21-04-17

Charlotte Brontë, Patrick Rambaud, John Mortimer, Charles den Tex, Michael Mann, Peter Schneider, Meira Delmar, Alistair MacLean, Gerrit Wustmann

 

De Britse schrijfster Charlotte Brontë werd geboren in Thornton op 21 april 1816. Zie ook alle tags voor Charlotte Brontë op dit blog.

Uit: Villette

"In the autumn of the year  —  —  I was staying at Bretton; my godmother having come in person to claim me of the kinsfolk with whom was at that time fixed my permanent residence. I believe she then plainly saw events coming, whose very shadow I scarce guessed; yet of which the faint suspicion sufficed to impart unsettled sadness, and made me glad to change scene and society.
Time always flowed smoothly for me at my godmother's side; not with tumultuous swiftness, but blandly, like the gliding of a full river through a plain. My visits to her resembled the sojourn of Christian and Hopeful beside a certain pleasant stream, with "green trees on each bank, and meadows beautified with lilies all the year round." The charm of variety there was not, nor the excitement of incident; but I liked peace so well, and sought stimulus so little, that when the latter came I almost felt it a disturbance, and wished rather it had still held aloof.
One day a letter was received of which the contents evidently caused Mrs. Bretton surprise and some concern. I thought at first it was from home, and trembled, expecting I know not what disastrous communication: to me, however, no reference was made, and the cloud seemed to pass.
The next day, on my return from a long walk, I found, as I entered my bedroom, an unexpected change. In, addition to my own French bed in its shady recess, appeared in a corner a small crib, draped with white; and in addition to my mahogany chest of drawers, I saw a tiny rosewood chest. I stood still, gazed, and considered.
"Of what are these things the signs and tokens?" I asked. The answer was obvious. "A second guest is coming: Mrs. Bretton expects other visitors."
On descending to dinner, explanations ensued. A little girl, I was told, would shortly be my companion: the daughter of a friend and distant relation of the late Dr. Bretton's. This little girl, it was added, had recently lost her mother; though, indeed, Mrs. Bretton ere long subjoined, the loss was not so great as might at first appear.

 

 
Charlotte Brontë (21 april 1816 – 31 maart 1855)
Cover

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21-04-14

Peter Schneider, Meira Delmar, Alistair MacLean, Népomucène Lemercier, María Elena Cruz Varela

 

De Duitse schrijver Peter Schneider werd geboren in Lübeck op 21 april 1940. Zie ook alle tags voor Peter Schneider op dit blog.

Uit: Die Lieben meiner Mutter

„Auf den Fotos, den schwarz-weißen mit dem gezackten Rand, ist meine Mutter fast nicht zu erkennen. Jeden - falls nicht die Mutter, die ich in Erinnerung habe – eine sanfte und beschützende, manchmal tieftraurige, dann wieder unbeherrschte Urgewalt. Auf den Fotos ist ei-ne junge schmale Person zu sehen in einfachen, meist selbst geschneiderten Kleidern, die die Taille und die Brust betonen; das nackenlange Haar dunkelblond, aus der Stirn gekämmt; die schmalen Lippen geschlossen, manchmal leicht, wie zum Atmen, halb offen; selten zeigt sie sich lachend, schon gar nicht mit jenem vom Fotografen verlangten Lachen, das die Kriegsgeneration sich auch unter den schlimmsten Umständen abringen zu müssen meinte, sodass in den Fotoalben aus jener Zeit Millionen von grundlos lachenden Familienangehörigen aufbewahrt sind. Auf den Fotos sehe ich eine junge ernste Frau, die nichts vorzugeben und nichts zu verheimlichen scheint. Das Leuchten, das nach dem Zeugnis ihrer Verehrer von ihr ausging, hat keinen Fotografen gefunden. Falls sie im Kreis der Freunde wirklich so etwas wie ein Star war, ein Licht, eine strahlende Erscheinung, so war die Darstellung dieser Rolle auf ein anderes Mittel angewiesen als auf die Fotografie.
Jahrzehntelang gehörte ein Schuhkarton zu meinen Sachen, den ich bei allen Umzügen mitnahm. Er enthielt Briefe meiner Mutter – Briefe, die sie in Sütterlinschrift mit Bleistift oder Tinte auf weißes oder gelbes Papier geschrieben hatte, öfter auf Seiten im DIN - A5- Format, die sie vielleicht aus einem Schul- oder Notizheft herausgerissen hatte.“

 

 
Peter Schneider (Lübeck, 21 april 1940)

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21-04-13

Peter Schneider, Meira Delmar, Alistair MacLean, Népomucène Lemercier, María Elena Cruz Varela

 

De Duitse schrijver Peter Schneider werd geboren in Lübeck op 21 april 1940. Zie ook alle tags voor Peter Schneider op dit blog.

 

Uit: Rebellion und Wahn

 

“Man habe so vieles unterschrieben und versucht, eine irgendwie noch mögliche Balance zu halten ... "Aber solche schönen Überraschungen", schloss er seine Geschichte, die er sichtlich nicht zum ersten Mal preisgab, "können einem passieren, wenn man Äpfel klaut!"

In das anschließende Schweigen habe ich hineingefragt: "Und wie viele Patienten haben Sie damals nicht gesundgeschrieben?"

Halblaut wies mein Vater mich zurecht: "Hast du eigentlich kein anderes Thema im Moment?"

Der Wahrheit am nächsten kommt wohl der Befund, dass wir, die Schüler des Berthold-Gymnasiums in Freiburg, über die "dunklen Jahre" wenig wussten und auch nicht viel darüber wissen wollten. Wir vermissten dieses Wissen nicht. Erst der Eichmannprozess in Jerusalem und der nachfolgende Auschwitzprozess in Frankfurt öffneten mir die Augen. Danach war die Welt nicht mehr dieselbe.

Im Frühjahr 1966 zogen L. und ich in einer Hinterhofwohnung in Schöneberg zusammen. Die Wohnung bestand aus zwei großen Zimmern ohne Küche und Bad. Wir bauten eine Dusche ein, die Küche blieb ein Provisorium. L. hatte ihren Job an der FU aufgegeben und eine Arbeit in einem Antiquitätengeschäft angenommen.

Eines Abends, als sie von der Arbeit zurückkam, fragte sie mich, ob ich etwas dagegen hätte, wenn sie die Einladung eines ihrer Kunden zum Abendessen annähme. Ich erfuhr, dass dieser Kunde, ein distinguierter Mann im Blazer und mit Schnallenschuhen, sich einige Minuten vor dem Schaufenster herumgedrückt und die englischen Möbel und wohl auch die Verkäuferin inspiziert hatte, bevor er sich entschloss, das Geschäft zu betreten. Dann allerdings habe er den halben Laden leergekauft und L. in seine Villa irgendwo am Wannsee eingeladen.

"Und deine Antwort?", fragte ich.

Sie zuckte die Schultern. Der Kunde entstamme natürlich einer anderen Welt, genauer gesagt sei er ein Kapitalistenschwein, aber er habe erstaunlich gute Manieren an den Tag gelegt, bilde sich nichts auf seinen Reichtum ein und sei überhaupt ganz anders, als man ihn sich vorstelle ...”

 

 

 

Peter Schneider (Lübeck, 21 april 1940)

 

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21-04-12

Michael Mann, Meira Delmar, Alistair MacLean, Jamie McKendrick, Népomucène Lemercier

 

De Duitse literatuurwetenschapper en musicus Michael Mann werd als jongste kind van Thomas en Katia Mann geboren op 21 april 1919 in München. Zie ook alle tags voor Michael Mann op dit blog.

 

Uit: Als Michael Mann geboren wurde: München 1919 (Lezing door Wolfgang Frühwald)

 

Im Haus der Familie von Thomas und Katia Mann, in der Münchner Poschinger Straße 1, herrschte am 21. April 1919, es war der Ostermontag dieses Jahres, große Aufregung. Seit Mitternacht hörte der Hausherr eilige Schritte im Fremdenzimmer, im zweiten Stockwerk des Hauses. Der Raum war seit dem 10. April als Entbindungszimmer hergerichtet worden und seine hochschwangere Frau war am 11. April (das heißt am Freitag vor Palmsonntag) dort eingezogen. Katia Mann erwartete ihr letztes Kind, Michael, genannt Bibi. Am 21. April kam es schließlich um die Mittagszeit zur Welt. Die Hebamme war an diesem Tag schon seit dem frühen Morgen am Werk, doch Katias schwere Anfangswehen blieben folgenlos. Der Gynäkologe Professor Amann wurde geholt. Die Wöchnerin, bei dieser Geburt ihres sechsten Kindes längst eine sturmerprobte Mutter, litt sehr. Der Arzt erwog sogar

eine Gabe von Morphium gegen die Schmerzen. Am frühen Nachmittag („nach Tisch“) notierte dann Thomas Mann in sein Tagebuch: „Es ist vorüber, ein gesunder Knabe zur Welt gebracht. Der Verlauf sehr schwer, schreckliche Stunden, entnervend besonders das Warten in der Allee auf die Droschke, die den Assistenten mit den Instrumenten bringen sollte; denn die völlige Fruchtlosigkeit der äußerst

qualvollen Eröffnungswehen seit 8 Uhr machte den Zangeneingriff notwendig [...].“

Im Haus von Thomas und Katia Mann im Herzogpark haben die Sorgen um die Zangengeburt von Michael die Sorgen darum überdeckt, dass zur gleichen Zeit die bürgerliche Welt, in der sie und für die sie lebten, in Scherben fiel. In den zehn Tagen zwischen dem Einzug Katias in das Entbindungszimmer und der Geburt Michaels spaltete sich Bayern in einen von der Landtagsregierung beherrschten Nordteil (um Bamberg und Nürnberg) und einen von Unabhängigen Sozialdemokraten und Anarchisten beherrschten Südteil, um München, Starnberg und Augsburg.

 

 

Michael Mann (21 april 1919 - 1 januari 1977)

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21-04-11

Michael Mann, Meira Delmar, Alistair MacLean, Jamie McKendrick, Népomucène Lemercier

 

De Duitse literatuurwetenschapper en musicus Michael Mann werd als jongste kind van Thomas en Katia Mann geboren op 21 april 1919 in München. Zie ook mijn blog van 21 april 2009 en ook mijn blog van 21 april 2010.

 

Uit: Familienbande (roman van Michael Degen over Michael Mann)

 

„Bald verlangte der Junge auserst geschickt nach der Brust Mieleins. Dem Vater war es ein Grauel, Derartiges mit ansehen zu mussen. Er floh vor dem unerklarlichen Ekel, den ihm das mannliche Gebaren des Sauglings einfloste. Man fing an, sich aus ordinarer Watte birnenformige Ohrstopsel zu drehen, doch das reichte nicht hin. Dann ging man dazu uber, die damals gerade aufkommenden Damenbinden zu zerfleddern, deren Material der altesten Schwester, Eri, undurchlassiger zu sein schien und die sie mit groser Sorgfalt zu winzigen Kugelchen verarbeitete.

Es war alles umsonst. Babys Stimme wurde von Nacht zu Nacht kraftiger und lies besonders Pielein, den kreativen Grosverdiener der Familie, leiden. Wenn dieser die Beherrschung zu verlieren drohte und Anstalten machte, in Babys Zimmer zu sturzen, um es zur Ordnung zu rufen, stand immer schon Mielein mit besorgtem Blick in der Tur und bat stumm um Nachsicht.

Hilflos kehrte Pielein dann in sein Zimmer zuruck, wahrend Mielein den Jungen zu sich ins Bett hinuberrettete. Das hatte stets Erfolg.

Doch die ungewohnte Stille machte es nicht einfacher. Die grosen Geschwister, Klaus und Erika, waren hellwach, sasen im Flur vor ihren Zimmern auf dem Boden und warteten kichernd auf den nachsten Anfall ihres kleinen Bruders. Der kam prompt, sobald Mielein den Schlafenden in sein Bett zuruckzutragen versuchte. Dann vergrub Aissi, wie man den altesten Sohn nannte, seinen spitz zulaufenden Nasenerker im Schos seiner Schwester, um sein hemmungsloses Gelachter zu ersticken.“

 

 

 

Michael Mann (21 april 1919  - 1 januari 1977)

Thomas, Katia, Elisabeth en Michael Mann op Sylt, 1927

 

 

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21-04-10

Charlotte Brontë, Patrick Rambaud, John Mortimer, Peter Schneider, Michael Mann, Meira Delmar, Népomucène Lemercier, Jamie McKendrick, Alistair MacLean


De Britse schrijfster Charlotte Brontë werd geboren in Thornton op 21 april 1816.

 

Uit: Villette

 

„My godmother lived in a handsome house in the clean and ancient town of Bretton. Her husband's family had been residents there for generations, and bore, indeed, the name of their birthplace—Bretton of Bretton: whether by coincidence, or because some remote ancestor had been a personage of sufficient importance to leave his name to his neighbourhood, I know not.

When I was a girl I went to Bretton about twice a year, and well I liked the visit. The house and its inmates specially suited me. The large peaceful rooms, the well-arranged furniture, the clear wide windows, the balcony outside, looking down on a fine antique street, where Sundays and holidays seemed always to abide--so quiet was its atmosphere, so clean its pavement--these things pleased me well.

One child in a household of grown people is usually made very much of, and in a quiet way I was a good deal taken notice of by Mrs. Bretton, who had been left a widow, with one son, before I knew her; her husband, a physician, having died while she was yet a young and handsome woman.

She was not young, as I remember her, but she was still handsome,  tall, well-made, and though dark for an Englishwoman, yet wearing always the clearness of health in her brunette cheek, and its vivacity in a pair of fine, cheerful black eyes. People esteemed it a grievous pity that she had not conferred her complexion on her son, whose eyes were blue--though, even in boyhood, very piercing--and the colour of his long hair such as friends did not venture to specify, except as the sun shone on it, when they called it golden. He inherited the lines of his mother's features, however; also her good teeth, her stature (or the promise of her stature, for he was not yet full- grown), and, what was better, her health without flaw, and her spirits of that tone and equality which are better than a fortune to the

possessor.“

 

 

 

char_bronte
Charlotte Brontë (21 april 1816 – 31 maart 1855)

 

 

 

 

De Franse schrijver Patrick Rambaud werd geboren op 21 april 1946 in Parijs.

 

Uit: L'Absent

 

„Octave s’inquiétait quand la porte de la chambre s’ouvrit d’un mouvement brusque, et l’Empereur parut sur le seuil, dans la pénombre. La ceinture dénouée de sa robe de chambre pendait comme une corde, il avait le corps pris de spasmes, se tenait le ventre d’une main et s’appuyait de l’autre à l’encadrement. Il avait le visage déformé, il grimaçait ;

il réussit à commander entre les hoquets violents qui le secouaient :

– Appelez le duc de Vicence et le duc de Bassano…

  Sire! Je vais d’abord vous aider à vous asseoir, bredouillait Octave.

– Appelez le duc de Vicence… insistait-il en s’adossant au battant de la porte comme s’il allait glisser et s’effondrer.

– Messieurs ! criait Octave, affolé, et il réveillait par des bourrades les autres valets de chambre et les officiers de garde, affaissés sur les canapés inconfortables des salons. Ils se lèvent, s’agitent, comprennent ; bientôt les interminables corridors du palais se repeuplent et des bougies s’allument partout. Les uns se précipitent à la chancellerie où loge Bassano, d’autres vont chercher  Caulaincourt et le docteur Yvan ; le grand maréchal Bertrand est sorti de son sommeil et s’habille en hâte ; ils sont tous dépeignés, au mieux en gilets, ils ont à peine le temps d’enfiler leurs souliers ou de se visser leur perruque sur le crâne, cols ouverts, sans cravates, portant des bougeoirs ou des quinquets. Octave est demeuré auprès de l’Empereur. Constant est accouru en entendant l’agitation, il prépare du thé pour apaiser son maître, tombé dans son fauteuil, abattu un moment, puis à nouveau nerveux, contracté, haletant.

Lorsque Caulaincourt arrive le premier, il repousse les garçons du palais qui gémissent ou sanglotent avec plus ou  moins de sincérité : les nouvelles se propagent et se déforment ; ils enterrent déjà l’Empereur.“

 

 

 

Rambaud
Patrick Rambaud (Parijs, 21 april 1946)

 

 

 

Zie voor de twee bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 21 april 2007 en ook mijn blog van 21 april 2008 en ook mijn blog van 21 april 2009.

 

 

 

 

De Engelse schrijver John Mortimer werd geboren op 21 april 1923 in Londen. Zie ook mijn blog van 21 april 2009.

 

Uit: A voyage round John Mortimer (Biografie door Valerie Grove)

 

„As John insisted, their mutual attraction was a youthful crush, not a physical relationship, and looking back after 65 years, Edwards, by now a distinguished retired circuit judge in his 80th year, told me: “John and I had, I suppose, a crush on each other: it didn’t amount to more than that. It was all about nothing!

“We’d been to single-sex public schools, where people form romantic friendships, which are not really quite homosexual. I was not a homosexual, never have been, and neither, the truth is, was John, but he had this idea of romantic friendships. I like to think that what John felt about me was what Tennyson felt for Hallam – elevated, romantic – not what you’d call a homosexual relationship. When we met, it was 40 years since Oscar Wilde died, but something lingered in the Oxford air, and Waugh captured that atmosphere very well in Brideshead Revisited. We would tell stories about Brian Howard, and Ronald Firbank, who was a great one for pottery rings and long pale hands and floppy ties.”

John has never made a secret of his homosexual inclinations at school, even at the Dragon prep school; and “Horatian” activities were rife at single-sex public schools. (When a writer speculated that John might have had “an unpleasant homosexual experience” at Harrow, “which might explain. . . his wariness of men and his adoration of women”, I read this out to John. He gave a whinnying laugh and said: “But I had perfectly pleasant homosexual experiences at Harrow!”)“

 

 

 

John Mortimer
John Mortimer (21 april 1923 – 16 januari 2009)

 

 

 

 

De Duitse schrijver Peter Schneider werd geboren in Lübeck op 21 april 1940. Zie ook mijn blog van 21 april 2009.

 

Uit: Rebellion und Wahn

 

„Nur einmal habe ich zu Hause – nach einem Hausmusikkonzert am Sonntag, bei dem ich die zweite Geige spielte – eine peinliche Frage gestellt. Der erste Geiger des Quartetts war ein Psychiatrieprofessor, der weniger durch sein Spiel als durch sein teures Instrument – eine Stradivari – einen starken Eindruck in mir hinterlassen hat. Einmal hatte ich seine Geige in der Hand halten und ein paar Läufe und Akkorde darauf spielen dürfen. Beim Tee nach dem Konzert nahm der Professor einen Apfel aus der Schale, biß hinein und gab dann die folgende Geschichte zum besten: Während eines sonntäglichen Spaziergangs habe er sich, einer alten, in den Hungerjahren der Nachkriegszeit erworbenen Gewohnheit folgend, nach dem Fallobst unter einem Apfelbaum gebückt. Er sei erschrocken, als er von einer Stimme, deren Besitzerin er nicht ausmachen konnte, mit seinem Namen und Titel angerufen wurde. Im Wipfel des Apfelbaums habe er schließlich eine ältere Frau entdeckt, die ihm heftig zuwinkte. Erst als die Frau herabgeklettert sei, habe er seine ehemalige Hausangestellte wiedererkannt. Sie habe seine Hand ergriffen und nicht mehr losgelassen. Endlich einmal müsse sie ihm sagen, so habe sie unter vielen rührenden, wenn auch wirren Dankesworten hervorgebracht, wie tief sie ihm verpflichtet sei. Denn in den »schlimmen Jahren« habe er, damals Arzt in der psychiatrischen Heilanstalt Emmendingen, ihr das Leben gerettet. Er habe ihr einen »Persilschein« über ihre geistige Gesundheit ausgestellt und sie damit vor dem sicheren Tod bewahrt.
    Das »Ulkige« an der Szene sei gewesen, fuhr der immer noch Apfel essende Erzähler fort, daß er sich an das fragliche, nach damaligen Maßstäben sicher falsche Gutachten, mit dem er seinen Ruf als Psychiater aufs Spiel gesetzt hatte, gar nicht mehr erinnern konnte.“

 

 

 

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Peter Schneider (Lübeck, 21 april 1940)

 

 

 

 

De Duitse literatuurwetenschapper en musicus Michael Mann werd als jongste kind van Thomas en Katia Mann geboren op 21 april 1919 in München. Zie ook mijn blog van 21 april 2009.

 

Uit: Achterbahn (door Frido Mann)

 

Frühjahr oder Frühsommer 1940. Ein Vergnügungspark im einige hundert Meilen nördlich von Los Angeles gelegenen San Francisco. Ein seit einem Jahr glücklich verheiratetes, junges Emigrantenpaar, das Anfang des Jahres auf einem Flüchtlingsschiff unversehrt den deutschen Torpedos und Minen im Atlantik entkam und bald an die kalifornische Westküste zog. Das Paar schiebt sich richtungslos durch die Menschenmasse und lässt sich vom Lärm der Drehorgelmusik, von Marktschreiern, Schlangenbeschwörern und Schießbuden betäuben. Die beiden bleiben vor einer Achterbahn stehen. Sie beobachten, wie sich die durchgeschüttelten und benommenen Fahrgäste mit noch käsebleichen Gesichtern aus den Waggons herausschälen. Das junge Ehepaar löst an der Kasse zwei Karten. Der Kassierer blickt etwas irritiert auf den deutlich vorgewölbten Bauch der Frau und schaut den beiden kopfschüttelnd hinterher. Ja, er hat ganz richtig gesehen. Die Frau ist schwanger, hochschwanger. Vielleicht zwanzig Jahre später erzählt mir mein Vater Michael lachend von dieser Achterbahnfahrt in San Francisco.

«Als dich die Mama damals erwartete, waren wir jung und unerfahren» (er war 21, sie 24), um dann, immer noch lachend, hinzuzufügen: «Und darum bist du ja auch so missraten.»

 

 

MichaleMann

Michael (l) met zijn moeder en zijn zus Elisabeth, 1925

 

 

 

Am 31. Juli 1940 notiert Thomas Mann in seinem Tagebuch:

 

… Telegramm von Bibi aus Carmel, dass das Kind, ein Knabe, glücklich zur Welt gekommen. Die Großvaterschaft kommt spät und macht mir geringen Eindruck. Der erste Enkel, Amerikaner von Geburt, hat deutsches, brasilianisches, jüdisches und schweizerisches Blut, vom letzteren sogar noch von meiner Großmutter.“

 

 

 

mann-michael

Michael Mann (21 april 1919  - 1 januari 1977)

 

 

 

 

De Columbiaanse dichteres Meira Delmar (eig. Olga Isabel Chams Eljach) werd geboren in  Barranquilla op 21 april 1922. Zie ook mijn blog van 21 april 2009.

 

 

Promise

 

Some blue and flowered morning

we shall sweetly go, hand in hand

 

to listen to the stories the brook whispers

before the amazement of the bare stones . . .

 

We shall say, love, just one word:

our eyes will speak in their language of magic,

 

and the curious breeze will arrive quite still

without breaking the spell of the enchanted tour . . .

 

Afterwards . . . like a bunch of beautiful new grapes

cut from the grapevine by inexpert hands-

 

I will leave in your mouth with some fear

the ignored flavor of my first kisses . . .

 

 

 

 

The Splendor

 

I never knew its name

 

It could

have been love, a bit

of happiness, or simp-

ly nothing.

 

But it lighted up

the day in such a way

that its glow

endures.

 

It endures.

And it burns.

 

 

 

 

Vertaald door Nicolás Suescún

 

 

 

 

meira_del_mar
Meira Delmar (21 april 1922 - 18 maart 2009)

 

 

 

 

De Franse dichter en schrijver Népomucène Lemercier werd geboren op 21 april 1771 in Parijs. Zie ook mijn blog van 21 april 2009.

 

Uit: Pinto, ou la Journée d'une conspiration

 

“MADAME DOLMAR.

Tenez, la maîtresse d'un roi...

LE DUC.

Est souvent celle du royaume. Ainsi, que je règne jamais, vous régnerez : mais en vérité, je préfère au sceptre de Lisbonne mon duché de Bragance et le nom de votre amant.

MADAME DOLMAR.

Vous ne le porterez point.

LE DUC.

Osez donc parler encore de ma puissance ! Moi, l'humble rival de mon secrétaire Pinto, que vous me préférez.

MADAME DOLMAR.

Sans doute. C'est un homme ennemi des cabales, loyal, uni, bon, qui n'aime que moi, ne songe qu'à moi, et n'a pas la moindre malice dans le cœur. Mais vous ! je rougis de répéter les contes que l'on débite : que vous nourrissez des projets ambitieux ; que vous tirerez de la poussière de vieux titres pour vous faire roi ; que l'on souffle la discorde en votre nom; que, peu content de plaire et de jouir, de vivre au milieu d'amis qui ne vous flattent point, et de femmes qui vous choisissent pour vous-même, vous sacrifierez ces avantages au frivole orgueil de porter un sceptre bien lourd, de vous casser la tête dans les affaires, de vous entourer de graves menteurs qui vous courtisent, de pédans qui vous conseillent, et de femmes qui vous cèdent par vanité, par peur ou par avarice.

LE DUC

Vains bruits que tout cela ! Ne m'accusez pas de courir après les faveurs de la fortune, quand je ne soupire qu'après les vôtres.

MADAME DOLMAR.

Arrêtez, arrêtez ! voici Alvare.”

 

 

 

lemercier
Népomucène Lemercier (21 april 1771 – 7 juni 1840)

 

 

 

 

Onafhankelijk van geboortedagen:

 

 

De Engelse dichter en vertaler Jamie McKendrick werd geboren in 1955 in Liverpool. Zie ook mijn blog van 21 april 2007 en ook mijn blog van 21 april 2008 en ook mijn blog van 21 april 2009.

 

Uit: On Seamus Heaney

 

„Let me take some examples. You quote Heaney saying “And yet, limber and absolved as linguistic inventiveness may seem in poetry, it is not disjunct from or ever entirely manumitted by the critical intelligence.” Like it or not, Heaney has taken pains in the way he’s expressed this tension (“not disjunct from or ever entirely manumitted by”) only to have you flatly ‘translate’ his argument into a “distrust of linguistic ingenuity” and to claim “he places reason above artifice and content before form”. This is a travesty of scholarship — it’s like saying, regardless of what the author actually writes, he means what I want him to mean. Heaney gives due weight to both claims and you say he’s dismissing one of them. You start from a rigid, aprioristic position and blindly ignore even the evidence you adduce.

Your account of Heaney’s dealings with Clare is similarly garbled, and keeps presuming Heaney is promoting his own poetry. You accuse him of arguing “disingenuously” when he claims that “there is more than mere description in Clare’s poetry”. Why should this uncontroversial claim be disingenuous? (Everyone who reads Clare can see there’s a large freight of description, but most of us easily perceive that the description, at least in his best poems, adds up to something a great deal more.)

In your reply to me you refer to Heaney’s “sometimes, dismissive evaluations of other poets”, presumably referring to his account of Dylan Thomas, about which you say he is “again, favouring content over poetic language”. Heaney’s essay is full of praise for Thomas, but there are occasions in which he sees Thomas carried away by the “extravagance of imagery and diction”.

 

 

JamieMcKendrick
Jamie McKendrick (Liverpool, 1955)

 

Rectificatie

De Schotse schrijver Alistair Stuart MacLean werd geboren op 21 april (en niet 28 april) 1922 in Glasgow. Zie ook mijn blog van 28 april 2007 en ook mijn blog van 28 april 2008 en ook mijn blog van 28 april 2009.

 

Uit: Island

 

There are times even now, when I awake at four o'clock in the morning with the terrible fear that I have overslept; when I imagine that my father is waiting for me in the room below the darkened stairs or that the shorebound men are tossing pebbles against my window while blowing their hands and stomping their feet impatiently on the frozen steadfast earth. There are times when I am half out of bed and fumbling for socks and mumbling for words before I realize that I am foolishly alone, that no one waits at the base of the stairs and no boat rides restlessly in the waters by the pier.
At such times only the grey corpses on the overflowing ashtray beside my bed bear witness to the extinction of the latest spark and silently await the crushing out of the most recent of their fellows. And then because I am afraid to be alone with death, I dress rapidly, make a great to-do about clearing my throat, turn on both faucets in the sink and proceed to make loud splashing ineffectual noises. Later I go out and walk the mile to the all-night restaurant.
In the winter it is a very cold walk, and there are often tears in my eyes when I arrive. The waitress usually gives a sympathetic little shiver and says, "Boy, it must be really cold out there; you got tears in your eyes."
"Yes," I say, "it sure is; it really is."
And then the three or four of us who are always in such places at such times make uninteresting little protective chit-chat until the dawn reluctantly arrives. Then I swallow the coffee, which is always bitter, and leave with a great busy rush because by that time I have to worry about being late and whether I have a clean shirt and whether my car will start and about all the other countless things one must worry about when one teaches at a great Midwestern university. And I know then that that day will go by as have all the days of the past ten years, for the call and the voices and the shapes and the boat were not really there in the early morning's darkness and I have all kinds of comforting reality to prove it.“

 

 

 

Alistair_Maclean
Alistair MacLean (21 april 1922 - 2 februari 1987)

Karikatuur van David Gray

 

 

28-04-09

Roberto Bolaño, Harper Lee, Karl Kraus, Nezahualcóyotl, Auguste Barbier, Ğabdulla Tuqay, Alistair MacLean, Charles Cotton, Bruno Apitz


De Chileense schrijver Roberto Bolaño werd geboren op 28 april 1953 in Santiago de Chile. Een groot deel van zijn jeugd bracht hij door in Mexico. Toen Salvador Allende in 1972 aan de macht was gekomen keerde hij naar Chili terug. Na de militaire staatsgreep van 1973 zat hij acht dasgen vast. Daarna kon hij het land weer verlaten, ging eerst naar El Salvador en daarna weer naar Mexico. Toen in Spanje het Franco regime verdwenen was vestigde hij zich daar. Hij voorzag in zijn levensonderhoud via allerlei jobs tot hij in de jaren tachtig van het prijzengeld van verschiilende literaire wedstrijden kon leven. Na surrealistische gedichten begon hij proza te schrijven. In 1999 kreeg hij voor zijn hoofdwerk Los detectives salvajes" de Premio Herralde de Novela en de Premio Rómulo Gallegos.

 

Uit: The Savage Detectives

 

“I’m not really sure what visceral realism is. I’m seventeen years old, my name is Juan García Madero, and I’m in my first semester of law school. I wanted to study literature, not law, but my uncle insisted, and in the end I gave in. I’m an orphan, and someday I’ll be a lawyer. That’s what I told my aunt and uncle, and then I shut myself in my room and cried all night. Or anyway for a long time. Then, as if it were settled, I started class in the law school’s hallowed halls, but a month later I registered for Julio César Álamo’s poetry workshop in the literature department, and that was how I met the visceral realists, or viscerealists or even vicerealists, as they sometimes like to call themselves. Up until then, I had attended the workshop four times and nothing ever happened, though only in a manner of speaking, of course, since naturally something always happened: we read poems, and Álamo praised them or tore them to pieces, depending on his mood; one person would read, Álamo would critique, another person would read, Álamo would critique, somebody else would read, Álamo would critique. Sometimes Álamo would get bored and ask us (those of us who weren’t reading just then) to critique too, and then we would critique and Álamo would read the paper.

It was the ideal method for ensuring that no one was friends with anyone, or else that our friendships were unhealthy and based on resentment.

And I can’t say that Álamo was much of a critic either, even though he talked a lot about criticism. Really I think he just talked for the sake of talking. He knew what periphrasis was. Not very well, but he knew. But he didn’t know what pentapody was (a line of five feet in classical meter, as everybody knows), and he didn’t know what a nicharchean was either (a line something like the phalaecean), or what a tetrastich was (a four-line stanza). How do I know he didn’t know? Because on the first day of the workshop, I made the mistake of asking. I have no idea what I was thinking. The only Mexican poet who knows things like that by heart is Octavio Paz (our great enemy), the others are clueless, or at least that was what Ulises Lima told me minutes after I joined the visceral realists and they embraced me as one of their own.”

 

 

 

 

Roberto_Bolano_Estrella_distante_Chile
Roberto Bolaño (28 april 1953 – 15 juli 2003)

 

 

 

 

 

De Amerikaans schrijfster Nelle Harper Lee werd geboren in Monroeville op 28 april 1926. Zij is vooral bekend geworden door haar boek To Kill a Mockingbird uit 1960 dat een Pulitzer-prijs won in 1961. Lee is de jongste uit een gezin van vier kinderen. n haar jeugdjaren was ze het buurmeisje van schrijver Truman Capote, met wie ze een levenslange vriendschap had en wie tevens een inspiratiebron was voor een van de karakters in Mockingbird. Na het behalen van haar diploma voor secundair onderwijs, studeerde ze aan Huntingdon College. Na een jaar ging ze daar weg om rechten te studeren aan de University of Alabama. Daarnaast heeft ze een jaar in Oxford gestudeerd, voordat ze naar New York City verhuisde in 1950. Lee schreef een serie korte verhalen over het leven in het zuiden van de Verenigde Staten. Deze bood ze een uitgever aan voor publicatie in 1957. Haar redacteur Tay Hohoff moedigde haar echter aan om deze verhalen om te zetten in een roman, dit werd To Kill a Mockingbird. Tot op de dag van vandaag is het een bestseller in de Verenigde Staten.

Na dit boek trok ze zich grotendeels terug uit het publieke leven en publiceerde vrijwel niks meer. Ze begeleidde Truman Capote bij zijn onderzoek naar In Cold Blood.

 

Uit: To Kill a Mockingbird

 

“When he was nearly thirteen, my brother Jem got his arm badly broken at the elbow. When it healed, and Jem's fears of never being able to play football were assuaged, he was seldom self-conscious about his injury. His left arm was somewhat shorter than his right; when he stood or walked, the back of his hand was at right angles to his body, his thumb parallel to his thigh. He couldn't have cared less, so long as he could pass and punt.

When enough years had gone by to enable us to look back on them, we sometimes discussed the events leading to his accident. I maintain that the Ewells started it all, but Jem, who was four years my senior, said it started long before that. He said it began the summer Dill came to us, when Dill first gave us the idea of making Boo Radley come out.

I said if he wanted to take a broad view of the thing, it really began with Andrew Jackson. If General Jackson hadn't run the Creeks up the creek, Simon Finch would never have paddled up the Alabama, and where would we be if he hadn't? We were far too old to settle an argument with a fist-fight, so we consulted Atticus. Our father said we were both right.

Being Southerners, it was a source of shame to some members of the family that we had no recorded ancestors on either side of the Battle of Hastings. All we had was Simon Finch, a fur-trapping apothecary from Cornwall whose piety was exceeded only by his stinginess. In England, Simon was irritated by the persecution of those who called themselves Methodists at the hands of their more liberal brethren, and as Simon called himself a Methodist, he worked his way across the Atlantic to Philadelphia, thence to Jamaica, thence to Mobile, and up the Saint Stephens.”

 

 

 

 

Harper_lee
Harper Lee (Monroeville, 28 april 1926)

 

 

 

 

 

De Joods-Oostenrijkse dichter, schrijver en journalist Karl Kraus werd geboren in Jičin, Bohemen, Oostenrijk-Hongarije (thans Tsjechië) op 28 april 1874. Zie ook mijn blog van 28 april 2007 en ook mijn blog van 28 april 2008.

 

 

 

Der Funktionär

 

Entgegenkommend zu sein und verbindlich

des k.k. Beamten äußerstes Lob war,

das in der Amtssprache jemals empfindlich,

wenn er nicht hinsichtlich dessen auch grob war.

 

Um die Bestandteile gut zu verbinden,

mußte der Funktionär konnivent sein,

nach oben, nach unten, nach hinten sich winden,

hauptsächlich, weil mr eh schon am End sein.

 

Nun, da sie doch auseinandergegangen,

was soll ihm noch seine Verbindlichkeit frommen?

Höchstens, um rücksichtlich anzufangen,

unserem Ende entgegenzukommen.

 

 

 

 

 

Das arme Leben

 

Tust du nicht unrecht diesen Freuden?

Verbergen sie nicht Gram und Qual?

Verzittert nicht das tiefste Leiden

in einem Tränenbach-Kanal?

 

Hat doch der Glaube sie zum Narren,

daß jeder Schritt ins Freie drängt,

wenn sie in diese Enge starren,

die sich nur immer mehr verengt.

 

Bange macht jedem jede Stunde,

die von ihm abnimmt Stück für Stück,

und jeder zieht mit einer Wunde

in sein Verhängnis sich zurück.

 

Wer fühlt das Leben nicht vertropfen

und wie es in den Tod verfällt!

Sie hören ihre Herzen klopfen,

und eben darum lärmt die Welt.

 

Jeglicher Blick verkürzt das Dauern

von der bemessnen Wartezeit,

und jeder Atemzug ist Schauern,

und jeder Gang ein Grabgeleit.

 

Wenn sie verrucht den andern nahmen

den zugeteilten Henkerschmaus,

es hat zum vorbestimmten Amen

der vollste Magen nichts voraus.

 

Heben vergebens ihre Hände,

eh sie vereint das letzte Band.

Sie reichen alle doch am Ende

einander ihre Totenhand.

 

 

 

 

 

kraus - Kokoschka
Karl Kraus (28 april 1874 - 12 juni 1936)

Karl Kraus door Oskar Kokoschka, 1925

 

 

 

 

 

De Azteekse dichter en filosoof Nezahualcóyotl werd geboren in Texcoco op 28 april 1402. Zie ook mijn blog van 28 april 2008.

 

Uit: SONG OF NEZAHUALCOYOTL (Fragment)

 

 

   I, the singer, plumes of narcotic flowers tint my heart; already I

   scatter flowers, they are quickly taken. Enjoy. Within my heart the

   song flowers burst, already I scatter flowers. Ayyo.

 

   With songs I must deck m+yself, with flowers my heart must be

   entwined: they are princes, they are kings! Ayyo.

 

   For this I cry sometimes and say: The fame of my flowers, the renown

   of my songs, I will leave abandoned someday: with flowers my heart

   must be entwined: they are princes, they are kings! Ayyo.

 

   Drums: Tico toco tocoto. At the end: ticoto ticoto.

 

   As a parrot, as a quechol bird, I fly above the earth, my heart

   drunk. Ahuayyai.

 

   I am a quetzal, I arrive in the One Spirit's place of rain,

   beautifully over the flowers; singing, my heart fills with joy.

   Ahuayyai.

 

   Flowers flood the earth: my heart is drunk. Ahuayyai.

 

   I cry and grieve, for no one has a home on earth. Ahuayyai.

 

   I, a Mexica, say, let me have pleasure as I march to Tecuantepec:

   I go to destroy the Chiltepecans, so the Tecuantepecans may weep.

 

   If only these warriors of mine, these Mexicas, were not so warlike!

   They destroy! Ahuayyai.

 

   A comet showers down upon them. Perished are the Xochitecans,

   weeping are the Amaxtecans, weeping are the Tecuantepecans.

   Ahuayyai.

 

 

 

 

nezahualcoyotl
Nezahualcóyotl (28 april 1402 - 4 juni 1472)

 

 

 

 

 

De Franse dichter Auguste Barbier werd geboren op 28 april 1805 in Parijs. Zie ook mijn blog van 28 april 2008.

 

 

Iambes, le progres

 

à quoi servent, grand dieu ! Les leçons de l' histoire

pour l' avenir des citoyens,

et tous les faits notés dans une page noire

par la main des historiens,

si les mêmes excès et les mêmes misères

reparaissent dans tous les temps,

et si de tous les temps les exemples des pères

sont imités par leurs enfants ?

ô pauvres insensés ! Qui, le front ceint de chêne

devant l' univers enchanté,

voilà six ans bientôt, entonnions d' une haleine

l' hymne brûlant de liberté !

Nous chantions tous en choeur, dans une sainte ivresse,

la vierge pure comme l' or,

sans penser que plus tard l' immortelle déesse

devait tant nous coûter encor.

Nous rêvions un ciel doux, un ciel exempt d' orages,

un éternel et vaste azur,

tandis que sur nos fronts s' amassaient les nuages :

l' avenir devenait obscur.

Et nous avons revu ce qu' avaient vu nos pères,

le sang humain dans les ruisseaux,

et l' angoisse des nuits glaçant le coeur des mères,

quand le plomb battait les carreaux ;

le régicide infect aux vengeances infâmes

et ses stupides attentats,

la baïonnette ardente entrant au sein des femmes,

les enfants percés dans leurs bras :

enfin les vieux forfaits d' une époque cruelle

se sont tous relevés, hélas !

Pour nous faire douter qu' en sa marche éternelle

le monde ait avancé d' un pas.

 

 

 

 

barbier
Auguste Barbier (28 april 1805 – 14 februari 1882)

 

 

 

 

 

De Tataarse dichter Ğabdulla Tuqay werd geboren op 28 april 1886 in Qoşlawıç in Kazan, Rusland (tegenwoordig Tatarstan). Zie ook mijn blog van 28 april 2007 en ook mijn blog van 28 april 2008.

 

 

The Shuraleh (Fragment)

(A mythical horned demon,

which inhabits the forests of Qazan.)

 

Past Qazan into the country

There's a village called Qirlay.

In that village even hens cluck.

God alone could tell you why.

 

Even though I was not born there,

For a while it was my home.

There in spring I tilled and harrowed,

In the autumn reaped the loam.

 

I recall in all directions

Lay the backwood's broad delight.

Grasslands there of glossy velvet

Dazzled everybody's sight.

 

And is the village large? О no!

It's just a hamlet in a ring.

All its daily drinking water

Comes from one, lone tiny spring.

 

 

 

 

Tuqay_monument_in_St-Peterburg
Ğabdulla Tuqay (28 april 1886 – 15 april 1913)

Standbeeld in Sint Petersburg

 

 

 

 

 

De Schotse schrijver Alistair Stuart MacLean werd geboren op 28 april 1922 in Glasgow. Zie ook  Zie ook mijn blog van 28 april 2007 en ook mijn blog van 28 april 2008.

 

Uit: Ice Station Zebra

 

" My executive offucer, Torpedoman Rawlings and Radioman Zabrinski," Swanson said formally, " don't like this."

...

" They won't let you go through with it," Swanson went on, " unless, that is, you will permit them to accompany you, which they have volunteered to do."

" Volunteered," Rawlings sniffed. " You, you, and you."

" I don't want them," I said.

" Gracious, ain't he?" Rawlings asked of no one in particular. " You might at least have said thanks, Doc."

" You are putting the lives of your men in danger, Commander Swanson. You know what your orders said....

" What do your men think of your making them risk their lives to save the good name of the submarine service?"

" You heard the captain," Rawlings said. " We're volunteers. Look at Zabrinski there, anyone can see that he is a man cast in a heroic mould."

" Have you thought of what happens," I said, " if the ice closes in when we're away and the captain has to take the ship down."

" Don't even talk of it," Zabrinski urged. " I'm not all that heroic."

 

 

 

 

Alistair_MacLean
Alistair MacLean (28 april 1922 - 2 februari 1987)

 

 

 

 

 

 

De Engelse dichter en vertaler Charles Cotton werd geboren op 28 april 1630 in Beresford in Staffordshire. Hij is bekend geworden door zijn vertaling van het werk van Michel de Montaigne en door zijn bijdragen aan The Compleat Angler en zijn invloed op The Compleat Gamester.

 

 

To Coelia

  

WHEN, Coelia, must my old day set,

   And my young morning rise

In beams of joy so bright as yet

   Ne'er bless'd a lover's eyes?

My state is more advanced than when

   I first attempted thee:

I sued to be a servant then,

   But now to be made free.

 

I've served my time faithful and true,

   Expecting to be placed

In happy freedom, as my due,

   To all the joys thou hast:

Ill husbandry in love is such

   A scandal to love's power,

We ought not to misspend so much

   As one poor short-lived hour.

 

Yet think not, sweet! I'm weary grown,

   That I pretend such haste;

Since none to surfeit e'er was known

   Before he had a taste:

My infant love could humbly wait

   When, young, it scarce knew how

To plead; but grown to man's estate,

   He is impatient now.

 

 

 

 

 

charles-cotton-1-sized

Charles Cotton (28 april 1630 – 16 februari 1687)

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 28 april 2007.

 

De Duitse schrijver Bruno Apitz werd geboren in Leipzig op 29 april 1900.

 

 

28-04-08

Nezahualcóyotl, Karl Kraus, Auguste Barbier, Ğabdulla Tuqay, Alistair MacLean, Bruno Apitz


De Azteekse dichter en filosoof Nezahualcóyotl werd geboren in Texcoco op 28 april 1402. Hij was koning van Acolhuacan, een deelstaat van het Azteekse Rijk. Onder zijn bestuur bloeide de hoofdstad Texcoco op. Het werd de belangrijkste stad, op Tenochtitlan na, binnen het Azteekse rijk. Nezahualcóyotl was ook vaardig in technische zaken. Er werd van hem gezegd dat hij persoonlijk de dijk door het Texcocomeer heeft ontworpen. Hij liet bovendien een botanische en dierentuin aanleggen. Hij liet de wetten van Texcoco opschrijven en bewaren in een bibliotheek, de eerste in Amerika. De Spaanse veroveraars zouden Texcoco later "het Athene van het westelijk halfrond" noemen. Nezahualcóyotl was de zoon van koning Ixtlilxochitl I en zijn vrouw Matlalcihuatzin, een dochter van de Azteekse keizer Huitzilihuitl. Nezahuatlcoyotl was er vanuit een boom getuige van hoe zijn vader in 1418 of 1419 door koning Tezozomoc van Atzcapotzalco werd vermoord. Nezahualcóyotl werd gevangen genomen. Met behulp van een vriend van zijn vader wist hij te overleven. Deze verkleedde zich als Nezahualcóyotl zodat de soldaten van Tezozomoc hem doodden, in de veronderstelling dat ze Nezahualcóyotl te pakken hadden.

De echte Nezahualcóyotl wist te ontvluchten naar Tenochtitlan, en hij zwoer de dood van zijn vader te wreken. Nezahuatlcoyotl wordt in Mexico beschouwd als symbool van verzet tegen onderdrukking en tirannie. Hij was een aanhanger van de monotheïstische religie omtrent de godheid Tloque Nahuaque, terwijl het grootste deel van zijn bevolking aanhanger was van de polytheïstische Azteekse religie. Om zijn onderdanen niet te kwetsen besteedde Nezahualcóyotl ook aandacht aan de reguliere Azteekse goden. Nezahualcóyotl probeerde de zelfstandigheid van Texcoco ten opzichte van de Azteken uit Mexico-Tenochtitlan te bewaren. Hij voerde een politiek die haast pacifistisch is te noemen. Hij verwierp de Azteekse oorlogszuchtigheid en was fervent tegenstander van de bloemenoorlogen. Er zijn ongeveer 30 gedichten van Nezahualcóyotl bewaard gebleven. Nezahualcóyotl stierf in 1472 op 70-jarige leeftijd. Hij liet 110 kinderen na, van talloze vrouwen en bijvrouwen. Hij werd opgevolgd door zijn zoon Nezahualpilli.

 

 

SONG OF THE FLIGHT

 

In vain I was born. Ayahue.

 

In vain I left the house of god and came to earth. I am so wretched! Ohuaya, Ohuaya!

 

I wish I'd never been born, truly that I'd never come to earth. That's what I say. But what is there to do? Do I have to live among the people? What then? Princes, tell me! Aya. Ohuaya, Ohuaya!

 

Do I have to stand on earth? What is my destiny? My heart suffers. I am unfortunate. You were hardly my friend here on earth, Life Giver. Ohuaya, Ohuaya!

 

How to live among the people? Does He who sustains and lifts men have no discretion? Go, friends, live in peace, pass your life in calm! While I have to live stooped, with my head bent down when I am among the people. Ohuaya, Ohuaya!

 

For this I cry - Yeehuya!- feeling desolate, abandoned among men on the earth. How do you decide your heart - Yeehuya! - Life Giver? Already your anger is vanishing, your compassion welling! Aya! I am at your side, God. Do you plan my death? Ohuaya, Ohuaya!

 

Is it true we take pleasure, we who live on earth? Is it certain that we live to enjoy ourselves on earth? But we are all so filled with grief. Are bitterness and anguish the destiny of the people of earth? Ohuaya, Ohuaya!

 

But do not anguish, my heart! Recall nothing now. In truth it hardly gains compassion on this earth. Truly you have come to increase bitterness at your side, next to you, Oh Life Giver. Yyao yyahue auhuayye oo huiya.

 

I only look for, I remember my friends. Perhaps they will come one more time, perhaps they will return to life? Or only once do we perish, only one time here on earth? If only our hearts did not suffer! next to, at your side, Life Giver. Yyao yyahue auhuayye oo huiya.

 

 

Vertaald door John Curl

 

 

 

 

Nezahualcoyotl
Nezahualcóyotl (28 april 1402 - 4 juni 1472)

 

 

 

 

De Joods-Oostenrijkse dichter, schrijver en journalist Karl Kraus werd geboren in Jičin, Bohemen, Oostenrijk-Hongarije (thans Tsjechië) op 28 april 1874. Zie ook mijn blog van 28 april 2007.

In diesem Land

In diesem Land wird niemand lächerlich,
als der die Wahrheit sagte. Völig wehrlos
zieht er den grinsend flachen Hohn auf sich.
Nichts macht in diesem Lande ehrlos.

In diesem Land münzt jede Schlechtigkeit,
die anderswo der Haft verfallen wäre,
das purste Gold und wirkt ein Würdenkleid
und scheffelt immer neue Ehre.

In diesem Land gehst du durch ein Spalier
von Beutelschneidern, die dich tief verachten
und mindestens nach deinem Beutel dir,
wenn nicht nach deinem Gruße trachten.

In diesem Land schließt du dich nicht aus,
fliehst du gleich ängstlich die verseuchten Räume.
Es kommt die Pest dir auch per Post ins Haus
und sie erwürgt dir deine Träume.

In diesem Land triffst du in leer Luft,
willst treffen du die ausgefeimte Bande,
und es begrinst gemütlich jeder Schuft
als Landsmann dich in diesem Lande.

 

 

Vergleichende Erotik

So wird das Wunderbild der Venus fertig:
Ich nehme hier ein Aug, dort einen Mund,
hier eine Nase, dort der Brauen Rund.
Es wird Vergangenes mir gegenwärtig.

Hier weht ein Duft, der längst verweht und weit,
hier klingt ein Ton, der längst im Grab verklungen.
Und leben wird durch meine Lebenszeit
das Venusbild, das meinem Kopf entsprungen.

 

 

Und liebst doch alle, liebt dich einer so

So brauchst du niemand außer dir zu lieben
und liebst doch alle, liebt dich einer so.
Und länger weilt der Augenblick, wo hüben
dein Auge blickt, der Ewigkeiten froh.

Und Freudenfeuer brannten lichterloh,
als ich aus jenes Zweikampfs Kräftemessen
in deine unbesiegte Ohnmacht floh,
und Wissen sank in seliges Vergessnen.

Sag mir die Landschaft, die dein Auge sah,
da du dir nichts und alles ließt gefallen,
und welcher Himmelskörper war dir nah?

Und welche Sphäre hörtest du erschallen?
Denn außer dir war nichts zur Liebe da,
und sie war nicht von einem, nur von allen.

 

 

 

 

kraus2
Karl Kraus (28 april 1874 - 12 juni 1936)

 

 

 

 

De Franse dichter Auguste Barbier werd geboren op 28 april 1805 in Parijs. Hij werd op slag bekend door zijn bundel Iambes uit 1830, een serie heftige gedichten, geïnspireerd door de Julirevolutie. Het bekendst is het gedicht La Curée. Latere bundels, zoals Lazare uit 1837, behaalden hetzelfde niveau niet meer. Andere werken van Barbier waren onder meer Les Mauvais Garçons, een satirische roman in samenwerking met Alphonse Royer, en Benvenuto Cellini, een operalibretto in samenwerking met Léon de Wailly (op muziek gezet door Hector Berlioz). Zijn benoeming tot lid van de Académie française in 1869 was vooral een politieke daad: Barbier was een uitgesproken tegenstander van het keizerrijk van Napoleon III.

 

 

Les Victimes

 

Une nuit je rêvais... et dans mon rêve sombre,
         Autour d'un ténébreux autel,
Passaient, passaient toujours des victimes sans nombre,
         Les bras tendus vers l'éternel.
Toutes avaient au front une trace luisante ;
         Toutes, comme un maigre troupeau
Qui laisse à l'écorcheur sa tunique pesante,
         Portaient du rouge sur la peau.
Et toutes, ce n'étaient que vieillards à grand âge,
         Le bâton d'ivoire à la main,
Comme ceux que la mort, en un jour de carnage
         Trouva sur le fauteuil romain ;
Que jeunes gens amis, à la vaste poitrine,
         Au coeur solide et bien planté,
Frappés, la bouche ouverte, et d'une voix divine
         Chantant la belle liberté ;
Ce n'étaient que des corps meurtris et noirs de fange,
         Du sable encor dans les cheveux,
Et battus bien longtemps, sur une rive étrange,
         Des vents et des flots écumeux ;
Ce n'étaient que des flancs consumés par les flammes
         Dans le creux des taureaux d'airain,
Que membres déchirés sous mille dents infâmes
         Devant le peuple souverain ;
Que des porteurs divins de blessures infimes,
         Des sages couronnés d'affront,
Des orateurs sacrés, des poètes sublimes,
         Tombés en se touchant le front ;
Puis des couples d'amants, puis la foule des mères
         Traînant leurs enfants par le bras,
Et les petits enfants pleins de larmes amères
         Et soupirant à chaque pas
Et ces ombres, hélas ! Avides de justice,
         Plaintives, les mains dans les airs,
Demandaient vainement le prix du sacrifice
         Au dieu puissant de l'univers.

 

 

 

 

Barbier1
Auguste Barbier (28 april 1805 – 14 februari 1882)

 

 

 

 

 

De Tataarse dichter Ğabdulla Tuqay werd geboren op 28 april 1886 in Qoşlawıç in Kazan, Rusland (tegenwoordig Tatarstan). Zie ook mijn blog van 28 april 2007.

 

Uit: Oh My Mother Tongue!

 

Oh, beloved native language

Oh, enchanting mother tongue!

You enabled my search for knowledge

Of the world, since I was young

As a child, when I was sleepless

Mother sung me lullabies

And my grandma told me stories

Through the night, to shut my eyes

Oh, my tongue! You have been always

My support in grief and joy

Understood and cherished fondly

Since I was a little boy

In my tongue, I learned with patience

To express my faith and say:

"Oh, Creator! Bless my parents

Take, Allah, my sins away!"

 

 

 

 

Tuqay
Ğabdulla Tuqay (28 april 1886 – 15 april 1913)

 

 

 

 

 

De Schotse schrijver Alistair Stuart MacLean werd geboren op 28 april 1922 in Glasgow. Zie ook mijn blog van 28 april 2007.

 

Uit: Fear Is the Key

 

"Gangsters and hoodlums are notoriously the world's worst marksmen, their usual method being to come within a couple of yards before firing or spraying the landscape with a sufficient hail of bullets to make the law of averages work for them and I had heard a hundred times that those boys couldn't hit a barn door at ten paces. But maybe Larry had never heard of this, or maybe the rule applied only to barn doors."

 

 

 

 

alistairmaclean
Alistair MacLean (28 april 1922 - 2 februari 1987)

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 28 april 2007.

 

 
De Duitse schrijver Bruno Apitz werd geboren in Leipzig op 29 april 1900.

 

 

 

28-04-07

Alistair MacLean, Ğabdulla Tuqay, Bruno Apitz, Karl Kraus


De Schotse schrijver Alistair Stuart MacLean werd geboren op 28 april 1922 in Glasgow. Hij schreef vele spannende avonturenverhalen en succesvolle thrillers, waarvan The Guns of Navarone en Where Eagles Dare de meest bekende zijn. Van 1941 tot 1946 diende MacLean in de Koninklijke Marine. Daarna ging hij Engels studeren aan de Universiteit van Glasgow, slaagde in 1953, en ging daarna werken als leraar. Tijdens zijn studie aan de universiteit begon MacLean met het schrijven van korte verhalen, om wat extra inkomsten te verdienen. Hij won een schrijfwedstrijd in 1954 met het zeevaardersverhaal Dileas. De uitgeverij Collins vroeg hem een novelle te schrijven en hij gaf hun Zr.MS. Ulysses, een verhaal gebaseerd op zijn eigen oorlogservaringen én die van zijn broer Ian, een Meester Marinier. De novelle was een groot succes en MacLean kon zich al vrij snel geheel wijden aan het schrijven van oorlogsverhalen, spionnenverhalen en andere avonturen.

 

Uit: Circus

 

“A pair of giant hands reached under [the driver's] armpits, plucked him from his seat as if he were a puppet and deposited him on the floor of the van.

Manuelo applied adhesive to the unfortunate driver's mouth and then set about fixing a blindfold. He said: 'I am grieved that we should have to treat an innocent citizen in this manner.'

'Agreed, agreed.' Kan Dahn shook his head sadly and tightened the last knot on their victim's wrists. 'But the greatest good of the greatest number. Besides,' he said hopefully, he may not be an innocent citizen'

 

 

 

ALISTAIR
Alistair MacLean (28 april 1922 - 2 februari 1987)

 

De Tataarse dichter Ğabdulla Tuqay werd geboren op 28 april 1886 in Qoşlawıç in Kazan, Rusland (tegenwoordig Tatarstan). Zijn vader stierf toen hij vijf maanden oud was. Nadat enkele jaren later ook zijn moeder overleed groeide hij op bij zijn grootvader. In 1895 kwam hij bij een tante en kreeg hij een opleiding aan een Russische school. Hij kwam in contact met de wereldliteratuur en begon gedichten te schrijven. In de herfst van 1907 kwam hij naar Kazan, waar hij kennis maakte met andere Tataarse dichters en schrijvers. Zijn gedichten worden gekenmerkt door de liefde voor zijn vaderland. Tuqay stierf op de jonge leeftijd van zevenentwintig jaar aan tbc.

 

The Shuraleh

(A mythical horned demon,

which inhabits the forests of Qazan.)

 

Past Qazan into the country

There's a village called Qirlay.

In that village even hens cluck.

God alone could tell you why.

 

Even though I was not born there,

For a while it was my home.

There in spring I tilled and harrowed,

In the autumn reaped the loam.

 

I recall in all directions

Lay the backwood's broad delight.

Grasslands there of glossy velvet

Dazzled everybody's sight.

 

And is the village large? О no!

It's just a hamlet in a ring.

All its daily drinking water

Comes from one, lone tiny spring.

 

Neither cold nor hot, its water

Mild and soft will ever please;

At times it rains, at times it snows,

And sometimes comes a gentle breeze

 

Strawberries red and raspberries redder

Thrive in plenty in the woods.

In a trice you'll fill your bucket

Brim-full with these earthy goods.

 

Marvellously lined in rows

Stand pines and fir-trees, warriors proud;

Amidst their roots I used to lie

While gazing at a passing cloud.

 

Under birches, under limes grow

Sorrel, mushrooms in a glade;

Lovely flowers bloom and flourish

In the dappled light and shade.

 

Red and scarlet, blue and yellow

Blossoming in sunlit bowers;

All the world is fragrant from

The heady perfume of those flowers.

 

Butterflies which love the blooms

Return to find out now and then

How they fare; then flit and flutter,

Off once more and back again.

 

All at once the birds of Allah

Fill the woods with their sweet song.

Ah, those tunes! They tear my heart-strings;

Up into the sky they throng.

 

Bird-song outstrips dancing parties,

Orchestras and sidewalk clubs;

Circuses, theatres, concerts -

All replaced by trees and shrubs.

 

Like the ocean, vast and boundless

Stretch the woodlands in their breadth;

Like the hordes of Chingiz Khan

No limit to their awesome depth.

 

In an instant old men's stories

Are forgotten; names, domains -

All those glories of the past!

At present nothing much remains

 

Then the curtain slowly rises

And our present lot we see.

Alas! Alas! What happened to us?

Slaves of God we too must be.

 

I've talked a little of the summer,

Autumn, winter - that's my style.

What of girls red-cheeked and black-eyed?

Dusky brows can wait a while!

 

I'll forgot my recollections

Of the Plough-Day, Harvest-Day.

If I mused too long on those things,

I should surely lose my way.

 

But wait! I dwell on pleasant things

And I may easily go astray.

How could I forget the title

Of this poem is Shuraleh?

 

You will have the tale, my reader.

Have some patience. Be so kind.

When I think about my village,

I quite often lose my mind.

 

You might guess that in those thickets

Many birds and beasts reside:

Bears and wolves, and then the fox

For villainy known far and wide.

 

Hare and squirrel, moose and mink

And other sorts are often met

By the huntsman who dares roam

The wide, broad woodland with his net.

 

In those woods, so thick and gloomy

There live demons - so they say:

Ghostly forms like albasti

And ub'r and even shuraleh !

 

This is the most likely reason

Why those woods are broad and wide.

In this world devised by God

Can any wonder be denied?

 

About such wonders I shall utter

A word or two, If that I may;

Sing a little, lilt a little -

That's my custom, that's my way.

 

Once a fellow from the village

Harnessed up and took his horse.

In the moonlight, all alone,

Through the woods he steered his course.

 

Soon he drove into a thicket,

Heaved his axe and set to work,

Feeling trees and chopping branches,

Chipping trunks of bark and cork.

 

The air was silent and quite chilly,

Usual for a summer's night;

Birds were sleeping in the forest,

Hushed beneath the pale moonlight.

 

With such calm and clement weather

There in good and cheerful mood,

See our fellow working bravely

In the darkness of the wood.

 

Axe in hand, he stopped awhile

To wipe his brow, then jerked his head.

A piercing cry within the forest

Filled him with a sudden dread.

 

Chilled and startled, our poor fellow

Looks and sees a dread sight.

Something strange and eerie greets him,

Comes towards him from the night.

 

What can this be? Ghost or demon?

Fugitive? He could not tell.

Such a foul and ugly creature

As might live this side of hell!

 

See its nose, hooked like a moose's.

See how from its face it shoots.

Arms and legs all curved and crooked,

Looking more like twins and roots.

 

Eyes deep set in burning sockets,

Sparkling in the moon;

In broadest daylight, even here,

A beast like that would make you swoon

 

Its feet are bare with bony toes;

Its form like man of woman born.

From its forehead of the size

Of a middle finger sticks a horn.

 

Then the fingers, thin and narrow

From its hands stretch straight and long;

Ugly fingers like the devil's,

Each of them six inches long.

 

Both began to eye each other;

Then our man courageously

Asked the ugly creature, saying:

"What is it you want of me?"

 

The beast replied to him: "Please trust me.

I'm no robber in this wood.

I don't bar the road to people,

Though to some I bring no good."

 

"I am fond of tickling humans.

That's the practice I employ.

When I saw you in my thicket,

I could only jump for joy."

 

"Come to me; come closer, fellow!

Let me brighten your sad eyes.

Let us play a game of tickling.

Let us laugh till someone dies."

 

"I'll not argue", said the fellow.

"Gladly I shall play, but see

Let me make my own condition.

"I've no doubt that you'll agree."

 

"Your condition?" said the beast.

"Well, make it now, without delay.

"I shall do whatever's needed.

But for God's sake, let us play!"

 

"Listen", said the man, "I'll tell you

What is needed right away.

Over there I want to move

That heavy trunk that blocks my way.'

 

"I shall help you", said the beast.

The work is hard, but I'll agree.

First we'll load it on the carriage,

Then we'll trust in destiny."

 

The woodsman said: "The work's begun.

I've split the end of the trunk already.

Now can you put your hand inside,

My forest ram, to hold it steady?"

 

The Shuraleh made no objection,

And obedient as a dog,

Clumsily and awkwardly

He hobbled over to the log.

 

Into the cleft he slipped his fingers.

Now, dear reader, can you find

The answer to this simple question:

What did the woodsman have in mind?

 

With the butt-end of his axe

He rammed a wedge beside the hand.

Step by step and knock by knock

His ruse was working as he planned.

 

The Shuraleh sat by the log

His fingers stuffed into the end.

What the forester was up to

He could just not comprehend.

 

Finally the wedge dropped out

And then the heavy log at once,

As the forester had plotted,

Squeezed the fingers of the dunce!

 

The Shuraleh began to howl,

Tried to escape and break away

But how to get of his trap?

He simply could not find the way.

 

Then finally he understood

The nature of this clever hoax

Forced to give up all his efforts,

He began to plead and coax.

 

"Have pity on me. Let me go,

Dear human. Please be kind and fair.

In the future I'll not worry

Your dear kinsmen. This I swear!

 

"Nor shall I allow the others

To molest your family.

All the other shuralehs will hear me:

"He's my brother! Let him be!

 

"Ah what awful pain I suffer!

Set me free I beg and pray.

Do you really find such joy

In torturing a Shuraleh?

 

The Shuraleh was squirming, swearing

That one he'd his part.

In the meantime our brave woodsman

Made all ready to depart.

 

He checked the bridle and the harness

Placed his axe upon his mare.

What happened to the Shuraleh

He did not have slightest care.

 

"You are so ruthless. Set me free.

Where do you go? This is no game!

But if you are so hard of heart,

At least tell me your own good name."

 

"Well then, listen and remember.

I am called "A Year Ago".

Learn it carefully for the future.

As for me I ought to go!"

 

The Shureleh, all writhing, groaning

Tried to tear himself away,

As he pondered in the future

How he'd make this man his prey.

 

He yelled: "A Year Ago! He squeezed

My fingers with a log. What pain!

Now who will rescue me from here?

And who will save me from this bane?

 

Next morning all the forest cursed him,

Beasts of every shape and kind.

"You're insane", they said. "You're crazy.

Have you gone out of our mind?

 

Why disturb the sleep of others,

Howling, yelling, shouting so?

What's the point of telling us

That you were squeezed a year ago?"

 

 

 

Tuqay
Ğabdulla Tuqay (28 april 1886 – 15 april 1913)

 

De Duitse schrijver Bruno Apitz werd geboren in Leipzig op 29 april 1900. Tijdens WO I was hij een enthousiaste aanhanger van Karl Liebknecht. Toen hij 19 jaar was hield hij een toespraak tot de stakende werknemers van een munitiefabriek waarvoor hij 19 maanden gevangenis kreeg. In 1924 schreef hij zijn eerste toneelstuk Der Mensch im Nacken. In 1927 werd hij lid van de KPD. Na WO I werd hij diverse keren wegens anti-oorlogspropaganda veroordeeld en door de nazi’s in concentratiekampen vastgezet. Na 1945 was hij een van de oprichters van de SED. Als zelfstandig schrijver publiceerde hij in 1958 zijn roman Nackt unter Wölfen, die hem, vertaald in dertig talen, wereldroem opleverde. In 1963 werd het boek door de DEFA verfilmd onder de regie van Frank Beyer. Apitz werkte zelf als acteur en draaiboekauteur aan de film mee. In 1976 verscheen de autobiografische roman Der Regenbogen.

 

Uit: Nackt unter Wölfen

 

“Die Bäume auf dem Gipfel des Etterberges troffen vor Nässe und ragten reglos in das Schweigen hinein, das den Berg umhüllte und ihn absonderte von der Landschaft ringsum. Laub, vom Winter ausgelaugt und verbraucht, moderte nassglänzend am Boden. Hier kam der Frühling nur zögernd herauf. Schilder, zwischen den Bäumen aufgestellt, schienen ihn zu warnen. "Kommandaturbereich des Konzentrationslagers Buchenwald, Achtung, Lebensgefahr! Beim weitergehen wird ohne Anruf scharf geschossen." Darunter ein Totenkopf und zwei sich kreuzende Knochen als Signum. Der ewige Nebelregen klebte auch an den Mänteln der fünfzig SS-Leute, die an diesem Spätnachmittag des März 1945 auf der betonierten Plattform standen, die von einem Regendach geschützt wurde. Diese Plattform, Bahnhof Buchenwald genannt, war das Ende des Eisenbahngleises, das von Weimar nach dem Gipfel des Berges führte. In der Nähe befand sich das Lager. Auf seinem weitgestreckten, nach Norden hin abfallenden Appellplatz waren die Häftlinge zum Abendappell angetreten. Block neben Block, Deutsche, Russen, Polen, Franzosen, Juden, Holländer, Österreicher, Tscheschen, Bibelforscher, Kriminelle..., eine unübersehbare Masse, zu einem exakt ausgerichteteten Riesenquadrat zusammenkommandiert. Heute gab es unter den angetretenden Häftlingen ein heimliches Geflüster. Irgendwer hatte die Nachricht mit ins Lager gebracht, die Amerikaner hatten bei Remagen den Rhein überschritten...... .”

 

 

 

Apitz
Bruno Apitz (28 april 1900 – 7 april 1979)

 

De Joods-Oostenrijkse dichter, schrijver en journalist Karl Kraus werd geboren in Jičin, Bohemen, Oostenrijk-Hongarije (thans Tsjechië) op 28 april 1874. In 1899 stichtte hij het eenmanstijdschrift Die Fackel, dat hem in het Wenen voor en na de Eerste Wereldoorlog grote faam bezorgde als 'opiniemaker'. Hij was links en democratisch, maar bovenal stelde hij zich op als een scherp cultuurcriticus die boven de partijen stond. De Eerste Wereldoorlog maakte hem tot een van de felste tegenstanders van het (toen nog) Oostenrijks-Hongaarse rijk en een onverzoenlijk bestrijder van 'oorlog en domheid'. Hiervan getuigt zijn toneelwerk Die letzten Tage der Menschheit (1919), een gigantische satire op Oostenrijk en het verloop van de oorlog. Centraal in het stuk staat de Nörgler (mopperaar), een alter ego van Kraus, die voortdurend commentaar levert op de corruptie en de oorlogshetze, veelal in dialoog met de Optimist. Het stuk bevat meer dan 500 personages en zou, indien integraal uitgevoerd, 10 avonden beslaan; reden waarom het lang als leesdrama gold. Hitlers machtsovername in 1933 sloeg Kraus bijna letterlijk met stomheid; wel schreef hij nog een scherpe kritiek tegen het nationaalsocialisme, maar hij zag er geen heil in het uit te geven en staakte zijn uitgave van Die Fackel.

 

 

Die Lage der Deutschen in Österreich

 

Sie war, man denke an die Friedenszeiten,

halt immer eine rechte Menschheitsplage.

Nichts hörte man als täglich Zank und Klage,

Vereinskrakeel und Zeitungsstreitigkeiten.

 

Ob Schande! man, ob Hanba! dazu sage,

blieb ein Problem, und einmal zu entscheiden

wer recht wohl hätte von den beiden: beiden

erst recht war eine nationale Frage.

 

Und dies zumal erbitterte die Böhmen:

die Deutschen hatten wahrlich alle Tage

in Östreich ihre ganz besondre Lage,

und jene wollten sich nicht anbequemen.

 

Um endlich auf des Krieges Völkerwage

das Hochgelegene zu Fall zu bringen,

konnt' ihnen doch der große Wurf gelingen:

die Deutschen hatten nun die Niederlage.

 

Es war geglückt, den Sieger zu besiegen,

und ob er an dem deutschen Gott verzage,

er kam in jene fürchterliche Lage,

in Österreich einmal allein zu liegen.

 

Doch daß dem andern der Triumph behage,

und daß die Katze munter weitermause,

behielt er einen Teil von ihm im Hause,

und daß geteiltes Leid sich leichter trage.

 

Sich selbst bestimmend, hat er's eingerichtet,

damit kein Zweifel am Gewissen nage

und er mit jenem dieses gleich erschlage;

und also ward der alte Streit geschlichtet:

 

Der Antwort folgt die nationale Frage.

Denn um sich ganz an Österreich zu rächen,

bestimmten sie, die konsequenten Czechen,

den Deutschen selbst nun eine neue Lage.

 

Die liegt nun gut in Tschechien gebettet;

und daß die Qual in alle Neuzeit rage,

die alte Klage, Frage, Menschheitsplage,

sie werden österreichisch fortgefrettet.

 

Und klingts nicht anders doch mit einem Schlage?

Ists nicht die Umkehr aller bösen Geister?

Der Arrestant versperrt den Kerkermeister,

Tag ward aus Nacht und diese folgt dem Tage.

 

Nur offen bleibt die nationale Frage,

ob denn die Katze nicht bei ihrer Jause

sich und der Maus gönnt eine Atempause,

damit die Katze halt, in solcher Lage,

nicht mehr die Maus, doch sich mit ihr vertrage.

 

 

 

 

kkraus
Karl Kraus (28 april 1874 - 12 juni 1936)

Portret door Oskar Kokoschka