26-06-12

Dolce Far Niente 13

 

Dolce Far Niente 13

 

 

 

Lazy Afternoon door Sharon Cheney, 2005

 

 

 

 

Dolce Far Niente

 

Is life worth loafing ? Come, recline with me
And lazily this fragant afternoon
We'll weigh the idle theme. I often think,
If with protean versatility
I might luxuriously loaf my days,
I would no longer quarrel with the powers
That called me forth. I would not be a man,
Nor god, nor beast, nor bird, nor anything;
Yet each whene'er I listed.

I would rise
And, as an eagle, float in circles slow,
That swing too wide and high for mortal ken,
Or as a flesh-gorged leopard, in the sun
Bask by a rocky den, or as a god
Of some hushed sea lie sweltering on the sand,
While crawled the servile waves to kiss my feet.
Yet with environment I would not keep
Strict correspondence, but with every whim
Would loll where'er, whene'er I pleased.

Before Jove's throne, upon Olympus stretched
With hands beneath my head, with careless eyes
Exploring the vasty, vaulted heavens, I'd munch
The rustic straw, or in the fatted form
Of some church-going citizen would yawn
While Hermes or Apollo spake.

Again
Like that famed, errant Babylonian king,
In horn-deep pastures I would graze and stray;
And under odorous, knoll-crowning trees
At noonday ruminate the leisurely cud.
When all aweary of each languorous change
I longed for sleep, with drooping wings I'd sink
Adown the ether till some gloom I found,
Where cool and mornless night would woo my soul
To dreamless rest. When I awaked again
Some newer charm of indolence I'd find.
Ah, friend, for living life has little worth—
But for such loafing! Let us dream of it.

 

 

Peter McArthur (10 maart 1866 - 10 oktober 1924)

 



De Canadese dichter Peter McArthur
werd geboren op 10 maart 1866 in Ekfrid, in Middlesex County, Upper Canada (nu Ontario). Zie ook alle tags voor Peter McArthur op dit blog.

16:04 Gepost door Romenu in Literatuur | Permalink | Commentaren (0) | Tags: dolce far niente, peter mcarthur, romenu |  Facebook |

25-06-12

Ingeborg Bachmann, George Orwell, Larry Kramer, Ariel Gore

 

De Oostenrijkse dichteres Ingeborg Bachmann werd geboren op 25 juni 1926 in Klagenfurt. Zie ook alle tags voor Ingeborg Bachmann op dit blog.

 

Es könnte viel bedeutеn

 

Es könnte viel bedeuten - wir vergehen,

wir kommen ungefragt und müssen weichen.

Doch dass wir sprechen und uns nicht verstehen

und keinen Augenblick des andren Hand erreichen,

 

zerschlägt so viel: Wir werden nicht bestehen.

Schon der Versuch bedrohen fremde Zeichen,

und das Verlangen, tief uns anzusehen,

durchtrennt den Kreuz, uns einsam auszustreichen-

 

 

 

Ausfahrt

 

Vom Lande steigt Rauch auf.
Die kleine Fischerhütte behalt ich im Aug,
denn die Sonne wird sinken,
ehe du zehn Meilen zurückgelegt hast.

 

Das dunkle Wasser, tausendäugig,
schlägt die Wimper von weißer Gischt auf,
um dich anzusehen, groß und lang,
dreißig Tage lang.

 

Auch wenn das Schiff hart stampft
und einen unsicheren Schritt tut,
steh ruhig auf Deck.

 

An den Tischen essen sie jetzt
den geräucherten Fisch;
dann werden die Männer hinknien
und die Netze flicken,
aber nachts wird geschlafen,
eine Stunde oder zwei Stunden,
und ihre Hände werden weich sein,
frei von Salz und Öl,
weich wie das Brot des Traumes,
von dem sie brechen.

 

Die erste Welle der Nacht schlägt ans Ufer
die zweite erreicht schon dich.
Aber wenn du scharf hinüberschaust,
kannst du den Baum noch sehen,
der trotzig den Arm hebt
-- einen hat ihm der Wind schon abgeschlagen
-- und du denkst: wie lange noch,
wie lange noch
wird das krumme Holz den Wettern standhalten?
Vom Land ist nichts mehr zu sehen.
Du hättest dich mit einer Hand in die Sandbank krallen
oder mit einer Locke an den Klippen heften sollen.

 

In die Muscheln blasend, gleiten die Ungeheuer des Meers
auf die Rücken der Wellen, sie reiten und schlagen
mit blanken Säbeln die Tage in Stücke, eine rote Spur
bleibt im Wasser, dort legt dich der Schlaf hin,
auf den Rest deiner Stunden,
und dir schwinden die Sinne.

 

Da ist etwas mit den Tauen geschehen,
man ruft dich, und du bist froh,
daß man dich braucht. Das Beste
ist die Arbeit auf den Schiffen,
die weithin fahren,
das Tauknüpfen, das Wasserschöpfen,
das Wändedichten und das Hüten der Fracht.
Das Beste ist, müde zu sein und am Abend
hinzufallen. Das Beste ist, am Morgen,
mit dem ersten Licht, hell zu werden,
gegen den unverrückbaren Himmel zu stehen,
der ungangbaren Wasser nicht zu achten
und das Schiff über die Wellen zu heben,
auf das immerwiederkehrende Sonnenufer zu.

 

 

 

Ingeborg Bachmann (25 juni 1926 – 17 oktober 1973)

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Michel Tremblay, Yann Martel, Nicholas Mosley, Claude Seignolle

 

De Canadese schrijver Michel Tremblay werd geboren in Quebec op 25 juni 1942. Zie ook alle tags voor Michel Tremblay op dit blog.

 

Uit: Les belles-sœurs

 

“(Les cinq femmes se lèvent et se tournent vers le public. L’éclairage change.)

LES CINQ FEMMES, ensemble – Quintette : Une maudite vie plate ! Lundi !

LISETTE DE COURVAL – Dès que le soleil a commencé à caresser de ses rayons les petites fleurs dans les champs et que les petits oiseaux ont ouvert leurs petits becs pour lancer vers le ciel leurs petits cris…

LES QUATRE AUTRES – J’me lève, pis j’prépare le déjeuner ! Des toasts, du café, du bacon, des œufs.J’ai d’la misère que l’yable à réveiller mon monde.Les enfants partent pour l’école, mon mari s’en va travailler.

MARIE-ANGE BROUILLETTE – Pas le mien, y’est chômeur.Y reste couché.

LES CINQ FEMMES – Là, là, j’travaille comme une enragée, jusqu’à midi.J’lave.Les robes, les jupes, les bas, les chandails, les pantalons, les canneçons, les brassières, tout y passe !Pis frotte, pis tord, pis refrotte, pis rince… C’t’écoeurant, j’ai les mains rouges, j’t’écoeurée.J’sacre.A midi, les enfants reviennent.Ça mange comme des cochons, ça revire la maison à l’envers, pis ça repart ! L’après-midi, j’étends.Ça, c’est mortel !J’haïs ça comme une bonne !Après, j’prépare le souper.Le monde reviennent, y’ont l’air bête, on se chicane !Pis le soir, on regarde la télévision !Mardi !

LISETTE DE COURVAL – Dès que le soleil…

LES QUATRE AUTRE FEMMES – J’me lève, pis j’prépare le déjeuner.Toujours la même maudite affaire ! Des toasts, du café, des œufs, du bacon… J’réveille le monde, j’les mets dehors.Là, c’est le repassage.J’travaille, j’travaille, j’travaille.Midi arrive sans que je le voye venir pis les enfants sont en maudit parce que j’ai rien préparé pour le dîner.J’leu fais des sandwichs au béloné.J’travaille toute l’après-midi, le souper arrive, on se chicane.Pis le soir, on regarde la télévision !Mercredi !C’est le jour du mégasinage !J’marche toute la journée, j’me donne un tour de rein à porter des paquets gros comme ça, j’reviens à la maison crevée ! Y faut quand même que je fasse à manger.Quand le monde arrivent, j’ai l’air bête !Mon mari sacre, les enfants braillent… Pis le soir, on regarde la télévision !Le jeudi pis le vendredi, c’est la même chose !J’m’esquinte, j’me désâme, j’me tue pour ma gang de nonos !Le samedi, j’ai les enfants dans les jambes par-dessus le marché !Pis le soir, on regarde la télévision !Le dimanche, on sort en famille : on va souper chez la belle-mère en autobus.Y faut guetter les enfants toute la journée, endurer les farces plates du beau-père, pis manger la nourriture de la belle-mère qui est donc meilleure que la mienne au dire de tout le monde !Pis le soir, on regarde la télévision !Chus tannée de mener une maudite vie plate ! Une maudite vie plate ! Une maudite vie plate ! Une maud…

(L’éclairage redevient normal.Elles se rassoient brusquement.)”

 

 

Michel Tremblay (Quebec, 25 juni 1942)

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24-06-12

Matthijs Kleyn, Ernesto Sabato, Yves Bonnefoy, Scott Oden, Kurt Kusenberg, Madelon Székely-Lulofs

 

De Nederlandse schrijver en televisiemaker Matthijs Leonard Kleyn werd geboren in Leiden op 24 juni 1979. Zie ook alle tags voor Matthijs Kleyn op dit blog.

 

Uit: Vita

 

‘Of Bellona en ik gaan langs bij haar ouders aan zee. Daar weet ik zeker dat er geen ruzies of spanningen zullen ontstaan, want die weten niks van ruzies en spanningen en dat wil Bellona ook zo houden. Uiteindelijk komen de ruzies vanzelf. Of eigenlijk is ruzie niet het goede woord. Het is boosheid van haar kant. Soms ga ik ertegen in. Dan schreeuw ik terug. Maar ik schreeuw alleen over mezelf. Dat ik er gek van word. Dat ik weg wil. Maar ik kan niet weg.’

(....)

 

‘Ik hou van haar eerlijkheid. Hoe ze ineens alles eruit gooit. Terwijl ik een seconde daarvoor nog twijfelde of ik de enige was.’

‘Ik niet.’

Ze fronst.

‘Wat?’

‘Ik heb geen relatie. Ik heb het uitgemaakt.’

‘Wat?! Waarom heb je het uitgemaakt?’

‘Gewoon. Ik was niet gelukkig.’

 

 

Matthijs Kleyn (Leiden, 24 juni 1979)

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23-06-12

Pascal Mercier, David Leavitt, Franca Treur, Jean Anouilh, Richard Bach, Anna Achmatova

 

De Zwitserse schrijver en filosoof Pascal Mercier (eig. Peter Bieri) werd geboren op 23 juni 1944 in Bern. Zie ook alle tags voor Pascal Mercier op dit blog.

 

Uit: Nachtzug nach Lissabon

 

“Die Tasche ging auf, und die Hefte glitten auf den nassen Asphalt. Die Frau drehte sich um. Für einige Augenblicke sah sie reglos zu, wie die Hefte vom Wasser dunkler wurden. Dann zog sie einen Filzstift aus der Manteltasche, machte zwei Schritte, bückte sich zu Gregorius hinunter und schrieb ihm eine Folge von Zahlen auf die Stirn.
»Entschuldigen Sie«, sagte sie auf französisch, atemlos und mit fremdländischem Akzent, »aber ich darf diese Telefonnummer nicht vergessen und habe kein Papier bei mir.«
Jetzt blickte sie auf ihre Hände, als sähe sie sie zum erstenmal. »Ich hätte natürlich auch ...«, und nun schrieb sie, zwischen Gregorius' Stirn und der Hand hin und her blickend, die Nummer auf den Handrücken. »Ich . „ ich wollte sie nicht behalten, ich wollte alles vergessen, aber als ich den Brief dann fallen sah ... „ ich mußte sie festhalten.«
Der Regen auf den dicken Brillengläsern trübte Gregorius die Sicht, und er tastete ungeschickt nach den nassen Heften. Wiederum, so schien ihm, glitt die Spitze des Filzstifts über seine Stirn. Doch dann merkte er, daß es jetzt der Finger der Frau war, die mit einem Taschentuch die Zahlen wegzuwischen versuchte.
»Es ist eine Zumutung, ich weiß ...«, und nun begann sie, Gregorius beim Aufsammeln der Hefte zu helfen. Er berührte ihre Hand und streifte ihr Knie, und als sie sich beide nach dem letzten Heft streckten, stießen sie mit dem Kopf zusammen.
»Vielen Dank«, sagte er, als sie sich gegenüberstanden. Er deutete auf ihren Kopf. »Tut es sehr weh?«
Abwesend, mit gesenktem Blick, schüttelte sie den Kopf. Der Regen prasselte auf ihr Haar und lief ihr übers Gesicht.
»Kann ich ein paar Schritte mit Ihnen gehen?«
»Äh ... ja, sicher«, stotterte Gregorius.
Schweigend gingen sie zusammen bis zum Ende der Brücke und weiter in Richtung Schule. Das Zeitgefühl sagte Gregorius, daß es nach acht war und die erste Stunde bereits begonnen hatte. Wie weit war »ein paar Schritte«? Die Frau hatte sich seinem Gang angepaßt und trottete neben ihm her, als ginge es den ganzen Tag so weiter. Sie hatte den breiten Kragen des Mantels so weit aufgestellt, daß Gregorius von der Seite nur ihre Stirn sah.
»Ich muß dort hinein, ins Gymnasium«, sagte er und blieb stehen. »Ich bin Lehrer.«
»Kann ich mitkommen?« fragte sie leise.”

 


Pascal Mercier (Bern, 23 juni 1944)

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22-06-12

Nescio, Juliën Holtrigter, Jaap Robben, Willie Verhegghe, Henry Rider Haggard, Erich Maria Remarque, Dan Brown

 

De Nederlandse schrijver Nescio (pseudoniem van Jan Hendrik Frederik Grönloh) werd geboren in Amsterdam op 22 juni 1882. Zie ook alle tags voor Nescio op dit blog.

 

Uit: Amsterdam Stories (The Freeloader, De Uitvreter, vertaald door Damion Searls)

 

„Except for the man who thought Sarphatistraat was the most beautiful place in Europe, I've never met anyone more peculiar than the freeloader.

The freeloader you found lying in your bed with his dirty shoes on when you came home late; the freeloader who smoked your cigars and filled his pipe with your tobacco and burned your coal and peered into your cupboards and borrowed your money and wore out your shoes and took your coat when he had to go home in the rain. The freeloader who always ordered in someone else's name, who sat and drank jenever like a prince at the outdoor tables of the Hollandais on other people's tabs, who borrowed umbrellas and never brought them back, who heated Bavink's secondhand stove until it cracked, who wore his brother's double collars and loaned out Appi's books, and took trips abroad whenever he'd hit up his old man for money again, and wore suits he never paid for.

His first name was Japi. I never knew his last name. Bavink showed up with him when he came back from Veere.

All summer long Bavink had been painting in Zeeland and it was in Veere that he saw Japi for the first time. Japi was just sitting there. Bavink wondered once or twice: Now what kind of guy is that? No one knew. He was always sitting by the water somewhere, just sitring, hour after hour, not moving. At noon and at six he went inside for an hour, to eat; the rest of the day he sat. That lasted about three weeks, then Bavink didn't see him anymore.

A couple of days later, Bavink was coming back from Rotterdam. Every now and then Bavink needed to have a lot of people around; he tromped along the Rotterdam harbor for a few days, then he'd had enough. On board the ship from Numansdorp to de Zijpe, there was Japi again, sitting. A stiff, cold wind was blowing pretty hard that morning and there were whitecaps on the water. Every now and then spray splashed up over the railing at the bow of the ship. The glass doors on the foredeck were closed; there was no one at the bow. Just Japi, peering out over the rail and getting completely drenched. "Look at that," Bavink thought, "if it isn't that same guy." He went and stood next to him. The boat pitched and rolled. Japi sat on his little bench, held on tight to his cap, and let himself get soaked. This lasted quite a while, until he noticed that someone was standing next to him. "Nice weather we're having,"

 

 


Nescio (22 juni 1882 – 25 juli 1961)

Boekomslag door Joost Swarte, 2006

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21-06-12

Ed Leeflang, Thomas Blondeau, Anne Carson, Adam Zagajewski, Georg Lentz

 

De Nederlandse dichter Ed Leeflang werd geboren op 21 juni 1929 in Amsterdam. Zie ook alle tags voor Ed Leeflang op dit blog.

 

 

Dronk op de tuin

 

Van god los maar om de kikkers
en alle kweepeer begaan, de merel
te hulp met de appels, het huis
met cement, de woelrat vol van genade
naar het leven staand, te verschrikter
gezegend als het peren regent of
pruimen, goed voor de wesp, wreed
voor de wespen, aan de kant van
de egel, de muizen, de uilen,
in twijfel om wat het leed, het gras,
het kroos, het woord. Drinken wij uit.
Vriendin, wij hoeven niet altijd voort.

 

 

 

Donor

 

Er zit al iemand in de file
die mijn organen nodig heeft
mijn netvlies of mijn nieren,
wie ik mijn hart gun,
die dan weer slapen kan,
een ander in de ogen zien.

 

Die rijdt nu tussen achterlichten
met iedereen de avond in
en voegt zich in het menuet

turend op het asfalt
neuriënd achter het stuur
afslaand naar mijn nieuw adres.

 

 

 

 

Hij is nieuwsgierig naar de richting

 

Hij is nieuwsgierig naar de richting
van de wind, het afval bij de vuilnisbakken,

de blues, hij heeft plectrums, stukken

kwarts, een kompas, vuursteen en adressen

van ballonvaarders in zijn zakken.

 

Hij kent de Wadden, drijft op vlotten,
leidt kampen en maakt zonnewijzers,

vindt de begraven potten en hij

kan eenzaam lezen.

 

Hij heeft voor alles tijd,
kan niet slapen van nieuwsgierigheid

en komt tussen de vakanties langs

om te vertellen van vreemde breuken,

het nodige delen, het begrip verzameling;

op zijn gitaar laat hij horen

hoe een driekwartsmaat verschilt

van andere maten.

 

En hun verbazing over dit bestaan
- zij gaan naar school als gaan ze emigreren -

wil wegens hem niet overgaan:

van wat hij leeft willen ze

als voor het eerst geestdriftig

leren leven.

 

 

Ed Leeflang (21 juni 1929 – 17 maart 2008)

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Robert Menasse, Jean-Paul Sartre, Machado de Assis, Chitra Gajadin, Helmut Heißenbüttel

 

De Oostenrijkse schrijver Robert Menasse werd geboren op 21 juni 1954 in Wenen. Zie ook alle tags voor Robert Menasse op dit blog.

 

Uit: Permanente Revolution der Begriffe

 

“Aus diesem Grund gilt in der Arbeitstheorie nicht die Zeit, die man für eine Arbeit benötigt hat, sondern nur die dafür »gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit« als Arbeitszeit.

Was natürlich heißt, dass die vielen Stunden, die ich nun gearbeitet habe, ohne dass sie gesellschaftlich notwendigwaren, keine Arbeit darstellen. Wenn dieser Text im Netz erscheint,

werden spätestens jetzt, also nur wenige Minuten nach Beginn der Lektüre, die ersten Poster erste Posting-Sätze mit einer Leichtigkeit, die sich von selbst versteht, schreiben können, etwa »Richtig: Menasse gesellschaftlich nicht notwendig!« und dergleichen. Und sie werden in ihrem glücklichen Hohn natürlich nicht begreifen, dass sie sich selbst dabei verhöhnen, weil sie damit hinausposten in

die Welt, dass sie selbst nur ihre eigene verblödende Fronarbeit in braver Unterwürfigkeit unter dieMarktgesetze für gesellschaftlich notwendnotwendig halten, also ihre Unfreiheit, und dass sie, wie schon oft beschrieben, aber von ihnen nicht gelesen, die freiwillige Zustimmung zu ihrer Unfreiheit mit

Freiheit verwechseln. Oder es wird ein katholischer Pater aus einem berühmten österreichischen Stift, also ein Prediger der Liebesreligion, wieder einmal einen hasserfüllten Leserbrief schreiben, weil ich seine Schäfchen verwirre, statt sie, so wie er, zu scheren. Oder es wird ein berühmter Anwalt mit einer noblen Anwaltsadresse in Wien seine Sekretärin zum Diktat rufen und ohne Umschweife in wenigen

Sekunden, die Fingerkuppen seiner Hände bedächtig aneinandergelegt, die Formulierung finden, dass er sich in der von ihm abonnierten Zeitung Artikel von mir verbiete, und die Sekretärin wird das tippen, ohne seine unfreiwillig komische Formulierung (»sich« kann er ja »verbieten«,was er will, ohne einen Leserbrief zu schreiben) zu korrigieren, weil er hat es so gesagt und dann hat er es auch unterschrieben, er hat ja sehr viel zu unterschreiben, derHerr Doktor, er ist ja geradezu ein Unterschriftsteller. Es werden also nur wegen meiner vielen Stunden des Nicht-Schreibens viele

Sätze produziert werden – und auch hier: weit und breit niemand, der gearbeitet hat. Mit einer einzigen Ausnahme.”

 

 

Robert Menasse (Wenen, 21 juni 1954)

 

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Ian McEwan, Alon Hilu, Françoise Sagan, Wulf Kirsten, Frans de Cort

 

De Britse schrijver Ian McEwan werd op 21 juni 1948 geboren in de Engelse garnizoensplaats Aldershot. Zie ook alle tags voor Ian McEwan op dit blog.

 

Uit: Amsterdam

 

„The patch of lawn was strewn with flattened cigarette butts, for this was a place where people came to stand about and wait for the funeral party ahead of theirs to clear the building. As they strolled up and down, the two old friends resumed the conversation they had had in various forms a half-dozen times before but that gave them rather more comfort than singing "Pilgrim."
Clive Linley had known Molly first, back when they were students in '68 and lived together in a chaotic, shifting household in the Vale of Health.
"A terrible way to go."
He watched his own vaporized breath float off into the gray air. The temperature in central London was said to be twelve degrees today. Twelve. There was something seriously wrong with the world for which neither God nor his absence could be blamed. Man's first disobedience, the Fall, a falling figure, an oboe, nine notes, ten notes. Clive had the gift of perfect pitch and heard them descending from the G. There was no need to write them down.
He continued, "I mean, to die that way, with no awareness, like an animal. To be reduced, humiliated, before she could make arrangements, or even say goodbye. It crept up on her, and then . . ."
He shrugged. They came to the end of the trampled lawn, turned, and walked back.

"She would have killed herself rather than end up like that," Vernon Halliday said. He had lived with her for a year in Paris in '74, when he had his first job with Reuters and Molly did something or other for Vogue.
"Brain-dead and in George's clutches," Clive said.“

 

 


Ian McEwan (Aldershot, 21 juni 1948)

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20-06-12

Vikram Seth, Paul Muldoon, Kurt Schwitters, Jean-Claude Izzo, Silke Andrea Schuemmer

 

De Indische schrijver Vikram Seth werd geboren op 20 juni 1952 in Kolkata. Zie ook alle tags voor Vikram Seth op dit blog.

 

Uit: Two Lives

 

„When I was seventeen I went to live with my great-uncle and great-aunt in England. He was Indian by origin, she German. They were both sixty. I hardly knew them at the time. It was August 1969 – the monsoon season in Calcutta. A few days before I left, Mama had taken me to a temple to be blessed, which was most unlike her. She and Papa came to see me off at Dumdum Airport. I arrived at Heathrow in the afternoon. My great-uncle and great-aunt were still away on their annual holiday in Switzerland and, as I recall, I was met at the terminal by someone in the firm for which my father worked. My first impression was of the width of the road that led (under grey skies) to London. I was housed for a night in a drab hotel somewhere near Green Park.
That evening Shanti Uncle and Aunty Henny returned from Switzerland, and the following day I and my luggage arrived at their door.
I looked at the house that was to be my home for the next few years. There was a red pillar-box not far from the gate of 18 Queens Road, Hendon; this was to be my beacon whenever I trudged up from the tube station. In front of the house was a small, low-walled, immaculately maintained garden with a few rosebushes in full bloom. A path led to the door. To the right of the path, slanted on a stand, was a burnished brass plaque that read:

 

S. B. Seth
L.D.S., R.C.S. (Edin.), B.Sc., D.M.D. (Berlin)
Dental Surgeon

 

I set down my luggage on the front step. The thought of meeting people whom I had not seen for years and did not really know, and whose home I would be sharing, made me nervous. I was, in any case, fearfully shy. After a minute I rang the bell.“

 

 

 

Vikram Seth (Kolkata, 20 juni 1952)

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19-06-12

Salman Rushdie, Sybren Polet, Josef Nesvadba, Osamu Dazai, José Rizal, Friedrich Huch, Gustav Schwab

 

De Indisch-Britse schrijver en essayist Salman Rushdie werd geboren in Bombay op 19 juni 1947. Zie ook alle tags voor Salman Rushdie op dit blog.

 

Uit: Mitternachtskinder (Vertaald door Karin Graf)

 

“Es war einmal ein kleiner Junge, der wurde in der Stadt Bombay geboren … Nein, so geht es nicht, ich kann mich um das Datum nicht herummogeln: Ich wurde am 15. August 1947 in Dr. Narlikars privatem Entbindungsheim geboren. Und die Zeit? Die Zeit spielt auch eine Rolle. Also dann: nachts. Nein, man muss schon genauer sein … Schlag Mitternacht, um die Wahrheit zu sagen. Uhrzeiger neigten sich einander zu, um mein Kommen respektvoll zu begrüßen.

Oh, sprich’s nur aus: Genau in dem Augenblick, in dem In dien die Unabhängigkeit erlangte, purzelte ich in die Welt. Schweres Atmen war zu hören. Und draußen vor dem Fenster Feuerwerk und Menschenmassen. Ein paar Sekunden später brach mein Vater sich den großen Zeh; aber verglichen mit dem, was mich in diesem verhängnisvollen Augenblick befallen hatte, war sein Unfall eine bloße Lappalie, denn dank der verborgenen Willkürherrschaft dieser verbindlich grüßenden Uhren war ich auf geheimnisvolle Weise an die Geschichte gefesselt, war mein Geschick unlösbar mit dem meines Landes verkettet worden. Für die nächsten drei Jahrzehnte sollte es kein Entkommen geben. Wahrsager hatten mich prophezeit, Zeitungen feierten meine Ankunft, Politiker bescheinigten meine Echtheit. Ich hatte in der ganzen Sache nichts zu sagen. Ich, Saleem Sinai, später auch verschiedentlich Rotznase, Fleckengesicht, Kahlkopf, Schnüffl er, Buddha und sogar Scheibe-vom-Mond genannt, war vom Schicksal schwer mit Beschlag belegt worden – selbst unter günstigsten Umständen eine gefährliche Verstrickung. Und ich konnte mir zu der Zeit noch nicht einmal selbst die Nase putzen.

Nun läuft jedoch die Zeit ab (da sie keine weitere Verwendung für mich hat). Ich werde bald einunddreißig Jahre alt. Vielleicht. Wenn mein zerfallender, überbeanspruchter Körper es zulässt. Aber ich kann nicht darauf hoffen, mein Leben zu retten, ich kann nicht einmal damit rechnen, tausendundeine Nacht zu haben. Ich muss schnell arbeiten, schneller als Scheherazade, wenn mein Leben bei meinem Tod einen Sinn – ja, Sinn – gehabt haben soll. Ich gebe es zu: Mehr als alles andere fürchte ich die Sinnlosigkeit.”

 

 


Salman Rushdie (Bombay, 19 juni 1947)

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18-06-12

Richard Powers, Raymond Radiguet, Geoffrey Hill, Bert Schierbeek, Aster Berkhof, Karin Fellner, Mirjam Pressler

 

De Amerikaanse schrijver Richard Powers werd geboren op 18 juni 1957 in Evanston, Illinois. Zie ook alle tags voor Richard Powers op dit blog.

 

Uit: The Time of Our Singing

 

„In some empty hall, my brother is still singing. His voice hasn't dampened yet. Not altogether. The rooms where he sang still hold an impression, their walls dimpled with his sound, awaiting some future phonograph capable of replaying them.
My brother Jonah stands fixed, leaning against a piano. He's just twenty. The sixties have only begun. The country still dozes in its last pretended innocence. No one has heard of Jonah Strom but our family, what's left of it. We've come to Durham, North Carolina, the old music building at Duke. He has made it to the finals of a national vocal competition he'll later deny ever having entered. Jonah stands alone, just right of center stage. My brother towers in place, listing a little, backing up into the crook of the grand piano, his only safety. He curls forward, the scroll on a reticent cello. Left hand steadies him against the piano edge, while right hand cups in front of him, holding some letter, now oddly lost. He grins at the odds against being here, breathes in, and sings.
One moment, the Erl-King is hunched on my brother's shoulder, whispering a blessed death. In the next, a trapdoor opens up in the air and my brother is elsewhere, teasing out Dowland of all things, a bit of ravishing sass for this stunned lieder crowd, who can't grasp the web that slips over them:

Time stands still with gazing on her face,
Stand still and gaze for minutes, hours, and years to her give place.
All other things shall change, but she remains the same,
Till heavens changed have their course and time hath lost his name.

Two stanzas, and his tune is done. Silence hangs over the hall. It drifts above the seats like a balloon across the horizon. For two downbeats, even breathing is a crime. Then there's no surviving this surprise except by applauding it away. The noisy gratitude of hands starts time up again, sending the dart to its target and my brother on to the things that will finish him.“

 

 

Richard Powers (Evanston, 18 juni 1957)

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17-06-12

James Weldon Johnson

 

De Amerikaanse dichter, schrijver en diplomaat James Weldon Johnson werd geboren op 17 juni 1871 in Jacksonville, Florida Vooral door zijn moeder werd Johnson aangemoedigd om de Engelse literatuur en de Europese muzikale traditie te bestuderen. Hij studeerde aan Atlanta University met de bedoeling dat het onderwijs dat hij daar kreeg zou worden gebruikt om de belangen van de zwarte mensen te bevorderen. Na zijn afstuderen kreeg hij een baan als schoolhoofd in Jacksonville. In 1900 schreef hij het ​​nummer "Til Ev'ry Voice and Sing" ter gelegenheid van de verjaardag van Lincoln. Het lied dat immens populair werd in de zwarte gemeenschap werd bekend als de “Negro National Anthem." Johnson verhuisde naar New York in 1901 om samen te werken met zijn broer Rosamond, een componist, en kreeg een beetje succes als songwriter voor Broadway, maar koos er in 1906 uiteindelijk voor om Amerikaanse consul in Venezuela te worden. In dienst van het corps diplomatique publiceerde Johnson gedichten in Century Magazine en in The Independent. In 1912, publiceerde Johnsononder een pseudoniem “The Autobiography of an Ex-Colored Man”, het verhaal van een muzikant die zijn zwarte roots verwerpt voor een leven van materieel comfort in de witte wereld. De roman onderzoekt de kwestie van raciale identiteit in de twintigste eeuw, een gemeenschappelijk thema bij de schrijvers van de Harlem Renaissance.

 

 

Brothers

 

See! There he stands; not brave, but with an air
Of sullen stupor. Mark him well! Is he
Not more like brute than man? Look in his eye!
No light is there; none, save the glint that shines
In the now glaring, and now shifting orbs
Of some wild animal caught in the hunter's trap.

How came this beast in human shape and form?
Speak, man! - We call you man because you wear
His shape-How are you thus? Are you not from
That docile, child-like, tender-hearted race
Which we have known three centuries? Not from
That more than faithful race which through three wars
Fed our dear wives and nursed our helpless babes
Without a single breach of trust? Speak out!
I am, and am not.

Then who, why are you?


I am a thing not new, I am as old
As human nature. I am that which lurks,
Ready to spring whenever a bar is loosed;
The ancient trait which fights incessantly
Against restraint, balks at the upward climb;
The weight forever seeking to obey
The law of downward pull; and I am more:
The bitter fruit am I of planted seed;
The resultant, the inevitable end
Of evil forces and the powers of wrong.

Lessons in degradation, taught and learned,
The memories of cruel sights and deeds,
The pent-up bitterness, the unspent hate
Filtered through fifteen generations have
Sprung up and found in me sporadic life.
In me the muttered curse of dying men,
On me the stain of conquered women, and
Consuming me the fearful fires of lust,
Lit long ago, by other hands than mine.
In me the down-crushed spirit, the hurled-back prayers
Of wretches now long dead, - their dire bequests, -
In me the echo of the stifled cry
Of children for their bartered mothers' breasts.

I claim no race, no race claims me; I am
No more than human dregs; degenerate;
The monstrous offspring of the monster, Sin;
I am-just what I am . . . . The race that fed
Your wives and nursed your babes would do the same
To-day, but I -
Enough, the brute must die!
Quick! Chain him to that oak! It will resist
The fire much longer than this slender pine.
Now bring the fuel! Pile it 'round him! Wait!
Pile not so fast or high! or we shall lose
The agony and terror in his face.
And now the torch! Good fuel that! the flames
Already leap head-high. Ha! hear that shriek!
And there's another! Wilder than the first.
Fetch water! Water! Pour a little on
The fire, lest it should burn too fast. Hold so!
Now let it slowly blaze again. See there!
He squirms! He groans! His eyes bulge wildly out,
Searching around in vain appeal for help!
Another shriek, the last! Watch how the flesh
Grows crisp and hangs till, turned to ash, it sifts
Down through the coils of chain that hold erect
The ghastly frame against the bark-scorched tree.

Stop! to each man no more than one man's share.
You take that bone, and you this tooth; the chain -
Let us divide its links; this skull, of course,
In fair division, to the leader comes.

And now his fiendish crime has been avenged;
Let us back to our wives and children. - Say,
What did he mean by those last muttered words,
'Brothers in spirit, brothers in deed are we'?

 

 

 

James Weldon Johnson (17 juni 1871 – 26 juni 1938)

Portret door Laura Wheeler Waring, 1943

18:25 Gepost door Romenu in Literatuur | Permalink | Commentaren (0) | Tags: james weldon johnson, romenu |  Facebook |

Dolce far niente 12 (Bij Vaderdag)

 

Dolce far niente 12 (Bij Vaderdag)

 

   

 

Kijken hoe vader werkt, Albert Neuhuys (10 juni 1844 –6 februari 1914)

 

 

 

 

 

My Father

 

The memory of my father is wrapped up in
white paper, like sandwiches taken for a day at work.

Just as a magician takes towers and rabbits
out of his hat, he drew love from his small body,

and the rivers of his hands
overflowed with good deeds.

 

 

 

Yehuda Amichai (3 mei 1924 – 22 September 2000)

 

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