken, zooals vele andere ongeloovigen, maar om eene der grootste godsdienstige uitingen van Vlaanderen bij te wonen. Berragan had mij wel willen vergezellen.

Het regende. Sombere wolken dreven over de droefgeestige stad. Aan de gevels der huizen hingen de overgroote driekleurige vlaggen in deerlijken toestand. Maar de straten werden buitengewoon levendig gemaakt door het heen en weer loopen eener menigte, die uit alle hoeken van Vlaanderen gekomen was. Volgens de klerikale dagbladen, waren dien dag zestig duizend vreemdelingen in de stad.

De buitenlieden van West-Vlaanderen zijn er het talrijkst. De mannen plassen lomp in de modder; de vrouwen met opgenomen rokken, de hoeden versierd met vreemdsoortige bloemen en vruchten, lezen rozenhoedjes of prevelen gebeden. In omgekeerde richting doorloopen zij den weg, die straks door de processie zal gevolgd worden. Het schijnt dat deze oefening zeer welgevallig is aan den God der katholieken. Er zijn Christenen die de godheid op eene zeer belachelijke en treurige wijze opvatten.

 

Wij treden de hoofdkerk binnen. Zij is met eene luidruchtige en veeleer afgetrokkene menigte gevuld. De doorgangen, tusschen de stoelen vrij gelaten, zijn opgepropt met lieden die verbaasd de schilderijen, de heiligenbeelden en het zonderlinge kladwerk bezien, waaronder zeer schoone steenen verborgen zitten.

Aan het altaar doet de bisschop van Brugge den kerkdienst. Aan zijne zijden bevinden zich vier gendarmen, in eene stijve militaire houding, met de bajonet op het geweer. Is het een zinnebeeld, en heeft men willen beduiden dat de godsdienst, dien Christus, zijn stichter, slechts door overreding en zachtheid wilde verspreiden, nu de brutale macht noodig heeft om zijn rijk staande te houden?

- Ziet eens, zegt Berragan, de voeten van Christus zijn niet gekruist, en een der voeten schijnt gedraaid.”

 

 

 

 

winne
August De Winne (10 november 1861 – 23 mei 1935

Een werkerswijk te Gent (Illustratie uit het boek), geen portret beschikbaar.

 

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver en dichter Willem Levinus Penning werd geboren in Schiedam op 10 november 1840. Hij woonde ruim veertig jaar in zijn geboorteplaats en was daar onder meer werkzaam in het notariaat en in de administratie. Dit werk moest hij opgeven doordat zijn gezichtsvermogen door een oogkwaal steeds verder achteruit ging. In de latere jaren van zijn leven was hij geheel blind. Penning was een van de voorlopers van de Beweging van Tachtig.

 

 

Onder de herberg-linde (fragment)

 

Weer - nachtegaal, tot uw verbazen! -

Weer knalde een kurk, en uit de hooge glazen

Stoof ziedende óp, was gretig al gesust,

De teuge schuims die brand sticht beide en bluscht....

Mij - rooker - drong 't gelag tot keurig kringen blazen;

Neef, die nooit rookte, tot oreeren zonder rust.

 

Wijn, schenker, varinas daarneven,

Graag had ik allen voor één geestverwant gegeven

In dezen luwen, slaapvergeten nacht:

Een feestbevolking vrijbuitte in de dreven,

Verlaten nu door 't menschelijk geslacht.

 

Bij jubelgalm, 't seringenloof ontstegen,

Huwde aard en hemel, - kwam der Mei

De Zomer in den arm gezegen,

Omringd van dartelend gelei....

 

Daar was een trillen, suizen, gonzen!

Daar zwierde een schemerende vlucht

Danszieke vlerkjes op de donzen

Uit alle bloeisel lepperende lucht!

 

 

 

 

Penning
Willem Penning (10 november 1840 – 29 februari 1924)

 

 

 

De Vlaamse schrijver Pieter Frans van Kerckhoven werd geboren in Antwerpen op 10 november 1818. Van Kerckhoven was tijdens zijn jeugdjaren net als de rest van zijn familie erg religieus. Nadat Van Kerckhoven in 1836 aan het Antwerpse atheneum was afgestudeerd, ging hij geneeskunde studeren in Italië, aan de universiteit van Bologna. In Italië was Van Kerckhoven directe ooggetuige van de onrustige en rebelse Risorgimento-tijd. De confrontatie met het daar aanwezige liberale en anti-klerikale Risorgimento-klimaat was bepalend voor zijn latere progressief-liberale oriëntering. Van Kerckhoven evolueerde in een mum van tijd van een vrome katholiek naar een vurige en overtuigde liberaal. Terug in Antwerpen zette Van Kerckhoven zijn geneeskundige studies nog even voort aan het Sint-Elisabeth Ziekenhuis, maar hij zou ze snel weer opgeven. Tijdens die opleiding maakte hij namelijk kennis met medestudenten Jan de Laet en Hendrik Conscience, die vrijwel meteen zijn artistieke gaven herkenden en hem introduceerden in het romantische artiestenmilieu van de Scheldestad. Tijdens zijn korte leven schreef Van Kerckhoven een buitengewoon omvangrijk oeuvre bijeen: behalve politieke en polemische geschriften vooral romans en verhalen, poëzie en toneel, kritiek en essays. Zijn werk wordt gekenmerkt door een verrassende mengeling van romantiek en realisme.

 

Uit: Jaek, of een arm Huisgezin

 

‘Zy waren nog allen in die soort van bedwelming welke de groote geestontsteltenis opvolgt, wanneer jaek binnentrad. Men vergenoegde zich met hem te zeggen, dat er geen bystand te bekomen was, en de rede dier weigering. Van het overige sprak men niet: want men vreesde den oploopenden aerd des jongelings en de verschrikkelyke gevolgen, welke uit zyne woede hadden kunnen ontstaen.

Jaek was met eene vergenoeging op het gelaet binnengetreden, welke men sedert lang by hem niet meer bespeurd had. Die vergenoeging verdween niet by het hooren der nutteloosheid van de poogingen zyner zuster. Hy scheen zelfs weinig aendacht aen het verhael te verleenen en sprak geen enkel woord.

Op eens stapte hy tot by het bed zyner moeder, en, zich op de knieën werpende, zegde hy op statigen toon: Moeder, uw zoon verzoekt uwen zegen: een zegen zoo als de laetste, dien gy aen uwe kinderen zoudt geven....’

‘De vrouw verschrikte by deze woorden, en een sints lang ongewoon vuer gloeide in hare oogen:

“Myn zoon,” sprak zy, “myne ziekte is immers nog zoo ver niet gekomen, dat ik u eenen eeuwigen vaerwel moet zegggen, en van deze droevige aerde mag verhuizen?.... Doch ik schrik u te begrypen; gy wilt ons verlaten....”

“Uw zegen, moeder, uw zegen!” herhaelde de jongeling, “geef my uwen zegen!”

De moeder gehoorzaemde en zegende haren zoon. Dan keerde deze zich tot zynen vader en verzocht hem dezelfde gunst.

“Myn zoon, ik zegen u dagelyks in myne gebeden: wat wilt gy meer hebben?”

Doch jaek bleef geknield en zweeg stil.”

 

 

 

 

kerckhoven
Pieter Frans van Kerckhoven (10 november 1818 - 1 augustus 1857)

 

 

 

 

 

 

De Ierse dichter en schrijver Oliver Goldsmith werd geboren in Pallas (Ierland) op 10 november 1730. Goldsmith was de zoon van een Anglicaanse geestelijke. Zijn geboortedatum staat niet met zekerheid vast: dit kan geweest zijn op 10 november van elk jaar tussen 1727 en 1731, hoewel nu uitgegaan wordt van bovengenoemde datum. Hij studeerde theologie en rechten in Dublin en daarna medicijnen in Edinburgh en Leiden. Vervolgens reisde hij door Europa en vestigde zich na terugkeer als medicus in Londen. Dit werk leverde hem weinig op en omdat hij voortdurend schulden had, schreef hij vele artikelen voor diverse bladen. In 1761 ontmoette hij Samuel Johnson, met wie hij bevriend raakte voor de rest van zijn leven. Dankzij Johnsons invloed wist hij zijn roman The Vicar of Wakefield (1766) gepubliceerd te krijgen. Het boek werd zeer populair. Na enkele non-fictiewerken schreef hij het toneelstuk The Goodnatur'd Man (1768), in 1773 gevolgd door het succesvollere She stoops to conquer. In 1771 verscheen het lange gedicht The deserted village, dat gezien wordt als een van de belangrijkste gedichten uit de 18e eeuw.

 

 

 

When Lovely Woman Stoops To Folly

 

When lovely woman stoops to folly,

And finds too late that men betray,

What charm can soothe her melancholy,

What art can wash her guilt away?

 

The only art her guilt to cover,

To hide her shame from every eye,

To give repentance to her lover,

And wring his bosom, is—to die.

 

 

 

 

Memory

O MEMORY, thou fond deceiver,

Still importunate and vain,

To former joys recurring ever,

And turning all the past to pain:

 

Thou, like the world, th' oppress'd oppressing,

Thy smiles increase the wretch's woe:

And he who wants each other blessing

In thee must ever find a foe.

 

 

 

 

Oliver_Goldsmith
Oliver Goldsmith (10 november 1730 - 4 april 1774)

 

 

 

10-11-07

Friedrich Schiller, Rick de Leeuw, Jan van Nijlen, Jacob Cats, AKO literatuurprijs

 
 

De Duitse dichter en schrijver Johann Christoph Friedrich von Schiller werd geboren op 10 november 1759 in Marbach. Zie ook mijn blog van 10 november 2006.

 

Der Jüngling am Bache.

 An der Quelle saß der Knabe,
    Blumen wand er sich zum Kranz,
Und er sah sie fortgerissen,
    Treiben in der Wellen Tanz.
Und so fliehen meine Tage,
    Wie die Quelle, rastlos hin!
Und so bleichet meine Jugend,
    Wie die Kränze schnell verblühn!

Fraget nicht, warum ich traure
    In des Lebens Blüthezeit!
Alles freuet sich und hoffet,
    Wenn der Frühling sich erneut.
Aber diese tausend Stimmen
    Der erwachenden Natur
Wecken in dem tiefen Busen
    Mir den schweren Kummer nur.

Was soll mir die Freude frommen,
    Die der schöne Lenz mir beut?
Eine nur ist's, die ich suche,
    Sie ist nah' und ewig weit.
Sehnend breit' ich meine Arme
    Nach dem theuren Schattenbild,
Ach, ich kann es nicht erreichen,
    Und das Herz bleibt ungestillt.

Komm herab, du schöne Holde,
    Und verlaß dein stolzes Schloß!
Blumen, die der Lenz geboren,
    Streu' ich dir in deinen Schooß.
Horch, der Hain erschallt von Liedern,
    Und die Quelle rieselt klar!
Raum ist in der kleinsten Hütte
    Für ein glücklich liebend Paar.

 

  

Nänie

Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget,
Nicht die eherne Brust rührt es dem stygischen Zeus.
Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher,
Und an der Schwelle noch, streng, rief er zurück sein Geschenk.
Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde,
Die in den zierlichen Leib grausam der Eber geritzt.
Nicht errettet den göttlichen Held die unsterbliche Mutter,
Wann er am skäischen Tor fallend sein Schicksal erfüllt.
Aber sie steigt aus dem Meer mit allen Töchtern des Nereus,
Und die Klage hebt an um den verherrlichten Sohn.
Siehe! Da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle,
Daß das Schöne vergeht, daß das Vollkommene stirbt.
Auch ein Klagelied zu sein im Mund der Geliebten ist herrlich;
Denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.

   

 

Die Teilung der Erde

»Nehmt hin die Welt!« rief Zeus von seinen Höhen
Den Menschen zu. »Nehmt, sie soll euer sein!
Euch schenk ich sie zum Erb und ewgen Lehen –
Doch teilt euch brüderlich darein!«

Da eilt', was Hände hat, sich einzurichten,
Es regte sich geschäftig jung und alt.
Der Ackermann griff nach des Feldes Früchten,
Der Junker birschte durch den Wald.

Der Kaufmann nimmt, was seine Speicher fassen,
Der Abt wählt sich den edeln Firnewein,
Der König sperrt die Brücken und die Straßen
Und sprach: »Der Zehente ist mein.«

Ganz spät, nachdem die Teilung längst geschehen,
Naht der Poet, er kam aus weiter Fern –
Ach! da war überall nichts mehr zu sehen,
Und alles hatte seinen Herrn!

»Weh mir! So soll denn ich allein von allen
Vergessen sein, ich, dein getreuster Sohn?«
So ließ er laut der Klage Ruf erschallen
Und warf sich hin vor Jovis Thron.

»Wenn du im Land der Träume dich verweilet«,
Versetzt der Gott, »so hadre nicht mit mir.
Wo warst du denn, als man die Welt geteilet?«
»Ich war«, sprach der Poet, »bei dir.«

Mein Auge hing an deinem Angesichte,
An deines Himmels Harmonie mein Ohr –
Verzeih dem Geiste, der, von deinem Lichte
Berauscht, das Irdische verlor!«

»Was tun?« spricht Zeus, »die Welt ist weggegeben,
Der Herbst, die Jagd, der Markt ist nicht mehr mein.
Willst du in meinem Himmel mit mir leben –
So oft du kommst, er soll dir offen sein.«
 

 

 

 
 
Schiller
Friedrich Schiller (10 november 1759 - 9 mei 1805)
 

 

 

De Nederlandse dichter schrijver, zanger en producer Rick de Leeuw werd geboren in Haarlem op 10 november 1960. De Leeuw is bekend geworden als zanger van de Tröckener Kecks. Hij heeft twintig jaar in "de Kecks" gespeeld, tot en met 2001. In 2000 debuteert hij als schrijver met de autobiografische roman De laatste held. In 2003 verscheen zijn eerste dichtbundel: planeet jeugd. Hierin zijn de gedichten gebundeld die hij schreef voor het VRT-programma De Laatste Show. De bundel verkocht - naar maatstaven van de poëzie gerekend - met 8000 exemplaren uitzonderlijk goed. Zijn tweede roman, Comeback, kwam in 2004 uit. De Leeuw tourde vanaf 2004, met Jan Hautekiet aan de vleugel, langs Vlaamse en Nederlandse theaters met een programma vol verhalen, gedichten en muziek. Van deze voorstelling verscheen in de zomer van 2004 een dvd, kortweg Hautekiet & De Leeuw geheten. In 2005 volgde De Leeuws tweede dichtbundel: Halverwege.

 

PLANEET JEUGD

Wie heeft niet
Of woont er nog
Ooit gedwaald op planeet jeugd
Weet van niets
Zoek de grenzen
Voel in elke vezel dat
Waar verbod heerst genot huist

En nooit komt later
Het half beleefde kabbelende later
Waar het milde midden lonkt
En achterom inmiddels net zo weids
Geen fraai uitzicht biedt als de wazige blik vooruit

 

 

 

 

De Leeuw
Rick de Leeuw (Haarlem, 10 november 1960)
 

 

 

 

  

  

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 10 november 2006.

 

  

De Vlaamse dichter en schrijver Jan van Nijlen werd geboren op 10 november 1884 in Antwerpen.

 

  

De Nederlandse dichter en schrijver Jacob Cats werd geboren op 10 november 1577 in Brouwershaven

.

(Nagekomen bericht)

 

In een rechtstreekse uitzending van het televisieprogramma Pauw & Witteman heeft Gerlach Cerfontaine, voorzitter van de jury van de AKO Literatuurprijs 2007, tijdens een feestelijke bijeenkomst op Paleis Het Loo deze week bekendgemaakt dat de jury het boek Het schervengericht van A.F.Th. (van der Heijden) heeft bekroond met de  AKO Literatuurprijs 2007. Zie ook mijn blog van 15 oktober 2006 en mijn blog van 15 oktober 2007.

 

  

Uit: Het Schervengericht

 

‘Hoe heet jij?’
‘Ik blijf me niet voorstellen.’
‘Je naam.’
‘Scott Maddox.’
‘Hoe heet je echt?’
‘Maddox, Scott. Vraag het Carhartt. Vraag het
De Griek.’
‘Die weten niet beter.’
‘Als jij het beter weet, zeg het dan.’
‘Scott, wie ben jij?’
‘Een heel andere vraag.’
‘Zeg me wie je bent. Ik heb er recht op.’
‘Wil je me leren kennen?’ schreeuwde hij opeens.
Hij begon aan de kram te rukken waarmee het uiteinde van het verband in zijn nek vastzat. Doordat hij van zijn ingezwachtelde handen alleen de ontvelde vingertoppen
kon gebruiken, kwam het stukje metaal met z’n weerhaakjes steeds dieper in het gaas vast te zitten.
‘Doe geen moeite,’ zei Remo. ‘Ik weet wie je bent.’
‘Ik weet wie jij bent. Daarom doe ik die moeite juist.’
‘Jij was het.’
‘Ik was wat?’
‘Jij hebt het gedaan.’
‘Wat?’
‘Mijn vrouw.’
‘Die is in het kraambed gestorven.’
‘Nog voor de kleine er was, ja.’
‘Ik heb niets gedaan. Ik ben geen verloskundige.’
‘Je personeel.’
‘Ik zie het nu,’ zei Maddox.
‘De regisseur.’
‘De regisseur, Scott, dat ben jij.’
‘Twee regisseurs, voor anker aan hun dekzwabber.’
‘Ze hebben allebei hun dromen geregisseerd.’
‘Bij jou was het kunstlicht en namaakbloed. Ik ben je de baas.’
Remo liet de steel van zijn trekker los, en klauwde met tien vingers tegelijk in de verbandkluwen rond Maddox’ hoofd. ‘Jij bent...’ Met zulke hevig trillende handen was het niet gemakkelijk een begin te maken met het afwikkelen van de windsels. En dan waren er
nog de krammen, waarvan er een op het achterhoofd zat. Remo haakte twee vingers achter een strook verband, en trok. Maddox steunde van de pijn, en duwde zijn omzwachtelde handen tegen Remo’s borst, maar zonder veel kracht.

  

 

 

 

 

 

 
 
 
VanderHeijden
A.F.Th. van der Heijden (Geldrop, 15 oktober 1951)

 

 

10-11-06

Friedrich Schiller, Jan van Nijlen, Jacob Cats


Johann Christoph Friedrich von Schiller werd geboren op 10 november 1759. Schiller, zoon van een heelmeester en officier, werd reeds in zijn jonge jaren met het despotisme van de absolutistische willekeursheerschappij in Württemberg geconfronteerd. Hij werd door Hertog Karel Eugen van Württemberg gedwongen de militaire en ambtenarenschool in Stuttgart te bezoeken. Hij studeerde aanvankelijk rechtswetenschappen, later medicijnen. Aansluitend hierop was hij regimentsarts in Stuttgart. Schiller ontdeed zich echter spoedig van dit weinig geliefde beroep en vluchtte, nadat hij van de Hertog een verbod tot publiceren had gekregen naar Meiningen in Thüringen.

Zijn existentie als ongebonden schrijver garandeerde weliswaar geestelijke onafhankelijkheid, maar bracht hem wel in grote financiële problemen. Schillers maatschappelijke situatie verscherpte zich nog, toen zijn contract met het nationale theater in Mannheim ten einde liep. Daar werkte hij in 1783 en 1784 als theaterdichter. Hierop besloot hij op een uitnodiging in te gaan van een, hem tot dan toe niet bekende vereerder en woonde vervolgens twee jaar bij Christiaan Gottfried Körner.

In zijn jeugdwerk, dat tot de Sturm und Drang wordt gerekend, protesteert Schiller tegen de politieke realiteit van zijn tijdperk. Hij zet zich hierin af tegen het despotisme, de heerschappij van willekeur en de gecalculeerde macht van de absolutistische maatschappij en stelt hier menselijke waarden tegenover, zoals sentimentaliteit, liefde en oprechtheid van hart en ziel. Zo zijn in het toneelstuk "Die Räuber" de broers Frans en Karel Moor elkaars tegenpolen. De ene, een kille, op politieke macht beluste intrigant, en de andere een voor persoonlijke autonomie vechtende rebel. Dit stuk oefende toentertijd een volledig nieuwe en spectaculaire werking uit op het theaterpubliek.

Na het tweejarig verblijf in Dresden, reist Schiller in 1789 naar Weimar. Hier moest hij zich in eerste instantie als redacteur en uitgever van tijdschriften door het leven slaan, tot hij door bemiddeling van Goethe , die hij een jaar eerder had leren kennen, een - in het begin onbetaald- professoraat voor geschiedenis en filosofie te Jena kreeg. In 1790 huwde hij met Charlotte von engefeld. Toen in 1791 de gezondheidstoestand van Schiller vanwege een zware longaandoening sterk verslechterde, kreeg hij van de Deense prins een pensioen, waardoor zijn levensonderhoud was verzekerd. In 1794 begon de nauwe vriendschap tussen Schiller en Goethe , die een periode van enorm vruchtbare creatieve samenwerking inluidde (bijvoorbeeld oprichting van het tijdschrift "Die Hören" (De godinnen der jaargetijden) en "Muselalmanachs" (De almanak van de muzelman), waarin het gemeenschappelijke werk de "Xenien" (Epigrammen) verscheen). In 1799 verhuisde Schiller naar Weimar. Hij stierf in 1805, op het hoogtepunt van zijn creativiteit, aan een chronische longaandoening.

Die Gunst des Augenblicks

Und so finden wir uns wieder
In dem heitern bunten Reihn,
Und es soll der Kranz der Lieder
Frisch und grün geflochten sein.

Aber wem der Götter bringen
Wir des Liedes ersten Zoll?
Ihn vor allen laßt uns singen,
Der die Freude schaffen soll.

Denn was frommt es, daß mit Leben
Ceres den Altar geschmückt?
Daß den Purpursaft der Reben
Bacchus in die Schale drückt?

Zückt vom Himmel nicht der Funken,
Der den Herd in Flammen setzt,
Ist der Geist nicht feuertrunken,
Und das Herz bleibt unergötzt.

Aus den Wolken muß es fallen,
Aus der Götter Schooß, das Glück,
Und der mächtigste von allen
Herrschern ist der Augenblick.

Von dem allerersten Werden
Der unendlichen Natur
Alles Göttliche auf Erden
Ist ein Lichtgedanke nur.

Langsam in dem Lauf der Horen
Füget sich der Stein zum Stein,
Schnell, wie es der Geist geboren,
Will das Werk empfunden sein.

Wie im hellen Sonnenblicke
Sich ein Farbenteppich webt,
Wie auf ihrer bunten Brücke
Iris durch den Himmel schwebt,

So ist jede schöne Gabe
Flüchtig wie des Blitzes Schein;
Schnell in ihrem düstern Grabe
Schließt die Nacht sie wieder ein

Sprüche des Confucius.

2

Dreifach ist des Raumes Maß:
Rastlos fort ohn' Unterlaß
Strebt die Länge: fort ins Weite
Endlos gießet sich die Breite;
Grundlos senkt die Tiefe sich.
Dir ein Bild sind sie gegeben:
Rastlos vorwärts mußt du streben,
Nie ermüdet stille stehn,
Willst du die Vollendung sehn;
Mußt ins Breite dich entfalten,
Soll sich dir die Welt gestalten;
In die Tiefe mußt du steigen,
Soll sich dir das Wesen zeigen.
Nur Beharrung führt zum Ziel,
Nur die Fülle führt zur Klarheit,
Und im Abgrund wohnt die Wahrheit

 

 

 

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Friedrich Schiller (10 november 1759 - 9 mei 1805)

 

Jan van Nijlen werd geboren op 10 november 1884 in Antwerpen. Hij werkte aanvankelijk, zelfs als redacteur, mee aan Vlaamsche Arbeid; toen dit tijdschrift zich echter duidelijk in katholieke richting ontwikkelde, trad hij af en ging hij meewerken aan De Boomgaard. Zijn debuut (Verzen) dateert van 1906; daarna verschenen, met regelmatige tussenpozen van enkele jaren, talrijke bundels die over het algemeen niet de aandacht trokken die zij verdienen. Geleidelijk echter kwam zijn werk, ook al door beschouwingen van Greshoff, Du Perron en Ter Braak, weer in de belangstelling te staan, zodat de uitgave van zijn Verzamelde gedichten in 1948 in goede aarde viel. Naast gedichten schreef Van Nijlen ook proza, dat zijn oriëntatie op de Franse cultuur duidelijk weergeeft. (Uren met Montaigne, 1915, Francis Jammes, 1918, en Charles Péguy, 1919)

De desperate Dronkaard

Hij wil gelaten van dit leven scheiden,

Voorgoed vertrekken uit dit somber oord,

Waar niets hem nog kan boeien noch verleiden,

Hij heeft te veel gezien, genoeg gehoord.

Maar als hij dan, bij wijze van vaarwel,

Ultieme plicht, een laatste glas wil heffen,

Als de avondlucht, die teeder wordt en hel,

Hem wat hij gaat verliezen doet beseffen,

Als hij den lach bewondert van de meid,

Die hem het schuimend glas reikt, als de blanke

Huid van haar borst en arm een zaligheid

Belooft die grooter is dan die der dranken,

Voelt hij zich weer verzoend met het bestaan,

En met de toekomst èn met het verleden.

Hij heeft betaald, hij kan weer verder gaan:

Zóó heeft het laatste glas altijd zijn reden.

 

 

 

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Jan van Nijlen (10 november 1884 – 14 augustus 1965)

 

De Nederlandse dichter en schrijver Jacob Cats werd geboren op 10 november 1577 als vierde kind van het gezin. Zijn familie was een weinig bekende regeringsfamilie uit Zeeland. Jacob Cats zat eerst op de Latijnse school in Zierikzee en bezocht daarna de hoogeschool te Leiden, hoewel zijn naam in het studenten-album ontbreekt. Hij promoveerde in Orleans en deed zijn eed als advocaat in Den Haag.Hij vestigde zich na zijn eed in 1603 in Middelburg, waar hij een werkzame praktijk had Op 3 juli 1636 werd hij benoemd raadpensionaris van Holland, waarbij negen jaar later het ambt van grootzegelbewaarder kwam. Cats was van 1629 tot 1631 ook al voor korte tijd raadpensionaris geweest. Tot 1651 bekleedde hij dit ambt. Hij overleed op Zorgvliet (Den Haag), in het huis dat nu als ambtswoning van de Nederlandse minister-president in gebruik is, het Catshuis

 

NIEMAND IS TEVREDEN MET ZIJN LOT

Als het visje ligt gevangen
Daar het nooit tevoren lag,
Straks zo krijgt 'et groot verlangen,
Om te wezen daar het plach';
Maar een ander, afgedreven
Van de Maas of van den Rijn,
Komt omtrent de fuike zweven,
En begeert er in te zijn.
Wie heeft vreemder ding gelezen?
Nooit en is de mens gerust,
Is 'et niet een zeldzaam wezen?
Niemand heeft er vollen lust:
Schoon men komt tot hoge staten,
Schoon men heeft geduchte macht,
Schoon men krijgt ook grote baten,
Nog is 't, dat men meerder wacht.
Vrienden, laat u vergenoegen
Met dat u de Hemel geeft,
Wilt u naar de reden voegen,
Dat is 't beste dat men heeft.
Waarom wensen, hopen, schromen?
Waarom altijd weder aan?
Schoon gij mocht 'et al bekomen,
't Kon u dan ook slimmer gaan.

 

Jcats
Jacob Cats (10 november 1577 – 12 september 1660)