20-01-17

Edward Hirsch, Stefan Popa, Guy Helminger, André Kubiczek, Batya Gur, Nazim Hikmet, Qurratulain Hyder, Robert Olen Butler Jr., Axel Hacke

 

De Amerikaanse dichter en letterkundige Edward Hirsch werd geboren op 20 januari 1950 in Chicago. Zie ook alle tags voor Edward Hirsch op dit blog.

 

To Poetry

Don’t desert me
just because I stayed up last night
watching The Lost Weekend.

I know I’ve spent too much time
praising your naked body to strangers
and gossiping about lovers you betrayed.

I’ve stalked you in foreign cities
and followed your far-flung movements,
pretending I could describe you.

Forgive me for getting jacked on coffee
and obsessing over your features
year after jittery year.

I’m sorry for handing you a line
and typing you on a screen,
but don’t let me suffer in silence.

Does anyone still invoke the Muse,
string a wooden lyre for Apollo,
or try to saddle up Pegasus?

Winged horse, heavenly god or goddess,
indifferent entity, secret code, stored magic,
pleasance and half wonder, hell,

I have loved you my entire life
without even knowing what you are
or how—please help me—to find you.

 

 

Gabriel: A Poem (Fragment)

Grief broke down in phrases
And extrapolated lines
From me without myself

Tear-stained pillow of stone
I felt I was lying
Beside him in the coffin

Wormy mother
Who takes us into the ground
With her whenever and wherever

She wants the grass glistens
And grows over us in the heat
Of late summer in the country

 

 
Edward Hirsch (Chicago, 20 januari 1950)

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20-01-16

André Kubiczek

 

De Duitse schrijver André Kubiczek werd op 20 januari 1969 geboren in Potsdam. Kubiczek is de oudste van de twee zonen van de politieke wetenschapper Wolfgang Kubiczek. Zijn moeder, een Laotiaanse had zijn vader ontmoet in Moskou, toen zij daar allebei studeerden. André Kubiczek studeerde een tijdje germanistiek in Leipzig en Bonn, maar brak zijn studie af. In 1997 kreeg hij een werkbeurs van Brandenburg, in 1998 de Alfred Döblin-beurs van de Akademie der Künste. Zijn debuutroman “Junge Talente” verscheen in 2002. Het thema van de roman is "het literaire afscheid van de kindertijd en jeugd in een ten onder gaand staatsbestel” 'door critici vergeleken met gelijksoortige debuutwerken van Jakob Hein en Claudia Rusch. Alle drie auteurs waren 'kinderen van de laatste echte DDR generatie ". Voor zijn tweede roman “Die Guten und die Bösen” werd Kubiczek genomineerd voor de Marburg Literatuurprijs 2005, In 2007 werd hij bekroond met de Candide prijs. In 2016 ontving hij een werkbeurs ​​van de Berlijnse Senaat. In hetzelfde jaar verscheen de roman “Skizze eines Sommers” die op de shortlist van de Deutsche Buchpreis kwam.

Uit: Junge Talente

“Er solle nicht so arrogant sein, sagte Delia, Theateraufführungen, ein 8-mm-Film. Lass mich raten, sagte Less, experimentell. Keine Ahnung, sagte Delia, und dass Göhrke – wie Less mutmaßte: um dem Fass die Krone aufzusetzen - jetzt schreibe,
Kurzgeschichten, Gedichte, Fabeln. Fabeln? Hatte er ihr all das in der Eisdiele aufgetischt? Ja schon, schließlich waren sie fast drei Stunden zusammen gewesen. Ob er, Less, denn auch schreibe, passen würde es ja, fände sie. Nein, ebendarum nicht, sagte Less, ob sie denn schreibe, passen, dachte Less, würde es auch, kam ja schließlich drauf an, was man schrieb, Wanderlieder zum Beispiel oder Fabeln. Fabeln! Delia druckste rum, und Less wusste, dass sie schrieb, Gedichte wahrscheinlich, die ihr armes Herz nicht für sich behalten konnte.
Less sagte, dass einige behaupteten, jeder sei ein Künstler, na ja, sagte Delia geniert, sie hoffe nur, morgen durch die Prüfung zu kommen.
Da Delia auf einem Dessert bestand, stocherten sie anschließend jeder in einem Eisbecher Melba herum, als Less vom Tresen her eine wohl bekannte Stimme vernahm, betrunken und schwerfällig, die Du dämliche Schwuchtel! brüllte. Er spähte an Delia vorbei und sah tatsächlich Nathanael auf einem Barhocker hängen, die Hände, die seine Worte wohl unterstrichen hatten, noch immer in der Luft. Der Wirt redete beruhigend auf ihn ein und stellte dann ein Getränk mit zerstoßenem Eis vor ihm ab.
Less zog den Kopf ein, bemüht, sich hinter Delias dürrer Gestalt zu verbergen, die mit dem Rücken zum Tresen saß und so den Grund seiner abschweifenden Aufmerksamkeit nicht mitbekam, die sie und ihr Gerede von der Macht der Poesie allein gelassen hatte. Er konnte jetzt kaum mit ihr am Tresen vorbei, also überredete er sie zu einer weiteren Flasche Wein, was sie zu dem schnippischen Kommentar veranlasste, Maik Göhrke trinke nicht so viel wie er, und ihn gleichzeitig zwang, auf das Thema, das ihr sehr wichtig schien, einzugehen.
Dass die Poesie bestimmte Saiten anschlage, die gespannt wären zwischen Verstand und Seele und ebenjenes Territorium mit Klängen erfülle, das unerkannt dazwischen im Nebel liege, abgeklemmt von den Nervenbahnen und ohne die Kanalisation der Instinkte, dass durch diese Klänge seine Dämonen geweckt würden, lichtscheue Mädchennachthemd trug.“

 

 
André Kubiczek (Potsdam, 20 januari 1969)

19:10 Gepost door Romenu in Literatuur | Permalink | Commentaren (0) | Tags: andré kubiczek, romenu |  Facebook |