26-12-11

Hans Brinkmann, Mani Beckmann, Alejo Carpentier, Jean Toomer, Willy Corsari

 

De Duitse dichter, schrijver en criticus Hans Brinkmann werd geboren op 26 december 1956 in Freiberg in Sachsen. Zie ook mijn blog van 26 december 2009 en ook mijn blog van 26 december 2010.

 

 

Das Proletariat

Mit aufgebundenem Bären
(und für die Katz im Sack)
lebt unter Milliardären
das arme Huckepack.

Sehr frei, auf klassenlose
gebügelt und im Lack
lebt es, das kuriose,
das arme Huckepack.

Es ist anachronistisch.
Nach Lage und Geschmack
ein Unding – rein statistisch
kaum arm, das Huckepack.

Liegt es nicht auf der Tasche
des Staates, der zu lax …?
Das ist doch wohl die Masche
des armen Huckepacks.

Hingegen die Initiative,
die in die Hände spuckt
und abseits aller Tarife
den eignen Packen huckt.

Ich rede vom Unternehmer.
Der rackert wie ein Gaul.
Anbei wird immer bequemer
das Huckepack und faul.

Kaum weiß es zu begreifen,
was all das Rackern soll
für Zwänge, die es kneifen,
und für die Hucke voll.

Es fühlt sich überflüssig.
Es lebt als Parasit
und sagt sich selten schlüssig,
was eigentlich geschieht.

Fast bringt es auf Gedanken
dank Arbeitslosigkeit,
die brächen alle Schranken
der Lohn- und Brotarbeit. –

Mit aufgebundenem Bären
wie für die Katz im Sack
lebt, ohne zu verjähren,
das alte Huckepack.

 

 

 

Hans Brinkmann (Freiberg, 26 december 1956)

Lees meer...

Alfred Huggenberger, René Bazin, Julien Benda, Jean Galtier-Boissière,Thomas Gray

 

De Zwitserse dichter en schrijver Alfred Huggenberger werd geboren op 26 december 1867 in Bewangen nabij Bertschikon. Zie ook mijn blog van 26 december 2009 en ook mijn blog van 26 december 2010.

 

 

Abendgold

 

Spät, wenn die Sonne säumend

Die Wölklein rötet hold,

Dann steh' ich gerne träumend

Und schau' ins Abendgold.

 

Die Stunden, die verflossen,

Durchleb' ich noch einmal;

Von diesem Glanz umgossen

Erblassen Schmerz und Qual.

 

Und wenn der süsse Schimmer

Dann weicht der Dämm'rung mild,

Trag' ich im Herzen immer

Vom Tag das letzte Bild.

 

So mag das Leben bringen

Viel, was wir nicht begehrt,

Beim seligen Verklingen

Zeigt alles sich verklärt.

 

 

 

 

Idyll

 

Es dampft eine Wiese am Waldesrand,

Da kann man träumen allerhand.

 

Der Wetzstein surrt, die Sense singt,

Gedämpft von fern ein Jauchzer klingt.

 

Versteckt im Walde schläft die Nacht,

Die Wipfel glühn in Morgenpracht.

 

Das Märchen lehnt am Stamm in Ruh'

Und blickt erstaunt dem Mähder zu.

 

Der mäht durchs reife Gras sich Bahn

Und geht und fängt von vorne an.

 

Und plötzlich zwingt des Morgens Lust

Ihm einen Jauchzer aus der Brust.

 

Das Echo gibt den Schall zurück,

Und hoch im Blauen schwebt das Glück.

 

 

 

Alfred Huggenberger (26 december 1867 – 14 februari 1960)

Lees meer...

Ernst Moritz Arndt, Johann Gaudenz von Salis-Seewis, E. D. E. N. Southworth, Jean-François de Saint-Lambert

 

De Duitse dichter en schrijver Ernst Moritz Arndt werd op 26 december 1769 in Groß-Schoritz geboren op het eiland Rügen. Zie ook mijn blog van 26 december 2009 en ook mijn blog van 26 december 2010.

 

 

Gebet eines kleinen Knaben an den heiligen Christ


Du lieber heil'ger frommer Christ,
Der für uns Kinder kommen ist,
Damit wir sollen weiß und rein
Und rechte Kinder Gottes sein,

Du Licht vom lieben Gott gesandt
In unser dunkles Erdenland,
Du Himmelskind und Himmelschein,
Damit wir sollen himmlisch sein:

Du lieber heil'ger frommer Christ,
Weil heute dein Geburtstag ist,
Drum ist auf Erden weit und breit,
Bei allen Kindern frohe Zeit.

O segne mich! ich bin noch klein,
O mache mir den Busen rein!
O bade mir die Seele hell
In deinem reichen Himmelsquell!

Daß ich wie Engel Gottes sei
In Demut und in Liebe treu,
Daß ich dein bleibe für und für,
Du heil'ger Christ, das schenke mir!

 

 

 


Ernst Moritz Arndt (26 december 1769 – 29 januari 1860)

Monument in Bonn

 

Lees meer...

25-12-11

Am Weihnachtstag (Annette von Droste-Hülshoff)

  

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Prettig Kerstfeest!

 

 

 

De Aanbidding Door De Herders, Anthonie van Dyck, ca 1632

 

 

 

Am Weihnachtstag

Still ist die Nacht; in seinem Zelt geboren,
der Schriftgelehrte späht mit finstren Sorgen,
wann Judas mächtiger Tyrann erscheint;
den Vorhang lüftet er, nachstarrend lange
dem Stern, der gleitet über Äthers Wange,
wie Freudenzähre, die der Himmel weint.

Und fern vom Zelte über einem Stalle,
da ist's, als ob aufs nied're Dach er falle;
in tausend Radien sein Licht er gießt.
Ein Meteor, so dachte der Gelehrte,
als langsam er zu seinen Büchern kehrte.
O weißt du, wen das nied're Dach umschließt?

In einer Krippe ruht ein neugeboren
und schlummernd Kindlein; wie im Traum verloren
die Mutter knieet, schlichter Mann rückt tief erschüttert
das Lager ihnen; seine Rechte zittert
dem Schleier nahe um den Mantel noch.

Und an der Türe steh'n geringe Leute,
mühsel'ge Hirten, doch die ersten heute,
und in den Lüften klingt es süß und lind,
verlor'ne Töne von der Engel Liede:
"Dem Höchsten Ehr' und allen Menschen Friede,
die eines guten Willens sind."

 

 

 

Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Buste in het park van slot Hülshoff



Zie voor de schrijvers van de 25e december ook mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.

Quentin Crisp, David Pefko, Tununa Mercado, Sabine Kuegler, Alfred Kerr

 

De Engelse schrijver, acteur en homoactivist Quentin Crisp werd geboren als Denis Charles Pratt op 25 december 1908 in Sutton, Surrey. Zie ook alle tags voor Quentin Crisp op dit blog.

 

Uit: The Alternative Queen’s Message


As you now know, the Queen of England addresses the nation on the afternoon of Christmas Day. And she tells them what has happened and she invites them to be part of the history of England, and to be proud of being English and to go on. Then a Mr. Michael Jones came from England to America and said, “Will you make a speech?” And I said, “Ye-e-e-e-s-s-s-s.” And I was worried about it, but when I had on the table the script which I could read, I told them how to be happy. And in the last bit, Mr. Jones said, “Have you one final speech, one final message to deliver the English?” And I said, “Yes, I have. Tell them to pack tonight and to leave tomorrow, like Portuguese explorers of old, for the islands of the blessed. We are waiting for you.” Here is what I told the English that night:
As Mr Dickens would have said, 1993 has been the best of times and it has been the worst of times. A reginal theme has permeated my year. I have had, as some of you may know, the novel experience of appearing as a Queen of England in a film adaptation of Mrs Wolf's novel Orlando. The film connects the many moments of English history with what, I believe, is called gender bending.
Having worn reginal gowns, I begin to understand why Queen Elizabeth the first was not always in the best of moods. She was much troubled by relatives and in-laws, often Scottish. Many of whom she axed from life, and even more seriously from the social register.
Continuing my honest masquerade, I appear thus to address the entire British nation on Christmas day. I am, of course, in mufti. But departing from tradition, I will not speak mainly of myself, Britain, or the strangely misnamed commonwealth. Instead, I will speak of America. I do this because America is the land where I think, despite its faults, is where the best of you should be.“

 

 

Quentin Crisp (25 december 1908 – 21 november 1999)

Lees meer...

Friedrich Wilhelm Weber, Christian Geissler, Dorothy Wordsworth, Carlos Castaneda, William Collins, Ute Erb, Gerhard Holtz-Baumert

 

De Duitse schrijver Friedrich Wilhelm Weber werd geboren op 25 december 1813 in Althausen. Zie ook alle tags voor Friedrich Wilhelm Weber op dit blog.

 

 

Morgenläuten

 

Der Morgenstern erschwang sich schon,

Vom Walde klingt ein heller Ton

Hinab zum finstren Grunde:

Des Klausners Glöcklein weiht den Tag,

Und laut und leise klingt es nach

In ferner Runde.

 

Und weißt du, was das Glöcklein sagt?

Es grüßt die demutvolle Magd,

Die Jungfrau auserkoren,

Die, wie der lichte Morgenstern

Die Sonne bringt, der Welt den Herrn

Zum Heil geboren.

 

Und dreimal schlägt das Glöcklein an:

Drei Ave schließe fromm daran

Und denke des Dreieinen;

Und füg‘ ein Ave noch hinzu

Als Opfer für die sel’ge Ruh‘

Der lieben Deinen!

 

Und danke Gott für sich’re Wacht,

Mit der er dich in dunkler Nacht

Behütet und umgeben;

Und danke Gott für Schlaf und Rast

Und neue Kräfte, die du hast

Zu neuem Streben!

 

Das Glöcklein ruft: Die Tage fliehn!

Gebrauch‘ das Pfund, das dir verliehn,

Gleich dem getreuen Knechte!

Sei gut und wirksam, wie du kannst;

Wenn du dich recht auf dich besannst,

Wirst du das Rechte!

 

Nun fang‘ in Gottes Namen an

Dein Tagwerk; wer fromm begann,

In Freude wird er enden!

Getrost, der tapfre Kämpfer siegt!

Tu‘, was du sollst, das andre liegt

In Gottes Händen! –

 

Der Morgenstern verdämmert schon,

Vom Walde klingt ein heller Ton

Hinab zum finstren Grunde:

Des Klausners Glöcklein weiht den Tag,

Und laut und leise klingt es nach

In ferner Munde.

 

 

 

Friedrich Wilhelm Weber (25 december 1813 – 5 april 1894)

Lees meer...

24-12-11

Ingo Baumgartner

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Ingo Baumgartner werd op 24 december 1944 in Oberndorf an der Salzach geboren. Hij werkte als leraar op verschillende scholen in het land van Salzburg en werd later hoofd van een basisschool in Hallein. Naast zijn werk beoefende hij hobby's, zoals zoölogie (herpetologie), politiek (actief in gemeentelijke en provinciale politiek), talen (o.a Arabisch, Turks). Bovendien schreef hij een groot aantal kortere en langere gedichten, satirische korte verhalen, gedramatiseerde sprookjes en pastorale spelen.

 

 

 

Weihnachtsmarkt

 

Bäume tragen Kugelfrüchte,
Tannen schmückt ein Lichterkranz.
Flocken trudeln, in der Dichte
des Geästs der schlanken Fichte
landen sie im Wirbeltanz.

Leute drängen zu den Ständen,
Kunst des Handwerks neben Tand.
Festlaternen an den Wänden
hellen Zuckerguss und senden
Strahlen wie von Zauberhand.

Weihnachtsmärkten allerorten
mangelt es an Trubel nicht.
Doch sie zählen zu den Horten,
wo die Wichtigkeit von Worten
untergeht im warmen Licht.

 

 


Aller Fischer Freund

 

Man nennt ihn den Fischer, den Graufederreiher,

bewundert die schlanke und noble Gestalt.

Doch nähert der Stolze sich pirschend dem Weiher,

flott springt in das Denken das Wörtchen Gewalt.

 

Da füttert man Fische wie Karpf und Forelle

und mästet sie sorgsam im künstlichen Teich,

schon sieht man betroffen, es schwimmen die Felle

davon, denn der Reiher verwechselt sein Reich.

 

Nun drücken Optionen die Schalen derWaage,

gemeuchelter Vogel, gestohlener Fisch.

Der Reiher erkennt seine missliche Lage

und lässt die Forelle dem menschlichen Tisch.

 

Ein Nachsatz, der klärenden Wahrheit zuliebe,

es fehlen, wer merkt es, am folgenden Tag

sechs Karpfen, getötet durch Speerspitzenhiebe.

Wer weiß, wer die Untat vollbracht haben mag?

 

 

 


Ingo Baumgartner (Oberndorf
an der Salzach, 24 december 1944)

21:00 Gepost door Romenu in Literatuur | Permalink | Commentaren (0) | Tags: ingo baumgartner, romenu |  Facebook |

Kerstnacht (August van Cauwelaert)

 

Aan alle bezoekers en mede-bloggers een Prettig Kerstfeest!

 

 

De Geboorte van Christus, Carl Heinrich Bloch, tussen 1865 en 1879

 

 

 

Kerstnacht

 

De Kerstnacht is begonnen

Een nacht vol koele maan;

Het bassen der kanonnen

Is van de lucht vergaan.

 

Wij hebben 't roer geborgen,

Den gordelriem ontgord.

Tot de ongewenschte morgen

Ons weer ter wallen port.

 

Ter dekking, diep gedoken

In schemer, 't aangezicht;

Maar buiten, de aarde ontloken

In wonder rijpend licht.

 

Geen moord of vloek ontheiligt

't Gelaat van dezen nacht;

Ons leven rust beveiligd

Onder de sterrenwacht.

 

Want ook ter andre zijde,

Van waar ons dood besprong,

Zal 't hart de boodschap beiden

Die voor de herdren zong.

 

Hoe worden, schroom-bevangen,

De menschenkindren goed;

De weemoed van verlangen

Vermildert ons gemoed.

 

Hoe hebt ge uw kindren, Vader,

Verheerlijkt uit hun smart;

Hoe staan we uw vrede nader

En nader aan uw hart.

 

Wordt ons uw Zoon herboren

In deze' onzaalgen tijd?

Onduldig luistren de ooren

Of daar geen kindje schreit.

 

De onvreed'ge volleren smachten;

Weer recht zich kranke hoop;

De kring van dage' en nachten

Omschreef zijn nieuwen loop.

 

En lage sterren dwaalden,

Beroerd door vreemde macht;

Ach, of nu 't Kerstkind daalde

In de armoede 'onzer gracht.

 

Daar is geen vuur, te warmen

Verkleumde hoofd en voet,

Maar in ons schuttende armen

Herbloeit het weiger bloed.

 

Ons schoudren zullen dekken

De' onmond'gen schoonen knaap,

Een leger hem verstrekken

Ons mantels voor zijn slaap.

 

De palm, dien 't werk verweerde,

Zal zacht van zorge zijn,

Bang dat óns hand hem leerde

De straal van de eerste pijn....

 

Zoo dalen en zoo rijzen, -

De hemel doel of de aard, -

Ons rustiger gepeizen

In veilig-vrome vaart.

 

Ach, als ge uit arremoede

Tot heil verkoren zijt,

En 't harte gaat bevroeden

Waar 't glanzende oog om schreit....

 

Hoe lang zal 't wonder duren?

Wij luistren sprakeloos....

En traagzaam wenden de uren

Ter nachtelijke roos.

 

Dan komt, de sterren tegen,

In dubblen toon en taal,

Uit dubble gracht gerezen

Het oude kerstverhaal.

 

 

 



August van Cauwelaert (31 december 1885 - 4 juli 1945)

 

 

 

 

Zie voor de schrijvers van de 24e december ook mijn vorige blog van vandaag en mijn eerste blog van vandaag.

Angelika Schrobsdorff, Karel Glastra van Loon, Dana Gioia, Henriette Roland Holst

 

De Duitse schrijfster Angelika Schrobsdorff werd geboren op 24 december 1927 in Freiburg im Breisgau. Zie ook mijn blog van 24 december 2008 en ook mijn blog van 24 december 2009.en ook mijn blog van 24 december 2010.

 

Uit: Von der Erinnerung geweckt

 

“Es war das erste Mal, daß ich meine Mutter weinen sah. Sie lag auf dem Bett und schluchzte wie ein Kind, das sich sehr weh getan hatte. Ihre Hände waren zu hilflosen Fäusten geballt, und unter ihren geschlossenen Lidern quollen die Tränen hervor und liefen als eilige Bächlein in den geöffneten, verzerrten Mund hinein. Sie merkte nicht, daß ich im Zimmer stand, starr vor Entsetzen und unfähig, mich von der Stelle zu rühren. Dann wurde plötzlich die Tür aufgerissen und eine Freundin meiner Mutter stürzte herein, lief auf das Bett zu, kniete davor nieder und brach, indem sie ihr Gesicht in das Kissen grub, ebenfalls in Tränen aus. Da drehte ich mich um und rannte wie gejagt aus dem Haus.
Im Garten setzte ich mich ins Gras und eine unbestimmte Ahnung, daß von nun an das Leben ganz anders werden würde, stieg in mir auf.
Einige Stunden darauf ging ich zu meiner Mutter und fragte sie: »Mutti, warum hast du denn vorhin so geweint?«
Sie schaute mich zärtlich an und antwortete: »Das verstehst du nicht und sollst es auch noch lange nicht verstehen, meine Kleine.« Da nahm die Ahnung die Form eines unheimlichen Schattens an, der mich auf Schritt und Tritt verfolgte.
Es vergingen vier Monate, ohne daß sich etwas Besonderes ereignete, doch dann eines Morgens erschien meine Mutter nicht zum Frühstück.
»Schläft Mutti noch?« fragte ich unsere Wirtschafterin, die gerade ins Zimmer trat.
»Nein, sie ist schon ausgegangen«, antwortete Elisabeth hastig und strich mir über das Haar.
»Ausgegangen!« rief ich. »Das glaube ich nicht!«
Ich wußte, daß Mutti nie zu so früher Stunde das Haus verließ, und kaum war ich allein, schlich ich mich zum Schlafzimmer meiner Mutter und öffnete vorsichtig die Tür. Noch ehe ich einen längeren Blick hineingeworfen hatte, fühlte ich, daß der Raum nicht mehr von ihr bewohnt wurde. Er war kalt, leer, tot! Und als ich meine Augen über die einzelnen Gegenstände des Zimmers gleiten ließ, wurde das Gefühl zur Gewißheit.”

 

 

Angelika Schrobsdorff (Freiburg im Breisgau, 24 december 1927)

Lees meer...

Adam Mickiewicz, Tevfik Fikret, Dominique Manotti, Matthew Arnold, Stephenie Meyer

 

De Poolse dichter Adam Mickiewicz werd geboren op 24 december 1798 in Zaosie, nabij Nowogródek. Zie ook alle tags voor Adam Mickiewicz op dit blog.

 

 

Chatir Dah

 

Trembling the Muslim comes to kiss the foot of your crags,
Mast on Crimea's raft, towering Chatir Dah!
Minaret of the World! Mightiest Padishah Of Mountains!
From the plain Fugitive into the Clouds!

 

As great Gabriel once stood over portals of Eden,
You at Heaven's Gate watch, wrapped in your forest cloak,
And, in turban of clouds with lightning flashes bespangled,
On your forehead you wear janissaries of dread.

 

Hot sun may roast our limbs, mountain mists blind our eyes,
Locusts may eat our grain, infidels burn our homes,
You, Chatir Dah, would still, unmindful of man's fate,

 

Rise between earth and sky, Dragoman of Creation;
Far spreads the plain at your feet, home of men and of thunder,
But you can only hear what God to nature speaks.

 

 

 

Vertaald door John Saly

 

 

 

Mount Kikineis

 

Look, the abyss, the downward sky, the sea!
Bird-mountain, shot with thunder, furls below
feathers and wings, in curve beyond rainbow,
snow-sails and mast, immobile, vast, free;
and cloudlike over spacious limbo, covers
wide azure - oh, island-hemisphere in flight,
darkens a half-world with its own sad night.
Look, on its forehead ribbon flames and hovers!
Lightning! But stop here. At our feet, abysses,
ravines, thresholds we must at gallop span.
I leap; stand ready with whip and spur; stare
past rock escarpment where I vanish. This is
your sign: If white panache gleams, I am there;
if not, there is no path beyond for man.

 

 

 

Vertaald door Clark Mills

 

 

 

Adam Mickiewicz (24 december 1798 - 26 november 1855)

Portret door Józef Oleszkiewicz, 1828

 

Lees meer...

23-12-11

Robert Bly, Norman Maclean, Marcelin Pleynet, Tim Fountain, Iván Mándy

 

De Amerikaanse dichter en schrijver Robert Bly werd geboren op 23 december 1926 in Madison, Minnesota. Zie ook mijn blog van 23 december 2008 en ook mijn blog van 23 december 2009 en ook mijn blog van 23 december 2010.

 

 

The Buried Train

 

Tell me about the train that people say got buried
By the avalanche--was it snow?--It was
In Colorado, and no one saw it happen.
There was smoke from the engine curling up

Lightly through fir tops, and the engine sounds.
There were all those people reading--some
From Thoreau, some from Henry Ward Beecher.
And the engineer smoking and putting his head out.

I wonder when that happened. Was it after
High School, or was it the year we were two?
We entered this narrow place, and we heard the sound
Above us--the train couldn't move fast enough.

It isn't clear what happened next. Are you and I
Still sitting there in the train, waiting for the lights
To go on? Or did the real train get really buried;
So at night a ghost train comes out and keeps going...

 



 

SOLITUDE LATE AT NIGHT IN THE WOODS

I
The body is like a November birch facing the full moon
And reaching into the cold heavens.
In these trees there is no ambition, no sodden body, no leaves,
Nothing but bare trunks climbing like cold fire!

II
My last walk in the trees has come. At dawn
I must return to the trapped fields,
To the obedient earth.
The trees shall be reaching all the winter.

III
It is a joy to walk in the bare woods.
The moonlight is not broken by the heavy leaves.
The leaves are down, and touching the soaked earth,
Giving off the odor that partridges love.

 

 

Robert Bly (Madison, 23 december 1926)

Een jonge Robert Bly

Lees meer...

J.J.L. ten Kate, Harry Shearer, Christa Winsloe, Albert Ehrenstein

 

De Nederlandse dichter-dominee Jan Jakob Lodewijk ten Kate werd geboren op 23 december 1819 in Den Haag. Zie ook alle tags voor J.J.L. ten Kate op dit blog.

 

 

Het verdorde blaadje

 

Blaadje, door de noordse vlagen
Van de stengel afgeslagen,
Werwaards gaat gij?

" 'k Weet het niet!
Wind en Zefier doen mij dwalen
Naar een onbekend verschiet,
Van de bergen naar de dalen,
Van de vlakte naar het riet:
Nu eens in de zonnestralen,
Dan eens waar de regen giet.
'k Mag niet vragen
En niet klagen:
'k Ga waar àlles heen moet gaan,
't Lenteroosje
Met zijn bloosje,
En de groene lauwerblaân!"

 

 

 

 

De Bijbel in huis

 

Als de Bijbel wordt gelezen
In het christlijk huisgezin,
Poost de zorge van haar vrezen,
Houdt de scherts haar lachjes in.

Vader voelt zijn diere plichten,
Moeder sterkt zich in gebeên,
En Gods liefdestralen lichten
Over 't hoofd der kindren heen!

Al het goede, in 't harte slapend,
Waakt en wordt op nieuw gewijd;
Oud en jong voelt zich gewapend
Voor des Levens heilige strijd.

Droef zou 's Levens echo wezen,
Klonk er niets dan 's Mensen woord:
Waar de Bijbel wordt gelezen,
Wordt des Heren stem gehoord!

 

 

J.J.L. ten Kate (23 december 1819 - 24 december 1889)

Portret door A.J. Ehnle

Lees meer...

Charles Sainte-Beuve, Giusepe di Lampedusa, Mathilde Wesendonck, Martin Opitz

 

De Franse dichter, schrijver en criticus Charles Augustin Sainte-Beuvewerd geboren op 23 december 1804 in Boulogne-sur-Mer. Zie ook alle tags voor Charles Sainte-Beuve op dit blog.

 

 

Premier Amour

 

Un autre plus heureux, va unir son sort à celui de mon amie. Mais, quoiqu’elle trompe ainsi mes plus chère espérances, dois-je la moins aimer ?

Mackensie, l’Homme sensible.

 

Printemps, que me veux-tu ? pourquoi ce doux sourire,

Ces fleurs dans tes cheveux et ces boutons naissants ?

Pourquoi dans les bosquets cette voix qui soupire,

Et du soleil d’avril ces rayons caressants ?

 

Printemps si beau, ta vue attriste ma jeunesse ;

De biens évanouis tu parles à mon cœur ;

Et d’un bonheur prochain ta riante promesse

M’apporte un long regret de mon premier bonheur.

 

Un seul être pour moi remplissait la nature ;

En ses yeux je puisais la vie et l’avenir ;

 

Au musical accent de sa voix calme et pure,

Vers un plus frais matin je croyais rajeunir.

 

Oh ! combien je l’aimais ! et c’était en silence !

De son front virginal arrosé de pudeur,

De sa bouche où nageait tant d’heureuse indolence,

Mon souffle aurait terni l’éclatante candeur.

 

Par instants j’espérais. Bonne autant qu’ingénue,

Elle me consolait du sort trop inhumain ;

Je l’avais vue un jour rougir à ma venue,

Et sa main par hasard avait touché ma main.

 

Que de fois, étalant une robe nouvelle,

Naïve, elle appela mon regard enivré,

Et sembla s’applaudir de l’espoir d’être belle,

Préférant le ruban que j’avais préféré !

 

Ou bien, si d’un pinceau la légère finesse

Sur l’ovale d’ivoire avait peint ses attraits,

Le velours de sa joue, et sa fleur de jeunesse,

Et ses grands sourcils noirs couronnant tous ses traits ;

 

Ah ! qu’elle aimait encor, sur le portrait fidèle

Que ses doigts blancs et longs me tenaient approché,

Interroger mon goût, le front vers moi penché,

Et m’entendre à loisir parler d’elle près d’elle !

 

Un soir, je lui trouvai de moins vives couleurs :

Assise, elle rêvait : sa paupière abaissée

Sous ses plis transparents dérobait quelques pleurs ;

Son souris trahissait une triste pensée.

 

Bientôt elle chanta ; c’était un chant d’adieux.

Oh ! comme, en soupirant la plaintive romance,

 

Sa voix se fondait toute en pleurs mélodieux,

Qui, tombés en mon cœur, éteignaient l’espérance !

 

Le lendemain un autre avait reçu sa foi.

Par le vœu de ta mère à l’autel emmenée,

Fille tendre et pieuse, épouse résignée,

Sois heureuse par lui, sois heureuse sans moi !

 

Mais que je puisse au moins me rappeler tes charmes ;

Que de ton souvenir l’éclat mystérieux

Descende quelquefois au milieu de mes larmes,

Comme un rayon de lune, un bel Ange des cieux !

 

Qu’en silence adorant ta mémoire si chère,

Je l’invoque en mes jours de faiblesse et d’ennui ;

Tel en sa sœur aînée un frère cherche appui,

Tel un fils orphelin appelle encor sa mère.

 

 

 

Charles Sainte-Beuve (23 december 1804 – 13 oktober 1869)

Getekend door François-Joseph Heim, 1856

 

Lees meer...

22-12-11

Margit Schreiner, Felicitas Hoppe, Hugo Loetscher, F.T. Marinetti, Jean Racine, Kenneth Rexroth

 

De Oostenrijkse schrijfster Margit Schreiner werd geboren op 22 december 1953 in Linz. Zie ook mijn blog van 22 december 2008 en ook mijn blog van 22 december 2009.en ook mijn blog van 22 december 2010.

 

Uit: Nackte Väter

 

“Nachdem meine Mutter und ich einen Tag nach meiner Ankunft in Linz und einen Tag vor dem Begräbnis zum Friedhof gefahren waren, wo mein Vater aufgebahrt lag, und ein blasser Mensch mit ovalem Gesicht uns aus einer Ecke hinter dem Sarg heraus gefragt hatte, ob wir den Verstorbenen noch einmal sehen wollten und meine Mutter gleich »ja« gerufen und der blasse Mensch zuerst die Blumen und Kränze zur Seite geschafft und dann behutsam den Deckel des Sarges geöffnet hatte und wir auf die verkrümmte, aufgebäumte Leiche meines Vaters gesehen hatten – der Kopf nach hinten gestemmt, der Mund weit, die Augen halb geöffnet –, so daß ich einen schrecklichen Augenblick lang sicher war, die Augäpfel hätten sich unter den Lidern bewegt und mein Vater hätte von meiner Mutter zu mir geschaut, so wie er es all die Monate im Pflegeheim gemacht hatte –, nachdem meine Mutter und ich also meinen Vater, sich aufbäumend und dabei wie im Krampf erstarrt, daliegen sahen, so dünn und verzerrt, und seine Arme unter dem kurzärmeligen, beigen Hemd, das meine Mutter gleich nach der Todesnachricht mit der dunkelblauen Krawatte ins Pflegeheim gebracht hatte, sichtbar waren, knochig und übersät mit roten und braunen und blauen Flecken, und das Gesicht, das ich doch einmal, vor langer Zeit, bis in alle Falten und Furchen hinein so genau gekannt hatte, ganz fremd und ausgetrocknet schien – die sonst faltige Haut jetzt straff gespannt von Knochen zu Knochen, die Nase spitz –, nachdem der blasse Leichenbestatter mithin den Deckel vom Sarg gehoben hatte und wohl selbst erschrocken war über den sich aufbäumenden, mageren und verzerrten Körper, über den weit geöffneten Mund und die halb geöffneten Augen und ich gedacht hatte, daß er nun etwas sagen würde, etwas Tröstendes oder auch Erklärendes, er aber, nachdem meine Mutter plötzlich laut und mehrmals hintereinander gerufen hatte: »Genau so hat er ausgesehen zum Schluß, genau so«, nichts gesagt, sondern nur zur Seite gesehen hatte, zu den Blumen und Kränzen, die er auf eine Art Ablage gelegt hatte und wieder auf den Sarg legen würde, wenn er geschlossen wäre,…”

 

 

Margit Schreiner (Linz, 22 december 1953)

 

Lees meer...