16-07-11

Dag Solstad, Bernard Dimey, Andrea Wolfmayr, Pierre Benoit, Franz Nabl

 

De Noorsde schrijver Dag Solstad werd geboren op 16 juli 1941 in Sandefjord. Zie ook mijn blog van 16 juli 2007 en ook mijn blog van 16 juli 2009 en ook mijn blog van 16 juli 2010.

 

Uit: Professor Andersens Nacht (Vertaald door Ina Kronenberger)

 

„Es war Heiligabend, und Professor Andersen hatte in seinem Wohnzimmer einen Weihnachtsbaum.

Er sah ihn an. »Na, so was«, dachte er. »Ich muß schon sagen.« Er wandte sich ab und ging durch das Zimmer, während er den Weihnachtsliedern im Fernsehen lauschte. »Ja, ich muß schon sagen «, wiederholte er. »Ja, was will ich eigentlich sagen?« fragte er sich sodann nachdenklich. Er betrachtete den schön gedeckten Tisch im Eßzimmer. Für eine Person gedeckt. »Seltsam, wie tief es doch sitzt«, dachte er, »und noch dazu ohne jegliche Ironie«, dachte er und schüttelte den Kopf.

Er freute sich auf das Essen. Unter dem Weihnachtsbaum lagen zwei Geschenke, von jedem seiner beiden erwachsenen Neffen eins. »Wenn ich hoffe, daß mir die Speckschwarte schön knusprig gelingt, liegt darin dann ein Hauch von Ironie?

Nein«, dachte er, »gelingt mir die Speckschwarte nicht, werde ich richtig wütend und fluche laut, obwohl Heiligabend ist«, dachte er. So wie er laut geflucht hatte, als er sich damit abmühte, den Baum in den Baumständer zu zwingen, damit dieser richtig saß und anschließend gerade und nicht schief stand, so wie ein Weihnachtsbaum im Haus zu stehen hat. Wie er ebenfalls geflucht hatte, als er die elektrischen Kerzen an den Zweigen des Baums befestigt hatte und feststellte, daß er auch in diesem Jahr im Kreis gegangen war, weswegen sich das Kabel in sich verdreht hatte und er kehrtmachen und wieder zurückgehen mußte, eine Kerze nach der anderen abnehmen und noch einmal fast ganz von vorn beginnen. Verflucht, hatte er da gesagt. Verflucht. Laut und vernehmlich, doch das war gestern gewesen. »Seltsam, wie tief Heiligabend in uns sitzt«, dachte er. Die feierliche Stimmung. Die Heilige Nacht. Die um Mitternacht eingeläutet wird. Nicht vorher, wie so viele in Norwegen glauben, heute ist der Abend vor der Heiligen Nacht. Oder der Stillen Nacht.“

 

 

Dag Solstad (Sandefjord, 16 juli 1941)

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15-07-11

Iris Murdoch, Richard Russo, Jean Christophe Grangé, Driss Chraïbi, Walter Benjamin, Jacques Rivière

 

De Iers-Britse schrijfster en filosofe Iris Murdoch werd geboren in Dublin op 15 juli 1919. Zie ook mijn blog van 15 juli 2007 en ook mijn blog van 15 juli 2008 en ook mijn blog van 15 juli 2009 en ook mijn blog van 15 juli 2010.

 

Uit: The Black Prince

 

„I lived then and had long lived in a ground-floor flat in a small shabby pretty court of terrace houses in North Soho, not far from the Post Office Tower, an area of perpetual seedy brouhaha. I preferred this genteel metropolitan poverty to the styleless surburban affluence favoured by the Baffins. My ‘rooms’ were all at the back. My bedroom looked on to dustbins and a fire escape. My sitting-room on to a plain brick wall caked with muck. The sitting-room, half a room really (the other half, stripped and degraded, was the bedroom) had wooden panels of that powdery dignified shade of green which can only be achieved by about fifty years of fading. This place I had crammed with too much furniture, with Victorian and oriental bric-à-brac, with tiny heterogeneous objets d'art, little cushions, inlaid trays, velvet cloths, antimacassars even, lace even. I amass rather than collect. I am also meticulously tidy though resigned to dust. A sunless and cosy womb my flat was, with a highly wrought interior and no outside. Only from the front door of the house, which was not my front door, could one squint up at sky over tall buildings and see above the serene austere erection of the Post Office Tower.

So it was that I deliberately delayed my departure. What if I had not done so? I was proposing to disappear for the whole summer, to a place incidentally which I had never seen but had adopted blind. I had not told Arnold where I was going. I had mystified him. Why I wonder? Out of some sort of obscure spite? Mystery always bulks larger. I had told him with a firm vagueness that I should be travelling abroad, no address. Why these lies? I suppose I did it partly to surprise him. I was a man who never went anywhere. Perhaps I felt it was time I gave Arnold a surprise. Neither had I informed my sister Priscilla that I was leaving London. There was nothing odd in that. She lived in Bristol with a husband whom I found distasteful. Suppose I had left the house before Francis Marloe knocked on the door? Suppose the tram had arrived at the tram stop and taken Prinzip away before the Archduke's car came round the corner?

I repacked the suitcases and transferred to my pocket, for re-reading in the train, the third version of my review of Arnold's latest novel. As a one-book-a-year man Arnold Baffin, the prolific popular novelist, is never long out of the public eye. I have had differences of opinion with Arnold about his writing. Sometimes in a close friendship, where important matters are concerned, people agree to differ and, in that area, fall silent. So, for a time, it had been with us. Artists are touchy folk. I had, however, after a superficial glance at his latest book, found things in it which I liked, and I had agreed to review it for a Sunday paper. I rarely wrote reviews, being in fact rarely asked to.“

 

 


Iris Murdoch (15 juli 1919 – 8 februari 1999)

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Robert Wohlleben, Heinrich Peuckmann, Clive Cussler, Jacques Derrida, Kunikida Doppo, Hammond Innes

 

De Duitse dichter, schrijver, vertaler, essayist en uitgever Robert Wohlleben werd geboren op 15 juli 1937 in Rahlstedt. Zie ook mijn blog van 15 juli 2007 en ook mijn blog van 15 juli 2009. en ook mijn blog van 15 juli 2010.

 

 

An mich

 

Lasierter Himmel ohne große Farben

bleicht langsam hin – das sagt mir wohl was jetzt?

Ich spür zu scharf das Kinn, rasurverletzt.

Verheilen tuts bereits für weitre Narben.

 

Der Schmerz ebbt weg, wie andre längst verdarben,

in Hirnverliesen erst mal weggeätzt.

Da steh ich da: versetzt, verpetzt, vergrätzt

und weiß nicht mal, wohin die Schmerzen starben.

 

Die Bomben, schlechte Zeit, die jungen Jahre

verschwimmen kaum und gehn doch in die Binsen,

vom Rand her nimmt die Schärfe mählich ab.

 

Sie solls nicht – doch wie oft ich mich auch paare

und fruchtbar bin: Mein väterliches Grinsen

geht schief, weil ich zu knapp nach Atem schnapp.

 

 

 

Altwerden

 

In Kladde ohne Ton gefragt: was war?

Den Tigern springen Funken von den Ketten.

Die Stadt brennt. Schwarzgepudert die Reinetten.

Der Sterne flic flac. Falsch und wunderbar.

 

Mit Flügeln schlägt ein abgeknallter Star.

Den Triggerfinger kann nu nix mehr retten.

Dann dreh die Platte um. Laß Ella scatten.

Im Jive verkettet jetzt sich Paar um Paar.

 

Im Schädel bleicht die Mahd der Bordgeschütze.

Kartoffelsackbedeckte Haufen. Kamen

von fern hierher. Wo Tod das Leben frißt.

 

Ich leb. Den Schädel deckt die Baskenmütze.

Die Bilder führ ich mit. Und all die Namen.

Von der und dem. Da weiß ich doch: was ist.

 

 

 

Robert Wohlleben (Rahlstedt, 15 juli 1937)

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14-07-11

Volker Kaminski, Irving Stone, Natalia Ginzburg, Jacques de Lacretelle, Gavrila Derzjavin

 

De Duitse schrijver Volker Kaminski werd op 14 juli 1958 in Karlsruhe geboren. Kaminski studeerde 1981-1983 aan de universiteit van Freiburg en 1983-1990 aan de Vrije Universiteit van Berlijn Germanistiek en filosofie. Hij werkte als prive-leraar en opvoeder, maakte zijn debuut in 1994 met de novelle "Die letzte Prüfung" en publiceerde romans, diverse korte verhalen en artikelen in kranten, tijdschriften en bloemlezingen. Volker Kaminski werkt als freelance schrijver in Berlijn. In 1995 nam hij deel aan de Ingeborg Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Kaminski werd bekroond met de Alfred Doblin beurs 1996 en ontving subsidies ​​van de Kunststiftung Baden-Württemberg en van de Berlijnse Senaat. In 2003 verbeelf hij in het kunstenaarsdorp Schöppingen. In 2008 ontving hij voor drie maanden een beurs voor het Künstlerhaus Edenkoben.

 

Uit: Mit der Strömung

 

Sie trafen sich vor dem Frühstück an der Badebucht. Victor stand auf dem Holzsteg und hatte die Hände hinter dem Rücken verschränkt. Er ließ die Au-gen langsam über die Bucht kreisen. Rechts die Umrisse einer mittelalterlichen Burg, deren Befestigungsmauern bis ans Meer reichten; links vor der Sonne ein runder Kirchturm, so hoch wie ein Leuchtturm; oben in den Hügeln ein steinernes Kastell. Das Dorf schien um neun Uhr morgens noch menschenleer. Trotzdem hatte es schon etwas Ungewöhnliches gegeben; ein mit Blumen und Kränzen geschmückter Wagen war vor die Kirche gefahren, fünfzehn Minuten lang hatte die Glocke geschlagen. Dann war das Auto im Schritttempo durchs Dorf gefahren, gefolgt von einer kleinen Trauergemeinde.
„Heute ist das Meer viel wärmer“, rief Ines vom Ufer. Sie klang fröhlich wie immer. Victor und Sonja gingen hinunter ans Wasser, wo Ines stand und sich mit einer jungen Französin unterhielt. „C’est une catastrophe“, hörte er die Frau sagen. Ein paar Kinder liefen mit Käschern und Plastikeimerchen herum. Sie sammelten Quallen ein - Feuerquallen. Die roten Quallen waren über Nacht auf den Strand zugetrieben. Victor ließ sich von Ines mit spitzem Finger die Stellen im Meer zeigen, wo sich die MEDUSES in Schwärmen herumtrieben. Die Quallen konnten ihnen den ganzen Urlaub verderben, doch Ines lachte und behandelte sie wie eine Sensation.
Es war kühl und windig, obwohl es Mitte Juli war. Bei solchen Temperaturen badete Victor nicht. Auch Sonja war noch nicht schwimmen gewesen. Das Meer musste einen schon unwiderstehlich anlocken, damit man sich unter diesen Umständen hinein getraute.

 

 

Volker Kaminski (Karlsruhe, 14 juli 1958)

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Arthur Laurents, Owen Wister, Béatrix Beck, Willard Motley, Joshua Ferris, Chimamanda Ngozi Adichie

 

De Amerikaanse schrijver, scenarioschrijver en regisseur Arthur Laurents is geboren in New York op 14 Juli 1918. Zie ook mijn blog van 14 juli 2007 en ook mijn blog van 14 juli 2009 en ook mijn blog van 14 juli 2010. Arthur Laurents is op 5 mei jongstleden op de leeftijd van 94 jaar overleden.

 

Uit: West Side Story

 

“SNOWBOY: What about the day we clobbered the Emeralds?
A-RAB: Which we couldn't have done without Tony.
BABY JOHN: He saved my ever-lovin' neck!
RIFF: Right! He's always come through for us and he will now.

(sings)
When you're a Jet,
You're a Jet all the way
From your first cigarette
To your last dyin' day.

When you're a Jet,
If the spit hits the fan,
You got brothers around,
You're a family man!

You're never alone,
You're never disconnected!
You're home with your own:
When company's expected,
You're well protected!

Then you are set
With a capital J,
Which you'll never forget
Till they cart you away.
When you're a Jet,
You stay a Jet!

(spoken) I know Tony like I know me. I guarantee you can count him in.

ACTION: In, out, let's get crackin'.
A-RAB: Where you gonna find Bernardo?
RIFF: At the dance tonight at the gym.
BIG DEAL: But the gym's neutral territory.
RIFF: (innocently) I'm gonna make nice there! I'm only gonna challenge him.”

 

 

Arthur Laurents (14 juli 1918 - 5 mei 2011)

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13-07-11

Isaak Babel, Wole Soyinka, Rebecca Salentin, Scott Symons, Claire Beyer, Adam Scharrer

De Russische schrijver Isaak Emmanuïlovitsj Babel werd geboren in Odessa op 13 juli 1894. Zie ook mijn blog van 13 juli 2010 en eveneens alle tags voor Isaak Babel op dit blog..

 

Uit: Old Shloyme

 

„Although our town is small, its inhabitants few in number, and although Shloyme had not left this town once in sixty years, you'd be hard-pressed to find a single person who was able to tell you exactly who Shloyme was or what he was all about. The reason for this, plain and simple, is that he was forgotten, the way you forget an unnecessary thing that doesn't jump out and grab you. Old Shloyme was precisely that kind of thing. He was eighty-six years old. His eyes were watery. His face—his small, dirty, wrinkled face—was overgrown with a yellowish beard that had never been combed, and his head was covered with a thick, tangled mane. Shloyme almost never washed, seldom changed his clothes, and gave off a foul stench. His son and daughter-in-law, with whom he lived, had stopped bothering about him—they kept him in a warm corner and forgot about him. His warm corner and his food were all that Shloyme had left, and it seemed that this was all he needed. For him, warming his old broken bones and eating a nice, fat, juicy piece of meat were the purest bliss. He was the first to come to the table, and greedily watched every bite with unflinching eyes, convulsively cramming food into his mouth with his long bony fingers, and he ate, ate, ate till they refused to give him any more, even a tiny little piece. Watching Shloyme eat was disgusting: his whole puny body quivered, his fingers covered with grease, his face so pitiful, filled with the dread that someone might harm him, that he might be forgotten. Sometimes his daughter-in-law would play a little trick on Shloyme. She would serve the food, and then act as if she had overlooked him. The old man would begin to get agitated, look around helplessly, and try to smile with his twisted, toothless mouth. He wanted to show that food was not important to him, that he could perfectly well make do without it, but there was so much pleading in the depths of his eyes, in the crease of his mouth, in his outstretched, imploring arms, and his smile, wrenched with such difficulty, was so pitiful, that all jokes were dropped, and Shloyme received his portion.“

 

 

Isaak Babel (13 juli 1894 – 27 januari 1940)

Babel met dochter

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Gustav Freytag, Wilhelm Wackenroder, John Clare, Julius Caesar, Silvio Pfeuffer, Peter Zantingh

 

De Duitse schrijver en journalist Gustav Freytag werd geboren op 13 juli 1816 in Kreuzburg. Zie ook mijn blog van 13 juli 2006 en ook mijn blog van 13 juli 2008 en ook mijn blog van 13 juli 2009 en ook mijn blog van 13 juli 2010.

 

Uit: Soll und Haben

 

„Ostrau ist eine kleine Kreisstadt unweit der Oder, bis nach Polen hinein berühmt durch ihr Gymnasium und süße Pfefferkuchen, welche dort noch mit einer Fülle von unverfälschtem Honig gebacken werden. In diesem altväterischen Orte lebte vor einer Reihe von Jahren der königliche Kalkulator Wohlfart, der für seinen König schwärmte, seine Mitmenschen - mit Ausnahme von zwei Ostrauer Spitzbuben und einem groben Strumpfwirker - herzlich liebte und in seiner sauren Amtstätigkeit viele Veranlassung zu heimlicher Freude und zu demütigem Stolze fand. Er hatte spät geheiratet, bewohnte mit seiner Frau ein kleines Haus und hielt den kleinen Garten eigenhändig in Ordnung. Leider blieb diese glückliche Ehe durch mehrere Jahre kinderlos. Endlich begab es sich, daß die Frau Kalkulatorin ihre weißbaumwollene Bettgardine mit einer breiten Krause und zwei großen Quasten verzierte und unter der höchsten Billigung aller Freundinnen auf einige Wochen dahinter verschwand, gerade nachdem sie die letzte Falte zurechtgestrichen und sich überzeugt hatte, daß die Gardine von untadelhafter Wäsche war. Hinter der weißen Gardine wurde der Held dieser Erzählung geboren.

Anton war ein gutes Kind, das nach der Ansicht seiner Mutter vom ersten Tage seines Lebens die staunenswertesten Eigenschaften zeigte. Abgesehen davon, daß er sich lange Zeit nicht entschließen konnte, die Speisen mit der Höhlung des Löffels zu fassen, sondern hartnäckig die Ansicht festhielt, daß der Griff dazu geeigneter sei, und abgesehen davon, daß er eine unerklärliche Vorliebe für die Troddel auf dem schwarzen Käppchen seines Vaters zeigte und das Käppchen mit Hilfe des Kindermädchens alle Tage heimlich vom Kopf des Vaters abhob und ihm lachend wieder aufsetzte, erwies er sich auch bei wichtigerer Gelegenheit als ein einziges Kind, das noch nie dagewesen.“

 

 


Gustav Freytag (13 juli 1816 - 30 april 1895)

Standbeeld in Wiesbaden

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12-07-11

Pablo Neruda, Carla Bogaards, Stefan George

 

De Chileense dichter Pablo Neruda (eig. Ricardo Eliecer Neftalí Reyes Basoalto) werd geboren in Parral op 12 juli 1904. Zie ook mijn blog van 12 juli 2007 en ook mijn blog van 12 juli 2008 en ook mijn blog van 12 juli 2009 en ook mijn blog van 12 juli 2010.

 

Uit: Honderd liefdessonnetten

 

XCIV

Als ik sterf, overleef me met zo'n zuivere kracht
dat je de woede wekt van de flauwte en de koude,
verhef naar wijd en zijd je onuitwisbare blikken,
speel met je gitaarmond van 's ochtends tot 's avonds.

Ik wil niet dat je lach en je stappen aarzelen,
ik wil niet dat mijn blije nalatenschap sterft,
klop niet aan mijn hart, ik zal er niet zijn.
Leef in mijn afwezigheid als in een huis.

De afwezigheid is een huis zo onmetelijk,
dat je er dwars door de muren zult binnenkomen
en de kaders in de lucht zult ophangen.

De afwezigheid is een huis zo transparant,
dat ik, zelf levenloos, jou zal zien leven
en als je lijdt, liefste, opnieuw zal sterven.



XX

Lelijk lief, je bent een verwaaide kastanje,
Mooi lief, je bent zo mooi als de wind,
Lelijk lief, je hebt een mond als twee monden,
Mooi lief, je zoenen zijn koel als watermeloenen.

Lelijk lief, waar heb je je borsten verborgen?
Ze zijn zo miniem als twee maatjes koren.
Ik had op je borst graag twee manen zien rijzen:
De reusachtige torens van je heerschappij

Lelijk lief, de zee biedt je nagels niet te koop,
Mooi lief, bloem na bloem, ster om ster,
Golf om golf, liefste, ik heb je lichaam geteld:

Lelijk lief, ik heb je lief om je gouden taille,
Mooi lief, ik heb je lief om een frons op je voorhoofd,
Liefste, ik heb je lief om donker en om licht.

 

 

 

Vertaald door Willy Spillebeen

 

 

 

Tie Your Heart at Night to Mine

Tie your heart at night to mine, love,
and both will defeat the darkness
like twin drums beating in the forest
against the heavy wall of wet leaves.

Night crossing: black coal of dream
that cuts the thread of earthly orbs
with the punctuality of a headlong train
that pulls cold stone and shadow endlessly.

Love, because of it, tie me to a purer movement,
to the grip on life that beats in your breast,
with the wings of a submerged swan,

So that our dream might reply
to the sky's questioning stars
with one key, one door closed to shadow.

 

 

 

Vertaald door A. S. Kline

 

 


Pablo Neruda (12 juli 1904 – 23 september 1973)

Standbeeld in Valparaiso

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Bruno Schulz, Driek van Wissen, Peter Edel, Ludwig Rubiner

 

De Poolse schrijver, schilder en graficus Bruno Schulz werd geboren op12 juli 1892 in Drohobycz, in Galicië. Zie ook mijn blog van 12 juli 2007 en ook mijn blog van 12 juli 2009 en ook mijn blog van 12 juli 2010.

 

Uit: Das Sanatorium zur Sanduhr (Vertaald door Doreen Daume)

 

»Sie wollen sich für die erste Klasse anmelden, Herr Rat?« fragte er. »Das ist sehr löblich und anerkennenswert. Wenn ich recht verstehe, dann wollen Sie Ihre Edukation von Grund auf wieder rekonstruieren. Ich sage immer wieder: Grammatik und Einmaleins, das sind die Fundamente jeder Ausbildung. Natürlich können wir Sie, Herr Rat, nicht genauso behandeln wie einen Schüler, der den schulischen Zwängen unterliegt. Eher schon wie einen Hospitanten, einen Veteranen des Alphabets,

der gewissermaßen, nach langem Vagabundieren, noch einmal in der Schulbank gelandet ist. Der sein angeschlagenes Schiff sozusagen in diesen Hafen gelenkt hat.

Ja, ja, Herr Rat, es gibt nicht viele, die uns solche Dankbarkeit erweisen, die unsere Verdienste anerkennen und nach lebenslanger Arbeit, nach lebenslangen Mühen zu uns zurückkommen und sich hier für immer niederlassen, als freiwilliger und lebenslanger Repetent. Sie, Herr Rat, werden hier im Zuge einer Ausnahmeregelung sein. Ich habe immer gesagt …«

»Entschuldigen Sie«, unterbrach ich ihn, »aber ich möchte dazu nur kurz sagen: Was Ausnahmeregelungen betrifft, so werde ich ganz auf diese verzichten … ich wünsche keine Privilegierung. Ganz im Gegenteil … ich möchte mich durch nichts unterscheiden, ja mir liegt

daran, mich einzufügen, in der grauen Masse der Klassen unterzugehen. Mein ganzes Trachten hätte sein Ziel verfehlt, wenn ich bei irgend etwas im Vergleich zu den anderen privilegiert behandelt werden würde. Selbst wenn es um körperliche Züchtigung geht«, hier hob ich den Finger, »erkenne ich zur Gänze ihre erlösende und moralisch erbauende Wirkung an – ich möchte mir ausdrücklich

verbitten, daß in dieser Hinsicht für mich irgendwelche Ausnahmen gemacht werden.«

 

 

Bruno Schulz (12 juli 1892 - 19 november 1942)

Zelfportret

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Max Jacob, Henry David Thoreau, Hermann Conradi, Hans Koning, Willem Abma

 

De Franse dichter en schrijver Max Jacob werd op 12 juli 1876 geboren in Quimper. Zie ook mijn blog van 12 juli 2010 en evenns alle tags voor Max Jacob op dit blog.

 

 

Poème

 

Quand le bateau fut arrivé aux îles de l'Océan Indien, on s'aperçut qu'on n'avait pas de cartes. Il fallut descendre. Ce fut alors qu'on connut qui était à bord: il y avait cet homme sanguinaire qui donne du tabac à sa femme et le lui reprend. Les îles étaient semées partout. En haut de la falaise, on aperçut à de petits nègres avec des chapeaux melon: "Ils auront peut-être des cartes." Nous prîmes le chemin de la falaise: c'était une échelle de corde; le long de l'échelle, il y avait peut-être des cartes! des cartes même japonaises! Nous montions toujours. Enfin, quand il n'y eut plus d'échelons (des cancres en ivoire quelque part), il fallut monter avec les poignets. Mon frère l'Africain s'en acquitta très bien, quant à moi, je découvris des échelons où il n'y en avait pas. Arrivés en haut, nous sommes sur un mur; mon frère saute. Moi, je suis à la fenêtre! Jamais je ne pourrai me décider à sauter: c'est un mur de planches rouges. "Fais le tour", me crie mon frère l'Africain. Il n'y a plus ni étages, ni passagers, ni bateau, ni petit nègre: il y a le tour qu'il faut faire. Quel tour! c'est décourageant.

 

 

Die Bettlerin von Neapel

 

Als ich in Neapel lebte, stand an der Tür meines Palastes eine Bettlerin, der ich stets vor dem Einsteigen in den Wagen Kleingeld zuwarf. Erstaunt, weil nie ein Dank kam, schaute ich die Bettlerin eines Tages an. Als ich sie so betrachtete, sah ich, daß das, was ich für eine Bettlerin gehalten hatte, ein grün angestrichener Holzkasten war, der rote Erde und einige halb verfaulte Bananen enthielt.

 


Vertaald door
Johannes Beilharz

 

 

 


Max Jacob (12 juli 1876 - 5 maart 1944)

Portret door Picasso, 1907

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11-07-11

Pai Hsien-yung, Helmut Krausser, Giuseppe Bonaviri, Herman de Man, Kurt Klinger, Henri Coulonges

 

De Taiwanees-Amerikaanse schrijver Pai Hsien-yung werd geboren op 11 juli 1937 in Guilin, Guangxi in China. Zie ook mijn blog van 11 juli 2007 en ook mijn blog van 11 juli 2009 en ook mijn blog van 11 juli 2010.

 

Uit: Crystal Boys (Vertaald door Howard Goldblatt)

 

„Little Jade, Mousey, and Wu Min were sitting around the table eating and arguing about something. The sight of the food reminded me that I was hungry. Might as well eat something before going to the hospital.When Little Jade saw me he pointed and laughed:

“Here comes another one! What’ll we call him? How about a carp fairy!”

Mousey and Wu Min laughed.

“What the hell is that supposed to mean?” I sat down and slid Little Jade’s bowl and chopsticks over. I quickly shoveled some rice into my mouth. “I think you’re a fox fairy!”

Mousey jumped up and pointed at Little Jade.

“See there, Wu Min and I said you were a fox fairy, but you didn’t believe us. Now it’s unanimous!”

“Okay, okay, then I’m a fox fairy,” Little Jade said as he thumped his chest. “You’re a rat fairy.

And you,” he pointed at Wu Min, “you’re a rabbit fairy.” Then he turned to me. “You’re a carp fairy, the chief’s an old tortoise fairy, and A-xiong’s a gorilla fairy . . . so our ‘den of fairies’ has one of every kind.

Tonight if people come over to gawk at the fairies, we’ll sell tickets at a hundred yuan apiece. If they look too long it’ll be another hundred. That way we won’t have to sell booze to stay in business.” Little Jade snatched Mousey’s chopsticks out of his hand, banged them against the side of his bowl, and sang the children’s song “Two Little Tigers” with new words:

 

Four little fairies

Four little fairies

 

All the same height

All the same height

 

This one has no pecker

That one has no nuts

 

Isn’t that wonderful

Isn’t that wonderful

 

We laughed like crazy and joined in the next chorus of our “Fairy Song.”

 

 

 


Pai Hsien-yung (Guilin, 11 juli 1937)

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Ronald M. Schernikau, Marjan Berk, Luis de Góngora, Léon Bloy, Johanna Schouten-Elsenhout, Richard Beer-Hofmann, Jean-François Marmontel

 

De Duitse schrijver Ronald M. Schernikau werd geboren op 11 juli 1960 in Magdeburg. Zie ook mijn blog van 11 juli 2010.

 

Uit: Kleinstadtmovelle

 

“denn natürlich ist b. schwul. er geht mit den mädchen auf den schulhof, sieht sich um, grüßt, bleibt stehen und ist schwul. meine damen und herren, sie hören jetzt die sendung: ein homosexueller ist immer verdächtig, johanna müller berichtet über vorurteile gegen eine minderheit. welche vorurteile wir gegen homosexuelle haben und wie die damit umgehen, das soll in dieser sendung verhandelt werden. die originaltöne sind so entstanden: fünf homosexuelle männer haben sich interviews mit zwei heterosexuellen männern angehört und sind anschließend auf einige aussagen eingegangen. b.s bekanntenkreis ist groß, er gerät durch eine männergruppe in ein rundfunkstudio des örtlichen dritten programms mit eindrucksvoller toilette, in der man tanzen kann: mal sehen, ob ich auf die damen? oder die herrentoilette gehe!, verkündet er, ein lacherfolg, er flirtet mit dem leitenden redakteur, der germanistische kolumnen im stern schreibt und ihnen, zitat, mit warmherziger sympathie zugehört hat, wie er nach der aufnahme versichert. sie sitzen in der kantine des funkhauses, und b. langweilt das tuscheln der anderen: hast du den?, guck mal der!, ist das nicht?, weil er keinen von denen kennt. auf der fahrt hierher hat er martina getroffen und es ihr in wagemutiger stimmung erzählt: also, da wird ne sendung gemacht, fünf schwule in nem studio, und wieso dann du?, ganz einfach, achso. und sie wird vor dem radio sitzen wie alle aus der schule, und es wird bekannt sein danach. und wenn einer sagt, ich tue nichts gegen das bekanntwerden meiner homosexualität aber auch nichts dafür, dann ist das zu einfach. vielleicht ist das bewußte tragen des rosa winkels, der kennzeichen der schwulen in kzs war, die nur komische überschätzung der eigenen isolation, aber es gibt diffamierung in jeder form.”

 

 

Ronald M. Schernikau (11 juli 1960 - 20 oktober 1991)

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10-07-11

Marcel Proust, Salvador Espriu, Hermann Burger, Gerhard L. Durlacher

 

De Franse schrijver Marcel Proust werd geboren in Auteuil op 10 juli 1871. Zie ook mijn blog van 10 juli 2010 en eveneens alle tags voor Marcel Proust op dit blog.

 

Uit: Op zoek naar de verloren tijd, De kant van Swann (Vertaald door Thérèse Cornips)

 

„In mijn oren gonsde het van de geur van de meidoorn. De haag leek op een lange rij kapellen die onder een dikke laag op het altaar gestrooide bloemen verdwenen; daaronder tekende de zon op de grond en scherp traliewerk, alsof haar licht door een kerkram viel: de geur breidde zich net zo olieachtig en vol, alsof het een vaste vorm geworden was uit, als toen ik voor het altaar van de Heilige Maagd stond en de net zo opgeschikte bloemen droegen elk op dezelfde nonchalante wijze hun glinsterende meeldraden, fijne stervormige ribben in laat-gotische stijl zoals in de kerk de ajouren balustrade van de galerij of de stijlen van de gebrandschilderde ramen en die hier ontloken in de witte zinnelijkheid van bloeiende aardbeien. […]
Maar ik kon nog zo lang voor de meidoorns blijven staan om mij door hen te laten bezielen , hun een plaats geven in mijn geest die er niets mee wist te beginnen, hun onzichtbare onveranderlijke geur te verliezen en weer terugvinden, mij één voelen met hun ritme dat hun bloemen, hier en daar, met een jeugdige opgewektheid en op onverwachte afstanden zoals bepaalde muzikale intervallen, vormden, ze boden me tot in ’t oneindige dezelfde charme met een onuitputtelijke overvloed, maar zonder dat ik dieper in hen kon doordringen, zoals er bepaalde melodieën zijn, die men honderdmaal achtereen speelt zonder ook maar iets meer achter hun geheim te komen.“

(…)

 

‘Je houdt toch zo veel van meidoorns, kijk dan eens naar deze met roze bloemen; wat is die mooi! ‘ Inderdaad was het een meidoorn, maar dan roze, nog mooier dan de witte. Ook deze was voor een feest versierd – voor een van die echte feesten wat alleen kerkelijke feesten kunnen zijn, omdat ze immers niet zoals de wereldlijke door een gril van het toeval aan een of andere willekeurige dag geplakt worden, die er niet speciaal toe voorbestemd is en die niet iets essentieel feestelijks heeft- maar nog rijker, want de bloemen die zo dicht op elkaar aan de takken zaten dat ze, zoals de pompons rondom een rococo herdersstaf, geen plaats onversierd lieten, waren ‘in kleur’

 

 

Marcel Proust (10 juli 1871 – 18 november 1922)

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Alice Munro, Jürgen Becker, Nicolás Guillén, Kurt Bartsch

 

De Canadese schrijfster Alice Munro werd geboren op 10 juli 1931 in Wingham, Ontario. Zie ookmijn blog van 10 juli 2007 en ook mijn blog van 10 juli 2008 en ook mijn blog van 10 juli 2009 en ook mijn blog van 10 juli 2010

 

Uit: Too Much Happiness

 

„On the first day of January, in the year 1891, a small woman and a large man are walking in the Old Cemetery, in Genoa. Both of them are around forty years old. The woman has a childishly large head, with a thicket of dark curls, and her expression is eager, faintly pleading. Her face has begun to look worn. The man is immense. He weighs 285 pounds, distributed over a large frame, and being Russian, he is often referred to as a bear, also as a Cossack. At present he is crouching over tombstones and writing in his notebook, collecting inscriptions and puzzling over abbreviations not immediately clear to him, though he speaks Russian, French, English, Italian and has an understanding of classical and medieval Latin. His knowledge is as expansive as his physique, and though his speciality is governmental law, he is capable of lecturing on the growth of contemporary political institutions in America, the peculiarities of society in Russia and the West, and the laws and practices of ancient empires. But he is not a pedant. He is witty and popular, at ease on various levels, and able to live a most comfortable life, due to his properties near Kharkov. He has, however, been forbidden to hold an academic post in Russia, because of being a Liberal.
His name suits him. Maksim. Maksim Maksimovich Kovalevsky.
The woman with him is also a Kovalevsky. She was married to a distant cousin of his, but is now a widow.
She speaks to him teasingly.
“You know that one of us will die,” she says. “One of us will die this year.”
Only half listening, he asks her, Why is that?
“Because we have gone walking in a graveyard on the first day of the New Year.”
“Indeed.”
“There are still a few things you don’t know,” she says in her pert but anxious way. “I knew that before
I was eight years old.”
“Girls spend more time with kitchen maids and boys in the stables—I suppose that is why.”
“Boys in the stables do not hear about death?”
“Not so much. Concentration is on other things.”
There is snow that day but it is soft. They leave melted, black footprints where they’ve walked.“

 

 

Alice Munro (Wingham, 10 juli 1931)

 

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