30-03-18

Gerrit Komrij, Paul Verlaine, Milton Acorn, Erika Mitterer, Uwe Timm, Tom Sharpe, Gert Heidenreich, Theo Breuer, Luise Hensel

 

De Nederlandse dichter, schrijver, criticus, polemist en toneelschrijver Gerrit Komrij werd geboren op 30 maart 1944 in Winterswijk. Zie ook alle tags voor Gerrit Komrij op dit blog.

 

Praagse Mist

De Karlsbrücke. Een decembermorgen.
Een klok. Het is op slag van tienen.
Ik voel zijn jas van gaberdine,
Zijn dunne lijf daarin verborgen.

Ik denk aan sinaasappelbomen.
Zijn bed vannacht rook naar seringen.
Hij rilt. Hoort hij de krekels zingen?
We zien de zwarte Moldau stromen.

Ik weet maar weinig van zijn dromen.
Zal straks zo tegen vieren, vijven,
Een mantel op het water drijven?
Hij had hem pas nog laten stomen.

 

 

Zomaar wat woorden

Zomaar wat woorden bij een open vuur.
Ze haken niet naar eeuwigheid noch malen
Ze om iets hoogs en schimmigs als cultuur.
Men doodt de tijd met oeroude verhalen.

Niet kunst schept vorm, de vormen scheppen kunst.
Men luistert hoffelijk hoe zich uit wind,
Gebaar en ritme -woorden zijn een gunst-
Opnieuw het al zo vaak gehoorde ontspint.

Niets slijt waar alles steeds opnieuw begint.
De woorden vliegen uit en hangen even
Als in het vlindernet van een broos kind
Dat ze snel vrijlaat. Het wil zelf ook leven.

 

 

Het stervensuur van een veertigjarige tot zijn verzamelde vrienden:

Wacht u voor een natuurlijke dood; het bot
Draagt haast zijn starheid over; ik ervaar
Een kwalijk gevoel. Mij wacht eenzelfde lot
Als de pier, de kemel en de ooijevaar.

‘Je zal de stem des drijvers niet meer horen,
Het kwaad zal je niet naken’ - ach wat, besproei
Mijn as met tranen, als ik zielsverloren
Door Charon naar de schimmen word geroeid.

Een zelfde lot als de wurm, de pimpel en de
Kneu... Ik ga, maar weet, ik ga in wrok.
Immers, waarom moet ik naar onbekende
Oevers, met niet één mazel, niet één pok?

 

 
Gerrit Komrij (30 maart 1944 - 5 juli 2012)
Hier met zijn partner Charles Hofman (rechts) in 2000


 

De Franse dichter Paul Marie Verlaine werd geboren in Metz op 30 maart 1844. Zie ook alle tags voor Paul Verlaine op dit blog.

 

De kades

De Seinekades van weleer! Ik was agiel
En ging, modest, niet onder geldgebrek gebukt…
Ik was nog jong en ben strijdvaardig opgerukt,
Een ware iconografobibliofiel.

De connaisseur te spelen vond ik infantiel,
Zelfs toen! Maar ieder ogenblik heeft mij verrukt,
Of ik nu mazzel had of danig werd geplukt!
En zonder dat ik in verbittering verviel!

De Seine ging – en gaat – haar eindeloze gang…
Gelijk een zwart-, smaragd- en goudgevlekte slang…
Als immer ruist de wind… Een lieflijk vergezicht!

Maar jagen? Nee, die dagen zijn voorgoed vervlogen.
Door handelsstropers is een puinhoop aangericht:
Elk boekenkistje staart ons aan met lege ogen.

 

Vertaald door Martin Hulseboom

 

 

Mon rêve familier

Je fais souvent ce rêve étrange et pénétrant
D'une femme inconnue, et que j'aime et qui m'aime,
Et qui n'est chaque fois, ni tout à fait la même
Ni tout à fait une autre, et m'aime et me comprend.

Car elle me comprend, et mon coeur transparent
Pour elle seule, hélas! cesse d'être un problème
Pour elle seule, et les moiteurs de mon front blême,
Elle seule les sait rafraîchir, en pleurant.

Est-elle brune, blonde ou rousse? - Je l'ignore.
Son nom? Je me souviens qu'il est doux et sonore
Comme ceux des aimées que la Vie exila.

Son regard est pareil au regard des statues,
Et pour sa voix, loin taine, et calme, et grave, elle a
L'inflexion des voix chêres qui se sont tues.

 

 

Wehmütiges Zwiegespräch

Im alten Park, der einsam und verschneit,
Sah ich zwei Schatten gehn in Dunkelheit.

Tot ist ihr Aug', von welken Lippen beben
Die leisen Worte, die in Nacht entschweben:

Der alte Park ist einsam und verschneit,
Zwei Schatten wecken die Vergangenheit.

– Gedenkst du noch der Wonne einst'ger Liebe?
– Wie willst du, dass mir die Erinn'rung bliebe?

– Schlägt immer noch dein Herz für mich allein?
Kommt meine Seel' im Traume zu dir? – Nein.

– O sel'ges Glück in jenen hellen Tagen,
Da Mund auf Mund geruht! – Wer kann es sagen?

Blau war der Himmel, gross der Hoffnung Macht!
– Die Hoffnung floh besiegt in schwarze Nacht.

So schritten sie durchs Gras den Pfad, den schlimmen,
Und nur die Nacht erlauschte ihre Stimmen.

 

Vertaald door Graf Wolf von Kalckreuth

 

 
Paul Verlaine (30 maart 1844 - 8 januari 1896) 
Hier met Arthur Rimbaud (rechts)

 

 

De Canadese dichter Milton James Rhode Acorn werd geboren op 30 maart 1923 in Charlottetown, Prince Edward Island. Zie ook alle tags voor Milton Acorn op dit blog.

 

Hummingbird

One day in a lifetime
I saw one with wings
a pipesmoke blur
shaped like half a kiss
and its raspberry-stone
heart winked fast
in a thumbnail of a breast.

In that blink it
was around a briar
and out of sight, but
I caught a flash
of its brain
where flowers swing
udders of sweet cider;
and we pass as thunderclouds or,
dangers like death, earthquake, and war,
ignored because it's no use worrying ....

By him I mean. Responsibility
Against the threat of termination
by war or other things
is given us as by a deity.

 

 
Milton Acorn (30 maart 1923 – 20 augustus 1986)
 

 

 

De Oostenrijkse schrijfster en dichteres Erika Mitterer werd geboren op 30 maart 1906 in Wenen. Zie ook alle tags voor Eika Mitterer en voor E. Mitterer op dit blog.

 

Einem Dichter (Rilke)

Verschwiegnen Klanges einen Bronnen tief
Hast aus dem Meer der Schönheit du gerettet
Du, nach dem lange Gottes Stimme rief
Hast Licht an Nacht und Nacht an Licht gekettet

Was andre säten und was niemals sie
Geerntet haben, weil sie müde waren –
Du hattest Zeit und du versagtest nie
Und hast des Erntens schwere Lust erfahren

Die Früchte reifen nun in unserm Schoße
In den du, uns vertrauend sie gesenkt ....
– – – Und wir begreifen jetzt die übergroße
Tiefheilge Liebe, die uns Gott geschenkt.

 

 

O bilde mich wie einen Klumpen Ton

O bilde mich wie einen Klumpen Ton,
vergiß, daß ich schon je Gestalt besaß,
ball mich zusammen, daß kein Merkmal von
dem Gestern spricht, das gerne ich vergaß.

Ich will Dich schauen, wie die Blumen frühe
die Welt besehn: erstaunt und doch verwandt;
und dennoch Feuer sein! Denn sieh: ich glühe,
und glühe rot Dich an, geliebtes Land.

Doch willst Du, daß ich sei, so wisse: ganz
bin ich nur eins, und dies in seltnen Stunden:
die Sich-Verlierende, die sich im Glanz
von fremden Sonnen strahlender erfunden.

Die Sich-Verschweigende, die gern Erkannte,
die Selige, die sich zu früh ergab;
die beinah Wankende, der die verwandte
trostreiche Stimme Berg zugleich und Stab.

 

 
Erika Mitterer (30 maart 1906 – 14 oktober 2001)
Cover

 

 

De Duitse schrijver Uwe Timm werd geboren op 30 maart 1940 in Hamburg. Zie ook alle tags voor Uwe Timm op dit blog.

Uit: Heißer Sommer

„Mach doch das Fenster auf, sagte Ullrich, draußen ist es schon kühler. Er versuchte, möglichst wenig von dem warmen Mief einzuatmen, der in dem abgedunkelten Zimmer stand.
Du tropfst, Lothar zeigte auf den Fußboden.
Ullrich rieb sich die nassen Beine mit einem Zipfel seines Bademantels ab.
Lothar zog die Heftzwecken heraus, mit denen er die beiden Handtücher am Fensterrahmen festgepinnt hatte.
An heißen Sommertagen schloß Lothar schon frühmorgens das Fenster und verhängte es mit feuchten Handtüchern. Auch die Zimmertür mußte verschlossen bleiben. Dadurch sei es in seinem Zimmer am kühlsten, behauptete Lothar. In Lothars Zimmer sei es am heißesten, behauptete Ullrich.
Lothar hatte das Fenster geöffnet und faltete sorgfältig die feuchten Handtücher zusammen.
Was macht dein Referat, fragte Ullrich, bist du weitergekommen.
Ja, es ging, sagte Lothar und wischte sich die Hände an dem Unterhemd ab, das er trotz der Hitze trug. Er raffte die Manuskriptseiten zusammen, vor denen Ullrich stehengeblieben war. Er stieß die drei Blätter sorgfältig auf Kante und legte ein Buch darauf. Dann ein weiteres. Langsam und genau stapelte er immer mehr Bücher darauf.
Und du, was hast du gemacht, fragte Lothar.
Ullrich ging zum Fenster. Er rubbelte sich mit einem Ärmel seines Bademantels die Haare trocken. Die Dächer der gegenüberliegenden Häuser lagen noch immer im Licht. Die Straße unten war schon im Schatten.
Das Herz ist wach, doch bannt und hält in
Heiligem Zauber die Nacht mich immer.
Hemmt die erstaunende Nacht mich immer, sagte Ullrich. Wieso erstaunt die Nacht? Die werden bald
auch noch ausgraben, was der schrieb, als er im Turm hauste, rostige Nägel sammelte und jeden mit Eure Heiligkeit ansprach.
Mit Untertänigkeit Scardanelli, Ullrich machte eine leichte Verbeugung.
Lothar lachte.
Von den Göttern geschlagen, hatte Ziegler in die überfüllte Aula gerufen und dabei mit der rechten Hand auf das riesige Mosaik an der Rückwand gezeigt, wo Phöbus vier Pferde mit Jugendstilaugen lenkte.
Die Pferde mit den Basedow-Augen, hatte Ingeborg Ullrich einmal zugeflüstert.“

 

 
Uwe Timm (Hamburg, 30 maart 1940)
Cover

 

 

De Engelse schrijver Tom Sharpe werd geboren op 30 maart 1928 in Londen. Zie ook alle tags voor Tom Sharpe op dit blog.

Uit: Puppenmord (Vertaald door Benjamin Schwarz)

“Wenn Henry Wilt den Hund zu einem Spaziergang ausführte, oder richtiger, wenn der Hund ihn ausführte, oder um genau zu sein, wenn Mrs. Wilt beiden sagte, sie sollten bloß sehen, dass sie aus dem Hause kämen, damit sie ihre Yogaübungen machen könne, schlug er stets denselben Weg ein.
Das heißt, der Hund folgte dem Weg, und Wilt folgte dem Hund. Sie gingen am Postamt vorbei, über den Spielplatz, unter der Eisenbahnbrücke durch und zum Fußweg am Fluss. Eine Meile am Fluss lang, dann wieder unter der Eisenbahn durch und durch Straßen zurück, in denen die Häuser größer als Wilts halbes Doppelhaus, die Bäume und Gärten riesig und alle Autos Rovers und Mercedesse waren.
Und hier verrichtete Clem, ein rassereiner Neufundländer mit Stammbaum, der sich in dieser Gegend offenbar heimischer fühlte, sein Geschäft, während Wilt dastand und sich ziemlich nervös umsah, weil er wusste, dass das nicht seine Gegend war, und er doch wollte, sie wäre es. Das war während des Spazierganges ungefähr das einzige Mal, dass er sich überhaupt seiner Umgebung bewusst wurde. Den ganzen übrigen Weg begaben sich seine Gedanken auf die Reise und schlugen Richtungen ein, die mit seinem Äußeren auf dem Weg überhaupt nichts zu tun hatten. Es war eine Reise voller Wunschträume, eine Pilgerfahrt auf den Spuren entfernter Möglichkeiten, wie zum Beispiel, dass Mrs. Wilt für immer verschwände, dass er plötzlich reich und mächtig wär, und was er täte, wenn er zum Erziehungsminister oder, besser noch, zum Premierminister ernannt würde.
Zum Teil setzte sich das aus einer Reihe verzweifelter Ausflüchte zusammen, zum Teil aus einem stummen Dialog, sodass jeder, dem Wilt aufgefallen wäre (aber den meisten fiel er nicht auf), hätte bemerken können, wie sich hin und wieder seine Lippen bewegten und sein Mund sich zu einem
Lächeln kräuselte, was er albernerweise für sardonisch hielt, während er Streitpunkte erörterte oder mit unglaublicher Schlagfertigkeit Gegenargumente parierte.“

 

 
Tom Sharpe (30 maart 1928 – 6 juni 2013)
Cover DVD

 

 

De Duitse dichter, schrijver en (radio)journalist Gert Heidenreich werd geboren op 30 maart 1944 in Eberswald. Zie ook alle tags voor Gert Heidenreich op dit blog.

Uit: Die vertriebene Zeit

“Jenen Augenblick werde ich nicht vergessen: Auf einer Reise durch die algerische Sahara stand ich eines Mittags weit ab von allen Pistenspuren und noch über hundert Kilometer von der großen Oasenstadt In Salah entfernt in einem kleinen Tal zwischen Dünen. Die Sonne senkrecht über mir, mein Schatten versammelt um meine Füße. Nichts als das leise Sirren der Hitze und das blendende Blau über den Graten der Sandberge. In der Erinnerung dehnt sich die Stille noch immer in mir aus und trägt mit sich das Gefühl, das ich damals hatte: Behütet zu sein und unbegrenzt Zeit zu haben. Zu stehen, zu schauen, wahrzunehmen, dass sich nichts ereignete. Es war die Erfahrung einer herrlichen Langeweile, und hier lange zu verweilen, war die Einladung der Wüste zur allmählichen Verfertigung meiner Gedanken.  
Wochen zuvor war ich aus unserer Ablenkungsgesellschaft aufgebrochen, und einige Wochen später kehrte ich wieder in sie zurück. Dass die Zeit in der Wüste langsamer vergeht, als in unseren Städten, in denen wir unaufhörlich von Angeboten zur Beschäftigung unserer Sinne umschrien werden, ist eine Erfahrung, die viele Menschen gemacht haben. Erstaunlich aber, dass sie auf den ersten Blick den Untersuchungen widerspricht, die in der Gehirnforschung angestellt wurden. Offenbar gibt es keine Zellen oder kein Areal in unserem Gehirn, wo die Zeit objektiv bestimmt wird. Vielmehr nehmen wir die Dauer eines messbaren Vorgangs je anders wahr, wenn wir uns während seines Verlaufs geistig mit ihm auseinandersetzen oder nicht: Je intensiver unser Denken dabei beschäftigt ist, um so länger erscheint uns der Vorgang. Je weniger er uns zu denken aufgibt, desto kürzer kommt dieselbe messbare Dauer uns vor. Hinzu kommt ein statistischer Faktor: die Zeitrelation. Ein Baby, das einen Tag alt ist und sechzig Minuten auf seine Mutter warten muss, wartet dabei etwa vier Prozent seines Lebens. Schon für einen Zehnjährigen beträgt die selbe Zeitspanne, bezogen auf sein Leben, nur noch ein Tausendstel Prozent. In der Lebensmitte spielt diese Rechnung kaum eine Rolle mehr, erst gegen Ende tritt eine neue Relation zum absehbaren Rest unserer Zeit ein. Man könnte solchen Untersuchungen zufolge annehmen, dass die Vielzahl von wechselnden Angeboten in den Straßen einer Stadt unser Denken kräftig anregt, darum die gefühlte, uns subjektiv zur Verfügung stehende Zeit verlängert – und im Gegenschluss, dass wegen der geringen Menge unterschiedlicher Eindrücke in der Wüste uns die Zeit rasch verfliegt.“

 

 
Gert Heidenreich (Eberswald, 30 maart 1944)

 

 

De Duitse schrijver en dichter Theo Breuer werd geboren op 30 maart 1956 in Zülpich. Zie ook alle tags voor Theo Breuer op dit blog.

Uit: Auf dem Teppich bleiben.Im BücherHerbst 2008

„30. September. Aus drei Manuskriptseiten sind am Ende neun geworden. Wer hätte das gedacht? Die spätsommerlichen Sonnentage haben sich indessen verabschiedet: »Schlechtwetterfront« las ich schmunzelnd im »Neubuch«. Was lese ich nun als nächstes?
Wenn der Postmann zweimal klingelt
Die Lust, gute Bücher zu lesen, um in diesen auf brillante Bilder, sensible Sätze und wesenhafte Wörter zu stoßen, die mich faszinieren, fesseln und verzücken, ist nicht nur ungebrochen, sie will weiterhin bedrohlich anschwellen. So, wie der Publikationsfluß im deutschen Sprachraum tagtäglich weiter anzuschwellen scheint. Die Veröffentlichungswut hat eine Dauerflutwelle von gigantischen Ausmaßen ausgelöst. Vor diesem Szenario erscheint es mir nicht überzogen, auch künftig wenigstens ein Buch (eine Literaturzeitschrift, ein Künstlerbuch o. ä.) pro Tag aus der Verpackung schälen zu wollen. Es gibt so viele schöne Dinge, denke ich nur an das weiße Schächtelchen von Patricia Collins, in dem ich vier zeitungs¬papier¬umwickelte Kiesel mit den Buchstaben P, O, E, M in einem Nest von Schnipseln fand. Ich habe die Kiesel eben wieder einmal in die Hand gelegt: mein Gedicht von heute.
Wehe, der Postbote hat nichts dabei. Meine Frau fürchtet diese glück¬licher¬weise einigermaßen seltenen Momente, in denen ich mit vollkommen leeren Händen und dem Gesichtsausdruck eines Orks ins Haus zurückkehre. Heute, am 10. Oktober verwöhnt mich die Post mit Christopher Eckers Roman »Madonna« (Mitteldeutscher Verlag, Halle 2007), Richard Doves »Am Fluß der Wohlgerüche« (Rimbaud, Aachen 2008) und dem Reader »Brinkmann. Schnitte im Atemschutz« (edition text + kritik, München 2008). Ich möchte über alle drei Bücher gleichzeitig herfallen. Nun ja, ich entscheide mich, alles andere einfach mal unterbrechend, und lese Richard Doves Gedichte in einem Rutsch mit weit aufgerissenen Augen und bin nach dieser lyrischen Weltreise ans andere Ende des nicht immer nur blauen Planeten ziemlich hinter Atem. Die Blitze zucken, Fluggäste stöhnen, / die Nacht lacht respektlos.”

 

 
Theo Breuer (Zülpich, 30 maart 1956)

 

 

De Duitse dichteres Luise Hensel werd geboren op 30 maart 1798 in Linum nabij Fehrbellin (Brandenburg). Zie ook alle tags voor Luise Hensel op dit blog.

 

Entschluß

Nach dir nur will ich trachten,
Mein Heiland, Jesus Christ!
Will kühn die Welt verachten,
Die deine Feindin ist,
Hinweg die Augen wenden
Von ihrem Zauberlicht;
Ihr Feuer kann nur blenden,
Erleuchten kann es nicht.

Oft will es mich gelüsten,
Die Falsche ganz zu fliehn,
In Wälder und in Wüsten
Mit dir allein zu ziehn;
Denn ich will dein mich freuen
In echter Innigkeit,
Muß ich ihr Treiben scheuen,
Das immer mich zerstreut.

Du, Jesus, meine Sonne,
Mein Leben, meine Welt.
Du meines Herzens Wonne,
O, sei mir treu gesellt!
Dir sei es hingegeben,
Der ganzen Erde tot,
Du meines Lebens Leben,
Du, meiner Seele Brot!

 

 
Luise Hensel (30 maart 1798 – 18 december 1878)
Cover

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 30e maart ook mijn blog van 30 maart 2014 deel 2 en eveneens deel 3.

Zie voor bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 30 maart 2007 en ook mijn blog van 30 maart 2008 en eveneens mijn blog van 30 maart 2009.

 

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