24-04-11

Achim von Arnim, Frans Coenen, Eric Bogosian, Michael Schaefer, Robert Penn Warren

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Vrolijk Pasen! 

 

 

 

De opstanding van Christus, Paolo Veronese (1528 – 19 april 1588)

 

 

 

Ostern

 

Vom Erdenstaub zu reinen, blauen Lüften
Dringt weit der Blick in ersten Frühlingstagen,
Und höher steigt der mächt'ge Sonnenwagen,
Die Erde sehnt nach Blättern sich und Düften,
Und heilige Geschichten uns dann sagen
Was sich geahnet in des Herzens Klüften.
Er ist erstanden aus den Todesgrüften,
Und wie vergebens war der Menschen Zagen,
Ja so ersteht die Welt der Himmelsgaben
Mit jedem Jahre neu, die Knospen brechen,
Und nichts ist unsrer Liebe zu erhaben,
Sie giebt uns alles in den Wonnebächen,
Die nach dem Eisgang Flur und Aug' durchgraben,
Das Unsichtbarste will zum Lichte sprechen.

 

 

 


Achim von Arnim (26 januari 1781 – 21 januari 1831)

 

 

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Carl Spitteler, Marcus Clarke, Anthony Trollope, Carl Immermann

 

De Zwitser dichter, schrijver, essayist en criticus Carl Friedrich Georg Spitteler (eig. Carl Felix Tandem) werd geboren op 24 april 1845 in Liestal bij Basel. Zie ook mijn blog van 24 april 2007 en ook mijn blog van 24 april 2008 en ook mijn blog van 24 april 2009en ook mijn blog van 24 april 2010.

 

 

Die Blütenfee


Maien auf den Bäumen, Sträußchen in dem Hag.
Nach der Schmiede reitet Janko früh am Tag.
Blütenschneegestöber segnet seine Fahrt,
Lilien trägt des Rößleins Mähne, Schweif und Bart,
Lacht der muntre Knabe: »Sag' mir, Rößlein traut:
Bist bekränzt zur Hochzeit, doch wo bleibt die Braut?«

Horch, ein Pferdchen trippelt hinter ihm geschwind,
auf dem Pferdchen schaukelt ein holdselig Kind.
Solche kleine Fante nimmt man auf den Schoß,
auf die Schulter wirft er's spielend: Ei! wie groß!
Zappelnd schreit die Kleine: »Böser Bube du!
Weh! ich hab verloren meinen Lilienschuh.«

Rückwärts sprengt er suchend ein geraumes Stück.
Wie er mit dem Schuhe eilends kam zurück,
an des Kindes Stelle saß die schönste Maid.
Da geschah dem Jungen süßes Herzeleid.
Flüsterte die Schöne: »Liebster Janko mein,
hab' ein kostbar Ringlein, strahlt wie Sonnenschein.
Bin dir hold gewogen, schenk' es dir zum Pfand.
Weh! ich hab's vergessen, badend an dem Strand.«

Wie er mit dem Wasser kam zum selben Ort,
war zu Staub und Asche Weib und Pferd verdorrt.

 

 

 

 

Carl Spitteler (24 april 1845 – 29 december 1924)

 

 

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Otto Leixner von Grünberg, L. J. M. Feber, Karl Lappe, Gaston Martens

 

De Duitse dichter, schrijver, criticus en historicus Otto Leixner von Grünberg werd geboren op 24 april 1847 in Schloß Saar, Mähren. Zie ook mijn blog van 24 april 2010.

 

 

Wer sich in sich selbst verliebt

 

Wer sich in sich selbst verliebt,
Den faßt noch einmal bitt're Reue:
Das Ich nimmt alles, was man giebt,
Doch kennt's nicht Dank noch Treue.

 

 

 

Wer viel verlangt, der hastet viel

 

Wer viel verlangt, der hastet viel,
den flieht das heißbegehrte Ziel;
wer stille strebt auf graden Wegen,
dem kommt zuletzt das Ziel entgegen.

 

 

 

 

Otto Leixner von Grünberg (24 april 1847 – 12 april 1907) 

 

 

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23-04-11

Sipko Melissen, William Shakespeare, Andrey Kurkov, Pascal Quignard, Peter Horst Neumann

 

Bij Stille zaterdag

 

 

 

 

Pietà,  Giovanni Bellini (1430 - 29 november 1516)

 

 

 

 

Stille zaterdag


Het regent nu en dat betekent niets
het regent in zoveel gedichten
het weerbericht voorspelde weliswaar
zacht voorjaarsweer maar dat betekent niet
dat ik de moed laat varen op dit plein

ik denk aan jou en dat betekent niets
je duikt zo vaak door mijn gedachten
weer geen bericht maar dat betekent niet
dat jij niet bezig bent met mij ook nu
het regent op dit godverlaten plein.

 

 

 


Sipko Melissen (Scheveningen, 23 november 1944)

 

 

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Christine Busta, Adelheid Duvanel, Marion Titze, Halldór Laxness, Egon Hostovský

 

De Oostenrijkse dichteres Christine Busta werd geboren op 23 april 1915 in Wenen. Zie ook mijn blog van 23 april 2009 en en ook mijn blog van 23 april 2010.

 

 

Die Frühlingssonne

 

Unhörbar wie eine Katze

kommt sie über die Dächer,

springt in die Gassen hinunter,

läuft durch Wiesen und Wald.

 

Oh, sie ist hungrig! Aus jedem

verborgenen Winkel schleckt sie

mit ihrer goldenen Zunge den Schnee.

 

Er schwindet dahin wie Milch

in einer Katzenschüssel.

Bald ist die Erde wieder blank.

 

Die Zwiebelchen unter dem Gras

spüren die Wärme ihrer Pfoten

und beginnen neugierig zu sprießen.

 

Eins nach dem andern blüht auf:

Schneeglöckchen, Krokus und Tulpe,

weiß, gelb, lila und rot.

Die zufriedene Katze strahlt.

 

 

 

 

April

 

Tage wie Vögel und locker wie junges Haar.
Auf den Stufen hüpft Regen und malt seine flüchtigen Zeichen.
Er spielt mit der Sonne. Bald wird er dein Fenster erreichen
Und steigt dir ins Zimmer, das lange voll Schatten war.


 

 

Christine Busta (23 april 1915 – 3 december 1987)

 

 

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Richard Huelsenbeck, Friedrich von Hagedorn, Max Bolliger, J. P. Donleavy, Maurice Druon

 

De Duitse dichter, schrijver, essayist en psychoanaliticus Richard Huelsenbeck (Hülsenbeck) werd geboren op 23 april 1892 in Frankenau. Zie ook mijn blog van 23 april 2009 en ook mijn blog van 23 april 2010.

 

Uit: Erste Dadarede in Deutschland

 

Meine Damen und Herren!
Der heutige Abend ist als Sympathiekundgebung für den Dadaismus gedacht, eine neue internationale "kunstrichtung", die vor zwei Jahren in Zürich gegründet wurde. Unter den Initiatoren dieser schönen Sache waren Hugo Ball, Emmi Hennings, der Maler Slodki, die Rumänen Marcel Janco und Tristan Tzara, zu guter letzt ich selbst, der ich heute die Ehre habe, an dieser Stelle für meine alten Kamaraden und unsere alten-neuen Ansichten Propaganda zu machen. Hugo Ball, ein großer Künstler und größerer Mensch, ein gänzlich unsnobistischer, unliterarischer Mensch, gründete 1916 in Zürich das Cabaret Voltaire, aus dem sich mit unserer Hilfe der Dadaismus entwickelte. Der Dadaismus war notgedrungen ein internationales Produkt. Man mußte etwas Gemeinsames zwischen den Russen, Rumänen, Schweizern und Deutschen finden. Es gab einen Hexensabbath, wie Sie ihn sich nicht vorzustellen vermögen, ein Trara von morgens bis abends, ein Taumel mit Pauken und Negertrommeln, eine Ekstase mit Steps und kubistischen Tänzen. Die Rumänen kamen von Frankreich, liebten Apollinaire, Max Jacob, wußten viel von Barzun, Poème et Drame und den Kubisten. Aus Italien schrieb Marinetti, Palazeschi, Savignio. Wir Deutschen standen ziemlich harmlos da. Ball war tatsächlich der einzige, der die Probleme der futuristischen und kubistischen Richtungen in sich aufgenommen und verarbeitet hatte. Vielleicht befinden sich einige unter Ihnen, die ihn im Jahre 1915 hier in Berlin auf dem Expressionisten-Abend reden hörten, den ich mit ihm veranstalten konnte. Das sind in der Tat die expressionistischsten Gedichte gewesen, die Deutschland jemals gehört hat.“

 



Richard Huelsenbeck (23 april 1892 -  20 april 1974)

 

 

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22-04-11

A. Marja, Vladimir Nabokov, Jan de Hartog, Jos de Haes, Chetan Bhagat, Peter Weber

 

Bij Goede Vrijdag

 

 

 

 

Kruisiging, Lucas Cranach de Oude (1472-1553)

 

Neo-golgotiek

Dat kruis kun je elke dag
van me kado krijgen
maar de vent die eraan hing
hángt –

kijk al die vette
magere papen
die protestanten
joviaal uitgestreken
die dichters schilders
estetisch ontroerd
daarvan kakelend
in de doodsslaap die
ze leven noemen –

een nieuwe beeldenstorm
hoe zindelijk ook
is niet per se nodig
we kunnen er gelukkig
om lachen –

zwaai met een strop
een stengun
een gaskamerhandle
alles gaat nu eenmaal
vlugger tegenwoordig –

zie die vent hangen
zie met pascal
die mens in doodsstrijd
tot het einde der dagen –

we kunnen niet maffen
we kunnen niet kakelen
we kunnen er niet diepzinnig
over doen –

we moeten gewoon
opstaan
wat dood is dood laten
doen wat we kunnen –

god weet is het niet
voor eeuwig te laat.

   

  

A. Marja (8 maart 1917 – 10 janüari 1964)

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Björn Kern, Thommie Bayer, Ana María Shua, Louise Glück

 

De Duitse schrijver Björn Kern werd geboren op 22 april 1978 in Lörrach (Baden). Zie ook mijn blog van 22 april 2010.

 

Uit: Einmal noch Marseille

„Bei dem Gewicht schmiert die doch ab, sagte mein Vater, der Rollstuhl wiegt allein fünfzig Kilo. Wir standen vor der Talstation und sahen den ausschwebenden Gondeln nach. Meine Mutter drehte den Kopf von links nach rechts, als würde sie ein Tennisspiel verfolgen, sie sagte: Wie schön die aussehen über dem glitzernden Schnee, ich studierte die Preisliste. 

Ich schob meine Mutter zur Einstiegsrampe. Skifahrer, die von der Talabfahrt kamen, schlängelten sich in halsbrecherischer Geschwindigkeit an uns vorbei, meine Mutter klatschte ihnen zu und johlte wie ein Kind auf Schlittschuhen. Das Stahlseil surrte tief und beruhigend, der Kontrolleur nickte uns zu, und meine Mutter sagte: Seht ihr, die haben keine Angst vor mir. 

Gar nicht so teuer, sagte ich, wir nehmen das Kombiticket für drei. Meine Mutter reckte energisch den Hals: Ich fahr ja wohl gratis, Mein Vater schob den Schnee vor seinen Füßen von links nach rechts. Er hielt den Blick auch dann gesenkt, als meine Mutter sagte: nun komm schon, sonst schließt oben das Café. 

Er scharrte weiter Schnee zur Seite, er hatte Angst, daß sich der Rollstuhl verhaken und in der Gondel feststecken könnte, aber meine Mutter sagte: Wenn ich da rein komm, komm ich auch wieder raus. Ein Skifahrer bremste in engem Bogen ab, der Schnee spritzte meiner Mutter ins Gesicht, sie leckte danach und lachte. 

Schon gekauft, sagte ich, und zeigte meinem Vater das Ticket. Ihr habt euch doch verschworen, murmelte er, ich beugte mich zu meiner Mutter hinunter, wir steckten die Köpfe zusammen und flüsterten laut und zischelnd, bis meine Mutter anfing zu lachen und sich verschluckte. 

Mein Vater wurde wütend. Ich fahr euch nicht ins Krankenhaus, wenn sie keine Luft mehr bekommt, rief er, und als sie wieder konnte, sagte meine Mutter: Nun lasst euch drücken. Mein Vater kam langsam näher, ja, sagte sie, dich drücke ich auch.“ 

 

 

 

Björn Kern (Lörrach 22 april 1978)

 

 

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Robert Choquette, James Philip Bailey, Madame de Staël, Henry Fielding, Michael Schulte, Cabrera Infante, Ludwig Renn

 

De Canadese dichter, schrijver en diplomaat Robert Choquette werd geboren op 22 april 1905 in Manchester, New Hampshire. Zie ook ook mijn blog van 22 april 2009 en ook mijn blog van 22 april 2010.

 

 

PÂQUES

 

Sous le soleil d'avril qui flambe dans l'azur

La campagne du Nord s'étale et se déroule

Avec ampleur. Tout est calme dans le vent pur.

La neige, amoncelée aux bras des sapins, croule.

 

Soudain voici venir sur le chemin du roi,

Pleins jusqu'aux bords d'un groupe en riant apanage,

La file des traîneaux dont la gai désarroi

Se mêle aux piaillements des moineaux en ménage.

 

Et le ciel verse sa cascade de splendeur

À la plaine. Là-bas, le clocher catholique

Au-dessus des pins bleus brille. Lors, plein d'ardeur,

Grelots en tête, ils vont sur la route publique.

 

Car c'est au vieux Québec la fête du printemps,

La fête du clocher qui fait les toits plus proches.

Jour de Pâques, jour d'or où la Terre a vingt ans.

Eclosion du coeur, renaissance des cloches !




Robert Choquette (22 april 1905 – 22 januari 1991)

 

 

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21-04-11

Charlotte Brontë, Patrick Rambaud, John Mortimer, Peter Schneider, María Elena Cruz Varela

 

 

Bij Witte Donderdag



Het laatste avondmaal door Vicente Juan Macip (1475– 1545)

 



Het Laatste Avondmaal (door María Elena Cruz Varela *)


De lucht ruikt duidelijk naar rampspoed. Ik speel met kaarten
die niet van mij zijn. Aan mijn rechterkant. Stijfjes. De Heilige Familie.
Als een strop om mijn nek. Mij omringend. Mij verstikkend.
En zij zijn zó zwaar. God. En zij doen mij zó'n pijn. En zij verlammen mij
met hun pathetische gezichten. Hun nobele gebaren. Onder hun lichte masker
en hun zwijgzaamheid vermoed ik zwarte plekken. De lucht ruikt naar mest.
Angstaanjagende heksensabbat die de zintuigen afstompt. En het doet zo pijn. God.
En zij drukken hun stempel van opgewonden hemelbewakers op ons.
De lucht voert geuren van messen aan na de ochtendstond te hebben doorkliefd.
De lucht ruikt naar schanddaad, Naar eenzaam kind. Naar grijs. Naar warme as.
De lucht ruikt nar avondmaal. Oneindig. Treurig. Natgeworden brood
van het laatste avondmaal. En zij drukken zo. God.
Het bestek dat in het krijtstaat, schraapt zo over de huid.
Ze genieten onverstoorbaar van jouw bloeddruppels die zich mengen met de wijn.
De lucht ruikt naar namen. Naar tijdloze namen. Voorspellers vereeuwigen de vrede in de vensters.
Aan mijn rechterkant. Eeuwig. Levert de Heilige Familie strijd om de resten
van de zoon die ik niet was. En zij krabben zo. God. En zij vinden zichzelf zo fantastisch.
De wind draait. Draagt de dobbelstenen met behulp van verbazing.
Het scherp van zijn blad snijdt de hoop af. De lucht ruikt naar roest.
Naar duidelijke rampspoed. En ik weet dat ik speel. God. En ik weet dat ik mezelf
voor de gek hou.

 

 

Vertaald door Mariolein Sabarte Belacortu

 

 

* Zie „Onafhankelijk van geboortedata“

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Michael Mann, Meira Delmar, Alistair MacLean, Jamie McKendrick, Népomucène Lemercier

 

De Duitse literatuurwetenschapper en musicus Michael Mann werd als jongste kind van Thomas en Katia Mann geboren op 21 april 1919 in München. Zie ook mijn blog van 21 april 2009 en ook mijn blog van 21 april 2010.

 

Uit: Familienbande (roman van Michael Degen over Michael Mann)

 

„Bald verlangte der Junge auserst geschickt nach der Brust Mieleins. Dem Vater war es ein Grauel, Derartiges mit ansehen zu mussen. Er floh vor dem unerklarlichen Ekel, den ihm das mannliche Gebaren des Sauglings einfloste. Man fing an, sich aus ordinarer Watte birnenformige Ohrstopsel zu drehen, doch das reichte nicht hin. Dann ging man dazu uber, die damals gerade aufkommenden Damenbinden zu zerfleddern, deren Material der altesten Schwester, Eri, undurchlassiger zu sein schien und die sie mit groser Sorgfalt zu winzigen Kugelchen verarbeitete.

Es war alles umsonst. Babys Stimme wurde von Nacht zu Nacht kraftiger und lies besonders Pielein, den kreativen Grosverdiener der Familie, leiden. Wenn dieser die Beherrschung zu verlieren drohte und Anstalten machte, in Babys Zimmer zu sturzen, um es zur Ordnung zu rufen, stand immer schon Mielein mit besorgtem Blick in der Tur und bat stumm um Nachsicht.

Hilflos kehrte Pielein dann in sein Zimmer zuruck, wahrend Mielein den Jungen zu sich ins Bett hinuberrettete. Das hatte stets Erfolg.

Doch die ungewohnte Stille machte es nicht einfacher. Die grosen Geschwister, Klaus und Erika, waren hellwach, sasen im Flur vor ihren Zimmern auf dem Boden und warteten kichernd auf den nachsten Anfall ihres kleinen Bruders. Der kam prompt, sobald Mielein den Schlafenden in sein Bett zuruckzutragen versuchte. Dann vergrub Aissi, wie man den altesten Sohn nannte, seinen spitz zulaufenden Nasenerker im Schos seiner Schwester, um sein hemmungsloses Gelachter zu ersticken.“

 

 

 

Michael Mann (21 april 1919  - 1 januari 1977)

Thomas, Katia, Elisabeth en Michael Mann op Sylt, 1927

 

 

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20-04-11

Martinus Nijhoff, Jan Cremer, Jean Pierre Rawie, Sebastian Faulks, Jozef Deleu

 

De Nederlandse dichter, toneelschrijver en essayist Martinus Nijhoff werd geboren in Den Haag op 20 april 1894. Zie ook mijn blog van 20 april 2007 en ook mijn blog van 20 april 2008 en mijn blog van 20 april 2009 en ook mijn blog van 20 april 2010.

 

 

De soldaat die Jezus kruisigde

 

Wij sloegen hem aan 't kruis. Zijn vingers grepen
Wild om de spijker toen 'k de hamer hief -
Maar hij zei zacht mijn naam en: 'Heb mij lief -'
En 't groot geheim had ik voorgoed begrepen.

Ik wrong een lach weg dat mijn tanden knarsten,
En werd een gek die bloed van liefde vroeg:
Ik had hem lief - en sloeg en sloeg en sloeg
De spijker door zijn hand in 't hout dat barstte.

Nu, als een dwaas, een spijker door mijn hand,
Trek ik een vis - zijn naam, zijn monogram -
In ied're muur, in ied're balk of stam,
Of in mijn borst of, hurkend, in het zand,

En antwoord als de mensen mij wat vragen:
'Hij heeft een spijker door mijn hand geslagen.'

 

 

 

 

De wandelaar

 

Mijn eenzaam leven wandelt in de straten,
Langs een landschap of tussen kamerwanden.
Er stroomt geen bloed meer door mijn dode handen,
Stil heeft mijn hart de daden sterven laten.

Kloosterling uit de tijd der Carolingen,
Zit ik met ernstig Vlaams gelaat voor 't raam;
Zie mensen op een zonnig grasveld gaan,
En hoor matrozen langs de kaden zingen.

Kunstenaar uit de tijd der Renaissance,
Teken ik 's nachts de glimlach van een vrouw,
Of buig me over een spiegel en beschouw
Van de eigen ogen het ontzaglijk glanzen.

Een dichter uit de tijd van Baudelaire,
- Daags tussen boeken, 's nachts in een café -
Vloek ik mijn liefde en dans als Salomé.
De wereld heeft haar weelde en haar misère.

Toeschouwer ben ik uit een hoge toren,
Een ruimte scheidt mij van de wereld af,
Die 'k kleiner zie en als van heel ver-af,
En die ik niet aanraken kan en horen.

Toen zich mijn handen tot geen daad meer hieven,
Zagen mijn ogen kalm de dingen aan:
Een stoet van beelden zag ik langs mij gaan,
Stil mozaïekspel zonder perspectieven.

 

 

 

 

De wolken

 

Ik droeg nog kleine kleren, en ik lag
Lang-uit met moeder in de warme hei,
De wolken schoven boven ons voorbij
En moeder vroeg wat 'k in de wolken zag.

En ik riep: Scandinavië, en: eenden,
Daar gaat een dame, schapen met een herder -
De wond'ren werden woord en dreven verder,
Maar 'k zag dat moeder met een glimlach weende.

Toen kwam de tijd dat 'k niet naar boven keek,
Ofschoon de hemel vol van wolken hing,
Ik greep niet naar de vlucht van 't vreemde ding
Dat met zijn schaduw langs mijn leven streek.

- Nu ligt mijn jongen naast mij in de heide
En wijst me wat hij in de wolken ziet,
Nu schrei ik zelf, en zie in het verschiet
De verre wolken waarom moeder schreide.

 

 

 

 

Martinus Nijhoff (20 april 1894 – 26 januari 1953)

Nijhoff in zijn jonge jaren

 

 

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Steve Erickson, Arto Paasilinna, Michel Leiris, Emmanuel Bove, Henry de Montherlant

 

De Amerikaanse schrijver, essayist en criticus Steven Michael Erickson werd geboren op 20 april 1950 in Los Angeles. Zie ook mijn blog van 20 april 2007 en ook mijn blog van 20 april 2008 en mijn blog van 20 april 2009 en ook mijn blog van 20 april 2010.

 

Uit: The Sea Came in at Midnight

 

„So Louise became something more profound than tormented: she became haunted. Having traficked in the sort of memories people had spent thousands of years trying to forget, and the sort of dreams they had spent thousands of years trying to awake from,she had wandered at will and without accountability on the apocalyptic landscape of the imagination. Now a stain spread from the darkest center of the unaccountable imagination, becoming only more confounding and unbearable with every moment, the question of when and where the imagination becomes accountable by and to whom, beginning with the one who imagines a nightmare simply for the thrill of its imagining, moving to the one who renders it an artifact to be experienced in common by others, eventually to the collective audiencethat chooses to watch, for the thrill of watching, a girl actually being murdered in a movie, to the individual man or woman who, before suppressing it in horror, entertains a fleeting curiosity, dallying with the temptation to look, then finally conforming to whatever sick social chic compels everyone at a cocktail party to watch, like they would watch the home movie of a summer vacation or a child getting his first bike. At what point, if any, in the exchange betweenthe one whpo bears the fruitof the imagination and the one who devours it, does it all stop short of being beyond the pale, at what point is everyone complicit, at what point can one consider himself unaccountable for what the imagination has wrought, right up until the moment that he is damned by it?“

 

 

 

 

Steve Erickson (Los Angeles, 20 april 1950)

 

 

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Herman Bang, Charles Maurras, Henry Tuckerman, Aloysius Bertrand, Pietro Aretino, Dinah Craik

 

De Deense schrijver Herman Bang werd geboren op 20 april 1857 in Asserballe. Zie ook mijn blog van 20 april 2009 en ook mijn blog van 20 april 2010.

 

Uit: Sommerfreuden (Vertaald door Aldo en Ingeborg Keel)

 

“Frau Brasen ging über den Hof und durch das Tor, wo Fuhrknecht Nielsen fegte. Nielsen war bei der Artillerie gewesen, trug die Mütze im Nacken und rauchte zu all seinen Verrichtungen Zigarre.

Frau Brasen wünschte «guten Morgen», und Nielsen nickte zurück, während er hinter der Wirtin, die das Kopfsteinpflaster der Straße betrat, eine Staubwolke auffegte.

Die Schatten der Häuser zeichneten sich in gewohnter Schärfe ab; sie kamen und wurden

länger und verschwanden, immer in der gleichen Weise. Es war, als benötige man in diesem Ort

überhaupt keine Uhr, so pünktlich bewegten sich die Schatten.

Frau Brasen ging die Straße entlang. Die Ladentüren waren schon aufgeklappt, und die Ge-

sellen warteten, an die Türrahmen gelehnt, mit überkreuzten Beinen. Frau Brasen – sie hatte

einmal stattlich ausgesehen, mit einem solchen Leib, daß die Augen der Männer an ihr haften

blieben – nickte jedem «guten Morgen» zu, während sie weiterging. Die Kommis rührten sich nicht. Frau Brasen war es, als ob die Augen, die ihr folgten, sich in ihren Rücken bohrten.

Es war nicht so ohne, wenn man überall Schul- den hatte. Aber der Doktor war es, außer ihm, dem Kunstmaler, der das so gewollt und in Gang gesetzt hatte; und Brasen, er war ja leicht zu verführen; und die Leute im Ort, die sie bedrängt hatten; und jetzt konnten die sich brüsten, während Brasen, der Ärmste, in der Patsche saß, und Gott weiß, was das für Sommergäste waren, die in so einen kleinen Ort kamen, selbst jetzt, wo sie inseriert hatten …”

 

 


Herman Bang (20 april 1857 – 19 januari 1912)

 

 

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