14-04-17

Karfreitag (Peter Hille)

 

Bij Goede Vrijdag

 

 
Kruisiging door Jusepe de Ribera, ca. 1620

 

 

Karfreitag

Karfreitags Krone. Heldenkönig! Einsames Haupt.
Verstoßen. Erheben
Die feige Flucht verdammender Hände.
Ein suchender führender Quell.
Wenn ich erhöht sein werde, will ich alle zu mir ziehen.
Und die Welt, die schwere Welt, die leichtsinnschwere Welt,
Fast schon oben, reißt ab, eine Wunde reißt auf,
Der Seele, Wunde des Leibes, Wunde des Todes:
Vater verzeihe ihnen, sie wissen nicht, was sie tun.
Zum schmerzlichen Hohn der Dornenkrone
Fallen kühlende Tropfen fühlender Größe.
Dem bedeutenden, einsamen Menschen an seinem Tage nahe sei,
So ist stiller Freitag, so ist Ostern
Trauerhelles Opferglück.
Abschiednehmendes Wiedersehn.

 

 

 
Peter Hille (11 september 1854 - 7 mei 1904)
Erwitzen, kapel Sint Agatha. Peter Hille werd in Erwitzen geboren.

 

 

Zie voor de schrijvers van de 14e april ook mijn vorige blog van vandaag.

 

 

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Tjitse Hofman, Alexandre Jardin, Roman Graf, Péter Esterházy, Landolf Scherzer, Charles Lewinsky, Helene Hübener, Roberto Schopflocher, Gerhard Rohlfs

 

De Nederlandse dichter Tjitse Hofman werd geboren in Assen op 14 april 1974. Zie ook alle tags voor Tjitse Hofman op dit blog.

 

Ajaa

Laat me niet lachen man
dooie mussen van het dak
deze dag deze dag
heeft een humeur

Dat in pure zuurheid
naar beneden druipt
grijze haren klamme jassen
en papieren zakken

Ajaa

Er is een storm op komst
er marcheren legers door een hoofd
er worden velden opengereten
nesten onteierd en vertrapt

Of wat te denken van de kikkersloot
de kromme wilg het wapperend loof
en het verhaal van de windvaan
die zich van geen kwaad bewust dat de lucht lek

Ajaa

Wacht maar tot de wolken komen
komen vallen in de nacht
wanneer het licht dooft
en er geen moederschoot

Er geen koesterende armen
er geen schouder en geen borst
er geen ritme van een hart
er geen traan gedroogd

Ajaa

Dan weten we weer
van schuim en van schip
en van kip en van kluif
en vanwaar onze oogst

En vanwaar de ellende
dat de nevelthee droog
en we het niet
op een zuipen.

 

 
Tjitse Hofman (Assen, 14 april 1974)

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13-04-17

Gethsemane und Golgatha (Friedrich Nietzsche)

 

Bij Witte Donderdag

 

 
Christus in de tuin van Gethsemane door Heinrich Hofmann, 1890

 

 

Gethsemane und Golgatha

Des Mondes Helle zuckt in ungewissen,
Zerstreuten Strahlen durch die Mitternacht;
Die Wolken fliegen wie vom Sturm zerrissen,
Ein aufgelöstes Heer nach wilder Schlacht,
Der Kidron braust in ungestümem Drängen -
Der Ölberg ruht auf stummen Felsenhängen.

Herr, deine Jünger schlafen, hingestreckt
Auf feuchtem Boden, und manch' ängstlich Bild
Scheucht ihrer Seelen Ruhe und erschreckt
Die Stille, die die Schlummernden umhüllt.
Sie sehen dich im Traum zu ihnen treten,
Sie sehn dich seufzen, sehn dich ängstlich beten.

Doch du liegst einsam! Keine Welt erfaßt
Die Qualen, die dein großes Herz umfluten;
Du liegst gebeugt von ungemess'ner Last,
Und alle Wunden brechen auf und bluten.
Das ist dein letztes, schwerstes Todesringen,
Und Erd' und Hölle will dich niederzwingen.

Da steht vor deinem Blick ein Berg der Qual
Darauf ein Kreuz und frecher Spötter Fülle;
Das ist dein Berg, dein Kreuz, dein Marterpfahl.
Das ist dein Los, - nein, 's ist dein eigner Wille.
Und nicht genug - was nie ein Mensch kann sagen -
Die Hölle selber kommt dich anzuklagen.

Du willst die Sünde tragen, und sie naht,
Aus tiefster Finsternis ans Licht gekrochen;
Da naht verstörten Blicks des Zweifels Saat,
Und Greuel, stumm und tief, nie ausgesprochen!
Sie nahen dir mit drohender Gebärde,
Sie wolln dich niederziehn zu Tod und Erde.

Du ringst gewaltig - blutger Tränen Flut
Sie künden deiner Seelen tiefstes Wehe,
"Vorüber geht er nicht, der Kelch voll Blut,
Du mußt ihn trinken, Gott, Dein Will' geschehe."
Und wieder naht mit leisem Flügelschlage
Ein Engel, wie an dem Versuchungstage.

O Stätten heiligster Vergangenheit!
Gethesemane und Golgatha! Ihr tönet
Die frohste Botschaft durch die Ewigkeit,
Ihr kündet, daß der Mensch mit Gott versöhnet,
Versöhnet durch das Herz, das hier gerungen,
Das dort verblutet und den Tod bezwungen!

O Stätten heilig ernster Gegenwart!
Zu denen sich die müde Seele führet
Und still der ewigen Lebensfluten harrt,
Die auch noch jetzt ein Engel Gottes rühret.
Es nah'n die Kranken - und der Himmel schließet
Sich auf, und Lebenswasser fließet!

O Stätten, ihr, der Zukunft Weltgericht,
Der Frommen Hoffnung und der Sünder Grauen!
Vor euch wird eitler Ruhm und Glanz zunicht,
Von euch wird Segen auf die Welten tauen.
So schaut ihr, vorwärts, rückwärts, auf die Zeiten,
Merksteine in dem Strom der Ewigkeiten.

 

 

 
Friedrich Nietzsche (15 oktober 1844 – 25 augustus 1900)
Röcken, de geboorteplaats van Friedrich Nietzsche

 

 

Zie voor de schrijvers van de 13e april ook mijn vorige blog van vandaag.

Nachoem Wijnberg, K. Michel, Alexander Münninghoff, Michel Faber, Jean-Marie Gustave Le Clézio, Samuel Beckett, Seamus Heaney, Tim Krabbé, Eudora Welty

 

De Nederlandse dichter en schrijver Nachoem Mesoelam Wijnberg werd geboren in Amsterdam op 13 april 1961. Zie ook alle tags voor Nachoem Wijnberg op dit blog.

 

De grammaticus

Voor de koning schrijf ik in de ik-vorm
en zo verplaats ik mij voortdurend in de koning
en orden zijn steden en beveel zijn vrouwen.
Zelfs als hij sterk opgewonden is weet hij zich
verzadigbaar en minder
als een storm zonder mij
en pas als hij slaapt of stomdronken is
kan ik mij
losmaken van zijn trots op zijn onveranderlijke
en eenvoudige begeertes. Na lange afwezigheid
voel ik mij dan met mijn eigen verlangens
als met iemand die bereid is zolang van kleren
te wisselen totdat zij mij volledig bevalt.
Maar zolang hij wakker is en op elk moment
in blinde angst om mij kan roepen stel ik mij
steeds hem in mijn plaats voor en in mijn huid
die uitgerekt wordt en scheurt om hem heen.

 

 

Dansmuziek

Ik maak het verschil weg tussen stukken met en zonder opwinding.
Voordat je muziek verandert kan je beter leren vechten
omdat je je op straat moet verdedigen, alleen tegen velen
die merken dat je hun dansmuziek hebt veranderd, in het donker tussen twee kapotte straatlantaarns.
Ik maak het verschil weg tussen voor en na bedreiging.
Ik maak voetstappen in het donker in een straat die langer wordt
Je kan beter je vingers leren beschermen in een ijzeren handschoen
als een lange handschoen van een vrouw die zich geleerd heeft zich op muziek uit te kleden.
Zij horen herhalingen en pas dagen later merken zij dat het geen zijn, geen herhalingen,
en zij rennen gillend de straat op om mij te zoeken
en zij rennen gillend de straat op om mij te zoeken
als zij merken dat ik afscheidsmuziek gemaakt heb waarop zij niet goed kunnen dansen. Dag, nacht!

 

 
Nachoem Wijnberg (Amsterdam, 13 april 1961)

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12-04-17

Antje Rávic Strubel, Alan Ayckbourn, Scott Turow, Tom Clancy, Agnes Sapper

 

De Duitse schrijfster Antje Rávic Strubel werd geboren op 12 april 1974 in Potsdam. Zie ook alle tags voor Antje Rávic Strubel op dit blog.

Uit: Sturz der Tage in die Nacht

“Ich buchte Zeltplätze für eine Nacht. Die Damen an den Rezeptionen händigten mir das Papierschild in Klarsichtfolie aus, das ich außen an mein Zelt hängte als Zeichen dafür, dass ich für den Platz bezahlt hatte. Sie fragten, wie lange ich blieb. Ich fragte, wo die Sanitäranlagen waren und wo ich Kaffee bekam, und tauschte Kleingeld gegen Metallchips, die ich später in die Duschautomaten steckte.
Die Damen an der Rezeption waren einsilbig. Jungen wie mich sahen sie jeden Tag. Sie waren gerade mit der Schule fertig und lagerten vor ihren Zelten, tranken Lättöl und verbrachten die Tage damit, über Musikgruppen und ihre Zukunft als DJs oder Surflehrer zu reden, wenn sie sich nicht schon morgens die Ohren mit ihren iPods verstöpselt hatten.
Ich stellte mir meine Zukunft nicht in einem Club vor. Ich stellte mir nicht vor, halbnackt auf einer Bühne im Strobo­skoplicht zu stehen oder auf einem Brett Wind und Wellen ausgeliefert zu sein, ich stellte mir meine Zukunft in jedem Fall bekleidet vor, angezogen, mit Hemd und Krawatte, auch wenn ich jetzt noch in Jeans und Kapuzenshirt herumlief. Ich wollte Wirtschaft und Politik studieren, und ich hatte mich dafür entschieden, weil ich hellblaue oder cremefarbene Hemden mit Seidenkrawatten unter leichten Schurwollanzügen tragen wollte, und zwar täglich.
Nach dem Abitur hatte ich es mit Jura probiert, mich nach zwei Jahren aber für Soziologie eingeschrieben und bald festgestellt, dass beides nicht das Richtige war. Auf einer Party hatte ich aus einem Tarotspiel die neun Stäbegezogen. Seither musste ich an diese Karte denken, sobald man mich fragte, was ich jetzt machen würde, und weil ich immer mal gar nichts machte, wurde ich häufig gefragt.
Neun Stäbe bedeuten Kraft, Vernunft und Selbstkontrolle, und seit ich diese Karte gezogen hatte, wusste ich, dass meine Entscheidung diesmal richtig war.
Bis vor drei Monaten klappte das noch. Da wusste ich noch, dass ich mir zuerst eine Auszeit gönnen würde. Ich wollte ein paar Wochen Ruhe, um dann gestärkt das neue Studium anzugehen und es schnell zu beenden. Krawatten und die Art Anzüge, die ich mir vorstellte, kosten Geld. Auch meine beiden besten Kumpel aus Schulzeiten hatten sich vorübergehend abgesetzt. Sie waren auf Weltreisen unterwegs.“

 

 
Antje Rávic Strubel (Potsdam, 12 april 1974)

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11-04-17

Leonard Nolens, Glenway Wescott, Mark Strand, Silvia Avallone, Walid Soliman, Dorothy Allison, Hubert Nyssen, Barbara Köhler, Rolf Schilling

 

De Belgische dichter en schrijver Leonard Nolens werd geboren in Bree op 11 april 1947. Zie ook alle tags voor Leonard Nolens op dit blog.

 

Kier

Laat dit niet alles zijn, dit leven stil en donker
Als het maandelijks bloeden van de vrouwen.
Laat mij van iemand zijn, maar ook niet zo volstrekt
Dat ik verdwijn, in haar, in hem, of weg moet gaan
Omdat geen mens mijn menselijk gewicht kan tillen.
Uit schrik voor mijn gezicht schrijf ik dit op.

Altijd ben ik onderweg. Ik vind geen rust
Bij mij, ben bang als jij mijn trage stap hoort branden
Op de koude tegels in de gang naar jou.
De deur gaat open. En zoenend en stom onderzoeken je lippen
De sombere man die jou zwijgend staat aan te blaffen
Met liefdesgedichten. Geef hem je bed. Laat alle deuren

Op een kier.

 

 

Noordkant

Als zij thuis is kan ik hier het zuiden horen.
Zij is het licht dat mij zijn kern te eten geeft
En straalt tot in de koudste hoeken van mijn leven.
Alle warmte die ik ben komt hier van haar.

Dat ooit een mens mij zo brutaal, zo helemaal
Heeft aangekeken, met een blauw dat ging en gaat
Tot op het botste van mijn mannelijke leegte,
Dat ooit twee handen hier zo gruwelijk intiem

Mijn bloed gingen betasten, elke blote zenuw
Van het kind dat er onvindbaar in mij sliep,
Dat doet mijn oude dood nog pijn, dat maakt mij ziek
Van geluk dat ik met haar niet delen kan.

Als zij weg is blijf ik achter met de schaamte
Van de jongen die zijn moeder wil bezitten, hurk ik
Neer onder de rok van haar afwezigheid en neurie
Onverstaanbaar de zoete ellende van mijn geboorte.

 

 

Stof

Vier vrouwen hebben mij gebaard en gezoogd en gewiegd.
Ze droegen me 's middags en 's avonds naar de hemel
Van mijn kamer en wasten mijn vleugels en kleedden me uit.
Ze kleden me uit en ze bidden me niet meer in slaap.
Doe dat maar zelf! Doe dat voortaan maar zelf!

Vier vrouwen lagen op hun knieën voor mijn bed te zingen.
De enkele vader zit beneden, overstemt de bovenwereld
Met zijn stilte, pent er zijn hartgrondige verslagen
Over de herkomst en erfeniskwesties van de aardbol neer.
Zijn moegezworven dood verkavelt alle slijk onder mijn voet.

Op alle plaatsen waar hij jaar na jaar begraven wordt
Veeg ik zijn stof bijeen en spuw erin
En kneed mezelf weer heel
En vloek dat ik hem lief moet hebben als de mond
Waarmee ik dit leven bedenk en mijn kinderen kus.

 

 
Leonard Nolens (Bree, 11 april 1947)

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Claude Tillier

 

De Franse schrijver Claude Tillier werd geboren in Clamecy, Nièvre, op 11 april 1801 als zoon van een goed opgeleide slotenmaker. Hij studeerde aan het lycée van Bourges dankzij een subsidie ​​die door de stad Clamecy werd verleend. Na zijn baccalauraat dat in 1820 werd behaald, werkte hij als studiebegeleider, eerst aan het college van Soissons, vervolgens in Parijs. Van 1822 tot 1827 was hij in militaire dienst, waarbij hij in 1823 deelnam aan een expeditie naar Spanje. Bij zijn terugkeer naar Clamecy trouwde hij en in 1828 werd hij leraar, maar de onderwijsmethoden bevielen hem niet. Hij startte een particuliere school en tegelijkertijd riep hij in 1831 de krant L'Indépendant in het leven. In 1832 raakte hij in conflict met het Kantonale Comité voor Openbare Onderwijs en stapte hij uit de directie van de school. Vanaf 1841 vervolgde hij zijn werkzaamheden als privéleraar. Hij verliet Clamecy om zich in Nevers te vestigen, waar hij redacteur werd van L’Association, een democratische krant die twee maal per week verscheen. Vanaf 1842 begon hij in de L'Association zijn meesterwerk, “Mon oncle Benjamin”, een roman in briefvorm, te publiceren. Vanaf juni 1843 publiceerde Tillier ook pamfletten, met een oplage van 400 tot 500 exemplaren, waarin hij de notabelen van Nevers en het departement bekritiseerde. Sinds zijn militaire dienst was Tilliers gezondheid echter aangetast, Hij stierf op 12 oktober 1844.

Uit:Mon oncle Benjamin

“Je ne sais pas, en vérité, pourquoi l'homme tient tant à la vie. Que trouve-t-il donc de si agréable dans cette insipide succession des nuits et des jours, de l'hiver et du printemps? Toujours le même ciel, le même soleil; toujours les mêmes prés verts et les mêmes champs jaunes; toujours les mêmes discours de la couronne, les mêmes fripons et les mêmes dupes. Si Dieu n'a pu faire mieux, c'est un triste ouvrier, et le machiniste de l'Opéra en sait plus que lui. Encore des personnalités, dites-vous, voilà maintenant que vous faites des personnalités contre Dieu. Que voulez-vous! Dieu est, à la vérité, un fonctionnaire et un haut fonctionnaire encore, bien que ses fonctions ne soient pas une sinécure. Mais je n'ai pas peur qu'il aille réclamer contre moi à la jurisprudence Bourdeau des dommages-intérêts, de quoi faire bâtir une église, pour le préjudice que j'aurai porté à son honneur. Je sais bien que messieurs du parquet sont plus chatouilleux à l'égard de sa réputation qu'il ne l'est lui-même; mais voilà précisément ce que je trouve mauvais. En vertu de quel titre ces hommes noirs s'arrogent-ils le droit de venger des injures qui lui sont toutes personnelles? Ont-ils une procuration signée Jéhovah qui les y autorise?
Croyez-vous qu'il soit bien content quand la police correctionnelle lui prend dans la main son tonnerre et en foudroie brutalement des malheureux, pour un délit de quelques syllabes? Qu'est-ce qui prouve d'ailleurs, à ces messieurs, que Dieu a été offensé? Il est là présent, attaché à sa croix, tandis qu'ils sont, eux, dans leur fauteuil. Qu'ils l'interrogent; s'il répond affirmativement, je consens à avoir tort. Savez-vous pourquoi il a fait choir du trône la dynastie des Capets, cette vieille et auguste salade de rois qu'avait imprégnée tant d'huile sainte? Je le sais, moi, et je vais vous le dire. C'est parce qu'elle a fait la loi sur le sacrilège. Mais ce n'est pas là la question. Qu'est-ce que vivre? Se lever, se coucher, déjeuner, dîner, et recommencer le lendemain. Quand il y a quarante ans qu'on fait cette besogne, cela finit par devenir bien insipide. Les hommes ressemblent à des spectateurs, les uns assis sur le velours, les autres sur la planche nue, la plupart debout, qui assistent tous les soirs au même drame, et bâillent tous à se détraquer la mâchoire; tous conviennent que cela est mortellement ennuyeux, qu'ils seraient beaucoup mieux dans leur lit, et cependant aucun ne veut quitter sa place. Vivre, cela vaut-il la peine d'ouvrir les yeux? Toutes nos entreprises n'ont qu'un commencement; la maison que nous édifions est pour nos héritiers; la robe de chambre que nous faisons ouater avec amour, pour envelopper notre vieillesse, servira à faire des langes à nos petits-enfants. Nous nous disons: Voilà la journée finie; nous allumons notre lampe, nous attisons notre feu; nous nous apprêtons à passer une douce et paisible soirée au coin de notre âtre: pan! pan! quelqu'un frappe à la porte; qui est là? c'est la mort:"

 

 
Claude Tillier (11 april 1801 - 12 oktober 1844)
Borstbeeld in Clamecy

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10-04-17

Leo Vroman, Jan van Mersbergen, Paul Theroux, Claudio Magris, Bella Akhmadulina, Stefan Heym, Richard Wagner, Marcel van Maele, Eric Knight

 

De Nederlandse dichter Leo Vroman werd op 10 april 1915 in Gouda geboren. Zie ook alle tags voor Leo Vroman op dit blog.

 

De drie zwanen

Die drie zwanen
drijvend op het meer
zag ik niet weggaan en
waren er weer,

en de treurwilg met een
scheef houten been,
haar haar omlaag
en weerkaatsend omhoog
maakte een boog
om de zwanen heen,

door een kind getekend, maar
ik moet om te beginnen
het kind nog verzinnen.
Dan is het waar
maar lang, lang later.
Dan is het najaar
en klotst het water.

 

 

Een stille ontmoeting

Soms moet ik zo verlangen naar
blauwgras, wimperparelgras,
zoals ons tuintje vroeger was,
honderd jaar, duizend jaar,
liesgras, trilgras, liefdegras,
duizend jaar geleden, maar
kweldergras, knolbeemdgras,
kijk daar eens even, daar
scherpgras, hardgras, tandjesgras,
een lege kleine zoogdiervacht,
kamgras, baardgras, borstelgras,

zo onaantastbaar zacht,
en het schedeltje zo onbewoond
kruipertje kromstaart, herderstas,

dat nog zo'n brede grijns vertoont,
raaigras raaigras

 

 

Aan een vriend

Ach, laten wij geen ogenblik bederven
voor wie van ons het eerst zal moeten sterven,
en laten wij ook nimmer praten
van alles wat wij huichelden en haatten.
Zolang een vlerkgespreide leeuwerik blijft zingen
vergeeft zijn God ons al wat wij begingen,
zolang wij kersenbomen zacht in bloei zien staan
dan hebben wij nog niemand kwaad gedaan.
Ach, laten wij het leed dat men ons deed, vergeten,
God zal het allemaal wel weten,
en laten we geen ogenblik bederven
voor wie van ons het eerst zal moeten sterven.

 

 
Leo Vroman (10 april 1915 - 22 februari 2014)

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09-04-17

Palmsonntag (Stefan Zweig)

 

Bij Palmzondag

 

 
De intocht van Christus in Jeruzalem door Peter Paul Rubens, 1632

 

 

Palmsonntag

Du Tag, der jedem Pilger Seligkeit verkündet,
Der jedem Leidensweg ein Morgenrot entzündet,
Du schöner Tag der Kinder, die mit grünen Zweigen
Die Straßen auf und ab sich sehr geschäftig zeigen
Und unterwegs den duftigen Reichtum gerne mehren,
Um Armevoll von frischem Glück nach Haus zu kehren

An jenem Tage sucht auch ich den jungen Ast,
Als Halt für meines Schicksals wintermüde Last.
Ich ging, ich schritt voran, auf trauervollen Wegen
Durch Sonne bald und bald durch grauen Regen,
Von Kerzenglanz verlockt, der unsre Andacht weiht
Und unserm Gottesdienst so holde Anmut leiht.
Die Chöre waren voll von hellem Kindersingen,
Das durch die Kirche zog auf unschuldsfrohen Schwingen;
Und Gott allein vernahm durch diesen lauten Sang
Ein Beten und ein Lied, das weinend aufwärts rang:

»Von einer Verbannung zur anderen ruhlos vertrieben,
Wahrhaftig, ich weiß keine Heimat, die je mir geblieben!
Die Bäume zumindest, sie haben doch Zeit, um zu blühn,
Um Früchte zu tragen, zu wachsen, zu Tode zu glühn,
Mir, mir ward nicht Zeit! Meine Pflicht will nicht warten und weilen,
Gott! Zwing mich nicht immer, aus Frieden in Fremde zu eilen;
Gott! Gönn mir im Schatten am Wegrand ein wenig Bestand,
Meine Kinder im Arm, meine Stirne gestützt in die Hand!

Ich kann nicht mehr gehn. Ich komme ... ich sah ... und ich falle,
Ich holte dort droben vom Berg eine Blume; ich walle
An rosenkranztragenden Gräbern vorbei wie gehetzt,
Die Füße vom steinigen Bergpfad erlahmt und verletzt.
Gott! bin ich der Vogel mit ewig gebreiteten Schwingen,
So laß mich noch einmal das Haupt meines Sohnes umschlingen;

Des blondfrohen Knaben, der ohne mich wandert und strebt,
Die ich sein Gemüt doch mit Seele und Sehnsucht durchwebt!
Du Gott der Bedrückten, — Gott! bist du wirklich mein Vater,
So sei du den Meinen ein Retter, sei mir ein Berater,
Laß nicht meine Sorgen die Boten des Kommenden sein,
Nein, zeig uns den Hafen und führ uns in Frieden hinein;
In Nacht, in verfrühte, laß endlich ein Morgenrot dringen,
Verbiete den Wegen, mich weiter und weiter zu zwingen,
Bezeichne für uns einen Ort, eine Heimat, die Ruh,
Und führe den knieenden Kindern den Vater zu!« —

Die Orgel schwieg; der Glanz erlosch, mein heißes Sinnen
Ward still, um tief im Herzen heimlich fortzuspinnen;
Im Herzen, das nun doch die neue Hoffnung trank,
Die aus dem Lied der vielen in mich niedersank.
Ein Greis beglückte mich mit einem schlanken Zweige,
Weihwasser tropfte durch das Grün in meinen Händen,
Und froh betrat ich meine winterkalten Steige,
Mit festem Schritt den Erdenweg zu enden ...

 


Stefan Zweig (28 november 1881 – 22 februari 1942) 
Wenen. Stefan Zweig werd geboren in Wenen

 

 

Zie voor de schrijvers van de 9e april ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

 

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Charles Baudelaire, Jelle Brandt Corstius, Karel Jonckheere, Joolz Denby, Albert von Schirnding, Johannes Bobrowski

 

De Franse dichter Charles Baudelaire werd geboren in Parijs op 9 april 1821. Zie ook alle tags voor Charles Baudelaire op dit blog.

 

À celle qui est trop gaie

Ta tête, ton geste, ton air
Sont beaux comme un beau paysage ;
Le rire joue en ton visage
Comme un vent frais dans un ciel clair.

Le passant chagrin que tu frôles
Est ébloui par la santé
Qui jaillit comme une clarté
De tes bras et de tes épaules.

Les retentissantes couleurs
Dont tu parsèmes tes toilettes
Jettent dans l'esprit des poètes
L'image d'un ballet de fleurs.

Ces robes folles sont l'emblème
De ton esprit bariolé ;
Folle dont je suis affolé,
Je te hais autant que je t'aime !

Quelquefois dans un beau jardin
Où je traînais mon atonie,
J'ai senti, comme une ironie,
Le soleil déchirer mon sein ;

Et le printemps et la verdure
Ont tant humilié mon coeur,
Que j'ai puni sur une fleur
L'insolence de la Nature.

Ainsi je voudrais, une nuit,
Quand l'heure des voluptés sonne,
Vers les trésors de ta personne,
Comme un lâche, ramper sans bruit,

Pour châtier ta chair joyeuse,
Pour meurtrir ton sein pardonné,
Et faire à ton flanc étonné
Une blessure large et creuse,

Et, vertigineuse douceur !
A travers ces lèvres nouvelles,
Plus éclatantes et plus belles,
T'infuser mon venin, ma soeur !

 

Alchimie de la douleur

L'un t'éclaire avec son ardeur,
L'autre en toi met son deuil, Nature !
Ce qui dit à l'un : Sépulture !
Dit à l'autre : Vie et splendeur !

Hermès inconnu qui m'assistes
Et qui toujours m'intimidas,
Tu me rends l'égal de Midas,
Le plus triste des alchimistes ;

Par toi je change l'or en fer
Et le paradis en enfer ;
Dans le suaire des nuages

Je découvre un cadavre cher,
Et sur les célestes rivages
Je bâtis de grands sarcophages.

 


Charles Baudelaire (9 april 1821 – 31 augustus 1867)
Portret Gustave Courbet, 1848-1849

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Bernard-Marie Koltès, Arnold Stadler, Julius Hart, Lev Kopelev, Carl Amery, Leonard Wibberley

 

De Franse toneelschrijver Bernard-Marie Koltès werd geboren in Metz op 9 april 1948. Zie ook alle tags voor Bernard-Marie Koltès op dit blog.

Uit: Le retour au désert (suivi de) Cent ans d'histoire de la famille Serpenoise

« MAAME QUEULEU. - Aziz, entre, dépêche-toi. Il y a beaucoup de travail aujourd'hui, car Mathilde, la soeur de Monsieur, revient d'Algérie avec ses enfants. Il faut tout préparer et seule, je n'y arriverais pas.
AZIZ. - J'arrive, Maame Queuleu. Mais j'avais cru entendre des pas et des bruits de voix : et, à cette heure-ci, dans cette rue, cela m'a paru étrange.
MAAME QUEULEU. - Les rues sont dangereuses. Entre vite. Je n'aime pas laisser cette porte ouverte.
AZIZ. - Cela s'annonce comme une sale journée.

 

 
Scene uit een opvoering in Parijs, 2016



Entre Mathilde.
MATHILDE. - Et pourquoi ce serait une sale journée?
AZIZ. - Parce que, si la soeur est aussi conne que le frère, cela promet.
MATHILDE. - La soeur n'est pas aussi conne que le frère.
AZIZ. - Et comment le sais-tu, toi?
MATHILDE. - Parce que la soeur, c'est moi."

 

 
Bernard-Marie Koltès (9 april 1948 – 15 april 1989)

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08-04-17

Herinnering aan Gerard Reve, Hanz Mirck, Christoph Hein, Judith Koelemeijer, Nnedi Okorafor, Barbara Kingsolver

 

Herinnering aan Gerard Reve

Vandaag is het precies 11 jaar geleden dat de Nederlandse dichter en schrijver Gerard Reve overleed. Zie ook alle tags voor Gerard Reve op dit blog en eveneens mijn blog van 14 december 2006. en mijn blog van 9 april 2006.

 

Avondrood

Eens was ik jong en schoon.
Vrouwen die met mij dansten werden in mijn armen
medegevoerd tot duizelingwekkende hoogten.
Nu gaat er niets meer omhoog:
het enige dat stijf staat zijn mijn gewrichten.
Ach, waar zijt gij gebleven
zoete, bittere, onstuimige jeugd?

 

 
Gerard Reve (14 december 1923 - 8 april 2006)
Portret door Gerrit Breteler, z.j.

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John Fante, Johann Christian Günther, Glendon Swarthout, Martin Grzimek, Hégésippe Moreau

 

De Amerikaanse schrijver John Fante werd geboren in Colorado op 8 april 1909. Zie ook alle tags voor John Fante op dit blog.

Uit: Ask the Dust

“Then I went down the hill on Olive Street, past the horrible frame houses reeking with murder stories, and on down Olive to the Philharmonic Auditorium, and I remembered how I'd gone there with Helen to listen to the Don Cossack Choral Group, and how I got bored and we had a fight because of it, and I remembered what Helen wore that day -- a white dress, and how it made me sing at the loins when I touched it. Oh that Helen -- but not here.
And so I was down on Fifth and Olive, where the big street cars chewed your ears with their noise, and the smell of gasoline made the sight of the palm trees seem sad, and the black pavement still wet from the fog of the night before.
So now I was in front of the Biltmore Hotel, walking along the line of yellow cabs, with all the cab drivers asleep except the driver near the main door, and I wondered about these fellows and their fund of information, and I remembered the time Ross and I got an address from one of them, how he leered salaciously and then took us to Temple Street, of all places, and whom did we see but two very unattractive ones, and Ross went all the way, but I sat in the parlor and played the phonograph and was scared and lonely.
I was passing the doorman of the Biltmore, and I hated him at once, with his yellow braids and six feet of height and all that dignity, and now a black automobile drove to the curb, and a man got out. He looked rich; and then a woman got out, and she was beautiful, her fur was silver fox, and she was a song across the sidewalk and inside the swinging doors, and I thought oh boy for a little of that, just a day and a night of that, and she was a dream as I walked along, her perfume still in the wet morning air.
Then a great deal of time passed as I stood in front of a pipe shop and looked, and the whole world faded except that window and I stood and smoked them all, and saw myself a great author with that natty Italian briar, and a cane, stepping out of a big black car, and she was there too, proud as hell of me, the lady in the silver fox fur. We registered and then we had cocktails and then we danced awhile, and then we had another cocktail and I recited some lines from Sanskrit, and the world was so wonderful, because every two minutes some gorgeous one gazed at me, the great author, and nothing would do but I had to autograph her menu, and the silver fox girl was very jealous.”

 

 
John Fante (8 april 1909 – 8 mei 1983)
Affiche voor de film uit 2006 met o.a. Colin Farrell (Arturo)

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07-04-17

Juliana Spahr, William Wordsworth, Özcan Akyol, Gabriela Mistral, Henk Fedder, Donald Barthelme, Jens Peter Jacobsen, Hervé Bazin, Johannes Mario Simmel

 

De Amerikaanse dichteres, critica en uitgeefster Juliana Spahr werd geboren op 7 april 1966 in Chillicothe, Ohio. Zie ook alle tags voor Juliana Spahr op dit blog.

 

In Imitation Of For Love

If he or she is clumsy in places, those are clumsy places
and when he or she says I have a lover or a husband or a wife, we or I feel sad,
or is it just clumsy?
can't one make it simple, or at least simpler?
or why can't it be that way for just one moment?
I am writing this on a hip pocket pad, a waterproof one
but I am not crying, never crying
and it never rains when or where in some northern or southern or western

or eastern city I am writing
to tell you I've got a crush on you
cootchi coo
the waterproof cost me extra
the words are extra; they don't come with the pad
the crush, the love is extra
and you are extra.
oh, wake up.

 

 

Dynamic Positioning (Fragment)

It is dynamic positioning that
Allows a semi-submersible the

Ability to hover there over
The well. It is a thirty-six inch tube,

A casing, that extends down to allow
The drill and bit to be rotated there;

The drill then spudding in; the seafloor, dark,
And giving way. It is a thick column

Of drilling mud that keeps natural gas
And oil beneath the seafloor while the well

Is capped and it is a cement that
Fills in the casing so the drill pipe stays

Unmoving, stable, in this ever moving sea.
It is a sort of drilling mud that is

Then pumped through the drill pipe and out through
The drill bit then up through the casing and

Then back up to the oil rig in the space
Between the drill pipe and the inner wall.

 

 
Juliana Spahr (Chillicothe, 7 april 1966)

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