23-04-17

Thomas (Nel Benschop)

 

Bij Beloken Pasen

 


De ongelovige Thomas door Gerrit van Honthorst, 1620

 

 

Thomas

Ik was er niet, toen Jezus bij hen kwam
en hun de tekens toonde in Zijn handen,
toen Hij hun uitgedoofde vuur deed branden
en ieder uit Zijn handen 't brood aannam.

Ik wilde niet, zo volgzaam als een lam
mij bij de kudde trouwe schapen voegen
die van de herder alles maar verdroegen;
ik wilde zelf bepalen of ik kwam.

Ik wilde zien en voelen of ik niet
met dromen mij in slaap zou laten wiegen,
of mij door schone schijn laten bedriegen;
dat konden zij misschien doen, maar ik niet.

Toen zag ik Hem - en ik had geen verweer
maar kon slechts stamelen: "Mijn God, mijn Heer!"

 

 

 
Nel Benschop (16 januari 1918 – 31 januari 2005)
De Nieuwe Kerk in Den Haag. Nel Benschop werd in Den Haag geboren.

 

 

Zie voor de schrijvers van de 23e april ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

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12-04-15

Am ersten Sonntage nach Ostern (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Bij Beloken Pasen

 

 
Het Ongeloof van Sint Thomas door Guercino, 1621

 

 

Am ersten Sonntage nach Ostern

Evang.: Jesus geht durch verschlossene Türen
und spricht: "Der Friede sei mit Euch!"

Und hast du deinen Frieden denn gegeben
An Alle, die dich sehnen um dein Heil,
So will ich meine Stimme auch erheben:
Hier bin ich, Vater, gib mir auch mein Teil!
Warum sollt' ich, ein ausgeschloßnes Kind,
Allein verschmachtend um mein Erbe weinen?
Warum nicht sollte deine Sonne scheinen,
Wo doch im Boden gute Keime sind?

Oft mein' ich zwar, zum Beten sei genommen
Mir alles Recht, da es so trüb und lau;
Mir könne nur geduldig Harren frommen
Und starrer Aufblick zu des Himmels Blau:
Doch Herr, der du dem Zöllner dich gesellt,
O laß nicht zu, daß ich in Nacht verschwimme;
Dem irren Lamme ruft ja deine Stimme,
Und um den Sünder kamst du in die Welt.

Wohl weiß ich, wie es steht in meiner Seelen,
Wie glaubensarm, wie trotzig und verwirrt,
Wohl weiß ich, daß sich manches mochte hehlen;
Ich fühle, wie es durch die Nerven schwirrt,
Und kraftlos folg' ich seiner trüben Spur.
Mein Helfer, was ich nimmer mag ergründen,
Du kennst es wohl, du weißt es wohl zu finden,
Du bist der Arzt, ich bin der Kranke nur.

Und hast du tief geschaut in meine Sünden,
Wie nicht ein Menschenauge schauen kann;
Hast du gesehn, wie in den tiefsten Gründen
Noch schlummert mancher wüste, dunkle Wahn:
Doch weiß ich auch, daß keine Trän' entschleicht,
Die Deine treue Hand nicht hat gewogen,
Und daß kein Seufzer dieser Brust entflogen,
Der dein barmherzig Ohr nicht hat erreicht.

Du, der verschloßne Türen kann durchdringen,
Sieh,
meine Brust ist ein verschloßnes Tor.
Zu matt bin ich, die Riegel zu bezwingen;
Doch siehst du, wie ich angstvoll steh' davor.
Brich ein, brich ein! O komm mit deiner Macht,
Laß Liebe gelten, da gering der Glaube,
O laß mich schauen deine Friedenstaube,
Laß fallen deinen Strahl in meine Nacht!

Nicht weich' ich, eh' ich einen Schein gesehen,
Und wär' er schwach wie Wurmes Flimmer auch;
Und nicht von dieser Schwelle will ich gehen,
Bis ich vernommen deiner Stimme Hauch.
So sprich, mein Vater, sprich denn auch zu mir
Mit jener Stimme, die Maria nannte,
Als sie verkennend, weinend ab sich wandte,
O sprich: "Mein Kind, der Friede sei mit dir!"

 

 

 
Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)
Slot Hülshoff met de kapel

 

 

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