04-07-15

Ludwig Thoma, Neil Simon, Christine Lavant, Sébastien Japrisot

 

Dolce far niente

 

 
Bathers by the Shore door Edward Henry Potthast, ca. 1912

 

 

Urlaubshitze

Überall hört man von Hitze,
Manchen trifft sogar der Schlag,
Naß wird man am Hosensitze
Schon am frühen Vormittag.

Damen, denen man begegnet,
Leiden sehr am Ambopoäng:

»Gott! Wenn es nur endlich regnet'!«
Ist der ewige Refräng.

Oberlehrer und Pastoren
Baden sich in diesem Jahr,
Ihre Scham geht auch verloren,
Und man nimmt sie nackicht wahr.

Busen, Hintern, Waden, Bäuche
Zeigt man heuer lächelnd her,
Und wir kriegen schon Gebräuche
Wie die Neger ungefähr.

Wenn das Barometer sänke,
Käme eine bess're Zeit
In bezug auf die Gestänke
Und in puncto Sittlichkeit.

 

 

ludwig thoma,neil simon,christine lavant,sébastien japrisot,dolce far niente,romenu
Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)
Oberammergau, waar Ludwig Thoma werd geboren

Lees meer...

03-07-15

Reginald Gibbons, Franz Kafka, Joanne Harris, Gerard den Brabander, Christopher Kloeble

 

Dolce far niente

 

 
Eté en Provence door Jean-Marc Janiaczyk, z.j.

 

 

At Noon

The thick-walled room’s cave-darkness,
cool in summer, soothes
by saying, This is the truth, not the taut  
cicada-strummed daylight.
Rest here, out of the flame—the thick air’s
stirred by the fan’s four
slow-moving spoons; under the house the stone
has its feet in deep water.
Outside, even the sun god, dressed in this life
as a lizard, abruptly rises
on stiff legs and descends blasé toward the shadows.

 

 
Reginald Gibbons (Houston, 7 januari 1947)
Houston

Lees meer...

02-07-15

Emanuel Geibel, Hermann Hesse, Wisława Szymborska, Pierre H. Dubois

 

Dolce far niente

 

 
The Coming Storm door George Inness, 1878

 

 

Hochsommer

Von des Sonnengotts Geschossen
Liegen Wald und Flur versengt,
Drüber, wie aus Stahl gegossen,
Wolkenlose Bläue hängt.

In der glutgeborstnen Erde
Stirbt das Saatkorn, durstig ächzt
Am versiegten Bach die Herde,
Und der Hirsch im Forste lechzt.

Kein Gesang mehr in den Zweigen!
Keine Lilie mehr am Rain! –
O wann wirst du niedersteigen,
Donnerer, wir harren dein.

Komm, o komm in Wetterschlägen!
Deine Braut vergeht vor Weh –
Komm herab im goldnen Regen
Zur verschmachtenden Danae!

 

 
Emanuel Geibel (17 oktober 1815 - 6 april 1884)
Lübeck, waar Emanuel Geibel werd geboren.

Bewaren

Lees meer...

01-07-15

Hilda Doolittle, Remco Ekkers, F. Starik, Wim T. Schippers, J. J. Voskuil, Carry Slee

 

Dolce far niente

 

 
Noonday Heat door Henry Scott Tuke, 1903

 

 

Heat

O wind, rend open the heat,
cut apart the heat,
rend it to tatters.

Fruit cannot drop
through this thick air-- fruit cannot fall into heat
that presses up and blunts
the points of pears
and rounds the grapes.

Cut through the heat--
plough through it,
turning it on either side
of your path.

 

 

 
Hilda Doolittle (10 september 1886 – 21 september 1961)
Bethlehem Pennsylvania, waar Hilda Doolittle werd geboren

Lees meer...

30-06-15

Friedrich Hölderlin, Czeslaw Milosz, Yaseen Anwer, José Emilio Pacheco

 

Dolce far niente

 

 
Baum im Kornfeld door August Macke, 1907

 

 

Der Sommer

Das Erntefeld erscheint, auf Höhen schimmert
Der hellen Wolke Pracht, indes am weiten Himmel
In stiller Nacht die Zahl der Sterne flimmert,
Groß ist und weit von Wolken das Gewimmel.

Die Pfade gehn entfernter hin, der Menschen Leben,
Es zeiget sich auf Meeren unverborgen,
Der Sonne Tag ist zu der Menschen Streben
Ein hohes Bild, und golden glänzt der Morgen.

Mit neuen Farben ist geschmückt der Gärten Breite,
Der Mensch verwundert sich, dass sein Bemühn gelinget,
Was er mit Tugend schafft, und was er hoch vollbringet,
Es steht mit der Vergangenheit in prächtigem Geleite.

 

 
Friedrich Hölderlin (20 maart 1770 – 7 juni 1843)
Die Neckarbrücke in Lauffen am Neckar waar Hölderlin werd geboren

Lees meer...

28-06-15

A Day Off (Lucy Maud Montgomery)

 

Dolce far niente

 

 
Sleeping Angel door Kelly Borsheim, 2010-2012

 

 

A Day Off

Let us put awhile away
All the cares of work-a-day,
For a golden time forget,
Task and worry, toil and fret,
Let us take a day to dream
In the meadow by the stream.

We may lie in grasses cool
Fringing a pellucid pool,
We may learn the gay brook-runes
Sung on amber afternoons,
And the keen wind-rhyme that fills
Mossy hollows of the hills.

Where the wild-wood whisper stirs
We may talk with lisping firs,
We may gather honeyed blooms
In the dappled forest glooms,
We may eat of berries red
O'er the emerald upland spread.

We may linger as we will
In the sunset valleys still,
Till the gypsy shadows creep
From the starlit land of sleep,
And the mist of evening gray
Girdles round our pilgrim way.

We may bring to work again
Courage from the tasselled glen,
Bring a strength unfailing won
From the paths of cloud and sun,
And the wholesome zest that springs
From all happy, growing things.

 

 

 
Lucy Maud Montgomery (30 november 1874 – 24 april 1942)
Clifton, nu New London, vuurtoren. Lucy Maud Montgomery werd geboren in Clifton

 

 

Zie voor de schrijvers van de 28e juni ook mijn blog van 28 juni 2014 deel 1 en ook deel 2.

22-03-15

Dolce far niente, Thomas Hardy, Andreas Gryphius, Billy Collins, Annette von Droste-Hülshoff

 

Dolce far niente

 

 

dolce
The doctor door Luke Fildes, 1891

 

 

A Wasted Illness

Through vaults of pain,
Enribbed and wrought with groins of ghastliness,
I passed, and garish spectres moved my brain
To dire distress.

And hammerings,
And quakes, and shoots, and stifling hotness, blent
With webby waxing things and waning things
As on I went.

"Where lies the end
To this foul way?" I asked with weakening breath.
Thereon ahead I saw a door extend -
The door to death.

It loomed more clear:
"At last!" I cried. "The all-delivering door!"
And then, I knew not how, it grew less near
Than theretofore.

And back slid I
Along the galleries by which I came,
And tediously the day returned, and sky,
And life—the same.

And all was well:
Old circumstance resumed its former show,
And on my head the dews of comfort fell
As ere my woe.

I roam anew,
Scarce conscious of my late distress . . . And yet
Those backward steps through pain I cannot view
Without regret.

For that dire train
Of waxing shapes and waning, passed before,
And those grim aisles, must be traversed again
To reach that door.

 

Thomas_Hardy_by_William_Strang_1893.jpg
Thomas Hardy (2 juni 1840 – 11 januari 1928)
Portret door William Strang, 1893

 

 

An sich selbst

Mir grauet vor mir selbst, mit zittern alle Glieder,
Wenn ich die Lipp' und Nas' und beider Augen Kluft,
Die blind vom Wachen sind, des Atems schwere Luft
Betracht', und die nun schon erstorbnen Augenlider.

Die Zunge, schwarz vom Brand, fällt mit den Worten nieder,
Und lallt ich weiß nicht was; die müde Seele ruft
Dem großen Tröster zu, das Fleisch reucht nach der Gruft,
Die Ärzte lassen mich, die Schmerzen kommen wieder,

Mein Körper ist nicht mehr als Adern, Fell und Bein.
Das Sitzen ist mein Tod, das Liegen eine Pein.
Die Schenkel haben selbst nun Träger wohl vonnöten!

Was ist der hohe Ruhm und Jugend, Ehr' und Kunst?
Wenn diese Stunde kommt: wird alles Rauch und Dunst.
Und eine Not muss uns mit allem Vorsatz töten.

 

andreas-gryphius.jpg
Andreas Gryphius (2 oktober 1616 - 16 juli 1664)

 

Lees meer...

30-01-15

Erich Kästner, Bernard Dewulf, Tijs Goldschmidt

 

Dolce far niente

 

 
Daken in de sneeuw door Gustave Caillebotte, 1875

 

 

Der Januar     

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Der Weihnachtsmann ging heim in seinen Wald.
Doch riecht es noch nach Krapfen auf der Stiege.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Man steht am Fenster und wird langsam alt.

Die Amseln frieren.
Und die Krähen darben.
Und auch der Mensch hat seine liebe Not.
Die leeren Felder sehnen sich nach Garben.
Die Welt ist schwarz und weiß und ohne Farben.
Und wär so gerne gelb und blau und rot.

Umringt von Kindern wie der Rattenfänger,
tanzt auf dem Eise stolz der Januar.
Der Bussard zieht die Kreise eng und enger.
Es heißt, die Tage würden wieder länger.
Man merkt es nicht. Und es ist trotzdem wahr.

Die Wolken bringen Schnee aus fremden Ländern.
Und niemand hält sie auf und fordert Zoll.
Silvester hörte man’s auf allen Sendern,
dass sich auch unterm Himmel manches ändern
und, außer uns, viel besser werden soll.

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und ist doch hunderttausend Jahre alt.
Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Kriege?
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.

 

 

 
Erich Kästner (23 februari 1899 - 29 juli 1974)
Buste door de beeldhouwer Frayber, 1958

Lees meer...

15-01-15

Hélène Swarth, Antoine Wauters, Etty Hillesum

 

Dolce far niente

 

 
In Peril door John Atkinson Grimshaw, 1879

 

 

Winterdag

De wolken dreven wondersnel,
De bomen bogen naar elkaar.
O mannenliefde! o wolkenspel!
Luid sloeg mijn hart, van weemoed zwaar.

Fel blies de kille winterwind
De loverloze lanen door.
'k Had willen wenen als een kind,
't Was of die wind mijn hart bevroor.

Toog ooit zo bleek, zo stil een paar,
De wegen langs met droever zin?
Wij gingen zwijgend naast elkaar,
Een troosteloze toekomst in.

 

 

 
Hélène Swarth (25 oktober 1859 - 20 juni 1941)
Gravure door Auguste Tilly, 1889

Lees meer...

27-09-14

Dolce far niente, Hans van Weely, Ignace Schretlen, Ko de Laat

 

Dolce far niente

 

 
Oude ansichtkaart van Ponypark Slagharen

 

 

Ponypark Slagharen

Het is niet erg
dat het leven geen zin heeft

er is voedsel genoeg
en huilen mag om illusies
die verdwijnen -

ik ben een kind
uit de tijd van wederopbouw

en weet verdriet
bestaat sinds heugenis, dus lang
voordat de Duitsers kwamen.

Alles is gezegd,

maar ga nooit
naar Ponypark Slagharen,

verwek geen kinderen op
een zinkend schip.

 

 

 
Hans van Weely (1945)*
Slagharen (geen portret beschikbaar)

 

 

* De Nederlandse dichter Hans van Weely publiceerde o.a. de bundels ‘Verzuim aan dode dingen’ (1969) en ‘De ideale lijn’ (1980)

Lees meer...

31-08-14

Atemloser August (Max Dauthendey)

 

Dolce far niente

 

 
Het Onweer door Giorgione, ca. 1508

 

 

Atemloser August

Sommermonde machen Stroh aus Erde,
Die Kastanienblätter wurden ungeheuer von Gebärde,
Und die kühnen Bäume stehen nicht mehr auf dem Boden,
Drehen sich in Lüften her gleich den grünen Drachen.
Blumen nahen sich mit großen Köpfen, und scharlachen,
Blau und grün und gelb ist das Gartenbeet, hell zum Greifen,
Als ob grell mit Pfauenschweifen ein Komet vorüberweht.
Und mein Blut, das atemlos bei den sieben Farbenstreifen stille steht,
Fragt sich: wenn die Blum', Baum und Felder sich verschieben,
Ob zwei Menschen, wenn die Welt vergeht,
Zweie, die sich lieben, nicht von allen Wundern übrig blieben.

 

 

 
Max Dauthendey (25 juli 1867 – 29 augustus 1918)
Portret door Heinrich Kiefer, z.j.

 

 

Zie voor de schrijvers van de 31e augustus ook mijn blog van 31 augustus 2013.

18:20 Gepost door Romenu in Literatuur | Permalink | Commentaren (0) | Tags: max dauthendey, dolce far niente, romenu |  Facebook |

05-08-14

Dolce far niente, Marijke Hanegraaf, Richard Preston, Conrad Aiken, Wendell Berry, René Puthaar

 

Dolce far niente

 

 
De Oversteek, Nijmegen

 

 

Oversteken

Opnieuw heerste in de uiterwaard het rusteloze
van stervelingen

maar ze droegen andere helmen, blauwe en gele
hoog op het hoofd als uitgelaten petten.

We trachtten de verre bewegingen te doorgronden
verzochten de rivier dringend zich te gedragen en
keer op keer dachten we terug aan de geniesoldaat

hoe hij een canvas boot over het blote water joeg
die woensdag om vijftien uur in '44.

Achteraf kunnen we hem en zijn kameraden
minuten stilte geven, maar nooit meer
de beloofde nacht, het tamelijk veilig duister.

De boog is gehesen, de koelte van beton bewaakt.
We zagen ginds het roerloze van pijlers groeien

beschouwden lang genoeg de overkant als overkant.
Er ligt een brug die het voorbijgaan draagt.

 

 
Marijke Hanegraaf (Tilburg, 6 maart 1946)

Lees meer...

04-08-14

Dolce far niente, Constantijn Huygens, Rutger Kopland, Rudi van Dantzig, Percy Bysshe Shelley, Liao Yiwu

 

Dolce far niente

 

 
Monnickendam

 

 

Monickendam

’T Zuyd-Ooste Purmer-end besett ick met den Dam
Die van een Monick-Meer wel eer sijn doopsel nam.
Meer eertyds, nu niet meer, hoe sien ick uwe baren
Van baren ingeslockt? als minder Visschen varen
Van die haer meerder zijn. En, vraegh ick ’t oock de faem,
’Ken leere geen bescheyt van d’ouder baren naem.
Al vult ghij dan mijn ’ Schilt, staet buyten halve-Papen;
Om blijven dat ick ben behoev’ ick meer als ’tgapen:
Mijn’ Borgers moeten bey Godsdienstich zijn en koen;
Hun wel-zijn hangt gelijck aen ’tBidden en aen ’tdoen.

 

 
Constantijn Huygens (4 september 1596 — 28 maart 1687)
Portret door Jan Lievens, ca. 1628

Lees meer...

03-08-14

Dolce far niente, Anna Enquist, Rupert Brooke

 

Dolce far niente

 

 
Zuiderkerk in Amsterdam door Claude Monet, ca. 1874

 

 

De stad herboren

Liggend ontwerpt hij het stadsdak, prent
het patroon van bladloze takken tegen fel

blauw in zijn brein, dat bloemkooltje, leeg




nog en klein. Waakzaam ontvangt hij licht
en lawaai, zonder oordeel. Honden, motoren,
een boor. Ik duw zijn wagen en merk hoe hij

schift, niet meer schrikt, scheidt wat hem boeit
en wat niet. Hij verovert de woorden, hij groeit

en zit voor op mijn fiets. Hij vult zijn stad in




met herrie en troep, wil stil bij de vuilnis,
de veegwagen, roept de lantaarns aan,

verstomt bij de rijzende brug, wacht verheugd.




In anderhalf jaar ben ik om, heb ik hekel
en haat laten gaan, is er dankzij zijn geestdrift

een heldere lusthof ontstaan. In het park




gaan wij liggen op doodmoe gras, in de verte
murmelt de stad. We kijken tevreden omhoog,

hij en ik, door de takken van de plataan.

 

 
Anna Enquist (Amsterdam, 19 juli 1945)
Anna Enquist is sinds februari stadsdichter van Amsterdam

Lees meer...