03-07-12

Franz Kafka, Tom Stoppard, Joanne Harris, Andreas Burnier, Gerard den Brabander, David Barry, David Benioff

 

De Duitstalige schrijver Franz Kafka werd geboren op 3 juli 1883 in Praag, toen een stad gelegen in de dubbelmonarchie Oostenrijk-Hongarije. Zie ook alle tags voor Franz Kafka op dit blog.

 

Uit: Die Verwandlung

 

„Er glitt wieder in seine frühere Lage zurück. »Dies frühzeitige Aufstehen«, dachte er, »macht einen ganz blödsinnig. Der Mensch muß seinen Schlaf haben. Andere Reisende leben wie Haremsfrauen. Wenn ich zum Beispiel im Laufe des Vormittags ins Gasthaus zurückgehe, um die erlangten Aufträge zu überschreiben, sitzen diese Herren erst beim Frühstück. Das sollte ich bei meinem Chef versuchen; ich würde auf der Stelle hinausfliegen. Wer weiß übrigens, ob das nicht sehr gut für mich wäre. Wenn ich mich nicht wegen meiner Eltern zurückhielte, ich hätte längst gekündigt, ich wäre vor den Chef hin getreten und hätte ihm meine Meinung von Grund des Herzens aus gesagt. Vom Pult hätte er fallen müssen! Es ist auch eine sonderbare Art, sich auf das Pult zu setzen und von der Höhe herab mit dem Angestellten zu reden, der überdies wegen der Schwerhörigkeit des Chefs ganz nahe herantreten muß. Nun, die Hoffnung ist noch nicht gänzlich aufgegeben; habe ich einmal das Geld beisammen, um die Schuld der Eltern an ihn abzuzahlen - es dürfte noch fünf bis sechs Jahre dauern - , mache ich die Sache unbedingt. Dann wird der große Schnitt gemacht. Vorläufig allerdings muß ich aufstehen, denn mein Zug fährt um fünf.«

Und er sah zur Weckuhr hinüber, die auf dem Kasten tickte. »Himmlischer Vater!«, dachte er. Es war halb sieben Uhr, und die Zeiger gingen ruhig vorwärts, es war sogar halb vorüber, es näherte sich schon dreiviertel. Sollte der Wecker nicht geläutet haben? Man sah vom Bett aus, daß er auf vier Uhr richtig eingestellt war; gewiß hatte er auch geläutet. Ja, aber war es möglich, dieses möbelerschütternde Läuten ruhig zu verschlafen? Nun, ruhig hatte er ja nicht geschlafen, aber wahrscheinlich desto fester. Was aber sollte er jetzt tun? Der nächste Zug ging um sieben Uhr; um den einzuholen, hätte er sich unsinnig beeilen müssen, und die Kollektion war noch nicht eingepackt, und er selbst fühlte sich durchaus nicht besonders frisch und beweglich. Und selbst wenn er den Zug einholte, ein Donnerwetter des Chefs war nicht zu vermeiden, denn der Geschäftsdiener hatte beim Fünfuhrzug gewartet und die Meldung von seiner Versäumnis längst erstattet. Es war eine Kreatur des Chefs, ohne Rückgrat und Verstand. Wie nun, wenn er sich krank meldete? Das wäre aber äußerst peinlich und verdächtig, denn Gregor war während seines fünfjährigen Dienstes noch nicht einmal krank gewesen. Gewiß würde der Chef mit dem Krankenkassenarzt kommen, würde den Eltern wegen des faulen Sohnes Vorwürfe machen und alle Einwände durch den Hinweis auf den Krankenkassenarzt abschneiden, für den es ja überhaupt nur ganz gesunde, aber arbeitsscheue Menschen gibt. Und hätte er übrigens in diesem Falle so ganz unrecht? Gregor fühlte sich tatsächlich, abgesehen von einer nach dem langen Schlaf wirklich überflüssigen Schläfrigkeit, ganz wohl und hatte sogar einen besonders kräftigen Hunger.“

 

 

Franz Kafka (3 juli 1883 – 3 juni 1924)

Lees meer...

02-07-12

Hermann Hesse, Wisława Szymborska, Pierre H. Dubois, Axel Brauns, Alekos Panagoulis, Friedrich Klopstock

 

De Zwitserse (Duitstalige) dichter en schrijver Hermann Hesse werd geboren op 2 juli 1877 in Calw. Zie ook alle tags voor Hermann Hesse op dit blog.

 

 

Spruch

 

So mußt du allen Dingen

Bruder und Schwester sein,

Daß sie dich ganz durchdringen,

Daß du nicht scheidest Dein und Mein.

 

Kein Stern, kein Laub soll fallen -

Du mußt mit ihm vergehn!

So wirst du auch mit allen

Allstündlich auferstehn.

 

 

 

Abendgespräch


Was blickst du träumend ins verwölkte Land?
Ich gab mein Herz in deine schöne Hand.
Es ist so voll von ungesagtem Glück,
So heiß – hast du es nicht gefühlt?

Mit fremdem Lächeln gibst du mir's zurück.
Ein sanfter Schmerz... Es schweigt. Es ist gekühlt.

 

 

 

Traum

 

Aus einem argen Traum aufgewacht

Sitz ich im Bett und starre in die Nacht

 

Mir graut vor meiner eigenen Seele tief,

Die solche Bilder aus dem Dunklen rief.

 

Die Sünden, die ich da im Traum getan,

Sind sie mein eigen Werk? Sind sie nur Wahn?

 

Ach, was der schlimme Traum mir offenbart,

Ist bitter wahr, ist meine eigene Art.

 

Aus eines unbestochenen Richters Mund

Ward mir ein Flecken meines Wesens kund.

 

Zum Fenster atmet kühl die Nacht herein

Und schimmert nebelhaft in grauem Schein.

 

O süßer, Lichter Tag, komm du heran

Und heile, was die Nacht mir angetan!

 

Durchleuchte mich mit deiner Sonne, Tag,

Daß wieder ich vor dir bestehen mag!

 

Und mach mich, ob's auch in Schmerzen sei,

Vom Grauen dieser bösen Stunde frei!

 

 

 

Hermann Hesse (2 juli 1877 – 9 augustus 1962)

Bewaren

Lees meer...

01-07-12

Remco Ekkers, J. J. Voskuil, F. Starik, Wim T. Schippers, Phil Bosmans

 

De Nederlandse dichter en schrijver Remco Ekkers werd geboren op 1 juli 1941 in Bergen. Zie ook alle tags voor Remco Ekkers op dit blog.

 

 

Broer

 

Hoe ziet hij er uit?
Strak. Hoe is-ie?
Stoer, maar ook lief.
Wat voor kleren draagt hij?
Stoer, maar wel netjes.
Hij heeft een strakke trui.
Laatst belde hij.
'Hallo met Anjo.'
'Waarom bel je?'
'Zomaar, ik wou weten
hoe het met mijn grote zus is.'
Lief hé?
Ik wil wat vaker bellen.
Dat is toch wel belangrijk.
Is hij al eens bij je geweest?
Eén keer. Ik heb maar één bed.
Maakt me niks uit.
Ik duik zo naast hem
Lekker tegen hem aan.

 

 

 

Handicap

 

Hij schrijft "grilig"
en als ik wijs op de l en zeg
dat er één bij mag
antwoordt hij blij:
"Geeft niet, ik ben dyslectisch."
"O", zeg ik, "sgreif
dan maar wad je wild"

 

 

 


Remco Ekkers (Bergen, 1 juli 1941)

Lees meer...

Denis Johnson

 

De Amerikaanse schrijver Denis Hale Johnson werd geboren op 1 juli 1949 in München. De zoon van een Amerikaanse officier bracht zijn jeugd door in Tokio, Manila (Filippijnen) en Washington. Vandaag de dag woont Johnson in het noorden van Idaho.Hij schrijft o.a. voor de New Yorker en Paris Review reisverhalen. Op de leeftijd van 14, op dat moment wonend op de Filippijnen, deed Johnson zijn eerste ervaringen op met drugs en hij kickte voor het eerst van zijn alcoholverslaving af op zijn 21e jaar. Sporadisch heroïnegebruik volgde, maar in het bijzonder de alcohol bleef hem achtervolgen. Hij verklaarde o.a., dat hij bang was, dat hij niet meer kon schrijven bij een saaie en nuchtere levensstijl. Johnson is twee keer gescheiden, trouwde een derde keer met Cindy Lee en heeft drie kinderen. In 1969 verscheen zijn eerste bundel gedichten. In 1983 publiceerde hij zijn eerste roman, Angels. Deze leverde hem de bewondering en het mecenaat op van Don DeLillo. De doorbraak kwam in 1992 met de verhalenbundel Jesus' Son, in 1999 verfilmd. In 2007 won Johnson de National Book Award voor zijn roman “Tree of Smoke”.

 

Uit:Jesus' Son

 

“...I rose up sopping wet from sleeping under the pouring rain, and something less than conscious, thanks to the first three of the people I've already named—the salesman and the Indian and the student—all of whom had given me drugs. At the head of the entrance ramp I waited without hope of a ride. What was the point, even, of rolling up my sleeping bag when I was too wet to be let into anybody's car? I draped it around me like a cape. The downpour raked the asphalt and gurgled in the ruts. My thoughts zoomed fully. The traveling salesman had fed me pills that made the linings of my veins feel scraped out. My jaw ached. I knew every raindrop by its name. I sensed everything before it happened. I knew a certain Oldsmobile would stop for me even before it slowed, and by the sweet voices of the family inside it I knew we'd have an accident in the storm.

I didn't care. They said they'd take me all the way.

The man and the wife put the little girl up front with them and left the baby in back with me and my dripping bedroll. "I'm not taking you anywhere very fast" the man said. "I've got my wife and my babies here, that's why."

You are the ones, I thought. And I piled my sleeping bag against the left-hand door and slept across it, not caring whether I lived or died. The baby slept free on the seat beside me. He was about nine months old.

...But before any of this, that afternoon, the salesman and I had swept down into Kansas City in his luxury car. We'd developed a dangerous cynical camaraderie beginning in Texas, where he'd taken me on. We ate up his bottle of amphetamines, and every so often we pulled off "the Interstate and bought another pint of Canadian Club and a sack of ice. His car had cylindrical glass holders attached to either door and a white leathery interior. He said he'd take me home to stay overnight with his family, but first he wanted to stop and see a woman he knew.

 

 

Denis Johnson (München, 1 juli 1949)

18:52 Gepost door Romenu in Literatuur | Permalink | Commentaren (0) | Tags: denis johnson, romenu |  Facebook |

30-06-12

Tour de France (Peter Winnen)

 

Bij de start van de Tour de France

 

 

De Nederlandse schrijver Peter Winnen werd geboren op 5 september 1957 in Ysselsteyn. Zie ook alle tags voor Peter Winnen op dit blog.

 

Uit: Koersdagen

 

“Wielrenners springen niet zachtzinnig om met hun harten. De naald staat vaak en langdurig in de rode zone. Maar ze blijven het vanzelfsprekend vinden dat de motor in de borst blijft brullen. Wat hen werkelijk drijft, huist in de diepte van de boezems: eerzucht, ambitie, passie, de noodzaak van het grensoverschrijdende, liefde voor de sport, , liefde voor het meisje, liefde voor de liefde, de noodzaak te worden liefgehad. Zo groot is de liefde soms dat een hart scheurt.

Het is 1990. Het medisch team van de ploeg waarin ik rijd houdt onze harten goed in de gaten. Regelmatig vinden er zogenaamde 24-uurregistraties plaats. Dat betekent trainen met een kastje, eten met een kastje, slapen met een kastje, vrijen met een kastje. Van de twintig coureurs blijkt er maar eentje een volledig storingsvrij hart te bezitten. Niet dat de negentien anderen gevaar lopen – niemand krijgt het advies te stoppen, maar het is duidelijk dat gezondheid in het wielrennen een rekbaar begrip is.

Die ene supergezonde is na zijn carrière zwaar verslaafd geraakt aan amfetamines. Het innerlijk hart was te rusteloos voor het gewone leven, het fysieke hart te sterk.

Zo nu en dan zie ik achter het glas van een reliekschrijn in een basiliek het hart van een lang geleden gestorven heilige. Het is nauwelijks te bevatten dat het leerachtige, sterk gekrompen zakje ooit geklopt heeft in de borst van een levend wezen. Maar ik kan me zonder moeite voorstellen hoe in de donkere holte intense devotie heeft gewoed, en liefde, compassie, eerzucht, twijfel, dwaasheid, de pijnlijke oorlog tegen een regiment demonen die zelfs – of juist – een heilige op aarde bezoeken.”

 

 



Peter Winnen (Ysselsteyn, 5 september 1957)

 

 

 

Zie voor de schrijvers van vandaag ook mijn vorige blog van vandaag.

15:03 Gepost door Romenu in Literatuur | Permalink | Commentaren (0) | Tags: tour de france, peter winnen, romenu |  Facebook |

Op herhaling: José Emilio Pacheco, Mongo Beti, Czesław Miłosz, Georges Duhamel, John Gay, Thomas Lovell Beddoes

 

De Mexicaanse schrijver, dichter, essayist en vertaler José Emilio Pacheco werd geboren in Mexico City op 30 juni 1939. Hij doceerde literatuur aan diverse universiteiten in de VS en in het Verenigd Koninkrijk. Pacheco's eerste gedichtenbundel Los elementos de la noche verscheen in 1963 en werd in het zelfde jaar gevolgd door de roman El viento distante.

 

High treason


I do not love my country. Its abstract splendor
is beyond my grasp.
But (although it sounds bad) I would give my life
for ten places in it, for certain people,
seaports, pinewoods, fortresses,
a run-down city, gray, grotesque,
various figures from its history
mountains
(and three or four rivers).

 

 

The elements of the night

 

Beneath this small, dry empire summer has whittled down,
faith lies toppled—all those tall, farsighted days.

In the last valley

destructiveness is glutted

on conquered cities, affronted by the ash.

 

Rain extinguishes
the woodland lit by lightning.

Night passes on its venom

Words crack against the air.

 

Nothing is restored, nothing gives back
that glowing green to the scorched fields.

 

Neither will the water, in its exile
from the fountain, succeed its own sweet

rise, nor the bones of the eagle fly

through its wings again.

 

 

 

Vertaald door George McWhirter and Alastair Reid


Pacheco

José Emilio Pacheco (Mexico City, 30 juni 1939)

Lees meer...

29-06-12

80 Jaar Ror Wolf, Op herhaling: Giacomo Leopardi, Oriana Fallaci, Anton Bergmann, Louis Scutenaire, Antoine de Saint-Exupéry, Oleg Korenfeld, Vasko Popa, John Willard Toland

 

De Duitse dichter en schrijver Ror Wolf (pseudoniem van Raoul Tranchirer) werd geboren op 29 juni 1932 in Saalfeld/Saale. Zijn loopbaan als schrijver begon in 1958 met publicaties in de studentenkrant Diskus. Wolf studeerde literauur, sociologie en filosofie in Frankfurt am Main. In 1964 verscheen zijn eerste roman Fortsetzung des Berichts, die als een van de weinige voorbeelden gezien kan worden van de Duitse Nouveau roman en die een intensieve lectuur verraad van het boek Der Schatten des Körpers des Kutschers van Peter Weiss. Zie ook alle tags voor Ror Wolf op dit blog. Ror Wolf viert vandaag zijn 80e verjaardag.

 

 

Fußball-Sonett Nr. 4

 

Das ist doch nein die schlafen doch im Stehen.
Das ist doch ist das denn die Möglichkeit.
Das sind doch Krücken. Ach du liebe Zeit.
Das gibt’s doch nicht. Das kann doch gar nicht gehen.

 

Die treten sich doch selber auf die Zehen.
Die spielen viel zu eng und viel zu breit.
Das sind doch nein das tut mir wirklich leid.
Das sind doch Krüppel. Habt ihr das gesehen?

 

Na los geh hin! Das hat doch keinen Zweck.
Seht euch das an, der kippt gleich aus den Schuhn.
Ach leck mich fett mit deinem Winterspeck.

 

Jetzt knickt der auch noch um, na und was nun?
Was soll denn das oh Mann ach geh doch weg.
Das hat mit Fußball wirklich nichts zu tun.

 

 

 

Fußball-Sonett Nr. 9 - Als Vorbereitung für DAS DERBY

 

Der Nebel pfeift. Es ist etwas geschehen.
Es klatscht ganz naß. In diesem Dämmerlicht
Beginnen wir mit unsrem Schlußbericht.
Wir sehen nichts. Wir können nichts verstehen.

Nur die Gesänge, die vorüberwehen.
Das ist nicht viel bei dieser schlechten Sicht.
Wenn es nicht läuft, dann läuft es eben nicht.
Borussia Dortmund wird nicht untergehen.

Der Rammer tankt sich durch, ihr lieben Leute.
Der Stopper: ja, so sieht es aus von hier.
Er senst ihn um, wenn ich das richtig deute.

Die Neun läuft an. Das war das Vierzuvier.
Ins Netz gefetzt. So wunderschön wie heute.
Ein volles Pfund. Und diesmal singen
wir.

 

 

 
 

wolfror

Ror Wolf (Saalfeld/Saale, 29 juni 1932)

   

Lees meer...

28-06-12

Op herhaling: Luigi Pirandello, Mark Helprin, Jean Jacques Rousseau, Marlene Streeruwitz, Florian Zeller, Ryszard Krynicki, Otto Julius Bierbaum, A. E. Hotchner, Jürg Federspiel

 

De Italiaanse schrijver Luigi Pirandello werd op 28 juni 1867 geboren in de villa 'Caos' (chaos) in de buurt van Agrigento. Hij begon in 1887 te studeren aan de Faculteit der Letteren van de universiteit van Rome. In 1889 zette hij zijn studie voort in Bonn, waar hij in 1891 afstudeerde en zijn eerste gedichten publiceerde. Een belangrijk jaar in het leven van Pirandello was 1903. Zijn vrouw werd zenuwziek en zou steeds verder aftakelen, en zijn vader ging failliet, waardoor Pirandello tot zijn afschuw moest gaan werken als docent om rond te kunnen komen. Om verder aan geld te komen intensiveerde hij zijn activiteiten als schrijver en medewerker van verschillende kranten en tijdschriften. Zo verscheen in deze tijd zijn beroemde roman Il fu Mattia Pascal. Naast romans ging Pirandello zich meer en meer toeleggen op het schrijven van novellen en theaterstukken. Opvallend is dat hij zijn theaterstukken in veel gevallen baseerde op eerder geschreven novellen, zo werd hij een 'plagiator van zichzelf'. Rond 1920 kreeg Pirandello groot succes met toneelstukken als 'Sei personaggi in cerca d'autore'. In 1922 brak hij internationaal door en reisde hij over de wereld met een eigen toneelgezelschap, dat gefinancierd werd door de fascistische partij van Benito Mussolini, waar de schrijver in 1924 lid van werd. De reden voor zijn lidmaatschap is onduidelijk, maar zou te maken kunnen hebben met Mussolini's bewondering voor Pirandello. In 1934 ontving hij de Nobelprijs voor de Literatuur.

 

Uit: Die Wirklichkeit des Traums ((La realtà del sogno, vertaald door Michael Rössner)

 

“Alles, was er sagte, schien denselben unbestreitbaren Wert zu haben wie seine Schönheit; beinahe so, als könnte er - da man nicht daran zweifeln konnte, daß er ein überaus schöner Mann war, aber auch wirklich wunderschön - ihm nie und in nichts widersprechen.

Und er verstand nichts, er verstand aber auch wirklich nichts von dem, was in ihr vorging!

Wenn man sich anhören mußte, mit welcher Sicherheit er seine Interpretationen ihrer instinktiven Regungen, ihrer vielleicht auch ungerechten Abneigungen und mancher ihrer Gefühle vortrug, dann überkam sie die Versuchung, ihm das Gesicht zu zerkratzen, ihn zu ohrfeigen, ihn zu beißen.

Auch deshalb, weil er sie dann bei aller Kälte und Sicherheit und diesem Stolz eines gutaussehenden jungen Mannes in anderen Momenten wiederum enttäuschte, wenn er sich ihr näherte, weil er sie brauchte. Dann war er schüchtern, demütig, flehend, mit einem Wort so, wie sie ihn in diesen Augenblicken nicht haben wollte; so daß sie sich auch dann gereizt fühlte, wenn auch aus einem anderen Grund, und so sehr, daß sie - obwohl sie dazu neigte nachzugeben - sich störrisch verhärtete; und die Erinnerung an jeden Augenblick der Hingabe, der im schönsten Moment von diesem Gefühl der Gereiztheit vergiftet wurde, wandelte sich ihr zu einem Groll.”

 

 

pirandello

Luigi Pirandello (28 juni 1867 - 10 december 1936)

Lees meer...

27-06-12

Lucille Clifton, Rafael Chirbes, E. J. Potgieter, Kees Ouwens

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Lucille Clifton werd geboren in New York op 27 juni 1936. Zie ook alle tags voor Lucille Clifton op dit blog.

 

 

Listen Children

 

listen children
keep this in the place
you have for keeping
always
keep it all ways

we have never hated black

listen
we have been ashamed
hopeless tired mad
but always
all ways
we loved us

we have always loved each other
children all ways

pass it on

 

 

 

Cutting Greens

 

curling them around
i hold their bodies in obscene embrace
thinking of everything but kinship.
collards and kale
strain against each strange other
away from my kissmaking hand and
the iron bedpot.
the pot is black.
the cutting board is black,
my hand,
and just for a minute
the greens roll black under the knife,
and the kitchen twists dark on its spine
and i taste in my natural appetite
the bond of live things everywhere.

 

 

 

Lucille Clifton (27 juni 1936 – 13 februari 2010)

Lees meer...

26-06-12

Dolce Far Niente 13

 

Dolce Far Niente 13

 

 

 

Lazy Afternoon door Sharon Cheney, 2005

 

 

 

 

Dolce Far Niente

 

Is life worth loafing ? Come, recline with me
And lazily this fragant afternoon
We'll weigh the idle theme. I often think,
If with protean versatility
I might luxuriously loaf my days,
I would no longer quarrel with the powers
That called me forth. I would not be a man,
Nor god, nor beast, nor bird, nor anything;
Yet each whene'er I listed.

I would rise
And, as an eagle, float in circles slow,
That swing too wide and high for mortal ken,
Or as a flesh-gorged leopard, in the sun
Bask by a rocky den, or as a god
Of some hushed sea lie sweltering on the sand,
While crawled the servile waves to kiss my feet.
Yet with environment I would not keep
Strict correspondence, but with every whim
Would loll where'er, whene'er I pleased.

Before Jove's throne, upon Olympus stretched
With hands beneath my head, with careless eyes
Exploring the vasty, vaulted heavens, I'd munch
The rustic straw, or in the fatted form
Of some church-going citizen would yawn
While Hermes or Apollo spake.

Again
Like that famed, errant Babylonian king,
In horn-deep pastures I would graze and stray;
And under odorous, knoll-crowning trees
At noonday ruminate the leisurely cud.
When all aweary of each languorous change
I longed for sleep, with drooping wings I'd sink
Adown the ether till some gloom I found,
Where cool and mornless night would woo my soul
To dreamless rest. When I awaked again
Some newer charm of indolence I'd find.
Ah, friend, for living life has little worth—
But for such loafing! Let us dream of it.

 

 

Peter McArthur (10 maart 1866 - 10 oktober 1924)

 



De Canadese dichter Peter McArthur
werd geboren op 10 maart 1866 in Ekfrid, in Middlesex County, Upper Canada (nu Ontario). Zie ook alle tags voor Peter McArthur op dit blog.

16:04 Gepost door Romenu in Literatuur | Permalink | Commentaren (0) | Tags: dolce far niente, peter mcarthur, romenu |  Facebook |

25-06-12

Ingeborg Bachmann, George Orwell, Larry Kramer, Ariel Gore

 

De Oostenrijkse dichteres Ingeborg Bachmann werd geboren op 25 juni 1926 in Klagenfurt. Zie ook alle tags voor Ingeborg Bachmann op dit blog.

 

Es könnte viel bedeutеn

 

Es könnte viel bedeuten - wir vergehen,

wir kommen ungefragt und müssen weichen.

Doch dass wir sprechen und uns nicht verstehen

und keinen Augenblick des andren Hand erreichen,

 

zerschlägt so viel: Wir werden nicht bestehen.

Schon der Versuch bedrohen fremde Zeichen,

und das Verlangen, tief uns anzusehen,

durchtrennt den Kreuz, uns einsam auszustreichen-

 

 

 

Ausfahrt

 

Vom Lande steigt Rauch auf.
Die kleine Fischerhütte behalt ich im Aug,
denn die Sonne wird sinken,
ehe du zehn Meilen zurückgelegt hast.

 

Das dunkle Wasser, tausendäugig,
schlägt die Wimper von weißer Gischt auf,
um dich anzusehen, groß und lang,
dreißig Tage lang.

 

Auch wenn das Schiff hart stampft
und einen unsicheren Schritt tut,
steh ruhig auf Deck.

 

An den Tischen essen sie jetzt
den geräucherten Fisch;
dann werden die Männer hinknien
und die Netze flicken,
aber nachts wird geschlafen,
eine Stunde oder zwei Stunden,
und ihre Hände werden weich sein,
frei von Salz und Öl,
weich wie das Brot des Traumes,
von dem sie brechen.

 

Die erste Welle der Nacht schlägt ans Ufer
die zweite erreicht schon dich.
Aber wenn du scharf hinüberschaust,
kannst du den Baum noch sehen,
der trotzig den Arm hebt
-- einen hat ihm der Wind schon abgeschlagen
-- und du denkst: wie lange noch,
wie lange noch
wird das krumme Holz den Wettern standhalten?
Vom Land ist nichts mehr zu sehen.
Du hättest dich mit einer Hand in die Sandbank krallen
oder mit einer Locke an den Klippen heften sollen.

 

In die Muscheln blasend, gleiten die Ungeheuer des Meers
auf die Rücken der Wellen, sie reiten und schlagen
mit blanken Säbeln die Tage in Stücke, eine rote Spur
bleibt im Wasser, dort legt dich der Schlaf hin,
auf den Rest deiner Stunden,
und dir schwinden die Sinne.

 

Da ist etwas mit den Tauen geschehen,
man ruft dich, und du bist froh,
daß man dich braucht. Das Beste
ist die Arbeit auf den Schiffen,
die weithin fahren,
das Tauknüpfen, das Wasserschöpfen,
das Wändedichten und das Hüten der Fracht.
Das Beste ist, müde zu sein und am Abend
hinzufallen. Das Beste ist, am Morgen,
mit dem ersten Licht, hell zu werden,
gegen den unverrückbaren Himmel zu stehen,
der ungangbaren Wasser nicht zu achten
und das Schiff über die Wellen zu heben,
auf das immerwiederkehrende Sonnenufer zu.

 

 

 

Ingeborg Bachmann (25 juni 1926 – 17 oktober 1973)

Lees meer...

Michel Tremblay, Yann Martel, Nicholas Mosley, Claude Seignolle

 

De Canadese schrijver Michel Tremblay werd geboren in Quebec op 25 juni 1942. Zie ook alle tags voor Michel Tremblay op dit blog.

 

Uit: Les belles-sœurs

 

“(Les cinq femmes se lèvent et se tournent vers le public. L’éclairage change.)

LES CINQ FEMMES, ensemble – Quintette : Une maudite vie plate ! Lundi !

LISETTE DE COURVAL – Dès que le soleil a commencé à caresser de ses rayons les petites fleurs dans les champs et que les petits oiseaux ont ouvert leurs petits becs pour lancer vers le ciel leurs petits cris…

LES QUATRE AUTRES – J’me lève, pis j’prépare le déjeuner ! Des toasts, du café, du bacon, des œufs.J’ai d’la misère que l’yable à réveiller mon monde.Les enfants partent pour l’école, mon mari s’en va travailler.

MARIE-ANGE BROUILLETTE – Pas le mien, y’est chômeur.Y reste couché.

LES CINQ FEMMES – Là, là, j’travaille comme une enragée, jusqu’à midi.J’lave.Les robes, les jupes, les bas, les chandails, les pantalons, les canneçons, les brassières, tout y passe !Pis frotte, pis tord, pis refrotte, pis rince… C’t’écoeurant, j’ai les mains rouges, j’t’écoeurée.J’sacre.A midi, les enfants reviennent.Ça mange comme des cochons, ça revire la maison à l’envers, pis ça repart ! L’après-midi, j’étends.Ça, c’est mortel !J’haïs ça comme une bonne !Après, j’prépare le souper.Le monde reviennent, y’ont l’air bête, on se chicane !Pis le soir, on regarde la télévision !Mardi !

LISETTE DE COURVAL – Dès que le soleil…

LES QUATRE AUTRE FEMMES – J’me lève, pis j’prépare le déjeuner.Toujours la même maudite affaire ! Des toasts, du café, des œufs, du bacon… J’réveille le monde, j’les mets dehors.Là, c’est le repassage.J’travaille, j’travaille, j’travaille.Midi arrive sans que je le voye venir pis les enfants sont en maudit parce que j’ai rien préparé pour le dîner.J’leu fais des sandwichs au béloné.J’travaille toute l’après-midi, le souper arrive, on se chicane.Pis le soir, on regarde la télévision !Mercredi !C’est le jour du mégasinage !J’marche toute la journée, j’me donne un tour de rein à porter des paquets gros comme ça, j’reviens à la maison crevée ! Y faut quand même que je fasse à manger.Quand le monde arrivent, j’ai l’air bête !Mon mari sacre, les enfants braillent… Pis le soir, on regarde la télévision !Le jeudi pis le vendredi, c’est la même chose !J’m’esquinte, j’me désâme, j’me tue pour ma gang de nonos !Le samedi, j’ai les enfants dans les jambes par-dessus le marché !Pis le soir, on regarde la télévision !Le dimanche, on sort en famille : on va souper chez la belle-mère en autobus.Y faut guetter les enfants toute la journée, endurer les farces plates du beau-père, pis manger la nourriture de la belle-mère qui est donc meilleure que la mienne au dire de tout le monde !Pis le soir, on regarde la télévision !Chus tannée de mener une maudite vie plate ! Une maudite vie plate ! Une maudite vie plate ! Une maud…

(L’éclairage redevient normal.Elles se rassoient brusquement.)”

 

 

Michel Tremblay (Quebec, 25 juni 1942)

Lees meer...

24-06-12

Matthijs Kleyn, Ernesto Sabato, Yves Bonnefoy, Scott Oden, Kurt Kusenberg, Madelon Székely-Lulofs

 

De Nederlandse schrijver en televisiemaker Matthijs Leonard Kleyn werd geboren in Leiden op 24 juni 1979. Zie ook alle tags voor Matthijs Kleyn op dit blog.

 

Uit: Vita

 

‘Of Bellona en ik gaan langs bij haar ouders aan zee. Daar weet ik zeker dat er geen ruzies of spanningen zullen ontstaan, want die weten niks van ruzies en spanningen en dat wil Bellona ook zo houden. Uiteindelijk komen de ruzies vanzelf. Of eigenlijk is ruzie niet het goede woord. Het is boosheid van haar kant. Soms ga ik ertegen in. Dan schreeuw ik terug. Maar ik schreeuw alleen over mezelf. Dat ik er gek van word. Dat ik weg wil. Maar ik kan niet weg.’

(....)

 

‘Ik hou van haar eerlijkheid. Hoe ze ineens alles eruit gooit. Terwijl ik een seconde daarvoor nog twijfelde of ik de enige was.’

‘Ik niet.’

Ze fronst.

‘Wat?’

‘Ik heb geen relatie. Ik heb het uitgemaakt.’

‘Wat?! Waarom heb je het uitgemaakt?’

‘Gewoon. Ik was niet gelukkig.’

 

 

Matthijs Kleyn (Leiden, 24 juni 1979)

Lees meer...

23-06-12

Pascal Mercier, David Leavitt, Franca Treur, Jean Anouilh, Richard Bach, Anna Achmatova

 

De Zwitserse schrijver en filosoof Pascal Mercier (eig. Peter Bieri) werd geboren op 23 juni 1944 in Bern. Zie ook alle tags voor Pascal Mercier op dit blog.

 

Uit: Nachtzug nach Lissabon

 

“Die Tasche ging auf, und die Hefte glitten auf den nassen Asphalt. Die Frau drehte sich um. Für einige Augenblicke sah sie reglos zu, wie die Hefte vom Wasser dunkler wurden. Dann zog sie einen Filzstift aus der Manteltasche, machte zwei Schritte, bückte sich zu Gregorius hinunter und schrieb ihm eine Folge von Zahlen auf die Stirn.
»Entschuldigen Sie«, sagte sie auf französisch, atemlos und mit fremdländischem Akzent, »aber ich darf diese Telefonnummer nicht vergessen und habe kein Papier bei mir.«
Jetzt blickte sie auf ihre Hände, als sähe sie sie zum erstenmal. »Ich hätte natürlich auch ...«, und nun schrieb sie, zwischen Gregorius' Stirn und der Hand hin und her blickend, die Nummer auf den Handrücken. »Ich . „ ich wollte sie nicht behalten, ich wollte alles vergessen, aber als ich den Brief dann fallen sah ... „ ich mußte sie festhalten.«
Der Regen auf den dicken Brillengläsern trübte Gregorius die Sicht, und er tastete ungeschickt nach den nassen Heften. Wiederum, so schien ihm, glitt die Spitze des Filzstifts über seine Stirn. Doch dann merkte er, daß es jetzt der Finger der Frau war, die mit einem Taschentuch die Zahlen wegzuwischen versuchte.
»Es ist eine Zumutung, ich weiß ...«, und nun begann sie, Gregorius beim Aufsammeln der Hefte zu helfen. Er berührte ihre Hand und streifte ihr Knie, und als sie sich beide nach dem letzten Heft streckten, stießen sie mit dem Kopf zusammen.
»Vielen Dank«, sagte er, als sie sich gegenüberstanden. Er deutete auf ihren Kopf. »Tut es sehr weh?«
Abwesend, mit gesenktem Blick, schüttelte sie den Kopf. Der Regen prasselte auf ihr Haar und lief ihr übers Gesicht.
»Kann ich ein paar Schritte mit Ihnen gehen?«
»Äh ... ja, sicher«, stotterte Gregorius.
Schweigend gingen sie zusammen bis zum Ende der Brücke und weiter in Richtung Schule. Das Zeitgefühl sagte Gregorius, daß es nach acht war und die erste Stunde bereits begonnen hatte. Wie weit war »ein paar Schritte«? Die Frau hatte sich seinem Gang angepaßt und trottete neben ihm her, als ginge es den ganzen Tag so weiter. Sie hatte den breiten Kragen des Mantels so weit aufgestellt, daß Gregorius von der Seite nur ihre Stirn sah.
»Ich muß dort hinein, ins Gymnasium«, sagte er und blieb stehen. »Ich bin Lehrer.«
»Kann ich mitkommen?« fragte sie leise.”

 


Pascal Mercier (Bern, 23 juni 1944)

Lees meer...