07-04-12

Berthold Brecht, William Wordsworth, Victoria Ocampo, Gabriela Mistral, Donald Barthelme

 

Bij Stille Zaterdag

 

 



Giotto, Bewening van Christus, ca 1304 – 1306,

Padua, Capella Scrovegni

 

 


Karsamstaglegende – Den Verwaisten gewidmet”

 

Seine Dornenkrone
Nahmen sie ab
Legten ihn ohne
die Würde ins Grab.

 

Als sie gehetzt und müde
andern Abends wieder zum Grabe kamen
siehe, da blühte
aus dem Hügel jenes Dornes Samen.

 

Und in den Blüten, abendgrau verhüllt
sang wunderleise
eine Drossel süss und mild
eine helle Weise.

 

Da fühlten sie kaum
mehr den Tod am Ort
sahen über Zeit und Raum
lächelten im hellen Traum
gingen träumend fort.

 

 

 



Berthold Brecht (10 februari 1898 - 14 augustus 1956)

Brecht-Haus in Berlin-Weißensee

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Johannes Mario Simmel, Jens Peter Jacobsen, Gustav Landauer, Hervé Bazin

 

De Oostenrijkse schrijver Johannes Mario Simmel werd op 7 april 1924 in Wenen geboren. Zie ook alle tags voor Johannes Mario Simmel op dit blog.

 

Uit: Es muss nicht immer Kaviar sein

 

»Wir Deutschen, liebe Kitty, können ein Wirtschaftswundermachen, aber keinen Salat«, sagte Thomas Lieven zu dem schwarzhaarigen Mädchen mit den angenehmen Formen.»Jawohl, gnädiger Herr«, sagte Kitty. Sie sagte es ein wenig atemlos, denn sie war fürchterlich verliebt in ihren charmanten Arbeitgeber. Und mit verliebten Augen sah sie Thomas Lieven an, der bei ihr in der Küche stand.Über seinem Smoking - nachtblau, mit schmalen Revers - trugThomas Lieven eine Küchenschürze. In der Hand hielt er eine Serviette. In der Serviette befanden sich die zarten Blätter vonzwei bildschönen Salatköpfen

Was für ein Mann, dachte das Mädchen Kitty, und ihre Augenglänzten

Kittys Verliebtheit rührte nicht zuletzt daher, daß ihr Arbeitgeber, Herr über eine Villa mit vielen Zimmern, sich so selbstverständlich in ihrem Reich, der Küche, zu bewegen verstand.»Salat richtig anzurichten, ist eine fast schon verlorene Kunst«, sagte Thomas Lieven. »In Mitteldeutschland wird e rsüß zubereitet und schmeckt wie verdorbener Kuchen, in Süddeutschland sauer wie Kaninchenfutter und in Norddeutschland benutzen die Hausfrauen sogar Salatöl. O heiliger Lukullus! Türschlösser sollte man behandeln mit diesem Öl, aber nicht Salat!«»Jawohl, gnädiger Herr«, sagte Kitty, immer noch atemlos. In der Ferne begannen Kirchenglocken zu läuten. Es war 19 Uhr am 11. April 195.7

Der 11. April 1957 schien ein Tag zu sein wie jeder andere. Nicht so für Thomas Lieven! Denn an diesem Tag wähnte er, mit einer wüsten, gesetzesfeindlichen Vergangenheit abschließen zu können. An diesem 11 April 1957 bewohnte Thomas Lieven, kurzvorher 48 Jahre alt geworden, eine gemietete Villa im vornehmsten Teil der Cecilien-Allee zu Düsseldorf.”

 

 

Johannes Mario Simmel (7 april 1924 – 1 januari 2009)

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06-04-12

Am Karfreitage (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Bij Goede Vrijdag

 

 

 

Andrea del Castagno, Jezus aan het kruis, rond 1450,

National Gallery, Londen)

 

 

Am Karfreitage

 

Weinet, weinet, meine Augen,
Rinnt nur lieber gar zu Tränen,
Ach, der Tag will euch nicht taugen,
Und die Sonne will euch höhnen!
Seine Augen sind geschlossen,
Seiner Augen süßes Scheinen.
Weinet, weinet unverdrossen,
Könnt doch nie genugsam weinen!

 

Als die Sonne das vernommen,
Hat sie eine Trauerhülle
Um ihr klares Aug' genommen,
Ihre Tränen fallen stille.
Und ich will noch Freude saugen
Aus der Welt, der hellen, schönen?
Weinet, weinet meine Augen,
Rinnt nur lieber gar zu Tränen!

 

Still, Gesang und alle Klänge,
Die das Herze fröhlich machen!
"Kreuz'ge, kreuz'ge!" brüllt die Menge,
Und die Pharisäer lachen.
Jesu mein, in deinen Schmerzen
Kränkt dich ihre Schuld vor allen;
Ach, wie ging es dir zu Herzen,
Dass so viele mussten fallen!

 

Und die Vöglein arm, die kleinen,
Sind so ganz und gar erschrocken,
Dass sie lieber möchten weinen,
Wären nicht die Äuglein trocken;
Sitzen traurig in den Zweigen,
Und kein Laut will rings erklingen.
Herz, die armen Vöglein schweigen,
Und du musst den Schmerz erzwingen!

 

Weg mit goldenen Pokalen,
Süßem Wein vom edlen Stamme!
Ach, ihn sengt in seinen Qualen
Noch des Durstes heiße Flamme!
Dass er laut vor Schmerz muß klagen,
Erd und Himmel muß erbleichen,
Da die Henkersknecht' es wagen,
Gall' und Essig ihm zu reichen!

 

Weiche Polster, seidne Kissen,
Kann mir noch nach euch verlangen,
Da mein Herr, so gar zerrissen.
Muß am harten Kreuze hangen?
O wie habt ihr ihn getroffen,
Dorn und Nagel, Rut' und Spieße!
Doch das Schuldbuch liegt ja offen,
Dass sein heilig Blut es schließe.

 

In der Erde alle Toten
Fahren auf wie mit Entsetzen,
Da sie mit dem heil'gen, roten
Blute sich beginnt zu netzen.
Können nicht mehr ruhn die Toten,
Wo sein köstlich Blut geflossen;
Viel zu heilig ist der Boden,
Der so teuren Trank genossen.

 

Er, der Herr in allen Dingen,
Muss die eigne Macht besiegen,
Dass er mit dem Tod kann ringen,
Und dem Tode unterliegen.
Gänzlich muß den Kelch er trinken,
Menschenkind, kannst du's ertragen?
Seine süßen Augen sinken,
Und sein Herz hört auf zu schlagen.

 

Als nun Jesu Herz tut brechen:
Bricht die Erd' in ihren Gründen,
Bricht das Meer in seinen Flächen,
Bricht die Höll' in ihren Schlünden,
Und der Felsen harte Herzen
Brechen all mit lautem Knalle.
Ob in Wonne, ob in Schmerzen?
Bricht's der Rettung, bricht's dem Falle?

 

Und für wen ist denn gerungen
In den qualenvollen Stunden,
Und der heil'ge Leib durchdrungen
Mit den gnadenvollen Wunden?
Herz, mein Herz, kannst du nicht springen
Mit den Felsen und der Erde,
Nur, daß ich mit blut'gen Ringen
Neu an ihn gefesselt werde?

 

Hast du denn so viel gegeben,
Herr, für meine arme Seele?
Ist ihr ewig, ewig Leben
Dir so wert trotz Schuld und Fehle?
Ach, so laß sie nicht gefunden
Sein, um tiefer zu vergehen!
Lass sie deine heil'gen Wunden
Nicht dereinst mit Schrecken sehen!

 

 

 


Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Sterfkamer van Annette von Droste-Hülshoff

 

 

Zie voor de schrijvers van de 6e april ook mijn vorige blog van vandaag.

Kazim Ali, Jakob Ejersbo, John Pepper Clark, Günter Herburger, Uljana Wolf

 

De Amerikaanse dichter, schrijver en essayist Kazim Ali werd geboren op 6 april 1971 in Croydon, Engeland. Zie ook alle tags voor Kazim Ali op dit blog.

 

 

Night Prayer


I lived near the archive for years but never read it.
Instead dropped letters folded as boats into the stream at midnight.

The white lines of a graph moored me to them.
From that moment I was thirsty, remembering my earlier thirst.

Standing still at the sill of the window, wanting to know
who was looking out. But how can a window answer?

All my naval missives were cast between map and maelstrom,
and if I ever dared to pray for something real

would it be for my thirst to be quenched or for unquenchable thirst—



Dear Father, Dear Sound



I exist only two cosmic minutes after you.
What does an echo know?

You recited into my ears before I had either language or sight
“there is a Thing in the universe so immense you can’t say It”

Your whisper hand in hand with what I whispered back
is going out to the end of the universe.

Will they ever reach it?
Will they ever begin traveling back?

 

 

 

 

Kazim Ali (Croydon, 6 april 1971)

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Dan Andersson, Erich Mühsam, Georges Darien, Jean-Baptiste Rousseau

 

De Zweedse dichter en schrijver Dan Andersson werd geboren op 6 april 1888 in Skattlösberg (Dalarna). Zie ook alle tags Dan Andersson op dit blog.

 

Uit: Svarta visor (Fragment, vertaald door Klaus-Rüdiger Utschick)

 

Saß ich still an ihrer Seite, deren Herz gleichsam war meins,
schaffte sie Behagen unsrem Nest im Nu,
doch mein Herz rief unter Qualen: ‘Was du hast, ist doch nicht deins’,
und ein Dämon führte mich zu Trost und Ruh.

 

Was ich liebe, ist verborgen in der tiefen dunklen Ferne,
und mein rechter Weg ist hoch und wunderbar.
Und im Lärm und Trubel lockt es mich zu beten zu dem Herren:
‘Nimm die Erde fort, daß etwas kommt, was vordem niemals war!’

 

Folg mir, Bruder, hinter Berge zu den stillen kühlen Fluten,
wo die Meere träge schlafen in dem Bett aus Bergen weit.
Hinter Berg und Himmel heim zu meiner Mutter will ich sputen,
die mit goldumglänztem Nebelschleier schmückt ihr Rosenkleid.

 

 

 

Dan Andersson (6 april 1888 – 16 september 1920)

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05-04-12

Nicolaas Beets, Hugo Claus, Algernon Swinburne, Bora Ćosić

 

Bij Witte Donderdag



Het Laatste Avondmaal door Peter Paul Rubens, 1630-1632

 

 

Het laatste avondmaal

Mark. XIV v. 22-24.

 

Toen hij zijn bijzijn was ontvloden,

Wien Jezus, in den laatsten nacht,

De bittre bete had geboden.

Die al zijn bloed aan 't gisten bracht;

Toen Judas, om, naar 't woord des Heeren,

Met haast te doen hetgeen hij deed,

Zijn heilig aangezicht vermeed,

Om met dien kus terug te keeren!

 

Toen de ijslijke ure was gekomen,

Waarin de kampstrijd aan zou gaan,

Werd op zijn wezen niets vernomen.

Dat angst of droef heid kon verraân;

Hij zag in wat Hij zou beginnen,

In ieder foltring Hem bereid,

Al zijn aanstaande heerlijkheid,

En in zijn strijden 't overwinnen.

 

Nog eens tot de Elve dan gesproken,

Van liefde en eendracht, moed en trouw!

Toen heeft Hij plechtig 't brood gebroken,

Daar elk van hen van eten zou.

Toen heeft Hij, aan dien heilgen dissche,

Den laatsten beker om doen gaan,

Zoo als 't nog heden wordt gedaan,

Ter maaltijd der gedachtenisse.

 

O Beeldspraak van de felste smart:

Gebroken brood, vergoten wijn!

Moet gij voor mijn geloovig harte

Van 's Heilands dood de teeknen zijn!

Gewis; zijn lichaam werd verbroken,

Om mij te redden van 't verderf,

Zijn hand doorgriefd, zijn zij' doorstoken,

Opdat ik Gods gena verwerf.

 

Als ik 't gebroken brood dan ete,

En proeve den vergoten wijn,

Mijn Heiland! dat ik nooit vergete

Hoe veel en groot mijn zonden zijn!

Opdat ik voor mijzelf mij schame,

Maar, overtuigd van Gods gena,

Van uw gewijde tafel ga,

Op nieuw versterkt in uwen name.

 

 

 

Nicolaas Beets (13 september 1814 – 13 maart 1903)

De theekoepel in Arendshof, waar Beets zijn verzen voorlas

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Werner J. Egli, Michael Georg Conrad, Arthur Hailey, Paolo Ferrari

 

De Zwitserse schrijver Werner J. Egli werd geboren in Luzern op 5 april 1943. Zie ook alle tags voor Werner J. Egli op dit blog.

 

Uit: Dream Road

 

Eine Welt ohne Krieg wäre eine Welt ohne Menschen, dachte er. Es würde still sein.
Und in dieser Stille würde ein Baby zur Welt kommen.
Es wäre der erste friedfertige Mensch sein, nachdem die Menschen sich gegenseitig fast ausgerottet hatten.
Noch lag die Welt in Trümmern. Noch schien die Sonne wie durch einen schmutzigen Nebel.
Es war kalt und es schneite schmutzigen Schnee. An der Oberfläche des Sees trieben tote Fische mit weiss schimmernden Bäuchen.
In der Nähe lag der Kadaver eines Rehs. Julia kauerte in eine Decke gehüllt in der Ruine eines Hauses und stillte das Baby. Am Boden lagen Geldstücke herum, aber sie waren wertlos.
Mika kam mit einem Armvoll Holz zurück und entfachte ein Feuer.
Es war das einzige Feuer weit und breit.
Nach und nach näherten sich Menschen dem Feuerschein, setzten sich auf die Trümmer und begannen in ihren Habseligkeiten herumzukramen.
Keiner besass viel, aber was er besass, teilte er mit den anderen.
Und sie begannen über die Zukunft zu reden.“

 

 


Werner J. Egli (Luzern, 5 april 1943)

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04-04-12

E. L. James

 

De Britse schrijfster E. L. James (pseudoniem van Erika Leonard) werd geboren op 4 april 1963 als Erika Mitchell, dochter van een Chileense moeder en een Schotse vader, in Buckinghamshire. Zij genoot privé onderwijs en studeerde geschiedenis aan de Universiteit van Kent, voordat zij assistente van een studiomanager werd aan de National Film and Television School in Beaconsfield. E. L. James werd bekend met haar romantrilogie Fifty Shades of Grey (in het Nederlands vertaald als Vijftig tinten grijs). Ze begon in 2009 pas met schrijven, toen ze de website FanFiction.net ontdekte, waar ze onder de naam Snowsqueen Icedragon schreef. Leonard woont in Londen, met haar man en twee zoons. In 2012 werd ze door Time Magazine op de lijst van de honderd meest invloedrijke mensen geplaatst.

 

Uit: Fifty Shades of Grey

 

“I scowl with frustration at myself in the mirror. Damn my hair—it just won’t behave, and damn Katherine Kavanagh for being ill and subjecting me to this ordeal. I should be studying for my final exams, which are next week, yet here I am trying to brush my hair into submission. I must not sleep with it wet. I must not sleep with it wet. Reciting this mantra several times, I attempt, once more, to bring it under control with the brush. I roll my eyes in exasperation and gaze at the pale, brown-haired girl with blue eyes too big for her face staring back at me, and give up. My only option is to restrain my wayward hair in a ponytail and hope that I look semi-presentable.
Kate is my roommate, and she has chosen today of all days to succumb to the flu. Therefore, she cannot attend the interview she’d arranged to do, with some mega-industrialist tycoon I’ve never heard of, for the student newspaper. So I have been volunteered. I have final exams to cram for and one essay to finish, and I’m supposed to be working this afternoon, but no—today I have to drive 165 miles to downtown Seattle in order to meet the enigmatic CEO of Grey Enterprises Holdings, Inc. As an exceptional entrepreneur and major benefactor of our university, his time is extraordinarily precious—much more precious than mine—but he has granted Kate an interview. A real coup, she tells me. Damn her extracurricular activities.
Kate is huddled on the couch in the living room.
“Ana, I’m sorry. It took me nine months to get this interview. It will take another six to reschedule, and we’ll both have graduated by then. As the editor, I can’t blow this off. Please,” Kate begs me in her rasping, sore throat voice. How does she do it? Even ill she looks gamine and gorgeous, strawberry blond hair in place and green eyes bright, although now red rimmed and runny. I ignore my pang of unwelcome sympathy.
“Of course I’ll go, Kate. You should get back to bed. Would you like some NyQuil or Tylenol?”
“NyQuil, please. Here are the questions and my digital recorder. Just press record here. Make notes, I’ll transcribe it all.”

 

 

E. L. James (Buckinghamshire 4 april 1963)

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20:14 Gepost door Romenu in Literatuur | Permalink | Commentaren (0) | Tags: e. l. james, romenu |  Facebook |

Maya Angelou, Wolfgang Windhausen, Marko Klomp, Marguerite Duras, Edith Södergran

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Maya Angelou (eig. Margueritte Johnson) werd geboren in Saint Louis, Missouri, op 4 april 1928. Zie ook alle tags voor Maya Angelou op dit blog.

 

 

Men

 

When I was young, I used to
Watch behind the curtains
As men walked up and down the street. Wino men, old men.
Young men sharp as mustard.
See them. Men are always
Going somewhere.
They knew I was there. Fifteen
Years old and starving for them.
Under my window, they would pauses,
Their shoulders high like the
Breasts of a young girl,
Jacket tails slapping over
Those behinds,
Men.

One day they hold you in the
Palms of their hands, gentle, as if you
Were the last raw egg in the world. Then
They tighten up. Just a little. The
First squeeze is nice. A quick hug.
Soft into your defenselessness. A little
More. The hurt begins. Wrench out a
Smile that slides around the fear. When the
Air disappears,
Your mind pops, exploding fiercely, briefly,
Like the head of a kitchen match. Shattered.
It is your juice
That runs down their legs. Staining their shoes.
When the earth rights itself again,
And taste tries to return to the tongue,
Your body has slammed shut. Forever.
No keys exist.

Then the window draws full upon
Your mind. There, just beyond
The sway of curtains, men walk.
Knowing something.
Going someplace.
But this time, I will simply
Stand and watch.

Maybe.

 

 

 

Maya Angelou (Saint Louis, 4 april 1928)

 

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Michiel van Kempen, Robert Schindel, Bettina von Arnim, Paul Gadenne

 

De Nederlandse schrijver, letterkundige en Surinamist Michiel van Kempen werd geboren in Oirschot op 4 april 1957. Zie ook alle tags voor Michiel van Kempen op dit blog.

 

Uit: De knuppel in het doksenhok. Leven in de Surinaamse letteren

 

„Laten we om te beginnen voor de aardigheid eens kijken naar hoe de Surinaamse schrijvers in Nederland met elkaar debatteren. Rabin Gangadin schrijft over Julian With: ‘De With schrijft over iets, dat door hem gezien is als door een dofglazig oog van een gekookte apekop, bedacht en gevoeld door dode apen-hersenen en een uitgebloed apenhart. Alles in zijn poëzie is flauw en min en wekt door de verrassing en het brutaal-onvoorziene van zijn laffe ordinairheid de lekkerste fantasieën op.’ Genoemde Julian With heeft over het Surinaams-Nederlands van Edgar Cairo geschreven dat het gebruik ervan dom en inconsequent is en spreekt van ‘apentaal’. Genoemde Edgar Cairo verweet With zijn jaloezie, zijn discrimineren tegen joden en zijn minderwaardigheidscomplex. Genoemde With weer schrijft over Astrid Roemer in zijn boek Zwart racisme bestaat niet: ‘Roemer behoort tot de categorie hoeren die in staat is een gehandicapte man op te geilen, hem naar een sexboot te lokken, zich uit te kleden om vervolgens de man in een toestand van loodrechte erectie in het water te duwen en dan nog de moed te hebben om op zijn begrafenis te komen.’ Ja, ja, het is een gezellige boel daar onder de Surinamers in Nederland. Wie meent dat ik een ‘hard’ criticus ben, moet maar eens een plaats laten zien waar ik zo tekeer ben gegaan als Gangadin tegen With of With tegen Roemer.

Kritisch-zijn heeft niets te maken met schelden, noch met hard-zijn, noch met negatief-doen. Een goed criticus moet zijn kritisch vermogen hanteren zonder aanzien des persoons, al mag hij bij een pretentieuze praatjesmaker best wat meer de puntjes op de i zetten dan bij een bescheiden debutantje.“

 

 

Michiel van Kempen (Oirschot, 4 april 1957)

 

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Thomas Mayne Reid, Comte de Lautréamont, Rémy de Gourmont, Michael Schneider

 

De Iers-Amerikaanse schrijver Thomas Mayne Reid werd geboren op 4 april 1818 in Ballyroney, Down, Ierland. Zie ook alle tags voor Thomas Mayne Reid op dit blog.

Uit: The Boy Tar

„They have a belief among them that I have been a great traveller. They know that I have many books, and that I read much; and they have got it into their heads that I am a wonderful scholar.
I have been a great traveller, and am a great reader, but the simple villagers are mistaken as to my scholarship. In my youth I was denied the advantages of a fine education, and what little literary knowledge I possess has been acquired by self-instruction—hasty and interrupted—during the brief intervals of an active life.
I have said that my fellow-villagers know very little about me, and you are no doubt surprised at this; since among them I began my life, and among them I have declared my intention of ending it. Their ignorance of me is easily explained. I was but twelve years of age when I left home, and for forty years after I never set foot in my native place, nor eyes upon any of its inhabitants.
He must be a famous man who would be remembered after forty years’ absence; and I, scarce a boy at going forth, returned to find myself quite forgotten. Even my parents were scarce remembered. Both had died before I went away from home, and while I was only a mere lad. Besides, my father, who was a mariner by profession, was seldom or never at home, and I remember little else about him, than how I grieved when the news came that his ship was lost, and he with most of his crew were drowned. Alas! my mother did not long survive him; and their death occurring such a long time ago, it is but natural that both should be forgotten among a people with whom they had but slight intercourse. Thus, then, is it explained how I chance to be such a stranger in my native place.“



Thomas Mayne Reid (4 april 1818 – 22 oktober 1883)

 

 

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03-04-12

Charles Ducal, Adriaan Jaeggi, Frederik van Eeden, Peter Huchel

 

De Vlaamse dichter en schrijver Charles Ducal (pseudoniem van Frans Dumortier) werd geboren in Leuven op 3 april 1952. Zie ook alle tags voor Charles Ducal op dit blog.

 

 

Breeding cattle

1

So it started:

from the flaccid belly of the field
there rose a wall,
created (in our sleep) a hasty caesura
in the endless mud and rain.

We, of tender flesh,
came groping in the dark,
tore our mouths
on the new myth,

concerning us,
conclusive, neutral,
too smart to just sink back
in the layer of fat, the warm ground

in which we rooted as children.
Someone lifted us up
and punched into our ear
the number meant for us.

So it started: once in the sty
we learnt to forget ourselves,
not to move, sleep or eat,
be meat until the final

gram.


2

In the beginning there was mud.

At night a sow sometimes walked
across the scene, panting and waddling,
as if coloured by our lust.

Bread and water, days standing still
as posts for a fate tied to this place.
Man and animal sleeping together,
inseparable, saturated with moisture.

And nowhere a word
to touch themselves.

Until God appeared
with plummet and planks
and had us build a sty midfield

and taught us to ape his image,
touch the flesh with the word,
turn lust into money.

 

 


Vertaald door Willem Groenewegen

 

 



Charles Ducal (Leuven, 3 april 1952)

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Arlette Cousture, Edward Everett Hale, Washington Irving, George Herbert, Johanna Walser

 

De Canadese schrijfster Arlette Cousture werd geboren in Saint-Lambert op 3 april 1948. Zie ook alle tags voor Arlette Cousture op dit blog.

 

Uit: Ces enfants d'ailleurs

 

“- Élisabeth, attends-moi !

Jan avait aperçu sa sœur à l'intersection des rues Nicolas et Sainte-Croix. Il lui fit un signe de la main et, un cartable lourd pendant au bout du bras, il la rejoignit en courant et sautillant de plaisir. Elle le regarda venir.

- L'école est finie ! L'école est finie, Élisabeth ! J'ai plein de projets pour l'été.

Ils étaient rendus devant la maison et ils montèrent l'escalier jusqu'au premier. Mme Grabska, la concierge, balayait le palier et elle gronda gentiment Jan d'avoir marché dans les poussières.

- Mais qu'est-ce qui vous arrive aujourd'hui? - L'école est finie ! Et demain c'est le 24 juin, la fête de mon saint patron, et mon frère Jerzy va prendre le train pour aller à Wezerow. Jan avait parlé si vite que Mme Grabska, agacée, ne s'était même pas donné la peine de le faire répéter. Elle savait que depuis cinq ans, depuis qu'il avait eu douze ans, Jerzy vivait ses étés à la campagne. Elle regarda Élisabeth pénétrer chez elle et fit un signe réprobateur à Jan qui ne cessait de bousculer sa sœur pour la presser. Il allait disparaître quand il ressortit la tête par l'embrasure pour dire à Mme Grabska que, dans deux ans, lui-même irait à la campagne pour tout l'été.”

 

 


Arlette Cousture (Saint-Lambert, 3 april 1948)

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02-04-12

Thomas Glavinic, Émile Zola, György Konrád, Edgar Hilsenrath, Anne Waldman, George Fraser

 

De Oostenrijkse schrijver Thomas Glavinic werd geboren op 2 april 1972 in Graz. Zie ook alle tags voor Thomas Glavinic op dit blog.

 

Uit: Die Arbeit der Nacht

 

»Guten Morgen!« rief er in die Wohnküche.
Er trug das Frühstücksgeschirr zum Tisch, nebenbei drehte er den Fernseher auf. An Marie schickte er eine SMS. Gut ­geschlafen? Habe von dir geträumt. Dann festgestellt, daß ich wach war. I. l. d.
Der Bildschirm flimmerte. Er schaltete von ORF zu ARD. Kein Bild. Er zappte zu ZDF, RTL, 3sat, RAI: Flimmern. Der Wiener Lokalsender: Flimmern. CNN: Flimmern. Der französische, der türkische Sender: kein Empfang.
Vor der Tür lag statt des Kurier auf dem Fußabstreifer nur ein alter Reklamezettel, den er aus Faulheit noch nicht entfernt hatte. Kopfschüttelnd zog er aus dem Stapel im Flur eine Zeitschrift der Vorwoche und kehrte zu seinem Kaffee zurück. Abonnement kündigen, notierte er im Geist. Schon vergangenen Monat hatte er einmal keine Zeitung bekommen.
Er blickte sich im Zimmer um. Über den Boden verstreut lagen Hemden, Hosen und Strümpfe. Auf der Anrichte stand das Geschirr vom Vorabend. Der Müll roch. Jonas verzog das Gesicht. Er sehnte sich nach ein paar Tagen am Meer. Er hätte Marie begleiten sollen. Trotz seiner Abneigung gegen Verwandtschaftsbesuche.
Als er sich noch eine Scheibe Brot abschneiden wollte, glitt das Messer ab und fuhr ihm tief in den Finger.
»Mist! Ah! Da soll doch…«
Mit zusammengebissenen Zähnen hielt er die Hand unter kaltes Wasser, bis kein Blut mehr nachfloß. Er untersuchte die Wunde. Der Schnitt war bis auf den Knochen gegangen, schien jedoch keine Sehne verletzt zu haben. Auch Schmerzen fühlte Jonas nicht. In seinem Finger klaffte ein sauberes Loch, und er konnte den Knochen sehen.
Ihm wurde flau zumute. Er atmete tief durch.”

 

 


Thomas Glavinic (Graz, 2 april 1972)

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