09-06-14

Rudolf Borchardt, Jurij Brězan, José Antonio Ramos Sucre, Akaki Zereteli, John Gillespie Magee jr., Bertha von Suttner

 

De Duitse dichter, schrijver en vertaler Rudolf Borchardt werd geboren op 9 juni 1877 in Königsberg. Zie ook alle tags voor Rudolf Borchert op dit blog.

 

Grabschrift der Schwalbe

Ich, die verwundete Schwalbe, drei Tage des Menschen Genossin,
Sahe den schrecklichen Tod freundlicher werden und starb:
Schwestern im Blau, fliegt schweigend hier überhin, wo sich das Geistlein
Schüttelt und ringt nach Ruf, wenn es euch Rufende hört.
Gönnt mir Schweigen und singt, singt anderswo, wenn ihr das Meer wagt:
Nicht ganz, nicht ganz stumm flattert ich eine beiseit.

 

Uit: Schöpfung aus Liebe

Die Sterne haben dich mein gewollt,
Dich Strahlengabe mir zugerollt,
Dich um mich verhundertfältigt.
Die Bläuen haben dich hergewettert,
Dich Lerchenstimme mir zugeschmettert,
Und mich mit dir überwältigt.

 

 
Rudolf Borchardt (9 juni 1877 – 10 januari 1945)

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09-06-13

Jurij Brězan, José Antonio Ramos Sucre, Rudolf Borchardt, Akaki Zereteli, John Gillespie Magee jr.

 

De Sorbische schrijver Jurij Brězan werd geboren in Räckelwitz op 9 juni 1916. Zie ook alle tags voor Jurij Brězan op dit blog.

 

Uit: Ohne Paß und Zoll. Aus meinem Schreiberleben

 

„Nach der Gründung der zwei deutschen Staaten wollten -oder sollten - die Schriftsteller  zwischen Elbe und Oder ihren eigenen Verband gründen. Zu diesem Kongreß wurde auch ich, obwohl ich noch keine Zeile in deutscher Sprache veröffentlicht hatte, aus mir unbekanntem  Grund eingeladen. Ich fuhr also hin, fand den richtigen Saal, setzte mich in die leere  viertletzte Reihe, ganz außen und nur auf die halbe Backe, bereit aufzuspringen, sobald  jemand mein durch nichts als die simple Einladung ausgewiesenes Eindringen bemerken und,  sei es auch nur durch einen verweisenden Blick, rügen würde. Das tat niemand, ich setzte  mich ein wenig bequemer hin und versuchte - Zeitungsfotos im Kopf - zu erkennen, wer wohl  wer sei. Ein Präsidium wurde gewählt, sechs oder sieben Leute nahmen auf der Bühne Platz,  ein Ehrenpräsidium wurde beklatscht, obwohl keiner - weder Stalin noch Mao Tse-tung -  erschien, und dann begann Arnold Zweig eine Rede vorzutragen, über Unbewußtes im  Unterbewußten wohl. Hinter mir betrat ein Mann den Saal und blieb am Eingang stehen. Er  schien noch weniger als ich vom Unbewußten zu verstehen, offenbar unsicher sah er sich im  Saal um, wechselte öfter das Standbein, wobei die Dielung knarrte, was ihm sichtlich  unangenehm war. Am selben Tag fand unweit von hier auf der anderen Spreeseite im »Friedrichstadtpalast« ein Kongreß der Landarbeiter statt. Vielleicht hatte der Mann dahin  gewollt, dachte ich, schon sein Äußeres - er trug eine Art blaue Montur - deutete darauf hin.“

 

 

 

Jurij Brězan (9 juni 1916 - 12 maart 2006)

In 1967

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09-06-11

Jurij Brězan, Willy Roggeman, José Antonio Ramos Sucre, Rudolf Borchardt, Akaki Zereteli, John Gillespie Magee jr.

 

De Sorbische schrijver Jurij Brězan werd geboren in Räckelwitz op 9 juni 1916. Zie ook mijn blog van 9 juni 2007 en ook mijn blog van 9 juni 2009 en ook mijn blog van 9 juni 2010.

 

Uit: Ohne Paß und Zoll. Aus meinem Schreiberleben

 

Da erhob sich im Präsidium ein hochgewachsener, vornehm und schön anzusehender Mann etwa meines Alters, trat zum redenden Arnold Zweig und flüsterte ihm etwas zu. Zweig unterbrach sich im Unbewußten, richtete seine stark bebrillten Augen etwa in meine Richtung und sagte mit seiner hohen, schon leicht angegreisten Stimme: 'Kollege Hermlin sagte mir soeben, unser Freund Bertolt Brecht sei eingetroffen. Wir bitten ihn, seinen Platz im Präsidium einzunehmen.' Alle applaudierten, ich auch, nur mein Landarbeiter nicht. Er strich sich über seinen kurzgeschorenen Kopf, setzte sich langsam in Bewegung und nahm, Zweigs Aufforderung entsprechend, 'seinen Platz im Präsidium ein'. ..."

 

 


Jurij Brězan (9 juni 1916 - 12 maart 2006)

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09-06-10

Jurij Brězan, Willy Roggeman, José Antonio Ramos Sucre, Rudolf Borchardt, Akaki Zereteli, John Gillespie Magee jr.


De Sorbische schrijver Jurij Brězan werd geboren in Räckelwitz op 9 juni 1916. Zie ook mijn blog van 9 juni 2007 en ook mijn blog van 9 juni 2009.

 

Uit: Der alte Mann und das enge Weite

 

Vom Waldrand her geht ein Mann auf das Hügelchen zu, das wie ein umgestürzter Napfkuchen in der Landschaft sitzt, Überbleibsel einer Endmoräne, Warft zwischen den abfließenden Wassern der Eiszeit. Auf halbem Weg hinauf verhält der Mann, stützt sich beidhändig auf seinen Stock und betrachtet die mächtige Eiche drei Schritt vor der Kuppe, als sähe er sie zum ersten Mal. Er kennt sie seit fast vier Jahrzehnten und oft und oft hat er dagestanden und sie bis in das sperrig-feine Geäst des Wipfels bewundert. Vielleicht nicht bewundert, sondern einen unbenennbaren Stolz mit ihrer ruhigen Mächtigkeit geteilt. Stünde er nun so da, dränge dumpfer Schmerz vom Nacken her in die Schläfen. Für einen Augenblick jedoch legt er den Kopf weit zurück, weil sich zwei Kolkraben hoch im Baum laut quarrend unterhalten. Er meint, er kenne die beiden. Zwar hört und sieht er sie nicht jeden Tag, wenn es auch scheint, sie mögen diesen Hoch-Platz, der eine weite Aussicht bietet und wo sie flötendes und plapperndes Kleinvogelvolk selten stört.“

 

 

 

brezan

Jurij Brězan (9 juni 1916 - 12 maart 2006)

 

 

 

 

De Vlaamse dichter en schrijver Willy Roggeman werd geboren in Ninove op 9 juni 1934. Zie ook mijn blog van 9 juni 2009.

 

Uit: Het zomers nihil

 

‘Nu ik opnieuw in de spiraalbeweging van de woorden gevangen zit, er mijzelf in gevangen heb om vrij te zijn, word ik bedreigd door personages, beschuithelden die met psychologisch speeksel worden geweekt en gekneed, die in een boek onverhoeds binnenvallen en er nadien niet uit te jagen zijn. ’

 (...)

 

‘Ik wil hen niet uitsluiten. Men koestert tenslotte ook zijn zwakheden, zij krijgen hun kans in deze bladzijden in zoverre zij de vrijheid en het gevaar van het woord niet hinderen. Ik betrek hen in de dans maar weiger hun causaliteit, hun psychische stolling, hun onder het juk gebogen staan’

(...)

 

‚...mijn afkeer voor onvoorziene ontmoetingen, zelfs met personen van wie ik een geplande ontmoeting zou op prijs stellen. Het gevolg is dat ik op straat liever iemand over het hoofd zie dan hem te groeten, omdat een gesprek, een oponthoud, mij stoort, mij afleidt’

 

 

 

Roggeman

Willy Roggeman (Ninove, 9 juni 1934)

 

 

 

 

De Venezolaanse dichter, schrijver en geleerde José Antonio Ramos Sucre werd geboren op 9 juni 1890 in Cumaná. Zie ook mijn blog van 9 juni 2009.

 

Uit: Lucia (El cielo de esmalte)

“I was opening the windows of the naked chamber and entrusting the name of the absent girl to the errors of an insalubrious gust of wind. My voice was fighting a gravestone, imitating the seabird’s assault on the harbor beacon.
     I was guessing the clear accents of dawn, emerging from my retreat and stepping with reverence and fear on the flight of steps corroded by the open air. I was entertaining sorrow with the view of a diaphanous horizon. The ash tree and the pine were abounding far off and haphazardly in the country of lakes and torrents.
     I was censuring myself faithfully. I wanted to find a slip of ineptitude or apathy in the process of her inhuman pains and I couldn’t remember anything besides my activity and my continuous presence in the room. Her death reproduced the countenance of the agony of Jesus.
     The slow mists were being born, when night began, from the wells of rain water, they would calm the noises and lose themselves in the hallucinated home.
     The veils of malarial water facilitated the return of the assiduous virgin. She agreed to leave in my hands, a sign of acknowledgment, the jewel of her candor. She gave me back the crown of her forehead.“

 

 

 

jose-antonio-ramos-sucre

José Antonio Ramos Sucre (9 juni 1890 – 13 juni 1930)

 

 

 

 

De Duitse dichter, schrijver en vertaler Rudolf Borchardt werd geboren op 9 juni 1877 in Königsberg. Zie ook mijn blog van 9 juni 2009.

 

Uit: Wo bin ich denn behaust? (Biografie door Alexander Kissler)

 

„Das Haus am Berliner Kronprinzenufer steht fast leer. Die Eltern mitsamt den sechs Geschwistern sind nach Ostpreußen abgereist. Im Seebad Cranz wird man den Sommerurlaub verbringen. Zurückgeblieben sind einzig der achtjährige Rudolf, die Hausangestellte Justine und Herr Schulz, ein großgewachsener Student, der „Präzeptor oder Erzieher“ des Jungen. Wie die meisten der großbürgerlichen „pomphaft düsteren Mietwohnungen“ aus der Gründerzeit verfügt auch das Domizil der Familie Borchardt über zahlreiche Räume. Zwei davon sind der bevorzugte Aufenthaltsort des kleinen Rudolf: der Tanzsaal und das „Pompejanische Zimmer“, benannt nach einem Gemälde, das eine antike Schönheit aus der untergegangenen Stadt zeigt. Auf einer hölzernen Anrichte stehen vielfarbige „Meißner Papageien im durchbrochenen Porzellankäfig“. Mit ihnen hält der kleine Junge Zwiesprache, muntert sie auf, spendet als Leidensgenosse Trost. Schließlich sei auch er „gefangen und versteinert und geflügelt [...] wie sie“. Bald aber werde ihre gemeinsame bedrückende Lage ein Ende finden, wenn erst „das Tor der Verzauberung sich aufgetan hätte und die Freiheit sich erschlossen.“

Der Blick, den der fast fünfzigjährige Borchardt zurück auf seine Kindheit wirft, fördert ein Dasein in Einsamkeit und Isolation zutage. Die Ereignisse des Sommers 1885, mit denen ‚Rudolf Borchardts Leben von ihm selbst erzählt‘ endet, führen zum Abschied aus dem „Paradies“ der beiden Säle. In einem solchen nämlich fühlt das Kind sich, solange es mit sich und den Dingen allein ist. Die behauptete Ähnlichkeit mit den Porzellanfiguren beschreibt insofern trotz der Klage über die gefängnishafte Existenz keinen Zustand der Verzweiflung, sondern der Erwähltheit. Noch sind die Papageien und das Kind zur Starre verurteilt, doch sie verfügen eben auch über Flügel, die kaum einem Wesen sonst geschenkt sind.“

 

 

borchardt

Rudolf Borchardt (9 juni 1877 – 10 januari 1945)

 

 

 

 

 

De Georgische dichter, schrijver en politicus Akaki Zereteli werd geboren op 9 juni 1840 in Schwitori. Zie ook mijn blog van 9 juni 2007 en ook mijn blog van 9 juni 2009.

 

 

SPRING

The swallow twittered, shrill and gay,
Arriving from across the main.
"'Tis spring! 'Tis spring!" it called to me;
My heart with hope was filled again.

I flung my window open wide.
How changed and fair was all the world!
And cleaving to my throbbing breast,
Delight its rosy wings unfurled.

Spring's fragrance filled the air, and I
Inhaled the sweetness, and was glad.
The future seemed so rosy that
I cried with joy: "O why be sad!"

I will attain my heart's desire
By wintry frosts made cold and drear.
In wedlock will all nature smile,
And Hymen's anthem will I hear.

Sweet is the essence of the rose,
The violet droops before my eye,
The nightingale her lays of love
Pours forth in thrilling melody.

 

 

 

 

Vertaald door Verena Urushadze

 

 

 

 

Tschawtschawadse_-_Zereteli_Monument_Tbilissi
Akaki Zereteli (9 juni 1840 – 26 januari 1915)

Monument voor Ilia Chavchavadze en Akaki Zereteli in Tbilissi

 

 

 

 

De Brits-Amerikaanse dichter en piloot John Gillespie Magee jr. werd geboren op 9 juni 1922 in Shanghai. Zie ook mijn blog van 9 juni 2007 en ook mijn blog van 9 juni 2009.

 

 

Sonnet to Rupert Brooke

 

"We laid him in a cool and shadowed grove

One evening in the dreamy scent of thyme

Where leaves were green, and whispered high above —

A grave as humble as it was sublime;

 

There, dreaming in the fading deeps of light —

The hands that thrilled to touch a woman's hair;

Brown eyes, that loved the Day, and looked on Night,

A soul that found at last its answered Prayer...

 

There daylight, as a dust, slips through the trees.

And drifting, gilds the fern around his grave —

Where even now, perhaps, the evening breeze

 

Steals shyly past the tomb of him who gave

New sight to blinded eyes; who sometimes wept —

A short time dearly loved; and after, — slept."

 

 

 

GillespieMagee

John Gillespie Magee jr. (9 juni 1922 – 11 december 1941)

 

09-06-09

Maarten Doorman, Xander Michiel Beute, Mirko Bonné, Willy Roggeman, Curzio Malaparte, Charles Webb, Akaki Zereteli, Bertha von Suttner, Jurij Brězan, José Antonio Ramos Sucre, Rudolf Borchardt, John Gillespie Magee jr.


De Nederlandse dichter, schrijver, criticus en filosoof Maarten Doorman werd geboren op 9 juni 1957 in Medina Sidonia (Spanje). Hij studeerde cum laude af op het pessimisme van Schopenhauer (1984). Sinds 1985 publiceerde hij zes dichtbundels. Doorman was redacteur van de literaire tijdschriften De Tweede Ronde (1987-1989) en Hollands Maandblad (1994-2000), en van het filosofische tijdschrift KRISIS (1994-1995). Hij werkt als filosoof aan de Universiteit van Maastricht, en is bijzonder hoogleraar Journalistieke kritiek van kunst en cultuur aan de Universiteit van Amsterdam. Doorman was vanaf 1987 medewerker NRC Handelsblad (non fictie en poëzie) en vanaf 2006 bij de Volkskrant . Ook schreef hij voor Vrij Nederland en de Groene Amsterdammer en was van 1997 tot 2002 panellid van Zeeman met Boeken (VPRO). In 2004 publiceerde hij een cultuurfilosofische studie, De romantische orde , en in 2007 Paralipomena. Opstellen over kunst, filosofie en literatuur.  Doormans poëzie verscheen o.a. in De Gids, Hollands Maandblad, Revolver, NRC Handelsblad, The Literary Review, De Revisor en de Volkskrant en werd in tientallen bloemlezingen opgenomen.

 

 

 

Yucca of een andere plant

 

Eens was kennis poëzie, mijn Gouden Horizon
encyclopedie
in het lemma aanpassing zei: niemand
zal het in zijn hoofd halen
midden in een bos op jacht te gaan
naar een haai.

 

Maar iemand dacht ik
heeft het gedaan. Iemand met zacht
lawaai in zichzelf. Iemand die
het artikel aanpassing besloot
met een zin nee met hoop
want

 

de yuccaboom kan zelfs leven
op plaatsen waar een andere plant
onmiddellijk zou verdorren en sterven.

 

Zo stond het geschreven in mijn encyclopedie
eerste band, mijn eerste bundel poëzie.

 

 

 

 

 

Hortus conclusi

 

Weer het voorjaar, de dagen

die niet donker willen worden.

Weer knipt de tuinschaar

langs de hagen.

 

Vanuit het zolderraam zie ik

hekken rond de strookjes grond en

stukjes garnituur.

 

Hier, onder de pannen strekt het uur zich

sloom, zelfgenoegzaam uit.Hoe dat alles steeds weer opkomt en ontluikt

tussen schutting en schuur,

ongeschonden en vruchtbaar.

 

Tuinen zijn doorgaans te klein, plant en ding zijn

daar veel te veel met mekaar.

 

 

 

 

 

Doorman
Maarten Doorman (Medina Sidonia, 9 juni 1957)

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver Xander Michiel Beute werd geboren in 9 juni 1975 te Gouda. Zie ook mijn blog van 9 juni 2007 en ook mijn blog van 9 juni 2008.

 

Uit: Dubbelportret

 

„Verstil zoekt glazen voor de cola, maar Linda heeft haar armen over elkaar geslagen.

De bejaarde dame stapt van haar krukje, schudt onze handen, gaat in het licht staan en trekt haar badjas uit. Verstil overhandigt Linda een glas cola en mompelt dat hij een ander doek zal gebruiken.

‘Het is mij allemaal om het even,’ zegt hij twee keer. Linda kleedt zich in de hoek van de kamer uit. Als ze naakt naast de bejaarde dame gaat staan, is Verstil al begonnen met schilderen.

‘Niet poseren, dames. Niets doen dan gewoon zo blijven staan. Naast elkaar. That’s it.’

Later gaan we samen bij Florencia een ijsje eten. De Italiaanse vrouw die het ijs verkoopt, heeft een moedervlek op haar wang. Er groeien lange, donkere haren uit. Ik raak mijn ijs niet aan, maar de lippen van Linda.

‘Je bent mooi,’ zeg ik.

Ze knikt en likt wat straciatella-ijs van haar bovenlip.

Buiten eten duiven de resten van de ijscohoorntjes van de grond. Een tram raast gehaast door de Torenstraat.

‘Ik weet een goede verfwinkel waar we terecht kunnen,’ zegt ze.

Ik knik. Morgen hebben we een drukke dag. We gaan samen de trams van de stad overschilderen.

Net zolang totdat ze allemaal verdwenen zijn.“

 

 

 

 

Beute
Xander Michiel Beute (Gouda, 9 juni 1975)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Mirko Bonné werd op 9 Juni 1965 in Tegernsee / Oberbayern geboren. Zie ook mijn blog van 26 juni 2006 en ook mijn blog van 9 juni 2007 en ook mijn blog van 9 juni 2008.

 

Uit: Wie wir verschwinden

 

„Der dunkelgrüne Wagen flog fast, als er aus dem Wäldchen auftauchte und herauspreschte in Richtung Paris. Es war ein trüber Mittag Anfang Januar mit beständigem Nieseln. Diesiges Licht und in der Ferne Krähen und Elstern, die versprengt über Felder und Äcker längs der Chaussee durch die Lüfte gaukelten. Kein Schnee und keine Sonne. Aber beinahe dottergelb waren die zwei Paar Scheinwerferkegel, die da durchs Unterholz brannten und das Zwielicht zwischen den Bäumen auf einen Schlag zunichtemachten. Es schien, das triste Grau der Birken würde im selben Tempo zerplatzen, mit dem der fremde Wagen näher kam und hineinraste in die winterliche Stille des Tages.

Es war ein Tag, der dem Treiben von allem und jedem so zärtlich und so gleichgültig gegenüberstand wie jeder Tag vor ihm und jeder danach – nur ein gewöhnlicher Montag, wäre er nicht der erste Montag des Jahres gewesen. Am 4. Januar 1960 kam der grüne Wagen durch den Wald. Die Fahrbahn war regennass. Auf dem Asphalt spiegelte sich der Himmel. Und in den Pfützen schwammen Abbilder von Wolken, die seit Tagen von den Britischen Inseln herüberkamen und ihren Regen dem Land spendeten zwischen Seine, Marne und Yonne, rasche, tief dahinziehende Wolken aus Somerset und Cornwall.

Was dort herandonnerte, musste ein tonnenschweres Geschoss auf vier Rädern sein, ein Projektil, das durch den Tag flog und in dessen Innern Leute saßen, denen es offenbar darum ging, Zeit zu gewinnen. Der so dachte, stand in sein Regencape gehüllt, mit nassem Gesicht und beschlagener Brille am Straßenrand auf einem schmalen, schmutzig grünen Streifen zwischen Graben und zwei der uralten Platanen, die die Nationalstraße säumten. Vom Sattel auf die Rahmenstange gesprungen, hatte Paul Cassel, ein Bauer aus der Ortschaft Villeblevin, sein Fahrrad zum Stehen gebracht. Es kam nicht oft vor, dass derartiger Lärm die Mittagsstille durchbrach, Lärm wie von einem herabstoßenden Flugzeug. Paul Cassel hatte in den Ardennen gekämpft. Er war in Sachsen in Gefangenschaft gewesen.“

 

 

 

 

Mirko_Bonne
Mirko Bonné (Tegernsee, 9 juni 1965)

 

 

 

 

 

De Vlaamse dichter en)schrijver Willy Roggeman werd geboren in Ninove op 9 juni 1934. Roggeman studeerde germanistiek aan de Rijksuniversiteit te Gent; daarna was hij werkzaam als leraar. Hij was redacteur van de tijdschriften Tijd en Mens, Gard Sivik en Komma en criticus van het dagblad Vooruit (van 1955 tot 1965). Roggemans werkte van 1953 tot 1976 aan een reeks boeken, die hij vanaf 1969 als een samenhangend, gesloten oeuvre opvatte, zijn Opus finitum. Van de 30 boeken waaruit deze reeks bestaat zijn er 19 gepubliceerd, in een andere volgorde en voorzien van een ander opusnummer dan men op grond van de tijd van ontstaan zou verwachten.

 

 

 

Röntgenfoto’ s van mijn denken gaf ik

je te lezen tegen het schroeiend licht

van je verlangen in. De zon bedroog

bloedend de vlekken schaduw op het hart.

Steeds kleedde je het doorzichtig aan

met figuren toekomst, mathematisch.

In de gesponnen suiker van het web,

ergens spin en vlieg, verlamd door stilten

ruis op woord en teken, keken wij naast

de braakballen die droom ons toegooide.

 

 

 

 

 

Fotos_Roggeman
Willy Roggeman (Ninove, 9 juni 1934)

 

 

 

 

 

De Italiaanse schrijver van Duitse afkomst Curzio Malaparte (pseudoniem van Kurt Erich Suckert) werd geboren in Prato Toscane, 9 juni 1898. Zie ook mijn blog van 9 juni 2007. en ook mijn blog van 9 juni 2008.

 

Uit: Die Wolga entspringt in Europa (Vertaald door Hellmut Ludwig)

 

„Jassy, 22. Juni 1941

Der Krieg gegen Sowjetrußland hat heute in der Morgendämmerung begonnen. Seit zwei Monaten hatte ich keinen Kanonendonner mehr gehört; zuletzt im April, unter den Mauern Belgrads. Vor den endlosen Korn- und Getreideflächen, vor den riesigen Sonnenblumenwäldern erlebe ich nun abermals den Krieg in der Präzision seiner metallenen Ordnung, im stählernen Leuchten seiner Maschinen, im ununterbrochenen, gleichmäßigen Dröhnen seiner tausend Motoren (Honegger, Hindemith). Der Geruch von Benzin überwältigt wiederum den Geruch von Mensch und Pferd. Als ich gestern in nordwestlicher Richtung den Pruth entlangfuhr, längs der sowjetischen Grenze von Galatz nach Jassy, begegnete ich an den Straßenkreuzungen wieder den unerschütterlich ruhigen, ernsten Feldgendarmen, mit ihrem Blechschild vor der Brust, die weiß-rote Befehlsscheibe in der Hand. »Halt!« Zwei Stunden lang stand ich an einer Straßenkreuzung, um eine deutsche Wagenkolonne vorbeifahren zu lassen. Es war eine motorisierte Division, der eine Abteilung schwere Panzer vorausfuhr. Sie kamen aus Griechenland. Sie waren durch Attika, Böotien, Thessalien, Mazedonien, durch Bulgarien und Rumänien gerollt. Von der dorischen Säulenhalle des Parthenon zur stählernen Säulenhalle des Piatiletka. Die Soldaten hockten auf den quergelegten Sitzbrettern der offenen Lastwagen, ganz mit einer weißen Staubschicht bedeckt. Auf den Kühler jedes Fahrzeugs war mit weißem Lack ein griechischer Tempel gemalt, ein kindliches Säulengebilde mit Gebälk, in "Weiß auf dem schmutzig-grauen Metall der Motorhaube. Unter der Staubmaske ahnte man von der Sonne geschwärzte, vom griechischen Wind verbrannte Gesichter. Die Soldaten hockten auf den Bänken in seltsamer Reglosigkeit, sie wirkten wie Statuen. Wie aus Marmor, so weiß von Staub waren sie.“

 

 

 

 

 

Malaparte
Curzio Malaparte (9 juni 1898 – 19 juli 1957)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Charles Webb werd geboren op 9 juni 1939 in San Francisco. Zie ook mijn blog van 9 juni 2007.

 

Uit: The Graduate

 

"Ben, Mr. Robinson and I have been practicing law together in this town for seventeen years. He's the best friend I have."

"I realize that."

"He has a client over in Los Angeles that he's put off seeing so he could be here and welcome you home from college."

"Dad -- "

"Do you appreciate that?"

"I'd appreciate it if I could be alone!"

His father shook his head. "I don't know what's got into you," he said, "but whatever it is I want you to snap out of it and march right on down there."

Suddenly the door opened and Benjamin's mother stepped into the room. "Aren't you ready yet?" she said.

"No."

"We'll be right down," his father said.

"Well what's wrong," she said, closing the door behind her.

"I am trying to think!"

"Come on, Ben," his father said. He took his arm and began leading him toward the door.

"Goddammit will you leave me alone!" Benjamin said. He pulled away and stood staring at him.

"Ben?" Mr. Braddock said quietly, staring back at him, "don't you ever swear at your mother or me again."

Benjamin shook his head. Then he walked between them and to the door. "I'm going for a walk," he said. He stepped out into the hall and closed the door behind him.

He hurried to the head of the stairs and down but just as he had gotten to the front door and was about to turn the knob Mr. Terhune appeared out of the living room.

"Ben?" he said. "I want to shake your hand."

 

 

 

 

webb
Charles Webb (San Francisco, 9 juni 1939)

 

 

 

 

 

De Georgische dichter, schrijver en politicus Akaki Zereteli werd geboren op 9 juni 1840 in Schwitori. Zie ook mijn blog van 9 juni 2007.

 

 

SULIKO

"In vain I sought my loved one’s grave;
Despair plunged me in deepest woe.
Overwhelmed with bursting sobs I cried:
O where are you, my Suliko?"

In solitude upon a bush
A rose In loveliness did grow;
With downcast eyes I softly asked:
"Isn't that you, O Suliko ?"

The flower trembled in assent
As low it bent its lovely bead;
Upon its blushing cheek there shone
Tears that the morning skies had shed.

Midst rustling leaves a nightingale
Was singing to the rose below;
I hailed the bird and gently asked:
"Isn't that you, O Suliko ?"

The songster fluttered nearer to
The rose, and on it pressed a kiss;
Disburdening its soul in song
That breathed of ecstasy and bliss.

A twinkling star shed shimmering light
Upon me in a silver glow;
I turned to it, and whispered low;
"Isn't that you, O Suliko ?"

As I gazed on the star that shone
In light that glimmered bright and clear
A gentle breeze came passing by
And stopped to whisper in my ear.

"What thou dost seek is found at last.
Henceforth your heart but calm will know;
The night will bring you sweet repose.
And lay will chase away your woe.

"Your Suliko was changed into
A nightingale, a star and rose;
Your souls that true love bound as one
To realms divine in heavens rose."

I seek no more my loved one's grave,
No more do I in sorrow weep,
The world no longer hears me sigh;
Nor sees me drowned in anguish deep.

None can express the bliss I feel
To hear the nightingale from far,
To breathe the essence of the rose;
And gaze upon the shining star.

My bosom throbs once more in joy;
No more am I oppressed by woe;
I seek no tomb, for now I see
Thy dwellings three, my Suliko !"

 

 

 

 

 

Akaki_Tsereteli_statue
Akaki Zereteli (9 juni 1840 – 26 januari 1915)

Standbeeld in Tiblilisi

 

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijfster en pacifiste Bertha Sophie Felicitas Barones von Suttner werd geboren op  9 juni 1843 in Praag. Zie ook mijn blog van 9 juni 2007.

 

Uit: Memoiren

 

Dieser Taufe – obwohl ich dabei so vieles geschworen und abgeschworen – habe ich nicht beigewohnt. Unter »ich« verstehe ich nämlich nicht die lebendige körperliche Form, in der dasselbe enthalten ist, sondern jenes Selbstbewußtsein, das sowohl in der ersten Kindheit, als auch öfters im ganzen Lauf des Lebens abwesend ist: im Schlaf, in der Ohnmacht, in der Narkose und in gar vielen Augenblicken, wo man nur atmet und nicht denkt, nicht schaut, nicht hört, wo man nur so vegetativ weiterexistiert, bis das Ich wieder in Funktion tritt.

Prag war also die Stadt, in der meine Wiege, an der, wie an allen Wiegen, so manches nicht gesungen wurde, gestanden hat. Meine Mutter, die bei meiner Geburt schon Witwe war, ist aber bald nach Brünn übersiedelt, und was mir aus der Kindheit im Gedächtnis geblieben, das spielte sich in der mährischen Hauptstadt ab.

Dort sehe ich mich am Fenster stehen – fünf Jahre alt – und auf den »großen Platz« hinausschauen, wo eine lärmende Menge sich wälzt. Ein neues Wort schlägt an mein Ohr: Revolution. Alle [17] schauen zum Fenster hinaus, alle wiederholen das neue Wort und sind sehr aufgeregt. Was ich empfunden habe, weiß ich nicht mehr, jedenfalls war ich auch erregt, sonst hätten das Bild und das Wort sich dem Geiste nicht eingeprägt. Daneben ist aber nichts. Das Bild weckt kein Verständnis, das Wort hat keinen Sinn. So sieht meine erste Erfahrung eines historischen Ereignisses aus.

Aber mein Gedächtnis reicht weiter zurück und zeigt mir einen Auftritt, den ich im Alter von drei Jahren erlebte und der mich viel heftiger bewegt hat als die politischen Umwälzungen des Jahres 1848.”

 

 

 

 

suttner
Bertha von Suttner (9 juni 1843 - 21 juni 1914)

 

 

 

 

 

De Sorbische schrijver Jurij Brězan werd geboren in Räckelwitz op 9 juni 1916. Zie ook mijn blog van 9 juni 2007.

 

Uit: Ohne Paß und Zoll. Aus meinem Schreiberleben

 

„Nach der Gründung der zwei deutschen Staaten wollten -oder sollten - die Schriftsteller zwischen Elbe und Oder ihren eigenen Verband gründen. Zu diesem Kongreß wurde auch ich, obwohl ich noch keine Zeile in deutscherSprache veröffentlicht hatte, aus mir unbekanntem Grund eingeladen. Ich fuhr also hin, fand den richtigen Saal, setzte mich in die leere viertletzte Reihe, ganz außen und nur auf die halbe Backe, bereit aufzuspringen, sobald jemand mein durch nichts als die simple Einladung ausgewiesenes Eindringen bemerken und, sei es auch nur durch einen verweisenden Blick, rügen würde. Das tat niemand, ich setzte mich ein wenig bequemer hin und versuchte - Zeitungsfotos im Kopf - zu erkennen, wer wohl wer sei. Ein Präsidium wurde gewählt, sechs oder sieben Leute nahmen auf der Bühne Platz, ein Ehrenpräsidium wurde beklatscht, obwohl keiner - weder Stalin noch Mao Tse-tung - erschien, und dann begann Arnold Zweig eine Rede vorzutragen, über Unbewußtes im Unterbewußten wohl. Hinter mir betrat ein Mann den Saal und blieb am Eingang stehen. Er schien noch weniger als ich vom Unbewußten zu verstehen, offenbar unsicher sah er sich im Saal um, wechselte öfter das Standbein, wobei die Dielung knarrte, was ihm sichtlich unangenehm war. Am selben Tag fand unweit von hier auf der anderen Spreeseite im 'Friedrichstadtpalast' ein Kongreß der Landarbeiter statt. Vielleicht hatte der Mann dahin gewollt, dachte ich, schon sein Äußeres - er trug eine Art blaue Montur - deutete darauf hin. Viermal erhob ich mich halb, um ihm zu seinem Kongreß zu verhelfen, und viermal ließ ich es bleiben: Wenn er noch lange dem Unbewußten zuhört, wird er selbst merken, daß es sich hier nicht um Probleme von Landarbeitern handelt.“

 

 

 

 

Brezan
Jurij Brězan ( 9 juni 1916 - 12 maart 2006

 

 

 

 

 

De Venezolaanse dichter en geleerde José Antonio Ramos Sucre werd geboren op 9 juni 1890 in Cumaná. Hij kreeg een opleiding aan het Colegio Nacional, en daarna aan de Universidad Central de Venezuela, waar hij rechten, talen (oud en modern Grieks en Sanskriet) en letteren studeerde. Hij bekwaamde zich ook nog in Deens, Engels, Frans, Duits, Italiaans en Zweeds en werkte later als vertaler op het ministerie van Buitenlandse Zaken. Daarnaast doceerde hij geschiedensi, geografie, Latijn en Grieks. Tot aan zijn dood was hij tensloote Venezolaans consul in Genève.

 

 

The City

 

I used to live in an unhappy city, divided by a slow river, pointed towards infinity.

Still trees on the banks robbed the sun of a difficult sky.

 

I would await the end of a wasted day, interrupted by the sounds of the squall. I

would leave my house turned aside in search of the afternoon & its sights.

 

The declining sun painted the city of offended ruins.

 

Birds flew above to rest further on.

 

I felt strangled by life. The ghost of a woman, the height of bitterness, followed

me with unmistakable steps, a sleepwalker.

 

The sea frightened my withdrawal, undermining the earth in the secret of night.

A breeze confused the trees, blinded the bushes, finished in a tired flower.

 

The city, worn by time & greeted by a bend in the continent, kept common

custom. It told of water vendors & beggars versed in proverbs & advice.

 

The wisest of them insisted upon my attention by referring to the likeness of a

Hindu fable. He succeeded in speeding the course of my thoughts, returning me to my memory.

 

The hour before dawn my fever vanished, cutting loose the madness of a scattered dream.

 

 

 

Vertaald door Cedar Sigo en Sara Bilandzija

 

 

 

 

José_Antonio_Ramos_Sucre
José Antonio Ramos Sucre (9 juni 1890 – 13 juni 1930)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter, schrijver en vertaler Rudolf Borchardt werd geboren op 9 juni 1877 in Königsberg. Borchardt werd gevormd door zijn studie van de oudheid in Bonn en Göttingen en door het werk van dichters als George en Hofmannsthal. Hij was een „poetus doctus“ die de hoogste eisen aan zichzelf en aan zijn lezers stelde. Hij vertaalde o.a. De Goddelijke Komedie van Dante.

 

Uit: Leben von ihm selbst erzählt

 

Ich bin am 9. Juni 1877 meinen in Moskau lebenden Eltern auf einer Heimreise meiner Mutter in Königsberg geboren worden. Beide Eltern entstammten Königsberger Häusern. Obwohl ich meine Vaterstadt seitdem kaum wiedergesehen habe, fühle ich mich nach Familientradition und geistiger Anlage mit Stolz als Ostpreuße.
Mein Vater, der Teeimport betrieben hatte, siedelte 1882 nach Deutschland und schließlich Berlin zurück. Ich trat achtjährig in die Sexta des Französischen Gymnasiums und wurde, bei der Quartaversetzung gescheitert, einem vortrefflichen und humanistisch reichgebildeten Oberlehrer in Marienburg/Ostpr. zur Erziehung übergeben, folgte ihm auch 1893 an das Weseler Gymnasium und bezog Ostern 1895 die Universität Berlin. Die wechselnden Umgebungen meiner Kindheit lehrten mich früh aufmerken und vergleichen. Mein ursprünglich allzu breit angelegtes humanistisches Studium schrumpfte beim Übergange nach Bonn (1896-Herbst 1898) unter Büchelers und Useners großartigem Lehrvorbilde zu klassischer Philologie, und, unter Loeschckes Einflusse, Archäologie, zusammen. Nach einem italienischen Studiensommer und -herbst versuchte ich in Göttingen bei Friedrich Leo mich ausschließlich zum Gelehrten zu bilden, mußte aber endlich begreifen, daß meine Verengerung vorzeitig gewesen war und der erneuerte Trieb zur Breite sie unwiderstehlich überwog. Leos Forscherpersönlichkeit und vom Leben in der Poesie verklärte geistige Anmut ist für Jahrzehnte ein Leitstern meiner Arbeit geblieben.“

 

 

 

 

Borchardt
Rudolf Borchardt (9 juni 1877 – 10 januari 1945)

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 9 juni 2007.

 

De Brits-Amerikaanse dichter en piloot
John Gillespie Magee jr. werd geboren op 9 juni 1922 in Shanghai.

 

09-06-08

Curzio Malaparte, Xander Michiel Beute, Mirko Bonné, Charles Webb, Bertha von Suttner, Akaki Zereteli, Jurij Brězan, John Gillespie Magee jr


De Italiaanse schrijver van Duitse afkomst Curzio Malaparte (pseudoniem van Kurt Erich Suckert) werd geboren in Prato Toscane, 9 juni 1898. Zie ook mijn blog van 9 juni 2007.

 

Uit: Die Haut (La Pelle, vertaald door Hellmut Ludwig)

 

“Es waren die Tage der »Pest« in Neapel. Jeden Nachmittag um fünf Uhr, nach einer halben Stunde Punchingball und einer heißen Dusche in der Sporthalle der P.B.S., Peninsular Base Section, gingen Colonel Jack Hamilton und ich zu Fuß zur Piazza San Ferdinando hinab; mit den Ellbogen mußten wir uns einen Weg durch die Menschenmenge bahnen, die sich vom frühen Morgen bis zur abendlichen Sperrstunde lärmend auf der Via Toledo drängte.

Wir waren sauber gekleidet, gebadet, wohlgenährt, Jack und ich, inmitten dieser elenden, schmutzigen, verhungerten, in Lumpen gekleideten, fürchterlichen Volksmassen Neapels, die von den aus allen Rassen der Erde bestehenden Soldatenscharen der Befreierheere hin und her gestoßen und in allen Sprachen, in allen Dialekten der Welt beschimpft wurden. Die Ehre, als erste befreit zu werden, hatte das Schicksal, unter allen Völkern Europas, dem neapolitanischen Volke zuteil werden lassen: Und um eine so wohlverdiente Belohnung festlich zu begehen, hatten meine armen Neapolitaner nach drei Jahren Hunger, Seuchen, wütender Bombardements dem Vaterland zuliebe die heiß ersehnte und beneidete, ehrenvolle Aufgabe bereitwillig übernommen, die Rolle eines besiegten Volkes zu spielen, zu singen, in die Hände zu klatschen, vor Freude zwischen den Ruinen ihrer Häuser zu tanzen, fremde bis zum Vortage noch feindliche Fahnen zu schwenken und aus den Fenstern Blumen über die Sieger zu streuen.

Aber trotz der allgemeinen aufrichtigen Begeisterung gab es nicht einen einzigen Neapolitaner in ganz Neapel, der sich als Besiegter gefühlt hätte. Ich vermöchte nicht zu erklären, wie dieses seltsame Gefühl in der Volksseele entstanden war. Es stand außer Zweifel, daß Italien, und somit auch Neapel, den Krieg verloren hatte. Es ist sicher weit schwieriger, einen Krieg zu verlieren als ihn zu gewinnen. Einen Krieg gewinnen - das können alle, aber nicht alle sind fähig, ihn zu verlieren. Doch genügt es nicht, den Krieg zu verlieren, um das Recht zu haben, sich als besiegtes Volk zu fühlen. In ihrer von alters her überkommenen Weisheit, die aus der schmerzensvollen Erfahrung vieler Jahrhunderte gespeist wurde, und in ihrer aufrichtigen Bescheidenheit maßten sich meine armen Neapolitaner nicht das Recht an, sich als besiegtes Volk zu fühlen. Es war das ohne Zweifel ein schwerer Mangel an Takt. Aber konnten die Alliierten mit dem Anspruch auftreten, die Völker zu befreien und sie gleichzeitig zwingen, sich als Besiegte zu fühlen? Entweder frei oder besiegt. Es wäre ungerecht, dem neapolitanischen Volk einen Vorwurf daraus zu machen, wenn es sich weder frei noch besiegt fühlte.”

 

 

 

malaparte2
Curzio Malaparte (9 juni 1898 – 19 juli 1957)

 

 

 

De Nederlandse schrijver Xander Michiel Beute werd geboren in 9 juni 1975 te Gouda. Zie ook mijn blog van 9 juni 2007.

 

Voetbal

 

Het is zaterdagmiddag. We zitten in Café Hofman. Drie vrienden. We praten over belangrijke zaken: de dood van Falco, was het nou een auto-ongeluk of een overdosis? En wie zong toch ‘Oene maine matsj Tirol’? Boven alles hebben we het over voetbal. Omdat dat belangrijk is. Er bestaan vrouwen die het belang daarvan niet begrijpen. De liefde voor Studio Sport, een kolkend stadion en het zenuwen lijden voor je eigen club zouden een gebrek aan gevoelsleven maskeren. Zoiets. Ik heb zelfs horen beweren dat voetbal ‘alleen maar een spelletje’ is. Het idee! Nick Hornby heeft in zijn prachtige debuutroman ‘Fever Pitch’ uitgelegd hoe het werkelijk in elkaar steekt. Voetbal, dat is het leven.
    Vandaag echter zijn er nóg belangrijker zaken te bespreken. Debby, de mooie vriendin van Martijn, heeft hem verlaten voor een kalende tandarts van drieënveertig. Martijn heeft negen jaar filosofie gestudeerd, maar weet nu niets meer uit te brengen dan: ‘Een verdomde tandarts nota bene. Ik haat die lui.’ Joris slaat een arm om hem heen en ik bestel nog een rondje. Buiten is het bloemenmarkt. Bijna alle cafégasten hebben een bos naast zich op tafel liggen. Joris en ik weten eigenlijk niet zo goed wat te doen. Joris was ooit de meest veelbelovende dichter van Nederland, maar als er overspelige vriendinnen en tandartsen in het spel zijn, kom je al snel woorden tekort. We drinken en zwijgen. Martijn wrijft in zijn ogen. Hij staat er verslagen bij. Achter de ramen valt gestaag de regen op het Janskerkhof. Slokje bier. Slikken. Kuchen.
    En dan eindelijk neemt Joris het woord: ‘Toen Van Hooijdonk bij Feyenoord wegging, was dat zó klote. Die gozer brak mijn hart. Hoe kon die dat doen?’
    ‘En voor wie?’ meng ik me erin. ‘Voor Fenerbace nota bene. Nee, die spelen mooi voetbal, Fenerbace. Jezus.’ We kijken naar Martijn. Die verslikt zich bijna in zijn witbiertje. Hij buigt zich naar ons voorover en stamelt: ‘Inderdaad. En het erge is, het is alleen maar om het geld. Hoeren zijn het.’
    Nick Hornby schreef het al. Voetbal, dat is het leven.”

 

 

 

 

Klaas+Beute[1]
Xander Michiel Beute (Gouda, 9 juni 1975)

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Mirko Bonné werd op 9 Juni 1965 in Tegernsee / Oberbayern geboren. Zie ook mijn blog van 26 juni 2006 en ook mijn blog van 9 juni 2007.

 

Trikolore

 

Augenuntersuchung. Pupillen
weit gestellt, schon ist
das Licht nicht Favoritin dieses Tages.
Für den Moment will alles strahlen,
Bäume, Leute, Maulheld.
So ein langsamer Sommer
wird zweifellos Geschichte,
so ein ärmelloser Himmel,
Engel mit Schwimmflügeln,
die gegens Ertrinken anschreien
und den Ausdruck des Ozonverlusts
von einer ganzen Woche Hitzefrei
im aufgequollenen Gesicht.

Fresse, du Scheusal im Schatten.
Im Morgenchlor hält alles fest
an aller Rückzugsmöglichkeit, d. h.
es ist Herbst im nervösen Jahrhundert,
noch einmal der alte Dreifarbcode,
verrosteter Montage-Kran,
melancholischer Werftschrott,
Mangelei. Weiß der Himmel.
Roter Sportplatz. Hibiskusblau,
blauer als das stotternde Laubgebläse,
das Himmel und Spielfeld durchlöchert,
flattern die Trikots der Fledermäuse

 

 

 

 

 

Könnte ich wohnen

 

Alles deckt Laub zu, wie schön.
Schon locken die Bücher nicht mehr.
Zu viel wahr, auf jedem Blatt.

Könnte ich ein Land sein,
ich wäre Irgendland.
Du das Irgendmeer. Wie wahr.

Könnte ich irgendwo wohnen,
ich wohnte da mit dir.

Könnte ich irgendwann wohnen,
es wäre Herbst, Herbst, Herbst.

 

 

 

 

Zwischen zwei Bildern

 

Ich fälle die abgestorbene Zierkirsche
und trage Stamm und schwarzes Geäst
mit einer Hand aus dem Garten, so leicht
ist diese Tote. Als der Goldregen blühte,
Vorwand, gelber, jährlich wiederkehrender
Hintergrund fürs Familienbild, zitterten
noch drei Blütenschnipsel an einem Ast.
Dann nichts mehr zu finden. Gerippe,
das alles Gras im Umkreis schwärzte,
pilzbefallener Blattlausfänger, störend
beim Manövrieren mit dem Mäher.

Rosige, hautweiche winzige Blätter,
eine Krone mit Schultern und Hals
und eine Borke hatte sie, goldener
kein Goldregen der ganzen Jahre.
Ich lege den fauligen Stumpf frei,
zerhacke Wurzeln. Der Spatenstiel,
der Stiel der Schaufel gehen zu Bruch,
dann also die Axt, und diese Technik
hat Erfolg. Ab jetzt können wir sagen,
der schwarze Graskreis auf dem Foto,
da stand sie, das war die Kirsche.

 

 

 

 

Bonne
Mirko Bonné (Tegernsee, 9 juni 1965)

 

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 9 juni 2007.

 

De Amerikaanse schrijver Charles Webb werd geboren op 9 juni 1939 in San Francisco.

 

De Oostenrijkse schrijfster en pacifiste Bertha Sophie Felicitas Barones von Suttner werd geboren op  9 juni 1843 in Praag.

 

De Georgische dichter, schrijver en politicus Akaki Zereteli werd geboren op 9 juni 1840 in Schwitori.

 

De Sorbische schrijver Jurij Brězan werd geboren in Räckelwitz op 9 juni 1916.

 

De Brits-Amerikaanse dichter en piloot John Gillespie Magee jr. werd geboren op 9 juni 1922 in Shanghai.

 

 

 

09-06-07

Curzio Malaparte, Charles Webb, Bertha von Suttner, Akaki Zereteli, Jurij Brězan, John Gillespie Magee jr, Xander Michiel Beute, Mirko Bonné


De Italiaanse schrijver van Duitse afkomst Curzio Malaparte (pseudoniem van Kurt Erich Suckert) werd geboren in Prato Toscane, 9 juni 1898. Hij schreef o.a. de romans 'Kaputt' en La Pelle (De huid). Een diep wantrouwen in de Italiaanse leiders leek aan de basis te liggen van zijn tegendraadse politieke keuzes. Na afloop van WO I had hij republikeinse sympathieën. Vervolgens was hij fervent fascist, maar in de jaren dertig stond hij alweer bekend als gevreesd criticus van het regime. Tijdens de eerste oorlogsjaren verwierp hij het fascisme en gaf hij openlijk uiting aan zijn vertwijfeling, zijn desoriëntatie en zijn woede over Mussolini en wat die met de Italianen had gedaan: In zijn beroemdste boek beschreef hij  indringend wat de Tweede Wereldoorlog aanrichtte in Europa. Hoewel lang niet alle verhalen op waarheid berusten, leest het boek van begin tot eind als een ijzingwekkend ooggetuigenverslag.

 

Uit: Kaputt

 

“Nackte deutsche Männer wirken eigenartig wehrlos. Sie sind ohne Geheimnis. Sie erregen keine Furcht mehr. Das Geheimnis ihrer Stärke ist nicht in ihrer Haut, in ihren Knochen, in ihrem Blut, sondern in ihrer Uniform. Sie sind derart nackt, daß sie sich nur in Uniform bekleidet fühlen. Ihre eigentliche Haut ist die Uniform. Wenn die Völker Europas wüßten, welch schlaffe, wehrlose und tote Nacktheit sich unter dem Feldgrau der deutschen Uniform verbirgt, würde das deutsche Heer auch dem schwächsten und schlechtestbewaffneten Volk keine Angst mehr einflößen. Ein Kind würde es wagen, einem Bataillon entgegenzutreten. Es genügt, sie nackt zu sehen, um den verborgenen Sinn ihres Lebens als Volk, der Geschichte ihrer Nation zu verstehen. Sie waren nackt vor uns wie schüchterne, sich schämende Leichname. General Dietl hob den Arm und rief mit lauter Stimme »Heil Hitler!« »Heil Hitler!« antworteten die nackten Männer, und einige hoben mühsam den mit einem Bündel Birkenreiser bewaffneten Arm. Diese Birkenruten dienen zur Selbstgeißelung, es ist der bezeichnendste Augenblick des Saunabadens, sein heiligster Ritus. Aber selbst die Geste dieser rutenbewaffneten Arme wirkte weich und wehrlos.”

 

 

MALAPARTE
Curzio Malaparte (9 juni 1898 – 19 juli 1957)

 

De Amerikaanse schrijver Charles Webb werd geboren op 9 juni 1939 in San Francisco. Hij schreef diverse romans, waarvan de beroemdste ongetwijfeld The Graduate is. Het boek verscheen in 1963. De verfilming ervan door Mike Nichols in 1967 (met Dustin Hoffman en Anne Bancroft) werd een gigantisch succes en stelde het boek, helaas voor de schrijver, voor altijd in de schaduw.

 

Uit: The Graduate

 

“Benjamin Braddock graduated from a small Eastern college on a day in June. Then he flew home. The following evening a party was given for him by his parents. By eight o'clock most of the guests had arrived but Benjamin had not yet come down from his room. His father called up from the foot of the stairs but there was no answer. Finally he hurried up the stairs and to the end of the hall.

"Ben?" he said, opening his son's door.

"I'll be down later," Benjamin said.

"Ben, the guests are all here," his father said. "They're all waiting."

"I said I'll be down later."

Mr. Braddock closed the door behind him. "What is it," he said.

Benjamin shook his head and walked to the window.

"What is it, Ben."

"Nothing."

"Then why don't you come on down and see your guests."

Benjamin didn't answer.

"Ben?"

"Dad," he said, turning around, "I have some things on my mind right now."

"What things."

"Just some things."

"Well can't you tell me what they are?"

"No."

Mr. Braddock continued frowning at his son a few more moments, glanced at his watch, then looked back at Benjamin. "Ben, these are our friends down there," he said. "My friends. Your mother's friends. You owe them a little courtesy."

"Tell them I have to be alone right now."

"Mr. Robinson's out in the garage looking at your new sports car. Now go on down and give him a ride in it."

Benjamin reached into his pocket for a pair of shiny keys on a small chain. "Here," he said.

"What?"

"Give him the keys. Let him drive it."

"But he wants to see you."

"Dad, I don't want to see him right now," Benjamin said. "I don't want to see the Robinsons, I don't want to see the Pearsons, I don't want to see the...the Terhunes."

"Ben, Mr. Robinson and I have been practicing law together in this town for seventeen years. He's the best friend I have."

 

 

Webb
Charles Webb (San Francisco, 9 juni 1939)

 

De Oostenrijkse schrijfster en pacifiste Bertha Sophie Felicitas Barones von Suttner werd geboren op  9 juni 1843 in Praag, dat toen bij Oostenrijk hoorde, als Gravin Kinsky von Wchinitz und Tettau. De Pruisisch-Oostenrijkse Oorlog van 1866 maakte diepe indruk op de jonge gravin, en drukte een stempel op haar verdere leven. In 1876 trouwde ze, in het geheim, met Arthur Grundaccar von Suttner. Haar familie was tegen het huwelijk, o.a. omdat de bruidegom 7 jaar jonger was. De Suttners vertrokken daarom naar het buitenland, waar ze aan de kost kwamen met schrijven en het geven van lessen en lezingen. In 1885 keerden ze terug naar Wenen.

In 1889 verscheen haar boek Die Waffen Nieder!, het allereerste pleidooi voor vrede door ontwapening. Vanaf 1892 gaf ze een tijdschrift uit onder dezelfde naam. Bertha Von Suttners artikelen maakten indruk op de Russische tsaar Nicolaas II. Ze inspireerde hem tot het bijeenroepen van de Vredesconferentie van Den Haag in 1899. Zelf was ze een der deelnemers.

Een andere volger van haar ideeën werd Alfred Nobel, die ze ertoe bracht de Nobelprijzen in te stellen. Zelf kreeg ze de Nobelprijs voor de Vrede in 1905.


Uit:  DIE WAFFEN NIEDER!

 «Wie kann man einen Dichter mit einem Feldherrn nur vergleichen!» rief mein Vater. «Das frage ich auch. Der unblutige Lorbeer ist weitaus der schönere.» «Aber, lieber Baron,» sagte nun meine Tante, so habe ich noch keinen Soldaten sprechen hören. Wo bleibt da die Kampfbegeisterung, wo das kriegerische Feuer?»
 
«Das sind mir keine unbekannten Gefühle, meine Gnädige. Von solchen beseelt, bin ich als neunzehnjähriger Junge zum erstenmal zu Feld gezogen. Als ich aber die Wirklichkeit des Gemetzels gesehen, nachdem ich Zeuge der dabei entfesselten Bestialität gewesen, da war es mit meinem Enthusiasmus vorbei, und in die nachfolgenden Schlachten ging ich schon nicht mehr mit Lust, sondern mit Ergebung.»
 
«Hören Sie, Tilling, ich habe mehr Campagnen mitgemacht als Sie und auch Schauderscenen genug gesehen, aber mich hat der Eifer nicht verlassen. Als ich im Jahre 49 schon als ältlicher Mann mit Radetzky marschierte, war's mit demselben Jubel wie das erste Mal.»
 
«Entschuldigen Sie, Excellenz - aber Sie gehören einer älteren Generation an, einer Generation, in welcher der kriegerische Geist noch viel lebendiger war, als in der unseren, und in welcher das Weltmitleid, welches nach Abschaffung alles Elends begehrt, und das jetzt in immer größere Kreise dringt, noch sehr unbekannt war.»
 
«Was hilft's? Elend muß es immer geben - das läßt sich nicht abschaffen, ebensowenig wie der Krieg.» ...

 

 

Suttner
Bertha von Suttner (9 juni 1843 - 21 juni 1914)

 

De Georgische dichter, schrijver en politicus Akaki Zereteli werd geboren op 9 juni 1840 in Schwitori. In 1863 sloot hij zij studie oriëntaalse talen aan de universiteit van Sint Petersburg af. Zeretelli was een van de woordvoerders in de strijd om de onafhanlelijkheid en vrijheid van Georgië.Zijn gedichten (Suliko, De Tutor, Tornike Eristavi), verhalen (Bashi-Achuki) en toneelstukken (Gamzrdeli) draaiden om historische thema’s en de onvrijheid van de Georgische boeren.

 

Uit: Aus meinem Leben

 

“Jegliches Wesen, sei es beseelt oder unbeseelt, sichtbar oder unsichtbar, unterliegt ein und demselben allumfassenden Gesetz: Es entsteht, wächst heran, wird alt und stirbt! Wasser, was ist das? … Einfach Wasser! … Und doch kann selbst ein gewöhnlicher Fluss diesem für alle und alles geltenden Gesetz nicht entgehen. Sobald er entspringt und in Erscheinung tritt auf irgendeinem abgelegenen Bergabhang, beginnt er langsam dahinzusickern und wie ein Kind, das zum ersten Mal auf den Beinen steht, seinen Weg abwärts zu suchen. Allmählich wächst er an und fasst Fuß, bis er zuletzt mit hellem Klang in irgendeine Schlucht hinabfällt, wo er wie ein zügelloser, lebensvoller Jüngling, stolz und unerschrocken, sich tummelt, vor nichts und niemand sich scheuend, und brausend mit großen Sprüngen davonläuft. Er strömt den unbeweglichen Steinen über den Kopf und prallt ungestüm, bald da, bald dort, gegen die felsigen Ufer, als wollte er seinen Gegner zerreißen und mit sich tragen! … Aber da es ihm nicht gelingt, eilt er mit großem Getöse den Auen entgegen, macht sich dort kühn im tiefen Flussbett breit, und hochbefriedigt, voll männlichen Stolzes, wälzt er gelassen Woge um Woge dahin! … Er läuft und rauscht, auf langem Wege nach dem Meere strebend, doch je mehr er sich dieser unvermeidlichen Bleibe nähert, um so bedächtiger wird er, wie ein Greis, und am Ende bleibt er sogar stehen zu einem Halt … und staut sich, als wollte er noch ein letztes Mal zurückblicken, seine Vergangenheit überschauen, den abwechslungsreichen langen Weg, um dann für immer verschlungen zu werden, in der Tiefe des Meeres zugrunde zu gehen!«

 

 

 

Zeretelli
Akaki Zereteli (9 juni 1840 – 26 januari 1915)

 

De Sorbische schrijver Jurij Brězan werd geboren in Räckelwitz op 9 juni 1916. (Het Sorbisch is een West-Slavische taal, die gesproken wordt in de Lausitz (Łužica), een gebied in het oosten van Saksen (Sakska) en het zuidoosten van Brandenburg) Brězan was een van de belangrijkste vertegenwoordigers van de hedendaagse Sorbische literatuur. Zijn werk omvat romans, novellen en andere vertellingen, ook voor kinderen. Hij schreef in het Sorbisch en in het Duits en werd veelvuldig vertaald (25 talen).

 

Uit: Der alte Mann und das enge Weite

 

“Manchmal, wenn die ersten Nebel aus dem Wald kriechen, fällt wohl ein ganzes Regiment Stare mit grellem Gelärm und nervösem Geflatter hier ein, manchmal auch eine Horde, zehn oder zwölf Jungraben, die sich im krächzenden Durcheinander offenbar gegenseitig die Landschaft erklären. Die beiden Alten mögen solche Gesellschaft nicht, sie meiden dann den Baum.

Jetzt haben sie genug geredet, über das Wetter vielleicht oder wo und wie sie den Rest des Tages verbringen könnten, gemeinsam wie immer, seit sie sich kennen, zwanzig oder sechsunddreißig Jahre, sie fliegen ab.

Der Mann sieht ihnen nach, nimmt den Stock wieder in die rechte Hand, die Knie haben ihre Schmerzpause gehabt, jetzt schafft er den Anstieg ohne weiteren Aufenthalt. Er ist zufrieden, mit den Knien, dem ruhigen Atmen nach dem ungewohnten Ausflug, und überhaupt mit sich, dass er leichten Fußes den Hügel hinab zum Teich gegangen ist.”

 

 

 

BREZAN
Jurij Brězan ( 9 juni 1916 - 12 maart 2006)

 

De Brits-Amerikaanse dichter en piloot John Gillespie Magee jr. werd geboren op 9 juni 1922 in Shanghai als zoon van een Amerikaanse vader en een Britse moeder. Hij sneuvelde tijdens WO II, terwijl hij diende in de Royal Canadian Air Force. Hij had de Rugby School bezocht in Rugby, Warwickshire in Engeland, waar hij de Rugby School's poetry prize in de wacht sleepte. in 1938 Later kwam hij in aanmerking voor een beurs voor Yale, maar hij koos voor de luchtmacht. Zijn gedicht High Flight is beroemd geworden.

 

 

High Flight

 

Oh! I have slipped the surly bonds of Earth

And danced the skies on laughter-silvered wings;

Sunward I've climbed, and joined the tumbling mirt

of sun-split clouds, -- and done a hundred things

You have not dreamed of -- wheeled and soared and swung

High in the sunlit silence. Hov'ring there,

I've chased the shouting wind along, and flung

My eager craft through footless halls of air ....

 

Up, up the long, delirious, burning blue

I've topped the wind-swept heights with easy grace

Where never lark nor ever eagle flew --

And, while with silent lifting mind I've trod

The high untrespassed sanctity of space,

Put out my hand, and touched the face of God.

 

 

Magee
John Gillespie Magee jr. (9 juni 1922 – 11 december 1941)

 

De Nederlandse schrijver Xander Michiel Beute werd geboren in 9 juni 1975 te Gouda. Hij debuteerde in 1999 met een op eigen ervaring gebaseerd verhaal: Nachtvoorstelling.  In 2000 interviewde Beute samen met zijn uitgever Geurt van de Kerk mensen voor de bundel Mensen Gevraagd! over zinloos geweld. De periode daarna gaf Beute workshops, schreef aan zijn tweede roman, las voor op voorleesavonden. Ook studeerde hij aan de Hogeschool van Utrecht (lerarenopleiding Nederlands). Zijn tweede roman, Hinkelen met God, verscheen in 2001.

 

Uit: Hinkelen met God

 

“Mijn naam is Joost van Naaster. Ik ben klein en van weinig maatschappelijk belang. Desondanks besta ik. Minstens een derde van mijn leven is geleefd, waarschijnlijk meer. Er zijn twee doden gevallen. De natuurlijke sterfgevallen van twee stokoude grootvaders en een chagrijnige oom niet meegerekend. Verder was het de alom bekende droefenis van een kind dat een jongen werd, een puber, een jongeman, volwassen. Twee doden, welgeteld, en aan beide heb ik schuld. In het eerste geval was ik ontoerekeningsvatbaar. Ik was buiten zinnen, niet door drank, drugs, woede of waanzin, maar simpelweg omdat ik een erectie had. De tweede keer was anders en met voorbedachte rade. Ik was volledig bij mijn verstand en dus schuldig. Het probleem is dat niemand ervan op de hoogte is. Er is niemand die me ter verantwoording roept. Alleen Eva wist ervan. Eva is al zeven jaar dood.”

 

 

 

Beute
Xander Michiel Beute (Gouda, 9 juni 1975)

 

De Duitse dichter en schrijver Mirko Bonné werd op 9 Juni 1965 in Tegernsee / Oberbayern geboren. Zie ook mijn blog van 26 juni 2006.

Uit: Der eiskalte Himmel

„Einer, der von der Scholle rutscht und in das drei Grad kalte Wasserloch fällt, wo Käpt’n Worsley seine Tiefenlotung vornimmt, der weiß noch, was die Zeit ist, denn der spürt am eigenen Leib, wie furchtbar langsam sie vergeht. Vierzehn Tage brauchen die Klamotten, um zu trocknen.
Tagein, tagaus liege ich auf meiner sich allmählich auflösenden Matte im Zelt und klammere mich an das Buch. Im Halbkreis sitzen sie um mich herum, Clark, Hussey, Bakewell, schwarze, ausgemergelte und langhaarige Gestalten mit Zahnschmerzen und Frostbeulen. Sie erzählen sich Witze, denken sich Lieder aus und erfinden Kochrezepte, und diese Geisterspeisen, die unser Zelt zur Attraktion machen, so dass jeder einmal hereinschneit und einen Happen Wörter kostet, sie werden fetter, sahniger, süßer mit jedem Tag.
Kommt Vincent herein, heißt es schnell den Buchrücken zudecken, damit er nicht sieht, was ich lese. Dann nutze ich die Gelegenheit, um mir die Beine zu vertreten, stopfe das Buch in den Hosenbund und gehe vors Zelt. War sein Großvater wirklich dabei, als Käpt’n John Balleny, ohne es zu ahnen, die Durchfahrt zum Rossmeer und damit den einzig möglichen Zugang zum Pol entdeckte? Oder hast du gelogen, mein Bos’n? Ich setze mich auf die Futterkiste bei den Hunglus und lese weiter, bis mich Doktor Macklin auch von dort vertreibt.
»Buch gerettet, Merce? Entschuldige, aber die Würmer haben Kohldampf.«
Macks Gespann ist als Einziges übrig geblieben. Nachdem wir auch das Lager auf See abgebrochen haben und 15 Kilometer weiter nordwestlich über die Scholle gezogen sind, hat Wild an einem einzigen Nachmittag erst seine und dann auch Creans, Marstons und McIlroys Hunde erschossen. Und als Hurleys verbliebene sieben schließlich auch die letzten Dinge für uns aus dem Lager auf See in das neue »Lager der Geduld« geschleppt hatten, musste Wild sie ebenso hinter den Eishügel führen, 35 Hunde, für die kein Futter mehr da war und die nun uns als Futter dienen. Mager, zottelig und verfilzt sehen mich Macklins sechs Köter mit ihren großen fragenden Augen an.“

 

 

bonne
Mirko Bonné (Tegernsee, 9 juni 1965)