21-03-16

Willem de Mérode, Pim te Bokkel, Kees van Beijnum, Jean Paul, Hamid Skif, Hubert Fichte

 

Dit Romenu Blog bestaat vandaag precies tien jaar en viert vandaag dus zijn tweede lustrum! Dank weer aan alle oude en nieuwe bezoekers voor hun interesse en reacties van het afgelopen jaar. De eerste bijdrage in 2006 ging over de dichter en schrijver Willem de Mérode. Traditiegetrouw, omdat hij aan de wieg stond van dit Blog, ook nu weer een gedicht van hem. Zie ook mijn blog van 2 september 2010 en voor het overige de Willem de Mérode tags op dit blog bij Skynet.

 

Tulpen

Ze zijn veel trotscher dan de rozen
En zeer gelukkig en alleen.
Stil heeft eenelk zijn deel gekozen
Van ’t leven; en ’t is elk gemeen.

Zij smeeken: Heer, ik sta te branden !
Alleen voor U ben ik gesmukt !
En voelen door dezelfde handen
Zich tot een zelfde doel geplukt.

Zoo heeft Gods liefde hen gevonden
Tot leven en tot dood bereid.
Zij staan zeer stil en schoon, verslonden
In de aanblik van Zijn heiligheid.

 

 
Willem de Mérode (2 september 1887 – 22 mei 1939)
Portret door Alfred Löb, 1936

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Peter Hacks, Michel Bartosik, Youssef Rzouga, Günter Vallaster, Siegfried Kapper

 

De Duitse schrijver en dichter Peter Hacks werd geboren op 21 maart 1928 in Breslau. Zie ook alle tags voor Peter Hacks op dit blog.

Uit: Die Maßgaben der Kunst

„Ich lobe mit vielem Respekt das Referat von Ernst Schumacher, nicht allein um seiner wissenschaftlichen Vorzüge willen, sondern auch wegen seiner Eig- nung als Anfang und Eröffnung eines Gesprächs. Es hatte das Verdienst, einen bestimmten Standpunkt mit sehr großer Konsequenz durchgeführt zu haben. Über so etwas kann man doch diskutieren. Goethe, höre ich, sagte einmal zu einem Besucher, der ihn mit seinen seelischen Wirrungen behelligte: »Haben Sie keine Meinungen ?, Probleme habe ich selber«. Ich denke so. Wenn eine Ansicht bis zu ihrem wirklichen Ende durchgearbeitet ist, dann erhellen automatisch alle ihre Grenzen, alle Punkte ihrer Nichtanwendbarkeit. Dann erfolgt der Umschlag in die Negation, i. e. es geht weiter. Niemand ist schrecklicher als Leute, die immer ganz recht haben. Sie haben die Geschichte des menschlichen Geistes schon abgeschlossen. Sie fadaisieren uns mit ihren Sowohl-als-auch-Rücksichten, und sie sind so steril wie ein Maultier. Soviel über die Dialektik im Prozeß der kollektiven Erkenntnis; entschuldigen Sie, daß ich schon mit einer Abschweifung beginne. Mich hat, also, das Referat von Ernst Schumacher sehr angeregt, und ich glaube, daß ich es seiner besonderen Qualität entsprechend würdige, wenn ich im ferneren gegen einige seiner Gedanken polemisieren werde.
Schumacher hat uns erzählt, die Wissenschaft sei das Thema des »Galilei«.
Und er hat durchblicken lassen, daß er die Wissenschaft für einen brauchbaren Gegenstand der Kunst hält. Ich folge ihm da nicht. Ich glaube, der »Galilei« wäre teuflisch langweilig, wenn sein Thema die Wissenschaft wäre. Das Thema des »Galilei« ist, wenn man will, der Kampf des bürgerlichen Zeitalters gegen das Feudalzeitalter. Oder vielleicht besser: die Widersprüche zwischen einem Wissenschaftler und der Gesellschaft in einem Augenblick drohender Konterrevolution. Aber im Kunstwerk interessiert uns der Wissenschaftler nicht in seiner besonderen Eigenschaft als Mann, der Wissenschaft macht, sondern einfach als ein gesellschaftlich Mächtiger. Galilei ist ein wichtiger Mann, ein Mann, der am Hebel sitzt. Meiner Ansicht nach übrigens an einem zu langen; darauf komme ich noch.“

 

 
Peter Hacks (21 maart 1928 – 28 augustus 2003)

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20-03-16

Palmpasen (Bertus Aafjes)

 

Bij Palmzondag

 

 
De intocht van Jezus in Jeruzalem door Pedro Orrente, 1620

 

 

Palmpasen

Het is Palmpasen en ik zie de bomen,
De palmen weer met kinderogen aan:
Hun blaadren die als vogelveren stromen
En in de top der stam gestoken staan.

En alles is bereid Hem te ontvangen,
En de verwachting vlamt op elk gelaat:
De kreupelen die aan hun krukken hangen,
De honden en de blinden van de straat.

Er draaft een ezeltje met rechte oren
Als aan de witte klasmuur van mijn jeugd;
Al heeft het Jezus van zijn rug verloren,
Ik zie Hem in mijn kinderlijke vreugd,
En zachtjens juicht het kind in mij verblijd:
Hosannah die de Zoon van David zijt.

 

 

 
Bertus Aafjes (12 mei 1914 - 22 april 1993)
Amsterdam, Tulpendag 2013. Bertus Aafjes werd geboren in Amsterdam

 

 

Zie voor de schrijvers van de 20e maart ook mijn drie vorige blogs van vandaag.

12:51 Gepost door Romenu in Literatuur | Permalink | Commentaren (0) | Tags: palmzondag, bertus aafjes, romenu |  Facebook |

Friedrich Hölderlin, Katharina Hartwell, Jens Petersen, Ralph Giordano, Henning Heske, Josef Reding

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Christian Friedrich Hölderlin werd geboren op 20 maart 1770 in Lauffen am Neckar in het Hertogdom Württemberg. Zie ook alle tags voor Friedrich Hölderlin op dit blog.

 

Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.

 

 

Ganymed

Was schläfst du, Bergsohn, liegest in Unmut, schief,
Und frierst am kahlen Ufer, Geduldiger!
Denkst nicht der Gnade du, wenns an den
Tischen die Himmlischen sonst gedürstet?

Kennst drunten du vom Vater die Boten nicht,
Nicht in der Kluft der Lüfte geschärfter Spiel?
Trifft nicht das Wort dich, das voll alten
Geists ein gewanderter Mann dir sendet?

Schon tönets aber ihm in der Brust. Tief quillts,
Wie damals, als hoch oben im Fels er schlief,
Ihm auf. Im Zorne reinigt aber
Sich der Gefesselte nun, nun eilt er,

Der Linkische; der spottet der Schlacken nun,
Und nimmt und bricht und wirft die Zerbrochenen
Zorntrunken, spielend, dort und da zum
Schauenden Ufer, und bei des Fremdlings

Besondrer Stimme stehen die Herden auf,
Es regen sich die Wälder, es hört tief Land
Den Stromgeist fern, und schaudernd regt im
Nabel der Erde der Geist sich wieder.

Der Frühling kömmt. Und jedes, in seiner Art,
Blüht. Der ist aber ferne; nicht mehr dabei.
Irr ging er nun; denn allzugut sind
Genien; himmlisch Gespräch ist sein nun.

 

 

Abbitte

Heilig Wesen! gestört hab ich die goldene
Götterruhe dir oft, und der geheimeren,
Tiefern Schmerzen des Lebens
Hast du manche gelernt von mir.

O vergiß es, vergib! gleich dem Gewölke dort
Vor dem friedlichen Mond, geh ich dahin, und du
Ruhst und glänzest in deiner
Schöne wieder, du süßes Licht!

 

 
Friedrich Hölderlin (20 maart 1770 – 7 juni 1843)
Portret door Franz Karl Hiemer, 1792

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Peter Berling, David Malouf, Benoît Duteurtre, Touré, Gerard Malanga, Andrée Chedid

 

De Duitse schrijver, filmproducent en acteur Peter Berling werd geboren op 20 maart 1934 in Meseritz-Obrawalde. Zie ook alle tags voor Peter Berling op dit blog.

Uit: Ritter zum Heiligen Grab

»Gestattet mir eine letzte Kontrolle des Kontrahenten!«, sagte er zu Astair, er hatte den auffordernden Blick Yussufs aufgefangen, der seinem zierlichen Dolch galt. Die ziselierte Silberscheide ragte aus der Schärpe seines Hosenbundes. Wie um den rechten Sitz der Stricke noch einmal zu überprüfen, umrundete Bert el-Caz den Pfosten. Yussuf spürte deutlich, wie sich der Dolch zwischen seine Handgelenke schob, seine Finger konnten die Scheide ertasten. Der Schwarzbart schmunzelte zufrieden.
Astair gab das Zeichen zum Beginn des Wettstreits. Sofort begannen beide, die schmächtige Elgaine und der massige Ziride, an ihren Fesseln zu rucken. Die Menge begleitete ihre Anstrengungen mit anfeuernden Rufen, verfiel in rhythmisches Klatschen.
»Ich halt das nicht aus!«, stöhnte Astair.
»Dann wartet den Ausgang in der Taverne ab!« Der kleine Bert el-Caz lachte ihn aus. »Bei einem Schluck stärkenden Weines!« Er zerrte den Waffenmeister mit sich zum gegenüberliegenden ›Letzten Anker‹. Von dort aus, wo auch viele aus der Mannschaft des Ziriden völlig betrunken herumhingen, konnten sie den Schauplatz des Geschehens bestens einsehen. Yussuf rüttelte, bäumte sich auf wie ein tobender Stier, doch die Stricke gaben nicht nach, im Gegenteil, sie zogen sich immer fester zu.
Elgaine hingegen bewegte sich nur wenig, wie ein Grashalm im Winde. Sie lächelte still vor sich hin.
In der Taverne hatte Bert el-Caz noch nicht zum Becher gegriffen, als Astair ihn an seiner Hosenschärpe zu sich heranzog.
»Ich hab’s genau gesehen«, fauchte er den Kleinen zornig an, »wie Ihr den Dolch –«
Bert el-Caz grinste breit. »Scheide! Nur die Scheide!« Flink fasste er sich an seinen grünen Turban und zog die blanke Klinge wie eine Ziernadel aus dem Stoff. Sie tranken sich zu. »Hoffentlich habt Ihr die Prinzessin nicht zu fest –« Astair sah sich nicht gern düpiert, doch ein weiteres Mal musste er ein Feixen des Kleinen hinnehmen.“

 

 
Peter Berling (Meseritz-Obrawalde, 20 maart 1934)

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Ricus van de Coevering, Ovidius, Christoph Ransmayr, Henrik Ibsen, Alicia Kozameh

 

De Nederlandse schrijver Ricus van de Coevering werd op 20 maart 1974 in Asten geboren. Zie ook alle tags voor Ricus van de Coevering op dit blog.

Uit: Noordgeest

"Het schip helde naar bakboord, voelde Willem, en iets dat onder zijn bed lag, schoof over de vloer; zijn agenda misschien, die hij al dagen kwijt was.
Zijn rug was klam van het zweet, voelde hij toen hij  geschrokken  overeind  kwam.  Hij  vroeg zich af waarom het schip zo overhelde. In de decennia dat hij op zee geweest was, had hij dit nog nooit meegemaakt. Toen hij het alarm in de gang hoorde  huilen,  voelde  hij  de  sensatie  van  angst  en opwinding weer, die hij ook gevoeld had toen hij ’s avonds naar het dreigende kielzog getuurd had en overwogen had om te springen. Een ramp, schoot door zijn hoofd – een prachtige ramp zal me bevrijden.
[...]

Er klonk schreeuwen op de gangen. Hij schreeuwde terug en reikte naar de klink, maar kon er niet bij, omdat zijn rechterknie tussen de stalen spijlen van zijn  nest  klemde.  Hij  trok  aan  zijn  been, steeds harder, totdat er een felle pijn door zijn knie sneed, alsof iemand er een mes in stak. Alles begon te trillen en te schudden. De containers beginnen te schuiven, schoot door zijn hoofd. Maar dan was er geen houden meer aan. Toen hoorde hij lucht door de gangen suizen en glas uiteenspatten en ging zelfs het noodlicht uit.
Al  snel  kwam  het  koude  water, van zijn tenen naar zijn enkels en hoger. Dit was het dan, dacht hij, dit is het einde – en hij werd overrompeld door herinneringen. De keuzes die zijn brein met hinkstapsprongen door de tijd heen scheen te maken, verraste hem. Hoe een Dakota laag over de kerktoren scheerde en de mensen uit de buurt van blijdschap de straten op renden en elkaar in de armen vlogen. Zijn joodse buurmeisje dat hij jaren niet gezien had, was ook naar buiten gekomen. Ze lachte naar hem met een bleek en mager gezicht. Hoe hij de kades afspeurde op zoek naar moois voor zijn museumpje thuis. Hoe zijn vader een krijsende big slachtte. Het hulpeloos trappelen van het beest. De dompige lokalen van de scheepvaartschool, zijn eerste vaart over het kanaal naar de sluizen.”

 

 
Ricus van de Coevering (Asten, 20 maart, 1974)

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19-03-16

Hans Mayer, Philip Roth, Mano Bouzamour, Kirsten Boie, Lynne Sharon Schwartz, Lina Kostenko, Petar Preradović

 

De Duitse literatuurwetenschapper, schrijver, criticus, jurist en socioloog Hans Mayer werd geboren op 19 maart 1907 in Keulen. Zie ook alle tags voor Hans Mayer op dit blog.

Uit: Du störst mich nicht (Über Thomas und Heinrich Mann: Briefwechsel 1900-1949)

„Thomas dagegen schreibt am 31. Juli, auch aus Kalifornien und nachKalifornien: „Wir haben große Personalnot, unsere Dunklen verlassen uns und neue sind teils unerschwinglich, teils unerträglich. Aber einmal werden wir ja wieder in Ordnung kommen und hoffen, dann Nelly und Dich recht bald einen Abend bei uns zu haben.“ Dieser Briefwechsel macht es Verehrern Thomas Manns nicht leicht.
Da ist noch mehr. Für den biographischen und auch literarischen Hintergrund des Frühwerks von Thomas Mann nämlich sind seine Briefe an Heinrich von einzigartiger Bedeutung.
Den ersten der erhaltenen Briefe schreibt der 25jährige Thomas Mann nach Abschluß von „Buddenbrooks“; das Manuskript liegt nun beim Verleger Samuel Fischer, aber noch hat der Autor über sein Werk „nichts Neues“ gehört; gleichzeitig gratuliert er ein bißchen säuerlich zur Verleger-Reklame für Heinrichs Roman „Im Schlaraf-fehlend“. Man lebt in einem Zeitalter der Migränen, ästhetischen Ressentimente und Nervenkrisrm, und der junge Thomas Mann, arg auf Modernität erpicht, läßt es sich gesagt sein. Leidenschaften werden .durchlitten‚ genossen und literarisch filtriert, was Schmerzhaftes nicht ausschließt.
Als .‚Buddenbrooks“ endlich angenommen ist, teilt der Verfasser dem älteren Bruder etwas ironisch mit: „Ich werde mich photographieren lassen, die Rechte in der Frackweste und die Linke auf die drei Bände gestützt; dann kann ich eigentlich getrost in die Grube fahren.“ Im selben Brief aber (13. Februar 1901} hieß es Vorher: „Depressionen wirklich arger Art mit vollkommen ernst gemeinten Selbstabschaffungsplänen haben mit einem unbeschreiblichen, reinen und unverhoftten Herzensglück gewechselt‚ mit Erlebnissen, die sich nicht erzählen lassen, und deren Andeutung natürlich wie Renommage wirkt.“ Es ist schwer, hier vom Bericht. über ein .,ernstes Leben“ zu sprechen.“

 

 
Hans Mayer (19 maart 1907 – 19 mei 2001)
Heinrich en Thomas Mann rond 1902

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William Allingham, Ion Barbu, Rosalie Loveling, Tobias Smollett, Irving Wallace, Peter Abrahams

 

De Ierse dichter William Allingham werd geboren op 19 maart 1824 in Ballyshannon, Donegal. Zie ook alle tags voor William Allingham op dit blog.

 

A Seed

See how a Seed, which Autumn flung down,
And through the Winter neglected lay,
Uncoils two little green leaves and two brown,
With tiny root taking hold on the clay
As, lifting and strengthening day by day,
It pushes red branchless, sprouts new leaves,
And cell after cell the Power in it weaves
Out of the storehouse of soil and clime,
To fashion a Tree in due course of time;
Tree with rough bark and boughs' expansion,
Where the Crow can build his mansion,
Or a Man, in some new May,
Lie under whispering leaves and say,
"Are the ills of one's life so very bad
When a Green Tree makes me deliciously glad?"
As I do now. But where shall I be
When this little Seed is a tall green Tree?

 

 

In A Spring Grove

Here the white-ray'd anemone is born,
Wood-sorrel, and the varnish'd buttercup;
And primrose in its purfled green swathed up,
Pallid and sweet round every budding thorn,
Gray ash, and beech with rusty leaves outworn.
Here, too the darting linnet hath her nest
In the blue-lustred holly, never shorn,
Whose partner cheers her little brooding breast,
Piping from some near bough. O simple song!
O cistern deep of that harmonious rillet,
And these fair juicy stems that climb and throng
The vernal world, and unexhausted seas
Of flowing life, and soul that asks to fill it,
Each and all of these,--and more, and more than these!

 

 
William Allingham (19 maart 1824 – 18 november 1889)
Borstbeeld door Albert Toft

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18-03-16

Christa Wolf, Charlotte Roche, John Updike, Wilfred Owen, Stéphane Mallarmé, Héctor Bianciotti, Hellema, Friedrich Hebbel

 

De Duitse schrijfster Christa Wolf werd geboren op 18 maart 1929 in het huidige Poolse Gorzów Wielkopolski. Zie ook alle tags voor Christa Wolf op dit blog.

Uit: Kassandra

„Marpessa, sah ich, die, wie einmal schon, mit mir nicht sprechen wollte, war besser vorbereitet, auf was wir nun erfahren, als ich, die Seherin; denn ich zog Lust aus allem, was ich sah – Lust; Hoffnung nicht! – und lebte weiter, um zu sehn.
Merkwürdig, wie eines jeden Menschen Waffen – Marpessas Schweigen, Agamemnons Toben – stets die gleichen bleiben mssen. Ich freilich hab allmählich meine Waffen abgelegt, das wars, was an Veränderung mir möglich war.
Warum wollte ich die Sehergabe unbedingt? Mit meiner Stimme sprechen: das äußerste. Mehr, andres hab ich nicht gewollt. Zur Not könnt ich es beweisen, doch wem? Dem fremden Volk, das, frech und scheu zugleich, den Wagen umsteht? Ein Grund zu lachen, gäbe es den noch: Mein Hang, mich zu rechtfertigen, sollte sich, so kurz vor mir selbst, erledigt haben.
Marpessa schweigt. Die Kinder will ich nicht mehr sehn. Sie hlt sie unter dem Tuch vor mir versteckt.
Der gleiche Himmel über Mykenae wie über Troia, nur leer. Emailleschimmernd, unzugänglich, blankgefegt. Etwas in mir entspricht der Himmelsleere über dem feindlichen Land. Noch alles,was mir widerfahren ist, hat in mir seine Entsprechung gefunden. Es ist das Geheimnis, das mich umklammert und zusammenhält, mit keinem Menschen habe ich darber reden können.
Hier erst, am äußersten Rand meines Lebens, kann ich es bei mir selber benennen: Da von jedem etwas in mir ist, habe ich zu keinem ganz gehçrt, und noch ihren Haß auf mich hab ich verstanden. Einmal, »früher«, ja, das ist das Zauberwort, hab ich in Andeutungen und halben Sätzen mit Myrine darüber sprechen wollen – nicht, um mir Erleichterung zu verschaffen, die gab es nicht. Sondern weil ich es ihr schuldig zu sein glaubte. Troias Ende war abzusehen, wir waren verloren. Aineias mit seinen Leuten hatte sich abgesetzt. Myrine verachtete ihn. Und ich versuchte ihr zu sagen, daß ich Aineias – nein, nicht nur verstand: erkannte. Als sei ich er. Als kauerte ich in ihm, speiste mit meinen Gedanken seine verräterischen Entschlüsse.“

 

 
Christa Wolf (18 maart 1929 – 1 december 2011) 
Cover 

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Prijs van de Leipziger Buchmesse voor Guntram Vesper

 

Prijs van de Leipziger Buchmesse

De Prijs van de Leipziger Buchmesse 2016 gaat naar de Duitse schrijver Guntram Vesper Hij ontvangt de prijs, waaraan een geldbedrag van € 15.000 verbonden is in de categorie fictie voor zijn roman “Frohburg”. In de meer dan duizend pagina’s tellende roman vertelt Vesper gaat over zijn geboorteplaats Frohburg: een kleine stad ten zuiden van Leipzig, waar hij zijn kindertijd en jeugd doorgebracht, voordat de familie in 1957 vluchtte naar de Bondsrepubliek. Zie ook alle tags voor Guntram Vesper op dit blog.

Uit: Frohburg

„Unsere uneigene Sache, unser eigentliches Ding: die endlos langen Sommerabende. Fußball. Räuber und Gendann, Versteckspiel, renn ums Leben. Sonst abgeschlagen, ausgeschieden, ausgenommen. zu den Toten. In den Auguststaub klopfende lgelitsandalen, hallende Rufe, spitze Schreie. Grölen. Quieken. zurückgeworfen vom dämmergrauen Geviert der Häuserreihen, Geschiebe‚ Gesehubse, Gezerre, Gerangel, bei zunehmender Dunkelheit,  gemeint die Mädchen, wer sonst.
Brückengasse Wyhrabrücke Gußleisenkonstruktion aus Cainsdorf, Königin-Marien-l-lütte. Unter jedem Laster Zittern, Beben. Schwingen. Auch bei Hochwasser und Eisgang: Treibgut Balken, Schollenstoß,
Töpferplatz. Die Maulbeerhecke. Eßbar oder. Drei Trittstufen zur Schöpfe. Der alte Bürstenrnacher Prause bis zum Knie im seichten Fluß: Auf Wiedersehn, du schöne Welt. Von der Tochter zurückgesehleppt ins Haus und eingeschlossen. Warum auch nicht. muß sein. Lindenreihe. In den Hundstagswochen, vor Gewittern schwarzrotes Gewimmel der Franzosenkäfer.
Greifenhainer Straße.
Die Großeltern. Nach dem großen Brand am Markt das Haus am Fluß gekauft. Dort ich geboren.
(…)

Meine ersten Jahre, die ersten anderthalb Jahrzehnte, dort drüben, da hinten, in Frohburg. Als hätte man sie im Hinterzimmer einer riesengroßen, rastlos stampfenden Mühle verbracht, die Ideen und Gefühle und noch die leisesten Regungen zerschrotete und Menschen verbrauchte, in maßloser Menge, ganze Städte, Landstriche, Provinzen und Länder wurden zu Schutt und Erinnerung, während man selber Lesen und Schreiben lernte und die Sonne aufgehen und hinter dem Horizont wieder versinken sah. Zitternde Bilder, zitternder Boden. Wirkt und wühlt in uns weiter, wirst sehen.
Kindheit ohne Ziel, ohne Mitte. Musik war Kirchengesang oder FDJ-Lied, Wörter wie Oper, Sinfonie, Streichquartett hast du kaum oder gar nicht gehört, sie kamen, wenn du genau überlegst, einfach nicht vor, einfach, das sagt sich so leicht, von Mozart, Beethoven, von Hans Pfitzner, sein Vater in Frohburg geboren, und Schönberg keine Spur. Rückschritt, den man Fortschritt nannte. Fortschritt, der Rückschritt hieß. Dazu die Lehrer, Uniformfotos von gestern bestens versteckt, wenn nicht verbrannt, was sie als junge Offiziere und Unteroffiziere an der Ostfront oder im Hinterland getrieben hatten, darüber kein Wort, sie lobten Johannes R. Becher und Kuba über alles und beteten jede Eloge der Zeitungen auf Aschajew und Babajewski nach, Fern von Moskau, Ritter des goldenen Sterns, was sie wirklich dachten, behielten sie lieber für sich.“

 

 
Guntram Vesper (Frohburg, 28 mei 1941)

17-03-16

Siegfried Lenz, Thomas Melle, Hans Wollschläger, Hafid Aggoune, Rense Sinkgraven, William Gibson, Patrick Hamilton, Karl Gutzkow

 

De Duitse schrijver Siegfried Lenz werd op 17 maart 1926 in Lyck, in de landstreek Masuren in Oostpruisen geboren. Zie ook alle tags voor Siegfried Lenz op dit blog.

Uit: Deutschstunde

„Aber hinter der für tat sich, je länger wir dorthin blickten, doch etwas, der Glutklumpen einer Zigarette wurde da hinter der schmalen Milchglasscheibe sichtbar, ein Räuspern war zu hören, und während Per Arne Scheßel sich zu einer kargen, aber immer noch einladenden Geste bereitfand, trat endlich Asmus Asmussen ein, Autor des Buches »Meeresleuchten« und Ehrenvorsitzender des Glüseruper Heimatvereins. Obwohl er in Marineuniform, als Stabsobergefreiter eintrat, wurde er sofort erkannt, mit Rufen und Beifall begrüßt, worauf er leger, doch militärisch zurückgrüßte und die Zigarette ausdrückte. Der Schöpfer von Timm und Tine, der bei uns ziemlich populären Figuren aus dem »Meeresleuchten« - beide hatten sich, wenn ich mich nicht täusche, durch eine Flaschenpost kennengelernt, fanden diesen Austausch so ergiebig, dass sie auch als Verlobte und Verheiratete Flaschenpost wechselten, trieben das Spiel unermüdlich weiter, hielten die Flaschenpost auch noch in hohem Alter für die schönste, jedenfalls sparsamste Art der Mitteilung und gaben somit ihrem Autor die Möglichkeit, lange nach ihrem Tode immer noch an entlegenen Stränden verkorkte Post zu entdecken, mit der zeilenschindend bekenntnishafte Neuigkeiten von Timm und Tine nachgeliefert wurden.
Also dieser Asmus Asmussen, der auf einem Vorpostenboot in der Nordsee Dienst tat, war auf einen Kurzurlaub von Bremerhaven heraufgekommen. Fr war ein säbelbeiniger Mann mit starkem, gewissermaßen lohendem Haarwuchs, seine Halsmuskeln waren erschreckend ausgebildet wie bei einem Gewichtheber, der Blick beherrschte alle Spielarten zwischen kühn und gütig, und man hätte sich ihn nicht ohne weiteres als Schöpfer von Timm und Tine vorstellen können, wenn da nicht sein aufschlussreicher Mund gewesen wäre, ein empfindsamer, rundlicher Pfennigmund, will ich mal sagen. Der Mund verriet ihn. Geschickt zog er sich die Matrosenmütze mit den langen Bändern vom Kopf, hielt sie vorschriftsmäßig. Kokarde und Adler nach vorn, unterm Arm und ließ sich von meinem Großvater willkommen heißen. Er nickte fast zu jedem Satz des Willkommens. Er schien einverstanden damit, dass Per Arne Scheßel ihn zunächst einen intimen Kenner der Heimat nannte, dann einen wehrhaften Vorposten der Heimat, auch erhob er keine Einwände, als man in ihm den Gestalter von einheimischem Schicksal und schließlich sogar das Gewissen von Glüserup begrüßte. Asmus Asmussen nickte nur, und er lächelte zustimmend, als mein Großvater das Thema des Abends bekanntgab, zu dem ein Berufener sich äußern werde; das Thema hieß: »Meer und Heimat«; der Berufene: Asmus Asmussen. Darauf setzte sich mein Großvater.”

 

 
Siegfried Lenz (17 maart 1926 – 7 oktober 2014)

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16-03-16

P.C. Hooft, Bredero, Dirk von Petersdorff, Zoë Jenny, Alice Hoffman, Hooshang Golshiri, Per Leo

 

De geschiedkundige, dichter en toneelschrijver Pieter Cornelisz. Hooft werd geboren in Amsterdam op 16 maart 1581. Zie ook alle tags voor P. C. Hooft op dit blog.

 

Wrange Amaril

Wrange Amaril, zal min niet murwe meuken
Uw hartje rauw, eer ’t ouderdom beklimt
En van de borst maakt een gordijn vol kreuken,
Die ’t elpenbeen nu tart, hoezeer het glimt?
Hoe lang zal nog de blinde schutter borgen
Uw wilde ziel die schopt de minnezorgen?

Uw wilde wil die nooit en proefde ’t kwijnen
En willig wee*, dat innerlijke snijdt;
Noch hoe dat die bekommeringen bijnen
Die knagen aan afwezens taaie tijd;
Noch ’t vinnig vuur der liefelijke lonken
Die kroppen ’t hart met overvloed van vonken.

Wanneer zal u eens lieve lust bevangen
En geven aan die zinnen strak een bocht?
Ach, wie u eens zag slijten van verlangen,
Naar lekkernij van lieve kusjes vocht
En bieden zelf uw lippen nu gebeden!
Wat zoete wraak van al uw koeligheden!

 

 

Sonnet

Schoon oogen die vermeucht te nemen en te geven
De sielen die ghij wilt door uwen harssenstrick,
Die met het spelen van een vriendelijcke blick
Soo vaeck ontsteeckt, en bluscht de vlamme van mijn leven,

Ach in wat dampe moet mijn siel onseker sweven
Door wrevle nijdicheit  en 't ongeval vol schrick,
Met haer verbolgen storm en swarte woleken dick,
Sint datse tusschen mijn, en u mijn sonne dreven!

Charifa' in dese nacht in desen hel vol smart
Neem ick mijn toevlucht tot u beeldt, dat in mijn hart
Soo groot verheven staet, en vult alleen mijn sinne.

Maer wt haer claerheit las! mij geen verlichting rijst,
En sij doet meer niet dan dat sij mijn annewijst
Hulpeloose' afgodin op u alleen Godinne.

 

 

Een Majeboom
Aan de Joffren Anne en Tesselschae Roemer Visschers gesonden naer haar vertreck vanden huijse te Muiden, in 't jaer 1621, spreekt

Orpheus met sijn stem en vinger
Maeckte eertijdts den boomen voeten,
Datse bij gekroonde stoeten
Liepen nae den soeten singer.
Ist dan vreemdt, dat ick verslinger
Op uw speelen,
Op uw queelen,
En loop achter aen uw keelen?
Ick, die ben van 't selve volck?
En was hij der goden tolck,
Ghij syt speelnoots van godinnen.
En indien Thalia' haer sinnen
Eens tot trouwen zet, sult ghij
Elleck sitten aen een zij.

 

 
Pieter Cornelisz. Hooft (16 maart 1581 – 21 mei 1647)
Getekend door Herman F.C. ten Kate, 1868

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15-03-16

Gerhard Seyfried, Kurt Drawert, Louis Paul Boon, Ben Okri, David Albahari, Andreas Okopenko, An Rutgers van der Loeff

 

De Duitse dichter en schrijver Kurt Drawert werd geboren op 15 maart 1956 in Henningsdorf. Zie ook alle tags voor Kurt Drawert op dit blog.

Uit: Schreiben

„Bei Lacan habe ich einen Satz gefunden, der mein Anliegen, über das Schreiben zu schreiben, fast buchstäblich zum Ausdruck bringt: «Liebe ist, wenn man gibt, was man nicht hat.» Dieser Satz bezeichnet ein Paradoxon und ist zugleich eine Aufforderung, es anzuerkennen und sich einzulassen darauf. Mit anderen Worten: Das Unmögliche zu verschenken, ist das Mögliche dessen, der liebt. Wie nun ließe sich besser erklären, worum es mir in diesem Buch geht – nur eben bezogen auf die Literatur, die genau dort ihren Platz hat, wo sie etwas dauerhaft Abwesendes mit Sprache durchdringt und damit auch vorstellbar macht. Mein Text zu diesem schier unendlichen Thema bewegt sich in Form einer Terzine. Das hat sich aus dem Material so ergeben. Die Motive, die sich wiederholen, sind jedoch nie Wiederholung an sich, sondern Übergänge in einen anderen, neuen Verlauf. Genau das regelt die Terzine auch: sie kehrt in ihrer Verpflichtung zum Reim immer auf den zweiten Vers der letzten Strophe zurück, um dann zwei Verse vor-anzukommen. Ihre Langsamkeit wird so zur Genauigkeit des Denkens, das seinen Abschluss oft erst in einer Parallelfigur findet. Das gefällt mir gut. Ebenso gefällt mir, mich in Begriffen zu bewegen, die schon festgelegt und eingeführt sind. Es erspart Zeit. Außerdem sind sie aus ihren jeweiligen Denksystemen nicht beliebig und ohne Verlust an Verständlichkeit und Sinn herauszulösen. Ich werde sie, wo ich sie als bekannt nicht voraussetzen darf, erläutern, zumal ihre Verwendungen auch in der enzyklopädischen Literatur nicht einheitlich geregelt sind und entsprechend kommentiert werden sollten. Die Markierung ( *) hinter dem betreffenden Wort signalisiert den Kommentar, der sich im Wortregister am Ende des Buches befindet. Dabei erhebe ich keinen Anspruch auf Geltung und möchte nur, dass ich so verstanden werde, wie ich verstanden habe, was ich erzähle. Und nun danke ich allen, die sich mit mir auf einen Weg begeben, der genaugenommen nirgendwo hinführt und schön allein dadurch ist, dass es ihn gibt.“

 

 
Kurt Drawert (Henningsdorf, 15 maart 1956)

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Prosper van Langendonck

 

De Vlaamse dichter en schrijver Prosper Antoine Joseph Van Langendonck werd geboren in Brussel op 15 maart 1862. Hij begon in Leuven aan de universitaire studies wijsbegeerte en letteren aan, maar kon die door familiale omstandigheden niet afmaken. Zijn vorming volstond wel om als ambtenaar te werken voor het ministerie van justitie. In 1899 kon hij, tot aan WO I aan de slag als vertaler bij de diensten van de Kamer van Volksvertegenwoordigers. Hij ondervond steeds meer last van een (erfelijke) schizofrenie en overleed in 1920 in een Brussels ziekenhuis.In 1893 richtte Van Langendonck samen met August Vermeylen, Emmanuel de Bom en Cyriel Buysse het literaire tijdschrift “Van Nu en Straks” op, het tijdschrift dat de Vlaamse literatuur vernieuwde. Zijn opstel uit 1894 “De herleving van de Vlaamse poëzij” gold als manifest van de literaire vernieuwing. Binnen de redactie van het tijdschrift had hij als enige rooms-katholiek wel meer voeling met de traditionele stijl. Hij publiceerde een honderdtal verzen en sonetten, meestal in “Van Nu en Straks”, maar ook in “Dietsche Warande en Belfort”. Behalve poëzie schreef Van Langendonck ook kritische opstellen en pamfletten ter bevordering van de Vlaamse cultuur en literatuur. Een andere bijdrage tot het verspreiden van de Nederlandstalige literatuur in België en Nederland was zijn bloemlezing “Vlaamse poëzie De Vlaamsche oogst van 1904”. Prosper van Langendonck kwam voor het eerst in 1906 naar Genk nadat een bekende psychiater in Bonn hem aanraadde een rustige plek op te zoeken. Van 10 april 1909 tot 22 oktober 1912 was hij ingeschreven in de Genkse bevolkingsregister. Vaak had hij er nog goede momenten en zocht hij contact met de mensen uit het dorp en de kunstenaars in de hotels. Hij schreef er zijn laatste gedicht “De Zwerver”.

 

De torens

Ze rijzen, rijzen, hier en daar verspreid,
de hoge torens in de vlakke velden, -
als baken van gevoel, die wisheid melden
langsheen die duiz'lingwekkende eeuwigheid ...

Hen ziet de zwerver, tot de zon verscheidt,
opdagen, of ze beurtlings hem verzelden.
Wen nacht en stilte en vreemd geruis hem kwelden,
klinkt nog hun stem, die troostend hem geleidt.

'k Ging door een land van smarte ... Vaak bezweken
mijn krachten ... Immer vond ik, 't pad ontweken,
een richtbaak voor mijn stappen, mank en krank,

en stronkelde ik in wanhoop soms verloren,
dra viel door 't duister, uit een hoge toren,
diep in mijn ziel een verre klokkenklank.

 

 

Gij zegt mij, vriend...

Gij zegt mij, vriend: 'o spreek uw lijdend hart
in schoonheid uit, die licht uw lijden stilt:
de stem der goudgelokte muze trilt
met dubble glorie op de snaar der smart.'

Maar kent gij onrecht, waarbij 't hart verkilt,
zo diep wraakroepend dat men, 't oog verstard
voor immer, wars van troost, in haat verhard,
stom voor het noodlot staat, en zucht noch gilt?

Ik ben niet van diegenen, die men breekt
en dan, als kindren, zoete woordjes spreekt,
ze paaiend met een kaatsbal of een pop.

Mijn stomme smart, zij blijft de waardigheid
mijns levens, en mijn diep verzet, en 'k schrijd
in 't duister voort, en krop mijn tranen op.

 

 

De Zwerver

De heide ontrolt haar bruine vacht
langs de eindloze avondvlakte,
waarop een grauwe wolkenvracht
in klamme neevlen zakte.
De raven gieren krassend rond,
loom zwoegend door de locht,
en stuwen traag ten horizont
haar hongerige tocht.

Waar ligt nu ’t doel? Waarheen de gang
al door die woeste heiden?
Geen jachtroersknal, geen klokkenklank
kan d’oude Zwerver leiden,
die, stijf en stram en moe van ’t àl,
zó hopeloos alleen,
een spoor zoekt dat hem voeren zal
ter uitkomste – of waarheen? …

 

 
Prosper van Langendonck (15 maart 1862 – 7 november 1920)

18:50 Gepost door Romenu in Literatuur | Permalink | Commentaren (0) | Tags: prosper van langendonck, romenu |  Facebook |