03-07-17

Franz Kafka, Christopher Kloeble, Dorota Masł,owska, Joanne Harris, Gerard den Brabander, Tom Stoppard, Andreas Burnier, David Barry, William Henry Davies

 

De Duitstalige schrijver Franz Kafka werd geboren op 3 juli 1883 in Praag, toen een stad gelegen in de dubbelmonarchie Oostenrijk-Hongarije. Zie ook alle tags voor Franz Kafka op dit blog.

Uit:Tagebücher 1910 - 1923

"Sonntag, den 19. Juli 1910
(…)

„Meine Unvollkommenheit ist, wie ich sagte, nicht angeboren, nicht verdient, trotzdem ertrage ich sie besser, als andere unter großer Arbeit der Einbildung mit ausgesuchten Hilfsmitteln viel kleineres Unglück ertragen, eine abscheuliche Ehefrau zum Beispiel, ärmliche Verhältnisse, elende Berufe, und bin dabei keineswegs schwarz vor Verzweiflung im Gesicht, sondern weiß und rot.
Ich wäre es nicht, wenn meine Erziehung so weit in mich gedrungen wäre, wie sie wollte. Vielleicht war meine Jugend zu kurz dazu, dann lobe ich ihre Kürze noch jetzt in meinen Vierzigerjahren aus voller Brust. Nur dadurch war es möglich, daß mir noch Kräfte bleiben, um mir der Verluste meiner Jugend bewußt zu werden, weiter, um diese Verluste zu verschmerzen, weiter, um Vorwürfe gegen die Vergangenheit nach allen Seiten zu erheben und endlich ein Rest von Kraft für mich selbst. Aber alle diese Kräfte sind wieder nur ein Rest jener, die ich als Kind besaß und die mich mehr als andere den Verderben der Jugend ausgesetzt haben, ja ein guter Rennwagen wird vor allen von Staub und Wind verfolgt und überholt, und seine Räder fliegen über die Hindernisse, daß man fast an Liebe glauben sollte.
Was ich jetzt noch bin, wird mir am deutlichsten in der Kraft, mit der die Vorwürfe aus mir herauswollen. Es gab Zeiten, wo ich in mir nichts anderes als vor Wut getriebene Vorwürfe hatte, daß ich bei körperlichem Wohlbefinden mich auf der Gasse an fremden Leuten festhielt, weil sich die Vorwürfe in mir von einer Seite auf die andere warfen, wie Wasser in einem Becken, das man rasch trägt.
Jene Zeiten sind vorüber. Die Vorwürfe liegen in mir herum wie fremde Werkzeuge, die zu fassen zu zu heben ich kaum den Mut mehr habe. Dabei scheint die Verderbnis meiner alten Erziehung mehr und mehr in mir von neuem zu wirken, die Sucht, sich zu erinnern, vielleicht eine allgemeine Eigenschaft der Junggesellen meines Alters, öffnet wieder mein Herz jenen Menschen, welche meine Vorwürfe schlagen sollten, und ein Ereignis wie das gestrige, früher so häufig wie das Essen, ist jetzt so selten, daß ich es notiere.“


 
Franz Kafka (3 juli 1883 – 3 juni 1924)
In 1923/24

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03-07-16

Franz Kafka, Joanne Harris, Gerard den Brabander, Christopher Kloeble, Manfred Bieler

 

De Duitstalige schrijver Franz Kafka werd geboren op 3 juli 1883 in Praag, toen een stad gelegen in de dubbelmonarchie Oostenrijk-Hongarije. Zie ook alle tags voor Franz Kafka op dit blog.

Uit: Tagebücher 1910 - 1923

"Sonntag, den 19. Juli 1910, geschlafen, aufgewacht, geschlafen, aufgewacht, elendes Leben.
Variante
(…)

Der Vorwurf darüber, daß sie mir doch ein Stück von mir verdorben haben – ein gutes schönes Stück verdorben haben – im Traum erscheint es mir manchmal wie andern die tote Braut –, dieser Vorwurf, der immer auf dem Sprung ist, ein Seufzer zu werden, er soll vor allem unbeschädigt hinüberkommen, als ein ehrlicher Vorwurf, der er auch ist. So geschieht es, der große Vorwurf, dem nichts geschehen kann, nimmt den kleinen bei der Hand, geht der große, hüpft der kleine, ist aber der kleine einmal drüben, zeichnet er sich noch aus, wir haben es immer erwartet, und bläst zur Trommel die Trompete.
Oft überlege ich es und lasse den Gedanken ihren Lauf, ohne mich einzumischen, aber immer komme ich zu dem Schluß, daß mich meine Erziehung mehr verdorben hat, als ich es verstehen kann. In meinem Äußern bin ich ein Mensch wie andere, denn meine körperliche Erziehung hielt sich ebenso an das Gewöhnliche, wie auch mein Körper gewöhnlich war, und wenn ich auch ziemlich klein und etwas dick bin, gefalle ich doch vielen, auch Mädchen. Darüber ist nichts zu sagen. Noch letzthin sagte eine etwas sehr Vernünftiges: »Ach, könnte ich Sie doch einmal nackt sehn, da müssen Sie erst hübsch und zum Küssen sein.« Wenn mir aber hier die Oberlippe, dort die Ohrmuschel, hier eine Rippe, dort ein Finger fehlte, wenn ich auf dem Kopf haarlose Flecke und Pockennarben im Gesicht hätte, es wäre noch kein genügendes Gegenstück meiner innern Unvollkommenheit. Diese Unvollkommenheit ist nicht angeboren und darum um so schmerzlicher zu tragen. Denn wie jeder habe auch ich von Geburt aus meinen Schwerpunkt in mir, den auch die närrischste Erziehung nicht verrücken konnte. Diesen guten Schwerpunkt habe ich noch, aber gewissermaßen nicht mehr den zugehörigen Körper. Und ein Schwerpunkt, der nichts zu arbeiten hat, wird zu Blei und steckt im Leib wie eine Flintenkugel. Jene Unvollkommenheit ist aber auch nicht verdient, ich habe ihr Entstehn ohne mein Verschulden erlitten. Darum kann ich in mir auch nirgends Reue finden, soviel ich sie auch suche. Denn Reue wäre für mich gut, sie weint sich ja in sich selbst aus, sie nimmt den Schmerz beiseite und erledigt jede Sache allein wie einen Ehrenhandel; wir bleiben aufrecht, indem sie uns erleichtert.“

 

 
Franz Kafka (3 juli 1883 – 3 juni 1924)

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03-07-15

Reginald Gibbons, Franz Kafka, Joanne Harris, Gerard den Brabander, Christopher Kloeble

 

Dolce far niente

 

 
Eté en Provence door Jean-Marc Janiaczyk, z.j.

 

 

At Noon

The thick-walled room’s cave-darkness,
cool in summer, soothes
by saying, This is the truth, not the taut  
cicada-strummed daylight.
Rest here, out of the flame—the thick air’s
stirred by the fan’s four
slow-moving spoons; under the house the stone
has its feet in deep water.
Outside, even the sun god, dressed in this life
as a lizard, abruptly rises
on stiff legs and descends blasé toward the shadows.

 

 
Reginald Gibbons (Houston, 7 januari 1947)
Houston

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03-07-11

Christopher Kloeble, Gerard den Brabander, Dorota Masłowska, Günter Bruno Fuchs

 

De Duitse schrijver Christopher Kloeble werd op 3 juli 1982 geboren in München. Zie ook mijn blog van 8 juli 2009 en ook mijn blog van 3 juli 2010

 

Uit: Wenn es klopft (Vierundachtzig Schritte)

 

„Ich spreche ein Gebet in ihren Kopf. Das wird sie hören, solange ich es nur ernst genug meine, so ernst wie ein Kind, das nach seiner Mutter verlangt. Und genau das bin ich wieder, wenn ich auf diese Weise mit ihr spreche, ich bin zehn Jahre alt, und die Sonne versteckt sich vor mir.

Bis neunzehnhundertdreiundneunzig hatte der Sonnenaufgang noch seinen eigenen Klang. In den Stunden davor verschwand Segendorf, unser Ort, für einen, der es hören wollte, in der Nacht – abgesehen von dem Hof an der Ludwigstraße, auf dem ich mit meinen Eltern lebte, die sich frühestens um Mitternacht die Kehlen heiser schrien. Keine Tür, keine Wand war dick genug, wurde ich davon geweckt, war an Einschlafen nicht mehr zu denken, und trotzdem drückte ich oft

das Kissen auf meine Ohren, schloss die Augen und atmete langsam und tief, wie man eben atmet, wenn man einschlafen will.

Weder wusste ich noch interessierte mich, worüber sie stritten, außerdem konnte ich sie kaum verstehen, ihre Worte blieben auf dem Weg zu mir an Balken und Dielen hängen, nur Laute drangen zu mir durch, so lange, bis ich mich irgendwann in die Bettdecke wickelte und zum Beten vor dem Fenster Platz nahm, das in Richtung der Berge zeigte, hinter denen sich die Sonne versteckte.

Manchmal ließ sie sich lange bitten. Mit den ersten Sonnenstrahlen wurden meine Eltern dann leiser, bis ich sie gar nicht mehr hören konnte, und obwohl das Dorf jetzt aufwachte, Kühe blökten und Traktoren losknatterten, war das ein eigenartig beruhigender Klang, der mich noch etwas schlafen ließ, bevor ich zur Schule musste“

.

 

Christopher Kloeble (München, 3 juli 1982)

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03-07-10

Franz Kafka, Tom Stoppard, Joanne Harris, Andreas Burnier, David Barry, Christopher Kloeble


De Duitstalige schrijver Franz Kafka werd geboren op 3 juli 1883 in Praag, toen een stad gelegen in de dubbelmonarchie Oostenrijk-Hongarije. Zie ook mijn blog van 3 juli 2006 en ook mijn blog van 3 juli 2007 en ook mijn blog van 3 juli 2008 en ook mijn blog van 3 juli 2009.

 

Uit: Die Verwandlung

 

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Er lag auf seinem panzerartig harten Rücken und sah, wenn er den Kopf ein wenig hob, seinen gewölbten, braunen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch, auf dessen Höhe sich die Bettdecke, zum gänzlichen Niedergleiten bereit, kaum noch erhalten konnte. Seine vielen, im Vergleich zu seinem sonstigen Umfang kläglich dünnen Beine flimmerten ihm hilflos vor den Augen.

"Was ist mit mir geschehen?" dachte er. Es war kein Traum. Sein Zimmer, ein richtiges, nur etwas zu kleines Menschenzimmer, lag ruhig zwischen den vier wohlbekannten Wänden. Über dem Tisch, auf dem eine auseinandergepackte Musterkollektion von Tuchwaren ausgebreitet war - Samsa war Reisender -, hing das Bild, das er vor kurzem aus einer illustrierten Zeitschrift ausgeschnitten und in einem hübschen, vergoldeten Rahmen untergebracht hatte. Es stellte eine Dame dar, die, mit einem Pelzhut und einer Pelzboa versehen, aufrecht dasaß und einen schweren Pelzmuff, in dem ihr ganzer Unterarm verschwunden war, dem Beschauer entgegenhob.

Gregors Blick richtete sich dann zum Fenster, und das trübe Wetter - man hörte Regentropfen auf das Fensterblech aufschlagen - machte ihn ganz melancholisch. "Wie wäre es, wenn ich noch ein wenig weiterschliefe und alle Narrheiten vergäße", dachte er, aber das war gänzlich undurchführbar, denn er war gewöhnt, auf der rechten Seite zu schlafen, konnte sich aber in seinem gegenwärtigen Zustand nicht in diese Lage bringen. Mit welcher Kraft er sich auch auf die rechte Seite warf, immer wieder schaukelte er in die Rückenlage zurück. Er versuchte es wohl hundertmal, schloß die Augen, um die zappelnden Beine nicht sehen zu müssen, und ließ erst ab, als er in der Seite einen noch nie gefühlten, leichten, dumpfen Schmerz zu fühlen begann.

"Ach Gott", dachte er, "was für einen anstrengenden Beruf habe ich gewählt! Tagaus, tagein auf der Reise. Die geschäftlichen Aufregungen sind viel größer als im eigentlichen Geschäft zu Hause, und außerdem ist mir noch diese Plage des Reisens auferlegt, die Sorgen um die Zuganschlüsse, das unregelmäßige, schlechte Essen, ein immer wechselnder, nie andauernder, nie herzlich werdender menschlicher Verkehr. Der Teufel soll das alles holen!" Er fühlte ein leichtes Jucken oben auf dem Bauch; schob sich auf dem Rücken langsam näher zum Bettpfosten, um den Kopf besser heben zu können; fand die juckende Stelle, die mit lauter kleinen weißen Pünktchen besetzt war, die er nicht zu beurteilen verstand; und wollte mit einem Bein die Stelle betasten, zog es aber gleich zurück, denn bei der Berührung umwehten ihn Kälteschauer.“

 

 

 

kafka
Franz Kafka (3 juli 1883 – 3  juni 1924
)

Collage © door Klaus Oppermann

 

 

 

 

 

De Britse toneelschrijver Tom Stoppard (eig. Tomas Straussler) werd geboren in Zlín op 3 juli 1937. Zie ook mijn blog van 3 juli 2007 en ook mijn blog van 3 juli 2008 en ook mijn blog van 3 juli 2009.

 

Uit: Arcadia

 

[Hannah and Valentine. She is reading aloud. He is listening. Lightning, the tortoise, is on the talbe and is not really distinguishable from Plautus. In front of Valentine is Septimus's portfolio, recognizable so but naturally somewhat faded. It is open. Principally associated with the portfolio (although it may contain sheets of blank paper also) are three items: a slim math primer; a sheet of drawing paper on which there is a scrawled diagram and some mathematical notations, arrow marks, etc.; and Thomasina's mathematics lesson book, ie. the one she writes in, which Valentine is leafing through as he listetns to Hannah reading from the primer.]

HANNAH. ‘I, Thomasina Coverly, have found a truly wonderful method whereby all the forms of nature must give up their numerical secrets and draw themselves through number alone. This margin being too mean for my purpose, the reader must look elsewhere for the New Geometry of Irregular Forms discovered by Thomasina Coverly.’

[Pause. She hands Valentine the text book. Valentine looks at what she has been reading. From the next room, a piano is heard, beginning to play quietly, unintrusively, improvisationally]

HANNAH. Does it mean anything?

VALENTINE. I don’t know. I don’t know what it means, except mathematically.

HANNAH. I meant mathematically.

VALENTINE. [Now with the lesson book again] It’s an iterated algorithm.

HANNAH. What’s that?

VALENTINE. Well, it’s … Jesus … it’s an algorithm that’s been … iterated. How’m I supposed to …? [He makes an effort] The left-hand pages are graphs of what the numbers are doing on the right-hand pages. But all on different scales. Each graph is a small section of the previous one, blown up. Like you’d blow up a detail of a photograph, and then a detail of the detail, and so on, forever. Or in her case, till she ran out of pages.“

 

 

 

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Tom Stoppard (Zlín, 3 juli 1937)

 

 

 

 

 

De Britse schrijfster Joanne Harris werd geboren op 3 juli 1964 in Barnsley, Yorkshire. Zie ook mijn blog van 3 juli 2009.

 

Uit: Blackberry Wine

 

Wine talks; ask anyone. The oracle at the street corner; the uninvited guest at the wedding feast; the holy fool. It ventriloquizes. It has a million voices. It unleashes the tongue, teasing out secrets you never meant to tell, secrets you never even knew. It shouts, rants, whispers. It speaks of great plans, tragic loves and terrible betrayals. It screams with laughter. It chuckles softly to itself. It weeps in front of its own reflection. It revives summers long past and memories best forgotten. Every bottle a whiff of other times, other places, every one -- from the commonest Liebfraumilch to the imperious Veuve Clicquot -- a humble miracle. Everyday magic, Joe had called it. The transformation of base matter into the stuff of dreams. Layman''s alchemy.
Take these six in Jay''s cellar, for instance. The Specials. Not wines really meant for keeping, but he kept them all the same. For nostalgia''s sake. For a special, yet-to-be-imagined occasion. Six bottles, each with its own small handwritten label and sealed with candle wax. Each had a cord of a different color knotted around its neck, raspberry red, elderflower green, blackberry blue, rose hip yellow, damson black. The last bottle was tied with a brown cord. Specials ''75, said the label, the familiar writing faded to the color of old tea.
But inside was a hive of secrets. There was no escaping them: their whisperings, their catcalls, their laughter. Jay had hidden them behind a crate of more sober vintages the day he''d brought them back from Pog Hill Lane. Five weeks later he could almost persuade himself they were forgotten. Even so he sometimes imagined he heard them, without really knowing what it was he heard.

 

 

 

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Joanne Harris (Barnsley, 3 juli 1964)

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijfster Andreas Burnier werd op 3 juli 1931 in Den Haag geboren als Catharina Irma Dessaur. Zie ook mijn blog van 3 juli 2006. en ook mijn blog van 3 juli 2007 en ook mijn blog van 3 juli 2008 en ook mijn blog van 3 juli 2009.

 

Uit: De zwembadmentaliteit  (Van masculinisme naar androgynie)

 

“In onze kleutertijd komen wij tot de ontdekking dat de mensheid is verdeeld in vrouwen en mannen. Kort of lang daarna, dat hangt van het tempo van onze bewustzijnsontwikkeling af, gaan wij ervaren dat aan het geboren zijn in een vrouwelijk of een manlijk lichaam enorm veel sociale consequenties vastzitten. Onze medemensen behandelen ons anders, onze ontplooiingsmogelijkheden en toekomstkansen zijn anders, al naar gelang de aard van de kinderlijke genitaliën waarmee wij ter wereld kwamen. Lang voordat er van enig noemenswaard psychisch verschil tussen meisjes en jongens sprake is, wordt meisjes vaak verboden het soort wilde, de buitenwereld explorerende spelletjes te doen die zij even leuk zouden vinden als jongetjes. Meisjes krijgen van hun ouders geen duur technisch speelgoed en jongetjes meestal geen poppen. Meisjes mogen veel minder hun agressie uiten, jongetjes mogen minder hun gevoelens uiten. Kortom: voordat iemand heeft kunnen vaststellen of en welke verschillen er zouden kunnen zijn tussen kleine vrouwelijke en manlijke mensen is er al een heel proces van sociale discriminatie en culturele stereotypering op gang gebracht. De inhoud van het door de omgeving verlangde sekse-stereotype kan variëren van cultuur tot cultuur en binnen één cultuur nog eens per sociale klasse.

 Maar dát er wordt gediscrimineerd en gestereotypeerd op sekse is een universeel gegeven.

Ook universeel is, dat in de totale ons bekende cultuurgeschiedenis en in alle ons bekende culturen mensen met een manlijk lichaam als groep een hogere sociale status hebben dan de vrouwelijke mensheidshelft. Zij genieten talloze sociale en economische privileges, bevoordelen elkaar ten koste van vrouwelijke mensen en staan in hoger aanzien dan hun vrouwelijke medemensen. Het is, bij wijze van spreken, zo dat als in een bepaalde cultuur de landbouw belangrijker wordt geacht dan de visserij, ‘landbouw’ als iets typisch manlijks wordt gedefinieerd en ‘vissen’ als vrouwelijk.”

 

 

 

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Andreas Burnier (3 juli 1931 -  18 september 2002) 

Hier met criticus en schrijver Anthony Mertens (links)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse humoristische schrijver, columnist en bestsellerauteur David Barry, Jr werd geboren op 3 juli 1947 in Armonk, New York.  Zie ook mijn blog van 3 juli 2007 en ook mijn blog van 3 juli 2008 en ook mijn blog van 3 juli 2009.

 

Uit: Dave Barry's History of the Millennium (So Far)

 

It was a momentous year, a year of events that will echo in the annals of history the way a dropped plate of calamari echoes in an Italian restaurant with a tile floor. Decades from now, our grandchildren will come to us and say, "Tell us, Grandpa or Grandma as the case may be, what it was like to be alive in the year that Angelina Jolie, Tom Cruise, Brad Pitt, Britney Spears, and Katie whatshername all had babies, although not necessarily in those combinations." And we will smile wisely and emit a streamer of drool, because we will be very old and unable to hear them.

And that will be a good thing, because there are many things about 2006 that we will not want to remember. This was the year in which the members of the United States Congress, who do not bother to read the actual bills they pass, spent weeks poring over instant messages sent by a pervert. This was the year in which the vice president of the United States shot a lawyer, which turned out to be totally legal in Texas. This was the year in which there came to be essentially no difference between the treatment of maximum security prison inmates and the treatment of commercial airline passengers.

This was the year in ¬which—¬as clearly foretold in the Bible as a sign of the ¬Apocalypse—¬Howie Mandel got a hit TV show.“

 

 

 

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David Barry (Armonk, 3 juli 1947)

 

De Duitse schrijver Christopher Kloeble werd op 3 juli 1982 geboren in München. Zie ook mijn blog van 8 juli 2009.

Uit: Helles, Mattes, Dunkles

 

„Die Beerdigung fand am ersten winterlichen Tag im November statt. Reif an den Gedenkkränzen, ein schneidender Wind und die zittrigen Stimmen der Trauernden machten ihn noch kälter, als er ohnehin schon war. Nachdem der Pfarrer sein Gebet beendet hatte, warf Fabian als erster eine Handvoll Erde auf den herabgelassenen Sarg. Danach dauerte es nicht lange, bis die anderen unterwegs zum Restaurant waren, und Fabian sich ungestört auf den Grabstein seiner Mutter setzen konnte. Sie hatte ihn noch zu Lebzeiten in Vorsorge aufstellen lassen, er war schlicht, aus Marmor, mit kantigen Metalllettern. Fabian zog seine Handschuhe aus und strich über die Zahlen und Buchstaben.

Vierundsiebzig Jahre hier. Und jetzt? Er versuchte die Lettern vom Stein zu kratzen, aber sie gaben nicht nach.

Kaum war er ins Taxi gestiegen, um den anderen zu folgen, zückte er einen Notizzettel, strich mit dem Daumen über die Zahlen und wählte die Nummer. Es klingelte, drei Mal, vier Mal. Dann nahm jemand ab – nein. Es hörte nur auf zu klingeln, darauf folgte ein leises Rauschen, selbst er nahm es kaum wahr, wie bei einer Schellackplatte, die sich tonlos dreht. Fabian drückte das Telefon an sein Ohr und genoss das ruhige Nichts. Er wiederholte das Spiel, rief an, ließ es klingeln, bis das rauschende Nichts abnahm, legte auf und rief wieder an. Er rief Mutter an.

Noch zwei Tage bis Weihnachten und Fabians Vater im größten Sessel des Wohnzimmers. Angenommen, sein Vater wäre zuerst gestorben. Man hätte ihn beerdigt, an derselben Stelle. Man hätte ihn betrauert und vermisst. Man hätte bei tausend Gelegenheiten daran gedacht, dass er nicht mehr hier war, nicht mehr im größten Sessel, in Fabians Sessel, Platz nahm, ohne zu fragen, nicht

mehr anrief, wenn eine Fernsehsendung lief, die er für empfehlenswert hielt, nicht mehr seine Schwiegertochter schickte, Orangengelee fürs Frühstück einkaufen. Doch Fabian hätte in seinem Sarg keinen Anrufbeantworter installieren lassen, er hätte sich damit abgefunden. Sein Vater wäre tot gewesen, und sein Vater war alt genug, um tot zu sein.“

 

 

 

christopher-kloeble

Christopher Kloeble (München, 3 juli 1982)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 3e juli ook mijn vorige blog van vandaag.

08-07-09

Maria van Daalen, Walter Hasenclever, Richard Aldington, Jean Ray, Jean de La Fontaine, Julius Mosen, Christopher Kloeble, Martin Jankowski, Hanns Johst


De Nederlandse dichteres Maria van Daalen werd geboren op 8 juli 1950 in Voorburg. Zie ook mijn blog van 25 augustus 2006 en ook mijn blog van 8 juli 2007 en ook mijn blog van 8 juli 2008.

 

 

 

Het sonnet met opzet

 

Als ik je niet in je gezicht geslagen
had, als je niet had teruggeslagen , zo hard
dat er na drie maanden nog steeds een zwarte,
een onderhuidse bloeduitstorting lagen

 

diep, een dove plek onder de huid van mijn
gezicht zit, en mijn ribben opnieuw gekneusd,
nu met splinters die rondwandelen en leuk-
weg nog eens in mijn hart steken: zou je zijn

 

klaargekomen met minder geweld dan je
meedraagt, kracht die je gericht, en kort, gebruikt
en niet verspilt, ook al lijkt je lachen soms

 

snik ken, is het uitlokken ervan echt stom
of, zoals je later aan je vingers ruikt,
die blik, die hardheid, daarom houd ik van je.

 

 

 

 

 

Onderweg naar Egypte

 

We zaten samen op mijn lange waxcoat.
Het was oktober in een bos in Drenthe,
de zon warm op het gras, het leek wel lente.
Zij had de picknicktas met kaas, fruit en brood.

We keken naar de letters in de beuk, groot
gegroeid sinds onze geboorte, we prentten
ons de stilte in, de taal die niet went en
'op jouw jas ben ik altijd veilig' besloot ze

ze, de muze danste in haar lichaam, ving
me het licht van haar ogen op in een kom,
schraapte het beenmerg uit haar botten, ontbloot

een mes dat ik later van haar leende om
de kurk uit de wijnfles te wippen, zingend
liet een druppel los. De aarde kleurde rood.

 

 

 

 

 

Sea View

 

He feeds me salmon as if it’s fish, breaks the

too thin, too white toast, and the salty scent of

sea view, beach catch, somersaulting seagulls hangs

in the wake of the fisherman, gives me the

 

bedewed glass of gold-glowing, sparking champagne

from the windowsill. I’m a young that cries out

and with his hand he presents me as devout 

as ever eternity. Eat, for you may

 

need that if you want to accompany me

on my way. The road is long, beyond the sea,

we are going to walk, do you want to wear

 

my dark blue coat which is warm and light, I hold

on to your hand, will you always stay close

to me? When we two are together we’re home.

 

 

 

 

Vertaald door Renée Delhez

 

 

 

 

MariavanDaalen
Maria van Daalen (Voorburg, 8 juli 1950)

 

 

 

 

 

De expressionistische Duitse schrijver en dichter Walter Hasenclever werd op 8 juli 1890 in Aken geboren. Zie ook mijn blog van 8 juli 2007 en ook mijn blog van 8 juli 2008.

 

 

Begegnung

 

Sag aus meer- und wolkenhaftem Munde,

Schon verirrt in deines Bettes Nacht,

Wo du mit dem andern schliefst im Bunde:

Welche Stunde bist du aufgewacht?

 

Wann begannen dunkel dir zu tönen

Uhr und Glas auf deines Tisches Rand;

Wann erhobst du dich aus dumpfem Stöhnen,

Schauernd unter einer fremden Hand?

 

In derselben ängstlichen Sekunde

Schloß mir jene auf ihr Gartentor,

Wo ich stand verloren in der Runde

Schwarzer Bäume und dem Sternenchor.

 

Plötzlich allen nächtlichen Verbannten

War ich nahe in der gleichen Zeit -

Und da fühlt ich, daß wir uns erkannten

Tief in Treue aus der Wirklichkeit.

 

 

 

 

 

Die rote Laterne

Auf einmal wird es menschenleer,
Als blieb die Straße stehn
Im Dunkeln, und man hört nichts mehr
Als immer nur sein eignes Gehn.

Aus dieser abgeschiedenen Welt
Hebt sich in grauem Ton ein Haus.
Halb offen ist das Tor, es fällt
Ein matter Glanz aus ihm heraus.

Und nur der Glanz - sonst tot und leer.
Wie eigentümlich diese Angst,
Mit der Du plötzlich immer mehr
Herein und nach der Klinke langst.

Wie eigentümlich dieser Mut,
Mit dem Du nun an nichts mehr denkst,
Auf einmal drin bist und den Hut
An irgend einen Nagel hängst.

 

 

 

 

 

Hasenclever

Walter Hasenclever (8 juli 1890 – 21 juni 1940)

 

 

 

 

 

De Engelse schrijver en dichter Richard Aldington werd geboren op 8 juli 1892 in Portsmouth. Zie ook mijn blog van 8 juli 2007 en ook mijn blog van 8 juli 2008.

 

 

Images 

 

I

 

Like a gondola of green scented fruits

Drifting along the dark canals of Venice,

You, O exquisite one,

Have entered into my desolate city.

 

II

 

The blue smoke leaps

Like swirling clouds of birds vanishing.

So my love leaps forth toward you,

Vanishes and is renewed.

 

III

 

A rose-yellow moon in a pale sky

When the sunset is faint vermilion

In the mist among the tree-boughs

Art thou to me, my beloved.

 

 

 

 

 

 

 

aldington
Richard Aldington (8 juli 1892 – 27 juli 1962)

 

 

 

 

 

De Frans- en Nederlandstalige Belgische schrijver Jean Ray (bekendste pseudoniem van Raymond de Kremer) werd geboren op 8 juli 1887 in Gent. Zie ook mijn blog van 8 juli 2007 en ook mijn blog van 8 juli 2008.

 

Uit: Rues

 

« Un lustre à  pendeloques de cristal jetait l'arc-en-ciel par poignées sur un comptoir blanc où trônaient les vastes pièces montées d'antan, aux remblais de nougat brun. Sur les étagères s'alignaient les théories des bocaux en casque à  mèche, bourrés de croquignoles, de darioles au beurre, de meringues amandines. Une pyramide de petits fours au massepain m'attira. Je poussai la porte et un carillon japonais aux notes sautillantes annonça le client. Personne ne vint.

J'appelai: "Quelqu'un?" Mais mon appel resta sans réponse.

Une draperie de peluche grenatés parait le magasin de l'arrière-boutique. Je la soulevai et découvris un petit salon de consommation très coquet, un véritable nid de blancheurs irisées. La fenètre était obturée par de beaux vitraux de couleur; ils étaient éclairés de derrière par le reflet de ce que je crus être un grand feu fort agité.

Je lançai un deuxième et vain appel.

Une porte latérale devait donner sur un couloir intérieur: elle était fermée et je ne pus l'ouvrir.

Au-dehors la pluie faisait toujours rage et l'obscurité s'épaississait. Je pris une soudaine résolution devant tant d'indifférence.

Je raflai la pyramide et en bourrai deux grands sacs de papier, en disant: "Je reviendrai payer cela demain".

Les petits fours furent déclarés excellents; tous ceux qui en goùtèrent durent avouer n'en avoir jamais mangé de meilleurs, et c'était vrai.

Je ne retournai pas le lendemain à  la pâtisserie, mais quelques jours plus tard. Elle n'y était pas ou plus, mais je me trouvai devant la petite maison bourgeoise que j'y avais toujours vue!

J'allai aux informations chez un coiffeur voisin.

- Une pâtisserie? Il n'y en a jamais eu, s'écria le brave homme, et il y a plus de vingt ans que je suis établi ici. »

 

 

 

 

RAY
Jean Ray (8 juli 1887 – 17 september 1964)

 

 

 

 

 

 

De Franse dichter en schrijver Jean de La Fontaine werd op 8 juli 1621 geboren in Château-Thierry in Champagne. Zie ook mijn blog van 8 juli 2006 en ook mijn blog van 8 juli 2007 en ook mijn blog van 8 juli 2008.

 

 

De wolf en het lam

 

't Gebeurde eens, dat een lam in 't koele water plaschte,
Aan d'afloop van een heldre beek,
Toen hem op eens een wolf verraste,
Die, nuchter uitgevast, rondsnuffelde in de streek.
"Wat!" riep hij met vergramde kaken:
"Het water dat ik drink komt gij hier troebel maken?
Gestraft moet die vermetelheid!"
"Maar, Sire!" sprak het lam, "ik bid Uw Majesteit
Wel allerneedrigst om genade,
En smeek haar niet voorbij te zien
Dat ik nog wel een pas of tien
Van 't plekjen waar Zij staat, beneden strooms, mij baadde,
Zoodat ik 't water van Haar bron
Onmooglijk troebel maken kon."
"Dat hebt gij toch gedaan!" riep Grimbaard in zijn toren,
"Maar 'k ben door u, verleden jaar,
Bebabbeld bovendien! Of is dat ook niet waar?"
"Hoe kan dat?" zuchtte 't lam, "Ik was nog niet geboren:
Mijn moeder zoogt mij nog." - "Dan is 't uw broer geweest."
"Ik heb geen broer." - "Dan toch het een of ander beest
Van uw famielje! Ik heb steeds boosheid ondervonden
Van u, uw herders, en uw honden!
Dat eischt in 't eind een goede les."
En zonder vorm zelfs van proces
Heeft Grimbaard, één, twee, drie het arme schaap verslonden.

 

Helaas, zóó gaat het maar in 't ondermaansche slijk:
De sterkste heeft altijd gelijk!

 

 

 

 

 

Fontaine
Jean de La Fontaine (8 juli 1621 – 13 april 1695)

Portret door Hyacinthe Rigaud

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Julius Mosen (eig. Julius Moses) werd geboren op 8 juli 1803 in Marieney in het Vogtland. Zie ook mijn blog van 8 juli 2007.

 

Uit: Georg Venlot

 

Der Tag des blumigen Johannisfestes neigte sich dem Ende zu. Der letzte Strahl der untergehenden Sonne blitzte noch einmal über die Hügel hinüber, und schien sich nur ungern von der bräutlich geschmückten Erde zu trennen. Ueber die Thäler legte sich ein bläulicher Nebelflor, während ein linder Luftzug das blühende Getraide auf den langhingestreckten Feldflächen, und die duftenden Blumen auf den Rainen und Wiesen flüsternd bewegte. Das Geläute aus den umherliegenden Ortschaften tönte in der Luft mit dem Summen der Käfer zusammen.

An diesem Abende, der in Blumen und Blättergesäusel, mit allen seinen Blüthenwonnen und Düften zu Träumen und lieblichem Sehnen das Herz lockte, ergingen sich zwei Jungfrauen, still und freundlich, wie die sie umgebende Natur, auf einem rasigen Feldwege, welcher sich hinter dem Städtchen R....r durch die üppigste Flur hinzog. Kaum möchte ein glückliches Auge irgendwo zwei schönere Frauengestalten beisammen sehen.

Blühte auch die Eine von ihnen lieblich in frischer rosiger Gesundheit, in schöner Fülle schlanker Glieder, und hob sich auch zu unsäglicher Anmuth ihr dunkelumlocktes Haupt frei und edel im lieblichen jungfräulichen Trotze empor, so daß sich fast kaum ein höherer Liebreiz denken ließ, so möchte dennoch ihre Gefährtin neben ihr nicht mißfallen haben. – Es war eine hohe, königliche Gestalt, zart und etwas bleich ihr Antlitz, nichtsdestoweniger aber ihr Mund in heller frischer Röthe ausgewoben. In ihren klaren, blauen Augen, welche sie aus Gewohnheit fast immer niederschlug, schien ein geheimes, wonniges Träumen zu schweben. So leicht hinwandelnd im bläulichen Gewande, schien sie wie eine Feenerscheinung in der Luft zerfließen zu wollen.“

 

 

 

 

Mosen
Julius Mosen (8 juli 1803 – 10 oktober 1867)

Standbeeld in Marieney

 

 

 

 

 

Onafhankelijk van geboortedata:

 

 

 

De Duitse schrijver Christopher Kloeble werd in 1982 geboren in München. Hij groeide op in Königsdorf / Oberbayern. Hij kreeg een zangopleiding bij het Tölzer Knabenchor. Hij studeerde in München (o.a. creatief schrijven), Dublin en aan het Deutsche Literaturinstitut in Leipzig, Hij werkte o.a. voor de Süddeutsche Zeitung. In 2008 verscheen zijn romandebuut Unter Einzelgängern. Dit jaar verscheen zijn verhalenbundel Wenn es klopft.

 

Uit: Unter Einzelgängern

 

„Eben wollte sie den Schlüssel abziehen, als es an der Tür läutete. Das konnten unmöglich schon Simon und Katrin sein; ein Blick auf die Wanduhr neben dem Sekretär verriet ihr, dass es erst elf Uhr war. Während sie den Einkaufskorb auf einem Bein balancierte, versuchte sie, den Hörer der Sprechanlage abzunehmen. Gerade als sie ihn zwischen Schulter und Kopf geklemmt hatte, rutschte der Fußabtreter unter ihrem Standbein weg, sie verlor das Gleichgewicht, die Einkäufe verteilten sich auf dem Parkett und zwei Tomatendosen rollten klackernd über die Treppenstufe, die vom Eingangsflur ins Wohnzimmer führte. Im letzten Moment bekam sie den Hörer zu fassen, das Kabel spannte sich, knackste dort, wo es in der Sprechanlage verschwand, und dehnte sich noch etwas mehr. Sie griff mit der zweiten Hand zu und zog, um ihr Gleichgewicht wiederzuerlangen; es kostete sie unnatürlich viel Kraft, als wehrte sich ihr Körper dagegen. Sie stöhnte leise und wollte mit der anderen Hand übergreifen, da riss das Kabel mit einem trockenen, flüchtigen Laut aus der Wand, sie streckte sich, verlagerte ihr Gewicht nach hinten, um dem gläsernen Abstelltisch auszuweichen, und prallte seitlich aufs Parkett.

Als sie die Augen öffnete, war es dunkler. Hatte sie geschlafen? Neben dem geöffneten Fenster, am anderen Ende des Zimmers, winkte ihr müde der Vorhang zu. Draußen hörte sie den Wind und stellte sich vor, wie er mit Blättern jonglierte und Bäume sich gegen ihn stemmten. Hitze überfiel ihr Gesicht und Kribbeln breitete sich auf ihrem Kopf aus. Es läutete ein weiteres Mal. Sie wollte einen Arm heben, um sich aufzustützen - nichts rührte sich“.

 

 

 

 

Kloeble
Christopher Kloeble (München, 1982)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Martin Jankowski werd in 1965 in Greifswald geboren. In de jaren tachtig hoorde hij als dichter en zanger tot de kringen van de oppositie in Leipzig. Tegenwoordig woont hij als zelfstandig schrijver in Berlijn, Van 2001 tot 2004 was hij mede-organisator van het internationale literatuurfestival in Berlijn. Behalve gedichten en liederen publiceerde hij ook toneelteksten, verhalen en essays. In 1999 verscheen zijn roman over „die Wende“, Rabet oder Das Verschwinden einer Himmelsrichtung

 

 

 

 sängerkrieg

 

                             sklaven, lasst uns des lebens nicht fluchen (zech)

 

 

im sommer wenn die feste

steigen an den ufern der

städte kommen die sänger

und machen mich stumm

 

lächelnd huldigen

sie dem hornissennest

mit arabesken des geistes

im elend des steins

 

vor meinen fenstern hebt

der nussbaum seine siegeräste

in seinen zweigen verglüht

feierlich breit der abend

 

in mir ein kuckuck

den es gar nicht gibt

und die blicke der mädchen

mit den nackten händen

 

berühren mich

 

schmerzlich

wie das lachen

der andern

 

 

 

 

 

Jankowski
Martin Jankowski (Greifswald, 1965)

 

 

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 8 juli 2007.

 

De Duitse schrijver en nationaalsocialist Hanns Johst werd geboren op 8 juli 1890 in Seerhausen.