18-01-17

Peter Stamm, Sascha Kokot, Franz Blei, Jon Stallworthy, Montesquieu, Ioan Slavici, Rubén Darío, Paul Léautaud, Alan Alexander Milne

 

De Zwitserse schrijver Peter Stamm werd geboren op 18 januari 1963 in Weinfelden. Zie ook alle tags voor Peter Stamm op dit blog.

Uit: Agnes

„Die Bilder scheinen mir wirklicher als die dunkle Wohnung, die mich umgibt. Es ist ein seltsames Licht in ihnen, das Licht einer weiten Ebene an einem Nachmittag im Oktober.
Eine leere Ebene, weit und breit keine Stadt, kein Dorf, nicht einmal eine Farm. Kurz geschnittene Sequenzen, ohne dass das Bild sich wesentlich verändert. Immer neue Ansätze, Versuche, die Landschaft zu erfassen. Manchmal erahne ich, weshalb Agnes die Kamera eingeschaltet hat: eine seltsam geformte Wolke, eine Reklametafel, in der Ferne ein Streifen Wald, fast unsichtbar durch das Weitwinkelobjektiv. Einmal ein Schwenk zu mir, wie ich am Steuer sitze. Ich mache eine Grimasse. Und dann wohl der Versuch, sich selbst zu zeigen: der Rückspiegel, darin gross die Kamera und dahinter, kaum zu sehen, Agnes selbst. Dann noch einmal ganz kurz Agnes, am Steuer diesmal, wie sie eine abwehrende Handbewegung macht.
Der Parkaufseher. Auch er macht abwehrende Handbewegungen, aber im Gegensatz zu Agnes lacht er dabei. Ein Zoom auf seine Hände, die über ein Kartenblatt fahren, einen Weg zeigen, der im Bild nicht zu erkennen ist. Der Aufseher lässt sich auf seinen Stuhl fallen, öffnet eine Schublade, zieht einige Broschüren heraus. Er lacht und hält eine davon in die Kamera: How to survive Hoosier National Forest. Das Bild wackelt, dann greift von unten eine Hand nach dem Faltblatt. Der Parkaufseher spricht unentwegt, sein Gesicht wird ernst. Die Kamera wendet sich von ihm ab, streift mich kurz. Plötzlich Wald, ein lockerer Baumbestand. Ich liege auf dem Boden, scheine zu schlafen oder habe zumindest die Augen geschlossen. Die Kamera nähert sich mir von oben, kommt immer näher, bis das Bild unscharf wird, weicht zurück. Dann wandert sie über meinen Körper bis zu den Füssen und wieder zum Kopf. Lange bleibt sie auf dem Gesicht stehen, versucht, noch einmal näherzukommen, aber das Bild wird wieder unscharf, und sie weicht von neuem zurück“.

 

 
Peter Stamm (Weinfelden, 18 januari 1963)

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18-01-15

Arno Schmidt, Jon Stallworthy, Robert Anton Wilson, Alan A. Milne, Roger Bésus

 

De Duitse schrijver Arno Schmidt werd op 18 januari 1914 geboren in Hamburg. Zie ook alle tags voor Arno Schmidt op dit blog.

Uit: ZETTEL’S TRAUM

»Oh : Fräulein JACOBI ?! – Lànge nich mehr geseh’n.« / (Über eine schräge Schulter 1 sehr künstlicher Blick) : »Phil zú lange.« / (Pariren) :
»›Wahre Dich vor der Auswärtigen, die da einschmeichelnd redet‹ :
SPRÜCHE 7,5.« – / : »Du kennS’ aber auch Alles.«; (sagte Sie wehmütig; (faltete das Mäulchen; seufzte. Ward plötzlich modest & timide, und sah Mich auffordernd an : ›nu frag schon‹!) / (Also, anstandshalber –) : »Wir habm Deine—Sòrgn noch nich erledigt Fränzel :
pressiert’s damit?« / (Sie nickte; (ehrlich verängstigt?)) / wie’s schien.
(Recht mal à propos; ausgerechnet am Tag Hodiernus : das nennt man dann womöglich Ferien!)) : »Komm ma her, Fränzli –« / (Das ließ Sie sich nich 2 Mal sagn :
Die Geléegnheit! Stand schon vor Mir; und legte die Hand an mein’ Ellbogn : ? – / (& Ich genoß die kleine lustige Folter doch erst 1 Moment lang : – / (erfreulicherweise gehrte S in Ihrem Bäuchel : erst bell(y)te’s leis, (»Pardon« murmlte Sie, verärgert); grölzte & rülpsDe dann aber
So fräulich—flehmisch! – (: »Overdammt!« fluchte Sie : »ausgerechnt—jètz –« / (Diagnose : ›Harzer plus Äpfl‹?)) Beruhijend den Kopf schütteln : sünd Alle von Eddyms Kindern.) : » – « –.
(Allein mit dem kid im Fichtdick : cave!). – : »ZunächsD halt Deine sämtlichen Supercilien ruhich : ›mit Wimpern fangn & durch glatte Lippm fortreißn‹ gibt’S hier nich! – Sperma die Ohrn auf : Wenn die Rede auf Deine ›Sorgn‹ kommt, benimmsDu Dich sofort, als hätt’sDu alles Böse seit Erschaffung der Welt ausgefressn : Du überschätzelsD Deine criminellen Fähigkeitn bestimmt.« / (Sie hob die befränzeltn Lider immer noch nich?) / Also) : »Mach Dir keine Scrupl, Niñana – :
ist es mit Gèld zu erledijen?«. / –) : »›Ninn Jána‹? –« (ebmso niedergeschlagn wie argwöhnisch) – : »Wer wárdnn Die?« / (Laß ma die Litteratur beiseit.) / (Aber Sie fuhr klagnd fort) : »Sind eintlich àlle Eltern Id’jootn?!«. / (Ihr’n Kindern gegnüber fast immer, ja.) / –) :

 

 
Arno Schmidt (18 januari 1914 – 3 juni 1979)
Ets door Jens Rusch bij Arno Schmidts verhaal „Kühe in Halbtrauer“, 1992

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18-01-14

100 Jaar Arno Schmidt, Jon Stallworthy, Robert Anton Wilson, Alan A. Milne, Roger Bésus

 

100 Jaar Arno Schmidt

De Duitse schrijver Arno Schmidt werd op 18 januari 1914 geboren in Hamburg. Dat is vandaag precies 100 jaar geleden. Zie ook alle tags voor Arno Schmidt op dit blog.

Uit: ZETTEL’S TRAUM

„(Und dem Pleas’see—Rock; waid genoug für Zweie. ))) / ( ? – ): »Ganz—winzij’n Moment nur . . . (: dreh langsam, 1 Mal, den Kopf in die Wunder einer anderen AtmoSfäre . . . ( ? ) – : nu, ne Sonne von GoldPapier, mit roth’n Bakkn et—caetera ? )) – : verfolg ma das WasserlinsnBlättchin, Franziska—ja ? – ( ? ) – : Ganz—recht; (Ch kuck auf die Uhr). – «; (und knien; am WegeGrabm, zu Anfang des Schauerfeld’s): »Ch wollt die StrömungsGeschwindichkeit ma wissn : Wir habm Zeit, individuell zu sein, gelt Fränzi ?« (Und erneut zu W, / (Die, irgndwie—gereizt, Paul just ein’n ›Altn Dämian‹ hieß : ! – ) / : »Lieb—sein Wilmi. Villeicht sind Wa, an Unserm 1 Tag Fee’rij’n, ooch noch grawitätisch ! – : Iss’oweit Friendsel ?« – ; / – ; – / : »Jetz ! – « (versetzDe der GlocknRock nebm Mir : – ( präziser die Bluse von schlankstim Ausschnitt, satinisch ainzuschau’n. Der RotMund voller Schneide Zähne; (aber unlächlnd). ) / (P ließ eine Art geduldij’n Schneuzns hören. ) / (Ähä : 15 cm pro secunde. Vorsichtshalber noch mal. Die spröde Stimme das Herz nich lange mit Abschiednehm’m zerreißn) :
»Jenseits – « (nä-mich jenes Dichtn—Grün’n) – »seh’n Wir—Uns, vielleicht !, wieder. : Lebwohl, Dorelot ! « / – ) : »Jajá;« (erwiderte Sie dramatisch) : »Unsereins erst mittn in ein’n grooßn Wald führ’n – unter Verschprechungn S—gut mit Ei’m zu mein’n – & dänn : ? ! «; (und tat, wie wenn Sie sich nur ganz allein : ni Dieu ni Maitresse ! . (Nach 5 Schratschrittn sah man sich kaum noch) / Unterholzijes, von dürren Axentn starrend; (der Fußbodn dagégn mit zartestn Farbdornen besprenkelt) : ›kurz-weilijer Alter‹; das höchste Prädikat, das Unsereins; pff : FREUD schwatzt immer vom ›zweizei-tijn Ansatz der S‹ : dabei erfolgt doch, um die 50, der dritte ! (Und vielleicht sind’S gar, wie Berichte von urältlicher aufflakkernder Geilheit wissn wolln, 4 ! ? (Und jedesmal scheint das Gefüge der Persönlichkeit abzuändern : ›Bildung der 4. Instanz‹ ab 50)). / / Ganz à la ›Woher des Wegs‹) :"

 

 
Arno Schmidt (18 januari 1914 – 3 juni 1979)
Ets door Jens Rusch, 1994

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18-01-11

Alan A. Milne, Paul Léautaud, Roger Bésus, Montesquieu, Jon Stallworthy

 

De Britse schrijver Alan Alexander Milne werd geboren op 18 januari 1882 in Londen. Zie ook mijn blog van 18 januari 2009 en ook mijn blog van 18 januari 2010. 

 

Uit: Pooh Goes Visiting

 

„Pooh always liked a little something at eleven o'clock in the morning, and he was very glad to see Rabbit getting out the plates and mugs; and when Rabbit said, 'Honey or condensed milk with your bread?' he was so exited that he said, 'Both' and then, so as not to seem greedy, he added, 'But don't bother about the bread, please.'

And for a long time after that he said nothing...until at last, humming to himself in a rather sticky voice, he got up, shook Rabbit lovingly by the paw, and said that he must be going on. 'Must you?' said Rabbit politely. 'Well,' said Pooh, 'I could stay a little longer if it-if you-' and he tried very hard to look in the direction of the larder. 'As a matter of fact,' said Rabbit, 'I was going out myself directly.' 'Oh well, then, I'll be going on. Good bye.' 'Well good bye, if you're sure you won't have any more.' 'Is there any more?' asked Pooh quickly. Rabbit took the covers of the dishes, and said 'No, there wasn't.' 'I thought not,' said Pooh, nodding to himself. 'Well Good-bye, I must be going on.'

So he started to climb out of the hole. He pulled with his front paws, and pushed with his back paws, and in a little while his nose was in the open again ... and then his ears ... and then his front paws ... and then his shoulders ... and then-'Oh, help!' said Pooh, 'I'd better go back,' 'Oh bother!' said Pooh, 'I shall have to go on.' 'I can't do either!' said Pooh, 'Oh help and bother!' ...

 

 


Alan Alexander Milne (18 januari 1882 - 31 januari 1956)

 

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