06-02-17

Thomas von Steinaecker, Annelies Verbeke, Dermot Bolger, Felix Mitterer, Heinz Kahlau, Pramoedya Ananta Toer, John Henry Mackay, Ernst Wilhelm Lotz, Irmgard Keun

 

De Duitse schrijver en journalist Thomas von Steinaecker werd geboren op 6 februari 1977 in Traunstein. Zie ook alle tags voor Thomas von Steinaecker op dit blog.

Uit:Die Verteidigung des Paradieses

„Ich wache auf, ich habe Durst. Nicht nur ein bisschen, sondern Durst à la: Noch zehn Minuten, und ich bin tot. Es ist mitten in der Nacht. In meinem Zimmer haben meine Eltern den Homie, unseren Haus-Com-puter, ausgeschaltet, damit ich nicht an ihm herumspiele. Also muss ich hinüber zum Lichtschalter, und das, obwohl ich wirklich riesige Angst vor der Dunkelheit habe. Und wenn ich riesig sage, meine ich schrecklich. Ich nehme also all meinen Mut zusammen, steige aus dem Bett und stolpere los. Bei jedem Schritt kleben meine nackten Füße kurz am Parkettboden fest. Dazu taucht in meinem Kopf ein absolut unheimliches Bild auf: wie sich die Haut der Sohlen in die Länge zieht. Endlich ertaste ich an der Wand den Schalter. Für einen Moment hatte ich befürchtet, ich befände mich gar nicht in meinem Zimmer, sondern in einer gewaltigen, leeren Halle ohne Ausgang auf einem fremden Planeten. Aber da ist der Schalter, ich wische darüber, und es ist mein Zimmer, auf dem Boden liegt mein Spielzeug, da steht mein Kleiderschrank, da mein Tisch mit dem Mal-Screen. Trotzdem sieht im elektrischen Licht alles anders aus als tagsüber. Als wäre hier gerade eben erst etwas geschehen, das nichts für Kinder ist. Im hellen Kegel, der aus meiner Tür in den Flur fällt, husche ich los, am Zimmer meiner Eltern und dem meines kleinen Bruders vorbei, vorbei am Erbstück, dem Wandteppich, der eine golden schimmernde Stadt mit Zinnen und Türmen zeigt. Endlich in der Küche, rufe ich außer Atem: »Licht!« Sofort führt der Homie meinen Befehl aus. Ich muss mich auf die Zehenspitzen stellen, um den Kühlschrank zu öffnen, strecke mich nach der Milchpackung, jetzt habe ich sie, sie ist schwerer als gedacht, aber heute rutscht sie mir nicht aus der Hand so wie letztes Mal. Ich drücke die Lasche auf. Leise ploppend zerplatzt eine durchsichtige Blase in der dreieckigen Öffnung. Das Hologramm auf der Packung ist Schönheit deluxe:“

 

 
Thomas von Steinaecker (Traunstein, 6 februari 1977)

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06-02-16

Thomas von Steinaecker, Annelies Verbeke, Dermot Bolger, Felix Mitterer, Heinz Kahlau, Pramoedya Ananta Toer, John Henry Mackay, Anne Spencer

 

De Duitse schrijver en journalist Thomas von Steinaecker werd geboren op 6 februari 1977 in Traunstein. Zie ook alle tags voor Thomas von Steinaecker op dit blog.

Uit: Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen

„Der Außenlift verfügte über die übliche Notruftaste. Ordnungsgemäß wies das TÜV-Schild das nicht allzu weit zurückliegende Baujahr aus. Sanft und geräuschlos, was auf gewartete Seile schließen ließ, hob sich die Kabine empor. In meinem Taschenspiegel richtete ich meine in Mitleidenschaft gezogene Frisur. Wie immer trug ich Make-up, Puder, Wimperntusche, Lidschatten, Eyeliner und sehr dezenten roten Lippenstift. Ohne Make-up, Puder, Wimperntusche, Lidschatten, Eyeliner und Lippenstift war ich kein Mensch. Kräftig kniff ich mich. Rasch zeigten meine schmerzenden Wangen den gewünschten Effekt, ein gesundes Rosa.
Ohne einen Zwischenfall öffnete sich die Tür zum Halbrund des Empfangsbereichs der CAVERE-Abteilung München-Nord. Die Farben des Unternehmens, Orange-Blau, die in breiten Streifen an den beiden gewölbten Wänden entlangliefen, erinnerten mich an die Flagge eines Landes, dessen Name mir entfallen war. Studien haben bewiesen, dass die Farbkombination Orange-Blau die meisten Menschen in eine positive Stimmung versetzt. Der blaugraue Kurzhaarteppich harmonierte mit der steingrauen Sechser-Ledersitzgruppe vor einem Flachbildfernseher, auf dem das rote Tickerband von »n-tv« lief, sowie mit dem Gelbgrün der Birkenfeige im Topf, die gern mit einem Ficus verwechselt wird. Daneben die massive und dennoch wie mühelos geschwungene Theke aus Kastanienholz, nicht nur eine Einrichtung, eine Raumlandschaft.
Das Flattern in meinem Brustbereich, das durch das vor einer knappen Stunde eingenommene Trevilor seltsamerweise nicht abgeschwächt, sondern verstärkt worden war, schwand in diesem Moment, und meine Professionalität kehrte zurück. Lächelnd plus festen Schrittes steuerte ich auf die vielleicht 30-jährige, zu dicke Frau im braunen Hosenanzug zu.
»Guten Morgen, Frau Aktan«, las ich vom Namensschild ab und fragte mich, in welchem Verhältnis ihr Migrationshintergrund zur Ethnizität des durchschnittlichen CAVERE-Kunden in München-Nord stand.“

 

 
Thomas von Steinaecker (Traunstein, 6 februari 1977)

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06-02-15

Thomas von Steinaecker, Dermot Bolger, Felix Mitterer, Heinz Kahlau, Annelies Verbeke, Pramoedya Ananta Toer, John Henry Mackay, Anne Spencer

 

De Duitse schrijver en journalist Thomas von Steinaecker werd geboren op 6 februari 1977 in Traunstein. Zie ook alle tags voor Thomas von Steinaecker op dit blog.

Uit: Wallner beginnt zu fliegen

„Stefan Wallner vergleicht in seinem Büro die Kosten für den Transport von drei Traktoren nach Klatovy – Bahn oder LKW. Frau Beck hat ihn vom Vorzimmer aus angerufen, er kann ihre am Tisch sitzende Gestalt durch die Milchglasscheibe sehen. Sie sagt, daß ihn zwei Polizeibeamte sprechen wollen. Wallner läuft ein kalter Schauer über den Rücken. Die Polizeibeamten werden wegen dieser Lieferung von CLAAS-Reifen aus Danzig vor zwei Jahren kommen, die nicht versteuert wurde. Sobald die Polizeibeamten gegangen sind, wird Wallner Ulrich Wiget anrufen, um sich mit ihm zu beraten, ob man die Akten in Wigets Büro, alle Beweise beseitigen, am besten vernichten oder ob man einen Anwalt kontaktieren soll, den Fall schildern, nach den möglichen rechtlichen Konsequenzen fragen, abwägen. Der Anwalt hätte Schweigepflicht.
Die beiden Polizeibeamten treten ein. Es habe sich ein ICE-Unglück ereignet, man gehe davon aus, daß sich Wallners Vater unter den Toten befinde, man habe eine Leiche mit einem Paß auf den Namen Günter Wallner gefunden, es täte ihnen leid. Es entsteht eine Pause.
Wallner geht durch den Flur und steigt die Treppe zum ersten Stock herunter, wo Wiget sein Büro hat. Draußen ist ein strahlender Tag, die Sonne scheint hell durch die Fenster. Wallner sagt, daß soeben die Polizei dagewesen sei, sein Vater sei bei einem ICE-Unglück ums Leben gekommen, sein Vater sei tot.“

 

 
Thomas von Steinaecker (Traunstein, 6 februari 1977)

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06-02-14

Thomas von Steinaecker, Dermot Bolger, Felix Mitterer, Heinz Kahlau, Annelies Verbeke, Pramoedya Ananta Toer, John Henry Mackay

 

De Duitse schrijver en journalist Thomas von Steinaecker werd geboren op 6 februari 1977 in Traunstein. Zie ook alle tags voor Thomas von Steinaecker op dit blog.

Uit: Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen

„Es war mir, als könnte ich ihren Schmerz spüren, der in mir, ohne dass ich es kontrollieren konnte, die Erinnerung daran auslöste, wie ich selbst vor wenigen Monaten, im Juli, nur ein paar Kilometer entfernt, in einer kleinen Aussegnungshalle gestanden hatte. Doch dann steuerten die vermeintlich Trauernden nicht auf die Kapelle zu, sondern auf das Business-Towers-Areal einige Straßen weiter. Sie waren auf dem Weg zur Arbeit wie ich.
Alle vier Sekunden geschieht in Deutschland ein Unfall. Über 39 % aller Knochenbrüche in den westeuropäischen Ländern ereignen sich bei Neuschnee. Angesichts der Größe der Gruppe standen die Chancen somit nicht schlecht für ein plötzliches Ausgleiten, eine unsanfte
Landung, eine kostspielige Fraktur. Und wenn es hier keinen traf, dann jemanden in der Nähe, genau jetzt, mit Sicherheit. Es würde passieren. Es passierte.
Düster und trutzig erhoben sich über den Dächern der Flachbauten und den Baumwipfeln die HighLight-Towers mit ihren 33 und 28 Geschossen, meine künftige Arbeitsstätte, in der bereits mehr Fenster erhellt waren, als ich erwartet hatte. Glücklicherweise hatte man mich zuvor genauestens informiert, wie man von der U-Bahnstation zum Areal gelangte, über Fußgängerbrücken, durch Wohnblöcke und Unterführungen unter der Autobahn hindurch, ansonsten wäre ich an diesem Morgen verloren gewesen und am Mittleren Ring entlang- geirrt, immer das Ziel, die Türme vor Augen, ohne Aussicht, sie je zu erreichen.
Die Büros der CAVERE-Abteilung München-Nord waren im 14. Stockwerk des Ostturmes untergebracht, jene der Zentrale in den 19 Etagen darüber. Während ich das Klingelschild drückte und die beiden Türen mit einem Summen von selbst aufschwangen, las ich fast ausnahmslos die Namen von Vermögens- und Steuerberatern, Anwaltskanzleien und Werbefirmen. Das war die Gesellschaft, der sich CAVERE zugehörig fühlte. So war es in Frankfurt gewesen, so war es auch hier. You think big? We too.“

 

 
Thomas von Steinaecker (Traunstein, 6 februari 1977)

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06-02-13

Thomas von Steinaecker, Dermot Bolger, Felix Mitterer, Heinz Kahlau, Annelies Verbeke, Pramoedya Ananta Toer, John Henry Mackay

 

De Duitse schrijver en journalist Thomas von Steinaecker werd geboren op 6 februari 1977 in Traunstein. Zie ook alle tags voor Thomas von Steinaecker op dit blog.

 

Uit: Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen

 

“Am Morgen meines ersten Arbeitstages in München, der 01. Oktober 2008, blieb ich irritiert im Untergeschoss der U-Bahnstation Nordfriedhof vor den Treppen stehen, die an die Oberfläche führten.

Dort, wo die Überdachung endete und damit auch die Wärme, die sich in den unterirdischen Räumen wie eine Erinnerung an den Sommer hielt, bedeckte ein feiner Film aus Schnee die Stufen. Seit für die Region Wetteraufzeichnungen existieren, war es erst ein, zwei Mal zu einem so plötzlichen Kälteeinbruch gekommen. Außerdem hatte, wenn mir mein Gedächtnis keinen Streich spielt, die RTL-Wetterfee, bei der ich mich immer fragte, ob ihr blondes Haar auch in natura so dezent matt glänzt oder ob es sich um einen digitalen Effekt handelt, leichte Bewölkung vorhergesagt, nicht jedoch Regen, geschweige denn Schnee.

Als ich eine halbe Stunde zuvor meine Wohnung in der Maxvorstadt verlassen hatte, war es zwar stürmisch gewesen – irgendetwas zwischen Windstärke vier und fünf, schätze ich –, aber trocken. Bei feuchtem Belag ist das Treppensteigen mit 7-cm-Absätzen beschwerlich.

Die »Gala« sagt: »Mörder-High-Heels ruinieren Victoria Beckhams Gesundheit.« Angela Braly, geborene Fick, Geschäftsführerin von WellPoint Inc.-Versicherungen und laut Forbes die aktuell fünfmächtigste Frau der Welt, sagt: »After all I am still a woman, what do you think?« Ellen von Unwerth, Starfotografin, sagt: »The higher the heel, the better I feel.« Meine beste Freundin Lisa Miller sagt: »Nicht klagen, tragen.«

Draußen herrschte eine von den Straßenlaternen und den Lichtern in den umliegenden Gebäuden ungesund orange eingefärbte Dämmerung, durch die Flocken wirbelten. Auf der anderen Seite des Mittleren Rings bemerkte ich eine Trauergemeinde. Vor den Mauern des Friedhofs, hinter denen die schwarzen Flügel der Engelsstatuen und Kreuze hervorragten, gingen circa dreißig Frauen und Männer in langen dunklen Mänteln und mit gesenkten Häuptern eng beisammen.”

 

 

Thomas von Steinaecker (Traunstein, 6 februari 1977)

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06-02-12

Dermot Bolger, Felix Mitterer, Heinz Kahlau, Thomas von Steinaecker, Annelies Verbeke, Pramoedya Ananta Toer, John Henry Mackay

 

In verband met een langdurige internetstoring vandaag geen nieuw bericht. Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 6 februari 2011.

 

 

Dermot Bolger, Felix Mitterer, Heinz Kahlau, Thomas von Steinaecker, Annelies Verbeke, Pramoedya Ananta Toer, John Henry Mackay

 

Irmgard Keun, Ernst Wilhelm Lotz, Ugo Foscolo, Wilhelm Schmidtbonn, Alfred Mombert, Christopher Marlowe, Sergio Corazzini

06-02-11

Dermot Bolger, Felix Mitterer, Heinz Kahlau, Thomas von Steinaecker, Annelies Verbeke, Pramoedya Ananta Toer, John Henry Mackay

 

De Ierse schrijver en uitgever Dermot Bolger werd geboren op 6 februari 1959 in Dublin. Zie ook mijn blog van 6 februari 2009 en ook mijn blog van 6 februari 2010. 

 

Uit: Walking The Road

 

„FRANK: Hear the whispers of men whose bodies were never found. I was a blind mouse tussled up in a grain sack, scurrying about with no way in and no way out.

COMPANION: I wanted someone to hold me amid the bullets and screaming.

FRANK: I want someone to find my remains – a splintered skull and some buttons, two rows of teeth biting into a rusted identity tag.

COMPANION: (Rises) Feel them pass, Frank? Another shoal of souls from Ypres, another flock of swallows searching for Africa. Always at the end, one confused soul is struggling to keep up, clinging onto the past, unable to accept that it’s simply too cold to stay here. It’s time you took flight too, Frank, time to try and walk this road home again.

FRANK: I don’t know how. I’m still just not ready.

COMPANION: Think of one night, Frank. One night when you knew you were truly walking home. 

FRANK: Creeping down the back stairs of Mr Daly’s shop, crossing the main street of Rathfarnham village, walking through the dark of South Dublin. (He rises and starts to walk around the extremities of the stage) I carry my first poem close to my breast and I’m walking home. Will I be there by daybreak?

COMPANION: We’ll all be there by daylight. There and back again, Sir.

FRANK: (Approaches COMPANION, as they are both facing each other, centre stage) For ninety years now I have been walking home. My name is Wolfgang and I am walking home. My name is Hans and Gunter and Gabriel…

COMPANION: (Overlapping with him) My name is Alasdair and Alexander and Dirk and Dieter.

FRANK: My name is Frederick and Flavio and Fritz and Felix.

COMPANION: My name is Jan and Jonas and Jasper and Jammet.

FRANK and the COMPANION turn to face the audience, side by side. 

FRANK: My name is forgotten by every living being. I have lost my legs and arms.

COMPANION: The mustard gas in my lungs still burns even though my lungs were eaten by worms.“

 

 

 

Dermot Bolger (Dublin, 6 februari 1959)

 

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06-02-10

Thomas von Steinaecker, Annelies Verbeke, Dermot Bolger, Pramoedya Ananta Toer, Heinz Kahlau, Felix Mitterer, John Henry Mackay,


De Duitse schrijver en journalist Thomas von Steinaecker werd geboren op 6 februari 1977 in Traunstein. Zie ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: Schutzgebiet

 

Die Eingeborene hebt ihre Hängebrust mit der Hand an, damit das Baby auf ihrem Arm leichter daran saugen kann. Ab und zu kratzt sich die Frau. Bei jeder Bewegung klirren die Reife - aus Gold? -, die ihr wie ein Mühlsteinkragen vom Hals abstehen. Sie schaut teilnahmslos, als ob sie Henry nicht wahrnehmen würde. Auf der weißen Tafel vor dem Zaun ihres Geheges liest er: Négresse avec petit (Tola).
Auf der Wiese daneben haben sich die Schwarzen in einer Reihe vor einem Lagerfeuer aufgestellt, über dem ein Tier brät, machen zwei Schritte vor, beugen den Oberkörper, treten zurück, eine menschliche Welle, dazu singen sie etwas. Sie tragen schwere Holzschilder und Lanzen, ihre nackten Oberkörper sind vollständig tätowiert. Der Rauch des Feuers weht so dicht, dass der Eiffelturm, der die ganze Zeit über mächtig im Hintergrund in den Himmel ragte, verschwunden ist. Fast scheint es Henry in diesem Moment, als ob er sich tatsächlich im afrikanischen Busch befände.
Was die Tätowierungen wohl darstellen?, fragt Henrys Cousine, Mlle. Villiers, die ihr Taschentuch wieder vom Mund genommen hat, so dass ihre schmalen Lippen zum Vorschein kommen.
Ob er etwas erkennen könne.
Sie beugt sich über den hüfthohen Holzzaun, hält dabei ihren weißen Hut am Hinterkopf mit der einen Hand fest, in der anderen ihr zusammengebundenes Spitzensonnenschirmchen. Eine brünette Strähne hängt ihr ins Gesicht.
Henry ist unklar, ob das eine weitere Probe ist, das Stichwort für etwas, das von ihm erwartet wird. Kurzentschlossen ruft er nach dem Wärter mit dem gelben Tropenhelm. Einer der Eingeborenen im Gehege solle an den Zaun treten. Der harsche Befehlston aus seinem Mund überrascht ihn selbst - und freut ihn zugleich, weil er seine eigene Stimme sicher und, wie er meint, nahezu akzentfrei in der fremden Sprache reden hört. Als seine Cousine entrüstet sagt, sie verlasse unverzüglich das Gelände, weiß er, dass er richtig gehandelt hat. Mehrmals dreht sie sich um und zeigt ihm ihr schnell aufgespanntes Schirmchen, woraufhin er sie lächelnd bitten muss, zu bleiben. Schließlich lässt sie sich mit gespielt beleidigter Miene und erhobener Stupsnase dazu bewegen.
Wortlos, mittels eines Stocks, einer Art Zeigestab, hebt der Wärter den tätowierten Arm des schwarzen Mannes an, etwa so wie man ein Stück Fleisch in der Pfanne wendet, um zu überprüfen, ob es schon gar ist. Mlle. Villiers wirft zunächst nur einen kurzen angewiderten Blick darauf. Dann, nachdem Henry über die bunten Spiralen, Kreise und Rechtecke auf der Haut des Wilden streicht - ganz glatt ist sie, wie die eines Kindes -, berührt auch seine Cousine den Arm vorsichtig mit den Fingerkuppen.“

 

 

 

 

steinaecker
Thomas von Steinaecker (Traunstein, 6 februari 1977)

 

 

 

 

De Vlaamse schrijfster Annelies Verbeke werd geboren op 6 februari 1976 in Dendermonde. Zie ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: Groener Gras

 

„Op een frisse lentemiddag ontmoette ze een man bij het prikkeldraad. Hij heette Bert en was een jaar of tien ouder dan zij.
`Je lijkt nogal van koeien te houden', zei Bert.
Ze haalde haar schouders op en bleef strak voor zich uit kijken. Hij stond nogal dichtbij, vond ze. Met haar nagel verwijderde ze wat mos van een houten paaltje dat de elektrisch geladen afrastering op zijn plaats hielp te houden.
`Ken je de gebroeders Heck?' vroeg Bert.
Lola schudde haar hoofd. Ze kende niet zo veel mensen.
`Die hebben het Heckrund ontworpen. Tot op de dag van vandaag is dat de beste poging om de oeros na te maken. Die is sinds de Middeleeuwen uitgestorven.'
Hij leek indruk op haar te willen maken.“

 

 

 

 

Verbeke
Annelies Verbeke (Dendermonde, 6 februari 1976)

 

 

 

De Ierse schrijver en uitgever Dermot Bolger werd geboren op 6 februari 1959 in Dublin. Zie ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: In High Germany

 

„You are eleven now, Son. All you think of every day is football, football and more football. Upsetting the old man in the flat below us by kicking ball on the grass, in the car-park spaces. Anywhere you can find room in this apartment block.

How very un-German of you not to obey the house rule about making noise.The afternoon hours when one is not allowed to use the Hoover or play the radio too loud.Their neat German laws. It was never like that at home in Dublin, with kids shouting night and day. But Dublin will never be your home and it is no longer mine.

I am Irish in Germany.You are half- Irish in Germany and half-German in Ireland.Maybe it is even harder for you than for me, in no man’s land. Your German accent and your Irish looks. When you grow up, perhaps you will play football for some big German team. But if you ever become a star, I will make sure that the football shirt you wear will be the green one of Ireland.

That was the shirt I was wearing twelve years ago, when I first heard, in a phone call, that you were going to be born. Sometimes now you ask me about that. About the last time I saw Ireland play. Not in Dublin, but here in Germany, when I followed them around in Euro 1988. I saw them play England and Russia and Holland.

That was the last week of my youth or at least of my old life.The last time I stood among lots of Irish voices. The last day I woke without thinking of myself in a new way – as a father. Some nights still, when I am getting a train in the main station, I remember that night back in 1988. Holland had just beaten Ireland. I came back here to Hamburg without phoning your mother to tell her I was coming.”

 

 

 

Bolger
Dermot Bolger (Dublin, 6 februari 1959)

 

 

 

 

De Indonesische schrijver Pramoedya Ananta Toer werd geboren in Blora op Midden-Java op 6 februari 1925. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2008 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: Footsteps

 

"Within just a few weeks something wondrous happened. All the Chinese merchants in Surabaya -- followed later by those in other towns -- refused to patronize the European merchant houses. The big European trading house where the initial incident had taken place went bankrupt. Soon afterward several others also had to close up. These bankruptcies were followed by chaos among the banks. The business world was thrown into turmoil and confusion. The impact was felt right down to the lanes and alleys of the villages.

"It's a boycott," said Frischboten. He explained the Irish actions against Captain Boycott proving that it's not just the strong who have power, but also the weak, providing they organize. "And only through organizing can the weak show their true strength. The boycott is the concrete form of the power of the weak."

His words burned through me. I was sent aflame. Everything could be won merely by organizing the weak. So simple! I could do that, I thought, tomorrow, the next day, even now."

 

 

 

 

Pramoedya_Ananta_Toer_2
Pramoedya Ananta Toer (6 februari 1925 — 30 april 2006)

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Heinz Kahlau werd op 6 februari 1931 geboren in het dorpje Drewitz. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2008 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

 

Doppelter Regenbogen

Du lenktest unsre rasende Maschine.
Plötzlich vor uns ein Regenbogen.
Ein Regenbogen, riefst du,
ein doppelter Regenbogen!
So lange habe ich schon keinen Regenbogen gesehn
und nun ein doppelter!
Ob er richtig rund ist?
Ich kann mich doch nicht umdrehn!
Ich drehte mich um und sagte:
Ich kann das andere Ende sehn,
aber dort ist er nur einfach.
Kannst du sehn,
ob er über den ganzen Himmel geht?
fragtest du aufgeregt.
Über den ganzen Himmel, richtig rund,
wäre das schön!
Nein, das kann auch ich nicht sehen,
war meine Antwort -
aber bestimmt ist er rund.
Bestimmt!
sagtest du noch
und dann nichts mehr.
Warum hielten wir nicht an?

 

 

 

 

Eine Biographie

Als er klein war, sagten ihm die Großen:
Du musst warten, wachsen und gedeihn.
Und sie haben ihn zurückgestoßen,
als er wagte, groß und kühn zu sein.

Als er jung war, sagten ihm die Alten:
Du musst älter werden und gescheiter sein.
Und sie schafften es, ihn aufzuhalten,
und sie sperrten seine Einfalt ein.

Als er groß war, war er für die Taten
schon zu alt geworden und ihm fehlte Schwung.
Und er ging, die Jungen zu verraten,
denn sie waren ihm zu kühn und viel zu jung.

 

 

 

 

Kahlau
Heinz Kahlau (Drewitz, 6 februari 1931)

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver (toneel, hoorspelen en draaiboeken) Felix Mitterer werd geboren op 6 februari 1948 in Achenkirch, Tirol. Zie ook mijn blog van 6 februari 2008 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

Uit: In der Löwengrube

 

„KIRSCH: Guat, probier ma des Stückl - furchtbar, furchtbar, sag i enk! Koaner hats derspielt, herum gruadert mit die Arm, alle wia die Holzpflöck! Jetzt, derentwegen, mit meiner Begabung, nit, bin i wia der Judas, wia der echte Judas gwesen, hun mi direkt verwandelt in den Judas! Brennrote Haar, brennroten Bart, so an Zinken im Gfrieß, bugglert, hatschert, der ewige Jud halt, nit? So, und was is gschechen? Die Leut, die Zuaschauer, ham geglabt, i bin der echte Judas und ham mi nach der ersten Vorstellung derartig, aber schun derartig verdroschen, daß i ins Spital müassen hun. Aber an Stolz hun i ghabt, des kunn i enk sagen. An sakkrischen Stolz. So, nachand sozuagen der zwoate Wendepunkt, fünf Jahr spater. Geh i unten in Oetz beim Lehrerhaus vorbei, dee alte Lehrer is grad gstorben gwesen, und was siech i da? Die Frau vom Lehrer steht vor an Haufen Büacher und will sie anzünden. I hupf glei eini übern Zaun und blas ihr des Zündhölzl aus und schmier ihr oane. Büacher tuast ma du koane anzünden, sag i, so a Frevel. I moan, daß Ös mi recht verstehts: Judenbüachel is freilich koans dabei gwesen, des hab i nachand schon gsechen, weil die Judenbüacheln, de ghörn freilich verbrennt. I kenn zwar koa Judenbüachel, aber da sollen furchtbare Sachen drinstehn, hun i in der Zeitung glesen. Was steht denn da drin in so an Judenbüachel, wißts Ös des?

STRASSKY: (grinsend) Dekadente Schweinereien, Herr Höllrigl! „

 

 

 

 

Mitterer
Felix Mitterer (
Achenkirch, 6 februari 1948)

 

 

 

 

De Duitse dichter, schrijver en anarchist John Henry Mackay werd geboren in Greenock op 6 februari 1864. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2009.

 

 

Heimliche Aufforderung

 

Auf, hebe die funkelnde Schale

Empor zum Mund,

Und trinke beim Freudenmahle

Dein Herz gesund!

 

Und wenn du sie hebst, so winke

Mir heimlich zu –

Dann lächle ich, und dann trinke

Ich still wie du...

 

Und still gleich mir betrachte

Um uns das Heer

Der trunkenen Schwätzer – verachte

Sie nicht zu sehr:

 

Nein, hebe die blinkende Schale,

Gefüllt mit Wein,

Und laß beim lärmenden Mahle

Sie glücklich sein.

 

– Doch hast du das Mahl genossen,

Den Durst gestillt,

Dann verlasse der lauten Genossen

Festfreudiges Bild

 

Und wandle hinaus in den Garten

Zum Rosenstrauch –

Dort will ich dich dann erwarten

Nach altem Brauch...

 

Und will an die Brust dir sinken,

Eh du’s erhoffst,

Und deine Küsse trinken,

Wie ehmals oft,

 

Und flechten in deine Haare

Der Rose Pracht –

O komme, du wunderbare,

Ersehnte Nacht!

 

 

 

 

Mackay

John Henry Mackay (6 februari 1864 - 16 mei 1933)
Mackay’s gedichten op cd

Zie voor nog meer schrijvers van de 6e februari ook mijn vorige blog van vandaag.

06-02-09

Thomas von Steinaecker, Annelies Verbeke, Dermot Bolger, Pramoedya Ananta Toer, Heinz Kahlau, Felix Mitterer, John Henry Mackay, Ernst Wilhelm Lotz, Irmgard Keun, Ugo Foscolo, Sergio Corazzini, Wilhelm Schmidtbonn, Alfred Mombert, Christopher Marlowe


De Duitse schrijver en journalist Thomas von Steinaecker werd geboren op 6 februari 1977 in Traunstein. Hij studeerde literatuurwetenschap in München en aan de universiteit van Cincinnati en promoveerde in 2006. Tijdens zijn studie schreef hij bijdragen voor o.a. www.textem.de und Kultur & Gespenster. Zijn eerste hoorspel werd in 2007 uitgezonden door de Bayerische Rundfunk Voor zijn debuutroman Wallner beginnt zu fliegen ontving hij de Aspekte-Literaturpreis, de Bayerische Kunstförderpreis en de Literaturförderpreis der Deutschen Wirtschaft.

 

Uit: Geister

 

"Es ist Ulrikes 26. Geburtstag. Zu allem Überfluss. Nicht dass seine Eltern darüber offen reden würden. Es sind diese kleinen Gesten und wie nebenbei gemachten Bemerkungen, die Jürgen killen. Letzten Samstag zum Beispiel. Da saßen sie beim Abendessen. Schon eine ganze Weile war das Gespräch über einen Arbeitskollegen seines Vaters verstummt [Jürgen war in Gedanken völlig bei seinen schwachsinnigen Alpträumen oder besser: ihren Folgen gewesen], als sein Vater in das Besteckklappern hinein diesen Satz, nur diesen einen, sagte als ob er laut denke und ihm schon die ganze Zeit ein Monolog durch den Kopf rausche. „Vielleicht wäre sie verheiratet.“

 

 

 

Steinaecker
Thomas von Steinaecker (Traunstein, 6 februari 1977)

 

 

 

 

De Vlaamse schrijfster Annelies Verbeke werd geboren op 6 februari 1976 in Dendermonde. Zij studeerde ze Germaanse Taal- en Letterkunde (Engels en Nederlands) aan de universiteit van Gent en volgde ze een cursus scenarioschrijven aan het Rits in Brussel. Ze gaf een jaar lang les aan een middelbare school, waar ze vooral leerde dat ze haar geluk niet in het onderwijs moest zoeken en werkte kortstondig als verkoopster van waterbehandelingsinstallaties. Eind 2003 verscheen haar debuutroman Slaap!. Ze ontving hiervoor de Vrouw en Kultuur Debuutprijs 2004, de Debuutprijs 2004 en het Gouden Ezelsoor 2005. In januari 2006 verscheen haar tweede roman Reus. In oktober 2007 verscheen Groener Gras, een verhalenbundel over winnen en verliezen.

 

Uit: Slaap

 

„Ik fietste door de donkere straten op zoek naar leven, vervuld van energie. Het was drie uur in de ochtend. Lege pleinen, zwarte laantjes, hier en daar een wakkere duif. Die beesten waren totaal van de kaart sinds de komst van de straatlantaarn. Zou die snel breken, een duivennek? Waarschijnlijk niet. Taaie rakkers, die vliegende ratten. Natuurlijk zag ik soms een mens. De stad slaapt nooit, zogezegd. Ik vond het echter hoogst onaangenaam te moeten constateren dat het geen collega's waren. Ze hadden al nachtrust gehad, op zijn minst een tukje gedaan. Zo niet, dan gingen ze er eentje doen. De rotzakken. Ik zou ze leren.
Mijn verbolgenheid richtte zich niet tegen de late wakers of de vroege vogels. Nog minder tegen de eigenaars van de enkele verlichte ramen die ik zag. Zoals die van de hoeren, wanneer sliepen de hoeren? Die vraag kreeg ik niet meer uit mijn hoofd. Ik reed naar het Glazen Straatje en wandelde erdoor met mijn fiets aan de hand. De meeste dames schenen weinig plezier te scheppen in mijn verschijning. Enkelen bekeken mij met een hoogmoedige en tegelijk medelijdende blik. Durf je niet? Durf je niet?“

 

 

 

Verbeke
Annelies Verbeke (Dendermonde, 6 februari 1976)

 

 

 

 

 

De Ierse schrijver en uitgever Dermot Bolger werd geboren op 6 februari 1959 in Dublin. Bolger bezocht het Beneavin College, een katholieke De La Salle-jongensschool in Finglas en werd daarna fabrieksarbeider. Tussen 1979 en 1984 werkte hij in een boekwinkel. Al toen hij zeventien jaar was richtte hij de Raven Arts Press op die zich tot een alternatieve uitgeverij van Ierse poëzie en proza ontwikkelde en een „motor: werd van de cultuurscene. Tot 1992 bleef hij er de leiding aan geven. Bolger debuteerde in 1980 met de bundel The Habit of Flesh. In 1985 verscheen zijn eerste roman Night Shift.

 

Uit: The Journey Home

 

„The branches were strewn above them like distorted mosaics of crucifixions, the hawthorn bushes blocking out the few isolated stars to ensnare them within a crooked universe of twigs and briars. Nettles raised their leaves in the wind like the ears of startled dogs to sway a few inches from where his hand lay. Hano could feel their sting on his wrist and longed to rub it in the soothing grass. But he lay motionless, his other arm around her shoulder in the position they had landed when they slid into the overgrown ditch, and listened to the heavy boot-steps ring out on the tarmacadam above his head.

The feet halted with a squeak of polished leather inches from his skull. Hano, gazing at the figure who stretched skyward, could see the man's thick moustache when he shone the torch up before his features were lost as the arc of light picked its way along the hedge and fields by the road. Hano moved his hand down to cover Katie's lips though he felt himself more likely to cry out than her. She lay crushed against him, her body relaxed despite their awkward position. It seemed as if danger was a more powerful drug than any peddled on the street and she was adrift, eyes closed, lips slightly open, within its depths. The slow, regular inhaling of her breath came so faintly that she might have been a small night creature in its natural habitat. His own breathing sounded explosive to him. The man was bound to hear, to shine the light down and call out to the others, to finish it before it had begun. This was her world, not his, and he was lost within it. His numb fury had evaporated and all he felt now was fear.“

 

 

 

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Dermot Bolger (Dublin, 6 februari 1959)

 

 

 

 

 

De Indonesische schrijver Pramoedya Ananta Toer werd geboren in Blora op Midden-Java op 6 februari 1925. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2008.

 

Uit: The Mute's Soliloquy

 

On the night of October 13, 1965, when I was picked up by the military, I was at home editing a collection of short stories by President Soekarno, which he had written under a pen name.

    It's a mystery to me why I was exiled. Prior to my arrest and imprisonment I had never been threatened and even to this day I still don't know, and have never been officially informed of, the reason for my arrest and imprisonment.

    Also unknown to me is why the whole incident ever took place. For myself, as a student of both ancient and modern Indonesian history, I see behind almost all the monumental events in this nation's history something I'll call "Factor X," namely an external factor that has played a determinantal role in the shaping of Indonesia. During my years in prison I spent a great deal of time trying to discover who or what was Factor X in this case.

    After I was led from my house that night, my military escorts and I were immediately surrounded by a mob of masked men who had gathered outside my house, all of whom were armed with knives or other kinds of blades. At that point, my hands were tied behind my back and the rope that bound my wrists was then looped around my neck. In the early days of the Indonesian revolution that kind of knot was a sure sign that the captive was to be killed.

From my home I was taken that night to the Army Strategic Reserve Command Post and, later, to the Regional Military Command. Following my captors' instructions, I had carried a bag of belongings with me—they told me they had come "to remove me from harm's way" and that I should take my work with me—but at the latter place, my typewriter and an unfinished manuscript I had brought along were taken from me.“

 

 

 

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Pramoedya Ananta Toer (6 februari 1925 — 30 april 2006)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Heinz Kahlau werd op 6 februari 1931 geboren in het dorpje Drewitz. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2008.

 

 

Frost

So kalt, wie dieser Winter war,
darf niemals mehr ein Winter sein.
Sonst friere ich mit Kleid und Haar
bis in die Seele ein.

Ich weiß nicht, wieviel Kälte da
der Frost in meine Haut gebracht.
Ich fror nicht außen, doch ich fror
im Herzen Tag und Nacht.

Der Frost, der mir die Seele schnitt,
fror Blumen in die Augen ein.
Sie schmolzen unter deinem Blick
und sollten Tränen sein.

So kalt, wie dieser Winter war,
darf niemals mehr ein Winter sein.
Sonst friere ich mit Kleid und Haar
bis in die Seele ein.

 

 

 

 

Sommerlied

Durch deine Haare seh ich den Himmel scheinen.
Auf deiner Haut liegt Sonne, und der See
Hat zwischen deinen braunen Armen Wellen,
Und rings um deinen nackten Fuß ist Klee.

Dort wo du hinschaust, geht ein Wind vorüber,
Die Bäume über dir sind von ihm voll.
In deinen Händen riecht die Luft nach Ernte,
Als ob die Zeit der Reife kommen soll.

Ich seh dich an und seh durch dich den Sommer.
Ich bin der Gast in dieser Sommerruh.
Ich möchte so gern noch etwas bleiben.
Der Sommer meint es gut mit mir. Wie du.

 

 

 

 

 

 

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Heinz Kahlau (Drewitz, 6 februari 1931)

 

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver (toneel, hoorspelen en draaiboeken) Felix Mitterer werd geboren op 6 februari 1948 in Achenkirch, Tirol. Zie ook mijn blog van 6 februari 2008

 

Uit: Die Frau im Auto

 

HEDWIG: 1946 is es schon losgangen. Da ham's ma schon die Hälfte vom Haus weggnommen. Obwohl i erst vier Jahr später zum Bauen anfgangen hab. Des müssen S'Ihnen vorstellen.

JOURNALIST: (versteht es nicht) Wie?

HEDWIG: Mein Ehemann war ja vermißt. Im Weltkrieg. 1945 hat er elftausend Schilling geerbt. Die elftausend Schilling wollt i haben, um den Grund zu kaufen. I hab des Geld kriegt, aber dafür hat des Pflegschaftsgericht meinen Mann als Hälfteeigentümer ins Grundbuch eingetragen. Als Hälfteeigentümer der gesamten Liegenschaft! I hab dann des Haus gebaut, im Schweiße meines Angesichts, und mein Mann, der keinen Finger grührt hat, der kriegt die Hälfte. Is des gerecht?

JOURNALIST: Weiß ich nicht.

Der Fotograf sieht die neugierige Frau Krautschneider, richtet lässig mit einer Hand die Kamera auf sie und fotografiert sie, sofort verschwindet sie, macht das Fenster zu.

HEDWIG: Also bitte! Ein Toter bekommt die Hälfte eines Hauses, das überhaupt noch nicht existiert! Wenn sie doch wenigstens gwartet hätten, bis i fertig war mit dem Bau. Dann hätten sie gsehn, daß des Haus im Jahre 55 natürlich schon viel mehr wert war als zweiundzwanzigtausend Schilling! (Schreit plötzlich zum Haus:) Schalt endlich die Negermusik aus! „

 

 

 

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Felix Mitterer (
Achenkirch, 6 februari 1948)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter, schrijver en anarchist John Henry Mackay werd geboren in Greenock op 6 februari 1864. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007.

 

Uit: Zwei Dichter

 

Ein verlorener, verträumter Ausdruck lag in den Augen des Kindes, als er endete; Furcht vor dem Leben und Sehnsucht nach ihm zugleich.Da packte den Dichter das unbezwingliche Verlangen, in diese reine unberührte Seele, die keiner verstand, wie ein klares, kostbares Glas, aus dem noch niemand getrunken, als der Erste die ersten Tropfen unvergänglicher Schönheit, das Elixier seines eigenen Lebens, zu gießen und zu sehen, wie es sich in ihr spiegelte, übermächtig wurde sein Verlangen, und es dünkte ihm köstlich zu sein, dieser Erste zu sein nach freier Wahl.Und von seinen Lippen klangen plötzlich die Verse, die er liebte, die Verse seiner angebeteten Großen, die ihm vertraut waren, ihrem Sinn und ihrem Klange nach bis in ihr letztes Geheimnis. Und sie waren, wie sie tönten und schwollen, wie das Grollen des Meeres bald, und bald wie das Klagen des Windes in den Dünen ...Er sprach und sprach, rastlos, wie sie ihm kamen, ohne Zusammenhang, aber alle waren sie gebadet wie in Glanz, und wie beschienen von einem zitternden Lichte. Er wußte es wohl: der kleine Knabe konnte sie nicht verstehen. Sie mußten ihm dunkel und geheimnisvoll sein, wie das Meer und die Nacht und das Leben es ihm waren. Aber er sollte sie auch nicht verstehen; er sollte sie nur hören.

Und wie er sich nicht gescheut hätte, vor den Ohren des Kindes aus den stummen Saiten eines Instruments unverstandene Klänge zu locken, so scheute er sich nicht, vor ihnen die Klänge der Worte zu entfalten in ihrer unerhörten Pracht, deren innerste Seele Musik war, und mit keinem Verstände begriffen werden konnten.

(...)

Dann, als sein Blick die Augen des Knaben traf, stockte er. Sie waren auf seine Lippen gerichtet mit einem unaussprechlichen Ausdruck von Erwartung und Angst, erschrocken fast und doch begierig. Da wußte er, daß er eine Seele zu ewiger Sehnsucht nach der Schönheit geweckt hatte, und er hielt inne. Der Becher sollte nicht auf einmal gefüllt werden in roher Hast. Nun sein Boden bedeckt war mit dem reinen Stoff unversieglicher Kraft, konnte das Leben hineinschütten, was es wollte: er würde absorbieren und kristallisieren, was an Unreinem hinzugeschüttet werden mochte. Und was immer aus diesem Kinde werden mochte – es war ein Dichter. Sein würden alle Leiden und alle Herrlichkeiten des Lebens sein, und alles mußte er tragen, so gut er es vermochte ...“

 

 

 

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John Henry Mackay (6 februari 1864 - 16 mei 1933)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter Ernst Wilhelm Lotz werd geboren op 6 februari 1890 in Culm. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007.

 

 

Hart stoßen sich die Wände in den Straßen ...

 

Hart stoßen sich die Wände in den Straßen,

Vorn Licht gezerrt, das auf das Pflaster keucht,

Und Kaffeehäuser schweben im Geleucht

Der Scheiben, hoch gefüllt mit wiehernden Grimassen.

 

Wir sind nach Süden krank, nach Fernen, Wind,

Nach Wäldern, fremd von ungekühlten Lüsten,

Und Wüstengürteln, die voll Sommer sind,

Nach weißen Meeren, brodelnd an besonnte Küsten.

 

Wir sind nach Frauen krank, nach Fleisch und Poren,

Es müßten Pantherinnen sein, gefährlich zart,

In einem wild gekochten Fieberland geboren.

Wir sind versehnt nach Reizen unbekannter Art.

 

Wir sind nach Dingen krank, die wir nicht kennen.

Wir sind sehr jung. Und fiebern noch nach Welt.

Wir leuchten leise. - Doch wir könnten brennen.

Wir suchen immer Wind, der uns zu Flammen schwellt.

 

 

 

 

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Ernst Wilhelm Lotz (6 februari 1890 – 26 september 1914)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Irmgard Keun werd geboren op 6 februari 1905 in Charlottenburg. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007.

 

 

Uit: Das kunstseidene Mädchen

 

"Also ich fliege und bin so aufgeregt! Bin gerade nach Hause gekommen. Neben mir steht eine Pralinenschachtel. Ich esse daraus, aber die mit Cremefüllung beiße ich nur an, um zu sehen, ob eventuell Nuss drin ist, sonst mag ich sie nicht. Und quetsche sie dann wieder zusammen, dass sie wie neu aussehen. Und morgen schenke ich sie meiner Mutter und Therese. Die Scchachtel ist von Conrad Veidt- Armin heißt er- eigentlich hasse ich diesen Namen, weil er in der Illustrierten mal als Reklame für ein Abführmittel gebraucht wurde. Und immer, wenn er mal vom Tisch aufstand, musste ich denken "Armin, hast du heute morgen auch Laxin genommen? " und ich musste idiotisch lachen und er fragte "Warum lachst du so silbern, du süßes Geschöpf" "

 

 

 

Keun
Irmgard Keun (6 februari 1905 – 5 mei 1982)

 

 

 

 

 

De Italiaanse schrijver en dichter Ugo Foscolo (eig. Niccolò Foscolo) werd geboren op 6 februari 1778 in Zákynthos. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007.

 

 

To His Brother

 

Some day, if I am not always fleeing

From folk to folk, thou shalt see me seated

On thy tomb, O brother mine, groaning for

The fallen flower of thy gentle years.

     

Our mother, living now her last sad days

Alone, to thy mute ashes speaks of me,

But I stretch forth deluded palms to both

And only from afar salute my home.

     

Sensing the hostile gods and secret cares

That roused a raging tempest in thy life,

I too pray that quiet bless thy haven.

     

Of so much hope, today just this remains!

At death, strangers, restore at least my bones

Unto my melancholy mother's breast.

     

 

Vertaald door Carl Selph

                 

 

 

 

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Ugo Foscolo (6 februari 1778 – 10 september 1827)

Portret door Andrea Appiani, Pinacoteca di Brera

 

 

 

 

 

 

De Italiaanse dichter en schrijver Sergio Corazzini werd geboren op 6 februari 1886 in Rome. Toto 1898 bezocht hij het Collegio Nazionale in Spoleto. Wegens geldgebrek moest hij de opleiding echter aan een eenvoudig gymnasium voltooien en bij een verzekeringsmaatschappij gaan werken. Door zijn eerste publicaties werd hij in een kleine kring bekend, die later als Crepuscolari een avantgarde vormde (Aldo Palazzeschi, Marino Moretti e. a.) Corazzinis zes dichtbundels verschenen tussen 1904 en 1906: In het voorjaar van 1906 verergerde zich bij hem de tbc (waar zijn hele familie aan te lijden had). Ook een sanatoriumbezoek baatte niet. Toen hij stierf was hij pas 21 jaar.

 

 

The despair of a poor sentimental poet

'Why do you call me poet?
I am no poet
I am but a weeping child
I have only tears to offer to the silent world
Why do you call me poet?
My wretchedness is the wretchedness of everyman
My happiness was of the simple kind
So simple that I could only confess it
With embarrassment
Today I think of death
I am ill indeed
And each day I die a little
As do all things
So I am not a poet
Poets must lead a different life
But I can only die
Amen.

 

 

 

 

Sergio_Corazzini
Sergio Corazzini (6 februari 1886 – 17 juni 1907)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver Wilhelm Schmidtbonn (eig. Schmidt) werd geboren op 6 februari 1876 in Bonn. Hij studeerde filosofie en literatuurwetenschappen in Bonn, Berlijn, Göttingen en Zürich. Voor WO I schreef hij voornamelijk toneelstukken, eerst in naturalistische, later in neoromantische stijl. Zijn latere werk is meer verhalend. Thema’s zijn vaak het Rijn-landschap rondom Bonn en zijn bewoners. In zijn laatste historische roman Albertus Magnus ging hij op zoek naar de wortels van het christelijk-sociale mensbeeld, zoals Pius X! Dat al in de encycliek "Quadragesimo anno" uit 1931 had geschetst.

 

Uit: Albertus Magnus

 

„Es war das Jahr 1260, neben ihm schritt wie einst auf der großen Wanderung der vielerprobte und dem Herzen zugewachsene Ägid. Doch führte diesmal, anders als früher, ein Reitknecht im Lederkoller ein Pferd hinterher, das vor allem eine Auswahl Bücher trug. Des Tieres Hufe und schnaubender Atem klangen bald als vertraute Musik in diese neue Wanderung hinein. Auch seiner Freude beim morgendlichen Aufbruch oder seinem Unwillen, wenn die abendliche Unterkunft allzu spät erreicht wurde, gab das schöne braun und weiß gefleckte Tier durch ein lebendiges Wiehern Ausdruck. Eigensinnig ging es morgens nicht von der Stelle, bis die dreiköpfige Gruppe vollzählig war und zusammen den Weg antrat, weder Albert noch Ägid durften fehlen, die auf Waldpfaden manche Krümmungen des Flusses abzuschneiden im Sinn hatten und darum später aufbrachen. Unterhaltsam war für alle immer der Anblick, wenn das Pferd aus einer aus dem Wald springenden Quelle trank oder bei der Mittagsrast von selber zu Kühlung bis an den Leib in das seichte Uferwasser des Rheins und später des Mains schritt“.

 

 

 

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Wilhelm Schmidtbonn (6 februari 1876 - 3 juli 1952)

Portret door Gabriele Münters

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Alfred Mombert werd geboren op 6 februari 1872 in Karlsruhe. Hij studeerde rechten in o.a. Leipzig en Berlijn. In 1906 gaf hij zijn beroep als advocaat op om zich volledig aan het schrijven en reizen te wijden. In 1934 werd zijn werk, dat door Martin Buber en Richard Dehmel hoog gewaardeerd werd, door de nazi’s verboden. In 1941 kwam hij in een kamp in Zuid-Frankrijk terecht. Hij werd ernstig ziek, kwam vrij, maar stierf een half jaar later in Zwitserland aan de gevolgen van zijn gevangenschap.

 

 

Es war zur Nacht

 

Es war zur Nacht, da ich ins Meerhorn stieß.
Es war zur Nacht, da ich zum Aufbruch blies.
Es war zur Nacht, da ich den Strand verließ.
Mein Boot lag in der Mondquelle.
Ich stand in vollendeter Helle.
Ich stand schlafähnlich starr auf silbernem Kies.

 

 

 

 

IDYL

 

AND my young sweetheart sat at board with me.

I ate and drank and cried most bitterly.

Delicate linen on the board she laid.

And of her own small shift that cloth was made.

She gave to me a little silvern cup.

And it was her own blood that filled it up.

She took a loaf and gave me bread thereof.

And that was her young body warm with love.

 

Then, as of some strange mystery aware,

She smiled, and put a rose into her hair.

 

 

 

Vertaald door Ludwig Lewisohn

 

 

 

 

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Alfred Mombert (6 februari 1872 – 8 april 1942)

Opname door Ida Dehmel

 

 

 

 

 

De Engelse dichter en schrijver Christopher Marlowe werd geboren op 6 februari 1564 in Canterbury. Zie ook mijn blog van 6 februari 2007 en ook mijn blog van 6 februari 2008.

 

 

I must have wanton poets

 

I must have wanton poets, pleasant wits,

Musicians, that with touching of a string

May draw the pliant king which way I please:

Music and poetry is his delight;

Therefore I'll have Italian masks by night,

Sweet speeches, comedies, and pleasing shows;

And in the day, when he shall walk abroad,

Like sylvan nymphs my pages shall be clad;

My men, like satyrs grazing on the lawns,

Shall with their goat-feet dance the antic hay;

Sometime a lovely boy in Dian's shape,

With hair that gilds the water as it glides,

Crownets of pearl about his naked arms,

And in his sportful hands an olive-tree,

To hide those parts which men delight to see,

Shall bathe him in a spring; and there, hard by,

One like Actæon, peeping through the grove,

Shall by the angry goddess be transform'd,

And running in the likeness of an hart,

By yelping hounds pull'd down, shall seem to die:

Such things as these best please his majesty.

 

 

 

 

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Christopher Marlowe (6 februari 1564 - 30 mei 1593)