21-01-18

Am dritten Sonntage nach Heilige Drei Könige (Annette von Droste-Hülshoff)

 


Christus geneest een melaatse door Jean-Marie Melchior Doze, 1864

 

 

Am dritten Sonntage nach Heilige Drei Könige
Ev.: Vom Aussätzigen und Hauptmann.

»Geh hin und dir gescheh' wie du geglaubt!«
Ja, wer da glaubt, dem wird sein Heil geschehen;
Was aber ihm, dem in verborgnen Wehen
Das Leben hat sein Heiliges geraubt?

Herr, sprich ein Wort, so wird dein Knecht gesund!
Herr, sprich das Wort, ich kann ja nichts als wollen;
Die Liebe kann das Herz dir freudig zollen,
Der Glaube wird ja nur als Gnade kund!

Wie kömmt es, da ich dich am Abend rief,
Da ich am Morgen ausging dich zu finden,
Daß du in Lauheit und des Zweifels Sünden
Mich sinken ließest, tiefer stets und rief.

Ist nicht mein Ruf in meiner höchsten Not
Zu dir empor geschollen aus der Tiefe?
Und war es nicht, als ob ich Felsen riefe,
Indes mein Auge stets von Tränen rot?

Verzeih, o Herr, was die Bedrängnis spricht,
Ich habe dich doch oft und süß empfunden,
Ich war ja eins mit dir zu ganzen Stunden,
Und in der Not gedacht' ich dessen nicht!

Und ist mir nun, als sei ich ganz allein
Von deinem weiten Gnadenmahl verloren,
Der ausgesperrte Bettler vor den Toren:
O Gott! die Schuld ist doch gewißlich mein!

Fühlt' ich in Demut, wie ich nimmer wert,
Daß ich dein Wort in meinem Geist empfangen,
Daß meine Seufzer an dein Ohr gelangen,
Daß meine Seele dich erkennt und ehrt?

Mein Herr, gedenke meiner Sünden nicht,
Wie oft hab' ich auf selbstgewähltem Pfade
Geschrien im Dunkel, Gott, um deine Gnade,
Wie um ein Recht, und wie um eine Pflicht!

O hätt' ich ihre Gaben nicht versäumt!
Hätt' ich sie nicht zertreten, und verachtet!
Ich stände nicht so grauenvoll umnachtet,
Daß das entflohne Licht mir wie geträumt!

Wie oft ist nicht, noch eh die Tat geschah,
Die als Gedanke lüstern mich umflogen,
In milder Warnung still vorbeigezogen
Dein Name mir, dein Bild auf Golgatha!

Und wenn ich nun mich frevelnd abgewandt,
Die Sünde die ich klar erkannt begangen,
Wie hast du dann in reuigem Verlangen
Nicht oft in meiner Seele nachgebrannt!

Ach, viel und schwere Sünden übt' ich schon,
Noch mehr der Fehle, klein in ihren Namen,
Doch groß in der Verderbnis tiefstem Samen,
Taub für des jammernden Gewissens Ton.

Nun ist mir endlich alles Licht dahin!
Und öfters deine Stimme ganz verschollen,
Doch wirf mich, o du siehst ich kann noch wollen,
Nicht zu den Toten weil ich lebend bin!

Mein Jesu, sieh, ich bin zu Tode wund,
Und kann in der Zerrüttung nicht gesunden,
Mein Jesu, denk an deine bittern Wunden,
Und sprich ein Wort, so wird dein Knecht gesund!

 

 
Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)
De kapel van Burg Hülshoff, de geboorteplaats van Annette von Droste-Hülshoff

 

 

Zie voor de schrijvers van de 21e januari ook mijn vorige blog van vandaag.

 

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Louis Menand, Ludwig Thoma, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Egon Friedell, Joseph Méry, Roderich Benedix

 

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook alle tags voor Louis Menand op dit blog.

Uit: What It Is Like to Like. Art and taste in the age of the Internet

“The subject of Tom Vanderbilt’s “You May Also Like” (Knopf) is taste, the term he uses for whatever it is that guides our preference for chocolate over vanilla, taupe over beige, “The Bourne Supremacy ” over “The Bourne Ultimatum,” and Artur Schnabel and Joseph Szigeti’s recording of Beethoven’s tenth violin sonata over Vladimir Ashkenazy and Itzhak Perlman’s rendering of the same work. Vanderbilt’s widely admired previous book, “Traffic,” examined a dangerous and complex activity that people pay about as much attention to while they’re doing it as they do to washing the dishes: driving a car. Making sense of driving was tough. Not nearly as tough, however, as taste.
Vanderbilt’s premise is: “We are strangers to our tastes.” He doesn’t mean that we don’t really like what we say we like. He means that we don’t know why. Our intuition that tastes are intuitive, that they are just “our tastes,” and spring from our own personal genome, has been disproved repeatedly by psychologists and market researchers. But where tastes do come from is extremely difficult to pin down. Taste is not congenital: we don’t inherit it. And it’s not consistent. We come to like things we thought we hated (or actually did hate), and we are very poor predictors of what we are likely to like in the future.
We have trouble articulating the reasons that we prefer the Schnabel to the Ashkenazy, or decide on the locally foraged fresh spring porcini mushrooms with roasted Sebastopol peaches, almonds, and crispy tempura—no, wait!, I’ll have the gâteau of Hudson Valley Moulard duck foie gras with roasted Chioggia beets, Brooks cherries, and Sicilian pistachios served with toasted brioche (thirty-dollar supplement). Just don’t ask me why.
Maybe “toasted” trumped “foraged.” Likes and dislikes can be triggered by random associations and can form in a split second. We make choices before we’ve had time to weigh the options. Vanderbilt tells us that the median amount of time spent looking at a work of art at the Met is seventeen seconds. Shopping for clothes, we say, “Oh, I love that!” before we have the first coherent idea about what it is that makes us love it.”

 

 
Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)
Bij de uitreiking van de National Humanities Medal door president Obama in 2015

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Anna Basener

 

Onafhankelijk van geboortedata

De Duitse schrijfster Anna Basener werd in 1983 in Essen geboren. Basener studeerde cultuurwetenschappen en esthetiek aan de Universiteit van Hildesheim. Het collegegeld verdiende zij met het schrijven van stuiverromans voor de Bastei Verlag. In 2010 verscheen met haar “Heftromane schreiben und veröffentlichen” het eerste boek over het schrijven van stuiverromans. Zij publiceerde zelf onder verschillende pseudoniemen, maar vooral omdat Catharina Chrysander verschillende stuiverromans in het genre adel en “Heimat”, en romantasy en sexwesterns. Tegenwoordig schrijft ze erotische e-books, thrillers en historische romans onder pseudoniem en in toenemende mate publiceert zij onder haar eigen naam. Haar e-book “Fürstenschund” bereikte plaats 1 op de Kindle bestseller lijst. Naast essays voor vice.de en het tijdschrift Business Punk schrijft ze ook een column over de zoektocht naar de perfecte werkplek. Haar korte verhaal “Herz aus Milch” was een van de beste van de MDR literatuur wedstrijd in 2015 en is verschenen in de bloemlezing “Schnee im August. In 2017 verscheen haar debuutroman “Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“, waarvan al voor verschijnen de filmrechten verkocht waren.

Uit:Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

“Putzen. Nicht gerade Ommas Berufung. Nur weil sie gut darin ist, heißt das nicht, dass jedes feuchte Durchwischen von Herzen kommt. Sie will es halt sauber haben, hat ei-nen gewissen Anspruch und eine unerschöpfliche Menge an Reinigungsbenzin. »So ein Hotel muss schließlich was hermachen«, hat die Omma oft gesagt, den Staubwedel untern Arm geklemmt und noch einen Samtkragen gekippt. So war das an Karneval. Und an Ostern. Und selbstverständlich am Ersten Mai, und das ging dann immer so weiter durch das ganze Jahr, das kann man sich ja vorstellen. Genau genommen war das damals natürlich gar kein Hotel, sondern ein Puff. Aber das machte die Arbeit nur anspruchsvoller. »Eine einzige Komplexät mit die Damen und die Her-ren und das Geld.« Die Omma hatte so manche Weisheit parat. Sie war stolz auf dreckfreie Flächen und hatte für jeden Kleckser ein bis drei Lösungen. Aber ihr ging es immer um mehr, aufs Putzen ließ sich die Omma nie reduzieren. Immerhin war sie ja vor allem Wirtschafterin - und zwar eine flotte. Sie hatte zum Beispiel recht schnell ne Dauerwelle, noch vor den Damen im d'Amour. Natürlich war sie auch eine der Letzten, die noch Dauerwelle hatte, als die Welle längst vorüber war, aber so ist das mit der Omma nun mal. Bei der Arbeit gab's den Kittel über ihre Versandhaus-Shirts und die langen Ladyzigaretten im Mundwinkel. Sie raucht Eve, damals wie heute. Die haben so eine Blumen-borte am Ende des Filters, und die Plastikfingernägel von der Omma sind selbstverständlich immer in einer der vier Farben lackiert, die in der Blumenborte vorkommen. Rauchen kann tödlich sein - und wenn schon. Das Leben kann tödlich sein, und davon kann die Omma aber mal ein Liedchen singen. Sie hat eine tiefe Stimme, und wenn sie besoffen ist, dann stiert sie mit Schlafzimmerblick auf die Tischplatte, stemmt ihren Ellbogen auf und singt Dolly-Parton-Songs, während Eve in ihren Fingern zu Asche wird. Aber zurück zum Hotel, zurück zum Anfang. Die Omina war natürlich ein heißer junger Feger mit bunten Plastiknägeln, und sie hatte die Damen im Griff. Schon vor 1960, als alles anfing, hatte die alles im Griff. Wenn der Herbert nicht weiterwusste, dann hat er die Omma gefragt. Gut, er hat sie angebrüllt, und sie hat ihn ignoriert, aber das hat am Ende meistens geholfen. Wenn die Damen nicht weiterwussten, haben sie die Omma gefragt. Denn dem Herbert ist manchmal die Hand ausgerutscht, und da brauchte es einfach jemanden, der zurückschlägt. Da flogen dann die Ohrfeigen hin und her, dank der Omma war das keine Einbahnstraße. Wenn sie selbst nicht weiter-wusste, dann ... Nein, eigentlich wusste sie immer weiter.“

 

 
Anna Basener (Essen, 1983)

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Rudy Dek

 

Onafhankelijk van geboortedata

De Nederlandse schrijver, journalist en taaltrainer Rudy Dek werd geboren in Rotterdam in 1956. Zijn eerste roman “Het duizendste front” verscheen in 1993. Hoofdthema's van het boek zijn collaboratie en verzet tijdens WO II. De in Veenendaal woonachtige Dek werd vooral bekend vanwege zijn thrillers die zich in Nijmegen afspelen tijdens de jaarlijkse Vierdaagse. De eerste hiervan, getiteld “De dood of de gladiolen”, verscheen in 2008. In 2009 verscheen een tweede zogenaamde 4-daagse thriller, getiteld “Vrijdagmoorden”. In dit boek worden zakkenrollers, een verdwenen G4S- geldtransport, moorden op mensen uit de Quote 500 en de mishandeling van een buschauffeur behandeld tegen de achtergrond van de Nijmeegse Vierdaagse. De derde 4-daagse thriller, “Het verdriet van de Vierdaagse” geheten, verscheen in 2010 en de vierde “Dood van een marsleider in 2011. In 2012 volgde "De goudenkruisdragers". In 2016 zijn er twee boeken verschenen. “Oorlogspad" is het nieuwste en het 9e deel uit de serie 4-daagse thrillers. Ter gelegenheid van de 100e Nijmeegse Vierdaagse werd het eerste exemplaar uitgereikt aan marsleider Johan Willemstein.

Uit: De Goudenkruisdragers

“Vlak bij de grens met Duitsland, een stukje buiten Millingen, daar waar de lucht, het water en de grond nog een geheel vormen, had professor Bernard Werner drie jaar geleden op een solitaire wandeling een verlaten molen aangetroffen. Het bouwwerk rees uit boven zijn omgeving, wat Werner deed denken aan zichzelf. Maar ook de machinerie, dat eeuwenoude karakter, dat ben ik. Er was wel wat werk aan de molen, vertelde de eigenaar, een man die sinds de dood van zijn vrouw niet langer eenzaam wilde wonen en daarom voor een rijtjeshuis in het dorp had gekozen. Al dat werk stond de koop niet in de weg. Dat kon Werner zelf wel oplossen. Nou ja zelf, sinds de overdracht deden vrienden en kennissen het werk, waarbij Werner uit de losse pols wat aanwijzingen gaf en ervoor zorgde dat er in een manshoge koelkast voldoende eten en drinken klaarstond. Maar goed, los van nog een aantal ongemakken was de molen sinds een maand of twee min of meer bewoonbaar en daarom, toen Werners boek gereed was, wist hij dat daar de presentatie ervan zou plaatsvinden.
Hij nodigde niet alleen zijn vrienden en kennissen uit, niet alleen de jongens die zo hard hadden gezaagd en getimmerd. En ook niet alleen zijn goede vrienden van de Vierdaagse. De voorname collega’s van de universiteit, de leden van de raad van bestuur, de nieuwe Nijmeegse burgemeester en zijn wethouders, die moesten om hem heen staan. Met hen zou hij doen alsof ze elkaar dagelijks zagen. Voor het volume was nog een aantal studenten gevraagd. En tot slot, niet te vergeten,
moest er pers zijn. Volop pers. De tv, de radio, de krant, allemaal mochten ze komen, want deze Bernard Werner, deze wetenschapper pur sang, deze arme man, had een verhaal te vertellen.
Vorig jaar was hij het slachtoffer geweest van een vreselijke ontvoering. Zestien nachten was hij door een onbekende in een koude, donkere kelder vastgehouden en pas weer vrijgelaten nadat een pak losgeld was betaald. Een dader was nooit gevonden, zelfs de kelder bleek onvindbaar, wat de mensen deed zeggen dat de ontvoering door professionals moest zijn uitgevoerd. Die zouden nooit voor de rechter komen. In het interview met de Gelderlander had Werner het woord professional overgenomen en vertaald in beroepsontvoerder. Uit het interview, waarin hij ter wille van het boek niet op alles kon ingaan, kwam evenwel naar voren dat hij dankzij zo’n beroepsontvoerder door een hel was gegaan. Een hel. Hij gebruikte het woord graag.”

 

 
Rudy Dek (Rotterdam, 1956)

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