22-12-10

Felicitas Hoppe, Margit Schreiner, Hugo Loetscher, F.T. Marinetti, Jean Racine

 

De Duitse schrijfster Felicitas Hoppe werd geboren op 22 december 1960 in Hameln. Zie ook mijn blog van 22 december 2008 en ook mijn blog van 22 december 2009.

 

Uit: Der beste Platz der Welt

 

„Denn dies ist der beste Platz der Welt, wo man morgens das Licht aus hohen Kannen hinunter ins Tal gießt, mittags Schatten hinter hölzernen Läden sucht und abends auf kleinen terrassen sitzt, um die entfernungen zwischen Himmel, Gipfeln und Erde zu schätzen, zwischen Weißhorn und Schwarzhorn, zwischen dem dreißigsten und dem vierzigsten Stock, ohne jemals zu einem Ergebnis zu kommen. Man misst hier nämlich in Dezilitern und in zwei bis drei Sprachen, weshalb der Gast leicht den Überblick verliert. Und während die anderen längst auf dem Heimweg sind, sitze ich, immer noch rechnend, neben dem Mann mit den leichten Schuhen, der durch den unablässig fallenden Schnee fährt und die Gegend in leuchtenden Farben preist, als wolle er mit seiner Rede kurzfristig den Schnee zum Schmelzen bringen.

Aber der Schnee schmolz nicht, sondern wurde dichter und dämpfte die Stimme des Mannes, die sich allmählich nach oben verschob und immer leiser zu werden schien, bis sie sich in der Ferne in die Stimme meiner verstorbenen Tante verwandelte, was mich kaum überraschte, denn meine Tante ist die einzige aus unserer Familie, die es vor mir gewagt hat, ohne Begleitung vom norddeutschen Flachland hinauf in die Walliser Berge zu reisen. Dort, so erzählt die Familienlegende, sei sie Jahr für Jahr in den Sommerferien, kurzfristig frei vom deutschen Schuldienst, so lange durch die Schweizer Berge gewandert, bis ihr Herz sich so sehr an die Gegend verlor, dass es schließlich fast kein Zurück mehr gab. Nur mit äußerster Mühe und Disziplin, nicht umsonst war die Tante Lehrerin, sei es ihr damals gelungen, jedes Jahr gegen Ende August und gegen ihr Herz doch wieder die Koffer zu packen und in einen Nachtzug Richtung Hannover zu steigen.“

 

 

 

Felicitas Hoppe (Hameln, 22 december 1960)

 

 

Lees meer...

Kenneth Rexroth, E. A.Robinson, Lulu Wang, Christoph Keller

 

De Amerikaanse dichter Kenneth Rexroth werd geboren in South Bend (Indiana) op 22 december 1905. Zie ook mijn blog van 22 december 2008 en ook mijn blog van 22 december 2009.

 

Gic to Har    

 

It is late at night, cold and damp

The air is filled with tobacco smoke.

My brain is worried and tired.

I pick up the encyclopedia,

The volume GIC to HAR,

It seems I have read everything in it,

So many other nights like this.

I sit staring empty-headed at the article Grosbeak,

Listening to the long rattle and pound

Of freight cars and switch engines in the distance.

Suddenly I remember

Coming home from swimming

In Ten Mile Creek,

Over the long moraine in the early summer evening,

My hair wet, smelling of waterweeds and mud.

I remember a sycamore in front of a ruined farmhouse,

And instantly and clearly the revelation

Of a song of incredible purity and joy,

My first rose-breasted grosbeak,

Facing the low sun, his body

Suffused with light.

I was motionless and cold in the hot evening

Until he flew away, and I went on knowing

In my twelfth year one of the great things

Of my life had happened.

Thirty factories empty their refuse in the creek.

On the parched lawns are starlings, alien and aggressive.

And I am on the other side of the continent

Ten years in an unfriendly city.

 

 

 

Kenneth Rexroth (22 december 1905 – 6 juni 1982)

 

 

 

Lees meer...

Rudolf Krämer-Badoni, Johan Sebastian Welhaven, Thomas Higginson, Ulrich Bräker

 

De Duitse schrijver Rudolf Krämer-Badoni werd geboren op 22 december 1913 in Rüdesheim als Rudolf Kramer. Na de middelbare school in Geisenheim, studeerde hij literatuur, filosofie, talen en geschiedenis aan de universiteit van Frankfurt. In 1937 trouwde hij met de Italiaanse Laura Badoni, wiens naam hij aannam als tweede deel van zijn dubbele naam. In 1938 ontving hij zijn doctoraat met een proefschrift over Rilke en Bachofen. Aan WO II nam hij deel als lid van een medische eenheid. Zijn eerste roman, „Jacobs Jahr“, was al gedrukt en zou in 1943 verschijnen, maar werd niet geleverd wegens een vermoeden van verborgen kritiek op het nazi-regime en verscheen pas in de jaren '70 in een normale editie. Na 1945 werd Kramer-Badoni redacteur van het tijdschrift Die Wandlung. Vanaf 1948 was hij freelance schrijver in Rudesheim. Behalve verhalend werk schreef Kramer-Badoni essays, waarin hij zulke uiteenlopende onderwerpen behandelde als kunsttheorie, anarchisme en oenologie. 

 

Uit: Jacobs Jahr

 

„Er zog eine Mappe mit Akten und Maßregeln hervor: die Namen, an die er sich zu wenden hatte, mit knappen, aber treffenden Anmerkungen über ihre Person, über ihre Stellung im öffentlichen Leben, über vollbrachte Leistungen, über Vorlieben und Gewohnheiten. Selbst über vermeintlich unwichtige Dinge war manches darin zu lesen. So hieß es bei dem amtlichen Vertreter des Chefs in Paris: "liebt geistreiche Bemerkungen, aber nicht die Liebe betreffend"…"hält sich bei Tisch nachlässig, verzeiht dasselbe aber keinem andern." - bei dem Comte de Novouilles, der diesen Vertreter nicht kannte, sondern ein persönlicher Freund des Chefs war und als solcher wirkte. (...) "

 

 

 


Rudolf Krämer-Badoni (22 december 1913 - 18 september 1989)

Rüdesheim in kerstsfeer (Geen portret beschikbaar)

 

Lees meer...

21-12-10

Heinrich Böll, Ted van Lieshout, Rolf Lappert, Thomas Hürlimann, Uwe Dick, Rebecca West

 

De Duitse schrijver Heinrich Böll werd geboren op 21 december 1917 in Keulen. Zie ook mijn blog van 21 december 2006 en ook mijn blog van 21 december 2007 en ook mijn blog van 21 december 2008 en ook mijn blog van 21 december 2009.

 

Uit: Haus ohne Hüter 

 

„Wenn die Mutter in der Nacht den Ventilator laufen ließ, wurde er wach, obwohl die Gummiflügel dieser Luftmühle nur ein weiches Geräusch erzeugten: fluppendes Surren und manchmal ein Stocken, wenn die Gardine zwischen die Flügel geriet. Dann stand die Mutter auf, zog leise fluchend die Gardine aus dem Getriebe und klemmte sie zwischen die Türen des Bücherschranks. Aus grüner

Seide war der Schirm von Mutters Stehlampe: wasserhelles Grün, gelb unterstrahlt, und das Glas roten Weins, das auf dem Nachttisch stand, erschien ihm fast wie Tinte: dunkles, träge aussehendes Gift, das die Mutter in kleinen Schlucken nahm. Sie las und rauchte und nahm nur selten einen Schluck Wein.

Er beobachtete sie durch die halbgeöffneten Lider hin- durch, rührte sich nicht, damit sie nicht aufmerksam auf ihn werde, und verfolgte den Zigarettenqualm, der sich zum Ventilator hinzog: weiße und graue Rauchschichten, die vom Sog erfaßt, zerkleinert und von den weichen grünen Gummiflügeln hinausbefördert wurden. Der Ventilator war groß wie die Ventilatoren in den Warenhäusern, friedlicher Surrer, der die Luft im Zimmer in wenigen Minuten reinigte. Dann drückte die Mutter auf den Knopf, der neben ihrem Bett an der Wand war, dort, wo das Bild des Vaters hing: lächelnder junger Mann mit Pfeife im Mund, viel zu jung, um der Vater eines elfjährigen Jungen zu sein. Der Vater war so jung wie Luigi im Eissalon, so jung wie der ängstliche kleine neue Lehrer; viel jünger als die Mutter war er, die so alt war wie die Mütter anderer Jungen. Der Vater war ein lächelnder Jüngling, der seit einigen Wochen auch in seine Träume kam, anders als er auf dem Bild war: traurig zusammengesackte Gestalt, die auf tintigem Klecks wie auf einer Wolke saß, ohne Gesicht, und doch weinend wie einer, der schon Millionen Jahre wartet, in Uniform ohne Rangabzeichen, ohne Orden, plötzlich in seine Träume eingebrochener Fremdling, der anders war, als er ihn sich gewünscht hatte.

Wichtig war, stillzuhalten, kaum zu atmen, die Augen nicht zu öffnen, denn dann konnte er an den Geräuschen im Hause erkennen, wie spät es war: war von Glum nichts mehr zu hören, dann war es halb elf, war von Albert nichts mehr zu hören, war es elf.“

 

 

 

 

Heinrich Böll (21 december 1917 – 16 juli 1985)

Als zestienjarige in 1933

 

 

Lees meer...

Ivan Blatný, Maurice Chappaz, Garmt Stuiveling, Oda Schaefer, Isolde Kurz, Philipp Galen

 

De Tsjechische dichter Ivan Blatný werd geboren op 21 december 1919 in Brno. Zie ook mijn blog van 21 december 2006 en ook mijn blog van 21 december 2008 en ook mijn blog van 21 december 2009. 

 

 

The Count

 

The count left the castle
and went to the township bustle
tired of loneliness.
Tired of deer-park walking,
he wants some more noise, more talking,
tired of playing chess.

 

And when he has enough of claxons,
of motor-cars, of taxis,
he’s glad and turns round.
Again the relaxation
above the lower nation,
lucky we have a count.

 

 

 

 Vertaald door Anna Moschovakis en Veronika Tuckerová

 

 

 

Wimbledon

 

Perhaps now Drobny's playing Wimbledon
The pleasant chill that summer lawns
brings tired heads has lightly tuned
the rackets' strings to their evening tone

 

Leaf-hued comfort, all my blessings, my salutes
The celebration now is held, Jaroslav, with your two lutes
From Wimbledon Common, from meadows yet beyond
through the television channel I hear their sound

 

If you but could in this welcome heat
find my Rapunzel-tower by some feat -
tennis-courts lie nearby, surrounded in leaf

 

Come, before these days too flee
hidden like Verlaine in the grass

 

 

 

Vertaald door Martin Tharp

 

 

 

Ivan Blatný (21 december 1919 – 5 augustus 1990)

 

 

Lees meer...

Ludwig Hölty, Gustave Kahn, Thomas Bracken, Mathurin Régnier, Benjamin Disraeli

 

De Duitse dichter Ludwig Heinrich Christoph Hölty werd geboren op 21 december 1748 in Mariensee bij Hannover. Zie ook mijn blog van 21 december 2008 en ook mijn blog van 21 december 2009.

 

 

Die Luft ist blau

 

Die Luft ist blau,

das Tal ist grün.

Die kleinen Maienglöckchen blühn.

Und Schlüsselblumen drunter,

Der Wiesengrund

ist schon so bunt

Und malt sich täglich bunter.

 

 

 

Die Ersehnte

 

Brächte dich meinem Arm der nächste Frühling!

Tönten Vögel aus Blüten mir das Brautlied,

Dann, dann hätt’ ich Seliger

Schon auf Erden Wonne des Himmels.

 

Wonne! sie wird mir Paradiese zaubern!

Wird lustwandeln mit mir in Gärten Gottes,

Wird in meinen Armen gewiegt

Den Frühlingsabend beflügeln.

 

Komm, dich rufet die Sehnsuchtsträn’ im Auge!

Dich dies wallende Herz voll süßer Ahndung,

Trübe floß’ mein Leben,

O Himmelsbotin, komm, es zu heitern.

 

 

 


Ludwig Hölty (21 december 1748 – 1 september 1776)

 

 

Lees meer...

20-12-10

Friederike Mayröcker, Sky Gilbert, Hortense Calisher, Jürg Laederach, Aziz Nesin

 

De Oostenrijkse dichteres en schrijfster Friederike Mayröcker werd op 20 december 1924 in Wenen geboren. Zie ook mijn blog van 20 december 2006  en ook mijn blog van 20 december 2007 en ook mijn blog van 20 december 2008 en ook mijn blog van 20 december 2009.

 

 

ganz verknallt

 

mit taubem (Tauben) Gemüt die vergangenen

Tage die Gaststubenfrau läszt mich warten ich hatte

vermutet sie sei schwanger wollte nicht fragen, »schlingernder

Zopf« von Crauss, sitze in Gaststube ganz versteckt kann

betrachten Kommen und Gehen dann, heimwärts dieses Grau Tränen

Grau dann, heimwärts durch kl.Park an den Kastanienbäumen

vorüber Haarflechten Grau Tränen Grau und die Geräusche tief

unter mir aus den Kanälen das Wasserrauschen nach so viel

Regen auf linker Wange 1 Schatten von Träne ja und du fehlst

mir sehr kreuze die Gasse wo im Juni die Robinien schwelgen

und mit ihren hohen Ästen in die geöffneten Fenster, zupft

einer die Lüfte ist Orchideenblüte : Orchesterstücke G-Dur

KV 74 von Mozart (in einer neuen Tracht erscheint), und ja, wie

sich die M. vom Rest demarkiert, so Jamil, wer hat gesagt jede

Angst sei 1 Angst vor dem Tod, solch Hahnenfusz usw., ist

Alpenküche – gucke nach Uhrzeit zum Regal : kl.Wecker : aber

schon eingepackt für die Reise auch Rasenstück

 

 

 

 

für Marcel Beyer

 

Elfen blau : Klang wie es läutet, die Glocken Elfe elf

Schläge und bei blitzendem Tageslicht alle Lampen angeknipst weil

zu dunkel im Zimmer, hatte gedacht : nie mehr etwas schreiben

können nie mehr wieder aber heute die wallende

Seele (Brust) und das zirpende (zuckende) Auge während

ich Korrektur lese. Der Schweif das Schweifen des

Tischchens nein die Notiz auf den Knien weil kein Platz auf

der Tischplatte, allzu Fuchsien und die fast schon verwelkten

Blumen auf der Treppe zur Terrasse gegossen, jetzt oftmals die

Torkel Kunst wie in schrägem Schwindel gegen die Wand gegen

die Schränke geschwankt und trödelnd, am Ende des Telefongesprächs

sagte

er cheese statt tschüsz, die August Blousons also

am Morgen

 

 

 

 

Friederike Mayröcker (Wenen, 20 december 1924)

 

 

Lees meer...

Peter May, Gernot Wolfgruber, Sandra Cisneros, Alain de Botton, Ramon Stoppelenburg

 

De Schotse schrijver Peter May werd geboren op 20 december 1951 in Glasgow. Zie ook mijn blog van 20 december 2009. 

 

Uit: The Killing Room

 

Deputy Section Chief Li.” The defense lawyer spoke slowly, as if considering every syllable. “There is no doubt that if one compares these shoe prints with the photographs of the footprints taken at the scene of the murder, one would be led to the conclusion that they were made by the same pair of shoes.” Photographs of the footprints and the corresponding shoe prints were laid out on the table in front of him.

Li Yan nodded cautiously, uncertain where this was leading, aware of the judge watching him closely from the bench opposite, a wily, white-haired veteran languishing thoughtfully in his winter blue uniform beneath the red, blue, and gold crest of the Ministry of Public Security. The scribble of the clerk’s pen was clearly audible in the silence of the packed courtroom.

“Which would further lead one to the conclusion that the owner of these shoes was, at the very least, present at the crime scene—particularly in light of the prosecution’s claim that traces of the victim’s blood were also found on the shoes.” The lawyer looked up from his table and fixed Li with a cold stare. He was a young man, in his early thirties, about the same age as Li, one of a new breed of lawyers feeding off the recent raft of legislation regulating the burgeoning Chinese justice system. He was sleek, well-groomed, prosperous. A dark Armani suit, a crisp white, button-down designer shirt and silk tie. And he was brimming with a self-confidence that made Li uneasy. “Would you agree?”

Li nodded.

“I’m sorry, did you speak?”

“No, I nodded my agreement.” Irritation in Li’s voice.

“Then please speak up, Deputy Section Chief, so that the clerk can note your comments for the record.” The Armani suit’s tone was condescending, providing the court with the erroneous impression that the police officer in the witness stand was a rank novice.“

 

 

 

 

Peter May (Glasgow, 20 december 1951)

 

Lees meer...

Ferdinand Avenarius, Mendele Mojcher Sforim, John Fletcher, Vaino Linna

 

De Duitse dichter en activist Ferdinand Avenarius werd geboren in Berlijn op 20 december 1856. Zie ook mijn blog van 20 december 2008 en ook mijn blog van 20 december 2009.

 

 

Nun floh das Leben längst vom weiten Eise

 

Nun floh das Leben längst vom weiten Eise

Des starren Sees, der Wintermond allein

Webt seiner Strahlen kalten Dämmerschein,

Und summend singt der Nachtwind seine Weise,


Und surrend ritzt der Stahl gewohnte Kreise

In des Kristalls beglänzten Spiegel ein,

Und tief ins blasse Nebelreich hinein

Trägt er mich fort auf selbstgebahntem Gleise.

 

Von Zeit zu Zeit ertönt mit fernem Rollen

Dumpf unterm Eis gefangner Geister Grollen,

Und schneller schwebt der Flügelschuh dahin,

 

Und krauser, als sich seine Kreise ranken,
Ziehn kaum geboren, fliehende Gedanken

Im Wirbel ihre Kreise durch den Sinn.

 

 

 

Motto


O Mensch, du gleichest den Laubfrosch sehr:
Bei gutem Wetter hupfst du umher,
Bei schlechtem aber hockst du im Gras,
Und fängst du Mucken, so gilt’s schon was.

 

 

 

 

Ferdinand Avenarius (20 december 1856 – 22 september 1923)

 

 

Lees meer...

19-12-10

Jens Fink-Jensen, Michelangelo Signorile, Tristan Egolf, Jean Genet, Hanny Michaelis

 

De Deense schrijver, dichter, fotograaf en componist Jens Fink-Jensen werd geboren op 19 december 1956 in Kopenhagen. Zie ook mijn blog van 19 december 2008 en ook mijn blog van 19 december 2009.

 

 

Kafkas Grab

Ein leuchtender Stein
Unter schwarzen Monolithen

Reihe an Reihe
Von Efeubewachsener Vergessenheit

400 meter längs der Grenze
Zu einem Labyrinth von Tod

Ich lege einen kleinen Stein
Auf den Saum Deines Grabes

Ohne die Rituale zu kenne
Nähere ich mich

Einer anderen Welt
Deiner verschwundenen Welt

400 meter vom Eingang
Zu einem Ort näher dem Tode

Und wieder 400 meter retour
Zu meinem Leben unter den Lebenden

Fünf Stationen der Metro
In einem Tunnel unter dem Styx.

 

 

 

Da bist du

 

Da bist du
In einer Tracht aus Sommer

Jetzt sehe ich
Die Farben deiner Schwingen

Dein Kleid erblüht
Am blauen Himmel

Und deine Stimme ist ein
Lautlos träumendes Lied.

 

 

 

Vertaald door Christian A. Christiansen

 

 

 


Jens Fink-Jensen (Kopenhagen, 19 december 1956)

 

 

Lees meer...

Italo Svevo, José Lezama Lima, Paul Nizon, Michel Tournier

 

De Italiaanse schrijver Italo Svevo (pseudoniem van Aron Hector Schmitz) werd geboren op 19 december 1861 in Triëst. Zie ook mijn blog van 19 december 2006  en ook mijn blog van 19 december 2007 en ook mijn blog van 19 december 2008 en ook mijn blog van 19 december 2009.

 

Uit: Bekentenissen van Svevo (Vertaald door Jenny Tuin) 

 

In de gedachtenwereld van een jongeman uit de gegoede burgerkringen is het menselijk bestaansbegrip nauw verweven met het begrip carrière, en op zeer jeugdige leeftijd denkt men bij carrière aan die van Napoleon. Zonder dat men daarom aspiraties behoeft te hebben om keizer te worden, want het is mogelijk op een heel wat bescheidener niveau toch op Napoleon te lijken. Het meest intensieve leven wordt in grote lijnen weergegeven door het meest rudimentaire geluid, namelijk dat van een golf, die van het moment af dat hij zich vormt voortdurend verandert totdat hij weer in de oceaan is opgelost. En zo verwachtte ook ik een ontwikkelingsgang als van Napoleon en de golf.
Mijn leven wist slechts één enkele toon voort te brengen, zonder enige variatie; een tamelijk hoge toon, waar sommigen me om benijdden, maar die toch afschuwelijk saai was. Mijn vrienden droegen me mijn leven lang dezelfde achting toe en ik geloof dat ik zelf, sedert ik de leeftijd des onderscheids bereikte, evenmin de mening die ik omtrent mezelf had gevormd veel heb gewijzigd.
Het kan dan ook best zijn dat de gedachte aan een huwelijk in me is opgekomen doordat ik het beu werd altijd deze ene toon uit te zenden en op te vangen. Wie het huwelijk nog niet aan den lijve heeft ondervonden houdt het voor belangrijker dan het in werkelijkheid is. Door de gezellin die men kiest wordt het eigen ras, wat beter of wat slechter, in de kinderen vernieuwd. Maar moeder natuur, die dit zo wil en die ons langs de directe weg niet tot dit doel zou kunnen voeren (omdat we aanvankelijk nog volstrekt niet aan kinderen denken) doet ons geloven dat onze echtgenote ook een vernieuwing in onszelf zal teweegbrengen; een vreemde illusie, die door geen enkel bewijs wordt geschraagd. Want de ervaring leert dan men na het huwelijk onveranderd naast elkaar verder leeft, behoudens misschien een nieuwe antipathie jegens degene die zo heel anders is dan wijzelf, of een afgunst tegen iemand die superieur is aan ons.“

 

 

 

 

Italo Svevo (19 december 1861 – 13 september 1928)

Standbeeld in Triëst

 

Lees meer...

85 Jaar Tankred Dorst, Peter Stephan Jungk, Jürgen Fuchs, Anne Golon, Johannes Kirschweng

 

De Duitse schrijver Tankred Dorst werd geboren op 19 december 1925 in Oberlind bei Sonneberg. Zie ook mijn blog van 19 december 2008 en ook mijn blog van 19 december 2009.Tankred Dorst viert vandaag zijn 85 verjaardag. 

 

Uit: Glück ist ein vorübergehender Schwächezustand

 

„– Laura! Wo ist sie denn jetzt!

Die halboffene Garderobentür. Das erstaunte Gesicht. Und wieder weg.

– Macht doch mal die Bude zu! schreie ich, schleudere wütend das weiße Handtuch Richtung

Tür. Drehe mich wieder zum Schminkspiegel. Mein Gesicht! Mein verschwitztes Gesicht mit den wirren Haarsträhnen. Ich ziehe die Haut unter den Augen glatt, da entdecke ich im Spiegel

schon wieder die Dame im Türrahmen, sie streckt mir das Handtuch entgegen. Hat sie es vom Boden aufgehoben?

– Der Pförtner hat mir gesagt, wir dürften hier ruhig eintreten! Danke, Herr Schallück. Die Stimme klingt eher ärgerlich als verlegen. Da wende ich mich auf meinem Drehstuhl schnell um und sehe sie nun in ganzer Gestalt. So sah ich Elisabeth zum ersten Mal. Sie wollte ein Autogramm. Nein, nicht für sich selbst, für das Kind.

– Für Laura.

Sie zerrte nervös das Programmheft aus dem Abendtäschchen. Vierzehn Vorhänge. Froh, daß es vorbei war nach 106 Vorstellungen. Endlich was anderes sehen: Tropenlandschaften, den großen, schwarzen Vulkan, Brandungswellen, den Dschungel, wuchernde Natur. Ob sich die Insel in den fünfzehn Jahren verändert hat? Die Reiseprospekte, die ich nachmittags besorgt hatte, um sie Poldi

zu zeigen, liegen neben dem Spiegel.

– Die Vorstellung hat mir ganz gut gefallen, verkündete die Unbekannte, die in der Tür stand,

sich nicht weiter vorwagte, aber auch nicht wegging.

– Sie hatten ja auch sehr viel Beifall. Schon in der Art, wie sie das sagte, hörte ich einen

gewissen Einwand heraus.

– So was sehen die Leute ja gern. Aha! Sie nicht! Sie hat einen höheren Anspruch soll das heißen!

– Ich meine, das Pygmalion-Thema ist nicht mehr ganz zeitgemäß.

Aha, sie ist für die Wahrheit! Bloß keine verlogenen Komplimente! Wenn ich dich noch ein bißchen länger in der Tür stehen lasse, du hochmütige Schöne, wirst du mich beleidigen, bloß weil es dir peinlich ist, ein Autogramm von mir zu verlangen. Ich stehe also brav auf und lächle sie an. Das verwirrt sie zu meinem Vergnügen noch mehr.“

 

 

 


Tankred Dorst (Oberlind, 19 december 1925)

 

Lees meer...

18-12-10

Mazarine Pingeot, A. M. Homes, Viktor Rydberg, Christopher Fry, Thomas Strittmatter

 

De Franse schrijfster Mazarine Pingeot werd geboren in Avignon op 18 december 1974. Zie ook mijn blog van 18 december 2008 en ook mijn blog van 18 december 2009.

 

Uit: Mara 

 

„Manuel se dit : il n'y aura pas d'enfant ici. Il n'y aura pas d'enfant né des batailles nocturnes, des coups et des pleurs. Il n'y aura pas de témoin de nos guerres, de nos défaites, il n'y aura pas de victoire, et c'est bien mieux ainsi. Pour moi je ne souhaite aucune victoire. Elle, elle a toujours l'impression de les remporter. Elle croit encore avoir gagné sur quelque chose, sur sa vie ou son destin, elle ne fait que s'y enfoncer un peu plus. Elle lutte, contre elle, contre moi. Elle lutte. Il n'y a que ça qu'elle sache faire. Il n'y aura pas d'enfant.

Mara se dit. Ce n'est pas grave, Manuel ne frappe plus, il s'en prend aux objets, il change, bientôt il sera prêt, nous serons tous les deux prêts, bientôt l'enfant, bientôt la fin des armes.

En bas, Hicham les attend, adossé à sa vieille Mercedes, incapable de dissimuler un sourire amusé, peut-être satisfait. Mara, en le mettant dans la confidence de leur "problème de couple" sans en référer à Manuel, qui lui-même lui en avait livré des bribes, l'a fait entrer dans un jeu dont il ne connaît pas encore la finalité ni les règles, mais qu'il accepte de jouer, relevant malgré lui un défi silencieux que personne n'a lancé, mais qui plane de façon dangereuse. Un jeu très peu ludique, et pourtant un jeu.

Mara monte devant. Elle ne veut rien rater de la route qui mène à Sidi Mhait. Peut-être au retour de la promenade la vie ne sera-t-elle plus la même. Mara interroge ce qu'elle voit, et ce qu'elle voit a depuis quelques temps l'allure de signe, le nombre d'ânes croisés compte, pigeon noir ou pigeon blanc, chaque visage annonce un événement, tout est signe. Une puissance obscure habite les êtres et les objets, elle estompe les frontières, entre les morts et les vivants, ceux qui un jour pourraient naître, ceux que l'on ne connaît pas mais que l'on a fortement désirés, imaginés, inventés, entre les parents les enfants les frères les sœurs les Arabes et les Occidentaux, les hommes et les femmes.“

 

 

 


Mazarine Pingeot (Avignon, 18 december 1974)

 

 

Lees meer...

Miles Marshall Lewis, Gatien Lapointe, Heinrich Smidt, Saki, Annette von Droste-Hülshoff

 

De Amerikaanse schrijver Miles Marshall Lewis werd geboren op 18 december 1970 in The Bronx, New York. Zie ook mijn blog van 18 december 2006 en ook mijn blog van 18 december 2007 en ook mijn blog van 18 december 2008 en ook mijn blog van 18 december 2009.

 

Uit: There’s a Riot Goin’ On 

 

„And as certain things come together, others fall apart—like the recording industry. Butch hasn’t bought a CD in quite a while. All the music he wants is available on Napster and he already laid down a few hundred dollars for a portable MP3 player. After decades of nefarious activities—contractually cheating musicians out of profits; overcharging the public for compact discs; paying artists less than fifteen percent of their musics earnings and owning their master recordings forever and ever—record companies felt the big payback, revenge. To Butch record companies seem like the first crumbling institution in a wave of falling multinational corporate entities to follow.

In the Brooklyn arts community surrounding him unsigned independent bands all take encouragement from the digital revolution, burning their own CDs, setting up their own websites, selling their own music. Screw the industry. In the new age everyone can have his own record label, be her own CEO. One’s artistic worth won’t be measured or rejected by a corporation. On the verge of the twenty-first century Butch saw people self-actualizing, believing in themselves without looking for outside approval. How liberating.

To top things off the death of immediate hiphop icons Tupac Shakur and the Notorious BIG has made the power of intention common knowledge to the pop community. At first only a few made the crass observation that Biggie Smalls named his albums Ready to Die and Life After Death and was then killed; that Tupac rhymed incessantly about death and dying young and was murdered at 25. The moral slowly spilling over into the mass consciousness? We get what we ask for, all of us. This was the beginning, Butch thought, of folks being more careful of what they put out into the universe, consciously exercising universal laws of cause and effect more carefully. It’s the biggest legacy the senseless deaths of the young and talented MCs could have left their generation.“

 

 

 


Miles Marshall Lewis (New York, 18 december 1970)

 

Lees meer...