20-03-18

David Malouf, Katharina Hartwell, Ricus van de Coevering, Roman Libbertz, Jens Petersen, Benoît Duteurtre, Friedrich Hölderlin, Ralph Giordano, Henrik Johan Ibsen

 

De Australische schrijver David Malouf werd geboren op 20 maart 1934 in Brisbane. Zie alle tags voor David Malouf op dit blog.

Uit: Ransom

„He was five then, six. She was his secret. He floated in the long soft swirlings of her hair.
But she had warned him from the beginning that she would not always be with him. She had given him up. That was the hard condition of his being and of all commerce between them. One day when he put his foot down on the earth he knew at once that something was different. A gift he had taken as natural to him, the play of a dual self that had allowed him, in a moment, to slip out of his hard boyish nature and become eel-like, fluid, weightless, without substance in his mother's arms, had been withdrawn. From now on she would be no more than a faint far-off echo to his senses, an underwater humming.
He had grieved. But silently, never permitting himself to betray to others what he felt.
Somewhere in the depths of sleep his spirit had made a crossing and not come back, or it had been snatched up and transformed. When he bent and chose a stone for his slingshot it had a new weight in his hand, and the sling had a different tension. He was his father's son and mortal. He had entered the rough world of men, where a man's acts follow him wherever he goes in the form of story. A world of pain, loss, dependency, bursts of violence and elation; of fatality and fatal contradictions, breathless leaps into the unknown; at last of death-a hero's death out there in full sunlight under the gaze of gods and men, for which the hardened self, the hardened body, had daily to be exercised and prepared.
A breeze touches his brow. Far out where the gulf deepens, small waves kick up, gather, then collapse, and new ones replace them; and this, even as he watches, repeats itself, and will do endlessly whether he is here or not to observe it: that is what he sees. In the long vista of time he might already be gone. It is time, not space, he is staring into.
For nine years winter and summer they have been cooped up here on the beach, all the vast horde of them, Greeks of every clan and kingdom, from Argos and Sparta and Boeotia, from Euboea, Crete, Ithaca, Cos and the other islands, or like himself and his men, his Myrmidons, from Phthia. Days, years, season after season; an endless interim of keeping your weapons in good trim and your keener self taut as a bowstring through long stretches of idleness, of restless, patient waiting, and shameful quarrels and unmanly bragging and talk.”

 

 
David Malouf (Brisbane, 20 maart 1934)


 

De Duitse schrijfster Katharina Hartwell werd geboren op 20 maart 1984 in Keulen. Zie ook alle tags voor Katharina Hartwell op dit blog.

Uit: Im Eisluftballon

„Ich habe überhaupt erst einmal einen echten Grashüpfer gese-hen. Den Rest der Zeit stelle ich sie mir bloß vor. Das eine Mal, als ich einen Grashüpfer gesehen habe, da waren wir bei Sarahs Eltern zu Besuch. Oder eher bei Sarahs Mutter. Zwar waren wir losgegangen, Sarahs Eltern zu besuchen, doch als wir ankamen, war nur noch Sarahs Mutter da und Sarahs Vater tot, und darum weinte die Mutter und hielt sich ein durchgeweichtes Taschen-tuch vors Gesicht, und ich wollte ihr ein unbenutztes geben, aber die Mutter sagte: Nein, lass das. Und: Lieber nicht. Sarah saß bloß in der Ecke und sagte nichts, aber das fiel nicht weiter auf; denn ihre Mutter sprach die ganze Zeit und wollte uns die Geschichte von dem Unfall erzählen, nur konnten wir sie nicht verstehen und uns keinen Reim machen auf das, was sie da erzählte oder erzählen wollte. Sie sagte dann immer wieder etwas vor sich hin, was ich zuerst auch nicht verstand, dann aber doch: Das gibt's nicht, dass so etwas passiert, sagte sie. Das gibt es doch nicht, dass jetzt alles so ist. Wir saßen alle im Garten und hörten genau zu, und die Mut-ter hatte wohl gehofft, dass ich etwas Nettes zu Sarah sagen würde oder mit ihr Federball spielen ginge. Das funktionierte allerdings nicht, weil ich mich überhaupt nicht konzentrieren konnte. Hinter Sarah nämlich saß dieser Grashüpfer. Bisher hat-te ich noch nie über Grashüpfer nachgedacht und wie sie einem überall auflauern und einen so plötzlich anspringen können. Aber dann saß er da, auf der Lehne ihres Stuhls, und schaute uns alle so böse an. Seine Augen waren dunkel gesprenkelt und fast so groß wie der Kopf, und der Körper von ätzendem, grellem Grün.“

 

 
Katharina Hartwell (Keulen, 20 maart 1984)
Keulen

 

 

De Nederlandse schrijver Ricus van de Coevering werd op 20 maart 1974 in Asten geboren. Zie ook alle tags voor Ricus van de Coevering op dit blog.

Uit: Sneeuweieren 

“Ze staat in haar pyjama voor het raam en wiegt Mozes terwijl ze een slaapliedje voor hem zingt: ‘Kleertjes uit, pyjamaatje aan. De hoogste tijd om naar bed te gaan. Kijk eens op de klok, alle kippetjes zijn al op stok. Ja, we moeten nu slapen gaan... Kleertjes uit, pyjamaatje aan.’
Boven de stokrozen ziet ze een paarse wolkenlucht gloren. Nog even en de zon zal opkomen, net als zes maanden geleden, toen ze in het ziekenhuis aan Davids bed stond. Ze stopt met zingen en mompelt: ‘Varkens...’
Volgende week zal ze Harm weer zien. De gevangenis is een uur reizen en ze ziet er steeds meer tegenop. Ze moet eerst op de fiets naar Ampel en dan met de avondbus naar Hovenbosch. Altijd komt ze voorbij het klooster met de kleine kerk. Gisteravond op de terugweg, nadat Harm zijn toekomstplannen uiteen had gezet, heeft ze de buschauffeur gevraagd of hij wilde stoppen en is ze het binnenplein op gewandeld. In de hoogte waren alle nissen duister, maar door de muren hoorde ze een koor zingen.
‘Ich freue mich auf meinem Tod...’ zong ze zachtjes mee.
De deur was gesloten maar toen ze duwde, draaide hij toch open. De marmeren vloer glansde en haar voetstappen weergalmden. Aan het einde van de gang zag ze een deur openstaan naar de tuin. Ze liep ernaartoe. Buiten glinsterde een grote vijver. Een non in zwart habijt zat te vissen. Olga vroeg: ‘Is het klooster gesloten?’
De non keek opzij. Haar ogen werden groter en zachter toen ze Olga zag. Ze zei: ‘We zijn helaas gesloten ja. Het is al laat.’
‘Ik dacht anders dat ik hoorde zingen.’
‘Engelen zeker.’
De draad aan de hengel werd gespannen en de non haalde een spartelende goudvis op; de schubben glansden. Ze liet de vis in een emmer water glijden.
‘Ik ben op zoek naar een koor om in te zingen,’ legde Olga uit.
‘Aha.’ Op haar gezicht, strak en bleek als was, verscheen een glimlach. ‘Dat komt goed uit. Elke woensdag en zaterdag oefenen we hier de eredienst.’

 

 
Ricus van de Coevering (Asten, 20 maart, 1974)

 

 

De Duitse dichter, schrijver en schilder Roman Libbertz werd geboren op 20 maart 1977 in München. Zie ook alle tags voor Roman Libbertz op dit blog.

Uit: Lieben lassen (Samen met Ariane Sommer)

„Als ich mein Gesicht im Spiegel betrachte, sehe ich plötzlich einen dunklen Schatten neben mir und zucke zusammen. Erst jetzt erkenne ich sein bärtiges Gesicht. Es ist Obi-Wan Kenobi, der weißhaarige Jedi-Ritter aus dem Science-Fiction-Märchen Star Wars mit seinem beigen Leinengewand und der braunen Kutte. Er ist einfach aufgetaucht. Aus dem Nichts. Das geht schon seit Jahren so.
»So sehen wir uns wieder, Tom«, sagt er.
»Was willst du hier? Ich kann jetzt nicht. Ich habe tausend Sachen im Kopf. Ich muss mich konzentrieren. Ich muss was liefern. «
»Du bist wie dein Vater.«
»Du weißt, dass mein Vater tot ist.«
»Ich weiß, mein Junge, aber sag mir, womit hast du die Zeit verschwendet? Zeit ist so ein kostbares Gut.«
»So ein Mädchen vorgestern.«
»Bewegte es dich?«
»Natürlich nicht. Du bist mir gerade keine Hilfe. Ich muss verdammt noch mal nachdenken.«
»Du brauchst nicht mehr zu denken. Es liegt bereits vor dir.«
Wie erschienen, so verschwindet Ben Kenobi wieder. Auch das macht er immer so.
Okay, erster Versuch: LaMain produziert Mode für Teenager. Ich bin schon lange kein Jugendlicher mehr. LaMain, das muss sein!Nein, oh Gott!
Zweiter Versuch: LaMain, da pass ich rein. Nein, zu unsexy!
Dritter Versuch: Ich denke an die achtzehnjährige Gaby von vorletzter Nacht. Wenige Worte, ein Nicken, der Champagner brachte sie in Stimmung. Ich machte ihr Komplimente, ihre Finger spielten mit meinem Yazbukey-Ring, und das weiße Top betonte ihre silikonisierten Brüste. Ich zwang ihr einen weiteren Drink auf, und noch einen."

 

 
Roman Libbertz (München, 20 maart 1977)

 

 

De Duitse schrijver en arts Jens Petersen werd geboren op 20 maart 1976 in Pinneberg. Zie alle tags voor Jens Petersen op dit blog.

Uit: Keiner mehr da

„Wenn ich am Wochenende meine Großtanten besuchte, gab es kleine Geschenke.
Anna mit dem perfekten Dutt drückte mir meist ein Fünfmarkstück in die Hand, das wegen der Infektionsgefahr in Aluminiumfolie eingewickelt war. Dabei zwinkerte sie mir verschwörerisch zu, sodass ich jedes Mal erneut an schlechtem Gewissen erkrankte; egal was ich kaufte, Salzlakritze, Gummibärchen oder türkischen Honig, es schmeckte, als hätte ich die arme Frau dafür um ihre spärliche Rente betrogen.
Annas Mann Karl, den alle Kuddel nannten, sah sich als freier Künstler. Als nach dem Zweiten Weltkrieg niemand seine Bilder kaufen wollte, vergoldete er hölzerne Buchstaben und schmückte damit die Gebäude der wieder aufgebauten Hamburger Innenstadt. Er galt als großer Geizhals, erzählte stundenlang von Bismarck, in seinem Mund wuchs eine eitrige Geschwulst, aber er ging nicht zum Arzt, weil er die Behandlungskosten scheute, obwohl er krankenversichert war.
Die beiden wohnten in einem großen Haus am Fluss, das innen grün war wie die Jäger und braun wie die Nazis; sogar der Toilettendeckel im Gästeklo war mit grünem Stoff überzogen, und überall roch es nach Verwesung, ein Eindruck, der intensiver wurde, je näher man Kuddels Geschwulst kam. Das private Badezimmer war ihr Heiligtum, niemand durfte es sehen oder betreten, ich vermutete dort irgendwelche Schweinereien, aber mit meinen damals sieben Jahren hatte ich noch keine konkrete Vorstellung.
Eines Tages ließ sich Anna auf der hölzernen Bank am Fluss die Haare trocknen, als ihr Herz versagte. Sie lächelte noch einmal hinauf zur Sonne und fiel dann ins Gras.
Bevor Kuddel ihr folgte, wurde er mehrere Wochen lang von den stämmigen Frauen der Arbeiterwohlfahrt umsorgt; sie badeten ihn, reinigten sein Gebiss, salbten seinen faltigen Po, quirlten sein Mittagessen zu Brei und fütterten ihn mit silbernen Jugendstil-Löffeln, die er bis zu Annas Tod unter irgendeinem Sofa versteckt hatte."

 


Jens Petersen (Pinneberg, 20 maart 1976)

 

 

De Franse schrijver Benoît Duteurtre werd geboren op 20 maart 1960 in Saint-Adresse nabij le Havre. Zie alle tags voor Benoît Duteurtre op dit blog.

Uit: La mort de Fernand Ochsé

“C’est devant une armoire normande, chez mes grands-parents, que se sont précisés mes goûts musicaux. Cet imposant meuble en chêne, sur le palier du second étage, était plein de disques 33 tours des années 1950. Plus personne ne les écoutait depuis que la stéréo naissante avait relégué ces lourdes galettes au rayon des antiquités. Après les repas de famille, j’allais seul fouiller parmi ces trésors qui nourrissaient ma curiosité artistique et que j’emportais par sacs entiers. J’avais quatorze ou quinze ans et mon goût s’était fixé d’abord sur les grands musiciens modernes qu’écoutait mon aïeul : Debussy, Stravinski, Ravel… puis sur d’autres, plus proches encore, dont les œuvres m’avaient enchanté : les Saudades du Brésil de Darius Milhaud, dirigées à l’orchestre par le compositeur ; le Concerto pour trompette d’André Jolivet joué par Roger Delmotte ; La Nativité d’Olivier Messiaen en deux disques 25 cm, enregistrés sur les grandes orgues de la Trinité ; les Litanies à la Vierge noire de Francis Poulenc gravées par la maîtrise de la Radiodiffusion française.
Ces compositeurs qui posaient sur les pochettes avaient l’air d’hommes modernes et non d’inaccessibles génies aux chevelures romantiques, soulevées par l’inspiration. L’histoire de la musique m’apparaissait ici comme une aventure proche et familière. L’un de ces disques, spécialement, m’avait saisi par ses airs doucement mélancoliques et ses rythmes de valses. Ce 33 tours Pathé s’intitulait « Hommage à André Messager » – dont le nom m’était déjà apparu au fil des lectures. J’avais en effet une passion pour Debussy et ce même Messager, chef d’orchestre illustre, avait dirigé la création de son opéra Pelléas et Mélisande… ce qui ne l’empêchait pas de composer pour le plaisir des opérettes intitulées Monsieur Baucaire ou Véronique, restée dans les mémoires par son duo « Poussez, poussez l’escarpolette... » Ainsi tout semblait se tenir : la grande musique et la petite, l’art moderne et la chansonnette. Tout cela avait grandi dans un même creuset, n’en déplaise aux ricaneurs qui se croyaient obligés de pouffer à la simple évocation du terme « opérette ».
Ce réflexe prédominait jusque dans ma propre famille que je retrouvais au salon pour le café. Sur un téléviseur passait Discorama, présenté par Denise Glaser qui recevait des chanteurs à textes et ponctuait ses interviews de longs silences comme pour leur donner plus de profondeur. L’heure était au sérieux, pas à la badinerie. Les accordéonistes qui jouaient encore dans les programmes de variétés, le visage figé dans un sourire béat, nous semblaient particulièrement ridicules."

 

 
Benoît Duteurtre (Saint-Adresse, 20 maart 1960)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Johann Christian Friedrich Hölderlin werd geboren op 20 maart 1770 in Lauffen am Neckar in het Hertogdom Württemberg. Zie ook alle tags voor Friedrich Hölderlin op dit blog

Uit: Hyperion

„Auf dieser Höhe steh ich oft, mein Bellarmin! Aber ein Moment des Besinnens wirft mich herab. Ich denke nach und finde mich, wie ich zuvor war, allein, mit allen Schmerzen der Sterblichkeit, und meines Herzens Asyl, die ewigeinige Welt, ist hin; die Natur verschließt die Arme, und ich stehe, wie ein Fremdling, vor ihr, und verstehe sie nicht.
Ach! wär ich nie in eure Schulen gegangen. Die Wissenschaft, der ich in den Schacht hinunter folgte, von der ich, jugendlich töricht, die Bestätigung meiner reinen Freude erwartete, die hat mir alles verdorben.
Ich bin bei euch so recht vernünftig geworden, habe gründlich mich unterscheiden gelernt von dem, was mich umgibt, bin nun vereinzelt in der schönen Welt, bin so ausgeworfen aus dem Garten der Natur, wo ich wuchs und blühte, und vertrockne an der Mittagssonne.
O ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt, und wenn die Begeisterung hin ist, steht er da, wie ein mißratener Sohn, den der Vater aus dem Hause stieß, und betrachtet die ärmlichen Pfennige, die ihm das Mitleid auf den Weg gab
***

Ich danke dir, daß du mich bittest, dir von mir zu erzählen, daß du die vorigen Zeiten mir ins Gedächtnis bringst.
Das trieb mich auch nach Griechenland zurück, daß ich den Spielen meiner Jugend näher leben wollte.
Wie der Arbeiter in den erquickenden Schlaf, sinkt oft mein angefochtenes Wesen in die Arme der unschuldigen Vergangenheit.
Ruhe der Kindheit! himmlische Ruhe! wie oft steh ich stille vor dir in liebender Betrachtung, und möchte dich denken! Aber wir haben ja nur Begriffe von dem, was einmal schlecht gewesen und wieder gut gemacht ist; von Kindheit, Unschuld haben wir keine Begriffe.
Da ich noch ein stilles Kind war und von dem allem, was uns umgibt, nichts wußte, war ich da nicht mehr, als jetzt, nach all den Mühen des Herzens und all dem Sinnen und Ringen?
Ja! ein göttlich Wesen ist das Kind, solang es nicht in die Chamäleonsfarbe der Menschen getaucht ist.“

 

 
Friedrich Hölderlin (20 maart 1770 – 7 juni 1843)
Cover

 

 

De Duitse schrijver en journalist Ralph Giordano werd op 20 maart 1923 in Hamburg geboren. Zie ook alle tags voor Ralph Giordano op dit blog.

Uit: Mein Leben ist so sündhaft lang

„20. März 2009, Köln Vormittags im Verlag Kiepenheuer & Witsch. Gespräche über die nächsten Pläne: ein Tagebuch; heute beginnend über exakt ein Jahr hin, Erscheinungstermin: Herbst 2010; danach eine Auswahl meiner Reden, Vorträge, Lesungen der letzten zehn Jahre, Herbst 2011; schließlich das Thema, das immer offener zum Problem Nr. 1 der deutschen Innenpolitik wird, »Migration und Integration - Allah auf leisen Sohlen«, Herbst 2013. Meine Großmutter mütterlicherseits hat, mir noch im Ohr, einmal gesagt: »Der Junge hat was Tollkühnes an sich.« Wie wahr! Würde die Verwirklichung dieser Pläne doch nichts anderes bedeuten, als mich noch als Neunzigjährigen über die Frankfurter Buchmesse humpeln zu sehen ... Der Verlag ist übrigens umgezogen - vom Stadtteil Marienburg in die City. Dagegen ist nichts einzuwenden - die neuen Räume sind licht, man kann ausschreiten und stolpert nicht mehr in engen Zimmern und schmalen Huren über aufgetürmte Büchergebirge, ganz abgesehen vom Anblick auf den geradezu imperialen Hauptbahnhof. Dennoch ist der Ortswechsel für mich nur schwer zu verwinden. Brauchte ich doch über Jahrzehnte hin nur kurze Zeit, um vom Wohnpark Bayenthal durch das Nobelviertel und einen gepflegten Park zum denkmalgeschützten Haus Rondorfer Straße 5 zu gelangen: zehn Minuten zu Fuß, fünf per Rad, dieselbe Postleitzahl: 50968 Köln. Damit ist es nun vorbei. Wie mit den guten Vorsätzen - kein neues Buch mehr, zwanzig genügen. Aber die Welt dreht sich weiter, und ich kann nicht leben, ohne zu schreiben. Also das laufende Jahr unerschrocken unter das Mikroskop meiner späten Tage gelegt. Heute bin ich übrigens sechsundachtzig geworden. 21. März 2009, Köln Das erste, was ich nach dem Erwachen tue: Ich nehme Knuffi-Kirschauge in die Anne, drücke ihm einen Kuß auf die schwarze Nase und bin sprachlos, so inniglich schaut er mich an. Dabei sind seine Augen aus Glas, handelt es sich doch um einen Stoffwelpen, den mir ein alter Freund aus Bremen rechtzeitig zum gestrigen Tag geschenkt hat. Und das in Kenntnis meines lebenslangen, aber bis dato unerfüllt gebliebenen Wunsches nach einem Labrador mit hellem Fell. Rastlosigkeit und Arbeitswut ließen ihn schlicht nicht zu.“

 

 
Ralph Giordano (20 maart 1923 – 10 december 2014)

 

 

De Noorse toneelschrijver en dichter Henrik Johan Ibsen werd geboren op 20 maart 1828 in Skien. Zie ook alle tags voor Henrik Ibsen op dit blog.

Uit: Hedda Gabler

„FRÄULEIN TESMAN bleibt innerhalb der Tür stehen, horcht und sagt mit gedämpfter Stimme: Aber nein –! Ich glaube wirklich, sie sind noch nicht auf den Beinen!
BERTE gleichfalls mit gedämpfter Stimme. Das habe ich doch gesagt, Fräulein. Denken Sie doch bloß, wie spät in der Nacht das Dampfschiff angekommen ist! Und dann nachher! Herrjeh, – was die junge Frau nicht alles noch auszupacken hatte, bis sie zu Bett kam!
FRÄULEIN TESMAN. Ja, ja – mögen sie sich nur recht ausschlafen! Aber frische Morgenluft, die sollen sie im Zimmer haben, wenn sie kommen. Sie geht zur Glastür und macht sie weit auf.
BERTE am Tisch, ratlos, mit dem Bukett in der Hand. Wahrhaftigen Gott ja, – ob hier wohl noch ein anständiger Platz ist! – Ich meine, ich setz' es dahin, Fräulein! Stellt das Bukett aufs Piano.
FRÄULEIN TESMAN. Na, jetzt hast Du also eine neue Herrschaft, meine liebe Berte. Der Himmel weiß, wie furchtbar schwer es mir geworden ist, mich von Dir zu trennen.
BERTEweinerlich. Und mir erst, Fräulein! Was soll ich erst sagen? Ich habe doch nun schon so manches liebe Jahr in der Fräuleins Lohn und Brod gestanden.
FRÄULEIN TESMAN. Wir müssen uns drein schicken, Berte. Es bleibt uns weiß Gott nichts anderes übrig. Sieh mal, Jörgen muß Dich in der Wirtschaft haben. Er muß. Von Kindesbeinen an war er ja doch gewöhnt, daß Du für ihn sorgst.
BERTE. Ja Fräulein, aber die kommt mir doch gar nicht aus dem Sinn, die zu Hause liegt. Die Arme, die so ganz hilflos ist! Und nun gar das neue Mädchen! In ihrem ganzen Leben lernt die nicht, es der Kranken recht zu machen.
FRÄULEIN TESMAN Ach, ich werde sie schon noch dazu anlernen. Und die Hauptsache nehme ich selbst auf mich, verstehst Du. Wegen meiner armen Schwester, da brauchst Du Dir keine Sorge zu machen, meine liebe Berte.
BERTE. Ja, aber es ist auch noch etwas andres, Fräulein. Ich bin nämlich ordentlich bange, ich mache es der jungen Frau nicht recht.
FRÄULEIN TESMAN. Na, lieber Gott, – im Anfang kann vielleicht wohl dies oder das –
BERTE. Ach, die ist gewiß sehr heiklich.“

 

 
Henrik Johan Ibsen (20 maart 1828 – 23 mei 1906)
Scene uit een opvoering in Londen met Eve Best als Hedda en Benedict Cumberbatch als Georg, 2005

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 20e maart ook mijn blog van 20 maart 2016 deel 1 en eveneens deel 2 en ook deel 3.

Zie voor bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 20 maart 2007 en ook mijn blog van 20 maart 2008 en eveneens mijn blog van 20 maart 2009.

 

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