28-03-13

Am Gründonnerstage (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Bij Witte Donderdag

 

Het Laatste Avondmaal door Jacopo Bassano, 1542

 

 

 

Am Gründonnerstage

 

O Wundernacht, ich grüße!
Herr Jesus wäscht die Füße.
Die Luft ganz stille stand;
Man hört den Atem hallen
Und wie die Tropfen fallen
Von seiner heil'gen Hand.

Da Jesus sich tut beugen,
Ins tiefe Meer sich neigen
Wohl Inseln diesem Gruß.
Ist er so tief gestiegen,
So muß ich ewig liegen
Vor meines Nächsten Fuß.

Herr, ob sich gleich betöret
Die Seele mein empöret
Vor aller Niedrigkeit,
Daß ich vielmehr mein Leben
In Qualen aufzugeben
Für deinen Ruhm bereit:

So gib, daß ich nicht klage,
Wenn du in meine Tage
Hast alle Schmach gebannt;
Laß brennen meine Wunden,
So du mich stark befunden
Zu solchem harten Stand!

O Gott, ich kann nicht bergen,
Wie angst mir von den Schergen,
Die du vielleicht gesandt
In Krankheit oder Grämen
Die Sinne mir zu nehmen,
Zu töten den Verstand!

Es ist mir oft zu Sinnen,
Als wolle schon beginnen
Dein schweres Strafgericht;
Als dämmre eine Wolke,
Doch unbewußt dem Volke,
Um meines Geistes Licht.

Doch wie die Schmerzen schwinden,
Die mein Gehirn entzünden,
So flieht der Nebelduft,
Und mit geheimem Glühen
Fühl' ich mich neu umziehen
Die frische starke Luft.

Mein Jesu, darf ich wählen,
Ich will mich lieber quälen
In aller Schmach und Leid,
Als daß mir so benommen,
Ob auch zu meinem Frommen,
Die Menschenherrlichkeit.

Doch ist er so vergiftet,
Daß es Vernichtung stiftet,
Wenn er mein Herz umfleußt:
So laß mich ihn verlieren,
Die Seele heimzuführen,
Den reichbegabten Geist.

Hast du es denn beschlossen,
Daß ich soll ausgegossen
Ein tot Gewässer stehn
Für dieses ganze Leben:
So will ich denn mit Beben
An deine Prüfung gehn.

 

 

 


Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Keuken in het Rüschhaus nabij Drostes geboortehuis Burg Hülshoff

 

 

Zie voor de schrijvers van de 28e maart ook mijn vorige blog van vandaag.

Mario Vargas Llosa, Walter van den Broeck, Nelson Algren, Chrétien Breukers

 

De Peruviaanse schrijver Mario Vargas Llosa werd geboren op 28 maart 1936 in Arequipa. Zie ook alle tags voor Mario Vargas Llosa op dit blog.

 

Uit:Die Welt des Juan Carlos Onetti (Vertaald door Angelica Ammar)

 

“Nackt oder,wenn die Unbilden des Klimas es erfordern, in Pelze gehüllt, befinden sich diese Rudel von Protomenschen in ständiger Bewegung, ziehen zum Jagen und Sammeln unablässig umher auf der Suche nach unberührten Landstrichen, um Nahrung zu finden, die sie der Natur entnehmen, ohne sie zu ersetzen, wie es die Tiere tun, diese große Gemeinschaft, der sie immer noch angehören, von der sie sich erst langsam abzulösen beginnen.
Nebeneinander zu leben heißt noch nicht, zusammenzuleben. Letzteres setzt ein ausgefeiltes Kommunikationssystem voraus, ein kollektives, geteiltes Schicksal, das auf gemeinsamen Nennern wie Sprache, Glauben, Riten, Körperverzierungen und Bräuchen basiert. Nichts von all dem existiert bislang – noch haben wir es mit dem nackten Überleben zu tun, mit Impulsen und Affekten, die der Logik vorangehen und diese halben Tiere dazu gebracht haben, anstatt ihrer fehlenden Krallen, Reißzähne, Hörner oder Giftdrüsen und anderen Verteidigungsmechanismen, über die die übrigen Lebewesen verfügen, nach Schiefern oder Kieseln zu greifen, in der Gruppe zu jagen, zu schlafen und den Ort zu wechseln, um sich gegenseitig zu beschützen und die Angst zu nehmen.
Denn zweifellos hat die tägliche Erfahrung bewirkt, daß sich in diesem ersten Menschen von allen noch schlummernden Emotionen, Begierden, Instinkten und Leidenschaften beim Erwachen ins Dasein als erstes die Angst entwickelte.”

 

 

Mario Vargas Llosa (Arequipa, 28 maart 1936)

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Joost de Vries

 

De Nederlandse schrijver Joost de Vries werd geboren op 28 maart 1983 in Alkmaar. Zie ook alle tags voor Joost de Vries op dit blog.

 

Uit: Clausewitz (Vertaald door Liz Waters)

 

“That evening I read the fewer than 120 pages at a single sitting. Mr Brissot wrote clearly and amiably about why he found the work of Ferdynand LeFebvre so interesting and why he thought there was more political reality behind the man’s fanciful narratives than the literary world assumed. In the next hundred pages he deciphered countless parables and intertextualities hidden in the work and analysed a wide range of symbols and metaphors. All meticulously annotated.

In the online catalogue of the consortium of Dutch university libraries I could find neither the title nor the author. I had to create an account before I could search the French national library, but there too I

failed to unearth any Monsieur Brissot. Google Scholar produced zero results. The book had no ISBN. It was as if I was holding something that didn’t exist.

In the week before leaving for France I’d walked along a corridor of the university library that I hadn’t seen before and happened upon the booklined wall where all the dissertations were kept. Thousands of surnames on thousands of immaculate, untouched white covers, an unread monument, with the names of doctoral researchers engraved on it like fallen soldiers.”

 

 


Joost de Vries (Alkmaar, 28 maart 1983)

18:45 Gepost door Romenu in Literatuur | Permalink | Commentaren (0) | Tags: joost de vries, romenu |  Facebook |

27-03-13

Heinrich Mann, Golo Mann, Carolina Trujillo, Patrick McCabe, Bob den Uyl, Dubravka Ugrešić, Shusaku Endo

 

De Duitse schrijver Heinrich Mann werd geboren op 27 maart 1871 in Lübeck. Zie ook alle tags voor Heinrich Mann op dit blog.

 

Uit: Die Jugend des Königs Henri Quatre

 

«Fein!» rief Henri. «Ich habe eine Frau, wie heißt sie?»
«Margot. Sie ist ein Kind wie du, sie konnte die Religion noch nicht hassen und verfolgen. Dennoch glaube ich nicht, daß du Marguerite von Valois heiraten wirst. Ihre Mutter, die Königin, ist eine zu böse Frau.»
Henri sah das Gesicht Jeannes sich verändern bei der Er­wähnung der Königin von Frankreich. Er erschrak, und seine Phantasie erhielt einen jähen Anstoß. Im Geist erblickte er eine furchtbar unmenschliche Fratze, eine Klaue, einen dicken Stock, und er fragte: «Ist sie eine Hexe? Kann sie zau­bern?»
«Am liebsten möchte sie es», bestätigte Jeanne. «Aber das ist noch nicht das Schlimmste.»
«Speit sie Feuer? Frißt sie Kinder?»
«Beides; aber es gelingt ihr nicht immer. Denn die Bosheit hat Gott zu unserem Glück mit der Dummheit bestraft. Mein Sohn, von diesem allem darfst du keinem Menschen auch nur ein Wort verraten. »
«Ich werde alles für mich behalten, meine liebe Mama, und ich werde mich hüten, damit ich nicht gefressen werde.» Er war im Augenblick ganz erfüllt von seinen Vorstellungen und glaubte daher nicht, daß er sie und die Worte seiner Mutter je werde verlieren können.
«Halte vor allem fest an dem wahren Glauben, den ich dich gelehrt habe!» sagte Jeanne innig und auch drohend; er er­schrak wieder und diesmal tiefer.
Dies war das erste, was Henri von seiner Mutter Jeanne d'Albret hörte über Katharina von Medici; und dann wurde wirklich gereist.
Voran fuhr ein großer alter Wagen aus Leder, er trug den Erzieher des Prinzen, mit Namen La Gaucherie, er trug zwei Pastoren und mehrere Lakaien. Dann folgten sechs bewaff­nete Reiter, lauter protestantische Edelleute, dann der mit ro­tem Samt ausgeschlagene Wagen der Königin, darin saß Jeanne mit ihren beiden Kindern und drei Damen. Den Be­schluß des Zuges machten wieder die berittenen Herren «von der Religion».

 

Heinrich Mann (27 maart 1871 – 12 maart 1950)

Ets door Max Liebermann, 1928

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26-03-13

Gregory Corso, Tennessee Williams, Hwang Sun-won, Martin McDonagh, Robert Frost, Erica Jong

 

De Amerikaanse dichter Gregory Corso werd geboren in New York op 26 maart 1930. Zie ook alle tags voor Gregory Corso op dit blog.

 

 

To a downfallen rose

 

When I laid aside the verses of Mimnermus,
I lived a life of canned heat and raw hands,
alone, not far from my body did I wander,
walked with a hope of a sudden dreamy forest of gold.
O rose, downfallen, bend your huge vegetic back;
eye down the imposter sun...in winter dream
sulk your rosefamed head into the bile of golden giant,
ah, rose, augment the rose further still!
whence upon that self-created dive in Eden
you blossomed where the Watchmaker of Nothingness
lulled,
your birth did cause bits of smashed night to pop,
causing my dreamy forest to unfold.
Yes, and the Watchmaker, his wheely-flesh
and jewelled-bones spoiled as he awoke,
and in the face of your Somethingness, he fled
waving oblivious monks in his unwinded hands.
The sun cannot see upheaved spatics, the tennis of Venus
and the court of Mars sing the big lie of the sun,
ah, faraway ball of fur, sponge up the elements;
make clear the trees and the mountains of the earth,
arise and turn away from the vast fixedness.

Rose! Rose! my tinhorneared rose!
Rose is my visionic eyehand of all Mysticdom
Rose is my wise chair of bombed houses
Rose is my patient electric eyes, eyes, eyes, eyes,
Rose is my festive jowl,
Dali Lama Grand Vicar Glorious Caesar rose!

When I hear the rose scream
I gather all the failure experiments of an anatomical empire
and, with some chemical dream, discover
the hateful law of the earth and sun, and the screaming
rose between.

 

 

Gregory Corso (26 maart 1930 – 17 januari 2001)

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25-03-13

Pol Hoste, Flannery O'Connor, Jaime Sabines, Peter Van Straaten, Jacques Bens, Toni Cade Bambara

 

De Vlaamse schrijver Pol Hoste werd geboren in Lokeren op 25 maart 1947. Zie ook alle tags voor Pol Hoste op dit blog..

 

Uit: Neerlands Hoop

 

„Foto met de Aap

Mies Does Kees Lam Bok. Dat wel. Hok. Zo is het nog rustig. Lam Bok Hok. Maar Teun Gijs Koerd Turk, dat is al moeilijker.

Wat ik wel gaarne lees, dat is zo het gesproken Vlaams. Dat komt tegenwoordig weer wreed op in romans. En al. Zo in de literatuur. En in het Parlement. Het zou spijtig zijn moest dat verdwijnen. De mensen lezen al zo weinig. Zodus, ik laat u denken.

Monsieur, je vous prie de bien vouloir répondre à notre question sur la disparition de la langue néerlandaise en Europe. Wenn Sie darauf bestehen können Sie uns auch auf Deutsch über Ihre Meinung berichten. Schreiben Sie bitte deutlich.

Toen ik een paar jaar geleden in Holland op reis was sprak men er Engels. Ik kwam niet te weten of er Nederlands werd gesproken. ‘Yes,’ zei men. ‘Everyone here speaks Dutch.’ Ik denk wel dat iedereen daar Nederlands spreekt.

Maar ‘werkvrouw’, zegden ze, dat is toch schoonmaakster. ‘En een schoon bestaan,’ tikten ze onachtzaam de as van hun sigaret, ‘dat is toch de ruiten zemen.’ Ja, zei ik, en werkman of kraanman dat is kraanbestuurder of kraanvogel of vogelbestuurder. Het bonte chauffeurtje.

Nee, het reglement, denk ik. Ik denk dat het reglement zeker zou moeten bewaard blijven. Mies kan niet zonder Does. Aap niet zonder Cent. Veronderstel, zei ik, dat morgen zou blijken dat alle strafwetboeken verdwenen zijn, dan konden we elkaar uitmoorden. (Het zou me wat moois worden in de Balkan.)

‘Alsof,’ voegde ik daaraan toe, lachend mijn kookwas sorterend, ‘er geen wet meer zou bestaan omdat er nergens nog een wettekst kan worden gevonden.’ Ik begin wat ouder te worden en dus moreler. ‘Dat is niet voorzien in de wet’, zegden ze, ‘dat de wet er niet meer zou zijn.’

In de taal ook niet, dat de taal er niet meer zou zijn. Dat is niet voorzien. Intussen is de gesproken of de geschreven taal met alfabetten en ideogrammen echt wel een grap. Kees Lam Bok Hok. Om daar een woord of uitdrukking uit mee te nemen! Dan is die schedelverzameling heel leerrijk. A-pen.”

 

 

 
Pol Hoste (Lokeren, 25 maart 1947)

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24-03-13

Am Palmsonntage (Annette von Droste-Hülshoff)

 

Bij Palmzondag

 

 

 

Intocht van Jezus in Jeruzalem

Mozaïek. Palermo, Cappella Palatina, meester van de paleiskapel, rond 1150

 

 

 

Am Palmsonntage

 

Der Morgentau will steigen;
Sind denn die Palmen grün?
Auf, laßt mit hellen Zweigen
Uns ihm entgegen ziehn!
Er will in unser Haus,
In unsre Kammern kommen;
Schon ziehen rings die Frommen
Mit Lobgesang heraus.

Ich kann nicht mit euch gehen,
Mir ist der Odem schwer;
Die Kreuzesfahnen wehen,
Ich folge nimmermehr.
Wie wird so klar die Luft?
O Jesu, süße Helle,
Du kömmst in meine Zelle,
In meine Modergruft!

Was soll ich dir bereiten,
Du wunderlieber Gast?
Ich möchte dich verleiten
Zu langer Liebesrast.
Wohlan, ich schmücke dich,
Will dich mit Blumen binden;
Du sollst dich nicht entwinden,
Das weiß ich sicherlich.

Aus deiner Mutter Rechten
Will ich um deinen Fuß
Die reine Lilie flechten
Mit demutsvollem Gruß.
Daß ich dich feßle ganz
Mit Liebesblumenringen,
Will um dein Haupt ich schlingen
Den heil'gen Rosenkranz.

Den Boden will ich streuen
Mit Palmen ganz und gar,
Mein Leiden dir zu weihen,
Was ich in diesem Jahr
Oft still, oft schwerer trug.
Es liegt zu deinen Füßen,
Es soll mich nicht verdrießen,
Dein Will' ist mir genug!

Wie soll ich mich doch finden
In deine Liebesmacht,
Daß du an meine Sünden
So gar nicht hast gedacht!
Ich lasse nicht von dir,
Mußt du gleich wieder scheiden.
Ich fühl' es wohl in Freuden,
Du kömmst noch oft zu mir.

 

 

 

 


Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Italiaanse kamer in het Rüschhaus nabij Drostes geboortehuis Burg Hülshoff

 

 

 

Zie voor de schrijvers van de 24e maart ook mijn vorige drie blogs van vandaag.

Martin Walser, Peter Bichsel, Dario Fo, Lawrence Ferlinghetti, Jacob van Lennep, Jeroen Mettes

 

De Duitse schrijver Martin Walser werd op 24 maart 1927 geboren in Wasserburg aan de Bodensee. Zie ook alle tags voor Martin Walser op dit blog.

 

Uit: Muttersohn

 

“Ewald, ich heiße Percy. Das sagte er, als er die Tür hinter sich zugemacht hatte. Ewald hatte auf sein Klopfen nicht geantwortet. Percy sagte, das verstehe er. In der Geschlossenen Abteilung an eine Tür zu klopfen und auf ein Herein zu warten, sei heuchlerisch, da doch der Klopfende den Schlüssel habe, mit dem die Tür aufzuschließen sei.

Ewald lag auf dem gemachten Bett. Er lag auf dem Rücken. Die Augen offen. Die rechte Seite seines Gesichts war rot, vernarbt, die rechte Hand auch. Diese rechte Hand lag auf Ewalds Brust. Sie hielt ein Handy. Das konnte nur heißen, dass er auf etwas wartete, was aus dem Handy kommen musste. Percy sagte: Ich setz’ mich auf den Stuhl an deinem Tisch. Dann schwieg er. Er wartete nicht, er schwieg. Plötzlich richtete sich Ewald auf, schlüpfte in die schwarzen Schuhe, die unter seinem Bett

standen, und legte sich wieder hin und schaute zur Decke. Es war klar, er wollte nicht, dass ihn jemand ohne Schuhe sähe. Schwarze Schlüpfschuhe, schwarze Socken, schwarze Hose, schwarzes, langärmliges Hemd. Als Manschettenknöpfe goldgefasste rote Steine. Karneol, dachte Percy. Das Handy hatte Ewald beim In-die-Schuhe-Schlüpfen in der Hand behalten.

So blieben sie. Stumm. Zwei Stunden lang oder drei. Dann stand Percy auf, ging zur Tür, schloss auf und sagte: Ich will nicht, dass du dich wunderst. Ich bin mit allen per du, seit ich hier in der Pflegerschule war. Der Professor hat mich Latein lernen lassen. Da gibt es kein Sie. Seitdem sag ich zu allen du. Es ist dann immer, als spräche ich Latein. So ein Gefühl halt. Bis bald, Ewald.

Als Percy draußen war, drehte er den Schlüssel so leise wie möglich im Schloss.

Zwei Empfindungen waren Percy fremd: Furcht und Ungeduld.”

 

 

Martin Walser (Wasserburg, 24 maart 1927)

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Harry Prenen, Top Naeff, Willem van Iependaal, Robert Hamerling, Fanny Lewald

 

De Nederlandse (gelegenheids)dichter, historicus, geschiedenisleraar, illustrator en journalist Harry Prenen werd geboren in Schoten op 24 maart 1915. Zie ook alle tags voor Harry Prenen op dit blog.

 

Uit: Het een en ander over Godfried Bomans

 

“Deze avond gaf mij de bevestiging van iets dat ik al lang vermoedde. Gezien zijn succes kan men kwalijk zeggen dat Bomans miskend zou zijn, maar desondanks geniet hij vaak een verkeerde bekendheid. Dat hij een van onze eerste humoristen is wordt wel algemeen aanvaard (..) dat hij echter een van onze beste prozaïsten is, daar wil de officiële litteratuur en fijnproeverij nog maar moeilijk aan geloven. En toch is dat zo. Wie werkelijk iets weet van wat proza en wat schrijven is kan in zijn boeken en in zijn journalistiek te kust en te keur passages vinden om in een lijstje te zetten. De fijnproeverij verzekert ons echter dat hij een voortreffelijk auteur voor Jan, Piet en Klaas is, een genie van de middenstand, maar niet voldoende voor de happy few. Het tegendeel is waar, want terwijl hij de duizenden op de galerij in hun twee handen laat klappen blijft hij tegelijkertijd iemand van de kleine keurbende.

Dit misverstand heeft niettemin vele aanhangers. (..) Het volk te vermaken schijnt bij het edeler deel der natie op de index te staan (verboden, e.k.). En toch doet Bomans hiermede op eigen manier in onze litteratuur niet anders en niets minders dan Dickens het in de zijne deed. (..) Vervolgens ben ik van mening dat er in het eerste het beste goede stuk van Bomans’ Elsevierjournalistiek meer echte schrijfkunst en aangeboren talent steekt dan in menig poëem op hoge stelten.

Bij de happy few van de litteraire café’s kan men ondertussen nog meer bedenkingen vernemen. Bijvoorbeeld: dat hij in Elsevier schrijft!!Een burgerlijk blad, naar ik verneem.”

 

 

Harry Prenen (24 maart 1915 - 20 oktober 1992)

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Christian Schubart, Gabriele von Baumberg, Olive Schreiner, William Morris, Richard Leising

 

De Duitse dichter, componist enn journalist Christian Friedrich Daniel Schubart werd geboren op 24 maart 1739 in Obersontheim. Zie ook alle tags voor Christian Schubart op dit blog.

 

 

Der Frühlingsabend

 

Kühlender Abend steige vom Hügel

Lieblich verguldet vom sonnigen Strahl;

Thaue von deinem purpurnen Flügel

Tropfen aufs durstige Blümlein im Thal.

Gluckt, Nachtigallen, zärtlich Lieder,

Reget ihr Weste euer Gefieder;

Schüttelt vom Baum

Seidene Pflaum!

Walle, o Duft! Vom Blüthenzweig nieder.

 

Hier auf der Erde blumigem Schooße

Ruh' ich! es ruhet mein Mädchen bei mir.

Meine Geliebte: Kennst du die große,

Kennst du die fühlende Freundin von dir?

Lieblicher Abend, lächle der Trauten!

Lächle der Schlanken, Himmlischgebauten!

Schöner war nicht

Florens Gesicht,

Als sie des Morgens Tropfen bethauten.

 

Hesperus äugelt hoch in der Ferne;

Ziehst du schon, Mond, am Sternenfeld auf?

Sieh doch, Geliebte, sieh doch die Sterne!

Sieh doch zur freundlichen Luna hinauf!

Doch seh' ich nicht im Auge der Milden

Thränen der Liebe schimmernd sich bilden?

Sind sie es nicht,

Die dein Gesicht,

Wie eines Engels Antlitz vergülden?

 

Lieblicher Abend, Erweicher der Herzen!

Dank dir, des Frühlings liebkosender Sohn,

Daß du geendigt zärtliche Schmerzen;

Sieh doch, die Holde umarmet mich schon!

Schmelzende Wonne flimmt in den Blicken -

Ach ich empfinde Himmelsentzücken.

Liebe, nur du

Wiegst uns in Ruh';

Kannst, wie ein Gott, allein uns beglücken.

 

 

Christian Schubart (24 maart 1839 – 10 oktober 1791)

Obersontheim met het slot op de achtergrond

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23-03-13

Cri Stellweg, Gary Whitehead, Yōko Tawada, Mitch Cullin, Steven Saylor, Nils-Aslak Valkeapää

 

De Nederlandse schrijfster en columniste Margaretha Hendrika (Cri) Stellweg (alias Saartje Burgerhart) werd geboren in Nijmegen op 23 maart 1922. Zie ook mijn blog van 27 november 2006.

 

Uit: Ontbijten in je eentje

 

“Vanuit het bed en over het theekopje biedt de kleerkast daar recht tegenover een breed overzicht aan beschikbaar textiel. Kleurige stapeltjes truien, blouses, t-shirts, ze vouwt ze in drieën, alles volgens hetzelfde principe, twee flanken over het middenveld, armen eroverheen, vervolgens dubbelgevouwen. Daaronder hangen de rokken, de broeken, languit in de ruststand, alleen de benen ontbreken nog. Ze geeft er meer aan uit dan vroeger. Op de verpakking komt het nu meer aan dan ooit. Waarin zullen we vandaag nu weer eens het versleten lichaam verbergen. Hoofd, steunend op een arm, slokjes thee slurpend, stelt ze het omhulsel samen voor deze dag, de circa 29.460ste in dit leven dat ooit begon in wafelluiers, flanellen hemdjes, omgezoomd met kruissteekjes van rood haakgaren en sajetten truitjes.
Vier hoofden bungelden van een balk op de zolder. Vier bolle krijtwitte hoofden, elk aan z'n eigen spijker. Wanneer bij een straffe wind uit zee de ramen van dakkapel en steekraam tegen elkaar openstonden deinden ze zacht in een macaber witte-hoofdendansje. Ze was er niet bang voor, ook 's avonds niet als de zolder enkel door een zwak peertje werd verlicht. Als angst al eens dreigde, dan was ze die gauw de baas door met geweld van overtuiging te zeggen: het zijn slopen! Gewoon kussenslopen, gevuld met houdbaar voedsel, witte bonen, bruine bonen en twee met rijst. Op een dag had zij ze met houtskool gezichten gegeven, ogen, neusgaten en een mond. Eén hoofd keek zuinig, met klein geknepen mondje, de ander benauwd alsof er gedrukt moest worden op een grote scheet, en de rijsthoofden lachten, hartelijk de een, schaterend met wijdopen mond met zwarte tanden erin de ander.”

 

 

Cri Stellweg (23 maart 1922 - 26 november 2006)

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Madison Cawein, Federica de Cesco, Roger Martin du Gard, Hamvas Béla, Daniel Biga, Ceija Stojka

 

De Amerikaanse dichter Madison Julius Cawein werd geboren in Louisville, Kentucky, op 23 maart 1865. Zie ook alle tags voor Madison Cawein op dit blog.

 

 

A Boy’s Heart

 

It's out and away at break of day,
To frolic and run in the sun-sweet hay:
It's up and out with a laugh and shout
Let the old world know that a boy's about.

It's ho for the creek that the minnows streak,
That the sunbeams dapple, the cattle seek;
For a fishing-pole and a swimming-hole,
Where a boy can loaf and chat with his soul.

It's oh to lie and look at the sky
Through the roof of the leaves that's built so high:
Where all day long the birds make song,
And everything 's right and nothing is wrong.

It's hey to win where the breeze blows thin,
And watch the twinkle of feather and fin:
To lie all day and dream away
The long, long hours as a boy's heart may.

It's oh to talk with the trees and walk
With the winds that whisper to flower and stalk:
And it's oh to look in the open book
Of your own boy-dreams in some leafy nook.

Away from the noise of the town, and toys,
To dream the dreams that are dreamed by boys:
To run in the heat, with sun-tanned feet,
To the music of youth in your heart's young beat.

To splash and wade in the light and shade
Of the league-long ripples the sunbeams braid:
In boyhood's wise to see with eyes
Of fancy hued as the butterflies.

To walk for hours and learn the flowers,
And things that haunt the woods and bowers:
To climb to a nest on a tree's top crest,
Where a bird, like your heart, is singing its best.

To feel the rain on your face again,
Like the thirsty throats that the flowers strain:
To hear the call of the waterfall,
Like the voice of youth, a wonder-thrall.

And it's oh for me at last to see
The rainbow's end by the hillside tree:
On the wet hillside where the wild ferns hide,
Like a boy's bright soul to see it glide.

Then to laugh and run through shower and sun
In the irised hues that are arched and spun:
And, the rainbow's friend, to find and spend
The bag of gold at the rainbow's end.

 

 

 

Madison Cawein (23 maart 1865 – 8 december 1914)

Rond 1893

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22-03-13

Érik Orsenna, Gabrielle Roy, Ludvík Kundera, Léon Deubel, Edward Moore, Arnold Sauwen

 

De Franse schrijver Érik Orsenna werd geboren in Parijs op 22 maart 1947 als Érik Arnoult. Zie ook alle tags voor Erik Orsenna op dit blog.

 

Uit: La grammaire est une chanson douce

 

“Les mots dormaient.
Ils s’étaient posés sur les branches des arbres et ne bougeaient plus. Nous marchions doucement sur le sable pour ne pas les réveiller. Bêtement, je tendais l’oreille : j’aurais tant voulu surprendre leurs rêves. J’aimerais tellement savoir ce qui se passe dans la tête des mots. Bien sûr, je n’entendais rien. Rien que le grondement sourd du ressac, là-bas, derrière la colline. Et un vent léger. Peut-être seulement le souffle de la planète Terre avançant dans la nuit.
Nous approchions d’un bâtiment qu’éclairait mal une croix rouge tremblotante.
-Voici l’hôpital, murmura Monsieur Henri.
Je frissonnai.
L’hôpital ? Un hôpital pour les mots ? Je n’arrivais pas à y croire. La honte m’envahit.
Quelque chose me disait que, leurs souffrances nous en étions, nous les humains, responsables. Vous savez, comme ces Indiens d’Amérique morts de maladies apportées par les conquérants européens.
Il n’y a pas d’accueil ni d’infirmiers dans un hôpital de mots ; Les couloirs étaient vides. Seule nous guidaient les lueurs bleues des veilleuses. Malgré nos précautions, nos semelles couinaient sur le sol.
Comme en réponse, un bruit très faible se fit entendre. Par deux fois. Un gémissement très doux. Il passait sous l’une des portes, telle une lettre qu’on glisse discrètement, pour ne pas déranger.”

 

 

Érik Orsenna (Parijs, 22 maart 1947)

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21-03-13

Willem de Mérode, 250 Jaar Jean Paul, Hamid Skif, Hubert Fichte, Peter Hacks, Michel Bartosik


Dit Romenu Blog bestaat vandaag precies zeven jaar. Dank weer aan alle oude en nieuwe bezoekers voor hun interesse en reacties van het afgelopen jaar. De eerste bijdrage in 2006 ging over de dichter en schrijver Willem de Mérode. Traditiegetrouw, omdat hij aan de wieg stond van dit Blog, ook nu weer een gedicht van hem. Zie ook mijn blog van 2 september 2010 en voor het overige de Willem de Mérode tags op dit blog bij Skynet.

 

 

Stil dorp

 

De molen heft zijn armen stil
In de blauwe zonnige najaarslucht
En laat ze vallen met een zucht,
Als een moe man, tegen zijn wil.

De huizen slapen, het gordijn
Is neergelaten voor elk raam
Alleen met den blinkende koopren naam
Speelt op de deuren de zonneschijn.

Het dorp is nooit zó stil geweest.
En nergens zweeft een zweem van gerucht:
Een lege zaal waar 't geruis is gevlucht
Met het sterven van 't roezelig feest.

Geen mens durft gaan langs 't zandig pad,
Wijl 't rustend dorp dan wakker schrikt,
En verwijtend de wandelaar tegenblikt
Die treedt op takken en krakend blad.

Ik kom niet vóór de avond thuis,
Dat elk geluid als een dreigend woord
Niet roept hoe ik de stilte vermoord.
Vóór 't donker is kom ik niet thuis.

 

 



Willem de Mérode (2 september 1887 – 22 mei 1939)

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