22-01-17

Ingrid Puganigg, Francis Picabia, Mary Hayley Bell, Guilbert de Pixérécourt, Antonio Gramsci, Sir Francis Bacon

 

De Oostenrijkse dichteres en schrijfster Ingrid Puganigg werd op 22 januari 1947 geboren in Gassen bij Afritz am See, Kärnten. Zie ook alle tags voor Ingrid Puganigg op dit blog.

Uit: Zwei Frauen warten auf eine Gelegenheit.(Samen met Monika Helfer)

Ich ging vom Over Cliff Drive in Southbourne hinunter zum Strand. In der Ferne sah ich einen Mann mit einem Kampfhund. Etwas stimmte nicht mit de beiden. Entweder war der Mann betrunken oder der Hund gehorchte einfach nicht mehr.
Ich eilte zum Fisherman’s Walk. Dort gibt es direkt am Cliff einen Aufzug. Ich stieg ein und fuhr hinauf zum Café Riva. Dort trank ich einen Espresso und dachte an die junge Frau, die sich ein paar Meter von hier mit Nikotin umgebracht hat. Im Krankenhaus, in das man sie brachte, nachdem Leute sie gefunden hatten, war sie noch einmal kurz bei Bewusstsein, riss die Sauerstoffmaske vom Gesicht und flehte um ihr Leben.
Über sie, die Freundin meiner Tochter, habe ich angefangen, einen Roman zu schreiben.
Fünfzigmal. Hundertmal.
Irgendwann fängt man an, über etwas zu schreiben. Schreibt jedenTag. Macht denText aber nie fertig, weil das, worüber man schreibt, nie enden soll.
Meine Tochter Ruth lebt seit über zwanzig Jahren in Dorset, Südengland.
Einmal stiegen wir auf den Hengistbury Head. Eine hügelige Landspitze bei Bournemouth.
Obwohl Anfang November, war es weder neblig noch kalt. Aber menschenleer. Gegen Abend, es dämmerte schon, kamen wir an ein kleines Moor. Umgeben von Gestrüpp. Darauf lagen ausgebreitet Jeans, Hemd, ein Schuh, ein Rucksack.
Wir dachten, jemand sei ermordet worden oder im Moor untergegangen.
Das hat sich nie aufgelöst.“

 

 
Ingrid Puganigg (Gassen, 22 januari 1947)

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22-01-11

Wilhelm Genazino, Lord Byron, Krzysztof Kamil Baczyński, Herwig Hensen, Rainer Brambach, Henry Bauchau, Francis Picabia, Mary Hayley Bell, Antonio Gramsci

 

De Duitse schrijver Wilhelm Genazino werd geboren op 22 januari 1943 in Mannheim. Zie ook mijn blog van 22 januari 2007 en ook mijn blog van 22 januari 2008 en ook mijn blog van 22 januari 2009 en ook mijn blog van 22 januari 2010.

 

Uit: Abschaffel

 

“Weil seine Lage unabänderlich war, mußte Abschaffel arbeiten. Er war schon mehrere Jahre in der gleichen Firma beschäftigt; er war Angestellter, und er arbeitete in einem Großraumbüro, das die Firma vor zwei Jahren eingerichtet hatte.

In dem Großraumbüro saßen sich alle Angestellten in Zweiergruppen gegenüber. Zwischen den einzelnen Schreibtischkomplexen standen Gummibäume und andere Topfpflanzen, über die Abschaffel gelegentlich lachen mußte. Überhaupt war es ihm möglich, in diesem Büro sein Leben vorübergehend zu vergessen. Er mußte oft lachen, nicht nur über die Pflanzen zwischen den Schreibtischen. Er lachte über den mannigfachen Betrug, der hier mit den Angestellten getrieben

wurde und der die Angestellten dazu ermunterte, sich auch selbst zu betrügen. Ein erster Höhepunkt des Betrugs waren die Berufsbezeichnungen der Angestellten; sie galten als Kaufleute, und in ihren Papieren und Zeugnissen wurden sie sogar Exportkaufmann, Importkaufmann oder Speditionskaufmann genannt. Sie telefonierten ein wenig, bis der Morgen vorüber war, oder sie füllten Formulare aus oder diktierten Briefe.

Auch Abschaffel füllte Papiere aus, errechnete Frachtmargen oder bediente einen IBM Schreibautomaten. Ruhig standen und saßen diese etwa hundert Angestellten in ihren weißen Hemden und grauen Anzugjacken da und zogen über den Knien ihre Hosen hoch, wenn sie sich setzten. Gelegentlich verschwand eine junge Angestellte in der Toilette und kam bald wieder heraus mit frisch geschminkten Lippen. Auch darüber wollte Abschaffel eigentlich lachen, aber er behielt es für sich, weil er nicht mochte, daß in diesem Büro über ihn nachgedacht wurde. Der etwa fünfzigjährige Mann, der ihm in grünlich schimmerndem Anzug gegenübersaß, war einer der Lächerlichsten im ganzen Büro.”

 

 

 

Wilhelm Genazino (Mannheim,  22  januari 1943)

 

 

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22-01-10

Wilhelm Genazino, Lord Byron, Krzysztof Kamil Baczyński, Herwig Hensen, Rainer Brambach, Ingrid Puganigg, Francis Picabia, Henry Bauchau, Mary Hayley Bell, Howard Moss, Antonio Gramsci


De Duitse schrijver Wilhelm Genazino werd geboren op 22 januari 1943 in Mannheim. Zie ook mijn blog van 22 januari 2007 en ook mijn blog van 22 januari 2008 en ook mijn blog van 22 januari 2009.

 

Uit: Das Glück in glücksfernen Zeiten

 

„Das einzige Straßencafé, das es in der Nähe unserer Wohnung gibt, ist wie üblich überfüllt. Nur mit Mühe finde ich einen freien Tisch. Die Sonne scheint schwach, es ist Spätnachmittag. Ich habe neun Stunden Arbeit hinter mir und empfinde das Café als die erste Wohltat des Tages. Auch die meisten Menschen um mich herum sind erkennbar erschöpft.

Ausgepumpte, fast reglos in ihren Stühlen liegende Menschen empfinde ich als besonders schön. Sie wirken, mild von der Sonne beschienen, wie die endlich zur Betrachtung freigegebenen feierabendlichen Goldränder unserer Leistungsgesellschaft. Nur ein ganz junges Paar links von mir ist hellwach; die beiden saugen mit Trinkröhrchen ein dunkelgrünes Getränk aus hohen Gläsern. Ich bin eher stumm und suche in meinem Inneren nach Worten. Trotz ihrer Müdigkeit reden die Menschen miteinander. Es quält mich mein unangebrachtes Mitleid. Zum Beispiel bedaure ich die jungen Bedienungen. Auf dem Rücken ihrer uniformartigen Kluft ist zu lesen, was man bei ihnen bestellen kann: Latte macchiato, Café con leche, Tonic, Bitter Lemon, Espresso lungo und so weiter. Ich bestelle einen Cappuccino.

Eine Weile betrachte ich zwei Enten, die langsam über den Platz watscheln. Zwischen den Betonplatten finden sie kurze helle Gräser, die sie mit großer Geschwindigkeit wegschnäbeln. Ein halbes Dutzend Rußlanddeutsche zieht an einem Automaten Snickers und Smarties heraus. Jedesmal, wenn ein Päckchen in das Entnahmefach fällt, lachen die Rußlanddeutschen laut auf und sprechen ihr russisch-deutsches Gemisch.

Ich empfinde Scham über die Konsum-Parolen auf meinen beiden Plastiktüten. Das junge Paar links von mir saugt jetzt so heftig an seinen Trinkröhrchen, daß ich überlege, zu den beiden zu sagen: Ich gebe Ihnen fünf Euro, wenn Sie mit Ihrem Geröchel sofort aufhören. Das Unangenehmste an meiner Ermüdung ist die Überempfindlichkeit. Ich bin noch nicht verrückt genug, dem jungen Paar das Angebot tatsächlich zu unterbreiten. Im Gegenteil, die Empfindung der öffentlichen Peinlichkeit macht mich noch schamhafter.

Ich schiebe meine beiden Plastiktüten so unter den Café-Tisch, daß niemand mehr ihre Aufdrucke lesen kann. Leider bin ich voller Mißtrauen in unsere Zustände. Dem jungen Paar möchte ich meine Erschöpfung zeigen, damit die beiden jetzt schon ein Gefühl davon haben, wie auch ihre Zukunft ausschauen wird. Wenn dieses Gefühl ein allgemeines werden könnte, würden wir in einer angenehmeren Welt leben.“

 

 

 

 

Gerazino
Wilhelm Genazino (Mannheim,  22  januari 1943)

 

 

 

 

 

De Engelse dichter en schrijver George Gordon Byron (beter bekend als Lord Byron) werd geboren op 22 januari 1788 in Londen. Zie ook mijn blog van 22 januari 2007 en mijn blog van 19 april 2006 en ook mijn blog van 22 januari 2008 en ook mijn blog van 22 januari 2009.

 

 

 

Darkness

 

I had a dream, which was not all a dream.

The bright sun was extinguish'd, and the stars

Did wander darkling in the eternal space,

Rayless, and pathless, and the icy earth

Swung blind and blackening in the moonless air;

Morn came and went--and came, and brought no day,

And men forgot their passions in the dread

Of this their desolation; and all hearts

Were chill'd into a selfish prayer for light:

And they did live by watchfires--and the thrones,

The palaces of crowned kings--the huts,

The habitations of all things which dwell,

Were burnt for beacons; cities were consum'd,

And men were gather'd round their blazing homes

To look once more into each other's face;

Happy were those who dwelt within the eye

Of the volcanos, and their mountain-torch:

A fearful hope was all the world contain'd;

Forests were set on fire--but hour by hour

They fell and faded--and the crackling trunks

Extinguish'd with a crash--and all was black.

The brows of men by the despairing light

Wore an unearthly aspect, as by fits

The flashes fell upon them; some lay down

And hid their eyes and wept; and some did rest

Their chins upon their clenched hands, and smil'd;

And others hurried to and fro, and fed

Their funeral piles with fuel, and look'd up

With mad disquietude on the dull sky,

The pall of a past world; and then again

With curses cast them down upon the dust,

And gnash'd their teeth and howl'd: the wild birds shriek'd

And, terrified, did flutter on the ground,

And flap their useless wings; the wildest brutes

Came tame and tremulous; and vipers crawl'd

And twin'd themselves among the multitude,

Hissing, but stingless--they were slain for food.

And War, which for a moment was no more,

Did glut himself again: a meal was bought

With blood, and each sate sullenly apart

Gorging himself in gloom: no love was left;

All earth was but one thought--and that was death

Immediate and inglorious; and the pang

Of famine fed upon all entrails--men

Died, and their bones were tombless as their flesh;

The meagre by the meagre were devour'd,

Even dogs assail'd their masters, all save one,

And he was faithful to a corse, and kept

The birds and beasts and famish'd men at bay,

Till hunger clung them, or the dropping dead

Lur'd their lank jaws; himself sought out no food,

But with a piteous and perpetual moan,

And a quick desolate cry, licking the hand

Which answer'd not with a caress--he died.

The crowd was famish'd by degrees; but two

Of an enormous city did survive,

And they were enemies: they met beside

The dying embers of an altar-place

Where had been heap'd a mass of holy things

For an unholy usage; they rak'd up,

And shivering scrap'd with their cold skeleton hands

The feeble ashes, and their feeble breath

Blew for a little life, and made a flame

Which was a mockery; then they lifted up

Their eyes as it grew lighter, and beheld

Each other's aspects--saw, and shriek'd, and died--

Even of their mutual hideousness they died,

Unknowing who he was upon whose brow

Famine had written Fiend. The world was void,

The populous and the powerful was a lump,

Seasonless, herbless, treeless, manless, lifeless--

A lump of death--a chaos of hard clay.

The rivers, lakes and ocean all stood still,

And nothing stirr'd within their silent depths;

Ships sailorless lay rotting on the sea,

And their masts fell down piecemeal: as they dropp'd

They slept on the abyss without a surge--

The waves were dead; the tides were in their grave,

The moon, their mistress, had expir'd before;

The winds were wither'd in the stagnant air,

And the clouds perish'd; Darkness had no need

Of aid from them--She was the Universe.

 

 

 

 

 

byronphillips
Lord Byron (22 januari 1788 – 19 april 1824)

Byron in Albanese kleding, portret door Thomas Phillips, ca.1835.

 

 

 

 

 

De Poolse dichter Krzysztof Kamil Baczyński werd op 22 januari 1921 in Warschau geboren. Zie ook mijn blog van 22 januari 2007  en ook mijn blog van 22 januari 2008 en ook mijn blog van 22 januari 2009.

 

 

Tropical dream

 

In this dream mosquitos bit through a tropical helmet
and wave on wave into the skull pours the night.
Raise up, raise up the palm's black leaves,
he sky blood-red from heat - a copper-yellow roof!
Crocodiles - elongated slabs of lead,
like lead thump the hoofs of anxious antelopes.
Where flows the river like a word unbounded,
on to seacoasts, antilles, sudans?
Waters burble, stagnate, below there is no room for breath.
Negroes dry out, propped on idols, ill with sleep,
heaving their slabs of air, washed by water like death.
Along white shores trundle the pale grains of leprosy.
Then weary hands will fast upend the drawer -
from it a waft of fever blows
and seething bubbles flow on hands.
Ever lower sinks the smoke of stifling marshes
and one hears: off lifeless Negroes fall white ashes.

 

 

 

 

 

 

Krzysztof_Kamil_Baczy
Krzysztof Kamil Baczyński (22 januari 1921 – 4 augustus 1944)

 

 

 

 

 

De Belgische dichter en schrijver Herwig Hensen werd geboren op 22 januari 1917 in Antwerpen. Zie ook mijn blog van 22 januari 2007 en ook mijn blog van 22 januari 2008 en ook mijn blog van 22 januari 2009.

 

 

 

Naar het einde toe versmalt de weg....II

God. Niet als antwoord uit de schrift
met starre teksten toegesloten.
(Roes en verbeelding van zeloten
die zich tot regels grift);

maar God als drang die mij doorwoelt,
als vonk die vlam slaat uit mijn asse,
mei-regen die mijn ziel komt wassen,
lof die mij overspoelt.

En als gewicht dat ik verdráág,
en als geduld achter mijn raden.
God, in mijn leegte, als genade.
En zelfs dán nog als vraag.

 

 

 

 

 

Herwig-Hensen
Herwig Hensen
(22 januari 1917 -  24 mei 1989)

Tekening door Anne van Herreweghen, 1989

 

 

 

 

 

De Zwitserse dichter en schrijver Rainer Brambach werd geboren op 22 januari 1917 in Basel. Zie ook mijn blog van 22 januari 2007 en ook mijn blog van 22 januari 2008 en ook mijn blog van 22 januari 2009.

 

 

 

Heiterkeit im Garten


Alltag
Gehen, wohin ich muss
Einen jungen Baum pflanzen
Den Garten loben, auch wenn es lange regnet
Das Rad ölen
und die Bremse prüfen
Die Zeitung lesen, ohne den Wunsch auszuwandern
Freunde empfangen
Vergessen können
Rosen oder Hühner?
Gedichte schreiben
und nicht auf die Musik der Bassgeigen
am Himmel hören
der blau oder bewölkt ist.

 

 

 

 

Brambach
Rainer Brambach
(22 januari 1917 - 14 augustus 1983)

 

 

 

 

 

De Belgische dichter, romanschrijver en psychoanalyticus Henry Bauchau werd geboren op 22 januari 1913 in Mechelen. Zie ook mijn blog van 22 januari 2009.

 

Uit: Diotime et les lions

 

„Dans mon plus lointain souvenir, je vois toujours mon grand-père Cambyse arriver chez nous au galop, son faucon sur le poing, suivi de serviteurs armés. Il salue ma mère avec beaucoup de respect, inspecte tout comme s’il était chez lui et s’en va, tourbillon de poussière, dans un grand tumulte de chevaux. Mon père que j’admirais tant, qui avait commandé une flotte et gagné des batailles sur l’océan des Indes, semblait parfois interdit et presque effrayé en sa présence. Tous redoutaient Cambyse, tandis que moi, sans doute parce que je ressemble à sa mère, je n’ai jamais eu peur de lui.

J’étais seule un matin avec une jeune servante. Cambyse est survenu. Etincelant, sur son cheval couvert d’écume dont il n’avait pas daigné descendre, il nous observait d’un œil sévère. J’étais toute petite, j’ai été éblouie, j’ai couru vers lui en demandant : « À cheval, à cheval avec toi ! » Ma confiance a fait rire cet homme sauvage, elle l’a peut-être touché. Il m’a saisie par le cou et juchée devant lui sur sa selle. Nous sommes partis au galop, entourés par ses gardes et ce qui n’était pour lui qu’une chasse après tant d’autres a été pour moi l’ivresse, l’invention de la vie. J’ai découvert alors la joie de la vitesse dans l’air brûlant et l’odeur des chevaux. Je n’ai retrouvé pareil plaisir qu’en haute mer, par grand vent, quand Arsès gouvernait le navire.

Cambyse m’a gardée avec lui tout le jour, et c’est endormie dans ses bras qu’il m’a ramenée chez mes parents. En me tendant à lui il a dit à Kyros : « Ta fille sera bonne cavalière, je lui apprendrai à monter et à chasser moi-même. » Il a tenu parole, il est venu souvent, puis presque chaque jour, pour m’emmener avec lui. Il m’a donné très vite un joli poulain et a commencé à m’initier à l’art de la fauconnerie qui était, de ses nombreuses passions, la plus vive.“

 

 

 

 

BAUCHAU
Henry Bauchau (Mechelen, 22 januari 1913)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse dichter, schrijver en criticus Howard Moss werd geboren op 22 januari 1922 in New York. Zie ook mijn blog van 22 januari 2009.

 

 

"Shall I Compare Thee to a Summer's Day"

 

Who says you're like one of the dog days? 
You're nicer. And better. 
Even in May, the weather can be gray, 
And a summer sub-let doesn't last forever. 
Sometimes the sun's too hot; 
Sometimes it is not. 
Who can stay young forever? 
People break their necks or just drop dead! 
But you? Never! 
If there's just one condensed reader left 
Who can figure out the abridged alphabet, 
         After you're dead and gone,

         In this poem you'll live on!

 

 

 

 

 

Moss
Howard Moss (22 januari 1922 – 16 september 1987)

 

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 22 januari 2009.

 

De Oostenrijkse dichteres en schrijfster  Ingrid Puganigg werd op 22 januari 1947 geboren in Gassen bij Afritz am See, Kärnten. Zie ook mijn blog van 22 januari 2007.

 

De Britse schrijfster en actrice Mary Hayley Bell werd geboren op 22 januari 1911 in Shanghai.

 

De Franse kunstschilder, dichter en schrijver Francis Picabia werd geboren in Parijs op 22 januari 1879.

 

De Italiaanse schrijver en politicus Antonio Gramsci werd geboren op 22 januari 1891 in Ales op Sardinië. Zie ook mijn blog van 23 januari 2007.

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 22e januari ook mijn vorige blog van vandaag.

23-01-09

Christina Viragh, Stendhal, João Ubaldo Ribeiro, Derek Walcott, Hannelore Valencak, Friedrich von Matthisson, Michel Droit, Antonio Gramsci


De Zwitsers-Hongaarse schrijfster en vertaalster Christina Viragh werd geboren op 23 januari 1953 in Boedapest. Zie ook mijn blog van 23 januari 2008.

 

Uit: Im April

 

“Heuer, Sechzigerjahre, haben die Stürme des Vorfrühlings jedenfalls gehalten, was sie versprachen, schon am 4. Juni hat man im See baden können, und jetzt, am 11. Juni, sind es 29 Grad. Jeden Tag kann es soweit sein, denkt der Mann, der im Schlafzimmer angezogen auf dem Bett liegt. Sie räumen aus, es ist schon fast alles ausgeräumt. Seine Tochter Mari, der es verboten ist, hinter das Haus zu gehen, steht hinter dem Haus. Sie ist unsichtbar zwischen Möbeln und Kisten, die aus dem Bauernhaus ausgeräumt worden sind. Es sind auch Tiere zum Vorschein gekommen, aus dem Keller ein Schwein, aus dem Schuppen ein Schrankvoll Kaninchen. Der zum Käfig umfunktionierte Schrank ist ein Empire-Stück. Das Schwein ist mit einem Strick an einem der Birnbäume festgebunden und hat die Augen zu. Mari steht vor einer rotlackierten Kiste und fragt eins der Schacherkinder: Was ist da drin? Geht dich einen Scheißdreck an, sagt der älteste Schacherjunge. Im Neubau wird ein Fenster zugemacht, Mari blickt zum zweiten Stock hinauf, aber hinter den Geranienkisten aus Styropor ist das Schlafzimmerfenster, aus unerklärlichen Gründen die einzige Öffnung des Schlafzimmers zum Balkon, immer noch offen. Mari stellt sich etwas abseits, hinter die im Vorfrühling durch die Stürme gefällte kleine Tanne. Er kann mich nicht sehen, denkt sie, aber sie täuscht sich, vorhin hat er sie gesehen, als er vom Bett aufstand und sich ans Fenster stellte. Es schlägt zwölf, das Mittagsgeläut beginnt, Mari geht vom umgefallenen Baum wieder zur roten Kiste. Bekommst du zu Hause nichts zu fressen? fragt der älteste Schacherjunge, der von seiner Mutter gerade ins Haus kommandiert wird. Und du, verschwinde, sagt die Frau zu Mari. Mari verschwindet hinter dem Schuppen. Steht eine Weile dort, das Geläut hört auf, es wird still, kein Verkehr auf der Straße, nur jetzt eben die Straßenbahn, dann nur das Besteckgeklapper aus den Mietshäusern ringsum und aus zwei oder drei Wohnungen das Radio. Kein Mensch auf dem ganzen Grundstück. Mari blickt hinter dem Schuppen hervor zum Schwein hinüber, das sich hinzulegen versucht, was nicht geht, weil der Strick zu kurz ist. Jetzt, denkt Mari. Sie drückt sich an die morsche Schuppenwand und schaut zum zweiten Stock des Neubaus hinauf. Im linken Teil des Fensters hängt der Nylonvorhang in regloser Dichte, durch das schwarze Rechteck des vorhangfreien Fensterteils sieht man die Schlafzimmerwand als weißlichen Fleck. Mari drückt die Wange so stark an die Schuppenwand, daß ihr Kiefer aufklappt. Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig, es geschieht nichts, kein Knall in der Stille, sie hört zu zählen auf. Jetzt nicht, denkt sie und löst sich von der Schuppenwand. Was ist in der Kiste? Die Russen werden kommen. Was ist in der Kiste?”

 

 

 

 

Viragh
Christina Viragh (Boedapest, 23 januari 1953)

 

 

 

 

 

De Franse schrijver Stendhal werd op 23 januari 1783 in Grenoble geboren als Henri Beyle. Zie ook mijn blog van 23 januari 2007 en ook mijn blog van 23 januari 2008.

 

Uit: Le Rouge et le Noir

 

La petite ville de Verrières peut passer pour l'une des plus jolies de la Franche-Comté. Ses maisons blanches avec leurs toits pointus de tuiles rouges s'étendent sur la pente d'une colline, dont des touffes de vigoureux châtaigniers marquent les moindres sinuosités. Le Doubs coule à quelques centaines de pieds au-dessous de ses fortifications, bâties jadis par les Espagnols, et maintenant ruinées.

Verrières est abritée du côté du nord par une haute montagne, c'est une des branches du Jura. Les cimes brisées du Verra se couvrent de neige dès les premiers froids d'octobre. Un torrent, qui se précipite de la montagne, traverse Verrières avant de se jeter dans le Doubs, et donne le mouvement à un grand nombre de scies à bois; c'est une industrie fort simple et qui procure un certain bien-être à la majeure partie des habitants plus paysans que bourgeois. Ce ne sont pas cependant les scies à bois qui ont enrichi cette petite ville. C'est à la fabrique des toiles peintes, dites de Mulhouse, que l'on doit l'aisance générale qui, depuis la chute de Napoléon, a fait rebâtir les façades de presque toutes les maisons de Verrières.
A peine entre-t-on dans la ville que l'on est étourdi par le fracas d'une machine bruyante et terrible en apparence. Vingt marteaux pesants, et retombant avec un bruit qui fait trembler le pavé, sont élevés par une roue que l'eau du torrent fait mouvoir. Chacun de ces marteaux fabrique, chaque jour, je ne sais combien de milliers de clous. Ce sont des jeunes filles fraîches et jolies qui présentent aux coups de ces marteaux énormes les petits morceaux de fer qui sont rapidement transformés en clous. Ce travail, si rude en apparence, est un de ceux qui étonnent le plus le voyageur qui pénètre pour la première fois dans les montagnes qui séparent la France de l'Helvétie. Si, en entrant à Verrières, le voyageur demande à qui appartient cette belle fabrique de clous qui assourdit les gens qui montent la grande rue, on lui répond avec un accent traînard: _ Eh! elle est à M. le maire _.

 

 

 

 

stendhal_z
Stendhal (23 januari 1783 – 23 maart 1842)

 

 

 

 

De Braziliaanse schrijver João Ubaldo Osório Pimental Ribeiro werd geboren op 23 januari 1941 in Itaparica, Bahia. Zie ook mijn blog van 23 januari 2007 en ook mijn blog van 23 januari 2008.

 

Uit: De betovering van het Pauweneiland (Vertaald door Harrie Lemmens)

 

S NACHTS, ALS DE GOLVEN WORDEN OPGEZWIEPT DOOR winterse stormen, de sterren doven, de maan ophoudt te bestaan en de horizon zich voorgoed verbergt in de schoot van het donker, rijzen de steile rotswanden van het Pauweneiland soms ineens recht voor schepen op als een overweldigende verschijning waarvoor nog niet één zeevaarder niet is gevlucht, om er later de lafhartigste van al zijn herinneringen aan te bewaren. Zodra die kliffen opdoemen, komen tussen hun plooien draaikolken bloot te liggen waaraan niets of niemand kan ontsnappen. Maar eerst ontvouwt een kolossale pauw hoog aan de hemel zijn staart met onbeschrijflijke kleuren, en algemeen wordt geloofd dat je moet zien weg te komen zolang hij vlammend oplicht, omdat dat, wanneer hij zijn gloed verliest en een zwarte stip wordt die zo dicht is dat je zelfs rondom niets meer ziet, eenvoudig niet meer kan. Niemand praat over deze pauw met uitgespreide staart en in feite wordt er ook niet over het Pauweneiland gesproken. Nooit heeft men uit iemands mond opgevangen dat hij heeft horen praten over het Pauweneiland, en nog minder dat hij het heeft gezien, want wie het heeft gezien praat er niet over en wie erover hoort praten vertelt dat tegen niemand. De vreemdeling die ernaar vraagt, kan als antwoord rekenen op een glimlach en het hoofdschudden dat is voorbehouden aan domme vragen. Iedereen weet echter dat het eiland de dromen en nachtmerries bestookt van de mensen rond Bahia, die vaak midden in de nacht badend in het zweet wakker schrikken en andere keren last krijgen van koortsdelier dat weken dat weken aan een stuk aanhoudt.“

 

 

 

 

Ribeiro
João Ubaldo Ribeiro (Itaparica, 23 januari 1941)

 

 

 

 

 

De Westindische dichter en schrijver Derek Walcott werd geboren op 23 januari 1930 op St. Lucia, een van de kleine Bovenwindse Eilanden. Zie ook mijn blog van 23 januari 2007 en ook mijn blog van 23 januari 2008.

 

 

Night in the Gardens of Port of Spain

  

Night, the black summer, simplifies her smells

into a village; she assumes the impenetrable

 

musk of the negro, grows secret as sweat,

her alleys odorous with shucked oyster shells,

 

coals of gold oranges, braziers of melon.

Commerce and tambourines increase her heat.

 

Hellfire or the whorehouse: crossing Park Street,

a surf of sailor's faces crest, is gone

 

with the sea's phosphoresence; the boites-de-nuit

tinkle like fireflies in her thick hair.

 

Blinded by headlamps, deaf to taxi klaxons,

she lifts her face from the cheap, pitch oil flare

 

toward white stars, like cities, flashing neon,

burning to be the bitch she must become.

 

As daylight breaks the coolie turns his tumbril

of hacked, beheaded coconuts towards home. 

 

 

 

 

 

Love After Love

  

The time will come

when, with elation

you will greet yourself arriving

at your own door, in your own mirror

and each will smile at the other's welcome,

 

and say, sit here. Eat.

You will love again the stranger who was your self.

Give wine. Give bread. Give back your heart

to itself, to the stranger who has loved you

 

all your life, whom you ignored

for another, who knows you by heart.

Take down the love letters from the bookshelf,

 

the photographs, the desperate notes,

peel your own image from the mirror.

Sit. Feast on your life.

 

 

 

 

 

 

walcott
Derek Walcott (St. Lucia, 23 januari 1930)

 

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijfster en dichteres Hannelore Valencak werd geboren op 23 januari 1929 in Leoben-Donawitz. Zie ook mijn blog van 23 januari 2007.

 

Uit: Das Fenster zum Sommer

 

„Am Morgen jenes sonderbaren Tages erwachte ich mit dem Gefühl, es müsse Winter sein. Das Licht war so weiß und ausgefroren und zu zaghaft für das Licht eines Julimorgens. Ich wunderte mich darüber, doch nicht viel mehr, als man sich manchmal im Traum über ungereimte Dinge wundert.

Jener Moment nach dem Erwachen, wenn der Wecker mich aus dem Schlaf gerissen hat, ist der Augenblick, in dem alles möglich ist. Ich liege da und schaue zu, wie die gewohnte Szenerie sich langsam auf die leere Bühne niedersenkt. All das, was das Wachsein ausmacht, ist noch nicht griffbereit. Ich bin noch beinahe so leicht zu betrügen, so leicht zu überzeugen wie im Traum. Mir hatte geträumt, ich schliefe wieder in Tante Priskas Kabinett auf der kurzen Bettbank unter dem schweren Plumeau. In meinem Kreuz und zwischen meinen Schulterblättern war ein Druck

wie von Wurzelknollen, da die Federn im Lotterbett nicht mehr alle unter der gleichen Spannung standen.

Es gab vielerlei Gerüche in Tante Priskas Wohnung: nach Spiritus und Mottenkugeln, nach Kampfer und ranzigem Leinöl. Das Gemisch von alledem ergab den Geruch, den das Alter ausströmt: ein altes Haus, alte Möbelstücke und eine alte Frau. Ich träumte, der Wecker hätte mich aus dem Schlaf

geschrillt, Tante Priska wäre draußen vorbeigegangen und hätte mit ihrer Faust an die Tür geschlagen. Das muß ich Joachim erzählen, dachte ich nach dem Erwachen. Ich griff hinüber, um ihn aufzuwecken, da griff meine Hand ins Leere. Er war nicht da. Als mir dies auffiel, wurde mir klar, daß man von Gerüchen nicht träumen kann, es sei denn, sie sind tatsächlich vorhanden. Und es roch wirklich nach Leinöl und Mottenkugeln.“

 

 

 

 

Valencak
Hannelore Valencak (23 januari 1929 – 9 april 2004)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Friedrich von Matthisson werd geboren op 23 januari 1761 in Hohendodeleben bij Magdeburg. Hij studeerde theologie, filologie en literatuur en werkte daarna als leraar in Dessau. Tijdens reizen leerde hij o.a Klopstock, Johann Heinrich Voß en Matthias Claudius kennen. In 1790 werd hij opvoeder bij een rijke koopman in Lyon. In 1794 werd hij voorlezer en reisbegeleider van vorstin Luise von Anhalt-Dessau. Ook met haar maakte hij reizen naar Tirol en Zwitserland. Frederik I van Württemberg haalde hem in 1812 naar Stuttgart, waar hij werkte als intendant vbij het theater en als hoofdbibliothecaris. Veel van zijn liederen en gedichten werden door Beethoven en Schubert op muziek gezet.

 

 

Der Grabstein

 

Bemooster Stein, im heiligen Gefilde

Der Aussaat Gottes, sei mir froh gegrüßt!

O du, auf den des Abendhimmels Milde

So freundlich sich ergießt!

 

Seit Jahren schweigen dir die Klagetöne

Des Freundes schon; auch sein Gebein ist Staub!

Dir streut kein Mädchen mehr, mit frommer Thräne,

Des Frühlings Erstlingslaub!

 

Wer nennt mir deinen Schlummrer! Halbverwittert,

Blieb dir des Todtenkopfes Zierde nur,

Die Schrift erlosch, und Wintergrün umzittert

Des Namens dunkle Spur!

 

Dir eil' ich zu, des Weltgetümmels müde,

Wann durchs Gebüsch die Abendröthe bebt,

Altar der Hofnung! wo Jehovas Friede

Auf Engelflügeln schwebt!

 

 

 

 

Sehnsucht

 

Gottes Dämrung ist schön! Wonne der Himlischen

Tönt dein Abendgesang, flötende Nachtigall!

Und es hüllet mein Auge

In den Schleier der Wehmuth sich?

 

Die du liebest ist fern! flüstert mein Genius,

Unter Erlen des Bachs wandelt die Traurende,

Weilt im dämmernden Schatten,

Wo die Zähre der Trennung rann!

 

Die ich liebe ist fern! Eil', o mein Genius,

Lispl' ihr: Einsam, wie du, denkt der Entfernte dein,

Und es hüllet sein Auge

In den Schleier der Wehmuth sich!

 

 

 

 

 

Matthisson
Friedrich von Matthisson (23 januari 1761 – 12 maart 1831)

Naar een schilderij van Johann H. W. Tischbein

 

 

 

 

 

De Franse schrijver en journalist Michel Droit werd geboren op 23 januari 1923 in Vincennes. Twee decennia lang was hij verbonden aan Le Figaro, waarvoor hij o.a. De Gaulle interviewde. Zijn eerste roman Plus rien au monde verscheen in 1954. In 1980 werd hij lid van de  l'Académie française. Over de Gaulle schreef Droit ook een vijfdelige biografie: ''L'Homme du Destin: Charles de Gaulle''

 

Uit: Le fils unique

 

C'est au seuil de l'été 1941 que j'obtins, sans excédent de bagages, ce qu'on appelait alors le premier " bac ". Les heureuses nouvelles étaient plutôt rares, en ce temps-là. Quand, par téléphone, j'appris donc celle-ci à mes parents, le moins qu'on puisse dire est que je n'eus guère de mal à identifier aussitôt les sentiments qu'elle éveillait en eux.
Deux heures plus tard, autour de la table familiale, nous fêtions l'événement avec les moyens de l'époque. Rehaussés, il est vrai, d'un admirable chambertin dont mon père ne manquait jamais de rappeler que c'était le vin préféré de l'Empereur. Et, au dessert, nous prenions d'un commun accord une décision capitale qui allait bouleverser la conclusion de mes études secondaires. A la rentrés d'octobre, je quitterais le lycée Voltaire où je flânais, d'une classe à l'autre, depuis quelques années. Et j'irais au lycée Louis-le-Grand, payer mon jeune et bref tribut à la philosophie.
Trois éléments décisifs avaient guidé ce choix.
D'abord, la fort modeste réputation alors attachée au lycée Voltaire pour l'enseignement de " toute connaissance par la raison ". Ensuite, les mille et uns attraits dont brillait à mes yeux le Quartier Latin bien que, durant ces années difficiles, n'y régnât pas une folle gaieté. Enfin, et surtout, la présence à Louis-le-Grand, comme professeur de philosophie, du fameux Armand Cuvillier dont les deux manuels jouissaient d'une autorité quasi biblique dans la plupart des collèges et lycées de France. Car je ne doutais évidemment pas d'être versé d'office dans la classe du maître, perspective qui m'emplissait tout à la fois d'exaltation, d'orgueil et, bien sûr, d'une légitime appréhension. Aussi fus-je épouvantablement déçu d'apprendre qu'en dépit de mes certitudes, et même de la recommandation d'un ami de mon père, professeur de sciences à Louis-le-Grand, je ne découvrirais pas la philosophie à l'ombre du grand Cuvillier, mais auprès d'un professeur beaucoup moins illustre et qui s'appelait Maurice Marsal.
Comme je m'en félicite aujourd'hui !
Par des camarades que je croyais, bien à tort, plus favorisés que moi, je ne fus pas long à apprendre, en effet, que les cours du Socrate de la rue Saint-Jacques se ramenaient à une pieuse et monotone lecture de ses propres ouvrages. Au contraire, ceux de Maurice Marsal nous offraient, chaque jour, un incessant et enrichissant dialogue sur tous les sujets du programme, cela va de soi, mais sur beaucoup d'autres encore. Bref, au lieu d'avoir pour professeur un livre, on me donnait un homme. Et cette année scolaire demeure sans aucun doute, malgré les circonstances, la plus fructueuse et la plus heureuse dont je conserve le souvenir.“

 

 

 

droit-degaulle
Michel Droit (23 januari 1923 – 22 juni 2000)

Droit interviewt De Gaulle op 7 juni 1968

 

 

 

 

De Italiaanse schrijver en politicus Antonio Gramsci werd geboren op 23 januari 1891 in Ales op Sardinië. Zie ook mijn blog van 23 januari 2007.

 

 

 

23-01-08

Christina Viragh, Stendhal, João Ubaldo Ribeiro, Derik Walcott, Hannelore Valencak, Antonio Gramsci


De Zwitsers-Hongaarse schrijfster en vertaalster Christina Viragh werd geboren op 23 januari 1953 in Boedapest. Zij moest samen met haar familie Hongarije in 1956 verlaten en verhuisde in 1960 naar Luzern. In Lausanne studeerde zij filosofie en Franse en Duitse literatuur. In de jaren 1985-1987 werkte zij als Teaching Assistant voor Frans aan de University of Manitoba in Winnipeg. Christina Viragh leeft en werkt tegenwoordig in Rome.

 

Werk o.a: «Unstete Leute«, 1992, «Rufe von Jenseits des Hügels«, 1994, «Mutters Buch«, 1997, «Im April«, 2006.

 

Uit: Pilatus (2003)

 

Er begann vor Sonnenaufgang, gegen sechs Uhr. So hat es Jolans Mutter auf einem Blatt notiert, das in einer mit »Skizzen« beschrifteten Mappe liegt. An den unteren Rand des Deckels hat sie ihren Namen geschrieben: Lia. Weder ich noch Jolan haben sie so genannt, es war ein Name aus ihrer Jugend. Auch Jolan erzählt, sie seien sehr früh aufgestanden, und ich glaube, ihre spätere Gewohnheit, morgens zwischen vier und sechs in der Wohnung umherzugehen, hat mit diesem Tag zu tun. Sie weiß gar nicht, wie stark ihr Bedürfnis ist, ihn nachzustellen. In Lias Notizen steht, daß an dem Morgen der Himmel im Westen hell war. Als sie sich ans Fenster stellte und nach Westen blickte, fiel es auch Jolan auf, und sie erschrak, weil sie dachte, ihre Mutter verstehe das Licht als Warnung und Ermutigung, was das gleiche sei, denn Warnungen seien Herausforderungen, auch wenn es nicht darum gehe, ihnen geradewegs zuwiderzuhandeln, sondern darum, daß man wisse, auf welche Art etwas auf sich selber aufmerksam macht. Lia wandte sich wortlos vom Fenster ab, und auch in ihren Notizen hat sie die Helligkeit nicht kommentiert. Wahrscheinlich waren es die aus Versehen nicht gelöschten Flutlichter der Sportanlage, die am westlichen Stadtrand liegt. Bei Lia steht nur eine durchgestrichene, aber noch leserliche Notiz: »Streit mit dem P.« Paul, ihren Mann, würde ich aus guten Gründen lieber nicht erwähnen, aber es ist leider nicht zu vermeiden. Er war aufgestanden, um sich darüber zu beschweren, daß sie um diese Zeit Lärm machten. Jolan war gerade dabei, im halbdunklen Wohnzimmer ihre Brille zu suchen, hielt sich die Ohren zu, um den Wortwechsel in der Küche nicht zu hören, und brach in Tränen aus, als sie trotzdem hörte, wie der Mann sagte: »Und das arme Mädchen schleppst du mit?«
Sie fand ihre Brille zwischen der Rückenlehne und dem Sitzpolster des Sofas und saß dann eine Weile dort, mit einem blinden Ausdruck, weil die Brillengläser die Helle reflektierten. Lia hatte den Mann ins Schlafzimmer zurückgeschickt und stand rauchend in der Küche. Als Jolan und ihre Mutter ihn später an dem Tag und unabhängig voneinander zu sehen glaubten, hatten sie beide das Gefühl, ihn an dem Morgen zu wenig beachtet zu haben. Jolan stützte die Arme auf ihre einwärtsgedrehten Handrücken ab und saß völlig bewegungslos. Wenn sie so saß, ging sie den einen auf die Nerven, weil sie sich nicht vorstellen konnten, was in solchen Momenten in ihr vorging, den anderen, weil es ihnen zu offensichtlich war. Sie schien etwas auf der halbdunklen Terrasse anzustarren, die Kakteen, den Schachtelhalm oder die Zwergpalme, die sich dunkelgrau abhoben. Wäre Lia ins Wohnzimmer getreten, hätte sie Jolans geschwätziges Schweigen, wie sie es nannte, sogleich richtig gedeutet als das Nachdenken über ihren oft wiederkehrenden Traum, in dem sie ein Flugzeug war, das wegen einer auf dem Rollfeld gehenden Person nicht starten konnte. Doch Lia stand in der Küche und versuchte den Zigarettenrauch wegzufächeln, um einem Geruch auf die Spur zu kommen, der auch noch in der Luft lag. Sie ging zum Fenster und öffnete es einen Spaltbreit. Draußen roch es warm und blumig, eher nach Frühling als nach Herbst. Der Geruch durchzog in wenigen Sekunden die Küche und erreichte das Wohnzimmer, wo ihn Jolan in ihrem Traumbild als ein weißes, handbreites Band wahrnahm, das sich als zusätzliches Hindernis quer über die Startbahn legte und, als sie darauf zurollte, so plötzlich über sie kam, daß sie hochfuhr und zum zweiten Mal in Tränen ausbrach. »Warum weinst du?« sagte Lia, die jetzt neben ihr stand und auf die Tierschwänze aus Kunstpelz blickte, die Jolan mit Sicherheitsnadeln an ihrem Morgenrock befestigt hatte. Da Jolan nicht antwortete, ging sie auf die Terrasse hinaus, wo es noch wärmer schien.“

 

 

viragh
Christina Viragh (Boedapest, 23 januari 1953)

 

 

 

De Franse schrijver Stendhal werd op 23 januari 1783 in Grenoble geboren als Henri Beyle.

Zie ook mijn blog van 23 januari 2007.

 

Uit: La chartreuse de Parme

 

Les courtisans, qui n'ont rien à regarder dans leur âme, sont attentifs à tout: ils avaient remarqué que c'était surtout dans ces jours où Clélia ne pouvait prendre sur elle de s'élancer hors de ses chères rêveries et de feindre de l'intérêt pour quelque chose que la duchesse aimait à s'arrêter auprès d'elle et cherchait à la faire parler. Clélia avait des cheveux blonds cendrés, se détachant, par un effet très doux, sur des joues d'un coloris fin, mais en général un peu trop pâle. La forme seule du front eût pu annoncer à un observateur attentif que cet air si noble, cette démarche tellement au-dessus des grâces vulgaires, tenaient à une profonde incurie pour tout ce qui est vulgaire. C'était l'absence et non pas l'impossibilité de l'intérêt pour quelque chose. Depuis que son père était gouverneur de la citadelle, Clélia se trouvait heureuse, ou du moins exempte de chagrins, dans son appartement si élevé. Le nombre effroyable de marches qu'il fallait monter pour arriver à ce palais du gouverneur, situé sur l'esplanade de la grosse tour, éloignait les visites ennuyeuses, et Clélia, par cette raison matérielle, jouissait de la liberté du couvent; c'était presque là tout l'idéal de bonheur que, dans un temps, elle avait songé à demander à la vie religieuse. Elle était saisie d'une sorte d'horreur à la seule pensée de mettre sa chère solitude et ses pensées intimes à la disposition d'un jeune homme, que le titre de mari autoriserait à troubler toute cette vie intérieure. Si par la solitude elle n'atteignait pas au bonheur, du moins elle était parvenue à éviter les sensations trop douloureuses.

 

 

 

stendhal
Stendhal (23 januari 1783 – 23 maart 1842)

 

 

 

 

 

 

De Braziliaanse schrijver João Ubaldo Osório Pimental Ribeiro werd geboren op 23 januari 1941 in Itaparica, Bahia. Zie ook mijn blog van 23 januari 2007.

 

Uit: Brasilientexte (Hrsg. Klaus Hart)

 

“Lula meint, eine der besten Regierungen in der Geschichte Brasiliens zu stellen, doch er ist ein Dummkopf! Er wurde zum Narren am Hofe. Vor Lulas Wahl dachte ich mir nachts im Bett, es ist doch nicht möglich, dass ich als einziger Recht habe, gegen alle Welt, die das Gegenteil denkt. Aber heute ist es doch sinnlos, noch auszurufen, na, habe ich es euch nicht vorhergesagt? Einige sind nun beschämt, andere enttäuscht oder traurig. In Wahrheit hat sich doch Lulas Arbeiterpartei schon vor langer Zeit als das entpuppt, was sie wirklich ist. Jetzt spielt Lula ein für Brasilien sehr gefährliches Spiel. Vieles läuft derzeit sehr merkwürdig - doch es ist schwierig Ungereimtheiten aufzudecken, es gibt einfach Tabus. (Ribeiro singt einen Gassenhauer:) Wenn man schreit, greift den Dieb, bleibt hier keiner mehr übrig, mein Bruder. Denn alle haben ja Schuld. Wir sind ein korruptes Land, das ist die Wahrheit.

Doch Deutschland ist auch merkwürdig, ich habe da fünfzehn Monate gelebt. Und eigentlich keine Deutschen getroffen. Seid ihr Deutsche, fragte ich. Deutsche? Nein, sind wir nicht - ich identifiziere mich viel mehr mit einem Volk wie deinem, einem so fröhlichen, überschäumenden Volk. Die Deutschen sind doch so ein dunkles, trauriges, verschlossenes, fürchterliches Volk. Übrigens bin ich kein Deutscher, sondern Preuße, bekam ich außerdem zu hören. Die Deutschen, aber auch andere Völker, mögen Kritik an sich selbst über alle Maßen. Sie mögen es, schlecht von sich selber zu sprechen. Aber nur das, was ihnen in den Kram passt. Wenn du mal was sagen willst, was sie nicht hören wollen, ah, das lassen sie nicht zu! Sie wollen nur die immergleiche abgesegnete Kritik: Deutscher Autoritarismus, deutsche Härte, deutsche Kälte, tausenderlei anderes. Aber sagt man was, das nicht in deren Kritik-Katalog vorkommt, das geht nicht, da werden sie ärgerlich - ah, das ist nicht wahr, davon verstehst du doch gar nichts! Deren Kritik-Kataloge sollte man in den Reisebüros verteilen, damit jeder Fremde weiß, was man kritisieren darf.”

 

 

 

Ribeiro
João Ubaldo Ribeiro (Itaparica, 23 januari 1941)

 

 

 

De Westindische dichter en schrijver Derik Walcott werd geboren op 23 januari 1930 op St. Lucia, een van de kleine Bovenwindse Eilanden. Zie ook mijn blog van 23 januari 2007.

 

 

A Far Cry From Africa

 

A wind is ruffling the tawny pelt
Of Africa, Kikuyu, quick as flies,
Batten upon the bloodstreams of the veldt.
Corpses are scattered through a paradise.
Only the worm, colonel of carrion, cries:
"Waste no compassion on these separate dead!"
Statistics justify and scholars seize
The salients of colonial policy.
What is that to the white child hacked in bed?
To savages, expendable as Jews?
Threshed out by beaters, the long rushes break
In a white dust of ibises whose cries
Have wheeled since civilizations dawn
From the parched river or beast-teeming plain.
The violence of beast on beast is read
As natural law, but upright man
Seeks his divinity by inflicting pain.
Delirious as these worried beasts, his wars
Dance to the tightened carcass of a drum,
While he calls courage still that native dread
Of the white peace contracted by the dead.

Again brutish necessity wipes its hands
Upon the napkin of a dirty cause, again
A waste of our compassion, as with Spain,
The gorilla wrestles with the superman.
I who am poisoned with the blood of both,
Where shall I turn, divided to the vein?
I who have cursed
The drunken officer of British rule, how choose
Between this Africa and the English tongue I love?
Betray them both, or give back what they give?
How can I face such slaughter and be cool?
How can I turn from Africa and live?

 

 

 

 

Walcott
Derik Walcott (St. Lucia, 23 januari 1930)

 

 

 

De Oostenrijkse schrijfster en dichteres Hannelore Valencak werd geboren op 23 januari 1929 in Leoben-Donawitz. Zie ook mijn blog van 23 januari 2007.

 

Uit: Das Fenster zum Sommer

 

Joachim wohnte schon lange in unserer Stadt, und es gab keine Verbindung mehr zwischen ihm und mir. Und doch waren schon in der Stille die Kräfte am Werk, die uns eines Abends veranlassen würden, die gleiche Straßenbahn zu besteigen und, so wie damals, nebeneinanderzustehen. Vielleicht wurden schon Taten vollbracht und Worte gesagt, durch die dieser Augenblick für uns vorbereitet wurde. Die Allee, in der sich der Raumpunkt befand, der jenem Zeitpunkt zugeordnet war, und durch die ich täglich heimfuhr, wurde grün. Die Blätter entsprangen, entrollten sich und breiteten sich im Licht der Sonne auS.  Sie wuchsen in ein Muster hinein, das unsichtbar vorgezeichnet war, und auch nicht einem war es erlaubt, von seinem Bauplan abzuweichen. Sie webten an der Szenerie, an der Kulisse für meine Schicksalssekunde - langsam, genau und ohne Ungeduld. Ich spürte, sooft mein Blick auf sie fiel, die Kraft, die in ihnen gespeichert war, und ich ahnte die magische Kraft, die im Warten liegt.”

 

 

Valencak
Hannelore Valencak (23 januari 1929 – 9 april 2004)

 

 

 

 

De Italiaanse schrijver en politicus Antonio Gramsci werd geboren op 23 januari 1891 in Ales op Sardinië. Zie ook mijn blog van 23 januari 2007.

 

 

23-01-07

Stendhal, João Ubaldo Ribeiro, Derik Walcott, Hannelore Valencak, Antonio Gramsci


Stendhal werd op 23 januari 1783 in Grenoble geboren als Henri Beyle. Hij  ontleende zijn pseudoniem aan de geboorteplaats van de door hem bewonderde classicus Winckelmann, maar koos in de vroeg-19de-eeuwse pennenstrijd tussen classicisten en romantici gepassioneerd partij voor de laatsten. Na onder meer een carrière als officier in het leger van Napoleon debuteerde Stendhal als romancier in 1822 met Armance, de eerste van een half dozijn – deels onvoltooide – romans die zich kenmerken door energieke en hartstochtelijke hoofdpersonen van wie vooral de psychologische ontwikkeling wordt uitgediept. Julien Sorel (in Le rouge et le noir) en Fabrice del Dongo (in de in Italië gesitueerde avonturenroman La Chartreuse de Parme, 1839) zijn ambitieuze outsiders die proberen om carrière te maken in een door traditie verstikte maatschappij – waarin ze uiteindelijk niet slagen.
Volgens Stendhal, die op 41-jarige leeftijd overleed aan een beroerte, moest de roman de spiegel van de samenleving zijn. Daarin, en in zijn terughoudendheid in het gebruik van de alwetende verteller, is hij de voorloper van Balzac, Flaubert en Zola.

 

Uit: Le Rouge et le Noir - Chapitre IV

 

« En approchant de son usine, le père Sorel appela Julien de sa voix de stentor ; personne ne répondit. Il ne vit que ses fils aînés, espèces de géants qui, armés de lourdes haches, équarrissaient les troncs de sapin, qu'ils allaient porter à la scie. Tout occupés à suivre exactement la marque noire tracée sur la pièce de bois, chaque coup de leur hache en séparait des copeaux énormes. Ils n'entendirent pas la voix de leur père. Celui-ci se dirigea vers le hangar ; en y entrant, il chercha vainement Julien à la place qu'il aurait dû occuper, à côté de la scie. Il l'aperçut à cinq ou six pieds plus haut, à cheval sur l'une des pièces de la toiture. Au lieu de surveiller attentivement l'action de tout le mécanisme, Julien lisait. Rien n'était plus antipathique au vieux Sorel ; il eût peut-être pardonné à Julien sa taille mince, peu propre aux travaux de force, et si différente de celle de ses aînés ; mais cette manie de lecture lui était odieuse, il ne savait pas lire lui-même.
           Ce fut en vain qu'il appela Julien deux ou trois fois. L'attention que le jeune homme donnait à son livre, bien plus que le bruit de la scie, l'empêcha d'entendre la terrible voix de son père. Enfin, malgré son âge, celui-ci sauta lestement sur l'arbre soumis à l'action de la scie, et de là sur la poutre transversale qui soutenait le toit. Un coup violent fit voler dans le ruisseau le livre que tenait Julien ; un second coup aussi violent, donné sur la tête, en forme de calotte, lui fit perdre l'équilibre. Il allait tomber à douze ou quinze pieds plus bas, au milieu des leviers de la machine en action, qui l'eussent brisé, mais son père le retint de la main gauche, comme il tombait :
           -- Eh bien, paresseux ! tu liras donc toujours tes maudits livres, pendant que tu es de garde à la scie ? Lis-les le soir, quand tu vas perdre ton temps chez le curé, à la bonne heure.
           Julien, quoique étourdi par la force du coup, et tout sanglant, se rapprocha de son poste officiel, à côté de la scie. Il avait les larmes aux yeux, moins à cause de la douleur physique que pour la perte de son livre qu'il adorait.
           "Descends, animal, que je te parle." Le bruit de la machine empêcha encore Julien d'entendre cet ordre. Son père qui était descendu, ne voulant pas se donner la peine de remonter sur le mécanisme, alla chercher une longue perche pour abattre des noix, et l'en frappa sur l'épaule. A peine Julien fut-il à terre, que le vieux Sorel, le chassant rudement devant lui, le poussa vers la maison. Dieu sait ce qu'il va me faire ! se disait le jeune homme. En passant, il regarda tristement le ruisseau où était tombé son livre ; c'était celui de tous qu'il affectionnait le plus, le Mémorial de Sainte-Hélène. »

 

 

 

stendhal
Stendhal (23 januari 1783 – 23 maart 1842)

 

De Braziliaanse schrijver João Ubaldo Osório Pimental Ribeiro werd geboren op 23 januari 1941 in Itaparica, Bahia. In 1963 schreef hij zijn eerste roman: Setembro não faz sentido. In 1971 kwam de doorbraak met de romans Sargento Getúlio en Viva o povo brasileiro.

 

Uit: Ein Brasilianer in Berlin (1994)

 

„Eins habe ich während meines Aufenthaltes hier in Berlin gelernt: Ich werde erst wieder in Deutschland antreten, nachdem ich einen Kurs über Amazonien belegt und mindestens eine grundlegende Biographie über die brasilianischen Indianer gelesen habe. Es kann hier nämlich ganz schön schwierig werden für Brasilianer wie mich, die nichts von Amazonien und den Indianern verstehen. Wenn sie von meiner Unwissenheit erfahren, sind einige Deutsche derart empört, dass sie sofort jedes weitere Gespräch mit mir aufgeben. Andere, vielleicht ist das die Mehrheit, wollen mir das schlichtweg nicht abnehmen, hören nicht auf meine abschlägigen Antworten und reden einfach weiter, so dass die Unterhaltung schizophrene Züge annimmt.
"Amazonien ist bestimmt faszinierend, nicht wahr?"
"Ja, bestimmt, aber sicher." 
"Ich verstehe, was Sie sagen wollen. Für einen wie Sie, der direkt von dort kommt, list es sicher schwer, so fasziniert davon zu sein wie ein Ausländer. Wer von aussen kommt, der ist jedenfalls..."
"Ganz so ist es eigentlich nicht, ich habe Amazonien nämlich nie gesehen."
"Leben Sie seit Ihrer Kindheit ausserhalb Brasiliens?" 
"Nein, ich lebe in Brasilien. Aber ich habe Amazonien nie gesehen." 
"Mein Gott, was sagen Sie denn da. Das ist ja schrecklich!"
"Ja, also...Ich..."
"Ich wusste ja gar nicht, dass die Zerstörung schon so weit fortgeschritten ist, wie furchtbar! Und Sie haben Amazonien gar nicht gekannt. Als Sie geboren wurden, war das Gebiet schon zum grössten Teil zerstört, niedergebrannt, verwüstet! Finden Sie nicht, dass das ein schreckliches Verbrechen gegen die Natur, gegen unseren Planeten ist?"
"Natürlich. Aber das ist es gar nicht, denn ich..."
"Würden Sie nicht auch sagen, dass man auf jeden Fall die Zerstörung von Amazonien aufhalten muss?"
"Aber sicher".
"Ich hatte auch keine andere Haltung von Ihnen erwartet. Helga, komm mal her hör dir an, was unser brasilianischer Freund mir über Amazonien erzählt, keiner kann uns besser als ein Brasilianer die Wahrheit über Amazonien zeigen, und was er gerade erzählt hat, ist wirklich grauenhaft, noch viel schlimmer, als wir gedacht haben! Stell dir vor, er ist in Brasilien aufgewachsen und hat Amazonien nie gesehen! Die Zerstörung war schon so weit fortgeschritten, dass er gar nicht mehr vorgefunden hat! Kommen Sie, mein treuer Freund, erzählen Sie der Helga hier, was Sie mir gerade erzählt haben, das ist wirklich schrecklich. Helga, er hat gesagt..."
Bei Lesungen, Vorträgen und ähnlichen Anlässen ist es noch schlimmer, weil da ein kollektiver Druck herrscht. Ich habe gerade ausgeredet, da erhebt sich ein Herr, gibt sich erstaunt und vorwurfsvoll und sagt:
"Ich habe hier in einer Zeitung gelesen, dass Sie noch nie einen Indianer gesehen haben. Stimmt das?"
Gemurmel im Publikum. Ist das weisse Ding da in der Hand des Jungen mit der Punkfrisur ein Ei, das gleich in meine Richtung fliegt, wenn ich die falsche Antwort gebe?“

 

 

 

Ribeiro
João Ubaldo Ribeiro (Itaparica, 23 januari 1941)

 

Derik Walcott werd geboren op 23 januari 1930 op St. Lucia, een van de kleine Bovenwindse Eilanden. Walcotts vader, een ambtenaar die schilderde en gedichten schreef, stierf toen Derek en zijn tweelingbroer Roderick een jaar oud waren. Hun moeder Alix was lerares Engels. De Walcotts waren Engelstalige Methodisten op een eiland dat overwegend katholiek was en waar het creools-Frans (patois) gesproken werd. In een van zijn gedichten omschreef Walcott zichzelf als volgt: I'm just a red nigger who love the sea, I had a sound colonial education, I have Dutch, nigger and English in me, and either I'm nobody or I'm a nation. Die 'degelijke koloniale educatie' werd gegeven op een Methodistenschool en betekende vervolgens een driejarige studie aan het University College of the West Indies in Trinidad op Jamaica. In 1957 stelde een beurs van de Rockefeller Foundation hem in staat in de Verenigde Staten Drama te gaan studeren. Terug in Trinidad richtte hij The Little Carib Theatre Company op, wat later de bekende Trinidad Theatre Workshop werd. Tussen 1959 en 1962 was Walcott werkzaam als journalist en schreef hij toneelstukken en poëzie. In 1981 werd hij benoemd tot professor Creative Writing aan de universiteit van Boston. Hij emigreerde niet, maar pendelde heen en weer tussen Trinidad en Boston. In 1992 kreeg Derek Walcott de Nobelprijs voor Literatuur.

Blues

Those five or six young guys
lunched on the stoop
that oven-hot summer night
whistled me over. Nice
and friendly. So, I stop.
MacDougal or Christopher
Street in chains of light.

A summer festival. Or some
saint's. I wasn't too far from
home, but not too bright
for a nigger, and not too dark.
I figured we were all
one, wop, nigger, jew,
besides, this wasn't Central Park.
I'm coming on too strong? You figure
right! They beat this yellow nigger
black and blue.

Yeah. During all this, scared
on case one used a knife,
I hung my olive-green, just-bought
sports coat on a fire plug.
I did nothing. They fought
each other, really. Life
gives them a few kcks,
that's all. The spades, the spicks.

My face smashed in, my bloddy mug
pouring, my olive-branch jacket saved
from cuts and tears,
I crawled four flights upstairs.
Sprawled in the gutter, I
remember a few watchers waved
loudly, and one kid's mother shouting
like "Jackie" or "Terry,"
"now that's enough!"
It's nothing really.
They don't get enough love.

You know they wouldn't kill
you. Just playing rough,
like young Americans will.
Still it taught me somthing
about love. If it's so tough,
forget it.

 

 

walcott
Derik Walcott (
St. Lucia, 23 januari 1930)

 

De Oostenrijkse schrijfster en dichteres Hannelore Valencak werd geboren op 23 januari 1929 in Leoben-Donawitz. Zij publiceerde lyrische teksten, verhalen, maar ook kinder- en jeugdboeken. Voor haar werk ontving zij o.a. de Georg-Trakl-Preis für Lyrik des Landes Steiermark (1954), de Lyrikpreis der Stadt Graz (1956), de Österreichische Staatspreis für Romane (1957) en de Österreichischen Staatspreis für Kinderbücher (1977).

 

Uit: Das Fenster zum Sommer

 

„Joachim wohnte schon lange in unserer Stadt, und es gab keine Verbindung mehr zwischen ihm und mir. Und doch waren schon in der Stille die Kräfte am Werk, die uns eines Abends veranlassen würden, die gleiche Straßenbahn zu besteigen und, so wie damals, nebeneinanderzustehen. Vielleicht wurden schon Taten vollbracht und Worte gesagt, durch die dieser Augenblick für uns vorbereitet wurde. Die Allee, in der sich der Raumpunkt befand, der jenem Zeitpunkt zugeordnet war, und durch die ich täglich heimfuhr, wurde grün. Die Blätter entsprangen, entrollten sich und breiteten sich im Licht der Sonne auS.  Sie wuchsen in ein Muster hinein, das unsichtbar vorgezeichnet war, und auch nicht einem war es erlaubt, von seinem Bauplan abzuweichen. Sie webten an der Szenerie, an der Kulisse für meine Schicksalssekunde - langsam, genau und ohne Ungeduld. Ich spürte, sooft mein Blick auf sie fiel, die Kraft, die in ihnen gespeichert war, und ich ahnte die magische Kraft, die im Warten liegt“

 

 

 

valencak
Hannelore Valencak (23 januari 1929 – 9 april 2004)

 

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Antonio Gramsci werd geboren op 22 januari 1891 in Ales op Sardinië als de vierde van zeven kinderen (drie jongens, vier meisjes) in het gezin van Francesco Gramsci en Giuseppina Marcias. De familie Gramsci kwam oorspronkelijk uit Albanië (de naam is afgeleid van Gramsh), en was tijdens of na 1821 naar Italië geëmigreerd. Al vroeg gaf de jonge Antonio blijk van een grote interesse in literatuur. In 1911 kon hij met een beurs letterkunde gaan studeren aan de Universiteit van Turijn. Na zijn studie richt Gramsci in 1919 samen met onder andere Palmiro Togliatti het tijdschrift L'Ordine Nuovo ("de nieuwe orde") op. De mensen achter dit blad zullen in 1921 opgaan in de Communistische Partij van Italië (PCI), waarvan Gramsci de eerste leider wordt. Later zou hij ook een belangrijke rol in de Comintern spelen. In 1924 richtte Gramsci het communistische dagblad L'Unità op, en in datzelfde jaar werd hij lid van het Italiaanse parlement namens de provincie Veneto. In het parlement houdt Gramsci slechts één toespraak, tegen Mussolini's verbod op 'geheime organisaties' (tegenstanders van het fascistische regime). Ondanks zijn parlementaire onschendbaarheid werd hij op 8 november 1926 door gearresteerd en veroordeeld tot vijf jaar ballingschap in een gevangenenkolonie op het eiland Ustica. Deze ballingschap, die slechts tot februari duurde, werd gevolgd door tien jaar gevangenisstraf. In gevangenschap schreef hij zijn bekendste werk, de Quaderni del Carcere ("Gevangenisgeschriften"). Het verblijf in de gevangenis had een dusdanige slechte invloed op zijn gezondheid dat Gramsci kort na zijn vrijlating in 1937 in een ziekenhuis te Rome overleed.

 

Uit: Prison Notebooks (The intellectuals)

 

“The English phenomenon appears also in Germany, but complicated by other historical and traditional elements. Germany, like Italy, was the seat of an universalistic and supranational institution and ideology, the Holy Roman Empire of the German Nation, and provided a certain number of personnel for the mediaeval cosmopolis, impoverishing its own internal energies and arousing struggles which distracted from problems of national organisation and perpetuated the territorial disintegration of the Middle Ages. Industrial development took place within a semi-feudal integument that persisted up to November 1918, and the Junkers preserved a politico-intellectual supremacy considerably greater even than that of the corresponding group in England. They were the traditional intellectuals of the German industrialists, but retained special privileges and a strong consciousness of being an independent social group, based on the fact that they held considerable economic power over the land, which was more “productive” than in England. The Prussian Junkers resemble a priestly-military caste, with a virtual monopoly of directive-organisational functions in political society, but possessing at the same time an economic base of its own and so not exclusively dependent on the liberality of the dominant economic group. Furthermore, unlike the English land-owning aristocracy, the Junkers constituted the officer class of a large standing army, which gave them solid organisational cadres favouring the preservation of an esprit de corps and of their political monopoly.”

 

 

 

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Antonio Gramsci (22 januari 1891 – 27 april 1937)