13-03-17

Mahmoud Darwish, Yuri Andrukhovych, Didier Decoin, Vladimir Makanin, Yeghishe Charents, Oskar Loerke, W.O. Mitchell, Hugh Walpole, Inge Müller

 

De Palestijnse dichter Mahmoud Darwish werd geboren in Al-Birwa, Palestina, op 13 maart 1941. Zie ook alle tags voor Mahmoud Darwish op dit blog.

 

The Horse Fell Off The Poem

and the Galilean women were wet
with butterflies and dew,
dancing above chrysanthemum

The two absent ones: you and I
you and I are the two absent ones

A pair of white doves
chatting on the branches of a holm oak

No love, but I love ancient
love poems that guard
the sick moon from smoke

I attack and retreat, like the violin in quatrains
I get far from my time when I am near
the topography of place...

There is no margin in modern language left
to celebrate what we love,
because all that will be... was

The horse fell bloodied
with my poem
and I fell bloodied
with the horse's blood...

 

 

No Flag Flutters In The Wind

No flag flutters in the wind,
no horse floats in the wind,
no drums accompany the rise and fall of waves…
Nothing happens in tragedies today…
The curtain is drawn, both poets and audience
have left - there are no cedars or processions,
no olive branches to greet those coming in by boat,
weary from nosebleed and the lightness
of the final act, as if passing from one fate
to another, a fate written beyond the text,
a woman of Greece playing the part
of a woman of Troy, as easily white as black,
neither broken nor exalted, and no one asks:
'What will happen in the morning?'
'What comes after this Homeric pause?'
…as if this were a lovely dream
in which prisoners of war are relieved
by fairness of their long, immediate night,
as if they now say:
'We mend our wounds with salt'
'We live near our memory'
'We shall try out an ordinary death'
'We wait for resurrection, here, in its home
in the chapter that comes after the last…'

 

 
Mahmoud Darwish (13 maart 1941 - 9 augustus 2008)
Portret door Avi Katz, z.j.

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12-03-17

Jenny Erpenbeck, Dave Eggers, Jack Kerouac, Naomi Shihab Nye, Carl Hiaasen, Edward Albee, De Schoolmeester, Benedict Wells

 

De Duitse schrijfster en filmregisseur Jenny Erpenbeck werd geboren op 12 maart 1967 in Oost-Berlijn. Zie ook alle tags voor Jenny Erpenbeck op dit blog.

Uit: Aller Tage Abend

“Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen, hatte die Großmutter am Rand der Grube zu ihr gesagt. Aber das stimmte nicht, denn der Herr hatte viel mehr genommen, als da war – auch alles, was aus dem Kind hätte werden können, lag jetzt da unten und sollte unter die Erde. Drei Handvoll Erde, und das kleine Mädchen, das mit dem Schulranzen auf dem Rücken aus dem Haus läuft, lag unter der Erde, der Schulranzen wippt auf und ab, während es sich immer weiter entfernt; drei Handvoll Erde, und die Zehnjährige, die mit blassen Fingern Klavier spielt, lag da; drei Handvoll, und die Halbwüchsige, der die Männer nachschauen, weil ihr Haar so kupferrot leuchtet, wurde verschüttet; dreimal Erde geworfen, und es wurde auch die erwachsene Frau, die ihr, wenn sie selbst begonnenhätte, langsam zu werden, eine Arbeit aus der Hand genommen hätte mit den Worten: ach, Mutter, auch die wurde langsam von Erde, die ihr in den Mund fiel, erstickt. Unter drei Händen voll Erde lag eine alte Frau da im Grab, eine Frau, die selbst schon begonnen hat, langsam zu werden, zu der eine andere junge Frau oder ein Sohn manchmal gesagt hätte: ach, Mutter, auch die wartete nun darauf, dass man Erde auf sie warf, bis die Grube irgendwann wieder ganz voll sein würde, und ein wenig voller als voll, denn den Hügel über der Grube wölbt ja der Körper aus, wenn der auch viel weiter unten liegt, wo man ihn nicht mehr sieht. Über einem Säugling, der plötzlich gestorben ist, wölbt sich der Hügel fast gar nicht. Eigentlich aber müsste der Hügel so riesig sein wie die Alpen. Das denkt sie, und dabei hat sie die Alpen noch niemals mit eigenen Augen gesehen.
Sie sitzt auf derselben Fußbank, auf der sie als Kind immer saß, wenn ihre Großmutter ihr Geschichten erzählte. Diese Fubank war das Einzige, was sie sich von der Großmutter für ihren eigenen Hausstand gewünscht hatte. Sie sitzt im Flur auf dieser Fußbank, lehnt sich an die Wand, hält die Augen geschlossen und rührt das Essen und T rinken, das eine Freundin vor sie hingestellt hat, nicht an. Sieben Tage wird sie jetzt so da sitzen. Ihr Mann hat versucht, sie hochzuziehen, aber gegen ihren Willen hat er es nicht geschafft.“

 
Jenny Erpenbeck (Berlijn, 12 maart 1967)

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Kathrin Schmidt, Henrike Heiland, M. A. Numminen, Gabriele d'Annunzio, Irving Layton, Helga Goetze, Françoise d'Eaubonne, Antony Deschamps, Sergej Michalkov

 

De Duitse dichteres en schrijfster Kathrin Schmidt werd geboren op 12 maart 1958 in Gotha. Zie ook alle tags voor Kathrin Schmidt op dit blog.

Uit: Du stirbst nicht

„Helene spürt eine Hand auf der Stirn. Es ist die von Matthes, sie merkt es, noch ehe sie die Augen geöffnet hat. Matthes sieht nicht zornig aus. Er war sehr oft zornig in den letzten beiden Jahren. Ihr Anblick allein reichte schon aus, ihn in Rage zu versetzen. Aber stimmt das überhaupt? Leise, wie eben geschlüpfte Schlangen, züngelt Unsicherheit. Was gerade wie eine Erinnerung anmutete, kommt ihr in diesem Moment wie ein jäher, plötzlicher und eigentlich unmotivierter Verdacht vor. Hat die Gegenwart sie als Geisel genommen, um die Vergangenheit freizupressen? Aber wer sollte damit zu erpressen sein ... Ihr will niemand einfallen. Die Unsicherheit leckt die Haut der Unterarme, die Härchen stellen sich auf. Sie fröstelt. Nun reicht Matthes’ Anblick, sie in Rage zu versetzen: wie verständnisvoll, er auf sie schaut, wie allwissend! Ganz Vater, der sein kleines, unbeholfenes Kind begütigend und mit ebenjenem Hauch Spott auf den Lippen besänftigen will, der das Fass zum Überlaufen bringt. Das Kind windet sich, tritt, schlägt um sich. Der Vater lächelt und hält es fest.
Sie kann nicht ausdrücken, was sie denkt.
Es ist furchtbar, aber sie ist es, die sich windet. Die schlägt.“

 

 
Kathrin Schmidt (Gotha, 12 maart 1958)

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11-03-17

Leena Lehtolainen, Karl Krolow, Daan de Ligt, Frans Vogel, Willem Claassen, Amal Karam

 

De Finse schrijfster Leena Lehtolainen werd geboren op 11 maart 1964 in Vesanto. Zie ook alle tags voor Leena Lehtolainen op dit blog.

Uit: Das Echo deiner Taten (Vertaald door Gabriele Schrey-Vasara)

„Die Birkenzweige hingen schlaff in der silbernen Vase. Die ersten Blätter waren bereits abgefallen: Im April gab es nur tiefgekühlte Birkenquaste vom vorigen Sommer zu kaufen. Irgendwer hatte ein Stück Fleischwurst auf den Touren-schlittschuh gespießt. Vielleicht gab es ja im Norden noch Eis, auf dem Oberkommissar Jyrki Taskinen das Geschenk zu sei-ner Pensionierung testen konnte. Koivu, Puupponen und ich hatten unserem ehemaligen Chef zum Abschied Schlittschuhe geschenkt. Er hätte von nun an Zeit genug, nicht nur an Ma-rathonläufen, sondern auch an Eismarathons teilzunehmen.
Im Kabinett des Hotels Scandic in Espoo war den ganzen Abend lang keine ausgelassene Stimmung aufgekommen, ob-wohl der Polizeichef und die Vertreter des Personals Taskinen über den grünen Klee gelobt hatten. Ich hatte mich geweigert, eine Rede zu halten. Mit Taskinens Eintritt in den Ruhestand endete gewissermaßen eine ganze Epoche. Er hatte bereits in den 1990er Jahren, als die Espooer Polizei das neue Polizei-gebäude in Kilo bezog, eine Führungsposition gehabt, er hatte die Strukturreformen, Zusammenlegungen und Kürzungen miterlebt und in all dem Trubel seine Untergebenen verteidigt wie ein Löwe. Wie oft hatte er vermittelt, wenn ich mit den höchsten Chefs aneinandergeraten war? Natürlich konnte ich selbst für mich eintreten, aber Taskinens Unterstützung war unersetzlich gewesen. Unsere Freundschaft würde nicht mit seiner Pensionierung enden, doch sie würde eine andere Fär-bung annehmen.
Die Hauptperson des Abends war dabei, sich zu verabschieden, der Polizeichef bestellte ein Taxi. Zwar hatte Tas-kinen erst das Mindestrentenalter für leitende Polizeibeamte erreicht, doch sein Weggang war für manche eine Erleichte-rung. Jeder natürliche Abgang schuf die Möglichkeit, die frei gewordene Stelle zu streichen oder mit einer anderen zusam-menzulegen. Die Bezahlung im Staatsdienst war immer noch mager, aber nicht mehr langfristig gesichert, das Staatsbrot war in Häppchen zerschnitten worden, die man den Hung-rigen jederzeit entziehen konnte.“

 

 
Leena Lehtolainen (Vesanto, 11 maart 1964)

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Ernst Wichert, Douglas Adams, Torquato Tasso, Georg Maurer, Josef Martin Bauer

 

De Duitse schrijver Ernst Wichert werd geboren op 11 maart 1831 in Insterburg. Zie ook alle tags voor Ernst Wichert op dit blog.

Uit:Der Bürgermeister von Thorn

“In der Marienburg, dem Haupthause des Deutschen Ordens in Preußen, lag im Oktober des Jahres 1449 der ehrwürdige Hochmeister Herr Konrad v. Erlichshausen zum Tode krank. Er hatte schon bei Beginn der Krankheit, die rasch einen schlimmen Verlauf zu nehmen drohte, seine fürstliche Wohnung im Mittelschloß verlassen und die einfacheren, aber wohnlicheren Räume bezogen, die im alten Hochschloß, dem mächtigen Mauerviereck daneben, für die Landmeister des Deutschen Ordens hergerichtet waren, bevor zu Anfang des vierzehnten Jahrhunderts der Hochmeister Siegfried von Feuchtwangen seine Residenz von Venedig an die Nogat verlegte und die Marienburg diesem Zweck entsprechend ausbauen ließ. Er hatte hier auch die Kirche in der Nähe, die der fromme Mann ungern versäumte, solange es ihm noch möglich war, sie auf einem Tragsessel zu erreichen. Jetzt freilich sah er sich schon seit Wochen an sein Schmerzenslager gefesselt.
Es waren nur zwei kleine zellenartige Räume, auf die der Meister sich beschränkt hatte. Wenn auch die Ordensregel ihn nicht hinderte, sich jede seinem fürstlichen Stande angemessene Bequemlichkeit zu gestatten, so liebte er es doch, sich der alten Rittersitte treu zu beweisen und den Brüdern, die zu Abweichungen aller Art nur zu geneigt waren, ein gutes Beispiel von Einfachheit und Mäßigkeit zu geben. Nur schwer und auf dringenden Wunsch der Ärzte hatte er sich entschließen können, ein Federbett anzunehmen und eine wärmere Decke als seinen weißen Mantel über sich breiten zu lassen. Das Holzgestell, auf dem er lag, unterschied sich nur wenig von der Lagerstätte der Konventsbrüder. Die Wände des Schlafzimmers waren aber mit Teppichen behängt und die Steinfliesen mit Matten belegt. Ein Bettschirm von Leder hielt den Zugwind gegen die Tür hin ab, und das hoch angebrachte Fenster in der dicken Mauer war durch einen mit geöltem Pergament überzogenen Rahmen geschlossen, der zwar selbst bei hellem Tage nur spärliches und dämmeriges Licht einließ, aber doch Kälte und Nässe abhielt, über dem Fußende des Bettes hing ein Kruzifix, die treffliche Holzschnitzerei eines deutschen Künstlers, der seine Werkstube in Nürnberg hatte. Auf der Decke lag ein Rosenkranz von großen Bernsteinperlen, ein Geschenk des Paternoster-Gewerks in Danzig. Ein in der Fensternische stehender Lehnsessel von reicher Schnitzarbeit und weich gepolstert, aus den Prunkgemächern des Mittelbaues hierhergebracht, wurde nur noch benutzt, wenn der Kranke umgebettet werden mußte. Ein paar einfache Stühle und Schemel waren für Besuchende bestimmt. Auf einem kleinen Tisch am Kopfende des Bettes hatten Flaschen und Büchsen mit Medikamenten neben einer Lampe und einem Weinkrug Platz. Auch wurde dorthin das Brett mit den Speisen aus der Hospitalküche gestellt, die jedoch der Kranke meist unberührt wieder abtragen ließ. Eine Glocke stand ihm nahe zur Hand.”

 
Ernst Wichert (11 maart 1831 – 21 januari 1902)
Cover

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10-03-17

John Rechy, Joseph von Eichendorff, Hilde Van Cauteren, Jakob Wassermann, Karel van de Woestijne, Chloé Delaume, Friedrich Schlegel, Boris Vian, Manolis Anagnostakis

 

De Amerikaanse schrijver John Rechy werd geboren op 10 maart 1934 in El Paso, Texas. Zie ook alle tags voor John Rechy op dit blog.

Uit: Bodies and Souls

"Ten days before the slaughter on the freeways, and on an afternoon in late spring, early summer, Orin, Lisa, and Jesse James stood before the gates of an abandoned mansion on Sunset Boulevard in Beverly Hills. Many tourists milled about the notorious house. From behind the elaborate gates, burly guards stares at the game sweaters.
Although unpredictable, June is often murky, even cool; but a Southern California day can go through a mild version of the four seasons-the blue coolness of morning moving to sweaty warmth. Today in that seasonless month, a breeze containing a hint of heat kept the smog against the watery horizon of an azure sky.
“It reminds me of Tara in Gone with the Wind,” Lisa said. She had just turned eighteen. She had a prettiness saved from cuteness and nudged toward beauty by a full, sensual mouth.
She had cultivated a crooked half-smile like Lauren Bacall’s in To Have and Have Not.
You’re crazy,” Jesse James laughed. The jagged angles of his twenty-one-year-old face gave him a composite handsomeness his individual features did not possess. Under his cowboy hat, darkish hair licked his forehead. He opened another button of his shirt, exposing his chest to more sun. “Gone with the Wind had tall columns, and it sure didn’t have those statues.”
Beyond the iron-grill fencing of intricate fleurs-de-lis looping over stone-embossed walls, the mansion is painted green, smeared now by buried smoke. A large tree, killed by fire, lies over a long veranda. Statues of naked bodies line the cracked balustrade. muscular figures of men, curved bodies of women, almost life-size, once painted in flesh tones, with rosy lips and cheeks and eyelashed tinted eyes, and pubic hair, drawn black and realistic. Now the colored bodies are faded; only the painted hair over exposed genitals remains bold and dark. Defiantly the mansion faces the strip of coiffed grass that divides the wide boulevard as it curves and swerves along miles of green, flowered wealth and stops far away in Malibu at the frothing edge of the Pacific Ocean.”

 

 
John Rechy (El Paso, 10 maart 1934)
In 1963

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09-03-17

Peter Altenberg, Ed Hoornik, Peter Zantingh, Heere Heeresma, Vita Sackville-West, Josef Weinheber, Taras Sjevtsjenko, Umberto Saba, Agnes Miegel

 

De Oostenrijkse schrijver Peter Altenberg werd geboren op 9 maart 1859 in Wenen. Zie ook alle tags voor Peter Altenberg op dit blog.

Uit: Erinnerung

“Ich verstehe das alles nicht von der Kindheit, von diesem Gegensatze nämlich der Kindertage und der späteren. Das verstehe ich nicht. Denn hierin habe ich doch eine Kontrolle, da ich 49 Jahre alt bin und mit 9 Jahren nach Vöslau kam im Sommer. Der Arzt hatte zu meiner wunderbar schönen überzarten Mama gesagt: »Da Sie also Ihren geliebten Gatten während der Sommermonate nicht in Wien für sich einsam arbeiten lassen wollen, andererseits aber Sie und Ihr Söhnchen sehr zart organisiert sind, so rate ich Ihnen dringend zu Vöslau. Es ist trockene staubfreie Luft, stundenlange Tannenwälder, ein Bad von 22 Grad Réaumur, und ihr geliebter Gatte kann jeden Abend hinausgelangen.« Ich lernte das grünbewachsene Geländer des kleinen Bahnhofes damals fanatisch lieben, die lange eigentlich melancholische Bahnhofstraße mit dem braunen Bache, in welchem Wäsche gewaschen wurde oder Enten ein Bad nahmen, das nur die letzte Vorbereitung war zum Abgestochenwerden. Rechts war die riesige Spinnfabrik. Man wußte nichts von ihr, als daß der Direktor ein persönlicher Freund meines Vaters sei. Man war erstaunt, an einem Landaufenthalt eine große Spinnfabrik anzutreffen, mit Gärten und Blumenbeeten und stark vergittert und schweigsam. Man sah Rauch aus langen dünnen Schloten und dachte nicht weiter nach. Dann kam man zum Bade, wo es nach Linden roch und nach den sonngedörrten Planken, die das Bad umfriedeten. Bänke waren da für die Ausruhenden vom Bade, für die Wartenden und Erwartenden. Die graublaue Quelle kam aus dem Innern der Erde und floß über Kieselgrund. Die Natur bot nirgends eine Pracht und Fülle, aber jede Eiche war bekannt und beliebt auf dem schütteren trockenen Wiesengrunde. Im Walde waren Büsche mit roten Beeren, mit schwarzen Beeren und mit hellgrünen Beeren, und Blumen waren nur zu zählen. Die Tannen würzten an heißen Stellen die Luft. Dem Boden fehlte entschieden Wasser, und die angeschnittenen Tannen gaben Harz von sich, ihren Lebensbalsam. »In drei Jahren müssen sie daran zugrunde gehen«, sagte unser Hofmeister, »aber der Herr Baron wird davon leben.« »Es tut ihnen aber wenigstens nicht weh«, erwiderte ich. – »Weißt du es?!« sagte mein geliebter Hofmeister. Bei der »Waldandacht« begann eigentlich erst für mich die Wildnis. Diese Waldschlucht bis Merkenstein kam mir vor wie unentdeckte Wege zum Viktoria-Nyanza. Ich war erstaunt, daß man keine scharfen Beile benötigte, um sich durch undurchdringliches Gestrüppe einen Weg zu bahnen. Immerhin war es eine Waldschlucht, die sich hinzog ins Unendliche. Der Name »Merkenstein«, dort, wo das Tal endete, war wie der Name »Ewigkeit«. In Vöslau selbst liebte ich alles, alles, jeden Gartenzaun, und die Blicke in die trostlose Ebene, wo das Bahngeleise war.“

 

 
Peter Altenberg (9 maart 1859 – 8 januari 1919)
Cover

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08-03-17

Jeffrey Eugenides, Hafid Bouazza, Walter Jens, A. Marja, Aslı, Erdoğ,an, John McPhee, Mouloud Feraoun, Mechtilde Lichnowsky, Dominic Angeloch

 

De Amerikaanse schrijver Jeffrey Eugenides werd geboren op 8 maart 1960 in Detroit. Zie ook alle tags voor Jeffrey Eugenides op dit blog.

Uit: The Marriage Plot

“All over College Hill, in the geometric gardens of the Georgian mansions, the magnolia-scented front yards of Victorians, along brick sidewalks running past black iron fences like those in a Charles Addams cartoon or a Lovecraft story; outside the art studios at the Rhode Island School of Design, where one painting major, having stayed up all night to work, was blaring Patti Smith; shining off the instruments (tuba and trumpet, respectively) of the two members of the Brown marching band who had arrived early at the meeting point and were nervously looking around, wondering where everyone else was; brightening the cobblestone side streets that led downhill to the polluted river, the sun was shining on every brass doorknob, insect wing, and blade of grass. And, in concert with the suddenly flooding light, like a starting gun for all the activity, the doorbell in Madeleine’s fourth-floor apartment began, clamorously, insistently, to ring.
The pulse reached her less as a sound than as a sensation, an electric shock shooting up her spine. In one motion Madeleine tore the pillow off her head and sat up in bed. She knew who was ringing the buzzer. It was her parents. She’d agreed to meet Alton and Phyllida for breakfast at 7:30. She’d made this plan with them two months ago, in April, and now here they were, at the appointed time, in their eager, dependable way. That Alton and Phyllida had driven up from New Jersey to see her graduate, that what they were here to celebrate today wasn’t only her achievement but their own as parents, had nothing wrong or unexpected about it. The problem was that Madeleine, for the first time in her life, wanted no part of it. She wasn’t proud of herself. She was in no mood to celebrate. She’d lost faith in the significance of the day and what the day represented.
She considered not answering. But she knew that if she didn’t answer, one of her roommates would, and then she’d have to explain where she’d disappeared to last night, and with whom. Therefore, Madeleine slid out of the bed and reluctantly stood up.
This seemed to go well for a moment, standing up. Her head felt curiously light, as if hollowed out. But then the blood, draining from her skull like sand from an hourglass, hit a bottleneck, and the back of her head exploded in pain.“

 

 
Jeffrey Eugenides (Detroit, 8 maart 1960) 

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07-03-17

Bret Easton Ellis, Robert Harris, Jürgen Theobaldy, Georges Perec, Abe Kōbō, Reinhard Kaiser, Manfred Gregor, Jan Frederik Helmers, Alessandro Manzoni

 

De Amerikaanse schrijver Bret Easton Ellis werd geboren op 7 maart 1964 in Los Angeles. Zie ook alle tags voor Bret Easton Ellis op dit blog.

Uit: American Psycho

“ABANDON ALL HOPE YE wno ENTER HERE is scrawled in blood red lettering on the side of the Chemical Bank near the corner of Eleventh and First and is in print large enough to be seen from the backseat of the cab as it lurches forward in the traffic leaving Wall Street and just as Timothy Price notices the words a bus pulls up, the advertisement for Les Mirémbles on its side blocking his view, but Price who is with Pierce 5: Pierce and twenty-six doesn't seem to care because he tells the driver he will give him five dollars to turn up the radio, “Be My Baby” on WYNN, and the driver, black, not American, does so.
“I'm resourceful," Price is saying. “I'm creative, I'm young, unscrupulous, highly motivated, highly skilled. In essence what I’m saying is that society cannot afford to lose me. I’m an asset.”
Price calms down, continues to stare out the cab‘s dirty window, probably at the word FEAR sprayed in red grafiti on the side of a McDonald’s on Fourth and Seventh. “I mean the fact remains that no one gives a shit about their work, everybody hates their job, I hate my job, you be told me you hate yours. What do I do? Go back to Los Angeles? Not an alternative. I didn't transfer from UCLA to Stanford to put up with this. I mean am I alone in thinking we’re not making enough money?” Like in a movie another bus appears, another poster for Les Misérables replaces the word-not the same bus because someone has written the word DYKE over Eponine's face. Tim blurts out, “I have a co-op here. I have a place in the Hamptons, for Christ sakes."
Parents', guy. It's the parents’."
“I'm buying it from them. Will you fucking turn this up?" he snaps but distractedly at the driver, the Crystals still blaring from the radio.
“It don't go up no higher," maybe the driver says.
Timothy ignores him and irritably continues. “I could stay living in this city if they just installed Blaupunkts in the cabs.
Maybe the ODM III or ORG ll dynamic tuning systems?" His voice softens here. “Either one. Hip my friend, very hip."

 

 
Bret Easton Ellis (Los Angeles, 7 maart 1964)
Affiche voor de gelijknamige film uit 2000

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06-03-17

Patrick deWitt, Gabriel García Márquez, Jeremy Reed, Marijke Hanegraaf, Thomas Acda, Günter Kunert, Clark Accord, Elizabeth Barrett Browning, Michelangelo

 

De Canadese schrijver en scenarist Patrick deWitt werd geboren op 6 maart 1975 op Vancouver Island. Zie ook alle tags voor Patrick deWitt op dit blog.

Uit: Undermajordomo Minor

“These words played in Lucy’s head as he stood on the platform awaiting the Count and Countess’s arrival. As the train came into the station, he could hear a man’s wild cackling; when the Count emerged from his compartment he was quite obviously drunken, swaying in place, a cigar planted in the fold of his slick, blubbery mouth. His skull was a softly pink egg, his eyes blood-daubed yolks — he drew back from the sunlight as one scalded. Once recovered, he focused on Lucy, gripping him by the lapel. “Ah, Broom, happy to see you again, boy.”
“Yes, sir, nice to see you, as well. Only I’m not Mr Broom; my name is Lucy.”
“What?”
“My name is Lucy, sir.”
The Count stared. “You’re Broom.”
“I’m not he, sir.”
“Well, where has Broom run off to?”
“He has died, sir.”
The Count leaned back on his heels. Speaking over his shoulder and into the blackened compartment, he said, “Did you know about this?”
“About what?” said the Countess.
“Broom is dead.”
“Who?”
“The servant lad? Broom? You were so fond of him last time we visited.”
“Oh, yes, him. Nice boy — nice colouring. He’s dead, you say?”
“Dead as dinner, apparently.”
“How did he die?”
“I don’t know how.” The Count looked at Lucy. “How?”
Lucy said, “He was possessed by a wickedness and so cast himself into the Very Large Hole, sir.”
The Count made an irritable face.
“Did he say a very large hole?” the Countess asked."

 

 
Patrick deWitt (Vancouver Island, 6 maart 1975)

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05-03-17

Pier Paolo Pasolini, Koos van Zomeren, Jurre van den Berg, Arthur van Schendel, Nelly Arcan, Danny King, Jean Orizet

 

De Italiaanse filmregisseur, dichter en schrijver Pier Paolo Pasolini werd geboren in Bologna op 5 maart 1922. Zie ook alle tags voor Pier Paolo Pasolini op dit blog.

Uit: Seven Poems for Ninetto

6/

When you have been in pain for so long
and for so many months it has been the same, you resist it,
but it remains a reality in which you are caught.

It is a reality that wants only to see me dead.

And yet I do not die. I am like someone who is nauseous
and does not vomit, who does not surrender
despite the pressure of Authority. Yet, Sir,

I, like the entire world, agree with you.

It is better that we are kept at a far distance.
Instead of dying I will write to you.

In this way, I preserve intact my critique

of your hypocritical way of life,
which has been my sole joy in the world.

 

7/
After much weeping, in secret
and in front of you, after having staged
many acts of desperation, you made
the final decision to surrender

and never to be seen again. I am done.

I have acted like a madman. I will not let the water run
from the source of my evil and my good:
these pacts between men are not for you or perhaps

you’re too skilled in the art of breaking them,

guided by a Genie that gives you certainty
by which you are transfigured. You

know the right button to push.

When I speak you tell me “no”
and I tremble with disgust and fury
at the thought of our unforgettable happy hours.

 

 
Pier Paolo Pasolini (5 maart 1922 – 2 november 1975
Ninetto Davoli en Pier Paolo Pasolini

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Leslie Marmon Silko, Frank Norris, Fritz Usinger, Friedrich Schnack, Ennio Flaiano, Moritz Carrière, Karl August Timotheus Kahlert

 

De Indiaans-Amerikaanse schrijfster Leslie Marmon Silko werd geboren op 5 maart 1948 in Albuquerque, New Mexico. Zie ook alle tags voor Leslie Marmon Silko op dit blog.

 

Lullaby

The earth is your mother,
she holds you.
The sky is your father,
he protects you.
Sleep,
sleep.
Rainbow is your sister,
she loves you.
The winds are your brothers,
they sing to you.
Sleep,
sleep.
We are together always
We are together always
There never was a time
when this
was not so.

 

 
Leslie Marmon Silko (Albuquerque, 5 maart 1948)

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04-03-17

Kristof Magnusson, Khaled Hosseini, Robert Kleindienst, Irina Ratushinskaya, Alan Sillitoe

 

De Duitse schrijver Kristof Magnusson werd geboren op 4 maart 1976 in Hamburg. Zie ook alle tags voor Kristof Magnusson op dit blog.

Uit: Ik was het niet (Vertaald door Hilde Keteleer)

“Ik vroeg de anderen wat ze ervan vonden dat Felix Magath nu trainer van Schalke werd. Iedereen kende alleen maar Bayern München. Natuurlijk wist ik wel dat het zinvol was om met de collega’s iets te gaan drinken.
Netwerken en zo. Het wás ook werk, maar niet zo productief dat je er een hele nacht aan hoefde te besteden. Waarom dronken ze niet gewoon twee pintjes, handelden intussen de hele riedel van Tottenham en Arsenal, Auditt, Range Rover en vrouwelijke collega’s af en gingen dan maffen?
Eindelijk ging de kroeg dicht. Ik liep naar het hotel en had al op de liftknop geduwd toen Vikram, de in Bombay geboren Arsenalfan, aan mijn mouw trok en me meezeulde naar de hotelbar, waar iedereen bij elkaar zat. ‘We drinken Jägermeister, man’, had hij gezegd, alsof ik dan als Duitser geen nee kon zeggen. En dus dronk ik. Veroorzaakte een pijnlijke stilte toen ik zei dat ik geen auto had. Om drie uur deed ik alsof ik naar de wc moest, liep naar mijn kamer, kotste, douchte, dronk twee liter water, nam twee magnesiumtabletten, drie paracetamols en een Pantozol, pakte mijn koffer, nam een taxi naar Heathrow en stapte om 5.03 uur in dit vliegtuig terug naar Chicago.
De stewardess nam mijn jasje aan en hing het op een knaapje, waaraan ze mijn instapkaart vastmaakte als een garderobenummer. Daarna kwam ze met een glas champagne.
Ik moest me beheersen om niemand te laten merken hoe blij ik was met mijn stoel in de businessclass. Per slot van rekening was deze vlucht geen cadeau van Rutherford & Gold maar een noodzakelijke uitgave.”

 

 
Kristof Magnusson (Hamburg, 4 maart 1976)

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Ryszard Kapuściński, Jean-Joseph Rabearivelo, Annette Seemann, F. W. Bernstein, Giorgio Bassani

 

De Poolse schrijver dichter en journalist Ryszard Kapuściński werd geboren in Pinsk, Polen (thans Wit-Rusland), op 4 maart 1932. Zie ook alle tags voor Ryszard Kapuściński op dit blog.

Uit: Travels with Herodotus (Vertaald door Klara Glowczewska)

« Before Herodotus sets out on his travels, ascending rocky paths, sailing a ship over the seas, riding on horseback through the wilds of Asia; before he happens upon the mistrustful Scythians, discovers the wonders of Babylon, and plumbs the mysteries of the Nile; before he experiences a hundred different places and sees a thousand inconceivable things, he will appear for a moment in a lecture on ancient Greece, which Professor Bieiunska-Malowist delivers twice weekly to the first-year students in Warsaw University’s department of history.
He will appear and just as quickly vanish.
He will disappear so completely that now, years later, when I look through my notes from those classes, I do not find his name. There are Aeschylus and Pericles, Sappho and Socrates, Heraclitus and Plato; but no Herodotus. And yet we took such careful notes. They were our only source of information. The war had ended six years earlier, and the city lay in ruins. Libraries had gone up in flames, we had no textbooks, nobooks at all to speak of.
The professor has a calm, soft, even voice. Her dark, attentive eyes regard us through thick lenses with marked curiosity. Sitting at a high lectern, she has before her a hundred young people the majority of whom have no idea that Solon was great, do not know the cause of Antigone’s despair, and could not explain how Themistocles lured the Persians into a trap.
If truth be told, we didn’t even quite know where Greece was or, for that matter, that a contemporary country by that name had a past so remarkable and extraordinary as to merit studying at university. We were children of war. High schools were closed during the war years, and although in the larger cities clandestine classes were occasionally convened, here, in this lecture hall, sat mostly girls and boys from remote villages and small towns, ill read, undereducated. It was 1951. University admissions were granted without entrance examinations, family provenance mattering most-in the communist state the children of workers and peasants had the best chances of getting in.”

 
Ryszard Kapuściński (4 maart 1932 - 23 januari 2007)
Getekend door Angelero 

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