13-07-11

Gustav Freytag, Wilhelm Wackenroder, John Clare, Julius Caesar, Silvio Pfeuffer, Peter Zantingh

 

De Duitse schrijver en journalist Gustav Freytag werd geboren op 13 juli 1816 in Kreuzburg. Zie ook mijn blog van 13 juli 2006 en ook mijn blog van 13 juli 2008 en ook mijn blog van 13 juli 2009 en ook mijn blog van 13 juli 2010.

 

Uit: Soll und Haben

 

„Ostrau ist eine kleine Kreisstadt unweit der Oder, bis nach Polen hinein berühmt durch ihr Gymnasium und süße Pfefferkuchen, welche dort noch mit einer Fülle von unverfälschtem Honig gebacken werden. In diesem altväterischen Orte lebte vor einer Reihe von Jahren der königliche Kalkulator Wohlfart, der für seinen König schwärmte, seine Mitmenschen - mit Ausnahme von zwei Ostrauer Spitzbuben und einem groben Strumpfwirker - herzlich liebte und in seiner sauren Amtstätigkeit viele Veranlassung zu heimlicher Freude und zu demütigem Stolze fand. Er hatte spät geheiratet, bewohnte mit seiner Frau ein kleines Haus und hielt den kleinen Garten eigenhändig in Ordnung. Leider blieb diese glückliche Ehe durch mehrere Jahre kinderlos. Endlich begab es sich, daß die Frau Kalkulatorin ihre weißbaumwollene Bettgardine mit einer breiten Krause und zwei großen Quasten verzierte und unter der höchsten Billigung aller Freundinnen auf einige Wochen dahinter verschwand, gerade nachdem sie die letzte Falte zurechtgestrichen und sich überzeugt hatte, daß die Gardine von untadelhafter Wäsche war. Hinter der weißen Gardine wurde der Held dieser Erzählung geboren.

Anton war ein gutes Kind, das nach der Ansicht seiner Mutter vom ersten Tage seines Lebens die staunenswertesten Eigenschaften zeigte. Abgesehen davon, daß er sich lange Zeit nicht entschließen konnte, die Speisen mit der Höhlung des Löffels zu fassen, sondern hartnäckig die Ansicht festhielt, daß der Griff dazu geeigneter sei, und abgesehen davon, daß er eine unerklärliche Vorliebe für die Troddel auf dem schwarzen Käppchen seines Vaters zeigte und das Käppchen mit Hilfe des Kindermädchens alle Tage heimlich vom Kopf des Vaters abhob und ihm lachend wieder aufsetzte, erwies er sich auch bei wichtigerer Gelegenheit als ein einziges Kind, das noch nie dagewesen.“

 

 


Gustav Freytag (13 juli 1816 - 30 april 1895)

Standbeeld in Wiesbaden

Lees meer...

12-07-11

Pablo Neruda, Carla Bogaards, Stefan George

 

De Chileense dichter Pablo Neruda (eig. Ricardo Eliecer Neftalí Reyes Basoalto) werd geboren in Parral op 12 juli 1904. Zie ook mijn blog van 12 juli 2007 en ook mijn blog van 12 juli 2008 en ook mijn blog van 12 juli 2009 en ook mijn blog van 12 juli 2010.

 

Uit: Honderd liefdessonnetten

 

XCIV

Als ik sterf, overleef me met zo'n zuivere kracht
dat je de woede wekt van de flauwte en de koude,
verhef naar wijd en zijd je onuitwisbare blikken,
speel met je gitaarmond van 's ochtends tot 's avonds.

Ik wil niet dat je lach en je stappen aarzelen,
ik wil niet dat mijn blije nalatenschap sterft,
klop niet aan mijn hart, ik zal er niet zijn.
Leef in mijn afwezigheid als in een huis.

De afwezigheid is een huis zo onmetelijk,
dat je er dwars door de muren zult binnenkomen
en de kaders in de lucht zult ophangen.

De afwezigheid is een huis zo transparant,
dat ik, zelf levenloos, jou zal zien leven
en als je lijdt, liefste, opnieuw zal sterven.



XX

Lelijk lief, je bent een verwaaide kastanje,
Mooi lief, je bent zo mooi als de wind,
Lelijk lief, je hebt een mond als twee monden,
Mooi lief, je zoenen zijn koel als watermeloenen.

Lelijk lief, waar heb je je borsten verborgen?
Ze zijn zo miniem als twee maatjes koren.
Ik had op je borst graag twee manen zien rijzen:
De reusachtige torens van je heerschappij

Lelijk lief, de zee biedt je nagels niet te koop,
Mooi lief, bloem na bloem, ster om ster,
Golf om golf, liefste, ik heb je lichaam geteld:

Lelijk lief, ik heb je lief om je gouden taille,
Mooi lief, ik heb je lief om een frons op je voorhoofd,
Liefste, ik heb je lief om donker en om licht.

 

 

 

Vertaald door Willy Spillebeen

 

 

 

Tie Your Heart at Night to Mine

Tie your heart at night to mine, love,
and both will defeat the darkness
like twin drums beating in the forest
against the heavy wall of wet leaves.

Night crossing: black coal of dream
that cuts the thread of earthly orbs
with the punctuality of a headlong train
that pulls cold stone and shadow endlessly.

Love, because of it, tie me to a purer movement,
to the grip on life that beats in your breast,
with the wings of a submerged swan,

So that our dream might reply
to the sky's questioning stars
with one key, one door closed to shadow.

 

 

 

Vertaald door A. S. Kline

 

 


Pablo Neruda (12 juli 1904 – 23 september 1973)

Standbeeld in Valparaiso

Lees meer...

Bruno Schulz, Driek van Wissen, Peter Edel, Ludwig Rubiner

 

De Poolse schrijver, schilder en graficus Bruno Schulz werd geboren op12 juli 1892 in Drohobycz, in Galicië. Zie ook mijn blog van 12 juli 2007 en ook mijn blog van 12 juli 2009 en ook mijn blog van 12 juli 2010.

 

Uit: Das Sanatorium zur Sanduhr (Vertaald door Doreen Daume)

 

»Sie wollen sich für die erste Klasse anmelden, Herr Rat?« fragte er. »Das ist sehr löblich und anerkennenswert. Wenn ich recht verstehe, dann wollen Sie Ihre Edukation von Grund auf wieder rekonstruieren. Ich sage immer wieder: Grammatik und Einmaleins, das sind die Fundamente jeder Ausbildung. Natürlich können wir Sie, Herr Rat, nicht genauso behandeln wie einen Schüler, der den schulischen Zwängen unterliegt. Eher schon wie einen Hospitanten, einen Veteranen des Alphabets,

der gewissermaßen, nach langem Vagabundieren, noch einmal in der Schulbank gelandet ist. Der sein angeschlagenes Schiff sozusagen in diesen Hafen gelenkt hat.

Ja, ja, Herr Rat, es gibt nicht viele, die uns solche Dankbarkeit erweisen, die unsere Verdienste anerkennen und nach lebenslanger Arbeit, nach lebenslangen Mühen zu uns zurückkommen und sich hier für immer niederlassen, als freiwilliger und lebenslanger Repetent. Sie, Herr Rat, werden hier im Zuge einer Ausnahmeregelung sein. Ich habe immer gesagt …«

»Entschuldigen Sie«, unterbrach ich ihn, »aber ich möchte dazu nur kurz sagen: Was Ausnahmeregelungen betrifft, so werde ich ganz auf diese verzichten … ich wünsche keine Privilegierung. Ganz im Gegenteil … ich möchte mich durch nichts unterscheiden, ja mir liegt

daran, mich einzufügen, in der grauen Masse der Klassen unterzugehen. Mein ganzes Trachten hätte sein Ziel verfehlt, wenn ich bei irgend etwas im Vergleich zu den anderen privilegiert behandelt werden würde. Selbst wenn es um körperliche Züchtigung geht«, hier hob ich den Finger, »erkenne ich zur Gänze ihre erlösende und moralisch erbauende Wirkung an – ich möchte mir ausdrücklich

verbitten, daß in dieser Hinsicht für mich irgendwelche Ausnahmen gemacht werden.«

 

 

Bruno Schulz (12 juli 1892 - 19 november 1942)

Zelfportret

Lees meer...

Max Jacob, Henry David Thoreau, Hermann Conradi, Hans Koning, Willem Abma

 

De Franse dichter en schrijver Max Jacob werd op 12 juli 1876 geboren in Quimper. Zie ook mijn blog van 12 juli 2010 en evenns alle tags voor Max Jacob op dit blog.

 

 

Poème

 

Quand le bateau fut arrivé aux îles de l'Océan Indien, on s'aperçut qu'on n'avait pas de cartes. Il fallut descendre. Ce fut alors qu'on connut qui était à bord: il y avait cet homme sanguinaire qui donne du tabac à sa femme et le lui reprend. Les îles étaient semées partout. En haut de la falaise, on aperçut à de petits nègres avec des chapeaux melon: "Ils auront peut-être des cartes." Nous prîmes le chemin de la falaise: c'était une échelle de corde; le long de l'échelle, il y avait peut-être des cartes! des cartes même japonaises! Nous montions toujours. Enfin, quand il n'y eut plus d'échelons (des cancres en ivoire quelque part), il fallut monter avec les poignets. Mon frère l'Africain s'en acquitta très bien, quant à moi, je découvris des échelons où il n'y en avait pas. Arrivés en haut, nous sommes sur un mur; mon frère saute. Moi, je suis à la fenêtre! Jamais je ne pourrai me décider à sauter: c'est un mur de planches rouges. "Fais le tour", me crie mon frère l'Africain. Il n'y a plus ni étages, ni passagers, ni bateau, ni petit nègre: il y a le tour qu'il faut faire. Quel tour! c'est décourageant.

 

 

Die Bettlerin von Neapel

 

Als ich in Neapel lebte, stand an der Tür meines Palastes eine Bettlerin, der ich stets vor dem Einsteigen in den Wagen Kleingeld zuwarf. Erstaunt, weil nie ein Dank kam, schaute ich die Bettlerin eines Tages an. Als ich sie so betrachtete, sah ich, daß das, was ich für eine Bettlerin gehalten hatte, ein grün angestrichener Holzkasten war, der rote Erde und einige halb verfaulte Bananen enthielt.

 


Vertaald door
Johannes Beilharz

 

 

 


Max Jacob (12 juli 1876 - 5 maart 1944)

Portret door Picasso, 1907

Lees meer...

11-07-11

Pai Hsien-yung, Helmut Krausser, Giuseppe Bonaviri, Herman de Man, Kurt Klinger, Henri Coulonges

 

De Taiwanees-Amerikaanse schrijver Pai Hsien-yung werd geboren op 11 juli 1937 in Guilin, Guangxi in China. Zie ook mijn blog van 11 juli 2007 en ook mijn blog van 11 juli 2009 en ook mijn blog van 11 juli 2010.

 

Uit: Crystal Boys (Vertaald door Howard Goldblatt)

 

„Little Jade, Mousey, and Wu Min were sitting around the table eating and arguing about something. The sight of the food reminded me that I was hungry. Might as well eat something before going to the hospital.When Little Jade saw me he pointed and laughed:

“Here comes another one! What’ll we call him? How about a carp fairy!”

Mousey and Wu Min laughed.

“What the hell is that supposed to mean?” I sat down and slid Little Jade’s bowl and chopsticks over. I quickly shoveled some rice into my mouth. “I think you’re a fox fairy!”

Mousey jumped up and pointed at Little Jade.

“See there, Wu Min and I said you were a fox fairy, but you didn’t believe us. Now it’s unanimous!”

“Okay, okay, then I’m a fox fairy,” Little Jade said as he thumped his chest. “You’re a rat fairy.

And you,” he pointed at Wu Min, “you’re a rabbit fairy.” Then he turned to me. “You’re a carp fairy, the chief’s an old tortoise fairy, and A-xiong’s a gorilla fairy . . . so our ‘den of fairies’ has one of every kind.

Tonight if people come over to gawk at the fairies, we’ll sell tickets at a hundred yuan apiece. If they look too long it’ll be another hundred. That way we won’t have to sell booze to stay in business.” Little Jade snatched Mousey’s chopsticks out of his hand, banged them against the side of his bowl, and sang the children’s song “Two Little Tigers” with new words:

 

Four little fairies

Four little fairies

 

All the same height

All the same height

 

This one has no pecker

That one has no nuts

 

Isn’t that wonderful

Isn’t that wonderful

 

We laughed like crazy and joined in the next chorus of our “Fairy Song.”

 

 

 


Pai Hsien-yung (Guilin, 11 juli 1937)

Lees meer...

Ronald M. Schernikau, Marjan Berk, Luis de Góngora, Léon Bloy, Johanna Schouten-Elsenhout, Richard Beer-Hofmann, Jean-François Marmontel

 

De Duitse schrijver Ronald M. Schernikau werd geboren op 11 juli 1960 in Magdeburg. Zie ook mijn blog van 11 juli 2010.

 

Uit: Kleinstadtmovelle

 

“denn natürlich ist b. schwul. er geht mit den mädchen auf den schulhof, sieht sich um, grüßt, bleibt stehen und ist schwul. meine damen und herren, sie hören jetzt die sendung: ein homosexueller ist immer verdächtig, johanna müller berichtet über vorurteile gegen eine minderheit. welche vorurteile wir gegen homosexuelle haben und wie die damit umgehen, das soll in dieser sendung verhandelt werden. die originaltöne sind so entstanden: fünf homosexuelle männer haben sich interviews mit zwei heterosexuellen männern angehört und sind anschließend auf einige aussagen eingegangen. b.s bekanntenkreis ist groß, er gerät durch eine männergruppe in ein rundfunkstudio des örtlichen dritten programms mit eindrucksvoller toilette, in der man tanzen kann: mal sehen, ob ich auf die damen? oder die herrentoilette gehe!, verkündet er, ein lacherfolg, er flirtet mit dem leitenden redakteur, der germanistische kolumnen im stern schreibt und ihnen, zitat, mit warmherziger sympathie zugehört hat, wie er nach der aufnahme versichert. sie sitzen in der kantine des funkhauses, und b. langweilt das tuscheln der anderen: hast du den?, guck mal der!, ist das nicht?, weil er keinen von denen kennt. auf der fahrt hierher hat er martina getroffen und es ihr in wagemutiger stimmung erzählt: also, da wird ne sendung gemacht, fünf schwule in nem studio, und wieso dann du?, ganz einfach, achso. und sie wird vor dem radio sitzen wie alle aus der schule, und es wird bekannt sein danach. und wenn einer sagt, ich tue nichts gegen das bekanntwerden meiner homosexualität aber auch nichts dafür, dann ist das zu einfach. vielleicht ist das bewußte tragen des rosa winkels, der kennzeichen der schwulen in kzs war, die nur komische überschätzung der eigenen isolation, aber es gibt diffamierung in jeder form.”

 

 

Ronald M. Schernikau (11 juli 1960 - 20 oktober 1991)

Lees meer...

10-07-11

Marcel Proust, Salvador Espriu, Hermann Burger, Gerhard L. Durlacher

 

De Franse schrijver Marcel Proust werd geboren in Auteuil op 10 juli 1871. Zie ook mijn blog van 10 juli 2010 en eveneens alle tags voor Marcel Proust op dit blog.

 

Uit: Op zoek naar de verloren tijd, De kant van Swann (Vertaald door Thérèse Cornips)

 

„In mijn oren gonsde het van de geur van de meidoorn. De haag leek op een lange rij kapellen die onder een dikke laag op het altaar gestrooide bloemen verdwenen; daaronder tekende de zon op de grond en scherp traliewerk, alsof haar licht door een kerkram viel: de geur breidde zich net zo olieachtig en vol, alsof het een vaste vorm geworden was uit, als toen ik voor het altaar van de Heilige Maagd stond en de net zo opgeschikte bloemen droegen elk op dezelfde nonchalante wijze hun glinsterende meeldraden, fijne stervormige ribben in laat-gotische stijl zoals in de kerk de ajouren balustrade van de galerij of de stijlen van de gebrandschilderde ramen en die hier ontloken in de witte zinnelijkheid van bloeiende aardbeien. […]
Maar ik kon nog zo lang voor de meidoorns blijven staan om mij door hen te laten bezielen , hun een plaats geven in mijn geest die er niets mee wist te beginnen, hun onzichtbare onveranderlijke geur te verliezen en weer terugvinden, mij één voelen met hun ritme dat hun bloemen, hier en daar, met een jeugdige opgewektheid en op onverwachte afstanden zoals bepaalde muzikale intervallen, vormden, ze boden me tot in ’t oneindige dezelfde charme met een onuitputtelijke overvloed, maar zonder dat ik dieper in hen kon doordringen, zoals er bepaalde melodieën zijn, die men honderdmaal achtereen speelt zonder ook maar iets meer achter hun geheim te komen.“

(…)

 

‘Je houdt toch zo veel van meidoorns, kijk dan eens naar deze met roze bloemen; wat is die mooi! ‘ Inderdaad was het een meidoorn, maar dan roze, nog mooier dan de witte. Ook deze was voor een feest versierd – voor een van die echte feesten wat alleen kerkelijke feesten kunnen zijn, omdat ze immers niet zoals de wereldlijke door een gril van het toeval aan een of andere willekeurige dag geplakt worden, die er niet speciaal toe voorbestemd is en die niet iets essentieel feestelijks heeft- maar nog rijker, want de bloemen die zo dicht op elkaar aan de takken zaten dat ze, zoals de pompons rondom een rococo herdersstaf, geen plaats onversierd lieten, waren ‘in kleur’

 

 

Marcel Proust (10 juli 1871 – 18 november 1922)

Lees meer...

Alice Munro, Jürgen Becker, Nicolás Guillén, Kurt Bartsch

 

De Canadese schrijfster Alice Munro werd geboren op 10 juli 1931 in Wingham, Ontario. Zie ookmijn blog van 10 juli 2007 en ook mijn blog van 10 juli 2008 en ook mijn blog van 10 juli 2009 en ook mijn blog van 10 juli 2010

 

Uit: Too Much Happiness

 

„On the first day of January, in the year 1891, a small woman and a large man are walking in the Old Cemetery, in Genoa. Both of them are around forty years old. The woman has a childishly large head, with a thicket of dark curls, and her expression is eager, faintly pleading. Her face has begun to look worn. The man is immense. He weighs 285 pounds, distributed over a large frame, and being Russian, he is often referred to as a bear, also as a Cossack. At present he is crouching over tombstones and writing in his notebook, collecting inscriptions and puzzling over abbreviations not immediately clear to him, though he speaks Russian, French, English, Italian and has an understanding of classical and medieval Latin. His knowledge is as expansive as his physique, and though his speciality is governmental law, he is capable of lecturing on the growth of contemporary political institutions in America, the peculiarities of society in Russia and the West, and the laws and practices of ancient empires. But he is not a pedant. He is witty and popular, at ease on various levels, and able to live a most comfortable life, due to his properties near Kharkov. He has, however, been forbidden to hold an academic post in Russia, because of being a Liberal.
His name suits him. Maksim. Maksim Maksimovich Kovalevsky.
The woman with him is also a Kovalevsky. She was married to a distant cousin of his, but is now a widow.
She speaks to him teasingly.
“You know that one of us will die,” she says. “One of us will die this year.”
Only half listening, he asks her, Why is that?
“Because we have gone walking in a graveyard on the first day of the New Year.”
“Indeed.”
“There are still a few things you don’t know,” she says in her pert but anxious way. “I knew that before
I was eight years old.”
“Girls spend more time with kitchen maids and boys in the stables—I suppose that is why.”
“Boys in the stables do not hear about death?”
“Not so much. Concentration is on other things.”
There is snow that day but it is soft. They leave melted, black footprints where they’ve walked.“

 

 

Alice Munro (Wingham, 10 juli 1931)

 

Lees meer...

Paul Wühr, Aphra Behn-Johnson, Frederick Marryat, Günther Weisenborn

 

De Duitse dichter en schrijver Paul Wühr werd geboren op 10 juli 1927 in München. Zie ook mijn blog van 10 juli 2007 en ook mijn blog van 10 juli 2009 en ook mijn blog van 10 juli 2010

 

 

NICHT

einmal will ich dich anders
als du bist sagt sie ich

will so weit mit mir in dir
eine Andere sein bis

ich am anderen Ende von mir
du sein werde was wird

aus dir werden willst du so weit
mit mir in mir dieser

Andere sein bis du am anderen
Ende von dir ich sein wirst

 

 

 

WO

sag mir höre ich auf in Hinsicht
auf dich das Andere

zu sein bis zu dir bin ich
gegenüberin dir

bin ich ganz Mann als eine
ganze Frau stell

dir vor uns hat noch nichts
geschieden von einem

Ende zum anderen Ende werden
wir immer das Andere

werden von dem wir das Eine
gar nicht sein müssen

ich sagt sie mit mir anfange
würdest du

nicht etwa aufhören der Mann
zu sein wenn

du enden könntest in mir
immer mit

dir zusammen bist du am
Ende von dir

was ich von Anfang an bin

 

 

Paul Wühr (München, 10 juli 1927)

Hier met de literatuurwetenschapper Jörg Drews (links)

Lees meer...

09-07-11

Gerard Walschap, Hans Arnfrid Astel, June Jordan, Mervyn Peake, Jan Neruda

 

De Vlaamse schrijver Gerard Walschap werd geboren op 9 juli 1898 in Londerzeel. Zie ook mijn blog van 9 juli 2010 en eveneens alle tags voor Gerard Walschap op dit blog.

 

Uit: Belijdenis

 

„Heer, alles wat Gij mij liet aandoen door uw tuig, de menschen, en door uw dienaars, de duivelen, is mij ten goede geworden.

Gisteren was het een donkerblauwe avond waarin ik lang gewerkt heb tot het nachtte en ik moe was. Heer, Gij weet hoe moe. Ik doofde mijn licht en stond aan het raam. Ik zag de rustige benedictie van uw weidschen nacht hangen over de dwaze stad die maar niet stil kan worden (alsof onder de rust van uwe nachten haar geweten nog maar pijnlijkst knaagt). En ik dacht hoe soeverein van vrede die nacht wel staan moest over 't stille dorpke waar mijn gelieven wonen. Vooral dacht ik, Heer, hoe die nacht wel zijn moest nog veel vender, waar zij toen rustte en sliep die ik zeer liefheb.

Het was of ik sinds lang niet meer gebeden had, niet meer gesproken met U. Nu waart Gij opeens mij nabij in de sereenheid van uw koele nachten en het peiselijk licht dat vloeit uit uw goudene sterren. Alsof ik weer, gelijk in dagen van afzondering, voelbaar uw milde handen kon drukken, werd mijn hart opeens van alle weelde warm, en ik leunde moe, met schouder en hoofd, tegen de raamkozijnen, alsof ik aanleunde tegen uw schouder en kon fluisteren aan uw oor veel innigs uit mijn ziel dat ik zelden kan zeggen: mijn eenzaamheid, Heer, en veel snikkend verlangen. Gij zult nog weten dat ik toen vroeg dien nacht zacht te maken en vol zoete vertroosting voor mijn gelieven hier en ginder in het lieve landeke, Vlaanderen, en voor de geliefde gansch bizonder.

Toen stond ik rustiger tegen het raamkozijn. De stad werd niet stil. Rilde rees op de lucht 't zwartkanten silhouet der kathedraal. In verveling, maar met deernis, bleven de straatlantarens waken, omdat anders de stad met haar slecht geweten te bang zou worden.

Ik heb u bedankt voor de rust die in mij was en omdat Gij mijn avondlange eenzaamheden verlucht met intieme verblijdenissen. Ik heb u nogmaals beloofd wat ik U dikwijls toezeg, vooral als ik moe ben, dat ik me wil afsloven voor U en voor haar.“

 

 

Gerard Walschap (9 juli 1898 – 25 oktober 1989)

In 1952

Lees meer...

Peter Märthesheimer, Ann Radcliffe, John Heath-Stubbs, Jean Cassou

 

De Duitse schrijver, draaiboekauteur en producent Peter Märthesheimer werd geboren op 9 juli 1937 in Kiel. Zie ook mijn blog van 9 juli 2009 en ook mijn blog van 9 juli 2010

Uit: Das forschende Kind

„Ende 1969 traf ich Fassbinder zum ersten Mal. Ich war damals Dramaturg beim Westdeutschen Rundfunk und hatte eine Fernsehserie über eine Arbeiterfamilie im Kopf. Dass ich sie im Kopf hatte und nirgend anderswo, war zugleich auch mein Problem: mein Kopf war ein Soziologenkopf, und der konnte mir nur allzu genau beweisen, dass das, was ich vorhatte, nicht zu machen war. Was ich vorhatte, war quasi die Verfilmung einer Kategorie von Ernst Bloch, Der aufrechte Gang nämlich. Nur war offensichtlich, dass die proletarische Wirklichkeit durch das buchstäbliche Gegenteil dieser Maxime gekennzeichnet war: eine düstere, graue, kraftlose, perspektivlose Wirklichkeit, eingezäunt von Tarifverträgen, Arbeitszeitabkommen, Überstundenregelungen, verwaltet von Gewerkschaften, Betriebsräten und Ortskrankenkassen - da war weit und breit kein autonom handelndes Subjekt zu finden, wie ich es mir für eine solche Serie gewünscht hätte, sondern nur passiv reagierende Objekte, über diehinweg der Alltag sich widerstandslos vollzog. Die schlechten Verhältnisse durch einen Film aber einfach noch einmal zu verdoppeln, wollte ich nicht, also war ich drauf und dran, mein Projekt zu begraben. Da sah ich Katzelmacher und schickte spontan mein gesammeltes Elendsmaterial an dessen Regisseur: wenn schon, könnte der vielleicht Rat wissen, denn sein Film, der zwar auch von der schlechten Realität handelte, hatte mich wenigstens wütend auf die Realität gemacht. Und sein Handwerk schien der junge Mann, der mir bisher hauptsächlich auf Illustriertenfotos aufgefallen war, auf denen er gelangweilt neben gerade schrottreif gefahrenen Sportwagen posierte, ja auch halbwegs zu beherrschen.“


 

 


Peter Märthesheimer (9 juli 1937 – 18 juni 2004)

Lees meer...

Johanna Schopenhauer, Johann Götz, Alexis Piron, Matthew Lewis, Barbara Cartland, Robert Gratzer

 

De Duitse schrijfster Johanna Schopenhauer werd geboren in Danzig op 9 juli 1766. Zie ook mijn blog van 9 juli 2009 en ook mijn blog van 9 juli 2010

 

Uit: Jugendleben und Wanderbilder

 

Am fernen Strande der Ostsee, in der alt-ehrwürdigen damals noch freien Reichsstadt Danzig, erblickte ich am neunten Juli des Jahrs siebenzehn hundert sechs und sechzig das Licht der Sonne zum ersten Mal. Ich kam an einem Posttage, deren es damals nur zwei, und nicht wie jetzt, sieben in der Woche gab, zur Welt, deshalb wollten Einige behaupten, meine Ankunft sei an diesem Tage meinem Vater nicht ganz bequem gewesen, weil sie in seinen Geschäften ihn störte; demohnerachtet erregte sie große Freude, um so mehr, da sie meinen Eltern für den Verlust ihres Erstgebornen, eines Knaben, wenigstens einigen Ersatz bot.

Ich erhielt in der Taufe den Namen Johanna Henriette, denn meine Mutter hatte auf ihrer großen und einzigen Reise von zwei und zwanzig Meilen, von der sie immer gern erzählte, in Königsberg ein kleines allerliebstes Mädchen gesehen, das Johanna hieß und Hänschen genannt wurde. Und so hieß denn auch ich ein paar Jahre hindurch Hänschen, bis man es für an ständiger hielt, mich in eine französische Jeannette zu übersetzen.

Zu meinem sehr großen Glücke blieb ich nicht lange das einzige Kind; während des Verlaufs von sieben Jahren wurden mir noch drei Schwestern geboren, von denen zwei mir schon in die Ewigkeit vorangegangen sind, die jüngste aber noch in Danzig lebt.

Christian Heinrich Trosiener, mein Vater, zählte sich zwar nicht zu den reichsten, aber doch zu den angesehenen und wohlhabenden Kaufleuten der großen Handelsstadt. Der in Rußland wurzelnde, damals sehr blühende Zweig seines Geschäftes, der jetzt ganz verdorrt ist, ließ keine Art von Sorge in ihm aufkommen. Auch war er fröhlicher und lebhafter Gemüthsart, dabei verständig, von unbestechlicher Redlichkeit und unbeugsam republikanischem Sinne. Angebornes Talent und wohlbenutzte Lebenserfahrungen ließen den fast gänzlichen Mangel gelehrter Schulkenntnisse bei ihm wenig gewahren; als Mann des Volks stand er bei seinen Mitbürgern aus dem Mittelstande in Ehren und Ansehen, denn wann hätte wohl jemals eine Republik, selbst die kleinste, ohne Oppositionspartei bestehen können?“

 

 

Johanna Schopenhauer (9 juli 1766 - 17 april 1838)

Tekening van Gus. Guibert, 1794

Lees meer...

08-07-11

Maria van Daalen, Walter Hasenclever, Richard Aldington, Jean Ray, Julius Mosen

 

De Nederlandse dichteres Maria van Daalen werd geboren op 8 juli 1950 in Voorburg. Zie ook mijn blog van 8 juli 2010 en eveneens alle tags voor Maria van Daalen op dit blog.

 

 

Rozen

 

voor je verjaardag koop ik 42 rozen
ik zet ze op mijn altaar neer ik geef ze water
en dan laat ik ze drinken en verwelken later
nog wacht ik tot de cirkel van verdorde loze

blaadjes bruin en knisperend is ik tel hun broze
stiltes dat weet je niet je viert het niet je gaat er-
van uit dat ik er niet meer ben de waarheid staat er
te lezen blad na rozenblad tijd die gekozen

is nu ga ik weg ga jij weg als ik dood kus ken
ik verlangen het blijft over in krullend rood en
geur het verwelkt nog niet het is ingehouden meer

van mij als alle stelen kaal zijn leg ik ze neer
in een vuilniszak in een krant voorzichtig dorens
niet scheuren ik mag vergeten ik ben geboren.

 

 

 

 

Nieuwsdienst

 

Hij staat met een plastic tas in zijn hand
en weet niet welke kant hij uit moet.
Linksonder loopt de klok met grote snelheid door.

Later zie ik hem met geopende mond
achterover liggen: een paardebloem
bloeit tot pluis toe tussen zijn lippen.

Het is diep geworteld: werkelijkheid,
verval, eierdoppen die krakend
barsten onder schoenzolen.

Van karton ben ik, bespat aan twee kanten,
met druppels die kleurstof achterlaten.
Ik kan nat worden, en zachtjes gaan liggen.

 

 

 

 

Knekel

 

hoofd dat mijn beenderas bevat voor later
spreek met een mond vol aarde van het leven
ik voel de zon en ja, ik blijf nog even
mijn ogen tranen maar ook dat is water

woorden bewogen door de wind - dat staat er
in elke beendervel volop geschreven -
vormen de liefste zin aan mij gegeven
zolang mijn schedelmond nog praat - ik schater

mij schuimend, bottend, brandend, stormend naar de
vier elementen die zich zingend mengen
met mij, de lichtste, aether, als hun hemel

die schedeldak mag vullen met gewemel
van wormen, rijmend kronkelend in strengen
ten slotte is mijn vruchtbaarheid mijn waarde

 

 

Maria van Daalen (Voorburg, 8 juli 1950)

Lees meer...

Jean de La Fontaine, Martin Jankowski, Wouter van Heiningen, Thijs Zonneveld, Mart Smeets, Eva Roman, Hanns Johst

 

De Franse dichter en schrijver Jean de La Fontaine werd op 8 juli 1621 geboren in Château-Thierry inChampagne. Zie ook mijn blog van 8 juli 2010 en eveneens alle tags voor Jean de La Fontaine op dit blog.

 

 

De twee muilezels

 

Muilezels, twee. Haver droeg 't eerre dier,

Belastinggeld droeg d'andre van de muilen.

Het rijksbeest had, op 't rijksvertrouwen fier,

Voor nog zoo veel zijn last niet willen ruilen.

Het stapte, rink'lend met zijn bellen van pleizier.

Tot plotsling een troep oorlogslién,

Die 't op het rijksgeld had voorzien,

Den ezel overvalt, hem bij den teugel pakt,

Hem tegenhoudt, met knuppels op hem hakt.

Het arme dier, mishandeld, half gesmoord,

Zucht: „Dat is anders, dan 'k had kunnen drooment

Mijn makker, die mij volgde, is aan 't gevaar ontkomen,

Ik loop erin en word vermoord."

 

„Vriend," riep zijn kameraad hem tegen,

„Een hooge post brengt niet altoos geluk. voorwaar;

Was jouw baas, als de mijne, een simpel molenaar,

je hadt 't niet zóó te kwaad gekregen."

 

 

 


Jean de La Fontaine (8 juli 1621 – 13 april 1695)

Beeld van Pierre Julien in het Louvre, Parijs

Lees meer...