05-04-15

Easter Communion (Gerard Manley Hopkins)

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen! 

 


De opstanding van Christus door Angolo Bronzino, 1548-1552

 

 

Easter Communion

Pure fasted faces draw unto this feast:
God comes all sweetness to your Lenten lips.
You striped in secret with breath-taking whips,
Those crooked rough-scored chequers may be pieced
To crosses meant for Jesu's; you whom the East
With draught of thin and pursuant cold so nips
Breathe Easter now; you serged fellowships,
You vigil-keepers with low flames decreased,

God shall o'er-brim the measures you have spent
With oil of gladness, for sackcloth and frieze
And the ever-fretting shirt of punishment
Give myrrhy-threaded golden folds of ease.
Your scarce-sheathed bones are weary of being bent:
Lo, God shall strengthen all the feeble knees.

 

 

 
Gerard Manley Hopkins (28 juli 1844 – 8 juni 1889)
Stratford, St John's Church. Hopkins werd geboren in Stratford.

 

 

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21-04-14

Magdalena, lass dein Klagen (Julius Sturm)

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen! 

 

 

 
Noli me tangere door Perino del Vaga, 1548, Prado, Madrid

 

 

Magdalena, lass dein Klagen

Magdalena, lass dein Klagen,
Denn gehoben ist der Stein;
In dem Grab begann’s zu tagen,
Christus ging zum Leben ein.

Der am Kreuz für uns gerungen
Schmerzensbleich und blutigrot,
Hat als Held für uns bezwungen
Siegreich Sünde, Höll‘ und Tod.

Und seit er als Fürst des Lebens
Leben an das Licht gebracht,
Schreckt auch uns das Grab vergebens
Mit dem Graun der ew’gen Nacht.
 
Denn ein Ostern wird noch kommen,
Das des Glaubens Kraft bewährt,
Wo die Heiligen und Frommen
Christus in sein Bild verklärt.

 

 

 
Julius Sturm (21 juli 1816 - 2 mei 1896)
Koestritz (Sturm werd geboren in Koestritz)

 

 

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20-04-14

Ostermorgen (Emanuel Geibel)

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen! 

 

 

 
De verrijzenis van Christus door Jacopo Tintoretto, tussen 1579 en 1581

 

 

Ostermorgen

Die Lerche stieg am Ostermorgen
empor ins klarste Luftgebiet
und schmettert' hoch im Blau verborgen
ein freudig Auferstehungslied.
Und wie sie schmetterte, da klangen
es tausend Stimmen nach im Feld:
Wach auf, das Alte ist vergangen,
wach auf, du froh verjüngte Welt!

Wacht auf und rauscht durchs Tal,
ihr Bronnen,
und lobt den Herrn mit frohem Schall!
Wacht auf im Frühlingsglanz der Sonnen,
ihr grünen Halm' und Läuber all!
Ihr Veilchen in den Waldesgründen,
ihr Primeln weiß, ihr Blüten rot,
ihr sollt es alle mit verkünden:
Die Lieb ist stärker als der Tod.

Wacht auf, ihr trägen Menschenherzen,
die ihr im Winterschlafe säumt,
in dumpfen Lüften, dumpfen Schmerzen
ein gottentfremdet Dasein träumt.
Die Kraft des Herrn weht durch die Lande
wie Jugendhauch, o laßt sie ein!
Zerreißt wie Simson eure Bande,
und wie die Adler sollt ihr sein.

Wacht auf, ihr Geister, deren Sehnen
gebrochen an den Gräbern steht,
ihr trüben Augen, die vor Tränen
ihr nicht des Frühlings Blüten seht,
ihr Grübler, die ihr fern verloren
traumwandelnd irrt auf wüster Bahn,
wacht auf! Die Welt ist neugeboren,
hier ist ein Wunder, nehmt es an!

Ihr sollt euch all des Heiles freuen,
das über euch ergossen ward!
Es ist ein inniges Erneuen,
im Bild des Frühlings offenbart.
Was dürr war, grünt im Wehn der Lüfte,
jung wird das Alte fern und nah.
Der Odem Gottes sprengt die Grüfte -
wacht auf ! Der Ostertag ist da.

 

 

 
Emanuel Geibel (17 oktober 1815 - 6 april 1884)
Lübeck, Holstentor (Geibel werd geboren in Lübeck)

 

 

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01-04-13

Am Ostermontage (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen!

 

 

Noli me tangere door Antonio da Correggio, ca 1534

 

 

 

 

Am Ostermontage

Ev: Von den Jüngern die nach Emmaus gingen


Herr, eröffne mir die Schrift,
Deiner Worte Liebesmorgen,
Daß er leis' im Herzen trifft,
Was gewißlich drin verborgen.
Weiß es selber nicht zu finden,
Bin doch aller Hoffnung voll:
O, die Wolken werden schwinden,
Wenn die Sonne scheinen soll!

Soll der Glaube ferne sein,
Da die Liebe nicht verloren,
Da in Nächten stiller Pein
Mir die Hoffnung neu geboren?
Du mein Gott der Huld und Treue,
Den des Würmleins Krümmen rührt,
Hättest du umsonst die Reue
In dies starre Herz geführt?

Nein, mein Herr, das hast du nicht,
Deine Seelen sind dir teuer;
Wo nur noch ein Fünklein spricht,
Nahst du gern mit deinem Feuer.
O, ich fühl' es wohl, wie leise
Sich das neue Leben regt,
An der Gnade zarte Speise
Seine schwachen Lippen legt.

Manches ist mir wunderbar,
Manches muß mir dunkel scheinen;
Doch in deiner Liebe klar
Wird sich Alles freudig einen.
War der Nebel nur des Bösen,
Was als Nacht mich zagen ließ:
Wie sich meine Sünden lösen,
Tret' ich aus der Finsternis.

Herr, mit Tränen dank ich dir
Für dein übergnädig Walten,
Daß du deinen Glauben mir
In der Sünde vorenthalten:
Ach, ich hätte wie im Grimme
Neue Frevel nur erspäht,
Bis mir des Gewissens Stimme
Von dem Sturme überweht.

Deine Gnad' ist weich und warm,
Mag der Sorgfalt nicht entbehren,
Und mein Herz war kalt und arm
Solchen zarten Gast zu nähren.
Aber wie die Quellen springen,
Losgerissen von dem Weh,
Taucht sie sich mit milden Schwingen
In den heißen roten See.

Herr, ich habe viel geweint,
Daß ich oft wie zu zergehen
In der Seelennot gemeint,
Und wie ist mir heut' geschehen!
Daß ich gar so voll der Freuden
Und mich keine Angst bezwingt,
Ob mir gleich das alte Leiden
Riesig an die Seele dringt.

Und bei deinem heil'gen Buch,
Was mir heute fast wie offen,
Denk ich keinen einz'gen Fluch,
Kann nur lieben, kann nur hoffen,
Seh dich nur als Kindlein neigen,
Alles lieblich, alles lind;
Deine harten Worte schweigen,
Und ich weiß nicht, wo sie sind.

Das ist nur für diesen Tag,
O, viel anders wird es kommen;
Denn zu groß ist meine Schmach,
Solche Lust kann ihr nicht frommen;
Hast nur deinen Blitz gesendet,
Daß nicht irr' in meiner Pein
Ich mich wieder zugewendet
Dem verlaßnen Götzenhain.

Du unendlich süßes Glück,
Muß ich wieder dich verlieren,
Laß mir nur dein Bild zurück,
In dem Grolle mich zu rühren!
Oder, Herr, soll dieser Stunde
Überschwenglich Heil erstehn,
O, so laß des Grolles Wunde
Mir als Trauer offen gehn!

 

 

 

Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Burg Hülshoff

 

 


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mijn drie vorige blogs van vandaag.

31-03-13

Am Ostersonntage (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen!

 


Verrijzenis door Raffaelino del Garbo, 1510

 

 

 

Am Ostersonntage

 

O, jauchze, Welt, du hast ihn wieder,

Sein Himmel hielt ihn nicht zurück!

O jauchzet! jauchzet! singet Lieder!

Was dunkelst du, mein sel'ger Blick?

 

Es ist zu viel, man kann nur weinen,

Die Freude steht wie Kummer da;

Wer kann so großer Lust sich einen,

Der all so große Trauer sah!

 

Unendlich Heil hab' ich erfahren

Durch ein Geheimnis voller Schmerz,

Wie es kein Menschensinn bewahren,

Empfinden kann kein Menschenherz.

 

Vom Grabe ist mein Herr erstanden,

Und grüßet alle die da sein,

Und wir sind frei von Tod und Banden,

Und von der Sünde Moder rein.

 

Den eignen Leib hat er zerrissen,

Zu waschen uns mit seinem Blut,

Wer kann um dies Geheimnis wissen,

Und schmelzen nicht in Liebesglut!

 

Ich soll mich freun an diesem Tage

Mit deiner ganzen Christenheit,

Und ist mir doch, als ob ich wage,

Da Unnennbares mich erfreut.

 

Mit Todesqualen hat gerungen

Die Seligkeit von Ewigkeit,

Gleich Sündern hat das Graun bezwungen

Die ewige Vollkommenheit.

 

Mein Gott, was konnte dich bewegen

Zu dieser grenzenlosen Huld!

Ich darf nicht die Gedanken regen

Auf unsre unermessne Schuld.

 

Ach, sind denn aller Menschen Seelen

Wohl sonst ein überköstlich Gut,

Sind sie es wert, dass Gott sich quälen,

Ersterben muss in Angst und Glut!

 

Und sind nicht aller Menschen Seelen

Vor ihm nur eines Mundes Hauch?

Und ganz befleckt von Schmach und Fehlen,

Wie ein getrübter dunkler Rauch?

 

Mein Geist, o wolle nicht ergründen,

Was einmal unergründlich ist;

Der Stein des Falles harrt des Blinden,

Wenn er die Wege Gottes misst.

 

Mein Jesus hat sie wert befunden

In Liebe und Gerechtigkeit;

Was will ich ferner noch erkunden?

Sein Wille bleibt in Ewigkeit!

 

So darf ich glauben und vertrauen

Auf meiner Seele Herrlichkeit!

So darf ich auf zum Himmel schauen,

In meines Gottes Ähnlichkeit!

 

Ich soll mich freun an diesem Tage:

Ich freue mich, mein Jesu Christ,

Und wenn im Aug' ich Tränen trage,

Du weißt doch, daß es Freude ist!

 

 

 

Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Tuinkamer in het Rüschhaus nabij Drostes geboortehuis Burg Hülshoff


 

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30-03-13

Am Karsamstage (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Bij Stille Zaterdag



Pietà door Pietro Perugino, c. 1483-1493

 

Am Karsamstage

 

Tiefes, ödes Schweigen,

Die ganze Erd' wie tot!

Die Lerchen ohne Lieder steigen,

Die Sonne ohne Morgenrot.

Auf die Welt sich legt

Der Himmel matt und schwer,

Starr und unbewegt,

Wie ein gefrornes Meer.

O Herr, erhalt' uns!

 

Meereswogen brechen,

Sie toben sonder Schall;

Nur die Menschenkinder sprechen,

Doch schaurig schweigt der Widerhall.

Wie versteinet steht

Der Äther um uns her;

Dringt wohl kein Gebet

Durch ihn zum Himmel mehr.

O Herr, erhalt'uns!

 

Sünden sind geschehen,

Für jedes Wort zu groß,

Daß die Erde müßt' vergehen,

Trüg' sie nicht Jesu Leib im Schoß.

Noch im Tod voll Huld

Erhält sein Leib die Welt,

Daß in ihrer Schuld

Sie nicht zu Staub zerfällt.

O Herr, verschon' uns!

 

Jesus liegt im Grabe,

Im Grabe liegt mein Gott!

Was ich von Gedanken habe,

Ist doch dagegen nur ein Spott.

Kennt in Ewigkeit

Kein Jesus mehr die Welt?

Keiner der verzeiht,

Und keiner der erhält?

O Herr, errett' uns!

 

Ach, auf jene Frommen,

Die seines Heils geharrt,

Ist die Glorie gekommen

Mit seiner süßen Gegenwart.

Harrten seiner Huld:

Vergangenheit die Zeit,

Gegenwart Geduld,

Zukunft die Ewigkeit.

O Herr, erlös' uns!

 

Lange, lange Zeiten

In Glauben und Vertraun,

Durch die unbekannten Weiten

Nach unbekanntem Heil sie schaun.

Dachten sich so viel,

Viel Seligkeit und Pracht.

Ach, es war wie Spiel,

Von Kindern ausgedacht.

O Herr, befrei' uns!

 

Herr, ich kann nicht sprechen

Vor deinem Angesicht!

Laß die ganze Schöpfung brechen,

Diesen Tag erträgt sie nicht.

Ach, was naht so schwer,

Ist es die ew'ge Nacht,

Ist's ein Sonnenmeer,

In tausend Strahlen Pracht?

O Herr, erhalt' uns!

 

 

 

Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Het Rüschhaus nabij Drostes geboortehuis Burg Hülshoff, tuinkant

 

 

 

 

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09-04-12

Toon Tellegen, Charles Baudelaire, Joolz Denby, Albert von Schirnding, Johannes Bobrowski

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Federico Barocci, Noli me tangere, 1590

Palazzo Pitti, Florence

 

 


Opgestaan


Pasen,
regen, verlaten wegen -

pascha
en eieren paars en donkerrood -

drie keer kussen op elkaars wangen,
'Christus is opgestaan,' moest ik zeggen,
'Hij is waarachtig opgestaan,' zei de ander -

ik drukte mijn neus tegen een raam,
keek naar de glimmende straat
en zei zachtjes tegen mezelf:
'Christus is opgestaan,
zijn plaatsje is vergaan,
Christus is opgestaan...'

dominees gingen voorbij, met steeds kortere
tussenpozen,
zij wisten het precies,
ik sliep op de achterbank op weg naar huis.


Toon Tellegen (Brielle, 18 november 1941)

Cornelis Springer, De Koopmanstraat en Markt in Brielle, 1854

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08-04-12

Ostern (Joseph von Eichendorff)

 

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Titiaan, Polyptiek van de Verrijzenis, 1522,

Santi Nazaro e Celso, Brescia

 

 

 

 

Ostern

Vom Münster Trauerglocken klingen,
Vom Tal ein Jauchzen schallt herauf.
Zur Ruh’ sie dort dem Toten singen,
Die Lerchen jubeln: Wache auf!

 

Mit Erde sie ihn still bedecken,

Das Grün aus allen Gräbern bricht,
Die Ströme hell durchs Land sich strecken,
Der Wald ernst wie in Träumen spricht,

Und bei den Klängen, Jauchzen, Trauern,

So weit ins Land man schauen mag,

Es ist ein tiefes Frühlingsschauern
Als wie ein Auferstehungstag.

 

 

 


Joseph von
Eichendorff (10 maart 1788 – 26 november 1857)

Eichendorff museum in Wangen

 

 

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07-04-12

Berthold Brecht, William Wordsworth, Victoria Ocampo, Gabriela Mistral, Donald Barthelme

 

Bij Stille Zaterdag

 

 



Giotto, Bewening van Christus, ca 1304 – 1306,

Padua, Capella Scrovegni

 

 


Karsamstaglegende – Den Verwaisten gewidmet”

 

Seine Dornenkrone
Nahmen sie ab
Legten ihn ohne
die Würde ins Grab.

 

Als sie gehetzt und müde
andern Abends wieder zum Grabe kamen
siehe, da blühte
aus dem Hügel jenes Dornes Samen.

 

Und in den Blüten, abendgrau verhüllt
sang wunderleise
eine Drossel süss und mild
eine helle Weise.

 

Da fühlten sie kaum
mehr den Tod am Ort
sahen über Zeit und Raum
lächelten im hellen Traum
gingen träumend fort.

 

 

 



Berthold Brecht (10 februari 1898 - 14 augustus 1956)

Brecht-Haus in Berlin-Weißensee

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25-04-11

Willem de Mérode, James Fenton, Walter de la Mare, Ted Kooser, Ross Franklin Lockridge Jr., Richard Anders

 

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Jezus verschijnt aan Maria Magdalena, Aleksandr Ivanov (16 juli 1806 – 3 juli 1858)

 

 

 

 

Paasmorgen

 

Hij was het graf al uitgegaan
Vóór ik Zijn dood bezoeken kon.
Een zwarte leegte in de zon
Gaapt de spelonk mij aan.

O wát ik hoopte in mijn verdriet,
Hij kwam mijn ongeduld nog vóór.
Maar, Die ik door de dood verloor
Vind ik ook levend niet.
 
De olijven met de lichte wind
Verzilvren in de zonneschijn,
Waar 't hart niets dan zijn oude pijn
langs alle paden vindt.

Maar om de donkre nauwe bocht
Wappert een oogwenk zijn gewaad.
Mij blindt de glans van zijn gelaat.
Hij had MIJ lang gezocht.

 

 

 

 

Willem de Mérode (2 september 1887 - 22 mei 1939)

 

 

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24-04-11

Achim von Arnim, Frans Coenen, Eric Bogosian, Michael Schaefer, Robert Penn Warren

 

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De opstanding van Christus, Paolo Veronese (1528 – 19 april 1588)

 

 

 

Ostern

 

Vom Erdenstaub zu reinen, blauen Lüften
Dringt weit der Blick in ersten Frühlingstagen,
Und höher steigt der mächt'ge Sonnenwagen,
Die Erde sehnt nach Blättern sich und Düften,
Und heilige Geschichten uns dann sagen
Was sich geahnet in des Herzens Klüften.
Er ist erstanden aus den Todesgrüften,
Und wie vergebens war der Menschen Zagen,
Ja so ersteht die Welt der Himmelsgaben
Mit jedem Jahre neu, die Knospen brechen,
Und nichts ist unsrer Liebe zu erhaben,
Sie giebt uns alles in den Wonnebächen,
Die nach dem Eisgang Flur und Aug' durchgraben,
Das Unsichtbarste will zum Lichte sprechen.

 

 

 


Achim von Arnim (26 januari 1781 – 21 januari 1831)

 

 

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05-04-10

W. B. Yeats, Hugo Claus, Algernon Swinburne, Michael Conrad, Arthur Hailey, Paolo Ferrari, Bora Ćosić, Werner J. Egli



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RussischVerrijzenis
Verrijzenis, Russisch Icoon, 18e eeuw

 

 

Easter, 1916

 

I HAVE met them at close of day

Coming with vivid faces

From counter or desk among grey

Eighteenth-century houses.

I have passed with a nod of the head

Or polite meaningless words,

Or have lingered awhile and said

Polite meaningless words,

And thought before I had done

Of a mocking tale or a gibe

To please a companion

Around the fire at the club,

Being certain that they and I

But lived where motley is worn:

All changed, changed utterly:

A terrible beauty is born.

 

That woman's days were spent

In ignorant good-will,

Her nights in argument

Until her voice grew shrill.

What voice more sweet than hers

When, young and beautiful,

She rode to harriers?

This man had kept a school

And rode our winged horse;

This other his helper and friend

Was coming into his force;

He might have won fame in the end,

So sensitive his nature seemed,

So daring and sweet his thought.

This other man I had dreamed

A drunken, vainglorious lout.

He had done most bitter wrong

To some who are near my heart,

Yet I number him in the song;

He, too, has resigned his part

In the casual comedy;

He, too, has been changed in his turn,

Transformed utterly:

A terrible beauty is born.

 

Hearts with one purpose alone

Through summer and winter seem

Enchanted to a stone

To trouble the living stream.

The horse that comes from the road.

The rider, the birds that range

From cloud to tumbling cloud,

Minute by minute they change;

A shadow of cloud on the stream

Changes minute by minute;

A horse-hoof slides on the brim,

And a horse plashes within it;

The long-legged moor-hens dive,

And hens to moor-cocks call;

Minute by minute they live:

The stone's in the midst of all.

 

Too long a sacrifice

Can make a stone of the heart.

O when may it suffice?

That is Heaven's part, our part

To murmur name upon name,

As a mother names her child

When sleep at last has come

On limbs that had run wild.

What is it but nightfall?

No, no, not night but death;

Was it needless death after all?

For England may keep faith

For all that is done and said.

We know their dream; enough

To know they dreamed and are dead;

And what if excess of love

Bewildered them till they died?

I write it out in a verse -

MacDonagh and MacBride

And Connolly and Pearse

Now and in time to be,

Wherever green is worn,

Are changed, changed utterly:

A terrible beauty is born.

 

 

 

W. B. Yeats

 

 

 

 

JYeats_WBYeats

W. B. Yeats (13 juni 1865 – 28 januari 1939)

 

 

 

 

 

De Vlaamse schrijver Hugo Claus werd in Brugge geboren op 5 april 1929. Zie ook mijn blog van 5 april 2007 , mijn blog van 19 maart 2008 mijn blog van 5 april 2008. en ook mijn blog van 20 maart 2009. en mijn blog van 5 april 2009.

 

 

 

ENVOI

 

Mijn verzen staan nog wat te gapen.

Ik word dit nooit gewoon. Zij hebben hier lang

genoeg gewoond.

Genoeg. Ik stuur ze ’t huis uit. ik wil niet wachten

tot hun tenen koud zijn.

Ongehinderd door hun onhelder misbaar 

wil ik het gegons van de zon horen

of dat van mijn hart, die verraderlijke spons die verhardt.

 

Mijn verzen neuken niet klassiek,

zij brabbelen ordinair of brallen al te nobel.

In de winter springen hun lippen,

in de lente liggen zij plat bij de eerste warmte, 

zij verzieken mijn zomer

en in de herfst ruiken zij naar vrouwen.

 

Genoeg. Nog twaalf regels lang op dit blad 

hou ik ze de hand boven het hoofd

en dan krijgen zij een schop in hun gat.

Ga elders drammen, rijmen van een cent,

elders beven voor twaalf lezers

en een snurkende recensent.

 

Ga nu, verzen, op jullie lichte voeten, 

jullie hebben niet hard getrapt op de oude aarde

waar de graven lachen als zij hun gasten zien, 

het ene lijk gestapeld op het andere.

Ga nu en wankel naar haar

die ik niet ken.

 

 

 

 

In Flanders fields

 

De grond is hier het vetst.

Zelfs na al die jaren zonder mest

zou je hier een dodenprei kunnen kweken

die alle markten tart.

 

De Engelse veteranen worden schaars.

Elk jaar wijzen zij aan hun schaarse vrienden:

Hill Sixty, Hill Sixty One, Poelkapelle.

 

In Flanders Fields rijden de maaldorsers

steeds dichtere kringen rond de kronkelgangen

van verharde zandzakken, de darmen van de dood.

 

De boter van de streek

smaakt naar klaprozen.

 

 

 

 

 

Op Thomas zijn vierde verjaardag

 

Later, mijn jongetje, word je een man,
Later reikhals je als een giraffe naar het hoe en het waarom.
Men zal je stempelen als bagage.
Men zal je kwetsen om je wens en je droom.
En jij zal trachten eens en voorgoed te fotograferen
het hoe en waarom van de vrouw
die kantelt in je lakens
die zingt naarmate je ontdubbelt in haar vel.
En nog later, jongetje, wordt
je leven een plakboek.
Maar nog lange niet, nog lange niet.

 

 

 

 

 

 

claus_gent_bridge
Hugo Claus (5 april 1929 – 19 maart 2008)

Hugo Claus in Gent. 1958

 

 

 

 

De Engelse schrijver en dichter Algernon Charles Swinburne werd geboren op 5 april 1837 in Londen. Zie ook mijn blog van 5 april 2007 en ook mijn blog van 5 april 2008  en ook mijn blog van 5 april 2009.

 

 

Envoi 

 

Fly, white butterflies, out to sea,

Frail pale wings for the winds to try,

Small white wings that we scarce can see

Fly.

 

Here and there may a chance-caught eye

Note in a score of you twain or three

Brighter or darker of tinge or dye.

 

Some fly light as a laugh of glee,

Some fly soft as a low long sigh:

All to the haven where each would be

Fly.

 

 

 

Benediction 

 

Blest in death and life beyond man's guessing

Little children live and die, possest

Still of grace that keeps them past expressing

Blest.

 

Each least chirp that rings from every nest,

Each least touch of flower-soft fingers pressing

Aught that yearns and trembles to be prest,

 

Each least glance, gives gifts of grace, redressing

Grief's worst wrongs: each mother's nurturing breast

Feeds a flower of bliss, beyond all blessing

Blest.

 

 

Love and Sleep

Lying asleep between the strokes of night
I saw my love lean over my sad bed,
Pale as the duskiest lily's leaf or head,
Smooth-skinned and dark, with bare throat made to bite,
Too wan for blushing and too warm for white,
But perfect-coloured without white or red.
And her lips opened amorously, and said -
I wist not what, saving one word - Delight.

And all her face was honey to my mouth,
And all her body pasture to mine eyes;
The long lithe arms and hotter hands than fire
The quivering flanks, hair smelling of the south,
The bright light feet, the splendid supple thighs
And glittering eyelids of my soul's desire.

 

 

 

 

Algernon_Charles_Swinburne_sketch

Algernon Swinburne (5 april 1837 – 10 april 1909)

Getekend door Dante Gabriel Rossetti, 1860

 

 

 

 

De Servische dichter en schrijver Bora Ćosić werd geboren op 5 april 1932 in Zagreb. Zie ook mijn blog van 5 april 2007 en ook mijn blog van 5 april 2008

 

Uit: Vogelklasse (Vertaald door Katharina Wolf-Grießhaber)

 

Als wäre diese Klasse das Ergebnis irgendeiner Razzia. Bei der meine Generation auf der Straße aufgegriffen und in diesen einer Polizeiwache ähnlichen Raumgebracht worden wäre. Dort dauert die Befragung über unsere persönlichen Daten und unser vorheriges Leben an, als stünden wir unter dem

Verdacht, in einer terroristischen Vereinigung mitzumischen.

Das tun wir natürlich, wie alle anderen Leute, die möglicherweise beschuldigt werden müssen, die Zersetzung des Lebens, vor allem des eigenen, vorzubereiten. Dann sehen wir einander an den ersten Tagen dieses Ereignisses sehr vorsichtig an, geradeso wie sich Leute, zusammengedrängt in einem Polizeiauto, zusammen aufgelesen aufgrund des Zufalls, daß sie an derselben Straßenecke

gewesen sind, betrachten. Das verläßt mich auch später nicht, weil ich meine „Kollegen“ in jenem Raum nicht als mir nahestehende Menschen ansehe, in nichts. Darin bin ich bis ans Ende hart geblieben und habe mich gegen jede Nähe zu mir unsympathischen und in jeder Frage widerwärtigen Personen gewehrt, deren widerwärtiges und unsympathisches Wesen der Umstand, daß wir unsere Zeit in unmittelbarer Nähe zueinander verbracht haben, nicht beseitigt hat. Ich habe diese kleinen Leute nicht als meine Leute akzeptiert, sondern sie sind mir fremd vorgekommen. Hätte ich die Rolle eines düsteren Russen übernommen, der einem Mädchen aus der Provinz schreibt, hätte ich wie er geschrieben, daß ich unter fremden Menschen bin, die mich nicht interessieren und die mir auf die Nerven gehen.

Denen gegenüber ich nicht einmal das Mitgefühl habe, das die Leute für ihren Leidensgenossen bei dieser Polizeirazzia oder in irgendeinem unglücklichen Verbanntenschiff empfinden.Und so habe ich sie abwesend und dumpf beobachtet, aber das hat ein unangenehmes Gefühl bei diesen Zwergen hervorgerufen, was mich jahrelang begleitet hat. Deshalb habe ich ein klein wenig Nähe eher zu unseren „Wiederholern“ empfunden, wie der Mensch, der sich mit anderen in einer Zelle befindet, doch Respekt hat vor Personen, vor dort angetroffenen mit einer gewissen Erfahrung in diesem Zellenunglück, während diejenigen, die mit mir gekommen waren, genausowenig wie ich selbst

wußten, was sie mit sich anfangen sollten und wie sie ihren Körper und ihre Seele dort unterbringen sollten. Ich empfinde von jeher Abscheu vorNeulingen, obwohl ich mich selbst manchmal unter ihnen befunden habe.“

 

 

 

Cosic
Bora Ćosić (Zagreb, 5 april 1932)

 

 

 

 

Zie voor de drie onderstaande schrijvers ook mijn blog van 5 april 2009.

 

 

De Duitse schrijver Michael Georg Conrad werd geboren op 5 april 1846 in Gnodstadt. Zie ook mijn blog van 5 april 2007 en ook mijn blog van 5 april 2008

 

Uit: Majestät

 

Der König hatte sich seit Tagen nicht mehr vom Bett erhoben. Er war krank von der Reise heimgekommen.

Wer sein Wesen kannte, wußte, daß es ein Schlimmes sein mußte, das ihn danieder hielt. Ganz fein empfindende Zuschauer, mit sicherer Witterung in tiefen Seelengründen – gewöhnlich gibt's die nicht unter den Hofleuten – hätten deutliche Zeichen gehabt, daß seit langem nur noch Lebensschein vorhanden, Nachglanz eines verflackerten Lichts.

Nun lag der König wirklich im Sterben. Selbst die stumpfesten Oberflächenmenschen begannen es zu merken, daß es wie Sensenschwingen unheimlich über dem Bette des Königs leuchte.

Eigentlich hatte es nichts von einem Kampf, nichts von heroischem Ringen um den letzten Rest eines Königslebens. Auf keiner Seite stand ein Held. Der herrische Tod hatte es nicht auf ein großes Kampfspiel mit diesem schlichten, geduldigen König angelegt. Ein geringer Leib, ohne heftige Lebensinstinkte, ohne starke Säfte und Triebe – ein verarmtes Blut.

Eine tückisch schleichende Krankheit, die schon früh eingesetzt, diskret, mit einer gewissen höfischen Verbindlichkeit in der Verschleierung der mörderischen Absicht. Das waren die Partner.

Die Seele des Königs wußte wenig dreinzureden. Sie war von je zur Friedfertigkeit gestimmt und nicht auf Gewaltsamkeiten eingeübt. Sie war allerwege für konstitutionelle Ordnung und gestattete sich keine persönlichen Übergriffe.

Was sie in diesem Falle auch gesagt hätte, es wäre für den Ausgang so belanglos gewesen, wie die Praktiken der Heilkünstler und die wortreichen, schön gesetzten Wundergebete der Priester. Ein mittlerer Wille, der nie auf hohe Lebenspolitik im Heldenmaß lossteuerte, eine verschüchterte Daseinskraft lag von der Krankheit hingestreckt und atmete sich aus in kurzen, zaghaften Zügen. Was dem Vorgange des Ablebens seinen besonderen Stempel gab, war die Auffassung, daß der Sterbende einen König darstellte, einen verfassungsmäßigen Monarchen über ein kleines altes Reich, das in gewohnter Treue zu seinem Fürstenhause hielt und diesem König vor allen seine Sympathien widmete als einem braven, rechtlichen Manne, der nie die bürgerliche Sitte gekränkt, nie der untertänigen Gesinnung eine schwere Stunde bereitet.“

 

 

 

michael_conrad
Michael Conrad (5 april 1846 – 20 december 1927)

 

 

 

 

De  een Brits-Canadees schrijver Arthur Hailey werd geboren in Luton, Bedfordshire, op 5 april 1920.

 

Uit: Airport

 

„An airliner in a terminal was like a dependent relative, subject to the whims and succor of its family. Such life as it had was never independent. Its identiy was blurred; supply lines hobbled it; strangers, who would never join its airborne component, moved in and out.
But when the doors were sealed as the airplane prepared for takeoff, it became once more an entity. Crew members were most keenly aware of the change; they were returned to the familiar, self-contained environment in which they could function with skill and independence for which they had been trained. No one impeded them; nothing was underfoot, except what they were used to and at home with. Their tools and equipment were the finest; their resources and limitations were inventoried and known. Self-reliance returned. The camaraderie of the air - intangible, yet read to all who shared it - was theirs once more.
Even passengers - the more sensitive ones - were attuned to a mental transformation and, once in the air, awareness of the change increased. At high altitude, looking down, concerns of the everyday world seemed less important. Some, more analytical than others, saw the new perspective as a shedding of the pettiness of the earth.“

 

 

 

arthur_hailey
Arthur Hailey (5 april 1920 - 24 november 2004)

 

 

 

 

De Italiaanse blijspeldichter Paolo Ferrari werd geboren op 5 april 1822 in Modena.

 

Uit: Methods of Making a Living (Signor Lorenzo)

 

Ger.  Then you have some pension or allowance?

Gian.  None.

Ger.  None?

Gian.  Yours to command. All I can do is to manufacture bad verse, and I have a certain fluency of tongue, and that is how I make my way. But there are no dramas, no tragedies. Comedy — it’s all comedy — funny, you know.

Ger.  Well, but what do you do for a living? Pardon me if I am indiscreet.

Gian.  Quite the contrary, let me assure you! I go about it in this way: I have divided the city into twelve districts, or sections, whichever you like to call them. Each month I travel one of my districts. This month it happens to be this one.

Ger.  Not very rich, this section! Noen but poor people live here.

Gian.  At your service, madam.

Gior.  The rich people are less charitable than the poor.

Gian.  Very true. What a pity that it’s the poor people who are not rich! But they have an advantage — they are not so suspicious; and another — they don’t let you wait about in the hall; you go straight in. In the houses of the wealthy it’s maddening: porters, butlers, servants — everybody used to judging one by one’s appearance.

Ger.  And to showing one the door without ceremony.

Gian.  Yours to command.

Ger.  But tell me what you do.

Gian.  I have several systems. One is to provide poetry. Supposing, for instance, there is a wedding, or a new graduate, or a dancer who has made a tremendous hit, or a celebrated preacher, or a newly elected deputy. I have a sonnet that suits them all. It is sufficient to change the last triplet. I have six variations made up for that triplet. It is a six-barreled-revolver sonnet, and can be shot off six times. Now, observe. Both the quatrains consist of philosophical reflections on the sorrows and joys of life; they answer very well for anybody. In the first triplet I come down to particulars. “And thou!” I begin, without mentioning names. “Thou,” may belong to any sex or condition: “thou” is equally good for a man and a woman, for old people and young, for a nobleman or a shopkeeper.“

 

 

 

Paolo_Ferrari

Paolo Ferrari (5 april 1822 – 9 maart 1889)

 

 

 

 

De Zwitserse schrijver Werner J. Egli werd geboren in Luzern op 5 april 1943. Zie ook mijn blog van 5 april 2008

 

Uit: Der letzte Kampf des Tigers

 

Ich schrak aus dem Tiefschlaf, als der Schuss krachte. Im ersten Moment wusste ich gar nicht, was geschehen war. Wie versteinert saß ich in meinem Schlafsack. Erst nach einigen Sekunden wurde mir klar, dass es ein Schuss gewesen war, den ich gehört hatte. In den Widerhall des Schusses fiel das wütende Gebell Laikas. Da realisierte ich, dass ich allein im Zelt war. Kein Wladimir, der schnarchend neben mir lag. Keine Laika.

Draußen schien die Hölle los zu sein. Ich packte das Gewehr meines Vaters und stürzte aus dem Zelt. Nicht weit entfernt jagte Laika kläffend durch den Wald. Dann sah ich den Tiger.

Er hatte Wladimir mit seinen Reißzähnen gepackt und schleifte ihn einen leicht ansteigenden Hang hinauf, der mit Ulmen und Pappeln bewaldet war. Im Mondlicht konnte ich ihn ziemlich gut sehen, obwohl die Bäume lange Schatten in den Schnee warfen.

Ich sah auch, dass Wladimir sich wehrte und sich loszureißen versuchte, aber der Tiger schleuderte ihn mit einer schnellen, ruckartigen Bewegung des Kopfes herum und versetzte ihm gleichzeitig einen gewaltigen Prankenhieb. Ich riss das Gewehr an die Schulter, legte auf den Tiger an, aber noch bevor ich meinen Finger an den Abzug legte, wusste ich, dass ich nicht auf den Tiger schießen durfte, weil meine Kugel den alten Wildhüter hätte treffen können. So schoss ich in die Luft.“

 

 

 

Egli
Werner J. Egli (Luzern, 5 april 1943)

 

04-04-10

Goethe, Wolfgang Windhausen, Maya Angelou, Marguerite Duras, Edith Södergran, Michiel van Kempen, Robert Schindel



 Alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen!

 

 

 

verrijzenis
Verrijzenis, Hendrick Bloemaert, 1649
 
Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorten sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt's im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurückzusehen.
Aus dem hohlen, finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden;
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit' und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und bis zum Sinken überladen
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein."

 

J. W. von Goethe

 

 

 

goethe
J.W. von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)

 

 

 

 

De Duitse schrijver, dichter en graficus Wolfgang Windhausen werd geboren op 4 april 1949 in Duderstadt. Zie ook mijn blog van 4 april 2007 en ook mijn blog van 4 april 2008 en ook mijn blog van 4 april 2009.

 

Duderstadt

wir haben gepflegt und verwaltet
das erbe aus vergangenen zeiten
in jahrhunderten erbaut
ewig in das mondlicht ragend
das häusermeer überblicken
der dom st. cyriakus
in seinem schatten der hl. nepomuk
ins holz der häuser schnitzten
meister ihre figuren, balken
bemalt und mit zeichen versehen
vom alten rathaus bis zum
westertorturm zieht sich
der steinerne weg
mit der laternen freundlichem geleit

duderstadt -
stadt meiner spröden liebe.


***
weder das freuen
noch das leiden
stellen den wert
des lebens dar

wird das entschieden
was der mensch
ist
dem menschen


***

eigener traum
dem wachen auge verborgen

wie
sommerlicht
einen film löscht

arbeiten wir
prophezeihungen ab

die stille war

wie bernstein
der schöngefärbt und hart
den traum
umschloss

 

 

Windhausen
Wolfgang Windhausen (Duderstadt,  4 april 1949)

 

 

 

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Maya Angelou (eig. Margueritte Johnson) werd geboren in Saint Louis, Missouri, op 4 april 1928. Zie ook mijn blog van 4 april 2009.

 

 

Momma Welfare Roll 

 

Her arms semaphore fat triangles,

Pudgy hands bunched on layered hips

Where bones idle under years of fatback

And lima beans.

Her jowls shiver in accusation

Of crimes clichéd by

Repetition. Her children, strangers

To childhood's toys, play

Best the games of darkened doorways,

Rooftop tag, and know the slick feel of

Other people's property.

 

Too fat to whore,

Too mad to work,

Searches her dreams for the

Lucky sign and walks bare-handed

Into a den of bereaucrats for

Her portion.

'They don't give me welfare.

I take it.'

 

 

 

 

The Lesson 

 

I keep on dying again.

Veins collapse, opening like the

Small fists of sleeping

Children.

Memory of old tombs,

Rotting flesh and worms do

Not convince me against

The challenge. The years

And cold defeat live deep in

Lines along my face.

They dull my eyes, yet

I keep on dying,

Because I love to live.

 

 

 

 

Angelou
Maya Angelou (Saint Louis, 4 april 1928)

 

 

 

 

De Franse schrijfster Marguerite Duras (pseudoniem van Marguerite Donnadieu) werd geboren op 4 april 1914 in Gia Dinh, Indochina (nu Vietnam). Zie ook mijn blog van 4 april 2007 en ook mijn blog van 4 april 2008 en ook mijn blog van 4 april 2009.

 

Uit: La douleur

 

Dans mon souvenir, à un moment donné, les bruits s'éteignent et je le vois. Immense. Devant moi. Je ne le reconnais pas. Il me regarde. Il sourit. Il se laisse regarder. Une fatigue surnaturelle se montre dans son sourire, celle d'être arrivé à vivre jusqu'à ce moment-ci. C'est à ce sourire que tout à coup je le reconnais, mais de très loin, comme si je le voyais au fond d'un tunnel. C'est un sourire de confusion. Il s'excuse d'en être là, réduit à ce déchet. Et puis le sourire s'évanouit. Et il redevient un inconnu. Mais la connaissance est là, que cet inconnu c'est lui, Robert L., dans sa totalité.
Il avait voulu revoir la maison. On l'avait soutenu et il avait fait le tour des chambres. Ses joues se plissaient mais elles ne se décollaient pas des mâchoires, c'était dans ses yeux qu'on avait vu son sourire. Quand il était passé dans la cuisine, il avait vu le clafoutis qu'on lui avait fait. Il a cessé de sourire : « Qu'est-ce que c'est ? » On le lui avait dit. À quoi il était? Aux cerises, c'était la pleine saison. «Je peux en manger? — Nous ne le savons pas, c'est le docteur qui le dira. » II était revenu au salon, il s'était allongé sur le divan. « Alors je ne peux pas en manger? — Pas encore. — Pourquoi? — Parce qu'il y a déjà eu des accidents dans Paris à trop vite faire manger les déportés au retour des camps. »
II avait cessé de poser des questions sur ce qui s'était passé pendant son absence. Il avait cessé de nous voir. Son visage s'était recouvert d'une douleur intense et muette parce que la nourriture lui était encore refusée, que ça continuait comme au camp de concentration. Et comme au camp, il avait accepté en silence. Il n'avait pas vu qu'on pleurait. Il n'avait pas vu non plus qu'on pouvait à peine le regarder, à peine lui répondre.
Le docteur est arrivé. Il s'est arrêté net, la main sur la poignée, très pâle. Il nous a regardés puis il a regardé la forme sur le divan. Il ne comprenait pas. Et puis il a compris : cette forme n'était pas encore morte, elle flottait entre la vie et la mort et on l'avait appelé, lui, le docteur, pour qu'il essaye de la faire vivre encore. Le docteur est entré. Il est allé jusqu'à la forme et la forme lui a souri. Ce docteur viendra plusieurs fois par jour pendant trois semaines, à toute heure du jour et de la nuit.  Dès que la peur était trop grande, on l'appelait, il venait. Il a sauvé Robert L. Il a été lui aussi emporté par la passion de sauver Robert L. de la mort. Il a réussi.“

 

 

 

Duras
Marguerite Duras (4 april 1914 – 3 maart 1996)

Duras in 1951

 

 

 

 

De Fins-Zweedse dichteres Edith Irene Södergran werd geboren in Sint-Petersburg op 4 april 1892. Zie ook mijn blog van 4 april 2009.

 

 

Der Schmerz

Das Glück hat keine Lieder, das Glück hat keine Gedanken,
das Glück hat nichts.
Stoß an dein Glück, daß es zerbricht, denn das Glück ist boshaft.
Das Glück kommt sacht wie das Säuseln des Morgens in
das schlafende Gebüsch,
das Glück gleitet vorbei wie leichte Wolken über dunkelblaue Tiefen,
das Glück ist wie das Feld, das in der Mittagsglut schläft
wie die endlose Weite des Meeres in den heißen lotrechten Strahlen,
das Glück ist machtlos, es schläft und atmet und weiß
von nichts ...

Kennst du den Schmerz? Er ist stark und groß mit
geballten Fäusten.
Kennst du den Schmerz? Er lächelt hoffnungsvoll mit
verweinten Augen.
Der Schmerz gibt uns alles, was wir brauchen.
er gibt uns die Schlüssel zum Reich des Todes,
er schiebt uns durch die Pforte, wenn wir noch zaudern.
Der Schmerz tauft das Kind und wacht mit der Mutter
und schmiedet all die goldenen Hochzeitsringe.
Der Schmerz herrscht über alle, er glättet die Stirn des Denkers,
er legt den Schmuck um den Hals der begehrten Frau,
er steht in der Tür, wenn der Mann von der Geliebten kommt ...

Was ist es noch, was der Schmerz seinen Lieblingen gibt?

Ich weiß nichts mehr.
Er gibt Perlen und Blumen, er gibt Lieder und Träume,
er gibt tausend Küsse, die alle leer sind,
er gibt den einzigen Kuß, der wirklich ist.
Er gibt uns unsere sonderbaren Seelen und merkwürdigen Einfälle,
er gibt uns allen Lebens höchsten Gewinn:
Liebe, Einsamkeit und das Angesicht des Todes.

 

 

 

Edith_Sodergran
Edith Södergran (4 april 1892 - 24 juni 1923)

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver, letterkundige en Surinamist Michiel van Kempen werd geboren in Oirschot op 4 april 1957. Zie ook mijn blog van 4 april 2007 en ook mijn blog van 4 april 2008 en ook mijn blog van 4 april 2009.

 

Uit: Niet terug naar het land van Kareltje Rex. De poëzie van John Leefmans

 

„In 1981 verscheen Leefmans' debuutbundel, Intro, uitgegeven door Orchid Press te Amstelveen/Paramaribo, een gelegenheidsinitiatief van de advocaat William Man A Hing, die in de jaren zestig actief was geweest als beeldend kunstenaar en redacteur van Mamjo. Intro omvat zevenenveertig vrije verzen geschreven tussen 1952 en 1967. Dit poëtisch retrospectief werd door William Man A Hing samengesteld uit een typoscript in zijn bezit. Drie jaar later bracht hij ook Leefmans' tweede bundel uit, Terugblikken zonder blozen, met negentien gedichten uit hetzelfde typoscript. Beide bundels verschenen onder de naam Jo Löffel, een pseudoniem dat de dichter had afgeleid van de bijnaam van zijn familie. De tweede bundel kon Leefmans' goedkeuring niet wegdragen; hij zei erover: ‘dat andere ding met zijn foute naam en al zijn drukfouten en verhaspelingen is bloedschennig, onherkenbaar en dus onerkenbaar’. De bundel was een product van de chaotische situatie na de decembermoorden van 1982 in Suriname: na de moord op zijn collega mr Kenneth Gonçalves, ontvluchtte ook Man A Hing Suriname.

Van de hooggestemde verwachting van de eenheid van alle bevolkingsgroepen, in de jaren vóór de onafhankelijkheid hét thema in de Surinaamse letteren, is in Leefmans' poëzie niets te bespeuren:

 

 zwierven wij onbegrensd in de golfslag

 eenieder voor zich

 langs de ruggen van al onze goden

 op zoek naar het eigen gezicht

 met geleende ogen van 't opgejaagde zout

 

De laatste regel vat enkele historische motieven kernachtig samen: de aan de Surinamers opgedrongen vreemde ideologie, de Middle Passage die zovele Afrikanen in slavenketenen naar het Caribisch gebied zou voeren (uit Afrika afkomstige negerslaven werden zoutwaternegers genoemd) en alle identiteitsproblemen die daaruit voor de Afro-Surinamers voortkwamen. Slavernij en zwarte cultuur laten op veel plaatsen in Leefmans' poëzie hun sporen na, maar als hij een gedicht schrijft over de Afro-Surinaamse winti-religie, noemt hij dat ‘wind’ en niet ‘winti’; culturele begrippen behouden hun lading, maar worden hertaald naar het Nederlands.“

 

 

 

Kempen
Michiel van Kempen (Oirschot, 4 april 1957)

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver en dichter Robert Schindel werd geboren op 4 april 1944 in Bad Hall. Zie ook mijn blog van 4 april 2007 en ook mijn blog van 4 april 2008, en ook mijn blog van 4 april 2009.

 

 

Fremd bei mir selbst

Fremd bei mir selbst bin ich geworden
Der Takt der Schritte und das Lachen
Der Augenblick. Fremd bei mir selbst.

Sich auf der Schulter sitzen und die Zeit verstreichen
Ins Amt gehn, Damen lieben, Sitzungen verkurbeln
Mit Freunden sehend reden. Sich auf der Schulter sitzen.

Die Außenwelt hat sich verpuppt. Die Straßenschluchten
Verengen sich und Vorsommer in den Träumen
Die schöne Außenwelt hat sich verpuppt und spinnt.

Kein Streit. Der Sauerampferwein wie Schluck für Schluck.
Das Ausland in der Brust. Die persönlichen Feinde
Sterben aus. Ich bin so mild. Kein Streit.

So leb ich nicht so gern. Die Politik
Aber lässt mich nicht sterben. Der Entbehrliche
Wird noch gebraucht. So lebe ich.

 

 

Kältestrom 1 (Vorm Absterben)

 

Unruhige Blicke irrn nach Nord und West
Zärtlichkeitsdefizite in der Suchtprovinz
Mit Eigensinn hält sie den Faden fest
Den Sehnsuchtsstrang des Innenlabyrinths.

 

Sodaß die Wörter in den Hintersilben dunkeln
Der Atem ist ihr viel zu nahe und
Sie stößt sich ab in ihm, hat dann im Schunkeln
Bloß ihren Blick beruhigt. Aus dieser Dämmerung

 

Steigt stolz das Labyrinth zum Außenfrost.
Sie geht von innen in die Winkelgänge
Erwärmt beim Stundentrinken ihre eigne Enge.

 

Die Wörter überziehen sich mit diesem Rost
Fallen zum Atempol. Doch eine Lächellänge
Erreichen sie dei Blicke noch aus Süd und Ost.

 

Schindel

Robert Schindel (Bad Hall,  4 april 1944)

Zie voor nog meer schrijvers van de 4e april ook mijn vorige blog van vandaag.

13-04-09

Ferdinand von Saar, Nachoem Wijnberg, Saskia Noort, Tim Krabbé, Samuel Beckett, Jean-Marie Gustave Le Clézio, Seamus Heaney, Stephan Hermlin, Orhan Veli



Alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen!

 

 

 

 

jezus_opstand
De opstanding van Jezus, Rembrandt (detail)

1635/39, Alte Pinakothek, München

 

 

 

 

Fröhliche Ostern

 

Ja, der Winter ging zur Neige,

holder Frühling kommt herbei,

Lieblich schwanken Birkenzweige,

und es glänzt das rote Ei.

Schimmernd wehn die Kirchenfahnen

bei der Glocken Feierklang,

und auf oft betretnen Bahnen

nimmt der Umzug seinen Gang.

 

Nach dem dumpfen Grabchorale

tönt das Auferstehungslied,

und empor im Himmelsstrahle schwebt er,

der am Kreuz verschied.

 

So zum schönsten der Symbole

wird das frohe Osterfest,

daß der Mensch sich Glauben hole,

wenn ihn Mut und Kraft verläßt.

 

Jedes Herz, das Leid getroffen,

fühlt von Anfang sich durchweht,

daß sein Sehnen und sein Hoffen

immer wieder aufersteht.

 

 

 

 

 

ferdinand_von_saar
Ferdinand von Saar (30 september 1833 – 24 juli 1906)

 

 

 

 

 

De Nederlandse dichter en schrijver Nachoem Mesoelam Wijnberg werd geboren in Amsterdam op 13 april 1961. Zie ook mijn blog van 13 april 2008. en ook mijn blog van 10 april 2009.

 

 

Krokussen, hyacinten

 

De groep meisjes, wedijverend

zacht rijk haar, uitgeleide

van de afgezant (aan haar terugkeer te denken

is misselijk-makend):

 

Een enkele adem parfum

om haar enkels en hals. Ver weg

brengt de bruidegom zijn

gezicht in de adem.

 

 

 

 

 

SU DONGPO

Een gedicht moet over iets gaan; anders kan iemand niet zeggen
of het gedicht overbodig is als hij kan zijn waar het gedicht over gaat.

Wat hij kan zeggen, wat in zijn hart is: een gedicht als het een groter is dan het ander,
teleurgesteld als het geen goed gedicht is.

Een ander kan de woorden die te groot en te klein zijn
vergeten als ballen die hij kort na elkaar hoog in de lucht gegooid heeft,

maar neem hem zijn gedichten af en wat houdt hij over?
Hij wil nog meer gedichten schrijven, genoeg om de halve wereld te vullen.

 

 

 

 

 

Wijnberg_2
Nachoem Wijnberg (Amsterdam, 13 april 1961)

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijfster, freelance journaliste en columniste Saskia Noort werd geboren in Bergen op 13 april 1967. Zie ook mijn blog van 13 april 2008.

 

Uit: De Verbouwing

 

Ik weet niet wat erger is. Alleen eten in een restaurant vol stellen, of samen maar dan stilzwijgend. Vroeger keek ik vol afgrijzen naar ze. Een man en een vrouw die elkaar niets meer te vertellen hadden. Hoe ze zich, de ogen van elkaar afgewend, door de maaltijd heen werkten, met de fles wijn als reddingsboei. Dat aura van verveling en wanhoop. Twee mensen gevangen in traditie, comfort en rituelen. Waarom zouden ze nog bij elkaar zitten, als de liefde en de interesse voor elkaar zo overduidelijk waren verdwenen?  Ik kon ze er uitpikken, de uitgeblusten. Ik zag de dodelijke, geërgerde blikken, het ontwijken van iedere aanraking, ik hoorde ze spreken over elkaar in de derde persoon, het in de rede vallen en publiekelijk vernederen. Daar ben ik trots op, dat ik de pijn en verlangens van andere mensen feilloos herken. Ik zie ze hunkeren, lijden en stralen. Hun onzekerheid  en geheimen zijn niet afgeschermd voor mij, hoezeer ze ook hun best doen. Ik weet het, vaak eerder dan ze het zelf weten.
En nu zit ik hier, in het restaurant waar we wekelijks zitten, en ontwijk ik de blikken van mijn zoon Tom en mijn man Rogier.

 

 

 

 

 

noort3
Saskia Noort (Bergen, 13 april 1967)

 

 

 

 

 

De Nederlands schrijver en schaker Tim Krabbé werd geboren in Amsterdam op 13 april 1943.  Hij voltooide in 1960 de HBS-B aan het Spinoza Lyceum in Amsterdam en studeerde enige tijd psychologie aan de Universiteit van Amsterdam. Krabbé was aanvankelijk vooral actief als journalist (onder andere voor Vrij Nederland). Na enige inspanningen werd hij redacteur van het studentenweekblad Propria Cures, waarvan hij ook al gastredacteur was geweest. Al snel werd hij schrijver van beroep. Sinds 1967 leeft hij van de pen. In dat jaar debuteerde hij met De werkelijke moord op Kitty Duisenberg. Zijn romans zijn in zestien talen vertaald. Vier boeken zijn verfilmd. Zijn grootste succes is Het Gouden Ei, dat handelt over de zoektocht van een man naar het lot van zijn vriendin die spoorloos verdwijnt bij een Frans benzinestation. Het boek werd verfilmd door George Sluizer. Spoorloos, naar Het gouden ei won het Gouden Kalf 1988 voor de beste Nederlandse film.  Krabbé' schrijft poëzie, romans, novellen, korte verhalen, columns, essays en biografieën. Van 1967 tot 1972 behoorde hij tot de beste twintig schakers van Nederland. Hij heeft een aantal schaakproblemen geanalyseerd en studies daarover gepubliceerd.

 

Uit:  Het gouden ei

 

„Als ze mochten blijven zouden ze morgenochtend zo vroeg mogelijk weggaan. ‘Jawel, dat zal wel gaan,’ zei Lemorne. Hij ging in zijn auto zitten en dacht na. Door de voorruit keken de jongens hem met nog niet helemaal durvende glimlachen aan. Lemorne pakte het pistool uit het dashboardkastje en stapte uit. Hij koos een van de jongens als eerste, en schoot hem dood. Hij had de ander ook onmiddellijk dood willen schieten, maar de langzame manier waarop de onderlip van die jongen van zijn snorretje vandaan zakte sloeg hem met stomheid, en het duurde een paar seconden voordat hij weer schoot. Hij laadde de lichamen in zijn auto en brak de tent af. Hij vervloekte die jongens dat hij nu al hun haringen weer uit de grond moest trekken.“

 

 

 

 

krabbe
Tim Krabbé (Amsterdam, 13 april 1943)

 

 

 

 

 

De Ierse (toneel)schrijver en dichter Samuel Barclay Beckett werd geboren in Foxrock, Dublin op 13 april 1906. Zie ook mijn blog van 13 april 2007 en mijn Blog van 13 april 2006 en ook mijn blog van 13 april 2008.

 

Uit: Texts For Nothing

 

"Where would I go, if I could go, who would I be, if I could be, what would I say, if I had a voice, who says this, saying it's me? Answer simply, someone answer simply. It's the same old stranger as ever, for whom alone accusative I exist, in the pit of my inexistence, of his, of ours, there's a simple answer. It's not with thinking he'll find me, but what is he to do, living and bewildered, yes, living, say what he may. Forget me, know me not, yes, that would be the wisest, none better able than he. Why this sudden affability after such desertion, it's easy to understand, that's what he says, but he doesn't understand. I'm not in his head, nowhere in his old body, and yet I'm there, for him I'm there, with him, hence all the confusion. That should have been enough for him, to have found me absent, but it's not, he wants me there, with a form and a world, like him, in spite of him, me who am everything, like him who is nothing. And when he feels me void of existence it's of his he would have me void, and vice versa, mad, mad, he's mad. The truth is he's looking for me to kill me, to have me dead like him, dead like the living. He knows all that, but it's no help his knowing it, I don't know it, I know nothing. He protests he doesn't reason and does nothing but reason, crooked, as if that could improve matters. He thinks words fail him, he thinks because words fail him he's on his way to my speechlessness, to being speechless with my speechlessness, he would like it to be my fault that words fail him, of course words fail him. He tells his story every five minutes, saying it is not his, there's cleverness for you. He would like it to be my fault that he has no story, of course he has no story, that's no reason for trying to foist one on me."

 

 

 

 

 

Beckett
Samuel Beckett (13 april 1906 - 22 december 1989)

 

 

 

 

 

De Franse schrijver Jean-Marie Gustave Le Clézio werd geboren op 13 april 1940 in Nice. Zie ook mijn blog van 13 april 2008.

 

Uit: Ourania

 

Nous avons marché dans les allées du marché aux légumes, elle me tenait par la main. A cause de sa haute stature, elle avançait un peu courbée, une main en avant pour écarter les pans de toile. Nous respirions une odeur puissante de coriandre, de goyave, de piment grillé. Une odeur d'eau noire, qui sortait des caniveaux recouverts de grilles en ciment. Par instant, nous débouchions en plein soleil, au milieu d'un vol de fausses guêpes rouge et noir. C'était enivrant. Nous avons terminé notre reconnaissance par les rues adjacentes à la gare des cars, où les Indiens de Capacuaro vendent leur cargaison de meubles mal équarris en bois de pin encore vert, qui sentent bon. L'esprit du quartier, nous l'avons rencontré sous les traits d'un homme cul-de-jatte, sans âge, qui se faufilait en ramant sur son petit chariot, un fer à repasser dans chaque main, comme dans le film de Buñuel. Je lui ai donné un billet, il m'a fait un clin d'œil. Après midi, nous avons rapporté des sacs de fruits à l'hôtel Peter Pan. Nous nous sommes gorgés de pastèques douces, de mangues, de bananes primitives. Nous avons fait l'amour sur le matelas posé à même le sol, pour éviter le sommier défoncé. Puis nous avons somnolé en regardant la lumière changer sur les rideaux de la fenêtre, au fur et à mesure que les nuages emplissaient le ciel. C'était une façon de faire connaissance avec cette ville, de ressentir ses toits de tuiles et ses rues encombrées d'autos, ses places archaïques et ses grands centres commerciaux. C'était pour ne pas trop se sentir de passage. Pour croire qu'on allait rester, un certain temps, peut-être même longtemps.

 

 

 

Clezio
Jean-Marie Gustave Le Clézio (Nice, 13 april 1940)

 

 

 

 

 

De Ierse dichter Seamus Heaney werd op 13 april 1939 te County Derry, Noord-Ierland, geboren. Zie ook mijn blog van 13 april 2007 en ook mijn blog van 13 april 2008.

 

 

From The Frontier Of Writing

  

The tightness and the nilness round that space

when the car stops in the road, the troops inspect

its make and number and, as one bends his face

 

towards your window, you catch sight of more

on a hill beyond, eyeing with intent

down cradled guns that hold you under cover

 

and everything is pure interrogation

until a rifle motions and you move

with guarded unconcerned acceleration—

 

a little emptier, a little spent

as always by that quiver in the self,

subjugated, yes, and obedient.

 

So you drive on to the frontier of writing

where it happens again. The guns on tripods;

the sergeant with his on-off mike repeating

 

data about you, waiting for the squawk

of clearance; the marksman training down

out of the sun upon you like a hawk.

 

And suddenly you're through, arraigned yet freed,

as if you'd passed from behind a waterfall

on the black current of a tarmac road

 

past armor-plated vehicles, out between

the posted soldiers flowing and receding

like tree shadows into the polished windscreen.

 

 

 

 

Song

  

A rowan like a lipsticked girl.

Between the by-road and the main road

Alder trees at a wet and dripping distance

Stand off among the rushes.

 

There are the mud-flowers of dialect

And the immortelles of perfect pitch

And that moment when the bird sings very close

To the music of what happens.

 

 

 

 

Heany
Seamus Heaney (County Derry, 13 april 1939)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Stephan Hermlin werd als zoon van joodse immigranten geboren op 13 april 1915 in Chemnitz. Zie ook mijn blog van 13 april 2007 en ook mijn blog van 13 april 2008.

 

Uit: Ein Gruß für Aragon. Zum 60. Geburtstag

 

„Aragons ungeheures Talent hätte für zehn bedeutende Dichter gereicht. Aber dieses Übermaß an Begabung konzentrierte sich gerade in ihm, gleichermaßen verfügte er über den Ausdruck von Zärtlichkeit und Hohn, von Verzweiflung und Zuversicht, er geht im gleichen Augenblick über die Sprache des Alltags und die der höchsten Kunst, er konnte von den Verletzungen aller und seinen eigenen reden, er stellte sich zur Schau und wahrte sein Geheimnis, er trug Masken; er war brillant und dunkel, er war das, was man nicht erwartet hatte, nämlich immer der gleiche, er besaß die schreckliche Kraft der Verführung, auch hielt er Treue der Sache, der er sich vor langer Zeit verschrieben hatte. Eigentlich war es zuviel. Ich kannte viele, die ihn bewunderten. Geliebt haben ihn wahrscheinlich nicht so viele. Liebt man denn, was man nicht sein kann?

 

 

 

 

StephanHermlin
Stephan Hermlin (13 april 1915 – 6 april 1997)

 

 

 

 

 

De Turkse dichter Orhan Veli (eig. Orhan Veli Kanık) werd geboren op 13 april 1914 in Izmir. Zie ook mijn blog van 13 april 2007 en ook mijn blog van 13 april 2008.

 

 

Fine Days

 

These fine days have been my ruin.

On this kind of day I resigned

My job in ``Pious Foundations.''

On this kind of day I started to smoke

On this kind of day I fell in love

On this kind of day I forgot

To bring home bread and salt

On this kind of day I had a relapse

In my versifying disease.

These fine days have been my ruin.

 

 

 

 

If only I could set sail

 

How pleasant, oh dear God, how pleasant

To journey on the blue sea

To cast off from shore

Aimless as thought.

 

I would set sail to the wind

And wander from sea to sea

To find myself one morning

In some deserted bay.

 

In a harbor large and clean

A harbor in coral isles

Where in the wake of clouds

A golden summer trails.

 

The languid scent of oleasters

Would fill me there

And the taste of sorrow

Never find that place.

 

Sparrows would nest in the flowered

Eaves of my dream castla

The evenings would unravel with colors

The days pass in pomengrate gardens.

 

 

 

 

 

Veli
Orhan Veli (13 april 1914 – 14 november 1950)