07-06-11

Orhan Pamuk, Monika Mann, Nikki Giovanni, Harry Crews, Louise Erdrich, Mascha Kaléko

 

De Turkse schrijver Orhan Pamuk werd geboren op 7 juni 1952 in Istanbul. Zie ook mijn blog van 7 juni 2010 en eveneens alle tags voor Orhan Pamuk op dit blog.

 

Uit: Istanbul (Vertaald door Gerhard Meier)

 

Durch die fortwährenden Konkurse meines Vaters und meines Onkels, die Streitereien meiner Eltern und die Zwistigkeiten, die sich immer wieder zwischen unserer Kleinfamilie und dem von meiner

Großmutter präsidierten Familiengroßverband ergaben, wurde mir allmählich beigebracht, daß das Leben nicht nur aus freudigen Ereignissen und immer neu sich auftuenden Glücksquellen (Malen,

Sexualität, Freundschaft, Schlaf, Geliebtwerden, Essen, Spielen, Beobachten) bestand, sondern auch aus einer ganzen Anzahl urplötzlich ausbrechender kleinerer und größerer Katastrophen. In meiner Kindheit wurde am Radio nach den Nachrichten und dem Wetterbericht immer mit ernster Stimme nicht nur den betroffenen Seeleuten, sondern ganz Istanbul verkündet, auf welchem Längenund

Breitengrad an der Mündung des Bosporus ins Schwarze Meer Treibminen gesichtet worden seien, und so heimtückisch wie diese Minen waren auch die Katastrophen, die den Menschen jederzeit völlig überraschend ereilen konnten. Es konnte jeden Augenblick zwischen meinen Eltern ein Streit ausbrechen, mit dem Stockwerk über uns eine finanzielle Auseinandersetzung aufflammen oder mein

Bruder über irgend etwas so in Zorn geraten, daß er mir eine gehörige Lektion erteilen wollte. Oder mein Vater kam eines Tages nach Hause und teilte uns im selben Ton, in dem er eine Reise erwähnt

hätte, seelenruhig mit, daß unsere Wohnung verpfändet worden sei und wir nun umziehen müßten. Wir zogen damals oft um. Bei jedem Umzug stieg die Spannung im Haus an, und meine Mutter, vollauf damit beschäftigt, jeden Teller und jede Schüssel einzeln in Zeitungspapier einzuwickeln, konnte auf uns Kinder nicht so achtgeben wie sonst, so daß wir nach Herzenslust spielen durften.

Wenn dann die Büfetts, Schränke und Tische, die uns als unverrückbare Elemente unserer Wohnszenerie gegolten hatten, von den Möbelpackern nach und nach abtransportiert wurden, blickte ich traurig auf die immer leerer werdenden Räume, in denen wir Jahre unseres Lebens verbracht hatten, aber ein Trost war mir, daß ich meist unter irgendeinem Möbel einen längst vergessenen Stift, eine Murmel oder ein geliebtes Spielzeugauto wiederfand.“

 

 


Orhan Pamuk (Istanbul, 7 juni 1952)

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06-06-11

Thomas Mann, Aleksandr Poesjkin, Lesley Blanch, Sarah Dessen

 

De Duitse schrijver Thomas Mann werd geboren in Lübeck op 6 juni 1875. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2009 en ook mijn blog van 6 juni 2010 en eveneens alle tags voor Thomas Mann op dit blog.

 

Uit: Tonio Kröger

 

„Die Wintersonne stand nur als ein armer Schein, mil­chig und matt hinter Wolkenschichten über der engen Stadt. Naß und zugig war's in den giebeligen Gassen, und manchmal fiel eine Art von weichem Hagel, nicht Eis, nicht Schnee.
Die Schule war aus. Ueber den gepflasterten Hof und heraus aus der Gatterpforte strömten die Scharen der Befreiten, teilten sich und enteilten nach rechts und links. Große Schüler hielten mit Würde ihr Bü­cherpäckchen hoch gegen die linke Schulter gedrückt, indem sie mit dem rechten Arm wider den Wind dem Mittagessen entgegen ruderten; kleines Volk setzte sich lustig in Trab, daß der Eisbrei umherspritzte und die Sieben Sachen der Wissenschaft in den Seehunds­ränzeln klapperten. Aber hie und da riß alles mit from­men Augen die Mützen herunter vor dem Wotanshut und dem Jupiterbart eines gemessen hinschreitenden Oberlehrers ...
»Kommst du endlich, Hans?« sagte Tonio Kröger, der lange auf dem Fahrdamm gewartet hatte; lächelnd trat er dem Freunde entgegen, der im Gespräch mit anderen Kameraden aus der Pforte kam und schon im Begriffe war, mit ihnen davon zu gehen ... »Wieso?« fragte er und sah Tonio an ... »ja, das ist wahr! Nun gehen wir noch ein bißchen.«

 

  

Thomas Mann (6 juni 1875 - 12 augustus 1955)
Thomas Mann als 9-jarige in Lübeck

Armin Martens,

Het model voor Hans Hansen

 

Tonio verstummte, und seine Augen trübten sich. Hatte Hans es vergessen, fiel es ihm erst jetzt wieder ein, daß sie heute Mittag ein wenig zusammen spazie­ren gehen wollten? Und er selbst hatte sich seit der Verabredung beinahe unausgesetzt darauf gefreut!
»Ja, adieu, ihr! « sagte Hans Hansen zu den Kamera­den.»Dann gehe ich noch ein bißchen mit Kröger.« - Und die Beiden wandten sich nach links, indes die Anderen nach rechts schlenderten.
Hans und Tonio hatten Zeit, nach der Schule spa­zieren zu gehen, weil sie beide Häusern angehörten, in denen erst um vier Uhr zu Mittag gegessen wurde. Ihre Väter waren große Kaufleute, die öffentliche Aemter bekleideten und mächtig waren in der Stadt. Den Hansens gehörten schon seit manchem Men­schenalter die weitläufigen Holz-Lagerplätze drunten am Fluß, wo gewaltige Sägemaschinen unter Fauchen und Zischen die Stämme zerlegten. Aber Tonio war Konsul Krögers Sohn, dessen Getreidesäcke mit dem breiten schwarzen Firmendruck man Tag für Tag durch die Straßen kutschieren sah; und seiner Vorfah­ren großes altes Haus war das herrschaftlichste der ganzen Stadt ... Beständig mußten die Freunde, der vielen Bekannten wegen, die Mützen herunter neh­men, ja, von manchen Leuten wurden die Vierzehn­jährigen zuerst gegrüßt ...“

   








Breite Straße 38 in Lübeck

Het geboortehuis

Untere Breite Straße

Rond 1880

 

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01-06-11

Patrick Besson, John Masefield, Ferdinand Raimund, Peter de Mendelssohn

 

De Franse schrijver en journalist Patrick Besson werd geboren op 1 juni 1956 in Montreuil. Zie ook mijn blog van 1 juni 2007 en ook mijn blog van 1 juni 2008 en ook mijn blog van 1 juni 2009. en ook mijn blog van 1 juni 2010.

 

Uit: Le deuxième couteau

 

“Gaston Cooper avait une quarantaine d'années. De père américain et de mère française, il était bilingue. Il avait commencé dans l'édition comme lecteur et traducteur. Il lui arrivait aussi de donner des articles littéraires au Paris-Métro. Un héritage lui permit, en 1977, de fonder sa propre maison d'édition, et le succès espéré mais tout de même inattendu, en été 1978, d'un roman-reportage traduit de l'américain lui permit de la garder. En automne de la même année, il engagea Jérôme Bernotte.

Au bout du couloir, dans un cagibi qui tenait lieu de bureau à l'attachée de presse, Cooper, debout, feuilletait un journal. Il portait un costume rose, des mocassins noirs. Il tourna la tête vers Bernotte.

- Alors, ce déjeuner ? demanda-t-il aussitôt.

" Il ne sait rien ", pensa Bernotte. Il se demanda comment c'était possible, puis se souvint que Cooper lui avait dit qu'il mangeait sur les Champs-Elysées en compagnie d'une de ses lectrices qui était également mannequin, assistante de production et sans doute bien d'autres choses encore. Bernotte l'avait aperçue plusieurs fois, rue des Saints-Pères. C'était une grande blonde au regard glacé et dont le visage dans sa perfection exprimait une sorte de haine concentrée contre le monde.

- Il s'est passé une chose épouvantable, dit Bernotte.

- Elle ne veut plus signer ?

Bernotte secoua la tête. La porte de l'appartement s'ouvrit dans son dos et il reconnut Pauline, l'attachée de presse, à son parfum, quelque chose de fort et de poivré qui lui donnait toujours un peu la nausée quand il s'approchait de trop près trop longtemps“.

 

 

Patrick Besson (Montreuil, 1 juni 1956)

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07-05-11

Stanisław Przybyszewski, Karl Gustav Vollmõller, A. E. W. Mason, Therese Huber, Dorit Zinn, Angela Carter, André du Bouchet

 

De Poolse dichter en schrijver Stanisław Przybyszewski werd geboren op 7 mei 1868 in Łojewo. Zie ook mijn blog van 7 mei 2007en ook mijn blog van 7 mei 2008 en ook mijn blog van 7 mei 2009 en ook mijn blog van 7 mei 2010.

 

Uit: De Profundis

 

„In ein paar Wochen gedenk' ich ein Buch herauszugeben: »De profundis«, dem ich jetzt schon einige Begleitworte an Stelle der Vorrede vorausschicke.

Ich möchte das Buch nur in wenigen Händen wissen – es ist kein Buch für das Volk – und diesen Zweck glaub' ich dadurch zu erreichen, daß ich es nur in einer sehr beschränkten Anzahl von Exemplaren drucken lasse.

Ich habe in diesem Buche das Gebiet des sogenannten »normalen Denkens«, also das Gebiet des »logischen Gehirnlebens«, des Lebens in der »Realität« (!) gänzlich verlassen. Alle, die sich auch nur ein wenig mit dem Seelenleben beschäftigt haben, wissen, was das »freisinnige Bürgertum« unter dem normalen Denken versteht: Alles, was über die Begriffssphäre des ehrbaren Müller und Schulze hinausgeht, ist natürlich verrückt. Selbstverständlich ist für diese Menschen Goethe der Maßstab des »normalen« Empfindens, wobei natürlich übersehen wird, daß er in seinen Epigrammen Proben von einer schon ganz schön vorgerückten sexuellen Perversität abgegeben hat.

Nun ja: dies ehrbare Gehirnleben, dies uniforme Gehirnleben, dessen Denkgesetze sowohl für den niedrigsten Bildungsplebejer von der Sorte Max Nordau wie für den entwickeltsten und scharfsinnigsten Gehirnaristokraten von der Art Nietzsche im gleichen Maße gelten, fängt an, furchtbar langweilig zu werden. Das hat auch Nietzsche eingesehen, und so schrieb er sein »verrücktes« Buch, d. h. sein seelischestes Buch: »Also sprach Zarathustra« ...

In »De profundis« handelt es sich um die Manifestation des reinen Seelenlebens, der nackten Individualität, des Zustandes der somnambulen Ekstase, oder wie die zahllosen Worte auch heißen mögen, die eine und dieselbe Tatsache ausdrücken, die Tatsache nämlich, daß es noch etwas Anderes gebe außer dem dummen Gehirn, ein au delà vom Gehirn, eine unbekannte Macht mit seltsamen Fähigkeiten begabt, nämlich: die Seele – die Seele, die Ekel empfand, in der fortwährenden Berührung mit der lächerlichen Banalität des Lebens zu stehen und sich das Gehirn geschaffen hatte, um sich nicht jeden Tag prostituieren zu müssen ...“

 

 

 

Stanisław Przybyszewski (7 mei 1868 – 23 november 1927)

Dagny and Stanisław Przybyszewski in 1897/1898

 

 

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21-04-11

Michael Mann, Meira Delmar, Alistair MacLean, Jamie McKendrick, Népomucène Lemercier

 

De Duitse literatuurwetenschapper en musicus Michael Mann werd als jongste kind van Thomas en Katia Mann geboren op 21 april 1919 in München. Zie ook mijn blog van 21 april 2009 en ook mijn blog van 21 april 2010.

 

Uit: Familienbande (roman van Michael Degen over Michael Mann)

 

„Bald verlangte der Junge auserst geschickt nach der Brust Mieleins. Dem Vater war es ein Grauel, Derartiges mit ansehen zu mussen. Er floh vor dem unerklarlichen Ekel, den ihm das mannliche Gebaren des Sauglings einfloste. Man fing an, sich aus ordinarer Watte birnenformige Ohrstopsel zu drehen, doch das reichte nicht hin. Dann ging man dazu uber, die damals gerade aufkommenden Damenbinden zu zerfleddern, deren Material der altesten Schwester, Eri, undurchlassiger zu sein schien und die sie mit groser Sorgfalt zu winzigen Kugelchen verarbeitete.

Es war alles umsonst. Babys Stimme wurde von Nacht zu Nacht kraftiger und lies besonders Pielein, den kreativen Grosverdiener der Familie, leiden. Wenn dieser die Beherrschung zu verlieren drohte und Anstalten machte, in Babys Zimmer zu sturzen, um es zur Ordnung zu rufen, stand immer schon Mielein mit besorgtem Blick in der Tur und bat stumm um Nachsicht.

Hilflos kehrte Pielein dann in sein Zimmer zuruck, wahrend Mielein den Jungen zu sich ins Bett hinuberrettete. Das hatte stets Erfolg.

Doch die ungewohnte Stille machte es nicht einfacher. Die grosen Geschwister, Klaus und Erika, waren hellwach, sasen im Flur vor ihren Zimmern auf dem Boden und warteten kichernd auf den nachsten Anfall ihres kleinen Bruders. Der kam prompt, sobald Mielein den Schlafenden in sein Bett zuruckzutragen versuchte. Dann vergrub Aissi, wie man den altesten Sohn nannte, seinen spitz zulaufenden Nasenerker im Schos seiner Schwester, um sein hemmungsloses Gelachter zu ersticken.“

 

 

 

Michael Mann (21 april 1919  - 1 januari 1977)

Thomas, Katia, Elisabeth en Michael Mann op Sylt, 1927

 

 

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27-03-11

Heinrich Mann, Golo Mann, Patrick McCabe, Bob den Uyl, Dubravka Ugrešić, Shusaku Endo

 

De Duitse schrijver Heinrich Mannwerd geboren op 27 maart 1871 in Lübeck. Zie ook mijn blog van 27 maart 2007 en ook mijn blog van 27 maart 2008 en ook mijn blog van 27 maart 2009 en ook mijn blog van 27 maart 2010.

 

Uit: Professor Unrat

 

„Zu seiner Jubelfeier im Vorjahr hatte das Gymnasium ihm einen Fackelzug gebracht. Er war auf seinen Balkon getreten und hatte geredet. Während alle Köpfe, in den Nacken gelegt, zu ihm hinaufsahen, war plötzlich eine unschöne Quetschstimme losgegangen: »Da ist Unrat in der Luft!« Andere hatten wiederholt: »Unrat in der Luft! Unrat in der Luft!«
Der Professor dort oben fing an zu stottern, obwohl er den Zwischenfall vorausgesehn hatte, und sah dabei je­dem der Schreier in den geöffneten Mund. Die andern Herren standen in der Nähe; er fühlte, daß er wieder ein­mal »nichts beweisen« könne; aber er merkte sich alle Namen. Schon tags darauf gab der mit der gequetschten Stimme dadurch, daß er das Heimatdorf der Jungfrau von Orleans nicht kannte, dem Professor Gelegenheit zu der Versicherung, er werde ihm im Leben noch oftmals hinderlich sein. Richtig war dieser Kieselack zu Ostern nicht versetzt worden. Mit ihm blieben die meisten in der Klasse zurück von denen, die am Jubiläumsabend ge­schrien hatten, so auch von Ertzum. Lohmann hatte nicht geschrien und blieb dennoch sitzen. Dieser erleich­terte die Absicht Unrats durch seine Trägheit und jener durch seine Unbegabtheit. Nächsten Spätherbst nun, an einem Vormittag um elf, in der Pause vor dem Klassen­aufsatz über die »Jungfrau von Orleans«, geschah es, daß von Ertzum, der der Jungfrau immer noch nicht näherge­treten war und eine Katastrophe voraussah, in einem An­fall schwerfälliger Verzweiflung das Fenster aufriß und aufs Geratewohl mit wüster Stimme in den Nebel hinaus­brüllte: »Unrat!«
Es war ihm unbekannt, ob der Professor in der Nähe sei, und es war ihm gleichgültig. Der arme, breite Land­junker war nur von dem Bedürfnis fortgerissen worden, noch einen kurzen Augenblick seinen Organen freies Spiel zu gewähren, bevor er sich für zwei Stunden hinhocken mußte vor ein weißes Blatt, das leer war, und es mit Wor­ten bedecken aus seinem Kopf heraus, der auch leer war. Tatsächlich aber ging Unrat grade über den Hof. Als der Ruf aus dem Fenster ihn traf, machte er einen eckigen Sprung. Im Nebel droben unterschied er von Ertzums knorrigen Umriß. Kein Schüler hielt sich drunten auf, kei­nem konnte von Ertzum das Wort zugerufen haben. >Die­ses Mal<, dachte Unrat frohlockend, >hat er mich gemeint. Diesmal kann ich es ihm beweisen!< „

 

 

 

Heinrich Mann (27 maart 1871 – 12 maart 1950)

In 1906

 

 

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29-12-10

Stefan Brijs, Gilbert Adair, Paul Rudnick, William Gaddis

 

De Vlaamse schrijver Stefan Brijs werd geboren op 29 december 1969 in Genk. Zie ook mijn blog van 21 oktober 2006  en ook mijn blog van 29 december 2007 en ook mijn blog van 29 december 2008 en ook mijn blog van 29 december 2009.

 

Uit: Kruistochten

 

“De laatste drie jaar van zijn leven woonde Willem Frederik Hermans te Etterbeek, deelgemeente van Brussel. Hij betrok er een statig herenhuis aan de Atrebatenstraat, nummer 61. De kans dat de grote Nederlandse schrijver wist dat er in diezelfde straat een Vlaamse schrijver had gewoond en was overleden – zestig jaar voordat hij zelf in 1994 Brussel verliet om in Utrecht te gaan sterven – mag klein worden geacht. Of de naam van die schrijver al iets bij hem zou hebben opgeroepen, is evenzeer twijfelachtig. Toch zou Hermans het amusant hebben gevonden, te weten dat er jarenlang dagelijks een mager mannetje, gehuld in een lange, blauwe overjas, door de straat had gelopen, steeds een boek op een paar centimeter van zijn dikke brillenglazen houdend en enkel opkijkend als het hevige gerinkel tot hem doordrong van de tram waaronder hij dreigde terecht te komen. Dat mannetje was Paul Kenis, op 28 april 1930 ingetrokken aan de Atrebatenstraat, nummer 158, en aldaar overleden in de vroege ochtend van 28 juli 1934.
Paul Kenis was verslaafd aan lezen. Al van in de vroege ochtend, wanneer hij net ontwaakt was, nam hij een boek in de hand, las er tijdens het ontbijt onverstoorbaar in voort, pauzeerde ook niet bij het snoeren van zijn veters en hield zijn lectuur vol tot hij op zijn werk arriveerde, waar hij eenieder erover aansprak. Richard Minne, die in 1920 met Paul Kenis op het ministerie van Economische Zaken werkte, schreef in In 20 lijnen (Vooruit, 20.7.1954): "Van negen tot twaalf en van twee tot vijf: formulieren en nog eens formulieren met namen, woonplaatsen en kapitaalbedragen invullen. Als ik me niet bedrieg moest dat iets te maken hebben met schadevergoedingen wegens oorlogsgebeurtenissen. Enfin soit, Kenis zat rechtover mij en middenin mijn woonplaatsen en mijn kapitaalsbedragen, viel hij soms plat uit: ‘Hebt ge dàt en dàt gelezen? ... Nee? ... Maar wat hebt gij dan wèl gelezen?" Zijn passie resulteerde uiteindelijk in het werk Een overzicht van de Vlaamsche letterkunde na ‘Van Nu en Straks’ (1930, De Wilde Roos-Amsterdam), dat Kenis vier jaar voor zijn dood voltooide en dat door menig literatuurkenner werd geprezen.“

 

 



Stefan Brijs

(Genk, 29 december 1969)

  

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24-10-10

Thomas-Mann-Prijs voor Christa Wolf

 

Thomas-Mann-Prijs voor Christa Wolf

 

 

De Thomas-Mann-Prijs van de Hanzestad Lübeck en de Beierse Academie voor Schone Kunsten is een literaire prijs, die in 2010 voor de eerste keer is toegekend. Hij lkomt voort uit de Thomas Mann Prijs van de Hanzestad Lübeck en de Literatuur Prijs van de Beierse Academie voor Schone Kunsten.

 

In 1975 doneerde de Hanzestad Lübeck n.a.v. de 100ste geboortedag van Thomas Mann een literaire prijs voor persoonlijkheden "die zich hebben onderscheiden door hun literaire werk in de geest van de humaniteit die het werk van Thomas Mann kenmerkte".  In 2008 werd Prijs van de Beierse Academie voor Schone Kunsten omgedoopt tot Thomas Mann Literatuurprijs. De Thomas Mann Gesellschaft in Lübeck protesteerde vervolgens in een open brief tegen de naamgeving van de Beierse prijs. Dit zou schade doen aan de reputatie van de schrijver en tot verwarring leiden, omdat Thomas Mann 75 jaar eerder verdreven was uit München. In de zomer van 2008 stelde een auteur van het culturele tijdschrift Unser Lübeck, met goedvinden van de redactie, voor om een gemeenschappelijke prijs in te stellen. Daarover werd in 2009 overeenstemming bereikt.

 

De prijs wordt afwisselend toegekend in Lübeck en in München. De prijs wordt toegekend voor het levenswerk van een auteur of voor een uitstekende prestaties op het gebied van de literatuur en is begiftigd met 25.000  Euro.

 

De eerste prijswinnaar van de nieuwe prijs is de schrijfster Christa Wolf. De Thomas-Mann-Prijs 2010 werd op 24 oktober 2010 in het Theater Lübeck uitgereikt.

 

 

De Duitse schrijfster Christa Wolf werd geboren op 18 maart 1929 in het huidige Poolse Gorzów Wielkopolski. Zie ook mijn blog van 18 maart 2007 en ook mijn blog van 18 maart 2008 en ook mijn blog van 18 maart 2009 en mijn blog van 19 maart 2010.

 

Uit Was Bleibt

 

Nur keine Angst. In jener anderen Sprache, die ich im Ohr, noch nicht auf der Zunge habe, werde ich eines Tages auch darüber reden. Heute, das wußte ich, wäre es noch zu früh. Aber würde ich spüren, wenn es an der Zeit ist? Würde ich meine Sprache je finden? Einmal würde ich alt sein. Und wie würde ich mich dieser Tage dann erinnern? Der Schreck zog etwas in mir zusammen, das sich bei Freude ausdehnt. Wann war ich zuletzt froh gewesen? Das wollte ich jetzt nicht wissen. Wissen wollte ich - es war ein Morgen im März, kühl, grau, auch nicht mehr allzu früh -, wie ich in zehn, zwanzig Jahren an diesen noch frischen, noch nicht abgelebten Tag zurückdenken würde. Alarmiert, als läute in mir eine Glocke Sturm, sprang ich auf und fand mich schon barfuß auf dem schön gemusterten Teppich im Berliner Zimmer, sah mich die Vorhänge zurückreißen, das Fenster zum Hinterhof öffnen, der von überquellenden Mülltonnen und Bauschutt besetzt, aber menschenleer war, wie für immer verlassen von den Kindern mit ihren Fahrrädern und Kofferradios, von den Klempnern und Bauleuten, selbst von Frau G., die später in Kittelschürze und grüner Strickmütze herunterkommen würde, um die Kartons der Samenhandlung, der Parfümerie und des Intershops aus den großen Drahtcontainern zu nehmen, sie platt zu drücken, zu handlichen Ballen zu verschnüren und auf ihrem vierrädrigen Karren zum Altstoffhändler um die Ecke zu bringen. Sie würde laut schimpfen über die Mieter, die ihre leeren Flaschen aus Bequemlichkeit in die Mülltonnen warfen, anstatt sie säuberlich in den bereitgestellten Kisten zu stapeln, über die Spätheimkehrer, die beinahe jede Nacht die vordere Haustür aufbrachen, weil sie immer wieder ihren Schlüssel vergaßen, über die Kommunale Wohnungsverwaltung, die es nicht fertigbrachte, eine Klingelleitung zu legen, am meisten aber über die Betrunkenen aus dem Hotelrestaurant im Nebenhaus, die unverfroren hinter der aufgebrochenen Haustür ihr Wasser abschlugen. Die kleinen Tricks, die ich mir jeden Morgen erlaubte: ein paar Zeitungen vom Tisch raffen und sie in den Zeitungsständer stecken, Tischdecken im Vorübergehen glattstreichen, Gläser zusammenstellen, ein Lied summen ("Geht nicht, sagten kluge Leute, zweimal zwei ist niemals drei"), wohl wissend, alles, was ich tat, war Vorwand, in Wirklichkeit war ich, wie an der Schnur gezogen, unterwegs zum vorderen Zimmer, zu dem großen Erkerfenster, das auf die Friedrichstraße blickte und durch das zwar keine Morgensonne hereinfiel, denn es war ein sonnenarmes Frühjahr, aber doch Morgenlicht, das ich liebe, und von dem ich mir einen gehörigen Vorrat anlegen wollte, um in finsteren Zeiten davon zu zehren.“

 

 



Christa Wolf (Gorzów Wielkopolski, 18 maart 1929)

13-08-10

Amélie Nothomb, Jens Bisky, Nikolaus Lenau, Tom Perrotta, Will Clarke, Rappa, Rudolf G. Binding, Vladimir Odojevski, Albert Sorel, Julia Mann

 

Zie voor de volgende schrijvers van de 13e augustus mijn blog bij seniorennet.be

  

Amélie Nothomb, Jens Bisky, Nikolaus Lenau, Tom Perrotta, Will Clarke

 

 

Zie voor de volgende schrijvers van de 13e augustus ook bij seniorennet.be mijn vorige blog van vandaag.

 

Rappa, Rudolf G. Binding,  Vladimir Odojevski, Albert Sorel, Julia Mann

 

12-08-10

Thomas Mann, Marguerite Radclyffe Hall, Marcellus Emants, Anthony Swofford, Hans-Ulrich Treichel, Stefano Benni, Jacinto Benavente, Réjean Ducharme, Robert Southey

 

Zie voor de volgende schrijvers van de 12e augustus mijn blog bij seniorennet.be

  

Thomas Mann, Marguerite Radclyffe Hall, Marcellus Emants, Anthony Swofford

 

 

Zie voor de volgende schrijvers van de 12e augustus ook bij seniorennet.be mijn vorige blog van vandaag.

 

Hans-Ulrich Treichel, Stefano Benni, Jacinto Benavente, Réjean Ducharme, Robert Southey

 

13-06-10

Bruno Frank, Leopoldo Lugones, Lode Zielens, Dorothy L. Sayers, Fanny Burney, Heinrich Hoffmann


De Duitse schrijver Bruno Frank werd geboren in Stuttgart op 13 juni 1887. Hij studeerde rechten en filosofie  in Tübingen, München, Straatsburg  en Heidelberg. Later behaalde Frank een doctoraat in Tübingen. Tijdens de Eerste Wereldoorlog was hij soldaat. Hij onderhield nauwe banden met Lion Feuchtwanger en Klaus Mann. Een dag na de brand in de Reichstag, op 28 februari 1933, emigreerde Frank naar Oostenrijk, daarna naar Zwitserland en later naar Frankrijk en Engeland. Hij schreef toen zijn tweede historische roman Cervantes (1934) na Trenck in (1926). In 1937 verscheen de roman Der Reisepass. Succesvol was de komedie Sturm im Wasserglas (1930). Deze komedie werd verfilmd in 1936 in Groot-Brittannië en in 1960 in Duitsland. De komedie werd geregisseerd door Josef von Baky met Peter Luhr. Een andere komedie, Nina, verscheen in 1931. Frank leefde van 1939 tot zijn dood in 1945 in de Verenigde Staten.

 

Uit: Von München nach Weimar am Pazifik. Leben und Werk des deutschen Schriftstellers Bruno Frank (Biografie door Hans Rudolf Vaget)

 

„Bruno Franks große Zeit war die Weimarer Republik. Mit Tage des Königs und Trenck. Roman eines Günstlings, beide aus der Welt Friedrichs II., gelang Frank der literarische Durchbruch. Kirchner legt zu Recht großen Wert darauf, Franks psychologischen Zugriff auf den Preußenkönig von der nationalistischen »Fredericus Rex«-Mode, die in Hitler-Deutschland Kultstatus annahm, deutlich zu unterscheiden. Dem Erfolg seiner Erzählkunst folgte der Erfolg seiner Bühnenwerke auf dem Fuß. Zwölftausend wurde auf 400 deutschsprachigen Bühnen aufgeführt und war auch am Broadway erfolgreich. Sturm im Wasserglas, eine Satire auf die Münchner Hundesteuer, wurde 1930 in ganz Deutschland gespielt und erschien bereits ein Jahr darauf unter der Regie von Georg Jacoby in den deutschen Kinos. Was die umstrittene, auch von der Linken kritisierte Politische Novelle von 1928 anbelangt, eine kritische Zeitdiagnose Deutschlands im transnationalen »Geist von Locarno«, so verteidigt sie Kirchner beherzt gegen die später erhobenen Vorwürfe des latenten Rassismus, Sexismus und Antisemitismus.
    Auch Franks persönliche Verhältnisse gerieten in den zwanziger Jahren in ruhigeres Fahrwasser zumal nach seiner Eheschließung mit Elisabeth Massary-Pallenberg, Tochter des Operettenstars Fritzy Massary. »Liesls« leiblicher Vater war Karl-Kuno Graf von Coudenhove, Max Pallenberg, Fritzis Ehemann, ihr Adoptivvater. Die Franks bezogen das zuvor von Bruno Walter bewohnte Haus Mauerkircherstraße 43 in München-Bogenhausen und waren somit Thomas Manns Nachbarn.“

 

 

Die Wasser
 
Und ob ihr auch das Ziel nur murmelnd nennt,
Euch Wassern ist der Weg schon lang gewiesen,
Dir Strom, der schleicht, dir kurzem Bach, der rennt.
 
Wird es nicht schön sein, dorthin sich zu gießen,
Wo keine braune Erdhand mehr euch trennt?
Wie friedlich wird dort Well' in Welle fließen.

 

 

 

Frank
Bruno Frank (13 juni 1887 - 20 juni 1945)

 

 

 

 

De Argentijnse schrijver en journalist Leopoldo Lugones Argüello werd geboren op 13 juni 1874 in Villa María del Río Seco, een stad Córdoba, in het hart van Argentinië, Lugones behoorde tot een familie van grootgrondbezitters. Hij werkte eerst voor La Montaña, een krant, en was in de gunst bij de aristocraat Manuel Quintana, een kandidaat voor het presidentschap van Argentinië. Dit bracht hem naar Buenos Aires, waar zijn literaire talent zich snel ontwikkelde. Lugones was de belangrijkste exponent van de Latijns-Amerikaanse literaire stroming, bekend als Modernismo. Hij was de auteur van de ongelooflijk dichte en rijke roman La Guerra Gaúcha (1905). Hij was een gepassioneerde journalist, polemist en openbare spreker die eerst socialist was, later een conservatief / traditionalist en ten slotte een aanhanger van het fascisme en als zodanig een bron van inspiratie voor een groep van rechtse intellectuelen zoals Juan Carulla en Rodolfo Irazusta. Leopoldo Lugones bezocht Europa in 1906, 1911, 1913 en in 1930. In het begin van 1938 pleegde Lugones, wanhopig en gedesillusioneerd, zelfmoord door middel van een mengsel van whisky en cyanide.

 

Uit: Strange Forces: The Fantastic Tales of Leopoldo Lugones (Vertaald door Gilbert Alter-Gilbert)

 

„Soon we were forced to abandon this hope in deference to a spectacle as desolate as it was dangerous.
It was a troop of lions, the fierce survivors of the desert, which had repaired to the city as if it were an oasis, furious with thirst, crazed by the cataclysm.
Thirst and not hunger infuriated them, since they passed by without noticing us. And in that state they circled and circled. Nothing revealed the lugubriousness of the catastrophe as revealingly as they.
Bald as mangy cats, their manes reduced to pitiful wisps of singed strands, their flanks seared unevenly, giving them the comic disproportion of half-clothed clowns wearing oversized masks, their tails standing on end and twitching, like those of rats in flight, their pustulous paws dribbling blood -- all this declared in the clearest terms their three days of horror beneath the celestial lash, at the mercy of the insecure dens which proved unable to protect them.
They prowled the dry precincts with a human derangement in their eyes, abruptly meandering from extinguished well to extinguished well; until finally they sat down in the dust, dropping onto their haunches, blistered muzzles in the air, eyes glazed over in a wandering stare filled with desolation and with eternity, questioning the sky, I am sure of it, as they started to roar with unendurable abjection.“

 

 

 

leopoldo-lugones

Leopoldo Lugones (13 juni 1874 – 18 februari 1938)

 

 

 

 

 

De Engelse schrijfster, dichteres en vertaalster Dorothy Leigh Sayers werd geboren op 13 juni 1893 in Oxford. Zie ook mijn blog van 13 juni 2007 en ook mijn blog van 13 juni 2009.

 

Uit: The Dogma is the Drama

 

Somehow or other, and with the best intentions, we have shown the world the typical Christian in the likeness of a crashing and rather ill-natured bore—and this in the Name of One Who assuredly never bored a soul in those thirty-three years during which He passed through the world like a flame.

(...)

 

It is the dogma that is the drama--not beautiful phrases, nor comforting sentiments, nor vague aspirations to loving-kindness and uplift, nor the promise of something nice after death--but the terrifying assertion that the same God Who made the world lived in the world and passed through the grave and gate of death. Show that to the heathen, and they may not believe it; but at least they may realise that here is something that a man might be glad to believe.

 

 

 

dorothysayers
Dorothy L. Sayers (13 juni 1893 – 17 december 1957)

 

 

 

 

De Vlaamse schrijver Lode Zielens werd geboren in Antwerpen op 13 juni 1901. Zie ook mijn blog van 13 juni 2007 en ook mijn blog van 13 juni 2009.

 

Uit: Ludo Stynen. Lode Zielens' dromen van maatschappij en mens

 

De eerste verhalen, schetsen waarin kinderen centraal staan, zijn haast alle gesitueerd in de Antwerpse arbeidersbuurten waar Zielens opgroeide. Kinderen die lijden onder het gedrag van volwassenen, volwassenen die niet echt verantwoordelijk zijn voor de situatie. Ellende waar misschien mee te leven valt, maar ellende die al snel doet verlangen naar wat anders. Naar een andere en betere wereld waarover het, zowel in vroege schetsen als in latere verhalen en romans, aan de boorden van de Schelde makkelijk mijmeren is.

Soms is de ellende zo groot dat alleen via de dood nog aan beterschap kan gedacht worden. Zo wil Zielens' bekendste personage Netje zich een keer verdrinken, zo wordt in ‘Levensbericht’3 ongeduldig gewacht op het einde, op de overgang naar een goudglanzend tegelijk vorm-volkomen en vormeloze Niet.

Vooral als je jong bent, hoeft het andere niet voorbij de grens van leven en dood te liggen. In Netje wekken de winterse ijsbloemen het verlangen naar iets ver en schoon waar het ànders moet zijn als hier, een droom van glanzende blankheid, van zuiver en puur licht, een verlangen naar een

 

wereld, die niet de onze is. De wereld, waarin ijskristallen fonkelen en schitteren, waar er ijsbloemen ranken langs de wegen en waar het duister blauw is. De wereld, waarin grote, zwarte vogels rond het hoofd kringen, wegzwalpen en weer en immer aanflapperen. De wereld van het puurste licht, waarin roze kinderen u toestaren. De wereld waarin elke beweging verstild is in een gebaar, - dat blijft en zich niet oplost.

 

Een ideale wereld die wel een niet-wereld lijkt, een wereld na de dood. Of een wereld voor het leven. De herinnering aan een soort zuiverheid die niet des mensen is. Het verlangen naar een verloren paradijs, zoals Zielens het in Robert, zonder Bertrand! ...noemt; het verloren paradijs dat het hoofdpersonage uit Het duistere bloed letterlijk hartstochtelijk najaagt. 

 

 

 

 

Gedenkplaat_geboortehuis_Zielens
Lode Zielens  (13 juni 1901 - 28 november 1944)

Gedenkplaat aan zijn geboortehuis in Antwerpen

 

 

 

 

De Engelse schrijfster Frances „Fanny“ Burney werd geboren op 13 juni 1752 in King's Lynn, Norfolk. Zie ook  Zie ook mijn blog van 13 juni 2007 en ook mijn blog van 13 juni 2009.

 

Uit: Cecilia Or Memoirs of an Heiress

 

"Peace to the spirits of my honoured parents, respected be their remains, and immortalized their virtues! may time, while it moulders their frail relicks to dust, commit to tradition the record of their

goodness; and Oh, may their orphan-descendant be influenced through life by the remembrance of their purity, and be solaced in death, that by her it was unsullied!"

Such was the secret prayer with which the only survivor of the Beverley family quitted the abode of her youth, and residence of her forefathers; while tears of recollecting sorrow filled her eyes, and obstructed the last view of her native town which had excited them.

Cecilia, this fair traveller, had lately entered into the one-and- twentieth year of her age. Her ancestors had been rich farmers in the county of Suffolk, though her father, in whom a spirit of elegance had supplanted the rapacity of wealth, had spent his time as a private country gentleman, satisfied, without increasing his store, to live upon what he inherited from the labours of his predecessors. She had lost him in her early youth, and her mother had not long survived him. They had bequeathed to her 10,000 pounds, and consigned her to the care of the Dean of ------, her uncle. With this gentleman, in whom, by various contingencies, the accumulated possessions of a rising and prosperous family were centred, she had passed the last four years of her life; and a few weeks only had yet elapsed since his death, which, by depriving her of her last relation, made her heiress to an estate of 3000 pounds per annum; with no other restriction than that of annexing her name, if she married, to the disposal of her hand and her riches.”

 

 

 

Burney

Fanny Burney (13 juni 1752 – 6 januari 1840)

 

 

 

 

De Duitse schrijver en psychiater Heinrich Hoffmann werd geboren op 13 juni 1809 in Frankfurt am Main. Hij studeerde medicijnen in Heidelberg en was vanaf 1851 directeur van het psychiatrisch ziekenhuis in Frankfurt. Naast zijn professionele publicaties schreef Hoffmann korte verhalen voor kinderen. Zijn bekendste boek is "Der Struwwelpeter“, een verzameling van geïllustreerde kinderversjes, waar gezegd wordt het definitieve lot is van kinderen die onbeleefd of roekeloos zijn, een boek met veel zwarte humor. Hij schreef het met Kerstmis 1844 voor zijn oudste zoon.

 

Aus: Der Struwwelpeter

 

Wenn die Kinder artig sind
kommt zu ihnen das Christkind;
wenn sie ihre Suppe essen
und auch das Brot nicht vergessen,
wenn sie, ohne Lärm zu machen,
still sind bei den Siebensachen,
beim Spazierengehen auf den Gassen
von Mamma sich führen lassen,
bringt es ihnen Guts genug
und ein schönes Kinderbuch.

 

 

Sieh einmal, hier steht er
pfui, der Struwwelpeter!
An den Händen beiden
ließ er sich nicht schneiden
seine Nägel fast ein Jahr;
kämmen ließ er nicht sein Haar.
Pfui, ruft da ein jeder:
Garstger Struwwelpeter!

 

 

 

 

HoffmannHeinrichPortrait
Heinrich Hoffmann (13 juni 1809 – 20 september 1894)

 

 

07-06-10

Orhan Pamuk, Monika Mann, Nikki Giovanni, Harry Crews, Louise Erdrich, Mascha Kaléko


De Turkse schrijver Orhan Pamuk werd geboren op 7 juni 1952 in Istanbul. Zie ook mijn blog van 12 oktober 2006.

 

Uit: Das Museum der Unschuld (Vertaald door Gerhard Meier)

 

"Die Geschehnisse und Zufälle, die meinem Leben einen anderen Verlauf geben sollten, nahmen einen Monat vorher ihren Anfang, nämlich am 27. April 1975, dem Tag, an dem ich zusammen mit Sibel in einem Schaufenster eine Handtasche der berühmten Marke Jenny Colon sah. Meine Fastverlobte und ich genossen in der Valikona˘gı-Straße den lauen Frühlingsabend, und beide waren wir etwas angeheitert und sehr glücklich. Im Fuaye, einem neueröffneten schicken Restaurant im Stadtteil Ni¸santa¸sı, hatten wir gerade beim Abendessen mit meinen Eltern ausführlich die Verlobungsvorbereitungen besprochen. Die Feier sollte Mitte Juni stattfinden, damit auch Sibels in Paris wohnende Freundin Nurcihan daran teilnehmen konnte, mit der sie in Istanbul bei den Dames de Sion zur Schule gegangen war und in Paris studiert hatte. Bei Ipek, damals einer der angesehensten und teuersten Schneiderinnen von Istanbul, hatte Sibel schon längst ihr Verlobungskleid bestellt. Meine Mutter hatte mit Sibel zum erstenmal darüber beratschlagt, wie die Perlen, die sie ihr dafür geben würde, in das Kleid eingearbeitet werden sollten. Mein zukünftiger Schwiegervater wollte seinem einzigen Kind eine Verlobung ausrichten, die nicht minder prächtig ausfallen sollte als die Hochzeit selbst, und davon war meine Mutter sehr angetan. Mein Vater wiederum war hocherfreut über eine Schwiegertochter, die in Paris an der Sorbonne studiert hatte (wenn aus der Istanbuler Bourgeoisie jemand seine Tochter in Paris studieren ließ, dann hieß es grundsätzlich, sie sei »an der Sorbonne«).

Ich war dabei, Sibel nach dem Essen nach Hause zu bringen, und dachte gerade voller Stolz, den Arm liebevoll um ihre Schulter gelegt, was für ein Glückspilz ich doch war, als Sibel plötzlich ausrief: »Schau mal, die schöne Tasche!« 

 

 

 

Pamuk

Orhan Pamuk (Istanbul, 7 juni 1952)

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Monika Mann werd als vierde kind van Thomas Mann geboren op 7 juni 1910 in München.

 

Uit: Das fahrende Haus

 

„Daß ich automatisch mit meinem Vater ausgebürgert wurde – er hatte sich offensichtlich gegen die deutschnazistische Regierung und ihr Unwesen ausgesprochen, ich nicht –, ist läppisch, um so läppischer, da derjenige, welcher das Urteil so famillant über uns verhing, keinen Familiensinn hatte. Doch jene Ausbürgerung war mir bei aller Läppischkeit und bei aller Schrecklichkeit eine Ehre: Und bei aller Ehre war ich staatenlos. Es war einem das Kleid vom Leibe gerissen worden, das man ohnedies nicht mehr tragen wollte, aber jetzt stand man schutzlos im Winde. Ich befand mich gerade in Italien und wollte, da es um Weihnachten war, meine Eltern in der Schweiz besuchen. Dies

ermöglichten mir fremde provisorische Schutzherren wie der später vom Duce ermordete Conte Ciano und der Bundespräsident Motta in Form eines italienischen Ausreise- und schweizerischen Einreisepasses. Nun aber kam wie der Weihnachtsmann ein gebildeter und beherzter Demokrat mit Namen Benesch und schenkte uns ein neues Kleid – genau gesagt, eine ganze Garderobe, denn es waren acht neue Kleider. Ich vergesse nicht, wie der tschechische Generalkonsul dem «Freilein» die Hand küßte und ihm Glück wünschte zur tschechischen Karriere.

Meine Brüder gingen wirklich nach der neuen Heimat und hatten sie gern. Golo erlernte sogar ihre (konsonantenreiche, für uns verzwickte) Sprache so weit, daß er beachtliche Artikel ihren Zeitungen lieferte. Klaus eroberte sich einen guten Platz in der «Literatur» Prags. Mein Vater hielt Vorträge in Prag . . . Wir waren Tschechen, so traumhaft es uns anmutete. Ich selbst wußte in meiner dankbaren Befangenheit nichts anderes zu tun, als Smetana zu spielen. – Als ich – «Deutsche» bei meiner Heirat in England – einem italienischen Aufenthalt zu verdanken – meinen tschechischen Paß verlor («und sollen sein ein Fleisch» aus fünf Nationalitäten!), war es mir leid darum. Denn er hatte mir jene Zeit hindurch treuen, wenn auch ein bißchen traumhaften Schutz verliehen. Er kam freilich von Benesch, vom Geiste eines Masaryk und nicht eines Zapotocky.“

 

 

 

 

Mann
Monika Mann (7 juni 1910 – 17 maart 1992)

In ballingschap in het Zuidfranse Sanary-sur-Mer, 1933

 

 

 

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Nikki Giovanni werd geboren op 7 juni 1943 in Knoxville, Tennessee.

 

Uit: On My Journey Now

 

America was looking for very, very, very cheap labor, because they wanted workers who were even cheaper than indentured servants. The Africans were taken from their homes, their villages, their cities. They were chained and lined up, and people who could not keep up were thrown to the side. So many people dying changed the patterns of the predators, especially the hyenas, the buzzards, the scavengers. The animals came in closer to the coast, following their prey.
They rowed these people out to the sailboats that were going to take them to America. When they put people on ships - and it was deliberate - they separated family groups so they could not speak to each other, so they could not plot. So the slavers had these people on their hands who they had to keep healthy-looking, or else they weren't going to get anything for them. Sometimes they had to force them to eat, because some of them would go on hunger strikes. They were packed head to toe in the ship. Anything that came out of the next person fell on you. So the sailors had to bring you up and pour water on you to more or less wash you. It's not a wash, but it does what it is supposed to do; it gets off all the dirt and mess that is covering you.
We know from the diaries of slave captains that if they brought the Africans up the first or second day, they would jump overboard because the people could just look back and see home. And, having seen it, having recognized that this was not really going to be a good idea at all, and having struggled, they would want to go back. There is something I'm always laughing about: the myth that Africans don't swim, which is crazy.“

 

 

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Nikki Giovanni (Knoxville, 7 juni 1943)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Harry Crews werd geboren op 7 juni 1935 in Bacon County, Georgia.

 

Uit: Leaving Home for Home

 

„But I didn’t because the front door opened at that precise moment and through it came a tiny, fragile old woman, moving slowly, her eyes bright as a bird’s behind the flashing lenses of her glasses. Her high sharp cheekbones flushed with the lovely color a young girl might show from the heat of the day.

A fullness in my chest, the heat of tears in my eyes, tears whether of joy or sadness, I did not know. My Aunt Eva, ninety-three years old, mother to eight children, wife of Mama’s youngest brother, Uncle Alton, long dead now, and matriarch to the extended family. I went straight to her. Her eyes never left

my face, but I saw no flash of recognition either, and I remembered suddenly how little those bright eyes really saw.

When I was close enough that I could lean forward and touch her cheek with my lips, her old velvet-smooth voice said: “Harry?”

I felt the start of tears now, I moved to embrace her, her bones insistent

under her nearly fleshless body.

“Yes, Aunt Eva,” I said. “Harry.”

And with the sound of my name came the surge of memory, quick and awful, of me and Mama on another June day, this very time of year and every bit as painful. 1945. I was carrying the clothes I would be taking with me: a pair of drawers, one shirt, a pair of overalls, and a pair of socks, all of it stuffed into a pillowcase that had the neck tied off with string. The whole thing could not have weighed more than five pounds, but it seemed to get heavier with every step I took.

It was early but Mama’s thin print dress was already sticking to her back between her shoulder blades because we were nearing the end of a six-block walk. That was as close as the city bus went to the Greyhound station on Bay Street, which ran parallel to the St. Johns River, at that time probably the dirtiest river in the country. I, along with every boy I knew, swam in it anyway during the summer months. The fact that we often came out of the water with human shit in our hair did not bother us at all.“

 

 

 

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Harry Crews (Bacon County, 7 juni 1935)

 

 

 

 

Zie voor de vier bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 7 juni 2007 en ook mijn blog van 7 juni 2008 en ook mijn blog van 7 juni 2009.

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Louise Erdrich werd geboren op 7 juni 1954 in Little Falls, Minnesota. Zie ook mijn blog van 7 juni 2009.

 

Uit: Master Butchers Singing Club

 

Fidelis walked home from the great war in twelve days and slept thirty-eight hours once he crawled into his childhood bed. When he woke in Germany in late November of the year 1918, he was only a few centimeters away from becoming French on Clemenceau and Wilson's redrawn map, a fact that mattered nothing compared to what there might be to eat. He pushed aside the white eiderdown that his mother had aired and restuffed every spring since he was six years old. Although she had tried with repeated scrubbings to remove from its cover the stains of a bloody nose he'd suffered at thirteen, the faint spot was still there, faded to a pale tea-brown and shaped like a jagged nest. He smelled food cooking -- just a paltry steam but enough to inspire optimism. Potatoes maybe. A bit of soft cheese. An egg? He hoped for an egg. The bed was commodious, soft, and after his many strange and miserable beds of the past three years, it was of such perfect comfort that he'd shuddered when first lying down. Fidelis had fallen asleep to the sound of his mother's quiet, full, joyous weeping. He thought he still heard her now, but it was the sunlight. The light pouring through the curtains made a liquid sound, he thought, an emotional and female sound as it moved across the ivory wall.

After a while he decided that he heard the light because he was clean. Disorientingly clean. Two nights ago, before he'd entered the house, he begged to bathe in a washtub out in the tiny roofed courtyard, beneath the grape arbor. They built a fire to warm the water. His sister, Maria Theresa, picked the lice from his hair and his father brought fresh clothing. In order to endure all that the war necessitated, including his own filth, Fidelis had shut down his senses. As he opened to the world again, everything around him was distressingly intense and all things were possessed of feeling, alive, as in a powerful dream.“

 

 

 

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Louise Erdrich (Little Falls, 7 juni 1954)

 

 

 

 

De Duitstalige dichteres Mascha Kaléko (eig. Golda Malka Aufen) werd geboren op 7 juni 1907 in Krenau of Schidlow in Galicië in het toenmalige Oostenrijk-Hongarije, nu Polen. Zie ook mijn blog van 7 juni 2007 en ook mijn blog van 7 juni 2008 en ook mijn blog van 7 juni 2009.

 

 

Großstadtliebe 

 

Man lernt sich irgendwo ganz flüchtig kennen

Und gibt sich irgendwann ein Rendezvous.

Ein Irgendwas, — ’s ist nicht genau zu nennen —

Verführt dazu, sich gar nicht mehr zu trennen.

Beim zweiten Himbeereis sagt man sich ›du‹.

 

Man hat sich lieb und ahnt im Grau der Tage

Das Leuchten froher Abendstunden schon.

Man teilt die Alltagssorgen und die Plage,

Man teilt die Freuden der Gehaltszulage,

… Das übrige besorgt das Telephon.

 

Man trifft sich im Gewühl der Großstadtstraßen.

Zu Hause geht es nicht. Man wohnt möbliert.

— Durch das Gewirr von Lärm und Autorasen,

— Vorbei am Klatsch der Tanten und der Basen

Geht man zu zweien still und unberührt.

 

Man küßt sich dann und wann auf stillen Bänken,

— Beziehungsweise auf dem Paddelboot.

Erotik muß auf Sonntag sich beschränken.

… Wer denkt daran, an später noch zu denken?

Man spricht konkret und wird nur selten rot.

 

Man schenkt sich keine Rosen und Narzissen,

Und schickt auch keinen Pagen sich ins Haus.

— Hat man genug von Weekendfahrt und Küssen,

Läßt mans einander durch die Reichspost wissen

Per Stenographenschrift ein Wörtchen: ›aus‹!

 

 

 

Mascha_Kaleko
Mascha Kaléko (7 juni 1907 – 21 januari 1975)

 

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 7e juni ook mijn vorige blog van vandaag.

 

06-06-10

Thomas Mann, Aleksandr Poesjkin, Sarah Dessen, Lesley Blanch, Jean Cayrol


De Duitse schrijver Thomas Mann werd geboren in Lübeck op 6 juni 1875. Zie ook mijn blog van 23 maart 2006,  mijn blog van 6 juni 2006, mijn blog van 12 augustus 2006,en mijn blog van 6 juni 2007mijn blog van 12 augustus 2007, en mijn blog van 6 juni 2008 , mijn blog van 12 augustus 2008 en ook mijn blog van 6 juni 2009 en mijn blog van 12 augustus 2009.

 

Uit: Herr und Hund

 

„Wenn die schöne Jahreszeit ihrem Namen Ehre macht und das Tirili der Vögel mich zeitig wecken konnte, weil ich den vorigen Tag zur rechten Stunde beendigte, gehe ich gern schon vor der ersten Mahlzeit und ohne Hut auf eine halbe Stunde ins Freie, in die Allee vorm Hause oder auch in die weiteren Anlagen, um von der jungen Morgenluft einige Züge zu tun und, bevor die Arbeit mich hinnimmt, an den Freuden der reinen Frühe ein wenig teilzuhaben. Auf den Stufen, welche zur Haustüre führen, lasse ich dann einen Pfiff von zwei Tönen hören, Grundton und tiefere Quart, so, wie die Melodie des zweiten Satzes von Schuberts unvollen­deter Sinfonie beginnt, - ein Signal, das etwa als die Vertonung eines zweisilbigen Rufnamens gelten kann. Schon im nächsten Augenblick, während ich gegen die Gartenpforte weitergehe, wird in der Ferne, kaum hör­bar zuerst, doch rasch sich nähernd und verdeutlichend, ein feines Klingeln laut, wie es entstehen mag, wenn eine Polizeimarke gegen den Metallbeschlag eines Halsbandes schlägt; und wenn ich mich umwende, sehe ich Bauschan in vollem Lauf um die rückwärtige Hausecke biegen und gerade auf mich zustürzen, als plane er, mich über den Haufen zu rennen. Vor Anstrengung schürzt er die Unterlippe ein wenig, so daß zwei, drei seiner unteren Vorderzähne entblößt sind und prächtig weiß in der frühen Sonne blitzen.
Er kommt aus seiner Hütte, die dort hinten unter dem Boden der auf Pfeilern ruhenden Veranda steht, und worin er, bis mein zweisilbiger Pfiff ihn aufs äu­ßerste belebte, nach wechselvoll verbrachter Nacht in kurzem Morgenschlummer gelegen haben mag. Die Hütte ist mit Vorhängen aus derbem Stoff versehen und mit Stroh ausgelegt, woher es kommt, daß ein oder der andere Halm in Bauschans obendrein vom Liegen etwas struppigem Fell haftet oder sogar zwischen sei­nen Zehen steckt: ein Anblick, der mich jedesmal an den alten Grafen von Moor erinnert, wie ich ihn einst, in einer Aufführung von höchst akkurater Einbildungs­kraft, dem Hungerturme entsteigen sah, einen Stroh­halm zwischen zwei Trikotzehen seiner armen Füße. Unwillkürlich stelle ich mich seitlich gegen den Her­anstürmenden, in Abwehrpositur, denn seine Schein­absicht, mir zwischen die Füße zu stoßen und mich zu Falle zu bringen, hat unfehlbare Täuschungskraft.

 

 

 

Denkmal_Thomas_Mann(3) ThomasMannHunde1

Thomas Mann (6 juni 1875 - 12 augustus 1955)

Met Bauschan in brons vereeuwigd in Gmund am Tegernsee

 

 

 

thomasmann_haus
Thomas Manns vakantiehuis in Nida (Litouwen) waar hij in de jaren 1930 – 1932
met zijn gezin vakantie vierde en werkte aan de Joseph tetralogie.

 

 

 

 

De Russische dichter en schrijver Aleksandr Poesjkin werd geboren in Moskou op 6 juni 1799. Zie ook mijn blog van 6 juni 2007 en ook mijn blog van 6 juni 2008 en ook mijn blog van 6 juni 2009.

 

Uit: Die Pique-Dame

 

„Die Pique-Dame bedeutet versteckte Feindseligkeit.

(Neuestes Wahrsagebuch)

Beim Gardeoffizier Narumow fand ein Kartenabend statt. Die lange Winternacht ging ganz unmerklich dahin, und man setzte sich zum Souper erst um fünf Uhr morgens. Diejenigen, die gewonnen hatten, zeigten großen Appetit, die andern saßen zerstreut vor den leeren Tellern. Als der Champagner kam, wurde die Unterhaltung lebhafter, und alle nahmen an ihr teil.

»Nun, wie geht's, Ssurin?« fragte der Gastgeber. »Schlecht, ich habe alles verloren, wie gewöhnlich. Ich muß gestehen, ich habe immer Pech: ich spiele Mirandole, ruhig, gelassen, lasse mich durch nichts aus der Fassung bringen, und doch verliere ich immer.« »Hast du dich denn nie hinreißen lassen, Route zu setzen? ... Ich bewundere deine Selbstbeherrschung!« »Wie gefällt euch der Hermann?« sagte ein Gast, auf einen jungen Genieoffizier zeigend. »Er hat noch nie im Leben eine Karte angerührt, nie gesetzt, und doch bringt er es fertig, mit uns bis fünf Uhr dazusitzen und dem Spiel zuzuschauen.«

»Das Spiel interessiert mich sehr,« sagte Hermann, »ich bin aber nicht in der Lage, das Unentbehrliche auf die Karte zu setzen, um Überflüssiges zu gewinnen.«

»Hermann ist ein Deutscher: er ist sparsam und vernünftig  – das ist die Sache!« versetzte Tomskij. »Wen ich aber nicht begreife, das ist meine Großmutter Anna Fjodorowna.«

»Wieso?« riefen die Gäste.

»Ich finde es unbegreiflich,« fuhr Tomskij fort, »warum sie nie pointiert.«

»Es wäre doch weit merkwürdiger, wenn eine achtzigjährige Alte pointieren würde,« bemerkte Narumow.

»Wißt ihr denn gar nichts von ihr?«

»Nein, wirklich nichts.«

»Also hört! Ihr müßt wissen, daß meine Großmutter vor sechzig Jahren in Paris war und dort großen Erfolg hatte. Das ganze Volk lief zusammen, um die ›Venus moscovite‹ zu sehen. Selbst Richelieu machte ihr den Hof, und meine Großmutter behauptet, er hätte sich ihretwegen beinahe das Leben genommen. Um jene Zeit spielten die Damen noch Pharao.“

 

 

 

AleksandrPushkin
Aleksandr Poesjkin (6 juni 1799- 10 februari 1837)

Portret door Vasili Tropinin, 1827

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Sarah Dessen werd geboren op 6 juni 1970 in Evanston, Illinois. Zie ook mijn blog van 6 juni 2009.

 

Uit: Along for the Ride

 

„My mother claimed not to be surprised. Ever since the divorce, she’d been predicting it would not be long before my dad, as she put it, “shacked up with some coed.” At twenty-six, Heidi was the same age my mother had been when she had my brother Hollis, followed by me two years later, although they could not be more different. Where my mother was an academic scholar with a smart, sharp wit and a nationwide reputation as an expert on women’s roles in Renaissance literature, Heidi was…well, Heidi. The kind of woman whose strengths were her constant selfmaintenance (pedicures, manicures, hair highlights), knowing everything you never wanted to about hemlines and shoes, and sending entirely too chatty e-mails to people who couldn’t care less.

Their courtship was quick, the implantation (as my mother christened it) happening within a couple of months. Just like that, my father went from what he’d been for years—husband of Dr. Victoria West and author of one well-received novel, now more known for his interdepartmental feuds than his long-in-progress followup— to a new husband and father to be. Add all this to his also-new position as head of the creative writing department at Weymar College, a small school in a beachfront town, and it was like my dad had a whole new life. And even though they were always inviting me to inviting me to come, I wasn’t sure I wanted to find out if there was still a place for me in it.“

 

 

 

Sarah Dessen
Sarah Dessen (Evanston, 6 juni 1970)

 

 

 

 

De Engelse schrijfster Lesley Blanch werd geboren op 6 juni 1904 in Londen geboren. Zie ook mijn blog van 6 juni 2009.

 

Uit: The Wilder Shores Of Love

 

„Everything about her was extraordinary. She was a woman, dressed as a man. A European turned Arab. A Russian who transposed 'nitchevo' into 'mektoub', whose untidy mystical torments, l'âme slave, found peace in Islam's faith - and flesh. She was born on the prim, pale lakeside of Geneva. She died on the burning desert. She was an expatriate wanderer whose nomadic Slav background led her to range the desert insatiably: yet she dreamed of a petit-bourgeois haven, a grocer's shop in some obscure little Algerian town where she and her Arab husband and all his hordes of relatives could conduct a modest business. She adored her insignificant husband, but her sensual adventures were without number. Her behaviour was outrageous: she drank, she smoked hashish, but déclassée, she remained racée. She was the outcast, despised and rejected by French Administration and the colony in general. But she was General Lyautey's trusted friend. She was a writer who was almost unrecognised, and quite penniless till after her death, when, ironically, posthumous editions of her books earned a small fortune —- for others. Her death was strangest of all, for she was drowned in the desert.

In her brief lifetime Isabelle Eberhardt aroused violent interest. She was loathed or loved, rejected or despised. No one was indifferent to her. Her echoes have never died. No one who knew her ever forgot her. Those who had never known her felt the strange, compelling force of her character. She was a legend during her lifetime.“

 

 

 

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Lesley Blanch (6 juni 1904 - 6 mei 2007)

 

 

 

 

De Franse dichter en schrijver Jean Cayrol werd geboren op 6 juni 1911 in Bordeaux. Zie ook mijn blog van 6 juni 2009.

 

 

 

Père Jacques, mon pur feu flambant

 

Père Jacques, vous me donnez la force d’être à visage ouvert

et je vous trouve sur mon chemin, en pleine gloire.

Mes cheveux blancs ont perdu le vert de mes hivers

et je suis dans vos silences, à jamais sans histoires.

 

Père Jacques, que je ne sois pas cet enfant misérable,

un errant qui se plaint et ne sait que trahir.

Vous, le tendre invité invisible à ma table

vous faites respirer les cordes de ma lyre.

 

Père Jacques, mon compagnon du jour, mon trésor

qui me gardez du Mal dont je suis un veilleur.

Par chacun de vos mots si brillants dans votre or

aide-moi à parler de la cendre d’un cœur.

 

Père Jacques aux mains ouvertes par nos plaies,

je ne deviens plus qu’un seul de vos soupirs.

 

Vous m’avez ouvert les yeux, vous m’avez donné la Clef.

Ne me laissez pas seul sur un trop vieux navire.

 

Vous m’êtes l’immortel tremblement de la Paix.

 

 

 

 

Jean-CAYROL
Jean Cayrol (6 juni 1911 – 10 februari 2005)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 6e juni ook mijn vorige blog van vandaag.

01-06-10

Patrick Besson, John Masefield, Ferdinand Raimund, Peter de Mendelssohn, Colleen McCullough, Macedonio Fernández, Dennis Gaens, Jeroen Theunissen

 

De Franse schrijver en journalist Patrick Besson werd geboren op 1 juni 1956 in Montreuil. Zie ook mijn blog van 1 juni 2007 en ook mijn blog van 1 juni 2008 en ook mijn blog van 1 juni 2009.

 

Uit: Mais le fleuve tuera l'homme blanc

 

« Je la reconnus dans la file d’attente du contrôle des passeports, bien que l’unique photo d’elle jamais parue dans la presse datât de 1985. Elle était habillée en homme comme lors de son arrestation au siècle dernier. Ses cheveux courts étaient désormais gris. Derrière les lunettes rondes à monture d’acier de Trotsky que portaient toutes les filles myopes de sa génération – elles avaient arrêté, pourquoi pas elle ? –, on trouvait les mêmes grands yeux vides, apeurés, actifs. Sa file avançait plus vite que la mienne. Elle avait dû décrypter les vêtements, le comportement, les bagages à main et le visage de chaque personne attendant de passer la douane. Evaluer les chances que chacun avait, ou non, de retenir l’attention du douanier. Puis faire un rapide calcul mental et choisir la bonne file. Ce petit travail lui avait permis de gagner quelques minutes sur moi. Ces minutes qui vous sauvent parfois la vie. Je la perdis de vue, la retrouvai dans le lounge. Elle voyageait en classe affaires, comme moi. Moi, j’étais dans le pétrole. Dans quoi était-elle à présent ?
Quand je compris que nous prenions le même avion, je me dis que nous serions peut-être assis côte à côte. Elle aurait alors le regard vague et plaintif de toute personne célèbre se demandant si on sait qui elle est. Dans le cas d’une gloire négative due à un fait divers infect, à un acte politique odieux ou à une opération militaire catastrophique, cette question muette se teinte de honte, de crainte. Le personnel de bord nous indiqua, hélas ! deux travées différentes. Pourquoi hélas ?“

 

 

BESSON

Patrick Besson (Montreuil, 1 juni 1956)

 

 

 

 

De Engelse dichter en schrijver John Edward Masefield  werd geboren op 1 juni 1878 in Ledbury, in Herefordshire.

 

 

A Ballad of John Silver 

 

We were schooner-rigged and rakish,

with a long and lissome hull,

And we flew the pretty colours of the crossbones and the skull;

We'd a big black Jolly Roger flapping grimly at the fore,

And we sailed the Spanish Water in the happy days of yore.

 

We'd a long brass gun amidships, like a well-conducted ship,

We had each a brace of pistols and a cutlass at the hip;

It's a point which tells against us, and a fact to be deplored,

But we chased the goodly merchant-men and laid their ships aboard.

 

Then the dead men fouled the scuppers and the wounded filled the chains,

And the paint-work all was spatter dashed with other peoples brains,

She was boarded, she was looted, she was scuttled till she sank.

And the pale survivors left us by the medium of the plank.

 

O! then it was (while standing by the taffrail on the poop)

We could hear the drowning folk lament the absent chicken coop;

Then, having washed the blood away, we'd little else to do

Than to dance a quiet hornpipe as the old salts taught us to.

 

O! the fiddle on the fo'c'sle, and the slapping naked soles,

And the genial "Down the middle, Jake, and curtsey when she rolls!"

With the silver seas around us and the pale moon overhead,

And the look-out not a-looking and his pipe-bowl glowing red.

 

Ah! the pig-tailed, quidding pirates and the pretty pranks we played,

All have since been put a stop to by the naughty Board of Trade;

The schooners and the merry crews are laid away to rest,

A little south the sunset in the islands of the Blest.

 

 

Masefield

John Edward Masefield (1 juni 1878 – 12 mei 1967) 

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver Ferdinand Raimund werd geboren op 1 juni 1790 in Wenen.

  

Uit: Der Bauer als Millionär

"Großer Feensaal, mit magischen Lampen von verschiedenen Farben hell beleuchtet, welche, auf Kandelabern angebracht, die Kulissen zieren. Im Hintergrunde die Öffnung eines großen Bogentores, welches durch einen schalartigen, mit Gold verbrämten Vorhang verdeckt ist.

In der Mitte des Theaters spielen zwei Furien, ein Triton und der kleine Borax ein Quartett von zwei Violinen, Viola und Violoncello. Die Stimmen des Quartetts wechseln mit Solo. Die Instrumente sind von Gold, die Pulte ideal. Im Kreise sitzen: Bustorius, Zenobius, Antimonia, Selima, Zulma, Lira, der Morgen, die Nacht, der Abend, der Blödsinn und mehrere andere allegorische Personen, Zauberer und Feen, die von Zeit zu Zeit von vier Genien, welche als geflügelte Livreebediente gekleidet sind, auf silbernen Tassen mit Konfekturen bedienet werden. Das Ganze wird von folgendem Chor begleitet.

Chor.
Welch ein herrliches Konzert,
Wo sich hoch die Kunst bewährt.
Was ist Amphions Geklimper?
Selbst Apollo ist ein Stümper,
Wenn man solche Künstler hört.
Bravo! Bravo! O vortrefflich!
Bravo! Bravo! (Verhallend.) Bravo - Bravo -

(Allgemeiner Applaus. - Alles erhebt sich von den Sitzen, die Spielenden legen ihre Instrumente weg und verneigen sich).

Zenobius.
Bravissimo, meine Herren! das haben Sie gut gemacht, (zu dem Triton) besonders Sie.

Bustorius(tritt vor, einen Csakan in der Hand, im ungarischen Dialekt).
Isten utzék! ist das schönes Quartett, von wem ist das komponiert?

Zenobius.
Das Adagio ist von einem Delphin.

 

 

 raimund

Ferdinand Raimund (1 juni 1790 - 5 september 1836) 

Monument bij het Weense Volkstheater

 

 

 

 

Zie voor de twee bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 1 juni 2006 en ook mijn blog van 1 juni 2007 en ook mijn blog van 1 juni 2008 en ook mijn blog van 1 juni 2009.

 

 

 

 

De Duitse schrijver, essayist, journalist, biograaf en uitgever Peter de Mendelssohn werd op 1 juni 1908 in München.

 

Uit: Thomas Mann: Tagebücher

 

„15.05.1936

Schönster Früh-Sommertag. Freude an dieser Jahreszeit, die schon die meiner Geburt.-Geschäfte, Korrespondenz. Den Vortrag mit Bermann. Haarwaschung. Mit K. um den Weiher. Russische Bücher [1] kamen, die Emigrantenzeitschriften und das interessante Buch eines Ex-Hitlermannes und erbitterten Wegbereiters: "Ich kann nicht schweigen". Nachmittags geschlafen. An Reisiger, Fiedler [2] u.a. geschrieben Endlose Briefdiktate u.a. an Knopf und v. Pick (Budapest) [3] in der Frage unserer Wohnung (Hatvanyi). - Exposee von Golo über die Humaniora [4] für Budapest [5]durchgearbeitet. - Bibi bestand mit Auszeichnung sein Lehrexamen, geigerisch; in den theoretischen Nebenfächern schnitt er schlecht ab. Abends keines Fest für ihn in Gegenwart des jungen Kayser, mit Champagner-Getränk. Hörten wieder die "Symphonie in blue", begabtes Stück von 1920, nach dem nichts mehr kam. Müde. Spät zu Bette.“

 

 

spiel_Mendelssohn

Peter de Mendelssohn (1 juni 1908 – 10 augustus 1982) 

Hier samen met de Oostenrijkse schrijfster Hilde Spiel

 

 

 

 

De Australische schrijfster Colleen McCullough werd geboren op 1 juni 1937 in Wellington.

 

Uit: The Thorn Birds

 

„Yet over the ensuing months her yearning after Agnes contained nothing of hope; Meggie didn't own a doll and had no idea little girls and dolls belonged together. She played happily with the whistles and slingshots and battered soldiers her brothers discarded, got her hands dirty and her boots muddy to play with. Stroking the bright pink folds of the dress, grander than any she had ever seen on a human woman, she picked Agnes uptenderly. The doll had jointed arms and legs which could be moved anywhere; even her neck and tiny, shapely waist were jointed. Her golden hair was exquisitely dressed in a high pompadour studded with pearls, her pale bosom peeped out of a foaming fichu. of cream lace fastened with a pearl pin. The finely painted bone china face was beautiful, left unglazed to give the delicately tinted skin a natural matte texture. Astonishingly lifelike blue eyes shone between lashes of real hair, their irises streaked and circled with a darker blue; fascinated, Meggie discovered that when Agnes lay back far enough, her eyes closed. High on one faintly Bushed cheek she had a black beauty mark, and her dusky mouth was parted slightly to show tiny white teeth. Meggie put the doll gently on her lap, crossed her feet under her comfortably, and sat just looking.

She was still sitting behind the gorse bush when Jack and Hughie came rustling through the grass where it was too close to the fence to feel a scythe. Her hair was the typical Cleary beacon, all the Cleary children save Frank being martyred by a thatch some shade of red; Jack nudged his brother and pointed gleefully. They separated, grinning at each other, and pretended they were troopers after a Maori renegade. Meggie would not have heard them anyway, so engrossed was she in Agnes, humming softly to herself.

"What's that you've got, Meggie?" Jack shouted, pouncing. "Show us!"

"Yes, show us!" Hughie giggled, outflanking her.

She clasped the doll against her chest and shook her head. "No, she's mine! I got her for my birthday!"

"Show us, go on! We just want to have a look."

Pride and joy won out. She held the doll so her brothers could see. "Look, isn't she beautiful? Her name is Agnes."

"Agnes? Agnes?" Jack gagged realistically. "What a soppy name! Why don't you call her Margaret or Betty?"

"Because she's Agnes!"

 

 

colleen_mccullough

Colleen McCullough (Wellington, 1 juni 1937)

 

 

 

 

Zie voor de twee bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 1 juni 2007en ook mijn blog van 1 juni 2009.

 

 

 

 

De Argentijnse schrijver Macedonio Fernández werd geboren op 1 juni 1874 in Buenos Aires. Zie ook mijn blog van 1 juni 2009.

 

Uit:From The Museum of Eterna’s Novel (Vertaald door Margaret Schwartz)

 

“After Chapter V of the Novel we can be sure that it isn’t because of NK (the Nonexistent Knight) that Sweetheart’s existence is saddened today.” “This evening, the Novel will send its soloist orchestra—six guitars—to execute various obsequious polyphonies for the orchestras of the bars Ideal, Sibarita, and Real, so that they can listen to music for a change. The Polygraph of Silence will explain the reasons for this with erudite gestures, and he will circulate the bottomless collection plate of gratitude among the personnel of the orchestras, which will make the music of thanks as coin strikes against coin. The public will also serve as a harmony of contentment, as the listening orchestra, momentarily laying aside its instruments for calling-the-waiter in favor of its instruments of applause.”

This is a novel that was, and will be, futuristic until it’s written, just as its author is futuristic—until today he had yet to write a single future page—although he has left futurism until the future, as a proof of his enthusiasm, and doing so brilliantly from there on—without falling into the trap of being a consecutive futurist, like those who have adopted futurism, without understanding it, in the present. And, for that reason, they have declared much to come for the novelist, who has everything in front of him, including his own genial sense of haste, which arises from having thought that, given the speed of progress, posterity has been left behind; each day comes quicker, almost completely forgotten, a series of contemporaneous events that exist in the last journalistic edition of the day it appears and that’s it. We all die already judged immediately, book and author are made classics or corpses in a day, and meanwhile they recommend us to posterity and complain about the present. And today, all of this is done with sufficient justice in 24 hours.“

 

 

fernandez

Macedonio Fernández (1 juni 1874 – 10 februari 1952) 

 

 

 

 

Onafhankelijk van geboortedata:

  

  

De Nederlandse dichter Dennis Gaens werd geboren in Susteren in 1982. Zie ook mijn blog van 1 juni 2009.

 

 

de overburen leunen

  

de overburen leunen langzaam
mijn studentenkamer naar binnen
elke avond iets verder voorover

het fatsoen om verrekijkers of telescopen
te gebruiken is hen vreemd

ze rennen tegen de ruiten
totdat de muren zich uitrekken
richting mijn raam
– zelfs hun kat klauwt mee –
hun ogen op groot
en een bouwlamp in de aanslag

in hun badjassen rennen ze
met hun oren hard tegen het glas gedrukt
soms rennen ze zo hard
dat ze hun gezichten pletten
en ik me afvraag of ze er blijvende schade
aan overhouden

niet lang meer
dan slaat hun adem
condens op de buitenkant
van mijn raam

ik moet gordijnen kopen
en een baksteen klaarleggen

 

 

 

Gaens

Dennis Gaens (Susteren, 1982)  

 

 

 

 

De Vlaamse dichter en schrijver Jeroen Theunissen werd geboren in Gent in 1977. Zie ook mijn blog van 1 juni 2009.

 

 

Het huis

 

Het huis is helemaal geen huis
het is een gedachte je had er evengoed
kunnen breien of je bril vergeten.

 

Je had er wel willen wonen
op een verloren pianodag in september
maar het viel in de bladeren stil vroeg.

 

Met je lila haren je potloodogen
je eeuwige zalige handen
die geen handen zijn maar veeleer een gedachte
lik je de vensters aan scherven.

 

Toen het huis nog een huis was
heb je er lange nachten gedroomd
maar eigenlijk toen al was het
geen huis
als nu een gedachte.

 

 

 theunissen

Jeroen Theunissen (Gent, 1977)