13-10-16

In Memoriam Dario Fo

 

In Memoriam Dario Fo

De Italiaanse schrijver, regisseur en acteur Dario Fo die in 1997 de Nobelprijs voor de Literatuur kreeg, is op 90-jarige leeftijd overleden. Dat meldt de Italiaanse regering. Dario Fo werd geboren in Leggiuno-Sangiamo op 24 maart 1926. Zie ook alle tags voor Dario Fo op dit blog.

Uit: Mistero Buffo (Mary at the Cross, vertaald door Ed Emery)

“SOLDIER: I told you before, lady! there is only one way to make him happy: kill him at once. If you want to hurry it up and take that lance leaning over there, we soldiers will pretend not to see, and you must run up under the cross and stick the point into him with all your strength, stick the lance right into his belly, right in, and then, in a moment, you will see Christ die. [The Madonna faints] What's the matter? Why did she faint? I never even touched her!
MAN: Lay her out... do it gently... and give her room to breathe...
WOMAN: Let's have something to cover her with... she's shivering with the cold...
OTHER MAN: I left my cloak at home...
MAN: Move aside there... Help me to lay her out...
OTHER MAN: And now be quiet and let her recover.
MARY: [As if in a dream] Who are you, up there, young man, I sem to know you. What is it that you want from me?
WOMAN: She's talking in her sleep, she's confused... she's having visions...
GABRIEL: I am Gabriel, the Anel of the Lord. I am he, oh Virgin, the herald of your solitary and delicate love.
MARY: Go spread your wings, Gabriel. return to the radiant joys of Heaven, for there is nothing for you on this vile earth, in this tormented world. Go, so that you do not soil your wings, with their feathers coloured in gentle colours... Don't you see the mud... and the blood... dung and filth...? It's like a sewer... Go, so that your delicate ears are not burst asunder with this desperate crying, the pleading and weeping that arises on all sides. Go, so that you do not sear your bright eyes looking at sores and scabs and boils and flies and worms creeping forth from torn bodies of the dead.
You are not used to this, because in Paradise you have no wailing and lamentation, or wars, or prisons, or men hanged, or women raped. In Paradise there is no hunger, no starvation, nobody sweating with work, wearing themselves to the bone, no children without smiles, no women out of their mids with grief, nobody who suffers to pay the price of original sin. Go, Gabriel, go, Gabriel.
GABRIEL: Grief-stricken woman, whom suffering has struck even in her belly, now I understand clearly... Now that this torment has seized you, seeing the young Lord God nailed up... at this moment, I too understand, just like you...
MARY: You understand, just like me, just lik me? Gabriel, did you bear my son in your swelling belly? Did you bite you lip so as not to scream with pain while giving birth to him? Did you feed him? Did you give him the milk from your breast, Gabriel? Did ou suffer when he was sick with fever, when he was down with measles, and did you stay up all night comforting him when he was crying with his first teeth? No, Gabriel? Well, if you didn't go through all that, then you cannot speak of sharing my grief at this moment...
GABRIEL: You're right, Mary... Forgive my presumption. I said it because my heart is breaking within me. I who thought that I was above all suffering. But I come to remind you that it is just this, your song, this lament without a voice, this plaint without sobs, this, your sacrifice, and the sacrifice of your son, which will tear apart the heavens, and which will enable men for the first time to enter Paradise!”

 

 
Dario Fo (24 maart 1926 – 13 oktober 2016)

24-03-16

Martin Walser, Peter Bichsel, Dario Fo, Lawrence Ferlinghetti, Jacob van Lennep, Jeroen Mettes, Harry Prenen, Willem van Iependaal

 

De Duitse schrijver Martin Walser werd op 24 maart 1927 geboren in Wasserburg aan de Bodensee. Zie ook alle tags voor Martin Walser op dit blog.

Uit: Ein sterbender Mann

„Sehr geehrter Herr Schriftsteller!
Mehr als schön ist nichts. Diesen Satz sollen Sie gesagt oder geschrieben oder gesagt und geschrieben haben. Es ist der unmenschlichste Satz, den ich je zu lesen bekam.
Ich weiß nicht, wer Sie sind, habe nichts von Ihnen gelesen, aber weil Sie so und so zitiert werden, muss ich annehmen, Sie seien jemand. Also jemand, auf den auch gehört wird. Nur deshalb schreibe ich Ihnen. In der verwegenen Hoffnung, es interessiere Sie, wie, was Sie von sich geben, bei Menschen ankommt.
Ich habe nicht den geringsten Grund, mich schön zu finden, noch nie hat ein Mann oder eine Frau gesagt, ich sei schön, aber noch nie hat jemand gesagt, ich sei hässlich. Wahrscheinlich bin ich unscheinbar. Also ein Weder-noch-Mensch. Also gewöhnlich. Aber: Mehr als schön ist nichts. Also ist schön zu sein das Höchstebeste. Sie haben damit ja nur hingeplaudert, was in jeder Illustrierten und in jeder Fernsehsendung ununterbrochen demonstriert wird: Sie haben eine Allerweltsformel nachgeplaudert.
Mein Gesicht läuft auf ein spitziges Kinn zu. Der Schulkamerad, der deutlich dümmer war als ich, gab mir den Namen Spitzmaus. Deshalb nannten mich Buben und Mädchen dann Spitzmaus. Mein Gebiss ist, wenn Sie das verstehen, prognath. Schauen Sie halt nach, was das heißt. Meine zwei Schneidezähne beherrschen meinen Gesichtsausdruck. Immer schon. Sobald ich lache oder auch nur lächle, weiß ich, dass meine Schneidezähne eine Rolle spielen, die ihnen nicht bekommt. Sie machen mich noch mehr zur Spitzmaus als das auf mein Kinn zulaufende Gesicht. Ich bin also nicht schön. Und: Mehr als schön ist nichts. Diese nicht ganz simple Formulierung hat sich bei mir gleich vergewöhnlicht zu: Wer oder was nicht schön ist, ist nichts. Ich bin also nichts.
Ich wäre nichts gewesen, wenn ich mir das hätte gefallen lassen können. Ich habe mich wehren müssen. Ich habe mich gewehrt. Mit Erfolg. Gleich dazugesagt: Das war einmal. Ich bin jetzt 72. Und am Ende. Aber nicht weil ich 72, sondern weil ich am Ende bin.
Ich war erfolgreich. Ich konnte mir viel leisten. Dass ich jetzt am Ende bin ... Ach, ich glaube nicht, dass ich Ihnen das mitteilen kann.“

 

 
Martin Walser (Wasserburg, 24 maart 1927)

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24-03-15

Martin Walser, Peter Bichsel, Dario Fo, Lawrence Ferlinghetti, Jacob van Lennep, Jeroen Mettes, Harry Prenen, Willem van Iependaal

 

De Duitse schrijver Martin Walser werd op 24 maart 1927 geboren in Wasserburg aan de Bodensee. Zie ook alle tags voor Martin Walser op dit blog.

Uit: Muttersohn

„An einem solchen Maitag, der das Grün zum Leuchten brachte, waren die Waldwege im Klinik-Areal belebt. Patienten mit ihren Angehörigen, Patienten ohne Angehörige. Einmal wurde Percy sogar mit einem lauten Zuruf begrüßt von einem Pfleger, der eine Gruppe von Patienten zu einem Termin führte. Percy grüßte zurück.
Ihm war noch rechtzeitig eingefallen, dass das Alfons war. Einaug Alfons. Der war mit ihm hier auf der Pflegerschule ausgebildet worden. Vielleicht sieht man sich noch, hatte Einaug Alfons gerufen. Das hoff’ ich schwer, hatte Percy zurückgerufen und hatte daran gedacht, dass Alfons inzwischen ein Auge eingebüßt hatte. In einem Kampf mit einem Tobsüchtigen. Der Professor, der ihm das erzählt hatte, hatte gesagt, Alfons habe sich nicht gewehrt. Und dass er sich nicht gewehrt habe, sei inzwischen Alfons’ Wappen. Beide hatten, was sie riefen, mit winkenden Händen begleitet.
Als Percy dann den Brunnenplatz überquerte, der dem Klinik-Areal eine Art Zentrum liefert, wurde er gestoppt.
Ein junger Mann, der auf dem niederen Brunnenrand gesessen hatte, sprang auf, trat Percy in den Weg, gab aber dann den Weg, den er gerade noch gesperrt hatte, mit großer Gebärde wieder frei und sagte: Bitte! An Friedlein Vogel ist bis jetzt noch jeder vorbeigekommen, also wird der Baron Schlugen keine Ausnahme machen wollen.
Etwas, was er gemacht oder bewirkt oder gesagt hatte, zu bedauern, lag Percy nicht. Nur wenn er dem Potpourri begegnete, das mit seinem oder mit seinen Namen veranstaltet wurde, spürte er, dass er während seiner mehrjährigen Wanderschaft durch die Pfarrhäuser und Anstalten zwischen Donau und Bodensee manchmal zu mitteilsam gewesen sein musste. Wenn es nicht die Pfarrköchinnen waren, müssen es Ärzte oder Pfleger im PLK gewesen sein, die seinem Ruhm allzu farbige Kränze flochten.“

 

 
Martin Walser (Wasserburg, 24 maart 1927)
Cover (detail)

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24-03-14

Martin Walser, Peter Bichsel, Dario Fo, Lawrence Ferlinghetti, Jacob van Lennep, Jeroen Mettes, Harry Prenen, Willem van Iependaal

 

Duitse schrijver Martin Walser werd op 24 maart 1927 geboren in Wasserburg aan de Bodensee. Zie ook alle tags voor Martin Walser op dit blog.

Uit: Ein fliehendes Pferd

„Er verspürte eine Art hoffnungslosen Hungers nach diesen hell- und leichtbekleideten Braungebrannten. Die sahen hier schöner aus als daheim in Stuttgart. Von sich selbst hatte er dieses Gefühl nicht. Er kam sich in hellen Hosen komisch vor. Wenn er keine Jacke anhatte, sah man von ihm wahrscheinlich nichts als seinen Bauch. Nach acht Tagen würde ihm das egal sein. Am dritten Tag noch nicht. So wenig wie die gräßlich gerötete Haut. Nach acht Tagen würden Sabine und er auch braun sein. Bei Sabine hatte die Sonne bis jetzt noch nichts bewirkt als eine Aufdünsung jedes Fältchens, jeder nicht ganz makellosen Hautstelle. Sabine sah grotesk aus. Besonders jetzt, wenn sie voller Vergnügen auf die Promenierenden blickte. Er legte eine Hand auf ihren Unterarm. Warum mußten sie überhaupt dieses hin- und herdrängende Dickicht aus Armen und Beinen und Brüsten anschauen? In der Ferienwohnung wäre es auch nicht mehr so heiß wie auf dieser steinigen, baumlosen Promenade. Und jede zweite Erscheinung hier führte ein Ausmaß an Abenteuer an einem vorbei, daß das Zuschauen zu einem rasch anwachsenden Unglück wurde. Alle, die hier vorbeiströmten, waren jünger. Schön wäre es jetzt hinter den geraden Gittern der Ferienwohnung. Drei Tage waren sie hier, und drei Abende hatte er Sabine in die Stadt folgen müssen. Jedesmal auf diese Promenade. Leute beobachten fand sie interessant. War es auch. Aber nicht auszuhalten. Er hatte sich vorgenommen, Kierkegaards Tagebücher zu lesen. Er hatte alle fünf Bände dabei. Wehe dir, Sabine, wenn er nur vier Bände schafft. Er wußte überhaupt nicht, was Kierkegaard in seinen Tagebüchern notiert hatte. Unvorstellbar, daß Kierkegaard etwas Privates notiert haben konnte. Er sehnte sich danach, Kierkegaard näherzukommen. Vielleicht sehnte er sich nur, um enttäuscht werden zu können. Er stellte sich diese tägliche, stundenlange Enttäuschung beim Lesen der Tagebücher Kierkegaards als etwas Genießbares vor. Wie Regenwetter im Urlaub. Wenn diese Tagebücher keine Nähe gestatteten, wie er fürchtete (und noch mehr hoffte), würde seine Sehnsucht, diesem Menschen näherzukommen, noch größer werden. Ein Tagebuch ohne alles Private, etwas Anziehenderes konnte es nicht geben. Er mußte Sabine sagen, daß er ab morgen die Abende nur noch in der Ferienwohnung verbringen werde. Er hätte zittern können vor Empörung! Er hier auf dem zu kleinen Stuhl, Leute anstierend, während er in der Ferienwohnung ...“

 

 
 Martin Walser (Wasserburg, 24 maart 1927)

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24-03-13

Martin Walser, Peter Bichsel, Dario Fo, Lawrence Ferlinghetti, Jacob van Lennep, Jeroen Mettes

 

De Duitse schrijver Martin Walser werd op 24 maart 1927 geboren in Wasserburg aan de Bodensee. Zie ook alle tags voor Martin Walser op dit blog.

 

Uit: Muttersohn

 

“Ewald, ich heiße Percy. Das sagte er, als er die Tür hinter sich zugemacht hatte. Ewald hatte auf sein Klopfen nicht geantwortet. Percy sagte, das verstehe er. In der Geschlossenen Abteilung an eine Tür zu klopfen und auf ein Herein zu warten, sei heuchlerisch, da doch der Klopfende den Schlüssel habe, mit dem die Tür aufzuschließen sei.

Ewald lag auf dem gemachten Bett. Er lag auf dem Rücken. Die Augen offen. Die rechte Seite seines Gesichts war rot, vernarbt, die rechte Hand auch. Diese rechte Hand lag auf Ewalds Brust. Sie hielt ein Handy. Das konnte nur heißen, dass er auf etwas wartete, was aus dem Handy kommen musste. Percy sagte: Ich setz’ mich auf den Stuhl an deinem Tisch. Dann schwieg er. Er wartete nicht, er schwieg. Plötzlich richtete sich Ewald auf, schlüpfte in die schwarzen Schuhe, die unter seinem Bett

standen, und legte sich wieder hin und schaute zur Decke. Es war klar, er wollte nicht, dass ihn jemand ohne Schuhe sähe. Schwarze Schlüpfschuhe, schwarze Socken, schwarze Hose, schwarzes, langärmliges Hemd. Als Manschettenknöpfe goldgefasste rote Steine. Karneol, dachte Percy. Das Handy hatte Ewald beim In-die-Schuhe-Schlüpfen in der Hand behalten.

So blieben sie. Stumm. Zwei Stunden lang oder drei. Dann stand Percy auf, ging zur Tür, schloss auf und sagte: Ich will nicht, dass du dich wunderst. Ich bin mit allen per du, seit ich hier in der Pflegerschule war. Der Professor hat mich Latein lernen lassen. Da gibt es kein Sie. Seitdem sag ich zu allen du. Es ist dann immer, als spräche ich Latein. So ein Gefühl halt. Bis bald, Ewald.

Als Percy draußen war, drehte er den Schlüssel so leise wie möglich im Schloss.

Zwei Empfindungen waren Percy fremd: Furcht und Ungeduld.”

 

 

Martin Walser (Wasserburg, 24 maart 1927)

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24-03-12

Martin Walser, Peter Bichsel, Dario Fo, Lawrence Ferlinghetti, Jacob van Lennep

 

De Duitse schrijver Martin Walser werd op 24 maart 1927 geboren in Wasserburg aan de Bodensee. Zie ook alle tags voor Martin Walser op dit blog.

 

Uit: Muttersohn

 

„Ewald, ich heiße Percy. Das sagte er, als er die Tür hinter sich zugemacht hatte. Ewald hatte auf sein Klopfen nicht geantwortet. Percy sagte, das verstehe er. In der Geschlossenen Abteilung an eine Tür zu klopfen und auf ein Herein zu warten, sei heuchlerisch, da doch der Klopfende den Schlüssel habe, mit dem die Tür aufzuschließen sei.

Ewald lag auf dem gemachten Bett. Er lag auf dem Rücken. Die Augen offen. Die rechte Seite seines Gesichts war rot, vernarbt, die rechte Hand auch. Diese rechte Hand lag auf Ewalds Brust. Sie hielt ein Handy. Das konnte nur heißen, dass er auf etwas wartete, was aus dem Handy kommen musste. Percy sagte: Ich setz’ mich auf den Stuhl an deinem Tisch. Dann schwieg er. Er wartete nicht, er schwieg. Plötzlich richtete sich Ewald auf, schlüpfte in die schwarzen Schuhe, die unter seinem Bett

standen, und legte sich wieder hin und schaute zur Decke. Es war klar, er wollte nicht, dass ihn jemand ohne Schuhe sähe. Schwarze Schlüpfschuhe, schwarze Socken, schwarze Hose, schwarzes, langärmliges Hemd. Als Manschettenknöpfe goldgefasste rote Steine. Karneol, dachte Percy. Das Handy hatte Ewald beim In-die- Schuhe-Schlüpfen in der Hand behalten.

So blieben sie. Stumm. Zwei Stunden lang oder drei. Dann stand Percy auf, ging zur Tür, schloss auf und sagte: Ich will nicht, dass du dich wunderst. Ich bin mit allen per du, seit ich hier in der Pflegerschule war. Der Professor hat mich Latein lernen lassen. Da gibt es kein Sie. Seit dem sag ich zu allen du. Es ist dann immer, als spräche ich Latein. So ein Gefühl halt. Bis bald, Ewald.

Als Percy draußen war, drehte er den Schlüssel so leise wie möglich im Schloss.

Zwei Empfindungen waren Percy fremd: Furcht und Ungeduld.“

 

 

Martin Walser (Wasserburg, 24 maart 1927)

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24-03-11

Martin Walser, Peter Bichsel, Dario Fo, Lawrence Ferlinghetti, Jacob van Lennep

 

De Duitse schrijver Martin Walser werd op 24 maart 1927 geboren in Wasserburg aan de Bodensee. Zie ook mijn blog van 24 maart 2007 en ook mijn blog van 24 maart 2008 en ook mijn blog van 24 maart 2009 en ook mijn blog van 24 maart 2010.

 

Uit: Mein Jenseits

 

Je älter man wird, desto mehr empfiehlt es sich, darauf zu achten, wie man auf andere wirkt. Ich bin dreiundsechzig. Südlich der Donau sagt man zum Beispiel: Der und der wird auch allmählich komisch. Das merken alle, wissen alle, nur der, der allmählich komisch wird, merkt es nicht. Und sagen mag man's ihm auch nicht. In Letzlingen - so heißt das Dorf, aus dem ich komme - in Letzlingen gab es - oder gibt es vielleicht sogar noch - eine Art Kultur des Umgangs mit solchen, die im Alter allmählich komisch wurden. Nirgends sonst habe ich von dieser Kultur auch nur noch einen Hauch verspürt. Ich will diese Art Kultur schildern, dann entscheide jeder selbst, ob es in seinem Dorf, seiner Stadt, seiner Gesellschaft dergleichen gebe. Ein Bauer heißt Peterer, ist eher siebzig als achtzig, sein Bruder Konrad ist immer Knecht auf dem Hof seines Bruders gewesen. Es hat sich dann herumgesprochen, dass er seit längerem nichts mehr sagt. Man kann ihn ansprechen, wie man will, er reagiert nicht. Er ist aber kein bisschen schwerhörig, das merkt man, wenn er das Vieh heimtreibt. Sobald eine Kuh stehen bleibt und nicht weiter will, geht er hin zu ihr und sagt ihr etwas ins Ohr. Wenn sie dann hinschaut zu ihm, sagt er: Jaa. Dann geht sie wieder. Auch wenn ihn ein Hund anbellt, sieht man, dass er das hört, genau hört.

Also zu Menschen keinen Kontakt mehr. Wenn man den Bauer fragt, was los sei mit Konrad, bohrt der Bauer mit dem Zeigefinger seine Schläfe an. Konrad schläft auch nicht mehr in seiner Kammer, sondern auf dem Heuboden. Wie und wo genau, ist nicht bekannt. Er ist allmählich komisch geworden. Zuerst hat man noch gefragt nach ihm, hat sich erkundigt, aber dann nicht mehr. Der Konrad ist allmählich komisch geworden.“

 

 

 

Martin Walser (Wasserburg, 24 maart 1927)

 

 

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24-03-10

75 Jaar Peter Bichsel, Martin Walser, Dario Fo, Lawrence Ferlinghetti


De Zwitserse schrijver Peter Bichsel werd geboren op 24 maart 1935 in Luzern. Hij wordt vandaag 75 jaar. Zie ook mijn blog van 24 maart 2007 en ook mijn blog van 24 maart 2008 en ook mijn blog van 24 maart 2009.

 

Uit: Zur Stadt Paris

 

"Der Mann, der da sitzt in seinem Haus, ist ein Mann, der das erreicht hat, was er wollte. Er ist als kleinerJunge mal an einem Haus vorbeigegangen - vorbeigegangen und stehengeblieben - und hat sich gesagt, in so einem Haus möcht ich mal leben. Er ist einige Jahre später am "Goldenen Engel" vorbeigegangen - vorbeigegangen und stehengeblieben - und hat sich gesagt, an so einem Tisch möchte ich mal essen. Er kannte das Wort Champagner und das Wort Kaviar und das Wort Bordeaux, bevor er auch nur eine Ahnung hatte, wie das schmeckt, aber er wusste, aufgewachsen bei einem einfachen Mann,dass nicht alle Menschen die Gelegenheit haben, im Laufe ihres Lebens ebendas zu schmecken. Das Leben ist kurz, sagte er sich, und er wurde weit über neunzig, aber das einzige, was ihm passiert ist in seinem Leben, das ist, dass er an einem Haus vorbeigegangen ist - als Kind - und sich gesagt hat, dass er in einem solchen Haus mal leben möchte, dass er am "Goldenen Engel" vorbeigegangen ist und gewusst hat, dass er an einem solchen Tisch mal essen werde. Und wenn er das erreicht hätte, dann wäre das ein Märchen; aber er hat es erreicht, und es ist kein Märchen."

 

 

 

 

Peter_Bichsel
Peter Bichsel (Luzern, 24 maart 1935)

 

 

 

 

De Duitse schrijver Martin Walser werd op 24 maart 1927 geboren in Wasserburg aan de Bodensee. Zie ook mijn blog van 24 maart 2007 en ook mijn blog van 24 maart 2008 en ook mijn blog van 24 maart 2009.

 

 

Uit: Der Augenblick der Liebe

 

“Herr Zürn oder Herr Krall, wie hätten Sie’s denn gern? So fing sie an, so eröffnete sie.
Gottlieb sagte: In welche Sauce wir den Daumen, den wir lutschen müssen, vorher tunken, ist egal. Oder nicht? Und sie: Es gibt nichts, wofür man nicht gestraft werden kann. Und er: Aber die Möglichkeiten klirren. Und sie: Wenn Sie so wollen. Und er: Ich will. Gottlieb hatte das Gefühl, er sei begeistert. Wenn das Leben auf sich aufmerksam machte, fühlte er sich als Dichter, sogar als Komponist. Er war weder das eine noch das andere. Er war mit der Besucherin in ein Duett geraten. Sie hätten ihre Sätze gleichzeitig sagen können, das hätte die Wirkung nicht gemindert.
Anna blieb nichts anderes übrig, als zwischen der Besucherin und Gottlieb hin und her zu schauen wie beim Tennis. Also schaute sie, nach Gottliebs Ich will, die Besucherin an, weil die jetzt dran war. Aber die wollte oder konnte offenbar nicht weitermachen im Duett.

Dann starrten alle drei auf die Sonnenblume, die die Besucherin mitgebracht hatte, für die Gottlieb keine Vase gefunden hatte, die er dann in den größten Glaskrug gestellt und mitten auf dem Terrassentisch platziert hatte. Noch nie hatte jemand eine Sonnenblume mitgebracht. Anna hatte die gewaltige Blume entgegengenommen und hatte gesagt: Unglaublich. Und das stimmte ganz genau. So eine Prachtblume zu überreichen, die sofort die Szene beherrscht, und nichts dazu zu sagen, das war unglaublich. Das war eigentlich die Eröffnung des Duetts gewesen.
Anna schaute die Besucherin an, als müsse die ihr noch erklären, wie es überhaupt zu dieser Frage, ob Zürn oder Krall, komme. Gottlieb wußte, daß Anna, hätte sie sich äußern können, jetzt gleich noch einmal ihr Lieblingswort, ihr Passepartoutwort, gesagt hätte. Unglaublich. Das brauchte sie so oft, dass es auf Gottlieb überging. Und wenn es ihm unwillkürlich unterkam, merkte er, daß er wieder Annas Wort benutzte. Sollten Ehepaare einander im Lauf der Zeit ähnlicher werden – was er bei sich und Anna bestritt -, dann dürfen sie auch im selben Wortschatz untergehen.“

 

 

 

MartinWalser
Martin Walser (Wasserburg, 24 maart 1927)

 

 

 

 

 

De Italiaanse regisseur, acteur en toneelschrijver Dario Fo werd geboren in Leggiuno-Sangiamo op 24 maart 1926. Zie ook mijn blog van 24 maart 2007 en ook mijn blog van 24 maart 2008 en ook mijn blog van 24 maart 2009.

 

Uit: Meine ersten sieben Jahre und ein paar dazu

 

»Ja, mein Vater war Bahnhofsvorsteher, wenngleich nur zur Aushilfe. Die Haltestelle San Giano war so unbedeutend, dass die Lokomotivführer häufig das Anhalten vergaßen. So lange bis ein Reisender, der keine Lust hatte, erst bei der nächsten Station auszusteigen, die Notbremse zog. Nach einer langen Rutschpartie fraßen die Bremsen sich fest und der Zug hielt mitten in einem Tunnel. In den haltenden Zug fuhr ein nachfolgender Güterzug. Wie durch ein Wunder gab es keine Toten. Nur einer wurde verletzt, der Reisende, der die Notbremse gezogen hatte. Der Unglücksrabe wurde von den übrigen Reisenden verprügelt. Auch eine Nonne beteiligte sich. Mit dem Eintreffen meines Vaters änderten sich die Zustände augenblicklich. Felice Fo flößte Respekt ein und Gehorsam. Wenn er sich – die rote Mütze runtergezogen bis auf die Augen – neben den Gleisen in Positur stellte und die Signalfahne schwenkte, die ebenfalls rot war, hielten sämtliche Züge an. Nur die Personenzüge, versteht sich, und die Schienenbusse, insgesamt vier Stück am Tag.«

 

 

 

 

DarioFo
Dario Fo (Leggiuno-Sangiamo, 24 maart 1926)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse dichter en schrijver Lawrence Ferlinghetti werd geboren op 24 maart 1919 in Yonkers, New York. Zie ook mijn blog van 24 maart 2007 en ook mijn blog van 24 maart 2008 en ook mijn blog van 24 maart 2009.

 

 

Away Above A Harborful 

 

Away above a harborful

of caulkless houses

among the charley noble chimneypots

of a rooftop rigged with clotheslines

a woman pastes up sails

upon the wind

hanging out her morning sheets

with wooden pins

O lovely mamma!

her nearly naked teats

throw thrust shadows

when she stretches up

to hang the last of her

so white washed sins

but it is wetly amorous

and winds itself about her

clinging to her skin

so caught with arms upraised

she tosses back her head

in voiceless laughter

and in choiceless gesture then

shakes out gold hair

while in the reachless seascape spaces

between the blown white shrouds

stand out the bright steamers

to kingdom come.

 

 

 

 

LawrenceFerlinghetti

Lawrence Ferlinghetti (Yonkers, 24 maart 1919)

In 1941

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 24e maart ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

24-03-09

Martin Walser, Dario Fo, Lawrence Ferlinghetti, Peter Bichsel, Jacob van Lennep, Harry Prenen, Top Naeff, Robert Hamerling, Fanny Lewald, Willem van Iependaal, Richard Leising, Gabriele von Baumberg, Christian Schubart, Olive Schreiner, William Morris


De Duitse schrijver Martin Walser werd op 24 maart 1927 geboren in Wasserburg aan de Bodensee. Zie ook  Zie ook mijn blog van 24 maart 2007 en ook mijn blog van 24 maart 2008.

 

Uit: Angstblüte

 

“Es war Gundi. Sie klang, als sei jemand in ihrer Nähe, der nicht hören dürfe, was sie sagt. Man sah förmlich, wie sie den Kopf senkte, um Mund und Hörer möglichst dicht zusammenzubringen. Und verfügte doch in ihrem Schlößchen in der Menterschwaige über soviel Ungestörtheit, wie sie nur wollte. Eigentlich war sie entspannt. Die Gelassenheit selbst, sagte Diego, sei sie. Gelegentlich sprach er ihr sogar eine göttliche Gelassenheit zu. Aber heute gab es einen Grund für diesen Dringlichkeitston. Diego liegt im Schwabinger Krankenhaus. Er konnte morgens nicht aufstehen,

konnte keinen Arm, kein Bein mehr bewegen, ist darüber so erschrocken, daß er sofort gekotzt hat. Sie hat den Notarzt gerufen, der hat Diego ins Schwabinger Krankenhaus bringen lassen, da liegt er jetzt seit achtundvierzig Stunden, die Ärzte können sich für keine Ursache entscheiden. Also

Schlaganfall ist schon mal ausgeschlossen worden. MS noch nicht.

Als Karl von Kahn hörte, daß das schon vorgestern passiert war, konnte er ein zu lautes, fast klagendes Nein nicht zurückhalten.

Gundi sagte: Ja. Sagte das ganz matt.

Karl, eher heftig: Sag Lambert, ich komme sofort.

Karl, rief sie, Karl!

Er verstand nicht gleich und erfuhr, er habe Diego Lambert genannt. Das tue ihr weh. Jetzt, da Diego so elend daliege, ganz besonders.

Karl rief: Gundi, liebe Gundi, das tut mir so leid, wie ich es nicht sagen kann. Wisch es weg, hab es nicht gehört, laß es bedeutungslos sein. Ich bitte dich darum.”

 

 

 

 

walser
Martin Walser (Wasserburg, 24 maart 1927)

Portret door Johannes Grützke

 

 

 

 

 

De Italiaanse regisseur, acteur en toneelschrijver Dario Fo werd geboren in Leggiuno-Sangiamo op 24 maart 1926. Zie ook mijn blog van 24 maart 2007 en ook mijn blog van 24 maart 2008.

 

Uit: Bezahlt wird nicht (Vertaald door Peter O. Chotjewitz)

 

Antonia: Das ist das wenigste, was einem passieren kann, wenn man mit einem Mann ins Bett geht.
Giovanni: Und im wievielten Monat ist sie? Letzten Sonntag sah man noch gar nichts.
Antonia: Seit wann versteht du was von Frauen? Außerdem ist der letzte Sonntag schon fast eine Woche her, und in einer Woche, das kannst du mir glauben ...
Giovanni: Vielleicht bin ich doof, aber nicht blöd ... Außerdem hätte Luigi mir was gesagt: Wir stehen am selben Band, und er erzählt mir sonst alles von sich und seiner Frau.
Antonia: Es gibt Dinge, die einem vielleicht peinlich sind, sodass er sie nicht erzählt hat.
Giovanni: Wieso peinlich? Spinnst du? Peinlich, dass seine Frau schwanger ist? Ist es jetzt eine Schande, ein Kind zu haben?
Antonia: Dann weiß er's also nicht. Wie soll er's dir erzählt haben, wenn er's noch nicht weiß?
Giovanni: Wieso?
Antonia: Nun ja, ganz klar, dass sie ihm nichts sagen wollte.
Giovanni: Wieso wollte sie ihm nichts sagen?
Antonia: Weil Luigi ödete sie immer, die arme Margherita, es wäre noch zu früh, momentan nicht, bei den wirtschaftlichen Aussichten und dass sie sich erst einrichten müssten, dass die Frau, wo sie arbeitet, sie sofort entlassen würde, wenn sie schwanger wäre. Jedenfalls lässt er sie immer die Pille nehmen.

Giovanni: Wenn sie immer die Pille nehmen muss, wie ist sie dann schwanger geworden?
Antonia: Da sieht man, dass die Pille eben nichts getaugt hat: das kommt vor.
Giovanni: Wieso hält sie es dann vor ihrem Mann geheim, wenn sie keine Schuld hat?

 

 

 

 

DarioFo
Dario Fo (Leggiuno-Sangiamo, 24 maart 1926)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse dichter en schrijver Lawrence Ferlinghetti werd geboren op 24 maart 1919 in Yonkers, New York. Zie ook mijn blog van 24 maart 2007 en ook mijn blog van 24 maart 2008.

 

 

Number 20

 

The pennycandystore beyond the El

is where I first

fell in love

with unreality

Jellybeans glowed in the semi-gloom

of that september afternoon

A cat upon the counter moved among

the licorice sticks

and tootsie rolls

and Oh Boy Gum

 

Outside the leaves were falling as they died

 

A wind had blown away the sun

 

A girl ran in

Her hair was rainy

Her breasts were breathless in the little room

 

Outside the leaves were falling

and they cried

Too soon! too soon!

 

 

 

 

 

Dove Sta Amore

 

Dove sta amore

Where lies love

Dove sta amore

Here lies love

The ring dove love

In lyrical delight

Hear love's hillsong

Love's true willsong

Love's low plainsong

Too sweet painsong

In passages of night

Dove sta amore

Here lies love

The ring dove love

Dove sta amore

Here lies love

 

 

 

 

 

Lawrence_Ferlinghetti_2
Lawrence Ferlinghetti (Yonkers, 24 maart 1919)

Ferlinghetti in 1973

 

 

 

 

 

De Zwitserse schrijver Peter Bichsel werd geboren op 24 maart 1935 in Luzern. Zie ook mijn blog van 24 maart 2007 en ook mijn blog van 24 maart 2008.

 

Uit: Cherubin Hammer und Cherubin Hammer

 

Vom Berg aus konnte man bei guter Fernsicht auch eine ganz kleine Spitze, eine minime Spitze des Matterhorns, sehen, man mußte halt wissen, wo. Kein Wort dazu zu seiner Frau. Und wenn er Leute sah, oben auf dem Berg sitzen sah, dann ärgerte er sich im Wissen, daß sie es nicht wußten. Aber kein Wort dazu - ungebildetes Gesindel. Und solche wollen Lehrer sein, war sein ständiger Gedanke, wenn er Lehrer sah. Und er verabscheute Schulreisen. Erst im Gymnasium war er dann -Lateinisch und Griechisch - der beste, auch in Mathematik, die ihm keineswegs lag, aber die er sich in sein Hirn hämmerte. Auch da schon ein Langweiler, der seinen Lehrern keineswegs auffiel, sich am Unterricht nicht beteiligte, aber jede Prüfung fehlerlos bestand. (12)
Nur einmal, als ihm der Häfliger das Naturkundeheft zerknitterte, stand er auf, und Häfliger grinste und stand auch auf. Und da stellte er dem Häfliger dem Häfliger - mit einem Griff an die Kehle den Schnauf ab, und der Häfliger zog den Schwanz ein. Sein Leben hätte ganz anders verlaufen können. Aber die Klassenkameraden nahmen nur zur Kenntnis, daß der Schwächere gewonnen hatte, wie es ab und zu im Fußball auch vorkommt und was ja auch - ab und zu seinen Reiz hat Aber er wäre nie zum Starken geworden, auch wenn er allen Starken den Schnauf abgestellt hätte. Er wäre ein Leben lang der Schwächere gewesen, der einen Stärkeren besiegt hätte. Hammer war keineswegs zum Verlierer prädestiniert, er war nur zum Schwächeren prädestiniert, der zwar ab und zu siegt - er war der Beste in der Klasse -...“

 

 

 

 

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Peter Bichsel (Luzern, 24 maart 1935)

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver Jacob van Lennep is geboren te Amsterdam op 24 maart 1802. Zie ook  Zie ook mijn blog van 24 maart 2007 en ook mijn blog van 24 maart 2008.

 

Uit: De lotgevallen van Ferdinand Huyck

 

„Dikwijls, mijn kinderen! wanneer wij na afloop van den avonddisch een naauwer kring om den haard sloten, en ik nog een laatste pijp stopte, terwijl uw lieve grootmoeder, - half wakend, half slapend nieuwe hieltjens aan de versletene kousjens der kleintjens breidde, en een van u mij met een vleiende stem toeriep: ‘och, grootvader! vertel ons nog eens wat van den Carnaval te Venetiën, of van den Landgraaf van Hessen, of van de Frankforter mis!’ heb ik aan uw nieuwsgierigheid voldaan en u eenige der belangrijkste episoden verteld van die reis, welke ik als jongeling door Duitschland en Italiën deed: ja, zoo menigmalen hebt gij naar het gepraat van den ouden man geluisterd, dat gij op het laatst mijn ontmoetingen en wederwaardigheden zoo goed en beter kendet dan ik zelf, en vaak, wanneer mijn door ouderdom eenigzins verzwakt geheugen te kort schoot, mij de kleine bijzonderheden herinnerdet, welke tot aanvulling mijns verhaals moesten strekken. Nimmer echter heeft een uwer mij ondervraagd betreffende hetgeen mij na mijn terugkomst van die reize overkomen is; waarschijnlijk omdat gij, wetende hoe kalm en gerust ik, sedert mijn huwelijk, de dagen mijns levens in den schoot mijns huisgezins gesleten heb, verondersteldet, dat ik, te huis komende, zoo maar dadelijk een vrouw en een aanzienlijk vermogen gevonden had, en dat geene zorg noch wederwaardigheid die dagen van kalmte was voorafgegaan. Intusschen bedriegt gij u zeer: en het tijdvak, dat onmiddelijk op mijn reis volgde, was het gewichtigste en, in zijn bijzonderheden, het belangrijkste mijns levens.“

 

 

 

 

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Jacob van Lennep (24 maart 1802 – 25 augustus 1868)

Portret door A.J. Ehnle / P. Blommers

 

 

 

 

 

 

De Nederlandse (gelegenheids)dichter, historicus, geschiedenisleraar, illustrator en journalist Harry Prenen werd geboren in Schoten op 24 maart 1915.Prenen werkte als redacteur bij de Volkskrant, Elseviers Weekblad, de Haagse Post, de Nieuwe Eeuw en De Linie en later als leraar geschiedenis op het Haarlemse Mendelcollege. Rond 1930 raakte hij bevriend met de schrijver Godfried Bomans, een sterke vriendschap die zou duren tot de dood van Bomans in 1971. In 1936 begonnen ze een schertsgenootschap, de Rijnlandsche Academie, oorspronkelijk bedoeld om de demping van de Haarlemse Bakenessergracht tegen te gaan, een opzet waarin zij slaagden. Daarna onderhielden ze nog jaren een genootschappelijke correspondentie. Van een uitgave van een selectie van die brieven is het niet meer gekomen. Overigens heeft Harry Prenen zich door lezingen en publicaties zeer ingezet om de nagedachtenis aan zijn vriend in ere te houden. In zijn studententijd was Prenen redacteur van Propria Cures. Later illustreerde hij een groot aantal werken van Bomans, met name Sprookjes, Memoires of Gedenkschriften van Mr. P. Bas, Het Duel, Het Ogenboek en Een verdwenen facet van Haarlem. Ook legendarische stukken van Bomans in Ons huis in Haarlem en in Nijmegen in de Spiegel zijn door Prenen geïllustreerd. Van zijn gedichten is wellicht het kerstlied Midden in de Winternacht uit 1943 het meest bekend.

 

Uit: Herinneringen aan Godfried Bomans

 

“Een paar dagen na de begrafenis (van Bomans), heb ik een grote doos met brieven van zolder gehaald, uit de tijd van de ‘Rijnlandsche Academie’ – een schertsgenootschap dat wij beiden hadden opgericht en altijd volhielden in onze ‘missiven’, tot het einde toe. Er waren maar twee leden, hij en ik, die elkaar eindeloze brieven schreven, om de paar dagen, ofschoon het dagblad ‘Het Volk’, waarin de Academie toenmaals een lang ingezonden stuk over de een of andere kwestie publiceerde, zijn lezers door een voetnoot inlichtte dat het genootschap uit een paar honderd ‘intellectuelen’ bestond en geregeld bijeenkomsten hield – een fictie, die ons zo maar in de schoot werd geworpen en waarvan wij grondig gebruik maakten, want Godfried was er de man niet naar om zo’n buitenkansje onbenut te laten. Wij schraapten ons laatste geld bij elkaar en bestelden onmiddellijk een briefhoofd in gotische letters – ‘aldus schrik en eerbied verspreidend onder de burgers’”

 

 

 

 

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Harry Prenen (24 maart 1915 - 20 oktober 1992)

Godfried Bomans en Harry Prenen

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijfster Top Naeff (eig. Anthonetta van Rhijn-Naeff) werd geboren op 24 maart 1878 in Dordrecht. Zie ook mijn blog van 24 maart 2007

 

Uit: Boekenschouw (Over “De Ongeweten Dingen” van Ina Boudier-Bakker)

 

“Dien morgen begon het. Blééf Jopie onwillig om naar beneden te gaan, tegen het overtuigend gepraat der moeder in’.

 

Met dezen doorgebroken zin begint Ina Boudier een verhaal, het eerste van een nieuwen bundel. Het is haar privilegie zoo huiselijk te mogen, misschien te kúnnen schrijven. Het zijn meer aanduidingen dan zinnen, het halve woord is haar liever dan het heele, ja eigenlijk geneert haar nog dát. Geeft ze het, na lang tasten, uit het diepst van haar wezen prijs, dan voelen we iets als een ademstoot... het stáat... daarop kwam het aan. Met schijnbaar overtollige, in haar werk toch zoo kenschetsende klem-teekens zijn haar bladzijden bezaaid. Doch bij voorkeur houdt ze het in, stokt middenin den zin ... het behóeft niet meer... wij raadden het immers al.

Tusschen de regels ligt haar literatuur. Van ‘ongeweten dingen’ vertelt ze, met de omzichtige kieschheid waartoe een geheim ons noopt. De aandoening om het geval dempt al vanzelf haar stem, maakt ze hakkelend... soms is het maar een gebaar... In fluisterende vertrouwelijkheid, in een oogopslag, verstaan ze elkaar - Ina Boudier-Bakker en haar lezers - daar hapert niets”.

 

 

 

 

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Top Naeff (24 maart 1878 – 21 april 1953)

 

 

 

 

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Robert Hamerling werd geboren op 24 maart 1830 in Kilchberg am Walde. Zie ook mijn blog van 24 maart 2007

 

 

Du

Noch zarter, als die ich dir sang, die Lieder,
Noch süsser als ein Kuss, von dir gegeben,
Ist jenes holde Du, mein süsses Leben!
Das traulich zwischen uns geht hin und wieder.

Ein Vöglein scheint es mir im Glanzgefieder,
Dess gold'ne Schwingen leise zu mir streben:
Mein Ohr berührt's in wunderholdem Schweben,
Und lässt zuletzt sich mir im Herzen nieder.

Zu künden das Geheimnis ganz, das süsse,
Versuchten wir mit Worten leeren Schalles:
Nun fanden wir den sprechendsten der Grüsse.

Was braucht es noch des Reims und Silbenfalles?
Was selbst der Liebesblicke, Thränen, Küsse?
Mit einem Wörtchen sagen wir uns Alles.

 

 

 

 

 

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Robert Hamerling (24 maart 1830 – 13 juli 1889)

Standbeeld in Graz

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Fanny Lewald werd op 24 maart 1811 in het toenmalige Königsberg geboren. Zie ook mijn blog van 24 maart 2007

 

Uit: Clementine

 

„Also weil der Herr Geheimrath mich gestern geistreich gefunden hat, soll und muß ich ihn heirathen? fragte Clementine und sah dabei lachend ihre jüngere Schwester, die Frau des Professors Reich, an, die ganz erhitzt auf dem Sopha ihres Wohnzimmers saß.
Darum allein nicht, entgegnete diese, aber Du darfst diese Verbindung nicht ausschlagen, wie alle andern, die sich Dir boten. Der Geheimrath von Meining ist ein sehr geachteter, gebildeter und reicher Mann; er ist freilich fünfzig Jahre alt, Du bist aber schon siebenundzwanzig, was kann denn passender sein? Du hast mir selbst gesagt, daß Du an Dein früheres Verhältniß zu Robert Thalberg mit vollkommener Ruhe dächtest; warum also wieder ein Glück, ein wahrhaftes Glück von Dir weisen, das sich Dir vielleicht nie wieder bietet? Mein Mann wünscht diese Verbindung, die Tante, Deine letzte Instanz, dringt darauf, Meining erwartet das Glück seines Lebens davon und Du selbst hältst Meining nicht nur für einen liebenswürdigen, sondern auch für einen ehrenwerthen Mann; was willst Du denn eigentlich, Clementine?
Ich will nicht lügen, Marie! Ich will, ich kann es nicht, und je achtungswerther mir der Geheimrath er scheint, um so weniger möchte ich ihn täuschen; ich kann nicht heirathen, quäle mich nicht.”


 

 

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Fanny Lewald (24 maart 1811 - 5 augustus 1889)

Portret door M. Stohl

 

 

 

 

De Nederlandse dichter en schrijver Willem van Iependaal werd geboren in Rotterdam op 24 maart 1891.  Na een moeizame schoolloopbaan vertrok hij rond 1910 naar Engeland, waar hij in 1915 in dienst trad van het Britse leger. Zijn verblijf in de loopgraven wakkerde zijn antimilitaristische gevoelens aan. Terug in Rotterdam probeerde hij in de jaren twintig op allerlei manieren in zijn levensonderhoud te voorzien, hetgeen hem enkele malen in de gevangenis deed belanden. Tijdens zo'n verblijf schreef hij enkele gedichten die in handen kwamen van de schrijver A.M. de Jong. Deze moedigde Van Iependaal aan om zijn werk te publiceren. In 1931 trouwde Van Iependaal, en kwam zijn eerste boek uit. Zijn leven raakte in een wat rustiger vaarwater. Hij begon te publiceren, vooral in tijdschriften met een pacifistische of socialistische signatuur. Hij was onder andere ook actief in de vrijdenkersbeweging. Grote populariteit kreeg Van Iependaal in de jaren dertig met zijn romans Polletje Piekhaar en Lord Zeepsop, die in hun tijd bestsellers waren. Van Iependaal kreeg hierdoor meer financiële armslag en vestigde zich in Laren, waar hij tijdens de oorlog onderduikadres verleende aan tientallen joden. Na de oorlog schreef Van Iependaal nog vele pamfletten, hoorspelen (voor de VARA) en romans, en hield hij in heel Nederland vele voordrachten. Sinds zijn dood is hij echter, ondanks zijn kleurrijke werk en zijn minstens even kleurrijke leven, steeds meer in de vergetelheid geraakt.

 

 

Het lied is uit

 

Meer van Willem van Iependaal

Ik zocht in riet en wilgenblad

Een schuil met jou, Marie

Omdat jij last van sproeten had

En ik van pozie

 

Ik zong van maan en wereldwee

voor jou, mijn koningin

En jij sprak over H.V.V

En ijsjes van Jamin

 

Ik noemde je mijn troeliefras

Mijn snuitebos en snoes

jij veegde met mijn flodderdas

De kruimels van je bloes

 

Jij trouwde met en makelaar

Een sof, een bankroetier

Verschoten lintje uit je haar

Treurt aan mijn stomme lier

 

Ik koop nou shag van Dobbelman,

Die kost maar negen spie

En draait daar saffiaantjes van

Das Lied ist aus, MARIE !

 

 

 

 

Iependaal
Willem van Iependaal (24 maart 1891 - 23 oktober 1970)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter Richard Leising werd geboren op 24 maart 1934 in Chemnitz. Hij wordt gerekend tot de Saksische Dichterschool. Ten tijde van de DDR was hij een soort geheime tip van poëzieliefhebbers. Tijdens zijn leven publiceerde hij maar 35 gedichten. Langzaam groeit de belangstelling, ook voor zijn nagelaten werk. In 1992 ontving hij de Christian-Wagner-Preis.

 

 

Abendlied

(für Renate)

 

Was geht da vor mir hin

Gen Abend lang und länger

Es ist mein schwarzer Sinn

Der wache Doppelgänger

Der geht da vor mir her

So leicht als ich bin schwer

Mein böser Bruder Sänger

Noch stummer als ich bin.

 

 

 

 

 

leising

Richard Leising (24 maart 1934 – 20 mei 1997)

 
 

 

 

De Oostenrijkse dichteres en schrijfster Gabriele von Baumberg werd geboren op 24 maart 1768 in Wenen. Haar belangstelling voor literatuur leidde er toe dat zij in contact kwam met de literaire kringen van Wenen. Zij trouwede met de Hongaarse schrijver János Batsányi. Toen deze de proclamatie van Napoleon in het Hongaars had vertaald moest hij als verrader naar Parijs vluchten.

 

 

Glückwunsch an einen Freund zum Neujahrstage
 
Ich wünsche dir aus wahrem Freundschaftstriebe,
Ein Mädchen, gut, wie du, und würdig deiner Liebe,
Ein Mädchen - schön und treu - reich - klug und ohne List,
Weil du ein Freund - von Seltenheiten bist.

 

 

 

 

Baumberg
Gabriele von Baumberg (24 maart 1768 – 24 juli 1839)

Silhouet

 

 

 

 

De Duitse dichter, componist enn journalist Christian Friedrich Daniel Schubart werd geboren op 24 maart 1739 in Obersontheim. In 1769 werd hij organist en directeur muziek in Ludwigsburg. In zijn sociallkritsche geschriften stelde hij de decadentie en de absolutistische heerschappij aan de kaak. Omdat hij met zijn scherpe tong de geestelijkheid aanviel werd hij in 1773 het land uitgezet. In Augsburg begon hij toen met het uitgeven van de »Deutsche Chronik. In 1777 kwam het weer tot een arrestatie. Zonder rechterlijke uitspraak kwam hij voor tien jaar in de gevangenis.Toen hij in 1787 vrijkwam benoemde hertog Karel Eugenius van Württemberg hem tot theaterdirecteur en zette Schubart de uitgave van de kroniek weer voort. Van hem is het lied Die Forelle, dat door Schubert op muziek is gezet.

 

 

Die Fürstengruft (Fragment)

 

Da liegen sie, die stolzen Fürstentrümmer,

Ehmals die Götzen ihre Welt!

Da liegen sie, vom fürchterlichen Schimmer

Des blassen Tags erhellt!

 

Die alten Särge leuchten in der dunkeln

Verwesungsgruft, wie faules Holz;

Wie matt die großen Silberschilde funkeln,

Der Fürsten letzter Stolz!

 

Entsetzen packt den Wandrer hier am Haare,

Geußt Schauer über seine Haut,

Wo Eitelkeit, gelehnt an eine Bahre,

Aus hohlen Augen schaut.

 

Wie fürchterlich ist hier des Nachhalls Stimme!

Ein Zehentritt stört seine Ruh'.

Kein Wetter Gottes spricht mit lauterm Grimme:

O Mensch, wie klein bist du!

 

 

 

 

Schubart
Christian Schubart (24 maart 1839 – 10 oktober 1791)

 

 

 

 

De Zuidafrikaanse schrijfster Olive Emilie Albertina Schreiner werd geboren op 24 maart 1855 in Wittebergen, Lesotho. Zij was het zevende kind van een Duitse missionaris en een Engelse domineesdochter. In 1881 vertrok zij naar Engeland, waar zij haar loopbaan als schrijfster begon. Haar bekendste werk is haar debuut uit 1883 The Story of an African Farm. Tussen 1907 en 1913 leefde zij in De Aar in Zuidafrika.

 

Uit: The Story of an African Farm

 

„'What have you been doing to-day?' asked Lyndal, lifting her eyes to his face.

'Looking after ewes and lambs below the dam. Here!' he said, holding out his hand awkwardly, 'I brought them for you.'

There were a few green blades of tender grass.

'Where did you get them?'

'On the dam wall.'

She fastened them beside the leaf on her blue pinafore.

'They look nice there,' said the boy, awkwardly rubbing his great hands and watching her.

'Yes, but the pinafore spoils it all; it is not pretty.'

He looked at it closely.

'Yes, the squares are ugly; but it looks nice upon you - beautiful.'

He now stood silent before them, his great hands hanging loosely at either side.

'Someone has come to-day,' he mumbled out suddenly, when the idea struck him.

'Who?' asked both girls.

'An Englishman on foot.'

'What does he look like?' asked Em.

'I did not notice; but he has a very large nose,' said the boy slowly. 'He asked the way to the house.'

'Didn't he tell you his name?'

'Yes - Bonaparte Blenkins.'

'Bonaparte!' said Em, 'why that is like the reel Hottentot Hans plays on the violin --

' "Bonaparte, Bonaparte, my wife is sick;

In the middle of the week, but Sundays not,

I give her rice and beans for soup" –„

 

 

 

 

Schreiner
Olive Schreiner (24 maart 1855 – 11 december 1920)

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 24 maart 2007

 

De Engelse schrijver, ontwerper en utopisch denker William Morris werd geboren op 24 maart 1834 in Walthamstow, Essex.

24-03-08

Dario Fo, Lawrence Ferlinghetti, Martin Walser, Peter Bichsel, Jacob van Lennep, Alexis de Roode, Top Naeff, William Morris, Robert Hamerling, Fanny Lewald


De Italiaanse regisseur, acteur en toneelschrijver Dario Fo werd geboren in Leggiuno-Sangiamo op 24 maart 1926. Zie ook mijn blog van 24 maart 2007.

 

Uit: Peace Mom (Vertaald door Tom Behan)

 

A close-up image of a marine is projected on a screen at the back of the stage, beside him is a column of smoke – the classic image of an oil well on fire. This image slowly fades: a light change illuminates a woman who slowly takes form from the darkness. Beside her is a white plastic garden chair, upon which she will later sit down.

 

I’ve found something my son once said often echoing around my head: ‘I want to go to university, and the only chance I’ve got is to join the United States Army. They’ll pay my fees. There’s no other way I can do it.’

A month after he left for his zone of operations an army cheque came through

payable to Casey Sheehan: this money would pay his first round of fees. Three days later three US army officers knocked on my door and told me Casey had been killed in Iraq. I fainted.

It was as if everything had flown away: the house, his room, his civilian clothes,

his games, his bike...

All dead.

The cheque was of no use now.

His friends called round to ask for news, they stammered and mumbled their condolences. His girlfriend was as white as a ghost but couldn’t bring herself to cry. I prodded her a bit but still no tears would come.

About a month after his death I said to myself: ‘I’ve had enough of crying for my own son, now I’m going to cry for all mothers’…

I saw an article in a local paper that listed all the dead in my area. I traced down some
of the families and spoke with other mothers. Two of them kept on asking me the same question: ‘Why did they send my son over there? Why did he die in a country that I didn’t even know existed?’

I start going on demonstrations… marches against the war in Iraq – but I realize that they’re not making any difference. I left home on 4 August, taking with me everything I needed to sleep in the open, as if I was going camping. Two days later I was in Texas, getting off a bus near the entrance to George W. Bush’s ranch.”

 

 

 

DarioFo
Dario Fo (Leggiuno-Sangiamo, 24 maart 1926)

 

 

 

 

De Amerikaanse dichter en schrijver Lawrence Ferlinghetti werd geboren op 24 maart 1919 in Yonkers, New York. Zie ook mijn blog van 24 maart 2007

 

Seascape With Sun and Eagle

 

Freer
than most birds
an eagle flies up
over San Francisco
freer than most places
soars high up
floats and glides high up
in the still
open spaces

flown from the mountains
floated down
far over ocean
where the sunset has begun
a mirror of itself

He sails high over
turning and turning
where seaplanes might turn
where warplanes might burn

He wheels about burning
in the red sun
climbs and glides
and doubles back upon himself
now over ocean
now over land
high over pinwheels suck in sand
where a rollercoaster used to stand

soaring eagle setting sun
All that is left of our wilderness.

 

 

 

 

The Plough of Time

 

Night closed my windows and
The sky became a crystal house
The crystal windows glowed
The moon
shown through them
through the whole house of crystal
A single star beamed down
its crystal cable
and drew a plough through the earth
unearthing bodies clasped together
couples embracing
around the earth
They clung together everywhere
emitting small cries
that did not reach the stars
The crystal earth turned
and the bodies with it
And the sky did not turn
nor the stars with it
The stars remained fixed
each with its crystal cable
beamed to earth
each attached to the immense plough
furrowing our lives

 

 

 

 

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Lawrence Ferlinghetti (Yonkers, 24 maart 1919)

 

 

 

 

De Duitse schrijver Martin Walser werd op 24 maart 1927 geboren in Wasserburg aan de Bodensee. Zie ook mijn blog van 24 maart 2007

 

Uit: Ein liebender Mann

 

Bis er sie sah, hatte sie ihn schon gesehen. Als sein Blick sie erreichte, war ihr Blick schon auf ihn gerichtet. Das fand statt am Kreuzbrunnen, nachmittags um fünf, am 11. Juli 1823 in Marienbad. Hundert feine Gäste promenierten, das Glas mit dem jedes Jahr noch mehr gerühmten Wasser in der Hand, und wollten gesehen werden. Goethe hatte nichts dagegen, gesehen zu werden. Aber er wollte gesehen werden als jemand, der mehr im Gespräch war als auf der Promenade. In diesen Julitagen war er immer mit dem Grafen Sternberg im Gespräch. Gut zehn Jahre jünger als Goethe und Naturforscher. Goethe war es gewohnt, obwohl er es nicht gewohnt werden konnte, dass so gut wie alle Naturwissenschaftler für seine Farbenlehre im besten Fall ein spöttisches Bedauern erübrigten. Begegnete er einem, der die Farbenlehre gelten ließ, konnte er sich vor Freundlichkeit, Dankbarkeit, Rührung jeder Art oft fast nicht mehr beherrschen. Kaspar Graf Sternberg war so ein Naturwissenschaftler, hatte ein Buch über die Flora der Vorzeit geschrieben, das heißt, er konnte lesen, was die Steine bewahrt hatten. Und Steine waren inzwischen Goethes liebstes Forschungsfeld. Aber jetzt, in diesen Julitagen, war es noch ein anderer Umstand, der den Grafen über alle Naturwissenschaft hinaus für Goethe anziehend machte. Im vergangenen Jahr hatten beide in dem als Kurhotel betriebenen Palais des Grafen Klebelsberg gewohnt. Und die Levetzows wohnten da auch. In Amalie von Levetzows Salon hatten sie sich kennengelernt. Wir kennen uns doch, hatte Goethe gerufen, wir kennen uns schon aus Vorzeiten. So hatte er auf Sternbergs Buchtitel angespielt und war auf den Grafen fast eilig zugegangen und hatte ihn umarmt. Das fiel auf, weil er sonst, wenn eine Bekanntschaft zu machen war, stehenblieb und dem anderen oder der anderen Gelegenheit gab, sich ihm zu nähern. Wir haben beide den Donnersberg bestiegen, bei Teplitz droben, Baronin, und ein jeder von einer anderen Seite, und sind, das haben wir einander geschrieben, beide auf der Zinne angekommen. Sie seien überhaupt zwei Reisende, hatte der Graf gesagt, die, aus zwei verschiedenen Welt- und Geschichtsgegenden kommend, einander begegnet seien und, als sie ihre Erfahrungen verglichen, gesehen hätten, dass es ein Vorteil sei, auf verschiedenen Wegen zu ein und demselben Ziel zu gelangen.
Jetzt, auf der Promenade, ließ Goethe sich vom Grafen Sternberg berichten, dass der schwedische Chemiker Berzelius gerade festgestellt habe, das vulkanische Gestein in der Auvergne sei erstaunlich eng verwandt mit dem hier auf dem Kammerbühl.
So ein Gespräch schützt die Sprechenden, wo auch immer es stattfindet. Es war Goethe, der heute mehr als einmal über das Gespräch hinausschaute. Goethe war kurzsichtig, aber Brillen fand er entsetzlich, das wusste in seinen Kreisen jeder Brillenträger und nahm seine Brille ab, wenn er von Goethe empfangen werden wollte. Brillen verstimmen mich, hatte er gesagt, und was der berühmte Dichter sagte, wurde weitergesagt. Er hätte die, die er suchte, von weitem nicht erkannt, aber Amalie von Levetzow mit ihren Töchtern Ulrike, Amalie und Bertha, die in diesem Jahr neunzehn, sechzehn und fünfzehn Jahre alt waren, diese Gruppe würde er auf jede Entfernung und in jeder noch so bunt bevölkerten Promenade ausmachen. Das geschah. Obwohl das Verhältnis der Gestalten zueinander sich geändert hatte. Ulrike war jetzt die größte, deutlich größer als ihre Mutter.“
 

 

 

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Martin Walser (Wasserburg, 24 maart 1927)

 

 

 

 

De Zwitserse schrijver Peter Bichsel werd geboren op 24 maart 1935 in Luzern. Zie ook mijn blog van 24 maart 2007

 

Uit: Des Schweizers Schweiz

 

Ich bin Schweizer.
Wenn ich meiner Mutter sage: »Ich gehe nach Deutschland« oder »Ich gehe nach Frankreich« oder »Ich gehe nach Schweden«, dann sagt sie: »Du gehst also ins Ausland.«

Für die Schweizer gibt es zwei Welten: das Inland und das Ausland. Wenn ich ins Ausland gehe, sagt meine Mutter: »Paß auf, daß dir nichts gestohlen wird, gib deinen Koffer nicht aus der Hand.« Schweizer tragen im Ausland ihr Geld in Beuteln unter dem Hemd oder eingenäht in die Unterwäsche. Für uns hat das Wort Ausland immer noch den Klang von Elend.

Wenn ich dort sage: »Ich bin Schweizer«, erwarte ich etwas, einen Ausruf des Erstaunens, Überraschung, Hochachtung oder wenigstens Freundlichkeit.

Während meines Berlinaufenthaltes passierte ich oft den Grenzübergang zwischen West- und Ost-Berlin. Man hat dort das Gefühl, das man sich an andern Grenzen immer wieder abringen möchte: das Gefühl, in eine andere Welt zu kommen, man empfindet Angst, man geht ins Unbekannte.”

 

 

 

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Peter Bichsel (Luzern, 24 maart 1935)

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver Jacob van Lennep is geboren te Amsterdam op 24 maart 1802. Zie ook mijn blog van 24 maart 2007

 

Uit: DAGBOEK van mijne reis (1823)

 

“Te vijf ure eindelijk kwamen wij aan 't kanaal en traden over den heerlijken nieuwen brug de stad Purmerend binnen, waar wij in de herberg de Roskam onzen intrek namen. Uit de boven-voorkamer hadden wij een vermakelijk gezicht over de vaart en weg naar Hoorn, en op de bijgelegen poort. Nu plaatste ik mij in eene stoel en geraakte aan 't sluimeren, waarop het volgende geval mij gebeurde.

'k Zat sluimrend bij de tafel neer
Terwijl 't gebogen hoofd in de open handpalm leunde
En de aangeschoven stoel de voeten, broos en teer,
Door 't wand'len opgescheurd, welwillend ondersteunde.
Mijn geest herdacht den vroeger tijd,
Wen zich Westfrieslands roem aan Hollands glorie paarde,
Wen 's landmans nijvre zorg en 's handlaars noeste vlijt
Aan 't bloeiend vaderland een oogst van schatten baarde;
Toen, door een lieflijk maatgeluid,
Dat, dicht aan ons vertrek zich op een stond liet hooren,
Ik in mijn mijmring werd op 't onvoorzienst gestuit.
En in 't verslagen hart den weedom voelde smooren.
Zoo 't scheen, een fiks bedreven hand
Bedwong op een klavier de welgestemde snaren,
En speelde 't volksgezang voor vorst en vaderland,
Dat sneller 't Hollandsch bloed deed bruisschen door mijne aêren.
Reeds schilderde verbeelding mij
Een' minnelijke maagd, vol zachte aanvalligheden,
Die aan 't gewijd gevoel voor hemelmelodij
De reinheid paarde van des landzaats oude zeden.
'k Mocht langer niet den drang weerstaan,
Der vlam die voor haar schoon mijn boezem aan kwam vuren.
'k Rees op, vloog naar de deur...
het droombeeld had gedaan...
Het klokkespel hield op... de klok sloeg zeven uren.”

 

 

 

 

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Jacob van Lennep (24 maart 1802 – 25 augustus 1868)

 

 

 

 

Eergisteren op televisie gezien en me in zijn werk verdiept. Weliswaar niet op 24 maart geboren, maar omdat volgens zijn eigen website eind deze maand een tweede bundel van hem verschijnt, geef ik hem hier toch maar al vast een plaats:

 

De Nederlandse dichter Alexis de Roode werd in de herfst van 1970 geboren in Hulst, maar groeide op in Heilig Landstichting bij Nijmegen. In de derde klas van de middelbare school schreef hij zijn eerste gedicht. Na zijn studie vond hij werk in de automatisering. In 1998 leerde hij dichten van Sipko Melissen. In datzelfde jaar werd zijn eerste gedicht ("Toen hij jong was") gepubliceerd in het literair tijdschrift Alalos, won hij zijn eerste poetry slam en verwierf hij een publicatie in een landelijk literair tijdschrift, De Tweede Ronde. Op 11 november 2005 kwam zijn debuut Geef mij een wonder uit. In maart 2008 verschijnt de tweede bundel, Stad en Land.

 

Dichtbij

Je vindt je gezicht gekeerd
naar een gat in de grond
en elders kijken kun je niet.

Tussen de graven loopt een hond.

Het is je vader die daar ligt
te vermolmen, schimmels
in wilde kleuren op zijn grijze huid.

Twee meter aarde wordt doorzichtig.

De regen stroomt langs je lichaam,
sijpelt de donkere aarde in,
maakt zijn kale voorhoofd nat.

Er snuffelt een hond aan de zerk.

Je kunt hem opgraven als je wilt.
Zo dichtbij is de dood:
misschien vier, vijf uur werken.

 

 

File

 

Lager dan dit kan de hemel niet komen:
vlak boven onze hoofden hangt asfalt en
traag als regen stroomt het onder onze wielen
weg. Zo boven, zo beneden.

 

Zes triljard auto’s van horizon tot horizon.
We staan stil en kijken elkaar niet aan,
we leiden een volmaakt ordelijk leven.
Kuisheid van asfalt, rust van beton.

 

There’s life here, Jim, but not as we know it.
In onze duikerspakken van blik zijn we
in elk geval veilig. We volgen de lijn
en luisteren naar muziek uit Amerika.

 

Lazing on a sunday afternoon. Dromen,
drijven op de eindeloze rivier van teer naar
wat ook alweer? Werk? Een stad?

 

We hebben veel tijd om te doden. Sommigen
hebben een scheermes bij zich, anderen
een panty, voor noodgevallen is er gas.

 

 

 

 

DeRoode
Alexis de Roode (Hulst, herfst 1970)

 

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 24 maart 2007

 

De Nederlandse schrijfster Top Naeff (eig. Anthonetta van Rhijn-Naeff) werd geboren op 24 maart 1878 in Dordrecht.

 

De Engelse schrijver, ontwerper en utopisch denker William Morris werd geboren op 24 maart 1834 in Walthamstow, Essex.

 

De Oostenrijkse schrijver en dichter Robert Hamerling werd geboren op 24 maart 1830 in Kilchberg am Walde.

 
De Duitse schrijfster Fanny Lewald werd op 24 maart 1811 in het toenmalige Königsberg geboren.

 

24-03-07

Dario Fo, Jacob van Lennep, Top Naeff, Lawrence Ferlinghetti, Martin Walser, William Morris, Robert Hamerling, Peter Bichsel, Fanny Lewald


De Italiaanse regisseur, acteur en toneelschrijver Dario Fo werd geboren in Leggiuno-Sangiamo op 24 maart 1926. Hij begon zijn theatercarrière met satirische revues voor kleine cabarets en vormde vervolgens met zijn vrouw Franca Rame de theatergroep Nuova Scena, die aanvankelijk onder auspiciën van de Italiaanse communistische partij opereerde. Zij speelden in fabrieksloodsen, in hallen, in arbeidershuizen, vrouwenhuizen... waar niet? En steeds waren duizenden arbeiders en mensen die onderaan de sociale ladder verkeren zijn gehoor. Hij nam het voor hen op, bemoedigde hen en liet hen via het theater de werkelijkheid beter begrijpen. Daarbij baseerde hij zich op de aloude commedia dell'arte, het geïmproviseerde theater dat eveneens naast komisch vermaak en potsenmakerij ook en vooral afrekende met de heersende klassen, met regenten en hoogwaardigheidsbekleders. In Nederland vestigde hij naam als regisseur bij Nederlandse Opera waar zijn regie van "Il Barbiere di Siviglia" een verrukkelijke voorstelling opleverde.

 

Uit: Il paese dei mezarát (Duitse vertaling:Meine ersten sieben Jahre und ein paar dazu, vertaling door Peter O. Chotjewitz)

 

»Ja, mein Vater war Bahnhofsvorsteher, wenngleich nur zur Aushilfe. Die Haltestelle San Giano war so unbedeutend, dass die Lokomotivführer häufig das Anhalten vergaßen. So lange bis ein Reisender, der keine Lust hatte, erst bei der nächsten Station auszusteigen, die Notbremse zog. Nach einer langen Rutschpartie fraßen die Bremsen sich fest und der Zug hielt mitten in einem Tunnel. In den haltenden Zug fuhr ein nachfolgender Güterzug. Wie durch ein Wunder gab es keine Toten. Nur einer wurde verletzt, der Reisende, der die Notbremse gezogen hatte. Der Unglücksrabe wurde von den übrigen Reisenden verprügelt. Auch eine Nonne beteiligte sich.
Mit dem Eintreffen meines Vaters änderten sich die Zustände augenblicklich. Felice Fo flößte Respekt ein und Gehorsam. Wenn er sich – die rote Mütze runtergezogen bis auf die Augen – neben den Gleisen in Positur stellte und die Signalfahne schwenkte, die ebenfalls rot war, hielten sämtliche Züge an. Nur die Personenzüge, versteht sich, und die Schienenbusse, insgesamt vier Stück am Tag.«

 

 

dario-fo
Dario Fo (Leggiuno-Sangiamo, 24 maart 1926)

 

 

De Nederlandse schrijver Jacob van Lennep is geboren te Amsterdam op 24 maart 1802, als zoon van de schrijver en politicus David Jacob van Lennep. Hij studeerde rechten aan de Universiteit Leiden. Van Lennep verzorgde de uitgave van de gedichten van De Schoolmeester (1858), een twaalfdelige editie van de werken van Joost van den Vondel (1850-1868), en Max Havelaar van Multatuli (1860). Terwijl Multatuli het boek had bedoeld als een aanklacht voor de massa, maakte Van Lennep er een dure editie van, waarin hij bovendien de politieke boodschap afzwakte door plaatsnamen en jaartallen door puntjes te vervangen; tot woede van de schrijver die echter een proces tegen deze verminking van zijn boek in 1861 verloor. Zelf debuteerde Van Lennep in 1826, met de gedichtenbundel Academische Idyllen, die hij opdroeg aan Willem Bilderdijk. Meest bekend is zijn boek Ferdinand Huyck uit 1840. Zijn dagboek over de voetreis die hij als student in 1823 maakte samen met zijn studievriend Dirk van Hogendorp heeft hij bij zijn leven niet uitgegeven. In 2000/2001 hebben de schrijver Geert Mak en Marita Mathijsen het dagboek hertaald en opnieuw het licht laten zien ten dienste van de befaamde radio- en TV-serie De Zomer van 1823, waarin de voettocht nog eens overgedaan wordt door Mak en de cineast Theo Uittenbogaard.

 

Uit: DAGBOEK  van mijne reis (1823)

 

“ Woensdag, 28 Mei.
Nadat ik met veel moeite mijn ransel met een hemd, twee paar kousen, eene das en muts en andere noodwendigheden volgepropt had, ging ik mijnen Vriend Van Hogendorp, die in het Rondeel gelogeerd was, afhalen. Hem reisvaardig vindende, geleidde ik hem naar de Nieuwe Stads Herberg, waar wij te ½ 8 ure aankwamen. De morgenstond was heerlijk: het onnoemlijk getal van schepen, wier wimpels op het zoele ochtendwindjen golfden, het zacht gegolf der Ystroomen, die de heerlijke moederstad van den handel kwamen begroeten, in de lachende overkant leverden een treffend schouwspel op: dan, naar mijne gedachten, had de haven in dezen tijd van het jaar wel wat lediger mogen zijn, en met weemoed herinnerde ik mij de vroegere dagen, toen Hollands vlag niet op het Y, maar in de verst afgelegene zeeën het meest te vinden was.
Te acht ure stapten wij in den Buikslooter, waar wij eenige Engelschen aantroffen, die zich naar Broek begaven: met aandacht beschouwden wij het begin van het Nieuw Kanaal, dat zoo de uitvoering mogelijk is, zoo belangrijk voor Amsterdam en geheel Noordholland wezen moet. Onder het varen hoorden wij veel melding maken van den moord aan den aannemer Huiskes gepleegd, den dag te voren, nabij Alkmaar. Deze man, had als wij naderhand hoorden, misschien in dit geval gelijk, maar had zich door slinksche wegen verrijkt en gehaat gemaakt, bestal het gouvernement en zijne onderhoorigen, aan wie hij veel van hun loon afhield, en was zoo zeer overtuigd nooit een' natuurlijke dood te zullen sterven, dat hij altijd geladene pistolen met zich droeg. In Noordholland kwamen wij in geen' kroeg noch herberg waar wij niet van hem hoorden spreken. - Te Buiksloot aangekomen, toonde ik aan van Hogendorp hoe bij den geweldigen doorbraak der sluis die aldaar een jaar vroeger plaats had, een klein dijkje geheel Noordholland voor overstrooming behouden had.” 

 

 

VANLENNEP
Jacob van Lennep (24 maart 1802 – 25 augustus 1868)

 

De Nederlandse schrijfster Top Naeff (eig. Anthonetta van Rhijn-Naeff) werd geboren op 24 maart 1878 in Dordrecht. Zij groeide als officiersdochter op in een patricisch milieu, decor van al haar werk. Haar novellen en romans geven een rake typering van het leven der gegoede burgerij in haar tijd, vooral van dat van de vrouw. Zij debuteerde in 1899 met een toneelstuk, De genadeslag. Grote bekendheid verwierf School-Idyllen (1900, vele malen herdrukt en in verschillende talen vertaald), eerste van een reeks succesvolle meisjesboeken. Zelf nam zij deze kant van haar talent niet erg serieus, voor haar was de verschijning van haar eerste roman, De dochter (1906), het eigenlijke begin van haar literaire loopbaan. Van haar romans geldt Letje, of de weg naar het geluk (1926), geschreven tussen 1920 en 1926, als de belangrijkste. Het is de tijdspiegel van een Hollands gezin en in feite een pleidooi voor de vrouw als zelfstandig levend en denkend wezen. Zij schreef ook essays, Charlotte von Stein (1921), Sarah Bernardt en Eleonora Duse (1934) en Willem Royaards (1947). Haar autobiografie Zo was het ongeveer verscheen in 1950.

Uit: School-ydillen

“ 't Was krans bij Jeanne van Laer. Zij zaten met hun vieren om de tafel: Jeanne, Jet van Marle, en Lien en Noes Terhorst.

‘'t Had niet ongelukkiger kunnen treffen,’ zuchtte Jet, terwijl ze met 'n plof haar beide ellebogen op de tafel zette. ‘Nou net middenin de repetitie-week zoo'n nieuw kind naast je te krijgen! Ik was veel liever maar alléén in mijn bank gebleven, dan had ik tenminste plaats met m'n knieën als ik stikum even in m'n boek op m'n schoot wil kijken. Aan zoo'n nieuwe kan ik natuurlijk niet dadelijk vragen of ze 'n beetje op wil schikken ..... Zeg heb je nog thee? Geef me nog 'n kopje, 't komt er niet op aan of 't slap is. Ze zal wel verbaasd staan te kijken, als ze ziet hoe er bij ons op school eendrachtelijk geknoeid wordt..... Dank je. Maar ik zeg maar, ik ben 't slachtoffer op 't oogenblik. Van vóórzeggen is natuurlijk heelemaal geen sprake ....’ en Jet hield even op met brommen en keek rond of iemand ook mogelijk 't tegendeel zou veronderstellen, maar Lien en Noes herhaalden meewarig: ‘O neen, natuurlijk niet,’ en Jeanne van Laer, 'n knap blond meisje, zuchtte ook zachtjes: ‘Ik denk 't wel niet.’

Jeanne was de eenige van de vier die nooit ‘knoeide’. Ze zei niet vóor, ze keek niet af en wou ook niet voorgezegd worden. Ze vergeleek nooit thema's of sommen, en was gehoorzaam en gedwee. Nooit ‘speelde ze op’ zei Noes; Lien noemde haar 't ‘model’ en Jet sprak van 't ‘krediet,’ want Jeanne zag er Zaterdags zoowel als 's Maandags onberispelijk uit en maakte overal waar ze kwam, een netten gedistingeerden indruk, zóo netjes, dat de winkels het zich een eer aanrekenden door zulk een fijn dametje bezocht te worden en volgaarne taartjes, schoolbehoeften enz. in 't oneindige op rekening leverden.” 

 

 

naeff
Top Naeff (24 maart 1878 – 21 april 1953)

 

De Amerikaanse schrijver Lawrence Ferlinghetti werd geboren op 24 maart 1919 in Yonkers, New York. Hij groeide op in Frankrijk, studeerde aan de universiteit van North Carolina, ging naar de marine en promoveerde aan de Sorbonne in Parijs met een proefschrift over het symbool van de stad in de moderne literatuur. Hij opende de boekhandel City Lights in San Francisco die tot trefpunt werd van avantgardistische schrijvers die hij ten dele ook zelf uitgaf. Zijn eigen gedichten zijn voorbeelden van de door hem gepromote beatgedichten die een antikapitalistische verandering van de Amerikaanse maatschappij en de opbouw van een tegencultuur tot doel heeft.

 

 

ARE THERE NOT STILL FIREFLIES

Are there not still fireflies
Are there not still four-leaf clovers
Is not our land still beautiful
Our fields not full of armed enemies
Our cities never bombed to oblivion
Never occupied by iron armies
speaking iron tongues
Are not our warriors still valiant
ready to defend us
Are not our senators still wearing fine togas
Are we not still a great people
Is this not still a free country
Are not our fields still ours
our gardens still full of flowers
our ships with full cargoes

Why then do some still fear
the barbarians are coming
coming coming
in their huddled masses
(What is that sound that fills the ear
drumming drumming?)

Is not Rome still Rome
Is not Los Angeles still Los Angeles
Are these really the last days of the Roman Empire

Is not beauty still beauty
And truth still truth
Are there not still poets
Are there not still lovers
Are there not still mothers
sisters and brothers
Is there not still a full moon
once a month

Are there not still fireflies
Are there not still stars at night
Can we not still see them
in bowl of night
signalling to us
our so-called manifest destinies?

 

 

FERLINGHETTI
Lawrence Ferlinghetti (Yonkers, 24 maart 1919)

 

De Duitse schrijver Martin Walser werd op 24 maart 1927 geboren in Wasserburg aan de Bodensee. Walser promoveerde in 1951 met een studie over Franz Kafka. In 1955 werd Martin Walser onderscheiden met een prijs door het literaire gezelschap "Gruppe 47". In de jaren zestig toonde Martin Walser aan een productief en succesvol schrijver te zijn. Naast romans en verhalen schreef Martin Walser satirische toneelstukken en hoorspelen. Meestal gebruikte Martin Walser de omgeving van zijn geboortestreek als typisch Duits decor van zijn verhalen. Zijn hoofdpersonen bevinden zich regelmatig in een identiteitscrisis. De door Martin Walser beschreven gedachten werden niet altijd gezien als "politiek correct". Zo bleek hij in 1987, dus voor de Duitse hereniging, de deling van Duitsland te betreuren in de novelle "Dorle und Wolf". Martin Walser schreef in verschillende publicaties over het thema van de Duitse deling. In 2002 veroorzaakte de roman "Tod eines Kritikers" nog voor de verschijning bij uitgeverij Suhrkamp een grote rel. Met deze roman rekende Walser af met literatuurpaus Marcel Reich-Ranicki. Martin Walser werd beticht van antisemitisme, maar reageerde door te stellen dat hij in zijn roman alleen het machtsmisbruik van de literaire televisiecritici behandelde. Het joodzijn van de hoofdpersoon beschouwde Martin Walser in een interview als van ondergeschikt belang.

Werk o.a.: "Halbzeit" (1960), "Das Einhorn" (1966), "Der Sturz" (1973), "Finks Krieg" (1996), "Verteidigung der Kindheit" (1997) en "Ein springender Brunnen" (1998).

 

Uit: Der Lebenslauf der Liebe

 

„ Sechsmal hielt sie den Zeigefinger Domino hin, sechsmal hielt sie ihn Jeannie hin und zählte mit und wechselte ab, weil sie wußte, Jeannie hätte es für ungerecht gehalten, wenn Domino sechsmal nacheinander den aus der Quarkschüssel auftauchenden Zeigefinger hätte ablecken dürfen, bis sie zum ersten Mal drangekommen wäre. Susi Gern genoß es, gerecht sein zu können. So hätte Mr. Warhol sie malen müssen. Frühstückend. Domino und Jeannie links und rechts vor ihr auf dem großen, runden, weißen Tisch. Edmunds Kommentar: Wenn mir das einer gesagt hätte, Katzen auf deinem Frühstückstisch. Sie, von Anfang an: Meine Katzen dürfen alles. Sie hatte allerdings nicht von Anfang an Katzen gehabt. Erst als sie fünf oder sechs Jahre verheiratet gewesen waren, hatte sie angefangen, sich nach Katzen umzusehen. Um Edmund die Zustimmung zu erleichtern, hatte sie gesagt: Kinder brauchen Tiere. Conny durfte den Katzen Namen geben. Andreas interessierte sich für die Katzen so wenig wie Edmund.
Daß ihre Katzen Kunstwerke waren, wußte nur sie. Wenn Edmund mit ihr frühstückte - also gar nicht mehr so oft, und sie hatte sich nicht nur daran gewöhnt, sie hatte es sogar genießen gelernt, ohne ihn zu frühstücken -, aber wenn er sich dann wieder einmal zur gleichen Zeit an den von ihm ausgesuchten Tisch setzte, dann ließ er sie das vorher wissen; und sie wußte, daß es besser sei, die Katzen den Quarkfinger lecken zu lassen, bevor Edmund ihr gegenüber Platz nahm. Edmund hat beim Frühstück zwar von Anfang an die Frankfurter vor dem Gesicht gehabt, aber er hat ihr, während er las, immer lieben Blödsinn zugerufen. Frühstück ist die schönste Jahreszeit. Dergleichen. Oder hat sich lustig gemacht darüber, daß bei ihr, angefangen von sechsmal den Finger hierhin und sechsmal dahin, bis zum fünffachen Süßstoff immer alles gleich ablaufe. Magerquark, Knäckebrot, Nescafé ohne Coffein, aber mit fünf Stückchen Süßstoff und Milch. Edmund brauchte jeden Tag ein anderes Frühstück. Es machte ihm Spaß, bei ihr zu bestellen.“

 

 

 

Walser
Martin Walser (Wasserburg, 24 maart 1927)

 

De Engelse schrijver, ontwerper en utopisch denker William Morris werd geboren op 24 maart 1834 in Walthamstow, Essex. Hij wordt algemeen beschouwd als de grondlegger van het Fantasy-genre en is vooral bekend als de geestelijke vader van de Arts-and-craftsbeweging . Morris' negatieve visie op de industrialisering vertaalde zich ook in politiek engagement. Hij creëerde een socialistisch systeem ter vervanging van het kapitalisme. Dit systeem was, onder invloed van Ruskin, voornamelijk op kunst gericht. Morris verlangde naar een kunst die voor en door het volk gemaakt werd. Hij was echter realistisch genoeg om in te zien dat het gewone volk zich geen ambachtelijk gecreëerde voorwerpen kon veroorloven. Hij probeerde dit gedeeltelijk te compenseren door goede werkomstandigheden te voorzien voor de arbeiders in zijn ambachtelijke atelier. Als reactie op de lage kwaliteit van industrieel gedrukte boeken, richtte hij een eigen uitgeverij op, de Kelmscott Press. Hij probeerde op die manier kwaliteitvolle boeken te creëren. Deze boeken werden met enorm veel zorg vervaardigd. William Morris schreef ook zelf boeken, waaronder The Well at the World’s End. Men beschouwt dit boek als de eerste echte Fantasy-roman. Het gaat over een soort queeste, die zich afspeelt in een verzonnen, middeleeuwsachtige wereld.

 

Uit: The Well at the World's End

“ Long ago there was a little land, over which ruled a regulus or kinglet, who was called King Peter, though his kingdom was but little. He had four sons whose names were Blaise, Hugh, Gregory and Ralph: of these Ralph was the youngest, whereas he was but of twenty winters and one; and Blaise was the oldest and had seen thirty winters.

Now it came to this at last, that to these young men the kingdom of their father seemed strait; and they longed to see the ways of other men, and to strive for life. For though they were king's sons, they had but little world's wealth; save and except good meat and drink, and enough or too much thereof; house-room of the best; friends to be merry with, and maidens to kiss, and these also as good as might be; freedom withal to come and go as they would; the heavens above them, the earth to bear them up, and the meadows and acres, the woods and fair streams, and the little hills of Upmeads, for that was the name of their country and the kingdom of King Peter.” 

 

 

morris
William Morris (24 maart 1834 – 3 oktober 1896)

 

De Oostenrijkse schrijver en dichter Robert Hamerling werd geboren op 24 maart 1830 in Kilchberg am Walde. Hij studeerde klassieke talen, filosofie, geschiedenis en medicijnen in Wenen. Hij werkte als leraar, eerst in Wenen, daarna tot 1866 in Triëst. Vanwege een chronische maagkwaal ging hij met pensioen en vestigde zich in Graz, waar hij zijn vruchtbaarste tijd als schrijver beleefde. In zijn tijd behoorde hij tot de succesvolste en meest gelezen auteurs.

Uit: An die Tadler des »Ahasver in Rom«.

“ Wenn sie ein weichlich Geschlecht nur reizt, nicht schreckt die Entartung,
Treu mit der Schminke gemalt, und die prunkende Sünde der Alten,
Nun, so werde beschworen ein Bild aus düsterer'n Zeiten,
Werde der Pinsel getaucht in die kälteren Farben des Nordens.
Halle sie wieder, die Sprache, die derbe, der rauheren Väter,
Spiegelnd die Weisen und Bräuche germanischer Männer der Vorzeit.
Und was die heitre verbrach, mag sühnen die düstere Nacktheit,
Wenn dein sinnender Ernst sie, gestaltende Muse, mir segnet!

Singen die seltsamste will ich, die deutsamste aller Geschichten,
Die auf germanischer Erde gescheh'n: ein Spiegel für jedes
Höchste und Tiefste des Lebens, ein Echo für jegliche Frage,
Welche die Geister bewegt, und entflammt zu gewaltigem Ringen!

Kämpfer der Mitwelt, lauscht dem Gesang! es beflügelt der rasche
Fiebernde Puls ihn der Zeit und ihr anabaptistischer Herzschlag.
Dennoch – bedenket es wol! – die erhabene Muse, sie kämpft nicht,
Nein, sie krönt und verdammt: ausstreckt sie zwischen die Kämpfer
Ihr zweischneidiges Schwert, das beide verwundet und richtet . . .”

 

 

HAMERLING
Robert Hamerling (24 maart 1830 – 13 juli 1889)

 

De Zwitserse schrijver Peter Bichsel werd geboren op 24 maart 1935 in Luzern. Peter Bichsel werd beroemd met twee dunne boekjes: Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen (1964) en Kindergeschichten (1969). Voor zijn boek Die Jahreszeiten (1967) kreeg hij bovendien in 1965 de prijs van de Gruppe 47. In 1985 verscheen het volgende literaire werk: Der Busant. Von Trinkern, Polizisten und der schönen Magelone, en in 1993: Zur Stadt Paris. Geschichten . In de tussentijd schreef hij columns, maar bij Bichsel kunnen die  evengoed als verhalen gezien worden: Geschichten zur falschen Zeit [1915-1978] (1979), Irgendwo anderswo. Kolumnen 1980-1985 (1986) en Im Gegenteil. Kolumnen 1986-1990 (1990).

 

Uit: Zur Stadt Paris

 

Der da sitzt in seinem Haus


Der Mann, der da sitzt in seinem Haus, ist ein Mann, der das erreicht hat, was er wollte. Er ist als kleiner Junge mal an einem Hausvorbeigegangen - vorbeigegangen und stehengeblieben - und hat sich gesagt, in so einem Haus möchte ich mal leben. Er ist einige Jahre später am »Goldenen Engel« vorbeigegangen - vorbeigegangen und stehengeblieben - und hat sich gesagt, an
so einem Tisch möchte ich mal essen.


Er kannte das Wort Champagner und das Wort Kaviar und das Wort Bordeaux, bevor er auch nur eine Ahnung hatte, wie das schmeckt, aber er wußte, aufgewachsen bei einem einfachen Mann, daß nicht alle Menschen die Gelegenheit haben, im Laufe ihres Lebens ebendas zu schmecken. Also werden Leute, die das schmecken, andere Leute sein als jene, die das nicht schmecken. Das Leben ist kurz, sagte er sich, und er wurde weit über neunzig, aber das einzige, was ihm passiert ist in seinem Leben, das ist, daß er an einem Haus vorbeigegangen ist - als Kind - und sich gesagt hat, daß er in einem solchen Haus mal leben möchte..“

 

 

BICHSEL
Peter Bichsel (Luzern, 24 maart 1935)

 

De Duitse schrijfster Fanny Lewald werd op 24 maart 1811 in het toenmalige Königsberg geboren. Zij is een van de vooraanstaande schrijfsters van het Jonge Duitsland en van de Vormärz. Na haar dood raakte zij in de vergetelheid. Ten eerste omdat zij vrouw was, en in het Derde Rijk omdat zij joods was. Zij had echter al uitgesproken opvattingen over de opleiding van vrouwen, gedwongen huwelijken, scheiding en de emancipatie van joden en vrouwen.

Uit: Jenny

„ Bei Gerhard, dem ersten Restaurant einer großen deutschen Handelsstadt, hatte sich im Spätherbst des Jahres 1832 nach dem Theater eine Gesellschaft von jungen Leuten in einem besondern Zimmer zusammengefunden, die anfänglich während des Abendessens heiter die Begegnisse des Tages besprach, allmählich zu dem Theater und den Schauspielern zurückkehrte und nun in schäumendem Champagner auf das Wohl einer gefeierten Künstlerin, der Giovanolla, trank, welche an jenem Abende die Bühne betreten hatte.

»Sie soll leben und blühen in ewiger Schönheit!« sagte entzückt der Maler Erlau, »und möge es mir vergönnt sein, die Feueraugen und den Götternacken dieses Mädchens immer vor meinen Augen zu haben, wie sie sich mir bei der gestrigen Sitzung zeigten. Ihr seht sie alle in der falschen, täuschenden Beleuchtung der Bühne und könnt nicht ahnen, wie schön ihre Farben, wie regelmäßig und vollendet ihre Züge und wie üppig ihre Formen sind. Ich sage euch, sie ist der Typus einer italienischen Schönheit.«

 

 

Lewald
Fanny Lewald (24 maart 1811
- 5 augustus 1889)