03-09-16

Jacq Firmin Vogelaar, Fritz J. Raddatz, Eduardo Galeano, Alison Lurie, Sergej Dovlatov, Kiran Desai, Ernst Meister, Lino Wirag

 

De Nederlandse dichter, schrijver en literatuurcriticus Jacq Firmin Vogelaar (pseudoniem van Franciscus Wilhelmus Maria (Frans) Broers) werd geboren in Tilburg op 3 september 1944. Zie ook alle tags voorJacq Firmin Vogelaar op dit blog.

Uit: Het dubbelleven van een evenwichtskunstenaar. Kafka's dagboeken en zijn schrijverschap

“Max Brod heeft als eerste Kafka's schrijftalent herkend en gestimuleerd. Ook is hij degene geweest die voor publikatiemogelijkheden heeft gezorgd en uiteindelijk de drie romans, de overgebleven verhalen, dagboeken en brieven voor vernietiging heeft behoed, tegen de al tussen 1919 en 1922 in de onvruchtbare periode vóór Der Prozess neergeschreven wilsbeschikking van Kafka in, dat alle nietgepubliceerde geschriften ongelezen verbrand moesten worden. Zonder Brod zouden we nu hoogstwaarschijnlijk geen Kafka lezen. Dit neemt niet weg dat hij het werk belast heeft met een zware hypotheek aan interpretaties. Waarom de ene interpretatie beter en langer beklijft dan de andere zal altijd een vraag blijven, met overtuigingskracht heeft het weinig te maken. Wanneer de inhoud van een literair werk tot herkenbare termen kan worden herleid, zal dat veel lezers meer houvast bieden dan een benadering via de literaire techniek. Er is zelfs een karakterisering van Kafka's werk die van de plicht tot lezen ontslaat; het is dan voldoende te weten dat hij een voorspelling heeft geschreven van de wereld waarin wij nu leven.
Het werk van Kafka is alleen in existentiële termen te vertalen via het bijwerk van dagboeken, brieven en getuigenissen van anderen. De literaire teksten, toch overwegend grotesk en fantastisch, geven daartoe weinig gelegenheid. Brief an den Vater bijvoorbeeld (vreemd genoeg vertaald als Brief aan zijn vader) is nooit bedoeld geweest als literaire tekst. Het ironische gevolg hiervan is dan dat uitgerekend de man die vooral of zelfs uitsluitend schrijver wilde zijn, zoals de dagboeken overduidelijk aantonen, in de eerste plaats als persoon beoordeeld wordt. Hoe discreet hij ook was inzake zijn eigen persoon, hoezeer hij er zelfs naar gestreefd heeft als persoon te verdwijnen en in het schrijven op te gaan, juist die omzichtigheid heeft alle aandacht op het persoonlijk leven gevestigd. Over een aantal zaken wenste Kafka niet te schrijven - om wat voor reden dan ook. Niet de minste reden is geweest dat gevoelens volgens hem alleen dan schriftelijk mochten worden vastgelegd wanneer dat ‘met de grootste volledigheid tot in alle incidentele consequenties, evenals met absolute waarachtigheid, kan geschieden’ (Tagebücher, 12.1. 1911). Het niet-spreken is vaak voor verzwijgen aangezien. Datgene wat hij wel schreef is daarom als een soort geheimschrift uitgelegd dat de oplossing van de vermeende raadsels zou bevatten.”

 

 
Jacq Firmin Vogelaar (3 september 1944 — 9 december 2013)
Portret door Opland, 2014

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30-04-16

Jaroslav Hasek, Jacob Hiegentlich, Kno’Ledge Cesare, David Zane Mairowitz, Barbara Seranella

 

De Tsjechische schrijver Jaroslav Hašek werd geboren op 30 april 1883 in Praag. Zie ook alle tags voor Jaroslav Hašek op dit blog.

Uit: Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk

»Das beste is«, behauptete jemand von der Tür her, »wenn man sich Petroleum unter die Haut am Arm spritzt. Mein Vetter war so glücklich, daß man ihm den Arm bis unterm Ellbogen abgenommen hat, und heut hat er vorm Militär Ruh.«
»No also, seht ihr«, sagte Schwejk, »das alles muß jeder für unsern Kaiser aushalten. Sogar das Magenpumpen und das Klistier. Wie ich vor Jahren bei meinem Regiment gedient hab, da wars noch ärger. Da hat man so einen Maroden krummgeschlossen zusammengebunden und ins Loch geworfen, damit er sich auskuriert. Da hats keine Kavalletts gegeben wie hier, oder Spucknäpfe. Eine bloße Pritsche, und auf der sind die Maroden gelegen. Einmal hat einer wirklichen Typhus gehabt und der andre neben ihm schwarze Blattern. Beide waren krummgeschlossen und der Regimentsarzt hat sie in den Bauch gekickt, daß sie herich Simulanten sind. Dann, wie diese zwei Soldaten gestorben sind, is es ins Parlament gekommen und in der Zeitung gestanden. Man hat uns gleich verboten, diese Zeitungen zu lesen, und eine Koffervisite gemacht, wer diese Zeitungen hat. Und wie ich halt schon immer Pech hab, hat man sie beim ganzen Regiment nirgends gefunden, nur bei mir. So hat man mich also zum Regimentsrapport geführt, und unser Oberst, der Ochs, Gott hab ihn selig, hat angefangen mich anzubrülln, daß ich grad stehn soll, und hat gefragt, wer das in diese Zeitung geschrieben hat, oder er wird mirs Maul von einem Ohr zum andern zerreißen und mich einsperrn lassen, bis ich schwarz wer. Dann is der Regimentsarzt gekommen, hat mir mit der Faust vor der Nase herumgefuchtelt und geschrien: ›Sie verfluchter Hund, Sie schäbiges Wesen, Sie unglückliches Mistvieh, du Sozialistenbengel, du!‹ Ich schau allen aufrichtig in die Augen, zwinker nicht mal und schweig, die Hand an der Mütze und die Linke an der Hosennaht, sie laufen um mich herum wie Hunde, belln mich an, und ich fort, wie wenn nichts. Ich schweig, leist die Ehrenbezeigung, die linke Hand an der Hosennaht. Wie sies so vielleicht eine halbe Stunde getrieben ham, is der Oberst auf mich zugelaufen und hat gebrüllt: ›Bist du ein Blödian oder bist du kein Blödian?"

 

 
Jaroslav Hašek (30 april 1883 – 3 januari 1923)
De brave Soldat Schwejk op een bank in Sanok, Polen

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03-07-15

Reginald Gibbons, Franz Kafka, Joanne Harris, Gerard den Brabander, Christopher Kloeble

 

Dolce far niente

 

 
Eté en Provence door Jean-Marc Janiaczyk, z.j.

 

 

At Noon

The thick-walled room’s cave-darkness,
cool in summer, soothes
by saying, This is the truth, not the taut  
cicada-strummed daylight.
Rest here, out of the flame—the thick air’s
stirred by the fan’s four
slow-moving spoons; under the house the stone
has its feet in deep water.
Outside, even the sun god, dressed in this life
as a lizard, abruptly rises
on stiff legs and descends blasé toward the shadows.

 

 
Reginald Gibbons (Houston, 7 januari 1947)
Houston

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03-07-14

Franz Kafka, Tom Stoppard, Joanne Harris, Andreas Burnier, Gerard den Brabander, David Barry, Edward Young

 

De Duitstalige schrijver Franz Kafka werd geboren op 3 juli 1883 in Praag, toen een stad gelegen in de dubbelmonarchie Oostenrijk-Hongarije. Zie ook alle tags voor Franz Kafka op dit blog.

Uit Das Schloss:

»Landvermesser?« hörte er noch hinter seinem Rücken zögernd fragen, dann war allgemeine Stille. Aber der junge Mann faßte sich bald und sagte zum Wirt in einem Ton, der genug gedämpft war, um als Rücksichtnahme auf K.s Schlaf zu gelten, und laut genug, um ihm verständlich zu sein: »Ich werde telefonisch anfragen.« Wie, auch ein Telefon war in diesem Dorfwirtshaus? Man war vorzüglich eingerichtet. Im einzelnen überraschte es K., im ganzen hatte er es freilich erwartet. Es zeigte sich, daß das Telefon fast über seinem Kopf angebracht war, in seiner Verschlafenheit hatte er es übersehen. Wenn nun der junge Mann telefonieren mußte, dann konnte er beim besten Willen K.s Schlaf nicht schonen, es handelte sich nur darum, ob K. ihn telefonieren lassen sollte, er beschloß, es zuzulassen. Dann hatte es aber freilich auch keinen Sinn, den Schlafenden zu spielen, und er kehrte deshalb in die Rückenlage zurück. Er sah die Bauern scheu zusammenrücken und sich besprechen, die Ankunft eines Landvermessers war nichts Geringes. Die Tür der Küche hatte sich geöffnet, türfüllend stand dort die mächtige Gestalt der Wirtin, auf den Fußspitzen näherte sich ihr der Wirt, um ihr zu berichten. Und nun begann das Telefongespräch. Der Kastellan schlief, aber ein Unterkastellan, einer der Unterkastellane, ein Herr Fritz, war da. Der junge Mann, der sich als Schwarzer vorstellte, erzählte, wie er K. gefunden, einen Mann in den Dreißigern, recht zerlumpt, auf einem Strohsack ruhig schlafend, mit einem winzigen Rucksack als Kopfkissen, einen Knotenstock in Reichweite. Nun sei er ihm natürlich verdächtig gewesen, und da der Wirt offenbar seine Pflicht vernachlässigt hatte, sei es seine, Schwarzers, Pflicht gewesen, der Sache auf den Grund zu gehen. Das Gewecktwerden, das Verhör, die pflichtgemäße Androhung der Verweisung aus der Grafschaft habe K. sehr ungnädig aufgenommen, wie es sich schließlich gezeigt habe, vielleicht mit Recht, denn er behaupte, ein vom Herrn Grafen bestellter Landvermesser zu sein. Natürlich sei es zumindest formale Pflicht, die Behauptung nachzuprüfen, und Schwarzer bitte deshalb Herrn Fritz, sich in der Zentralkanzlei zu erkundigen, ob ein Landvermesser dieser Art wirklich erwartet werde, und die Antwort gleich zu telefonieren.“

 

 
Franz Kafka (3 juli 1883 – 3 juni 1924)

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03-07-13

Franz Kafka, Tom Stoppard, Joanne Harris, Andreas Burnier, Gerard den Brabander, David Barry, Edward Young

 

De Duitstalige schrijver Franz Kafka werd geboren op 3 juli 1883 in Praag, toen een stad gelegen in de dubbelmonarchie Oostenrijk-Hongarije. Zie ook alle tags voor Franz Kafka op dit blog.

 

Uit: Tagebücher 1910 - 1923

 

„Sonntag, den 19. Juli 1910, geschlafen, aufgewacht, geschlafen, aufgewacht, elendes Leben.

Variante
Oft überlege ich es und lasse den Gedanken ihren Lauf, ohne mich einzumischen, und immer, wie ich es auch wende, komme ich zum Schluß, daß mir in manchem meine Erziehung schrecklich geschadet hat. In dieser Erkenntnis steckt ein Vorwurf, der gegen eine Menge Leute geht. Da sind die Eltern mit den Verwandten, eine ganz bestimmte Köchin, die Lehrer, einige Schriftsteller – die Liebe, mit der sie mir geschadet haben, macht ihre Schuld noch größer, denn wie sehr hätten sie mir mit Liebe ..., einige der Familie befreundete Familien, ein Schwimmeister, Eingeborene der Sommerfrischen, einige Damen im Stadtpark, denen man es gar nicht ansehn würde, ein Friseur, eine Bettlerin, ein Steuermann, der Hausarzt und noch viele andere, und es wären noch mehr, wenn ich sie alle mit Namen bezeichnen wollte und könnte, kurz, es sind so viele, daß man achtgeben muß, damit man nicht im Haufen einen zweimal nennt. Nun könnte man meinen, schon durch diese große Anzahl verliere ein Vorwurf an Festigkeit und müsse einfach an Festigkeit verlieren, denn ein Vorwurf sei kein Feldherr, er gehe nur geradeaus und wisse sich nicht zu verteilen. Gar in diesem Falle, wenn er sich gegen vergangene Personen richtet. Die Personen mögen mit einer vergessenen Energie in der Erinnerung festgehalten werden, einen Fußboden werden sie kaum mehr unter sich haben, und selbst ihre Beine werden schon Rauch sein. Und Leuten in solchem Zustand soll man nun mit irgendeinem Nutzen Fehler vorwerfen, die sie in früheren Zeiten einmal bei der Erziehung eines Jungen gemacht haben, der ihnen jetzt so unbegreiflich ist wie sie uns. Aber man bringt sie ja nicht einmal dazu, sich an jene Zeiten zu erinnern, kein Mensch kann sie dazu zwingen, aber offenbar kann man gar nicht von Zwingen reden, sie können sich an nichts erinnern, und dringt man auf sie ein, schieben sie einen stumm beiseite, denn höchstwahrscheinlich hören sie gar nicht die Worte.“

 

 

 

Franz Kafka (3 juli 1883 – 3 juni 1924)

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03-07-12

Franz Kafka, Tom Stoppard, Joanne Harris, Andreas Burnier, Gerard den Brabander, David Barry, David Benioff

 

De Duitstalige schrijver Franz Kafka werd geboren op 3 juli 1883 in Praag, toen een stad gelegen in de dubbelmonarchie Oostenrijk-Hongarije. Zie ook alle tags voor Franz Kafka op dit blog.

 

Uit: Die Verwandlung

 

„Er glitt wieder in seine frühere Lage zurück. »Dies frühzeitige Aufstehen«, dachte er, »macht einen ganz blödsinnig. Der Mensch muß seinen Schlaf haben. Andere Reisende leben wie Haremsfrauen. Wenn ich zum Beispiel im Laufe des Vormittags ins Gasthaus zurückgehe, um die erlangten Aufträge zu überschreiben, sitzen diese Herren erst beim Frühstück. Das sollte ich bei meinem Chef versuchen; ich würde auf der Stelle hinausfliegen. Wer weiß übrigens, ob das nicht sehr gut für mich wäre. Wenn ich mich nicht wegen meiner Eltern zurückhielte, ich hätte längst gekündigt, ich wäre vor den Chef hin getreten und hätte ihm meine Meinung von Grund des Herzens aus gesagt. Vom Pult hätte er fallen müssen! Es ist auch eine sonderbare Art, sich auf das Pult zu setzen und von der Höhe herab mit dem Angestellten zu reden, der überdies wegen der Schwerhörigkeit des Chefs ganz nahe herantreten muß. Nun, die Hoffnung ist noch nicht gänzlich aufgegeben; habe ich einmal das Geld beisammen, um die Schuld der Eltern an ihn abzuzahlen - es dürfte noch fünf bis sechs Jahre dauern - , mache ich die Sache unbedingt. Dann wird der große Schnitt gemacht. Vorläufig allerdings muß ich aufstehen, denn mein Zug fährt um fünf.«

Und er sah zur Weckuhr hinüber, die auf dem Kasten tickte. »Himmlischer Vater!«, dachte er. Es war halb sieben Uhr, und die Zeiger gingen ruhig vorwärts, es war sogar halb vorüber, es näherte sich schon dreiviertel. Sollte der Wecker nicht geläutet haben? Man sah vom Bett aus, daß er auf vier Uhr richtig eingestellt war; gewiß hatte er auch geläutet. Ja, aber war es möglich, dieses möbelerschütternde Läuten ruhig zu verschlafen? Nun, ruhig hatte er ja nicht geschlafen, aber wahrscheinlich desto fester. Was aber sollte er jetzt tun? Der nächste Zug ging um sieben Uhr; um den einzuholen, hätte er sich unsinnig beeilen müssen, und die Kollektion war noch nicht eingepackt, und er selbst fühlte sich durchaus nicht besonders frisch und beweglich. Und selbst wenn er den Zug einholte, ein Donnerwetter des Chefs war nicht zu vermeiden, denn der Geschäftsdiener hatte beim Fünfuhrzug gewartet und die Meldung von seiner Versäumnis längst erstattet. Es war eine Kreatur des Chefs, ohne Rückgrat und Verstand. Wie nun, wenn er sich krank meldete? Das wäre aber äußerst peinlich und verdächtig, denn Gregor war während seines fünfjährigen Dienstes noch nicht einmal krank gewesen. Gewiß würde der Chef mit dem Krankenkassenarzt kommen, würde den Eltern wegen des faulen Sohnes Vorwürfe machen und alle Einwände durch den Hinweis auf den Krankenkassenarzt abschneiden, für den es ja überhaupt nur ganz gesunde, aber arbeitsscheue Menschen gibt. Und hätte er übrigens in diesem Falle so ganz unrecht? Gregor fühlte sich tatsächlich, abgesehen von einer nach dem langen Schlaf wirklich überflüssigen Schläfrigkeit, ganz wohl und hatte sogar einen besonders kräftigen Hunger.“

 

 

Franz Kafka (3 juli 1883 – 3 juni 1924)

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03-07-11

Franz Kafka, Tom Stoppard, Joanne Harris, Andreas Burnier, David Barry

 

De Duitstalige schrijver Franz Kafka werd geboren op 3 juli 1883 in Praag, toen een stad gelegen in de dubbelmonarchie Oostenrijk-Hongarije. Zie ook mijn blog van 3 juli 2010 en eveneens alle tags voor Franz Kafka op dit blog.

 

Uit: Das Urteil

 

“Es war an einem Sonntagvormittag im schönsten Frühjahr. Georg Bendemann, ein junger Kaufmann, saß in seinem Privatzimmer im ersten Stock eines der niedrigen, leichtgebauten Häuser, die entlang des Flusses in einer langen Reihe, fast nur in der Höhe und Färbung unterschieden, sich hinzogen. Er hatte gerade einen Brief an einen sich im Ausland befindenden Jugendfreund beendet, verschloß ihn in spielerischer Langsamkeit und sah dann, den Ellbogen auf den Schreibtisch gestützt, aus dem Fenster auf den Fluß, die Brücke und die Anhöhen am anderen Ufer mit ihrem schwachen Grün.

Er dachte darüber nach, wie dieser Freund, mit seinem Fortkommen zu Hause unzufrieden, vor Jahren schon nach Rußland sich förmlich geflüchtet hatte. Nun betrieb er ein Geschäft in Petersburg, das anfangs sich sehr gut angelassen hatte, seit langem aber schon zu stocken schien, wie der Freund bei seinen immer seltener werdenden Besuchen klagte. So arbeitete er sich in der Fremde nutzlos ab, der fremdartige Vollbart verdeckte nur schlecht das seit den Kinderjahren wohlbekannte Gesicht, dessen gelbe Hautfarbe auf eine sich entwickelnde Krankheit hinzudeuten schien. Wie er erzählte, hatte er keine rechte Verbindung mit der dortigen Kolonie seiner Landsleute, aber auch fast keinen gesellschaftlichen Verkehr mit einheimischen Familien und richtete sich so für ein endgültiges Junggesellentum ein.

Was wollte man einem solchen Manne schreiben, der sich offenbar verrannt hatte, den man bedauern, dem man aber nicht helfen konnte. Sollte man ihm vielleicht raten, wieder nach Hause zu kommen, seine Existenz hierher zu verlegen, alle die alten freundschaftlichen Beziehungen wieder aufzunehmen - wofür ja kein Hindernis bestand - und im übrigen auf die Hilfe der Freunde zu vertrauen?”

 

 


Franz Kafka (3 juli 1883 – 3 juni 1924
)

Kafka in de jaren 1910

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03-07-10

Franz Kafka, Tom Stoppard, Joanne Harris, Andreas Burnier, David Barry, Christopher Kloeble


De Duitstalige schrijver Franz Kafka werd geboren op 3 juli 1883 in Praag, toen een stad gelegen in de dubbelmonarchie Oostenrijk-Hongarije. Zie ook mijn blog van 3 juli 2006 en ook mijn blog van 3 juli 2007 en ook mijn blog van 3 juli 2008 en ook mijn blog van 3 juli 2009.

 

Uit: Die Verwandlung

 

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Er lag auf seinem panzerartig harten Rücken und sah, wenn er den Kopf ein wenig hob, seinen gewölbten, braunen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch, auf dessen Höhe sich die Bettdecke, zum gänzlichen Niedergleiten bereit, kaum noch erhalten konnte. Seine vielen, im Vergleich zu seinem sonstigen Umfang kläglich dünnen Beine flimmerten ihm hilflos vor den Augen.

"Was ist mit mir geschehen?" dachte er. Es war kein Traum. Sein Zimmer, ein richtiges, nur etwas zu kleines Menschenzimmer, lag ruhig zwischen den vier wohlbekannten Wänden. Über dem Tisch, auf dem eine auseinandergepackte Musterkollektion von Tuchwaren ausgebreitet war - Samsa war Reisender -, hing das Bild, das er vor kurzem aus einer illustrierten Zeitschrift ausgeschnitten und in einem hübschen, vergoldeten Rahmen untergebracht hatte. Es stellte eine Dame dar, die, mit einem Pelzhut und einer Pelzboa versehen, aufrecht dasaß und einen schweren Pelzmuff, in dem ihr ganzer Unterarm verschwunden war, dem Beschauer entgegenhob.

Gregors Blick richtete sich dann zum Fenster, und das trübe Wetter - man hörte Regentropfen auf das Fensterblech aufschlagen - machte ihn ganz melancholisch. "Wie wäre es, wenn ich noch ein wenig weiterschliefe und alle Narrheiten vergäße", dachte er, aber das war gänzlich undurchführbar, denn er war gewöhnt, auf der rechten Seite zu schlafen, konnte sich aber in seinem gegenwärtigen Zustand nicht in diese Lage bringen. Mit welcher Kraft er sich auch auf die rechte Seite warf, immer wieder schaukelte er in die Rückenlage zurück. Er versuchte es wohl hundertmal, schloß die Augen, um die zappelnden Beine nicht sehen zu müssen, und ließ erst ab, als er in der Seite einen noch nie gefühlten, leichten, dumpfen Schmerz zu fühlen begann.

"Ach Gott", dachte er, "was für einen anstrengenden Beruf habe ich gewählt! Tagaus, tagein auf der Reise. Die geschäftlichen Aufregungen sind viel größer als im eigentlichen Geschäft zu Hause, und außerdem ist mir noch diese Plage des Reisens auferlegt, die Sorgen um die Zuganschlüsse, das unregelmäßige, schlechte Essen, ein immer wechselnder, nie andauernder, nie herzlich werdender menschlicher Verkehr. Der Teufel soll das alles holen!" Er fühlte ein leichtes Jucken oben auf dem Bauch; schob sich auf dem Rücken langsam näher zum Bettpfosten, um den Kopf besser heben zu können; fand die juckende Stelle, die mit lauter kleinen weißen Pünktchen besetzt war, die er nicht zu beurteilen verstand; und wollte mit einem Bein die Stelle betasten, zog es aber gleich zurück, denn bei der Berührung umwehten ihn Kälteschauer.“

 

 

 

kafka
Franz Kafka (3 juli 1883 – 3  juni 1924
)

Collage © door Klaus Oppermann

 

 

 

 

 

De Britse toneelschrijver Tom Stoppard (eig. Tomas Straussler) werd geboren in Zlín op 3 juli 1937. Zie ook mijn blog van 3 juli 2007 en ook mijn blog van 3 juli 2008 en ook mijn blog van 3 juli 2009.

 

Uit: Arcadia

 

[Hannah and Valentine. She is reading aloud. He is listening. Lightning, the tortoise, is on the talbe and is not really distinguishable from Plautus. In front of Valentine is Septimus's portfolio, recognizable so but naturally somewhat faded. It is open. Principally associated with the portfolio (although it may contain sheets of blank paper also) are three items: a slim math primer; a sheet of drawing paper on which there is a scrawled diagram and some mathematical notations, arrow marks, etc.; and Thomasina's mathematics lesson book, ie. the one she writes in, which Valentine is leafing through as he listetns to Hannah reading from the primer.]

HANNAH. ‘I, Thomasina Coverly, have found a truly wonderful method whereby all the forms of nature must give up their numerical secrets and draw themselves through number alone. This margin being too mean for my purpose, the reader must look elsewhere for the New Geometry of Irregular Forms discovered by Thomasina Coverly.’

[Pause. She hands Valentine the text book. Valentine looks at what she has been reading. From the next room, a piano is heard, beginning to play quietly, unintrusively, improvisationally]

HANNAH. Does it mean anything?

VALENTINE. I don’t know. I don’t know what it means, except mathematically.

HANNAH. I meant mathematically.

VALENTINE. [Now with the lesson book again] It’s an iterated algorithm.

HANNAH. What’s that?

VALENTINE. Well, it’s … Jesus … it’s an algorithm that’s been … iterated. How’m I supposed to …? [He makes an effort] The left-hand pages are graphs of what the numbers are doing on the right-hand pages. But all on different scales. Each graph is a small section of the previous one, blown up. Like you’d blow up a detail of a photograph, and then a detail of the detail, and so on, forever. Or in her case, till she ran out of pages.“

 

 

 

tom_stoppard
Tom Stoppard (Zlín, 3 juli 1937)

 

 

 

 

 

De Britse schrijfster Joanne Harris werd geboren op 3 juli 1964 in Barnsley, Yorkshire. Zie ook mijn blog van 3 juli 2009.

 

Uit: Blackberry Wine

 

Wine talks; ask anyone. The oracle at the street corner; the uninvited guest at the wedding feast; the holy fool. It ventriloquizes. It has a million voices. It unleashes the tongue, teasing out secrets you never meant to tell, secrets you never even knew. It shouts, rants, whispers. It speaks of great plans, tragic loves and terrible betrayals. It screams with laughter. It chuckles softly to itself. It weeps in front of its own reflection. It revives summers long past and memories best forgotten. Every bottle a whiff of other times, other places, every one -- from the commonest Liebfraumilch to the imperious Veuve Clicquot -- a humble miracle. Everyday magic, Joe had called it. The transformation of base matter into the stuff of dreams. Layman''s alchemy.
Take these six in Jay''s cellar, for instance. The Specials. Not wines really meant for keeping, but he kept them all the same. For nostalgia''s sake. For a special, yet-to-be-imagined occasion. Six bottles, each with its own small handwritten label and sealed with candle wax. Each had a cord of a different color knotted around its neck, raspberry red, elderflower green, blackberry blue, rose hip yellow, damson black. The last bottle was tied with a brown cord. Specials ''75, said the label, the familiar writing faded to the color of old tea.
But inside was a hive of secrets. There was no escaping them: their whisperings, their catcalls, their laughter. Jay had hidden them behind a crate of more sober vintages the day he''d brought them back from Pog Hill Lane. Five weeks later he could almost persuade himself they were forgotten. Even so he sometimes imagined he heard them, without really knowing what it was he heard.

 

 

 

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Joanne Harris (Barnsley, 3 juli 1964)

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijfster Andreas Burnier werd op 3 juli 1931 in Den Haag geboren als Catharina Irma Dessaur. Zie ook mijn blog van 3 juli 2006. en ook mijn blog van 3 juli 2007 en ook mijn blog van 3 juli 2008 en ook mijn blog van 3 juli 2009.

 

Uit: De zwembadmentaliteit  (Van masculinisme naar androgynie)

 

“In onze kleutertijd komen wij tot de ontdekking dat de mensheid is verdeeld in vrouwen en mannen. Kort of lang daarna, dat hangt van het tempo van onze bewustzijnsontwikkeling af, gaan wij ervaren dat aan het geboren zijn in een vrouwelijk of een manlijk lichaam enorm veel sociale consequenties vastzitten. Onze medemensen behandelen ons anders, onze ontplooiingsmogelijkheden en toekomstkansen zijn anders, al naar gelang de aard van de kinderlijke genitaliën waarmee wij ter wereld kwamen. Lang voordat er van enig noemenswaard psychisch verschil tussen meisjes en jongens sprake is, wordt meisjes vaak verboden het soort wilde, de buitenwereld explorerende spelletjes te doen die zij even leuk zouden vinden als jongetjes. Meisjes krijgen van hun ouders geen duur technisch speelgoed en jongetjes meestal geen poppen. Meisjes mogen veel minder hun agressie uiten, jongetjes mogen minder hun gevoelens uiten. Kortom: voordat iemand heeft kunnen vaststellen of en welke verschillen er zouden kunnen zijn tussen kleine vrouwelijke en manlijke mensen is er al een heel proces van sociale discriminatie en culturele stereotypering op gang gebracht. De inhoud van het door de omgeving verlangde sekse-stereotype kan variëren van cultuur tot cultuur en binnen één cultuur nog eens per sociale klasse.

 Maar dát er wordt gediscrimineerd en gestereotypeerd op sekse is een universeel gegeven.

Ook universeel is, dat in de totale ons bekende cultuurgeschiedenis en in alle ons bekende culturen mensen met een manlijk lichaam als groep een hogere sociale status hebben dan de vrouwelijke mensheidshelft. Zij genieten talloze sociale en economische privileges, bevoordelen elkaar ten koste van vrouwelijke mensen en staan in hoger aanzien dan hun vrouwelijke medemensen. Het is, bij wijze van spreken, zo dat als in een bepaalde cultuur de landbouw belangrijker wordt geacht dan de visserij, ‘landbouw’ als iets typisch manlijks wordt gedefinieerd en ‘vissen’ als vrouwelijk.”

 

 

 

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Andreas Burnier (3 juli 1931 -  18 september 2002) 

Hier met criticus en schrijver Anthony Mertens (links)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse humoristische schrijver, columnist en bestsellerauteur David Barry, Jr werd geboren op 3 juli 1947 in Armonk, New York.  Zie ook mijn blog van 3 juli 2007 en ook mijn blog van 3 juli 2008 en ook mijn blog van 3 juli 2009.

 

Uit: Dave Barry's History of the Millennium (So Far)

 

It was a momentous year, a year of events that will echo in the annals of history the way a dropped plate of calamari echoes in an Italian restaurant with a tile floor. Decades from now, our grandchildren will come to us and say, "Tell us, Grandpa or Grandma as the case may be, what it was like to be alive in the year that Angelina Jolie, Tom Cruise, Brad Pitt, Britney Spears, and Katie whatshername all had babies, although not necessarily in those combinations." And we will smile wisely and emit a streamer of drool, because we will be very old and unable to hear them.

And that will be a good thing, because there are many things about 2006 that we will not want to remember. This was the year in which the members of the United States Congress, who do not bother to read the actual bills they pass, spent weeks poring over instant messages sent by a pervert. This was the year in which the vice president of the United States shot a lawyer, which turned out to be totally legal in Texas. This was the year in which there came to be essentially no difference between the treatment of maximum security prison inmates and the treatment of commercial airline passengers.

This was the year in ¬which—¬as clearly foretold in the Bible as a sign of the ¬Apocalypse—¬Howie Mandel got a hit TV show.“

 

 

 

davebarry

David Barry (Armonk, 3 juli 1947)

 

De Duitse schrijver Christopher Kloeble werd op 3 juli 1982 geboren in München. Zie ook mijn blog van 8 juli 2009.

Uit: Helles, Mattes, Dunkles

 

„Die Beerdigung fand am ersten winterlichen Tag im November statt. Reif an den Gedenkkränzen, ein schneidender Wind und die zittrigen Stimmen der Trauernden machten ihn noch kälter, als er ohnehin schon war. Nachdem der Pfarrer sein Gebet beendet hatte, warf Fabian als erster eine Handvoll Erde auf den herabgelassenen Sarg. Danach dauerte es nicht lange, bis die anderen unterwegs zum Restaurant waren, und Fabian sich ungestört auf den Grabstein seiner Mutter setzen konnte. Sie hatte ihn noch zu Lebzeiten in Vorsorge aufstellen lassen, er war schlicht, aus Marmor, mit kantigen Metalllettern. Fabian zog seine Handschuhe aus und strich über die Zahlen und Buchstaben.

Vierundsiebzig Jahre hier. Und jetzt? Er versuchte die Lettern vom Stein zu kratzen, aber sie gaben nicht nach.

Kaum war er ins Taxi gestiegen, um den anderen zu folgen, zückte er einen Notizzettel, strich mit dem Daumen über die Zahlen und wählte die Nummer. Es klingelte, drei Mal, vier Mal. Dann nahm jemand ab – nein. Es hörte nur auf zu klingeln, darauf folgte ein leises Rauschen, selbst er nahm es kaum wahr, wie bei einer Schellackplatte, die sich tonlos dreht. Fabian drückte das Telefon an sein Ohr und genoss das ruhige Nichts. Er wiederholte das Spiel, rief an, ließ es klingeln, bis das rauschende Nichts abnahm, legte auf und rief wieder an. Er rief Mutter an.

Noch zwei Tage bis Weihnachten und Fabians Vater im größten Sessel des Wohnzimmers. Angenommen, sein Vater wäre zuerst gestorben. Man hätte ihn beerdigt, an derselben Stelle. Man hätte ihn betrauert und vermisst. Man hätte bei tausend Gelegenheiten daran gedacht, dass er nicht mehr hier war, nicht mehr im größten Sessel, in Fabians Sessel, Platz nahm, ohne zu fragen, nicht

mehr anrief, wenn eine Fernsehsendung lief, die er für empfehlenswert hielt, nicht mehr seine Schwiegertochter schickte, Orangengelee fürs Frühstück einkaufen. Doch Fabian hätte in seinem Sarg keinen Anrufbeantworter installieren lassen, er hätte sich damit abgefunden. Sein Vater wäre tot gewesen, und sein Vater war alt genug, um tot zu sein.“

 

 

 

christopher-kloeble

Christopher Kloeble (München, 3 juli 1982)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 3e juli ook mijn vorige blog van vandaag.

03-07-09

Franz Kafka, Tom Stoppard, Joanne Harris, Andreas Burnier, David Barry, Dorota Masłowska, Günter Bruno Fuchs, Ramón Gómez de la Serna, Francis Carco, Ferdinand Kürnberger, Edward Young


De Duitstalige schrijver Franz Kafka werd geboren op 3 juli 1883 in Praag, toen een stad gelegen in de dubbelmonarchie Oostenrijk-Hongarije. Zie ook mijn blog van 3 juli 2006 en ook mijn blog van 3 juli 2007 en ook mijn blog van 3 juli 2008.

 

Uit: In der Strafkolonie

 

»Es ist ein eigentümlicher Apparat«, sagte der Offizier zu dem Forschungsreisenden und überblickte mit einem gewissermaßen bewundernden Blick den ihm doch wohlbekannten Apparat. Der Reisende schien nur aus Höflichkeit der Einladung des Kommandanten gefolgt zu sein, der ihn aufgefordert hatte, der Exekution eines Soldaten beizuwohnen, der wegen Ungehorsam und Beleidigung des Vorgesetzten verurteilt worden war. Das Interesse für diese Exekution war wohl auch in der Strafkolonie nicht sehr groß. Wenigstens war hier in dem tiefen, sandigen, von kahlen Abhängen ringsum abgeschlossenen kleinen Tal außer dem Offizier und dem Reisenden nur der Verurteilte, ein stumpfsinniger, breitmäuliger Mensch mit verwahrlostem Haar und Gesicht und ein Soldat zugegen, der die schwere Kette hielt, in welche die kleinen Ketten ausliefen, mit denen der Verurteilte an den Fuß- und Handknöcheln sowie am Hals gefesselt war und die auch untereinander durch Verbindungsketten zusammenhingen. Übrigens sah der Verurteilte so hündisch ergeben aus, daß es den Anschein hatte, als könnte man ihn frei auf den Abhängen herumlaufen lassen und müsse bei Beginn der Exekution nur pfeifen, damit er käme.
Der Reisende hatte wenig Sinn für den Apparat und ging hinter dem Verurteilten fast sichtbar unbeteiligt auf und ab, während der Offizier die letzten Vorbereitungen besorgte, bald unter den tief in die Erde eingebauten Apparat kroch, bald auf eine Leiter stieg, um die oberen Teile zu untersuchen. Das waren Arbeiten, die man eigentlich einem Maschinisten hätte überlassen können, aber der Offizier führte sie mit einem großen Eifer aus, sei es, daß er ein besonderer Anhänger dieses Apparates war, sei es, daß man aus anderen Gründen die Arbeit sonst niemandem anvertrauen konnte.“

 

 

 

 

 

kafka
Franz Kafka (3 juli 1883 – 3  juni 1924
)

 

 

 

 

 

 

De Britse toneelschrijver Tom Stoppard (eig. Tomas Straussler) werd geboren in Zlín op 3 juli 1937. Zie ook mijn blog van 3 juli 2007 en ook mijn blog van 3 juli 2008.

 

Uit: The Coast of Utopia: Part I

 

“Summer 1833

Premukhino, the Bakunin estate, a hundred and fifty miles north-west of Moscow.

Interior, verandah, garden. There are places to sit in the garden, and a hammock. One setting is intended to serve for Act One.

Family supper is coming to an end. At the table—Alexander Bakunin (sixty-five) and his wife, Varvara (forty-two); their daughters, Liubov (twenty-two), Varenka (twenty-one), Tatiana (eighteen) and Alexandra (seventeen); Miss Chamberlain, a young English governess; and Baron Renne (thirty-six), a cavalry officer in uniform. Household servants (serfs), notably Semyon, who is senior, attend the table as may be. ‘English’ dialogue is spoken with a Russian accent, except in the case of Miss Chamberlain. The tempo is lively. Alexander Bakunin’s rule is benign despotism, but the family atmosphere is prevailingly democratic.

alexander  Speaking of which—Liubov, say something in English for the Baron.

liubov  What do you want me to say, Papa?

alexander  All my daughters have been educated in five languages—call me a liberal if you like, I read Rousseau as a young man, I was there at the storming of the Bastille, not storming it personally but I remember my feelings were decidedly mixed, that’s how liberal I was when I was nineteen. But education for women, yes indeed!—not just piano lessons and Russian grammar pour les filles Bakunin, though mind you, they write better Russian than I do—what a shame there’s nothing worth reading (over his daughters’ protests), apart from . . .”

 

 

 

 

Tom_Stoppard
Tom Stoppard (Zlín, 3 juli 1937)

 

 

 

 

 

De Britse schrijfster Joanne Harris werd geboren op 3 juli 1964 in Barnsley, Yorkshire. Ze werd geboren in haar grootouders' snoepwinkel en haar leven was gevuld met eten en Folklore. Haar overgrootmoeder stond bekend als een heks en een genezer. Dit was een omgeving die een grote rol zou gaan spelen in haar verdere leven bij het schrijven van haar romans. Ze ging naar de Wakefield Girls Highschool, Barnsley Sixth Form College. Ze studeerde Moderne en Middeleeuwse Talen aan de universiteit van Cambridge bij St. Catharine's College. Haar eerste roman The Evil Seed werd gepubliseerd in 1989, maar het boekte weinig succes, eveneens als haar tweede roman: Sleep, Pale Sister (1993). In 1999 werd Chocolat de nr. 1 in de bestseller lijst van de London Sunday Times. Het boek was gebaseerd op eten en een exotisch gebied in Gers in Frankrijk. Het boek werd genomineerd voor de Whitbread Novel of the Year Award en de filmrechten werden verkocht aan Miramax Pictures. Het succes van deze film, met Juliette Binoche en Johnny Depp in de hoofdrollen, gaf Harris een status in Noord-Amerika. Haar nieuwste roman, Runemarks, gepubliseerd in augustus 2007, is haar eerste boek voor kinderen en jong-volwassenen.

 

Uit: Chocolat

 

„We came on the wind of the carnival. A warm wind for February, laden with the hot greasy scents of frying pancakes and sausages and powdery-sweet waffles cooked on the hot plate right there by the roadside, with the confetti sleeting down collars and cuffs and rolling in the gutters like an idiot antidote to winter. There is a febrile excitement in the crowds that line the narrow main street, necks craning to catch sight of the crêpe-covered char with its trailing ribbons and paper rosettes. Anouk watches, eyes wide, a yellow balloon in one hand and a toy trumpet in the other, from between a shopping basket and a sad brown dog. We have seen carnivals before, she and I; a procession of two hundred and fifty of the decorated chars in Paris last Mardi Gras, a hundred and eighty in New York, two dozen marching bands in Vienna, clowns on stilts, the Grosses Têtes with their lolling papier-mâché heads, drum majorettes with batons spinning and sparkling. But at six the world retains a special luster. A wooden cart, hastily decorated with gilt and crêpe and scenes from fairy tales. A dragon's head on a shield, Rapunzel in a woolen wig, a mermaid with a cellophane tail, a gingerbread house all icing and gilded cardboard, a witch in the doorway, waggling extravagant green fingernails at a group of silent children.... At six it is possible to perceive subtleties that a year later are already out of reach. Behind the papier-mâché, the icing, the plastic, she can still see the real witch, the real magic. She looks up at me, her eyes, which are the blue-green of Earth seen from a great height, shining.“

 

 

 

 

joanneharris
Joanne Harris (Barnsley, 3 juli 1964)

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijfster Andreas Burnier werd op 3 juli 1931 in Den Haag geboren als Catharina Irma Dessaur. Zie ook mijn blog van 3 juli 2006. en ook mijn blog van 3 juli 2007 en ook mijn blog van 3 juli 2008.

 

Uit: Het verzonken Alexandrië

 

„Op de dag van het (Europese) oudjaar voer het Nijlschip Isis en Osiris nog enige mijlen zuidwaarts, totdat het kon meren aan de vlonders van een luxe hotel even buiten Luxor. Aan boord bevond zich een internationaal gezelschap dat, onder leiding van een veeltalige Belgische Egyptoloog, de gruwelen van de christelijke ‘feestdagen’ was ontvlucht. Onder een stortvloed van informatie, voornamelijk van architectonische aard, waren wij op handen en voeten door de prenatale gangen van de piramiden gekropen. Wij hadden geïnteresseerde blikken geworpen in gladmarmeren, leeggeroofde sarcofagen. Over zwiepende hangbruggen en balancerend langs ravijnen hadden wij hooggelegen, ultrageheime en toch weer leeggeroofde koningsgraven bezocht. Wij hadden meer mummies, meer dood, meer graven, meer doodscultus gezien in de afgelopen tien dagen dan in de afgelopen tien jaar. Nu ging het oude jaar sterven en mochten wij, even verschoond van bouwstijlen, doodsoffers, jaartallen, pharaohnische dynastieën en koningsdrama's, ons concentreren op onze eigen plannen voor het komende jaar en de inwijding daarvan.

Ik had drie jaar na mijn reis naar Amerika en na Sidra's vertrek mijn strijd tegen de leegte en de duistere chaos in wat eens ons huis was, opgegeven. De laatste twee jaar woonde ik er al niet meer echt, zwierf van hier naar daar, nu eens te gast bij vrienden, dan weer op reis, dan op een huurkamer. Maar het huis had ik nog behouden, een gedenkteken van ons verleden.“

 

 

 

 

 

burnier
Andreas Burnier (3 juli 1931 -  18 september 2002) 

 

 

 

 

 

De Amerikaanse humoristische schrijver, columnist en bestsellerauteur David Barry, Jr werd geboren op 3 juli 1947 in Armonk, New York.  Zie ook mijn blog van 3 juli 2007 en ook mijn blog van 3 juli 2008.

 

Uit: Colonoscopy Journal

 

„I called my friend Andy Sable, a gastroenterologist, to make an appointment for a colonoscopy. A few days later, in his office, Andy showed me a color diagram of the colon, a lengthy organ that appears to go all over the place, at one point passing briefly through Minneapolis. Then Andy explained the colonoscopy procedure to me in a thorough, reassuring and patient manner. I nodded thoughtfully, but I didn't really hear anything he said, because my brain was shrieking, quote, ``HE'S GOING TO STICK A TUBE 17,000 FEET UP YOUR BUTT!''
I left Andy's office with some written instructions, and a prescription for a product called ''MoviPrep,'' which comes in a box large enough to hold a microwave oven. I will discuss MoviPrep in detail later; for now suffice it to say that we must never allow it to fall into the hands of America's enemies.
I spent the next several days productively sitting around being nervous. Then, on the day before my colonoscopy, I began my preparation. In accordance with my instructions, I didn't eat any solid food that day; all I had was chicken broth, which is basically water, only with less flavor. Then, in the evening, I took the MoviPrep. You mix two packets of powder together in a one-liter plastic jug, then you fill it with lukewarm water. (For those unfamiliar with the metric system, a liter is about 32 gallons.) Then you have to drink the whole jug. This takes about an hour, because MoviPrep tastes -- and here I am being kind -- like a mixture of goat spit and urinal cleanser, with just a hint of lemon.“

 

 

 

 

Barry
David Barry (Armonk, 3 juli 1947)

 

 

 

 

 

De Poolse schrijfster en journaliste Dorota Masłowska werd op 3 juli 1983 in Wejherowo geboren. Zie ook mijn blog van 3 juli 2007 en ook mijn blog van 3 juli 2008.

 

Uit: Schneeweiß und Russenrot (Vertaald door Olaf Kühl)

 

"Ich bin eher gegen Steuern und fordere einen Staat ohne Steuern, wo meine Eltern sich nicht den Arsch aufreißen müssen, damit alle diese Kittelfürsten eine eigene Wohnung mit Telefonnummer haben, wo es doch anders ist. Was ich übrigens schon gesagt habe, dass die wirtschaftliche Situation im Land voll negativ ist, Staatstheater und ganz allgemein eine schwache Regierung. Aber wir kommen vom Thema ab, wo Magda gerade das Behandlungszimmer verlässt. Weiter hinkend. Aber gekämmt. Drauf geschissen, wer sie gekämmt hat. Das werde ich nicht ergründen, denn dieser Abend ist mit Stress schon randvoll. Sie sagt, ich soll sie mit ans Meer nehmen. Wie sie mit dieser Gangrän im Bein ans Meer fahren will, sage ich. Scheiße ganz normal, polnisch eben, sagt sie. Dann lässt sie, da auf dem Krankenhausflur kein Schwanz zu sehen ist, ein paar Krücken mitgehen. Ich sage, das ist nicht die Zeit fürs Meer."

 

 

 

 

maslowska
Dorota Masłowska (Wejherowo, 3 juli 1983)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter, schrijver en graficus Günter Bruno Fuchs werd geboren op 3 juli 1928 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 3 juli 2007. 

 

 

Gestern

 

Jestern

kam eena klingeln

von Tür zu

Tür. Hat nuscht

jesagt. Kein

 

Ton. Hat so schräg

sein Kopf

jehalten, war

still. Hat nuscht

jesagt,

 

als wenn der

von jestern

war

und nur mal

rinnkieken wollte,

wies sich so

lebt.

 

 




Fuchs
Günter Bruno Fuchs (3 juli 1928 – 19 april 1977)

 

 

 

 

 

De Spaanse schrijver Ramón Gómez de la Serna werd geboren op 3 juli 1888 in Madrid. Hij studeerde rechten en werd advocaat, maar werkte nooit in dit beroep. In plaats daarvan schreef hij als journaliste voor diverse kranten, waarbij hij zich inzette voor stromingen van de avangarde. Gómez de la Serna schreef meer dan 100 werken in allerlei genres : romans, toneel, essays, levensbeschrijvingen. Daarenboven schiep hij een eigen genre: de die Greguerías, die hij als volgt difiniëert: humor + metafoor = Greguería. Van deze aforistische korte teksten schreef hij er duizenden.

 

 

La pulga hace guitarrista al perro.                

- De vlo maakte van de hond een guitarist.

 

El dolor mas grande del mundo es el dolor de colmillo de elefante.

- De grootste pijn van de wereld is de tandpijn van de olifant.

 

Hacía tan buen día que todas las llaves se fueron de paseo.

- Het was zo’n mooie dag dat alle huissleutels uit wandelen gingen.

 

 

 

gomez de la serna
Ramón Gómez de la Serna (3 juli 1888 – 13 januari 1963)

 

 

 

 

 

De Franse dichter, schrijver en criticus Francis Carco werd geboren op 3 juli 1886 in Nouméa, Nieuw Caledonië. Hij schreef o.a. voor L'Homme libre en Gil Blas. Hij beschreef vaak het straatleven van Montmarte waarbij hij het argot van Parijs gebruikte. Van 1937 tot 1958 was hij lid van de Académie Goncourt.

 

 

Adieu

 

Si l'humble cabaret , noirci

Par la pluie et le vent d'automne ,

M'accueille , tu n'es plus ici . . .

Je souffre et l'amour m'abandonne .

 

Je souffre affreusement . Le jour

Où tu partis , J'appris a rire ,

J'ai depuis pleuré , sans l'amour ,

Et vécu tristement ma vie .

 

Au moins , garde le souvenir ,

Garde mon coeur , berce ma peine !

Chéris cette tendresse ancienne

Qui voulut , blessée , en finir .

 

Je rirai contre une autre épaule ,

D'autre baisers me suffiront ,

Je les marquerai de mes dents .

Mais tu resteras la plus belle . . .

 

 

 

 

 

Carco
Francis Carco (3 juli 1886 – 26 mei 1958)

 

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver Ferdinand Kürnberger werd op 3 juli 1821 in Wenen geboren. Zie ook mijn blog van 3 juli 2007. 

 

Uit: Der Amerikamüde

 

„Im Prospekt die prächtige Bai von Newyork, sie, die sämtliche Kriegsflotten der Erde aufnehmen könnte, im Tiefgrunde die Stadt selbst. Das Mastengepfähl und Taugestrick ihres Hafens garniert sie, aus dieser Ferne gesehen, wie das zarteste Spitzengewebe; kaum schimmert der Teint ihres weißen, holländischen Häuseranstrichs durch. Am Borde streitet man sich, ob diese Einfahrt wirklich Ähnlichkeit mit Neapel habe oder nicht. Der hohläugige Seekranke behauptet’s mit freuderotem Auferstehungsjubel, der vielgereiste Tourist zuckt die abgehärtete Kennerachsel. Dem Dritten liegt die Stadt zu eben, sie hat kein Relief. Der Vierte stellt auch Hoboken und Brooklyn in ihren Rahmen und jenes zieht den blauen Hügelkranz von Neu-Jersey, dieses die bewaldeten Bergwände Long-Islands mit in das Bild. Ein anderer verschiebt Berg und Wald, setzt sie hieher und dorthin und gewinnt ihnen schöpferisch einen Vesuv ab. Unser Hochwächter im Vorder-Kastell wendet sich um und spricht über das Verdeck hin: Meine Herren, wenn es heißt: Neapel sehen und sterben, so wollen wir sagen, Newyork sehen und leben! das ist Gleichartiges und Verschiedenes. Beifallszuruf folgt dem Wortspiele des Mittlers; dieser vereinsamt sich wieder und legt sein Auge betrachtungsvoll auf Land und See hinaus.“

 

 

 

 

Kuernberger
Ferdinand Kürnberger (3 juli 1821 – 14 oktober 1879)

 

 

 

 

 

 

De Engelse dichter en schrijver Edward Young werd geboren op 3 juli 1683 in Upham, Hampshire. Zie ook mijn blog van 3 juli 2007 en ook mijn blog van 3 juli 2008.

 

 

 

The Complaint: or Night Thoughts (fragment)

 

That 'tis so frequent, this is stranger still.
Of man's miraculous mistakes this bears
The palm, "That all men are about to live,"
For ever on the brink of being born,
All pay themselves the compliment to think
They, one day, shall not drivel: and their pride
On this reversion takes up ready praise;
At least, their own; their future selves applauds;
How excellent that life they ne'er will lead!
Time lodg'd in their own hands is Folly's vails;
That lodg'd in Fate's to Wisdom they consign.
The thing they can't but purpose, they postpone.
'Tis not in folly not to scorn a fool,
And scarce in human wisdom to do more.
All promise is poor dilatory man,
And that through every stage; when young, indeed,
In full content we sometimes nobly rest,
Unanxious for ourselves; and only wish,
As duteous sons our fathers were more wise.
At thirty man suspects himself a fool,
Knows it at forty, and reforms his plan;
At fifty chides his infamous delay,
Pushes his prudent purpose to resolve;
In all the magnanimity of thought
Resolves, and re-resolves, then dies the same.

 

 

 

Young
Edward Young (3 juli 1683 – 5 april 1765)

 

 

27-05-09

Louis-Ferdinand Céline, Jan Blokker, Kaur Kender, Niels 't Hooft, Adriaan Venema, John Barth, Dashiell Hammett, Max Brod, Georges Eekhoud, Arnold Bennett, Said, Herman Wouk, John Cheever, Richard Schaukal, M. A. vonThümmel, Ferdynand Ossendowski


De Franse schrijver Louis-Ferdinand Céline (pseudoniem van Louis Ferdinand Destouches) werd geboren in Courbevoie op 27 mei 1894. Zie ook mijn blog van 27 mei 2008 en ook mijn blog van 27 mei 2007 en mijn blog van 27 mei 2006.

 

Uit: Voyage au bout de la nuit

 

"Je vais me tuer!" qu'il me prévenait quand sa peine lui semblait trop grande. Et puis il parvenait tout de même à la porter sa peine un peu plus loin comme un poids bien trop lourd pour lui, infiniment inutile, peine sur une route où il ne trouvait personne à qui en parler, tellement qu'elle était énorme et multiple. Il n'aurait pas su l'expliquer, c'était une peine qui dépassait son instruction. Lâche qu'il était, je le savais, et lui aussi, de nature espérant toujours qu'on allait le sauver de la vérité, mais je commençais cependant, d'autre part, à me demander s'il existait quelque part, des gens vraiment lâches... On dirait qu'on peut toujours trouver pour n'importe quel homme une sorte de chose pour laquelle il est prêt à mourir tout de suite et bien content encore. Seulement son occasion ne se présente pas toujours de mourir joliment, l'occasion qui lui plairait. Alors il s'en va mourir comme il peut, quelque part... Il reste là l'homme sur la terre avec l'air d'un couillon en plus et d'un lâche pour tout le monde, pas convaincu seulement, voilà tout. C'est seulement en apparence la lâcheté. Robinson n'était pas prêt à mourir dans l'occasion qu'on lui présentait. Peut-être que présenté autrement, ça lui aurait beaucoup plu. En somme, la mort c'est un peu comme un mariage. Cette mort-là elle ne lui plaisait pas du tout et puis voilà. Rien a dire. Il faudrait qu'il se résigne à accepter son croupissement et sa détresse. Mais pour le moment il était encore tout occupé, tout passionné à s'en barbouiller l'âme d'une façon dégoûtante de son malheur et de sa détresse. Plus tard, il mettrait de l'ordre dans son malheur et alors une vraie vie nouvelle recommencerait. Faudrait bien. Il n'y a de terrible en nous et sur la terre et dans le ciel peut-être que ce qui n'a pas encore été dit. On ne sera tranquille que lorsque tout aura été dit, une bonne fois pour toutes, alors enfin on fera silence et on aura plus peur de se taire. Ça y sera.”

 

 

 

celine
Louis-Ferdinand Céline (27 mei 1894 - 1 juli 1961)

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver, journalist en columnist Jan Andries Blokker werd geboren in Amsterdam op 27 mei 1927. Zie ook mijn blog van 27 mei 2007 en ook mijn blog van 27 mei 2008

 

Uit: Enkele aspecten van de Nederlandse samenleving

 

„Ik had eerlijk gezegd niet meteen verwacht dat ik iets soortgelijks zou beleven op onze familiepelgrimage langs de heiligdommen van de Tachtigjarige Oorlog, want natuurlijk kende ik zo'n beetje onze tradities. Shakespeare heeft van ongeveer alle Engelse vorsten die hij kende een koningsdrama gemaakt - Vondel is nooit verder gekomen dan Gysbreght van Aemstel. Velazquez schilderde Spinola's beleg van Breda - Rembrandt heeft er zelfs nooit over gedácht de Slag bij Heiligerlee te vereeuwigen. Allerlei Franse, Italiaanse en Duitse componisten hebben voor hun muziektheater inspiratie gezocht bij de eigen geschiedenis - maar ik zie Peter Schat nog geen opera maken over het Ontzet van Leiden.

Maar ik had óók niet verwacht dat ik mijn naar aanschouwelijk onderwijs dorstende kinderen bijna helemaal niets kon laten zien van al die dingen waarvan ze de moeilijke namen en de lastige jaartallen zo geduldig uit hun hoofd hadden geleerd. Geen pijltje langs het Winschoterdiep om de reiziger attent te maken op dat éne (overigens buitensporig lelijke) monument ter nagedachtenis van graaf Adolf die in Friesland in de slag bleef. Geen merkteken op de plek waar Zeeuwse roeiers de meest merkwaardige gevechten zijn aangegaan met reusachtige Spaanse oorlogsbodems. Geen ANWB-route door het slotenlandschap waarin de huurlegertjes van Willem de Zwijger door de modder kropen om Alva ergens in de rug aan te vallen. Bijna niks. Een pas in 1960 gemaakt beeld getiteld Kenau en de Vrouwen, staat in Haarlem niet op de Grote Markt naast Laurens Janszoon Coster, maar weggestopt op een treurig pleintje achter de Amsterdamse Poort, tegenover een eethuis dat vijf jaar geleden nog Zorba de Griek heette.

Het heeft iets vreemds.“

 

 

 

 

Blokker2
Jan Blokker (Amsterdam, 27 mei 1927)

 

 

 

 

 

De Estse schrijver Kaur Kender werd geboren op 27 mei 1971 in Estland. Na als reclamemaker gewerkt te hebben debuteerde hij in 1998 met zijn roman "Independence Day" ("Iseseisvuspäev"). Sindsdien geniet hij in zijn vaderland een grote populariteit.

 

Uit: Through Peaceful Eyes (Vertaald door Jurgen Kaljuvee)

 

Today I will call that little repulsive office where my sister works her last days. The office is located in the middle of a ghastly desert, and it can be accessed only through an iron gate or under the controlling eyes of a security guard. What is more, I have noticed that the greater the debasement, the more vigilantly it is being guarded, the stronger is the security.

The buildings within the iron gate are revolting with no shape that would please the eye, there are some cars, and corpses of cars earned with sweat and blood standing in the courtyard. In the apartment next to the office live some architects who, unable to tolerate this depressing atmosphere, spend their energy trying to fight their neigbors smoking. In the next apartment lives an artist who organizes little parties with a little money collection box. Each guest must give a little money to the DJ who plays bad music. And right next to the office is a small room belonging to an unrecognized inventor where he, like a lost 19th-century person, creates the next revolutionary vacuum pump. It is the kind of office where only godforsaken women sadly enjoying their little gruesome joys work now. I also worked there for almost a year, imagine!

 

 

 

kender
Kaur Kender (Estland, 27 mei 1971
)

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver, journalist, blogger en gamedeskundige Niels 't Hooft werd geboren in Leiderdorp op 27 mei 1980. Hij is voornamelijk bekend geworden door zijn inmiddels weer ter ziele gegane Nintendo-magazine n3 en gamewebsite GameSen.nl, maar had ook enig succes met zijn boeken sinds zijn debuut in 2003. In februari 2003 startte hij een weblog, Controllerboy.com geheten, om zijn debuut, de novelle Toiletten, onder de aandacht te brengen. De site begon met enkele literaire stukken, maar kreeg later de vorm van een echt weblog, waarin de auteur de lezer op de hoogte houdt van zijn dagelijkse belevenissen. Toiletten werd gemengd ontvangen. Het boek verscheen ook in Duitsland. In 2005 werd 't Hoofts tweede boek, Sneeuwdorp, uitgebracht.

 

Uit: Sneeuwdorp

 

“Mensen vragen mij wel eens: ‘Kever, waar was je toen Pim Fortuyn werd doodgeschoten?’

Ik zeg dan: ik lag te vrijen met Mia. Schokkend. Je zou me zomaar kunnen verwarren met een sociaal iemand, die niet alleen spelletjes speelt op de momenten die het heersende wereldbeeld bepalen.

Nou ja, vrijen. We lagen op bed in haar slaapkamer en haar vader was niet thuis. Zij wilde thee zetten, maar ik wilde kusjes geven. Ik kroop tegen haar aan en gleed met mijn vingers door de donkere lokken van d’r haar, maar ze zei het nog een keer: ‘Ik denk dat ik thee ga zetten.’

Mia’s kamer was best groot, maar donker. Ze had dikke blauwe gordijnen die altijd dicht waren, meerdere kleden op de grond die iedere keer anders lagen en een oversized bed met allerlei kussens. Ook de muren waren blauw, er hingen filmposters. Voor de klerenkast zat een halfopen gordijn. Er hingen jurkjes en rokjes. Weinig broeken.

Ik heb nooit met Mia geneukt, maar ik was er wel een keer bijna, met mijn hand. Ze had een maillot aan en zei: ‘Gelukkig ben ik beschermd.’ Er komen wel eens van die onderzoeken voorbij waaruit blijkt dat de helft van de kinderen het op zijn veertiende voor het eerst heeft gedaan. Toen ik veertien was speelde ik, geen idee, Mario Tennis, Pokémon, Zelda? Ik was met heel andere dingen bezig.”

 

 

 

 

Niels
Niels 't Hooft (Leiderdorp, 27 mei 1980)

 

 

 

 

 

De Nederlandse journalist, schrijver en kunsthandelaar Adriaan Harrie Venema werd geboren in Heiloo op 27 mei 1941.  Zie ook mijn blog van 27 mei 2007.

 

Uit: De kleine collaboratie

 

„Naast de streekliteratuur uit eigen land en de Friese literatuur, was er ook een wassende stroom van literatuur uit Duitsland. De komst van de Duitsers zorgde er al snel voor dat het voor de uitgeverijen onmogelijk werd Engelse en, nadat Amerika en Duitsland eind 1941 met elkaar in oorlog waren geraakt, ook Amerikaanse literatuur uit te geven.

De Waag stelde zich al vroeg op het standpunt dat in ieder geval de grote stroom Amerikaanse boeken van de markt diende te verdwijnen. Dat gebeurde ruim voordat Amerika door Pearl Harbor bij de oorlog betrokken zou worden. Na de Duitse inval in Nederland publiceerde De Waag in juni 1940 een artikel, waarin in feite aan de nieuwe overheid werd gevraagd om Amerikaanse literatuur in de toekomst te verbieden. Op het moment dat De Waag hiermee op de proppen kwam was er van de instelling van het dvk nog geen sprake en hadden de nieuwe machthebbers nog geen uitgewerkte plannen voor een nieuw cultuurbeleid in het bezette Nederland. De Waag ging vermoedelijk van het principe uit dat wie het eerst iets te melden heeft, ook het eerst iets wordt gevraagd.

"Het was sinds lang een alleszins gerechtvaardigde klacht, dat ons land overstroomd werd met de vertaalde producten van buitenlandsche veelschrijvers,’ begon De Waag. ‘Amerikaansch leesvoeder, aan den loopenden band geproduceerd en zonder eenigen geest, maar vol minderwaardige trucjes en speculaties op de lagere instincten van de massa, vulde-en vult nog-het overgroote deel van alles, wat aan ontspanning gewijd is. Dat deze ontspanning een opvoedend karakter zou kunnen en moeten bezitten, daarom bekommerde men zich niet, zelfs niet in de redacties van bladen, die elders in hun kolommen hoog opgaven van de opvoedende taak van de pers."

 

 

 

 

Venema
Adriaan Venema
(27 mei 1941 – 31 oktober 1993)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver John Barth werd geboren op 27 mei 1930 in Cambridge, Maryland. Tussen 1953 en 1965 was hij hooglerraar aan de Penn State University, daarna tot 1995 aan de John Hopkins University. Zijn schrijversloopbaan begon hij met de publicatie van The Floating Opera en The End of the Road. Zijn boek The Sot-Weed Factor geldt als een baanbrekend werk in de literatuurgeschiedenis. Het betreft een 800 pagina’s tellend pseudo-epos over de koloniale tijd van Maryland.

 

Uit: The End of the Road

 

„One of the things I did not see fit to tell Joe Morgan (for to do so would have been to testify further against myself) is that it was never very much of a chore for me, at various times, to maintain with perfectly equal unenthusiasm contradictory, or at least polarized, opinions at once on a given subject. I did so too easily, perhaps, for my own ultimate mobility. Thus it seemed to me that the Doctor was insane, and that he was profound; that Joe was brilliant and also absurd; that Rennie was strong and weak; and that Jacob Horner--owl, peacock, chameleon, donkey, and popinjay, fugitive from a medieval bestiary--was at the same time giant and dwarf, plenum and vacuum, and admirable and contemptible. Had I explained this to Joe he'd have added it to his store of evidence that I did not exist: my own feeling was that it was and was not such evidence. I explain it now in order to make as clear as I can what I mean when I say that I was shocked and not surprised, disgusted and amused, excited and bored, when, the evening after the conversation just recorded, Rennie came up to my room. I'd had a brilliant day with my students, explaining gerunds, participles, and infinitives, and my eloquence had brought me around to feeling both guilty and nonchalant about the Morgan affair.

"Well, I'll be damned!" I said when I saw her. "Come on in! Have you been excommunicated, or what?"

"I didn't want to come up here," Rennie said tersely. "I didn't want to see you again at all, Jake."

"Oh. But people want to do the things they do."

"Joe drove me in, Jake. He told me to come up here."

This was intended as a bombshell, I believe, but I was not in an explodable mood.“

 

 

 

 

Barth
John Barth (Cambridge, 27 mei 1930)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Dashiell Samuel Hammett werd geboren in Saint Mary's County (Maryland), op 27 mei 1894. Zijn detectiveverhaal The Maltese Falcon werd een van de eerste echte klassiekers in het Film Noir genre. Hammett tilde eind jaren twintig het misdaadverhaal naar een literair niveau. Zijn humoristische en strak geschreven hardboiled novels over stoere privédetectives in Californië waren van grote invloed op Raymond Chandler; zijn antihelden Sam Spade (The Maltese Falcon, 1930), Nick Charles (The Thin Man, 1934) en 'the Continental Op' (Red Harvest, 1929) vonden talrijke navolgers in de moderne literatuur.

Wraak, bedrog, ontrouw, hebzucht en vriendschap waren de belangrijkste motieven in het werk van Hammett, die in 1923 debuteerde met verhalen. Zijn laatste roman schreef hij al in 1935.

 

 

Uit: The Maltese Falcon

 

“Samuel Spade's jaw was long and bony, his chin a jutting v under the more flexible v of his mouth. His nostrils curved back to make another, smaller, v. His yellow-grey eyes were horizontal. The v motif was picked up again by thickish brows rising outward from twin creases above a hooked nose, and his pale brown hair grew down-- from high flat temples--in a point on his forehead. He looked rather pleasantly like a blond satan.

He said to Effie Perine: 'Yes, sweetheart?"

She was a lanky sunburned girl whose tan dress of thin woolen stuff clung to her with an effect of dampness. Her eyes were brown and playful in a shiny boyish face. She finished shutting the door behind her, leaned against it, and said: "There's a girl wants to see you. Her name's Wonderly."

"A customer?"

"I guess so. You'll want to see her anyway: she's a knockout."

"Shoo her in, darling," said Spade. "Shoo her in."

Effie Perine opened the door again, following it back into the outer office, standing with a hand on the knob while saying: "Will you come in, Miss Wonderly?"

A voice said, "Thank you," so softly that only the purest articulation made the words intelligible, and a young woman came through the doorway. She advanced slowly, with tentative steps, looking at Spade with cobalt-blue eyes that were both shy and probing.”

 

 

 

 

hammett
Dashiell Hammett (27 mei 1894 – 10 januari 1961)

 

 

 

 

 

De Tsjechisch-Israëlische schrijver, criticus en componist Max Brod werd geboren in Praag op 27 mei 1884. Zie ook mijn blog van 27 mei 2007.

 

Uit: Über Franz Kafka

 

Nach diesem Vortrag begleitete mich Kafka, der um ein Jahr Ältere, nach Hause. - Er pflegte an allen Sitzungen teilzunehmen, doch hatten wir einander bis dahin kaum beachtet. Es wäre auch schwer gewesen, ihn zu bemerken, der so selten das Wort ergriff und dessen äußeres Wesen überhaupt eine tiefe Unauffälligkeit war, - sogar seine eleganten, meist dunkelblauen Anzüge waren unauffällig und zurückhaltend wie er. Damals aber scheint ihn etwas an mir angezogen zu haben, er war aufgeschlossener als sonst, allerdings fing das endlose Heim-Begleitgespräch mit starkem Widerspruch gegen meine allzu groben  Formulierungen an."

 

 

 

 

maxbrod
Max Brod (27 mei 1884 - 20 december 1968)

 

 

 

 

 

De Belgische Franstalige schrijver Georges Eekhoud werd in Antwerpen geboren op 27 mei 1854. Zie ook mijn blog van 27 mei 2007 en ook mijn blog van 27 mei 2008

 

Uit: Escal-Vigor

 

Cependant, à travers la campagne, les charrettes bâchées de toile blanche, aux cerceaux de fleurs, roulent plus lentement. Valets et servantes entendent bruire et sentent courir sur leur nuque comme une énervante brise d'équinoxe. C'est la respiration chaude des couples affalés sur les banquettes derrière eux. Elles soupirent; ils halètent... La petiote finissait par s'endormir, assoupie par cette atmosphère plus capiteuse que les bouffées de la fenaison. Comme personne ne s'offre à la reconduire, il serait temps pour elle de mettre pied à terre et de rebrousser chemin, car les autres ne songent pas encore au retour, et le «pays de roses» est loin de la dernière station de son pèlerinage aux chapelles du boire. Pour la bande luronne le vrai plaisir ne fait même que commencer. Enfin on se décide à réveiller la benjamine. L'un d'eux la mettra sur son chemin et rattrapera le «pays des roses» à l'étape suivante. Mais la petite remercie ce garçon. Inutile qu'il se dérange“.

 

 

 

 

eekhoud
Georges Eekhoud (27 mei 1854 - 29 mei 1927)

 

 

 

 

 

De Engelse schrijver Arnold Bennett werd geboren in Hanley, Staffordshire, op 27 mei 1867. Bennetts geboorteplaats Hanley maakte deel uit van de zogeheten 'six towns'. Dit gebied stond bekend als the Potteries, naar de voornaamste industrie van de streek, het pottenbakken.Bennett begon zijn carrière als schrijver met wat klein journalistiek werk en stuurde stukken in naar tijdschriften. In 1889 won hij een schrijfwedstrijd voor het blad Tit-Bits en in 1894 werd hij assistent-redacteur van het tijdschrift Woman.In 1902, het jaar waarin Bennett naar Parijs verhuisde, verscheen de roman Anna of the Five Towns, de eerste van een reeks verhalen over de Potteries. Hij zou 10 jaar in Frankrijk blijven en schreef daar in die periode een groot aantal boeken. The Gates of Wrath, ook oorspronkelijk als feuilleton gepubliceerd, verscheen in 1903. Andere boeken over de Potteries waren Tales of the Five Towns (1905) en The Grim Smile of the Five Towns (1907). In 1908 kwam The Old Wives' Tale uit, waarvan het verhaal zich tegen dezelfde achtergrond afspeelt. Dit werk bezorgde hem internationale faam. Hij reisde naar de Verenigde Staten, waar hij succesvolle lezingen gaf, en keerde in 1912 terug naar Engeland. Hij schreef nog 15 romans, waaronder de trilogie Clayhanger en een aantal bundels met korte verhalen. Verder produceerde hij 14 toneelstukken, waarvan de meeste ook werden uitgevoerd, twee boeken met eenakters en vele essays.

 

Uit: The Old Wives' Tale

 

“Those two girls, Constance and Sophia Baines, paid no heed to the manifold interest of their situation, of which, indeed, they had never been conscious. They were, for example, established almost precisely on the fifty-third parallel of latitude. A little way to the north of them, in the creases of a hill famous for its religious orgies, rose the river Trent, the calm and characteristic stream of middle England. Somewhat further northwards, in the near neighbourhood of the highest public-house in the realm, rose two lesser rivers, the Dane and the Dove, which, quarrelling in early infancy, turned their backs on each other, and, the one by favour of the Weaver and the other by favour of the Trent, watered between them the whole width of England, and poured themselves respectively into the Irish Sea and the German Ocean. What a county of modest, unnoticed rivers! What a natural, simple county, content to fix its boundaries by these tortuous island brooks, with their comfortable names--Trent, Mease, Dove, Tern, Dane, Mees, Stour, Tame, and even hasty Severn!

Not that the Severn is suitable to the county! In the county excess is deprecated. The county is happy in not exciting remark.

It is content that Shropshire should possess that swollen bump, the Wrekin, and that the exaggerated wildness of the Peak should lie over its border. It does not desire to be a pancake like Cheshire. It has everything that England has, including thirty miles of Watling Street; and England can show nothing more beautiful and nothing uglier than the works of nature and the works of man to be seen within the limits of the county.”

 

 

 

 

bennett
Arnold Bennett (27 mei 1867 - 27 maart 1931)

 

 

 

 

 

De Duits-Iraanse dichter en schrijver Said werd geboren op 27 mei 1947 in Teheran. Als 17-jarige kwam hij naar München, waar hij politicologie studeerde. Na de val van de sjah ging hij voor korte tijd terug naar Iran. De theocratie daar deed hem besluiten weer naar Duitsland terug te keren. Inmiddels bezit hij de Duitse nationaliteit. Liefde en ballingschap zijn hoofdthema’s in zijn werk.

 

 

mein wort sucht still

mein wort sucht still
derweil das licht
dieses hungrige tier
schweigt und betrachtet
bis die innenwelt sich entblößt
wahrheiten liegen
gefügig auf der erde
rar geworden sind die orte
an denen sich das wort mühelos
an seine herkunft erinnert

 

 

 

 

 

der krieg wird assimiliert

 

der krieg wird assimiliert

leise ohne stigma

immer mehr metallstücke

extrem laut und nah

berichten von seinem wohlbefinden

bis die synthetische herstellung der schönheit gewährleistet ist

zeitweilige und mutanten  

    ausgeglichen vernünftig phlegmatisch 

beherrschen fortan die menagerie

bar jeglicher täuschung

geborgen im halbdunkel des gehorsams

ihre zeichen sind gering

ihre türen offen

 

 

 

 

 

said_
Said (Teheran, 27 mei 1947)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Herman Wouk werd geboren op 27 mei 1915 in New York. Hij stamt uit een Russisch-joodse immigrantenfamilie en groeide op in The Bronx. Hij studeerde aan Columbia University en werkte daarna voor de radio. Hij debuteerde in 1941 met de roman The Man in the Trenchcoat. Tijdens WO II diende hij op een mijnenveger en schreef hij daarnaast aan zijn tweede roman Aurora Dawn. Voor zijn roman The Caine Mutiny (1951) kreeg hij de Pulitzer Prize. Het boek werd later verfilmd met Humphrey Bogart in de hoofdrol.

 

Uit: A Hole In Texas

 

“We all have bad days, and Dr. Guy Carpenter awoke to rain drumming on gray windows, with a qualm in his gut about what this drab day might bring. Late at night an e-mail had come in, summoning him to an urgent morning meeting at the Jet Propulsion Lab with no reason given, an ill omen indeed to a survivor of the abort on the Texas plain. He was in pajamas at the desk in his den, gnawing at a slice of Swiss cheese on sourdough bread as he marked up a gloomy cost estimate of new space telescopes, when his wife burst in, her long black hair hanging in wet tangled ringlets, her soaked nightgown clinging transparently to her slim body. "Sweeney got out," she barked.

"No! How, this time?"

"I took out the trash, that's how. They collect it Wednesday at seven, or have you forgotten? It's raining buckets, I hurried, I left the screen door unlatched, and the bastard slipped out. I tried to catch him and got drenched."

"I'll find him."

"Don't you have that meeting at seven-thirty? I'm wet through and stark naked, as you see, or I'd look for him."

"No problem. Sorry about the trash."

Dr. Carpenter threw on a raincoat and plodded out barefoot on slippery grass. The downpour was helpful. Sweeney hated the wet, so he would be holed up in some dry spot of the backyard instead of hightailing it over the fence for a major chase, and if that failed, a general neighborhood alarm. Penny's obsession for keeping her cat indoors was a given of their marriage. Wonderful wife, Penny, with a human weakness or two such as a slight streak of jealousy and an unarguable dogma that outside cats were short-lived. Sweeney, a resourceful Siamese, ignored her for a doting fool, he knew he would never die, and he lay in wait for any chance to get out.”

 

 

 

 

Wouk
Herman Wouk (New York, 27 mei 1915)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver John Cheever werd geboren op 27 mei 1912 in Quincy, Massachusetts. Hij was de zoon van een directeur van een schoenenfabriek, waardoor hij een welvarende jeugd doorbracht in Massachussetts. Door de beurskrach van 1929 veranderde dat . Zijn vader verliet het gezin. Cheever bezocht de Thayer Academy, maar werd daar vanaf getrapt omdat hij op roken betrapt werd. Over deze gebeurtenis schreef hij een verhaal dat gepubliceerd werd in New Republic. Cheever schreef verhalen die door verschillende tijdschriften werden aangekocht. In 1935 begon een levenslange verbintenis met The New Yorker. Na een reis door Europa ging hij in New York wonen waar hij kennismaakte met schrijvers als John Dos Passos, E.E. Cummings en James Agee.  Tijdens de oorlog was hij vier jaar infanterist. Na de oorlog schreef hij over zijn ervaringen tijdens de oorlog en over de levens van New Yorkers in de buitenwijken in The way some people live. Net als John Updike en Richard Yates wist Cheever de achterkant van de Amerikaanse droom te tonen in korte verhalen, die vanaf de jaren '50 in tijdschriften als The New Yorker verschenen. Het grootste deel van zijn verzamelde verhalen zijn gebundeld in The stories of John Cheever, waarvan een selectie in het Nederlands is verschenen als De Verhalen (2008). Een vertaling van zijn dagboeken, The Journals of John Cheever is in Nederland uitgekomen onder de titel Verscheurde Stilte (1993) In 1979 ontving Cheever de Pulitzer Prize.

 

Uit: The Enormous Radio

 

“Jim and Irene Westcott were the kind of people who seem to strike that satisfactory average of income, endeavor, and respectability that is reached by the statistical reports in college alumni bulletins. They were the parents of two young children, they had been married nine years, they lived on the twelfth floor of an apartment house near Sutton Place, they went to the theatre on an average of 10.3 times a year, and they hoped someday to live in Westchester. Irene Westcott was a pleasant, rather plain girl with soft brown hair and a wide, fine forehead upon which nothing at all had been written, and in the cold weather she wore a coat of fitch skins dyed to resemble mink. You could not say that Jim Westcott looked younger than he was, but you could at least say of him that he seemed to feel younger. He wore his graying hair cut very short, he dressed in the kind of clothes his class had worn at Andover, and his manner was earnest, vehement, and intentionally naïve. The Westcotts differed from their friends, their classmates, and their neighbors only in an interest they shared in serious music. They went to a great many concerts–although they seldom mentioned this to anyone–and they spent a good deal of time listening to music on the radio.

Their radio was an old instrument, sensitive, unpredictable, and beyond repair. Neither of them understood the mechanics of radio–or of any of the other appliances that surrounded them–and when the instrument faltered, Jim would strike the side of the cabinet with his hand. This sometimes helped. One Sunday afternoon, in the middle of a Schubert quartet, the musicfaded away altogether. Jim struck the cabinet repeatedly, but there was no response; the Schubert was lost to them forever. He promised to buy Irene a new radio, and on Monday when he came home from work he told her that he had got one. He refused to describe it, and said it would be a surprise for her when it came.”

 

 

 

 

john_cheever
John Cheever (27 mei 1912 – 18 juni 1982)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Richard von Schaukal werd geboren op 27 mei 1874 in Brünn. Zoals veel intellectuelen van zijn generatie was hij een enthousiaste voorstander van WO I, iets wat zijn neerslag vond in de Ehernen Sonetten (1915). Ook kon hij zich, gelijk Hugo von Hofmannsthal of Anton Wildgans niet neerleggen bij de ondergang van de Donaumonarchie. Zijn bekendste prozawerk is Leben und Meinungen des Herrn Andreas von Balthesser (1907)

 

 

Abend

 

Weiße Schwäne senken ihre schmalen,

Schlanken Hälse in den schilfdurchragten,

Stillen, grünen Weiher, plätschern leise,

Ziehen weiter ihre stillen Kreise...

An dem Arm des müden, hochbetagten

Schloßherrn, der den schlafgemiednen Qualen

Seiner kalten Nacht entgegenbangt,

Steht in leichten, weißen Spitzen

Die Gemahlin. Spielend langt

Sie nach den gewundnen Rebenranken...

Ihre flügelstarken Flucht-Gedanken

Zittern vor den roten Lebensblitzen.

 

 

 

 

 

Schaukal
Richard von Schaukal (27 mei 1874 – 10 oktober 1942)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Moritz August von Thümmel werd geboren op 27 mei 1738 in Schönefeld. Hij studeerde in Leipzig en werd later minister in dienst van de erfprins van Coburg. Literaire erkenning kreeg hij voor zijn epos in zes zangen Wilhelmine, zowel door groothden als Goethe als bij het grote publiek. Ook zijn hoofdwerk Die Reise in die mittäglichen Provinzen Frankreichs was een succes. Aan het begin van de 20e eeuw werd zijn werk herontdekt en opnieuw uitgegeven.

 

Uit: Wilhelmine

 

„Einen seltenen Sieg der Liebe sing ich, den ein armer Dorfprediger über einen vornehmen Hofmarschall erhielt, der ihm seine Geliebte vier lange Jahre entfernte, doch endlich durch das Schicksal gezwungen ward, sie ihm geputzt und artig wieder zurück zu bringen.

Der große Gedanke, der sonst die die deutschen Dichter erhitzt, daß sie die Freuden des Tages- und die Erquickung der Nacht — daß sie die Peiniger der menschlichen Natur, Hunger und Durst, und die größern Quaalen der Dichter, den Spott der Satyre und die Faust des Kunstrichters verachten — Dieser große Gedanke: Einst wird die Nachwelt mich lesen —  hat keinen Antheil an meinen Gesängen. Dein belohnendes Lächeln allein, komische Muse! reizt mich an, diesen neuen Sieg der Liebe zu singen; und will ja die Göttin des Ruhms der süßen Bemühung des Dichters noch eine Belohnung hinzuthun, so sey es der theure Beyfall meiner Caroline! Sie lese dieß Lied, das ich, entfernt von Ihr, aus Einsamkeit sang, meinen Geist zu ermuntern! Ihr harmonisches Herz schwell auf; unwillig über den Einfluß des glücklichen Dichters, in Ihr jugendlich wallendes Blut, verschlucke Sie dann eine doppelte Dosin Bezoarpulver, und seufze nach meiner Zurückkunft!“

 

 

 

Thuemmel
Moritz August von Thümmel (27 mei 1738 – 26 oktober 1817)

 

 

 

 

 

De Poolse schrijver, journalist, ontdekkingsreiziger en globetrotter Ferdynand Ossendowski werd geboren op 27 mei 1876 in Dvina. Hij is het bekendst geworden door zijn romans over Lenin en de Russische burgeroorlog, waar hij zelf aan deelnam. Hij studeerde o.a. in Sint Petersburg en in Parijs (bij Marie Curie). In 1921 verscheen zijn eerste boek in het Engels Beasts, Men and Gods. Het werd een groot succes en maakte hem beroemd.

 

Uit: Beasts, Men And God

 

„One morning, when I had gone out to see a friend, I suddenly received the news that twenty Red soldiers had surrounded my house to arrest me and that I must escape. I quickly put on one of my friend's old hunting suits, took some money and hurried away on foot along the back ways of the town till I struck the open road, where I engaged a peasant, who in four hours had driven me twenty miles from the town and set me down in the midst of a deeply forested region. On the way I bought a rifle, three hundred cartridges, an ax, a knife, a sheepskin overcoat, tea, salt, dry bread and a kettle. I penetrated into the heart of the wood to an abandoned half-burned hut. From this day I became a genuine trapper but I never dreamed that I should follow this role as long as I did. The next morning I went hunting and had the good fortune to kill two heathcock. I found deer tracks in plenty and felt sure that I should not want for food. However, my sojourn in this place was not for long. Five days later when I returned from hunting I noticed smoke curling up out of the chimney of my hut. I stealthily crept along closer to the cabin and discovered two saddled horses with soldiers' rifles slung to the saddles. Two disarmed men were not dangerous for me with a weapon, so I quickly rushed across the open and entered the hut. From the bench two soldiers started up in fright. They were Bolsheviki. On their big Astrakhan caps I made out the red stars of Bolshevism and on their blouses the dirty red bands. We greeted each other and sat down. The soldiers had already prepared tea and so we drank this ever welcome hot beverage and chatted, suspiciously eyeing one another the while. To disarm this suspicion on their part, I told them that I was a hunter from a distant place and was living there because I found it good country for sables. They announced to me that they were soldiers of a detachment sent from a town into the woods to pursue all suspicious people.“

 

 

 

ossendowski
Ferdynand Ossendowski (27 mei 1876 – 3 januari 1945)

 

 

30-04-09

Jeroen Brouwers, Alexander Osang, Luise Rinser, Ulla Hahn, John Boyne, David Zane Mairowitz, Annie Dillard, Barbara Seranella, Jaroslav Hašek


De Nederlandse schrijver Jeroen Brouwers werd geboren op 30 april 1940 in Batavia, de hoofdstad van het voormalige Nederlands-Indië (tegenwoordig Djakarta, Indonesië). Zie ook mijn blog van 30 april 2007 en ook mijn blog van 30 april 2008.

 

Uit: Datumloze dagen

 

Ik was tien jaar en constant ongelukkig. In de galmende en wierookwalmende kapel, waar langdurige diensten werden gecelebreerd die knielend moesten worden doorstaan, bevond zich achter het altaar een overdonderend schilderwerk, vele strekkende meters hoog en breed en overbevolkt: het stelde het laatste oordeel voor. Een in het zenit hangende God was doende de rechtvaardigen te scheiden van de slechteriken, de schapen van de bokken, en te beslissen welke gezelschappen ten hemel mochten varen dan wel ter verdoemenis moesten worden weggetrapt, - zoals bij de aankomst van mensentransporten in Auschwitz, waar het stuk Ungeheuer met de doodskop op zijn pet en de bloedhond bij zijn laarzen hetzelfde deed: jij naar rechts, jij mag nog even verder leven, jij naar links, jij moet onmiddellijk dood. Het altaartafereel gaf een beangstigend gedrang van lichamen weer, in de loop van mijn kostschoolajren keek ik er dagelijks, niet zelden meerdere keren per dag naar op, - hoeveel lichamen, engelenvleugels, duivelshoeren, hoeveel bazuinen, bliksemslierten?

Ik heb me tijdens mijn aanwezigheden op deze plaats van gebed, gezang, gepreek en worgende verveling dikwijls voorgenomen alles op de muurschildering te tellen en te inventariseren, maar stelde het altijd uit tot een tijdstip dat het ongenoegen misschien nog gruwelijker zou zijn: eenmaal alle aantallen vastgesteld, dacht ik, restte er voor de toekomst niets meer om de tijd te doden dan me overal krabben en zo godgevaarlijk geeuwen dat de kaakgewrichten ervan kraakten. Steeds besloot ik dat dat tijdstip nog niet was aangebroken en stelde ik het vast op morgen, iedere dag opschorting naar morgen.”

 

 

 

 

 

Brouwers
Jeroen Brouwers (Batavia, 30 april 1940)

 

 

 

 

De Duitse schrijver en journalist Alexander Osang werd geboren op 30 april 1962 in Berlijn. Hij groeide op in de DDR en volgde een opleiding tot onderhoudsmonteur. Hij studeerde later journalistiek in Leipzig en werkte na zijn afstuderen voor het tv-programma Sport aktuell. Vanaf 1989 werkte hij voor de Berliner Zeitung. In 1999 ging hij als verslaggever voor de Spiegel naar New York. In 2000 verscheen zijn eerste roman Die Nachrichten.

 

Uit: Lennon ist tot

 

Die Küche war leer, aber im Kühlschrank stand mein Essen, bedeckt mit einer durchsichtigen Frischhaltefolie. Huhn, Reis und Broccoli. Schon wieder Huhn. Es war kurz nach neun, von oben hörte ich die hohe Stimme von Teddy, der ins Bett musste, aber nicht wollte. Ich schaute in den großen weißen Kühlschrank, ich hätte mir gern eine Flasche Brooklyn Lager aus dem Bierkarton genommen, aber ich hatte Angst, dass sich David dann vielleicht auch eine nahm und zu mir in die Küche setzte, um über Haarausfall oder Deep Purple zu reden. Im Augenblick saß er neben seiner Frau auf der Eckcouch. Ich schloss den Kühlschrank und sah durch die Glastür, die Küche und Wohnzimmer trennte, zu den beiden hinüber. Auf ihren Gesichtern spiegelte sich das bläuliche Fernsehlicht irgendeines Schwarzweißfilms wie auf der polierten Schrankwand meiner Oma in Lichtenberg. Ihre Tochter Rose brachte Teddy ins Bett, sie hatten eigentlich nichts mehr zu tun in ihrem Leben, dachte ich. Ein ziemlich deprimierender Gedanke. Ich nahm mir ein Glas und füllte es mit Leitungswasser.

Die Millers hatten so eine komische Apparatur an ihrem Hahn, die das Wasser filterte. Das Wasser schmeckte wirklich ziemlich nach Chlor in New York, und die Apparatur änderte daran gar nichts, fand ich. Alle waren sehr vorsichtig hier in der Stadt, jeder Bauarbeiter trug einen Mundschutz, die Fleischverkäufer im Supermarkt hatten Gummihandschuhe an, und Kinder, die im Park Fahrrad fuhren, waren gepolstert wie Formel-1-Piloten. Ich schob das Essen in die Mikrowelle und stellte die Uhr auf drei Minuten. Nach zwei Minuten kam David, nahm sich ein Bier aus dem Kühlschrank und lehnte sich an die Kochinsel in der Mitte der Küche. Er trug ein schlabbriges T-Shirt der New York Mets aus der Saison ’86, das er sich in die Hose gestopft hatte.“

 

 

 

 

Osang
Alexander Osang (Berlijn, 30 april 1962)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Louise Rinser werd op 30 april 1911 in Pitzling geboren. ). Zie ook mijn blog van 30 april 2007 en ook mijn blog van 30 april 2008.

 

Uit: Mirjam

 

“Jehuda war es, der Ordnung schuf. Er schrie Befehle. Er hieß die Leute rechts und links des Weges sich aufstellen. So konnte Jeschua zwischen ihnen hindurch gehen, sie berühren, ein paar Worte mit ihnen reden. Jehuda hielt sie im Zaum, doch war er ungeduldig und im Zwiespalt mit sich selbst, das sah ich. Er stand auf seiten der Armen, doch war ihm Flickwerk, was Jeschua tat. Ein paar Heilungen, hundert Heilungen, tausend: was bedeutete das, wenn ganz Jisrael krank war und im Elend? Nicht Kranke heilen, nicht Almosen geben: die Wurzeln ausreißen!

Er murrte, er knurrte die Leute an, doch liebte er sie, denn sie waren ihm, was sie waren: die Ausgebeuteten, die Beraubten, die, denen das Erstgeburtsrecht abgelistet worden war von den Schlauen, den skrupellos Tüchtigen, den Geschäftemachern, den Römerfreunden, denen, die buckelten vor Priestern und Hofbeamten.

Es kamen freilich nicht nur Arme, denn, so stellte Jehuda befriedigt fest: auch die Reichen wurden krank, aber sobald sie kranke Reiche waren, stand Jehuda auf ihrer Seite, denn jetzt waren sie die Minderheit und diese Minderheit litt und mußte unterstützt werden. Aber er wollte nicht dulden, daß sie wie Arme behandelt wurden, nämlich kostenlos. Ich sah, daß man ihm Geld zusteckte. Jeschua bemerkte es lange nicht, doch als ers bemerkte, packte ihn Zorn. So zornig habe ich ihn seit der Tempelszene nicht gesehen, und auch später nie mehr.

Gib mir den Beutel, Jehuda!

Der hielt ihn fest mit beiden Händen. Jehuda, den Beutel!

Jehuda drückte ihn an seine Brust. Da riß ihn Jeschua ihm weg und leerte ihn aus, mitten unters Volk. Jehuda schrie vor Wut und dann vor Triumph: die Armen kämpften um das Geld wie Hunde um Knochen.

Jehuda stampfte und schrie: Gebt das Geld zurück, sofort!

Sie gaben es erschrocken zurück und begriffen nichts. Große Verwirrung.

Da siehst du, Rabbi, rief Jehuda, wohin Almosengeben führt! Flickwerk!”

 

 

 

 

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Luise Rinser
(30 april 1911 – 17 maart 2002)

 

 

 

 

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Ulla Hahn werd geboren op 30 april 1946 in Brachthausen. Zie ook mijn blog van 30 april 2007 en ook mijn blog van 2 mei 2006 en ook mijn blog van 30 april 2008.

 

 

 

Ehe

 

Ehe

Paar

weise und frei

willig in diese Arche

getrieben von unserem Verlangen

nach Vollendung nach

endlosem Anfang

wie die Ringe an unseren Fingern

Und wir halten einander

die Hand

vor Augen einander

verbergend

vorn am Bug

den furchtbaren Steuermann.

 

 

 

 

 

Leises Licht

 

Ganz leise leise leise geht das Licht

den ich nicht kenne geht an meiner Seite

wir gehen wie ein Paar auf schöne Art

und scheu schau ich ihm manchmal ins Gesicht

 

Das neben meinem liegen wird wenn alles Licht

gegangen ist wird er an meiner Seite

mich Lieben wie ein Mann auf schöne Art

und treu und bleiben und es gibt ihn nicht.

 

 

 

 

 

Blinde Flecken

 

Daß wir so uneins sind hält uns zusammen

du dort ich hier – wir sind auf andrer Fahrt:

Dein Istgewesen mein Eswirdnochkommen

zwei blinde Flecken in der Gegenwart

die uns gehört wie Träume vorm Erwachen

wenn wir schon wissen daß wir Träumer sind

die mit uns spielt ein Weilchen in den Winden

bis jedes hier und dort sich wiederfindet.

 

 

 

 

 

Hahn
Ulla Hahn (Brachthausen,  30 april 1946)

 

 

 

 

 

De Ierse schrijver John Boyne werd geboren in Dublin op 30 april 1971. Zie ook mijn blog van 30 april 2007 en ook mijn blog van 30 april 2008.

 

Uit: The Boy in the Striped Pyjamas

 

“Mother had walked into her own bedroom by then but Lars, the butler, was in there, packing her things too. She sighed and threw her hands in the air in frustration before marching back to the staircase, followed by Bruno, who wasn't going to let the matter drop without an explanation.

'Mother,' he insisted. 'What's going on? Are we moving?' 'Come downstairs with me,' said Mother, leading the way towards the large dining room where the Fury had been to dinner the week before. 'We'll talk down there.' Bruno ran downstairs and even passed her out on the staircase so that he was waiting in the dining room when she arrived. He looked at her without saying anything for a moment and thought to himself that she couldn't have applied her make-up correctly that morning because the rims of her eyes were more red than usual, like his own after he'd been causing chaos and got into trouble and ended up crying. 'Now, you don't have to worry, Bruno,' said Mother, sitting down in the chair where the beautiful blonde woman who had come to dinner with the Fury had sat and waved at him when Father closed the doors. 'In fact if anything it's going to be a great adventure.' 'What is?' he asked. 'Am I being sent away?' 'No, not just you,' she said, looking as if she might smile for a moment but thinking better of it. 'We all are. Your father and I, Gretel and you. All four of us.' Bruno thought about this and frowned. He wasn't particularly bothered if Gretel was being sent away because she was a Hopeless Case and caused nothing but trouble for him. But it seemed a little unfair that they all had to go with her. 'But where?' he asked. 'Where are we going exactly? Why can't we stay here?' 'Your father's job,' explained Mother. 'You know how important it is, don't you?'”

 

 

 

 

JohnBoyne
John Boyne (Dublin, 30 april 1971)

 

 

 

 

 

De Europees-Amerikaanse schrijver David Zane Mairowitz werd geboren op 30 april 1943 in New York. Hij studeerde Engelse literatuurgeschiedenis en filosofie aan Hunter College, New York en theaterwetenschappen aan de University of California in Berkeley. In 1966 verhuisde hij naar Engeland, waar hij werkte als journalist en zelfstandig schrijver. Zijn hoorspelen werden op talrijke Europese radiostations uitgezonden.

 

Uit: Kafka

 

„No writer of our time, and probably none since Shakespeare, has been so widely over-interpreted and pigeon-holed. Jean-Paul Sartre claimed him for Existentialism, Camus saw him as an Absurdist, his lifelong friend and editor, Max Brod, convinced several generations of scholars that his parables were part of an elaborate quest for an unreachable God.

Because his novels The Trial and The Castle deal with the inaccessibility of higher authority, “Kafkaesque” has come to be associated with the faceless bureaucratic infrastructure which the highly efficient Austro- Hungarian Empire bequeathed the Western world. In any case, it is an adjective that takes on almost mythic proportions in our time, irrevocably tied to fantasies of doom and gloom, ignoring the intricate Jewish Joke that weaves itself through the bulk of Kafka’s work. Before ever becoming the Adjective, Franz Kafka (1883-1924) was a Jew from Prague, born into its inescapable tradition of storytellers and fantasists, ghetto-dwellers and eternal refugees. His Prague, “a little mother” with “claws,” was a place that suffocated him, but where he nonetheless chose to live all but the last eight months of his life.

Prague, at the time of Kafka’s birth in 1883, was still part of the Hapsburg Empire in Bohemia, where numerous nationalities, languages and political and social orientations intermingled and coexisted, for better or worse. For someone like Kafka, a Czech-born German-speaker, who was really neither Czech nor German, forming a clear cultural identity was no easy matter.“

 

 

 

 

Kafka
David Zane Mairowitz (New York, 30 april 1943)

Boekomslag (Geen portret beschikbaar)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Annie Dillard werd geboren op 30 april 1945 in Pittsburgh. Zie ook mijn blog van 30 april 2007 en ook mijn blog van 30 april 2008.

 

Uit: For the Time Being

 

“The Talmud specifies a certain blessing a man says when he sees a person deformed from birth. All the Talmudic blessings begin "Blessed art Thou, O Lord, our God, King of the Universe, who . . .". The blessing for this occasion, upon seeing a hunchback or a midget or anyone else deformed from birth, is "Blessed art Thou, O Lord, our God, King of the Universe, WHO CHANGES THE CREATURES."

A chromosome crosses or a segment snaps, in the egg or the sperm, and all sorts of people result. You cannot turn a page in Smith's Recognizable Patterns of Human Malformation [[ital]] without your heart pounding from simple terror. You cannot brace yourself. Will this peculiar baby live? What do you hope? The writer calls the paragraph describing each defect's effects, treatment, and prognosis "Natural History." Here is a little girl about two years old. She is wearing a dress with a polka-dot collar. The two sides of her face do not meet normally. Her eyes are far apart, and under each one is a nostril. She has no nose at all, only a no-man's-land of featureless flesh and skin, an inch or two wide, that roughly bridges her face's halves. You pray that this grotesque-looking child is mentally deficient as well. But she is not. "Normal intelligence," the text says.

Of some vividly disfigured infants and children--of the girl who has long hair on her cheeks and almost no lower jaw, of the three-fingered boy whose lower eyelids look as if he is pulling them down to scare someone, of the girl who has a webbed neck and elbows, "rocker-bottom" feet, "sad, fixed features," and no chin--the text says, "Intelligence normal. Cosmetic surgery recommended."

 

 

 

 

annie-dillard
Annie Dillard (Pittsburgh, 30 april 1945)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Barbara Seranella werd geboren op 30 april 1956 in Santa Monica. Zie ook mijn blog van 30 april 2008.

 

Uit: No Man Standing

 

Becker closed his eyes and took a deep breath through his mouth, giving his senses a break. He had seen death before, but this one made him check his gag reflex. Murder was one thing. People get mad, lose control, snap or whatever, and kill someone. It happened every day, every minute of the day somewhere, probably. But what kind of a human was capable of committing such extreme torture? That he would never fathom. Maybe he was old-fashioned, but the fact that the victim was a woman made this cruelty even worse. He flexed his own undamaged hands, unwillingly imagining the ache of having his fingers cracked like wishbones. "Let's get to work," he said. “

 

 

 

 

Seranella
Barbara Seranella (30 april 1956 - 21 januari 2007)

 

 

 

 

 

De Tsjechische schrijver Jaroslav Hašek werd geboren op 30 april 1883 in Praag. Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 30 april 2007.

 

Uit: Fateful Adventures of the Good Soldier Švejk (Vertaald door Cecil Parrott)

 

„And the State police Station Chief, looking at the pages of his report, flashed a smile of vindication and pulled out of his desk the secret circular from the State police Headquarters of the Land in Prague marked with the customary ‘Strictly Confidential’ and read through it one more time:

"All State police stations are under strict orders to monitor with immeasurably increased alertness all persons passing through the area. The redeployment of our troops in eastern Galicia has brought about that some Russian military detachments, having crossed the Carpathians, have assumed positions in the interior of our Empire, whereby the front has been shifted deeper toward the west of the Monarchy. This new situation has allowed Russian spies, given the mobility of the front, deeper penetration into the territory of our Monarchy, especially into Silesia and Moravia, from where, according to confidential reports, a large number of Russian intelligence operatives have set out for Bohemia. It has been determined that among them there are many Russian Czechs educated at the Russian military staff colleges who, having perfect mastery of the Czech language, seem to be especially dangerous spies since they can and certainly will conduct treasonous propaganda among the Czech populace. The Land Headquarters therefore orders the apprehension and detention of all suspects and above all increased vigilance in those areas where nearby there are garrisons, military centers and stations with military transport trains passing through. The detained are to be subjected to an immediate search and transported to the next higher authority."

 

 

 

 

hasekV
Jaroslav Hašek (30 april 1883 – 3 januari 1923)

 

03-07-08

Franz Kafka, Edward Young, Tom Stoppard, Andreas Burnier, David Barry, Dorota Masłowska, Günter Bruno Fuchs, Ferdinand Kürnberger


De Duitstalige schrijver Franz Kafka werd geboren op 3 juli 1883 in Praag, toen een stad gelegen in de dubbelmonarchie Oostenrijk-Hongarije. Zie ook mijn blog van 3 juli 2006 en ook mijn blog van 3 juli 2007. 

 

Uit: Der Prozeß

 

K. wartete während der nächsten Woche von Tag zu Tag auf eine neuerliche Verständigung, er konnte nicht glauben, dass man seinen Verzicht auf Verhöre wörtlich genommen hatte, und als die erwartete Verständigung bis Samstagabend wirklich nicht kam, nahm er an, er sei stillschweigend in das gleiche Haus für die gleiche Zeit wieder vorgeladen. Er begab sich daher Sonntags wieder hin, ging diesmal geradewegs über Treppen und Gänge; einige Leute, die sich seiner erinnerten, grüssten ihn an ihren Türen, aber er musste niemanden mehr fragen und kam bald zu der richtigen Tür. Auf sein Klopfen wurde ihm gleich aufgemacht, und ohne sich weiter nach der bekannten Frau umzusehen, die bei der Tür stehenblieb, wollte er gleich ins Nebenzimmer. »Heute ist keine Sitzung«, sagte die Frau. »Warum sollte keine Sitzung sein?« fragte er und wollte es nicht glauben. Aber die Frau überzeugte ihn, indem sie die Tür des Nebenzimmers öffnete. Es war wirklich leer und sah in seiner Leere noch kläglicher aus als am letzten Sonntag. Auf dem Tisch, der unverändert auf dem Podium stand, lagen einige Bücher. »Kann ich mir die Bücher anschauen?« fragte K., nicht aus besonderer Neugierde, sondern nur, um nicht vollständig nutzlos hier gewesen zu sein. »Nein«, sagte die Frau und schloss wieder die Tür, »das ist nicht erlaubt. Die Bücher gehören dem Untersuchungsrichter.« »Ach so«, sagte K. und nickte, »die Bücher sind wohl Gesetzbücher und es gehört zu der Art dieses Gerichtswesens, dass man nicht nur unschuldig, sondern auch unwissend verurteilt wird.« »Es wird so sein«, sagte die Frau, die ihn nicht genau verstanden hatte. »Nun, dann gehe ich wieder«, sagte K. »Soll ich dem Untersuchungsrichter etwas melden?« fragte die Frau. »Sie kennen ihn?« fragte K. »Natürlich«, sagte die Frau, »mein Mann ist ja Gerichtsdiener.« Erst jetzt merkte K., dass das Zimmer, in dem letzthin nur ein Waschbottich gestanden war, jetzt ein völlig eingerichtetes Wohnzimmer bildete. Die Frau bemerkte sein Staunen und sagte: »Ja, wir haben hier freie Wohnung, müssen aber an Sitzungstagen das Zimmer ausräumen. Die Stellung meines Mannes hat manche Nachteile.« »Ich staune nicht so sehr über das Zimmer«, sagte K. und blickte sie böse an, »als vielmehr darüber, dass Sie verheiratet sind.« »Spielen Sie vielleicht auf den Vorfall in der letzten Sitzung an, durch den ich Ihre Rede störte?« fragte die Frau. »Natürlich«, sagte K., »heute ist es ja schon vorüber und fast vergessen, aber damals hat es mich geradezu wütend gemacht. Und nun sagen Sie selbst, dass Sie eine verheiratete Frau sind.« »Es war nicht zu Ihrem Nachteil, dass Ihre Rede abgebrochen wurde. Man hat nachher noch sehr ungünstig über sie geurteilt.« »Mag sein«, sagte K. ablenkend, »aber Sie entschuldigt das nicht.« »Ich bin vor allen entschuldigt, die mich kennen«, sagte die Frau, »der, welcher mich damals umarmt hat, verfolgt mich schon seit langem. Ich mag im allgemeinen nicht verlockend sein, für ihn bin ich es aber. Es gibt hierfür keinen Schutz, auch mein Mann hat sich schon damit abgefunden; will er seine Stellung behalten, muss er es dulden, denn jener Mann ist Student und wird voraussichtlich zu grösserer Macht kommen. Er ist immerfort hinter mir her, gerade ehe Sie kamen, ist er fortgegangen.« »Es passt zu allem anderen«, sagte K., »es überrascht mich nicht.« »Sie wollen hier wohl einiges verbessern?« fragte die Frau langsam und prüfend, als sage sie etwas, was sowohl für sie als für K. gefährlich war. »Ich habe das schon aus Ihrer Rede geschlossen, die mir persönlich sehr gut gefallen hat. Ich habe allerdings nur einen Teil gehört, den Anfang habe ich versäumt und während des Schlusses lag ich mit dem Studenten auf dem Boden. - Es ist ja so widerlich hier«, sagte sie nach einer Pause und fasste K.s Hand. »Glauben Sie, dass es ihnen gelingen wird, eine Besserung zu erreichen?« K. lächelte und drehte seine Hand ein wenig in ihren weichen Händen. »Eigentlich«, sagte er, »bin ich nicht dazu angestellt, Besserungen hier zu erreichen, wie Sie sich ausdrücken, und wenn Sie es zum Beispiel dem Untersuchungsrichter sagten, würden Sie ausgelacht oder bestraft werden. Tatsächlich hätte ich mich auch aus freiem Willen in diese Dinge gewiss nicht eingemischt, und meinen Schlaf hätte die Verbesserungsbedürftigkeit dieses Gerichtswesens niemals gestört. Aber ich bin dadurch, dass ich angeblich verhaftet wurde - ich bin nämlich verhaftet -, gezwungen worden, hier einzugreifen, und zwar um meinetwillen. Wenn ich aber dabei auch Ihnen irgendwie nützlich sein kann, werde ich es natürlich sehr gerne tun. Nicht etwa nur aus Nächstenliebe, sondern ausserdem deshalb, weil auch Sie mir helfen können.«

 

 

 

 

Franz_Kafka
Franz Kafka (3 juli 1883 – 3  juni 1924
)

 

 

 

 

 

De Engelse dichter en schrijver Edward Young werd geboren op 3 juli 1683 in Upham, Hampshire. Zie ook mijn blog van 3 juli 2007. 

 

The Wind from the West 

 

Blow high, blow low,
O wind from the West;
You come from the country
I love the best.

O say have the lilies
Yet lifted their heads
Above the lake-water
That ripples and spreads?

Do the little sedges
Still shake with delight,
And whisper together
All through the night?

Have the mountains the purple
I used to love,
And peace about them,
Around and above?

 

 

 

 

 

Socrates 

 

Night is fair Virtue's immemorial friend.
The conscious moon through every distant age
Has held a lamp to Wisdom, and let fall
On Contemplation's eye her purging ray.
The famed Athenian, he who wooed from heaven
Philosophy the fair, to dwell with men,
And form their manners, not inflame their pride;
While o'er his head, as fearful to molest
His laboring mind, the stars in silence slide,
And seem all gazing on their future guest,
See him soliciting his ardent suit,
In private audience; all the livelong night
Rigid in thought and motionless he stands,
Nor quits his theme or posture, till the sun
Disturbs his nobler intellectual beam,
And gives him to the tumult of the world.

 

 

 

 

 

edward-young-1
Edward Young (3 juli 1683 – 5 april 1765)

 

 

 

 

 

De Britse toneelschrijver Tom Stoppard (eig. Tomas Straussler) werd geboren in Zlín op 3 juli 1937. Zie ook mijn blog van 3 juli 2007. 

 

Uit: Salvage (The Coast of Utopia - Part III)

 

February 1853

London. The Herzen house in Hampstead. Alexander Herzen, aged forty, is asleep in an armchair, attended by dreams. The room is (at this first appearance) without boundaries. The space will remain loosely defined, serving for different rooms and changes of address, and sometimes, as now, for exteriors.

There is a wind blowing. Birdsong.

Sasha Herzen, aged thirteen, runs backwards across the stage pulling on a kite string. He is accompanied by a young nurse (nanny), Maria Fomm, who is in charge of Tata Herzen, aged eight, and of a stroller or simple pram in which a two-year-old (Olga) is asleep. Speech is without accent except when inside quotation marks. Herzen speaks from his chair.

maria  Bring it down now, it’s time to go home!

sasha  No, isn’t, it isn’t!

maria (as Sasha leaves)  I’ll tell your father!

herzen  Can you see, Tata? . . . the Cathedral of St Paul . . . the Parliament House . . .

tata  I know why it’s called the Parliament House, Papa . . . because you can see it from Parliament Hill.

Sasha returns, loudly aggrieved, winding his broken kite string.

sasha  It broke!

maria  Don’t wake Olga . . .

tata  Look!—there it goes! It’s much higher than all the other kites, Sasha!

sasha  Well, of course it is—the string broke!

maria (looking in the pram)  She’s dropped a glove, we’ll have to go back and look . . .

herzen  We’ll make another one, Sasha . . .

sasha  At once, please, Papa, will you?

maria  Oh, look, it’s in my pocket!

herzen  If we stay here, you know, we’ll have to learn to speak Eyseyki language.

sasha  ‘I say, I say!’

herzen (correcting, drawls)  ‘I say, I say!’

Sasha follows Maria, Tata and Olga out.

sasha (leaving, mimicking)  ‘I say, I say!’

In Herzen’s dream, a number of people are taking the air on Parliament Hill. They are émigrés, political refugees, from Germany, France, Poland, Italy and Hungary.

The Germans: Gottfried Kinkel (thirty-seven), a tall, greying poet with a Jove-like head attached incongruously to a fastidious professor. He is his greatest admirer, but his handsome wife, Joanna (thirty-two), runs him close. Malwida von Meysenbug (thirty-six), their friend, is plain, intelligent, unmarried, romantic. Arnold Ruge (fifty) is a failed radical journalist, embittered and self-important. Karl Marx is thirty-four. His companion, the exception, is an Englishman, Ernest Jones (thirty-three), a prominent Chartist of the middle classes.”

 

 

 

 

Tom-Stoppard
Tom Stoppard (Zlín, 3 juli 1937)

 

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijfster Andreas Burnier werd op 3 juli 1931 in Den Haag geboren als Catharina Irma Dessaur. Zie ook mijn blog van 3 juli 2006. en ook mijn blog van 3 juli 2007. 

 

Uit: Enid Starkie en de gedoemde dichters

 

De ondertitel van deze lezing over Enid Starkie en de gedoemde dichters luidde aanvankelijk: ‘een vrouw over mannen’. De vraag waar wij aan toe komen is: Wat bewoog iemand als Enid Starkie zich zo diepgaand bezig te houden en waarschijnlijk ook zich te identificeren met nu juist deze ‘gedoemde dichters’ van de Franse negentiende eeuw? Zij behoorde tot de eerste generaties vrouwen die de kans kregen, op mannencondities weliswaar, volledig te participeren in het intellectuele en culturele leven van haar tijd. Zij deed dat, zoals vele vrouwen van haar generatie, uiterst kundig en succesvol. Wat trok haar in de miskenden, de wanhopigen, de zeer eenzame onderzoekers van de condition humaine?

Zoals de meeste mensen inmiddels wel zullen beseffen, behoren vrouwen tot een groep mensen die zowel sociaal-economisch als juridisch en politiek, maar bovenal cultureel worden onderdrukt. Ik bedoel daar niet mee dat individuele vrouwen het altijd moeilijker hebben dan individuele mannen. Dat hangt van iemands sociale positie, karakter, lot, ambities, af. Individueel bezien betekent het betrekkelijk weinig in wat voor groep je op grond van je fysieke geboorte wordt geplaatst door je medemensen. Maar behalve individu, is de mens ook lid van vele groepen. Sommige groepen kiezen wij min of meer zelf, maar tot andere groepen worden wij door anderen gerekend, of wij dat willen of niet. Zodra mensen naar lichamelijke kenmerken worden geklasseerd, zoals dat bij de rassen en bovenal de seksen gebeurt (in wat mindere mate gebeurt het ook bij de leeftijdscategorieën, bij de gehandicapten, en dergelijke), kunnen zij als individu niet meer geheel ontsnappen aan de consequenties van hun groepslidmaatschap. Voor vrouwen is nu het opvallende dat het niet alleen voor hen als groep veel moeilijker is sociaal-economisch onafhankelijke en interessante posities te bereiken dan voor vergelijkbare mannen, het is bovenal opvallend dat zij in de ons omringende cultuur, zoals die haar neerslag vindt in wetenschap, kunst, religie, techniek, heersende opvattingen, weinig of niets van hun eigen projecties aantreffen. Bijna de gehele door mensen bewerkte wereld, bijna alle cultuurprodukten in de ruimste zin die de mens tijdens haar leven aantreft, blijken projecties te zijn van mannen, van een manlijk bewustzijn. Vrouwen die dank zij emancipatiebewegingen meer en vrijer in de gangbare cultuur kunnen gaan participeren, worden des te nadrukkelijker met de masculiniteit van onze cultuurwereld geconfronteerd.

Zij kunnen daar verschillend op reageren. Sommigen ontwikkelen het masculiene bewustzijn in zichzelf: zij gaan niet alleen sociaal, maar ook geestelijk op mannencondities in de mannenwereld participeren. Anderen zoeken naar sporen van hun eigen cultuur of proberen de kiemen daarvoor te leggen.

Ik geloof dat Enid Starkie heel opvallend tot de tweede categorie behoorde (in tegenstelling tot, bij voorbeeld, iemand als haar iets oudere collegegenoot Dorothy L. Sayers, de Dante-expert en detective-auteur). Wat zij vond bij de ‘gedoemde dichters’, de poètes maudits van de negentiende eeuw, was in de eerste plaats het soort culturele marginaliteit, zij het dan bij die dichters op een strikt individuele basis, dat vrouwen als groep kenmerkt. Van mensen zoals Baudelaire en Rimbaud is het meest kenmerkende dat zij niet passen in deze wereld. Deze wereld is niet de hunne. Dat geldt voor een bepaald type kunstenaars, met name die met een ‘mystieke’ inslag, dat geldt voor vrouwen - zonder dat zij nu allemaal zo bijzonder of geestelijk zo moedig zijn - als groep.”

 

 

 

 

Burnier
Andreas Burnier (3 juli 1931 -  18 september 2002) 

 

 

 

 

 

 

 

De Amerikaanse humoristische schrijver, columnist en bestsellerauteur David Barry, Jr werd geboren op 3 juli 1947 in Armonk, New York.  Zie ook mijn blog van 3 juli 2007. 

 

Uit: Dave Barry Is Not Making This Up

 

Fortunately, some real outdoor ants finally discovered our experiment, and we were able to observe their behavior at close range. I had been led to believe, by countless public-television nature shows, that ants are very organized, with the colony divided into specialized jobs such as drones, workers, fighters, bakers, consultants, etc., all working together with high-efficiency precision. But the ants that showed up at our experiment were total morons. You'd watch one, and it would sprint up to a Cocoa Krispie, then stop suddenly, as if saying: "Yikes! Compared with me, this Cocoa Krispie is the size of a Buick!" Then it would sprint off in a random direction. Sometimes it would sprint back; sometimes it would sprint to another Cocoa Krispie and act surprised again. But it never seemed to do anything. There were thousands of ants behaving this way, and every single time two of them met, they'd both stop and exchange "high-fives" with their antennas, along with, I assume, some kind of ant pleasantries ("Hi Bob!" "No, I'm Bill!" "Sorry! You look just like Bob!"). This was repeated millions of times. I watched these ants for two days, and they accomplished nothing. It was exactly like high- way construction. It wouldn't have surprised me if some ants started waving orange flags to direct other insects around the area.

But at least there were ants, which meant we could do our project and get our results. I'd tell you what they were, but I really think you should do your own work. That's the whole point of a Science Fair, as I keep telling my son, who has gone to bed, leaving me to finish blow-drying the ant.”

 

 

 

 

 

dave_barry
David Barry (Armonk, 3 juli 1947)

 

 

 

 

De Poolse schrijfster en journaliste Dorota Masłowska werd op 3 juli 1983 in Wejherowo geboren. Zie ook mijn blog van 3 juli 2007. 

 

Uit: Literarische Mütter

 

Schreiben wollte ich schon immer gern, seit ich lesen kann, und die Geschichte meines Schreibens ist die Geschichte der Bücher, die ich las: am Anfang also alle polnischen Mädchenbücher. Meine Mutter kaufte mir jede Woche eines, ich las sie in einem Rutsch. Heute frage ich mich, was ich als Neunjährige davon verstanden haben mochte. Dennoch wollte ich Wort für Wort haargenau so schreiben. Das erste Buch, dessen ganzes Grauen zu mir drang, war Tomek Tryznas Fräulein Niemand. Da wurde mir zum ersten Mal klar, das man beim Schreiben so tun kann, als wäre man jemand anders, und ich bekam eine Vorahnung von der Lust, die das Schreiben bieten kann, das heißt, die vorübergehende Erleichterung von der eigenen Identität. Dann las ich Nabokovs Lolita, und danach alles andere, was er geschrieben hat und was ich in der Stadtbibliothek ausleihen konnte, wo es in Spinnweben verstaubte. Als ich aufs Lyzeum kam, habe ich dort sofort die Bibliothek geplündert, habe alles gelesen, was es dort gab, irgendwelche – aus heutiger Sicht – absurden Dinge, sämtliche Bücher von Jerzy Kosinski, John Irving, Irwin Shaw, Reymont, Żeromski; damals gefiel mir auch Raymond Queneau sehr. Zu der Zeit las ich ein Buch am Tag, und mein Stil, in dem ich dramatische Tagebücher schrieb, die ich übrigens vor kurzem allesamt im Ofen verbrannt habe, wuchs und wucherte in den seltsamsten Richtungen. Aber ich glaube, früher oder später ist das alles irgendwo in den Abgründen der Erinnerung untergegangen und nicht mehr auseinanderzuklambüsern.”

 

 

 

 

Maslowska
Dorota Masłowska (Wejherowo, 3 juli 1983)

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers  ook mijn blog van 3 juli 2007. 

 

De Duitse dichter, schrijver en graficus Günter Bruno Fuchs werd geboren op 3 juli 1928 in Berlijn.

De Oostenrijkse schrijver Ferdinand Kürnberger werd op 3 juli 1821 in Wenen geboren

 

 

03-07-07

Franz Kafka, Edward Young, Tom Stoppard, Günter Bruno Fuchs, Andreas Burnier, David Barry, Dorota Masłowska, Ferdinand Kürnberger


De Duitstalige schrijver Franz Kafka werd geboren op 3 juli 1883 in Praag, toen een stad gelegen in de dubbelmonarchie Oostenrijk-Hongarije. Zie ook mijn blog van 3 juli 2006. 

 

Uit: Das Schloß

 

Es war spät abends, als K. ankam. Das Dorf lag in tiefem Schnee. Vom Schloßberg war nichts zu sehen, Nebel und Finsternis umgaben ihn, auch nicht der schwächste Lichtschein deutete das große Schloß an. Lange stand K. auf der Holzbrücke, die von der Landstraße zum Dorf führte, und blickte in die scheinbare Leere empor.

 

Dann ging er, ein Nachtlager suchen; im Wirtshaus war man noch wach, der Wirt hatte zwar kein Zimmer zu vermieten, aber er wollte, von dem späten Gast äußerst überrascht und verwirrt, K. in der Wirtsstube auf einem Strohsack schlafen lassen. K. war damit einverstanden. Einige Bauern waren noch beim Bier, aber er wollte sich mit niemandem unterhalten, holte selbst den Strohsack vom Dachboden und legte sich in der Nähe des Ofens hin. Warm war es, die Bauern waren still, ein wenig prüfte er sie noch mit den müden Augen, dann schlief er ein.

 

Aber kurze Zeit darauf wurde er schon geweckt. Ein junger Mann, städtisch angezogen, mit schauspielerhaftem Gesicht, die Augen schmal, die Augenbrauen stark, stand mit dem Wirt neben ihm. Die Bauern waren auch noch da, einige hatten ihre Sessel herumgedreht, um besser zu sehen und zu hören. Der junge Mensch entschuldigte sich sehr höflich, K. geweckt zu haben, stellte sich als Sohn des Schloßkastellans vor und sagte dann: »Dieses Dorf ist Besitz des Schlosses, wer hier wohnt oder übernachtet, wohnt oder übernachtet gewissermaßen im Schloß. Niemand darf das ohne gräfliche Erlaubnis. Sie aber haben eine solche Erlaubnis nicht oder haben sie wenigstens nicht vorgezeigt.«

 

 

 

Kafka1906
Franz Kafka (3 juli 1883 –3  juni 1924)

 

De Engelse dichter en schrijver Edward Young werd geboren op 3 juli 1683 in Upham, Hampshire. Hij is vooral bekend gebleven door de The Complaint: or, Night Thoughts, een lang, didactisch gedicht over de dood (1742 – 45). Het gedicht was geïnspireerd door het successievelijk overlijden van zijn stiefdochter in 1736, haar man in 1740 en zijn eigen vrouw in 1741. Het gedicht is een in blank-verse geschreven monoloog van bijna 10.000 verzen, in negen delen, de Nights. Het werk werd in heel Europa enorm populair.

The Complaint: or Night Thoughts (fragment)

By Nature's law, what may be, may be now;
There's no prerogative in human hours.
In human hearts what bolder thought can rise,
Than man's presumption on to-morrow's dawn?
Where is to-morrow? In another world.
For numbers this is certain; the reverse
Is sure to none; and yet on this perhaps,
This peradventure, infamous for lies,
As on a rock of adamant we build
Our mountain hopes, spin out eternal schemes
As we the Fatal Sisters could out-spin,
And big with life's futurities, expire.
Not ev'n Philander had bespoke his shroud,
Nor had he cause; a warning was deny'd:
How many fall as sudden, not as safe!
As sudden, though for years admonish'd home.
Of human ills the last extreme beware;
Beware, Lorenzo, a slow-sudden death.
How dreadful that deliberate surprise!
Be wise to-day; 'tis madness to defer;
Next day the fatal precedent will plead;
Thus on, till wisdom is push'd out of life.
Procrastination is the thief of time;
Year after year it steals, till all are fled,
And to the mercies of a moment leaves
The vast concerns of an eternal scene.
If not so frequent, would not this be strange?

 

 

 

 

Young
Edward Young (3 juli 1683 – 5 april 1765)

 

De Britse toneelschrijver Tom Stoppard (eig. Tomas Straussler) werd geboren in Zlín op 3 juli  1937. Zijn familie vluchtte naar India nadat Singapore werd aangevallen door het Japanse leger. Zijn vader overleed tijdens de vlucht, en zijn moeder trouwde later een Britse majoor, wiens naam hij aannam. Stoppard's meest beroemde is Rosencrantz and Guildenstern are Dead, een komedie die twee kleine karakters uit Hamlet van Shakespeare neemt, en ze in de hoofdrol plaatst.  Andere stukken van Stoppard die bekend werden zijn Travesties, een parodie op The Importance of Being Earnest van Oscar Wilde en The Real Thing. Deze twee stukken en Rosencrantz and Guildenstern are dead leverden hem een Tony op voor beste toneelstuk. Hij won een Oscar in 1999 voor het co-schrijverschap van het script voor de film Shakespeare in love.

 

 

Uit: The Real Thing

 

“ANNIE: You’re jealous of the idea of the writer. You want to keep it sacred, special, not something anybody can do. Some of us have it, some of us don’t. We write, you get written about. What gets you about Brodie is he doesn’t know his place. You say he can’t write like a head waiter saying you can’t come in here without a tie. Because he can’t put words together. What’s so good about putting words together?

 

HENRY: It’s traditionally considered advantageous for a writer.

 

ANNIE: He’s not a writer. He’s a convict. You’re a writer. You write because you’re a writer. Even you write about something, you have to think up something to write about just so you can keep writing. More well chosen words nicely put together. So what? Why should that be it? Who says?

 

HENRY: Nobody says. It just works best.

 

ANNIE: Of  course it works. You teach a lot of people what to expect from good writing, and you end up with a lot of people saying you write well. Then somebody who isn’t in on the game comes along, like Brodie, who really has something to write about, something real, and you can’t get  through it. Well, he couldn’t get through yours, so where are you? To you, he can’t write. To him, write is all you can do.

 

HENRY: Jesus, Annie, you’re beginning to appall me. There’s something scary about stupidity made coherent. I can deal with idiots, and I can deal with sensible argument, but I don’t know how to deal with you. Where’s my cricket bat?

 

ANNIE: Your cricket bat?”

 

 

 

 

Tom_Stoppard
Tom Stoppard (
Zlín, 3 juli 1937)

 

 De Duitse dichter, schrijver en graficus Günter Bruno Fuchs werd geboren op 3 juli 1928 in Berlijn. Vanaf 1957 leefde hij als zelfstandig schrijver en graficus in Berlijn, waar hij samen met Robert Wolfgang Schnell en Günter Anlauf medeoprichter was van galerij Zinke. Zijn werk omvat gedichten, verhalen, romans, hoorspelen en kinderboeken, die hij ten dele ook zelf illustreerde.

 

 

Polizist im Frühling

Morgens
trat mir die Sonne
entgegen. Ich bin schon
mit ganz anderen Leuten
fertig geworden. Mein Gummikn
üppel
wuchs mir aus der Hand,
ich hatte
zu tun, hatte
Arbeit
nach langer Zeit -
leider nicht viel, aber der Mensch
freut sich.        

 

 

 

Schularbeiten

Der Fortschritt
hat keene Lust, sich
zu kümmern um
mir. Und wat mir anjeht, habick
keene Lust, mir
um den Fortschritt
zu kümmern. Denn
unsereins
war ja
als
Mensch
wohl zuerst da.

So, mein Kind, das
schreibste
in dein Schulheft
rein.

 

 

Fuchs
Günter Bruno Fuchs (3 juli 1928 – 19 april 1977)

 

De Nederlandse schrijfster Andreas Burnier werd op 3 juli 1931 in Den Haag geboren als Catharina Irma Dessaur. Zie ook mijn blog van 3 juli 2006.

 

Uit:  Het jongensuur

 

Het is al weer een paar dagen geleden dat ik je iets heb verteld, maar er was niet veel te beleven. Maar ik heb gisteravond toch eens iets meegemaakt.
Ik liep zoals gewoonlijk over het zandpad aan de rand van boer Victors gebied. De anderen zaten in het tuinhuisje, maar ik mocht vrij rondlopen. Gisteren kwam ik op dat zandpad een man tegen die een wit pak opgerold onder zijn arm droeg. Doordat ik op blote voeten liep had hij mij niet aan horen komen en hij schrok zich een hoedje. Toen ik hem een goede avond wilde wensen hield hij mij staande. Ineens voelde ik een pistool in mijn nek en ik dacht meteen, dit is mijn eind, ik ben er geweest, ik had er meteen spijt van dat ik niet thuis ben gebleven. Ik was zo bang dat ik alles deed wat hij vroeg. Hij duwde mij het bos in, waar ik eigenlijk helemaal niet mocht komen en hij begon allemaal vragen op mij af te vuren. Hij had zo’n raar accent, maar ik durfde niet te lachen want dan was ik er geweest. Ik moest gaan zitten en hij zei dat hij Mick heette. Hij gaf mij een sigaret en die heb ik nu nog steeds. Ik geef hem aan jou lief dagboek, dan kun jij hem voor mij bewaren, dan raak ik hem niet kwijt en vergeet ik Mick nooit meer.
Ik heb tegen Mick gelogen en gezegt dat boer Victor heel aardig was, en ik heb hem over alle Duitsers verteld. Later zei hij dat ik moest gaan slapen, maar dat wilde ik niet ik wilde weg, naar huis. Maar toen keek ik weer naar zijn pistool en werd weer zo bang. Ik deed maar gewillig wat hij mij vroeg. Maar toen gebeurde het ineens. er vloog van alles over ons heen. Mick riep dat ik moest dekken, maar ik dacht, ja amehoela, voor jou zeker, toen ben ik gewoon weg gerend. Eindelijk was ik verlost van hem. Met bonkend hart en hijgend kwam ik thuis, maar ik durfde niets te zeggen.”

 

 

 

 

Andreas Burnier
Andreas Burnier (3 juli 1931 -  18 september 2002) 

 

De Amerikaanse humoristische schrijver, columnist en bestsellerauteur David Barry, Jr werd geboren op 3 juli 1947 in Armonk, New York. Tussen 1983 en 2005 had hij een column in de Miami Herlad die in de gehele VS werd verspreid. Zijn eerste roman Big Trouble  (1999) werd zelfs verfilmd.

 

Uit:  Dave Barry’s Money Secrets

 

“WHY IS MONEY VALUABLE? Why are people willing to work so hard for it, lie for it, cheat for it, go to prison for it, fight for it, kill for it, give up their children for it... even marry Donald Trump for it?

I mean, look at the dollar bill. What is it, really? It's a piece of paper! What's more, it's a piece of paper that appears to have been designed by a disturbed individual. On one side, you have a portrait of George Washington, who, granted, was the Father of Our Country and a great leader and everything, but who looks, in this particular picture...

...like a man having his prostate examined by Roto-Rooter. And then on the other side of the dollar you have:

What is that about? Why is there a picture of a pyramid, instead of a structure traditionally associated with the fundamental values of the United States of America, such as a Wal-Mart? And why is the pyramid being hovered over by an eyeball the size of a UPS truck?”

Whatever the explanation, the design of the dollar would not seem to inspire confidence in its value. And yet if you drop a few dollars from an overpass onto a busy freeway at rush hour, people will run into traffic and literally risk their lives in an effort to grab them. Try it!”

 

 

 

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David Barry (Armonk, 3 juli 1947)

 

De Poolse schrijfster en journaliste Dorota Masłowska werd op 3 juli 1983 in Wejherowo geboren. In 2004 verwierf zij plotseling internationale bekendheid met haar debuutroman Wojna polsko-ruska pod flagą biało-czerwoną (Sneeuwwit en Russisch rood). Dit boek werd geprezen én bekritiseerd vanwege de simpele en directe taal, die tegelijkertijd als innovatief en vernieuwend overkomen. Rondom haar tweede roman, Paw królowej (Duits: Die Reiherkönigin) was de kritiek verdeeld.

 

Uit: Die Reiherkönigin

 

Noch vor einer Woche saß Stan neben ihm, diesem großen Medienrummel-Spezi, der ihm die Plattentexte schrieb und ihn seinerzeit einführte bei denen, die zählen. Saß in einem Klub vor dem Konzert der Band Die Pferde, spendierte ihm die besten Drinks, nur Abendgrau im Morgenrot für neunundzwanzig PLN. »Los, trinken wir einen, Szymon, trinken wir auf mein Wohl und auf deins.« Und kackt jeden an, den Szymon ankackt, benutzt dabei seinen mentalen Echo-Effekt, bis Szymon plötzlich sagt: »Diese Pferde sind ‘ne tolle Kapelle, haben neulich ein Superlied eingespielt, denen könnte man auf die Karrieresprünge helfen.« Er bezeichnet diese olle Kamelle als tolle Band, und Stanisław weiß noch genau, wie er da saß und beinahe in Ohnmacht fiel, träumt er, oder geschieht das jetzt? Dieser korrupte Schwanz, dem schon die Eier rosten, säuft hier auf seine Kosten und will dann plötzlich solchen Pfeifen auf die Sprünge helfen, das soll mal einer begreifen. »Alles klar, die Pferde sind klasse«, bestätigt Stanisław Retro wie ein Mann, nutzt Szymons Austritt aufs Klo und fragt die Frau an der Bar, ob sie ein Messer hat. Sie solle ihm mal schnell ein Taschenmesser borgen. Sie darauf, leider nein, er aber bleibt hart: »Kollege braucht mal schnell ein Messer.« Das war so seine Art bei Anfällen von Eifersucht und Ego, da war es besser, dass die Frau sich doch noch zum Verleih des scharfen Teils gewinnen ließ. Hätte er geahnt, wie das alles enden würde, hätte er ihr nie die Fünfzig Złoty an Kaution gezahlt, aber er wusste nichts, als er backstage sich begab. »Veranstalter, Vip, Veranstalter«, speist er die Wachleute ab, kühl und knapp, meidet jeden Blickkontakt und nutzt, dass die Band grad irgendwo beim Aufbau ist, greift sich eine Gitarre nach der anderen und lässt die schönen Saiten zur Hölle wandern.“

 

 

 
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Dorota Masłowska (Wejherowo, 3 juli 1983)

 

De Oostenrijkse schrijver Ferdinand Kürnberger werd op 3 juli 1821 in Wenen geboren. Al op jonge leeftijd neemt hij afstand van Oostenrijk, voor hem is meer op de toekomst gerichte Duitsland het grote voorbeeld. Ook in zijn latere werk hekelt Kürnberger op humoristische wijze telkens weer de omstandigheden in zijn geboortestad en in zijn land en werd zo tot een chroniqueur van het „Oostenrijkse“ en in het bijzonder van de „Weense ziel“.

Uit: Flucht und Fund

„Freilich verrät die Natur in den größten wie in den kleinsten Zügen gern, wie sehr sie sich Selbstzweck ist. Der unbedeutendste Rieselquell kann sich der menschlichen Hand, und galt es ihr nur einen Trunk Wassers, oft auf weite Strecken entziehen. Er hat sich sein Bett in Berg und Gestein auf eigene Gefahr eingegraben, hat sich mit Schründen, Stürzen, Trümmern und Steilen freiheitstrotzig umwallt, hat sich mit Dorn und Gesträuch dichtschließend vermummt und nun mag der Herr der Schöpfung sich immer bemühen, seine Zwecke dort anzubringen.

Hier aber, wie wir sehen, hantiert nicht eben das entschlossenste Herrschergenie. Die bangen, unsicheren Bewegungen unsers nächtlichen Einsamen atmen einen Geist, der mit den Schauern der Nacht und der Fremde herzlich unbekannt ist. Wie ängstlich durchtastet sein Schritt die Bachszenerie, wie schüchtern ist jeder Griff in das Weiderich – unnahbare Gardinen werden nicht scheuer berührt! Das ganze Wesen ist wie gewebt aus Furcht! Das Wesen eines Neulings auf seinem Erstlingsausfluge, dürfen wir sagen, – ein jugendliches Wesen gewiß. Auch Wuchs und Gebärde, wie wir nun länger sie beobachtet, möchten damit übereinstimmen.“

 

 

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Ferdinand Kürnberger (3 juli 1821 – 14 oktober 1879)

 

 

03-07-06

Franz Kafka en Andreas Burnier

 

Hij werd geboren op 3 juli 1883 in Praag. In het dagelijks leven was Franz Kafka jurist en woonde en werkte het grootste deel van zijn leven in Praag. Kafka had een slechte gezondheid, en stierf uiteindelijk op vrij jonge leeftijd aan tuberculose op 3 juni 1924 in Wenen. Hij werd begraven op de nieuwe joodse begraafplaats in Praag. Kafka's vriend, Max Brod, was door de auteur opgedragen na Kafka's dood al zijn werk te verbranden. Gelukkig voor de literatuur gaf deze daar uiteindelijk geen gehoor aan.

 

Werk o.a : Das Urteil (1913), Die Verwandlung (1915), Der Prozess (1925, Das Schloss (1926), Amerika (1927).

Uit Das Schloss:

„...........................................................................

K. hatte sich halb aufgerichtet, hatte die Haare zurechtgestrichen, blickte die Leute von unten her an und sagte: »In welches Dorf habe ich mich verirrt? Ist denn hier ein Schloß?«

»Allerdings«, sagte der junge Mann langsam, während hier und dort einer den Kopf über K. schüttelte, »das Schloß des Herrn Grafen Westwest.«

»Und man muß die Erlaubnis zum Übernachten haben?« fragte K., als wolle er sich davon überzeugen, ob er die früheren Mitteilungen nicht vielleicht geträumt hätte.

»Die Erlaubnis muß man haben«, war die Antwort, und es lag darin ein großer Spott für K., als der junge Mann mit ausgestrecktem Arm den Wirt und die Gäste fragte:

»Oder muß man etwa die Erlaubnis nicht haben?«

»Dann werde ich mir also die Erlaubnis holen müssen«, sagte K. gähnend und schob die Decke von sich, als wolle er aufstehen.

»Ja von wem denn?« fragte der junge Mann.

»Vom Herrn Grafen«, sagte K., »es wird nichts anderes übrigbleiben.«

»Jetzt um Mitternacht die Erlaubnis vom Herrn Grafen holen?« rief der junge Mann und trat einen Schritt zurück.

»Ist das nicht möglich?« fragte K. gleichmütig. »Warum haben Sie mich also geweckt?«

Nun geriet aber der junge Mann außer sich. »Landstreichermanieren!« rief er. »Ich verlange Respekt vor der gräflichen Behörde! Ich habe Sie deshalb geweckt, um Ihnen mitzuteilen, daß Sie sofort das gräfliche Gebiet verlassen müssen.«

»Genug der Komödie«, sagte K. auffallend leise, legte sich nieder und zog die Decke über sich. »Sie gehen, junger Mann, ein wenig zu weit, und ich werde morgen noch auf Ihr Benehmen zurückkommen. Der Wirt und die Herren dort sind Zeugen, soweit ich überhaupt Zeugen brauche. Sonst aber lassen Sie es sich gesagt sein, daß ich der Landvermesser bin, den der Graf hat kommen lassen. Meine Gehilfen mit den Apparaten kommen morgen im Wagen nach. Ich wollte mir den Marsch durch den Schnee nicht entgehen lassen, bin aber leider einigemal vom Weg abgeirrt und deshalb erst so spät angekommen. Daß es jetzt zu spät war, im Schloß mich zu melden, wußte ich schon aus eigenem, noch vor Ihrer Belehrung. Deshalb habe ich mich auch mit diesem Nachtlager hier begnügt, das zu stören Sie die - gelinde gesagt - Unhöflichkeit hatten. Damit sind meine Erklärungen beendet. Gute Nacht, meine Herren.« Und K. drehte sich zum Ofen hin.” 

 

 


Franz Kafka
(3 juli 1883 –3  juni 1924)

 

De Nederlandse auteur Andreas Burnier werd op 3 juli 1931 geboren als Catharina Irma Dessaur. Burnier is van joodse afkomst en moest tijdens de oorlog onderduiken. Na de oorlog bezocht zij het lyceum in Den Haag en studeerde medicijnen en later filosofie in Amsterdam. Ze maakte haar studie niet af.

 

Burnier debuteerde in 1965 in het literaire tijdschrift Tirade. Haar eerste roman, "Een tevreden lach" (1965), werd bekroond met de Lucy B. en C.W. van der Hoogtprijs. Als schrijfster nam Catharina niet alleen een pseudoniem, maar ook een andere sekse aan. Homoseksualiteit speelt een belangrijke rol in het werk van Andreas Burnier.

 

Andere belangrijke boeken van Andreas Burnier zijn: "Het jongensuur" (1969), "De huilende Libertijn" (1970), "De zwembadmentaliteit" (1979), "De literaire salon" (1983) en "De wereld van glas" (1997).

Andreas Burnier overleed in september 2002 aan een hersenbloeding in haar woonhuis te Amsterdam.

 

 

Citaten:

 

“Een vrouw is een mens die ziet dat ook in de ‘linkse’, de ‘progressieve’, de ‘emancipatie-bewegingen’, alles nog steeds om de mannetjes hun meerdere macht en glorie draait.”

Ik behoor tot de mensen voor wie het één geheel is. Wij zitten nu even in dit bestaan. Het lijkt me zoiets als een droom. In een droom kan ontzettend veel gebeuren: enorme drama's en angsten en vreugden en weet ik wat. En als ze dat objectief meten, dan blijkt dat je een minuut of zo gedroomd hebt. Zo lijkt het leven mij ook iets dat een heel klein moment is in een veel grotere totaliteit. Voor mij zijn het voorgeboortelijke, dit leven en dat wat na de dood komt eigenlijk één geheel. Alleen zijn wij in dit leven meestal afgesnoerd van het bewustzijn van wat eraan voorafgaat en wat erop volgt.”

 

 

 

 

Andreas Burnier (3 juli 1931 -  18 september 2002)

 

 

 

22:30 Gepost door Romenu | Permalink | Commentaren (0) | Tags: franz kafka, andreas burnier, romenu |  Facebook |