02-04-18

György Konrád, Anne Waldman, Casanova, Hans Christian Andersen, Roberto Arlt, Edgar Hilsenrath, George Fraser

 

De joods-Hongaarse schrijver György Konrád werd geboren op 2 april 1933 in Berettyóújfalu (bij Debrecen). Zie ook alle tags voor György Konrád op dit blog.

Uit: Das Schweigen der Nachbarn

“Opfer Am 20. März 1944, einem Montag, ging ich wie gewöhnlich zur Schule. Die deutschen Tiger-Panzer auf dem Hauptplatz unserer kleinen Stadt und die darauf sitzenden, in grauen Uniformen steckenden, Zigaretten rauchenden Soldaten waren nicht zu übersehen.
Sie sahen sich um, langweilten sich. Auf der Hauptstraße marschierten in dichter Aufeinanderfolge deutsche Soldaten in feldgrauen Uniformen auf und ab. Die ungarischen Soldaten bewegten sich etwas lockerer. Doch auf die Schmährede von stinkenden Juden verzichteten sie in ihren Gesängen nur selten. Ein Klassenkamerad meinte: »Jetzt steht ihr im Regen.« »Wer?«, fragte ich. »Na, ihr, ihr Hunde«, sagte er lachend und lief weg. Auf die Juden hatte er angespielt und sich nicht geirrt.
Am 15. Mai wurden meine Eltern von schwarz uniformierten Offizieren der Gestapo in Begleitung ungarischer Gendarmen, die einen schwarzen Hut mit herabhängenden schwarzen Hahnenfedern trugen, verhaftet. Sie wurden nach Österreich zur Zwangsarbeit deportiert. Wir Kinder wussten nichts von ihnen.
Wir hatten gehört, dass die Juden aus der Umgebung von Berettyóújfalu, unserer kleinen Stadt, schon vielerorts in Ghettos gesperrt und in überfüllten Viehwaggons ins Ausland transportiert worden waren. Ohne Vater und Mutter, allein auf uns gestellt, auch so konnten wir Kinder leben. Doch es schien ratsam, die Kleinstadt zu verlassen und nach Budapest zu gehen. Dort hatten uns Verwandte eingeladen.
Juden allerdings war die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel verboten. Um dennoch fortgehen zu können, bestach ich, ein Elfjähriger, durch Vermittlung eines rechtsgerichteten Anwalts mit Hilfe des von meinen Eltern gebliebenen und versteckten Geldes im Wert eines größeren Hauses die zuständigen Behörden. Als mich mein Schuldirektor nach der Übergabe der erforderlichen Papiere aufforderte, auch weiterhin ein braver ungarischer Junge zu bleiben, nickte ich.”

 

 
György Konrád (Berettyóújfalu, 2 april 1933)

Lees meer...

02-04-17

Casanova, Hans Christian Andersen, Roberto Arlt, Edgar Hilsenrath, George Fraser, H. von Fallersleben

 

De Italiaanse schrijver en avonturier Giacomo Girolamo Casanova werd geboren in Venetië op 2 april 1725. Zie ook alle tags voor Giacomo Casanova op dit blog.

Uit:The memoirs of Jacques Casanova de Seingalt (Vertaald door Arthur Machen)

“During three long hours we heard nothing; the stillness was unbroken. At noon the monk called us in. Bettina was there sad and very quiet while the exorcist packed up his things. He took his departure, saying he had very good hopes of the case, and requesting that the doctor would send him news of the patient. Bettina partook of dinner in her bed, got up for supper, and the next day behaved herself rationally; but the following circumstance strengthened my opinion that she had been neither insane nor possessed.
It was two days before the Purification of the Holy Virgin. Doctor Gozzi was in the habit of giving us the sacrament in his own church, but he always sent us for our confession to the church of Saint- Augustin, in which the Jacobins of Padua officiated. At the supper table, he told us to prepare ourselves for the next day, and his mother, addressing us, said: “You ought, all of you, to confess to Father Mancia, so as to obtain absolution from that holy man. I intend to go to him myself.” Cordiani and the two Feltrini agreed to the proposal; I remained silent, but as the idea was unpleasant to me, I concealed the feeling, with a full determination to prevent the execution of the project.
I had entire confidence in the secrecy of confession, and I was incapable of making a false one, but knowing that I had a right to choose my confessor, I most certainly never would have been so simple as to confess to Father Mancia what had taken place between me and a girl, because he would have easily guessed that the girl could be no other but Bettina. Besides, I was satisfied that Cordiani would confess everything to the monk, and I was deeply sorry.”

 
Giacomo Casanova (2 april 1725 – 4 juni 1798)
Tony Curtis als Casanova in de film "Casanova & Co” uit 1977

Lees meer...

02-04-16

Edgar Hilsenrath, George Fraser, H. von Fallersleben, Johann Gleim, Pierre Zaccone, Pietro della Valle, Zwier van Haren, Joanna Chmielewska, Brigitte Struzyk

 

De Joods-Duitse schrijver Edgar Hilsenrath werd geboren in Leipzig op 2 april 1926. Zie ook alle tags voor Edgar Hilsenrath op dit blog.

Uit: Das Märchen vom letzten Gedanken

"Niemand kann dich hören, Thovma Khatisian", sagte der Märchenerzähler, "denn deine Rede ist stumm. Aber ich habe dich gehört."
"Hast du auch seinen Schrei gehört den Schrei des türkischen Ministerpräsidenten als er ins Bodenlose fiel?"
"Den hab ich auch gehört."
"Ich habe den türkischen Ministerpräsidenten noch einmal getroffen", sagte ich zum Märchenerzähler.
"Wann?"
"Vor einigen Sekunden."
"Und wo?"
"Im großen Sitzungssaal des Vereinten Völkerwissens. Es war während der üblichen Vollversammlung.
Er saß neben dem Regierungsvertreter, unauffällig und abseits. Wie ich erfuhr, war er nicht mehr Ministerpräsident, sondern Archivar beim Vereinten Völkergewissen, offiziell gewählt von allen vertretenen Nationen. Als er mich sah, verließ er seinen Platz und ging hinunter ins Archiv. Ich folgte ihm. Ich suche die armenische Akte, sagte ich. Es handelt sich um einen Bericht über den vergessenen Völkermord. Den vergessenen Völkermord? Ja. Und wann soll der stattgefunden haben? Im Jahre 1915. Das ist schon sehr lange her. Wir haben jetzt das Jahr 1988. Ja, sagte ich. Sehen Sie, sagte er.
Und dann führte er mich zum Aktenschrank. Er sagte: Unser Aktenschrank hat keine Schranktür. Es sind offene Regale, für jedermann zugänglich, denn wir haben keine Geheimnisse. Dann zeigen Sie mir, wo ich die armenische Akte finden kann. Das geht leider nicht, sagte er, denn eine so alte Akte wie die armenische ist längst verstaubt, so sehr verstaubt, daß sie unauffindbar geworden ist. Dann rufen Sie Ihre Putzfrau und veranlassen Sie, daß die Akte entstaubt wird.“

 

 
Edgar Hilsenrath (Leipzig, 2 april 1926)

Lees meer...

02-04-12

Thomas Glavinic, Émile Zola, György Konrád, Edgar Hilsenrath, Anne Waldman, George Fraser

 

De Oostenrijkse schrijver Thomas Glavinic werd geboren op 2 april 1972 in Graz. Zie ook alle tags voor Thomas Glavinic op dit blog.

 

Uit: Die Arbeit der Nacht

 

»Guten Morgen!« rief er in die Wohnküche.
Er trug das Frühstücksgeschirr zum Tisch, nebenbei drehte er den Fernseher auf. An Marie schickte er eine SMS. Gut ­geschlafen? Habe von dir geträumt. Dann festgestellt, daß ich wach war. I. l. d.
Der Bildschirm flimmerte. Er schaltete von ORF zu ARD. Kein Bild. Er zappte zu ZDF, RTL, 3sat, RAI: Flimmern. Der Wiener Lokalsender: Flimmern. CNN: Flimmern. Der französische, der türkische Sender: kein Empfang.
Vor der Tür lag statt des Kurier auf dem Fußabstreifer nur ein alter Reklamezettel, den er aus Faulheit noch nicht entfernt hatte. Kopfschüttelnd zog er aus dem Stapel im Flur eine Zeitschrift der Vorwoche und kehrte zu seinem Kaffee zurück. Abonnement kündigen, notierte er im Geist. Schon vergangenen Monat hatte er einmal keine Zeitung bekommen.
Er blickte sich im Zimmer um. Über den Boden verstreut lagen Hemden, Hosen und Strümpfe. Auf der Anrichte stand das Geschirr vom Vorabend. Der Müll roch. Jonas verzog das Gesicht. Er sehnte sich nach ein paar Tagen am Meer. Er hätte Marie begleiten sollen. Trotz seiner Abneigung gegen Verwandtschaftsbesuche.
Als er sich noch eine Scheibe Brot abschneiden wollte, glitt das Messer ab und fuhr ihm tief in den Finger.
»Mist! Ah! Da soll doch…«
Mit zusammengebissenen Zähnen hielt er die Hand unter kaltes Wasser, bis kein Blut mehr nachfloß. Er untersuchte die Wunde. Der Schnitt war bis auf den Knochen gegangen, schien jedoch keine Sehne verletzt zu haben. Auch Schmerzen fühlte Jonas nicht. In seinem Finger klaffte ein sauberes Loch, und er konnte den Knochen sehen.
Ihm wurde flau zumute. Er atmete tief durch.”

 

 


Thomas Glavinic (Graz, 2 april 1972)

Lees meer...

02-04-11

Thomas Glavinic, Émile Zola, György Konrád, Edgar Hilsenrath, Anne Waldman, George Fraser

 

De Oostenrijkse schrijver Thomas Glavinic werd geboren op 2 april 1972 in Graz. Zie ook mijn blog van 2 april 2007en ook mijn blog van 2 april 2008.en ook mijn blog van 2 april 2009 en ook mijn blog van 2 april 2010.

 

Uit: Lisa

 

„Ich bilde mir nicht ein, wahnsinnig viel über die Menschen zu wissen. Aber ich weiß immerhin, dass so ziemlich das Einzige, was einem Menschen bei anderen Respekt verschafft, seine Unabhängigkeit ist.
Und weil ich das über die Fußballfans gesagt habe, alles die reine Wahrheit. Ich sehe sie vor mir, die Schlachtenbummler, die mitreisenden Anhänger, die auf der Heimfahrt im Zug das Spiel diskutieren, Jeansjacke und weiße Socken, gelbe Zähne, Schnauzbart, Schal und Fahne, die Bierdose in der Schwielenhand. Solche Kapazunder sollten das Wahlrecht verlieren. Ich habe nichts gegen Fußball,
aber das geht zu weit, solche Ablenkungsmanöver von der Wirklichkeit gehen absolut zu weit.
Jaja, ich bin ungerecht, aber wer wäre das nicht in meiner Situation. Ich meine, die Lage kann man nicht gerade als ideal bezeichnen. Wenn ich mich vor einem Rudel Hooligans verkrochen hätte, die jemand mit Crack und russischem Billigsprit abgefüllt hat, würde ich mich besser fühlen, wenn nur solche Idioten hinter mir her wären, wie schön wäre das.
Heute war nicht mein Tag. Vorhin habe ich mir auf dem Holzstuhl im Bad einen Schiefer eingezogen, und wo, am Hintern. War das ein Spaß, den da rauszukriegen, das war ein NASA-Projekt. Habt ihr euch schon mal mit einer Pinzette da hinten bearbeitet, in der freien Hand einen kleinen Spiegel?
Eben. In einer solchen Haltung sieht nicht einmal George Clooney würdevoll aus. Und dabei ist es passiert, da habe ich mir auch noch den Rücken verrissen.
Aber wenn ich ein bisschen nachdenke, fallen mir erheblich größere Probleme ein als mein Rücken und mein Sitzfleisch und die Würde. Noch immer spiele ich mit dem Gedanken, in ein Militärdepot einzusteigen und rings um das Haus Tretminen zu legen.“

 

 

 

Thomas Glavinic (Graz, 2 april 1972)

 

 

Lees meer...

02-04-10

György Konrád, Thomas Glavinic, Émile Zola, Edgar Hilsenrath, George Fraser, Anne Waldman


De joods-Hongaarse schrijver György Konrád werd geboren op 2 april 1933 in Berettyóújfalu (bij Debrecen). Zie ook mijn blog van 2 april 2007 en ook mijn blog van 2 april 2008.en ook mijn blog van 2 april 2009.

 

Uit: Der Besucher (Vertaald door Mario Szenessy)

 

Eigentlich möchte ich nicht für längere Zeit von hier weggehen. Manchmal würde ich meine Familie gern besuchen, es ist mir aber fast unmöglich, zu ihnen zu gehen, trotz ihrer ungeheuren Geduld, mein Kommen bedarf genauso einer Erklärung wie mein Gehen. Meine einstigen Kollegen und Freunde würden mir früher oder später Fragen stellen, die ich nicht zufriedenstellend beantworten würde. Ich könnte es zumindest nicht in Kürze tun, und lange Erklärungen will ich nicht abgeben.
Ich könnte mich vielleicht auf das Beispiel eines Gaunerrabbiners berufen, der - obwohl ihn seine Gemeinde sehr verehrte - immer kläglicher vor der Bundeslade zu singen anfing. Er wollte nicht mehr die Sündigen mit der Strenge des Allmächtigen bedrohen und auch nicht die Frommen mit seiner Güte trösten. Er floh aus seiner Synagoge, verkleidete sich, ging auf Wanderschaft. Unterwegs kehrte er bei einer alten Frau ein, die, von allen verlassen, in ihrer trostlosen Kate im Sterben lag. "Weshalb habe ich gelebt, wenn mi r, soweit ich mich zurückerinnern kann, immer nur Leid zugefügt wurde?" fragte die alte Frau. "Damit du es erträgst", antwortete der Rabbiner und versöhnte die Sterbende mit ihrem Schicksal. Als er ihr Gesicht mit einem Tuch zudeckte, beschloß er, sich fortan stumm zu stellen. Drei Tage darauf traf er eine junge Bettlerin, die ihren toten Säugling auf dem Rücken schleppte. Der Rabbiner half ihr, ein Grab auszuheben; sie legten den winzigen Leichnam in Leinwand gewickelt in die Grube, schütteten sie zu, aßen Brot und der Rabbiner antwortete auf die Frage der Bettlerin nur mit einem Zeichen. "Meiner kleinen Armen wurde nichts zuteil, weder Freude noch Leid. Sag, hatte es einen Zweck, daß sie auf die Welt kam?" Der verkleidete Rabbiner drehte seine Hand vor der Stirn im Kreis herum, doch da die Frau auf ihrer Frage beharrte, nickte er: Ja. Und im selben Moment beschloß er, sich nicht nur stumm, sondern auch taub zu stellen. Er verbarg sich vor den Menschen in einer Felshöhle, da fand ih n niemand,nur ein Wiesel kam auf seine Spur. Es war am Bein verwundet, der Rabbiner verband die Stelle mit Heilkräuter; das Wiesel sammelte für ihn fortan wohlschmeckende Kerne. Der Einsiedler betete, das kleine Tier bewegte die Nase, sie gewannen einander lieb.”

 

 

 

Konrád
György Konrád (Berettyóújfalu, 2 april 1933)

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver Thomas Glavinic werd geboren op 2 april 1972 in Graz. Zie ook mijn blog van 2 april 2007 en ook mijn blog van 2 april 2008.en ook mijn blog van 2 april 2009.

 

Uit: Das Leben der Wünsche

 

Eine Sekunde! Setzen wir uns auf die Bank vor diesem Brunnen! Ich möchte Ihnen ein Angebot machen.
Meinen Sie mich?
Ich meine Sie.
Kann es sein, dass Sie mich verwechseln?
Sie heißen Jonas, sind fünfunddreißig Jahre alt, und Ihre Frau heißt Helen.
Kennen wir uns von früher?
Sie haben zwei Söhne, Tom und Chris. Sie arbeiten bei der Werbeagentur Drei Schwestern. Ihre Mutter ist tot, Ihr Vater sechsundachtzig, er lebt nach einem Schlaganfall im Pflegeheim. Geschwister haben Sie keine. Seit einiger Zeit schlafen Sie mit Marie, deren Mann Apok heißt und mit dem sie ein Kind hat.
Sie sind ein Detektiv!
Ich bin etwas viel Besseres, sagte der Mann. Setzen wir uns!

Jonas hatte keine Lust, mit ihm zu reden. Der Kopf tat ihm jetzt schon weh, eine halbe Stunde nach Sondheimers Geburtstagsfeier, er vertrug diese verheerende Mischung von Rum und Weißwein nicht, die im Büro getrunken wurde. Ihm war so heiß, dass er das Hemd aus der Hose gezogen und die Krawatte in die Tasche gestopft hatte, und brennender Durst wollte ihn in die nächste Kneipe treiben. Doch er folgte dem Mann und gehorchte auch seiner Geste, als dieser mit der Hand neben sich auf die Bank klopfte. Auf dem Boden stellte der Fremde einen blauen Aktenkoffer ab.

Sie musterten einander. Der Mann war in Weiß gekleidet, Leinensakko, Bundfaltenhose, Halbschuhe. Er hatte einen Kurzhaarschnitt, er war schlecht rasiert, um den Hals und am Handgelenk trug er ein Goldkettchen.“

 

 

 

glavinic
Thomas Glavinic (Graz, 2 april 1972)

 

 

 

 

De Franse schrijver Émile Zola werd geboren op 2 april 1840 te Parijs. Zie ook mijn blog van 2 april 2007 en ook mijn blog van 2 april 2008.en ook mijn blog van 2 april 2009.

 

Uit: L'Assommoir

 

  Par exemple, il y eut là un fameux coup de fourchette; c'est-à-dire que personne de la société ne se souvenait de s'être jamais collé une pareille indigestion sur la conscience. Gervaise, énorme, tassée sur les coudes, mangeait de gros morceaux de blanc, ne parlant pas, de peur, de perdre une bouchée; et elle était seulement un peu honteuse devant Goujet, ennuyée de se montrer ainsi, gloutonne comme une chatte. Goujet, d'ailleurs, s'emplissait trop lui-même, à la voir toute rose de nourriture. Puis, dans sa gourmandise, elle restait si gentille et si bonne ! Elle ne parlait pas, mais elle se dérangeait à chaque instant, pour soigner le père Bru et lui passer quelque chose de délicat sur son assiette. C'était même touchant de regarder cette gourmande s'enlever un bout d'aile de la bouche, pour le donner au vieux, qui ne semblait pas connaisseur et qui avalait tout, la tête basse, &bêti de tant bâfrer, lui dont le gésier avait perdu le goût du pain. Les Lorilleux passaient leur rage sur le rôti; ils en prenaient pour trois jours, ils auraient englouti le plat, la table et la boutique, afin de ruiner la Banban du coup. Toutes les dames avaient voulu de la carcasse; la carcasse, c'est le morceau des dames. Mme Lerat, Mme Boche, Mme Putois grattaient des os, tandis que maman Coupeau, qui adorait le cou, en arrachait la viande avec ses deux dernières dents.“

 

 

 

emile-zola-1875
Émile Zola
(2 april 1840 - 29 september 1902)

Portret door Edouard Manet, 1875

 

 

 

 

De Joods-Duitse schrijver Edgar Hilsenrath werd geboren in Leipzig op 2 april 1926. Zie ook mijn blog van 2 april 2007 en ook mijn blog van 2 april 2008.en ook mijn blog van 2 april 2009.

 

Uit: Das Märchen vom letzten Gedanken

 

»Ich bin der Märchenerzähler in deinem Kopf. Nenne mich Meddah.

Und nun sei ganz still, Thovma Khatisian. Ganz still.

Denn es dauert nicht mehr lange. Bald ist es soweit. Und dann … wenn deine Lichter allmählich ausgehen … werde ich dir ein Märchen erzählen.«

»Was für ein Märchen, Meddah?«

»Das Märchen vom letzten Gedanken. Ich werde zu dir sagen: Es war einmal ein letzter Gedanke. Der saß in einem Angstschrei und hatte sich dort versteckt.«

»Warum, Meddah?«

»Na, warum wohl, Thovma Khatisian? Was ist das für eine Frage? Bist du etwa völlig bekloppt? Das ist doch ganz einfach. Der hatte sich dort versteckt, um mit dem letzten Angstschrei ins Freie zu segeln … durch deinen sperrweit aufgerissenen Mund.«

»Wohin, Meddah?«

»Nach Hayastan.«

»Nach Hayastan also?«

»Ja, Thovma Khatisian.«

»Ins Land meiner Vorfahren? Das Land am Fuße des Berges Ararat?«

»Dorthin.«

»Ausgerechnet dorthin?«

»Wohin sonst, Thovma?«

»Ins heilige Land der Armenier, das die Türken entweiht haben?«

»Entweiht, Thovma. Sie haben es entweiht.«

»Dort, wo Christus gekreuzigt wurde, zum zweiten Mal?«

»Du sagst es, Thovma.«

»Vielleicht zum letzten Mal? Endgültig!«

»Das weiß man nicht.«

»Sag, Meddah – wie ist das eigentlich?«

»Was denn, Thovma?«

»Wo sind die Armenier aus Hayastan?«

»Sie sind verschwunden, Thovma.«

 

 

 

 

hilsenrath
Edgar Hilsenrath (Leipzig, 2 april 1926)

 

 

 

 

De Britse schrijver en scenarioschrijver George MacDonald Fraser werd geboren in Carlisle op 2 april 1925. Zie ook mijn blog van 2 april 2009.

 

Uit: Flashman on the March

 

“Half a million in silver, did you say?”
“In Maria Theresa dollars. Worth a hundred thou’ in quids.” He held up a gleaming coin, broad as a crown, with the old girl double-chinned on one side and the Austrian arms on t’other. “Dam’ disinheritin’ old bitch, what? Mind, they say she was a plum in her youth, blonde and buxom, just your sort, Flashy—”
“Ne’er mind my sort. The cash must reach this place in Africa within four weeks? And the chap who was to have escorted it is laid up in Venice with yellow jack?”
“Or the clap, or the sailor’s itch, or heaven knows what.” He spun the coin, grinning foxy-like. “You’ve changed your mind, haven’t you? You’re game to do it yourself! Good old Flash!”
“Don’t rush your fences, Speed, my boy. When’s it due to be shipped out?”
“Wednesday. Lloyd packet to Alexandria. But with Sturgess comin’ all over yellow in Venice, that won’t do, and there ain’t another Alex boat for a fortnight—far too late, and the Embassy’ll run my guts up the flagpole, as though ’twas my fault, confound ’em—”
“Aye, it’s hell in the diplomatic. Well, tell you what, Speed—I’ll ride guard on your dollars to Alex for you, but I ain’t waiting till Wednesday. I want to be clear of this blasted town by dawn tomorrow, so you’d best drum up a steam-launch and crew, and get your precious treasure aboard tonight—where is it just now?”
“At the station, the Strada Ferrata—but dammit, Flash, a private charter’ll cost the moon—”
“You’ve got Embassy dibs, haven’t you? Then use ’em! The station ain’t spitting distance from the Klutsch mole, and if you get a move on you can have the gelt loaded by midnight. Heavens, man, steam craft and spaghetti sailors are ten a penny in Trieste! If you’re in such a sweat to get the dollars to Africa—”
“You may believe it! Let me see . . . quick run to Alex, then train to Cairo and on to Suez—no camel caravans across the desert these days, but you’ll need to hire nigger porters—”
“For which you’ll furnish me cash!”

 

 

 

MacDonald
George MacDonald Fraser (2 april 1925 - 2 januari 2008)

 

 

 

De Amerikaanse dichteres Anne Waldman werd geboren op 2 april 1945 in Millville, New Jersey. Zie ook mijn blog van 2 april 2009.

 

 

The Lie

 

Art begins with a lie

      The separation is you plus me plus what we make  

            Look into lightbulb, blink, sun’s in your eye

 

I want a rare sky

      vantage point free from misconception  

            Art begins with a lie

 

Nothing to lose, spontaneous rise  

      of reflection, paint the picture

            of a lightbulb, or eye the sun

 

How to fuel the world, then die  

      Distance yourself from artfulness  

            How? Art begins with a lie

 

The audience wants to cry

      when the actors are real & passionate

            Look into footlight, then feed back to eye

 

You fluctuate in an artful body

      You try to imitate the world’s glory

            Art begins with a lie

                  That’s the story, sharp speck in the eye.

 

 

 

 

waldman
Anne Waldman (Millville, 2 april 1945)

Zie voor nog meer schrijvers van de 2e april ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

02-04-09

György Konrád, Thomas Glavinic, Émile Zola, Edgar Hilsenrath, Brigitte Struzyk, George Fraser, Anne Waldman, Roberto Arlt, Joanna Chmielewska, H. von Fallersleben, Casanova, H. C. Andersen, Johann Gleim, Zwier van Haren, Pierre Zaccone, Pietro della Valle


De joods-Hongaarse schrijver György Konrád werd geboren op 2 april 1933 in Berettyóújfalu (bij Debrecen). Zie ook mijn blog van 2 april 2007 en ook mijn blog van 2 april 2008.

 

Uit: The Loser (Vertaald door Ivan Sanders)

 

“The director walks by; he, too, is nervous about his contradictory tasks. For want of something better to do, he sits down next to me-we’ve known each other since childhood. I try to talk his language and find it a strain to reacquaint myself with my delusions. Sit and rest with us for a while, don’t say a word; let’s greet each other with a lazy wink, like cats. It’s true, we inmates cannot buy a pack of cigarettes without attracting attention, and we drag along our queer theater wherever we go; but it would do you no harm to act out your own plays once in a while. Perhaps you would understand why I kept silent for months at state security headquarters, knowing all along that my silence was reason enough for them to prescribe compulsory psychiatric care. It can’t be much fun giving politely phony answers to stupid questions all your life. You think you are watching us; actually, we are taking a good look at you. You are not a bad man; you know well that our differences are relative. You don’t devise any more dirty tricks than are needed to keep others from usurping your job. You are right: we are uncertain when confronted with the norms of daily living; we are much too busy contemplating the twists and turns of our own thoughts. We are not up to mimicking you with parodistic seriousness, just to be able to roam around freely.

But since you happen to be listening, I will say it: In here, it’s us madmen against you idiots. You locked us up and try to refit us, to make us resemble you-with your drugs you befoul our brains. Your psychiatric know-how is but a symptom of your idiocy. Go ahead and be scared of us; defend your disgusting, tidy little commonplaces. There can be no peace between us; it’s not only you who pick our brains, we pick yours, too-we reform you, we corrupt you.”

 

 

 

konrad
György Konrád (Berettyóújfalu, 2 april 1933)

 

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver Thomas Glavinic werd geboren op 2 april 1972 in Graz. Zie ook mijn blog van 2 april 2007 en ook mijn blog van 2 april 2008.

 

Uit: Wie man leben soll

 

„An dem Abend, an dem drüben in Amerika die Challenger über Cape Canaveral explodiert, liegt man zum erstenmal mit einem Mädchen im Bett. Von dem Unglück ahnt man nichts, man konzentriert sich auf unsittliche Berührungen. Aus einem Kassettenrecorder dringt Musik, von der man weiß, daß sie dem Mädchen gefällt. So ist das Objekt der Sehnsucht in der gleichen Stimmung wie man selbst. Auch wenn man das für unmöglich hält.

Berührt man die weibliche Brust, stellt man fest, daß sie sich ähnlich anfühlt wie ein Tafelschwamm.

- Hoppla, Entschuldigung, murmelt man.

Claudia schweigt.

Zweifelhafte Gazetten verbilden Jugendliche und treiben sie scharenweise den Psychoanalytikern in die Arme. Entgegen deren Informationen schätzen es Mädchen nämlich unter bestimmten Umständen, an den Geschlechtsteilen befummelt zu werden, so sehr die Kirche und der bärtige Schularzt, dessen Atem nach Marillenlikör riecht, einem das ausreden wollen. Gottlob sind Neugier und Natur stärker als alle zusammen.

Man schließt die Augen und genießt Claudias Duft. Sie riecht blumig. So frisch, so fremd. Der Geruch eines anderen Menschen, so nah. Ein wunderbares Erlebnis. Man kann kaum glauben, daß es passiert, daß man plötzlich vom Glück verfolgt sein soll. Wenn man Karl Kolostrum heißt und immer schon der dickste der Klasse war, ist man einiges an Spitznamen und Bösartigkeiten gewohnt und in Liebesdingen alles andere als verwöhnt.“

 

 

 

Glavinic
Thomas Glavinic (Graz, 2 april 1972)

Thomas Glavinic, 2006

 

 

 

 

 

De Franse schrijver Émile Zola werd geboren op 2 april 1840 te Parijs. Zie ook mijn blog van 2 april 2007 en ook mijn blog van 2 april 2008.

 

Uit: Nana

 

 Un murmure grandit comme un soupir qui se gonflait. Quelques mains battirent, toutes les jumelles étaient fixées sur Vénus. Peu à peu, Nana avait pris possession du public, et maintenant chaque homme la subissait. Le rut qui montait d'elle, ainsi que d'une bête en folie, s'était épandu toujours davantage, emplissant la salle. À cette heure, ses moindres mouvements soufflaient le désir, elle retournait la chair d'un geste de son petit doigt. Des dos s'arrondissaient, vibrant comme si des archets invisibles se fussent promenés sur les muscles, des nuques montraient des poils follets qui s'envolaient, sous des haleines tièdes et errantes, venues on ne savait de quelle bouche de femme. Fauchery voyait devant lui l'échappé du collège que la passion soulevait de son fauteuil. Il eut la curiosité de regarder le comte de Vandeuvres, très pâle, les lèvres pincées, le gros Steiner, dont la face apoplectique crevait, Labordette lorgnant d'un air étonné de maquignon qui admire une jument parfaite, Daguenet dont les oreilles saignaient et il remuaient de jouissance. Puis, un instinct lui fit jeter un coup d'oeil en arrière, et il resta étonné de ce qu'il aperçut dans la loge des Muffat : derrière la comtesse, blanche et sérieuse, le comte se haussait, béant, la face marbrée de taches rouges; tandis que, près de lui, dans l'ombre, les yeux troubles du marquis de Chouard étaient devenus deux yeux de chat, phosphorescents, pailletés d'or.“

 

 

 

 

Zola
Émile Zola
(2 april 1840 - 29 september 1902)

 

 

 

 

De Joods-Duitse schrijver Edgar Hilsenrath werd geboren in Leipzig op 2 april 1926. Zie ook mijn blog van 2 april 2007 en ook mijn blog van 2 april 2008.

 

Uit: Der Nazi & der Friseur

 

“Ich bin Max Schulz, unehelicher, wenn auch rein ari­scher Sohn der Minna Schulz ... zur Zeit meiner Geburt Dienstmädchen im Hause des jüdischen Pelzhändlers Abramowitz. An meiner rein arischen Herkunft ist nicht zu zweifeln, da der Stammbaum meiner Mutter, also der Minna Schulz, zwar nicht bis zur Schlacht im Teutoburger Walde, aber immerhin bis zu Friedrich dem Großen verfolgt werden kann. Wer mein Vater war, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, aber er war bestimmt einer von den fünfen: der Fleischer Hubert Nagler, der Schlossermeister Franz Heinrich Wieland, der Maurergehilfe Hans Huber, der Kutscher Wilhelm Hopfenstange oder der Hausdiener Adalbert Henne­mann.

Ich habe die Stammbäume meiner fünf Väter sorg­fältig prüfen lassen, und ich versichere Ihnen, daß die arische Herkunft der fünf einwandfrei festgestellt wurde. Was den Hausdiener Adalbert Hennemann anbetrifft ... da kann ich sogar mit Stolz sagen, daß einer seiner Vorfahren den Spitznamen >Hagen der Schlüsselträger< trug, ein Knappe des ruhmreichen Rit­ters Siegismund von der Weide, dem sein Herr und Gebieter als Zeichen seines großen Vertrauens einen bestimmten Schlüssel anvertraute ... nämlich: den Schlüssel des Keuschheitsgürtels seiner Frau Gemahlin ... ein vergoldeter Keuschheitsgürtel, der später am Hofe des großen Königs berühmt wurde und Ge­schichte machen sollte.”

 

 

 

 

Edgar_Hilsenrath
Edgar Hilsenrath (Leipzig, 2 april 1926)

 

 

 

 

De Duitse schrijfster en dichteres Brigitte Struzyk (eig. Brigitte Kraft) werd op 2 april 1946 geboren in Steinbach-Hallenberg/Thüringen. Zie ook mijn blog van 2 april 2007 en ook mijn blog van 2 april 2008.

 

 

 

Querfeldein

 

Querfeldein

der Hund der Rabe

im Wechselgesang

und im Wasser

das schwankende

     Boot

der Lichtreklame

 

 

 

 

 

Rundgang

 

Ich aber ging

durch den Weinberg

Ich ging

wo die Birnen

am Wegrand

o weh

wo sie lagen

und dachte an ihn

ob er getrunken hat

ob er trunken war

vom Leben vom Tod

halbe/halbe

 

 

 

 

 

Struzyk
Brigitte Struzyk (Steinbach-Hallenberg, 2 april 1946)

 

 

 

 

 

De Britse schrijver en scenarioschrijver George MacDonald Fraser werd geboren in Carlisle op 2 april 1925. Een groot deel van zijn jeugd bracht hij in Schotland door.Vanaf 1943 vocht hij in de Tweede Wereldoorlog in het Britse leger. Niet veel later werd MacDonald Fraser in India gestationeerd. Hij is vier keer benoemd tot Lance Corporal, maar die rang raakte hij tot drie keer toe kwijt wegens kleine misstappen. Hij beschreef zijn militaire loopbaan in het autobiografische 'Quartered Safe Out Here.'

Na de Tweede Wereldoorlog bleef hij het Britse leger dienen, maar dan in het Midden-Oosten en Noord-Afrika. Na zijn militaire loopbaan werd hij journalist en redacteur bij de Schotse krant 'The Scotsman'. Hij werd daar aan de kant gezet en ging zich toen geheel op het schrijven concentreren.

MacDonald Fraser werd uiteindelijk het bekendst met zijn boeken uit de 'Flashman' serie. Dit is een reeks historische romans geschreven onder het pseudoniem Harry Flashman. MacDonald Fraser was ook scenarist. Hij maakte onder andere scenario's voor de James Bond-film Octopussy.

 

Uit: Flashman and the Tiger

 

“"Search me, old Blowhard," says I rescuing the bottle. "All I ask is whether you got to grips with that fascinating Balkan bint and her beauteous daughter, and if so, did you tackle 'em in tandem or one after t'other?" But he was too flown with his fat-headed philosophy to listen.

"I did not slip, me -- I could not! I foiled the vengeful monarch's ruffians -- it was inevitable! My gypsy abductors took the road determined by Fate!" He was quite rosy with triumph. "Le destin, my old one -- destiny is immutable. We are like the planets, our courses preordained. Some of us," he admitted, "are comets, vanishing and reappearing, like the geniuses of the past. Thus Moses is reflected in Confucius, Caesar in Napoleon, Attila in Peter the Great, Jeanne d'Arc in . . . in . . ."

"Florence Nightingale. Or does it have to be a Frog? Well, then, Madame du Barry -- "

"Jeanne d'Arc is yet to reappear, perhaps. But you are not serious, my boy. You doubt my reason. Oh, yes, you do! But I tell you, everything moves by a fixed law, and those of us who would master our destinies -- " he tapped a fat finger on my knee " -- we learn to divine the intentions of the Supreme Will which directs us."

 

 

 

 

GeorgeFraser
George MacDonald Fraser (2 april 1925 - 2 januari 2008)

 

 

 

 

De Amerikaanse dichteres Anne Waldman werd geboren op 2 april 1945 in Millville, New Jersey. Zij is een prominente representante van de Beat Generation. Haar performances zijn legendarisch geworden. Zij trad op met Allen Ginsberg, William S. Burroughs en Gregory Corso, maar ook met t Patti Smith, Lou Reed en Bob Dylan.

 

 

 

Number Song

 

I've multiplied, I'm 2.
He was part of me
he came out of me,
he took a part of me
He took me apart.
I'm 2, he's my art,
no, he's separate.
He art one. I'm not
done & I'm still one.
I sing of my son. I've
multiplied. My heart's
in 2, half to him & half
to you,
who are also a part
of him, & you & he
& I make trio of
kind congruity.

 

 

 

 

Waldman
Anne Waldman ( Millville, 2 april 1945)

 

 

 

 

 

De Argentijnse schrijver Roberto Godofredo Arlt werd geboren op 2 april 1900 in Buenos Aires. Hij werkte eerst als journalist in Córdoba. Zijn gebundelde columns uit El Mundo behoren tot de klassieeken van de Argentijnse literatuur. In 1929 verscheen zijn roman El juguete rabioso, over het opgroeien van jonge mensen in een marginale barrio in Buenos Aires. Verder schreef hij o.a. Los siete locos (De zeven gekken), Los lanzallamas (De vlammenwerpers) en El Amor Brujo. Vanaf de jaren dertig tot zijn dood werkte hijvoornamelijk voor het theater.

 

Uit: Mad Toy (Vertaald door Michele McKay Aynesworth)

 

„At the age of fourteen I was initiated into the thrilling literature of outlaws and bandits by an old Andalusian cobbler whose shoe repair shop stood next to a green-and-white-fronted hardware store in the entryway of an ancient house on Rivadavia Street between the corners of South America and Bolivia.

The colorful title pages of serial novels featuring the adventures of Montbars the Pirate and Wenongo the Mohican decorated the front of that hole-in-the-wall shop. The minute school let out, we boys would head over to admire the prints that hung there in the doorway, faded by the sun.

Sometimes we would venture in to buy half a pack of Barrilete cigarettes, and the man would reluctantly leave his stool to make the sale, grumbling the whole time.

He was stoop-shouldered, gaunt, and bushy-faced, and to top it off, a bit lame, a strange lameness: his foot was round like the hoof of a mule with its heel turned outward.

Every time I saw him, I remembered a proverb my mother liked to repeat: "Beware of those who are marked by God."

The words would begin to flow when he saw me, and while he held a battered half-boot amid the jumble of lasts and scrolls of leather, he would teach me the sour song of failure, sharing the lore of Spain's most famous bandits, or singing the praises of an extravagant customer who tipped him twenty centavos for polishinghis shoes.“

 

 

 

 

roberto_arlt_01
Roberto Arlt (2 april 1900 – 26 juli 1942)

 

 

 

 

 

De Poolse schrijfster Joanna Chmielewska (eig. Irena Kühn) werd geboren op 2 april 1932 in Warschau.Zij studeerde architektuur en werkte daarna bij verschillende bureau’s. In 1958 debuteerde zij met een kort verhaal. Sinds de jaren zeventig is zij in Polen en Rusland een van de meest gelezen schrijfsters van voornamelijk humoristische detectives.

 

Uit: Mord ist Trumpf (Vertaald door Anna Junuszewska)

 

Ich stand im Badezimmer und betrachtete mich im Spiegel:aufmerksam, unerbittlich, leicht angewidert. Ekelhaft. Die Augen nicht wirklich gelungen,die Nase ganz einfach dämlich, die Stirn eines intellektuellen Schwachkopfes, dazu noch irgendwie kahl, um den Mund war es auch nicht besser bestellt, die Ohren … Na ja, gut, die Ohren waren normal, nicht einmal besonders abstehend, aber im Grunde sah man sie nicht. Dafür die Haare, Himmel, wie Heu auf unfruchtbarem Boden … Während ich mein Spiegelbild objektiv und erbarmungslos begutachtete, zog ich die ersten Schlüsse. Die eine Hälfte meines Gehirns war mit der Kontemplation der im Spiegel betrachteten Schönheit beschäftigt, während die andere überlegte, wie zum Teufel sich ein Mann für dergleichen begeistern sollte. Er müsste wohl nicht ganz normal oder sehr kurzsichtig sein. Egal welche Intelligenz, Persönlichkeit oder andere versteckte Tugenden ich ausstrahlen mochte, könnte er sich nicht mal ansatzweise unsterblich in mich verlieben …

Es ist wohl klar, dass der eigentliche Grund dieser schonungslosen Selbstkritik nichts anderes als ein Kerl war, und man musste zugeben, dass es sich dieses Mal um ein besonderes Exemplar handelte. Nicht nur schön, sondern auch mysteriös. Jahrelang versuchte ich ohne Erfolg, ihn zu entschlüsseln, jahrelang stimmte da etwas nicht, und jetzt gab mir meine ganze Lebenserfahrung mit Nachdruck zu verstehen, dass die erwünschte Beziehung in eine kritische Phase kam. Ich sollte mir etwas überlegen, mit meiner Schönheit konnte ich es dem Abgott nicht recht machen, aber mit etwas

anderem vielleicht …”

 

 

 

chmielewska
Joanna Chmielewska (Warschau, 2 april 1932)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver August Heinrich Hoffmann von Fallersleben werd geboren in Fallersleben op 2 april 1798. Zie ook mijn blog van 2 april 2007 en ook mijn blog van 2 april 2008.

 

 

Haifisch

 

O sage mir, wie heißt das Thier,

das vieles kann vertragen,

das wohl den größten Rachen hat

und auch den größten Magen ?

 

Es ist bekannt in Stadt und Land,

in jedem Ort und Flecken,

und wers einmal gesehen hat,

denkt dran mit Angst und Schrecken.

 

Schlag nach geschwindt, mein liebes Kind,

in Oken´s erstem Bande:

Es heißt Haifisch auf dem Meer

und Fiskus auf dem Lande

 

 

 

 

Fallersleben
Hoffmann von Fallersleben (2 april 1798 – 19 januari 1874)

Portret door Carl Georg Christian Schumacher, 1819

 

 

 

 

 

De Italiaanse schrijver en avonturier Giacomo Girolamo Casanova werd geboren in Venetië op 2 april 1725. Zie ook mijn blog van 2 april 2007 en ook mijn blog van 2 april 2008.

 

Uit: Ein hilfreiches Gewitter

 

„"Sagen Sie, daß Sie mich lieben", verlangte ich.
"Nein, denn Sie sind ein gottloser Mensch, und die Hölle erwartet Sie."
Nachdem ich sie auf ihren Platz zurückgesetzt und das Unwetter sich verzogen hatte, versicherte ich ihr, der Kutscher habe sich nie umgedreht. Unter Scherzen über das Abenteuer und Handküssen sagte ich ihr, ich sei davon überzeugt, daß ich Sie von ihrer Gewitterangst geheilt hätte, daß sie aber niemandem das Geheimnis verraten werde, wem sie diese Heilung verdanke. Sie erwiderte, auf jeden Fall sei sie sicher, daß noch nie eine Frau durch ein solches Mittel geheilt worden sei.
"Das muß im Lauf von tausend Jahren eine Million Male vorgekommen sein", sagte ich. "Ich gestehe Ihnen sogar, daß ich damit gerechnet hatte, als ich in die Kalesche stieg; denn mir schien es das einzige Mittel zu sein, in Ihren Besitz zu gelangen. Glauben Sie mir, auf der ganzen Welt gibt es keine einzige furchtsame Frau, die in Ihrer Lage zu widerstehen gewagt hätte."
"Das mag sein; aber in Zukunft werde ich nur noch mit meinem Mann fahren."
"Wie ungeschickt von Ihnen; denn Ihrem Mann wird es garnicht einfallen, Sie zu trösten, wie ich es getan habe."
"Auch das ist wahr. Mit Ihnen gelangt man zu ungewöhnlichen Erkenntnissen; doch verlassen Sie sich darauf, daß ich nie wieder mit Ihnen zusammen reisen werde."
Unter anregenden Gesprächen langten wir noch vor allen anderen in Pasiano an. Kaum war sie ausgestiegen, lief sie in ihr Zimmer und schloß sich ein, während ich nach einem Scudo für den Kutscher suchte. Der lachte.“

 

 

 

Casanova
Giacomo Casanova (2 april 1725 –  4 juni 1798
)

 

 

 

 

 

De Deense schrijver en dichter Hans Christian Andersen werd geboren op 2 april 1805 in Odense. Zie ook mijn blog van 2 april 2007 en ook mijn blog van 2 april 2008.

 

Uit: De nieuwe kleren van de keizer

 

In de grote stad waar hij woonde was het leven heel genoeglijk. Iedere dag waren er vreemdelingen en op een dag kwamen er twee bedriegers, die zich voor wevers uitgaven en zeiden dat ze de mooiste stoffen konden weven die je je maar denken kon. Niet alleen de kleuren en het patroon waren ongelooflijk mooi, maar ook hadden de kleren die ervan gemaakt waren, de wonderbaarlijke eigenschap dat ze onzichtbaar waren voor iedereen die niet voor zijn ambt deugde of die onvergeeflijk dom was. Wat een fijne kleren, dacht de keizer. Als ik die aan heb, kan ik erachter komen wie er in mijn rijk niet deugt voor zijn ambt en dan kan ik de knappen van de dommen onderscheiden. Die stof moet ik meteen laten weven! En hij gaf de bedriegers een flink handgeld, zodat ze met hun werk konden beginnen. Ze zetten ook twee weefgetouwen op en deden alsof ze werkten, maar er zat helemaal niets op het weefgetouw. Brutaalweg vroegen ze om de fijnste zijde en het prachtigste goud; dat stopten ze in hun eigen zak en ze werkten aan de lege weefgetouwen, en dat nog wel tot diep in de nacht.“

 

 

 

 

hans-christian
Hans Christian Andersen
(2 april 1805 - 4 augustus 1875)

Standbeeld in Central Park, Manhattan, New York

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Wilhelm Ludwig Gleim werd geboren op 2 april 1719 in Ermsleben. Zie ook mijn blog van 2 april 2007.

 

 

Antwort, auf die Frage: wie geht's?

1794

 

In meinem Hüttchen geht mirs gut,

Wie kann mirs übel gehn?

Ich hab' in meinem Hüttchen Muth,

Dem Unglück zu bestehn!

 

Ich kann die halbe Gotteswelt,

Aus meinem Hüttchen sehn,

Weil mirs in ihr so wohl gefällt,

Wie kann mirs übel gehn?

 

Und böte mir der König gleich

Nebst seiner Königspflicht,

Der allzuschweren! ach! sein ganzes Königreich,

Ich nähm' es für mein Hüttchen nicht!

 

 

 

 

gleim
Johann Gleim (2 april 1719 – 18 februari 1803)

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver Onno Zwier van Haren werd geboren in Leeuwarden op 2 april 1713. Zie ook mijn blog van 2 april 2007.

 

Uit: Agon, Sulthan van Bantam

 

Sinan

Uw wil is door myn mond verkondigd aan de Grooten,

 En uw last is gebragt aan d' eerste Hof genooten:

 Een ieder zal hier zyn, gelyk vereischd syn plicht,

 Op de bestemde tyd, en 't uur daar toe gericht.

 Schoon deze dag reeds lang voor Bantam was te wagten,

“Wyl gy zoo menigmaal geuit had uw gedagten,

 Heeft elk van haar niet min getoond de droeve smart,

 Die 't komen van dees' dag, verspreid in ieders hart.

Agon

 Die smart, hoe groot die zy, zal niet veel langer duuren,

 Als tot dat morgen 't licht beschyne Bantams muuren:

Een oude Vorst verdwynd, gelyk de Maan, voor 't oog,

 Wanneer de jonge Vorst klimd, als de Son, om hoog.

Sinan

 Sy wagten zekerlyk een Heer van uwe handen

 Die ook, gelyk als gy de Vader deezer Landen,

 

 

 

 

ZwierVanHaren
Onno Zwier van Haren (2 april 1713 – 2 september 1779)

 

 

 

 

 

De Franse schrijver Pierre Zaccone werd geboren op 2 april 1817 in Doaix. Hij begon zijn schrijversloopbaan met novellen en als ongenoemde medewerker aan romans en toneelstukken. Uiteindelijk drong hij met zijn teksten door in de feuilletons van grote kranten. Jarenlang was Zaccone ook secretaris van de Parijse schrijversvereniging.

 

Uit: La Recluse

 

„Gaston observait tout cela, partagé entre mille sensations contraires. L'homme qui l'accompagnait attendait derrière lui, étonné, sans comprendre. Tout à coup, le jeune commandant se retira brusquement de la fenêtre, et gagnant précipitamment la porte. -- C'est bien, dit-il au concierge: je retiens, cette chambre; mon domestique viendra, ainsi que je vous l'ai dit, s'y installer dès aujourd'hui, et il paiera le terme d'avance. Puis il descendit les marches quatre à quatre. Il n'avait pas de temps à perdre. Il venait de voir une chose effrayante. Pendant l'entretien du père et de la fille il avait remarqué que les soeurs allaient et venaient très affairées à travers les couloirs, et il n'y avait pas pris garde autrement. Mais bientôt il vit Edmée jeter un voile épais sur ses cheveux, poser sur ses épaules un châle dont M. de Beaufort l'aida à s'envelopper; puis elle prit le bras de son père et quitta le parloir.“

 

 

 

Zaccone
Pierre Zaccone (2 april 1817 - † ? 1895)

 

 

 

 

 

De Italiaanse (reis)schrijver Pietro della Valle werd geboren op 2 april 1586 in Rome als telg van de rijke adelijke Della Valle familie uit Rome. Hij maakte een uitgebreide pelgrimage 'met een omweg' naar Jeruzalem. Pietro stond nog met zijn ene been in de middeleeuwse traditie van het pelgrimeren, maar met zijn andere been stond hij al stevig in de nieuwe tijd waarin wetenschappelijke nieuwsgierigheid, verleggen van grenzen, avontuur en kennisvergaring belangrijke elementen waren. Met zijn grote vriend de geleerde Mario Schipano maakte hij een afspraak: Pietro zou hem met zijn brieven op de hoogte houden en Schipano zou deze brieven redigeren en uitgeven. Uiteindelijk werden alle brieven na Pietro's dood door vier van zijn zonen gepubliceerd. Pietro was een uitstekend waarnemer die zijn bevindingen opschreef met kennis én humor. Hij was kritisch en nieuwsgierig, ging op onderzoek uit en lardeerde zijn reisverslag met persoonlijke gevoelens en referenties naar klassieke auteurs.

 

Uit; The Travels Of Sig. Pietro della Valle (A visit to Giaccama)

 

„As we return'd home at night, we met a woman in the City of Ikkeri, who, her Husband being dead, was resolv'd to burn her self, as 'tis the custom with many Indian Women. She rode on horseback about the city with open [=unveiled] face, holding a looking-glass in one hand, and a lemon in the other, I know not for what purpose; and beholding her self in the glass, with a lamentable tone sufficiently pitiful to hear, went along I know not whither speaking or singing certain words, which I understood not; but they told me, they were a kind of Farewell to the World and her self; and indeed, being utter'd with that passionateness which the case requir'd and might produce, they mov'd pity in all that heard them, even in us who understood not the Language.

She was follow'd by many other women and men on foot, who, perhaps, were her Relations; they carry'd a great Umbrella over her, as all persons of quality in India are wont to have, thereby to keep off the Sun, whose heat is hurtful and troublesome. Before her, certain Drums were sounded, whose noise she never ceas'd to accompany with her sad ditties or songs; yet with a calm and constant countenance, without tears, evidencing more grief for her Husband's death than her own, and more desire to go to him in the other world than regret for her own departure out of this: a Custom, indeed, cruel and barbarous, but withall, of great generosity and virtue in such Women, and therefore worthy of no small praise. They said, she was to pass in this manner about the City.“

 

 

 

dellavalle-l
Pietro della Valle (2 april 1586 – 21 april 1652)

 

 

02-04-08

György Konrád, Émile Zola, Brigitte Struzyk, Edgar Hilsenrath, Thomas Glavinic, Hoffmann von Fallersleben, Giacomo Casanova, Hans Christian Andersen, Johann Gleim, Onno Zwier van Haren


De joods-Hongaarse schrijver György Konrád werd geboren op 2 april 1933 in Berettyóújfalu (bij Debrecen). Zie ook mijn blog van 2 april 2007.

 

Uit: Der Besucher (Vertaald door Mario Szenessy)

 

Eigentlich möchte ich nicht für längere Zeit von hier weggehen. Manchmal würde ich meine Familie gern besuchen, es ist mir aber fast unmöglich, zu ihnen zu gehen, trotz ihrer ungeheuren Geduld, mein Kommen bedarf genauso einer Erklärung wie mein Gehen. Meine einstigen Kollegen und Freunde würden mir früher oder später Fragen stellen, die ich nicht zufriedenstellend beantworten würde. Ich könnte es zumindest nicht in Kürze tun, und lange Erklärungen will ich nicht abgeben.
Ich könnte mich vielleichtauf das Beispiel eines Gaunerrabbiners berufen, der - obwohl ihn seine Gemeinde sehr verehrte - immer kläglicher vor der Bundeslade zu singen anfing. Er wollte nicht mehr die Sündigen mit der Strenge des Allmächtigen bedrohen und auch nicht die Frommen mit seiner Güte trösten. Er floh aus seiner Synagoge, verkleidete sich, ging auf Wanderschaft. Unterwegs kehrte er bei einer alten Frau ein, die, von allen verlassen, in ihrer trostlosen Kate im Sterben lag. "Weshalb habe ich gelebt, wenn mi r, soweit ich mich zurückerinnern kann, immer nur Leid zugefügt wurde?" fragte die alte Frau. "Damit du es erträgst", antwortete der Rabbiner und versöhnte die Sterbende mit ihrem Schicksal. Als er ihr Gesicht mit einem Tuch zudeckte, beschloß er, sich fortanstumm zu stellen. Drei Tage darauf traf er eine junge Bettlerin, die ihren toten Säugling auf dem Rücken schleppte. Der Rabbiner half ihr, ein Grab auszuheben; sie legten den winzigen Leichnam in Leinwand gewickelt in die Grube, schütteten sie zu, aßen Brot und der Rabbiner antwortete auf die Frage der Bettlerin nur mit einem Zeichen. "Meiner kleinen Armen wurde nichts zuteil, weder Freude noch Leid. Sag, hatte es einen Zweck, daß sie auf die Welt kam?" Der verkleidete Rabbiner drehte seine Hand vor der Stirn im Kreis herum, doch da die Frau auf ihrer Frage beharrte, nickte er: Ja. Und im selben Moment beschloß er, sich nicht nur stumm, sondern auch taub zu stellen. Er verbarg sich vor den Menschen in einer Felshöhle, da fand ih n niemand,nur ein Wiesel kam auf seine Spur. Es war am Bein verwundet, der Rabbiner verband die Stelle mit Heilkräuter; das Wiesel sammelte für ihn fortan wohlschmeckende Kerne.”

 

 

konrad
György Konrád (Berettyóújfalu, 2 april 1933)

 

 

 

 

De Franse schrijver Émile Zola werd geboren op 2 april 1840 te Parijs. Zie ook mijn blog van 2 april 2007.

 

Uit: Printemps : journal d'un convalescent

 

3 AVRIL

Le mauvais temps est venu. Vents et nuages. Temps gris. Je songe aux cauchemars de ma fièvre. Il me semblais que j'étais dans la terre froide, plein de sourds murmures de la germination. Ressemblance de l'hiver avec une maladie humaine. La santé, le printemps. Désespoir de la graine qui ignore si elle reverra la lumière. Lutte de la vie contre la mort. Joie délirante du germe, lorsqu'il perce la terre et qu'il revoit le soleil.

(...)

15 MAI

Aujourd'hui, j'ai passé la journée sur la terrasse. J'ai pu soutenir l'immensité de l'horizon. Le printemps dans son rayonnement. Je me sens plus fort, je prête l'oreille pour saisir les mille bruits de la campagne. Et dans la vallée, dans la nature, je cherche l'homme, je suis de l'œil les souliers, je regarde au loin les lavandières. La santé revient, je ne me sens plus le frère de l'arbre.

(...)

1 JUIN

Je me porte tout à fait bien. Hier je suis allé à la ville, et aujourd'hui, dans mon jardin, j'ai pu rester au grand soleil. La verdure s'est noircie du sang épais de la sève, et la santé m'aveugle. Je ne sens plus en moi le printemps doux et faible ; j'ai rapporté de la ville tous les soucis humains. Hélas ! je me porte bien, il faut vivre. »

 

 

 

 

Zola
Émile Zola
(2 april 1840 - 29 september 1902)

 

 

 

 

De Duitse schrijfster en dichteres Brigitte Struzyk (eig. Brigitte Kraft) werd op 2 april 1946 geboren in Steinbach-Hallenberg/Thüringen. Zie ook mijn blog van 2 april 2007.

 

Beginn

 

Wieder und wieder

am Anfang am Ende

Dichter beflecken sich

selten mit Ruhm

Sucht sucht

die andere Form

von Gewinn

Power Flower

Dauer Trauer

Kommentiert der Bauer

Wenn er kompostiert

 

 

 

Valse triste von Zielbahnhof

 

Für Reinhart Lettau

 

Nichts ist so einsam als das

 

Dass die S-Bahn heranjagt

dass dieser Sog da ist

dass du stolpernd ihm folgst

dass der Schuh grün ist

dass der Mann keine Socken hat

dass du selbst im Fenster dich siehst

dass du frierst an der Heizung

dass sich Lippen bewegen

dass ein Wort dich erschreckt

dass du fremden schlaf siehst

dass du doch noch ankommst

dass der Falsche wartet

 

 

 

struzyk
Brigitte Struzyk (Steinbach-Hallenberg, 2 april 1946)

 

 

 

 

 

De Joods-Duitse schrijver Edgar Hilsenrath werd geboren in Leipzig op 2 april 1926. Zie ook mijn blog van 2 april 2007.

 

Uit: Die Abenteuer des Ruben Jablonski

 

"Während ich mit der Zeitung durch die Straßen Bukarests schlenderte, dachte ich an die 6 Millionen. Die Deutschen hätten nicht so viele umbringen können, wenn es einen Widerstand gegeben hätte. Ganz anders wird es sein, wenn wir unseren eigenen Staat haben. In Palästina gibt es eine jüdische Untergrundarmee und Juden, die sich nichts mehr gefallen lassen wollen. Bald werde ich in Palästina sein und mich mit eigenen Augen überzeugen. Daran dachte ich, als ich plötzlich wieder Lust verspürte, mit einer Frau zu schlafen. Ich war vor einem Modegeschäft stehengeblieben und betrachtete die nackten Schaufensterpuppen, und ich spürte wie ich einen Ständer kriegte.
'Verdammt, Jablonski', sagte ich zu mir. 'Wenn du schon beim Anblick einer Schaufensterpuppe einen Ständer kriegst, dann ist es schlimm um dich bestellt. Vielleicht gehst du doch mal ins Bordell'."

 

 

 

hilsenrath
Edgar Hilsenrath (Leipzig, 2 april 1926)

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver Thomas Glavinic werd geboren op 2 april 1972 in Graz. Zie ook mijn blog van 2 april 2007.

 

Uit: Das bin doch ich

 

Eins

Ich gehe ins Bad. Bevor ich die Unterhose ausziehe, wende ich mich vom Spiegel ab. Den Kopf starr geradehaltend, damit mein Blick nicht doch noch auf mein Geschlechtsteil fällt, steige ich in die Duschkabine. Unter den üblichen Verrenkungen dusche ich. Beim Rausgehen, als ich den Blick in den Spiegel nicht vermeiden kann, kneife ich die Augen zusammen. Ich recke den Hals und trockne mich ab. Die Verkrampfung löst sich erst, als ich wieder angezogen

bin.

So geht das schon lange. Ich bin Hypochonder, und seit ich vor eineinhalb Jahren gelesen habe, eines der Anzeichen für Hodenkrebs sei ein leicht geschwollener Hodensack, vermeide ich es, meine Hoden anzusehen, beim Duschen, beim Umziehen, beim Schlafengehen sowie bei bestimmten Gelegenheiten, bei denen man eigentlich nicht anders kann, als hinzusehen. Ich kenne mich. Wenn ich meine Hoden ansehe, bilde ich mir bestimmt ein, etwas habe sich verändert. Manchmal träume ich sogar davon, ich träume von wahren Ballonhoden. Ich will das nicht, ich will nichts von Hodenkrebs hören, ich will an überhaupt keine schweren Krankheiten denken, ich ertrage das nicht, generell nicht und derzeit schon gar nicht.

Ich setze mich an den Computer, keine Emails. Nicht überraschend, wenn man bedenkt, daß ich erst vor einer Viertelstunde nachgeschaut habe. Enttäuscht bin ich trotzdem. Ich warte auf nichts Bestimmtes, aber ich hätte nichts dagegen, wenn mir jemand schreibt. Vor einer Woche habe ich meinen fünften Roman beendet. Die Arbeit der Nacht ist die Geschichte von Jonas, der eines Tages erwacht und feststellt, daß alle anderen Menschen verschwunden sind. Meine

Agentin hat das Manuskript an verschiedene Verlage geschickt, und nun heißt es warten. Ich bin schlecht im Warten, deswegen mache ich schon am Nachmittag eine Flasche Wein auf.

Mir fehlt die tägliche Beschäftigung am Schreibtisch. Ich schleiche durch die Wohnung, rufe fünfmal in der Stunde Mails ab, suche nach Ablenkung. Else sagt, ich habe einen Dachschaden, ich soll mit Stanislaus spazierengehen. Sie sagt es oft, sie sagt es auch jetzt. Eigentlich hat sie recht. Sie zieht ihn an, ich ziehe mich an, und wir gehen.“

 

 

Glavinic
Thomas Glavinic (Graz, 2 april 1972)

 

 

 

De Duitse schrijver August Heinrich Hoffmann von Fallersleben werd geboren in Fallersleben op 2 april 1798. Zie ook mijn blog van 2 april 2007.

 

 

Das Lied der Deutschen

 

Helgoland 26. August 1841

 

Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt,
Wenn es stets zum Schutz und Trutze
Brüderlich zusammenhält,
Von der Maas bis an die Memel,
Von der Etsch bis an den Belt -
Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt!

Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang
Sollen in der Welt behalten
Ihren alten schönen Klang,
Uns zu edler Tat begeistern
Unser ganzes Leben lang -
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang!

Einigkeit und Recht und Freiheit
Für das deutsche Vaterland!
Danach laßt uns alle streben
Brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Sind des Glückes Unterpfand -
Blüh im Glanze dieses Glückes,
Blühe, deutsches Vaterland.

 

 

 

fallersleben_mkl
Hoffmann von Fallersleben (2 april 1798 – 19 januari 1874)

 

 

 

 

De Italiaanse schrijver en avonturier Giacomo Girolamo Casanova werd geboren in Venetië op 2 april 1725. Zie ook mijn blog van 2 april 2007.

 

Uit: Back Again to Paris (Vertaald door Arthur Machen)

 

"St. Germain--he would never dare to return to Paris."

"I am certain that he is here in disguise. The state messenger who ordered him to leave London has convinced him the English minister was not duped by the demand for his person to be given up, made by the Comte d'Afri in the name of the king to the States-General."

All this was mere guess-work, and it will be seen that I guessed rightly.

Madame d'Urfe then congratulated me on the charming girl whom I had sent from Grenoble to Paris. Valenglard had told her the whole story.

"The king adores her," said she, "and before long she will make him a father. I have been to see her at Passi with the Duchesse de l'Oraguais."

"She will give birth to a son who will make France happy, and in thirty years time you will see wondrous things, of which, unfortunately, I can tell you nothing until your transformation. Did you mention my name to her?"

"No, I did not; but I am sure you will be able to see her, if only at Madame Varnier's."

 

 

 

casanova
Giacomo Casanova (2 april 1725 –  4 juni 1798
)

 

 

 

 

 

De Deense schrijver en dichter Hans Christian Andersen werd geboren op 2 april 1805 in Odense. Zie ook mijn blog van 2 april 2007.

 

Uit: De kleine zeemeermin

 

Ver in zee is het water zo blauw als de blaadjes van de mooiste korenbloem en zo helder als het zuiverste glas, maar het is heel diep, dieper als een ankerketting ooit kan komen. Je zou een heleboel kerktorens boven op elkaar moeten zetten om van de bodem van de zee tot aan de oppervlakte te komen. En daar in de diepte wonen de zeemensen.

Maar je moet niet denken dat de bodem van kaal, wit zand is. Nee hoor, er groeien de prachtigste bomen en planten en hun stengels en bladeren zijn zo soepel dat ze bij de minste beweging van het water heen en weer gaan, net of ze levend zijn. Grote en kleine vissen, allemaal glippen ze tussen de takken door, net als bij ons de vogels in de lucht. Op het allerdiepste plekje ligt het paleis van de zeekoning. De muren zijn van koraal en de lange, spits toelopende ramen van het zuiverste barnsteen. Het dak is van schelpen die met de bewegingen van het water open en dicht gaan. Het ziet er beeldig uit, want in iedere schelp zit een schitterende parel en als je er maar eentje van in de kroon van de koningin zou doen, zou dat al heel bijzonder zijn.”

 

 

 

andersen
Hans Christian Andersen
(2 april 1805 - 4 augustus 1875)

 

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 2 april 2007.

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Wilhelm Ludwig Gleim werd geboren op 2 april 1719 in Ermsleben.

 

De Nederlandse schrijver Onno Zwier van Haren werd geboren in Leeuwarden op 2 april 1713.

02-04-07

György Konrád, Émile Zola, Brigitte Struzyk, Edgar Hilsenrath, Thomas Glavinic, Hoffmann von Fallersleben, Casanova, Johann Gleim, Hans Christian Andersen, Onno Zwier van Haren


De joods-Hongaarse schrijver György Konrád werd geboren op 2 april 1933 in Berettyóújfalu (bij Debrecen). Konrád studeerde literatuurwetenschappen, sociologie en psychologie aan de Loránd Eötvös Universiteit in Boedapest. Tot 1988 was zijn werk in Hongarije verboden. Konrád is, sinds 1997, voorzitter van de Berlijns-Brandenburgse Kunstacademie. Hij is lid van de landelijke raad van de partij SZDSZ. Sinds 1991 is hij voorzitter van het magistraat in Boedapest. Ook was hij in 1991 een van de oprichters van het Democratisch Charter. Konrád ontkwam als kind ternauwernood aan de uitmoording door de nazi's van alle Joden in het dorp van zijn jeugd, en werd tijdens het communistisch bewind dan weer de mond gesnoerd door de censuur die het 'socialistisch realisme' aan kritische auteurs oplegde. Konrád bleef schrijven en aanvankelijk ondergronds en in het buitenland publiceren, tot hij na de val van het communisme vrijelijk kon reizen, spreken en publiceren. Tijdens de communistische jaren schreef hij samen met Ivan Szelényi 'Die Intelligenz auf dem Weg zur Klassenmacht' (1978), een sociologische studie over de mogelijkheden om intellectuele kritiek te uiten onder een communistisch regime.

 

Uit: Zonsverduistering

 

“Na het mislukken van de revolutie trof ik in de geconsolideerde jaren 60 die lichtgeraaktheid alleen daar niet aan waar ik niet keek. Hier was niet alleen de commissaris van politie maar ook de huismeester de heiligheid, de staat zelve. Dit hadden ze gekregen, en praktisch niets anders, dit recht op nobele woede, om in naam van de staat wraak te mogen nemen op andere staatsburgers. En als een burger van een andere staat hen beledigd had? Dan was de machteloosheid van de overheidsmensen echt hartverscheurend. Je kon hem er niet uitgroeien, niet achter tralies zetten, niet vertrappen, de wond te beleven branden in de ziel van de stadsmensen, ze konden op niemand anders wraak nemen dan op de plaatselijke vrienden van de vreemdeling die beledigende worden gesproken had. Zeg maar: op zijn vermoedelijke vrienden. Denk niet dat ogenschijnlijk verstandige, gemoedelijke, beschaafde mensen niet buiten zichzelf van woede raakten als de grote gelegenheid daar was, als ze zich beledigd mochten voelen in naam van de staat. Het meeste haatten ze degene die liet merken hoe overbodig hun dagelijks verraad was. Die ontkenden de zin van hun bestaan en het excuus van hun verleden. In wie anders zou een verrader zijn doodsvijand zien dan in iemand die geen verrader is?
Omdat de omgeving schrijvers van geval tot geval streng bestrafte voor wat ze geschreven hadden en dat in de helft van de wereld vandaag de dag nog doet, moest de schrijver die zijn weg bewandelt er rekening mee houden in de gevangenis terecht te komen. Dat dreigement komt als een donderslag bij heldere hemel. Er zijn altijd een dozijn of wat landen op aarde waar het risico van een gewelddadige dood, dat tot dan toe niet meer dan een weggewuifde fantasievoorstelling was geweest, ineens aan de horizon opdoemen. Het slachtoffer is het zegel dat het kunstwerk authenticiteit verleent, denken de verschrikkelijke gelovigen.

 

 

konrad1
György Konrád (Berettyóújfalu, 2 april 1933)

 

De Franse schrijver Émile Zola werd geboren op 2 april 1840 te Parijs. Hij bracht zijn jeugd en zijn schooljaren door te Aix-en-Provence, waar zijn vader, van Italiaanse origine, ingenieur was. Door zijn planning voor de watervoorziening was zijn vader geruïneerd. In de armoedige jaren die daarop volgden, wist zijn zoon zich toch een bestaan te verwerven bij de uitgeverij Hachette.

Zola werd beroemd met zijn roman Germinal (1885) en zijn open brief J'Accuse...! (1898) omtrent de affaire Dreyfus. In die brief kiest hij partij voor de Joodse kapitein Alfred Dreyfus, die ten onrechte van spionage was beschuldigd. Na de open brief J'Accuse...! in 1898 werd Zola veroordeeld tot een jaar gevangenisstraf. Hij wachtte daar niet op, maar week uit naar Groot-Brittannië. Na een jaar kon hij terugkomen en werd hij als held ontvangen.

 

Uit: Germinal

 

«  Le roulement de tonnerre approchait, la terre fut ébranlée, et Jeanlin galopa le premier, soufflant dans sa corne.
   - Prenez vos flacons, la sueur du peuple qui passe ! murmura Négrel, qui, malgré ses convictions républicaines, aimait à plaisanter la canaille avec les dames.
   Mais son mot spirituel fut emporté dans l'ouragan des gestes et des cris. Les femmes avaient paru, près d'un millier de femmes, aux cheveux épars, dépeignés par la course, aux guenilles montrant la peau nue, des nudités de femelles lasses d'enfanter des meurt-de-faim. Quelques-unes tenaient leur petit entre les bras, le soulevaient, l'agitaient, ainsi qu'un drapeau de deuil et de vengeance. D'autres, plus jeunes, avec des gorges gonflées de guerrières, brandissaient des bâtons; tandis que les vieilles, affreuse, hurlaient si fort, que les cordes de leurs cous décharnés semblaient se rompre. Et les hommes déboulèrent ensuite, deux mille furieux, des galibots, des haveurs, des racommodeurs, une masse compacte qui roulait d'un seul bloc, serrée, confondue, au point qu'on ne distinguait ni les culottes déteintes, ni les tricots de laine en loques, effacés dans la même uniformité terreuse. Les yeux brûlaient, on voyait seulement les trous des boucles noires, chantant la Marseillaise, dont les strophes se perdaient en un mugissement confus, accompagné par le claquement des sabots sur la terre dure. »

 

 

ZOLAdoorMonet
Émile Zola
(2 april 1840 - 29 september 1902)

Zola, geschilderd door Monet

 

De Duitse schrijfster en dichteres Brigitte Struzyk (eig. Brigitte Kraft) werd op 2 april 1946 geboren in Steinbach-Hallenberg/Thüringen. Zij groeide op in Weimar, waar zij een opleiding tot agrotechnicus voltooide. Van 1965 tot 1969 studeerde zij theaterwetenschappen in Leipzig. Van  1970 tot 1982 was zij lecor bij de Aufbau Verlag, eerst in Weimar, later in Oost-Berlijn waar zij in het stadsdeel Prenzlauer Berg woonde en met bevriende auteurs uit hetzelfde geboortejaar de „Gruppe 46“ vormde. Van 1982 tot 1990 was zij zelfstandig schrijfster. Na de val van de muur werkte zij als persoonlijk assistente op de afdeling bouw van de deelgemeente Pankow. Sinds 1998 is zij opnieuw zelfstandig schrijfster.

 

 

Weltliches über die Nacht

 

Nun zieht die Nacht ihr Laken
schwarz auf die Wolkenbetten
Es glühn der Sterne Zigaretten
Der All-Tag hängt den Hut nun an den Haken
und macht sich lang
und drückt ein Auge zu.

Läßt du nun einen Fensterflügel offen
dann nimmt ein kleiner Teufel deine Hand
Schwarzhandel blüht schön auf am Straßenrand
Der Teufel möchte mit dir unter einer Decke hoffen
daß mit der Lust auch Liebe wächst.

Die Sterne Zigaretten werden Kippen
Der Morgen wäscht das Laken nebelgrau
Im Spiegel grüßt dich eine schöne Frau
die schminkt sich mit dem Teufelsrot die Lippen
und stiefelt mit Verspätung
auf den Bau.

 

 

Strulzyk
Brigitte Struzyk (Steinbach-Hallenberg, 2 april 1946)

 

De Joods-Duitse schrijver Edgar Hilsenrath werd geboren in Leipzig op 2 april 1926. Tijdens WO II kwam hij, gescheiden van zijn familie, uiteindelijk in Palestina terecht. Hij kon er echter niet aarden en besloot in 1947 naar de intussen weer met elkaar verenigde familie in Frankrijk terug te keren. In de jaren vijftig emigreerde de hele familie naar New York. Hier begon Hilsenrath aan zijn eerste roman, Nacht. Met zijn volgende roman, Der Nazi & der Friseur, brak hij door in Duitsland, maar ook in de rest van de wereld. In 1975 kwam hij terug naar Duitsland om in contact te zijn met de Duitse taal. Sindsdien woont hij in Berlijn.

 

Uit: Berlin... Endstation

 

„Eigentlich heiße ich Joseph Leschinsky, aber da manche Leute Leschinsky zu lang fanden, nannten sie mich Lesche. An Lesche habe ich mich gewöhnt, und dieser Name ist mir geblieben und ersetzt sogar meinen Vornamen, einfach so: Lesche.¯Und Sie wollen in Deutschland bleiben?¯Ich habe die Schnauze voll von Amerika. Singer spielte mit seinen Kreuzworträtseln, und seine Finger fuhren fast zärtlich über das Papier.¯Sie werden als Jude nicht lange in Deutschland leben können, sagte er dann.¯Ich habe mir die Sache gründlich überlegt®, sagte Lesche.¯Ich bin deutscher Schriftsteller und brauche die deutsche Sprache. Ich muß sie hören, immer und überall. Außerdem ist Deutschland heute ein demokratisches Land. Der Hitlerspuk ist längst vorüber, und inzwischen ist eine neue Generation herangewachsen.¯Der Holocaust wird Sie überall in Deutschland verfolgen. Jedes Haus, jede Straße wird Sie daran erinnern. Und die alten Leute. Es gibt kein Entrinnen. Glauben Sies mir.¯Man muß es auf einen Versuch ankommen lassen.Lesche schlürfte den wäßrigen Kaffee. ¯Ich habe unlängst in einer jüdischen Zeitung gelesen, sagte er dann, ¯daß die Deutschen in der Hauptstadt ein Holocaustmahnmal errichten wollen. Was halten Sie davon?¯Das ist ein schlechter Witz, sagte Singer. ¯Wozu brauchen die Deutschen ein Mahnmal? Ganz Deutschland ist ein Holocaustmahnmal.¯Ganz Deutschland?¯Ja. Ganz Deutschland.“

 

 

Hilsenrath
Edgar Hilsenrath (Leipzig, 2 april 1926)

 

De Oostenrijkse schrijver Thomas Glavinic werd geboren op 2 april 1972 in Graz. Hij werkte als taxichauffeur en (reclame)tekstschrijver. In 1998 verscheen zijn eerste roman Carl Haffners Liebe zum Unentschieden bekend. Het boek werd diverse keren vertaald en werd ook bekroond, maar verscheen niet op de bestsellerlijsten. In 2000 volgde de roman Herr Susu, een harde afrekening met het voetbalbedrijf, in 2001 de detective Der Kameramörder. In 2004 lukte eindelijk de doorbraak met de satirische ontwikkelingsroman Wie man leben soll. Deze werd zowel door de kritiek geprezen als goed verkocht. Ook zijn in 2006 verschenen roman Die Arbeit der Nacht was een succes.

 

Uit: Carl Haffners Liebe zum Unentschieden

 

„Hummel hörte sich unter den anderen Meistern um. Die Mehrheit teilte seine Ansicht. Hätte Haffner den Springer zur Mitte gezogen, hätte er eine sichere Druckstellung erlangt un zumindest das Unentschieden bequem erzwingen können. Der von Haffner gewählte Zug war objektiv betrachtet allerdings noch stärker. Doch es war ein Angriffszug, der das Remis ausschlug. Es bestand kein Zweifel: Jemand mußte Haffner ein Rauschmittel in den Kaffee gerührt haben. Der Wiener war von allen guten Geistern verlassen. Er spielte auf Sieg.
Hummel watschelte durch die Nebenräume. Nun half ihm auch der genossene Cognac nicht mehr. Mit einem nicht sehr sauberen Taschentuch wischte er sich Schweiß von der Stirn. Seine Hände zitterten so stark, daß er es fast nicht fertigbrachte, sich eine Zigarre anzustecken. Den Spielsaal wollte Hummel nicht mehr betreten. Er ließ sich von Fähndrich mit Cognac versorgen. Von einem dieser Dienstwege zurückgekehrt, berichtete Fähndrich mit sich überschlagender Stimme, daß Haffner durch den Spielsaal flaniere und in aufgeräumter Stimmung mit Bekannten spreche. Hummel tippte sich an die Schläfe. Vor Aufregung brach er beinahe in Tränen aus.
Lasker zog zum fünfunddreißigsten Mal. Ein Bote hastete durch die Räume und führte den Zug an allen Demonstrationsbrettern aus. Die Mehrzahl der Meister nickte befriedigt und rieb sich die Hände. Es war die bei weitem spannendste Partie des Wettkampfes geworden, wild, verwickelt, fast im Stil der alten Romantiker.“

 

 

glavinic
Thomas Glavinic (Graz, 2 april 1972)

 

De Duitse schrijver August Heinrich Hoffmann von Fallersleben werd geboren in Fallersleben op 2 april 1798. Fallersleben kwam in 1821 naar Nederland om kennis te maken met de overblijfselen van de Middelnederlandse letterkunde, waarvan hij een vurig beminnaar en beoefenaar was. Aan deze "litterarische Reise" heeft men de uitgave te danken van zijn Horae Belgicae, met daarin de eerste tekstedities van een aantal Middelnederlandse werken. In enkele gevallen bleef zijn editie tot eind 20e eeuw de enige gedrukte versie. Hij werd in 1830 buitengewoon en in 1835 gewoon hoogleraar te Breslau, maar in 1842 werd hij vanwege zijn liberale beginselen van zijn post ontheven. In 1841 dichtte hij op Helgoland Das Lied der Deutschen. In 1860 werd hij bibliothecaris in het Benedictijner klooster te Corvey aan de Wezer, waar hij op 19 januari 1874 overleed.

Auswanderungslied

Unsre Fürsten hatten viel versprochen,
Doch das Halten schien nicht ihre Pflicht.
Haben wir denn nun soviel verbrochen,
daß sie hielten ihr Versprechen nicht?

Schlimmer wird es jetzt von Tag zu Tage,
Schweigen ist nur unser einzig Recht:
Untertanen ziemet keine Klage,
Und gehorchen muß dem Herrn der Knecht.

Unsre Brüder werden ausgewiesen,
Mehr als alles Recht gilt Polizei.
Heute trifft es jenen, morgen diesen,
Jeder, jeder Deutsch' ist vogelfrei.

Deutsche Freiheit lebet nur im Liede,
Deutsches Recht, es ist ein Märchen nur.
Deutschlands Wohlfahrt ist ein langer Friede -
Voll von lauter Willkür und Zensur.

Darum ziehn wir aus dem Vaterlande,
Kehren nun und nimmermehr zurück,
Suchen Freiheit uns am fremden Strande -
Freiheit ist nur Leben, ist nur Glück.

 

 

Fallersleben
Hoffmann von Fallersleben (2 april 1798 – 19 januari 1874)

 

De Italiaanse schrijver en avonturier Giacomo Girolamo Casanova werd geboren in Venetië op 2 april 1725. Zijn naam werd synoniem voor vrouwenversierder en zijn blijvende reputatie dankt hij vooral aan zijn zeer uitgebreide memoires die, met de nodige academische omzichtigheid, als een 18e-eeuws tijdsdocument kunnen worden gezien.

 

Uit: The memoirs of Jacques Casanova de Seingalt

 

“Bettina must have been in despair, not knowing into whose hands her letter had fallen; to return it to her and thus to allay her anxiety, was therefore a great proof of friendship; but my generosity, at the same time that it freed her from a keen sorrow, must have caused her another quite as dreadful, for she knew that I was master of her secret. Cordiani’s letter was perfectly explicit; it gave the strongest evidence that she was in the habit of receiving him every night, and therefore the story she had prepared to deceive me was useless. I felt it was so, and, being disposed to calm her anxiety as far as I could, I went to her bedside in the morning, and I placed in her hands Cordiani’s note and my answer to her letter.

The girl’s spirit and talent had won my esteem; I could no longer despise her; I saw in her only a poor creature seduced by her natural temperament. She loved man, and was to be pitied only on account of the consequences. Believing that the view I took of the situation was a right one, I had resigned myself like a reasonable being, and not like a disappointed lover. The shame was for her and not for me. I had only one wish, namely, to find out whether the two brothers Feltrini, Cordiani’s companions, had likewise shared Bettina’s favours.”

 

 

CASANOVA
Giacomo Casanova (2 april 1725 –  4 juni 1798
)

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Wilhelm Ludwig Gleim werd geboren op 2 april 1719 in Ermsleben. Gleim was mit Johann Peter Uz, Friedrich Gottlieb Klopstock, Moses Mendelssohn, Johann Gottfried Herder, Johann Heinrich Voß und Johann Gottfried Seume bevriend. Tot zijn bekendste werk horen de „Preußische Kriegslieder in den Feldzügen 1756 und 1757 von einem Grenadier“ die hij bij het begin van de Zevenjarige Oorlog schreef. Daarmme was hij een voorloper van de politieke poëzie.

 

Liebe und Freundschaft

 

Liebe, weg! Du zankst dich nur,
Bist nur immer eifersüchtig!
Siehst nur immer nach der Uhr,
Bist, wie ihre Stunden, flüchtig!

Freundschaft, bleib'! Du zankst dich nicht,
Bist nicht immer eifersüchtig!
Siehst in's helle Sonnenlicht,
Bist nicht unstät, bist nicht flüchtig!

Komm' und sitz' auf meinem Schooß,
Herrsch' in meinem kleinen Staate! –
Wie werd' ich die Liebe los?
Rathe, liebe Freundschaft, rathe!

 

 

 

gleim
Johann Gleim (2 april 1719 – 18 februari 1803)

 

De Deense schrijver en dichter Hans Christian Andersen werd geboren op 2 april 1805 in Odense, in grootte de derde stad van Denemarken. Zijn vader was schoenmaker en overleed toen Hans Christian 11 jaar oud was. Toen hij klein was, speelde hij graag met zijn poppenkast. Hij wilde graag acteur worden, maar werd niet aangenomen bij de koninklijke theaterschool (1819). Zijn opleiding kreeg hij aan een school voor armen, tot dat hij op zeventienjarige leeftijd via vrienden een beurs kreeg voor een goede school. Zijn debuut was in 1827 met het gedicht Det døende Barn (Het stervende kind) dat hem zeer onder de aandacht bracht. In 1835 werd de roman Improvisatoren (De improvisator) uitgebracht na een studiereis door Europa. Deze roman was zowel een pittoreske beschrijving van Italië als een autobiografie. In 1835 werd ook zijn eerste verzameling Eventyr, fortalt for Børn (Sprookjes, aan kinderen verteld) uitgegeven. Dit waren veelal traditionele sprookjes die hij opnieuw onder woorden had gebracht. Zijn latere sprookjesbundels, vol eigen sprookjes met een grote spanwijdte, raakten verder en verder van de kinderliteratuur. Ze vallen in meerdere categorieën uiteen, vanaf de poëtisch en filosofische mythe tot aan realistischer korte verhalen. Gemeenschappelijk is echter het humoristische inzicht van Andersen.

 

Uit: Het lelijke jonge eendje

 

“Eindelijk barstte het grote ei. "Piep! Piep!" zei het jong en waggelde naar buiten, want het was erg groot en lelijk. De moedereend keek ernaar en zei: "Je bent een vreselijk groot eendenjong. Geen van de anderen ziet er zo uit. Het zal toch geen kalkoenkuiken zijn? Daar zullen we gauw achter komen. In het water moet hij, al moet ik hem er zelf intrappen!"

De volgende dag was het heerlijk weer, de zon scheen op alle groene zuringplanten. De moedereend ging met haar hele gezin naar de gracht toe. Plons! Zij sprong in het water en riep: "Vlug! Vlug!" en het ene jonge eendje na het andere plompte er in; het water sloeg hen over het hoofd, maar ze kwamen dadelijk weer boven en dreven zo heerlijk, de pootjes gingen vanzelf. Ze waren er allemaal in; zelfs het lelijke grijze eendje zwom mee.

"Neen, dat is geen kalkoen!" zei ze. "Kijk eens, hoe mooi hij zijn poten gebruikt en wat houdt hij zich recht. Dat is mijn eigen jong. Hij is toch eigenlijk heel aardig, als je hem goed bekijkt. Vlug! Vlug! Kom met me mee, dan zal ik jullie in de wereld brengen en je voorstellen op het eendenveldje, maar jullie moeten altijd vlak bij me blijven, zodat niemand op je trapt, en pas op voor de kat!" En zo kwamen ze op het eendenveldje. Daar heerste een vreselijk lawaai, want er waren twee gezinnen, die om een palingkop vochten, en tenslotte kreeg de kat hem nog.”

 

 

 

Andersen
Hans Christian Andersen
(2 april 1805 - 4 augustus 1875)

 

De Nederlandse schrijver Onno Zwier van Haren werd geboren in Leeuwarden op 2 april 1713. Zwier van Haren is een van de merkwaardigste figuren uit de Nederlandse literatuur van de achttiende eeuw geweest. Hij en zijn broer Willem (1710-1768) - ook deze onderscheidde zich als dichter - waren Friese edellieden. Zij waren vurig Prinsgezind en tijdens het korte bewind van Willem IV vrij belangrijke diplomaten. Vooral Onno Zwier was een originele persoonlijkheid, die in zijn literaire werk dikwijls zijn tijd ver vooruit was. Zo publiceerde hij in 1766 het treurspel ‘Agon’, dat toestanden op Java en wandaden van de Nederlanders aldaar behandelt. Hij was practisch de eerste, die de aandacht van het publiek voor dit onderwerp vroeg, en dus een voorloper van Multatuli. Zijn grote, in 1771 verschenen epische gedicht ‘De Geuzen’, resultaat van een omvangrijke voorstudie, behandelde de glorietijd van onze nationale geschiedenis en liep vooruit op de later geformuleerde verlangens van Potgieter. Maar ook in het dagelijks leven nam hij stelling tegen de opvattingen van zijn tijd. Ondanks zijn uitgebreide Franse cultuur - hij was uitstekend thuis in het werk van Voltaire - bleef hij een vroom Christen, wiens verzet tegen de lichtzinnigheid van de leidende kringen in Den Haag en tegen de baantjesjagerij en onbekwaamheid der regenten steeds bleek. Hij wees dan terug op de stoere en eenvoudige zeden, die Nederland vroeger groot gemaakt hadden. Toen hij zich reeds lang uit het openbare leven teruggetrokken had, publiceerde hij in 1779 zijn toneelstuk ‘Pietje en Agnietje of De Doos van Pandora’. Hij schreef dit ter gelegenheid van het tweede eeuwfeest van de Unie van Utrecht

 

Uit: Pietje en Agnietje, of de doos van Pandora

 

Prometheus.

 

Ik heb uw wil volbracht, o grootste van de Goden,

Pandora's beeld is afgemaakt.

Ik weet, de sterveling moet volgen Gods geboden,

Hetzij 't bevel hem in 't byzonder raakt,

Of voor 't Heelal mocht zijn van nooden.

Doch waartoe dient dit kunstig werk?

De Goden hebben nog geen tempels,

De tomben eischen nog geen zerk,

Geen vaas of beeld benauwt de drempels;

De eenvoudigheid alleen, in dit gelukkig perk,

Met goede trouw gepaard, beheerscht onnoozle menschen,

Die geene sierselen, maar rust en vrede wenschen.

En wat is de schoonheid zonder reden,

Wat is de schoonheid zonder ziel?

Of wie zal volgen hare treden,

Daar zij alleen aan 't oog geviel!

Gun gij, o Jupiter! haar 't leven,

Mijn welzijn is er aan verpand;

Ik heb aan 't marmer vorm gegeven,

Gun haar een ziel van uwe hand!

 

 

 

 

VanHaren
Onno Zwier van Haren  (2 april 1713 – 2 september 1779)