22-05-12

Erik Spinoy, Arthur Conan Doyle, Anne de Vries, Kees Winkler

 

De Vlaamse dichter en schrijver Erik Spinoy werd geboren op 22 mei 1960 in Sint-Niklaas. Zie ook alle tags voor Erik Spinoy op dit blog.

 

 

Een terugkeer

met de noorderzon. gebogen lopen
jagers, honden het gezichtsveld in.
Op hun schouders ligt de eindeloze
hangmat van het licht. Met moeite

buit, een vos - alleen wie toekijkt
kan het zien. Alleen wie waarlijk ogen heeft
verstaat. Want slechts met afgewend gezicht
ontbloten ze het masker van de spijt. Waar

ze waren blijft geheim, en wat ze zagen is
niet uit te spreken. Maar dat ze weten
staat als bomen bij hen. En ook, dat dit
een aftocht is, hun onverhoopte

aankomst in een huis van
ingesloten open lucht.

 

 

 

 

Kon dit veel langer straffeloos?...


Kon dit veel langer straffeloos?
Iets zette uit en broeide
en men voelde

 

dingen liepen uit de hand
dreven naar de rand en
gingen veel en veel
te ver

 

geruchten zwollen aan
van strovuur tot
uitslaande brand.

 

Honden blaften elke nacht
de maan scheen vol
doodsbleek
te rijp
als oude schimmelkaas.

 

Gisteren nog
de muren van de cel als door gezang
trompetgeschal slechts neergehaald

 

en goed
daar zat je dan:

 

ijskoud
naakter dan een rode slak
een dooier zonder schaal
een walnoot zonder dop

 

een brein dat weerzin wekt
zo zonder schedeldak
dat krimpt voor

 

de verwachte klap.

 

 

 

Erik Spinoy (Sint-Niklaas, 22 mei 1960)

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21-05-12

Gabriele Wohmann, Urs Widmer, Emile Verhaeren

 

De Duitse schrijfster Gabriele Wohmann werd op 21 mei 1932 in Darmstadt geboren als Gabriele Guyot. Zie ook alle tags voor Gabriele Wohmann op dit blog.

 

Uit: Denk immer an heut nachmittag

 

„Eine halbe Stunde Fahrt auf der Hinterplattform", sagte der Vater, „wieder was Schönes zum Drandenken."

Die Bahn ruckelte durch die dunklen feuchten Gäßchen von Gratte. Spätnachmittags, die Zeit, in der noch einmal alle Frauen ihre Einkaufstaschen zu den Krämern trugen, in die Auslagen der engen Schaufenster starrten und wie im Gebet die Lippen bewegten, während sie die Münzen in ihren klebrigen Portemonnaies zählten. Die letzten Minuten, bevor die Kinder endgültig hinter den schartigen Hausmauern verschwänden, ehe die Männer auf ihren Motorrädern in das Delta der Gassen donnern würden. Das Kind hielt die Messingstange vor der Fensterscheibe fest, aber immer wieder rutschte die glatte Wolle seiner Handschuhe ab. „Wie im Aussichtswagen. Lauter lustige Dinge", sagte der Vater. „Du kannst immer dran denken: wie lustig war's doch, als wir plötzlich bei Wickler im Fenster die Mannequins entdeckten und als der Vater sagte: schön, wir fahren eine Bahn später. Die hübschen Mannequins, weißt du's noch?"

„Ja", sagte das Kind. Sein Knie spürte den Koffer.

Die Bahn fuhr jetzt durch eine Straße mit eckigen unfrisierten Gärtchen, und Gratte sah nur noch wie ein dicker, dunkler Pickel aus. Dann Bäume, die meisten noch kahl, eine Bank mit einem Mädchen, das die Fingernägel reinigte, gekrümmte nackte Kiefernstämme in sandigen Kahlschlägen.

„Der Wald von Laurich", sagte der Vater, „er zieht sich bis zu deinem Schulheim. Ihr werdet ihn wahrscheinlich oft zu sehen bekommen, Spiele im Wald veranstalten, Schnitzelversteck und was weiß ich, Räuberspiele, Waldlauf." Ein fetter Junge auf dem Fahrrad tauchte auf und hetzte in geringem Abstand hinter der Bahn her. Sein schwitzendes bläuliches Gesicht war vom Ehrgeiz verunstaltet, die farblose dicke Zunge lag schlaff auf der Unterlippe. „Zunge rein", rief der Vater und lachte.

„Ob er's schafft? Was meinst du?"

 

 

Gabriele Wohmann (Darmstadt, 21 mei 1932)

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20-05-12

Dolce far niente 9, Madison Cawein, Gerrit Achterberg, Annie M.G. Schmidt

 

Romenu heeft even vrij vandaag. Morgen weer de gebruikelijke berichten.

De Amerikaanse dichter Madison Julius Cawein werd geboren in Louisville, Kentucky, op 23 maart 1865. Zie ook mijn blog van 23 maart 2012.

 

 

Dolce Far Niente

I

Over the bay as our boat went sailing
Under the skies of Augustine,
Far to the East lay the ocean paling
Under the skies of Augustine.--
There, in the boat as we sat together,
Soft in the glow of the turquoise weather,
Light as the foam or a seagull's feather,
Fair of form and of face serene,
Sweet at my side I felt you lean,
As over the bay our boat went sailing
Under the skies of Augustine.


II

Over the bay as our boat went sailing
Under the skies of Augustine,
Pine and palm, to the West, hung, trailing
Under the skies of Augustine.--
Was it the wind that sighed above you?
Was it the wave that whispered of you?
Was it my soul that said "I love you"?
Was it your heart that murmured between,
Answering, shy as a bird unseen?
As over the bay our boat went sailing
Under the skies of Augustine.


III


Over the bay as our boat went sailing
Under the skies of Augustine,
Gray and low flew the heron wailing
Under the skies of Augustine.--
Naught was spoken. We watched the simple
Gulls wing past. Your hat's white wimple
Shadowed your eyes. And your lips, a-dimple,
Smiled and seemed from your soul to wean
An inner beauty, an added sheen,
As over the bay our boat went sailing
Under the skies of Augustine.

 

 

 

‚Gloucester Scene’ door Caroline M Bell (1874 – 1970)

 

 


IV

Over the bay as our boat went sailing
Under the skies of Augustine,
Red on the marshes the day flared, failing
Under the skies of Augustine.--
Was it your thought, or the transitory
Gold of the West, like a dreamy story,
Bright on your brow, that I read? the glory
And grace of love, like a rose-crowned queen
Pictured pensive in mind and mien?
As over the bay our boat went sailing
Under the skies of Augustine.


V

Over the bay as our boat went sailing
Under the skies of Augustine,
Wan on the waters the mist lay veiling
Under the skies of Augustine.--
Was it the joy that begot the sorrow?--
Joy that was filled with the dreams that borrow
Prescience sad of a far To-morrow,--
There in the Now that was all too keen,
That shadowed the fate that might intervene?
As over the bay our boat went sailing
Under the skies of Augustine.


VI

Over the bay as our boat went sailing
Under the skies of Augustine,
The marsh-hen cried and the tide was ailing
Under the skies of Augustine.--
And so we parted. No vows were spoken.
No faith was plighted that might be broken.
But deep in our hearts each bore a token
Of life and of love and of all they mean,
Beautiful, thornless and ever green,
As over the bay our boat went sailing
Under the skies of Augustine.

 

 

Madison Cawein (23 maart 1865 – 8 december 1914)

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19-05-12

Constantin Göttfert

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Constantin Göttfert werd op 19 mei 1979 in Wenen geboren. Zie ook mijn blog van 29 december 2010.

 

Uit: Im Hotelzimmer

“Auf dem Bett lagen ein Mann und eine Frau, beide völlig nackt. In einem Anflug von Zärtlichkeit hatte er eben ihren Kopf zu sich herangezogen, mit beiden Händen hielt er ihn jetzt, ihre spitzen Ohren zwischen Zeige- und Mittelfinger eingeklemmt, als das Telefon am Nachtkästchen kurz klingelte, nicht öfter als zwei oder dreimal, lang genug jedoch, um ihn aus seinem Tagtraum zu reißen.
Es war ein grünes Tastentelefon. Wählen Sie 0 für den Zimmerservice stand dort in mehreren Sprachen. Es ängstigte ihn. Er wollte jetzt alles fallenlassen und aufstehen, den riesigen Zimmerschlüssel aus dem Aschenbecher nehmen, aber er hatte nicht die Kraft dazu.
Die Balkontür war nur angelehnt, er hörte die Brandung und die Möwen, die über den nackten, roten Felsen gegen den Wind ankämpften, er hörte ihr Kreischen wie das von Kindern. Eine graue Wolkenschicht überdeckte das Dorf mit seinen unzähligen Giebeln und Kirchturmspitzen, hüllte es ein, verschlang es.
Eine Hitze stieg in ihm hoch. Er musste sich darüber klar werden, wo er war. Der Kopf der jungen Frau lag in seinen Handschalen, immer noch waren ihre Augen geschlossen. Der Ausdruck in ihrem Gesicht erschien ihm jetzt vielmehr unverbindlich als liebevoll, ein Lächeln wie es Zimmermädchen hatten, die in Anwesenheit des Gastes die Decke glatt strichen. Sie schlief noch fest, er wollte sie nicht wecken.”

 

 


Constantin Göttfert (Wenen, 19 mei 1979)

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Karel van het Reve, Gijs IJlander, Jodi Picoult, Ruskin Bond

 

De Nederlandse letterkundige, vertaler, essayist, schrijver en columnist Karel van het Reve werd geboren in Amsterdam op 19 mei 1921. Zie ook alle tags voor Karel van het Reve op dit blog.

 

Uit: In die doos zat weer een doos. De artistieke functie van het kader-procédé

 

„Bovendien kan door de soort verteller die men kiest de achtergrond van het verhaal naar believen veranderd worden. C.F. Meyer vertelt de geschiedenis van Thomas Becket ‘nicht in unmittelbarer Darstellung (...), wo sie durch ihre Rätselhaftigkeit leicht verwirren könnte, sondern legt sie in den Mund eines schlichten und trauherzigen Schweizers, der sich von seinem unbeirrbaren Sittlichkeitsgefühl nicht ablenken lässt’. Zo noemt Thomas Mann de figuur van Serenus Zeitblom, die hij de geschiedenis van Adrian Leverkün laat vertellen ‘bitter notwendig, um eine gewisse Durchheiterung des düsteren Stoffes zu erzielen und mir selbst, wie dem Leser, seine Schrecknisse erträglich zu machen. Das Dämonische durch ein exemplarisch undämonisches Mittel gehen zu lassen, eine humanistisch fromme und schlichte, liebend verschreckte Seel mit seiner Darstellung zu beauftragen, war an sich eine komische Idee, entlastend gewissermassen, denn es erlaubte mir, die Erregung durch alles Direkte, Persönliche, Bekenntnishafte, das der unheimlichen Konzeption zu Grunde lag, ins Indirekte zu schieben und sie in der Verwirrung, dem Händezittern jener bangen Seele travestierend sich malen zu lassen’.

Nog een ander voordeel, dat met dit alles samenhangt: de auteur die zijn verhaal zelf vertelt wordt wel ‘de alles wetende schrijver’ genoemd. Gedachten, die de held nimmer aan enig levend wezen heeft toevertrouwd, zijn de auteur bekend. Het doosprocédé nu geeft de auteur gelegenheid zijn alwetendheid af te schuiven. De lezer kan op dit gebied geen eisen meer aan hem stellen. De auteur kan als hij dat wil zaken die door de lezer als zeer belangrijk worden gevoeld (beslissende gebeurtenissen in het leven van de held, zijn reacties daarop etc.) niettemin onbeschreven laten omdat de ‘ik’ er niet bij geweest is.

Deze groep technische voordelen vindt men bij vele varianten van het doosprocédé, al zijn ze niet overal gerealiseerd: de stijl van de vertellende Odysseus verschilt niet van die van de vertellende Homerus, de vertellers in de Decamerone hebben dezelfde stijl; menige ‘ik’ zegt dingen die wel degelijk de mening van de schrijver weergeven - kortom, deze aspecten van het procédé geven de auteur de mogelijkheid bepaalde effecten te bereiken, maar die effecten treden niet automatisch op.“

 

 

Karel van het Reve (19 mei 1921 – 4 maart 1999)

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Lorraine Hansberry, Fritz Rudolf Fries, Rahel Varnhagen, Anna Jameson

 

De Amerikaanse schrijfster Lorraine Hansberry werd geborenop 19 mei 1930 in Chigago. Zie ook alle tags voor Lorraine Hansberry op dit blog.

 

Uit: A Raisin in the Sun

 

“Mama: You must not dislike people ’cause they well off, honey.

Beneatha: Why not? It makes just as much sense as disliking people ’cause they are poor, and lots of people do that.

Ruth: [a wisdom-of-the-ages manner. To Mama] Well, she’ll get over some of this –

Beneatha: Get over it? What are you talking about, Ruth? Listen,

I’m going to be a doctor. I’m not worried about who I’m going to marry yet – if I ever get married.

Mama and Ruth: If!

Mama: Now, Bennie –

Beneatha: Oh, I probably will … but first I’m going to be a doctor, and George, for one, still thinks that’s pretty funny. I couldn’t be bothered with that. I am going to be a doctor and everybody around here better understand that!

Mama: [kindly ] ’Course you going to be a doctor, honey, God willing.

Beneatha: [drily ] God hasn’t got a thing to do with it.

Mama: Beneatha – that just wasn’t necessary.

Beneatha: Well – neither is God. I get sick of hearing about God.

Mama: Beneatha!

Beneatha: I mean it! I’m just tired of hearing about God all the time. What has He got to do with anything? Does he pay tuition?

Mama: You ’bout to get your fresh little jaw slapped!

Ruth: That’s just what she needs, all right!

Beneatha: Why? Why can’t I say what I want to around here, like everybody else?”

 

 


Lorraine Hansberry (19 mei 1930 – 12 januari 1965)

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18-05-12

Markus Breidenich, Yi Mun-yol, W.G. Sebald, François Nourissier, Gunnar Gunnarsson, Ernst Wiechert, Omar Khayyam

 

De Duitse dichter en schrijver Markus Breidenich werd geboren in Düren op 18 mei 1972. Zie ook alle tags voor Markus Breidenich op dit blog.

 

 

Poesie, seismisch

 

Sterntasten. Jede Form der Berührung. Drahtlos
ist der Anruf der Götter. Fragiles Gelände.
Klingeltonscherben. Im Mondscheintarif. Könnte sein:
Ein Handyschütteln. Das Rauschen eines Bauchs. SMS.
Oder auch: der Boden unter Füßen.
Auf Richterskalen, zwischen fünf und sechs. Morgens,
im Türrahmen eines Partykellers. Sicher.

 

 

 

Grauer Star

 

Die alten Lider. Im Scheinwerferlicht
noch einmal der große Wurf eines
Schattens. Für Augenblicke. Für jetzt

ist diese Landschaft von Höhen und
Tiefen ein immer noch schöner
Fleck auf der Retina. Etwas, das

dunkler wird. Trübe hinter den Linsen.
Aber nicht unterzukriegen ist. Ein
Mythos. Ein stilles, spätes Come back.

 

 

 

Markus Breidenich (Düren, 18 mei 1972)

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17-05-12

Christi Himmelfahrt (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Bij Hemelvaart

 

 

'L’Ascensione di Cristo' door Il Garofalo, 1510-1520

 

 

 

Christi Himmelfahrt

 

Er war ihr eigen drei und dreißig Jahr.

Die Zeit ist hin, ist hin!

Wie ist sie doch nun alles Glanzes bar,

Die öde Erd', auf der ich atm' und bin!

Warum durft' ich nicht leben, als sein Hauch

Die Luft versüßte, als sein reines Aug'

Gesegnet jedes Kraut und jeden Stein?

Warum nicht mich? Warum nicht mich allein

O Herr, du hättest mich gesegnet auch!

 

Dir nachgeschlichen wär' ich überall

Und hätte ganz von fern,

Verborgen von gebüschesgrünem Wall,

Geheim betrachtet meinen liebsten Herrn.

Zu Martha hätt' ich bittend mich gewandt

Um einen kleinen Dienst für meine Hand:

Vielleicht den Herd zu schüren dir zum Mahl,

Zum Quell zu gehn, zu lüften dir den Saal –

Du hättest meine Liebe wohl erkannt.

 

Und draußen in des Volkes dichtem Schwarm

Hätt' ich versteckt gelauscht,

Und deine Worte, lebensreich und warm,

So gern um jede andre Lust getauscht;

Mit Magdalena hätt' ich wollen knien,

Auch meine Träne hätte sollen glühn

Auf deinem Fuß; vielleicht dann, ach, vielleicht

Wohl hätte mich dein selig Wort erreicht:

Geh hin, auch deine Sünden sind verziehn!

 

Umsonst! Und zwei Jahrtausende nun fast

Sind ihrem Schlusse nah',

Seitdem die Erde ihren süßen Gast

Zuletzt getragen in Bethania.

Schon längst sind deine Märtyrer erhöht,

Und lange Unkraut hat der Feind gesät;

Gespalten längst ist deiner Kirche Reich,

Und trauernd hängt der mühbeladne Zweig

An deinem Baume; doch die Wurzel steht.

 

Geboren bin ich in bedrängter Zeit;

Nach langer Glaubensrast

Hat nun verschollner Frevel sich erneut;

Wir tragen wieder fast vergeßne Last,

Und wieder deine Opfer stehn geweiht.

Ach, ist nicht Lieben seliger im Leid?

Bist du nicht näher, wenn die Trauer weint.

Wo Drei in deinem Namen sind vereint,

Als Tausenden in Schmuck und Feierkleid?

 

'S ist sichtbar, wie die Glaubensflamme reich

Empor im Sturme schlägt,

Wie Mancher, der zuvor Nachtwandlern gleich,

Jetzt frisch und kräftig seine Glieder regt.

Gesundet sind die Kranken; wer da lag

Und träumte, ward vom Stundenschlage wach;

Was sonst zerstreut, verflattert in der Welt,

Das hat um deine Fahne sich gestellt,

Und jeder alte, zähe Firnis brach.

 

Was will ich mehr? Ist es vergönnt dem Knecht,

Die Gabe seines Herrn

Zu meistern? Was du tust, das sei ihm recht!

Und ist dein Lieben auch ein Flammenstern,

Willst läutern du durch Glut, wie den Asbest,

Dein Eigentum von fauler Flecken Pest:

Wir sehen deine Hand und sind getrost,

Ob über uns die Wetterwolke tost,

Wir sehen deine Hand und stehen fest.

 

 

 

Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Burcht Hülshoff bij Münster op een ansichtkaart

 

 

 

Zie voor de schrijvers van de 17e mei ook mijn vorige blog van vandaag.

Lars Gustafsson, Peter Høeg, Gary Paulsen, Dennis Potter, Henri Barbusse

 

De Zweedse dichter en schrijver Lars Gustafsson werd geboren in Västeras, op 17 mei 1936. Zie ook alle tags voor Lars Gustafsson op dit blog.

 

 

Elegie auf einen Labrador

 

Mitten im Sommer gibt es bei uns Tage,

an denen es plötzlich Herbst ist.

Die Krähen im Baum schlagen schärfere Töne an.

Die Klippen ragen deutlicher aus dem See als sonst.

Sie wissen etwas. Sie haben es immer gewußt.

Wir auch, doch wollen wir nichts davon wissen.

Auf dem Heimweg bist du oft am Bug gestanden,

an solchen Abenden, hast den Gerüchen nachgespürt,

die übers Wasser kamen, mit ruhig gesammelten Blick,

den Abend entziffert, die schwache Rauchfahne

eines Sommerhauses, den Pfannkuchen, der irgendwo

drei Kilometer weiter briet, einen Dachs bemerkt,

der ich weiß nicht wo in der Dämmerung stand

und etwas witterte, ganz wie du. Unsere Freundschaft

war natürlich ein Kompromiß: wir lebten zusammen

in zwei verschiedenen Welten, der meinigen

mit ihren Buchstaben, einem lebenslänglichen Text,

und der deinen mit ihren Gerüchen. Ich hätte viel

für deine Kenntnisse gegeben, für dein Vermögen,

ein Gefühl wie Eifer, Haß oder Liebe wie eine Welle

über den ganzen Körper hinlaufen zu lassen

von der Nase bis zum Schwanz, für deine Unfähigkeit,

dich damit abzufinden, daß der Mond eine Tatsache ist.

Bei Vollmond hast du dich lauthals darüber beklagt.

Als Gnostiker warst du mir überlegen, und somit

hast du dauernd im Paradies gelebt. Auch pflegtest du

Schmetterlinge aufzuschnappen im Sprung und sie dann

hinunterzuschlucken. Abstoßend fanden manche das.

Mir gefiel es. Warum habe ich es dir darin

nie gleichtun können? Und dann die Türen!

Waren sie zu, so legtest du dich hin und schliefst ein;

irgend jemand würde sie sicherlich öffnen,

früher oder später. Du hattest recht. Ich hatte unrecht.

Heute, da diese lange, stumme Freundschaft vorbei ist

für immer, frage ich mich, ob auch ich am Ende

etwas konnte, was dir imponiert hat. Ich meine nicht

deinen festen Glauben, daß ich es war, der die Gewitter

hervorrief. Das war ein Wahn. Ich denke eher,

mein sichres Gefühl dafür, daß der Ball vorhanden war,

auch wenn er sich hinter dem Sofa versteckt hielt,

hat dir eine Ahnung verschafft von meiner Welt.

Fast alles in meiner Welt hält sich versteckt

hinter etwas anderem. Ich nannte dich“Hund”.

Ich frage mich ganz im Ernst: Hast du mich wohl

für einen größern, lauteren “Hund” gehalten,

oder für etwas anderes, etwas für immer Unbekanntes,

das einfach ist, was es ist, und existiert

auf seine Weise und damit basta: den Pfiff

durch den nächtlichen Park, dem zu folgen

man sich angewöhnt hat ohne so recht zu wissen,

was das ist, dem man folgt. Und ich

wußte ebensowenig von dir und davon, was du warst.

Von diesem objektiveren Standpunkt aus

waren wir zwei Organismen, zwei jener Orte,

an denen das Universum sich in sich selber

verknotet, verwickelt, kurzlebige, komplexe Strukturen

aus Eiweiß, die sich immer weiter verheddern müssen,

um zu überleben, bis das Ganze versagt

und sich wieder vereinfacht, der Knoten sich löst,

das Rätsel verschwindet. Du warst eine Frage,

gerichtet an eine andere Frage, sonst nichts,

und keine von beiden konnte der andern Antwort geben.

 

 

 

Vertaald door Hans Magnus Enzensberger

 

 

Lars Gustafsson (Västeras, 17 mei 1936)

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16-05-12

Adrienne Rich, Paul Gellings, Friedrich Rückert, Jakob van Hoddis

 

De Amerikaanse dichteres Adrienne Rich werd 16 mei 1929 geboren te Baltimore. Adrienne Rich overleed op 27 maart van dit jaar op 82-jarige leeftijd. Zie ook alle tags voor Adrienne Rich op dit blog.

 

 

Quarto
June 8, 2009

 

1.
Call me Sebastian, arrows sticking all over
The map of my battlefields. Marathon.
Wounded Knee. Vicksburg. Jericho.
Battle of the Overpass.
Victories turned inside out
But no surrender

Cemeteries of remorse
The beaten champion sobbing
Ghosts move in to shield his tears

 

2.
No one writes lyric on a battlefield
On a map stuck with arrows
But I think I can do it if I just lurk
In my tent pretending to
Refeather my arrows

I'll be right there! I yell
When they come with their crossbows and white phosphorus
To recruit me
Crouching over my drafts
lest they find me out
and shoot me

 

3.
Press your cheek against my medals, listen through them to my heart
Doctor, can you see me if I'm naked?

Spent longer in this place than in the war
No one comes but rarely and I don't know what for

Went to that desert as many did before
Farewell and believing and hope not to die

Hope not to die and what was the life
Did we think was awaiting after

Lay down your stethoscope back off on your skills
Doctor can you see me when I'm naked?

 

4.
I'll tell you about the mermaid
Gets legs for dancing Sheds swimmable tail
Sings like the sea with a choked throat
Knives straight up her spine
Lancing every step
There is a price
There is a price
For every gift
And all advice

 

 

Adrienne Rich (16 mei 1929 – 27 maart 2012)

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In Memoriam Carlos Fuentes

 

In Memoriam Carlos Fuentes

 

De Mexicaanse schrijver Carlos Fuentes is in een ziekenhuis in Mexico-Stad op 83-jarige leeftijd overleden. Het bericht over zijn dood werd dinsdag via Twitter bevestigd door president Calderón. Carlos Fuentes Macías werd op 11 november 1928 in Panama-Stad geboren. Zie ook alle tags voor Carlos Fuentes op dit blog.

 

Uit: Inez (Vertaald door Margaret Sayers Peden)

 

„Could this round seal be the key to his own personal dwelling? Not the physical house where he was living in Salzburg; not the transitory houses he had lived in throughout his itinerant profession; not his childhood house in Marseilles, tenaciously forgotten so that he would not have to recall ever again, the migrant's poverty and humiliation; not even the cave, our first castle, we can reconstruct in our imagination. Could it be the original space, the intimate, inviolable, irreplaceable circle that contains us all but at the price of exchanging sequential memory for an initial memory that is complete in itself and has no need to consider the future?
Baudelaire evokes a deserted house filled with moments now dead. Is it enough to open a door, uncork a bottle, take down an old suit, for a soul to come back to fill it?
Inez.
He repeated the woman's name.
Inez.
It rhymed with "regress," Ee-ness, and in the crystal seal the maestro hoped to find the impossible reflection of both: Inez and a return to a time before the years prohibiting his love. Inez. Regress.
It was a crystal seal. Opaque but luminous. That was its greatest marvel. In its place on the tripod by the window, light could shine through it, and then the crystal scintillated. It shot delicate sparks, and illegible letters appeared, revealed by the light: letters of a language unknown to the aged orchestra conductor, a score in a mysterious alphabet, perhaps the language of a lost people, maybe a voiceless clamor that came from a long-ago time and in a certain way mocked the professional artist who was so faithful to the composition that even knowing it by memory he had to have it before his eyes as he directed...
Light in silence.
Lyrics without voice.“

 

 

 


Carlos Fuentes (11 november 1928 – 15 mei 2012)

15-05-12

Arthur Schnitzler, Albert Verwey, Michael Lentz


150 Jaar Arthur Schnitzler

 

De Oostenrijkse schrijver en arts Arthur Schnitzler werd geboren in Wenen op 15 mei 1862.Dat is vandaag precies 150 jaar geleden. Zie ook alle tags voor Arthur Schnitzler op dit blog.

 

Uit: Traumnovelle

 

„Und so saßen Mann und Frau, im Grunde froh, einem enttäuschend banalen Maskenspiel entronnen zu sein, bald wie zwei Liebende unter andern verliebten Paaren im Büfettraum bei Austern und Champagner, plauderten sich vergnügt, als hätten sie eben erst Bekanntschaft miteinander geschlossen, in eine Komödie der Galanterie, des Widerstandes, der Verführung und des Gewährens hinein; und nach einer raschen Wagenfahrt durch die weiße Winternacht sanken sie einander daheim zu einem schon lange Zeit nicht mehr so heiß erlebten Liebesglück in die Arme. Ein grauer Morgen weckte sie allzubald. Den Gatten forderte sein Beruf schon in früher Stunde an die Betten seiner Kranken; Hausfrau- und Mutterpflichten ließen Albertine kaum länger ruhen. So waren die Stunden nüchtern und vorbestimmt in Alltagspflicht und Arbeit hingegangen, die vergangene Nacht, Anfang wie Ende, war verblaßt, und jetzt erst, da beider Tagewerk vollendet, das Kind schlafen gegangen und von nirgendher eine Störung zu gewärtigen war, stiegen die Schattengestalten von der Redoute, der melancholische Unbekannte und die roten Dominos, wieder zur Wirklichkeit empor; und jene unbeträchtlichen Erlebnisse waren mit einemmal vom trügerischen Scheine versäumter Möglichkeiten zauberhaft und schmerzlich umflossen. Harmlose und doch dauernde Fragen, verschmitzte, doppeldeutige Antworten wechselten hin und her; keinem von beiden entging, daß der andere es an der letzten Aufrichtigkeit fehlen ließ, und beide fühlten sich zu gelinder Rache aufgelegt. Sie übertrieben das Maß der Anziehung, das von ihren unbekannten Redoutenpartnern auf sie ausgestrahlt hätte, spotteten der eifersüchtigen Regungen, die der andere merken ließ, und leugneten ihre eigenen weg. Doch aus dem leichten Geplauder über die nichtigen Abenteuer der verflossenen Nacht gerieten sie in ein ernsteres Gespräch über jene verborgenen, kaum geahnten Wünsche, die auch in die klarste und reinste Seele trübe und gefährliche Wirbel zu reißen vermögen, und sie redeten von den geheimen Bezirken, nach denen sie kaum Sehnsucht verspürten und wohin der unfaßbare Wink des Schicksals sie doch einmal, und wär’s auch nur im Traum, verschlagen könnte.

Fridolin nickte. "Was war’s mit dem?" fragte er.“

 

 

Arthur Schnitzler (15 mei 1862 - 21 oktober 1931)

Monument in het Türkenschanzpark in Wenen

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Pem Sluijter, Max Frisch, W.J.M. Bronzwaer, Frits van Oostrom


De Nederlandse dichteres en schrijfster Pem Sluijter werd geboren in Middelburg op 15 mei 1939. Zie ook alle tags voor Pem Sluijter op dit blog.

 

 

Niet meer dezelfden

 

Drie koningen staan

uit aanbidding op niet meer dezelfden.

De sterreus die hen

de onzekere tocht deed wagen

met weerbarstige kamelen nukkige

drijvers en uitflakkerend vuur

moet teruggekeerd zijn in haar baan,

mogelijk als supernova ingestort;

zwart groeiend gat waar eerst

de hemel openstond --je zag en hoorde.

 

De nacht springt op onveilig.

 

Een Nessushemd is ten paleize uitgelegd

na hun bezoek. Zij, die de Koning

der koningen onder koningen zochten

misleid door eigen logica,

vertrekken omzichtig.

 

De ezel balkt kort naar de os,

in Rama laat een vrouw

haar rouwkreet horen.

 

Deze Geboorte betekent niet minder

dan de Dood, dood voor hen.

Bittere folterende pijn. Nooit meer

dezelfden; geen geruststelling

vinden in het leven dat zij kennen

waaraan zij zijn gewend waarnaar zij

terugkeren in hun koninkrijken.

 

 

 

Pem Sluijter (15 mei 1939 - 18 december 2007)

Middelburg, Abdijplein met de Lange Jan toren

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Edwin Muir

 

De Schotse dichter, schrijver en vertaler Edwin Muir werd geboren op 15 mei 1887 in Deerness op de Orkney-eilanden, waar zijn moeder ook geboren werd. In 1901, toen hij 14 was, verloor zijn vader de boerderij en verhuisde het gezin naar Glasgow. In snelle opeenvolging stiereven zijn vader, twee broers en zijn moeder binnen een paar jaar. Zijn leven als een jonge man was een deprimerende ervaring, en betrof een reeks onaangename banen in fabrieken en kantoren, met inbegrip van het werken in een fabriek, waar uit botten houtskool werd gemaakt. Muir trouwde in 1919 met Willa Anderson en verhuisde naar Londen. Over deze, Muir schreef gewoon 'Mijn huwelijk was de meest gelukkige gebeurtenis in mijn leven'. Zij zouden later samen werken aan veelgeprezen Engels vertalingen van schrijvers als Franz Kafka, Gerhart Hauptmann, Sholem Asch, Heinrich Mann en Hermann Broch .
Tussen 1921 en 1923, Muir leefde in Praag, Dresden, Italië, Salzburg en Wenen. Hij keerde terug naar het Verenigd Koninkrijk in 1924. Tussen 1925 en 1956 publiceerde Muir zeven bundels poëzie die werden verzameld na zijn dood en gepubliceerd in 1991 als The Complete Poems van Edwin Muir. Verder publiceerde hij drie romans, en in 1935 kwam hij naar St. Andrews, waar hij zijn controversiële Scott en Schotland (1936) schreef. Van 1946 tot 1949 was hij directeur van de British Council in Praag en Rome. 1950 zag zijn benoeming tot directeur van Newbattle Abbey College (een school voor werkende klasse mannen) in Midlothian, waar hij collega-Orcadian dichter, George Mackay Brown, ontmoette. In 1955 werd hij Norton hoogleraar Engels aan de Universiteit van Harvard. Hij keerde terug naar Groot-Brittannië in 1956, maar stierf in 1959 op Swaffham Prior, Cambridge, en werd daar begraven.

 

 

The Castle

 

All through that summer at ease we lay,
And daily from the turret wall
We watched the mowers in the hay
And the enemy half a mile away
They seemed no threat to us at all.

For what, we thought, had we to fear
With our arms and provender, load on load,
Our towering battlements, tier on tier,
And friendly allies drawing near
On every leafy summer road.

Our gates were strong, our walls were thick,
So smooth and high, no man could win
A foothold there, no clever trick
Could take us, have us dead or quick.
Only a bird could have got in.

What could they offer us for bait?
Our captain was brave and we were true....
There was a little private gate,
A little wicked wicket gate.
The wizened warder let them through.

Oh then our maze of tunneled stone
Grew thin and treacherous as air.
The cause was lost without a groan,
The famous citadel overthrown,
And all its secret galleries bare.

How can this shameful tale be told?
I will maintain until my death
We could do nothing, being sold;
Our only enemy was gold,
And we had no arms to fight it with.

 

 

Merlin

 

O Merlin in your crystal cave
Deep in the diamond of the day,
Will there ever be a singer
Whose music will smooth away
The furrow drawn by Adam's finger
Across the memory and the wave?
Or a runner who'll outrun
Man's long shadow driving on,
Break through the gate of memory
And hang the apple on the tree?
Will your magic ever show
The sleeping bride shut in her bower,
The day wreathed in its mound of snow
and Time locked in his tower?

 

 

Edwin Muir (15 mei 1887 -3 januari 1959)

19:05 Gepost door Romenu in Literatuur | Permalink | Commentaren (0) | Tags: edwin muir, romenu |  Facebook |