26-02-11

Michel Houellebecq, Victor Hugo, Adama van Scheltema, Ulrike Syha, Janus Djurhuus, George Barker

 

De Franse schrijver Michel Houellebecq werd geboren in Réunion op 26 februari 1958 (1956).  

 

Uit: Les Particules élémentaires

 

“L'univers humain – il commençait à s'en rendre compte – était décevant, plein d'angoisse et d'amertume. Les équations mathématiques lui apportaient des joies sereines et vives. Il avançait dans une semi-obscurité, et tout à coup il trouvait un passage : en quelques formules, en quelques factorisations audacieuses, il s'élevait jusqu'à un palier de sérénité lumineuse. La première équation de la démonstration était la plus émouvante, car la vérité qui papillotait à mi-distance était encore incertaine ; la dernière équation était la plus éblouissante, la plus joyeuse.

(…)

 

Cela s'est passé vers la fin du mois de juillet.J'étais parti une semaine chez ma mère sur la Côte. Il y avait toujours du passage, beaucoup de monde. Cet été-là, elle faisait l'amour avec un Canadien – un jeune type très costaud, un vrai physique de bûcheron. Le matin de mon départ, je me suis réveillé très tôt. Le soleil était déjà très chaud. Je suis entré dans leur chambre, ils dormaient tous les deux.J'ai hésité quelques secondes, puisj'ai tiré le drap. Ma mère a bougé,j'ai cru un instant que ses yeux allaient s'ouvrir ; ses cuisses se sont légèrement écartées. Je me suis agenouillé devant sa vulve.J'ai approché ma main à quelques centimètres, mais je n'ai pas osé la toucher. Je suis ressorti pour me branler. Elle recueillait de nombreux chats, tous plus ou moins sauvages. Je me suis approché d'un jeune chat noir qui se chauffait sur une pierre. Le sol autour de la maison était caillouteux, très blanc, d'un blanc impitoyable. Le chat m'a regardé à plusieurs reprises pendant que je me branlais, mais il a fermé les yeux avant quej'éjacule. Je me suis baissé,j'ai ramassé une grosse pierre. Le crâne du chat a éclaté, un peu de cervelle a giclé autour.J'ai recouvert le cadavre de pierres, puis je suis rentré dans la maison ; personne n'était encore réveillé.”

 

 

 


Michel Houellebecq (Réunion, 26 februari 1958)

 

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Hermann Lenz, Jean Teulé, Vercors, Pierre Mac Orlan, Antonín Sova, August Thieme, Johann Lauremberg

 

De Duitse schrijver Hermann Lenz werd op 26 februari 1913 in Stuttgart geboren. Zie ook mijn blog van 26 februari 2007 en ook mijn blog van 26 februari 2009 en ook mijn blog van 26 februari 2010.

 

Uit: Im stillen Haus Wo Hermann Lenz in München schrieb (door Norbert Hummelt)

 

„Die Fahrt zum stillen Haus des Schriftstellers Hermann Lenz ist unspektakulär. Gleich, ob man vom Flughafen oder vom Münchener Hauptbahnhof kommt: Am Marienplatz steigt man in die U-Bahn und vier Stationen später, an der Münchner Freiheit, wieder aus. Oberirdisch bietet sich ein eher ernüchternder Anblick. Die vierspurige Leopoldstraße ist vor allem laut, geschäftig, gesichtslos, ein Schwabing-Gefühl will sich nicht einstellen; doch findet sich zum Glück ein Blumenladen, denn ohne etwas in der Hand will der Besucher nicht vor der Tür stehen. Sobald er in die Karl-Theodor-Straße eingebogen ist, stellt sich eine Beruhigung ein, hier kehrt man dem Rummel den Rücken, und dieses Gefühl verstärkt sich schon ein paar Meter weiter, als die Mannheimer Straße erreicht ist. Eine kleine Stichstraße, die wie eine Sackgasse wirkt, nach vielleicht 200 Metern aber auf die ebenfalls kleine Sulzbacher Straße trifft. Auf halbem Wege, auf der linken Seite, steht das Haus Nr. 5, das sich in keiner Weise von den anderen Reihenhäusern abhebt. Die drei Stockwerke sieht man ihm nicht an, es scheint sich wegzuducken, macht so wenig Aufhebens von sich wie die Bücher, die in diesem Haus geschrieben wurden. Aber wenn man dann hineinschaut …

Wie die anderen Häuser der Umgebung wurde dieses Haus Mitte der dreißiger Jahre von der Firma Hartlaub & Eichbauer gebaut; damals war hier die Stadt zu Ende, dehnten sich Schrebergärten und Tennisplätze, und noch heute kann man aus den oberen Fenstern auf einen Sportplatz sehen. Die Vorderseite des Hauses ist mit wildem Wein bewachsen, schon auf einem Foto von 1940 rankt er sich empor: Ein rasch wucherndes Pioniergewächs, das dem erst wenige Jahre stehen- den Haus bereits die Würde des Alten verleiht. Auf diesem Foto sieht man Hermann Lenz im Alter von 27 Jahren, in der Uniform der deutschen Wehrmacht, die Hände an der Hosennaht, den Wäschebeutel in der Hand, finster schauend durch die Nickelbrille, auf Fronturlaub vom Frankreichfeldzug. Zu dieser Zeit war er hier polizeilich gemeldet, im elterlichen Haus der Freundin. Im kunsthistorischen Seminar hatten sie sich kennengelernt, am 9. Dezember 1937 wechselten sie erste Worte, Hermann und Hanne, zwei Jahre jünger, sprachen über das ferne Wien, ein Sehnsuchtsziel, zu jener Zeit noch außerhalb von Deutschland.“

 

 

 

Hermann Lenz (26 februari 1913 – 12 mei 1998)

Boekomslag

 

 

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25-02-11

Amin Maalouf, Anthony Burgess, Aldo Busi, Robert Rius, Friedrich von Spee

 

De Libanese (Franstalige) schrijver Amin Maalouf werd geboren in Beiroet, Libanon, op 25 februari 1949. Zie ook mijn blog van 25 februari 2007 en ook mijn blog van 25 februari 2008 en ook mijn blog van 25 februari 2009 en ook mijn blog van 25 januari 2010.

 

Uit: Die Auflösung der Weltordnungen (Vertaald door Anrea Spingler)

 

“Wir haben das neue Jahrhundert völlig orientierungslos begonnen.

Schon in den allerersten Monaten kommt es zu beunruhigenden Ereignissen, die den Gedanken nahelegen, daß die Welt gründlich aus den Fugen geraten ist, und zwar auf mehreren Ebenen gleichzeitig: geistig, finanziell, klimatisch, geopolitisch, ethisch.

Hin und wieder kann man zwar unverhofft auch heilsame Erschütterungen erleben; dann beginnt man zu glauben, daß die Menschen, wenn sie in der Sackgasse stecken, stets wie durch ein Wunder Möglichkeiten finden, aus ihr herauszukommen. Doch dann folgen Turbulenzen, die von ganz anderen menschlichen Triebkräften zeugen, dunkleren, vertrauteren, und man fragt sich wieder, ob unsere Spezies nicht in gewisser Weise die äußerste Grenze der moralischen Inkompetenz erreicht hat, ob sie sich noch weiterentwickelt, ob sie nicht eine Regression durchläuft, die in Frage zu stellen droht, was eine lange Reihe von Generationen mühsam aufgebaut hat.

Es geht hier weder um die irrationalen Ängste anläßlich der Jahrtausendwende noch um die ständigen Verwünschungen jener, die Veränderungen fürchten oder über ihre Geschwindigkeit erschrecken. Meine Sorge ist anderer Art; es ist die eines Anhängers der Aufklärung, der das Licht dieser Aufklärung schwächer werden und in manchen Ländern fast erlöschen sieht; es ist die eines leidenschaftlichen Verfechters der Freiheit, der glaubte, diese Freiheit sei auf dem besten Wege, sich über den ganzen Planeten auszubreiten, und der nun erlebt, wie sich eine Welt herausbildet, in der für sie kein Platz mehr ist; es ist die eines Befürworters der harmonischen Vielfalt, der ohnmächtig zusehen muß, wie Fanatismus, Gewalt, Ausgrenzung und Verzweiflung um sich greifen; und es ist zunächst ganz einfach die Sorge eines Menschen, der das Leben liebt und sich nicht mit dem drohenden Desaster abfinden will.”

 

 


Amin Maalouf (Beiroet, 25 februari 1949)

 

 

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Franz Xaver Kroetz, Gérard Bessette, Karl May, Mary Chase, Lesja Oekrajinka, Karl Wilhelm Ramler, Carlo Goldoni, Quirinus Kuhlmann

 

De Duitse dichter, schrijver, regisseur en acteur Franz Xaver Kroetz werd geboren op 25 februari 1946 in München. Zie ook mijn blog van 25 februari 2009 en ook mijn blog van 25 januari 2010.

 

 

Grüss Gott!

 

Oft wenn ich

am Morgen

aufwach

 

steckt mir

ein Messer

Angst

im Herzen.

 

 

 

Wahllose Qual

 

Ein anderes Zimmer.

Ein anderer Tisch.

Die alte Fron.

 

Und immer sicherer

wissen was ich

mir abringe

bewegt nichts

mehr und niemand.

 

Nach Not und Tränen

dem alten Leiden

der Versuchung

nicht widerstanden

durch Literatur

Ordnung zu haben.

 

 

 

 

Franz Xaver Kroetz (München, 25 februari 1946)

 

 

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24-02-11

Leon de Winter, Keto von Waberer, August Derleth, Alain Mabanckou, Yüksel Pazarkaya

 

De Nederlandse schrijver Leon de Winter werd geboren in ’s-Hertogenbosch op 24 februari 1954. Zie ook mijn blog van 24 februari 2007. en ook mijn blog van 24 februari 2008 en ook mijn blog van 24 februari 2009 en ook mijn blog van 24 februari 2010.

 

Uit: God's gym

 

“‘Ik heb het u al gezegd, dit is Mirjam niet! Ze kan niet bij iemand op de motor hebben gezeten, want ze kent niemand met een motor! Ik vind het erg vervelend voor u, maar ik sta hierbuiten! Mijn dochter is nu in een restaurant op Paradise Cove… Ze is daar aan ’t lunchen met haar vriendinnen! Daar ging ze naartoe! Daar is ze dus nu!’ (…)
Joop vervolgde: ‘Ik, ik, begrijp wel dat haar cellphone tot deze verwarring heeft geleid, maar er moet een einde aan komen. Dit is te erg. Ik wil mijn dochter niet met dergelijke ellende in verband brengen. Zij is het enige wat ik heb. Dat klinkt als een pathetisch cliché, het zij zo. Zij is mijn leven. Daarom… ik ga haar nu bellen, dan kunt u verder met uw werk, en ik ook…’”
 

(…)

 

“‘Ze moet begraven worden!’ zei hij met zijn sonore grote-mannenstem.
Joop zag zijn lippen en tong bewegen, forse Afrikaanse lippen die elke dag veel voedsel moesten verwerken om dat grote lichaam van brandstof te voorzien. Zijn Mirjam begraven? Hij wilde niets. De tijd moest stollen. Elke verandering kon de stilte doen scheuren.
‘Is jouw zorg niet!’ riep Joop terug. ‘Ga weg hier! Ga weg uit mijn tuin!’
De reus knikte. Maar bleef onverzettelijk staan.
‘Het is voor haar’, zei hij. ‘Ze ligt in een mortuarium op Beverly. Ze moest weg bij Cidars. U reageerde niet. Ik heb haar daarheen laten brengen. Ik heb dat in uw naam gedaan.’
‘Jij mag niks doen!’ brulde Joop. ‘Jij mag je nergens mee bemoeien! Niks mag jij! Ga weg jij!’”

 

 

 

Leon de Winter (’s-Hertogenbosch, 24 februari 1954)

 

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Erich Loest, Irène Némirovsky, Jacques Presser, Friedrich Spielhagen, George Moore

 

De Duitse schrijver Erich Loest werd geboren op 24 februari 1926 in Mittweida. Zie ook mijn blog van 24 februari 2007 en ook mijn blog van 24 februari 2009 en ook mijn blog van 24 februari 2010. 

 

Uit: Durch die Erde ein Riß

 

»Dreinzwanzsch, komm Se!«

Der Strafgefangene 2.3/59 folgte dem Hauptwachtmeister über Galerien und Treppen hinunter. Es war ein beschaulicher Vormittag, die Brigaden steckten in der Arbeit, die Einzelhäftlinge liefen still und in Abständen über die Nordtreppe zur Freistunde ab, ein Kalfaktor fummelte am Geländer. 2.3/59 ließ die Augen huschen: Die Belegung auf Station IV war wie bisher, rote Nummern an den Türen, eine rote Eins bedeutete: ein Mann in Einzelhaft. Dort lag Harich, drei Zellen weiter Dertinger, der gewesene Außenminister.

Vor dem Saniraum wartete ein dicker Kerl, ein Neuer offenbar. Zwinkern wie nebenher, dabei rannen in 2.3/59 Gedanken ab: Verlegung oder Material zählen? Kabel abmessen? Oder der Quatsch mit der Zange ging wieder los, die seit letzter Woche nicht aufzutreiben war; er wußte von nichts und hatte das ziemlich schlüssig beweisen können; aber vielleicht suchten sie wieder und stellten die Zelle auf

den Kopf; irgendwas fanden sie ja immer, hoffentlich nicht die kostbare Bleistiftmine. Dann gäb es kein Kreuzworträtsellösen mehr.

Der Hauptwachtmeister schloß die Tür zur Materialaus- gabe auf. Er war ein kleiner, beweglicher Vierziger mit lauter Stimme, nicht der schlechteste. »Sie übernehm de Abrechnung un de Materialausgabe un's Werkzeug.«

»Möcht ich nich machn, Herr Hauptwachtmeister.«

Ungläubiger Blick. »Traun Se sichs nich zu?«

»Das schon. Aber ich möchts nich machn. «

Pause. Warten. Schlüsselklappern.

»Ich übernehm keine Funktion.« Das äußerte 13/59 so gelassen, wie er sichs vorgenommen hatte, und so fest wie möglich, er hatte Zeit gehabt, sich auf diese Situation vorzubereiten, vielleicht war sie unausweichlich, nun war sie da.“

 

 


Erich Loest (Mittweida, 24 februari 1926)

 

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Erich Pawlu, Vincent Voiture, Luc Verbeke, Wilhelm Grimm, Rosalía de Castro, Paul Alfred Kleinert, Stanisław Witkiewicz

 

De Duitse schrijver Erich Pawlu werd geboren op 24 februari 1934 in Frankstadt, Mähren. Zie ook mijn blog van 24 februari 2009 en ook mijn blog van 24 februari 2010.

 

Uit: Gestörte Spiele

 

„Natürlich sammelten sich immer Kinder um das seltsame Gefährt. Sie stießen an die leeren Konservendosen und ließen sie an den Schnüren baumeln, daß sie zusammenstießen und klapperten. Oder sie unterstützten das Männchen, das oben auf einem quergelegten Brett in seinem Wagen saß, indem sie mit ihm nach jedem Trompetensignal aus Leibeskräften im Chor schrien: 
»Kooolich!« 
Dann verschoben sich die Runzeln und die Kalkflecken im Gesicht des Kolich-Manns, weil er sich freute. Und selbst, als einmal ein Halbwüchsiger dem Pony eine Knallerbse unter den Bauch warf, daß das Tier seine Gutmütigkeit vergaß und plötzlich zur Seite hin ausbrechen wollte, da drohte der alte Mann auf dem Fuhrwerk nach der Beruhigung seines Pferdchens nur mit dem Finger und lachte dabei. 
Er redete niemals viel, weil er unsere Sprache nicht beherrschte. Ein paar Zahlen, viel Handbewegungen und das Wort Kolich genügten ihm bei seiner Freundlichkeit, jedes Geschäft abzuwickeln. Und er war bekannt dafür, daß er immer dann, wenn er die gewünschte Menge Kalk bereits von seinem Wagen abgeladen hatte, noch dreimal mit der Schaufel in seine Ware stach und Zugaben austeilte. - 
In einem Jahr war es aber schon sehr heiß geworden, und der Kolich-Mann hatte sich noch nicht blicken lassen. Den meisten Leuten wird das nicht weiter aufgefallen sein, weil der Frühling jetzt ohnehin eine nebensächliche Angelegenheit war, nachdem sich so viel Entscheidendes verändert hatte und man allgemein von einem politischen Frühling sprach, der über alle Jahreszeiten hinweg anhalten sollte.“


 


Erich Pawlu (Frankstadt, 24 februari 1934)

 

 

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23-02-11

César Aira, Robert Gray, Sonya Hartnett, Marjolijn Februari, Toon Kortooms

 

De Argentijnse schrijver en vertaler César Aira werd geboren op 23 februari 1949 in Coronel Pringles. Zie ook mijn blog van 23 februari 2008 en ook mijn blog van 23 februari 2009 en ook mijn blog van 23 februari 2010.

 

Uit: Die Mestizin (Vertaald door Michaela Meßner en Matthias Strobel)

 

„Ein Treck zog langsam im Morgengrauen dahin, die Soldaten, die den Zug anführten, schaukelten, noch halb schlafend, auf ihren Reittieren hin und her, den Mund voll schaler Spucke. Man hieß sie jeden Tag ein paar Minuten früher aufstehen, je weiter das Jahr voranschritt, so dass sie viele Meilen schliefen, bis die Sonne aufging. Die Pferde bewegten sich, als habe man sie verhext oder als ängstige sie das unheimliche Geräusch ihrer Hufe auf dem Boden des Flachlandes, nicht weniger als der Kontrast zwischen der düsteren Erde und der durchscheinenden Tiefe der Luft. Es kam den Männern so vor, als klare der Himmel zu schnell auf und lasse der Nacht keine Zeit, sich aufzulösen.
Von ihren Gürteln hingen blanke Säbel; den Stoff ihrer Uniformen hatten ungeschickte Hände zugeschnitten; mit den zu großen Käppis auf ihren geschorenen Köpfen sahen sie aus wie kleine Jungen. Wer rauchte, war auch nicht wacher als die anderen; die Zigarette zum Mund führen, tief inhalieren, alles schlaftrunkene Gesten. Der Rauch verflüchtigte sich in der eisigen Brise. Die Vögel stoben lautlos in dem grauen Zwielicht auseinander. Alles war Stille, wirkte umso stiller, wenn hin und wieder der ferne Schrei eines Bronzekiebitzes erklang oder das ängstliche, sehr scharfe Schnauben der Pferde, die nur durch den Schlummer ihrer Reiter daran gehindert wurden, loszurennen bis zur Auflösung, so groß war das Grauen, das die Erde ihnen einflößte. Doch nichts löste sich aus diesen Schatten, mit Ausnahme eines schlaflosen Hasen, der durchs Gras Reißaus nahm, oder einer Motte mit sechs Flügelpaaren.
Die Ochsen hingegen, überaus kurzbeinige Viecher, die in dem Zwielicht wirkten wie in einem Morast herumkriechende Raupen, waren vollkommen stumm, niemand hatte sie je auch nur einen Mucks von sich geben hören.“

 

 

César Aira (Coronel Pringles, 23 februari 1949)

 

 

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Jef Geeraerts, Erich Kästner, Bernard Cornwell, Elisabeth Langgässer, Amoene van Haersolte

 

De Vlaamse schrijver Jef Geeraerts werd geboren op 23 februari 1930 in Antwerpen. Zie ook mijn blog van 23 februari 2007 en ook mijn blog van 23 februari 2009 en ook mijn blog van 23 februari 2010.

 

Uit: De zaak Alzheimer 

 

Op ongeveer een kilometer in vogelvlucht daarvandaan, in de Seringenlaan, stond een man in de brede dreef recht tegenover nummer 15 B in de schaduw van een dikke beuk te wachten.

Hij was klein van postuur, maar opvallend breed gebouwd. Hij was van kop tot teen in het zwart

gekleed en zijn gestalte versmolt zo volmaakt met de omgeving, dat zelfs voorbijgangers hem met moeite zouden kunnen onderscheiden, maar daarvoor was geen gevaar: op dat uur lag de omgeving er als uitgestorven bij. De bewoners van wat zijzelf een exclusieve buurt noemden maar wat in werkelijkheid een enclave van nouveaux riches was, sliepen of zaten gezellig in hun comfortabele huizen, omgeven met grote tuinen, meestal voorzien van een stil alarmsysteem, een peperdure modetrend waar weinigen van wat in het jaar vijfentachtig voor de elite doorging, aan konden weerstaan. Telkens als er een wagen aan kwam rijden, keek de man met een katachtig rukje van zijn hoofd in die richting, maar bewoog verder niet. De wagens reden voorbij en dan werd het, afgezien van het drukke verkeer op de E3-Ring die vlakbij was, opnieuw relatief stil.

Net nadat hij op de verlichte wijzerplaat van zijn kwartshorloge had gezien dat het tien voor middernacht was, draaide een zware wagen geruisloos vanuit de Acacialaan de Seringenlaan in, vertraagde, stak zijn knipperlamp aan en stopte op twee meter van het hek. De man in de schaduw stak snel de straat over, bracht intussen de rechterhand omhoog, trok de ritssluiting van zijn jack open en haalde iets tevoorschijn. Het portier van de wagen ging open en een zwaargebouwde man die een sigaar rookte, stapte uit en zocht naar de sleutel om het hek te openen.

De man in de schaduw naderde. Net toen de andere zich vooroverboog om naar het sleutelgat te zoeken, was hij vlakbij en richtte het voorwerp dat hij zopas uit zijn jack had gehaald (en dat mat glansde in de straatverlichting) op het hoofd met de sigaar, dat zich abrupt omdraaide, hevige angst uitdrukte en iets uitstootte met een euh-klank erin.“

 

 


Jef Geeraerts (Antwerpen, 23 februari 1930)

 

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B. Traven, David Kalisch, Samuel Pepys, Josephin Soulary, Henri Meilhac

 

De Duitstalige schrijver B. Traven werd (vermoedelijk op 23 februari) 1890 geboren. Zie ook mijn blog van 23 februari 2010.

 

Uit: Das Totenschiff

 

„Ohne Skipper kann ein Schiff laufen, ohne Mannschaft nicht. Der Skipper könnte nicht mal dem Schiff etwas zu essen geben, weil er nicht versteht, wie er aufschmeißen muß, damit die Feuer nicht ausgehen und doch die meiste Hitze geben, ohne Verdauungsstörungen zu erzeugen. Mit der Mannschaft spricht das Schiff, mit dem Skipper und den Offizieren nie. Der Mannschaft erzählt das Schiff Märchen und wunderschöne Geschichten. Alle meine Seegeschichten haben mir die Schiffe erzählt und keine Menschen. Das Schiff läßt sich auch gern etwas erzählen von der Mannschaft. Ich habe gehört, daß Schiffe lachten und kicherten, wenn die Mannschaft Sonntag nachmittags auf Deck saß und sich Witze erzählte. Ich habe Schiffe weinen sehen, wenn traurige Geschichten erzählt wurden. Und ich habe ein Schiff bitterlich schluchzen hören, weil es wußte, daß es auf der nächsten Fahrt untergehen würde. Es kam auch nie wieder und stand später bei Lloyds auf der Liste >Verschollen<. Das Schiff ist immer auf seiten der Mannschaft, nie auf seiten des Skippers. Der Skipper arbeitet nicht für das Schiff, er arbeitet für die Kompanie. Die Mannschaft weiß häufig gar nicht, zu welcher Kompanie das Schiff gehört; sie macht sich keine Gedanken darüber. Sie kümmert sich nur darum, was das Schiff selbst angeht. Wenn die Mannschaft unzufrieden ist oder rebelliert, rebelliert das Schiff sofort mit. Streikbrecher haßt das Schiff mehr als den Boden des Meeres; und ich habe ein Schiff gekannt, das mit einer ganzen Horde von Streikbrechern auf der ersten Ausfahrt, beinahe noch in Sicht der Küste, glatt auf den Boden ging.“

 

 


B. Traven (vermoedelijk 1890 - 26 maart 1969)

 

 

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22-02-11

Arnon Grunberg, Paul van Ostaijen, Hugo Ball, Danilo Kiš, Jane Bowles, Ishmael Reed

 

De Nederlandse schrijver Arnon Grunberg werd geboren in Amsterdam op 22 februari 1971. Zie ook mijn blog van 22 februari 2007 en ook mijn blog van 22 februari 2008 en ook mijn blog van 22 februari 2009 en ook mijn blog van 22 februari 2010.

 

Uit: De asielzoeker

 

„Beck kijkt omhoog naar de asielzoeker, en die knikt hem welwillend toe. Zo van, houd je maar koest, we maken nog wel een echte man van je. Dit is waanzin, denkt Beck, mijn vrouw is waanzinnig, ik ben waanzinnig, de asielzoeker is waanzinnig, mijn leven is honderd procent waanzin geworden. Maar dan verwerpt hij die gedachte. Als je je geluk eenmaal terzijde hebt geschoven veranderen de categorieën, je houdt op je steeds af te vragen wat je eraan hebt, wat je eraan overhoudt, in plaats daarvan onderga je, je leeft voor een doel dat groter is dan je eigen geluk, en daarmee krijgt bijna elke vraag een antwoord, elke situatie zin: voor jou, voor jou, en nog eens voor jou.

Hij noemt het gelatenheid, maar zijn vrouw heeft iets tegen die term, ze vindt hem te negatief. 'Je laat gaan,' heeft Beck vaak gezegd, 'dat is gelatenheid, je legt je neer bij de kracht van het toeval. Er is geen rede, er bestaat geen verband.'

De getuige van de asielzoeker arriveert zonder kloppen. Het is een vrouw, een ondefinieerbaar iemand eigenlijk, Beck kan niet eens haar naam verstaan. Ze heeft cake bij zich, amandelcake in zilverpapier, die ze uitdeelt. Erg vriendelijk, maar Beck had het liever zonder amandelcake doorstaan.

'Bent u ook een,' begint de ambtenaar te vragen, maar dan onderbreekt hij zichzelf, kucht even en zegt: 'U bent ook niet van hier, neem ik aan?'

De vogel knabbelt aan haar stuk cake, maar moet die na een paar happen laten staan. Misselijk is ze de laatste weken, alsof ze zwanger is. Beck klopt de kruimels van haar schoot en legt ze op tafel. Hij wil haar mond schoonvegen, maar ze rukt hem het servet uit handen.

'Laten we beginnen,' zegt de ambtenaar. 'We hebben allemaal nog meer te doen vandaag.'

Beck veegt de nu vrijwel onzichtbare kruimels van de schoot van zijn vrouw. Overbodig, volstrekt overbodig. In de toewijding waarmee hij iedere dag zijn overbodige handelingen verricht schuilt zijn waardigheid.

De ceremonie is kort, maar redelijk aangenaam. De ambtenaar glimlacht een paar keer. Tot Becks verbazing zijn er zelfs ringen. Ze blijken uit een automaat te komen.“

 

 


Arnon Grunberg (Amsterdam, 22 februari 1971)

 

 

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Wayne C. Booth, Morley Callaghan, Jules Renard, James Russell Lowell, Edna St. Vincent Millay, Ottilie Wildermuth, Sean O'Faolain

 

De Amerikaanse letterkundige en literatuurwetenschapper Wayne Clayton Booth werd geboren op 22 februari 1921 in American Fork, Utah. Zie ook mijn blog van 22 februari 2010.

 

Uit: The Essential Wayne Booth

 

„Put even in its simplest terms, the problem Shakespeare gave himself in Macbeth was a tremendous one. Take a good man, a noble man, a man admired by all who know him-and destroy him, not only physically and emotionally, as the Greeks destroyed their heroes, but also morally and intellectually. As if this were not difficult enough as a dramatic hurdle, while you are transforming him into one of the most despicable mortals conceivable, maintain him as a tragic hero-that is, keep him so sympathetic that, when he comes to his death, the audience will pity rather than detest him; they must feel relieved to see him out of his misery rather than pleased to see him destroyed. Put in Shakespeare's own terms: take a "noble" man, full of "conscience" and "the milk of human kindness," and make of him a "dead butcher," yet keep him an object of pity rather than hatred.

If we thus artificially reconstruct the problem as it might have existed before the play was written, we see that, in choosing these "terminal points" and these terminal intentions, Shakespeare makes almost impossible demands on his dramatic skill, although at the same time he insures that, if he succeeds at all, he will succeed magnificently. If the trick can be turned, it will inevitably be a great one.

One need only consider the many relative failures in attempts at similar "plots" and effects to realize the difficulties involved. When dramatists or novelists attempt the sympathetic-degenerative plot, almost always one or another of the following failures or transformations occurs:

1. The feeling of abhorrence for the protagonist becomes so strong that all sympathy is lost, and the play or novel becomes "punitive"-that is, the reader's or spectator's chief pleasure depends on his satisfaction in revenge or punishment.

2. The protagonist is never really made very wicked, after all; he only seems wicked by conventional (and, by implication, unsound) standards and is really a highly admirable reform-candidate.

3. The protagonist reforms in the end and avoids his proper punishment.“

4. The book or play itself becomes a "wicked" work; that is, either deliberately or unconsciously the artist makes us side with his degenerated hero against "morality."

 

 

 

Wayne C. Booth (22 februari 1921 – 9 oktober 2005)

 

 

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21-02-11

Herman de Coninck, Chuck Palahniuk, Hans Andreus, Wystan Hugh Auden, Laure Limongi, David Foster Wallace

 

De Vlaamse dichter, essayist, journalist en tijdschriftuitgever Herman de Coninck werd geboren in Mechelen op 21 februari 1944. Zie ook mijn blog van 21 februari 2007 en ook mijn blog van 21 februari 2008 en ook mijn blog van 21 februari 2009 en ook mijn blog van 21 februari 2010.

 

 

Middenin de vlakte van juli

 

Middenin de vlakte van juli
kwam ik je tegen. Ik woon hier, zei je.
Ik keek naar de bloemen. Ja, dat zie ik,
zei ik, en waar leerde je de kunst
om niet lang te duren? Ook hier, zei je.

 

Je was lenig; en je woorden waren zo
doorschijnend, ik kon je er helemaal
door zien.
En daar lag ik al in het gras
en wat hield ik in mijn hand?
Een oortje, waarin het lange woord
'lieveling' uitgoot, zonder morsen.

 

 

 

Foto

 

Weemoed is een foto van voor twintig jaar.
Familie, nog samen, nog gezond.
Is toen. Met een lijst van nu errond.
Het nu houdt het verleden bij elkaar.

 

En omgekeerd. Want nu is maar even.
Is opschrikken en vragen:
waar waren we gebleven?
Bij jou. In Die Dagen.

 

Alles is ver. En de liefste dingen nog verder.
Maar door het verleden wordt het bij elkaar
gehouden, als schapen door een herder.

 

 

 

 

De spoorbaan ligt mijlen verder daarbuiten

 

De spoorbaan ligt mijlen verder daarbuiten.
De kamer is vol vrolijk gepraat.
En toch hoor ik die ene trein die er slechts staat
minstens tien keer per dag fluiten.

 

De hele nacht komt er geen trein voorbij.
De hele nacht is stil van slapen en van kreunen.
En toch zie ik de rode gensters uit zijn schouw
en hoor ik zijn machines steunen.

 

Mijn hart is vol van vrienden en van jou.
Beter gezelschap vind ik nooit meer in dit leven.
En toch is er geen trein die ik niet nemen zou,
waarheen is mij om het even.

 

 



Herman de Coninck (21 februari 1944 - 22 mei 1997)

 

 

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Ha Jin, Anaïs Nin, Raymond Queneau, Ingomar von Kieseritzky, Ishigaki Rin, José Zorrilla y Moral, Justus van Effen

 

De Chinees-Amerikaanse schrijver Ha Jin werd geboren op 21 februari 1956 in Jinzhou, China. Zie ook mijn blog van 21 februari 2009 en ook mijn blog van 21 februari 2010.

 

Uit: A Good Fall

 

„The Bane of the Internet

My sister Yuchin and I used to write each other letters. It took more than ten days for the mail to reach Sichuan, and usually I wrote her once a month. After Yuchin married, she was often in trouble, but I no longer thought about her every day. Five years ago her marriage began falling apart. Her husband started an affair with his female boss and sometimes came home reeling drunk. One night he beat and kicked Yuchin so hard she miscarried. At my suggestion, she filed for divorce. Afterward she lived alone and seemed content. I urged her to find another man, because she was only twenty-six, but she said she was done with men for this life. Capable and with a degree in graphic design, she has been doing well and even bought her own apartment four years ago. I sent her two thousand dollars to help her with the down payment.

Last fall she began e-mailing me. At first it was exciting to chat with her every night. We stopped writing letters. I even stopped writing to my parents, because she lives near them and can report to them. Recently she said she wanted to buy a car. I had misgivings about that, though she had already paid off her mortgage. Our hometown is small. You can cross by bicycle in half an hour; a car was not a necessity for her. It’s too expensive to keep an automobile there—the gas, the insurance, the registration, the maintenance, the toll fees cost a fortune. I told her I didn’t have a car even though I had to commute to work from Brooklyn to Flushing. But she got it into her head that she must have a car because most of her friends had cars. She wrote: “I want to let that man see how well I’m doing.” She was referring to her ex-husband. I urged her to wipe him out of her mind as if he had never existed. Indifference is the strongest contempt. For a few weeks she didn’t raise the topic again.

Then she told me that she had just passed the road test, bribing the officer with five hundred yuan in addition to the three thousand paid as the application and test fees. She e-mailed: “Sister, I must have a car. Yesterday Minmin, our little niece, came to town driving a brand-new Volkswagen. At the sight of that gorgeous machine, I felt as if a dozen awls were stabbing my heart. Everybody is doing better than me, and I don’t want to live anymore!”

 

 


Ha Jin (Jinzhou, 21 februari 1956)

 

 

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