18-03-17

Héctor Bianciotti, Hellema, Friedrich Hebbel, Max Barry, Wolfgang Bauer, Richard Condon

 

De Argentijnse schrijver Héctor Bianciotti werd geboren op 18 maart 1930 in Córdoba. Zie ook alle tags voor Héctor Bianciotti op dit blog.

Uit:L'amour n'est pas aimé

« J'en vins à penser avec joie que la finalité secrète de ce monde était d'ordre purement esthétique et que les horreurs qui peuplent notre histoire sont un festin destiné au poète. […] … mais je pense néanmoins que cette foi pure en la magie d'un adjectif ou d'un adverbe – toujours si méprisés -, cette certitude qu'un adverbe ou un adjectif peuvent aller là où la raison ne parvient pas et peuvent laisser entrevoir l'impossible Vérité qui jusqu'alors s'était dérobé à toute recherche, fut en fin de compte un exercice utile qui allait me servir plus tard, quand j'aurais à décrire quelque chose d'immédiat avec une sorte de rhétorique de l'urgence. "
(…)

« C'est là – ce fut un bonheur et un éblouissement – qu'il découvrit un jour qu'il savait lire. C'est là qu'il connut la réclusion, dans une cave obscure à laquelle on le condamnait parce qu'il lisait avec plaisir et que tout plaisir est un pêché – mais dans l'obscurité il se prit pour Robinson et des ombres tapies dans les coins il se forgea des interlocuteurs avec lesquels il faisait commerce (la solitude du personnage ne l'attirait pas). C'est là qu'il trouva, en la personne de l'oncle Henry, vieux marin boiteux qui profitait de la présence de l'enfant pour continuer à s'émerveiller de ses anciennes prouesses, la première des innombrables figures de héros anonymes qu'il exalterait plus tard. C'est là qu'il sut – mais qui dira son désarroi ? - douter de ce qu'on tentait de lui inculquer : l’obsession de la faute, la notion d'un enfer toujours mérité que le moindre de ses gestes appelait, d'un Très-Haut omniscient qui tenait un livre de comptes – ce qui l'amena à découvrir les avantages de la méfiance, de la dissimulation, du mensonge, toutes choses qui sont peut-être finalement, dans ce monde provisoire, des vertus esthétiques."

 

 
Héctor Bianciotti (18 maart 1930 – 11 juni 2012)

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Walter Rheiner, Srečko Kosovel, Jean Anglade, George Plimpton, Cosmo Monkhouse, Friedrich Nicolai

 

De Duitse dichter en schrijver Walter Rheiner (eig. Walter Heinrich Schnorrenberg) werd geboren op 18 maart 1895 in Keulen. Zie ook alle tags voor Walter Rheiner op dit blog.

 

Toten-Messe

Nun liegen ihre Leiber halb verscharrt,
geborsten und verwittert tief im Sand.
Verworren züngelt Haar, hoch wächst die Hand,
greift in die Nacht, die auf den Zinnen harrt.

Verkohlte Städte schwelen lang vorbei,
und Brücken flattern schief und ausgezackt.
Die Sonne stürzt, schäumender Katarakt,
auf morsche Schädel, Augen fahl wie Blei.

Durch ihre Zähne pfeift ein süßer Wind,
der warm und rosig ist von frischem Blut.
(- In Abendröten weiden Lämmer gut. -)
Schon quellen sie verwesend aufwärts lind,

durchdringen, Freunde, sich mit ihrem Duft,
umarmen sich in lächelnder Spirale.
Die kühlen Sterne sind mit einem Male
ganz nah und kreisen singend durch die Luft.

Im Rauch verbrannter Zimmer nisten sie sich ein.
Sie fahren aufgelöst durch Ozeane.
Erkennen unten Schiffe, zitternd klein:
sie, des Planeten großgewölbte Fahne.

 

 
Walter Rheiner (18 maart 1895 – 12 juni 1925)

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17-03-17

Siegfried Lenz, Thomas Melle, Hans Wollschläger, Rense Sinkgraven, Hafid Aggoune, William Gibson, Patrick Hamilton, Karl Gutzkow, Jean Ingelow

 

De Duitse schrijver Siegfried Lenz werd op 17 maart 1926 in Lyck, in de landstreek Masuren in Oostpruisen geboren. Zie ook alle tags voor Siegfried Lenz op dit blog.

Uit: Der Überläufer

„In Prowursk bekam die kleine Lokomotive zu trinken. Ein eiserner Rüssel wurde über ihren glühenden Körper geschwenkt, ein Handrad gedreht, und dann schoß ein dicker Wasserstrahl in ihre geöffnete Flanke. Proska hörte das Rauschen des Wassers und trat an das zerbrochene Abteilfenster. Ein winziges, weißes Stations-häuschen, das auf der Stirn eine Nummer trug, ein ver-wahrloster Bahnsteig, zwei Holzstapel; mehr konnte er nicht entdecken, denn das Dorf selbst lag eine gute halbe Stunde von der Station entfernt hinter einem Laubwald. Vor dem Zug patrouillierte ein Posten. Er hatte sich, da es heiß war, den Kragen aufgeknöpft. Ober dem Rük-ken trug er ein Sturmgewehr mit der gleichen Selbstver-ständlichkeit wie eine afrikanische Mutter ihren Säugling. Wenn er das Ende der Kleinbahn, die aus der Lokomo-tive, einem Verpflegungs- und einem Postwagen bestand, erreicht hatte, machte er, ohne den Kopf zu heben, kehrt und latschte zurück. Das wiederholte sich einige Male. Die Landschaft machte den Eindruck einer riesigen, ver-lassenen Feuerstelle; kein Wind, »Bis wir weiterfahren!« »Ich glaube. die Lokomotive braucht nur Wasser.« »So«. sagte der Posten mürrisch. »braucht sie das?« Plötzlich hob er den Kopf und blickte den Lehmweg hinunter, der nach Prowursk führte. Proska sah, am Fenster stehend, in die gleiche Richtung und entdeckte ein Mäd-chen, das zum Zug herüberwinkte und sich rasch näherte. Sie trug ein laubgrünes Kleidchen und einen breiten Gür-tel um die Taille, die schmal war wie ein Stundenglas. Mit schnellen Schritten kam sie auf den Bahnsteig und ging geradewegs auf den Posten zu. Sie hatte mattglänzendes rotes Haar, ein kurzes Näschen und grünblaue Augen. Ihre Füße steckten in braunen Stoffschuhen. »Was wollen Sie?« brummte der Posten und starrte auf ihre nackten Beine. »Herr Soldat ...«, sagte sie und zitterte. Sie setzte einen irdenen Krug ab und legte einen zusammengefalteten Regenmantel darauf. »Haben Sie Milch in dem Krug oder Wasser?« Sie schüttelte den Kopf und strich sich das Haar zu-rück. Proska bewunderte das Profil ihrer Brüste. »Wahrscheinlich wollen Sie mitfahren?« fragte der Posten. »Ja, ein kleines Stück. Bis zu den Rokitno-Sümpfen. Ich kann Ihnen Geld geben dafür oder ...« »Verschwinden Sie, aber schnell! Wir dürfen nieman-den mitnehmen. Das müßten Sie doch eigentlich wissen. Haben Sie mich nicht schon einmal danach gefragt?!« »Nein, Herr.«

 

 
Siegfried Lenz (17 maart 1926 – 7 oktober 2014)
Hier met Günter Grass (links)

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In memoriam Torgny Lindgren

 

In memoriam Torgny Lindgren

Donderdagmorgen is de Zweedse dichter en schrijver Torgny Lindgren overleden. Torgny Lindgren werd geboren op 16 juni 1938 in Raggsjö. Zie ook alle tags voor Torgny Lindgren op dit blog.

Uit: Hash (Vertaald door Tom Geddes)

“For some time now after tactful inquiries from perplexed and concerned readers, we have carried out careful investigations into the veracity of the reports you have submitted over the course of the years, the all too many years, which we have published conscientiously, honestly and fearlessly.
“Having done so, we have found your reports, not to put too fine a point on it, completely devoid of any basis in fact. The reality which you appear to describe is nothing more than a figment of your imagination. The dramatic week-long struggle to rescue an elk from Hölback marsh never took place. The schoolhouse in Avalberg that burned down three years ago never existed. No unknown celestial body ‘with shimmering corona’ ever rose above your horizon. […]
“The individuals whose births, birthdays, marriages and, in some cases even deaths, you have reported, have never lived on this earth.
On further reflection, it seems remarkable to me, not to say quite extraordinary, that you yourself actually exist.”

(…)

“Year by year his skin was becoming smoother. And like Goethe, he woke with an erection every morning. Death was receding further and further from him. Two new wisdom teeth had emerged in his upper jaw. He was once more able to hum Peterson-Berger’s arrangement of Froding’s Titania, even the difficult passage conveying the rustle of hazel and birch. His hair had started regrowing on the nape of his neck and at the temples, dark and thick. The podiatrist heaped praise on his feet, no corns any more and the nails increasingly strong and firm. Even his sight had improved: he was reading the newspaper without spectacles, including everything that had been written by the former editor.”

 

 
Torgny Lindgren (16 juni 1938 – 16 maart 2017)

16-03-17

Frühlingsglaube (Johann Ludwig Uhland)

 

Dolce far niente

 

 
Boomgaard in de lente door Alfred Sisley, 1881

 

 

Frühlingsglaube

Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht,            was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal;
Nun, armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.

 

 

 
 Johann Ludwig Uhland (26 april 1787 – 13 november 1862)
 Tübingen. Uhland werd in Tübingen geboren.

 

 

Zie voor de schrijvers van de 16e maart ook mijn blog van 16 maart 2016 en ook mijn blog van 16 maart 2014 deel 1 en eveneens mijn blog van 16 maart 2014 deel 2.

15-03-17

Ben Okri, David Albahari, Louis Paul Boon, Kurt Drawert, Gerhard Seyfried, Andreas Okopenko, An Rutgers van der Loeff, Prosper van Langendonck, Paul Heyse

 

De Nigeriaanse dichter en romanschrijver Ben Okri werd geboren op 15 maart 1959 in Minna, Nigeria. Zie ook alle tags voor Ben Okri op dit blog.

Uit:The Famished Road

“We longed for an early homecoming, to play by the river, in the grasslands, and in the magic caves. We longed to meditate on sunlight and precious stones, and to be joyful in the eternal dew of the spirit. To be born is to come into the world weighted down with strange gifts of the soul, with enigmas and an inextinguishable sense of exile. So it was with me.
How many times had I come and gone through the dreaded gateway? How many times had I been born and died young? And how often to the same parents? I had no idea.
So much of the dust of living was in me. But this time, somewhere in the inter space between the spirit world and the Living, I chose to stay. This meant breaking my pact and outwitting my companions. It wasn't because of the sacrifices, the burnt offerings of oils and yams and palm-nuts, or the blandishments, the short-lived promises of special treatment, or even because of the grief I had caused. It wasn't because of my horror of recognition either. Apart from a mark on my palm I had managed to avoid being discovered. It may have simply been that I had grown tired of coming and going.
It is terrible to remain forever in-between. It may also have been that I wanted to taste of this world, to feel it, know it, love it, to make a valuable contribution to it, and to have that sublime mood of eternity in me as I live the life to come. But I sometimes think it was a face that made me want to stay. I wanted to make happy the bruised face of the woman who would become my mother.
When the time arrived for the ceremonies of birth to begin, the fields at the crossroads were brilliant with lovely presences and iridescent beings. Our king led us to the first peak of the seven mountains. He spoke to us for a long time in silence. His cryptic words took flame in us. He loved speeches. With great severity, his sapphire eyes glowing, he said to me:"You are a mischievous one. You will cause no end of trouble. You have to travel many roads before you find the river of your destiny. This life of yours will be full of riddles.
You will be protected and you will never be alone."

 

 
Ben Okri (Minna, 15 maart 1959)

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14-03-17

Pam Ayres, Jochen Schimmang, Volker von Törne, Horton Foote, Olivier Delorme, Alexandru Macedonski, Albert Robida, Theodore de Banville, Wout Waanders

 

De Britse dichteres van humoristische poëzie Pam Ayres werd geboren op 14 maart 1947 in Stanford in the Vale in Berkshire (tegenwoordig Oxfordshire). Zie ook alle tags voor Pam Ayres op dit blog.

 

Sat Nav

I have a little Satnav, It sits there in my car
A Satnav is a driver's friend, it tells you where you are.

I have a little Satnav, I've had it all my life
It's better than the normal ones, my Satnav is called a wife.

It gives me full instructions, especially how to drive
"It's sixty miles an hour", it says, "You're doing sixty five".

It tells me when to stop and start, and when to use the brake
And tells me that it's never ever, safe to overtake.

It tells me when a light is red, and when it goes to green
It seems to know instinctively, just when to intervene.

It lists the vehicles just in front, and all those to the rear
And taking this into account, it specifies my gear.

I'm sure no other driver, has so helpful a device
For when we leave and lock the car, it still gives its advice.

It fills me up with counselling, each journey's pretty fraught
So why don't I exchange it, and get a quieter sort?

Ah well, you see, it cleans the house, makes sure I'm properly fed
It washes all my shirts and things, and keeps me warm in bed!

Despite all these advantages, and my tendency to scoff,
I only wish that now and then, I could turn the bugger off.



Pam Ayres (Stanford in the Vale, 14 maart 1947)

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13-03-17

Mahmoud Darwish, Yuri Andrukhovych, Didier Decoin, Vladimir Makanin, Yeghishe Charents, Oskar Loerke, W.O. Mitchell, Hugh Walpole, Inge Müller

 

De Palestijnse dichter Mahmoud Darwish werd geboren in Al-Birwa, Palestina, op 13 maart 1941. Zie ook alle tags voor Mahmoud Darwish op dit blog.

 

The Horse Fell Off The Poem

and the Galilean women were wet
with butterflies and dew,
dancing above chrysanthemum

The two absent ones: you and I
you and I are the two absent ones

A pair of white doves
chatting on the branches of a holm oak

No love, but I love ancient
love poems that guard
the sick moon from smoke

I attack and retreat, like the violin in quatrains
I get far from my time when I am near
the topography of place...

There is no margin in modern language left
to celebrate what we love,
because all that will be... was

The horse fell bloodied
with my poem
and I fell bloodied
with the horse's blood...

 

 

No Flag Flutters In The Wind

No flag flutters in the wind,
no horse floats in the wind,
no drums accompany the rise and fall of waves…
Nothing happens in tragedies today…
The curtain is drawn, both poets and audience
have left - there are no cedars or processions,
no olive branches to greet those coming in by boat,
weary from nosebleed and the lightness
of the final act, as if passing from one fate
to another, a fate written beyond the text,
a woman of Greece playing the part
of a woman of Troy, as easily white as black,
neither broken nor exalted, and no one asks:
'What will happen in the morning?'
'What comes after this Homeric pause?'
…as if this were a lovely dream
in which prisoners of war are relieved
by fairness of their long, immediate night,
as if they now say:
'We mend our wounds with salt'
'We live near our memory'
'We shall try out an ordinary death'
'We wait for resurrection, here, in its home
in the chapter that comes after the last…'

 

 
Mahmoud Darwish (13 maart 1941 - 9 augustus 2008)
Portret door Avi Katz, z.j.

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Jan H. de Groot

 

De Nederlandse dichter Jan Hendrik de Groot werd op 13 maart 1901 geboren in Alkmaar. Tijdens zijn middelbare schoolperiode bracht zijn leraar Nederlands dr. André Schillings hem in contact met de literatuur. Het was Schillings die de belangstelling voor het dichten bij hem wekte. In 1924 debuteerde Jan H. de Groot in het protestants-christelijke literaire tijdschrift Opwaartsche Wegen met het gedicht ‘De karrekiet’, dat het begin inluidde van een natuurlyrische periode in zijn dichterschap. “Lentezon”, zijn eerste bundel, verscheen in 1927. Van 1920 tot 1937 werkte hij bij de Rijkstelegrafie, van 1937 tot 1948 bij de bibliotheek van de Koninklijke Nederlandse Akademie van Wetenschappen. In de periode 1926-1938 was hij ook redactiesecretaris van een protestants-christelijk jongerentijdschrift Het Korenland (1924-1938), gewijd aan cultuur en literatuur, waaraan hij vijfenveertig gedichten, een aantal verhalen en tientallen boekbesprekingen bijdroeg. Behalve aan Het Korenland en Opwaartsche Wegen droeg De Groot ook gedichten bij aan De Werkplaats. Uit zijn vooroorlogse poëzie blijkt een duidelijke verwantschap met de Jong-Protestanten, een groep protestantse dichters en schrijvers die streefden naar een synthese tussen literatuur en christendom. Hun voornaamste vertegenwoordiger was Willem de Mérode. De Groots maatschappelijke en politieke betrokkenheid blijkt overigens uit zijn hele oeuvre. Voor de oorlog waarschuwde hij als een van de eerste dichters tegen het gevaar van nazi-Duitsland. In 1948 werd hij redacteur van Het Vrije Volk in Arnhem en vanaf 1950 tot aan zijn pensionering in 1966 was hij perschef van de aku in Arnhem. Van 1950 tot 1962 was hij secretaris en penningmeester van de Nederlandse afdeling van de internationale auteursvereniging pen.

 

De inwoner

De herfst kwam onweerhoudbaar in mij aan
en wil, naar ik voorvoel inwonend blijven
ik vraag mij af hoe zal ik hem verdrijven
ik heb geen boodschap aan die veteraan.

Hoe kan ik hem het allerbest beschrijven
dat zelfverzekerd in mij ommegaan
zijn kleuren goud en geel zijn al vergaan
er is geen blad waarop hij nog kan drijven.

De winter staat voor 't raam wit aangedaan
hij is van plan mijn gast uit 't veld te slaan
mijn adem gaat tot bloemenbeeld verstijven

Ik sta verkleumd mijn handen warm te wrijven
Elk weet hij zal zich aanstonds in gaan lijven
in lente waar mijn hart op wacht zal staan.

 

 

Mei

Ze liepen lachend door het land,
Een lentedag in Mei.
De blommen glommen in de zon
In frissche groene wei.
En d' ééne hand zocht d' andre hand,
En 't ééne oog, het andre, want
Och, 't was nu eenmaal Mei.
Toen klonk het ernstig vragend:
‘Heb jij me lief?’
‘Jij mij?’

Ze stoeiden lachend in het land,
Een zonnedag in Mei.
De vogels zongen in de lucht
Hun keeltjes schier voorbij.
En d' eene mond zocht d' andre mond,
Ze vlijden zich op groenen grond.
Och 't was nu eenmaal Mei.
Toen klonk 't ondeugend plagend:
‘Ik heb je lief.’
‘Jij mij?’

Ze gingen mokkend door het land,
Een Maartschen dag in Mei.
En wind en regen joegen neer,
En sloegen alle blomkes zeer.
Weg was die zonnewei.
Hun voeten stampten op den grond,
De spatten vlogen in het rond.
En geen van twee was blij.
Toen klonk het aarz'lend vragend:
‘Heb jij me lief?’
‘Jij mij?’

 

 
Jan H. de Groot (13 maart 1901 -1 december 1990)

18:20 Gepost door Romenu in Literatuur | Permalink | Commentaren (0) | Tags: jan h. de groot, romenu |  Facebook |

12-03-17

Jenny Erpenbeck, Dave Eggers, Jack Kerouac, Naomi Shihab Nye, Carl Hiaasen, Edward Albee, De Schoolmeester, Benedict Wells

 

De Duitse schrijfster en filmregisseur Jenny Erpenbeck werd geboren op 12 maart 1967 in Oost-Berlijn. Zie ook alle tags voor Jenny Erpenbeck op dit blog.

Uit: Aller Tage Abend

“Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen, hatte die Großmutter am Rand der Grube zu ihr gesagt. Aber das stimmte nicht, denn der Herr hatte viel mehr genommen, als da war – auch alles, was aus dem Kind hätte werden können, lag jetzt da unten und sollte unter die Erde. Drei Handvoll Erde, und das kleine Mädchen, das mit dem Schulranzen auf dem Rücken aus dem Haus läuft, lag unter der Erde, der Schulranzen wippt auf und ab, während es sich immer weiter entfernt; drei Handvoll Erde, und die Zehnjährige, die mit blassen Fingern Klavier spielt, lag da; drei Handvoll, und die Halbwüchsige, der die Männer nachschauen, weil ihr Haar so kupferrot leuchtet, wurde verschüttet; dreimal Erde geworfen, und es wurde auch die erwachsene Frau, die ihr, wenn sie selbst begonnenhätte, langsam zu werden, eine Arbeit aus der Hand genommen hätte mit den Worten: ach, Mutter, auch die wurde langsam von Erde, die ihr in den Mund fiel, erstickt. Unter drei Händen voll Erde lag eine alte Frau da im Grab, eine Frau, die selbst schon begonnen hat, langsam zu werden, zu der eine andere junge Frau oder ein Sohn manchmal gesagt hätte: ach, Mutter, auch die wartete nun darauf, dass man Erde auf sie warf, bis die Grube irgendwann wieder ganz voll sein würde, und ein wenig voller als voll, denn den Hügel über der Grube wölbt ja der Körper aus, wenn der auch viel weiter unten liegt, wo man ihn nicht mehr sieht. Über einem Säugling, der plötzlich gestorben ist, wölbt sich der Hügel fast gar nicht. Eigentlich aber müsste der Hügel so riesig sein wie die Alpen. Das denkt sie, und dabei hat sie die Alpen noch niemals mit eigenen Augen gesehen.
Sie sitzt auf derselben Fußbank, auf der sie als Kind immer saß, wenn ihre Großmutter ihr Geschichten erzählte. Diese Fubank war das Einzige, was sie sich von der Großmutter für ihren eigenen Hausstand gewünscht hatte. Sie sitzt im Flur auf dieser Fußbank, lehnt sich an die Wand, hält die Augen geschlossen und rührt das Essen und T rinken, das eine Freundin vor sie hingestellt hat, nicht an. Sieben Tage wird sie jetzt so da sitzen. Ihr Mann hat versucht, sie hochzuziehen, aber gegen ihren Willen hat er es nicht geschafft.“

 
Jenny Erpenbeck (Berlijn, 12 maart 1967)

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Kathrin Schmidt, Henrike Heiland, M. A. Numminen, Gabriele d'Annunzio, Irving Layton, Helga Goetze, Françoise d'Eaubonne, Antony Deschamps, Sergej Michalkov

 

De Duitse dichteres en schrijfster Kathrin Schmidt werd geboren op 12 maart 1958 in Gotha. Zie ook alle tags voor Kathrin Schmidt op dit blog.

Uit: Du stirbst nicht

„Helene spürt eine Hand auf der Stirn. Es ist die von Matthes, sie merkt es, noch ehe sie die Augen geöffnet hat. Matthes sieht nicht zornig aus. Er war sehr oft zornig in den letzten beiden Jahren. Ihr Anblick allein reichte schon aus, ihn in Rage zu versetzen. Aber stimmt das überhaupt? Leise, wie eben geschlüpfte Schlangen, züngelt Unsicherheit. Was gerade wie eine Erinnerung anmutete, kommt ihr in diesem Moment wie ein jäher, plötzlicher und eigentlich unmotivierter Verdacht vor. Hat die Gegenwart sie als Geisel genommen, um die Vergangenheit freizupressen? Aber wer sollte damit zu erpressen sein ... Ihr will niemand einfallen. Die Unsicherheit leckt die Haut der Unterarme, die Härchen stellen sich auf. Sie fröstelt. Nun reicht Matthes’ Anblick, sie in Rage zu versetzen: wie verständnisvoll, er auf sie schaut, wie allwissend! Ganz Vater, der sein kleines, unbeholfenes Kind begütigend und mit ebenjenem Hauch Spott auf den Lippen besänftigen will, der das Fass zum Überlaufen bringt. Das Kind windet sich, tritt, schlägt um sich. Der Vater lächelt und hält es fest.
Sie kann nicht ausdrücken, was sie denkt.
Es ist furchtbar, aber sie ist es, die sich windet. Die schlägt.“

 

 
Kathrin Schmidt (Gotha, 12 maart 1958)

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11-03-17

Leena Lehtolainen, Karl Krolow, Daan de Ligt, Frans Vogel, Willem Claassen, Amal Karam

 

De Finse schrijfster Leena Lehtolainen werd geboren op 11 maart 1964 in Vesanto. Zie ook alle tags voor Leena Lehtolainen op dit blog.

Uit: Das Echo deiner Taten (Vertaald door Gabriele Schrey-Vasara)

„Die Birkenzweige hingen schlaff in der silbernen Vase. Die ersten Blätter waren bereits abgefallen: Im April gab es nur tiefgekühlte Birkenquaste vom vorigen Sommer zu kaufen. Irgendwer hatte ein Stück Fleischwurst auf den Touren-schlittschuh gespießt. Vielleicht gab es ja im Norden noch Eis, auf dem Oberkommissar Jyrki Taskinen das Geschenk zu sei-ner Pensionierung testen konnte. Koivu, Puupponen und ich hatten unserem ehemaligen Chef zum Abschied Schlittschuhe geschenkt. Er hätte von nun an Zeit genug, nicht nur an Ma-rathonläufen, sondern auch an Eismarathons teilzunehmen.
Im Kabinett des Hotels Scandic in Espoo war den ganzen Abend lang keine ausgelassene Stimmung aufgekommen, ob-wohl der Polizeichef und die Vertreter des Personals Taskinen über den grünen Klee gelobt hatten. Ich hatte mich geweigert, eine Rede zu halten. Mit Taskinens Eintritt in den Ruhestand endete gewissermaßen eine ganze Epoche. Er hatte bereits in den 1990er Jahren, als die Espooer Polizei das neue Polizei-gebäude in Kilo bezog, eine Führungsposition gehabt, er hatte die Strukturreformen, Zusammenlegungen und Kürzungen miterlebt und in all dem Trubel seine Untergebenen verteidigt wie ein Löwe. Wie oft hatte er vermittelt, wenn ich mit den höchsten Chefs aneinandergeraten war? Natürlich konnte ich selbst für mich eintreten, aber Taskinens Unterstützung war unersetzlich gewesen. Unsere Freundschaft würde nicht mit seiner Pensionierung enden, doch sie würde eine andere Fär-bung annehmen.
Die Hauptperson des Abends war dabei, sich zu verabschieden, der Polizeichef bestellte ein Taxi. Zwar hatte Tas-kinen erst das Mindestrentenalter für leitende Polizeibeamte erreicht, doch sein Weggang war für manche eine Erleichte-rung. Jeder natürliche Abgang schuf die Möglichkeit, die frei gewordene Stelle zu streichen oder mit einer anderen zusam-menzulegen. Die Bezahlung im Staatsdienst war immer noch mager, aber nicht mehr langfristig gesichert, das Staatsbrot war in Häppchen zerschnitten worden, die man den Hung-rigen jederzeit entziehen konnte.“

 

 
Leena Lehtolainen (Vesanto, 11 maart 1964)

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Ernst Wichert, Douglas Adams, Torquato Tasso, Georg Maurer, Josef Martin Bauer

 

De Duitse schrijver Ernst Wichert werd geboren op 11 maart 1831 in Insterburg. Zie ook alle tags voor Ernst Wichert op dit blog.

Uit:Der Bürgermeister von Thorn

“In der Marienburg, dem Haupthause des Deutschen Ordens in Preußen, lag im Oktober des Jahres 1449 der ehrwürdige Hochmeister Herr Konrad v. Erlichshausen zum Tode krank. Er hatte schon bei Beginn der Krankheit, die rasch einen schlimmen Verlauf zu nehmen drohte, seine fürstliche Wohnung im Mittelschloß verlassen und die einfacheren, aber wohnlicheren Räume bezogen, die im alten Hochschloß, dem mächtigen Mauerviereck daneben, für die Landmeister des Deutschen Ordens hergerichtet waren, bevor zu Anfang des vierzehnten Jahrhunderts der Hochmeister Siegfried von Feuchtwangen seine Residenz von Venedig an die Nogat verlegte und die Marienburg diesem Zweck entsprechend ausbauen ließ. Er hatte hier auch die Kirche in der Nähe, die der fromme Mann ungern versäumte, solange es ihm noch möglich war, sie auf einem Tragsessel zu erreichen. Jetzt freilich sah er sich schon seit Wochen an sein Schmerzenslager gefesselt.
Es waren nur zwei kleine zellenartige Räume, auf die der Meister sich beschränkt hatte. Wenn auch die Ordensregel ihn nicht hinderte, sich jede seinem fürstlichen Stande angemessene Bequemlichkeit zu gestatten, so liebte er es doch, sich der alten Rittersitte treu zu beweisen und den Brüdern, die zu Abweichungen aller Art nur zu geneigt waren, ein gutes Beispiel von Einfachheit und Mäßigkeit zu geben. Nur schwer und auf dringenden Wunsch der Ärzte hatte er sich entschließen können, ein Federbett anzunehmen und eine wärmere Decke als seinen weißen Mantel über sich breiten zu lassen. Das Holzgestell, auf dem er lag, unterschied sich nur wenig von der Lagerstätte der Konventsbrüder. Die Wände des Schlafzimmers waren aber mit Teppichen behängt und die Steinfliesen mit Matten belegt. Ein Bettschirm von Leder hielt den Zugwind gegen die Tür hin ab, und das hoch angebrachte Fenster in der dicken Mauer war durch einen mit geöltem Pergament überzogenen Rahmen geschlossen, der zwar selbst bei hellem Tage nur spärliches und dämmeriges Licht einließ, aber doch Kälte und Nässe abhielt, über dem Fußende des Bettes hing ein Kruzifix, die treffliche Holzschnitzerei eines deutschen Künstlers, der seine Werkstube in Nürnberg hatte. Auf der Decke lag ein Rosenkranz von großen Bernsteinperlen, ein Geschenk des Paternoster-Gewerks in Danzig. Ein in der Fensternische stehender Lehnsessel von reicher Schnitzarbeit und weich gepolstert, aus den Prunkgemächern des Mittelbaues hierhergebracht, wurde nur noch benutzt, wenn der Kranke umgebettet werden mußte. Ein paar einfache Stühle und Schemel waren für Besuchende bestimmt. Auf einem kleinen Tisch am Kopfende des Bettes hatten Flaschen und Büchsen mit Medikamenten neben einer Lampe und einem Weinkrug Platz. Auch wurde dorthin das Brett mit den Speisen aus der Hospitalküche gestellt, die jedoch der Kranke meist unberührt wieder abtragen ließ. Eine Glocke stand ihm nahe zur Hand.”

 
Ernst Wichert (11 maart 1831 – 21 januari 1902)
Cover

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10-03-17

John Rechy, Joseph von Eichendorff, Hilde Van Cauteren, Jakob Wassermann, Karel van de Woestijne, Chloé Delaume, Friedrich Schlegel, Boris Vian, Manolis Anagnostakis

 

De Amerikaanse schrijver John Rechy werd geboren op 10 maart 1934 in El Paso, Texas. Zie ook alle tags voor John Rechy op dit blog.

Uit: Bodies and Souls

"Ten days before the slaughter on the freeways, and on an afternoon in late spring, early summer, Orin, Lisa, and Jesse James stood before the gates of an abandoned mansion on Sunset Boulevard in Beverly Hills. Many tourists milled about the notorious house. From behind the elaborate gates, burly guards stares at the game sweaters.
Although unpredictable, June is often murky, even cool; but a Southern California day can go through a mild version of the four seasons-the blue coolness of morning moving to sweaty warmth. Today in that seasonless month, a breeze containing a hint of heat kept the smog against the watery horizon of an azure sky.
“It reminds me of Tara in Gone with the Wind,” Lisa said. She had just turned eighteen. She had a prettiness saved from cuteness and nudged toward beauty by a full, sensual mouth.
She had cultivated a crooked half-smile like Lauren Bacall’s in To Have and Have Not.
You’re crazy,” Jesse James laughed. The jagged angles of his twenty-one-year-old face gave him a composite handsomeness his individual features did not possess. Under his cowboy hat, darkish hair licked his forehead. He opened another button of his shirt, exposing his chest to more sun. “Gone with the Wind had tall columns, and it sure didn’t have those statues.”
Beyond the iron-grill fencing of intricate fleurs-de-lis looping over stone-embossed walls, the mansion is painted green, smeared now by buried smoke. A large tree, killed by fire, lies over a long veranda. Statues of naked bodies line the cracked balustrade. muscular figures of men, curved bodies of women, almost life-size, once painted in flesh tones, with rosy lips and cheeks and eyelashed tinted eyes, and pubic hair, drawn black and realistic. Now the colored bodies are faded; only the painted hair over exposed genitals remains bold and dark. Defiantly the mansion faces the strip of coiffed grass that divides the wide boulevard as it curves and swerves along miles of green, flowered wealth and stops far away in Malibu at the frothing edge of the Pacific Ocean.”

 

 
John Rechy (El Paso, 10 maart 1934)
In 1963

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