10-07-11

Paul Wühr, Aphra Behn-Johnson, Frederick Marryat, Günther Weisenborn

 

De Duitse dichter en schrijver Paul Wühr werd geboren op 10 juli 1927 in München. Zie ook mijn blog van 10 juli 2007 en ook mijn blog van 10 juli 2009 en ook mijn blog van 10 juli 2010

 

 

NICHT

einmal will ich dich anders
als du bist sagt sie ich

will so weit mit mir in dir
eine Andere sein bis

ich am anderen Ende von mir
du sein werde was wird

aus dir werden willst du so weit
mit mir in mir dieser

Andere sein bis du am anderen
Ende von dir ich sein wirst

 

 

 

WO

sag mir höre ich auf in Hinsicht
auf dich das Andere

zu sein bis zu dir bin ich
gegenüberin dir

bin ich ganz Mann als eine
ganze Frau stell

dir vor uns hat noch nichts
geschieden von einem

Ende zum anderen Ende werden
wir immer das Andere

werden von dem wir das Eine
gar nicht sein müssen

ich sagt sie mit mir anfange
würdest du

nicht etwa aufhören der Mann
zu sein wenn

du enden könntest in mir
immer mit

dir zusammen bist du am
Ende von dir

was ich von Anfang an bin

 

 

Paul Wühr (München, 10 juli 1927)

Hier met de literatuurwetenschapper Jörg Drews (links)

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10-07-10

Jürgen Becker, Nicolás Guillén, Kurt Bartsch, Paul Wühr, Aphra Behn-Johnson, Frederick Marryat, Günther Weisenborn


De Duitse dichter en schrijver Jürgen Becker werd op 10 juli 1932 in Keulen geboren. Zie ook mijn blog van 10 juli 2007  en ook mijn blog van 10 juli 2008 en ook mijn blog van 10 juli 2009. 

 

Uit: Schnee in den Ardennen

 

„Winterkämpfe. Es ist das Foto von Robert Capa, das ich, ohne danach gesucht zu haben, beim Blättern plötzlich wiederfinde. Winter 1944. Zwischen dem Fichtengehölz auf dem Hügelkamm und denWeidezäunen in der Talsenke bewegen sich über das abschüssige Feld Dutzende kleiner, dunkler

Gestalten. Sie halten in den Armen herabgesenkte Waffen und werfen, die tiefstehende Sonne im Rücken, Schatten, die um ein Dreifaches länger als die uniformierten Körper sind. Der Trupp geht locker in offenen Reihen vor; die großen Abstände, die sie untereinander halten, lassen die Mannschaften der 101. US-Luftlandedivision wie Einzelgänger, wie Verstreute erscheinen. Sie sehen nicht aus wie von der 15. Panzergrenadierdivision Umzingelte. Ob sie alle überleben oder nicht, mitbeteiligt ist der Trupp daran, daß die letzte deutscheWinteroffensive imWesten scheitert.

Zurückgekommen ist der Schnee, jetzt in den letzten Tagen des Januar. Der Frost hält ihn auf den Dächern und für eine Weile sogar auf den Straßen fest. Die frühlingshafte Luft im Dezember hatte die Schneeglöckchen, ganze Gruppen auf der Wiese, vorlaut gemacht; sie meinten, ihre kurze Zeit als

Avantgarde finge schon zu Weihnachten an. Die Kälte läßt die Halme dünn und spitz zusammenfrieren, und mit der Ausbreitung des Schnees wird klar,wer hier noch dominiert.

Mehrmals am Tagwiederholen sich die Turbulenzen im Futterhäuschen unterm Kirschbaum. Ein Pulk Stare drängelt sich lärmend auf die Futterrampe und erdrückt fast das angstvoll fiepende Rotkehlchen. Unfreundlich hüpfen Elstern und Krähen aufeinander los und verjagen sich gegenseitig hoch in die Kirsche, hinüber ins Geäst des Birnbaums.

Die schwarzweißen und die schwarzen Vögel haben unterschiedliche Strategien. Krächzend und geckernd warten sie zunächst einmal ab, dann verstummen sie und scheinen einander nicht mehr zu beachten.“

 

 

 

 

Becker
Jürgen Becker (Keulen, 10 juli 1932)

 

 

 

 

 

De Cubaanse dichter Nicolás Guillén werd geboren in Camagüey op 10 juli 1902. Zie ook mijn blog van 10 juli 2007 en ook mijn blog van 10 juli 2008  en ook mijn blog van 10 juli 2009. 

 

 

 

Can You ?

 

Can you sell me the air as it slips through your fingers

As it slaps at your face and untidies your hair?

Perhaps you could sell me fivepennyworth of wind

or more, perhaps sell me a storm?

Perhaps the elegant air

you would sell me, that air

(not all of it) which trips around

your garden, from corolla to corolla

in your garden for the birds

tenpenceworth of elegant air. 

 

The air spins and goes by

in a butterfly

Belongs to no-one, no-one.

 

Can you sell me the sky

the sky sometimes blue

or grey sometimes

a strip of your sky

the bit you think you bought with the trees

of your garden, as one buys the roof with the house?

Can you sell me a dollar

of sky, two miles

of sky, a slice, whatever you can

of your sky? 

 

The sky is in the clouds

The clouds go by

Belong to no-one, no-one.

 

Can you sell me rain, the water

given to you by your tears, and moistening your tongue?

Can you sell me a dollar of water

from a spring, a gravid cloud

crinkly and soft as sheep

or perhaps rainwater up in the mountains

or the water from puddles

left for the dogs

or a stretch of sea, maybe a lake,

a hundred dollars of lake  

 

Water falls, rolls on.

Water rolls on, goes by.

Belongs to no-one, no-one.

 

Can you sell me the earth, the deep

night of the roots, teeth

of dinosaurs and the lime

dispersed from distant skeletons?

Can you sell me forests lying buried, birds that are dead

fishes of stone, the sulphur

of volcanoes, a thousand million years

twisting their way up? Can you

sell me the earth, can you

sell me the earth, can you? 

 

Your earth is mine

Trodden by everyone's feet

Belongs to no-one, no-one.

 

 

 

 

NicolásGuillén
Nicolás Guillén (10 juli 1902 - 16 juli 1989)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Kurt Bartsch werd geboren in Berlijn op 10 juli 1937. Kurt Bartsch overleed op 17 januari van dit jaar. Hij is 72 jaar geworden. Zie ook mijn blog van 10 juli 2007 en ook mijn blog van 10 juli 2008 en ook mijn blog van 10 juli 2009. 

 

 

 

Adolf Hitler ganz allein

 

Adolf Hitler, ganz allein

Baute er die Autobahn.

Keiner trug ihm einen Stein,

Keiner rührte Mörtel an.

 

Keiner half ihm, als den Krieg

Er vom Zaum gebrochen.

Dennoch dauerte der Krieg

Fast dreihundert Wochen.

 

Adolf Hitler ganz allein

Hackte Holz, trug Kohlen,

Heizte dann die Öfen ein

In Auschwitz, fern in Polen.

 

Keiner hat es kommen sehn,

Jeder hielt sich ferne.

Alle ließen es gcschehn,

Aber, ach, nicht gerne.

 

Adolf Hitler ganz allein

Mußte sich erschießen.

Außer ihm hatte kein Schwein

Einen Grund, zu büßen.

 

 

 

Bartsch

Kurt Bartsch (10 juli 1937 – 17 januari 2010)

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Paul Wühr werd geboren op 10 juli 1927 in München. Zie ook mijn blog van 10 juli 2007 en ook mijn blog van 10 juli 2009. 

 

 

Sirenen

 

Von jeher fand sich bei der Menschheit das nicht
sehr edle Bestreben, die Sirenen und ihre
Glaubwürdigkeit zu schmälern, indem man sie
rundweg der Verlogenheit bezichtigte: verlogen
in ihrem Gesang, trügerisch in ihrem Seufzer, nur
angeblich vorhanden, wenn man sie anrührte, so sollten
sie beschaffen sein, im ganzen ohne wirkliches Dasein,
und auf so kindische Art nicht existent.

 

Maurice Blanchot, Der Gesang der Sirenen

 

 

Sein

 

listiger Blick nach den
Zeugnissen antiker Autoren
zwischen

 

immer wieder gebildeten
Knien von ganz jungen
Mädchen

 

die allerdings wenn sie
zu singen beginnen
rechnen

 

müssen damit daß aus
ihren seidenen Strümpfen
ihnen

 

Federn hinauf bis zum
Geschlecht wachsen nach
einer

 

Dornenmusik
Ein

 

Gott liebt jenseits der
Lust die Göttinnen auch
wenn es wahr ist was
diese erfinden die Scham
blüht

 

wo Lust welken muß
die nur lebt wo gestorben
wird schämen wir uns
für den Tod
noch

 

viel mehr
Man

 

darf auch die
Brüste die ihre
Lust

 

gießen über aller
Freude nicht
vergessen

 

wie sie gestoßen
werden müssen
sollen

 

diese Glocken
einen Gott ins
Schlafzimmer

 

weißt die Sirenen
als göttliche machen
aus der

 

Musik die Begierde
hören die Männer sie
lassen

 

von sich hören um
zu enttäuschen sie
lassen

 

die Männer den Tod
finden den sie selber
nicht

 

sterben
Wessen

 

Ahnen weit weg von
Göttern ihn stießen
ins Leben der

 

muß Blumen anhören
die in den Flügeln
singen mit

 

Blut muß schreiben
in die Luft den
Sirenen nach

 

muß er sich an seinen
Ohren himmellang
ziehen
Was

 

du sehen wirst schaust
du ihrem Gesang nach
denkst

 

ohne weiteres kann sie
sich sehen lassen vor
dir

 

du wirst auch wenn sie
vor Lust zwischen ihren
Beinen

 

die Haare verliert nur
Haut nicht Himmel dort
sehen keinen

 

Tabor nur Fett ohne
Jordan nur Wüste was
sonst
Singen

 

sie alle drei ihm die
Kleider vom Leib nackt
kommt er in ihrem
Gesang an um

 

sich zu Tode zu schämen
so wie er dazwischen
steht mit allem an
ihm das

 

sterben muß ist sein
Los im unsterblichen
Singsang immer das
Schlimmste
Als

 

ich dich an deinen
gefiederten Kniekehlen
hoch

 

hebe sagt er singt
dein zweites Loch
Tod

 

als das erste zu
weinen anfängt
und

 

das dritte den Hörer
begräbt

 

 

 

 

Wühr
Paul Wühr (München, 10 juli 1927)

 

 

 

 

 

De Britse schrijfster Aphra Behn-Johnson werd geboren in Kent op 10 juli 1640.

 

 

To the Fair Clarinda

 

Who made love to me, Imagin'd more than woman.

 

Fair lovely Maid, or if that Title be
Too weak, too Feminine for Nobler thee,
Permit a Name that more Approaches Truth:
And let me call thee, Lovely Charming Youth.
This last will justifie my soft complaint,
While that may serve to lessen my constraint;
And without Blushes I the Youth persue,
When so much beauteous Woman is in view.
Against thy Charms we struggle but in vain
With thy deluding Form thou giv'st us pain,
While the bright Nymph betrays us to the Swain.
In pity to our Sex sure thou wer't sent,
That we might Love, and yet be Innocent:
For sure no Crime with thee we can commit;
Or if we shou'd - thy Form excuses it.
For who, that gathers fairest Flowers believes
A Snake lies hid beneath the Fragrant Leaves.

 

Though beauteous Wonder of a different kind,
Soft Cloris with the dear Alexis join'd;
When e'er the Manly part of thee, wou'd plead
Though tempts us with the Image of the Maid,
While we the noblest Passions do extend
The Love to Hermes, Aphrodite the Friend.

 

 

 

 

Behn

Aphra Behn-Johnson (10 juli 1640 - 16 april 1689)
Portret door Peter Lely

 

 

 

 

De Engelse schrijver en marineofficier Frederick Marryat werd geboren op 10 juli 1792 in Londen.

 

Uit: Peter Simple

 

„But my father, who was a clergyman of the Church of England, and the youngest brother of a noble family, had a lucrative living, and a "soul above buttons," if his son had not. It has been from time immemorial the heathenish custom to sacrifice the greatest fool of the family to the prosperity and naval superiority of the country, and, at the age of fourteen, I was selected as the victim. If the custom be judicious, I had no reason to complain. There was not one dissentient voice, when it was proposed before all the varieties of my aunts and cousins, invited to partake of our new-year's festival. I was selected by general acclamation. Flattered by such an unanimous acknowledgment of my qualification, and a stroke of my father's.hand down my head which accompanied it, I felt as proud, and, alas! as unconscious as the calf with gilded horns, who plays and mumbles with the flowers of the garland which designates his fate to every one but himself. I even felt, or thought I felt, a slight degree of military ardour, and a sort of vision of future grandeur passed before me, in the distant vista of which I perceived a coach with four horses and a service of plate. It was, however, driven away before I could decipher it, by positive bodily pain, occasioned by my elder brother Tom, who, having been directed by my father to snuff the candles, took the opportunity of my abstraction to insert a piece of the still ignited cotton into my left ear. But as my story is not a very short one, I must not dwell too long on its commencement. I shall therefore inform the reader, that my father, who lived in the north of England, did not think it right to fit me out at the country town, near to which we resided; but about a fortnight after the decision which I have referred to, he forwarded me to London, on the outside of the coach, with my best suit of bottle-green and six shirts.“

 

 

 

Marryat

Frederick Marryat (10 juli 1792 – 2 augustus 1848)

Portret door John Simpson, 1835

 

 

 

 

De Duitse schrijver en dramaturg Günther Weisenborn werd geboren op 10 juli 1902 in Velbert.

 

 

Ahnung

Wer am Tisch sitzt und ißt,
hört schon vor der Tür
die Schritte derer,
die ihn hinaustragen werden.

Der die Lampe andreht, weiß,
seine Hand wird kalt
wie die Klinke sein,
eh der Nächste die Lampe ausdreht

Wer sich früh anzieht,
ahnt, daß er Ostern
mit diesem Anzug
unter der Wiese liegt.

Wer den Wein trinkt, weiß,
dieser Rausch wird
sein Hirn nicht mehr erreichen,
sondern auslaufen wie ein Ei.

Leicht ist der Schrei
der eiligen Schwalben.
Sie sind rasch , aber rascher
als sie ist das Ende.

 

 

 

Weisenborn
Günther Weisenborn (10 juli 1902 – 26 maart 1969)

 

 

 

 

Zie voor de drie bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 10 juli 2007 en ook mijn blog van 10 juli 2009. 

 

 

10-07-09

Marcel Proust, Salvador Espriu, Gerhard L. Durlacher, Hermann Burger, Alice Munro, Jürgen Becker, Nicolás Guillén, Kurt Bartsch, Paul Wühr, Aphra Behn-Johnson, Frederick Marryat, Günther Weisenborn


De Franse schrijver Marcel Proust werd geboren in Auteuil op 10 juli 1871 Zie ook mijn blog van 10 juli 2008 en ook  mijn blog van 10 juli 2007 en ook mijn blog van 10 juli 2006.

 

Uit : Autour de Mme Swann

 

« Mais (surtout à partir du moment où les beaux jours s'installaient à Combray) il y avait bien longtemps que l'heure altière de midi, descendue de la tour de Saint-Hilaire qu'elle armoriait des douze fleurons momentanés de sa couronne sonore, avait retenti autour de notre table, auprès du pain bénit venu lui aussi familièrement en sortant de l'église, quand nous étions encore assis devant les assiettes des Mille et une nuits, appesantis par la chaleur et surtout par le repas. Car, au fond permanent d'oufs, de côtelettes, de pommes de terre, de confitures, de biscuits, qu'elle ne nous annonçait même plus, Françoise ajoutait - selon les travaux des champs et des vergers, le fruit de la marée, les hasards du commerce, les politesses des voisins et son propre génie, et si bien que notre menu, comme ces quatre-feuilles qu'on sculptait au XIIIe siècle au portail des cathédrales, reflétait un peu le rythme des saisons et des épisodes de la vie - : une barbue parce que la marchande lui en avait garanti la fraîcheur, une dinde parce qu'elle en avait vu une belle au marché de Roussainville-le-Pin, des cardons à la moelle parce qu'elle ne nous en avait pas encore fait de cette manière-là, un gigot rôti parce que le grand air creuse et qu'il avait bien le temps de descendre d'ici sept heures, des épinards pour changer, des abricots parce que c'était encore une rareté, des groseilles parce que dans quinze jours il n'y en aurait plus, des framboises que M. Swann avait apportées exprès, des cerises, les premières qui vinssent du cerisier du jardin après deux ans qu'il n'en donnait plus, du fromage à la crème que j'aimais bien autrefois, un gâteau aux amandes parce qu'elle l'avait commandé la veille, une brioche parce que c'était notre tour de l'offrir. Quand tout cela était fini, composée expressément pour nous, mais dédiée plus spécialement à mon père qui était amateur, une crème au chocolat, inspiration, attention personnelle de Françoise, nous était offerte, fugitive et légère comme une ouvre de circonstance où elle avait mis tout son talent. Celui qui eût refusé d'en goûter en disant : "J'ai fini, je n'ai plus faim", se serait immédiatement ravalé au rang de ces goujats qui, même dans le présent qu'un artiste leur fait d'une de ses ouvres, regardent au poids et à la matière alors que n'y valent que l'intention et la signature. Même en laisser une seule goutte dans le plat eût témoigné de la même impolitesse que se lever avant la fin du morceau au nez du compositeur. »

 

 

 

 

 

marcel-proust
Marcel Proust (10 juli 1871 – 18 november 1922)

Portret door Jacques-Emile Blanche

 

 

 

 

De Spaanse (Catalaanse) schrijver en dichter Salvador Espriu i Castelló werd geboren op 10 juli 1913 in Santa Coloma de Farners. Zie ook mijn blog van 10 juli 2007 en ook mijn blog van 10 juli 2008

 

 

Het gaat niet op de naam te noemen

 

Het gaat niet op de naam te noemen

van hem die in ons denkt aan de andere kant van onze angst.

Als wij, op de tast, struikelen

over deze bevreemdende blinde,

en wij voelen ons voortdurend beloerd

door de witte en blinde blik,

waar dan, tenzij in leegte en niets,

laten wij ons leven neer?

Wij zullen het beproeven om op zand

het gevaarlijke paleis onzer dromen op te trekken,

en al die tijd, die der vermoeienis,

de nederige les ondervinden,

want slechts zo zijn wij vrij om te vechten

voor de laatste overwinning op de angst.

Luister Sefarad: zijn kunnen ze niet, mensen,

als ze niet vrij zijn.

Laat Sefarad weten dat wij nooit kunnen zijn,

als wij niet vrij zijn.

Waarop de stem van gans het volk invalt: “Amen.”

 

 

 

Vertaald door Bob de Nijs

 

 

 

 

Die droefheid, onafzienbaar

 

Die droefheid, onafzienbaar, ijzig,

die sinds altijd al boven ons zweeft,

maakt dat we het wereldeinde nabij voelen.

Maar wie weet of iemand uit de schipbreukzee

op een dag de helle oever bereikt

en opnieuw de verzekerde pas beveelt

langs de open en rechtere wegen.

Dan zal misschien de zang worden verstaan

die opsteeg en met veel leed

uit het hart zelf van die nacht ontsprong.

 

 

 

Vertaald door Fa Claes

 

 

 

 

 

salvadorespriu
Salvador Espriu (10 juli 1913 – 22 februari 1985)

 

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver Gerhard L. Durlacher werd geboren in Baden-Baden op 10 juli 1928. Zie ook mijn blog van 10 juli 2006 en ook mijn blog van 10 juli 2007 en ook mijn blog van 10 juli 2008

 

Uit: Verboden lessen

 

“De geruchtenmolen in het kamp Westerbork draait op volle toeren de laatste weken van 1942: inspectie uit Den Haag, ‘hohe ss-Tiere, uit Berlijn, nieuwe verordeningen en misschien zelfs het opschorten van het transport tijdens de kerstdagen.

Rondom de villa van Gemmerker is het drukker dan ooit. Bij de Kommandantur loopt het diensthoofd Schlesinger in en uit. Ondanks de modderige wegen tussen de barakken glimmen zijn laarzen bij elk bezoek. Jacobsohn, de voorman van de ordonnansen, houdt appèl. Bevelen vliegen ons om de oren: wij moeten de grote administratiezaal schoonschuren, versieringen ophangen, tafels en stoelen aanslepen, onszelf boenen en ervoor zorgen dat onze haren ‘schneidig’ kort geknipt zijn. Het waarom van dit alles blijft vooralsnog verborgen, maar van één ding zijn wij zeker: het zal geen kerstfeest voor de joden zijn.

Het is vroeg donker, maar erg koud is het niet. Sneeuwvlekken dwarrelen door de lucht, zodra ze de grond bereiken is hun leven beëndigd. Het geronk van Mercedes-motoren in de verte breekt de doodse stilte van het kamp..Het komt naderbij en binnen korte tijd staan er tientallen zwarte limousines bij het administratiegebouw en voor de ‘Kommandantur’.

De wegen zijn verlaten. De avondklok houdt ieder die geen taak heeft binnen zijn barak gevangen. Wij, de loopjongens, zijn belast met het sjouwen van kratten bier wn dekschalen met “Kartofeelsalat”. De dreigende waarschuwing ‘overal met de poten vanaf te blijven, omdat we anders achter tralies gaan’ treft doel, hoewel bij sommigen de kaken bijna onzichtbaar bewegen tijdens het werk.”

 

 

 

 

Durlacher
Gerhard L. Durlacher (10 juli 1928 - 2 juli 1996)

 

 

 

 

 

De Zwitserse schrijver Hermann Burger werd op 10 juli 1942 in Burg (Kanton Aargau) geboren. Hij studeerde architectuur in Zürich, maar ruilde die studie in voor germanistiek en kunstgeschiedenis. In 1967 debuteerde hij met de dichtbundel Rauchsignale. Onder de titel Bork verscheen drie jaar later zijn eerste proza. In de jaren zeventig was hij vooral werkzaam op het gebied van de literatuurwetenschap. Hij promoveerde op Paul Celan (Paul Celan. Auf der Suche nach der verlorenen Sprache; gedrukt 1974) Bekend werd hij door de volumineuze, als monoloog van de dorpsschoolleraar Peter Stirner opgezette, briefroman Schilten.

 

Uit: Menzenmang

 

"So also würde Hermann Arbogast Brenner, der sich in diesen Momenten nichts sehnlicher wünschte als seinen Frieden mit der Welt gemacht zu haben, Cigarre um Cigarre sein Ende abwarten, anstelle der Kreuzzeitung legte ihm Surleuly, der seinem krebskranken Vormieter Kindt Post bis zuletzt ans Siechenlager brachte, das "Aargauer Tagblatt" auf den Tisch, damit er sich, wenn die Kraft für das Ausland nicht mehr ausreichte, zumindest noch am Lokalteil ergötzen könnte, der, was die weltbewegende kaleidoskopische Kleinmeisterlichkeit betrifft, zäntome seinesgleichen sucht, man denke nur etwa an die Blasmusik-Jahresversammlungs-Miniaturen des unter dem Pseudonym As-Dur publizierenden weilandigen Philharmonikers, der bei einem Flötenkonzert in den Orchestergraben stürzte, oder an die kursiv gesetzten Glossen Adlerauges über die notorischen Schildbürgerstreiche im Einwohnerrat. Auf ein Ebenbild der petrefakten Domina von Kloster Wutz würde der dergestalt terminal sich Entspannende um so eher verzichten, als die einzig dafür in Frage kommende Person, die sogenannte Helvetia aus Starrkirch, wohl aus sektiererischem Geiz die sieben Kilometer nach Brunsleben scheuen dürfte, es sei denn, man böte Hand zu adäquaten Autospesen."

 

 

 

 

Burger
Hermann Burger (10 juli 1942 – 28 februari 1989)

 

 

 

 

 

 

De Canadese schrijfster Alice Munro werd geboren op 10 juli 1931 in Wingham, Ontario. Zie ook mijn blog van 10 juli 2007 en ook mijn blog van 10 juli 2008

 

Uit: The View from Castle Rock

 

“The Ettrick Valley lies about fifty miles due south of Edinburgh, and thirty or so miles north of the English border, which runs close to the wall Hadrian built to keep out the wild people from the north. The Romans pushed farther, and built some sort of fortifications called Antonine's Wall between the Firth of Clyde and the Firth of Forth, but those did not last long. The land between the two walls has been occupied for a long time by a mix of people—Celtic people, some of whom came from Ireland and were actually called Scots, Anglo-Saxons from the south, Norse from across the North Sea, and possibly some leftover Picts as well.

The high stony farm where my family lived for some time in the Ettrick Valley was called Far-Hope. The word hope, as used in the local geography, is an old word, a Norse word--Norse, Anglo-Saxon, and Gaelic words being all mixed up together in that part of the country, as you would expect, with some old Brythonic thrown in to indicate an early Welsh presence. Hope means a bay, not a bay filled with water but with land, partly enclosed by hills, which in this case are the high bare hills, the near mountains of the Southern Uplands. The Black Knowe, Bodesbeck Law, Ettrick Pen—there you have the three big hills, with the word hill in three languages. Some of these hills are now being reforested, with plantations of Sitka spruce, but in the seventeenth and eighteenth centuries they would have been bare, or mostly bare—the great Forest of Ettrick, the hunting grounds of the Kings of Scotland, having been cut down and turned into pasture or waste heath a century or two before.”

 

 

 

 

munro_alice
Alice Munro (Wingham, 10 juli 1931)

 

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Jürgen Becker werd op 10 juli 1932 in Keulen geboren. Zie ook mijn blog van 10 juli 2007  en ook mijn blog van 10 juli 2008

 

 

Gedicht, sehr früh

 

In der Frühe um fünf weckt mich

das Geräusch eines einzelnen, kreisenden Flugzeugs;

ich kämpfe noch, an den Rändern

des Schlafs, um den Rest eines Traums;

kreischend die Vögel, ehe zu dröhnen

beginnt mein vollbeschäftigtes Land;

fürchterlich wird der Sommer, glücklich die Nachbarn

auf Grundstücken in der Nähe der Autobahn;

resigniert haben einige, vorbei sei

die schönste Zeit, und das zählt nicht;

gestern Abend hörte ich sprechen Leute

in Gärten, Geräusche des Alterns;

vor vielen Jahren erfand ich nach jeder Täuschung

die nächste, dann wusste ich mehr;

so fängt der Tag an, die Volkswagen schnarren,

Wirkliches mit der Zeitung, anderswo noch Schnee.

 

 

 

 

Erzählung

 

Am Wochenende gehe ich in den nahen Wäldern.

Vieles verschwindet, Verschwundenes geht mit, aber

die restlichen Bestände bleiben unverwüstlich.

Einige der schwarzen Bäche sind heller geworden,

unleugbar, gute Veränderungen gibt es.

Auf der Brücke der Kindheit stehend

sehe ich wieder

die gelben Dünen des Grundsands,

das Spiegelbild der leeren Winteräste.

 

Ich erzähle es dir. Du bist seßhaft,

jedenfalls innerhalb unserer Breiten, sonst

unterwegs von Insel zu Insel. Sträucher

hast du ins Zimmer geholt, sie leben

vergoldet weiter zwischen Gläsern und Steinen.

 

Wir sitzen in der Dämmerung. Wir sprechen

von der Nähe des Meers. Briefe sind gekommen

von Übersee, ich habe einen alten Atlas

auf den Knien und erzähle weiter, gleich

hinterm Haus, von den frischen Bauten der Füchse.

 

 

 

 

 

Becker
Jürgen Becker (Keulen, 10 juli 1932)

 

 

 

 

 

 

De Cubaanse dichter Nicolás Guillén werd geboren in Camagüey op 10 juli 1902. Zie ook mijn blog van 10 juli 2007 en ook mijn blog van 10 juli 2008

 

 

 

Gorilla

De gorilla is een bijna
menselijk dier.
Hij heeft geen poten
maar bijna benen.
Hij heeft geen klauwen
maar bijna handen.
Ik heb het nu
over de gorilla
uit het afrikaanse oerwoud.

Het dier dat u hier nu ziet
is bijna een echte gorilla.
Hij heeft poten in plaats van benen,
klauwen in plaats van handen.
Dit is
de amerikaanse gorilla.

Onze inkoper heeft hem in een kazerne
aangekocht
voor de Grote Dierentuin.

 

 

 

Vertaald door Cees Nooteboom

 

 

 

 

 

Thick lipped cullud boy

 

How come you jumps salty

when they calls you thick-lipped boy,

if yo’ mouf’s so sweet,

thick-lipped cullud boy?

 

Thick-lipped as you is

you got everything.

Charity’s payin’ yo’ keep.

She’s givin’ you all you need.

 

Still you go around beefin’,

thick-lipped cullud boy.

No work an’ plenty money,

thick-lipped cullud boy.

White suit jes’ spotless,

thick-lipped cullud boy.

Shoes two shades o’ honey,

thick-lipped cullud boy.

 

Thick-lipped as you is

you got everything.

Charity’s payin’ yo’ keep,

she’s givin’ all you want.

 

 

 

 

Vertaald door Langston Hughes and Ben Frederic Carruthers

 

 

 

 

 

 

Guillen
Nicolás Guillén (10 juli 1902 - 16 juli 1989)

Met de dichter Ángel Augier (l) in Parijs, 1955

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Kurt Bartsch werd geboren in Berlijn op 10 juli 1937. Zie ook mijn blog van 10 juli 2007 en ook mijn blog van 10 juli 2008

 

 

Sozialistischer Biedermeier

 

Zwischen Wand- und Widersprüchen

machen sie es sich bequem.

Links ein Sofa, rechts ein Sofa,

in der Mitte ein Emblem.

 

Auf der Lippe ein paar Thesen,

Teppiche auch auf dem Klo.

Früher häufig Marx gelesen,

aber jetzt auch so schon froh.

 

Denn das "Kapital" trägt Zinsen:

eignes Auto. Außen rot.

Einmal in der Woche Linsen.

Dafür Sekt zum Abendbrot.

 

Und sich noch betroffen fühlen

von Kritik und Ironie.

Immer eine Schippe ziehen,

doch zur Schippe greifen nie.

 

Immer glauben, nur nicht denken

und das Mäntelchen im Wind.

Wozu noch den Kopf verrenken,

wenn wir für den Frieden sind?

 

Brüder, seht die rote Fahne

hängt bei uns zur Küche raus.

Außen Sonne, innen Sahne -

nun sieht Marx wir Moritz aus.

 

 

 

 

 

Bartsch
Kurt Bartsch (Berlijn, 10 juli 1937)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Paul Wühr werd geboren op 10 juli 1927 in München. Zie ook mijn blog van 10 juli 2007.

 

 

Lesen

 

Du liegst vor mir geschrieben

ich lese dich ab

 

ich hör mich von dir sagen

viel Worte schön

 

dich hör ich so liebreich

liegen

 

ich denk ich deck die Worte

zu

 

so mußt du in mir noch

verstummen

 

so schläfst du auf diesen

Zeilen

 

still ist das Blatt ich kann

dich

 

nicht mehr lesen so schön du

bist

 

da fallen ganz andere Wörter

herein

 

die sind von mir nicht

geschrieben

 

sie liegen vor mir auf den

Zeilen

 

ich lese sie ab ich hör von

ihnen nichts sagen

 

mich schweigen sie zu die Augen

lesen

 

ich sehe Wörter die laufen sie

immer nur ab

 

für uns steht da nichts mehr

geschrieben

 

 

 

 

wuehr
Paul Wühr (München, 10 juli 1927)

 

 

 

 

 

De Britse schrijfster Aphra Behn-Johnson werd geboren in Kent op 10 juli 1640. Zie ook mijn blog van 10 juli 2007.

 

Uit:Oroonoko

 

'Twas then, afflicted as Oroonoko was, that he was proclaimed general in the old man's place: and then it was, at the finishing of that war, which had continued for two years, that the prince came to court, where he had hardly been a month together, from the time of his fifth year to that of seventeen; and 'twas amazing to imagine where it was he learned so much humanity: or, to give his accomplishments a juster name, where 'twas he got that real greatness of soul, those refined notions of true honor, that absolute generosity, and that softness that was capable of the highest passions of love and gallantry, whose objects were almost continually fighting men, or those mangled or dead, who heard no sounds but those of war and groans. Some part of it we may attribute to the care of a Frenchman of wit and learning, who, finding it turn to very good account to be a sort of royal tutor to this young black, and perceiving him very ready, apt, and quick of apprehension, took a great pleasure to teach him morals, language, and science; and was for it extremely beloved and valued by him. Another reason was, he loved when he came from war, to see all the English gentlemen that traded thither; and did not only learn their language, but that of the Spaniard also, with whom he traded afterwards for slaves.

I have often seen and conversed with this great man, and been a witness to many of his mighty actions; and do assure my reader, the most illustrious courts could not have produced a braver man, both for greatness of courage and mind, a judgment more solid, a wit more quick, and a conversation more sweet and diverting. He knew almost as much as if he had read much: he had heard of and admired the Romans: he had heard of the late Civil Wars in England, and the deplorable death of our great monarch; and would discourse of it with all the sense and abhorrence of the injustice imaginable. He had an extreme good and graceful mien, and all the civility of a well-bred great man. He had nothing of barbarity in his nature, but in all points addressed himself as if his education had been in some European court.“

 

 

 

 

 

Behn
Aphra Behn-Johnson (10 juli 1640 - 16 april 1689)

Portret door Peter Lely

 

 

 

 

 

De Engelse schrijver en marineofficier Frederick Marryat werd geboren op 10 juli 1792 in Londen. Zie ook mijn blog van 10 juli 2007.

 

Uit: Peter Simple

 

“The great advantage of being the fool of the family -- My destiny is decided, and I am consigned to a stockbroker as part of His Majesty's sea stock -- Unfortunately for me Mr Handycock is a bear, and I get very little dinner.

IF I CANNOT NARRATE a life of adventurous and daring exiploits, fortunately I have no heavy crimes to confess; and, if I do not rise in the estimation of the reader for acts of gallantry and devotion in my country's cause, at least I may claim the merit of zealous and persevering continuance in my vocation. We are all of us variously gifted from Above, and he who is content to walk, instead of to run, on his allotted path through life, although he may not so rapidly attain the goal, has the advantage of not being out of breath upon his arrival. Not that I mean to infer that my life has not been one of adventure. I only mean to say that, in all which has occurred, I have been a passive, rather than an active, personage; and, if events of interest are to be recorded, they certainly have not been sought by me.

 

As well as I can recollect and analyze my early propensities, I think that, had I been permitted to select my own profession, I should in all probability have bound myself apprentice to a tailor for I always envied the comfortable seat which they appeared to enjoy upon the shopboard, and their elevated position, which enabled them to look down upon the constant succession of the idle or the busy, who passed in review before them in the main street of the country town, near to which I passed the first fourteen years of my existence.”

 

 

 

 

Frederick_Marryat_by_John_Simpson
Frederick Marryat (10 juli 1792 – 2 augustus 1848)

Portret door John Simpson, 1835

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 10 juli 2007.

De Duitse schrijver en dramaturg Günther Weisenborn werd geboren op 10 juli 1902 in Velbert.