14-04-17

Tjitse Hofman, Alexandre Jardin, Roman Graf, Péter Esterházy, Landolf Scherzer, Charles Lewinsky, Helene Hübener, Roberto Schopflocher, Gerhard Rohlfs

 

De Nederlandse dichter Tjitse Hofman werd geboren in Assen op 14 april 1974. Zie ook alle tags voor Tjitse Hofman op dit blog.

 

Ajaa

Laat me niet lachen man
dooie mussen van het dak
deze dag deze dag
heeft een humeur

Dat in pure zuurheid
naar beneden druipt
grijze haren klamme jassen
en papieren zakken

Ajaa

Er is een storm op komst
er marcheren legers door een hoofd
er worden velden opengereten
nesten onteierd en vertrapt

Of wat te denken van de kikkersloot
de kromme wilg het wapperend loof
en het verhaal van de windvaan
die zich van geen kwaad bewust dat de lucht lek

Ajaa

Wacht maar tot de wolken komen
komen vallen in de nacht
wanneer het licht dooft
en er geen moederschoot

Er geen koesterende armen
er geen schouder en geen borst
er geen ritme van een hart
er geen traan gedroogd

Ajaa

Dan weten we weer
van schuim en van schip
en van kip en van kluif
en vanwaar onze oogst

En vanwaar de ellende
dat de nevelthee droog
en we het niet
op een zuipen.

 

 
Tjitse Hofman (Assen, 14 april 1974)


 

De Franse schrijver Alexandre Jardin werd geboren in Neuilly op 14 april 1965. Zie ook alle tags voor Alexandre Jardin op dit blog.

Uit: L'île des gauchers

“En route vers cet avenir nettoyé de tout ce qui n'était pas leur couple, Emily songeait qu'elle avait été folle de se laisser reprendre par Cigogne. Cet infernal s'était toujours prélassé dans de belles intentions, mille fois répétées en vain. Mais cette fois-ci Jeremy paraissait dans des dispositions qu'elle ne lui avait jamais vues, prêt à rompre avec toutes les habitudes qu'il avait contractées en Angleterre, désireux d'accommoder la vie à leur amour, et non le contraire. En l'embarquant ainsi, ne venait-il pas de sacrifier pour elle son sanatorium singulier, cette entreprise qui avait été l'objet privilégié pe sa réflexion, de sa rage de découvreur, pendant plus de six ans ? Emily en demeurait étonnée. Dans l'automobile, l'enthousiasme de Cigogne éteignit ses dernières réticences.
- Tu verras, là-bas tout est différent !
Il ne se lassait pas de répéter qu'aimer était l'activité principale de ces Gauchers, leur première urgence. Un seul peuple sur terre avait ce projet comme thème central, et il l'avait déniché ! A l'entendre, tout ce qui n'avait pas trait à la vie du coeur était là-bas négligé, diminué, voire recalé. La passion de l'accumulation ? Evacuée sans regret ! Les jeux de l'arrivisme ? Extirpés du corps social ! La grande quête pénible de l'efficience économique ? Abolie ! Le coup de torchon ! Seules les ambitions amoureuses, les plus folles à vrai dire, étaient prioritaires, Toute la culture de ces îliens s'articulait autour de cette orientation pas désagréable. Un instant il se tut pour s'émerveiller de ce qu'Emily fût là, à ses côtés.
- My love, reprit Cigogne avec une jubilation qui défroissait ses traits, c'est dans ce pays que nous allons. Là où les hommes et les femmes savent bricoler leur passion pour en faire de l'amour, et du vrai, pas frelaté ! grand vertige à portée de main ! Fini le goût du trop peu ! La médiocrité de l'à-peu-près ! A nous les promesses tenues ! Les mirages enfin réels ! L'amour vivable !
Emily le regarda, ahurie par les naïvetés de cet homme de presque quarante ans, et charmée aussi qu'il se permît de tels élans, en bousculant sa retenue habituelle."

 

 
Alexandre Jardin (Neuilly, 14 april 1965)

 

 

De Zwitserse dichter en schrijver Roman Graf werd geboren geboren op 14 april 1978 in Winterthur, Zwitserland. Zie ook alle tags voor Roman Graf op dit blog.

Uit: Niedergang

„Überhaupt: eben hatten sie im Hotel gefrühstückt, ausgiebig gegessen und getrunken. Man durfte den Aufbruch nicht wegen ein bisschen schlechten Wetters hinausschieben, musste los, sich hineinstürzen, einlaufen – nach einer oder zwei Stunden wanderte es sich wie von alleine. Man durfte nicht ständig stehen bleiben und Pause machen, so kam man nie in einen Trott. Nach jeder Stunde gab es fünf Minuten Pause und nach drei oder vier Stunden oder bei Erreichen eines Zwischenziels eine längere Rast – hatte er Louise gestern beim Abendessen in der Pizzeria noch einmal erklärt.
Endlich nahm sie den Plastikbecher in die Hände; sie wärmte sie daran und trank zwei Schlucke. Sie griff nach dem erst halb aufgegessenen Croissant, konnte sich aber nicht entschließen, es vom Tisch aufzuheben.
»Ich kann nicht mehr«, sagte sie und fasste sich an den Bauch.
»Kein Wunder«, antwortete André, »du hast doch eben erst gefrühstückt – und wie! Wir haben gegessen, als würden wir die nächsten zwei Tage nichts mehr kriegen.«
Louise tat einen langen Atemzug, legte die Hand auf den Magen und sagte, sie fühle sich nicht wohl, leichte Magenkrämpfe. Wieder verfiel sie in eine Starre und schaute die Straße hinunter.
Von dort, vom Bahnhof her, glaubte André den Bach zu hören, der jetzt, im Frühling, aufgrund der Schneeschmelze viel Wasser führte. Es musste schönes und warmes Wetter werden – wenn sie erst über dem Nebelmeer wanderten!“

 

 
Roman Graf (Winterthur, 14 april 1978)
Cover 

 

 

De Hongaarse schrijver Graaf Péter Esterházy van Galántha werd geboren in Boedapest op 14 april 1950. Zie ook alle tags voor Péter Esterházy op dit blog.

Uit: Celestial Harmonies (Vertaald door Judy Sollosy)

“Still, from time to time we reproached our mother for cooking too much like a lady. I'd be hard put to say what we meant by this. Maybe that in our home the potato soup was not as nice and greasy, and there were no big chunks of onion swimming in it like in other homes. It was pale, with sour cream. R la française, our mother said. She made us onion soup, too. And to go with the meat - we didn't see this anywhere else either - a bit of something sweet, for contrast, baked fruit, or her legendary sauce piquant made with common mustard and just as common jam.
But the worst of all was the silver cutlery, the fact that we ate with the silver cutlery every day, not only on Sunday or holidays.
"Why?"
"Because we haven't got anything else," our father grinned. Our mother shook her head. The weight of the silver got imbedded in our hands. When we were invited somewhere, or at school, our hands could hardly switch to aluminum.
"What's the matter, can't you eat properly?" A too light hand is hasty and helter-skelter, it spills things, it makes you eat like a pig. We didn't say anything. But later we were caught red handed. It happened at the swimming pool. We would've been caught red handed even without the silver cutlery.
We spent most of the summer at the pool across from our house. We went in the morning and stayed until it closed. We could've had something from the buffet, but that's expensive, or we could've taken bread with us, like we took to school, with butter and green pepper slices, and at times we did, each wrapped separately in a napkin. But come noon, it had to be a hot meal. If at all possible, we ate at noon, this is what we brought with us from our compulsory resettlement and the village - church bell, lunch, century after century. In short, at noon we dropped whatever we were doing - soccer, swimming, flirting - and headed for the fence, where our mother was waiting with the food can, because one must eat, and one must eat regularly, and do justice to the meal.”

 

 
Péter Esterházy (Boedapest, 14 april 1950)

 

 

De Duitse schrijver Landolf Scherzer werd geboren op 14 april 1941 in Dresden. Zie ook alle tags voor Landolf Scherzer op dit blog.

Uit: Fänger & Gefangene

„Die Schiffe im Hafen sind größer, rostiger und verbeulter, als ich dachte. Die Männer darauf lächeln nicht stolz und optimistisch wie in den Werbeprospekten der Kaderabteilung. Sie sprechen auch eine andere Sprache als ihre Betriebszeitung, die sich »Der Hochseefischer« nennt. Zum ersten Mal balanciere ich über eine schwankende Gangway, stolpere über gespannte Stahltrossen,stoßc mir den Kopf an der niedrigen Tür zum Schiffsbauch, hangele steile, engeTreppen hinunter und verlaufe mich hilflos in den wink-ligen Gängen. Ich bin unsicher und neugierig: ein 36jähriger Schulanfänger. Außer mir werden im Januar 1978 noch zwei-undzwanzig neueingestellte Landratten (keine von ihnen ist älter als dreiundzwanzig) in einem fünftägigen Schnellkurs von nicht mehr fahrenden alten Hochseefischern und jünge-ren Theoretikern seeklargemacht. Während des Einführungsvortrages in der Bildungsbaracke des Fischkombinates mühe ich mich, Steuerbord und Back-bord auseinanderzuhalten. Steuerbord ist dort, wo das Lenk-rad vom Auto nicht ist—also rechts. Dann erklären uns die Lek-toren, was wir tun müssen, wenn unser Schiff sinkt, brennt, wir über Bord gehen, seekrank werden... •Früher gehörte zum Inventar der Rettungsboote auch ein Kartenspiel. Wir lassen es neuerdings weg, damit die Schiff-brüchigen nicht mehr um das Trinkwasser und den Notpro-viantskaten.
Das stimmt mich optimistisch, denn ich bin ein schlechter Spieler. •Falls jemand Heimweh bekommt und außenbords sprin-gen will oder sich bei Sturm nicht ordentlich festhält, sollte er sich bitte vorher überlegen, daß ein Fang- und Verarbeitungs-schiff - angenommen, es fährt mit zwölf Knoten - schon rund 300 Meter entfernt ist, bevor er unten ankommt, wieder auf-taucht, Luft holen und um Hilfe rufen kann.- Gott sei Dank, ich werde unter Deck arbeiten. •Gegen dieSeekrankheit gibt es ein bewährtes Mittel: trok-kenes Brot, immerzu trockenes Brot kauen! Sonst kotzt man sich nur die grüne Galle aus dem Leib und macht nicht einmal den Möwen eine Freude.• Mit einem flauen Gefühl im Magen denke ich dann, daß mir schon auf dem Riesenrad speiübel wird.“

 
Landolf Scherzer (Dresden, 14 april 1941)

 

 

De Zwitserse schrijver en draaiboekauteur Charles Lewinsky werd geboren op 14 april 1946 in Zürich. Zie ook alle tags voor Charles Lewinsky op dit blog.

Uit: Andersen

„Ich habe eine Minute geschlafen. eine Woche. Bin aufgewacht mit der Erkenntnis, dass ich mich in Gefangenschaft befinden muss.
Die Möglichkeit, dass sie mich fassen, war nie ganz auszuschließen. Als ich Andersen wurde, beschloss, Andersen zu werden, waren sie nur noch zehn Kilometer entfernt. Ich war vorbereitet, perfekt gefälschte Papiere und eine perfekt ausgedachte Lebensgeschichte. Ich habe an alles gedacht.
Man muss immer vorausdenken.
Schon damals, als ich mir die linke Hand doch noch abschneiden lassen musste, so viele Jahre nach der Schussverletzung, so viele Jahre Schmerzen, schon damals habe ich auch diese Möglichkeit in Betracht gezogen. Habe dafür gesorgt, dass niemand von der Amputation erfuhr. In keiner Akte über mich, egal, wer sie angelegt hat, steht etwas davon. dass ich immer Handschuhe trug, passte zu meinem Gewerbe. Wenn sie mich suchen, suchen sie einen Mann mit zwei Händen.
Andersen hat nur eine.
Trotzdem muss ich in ihrem Netz hängen geblieben sein. Auch wenn ich mich nicht erinnern kann, wie es passiert ist.
Vom Vorher weiß ich alles. Vom Nachher weiß ich nichts.
Meine erinnerung ist abgesägt, eine scharfe Kante und dann nichts mehr, da ist noch nicht einmal eine Lücke, die einem doch immerhin sagen würde: Hier war einmal etwas. Hier wurde ein Baum niedergewalzt, ein Haus in die Luft gesprengt. Wo das Nichts die Spur von etwas wäre.
Nicht einmal eine leere Stelle.
Ich gehe aus der Tür, eine braune Cordhose habe ich an und klobige Schuhe, die mir zu groß sind. es hat sie mir einer geschenkt, habe ich mir ausgedacht, als ich bei ihm um ein Stück Brot bettelte. es hatte einer Mitleid mit mir, habe ich mir ausgedacht. Mein Mantel riecht muffig, als ob er lang in einer Kiste gelegen hätte oder auf einem Dachboden. Auch daran habe ich gedacht. Auf den kurzgeschorenen Haaren trage ich eine Kappe.“

 

 
Charles Lewinsky (Zürich, 14 april 1946)

 

 

De Duitse schrijfster Helene Hübener werd geboren op 14 april 1843 in Sternberg. Zie ook alle tags voor Helene Hübner op dit blog.

Uit:Es muß doch Frühling werden

„Die kleine Blondine war unterdes eiligst in die Küche gelaufen mit den Worten: »Emma, Emma, geschwind! Ein neuer Pensionär! – Ein ganz vornehmer Herr mit einem netten, frischen Jungen! O, wenn wir den kriegten!«
Diese Worte wurden an ein kleines, ältliches Mädchen gerichtet, schon den vierziger Jahren angehörig. Dieselbe war im einfachen Hauskleid und hatte eine große Weiße Schürze um; die riesige Schüssel vor ihr, in der sie eifrig den Teig rührte, bewies, daß sie beim wichtigen Geschäft des Kuchenbackens war. Ihr erhitztes Gesicht wandte sich Mariechen zu, als dieselbe ratlos und ängstlich bei ihr stand.
»Mariechen,« sagte sie, »du bist nun bald sechzehn Jahre, du solltest dir doch auch einmal zu helfen wissen. Ich setzte dich in den Vorsaal, um ungestört beim Kuchen bleiben zu können, und nun beunruhigst du mich doch. Komm, rühre mir den Teig immer nach einer Seite, bis ich wiederkomme, ich will es Onkel selbst sagen.« Damit schlüpfte sie geschwind aus der Küche, klinkte die Stubentüre leise auf, weckte Onkel und Tante und meldete den Besuch. Gleichzeitig überreichte sie die ihr von Mariechen eingehändigte Visitenkarte. Eilig kehrte sie dann in die Küche zurück und hieß Mariechen den Herrn unterhalten, bis der Papa bereit sei. Diese, gewohnt, der ältern Cousine zu gehorchen, ging, obwohl sie es höchst ungern tat. Hätte sie gewußt, welchen angenehmen Eindruck ihre liebliche Erscheinung auf Herrn von Buchwald gemacht, sie würde minder zaghaft gewesen sein. Sie stand noch einige Sekunden an der Tür, horchend, ob doch nicht vielleicht der Vater schon eingetreten sei – doch alles war still. Ein Griff nach dem Drücker und entschlossen trat sie ein.
»Es tut uns so leid, daß Sie warten müssen,« begann sie nun frisch und offen; »aber Papa macht es sich zur Mittagsruhe immer bequem und hat jedenfalls noch mit seiner Toilette zu tun.«
Herr von Buchwald lächelte über die naive Rede des jungen Mädchens, doch antwortete er höflich: »Ich habe Zeit, Fräulein Rothe, wir beide, Kurt und ich, haben heute Nachmittag nichts zu versäumen."

 

 
Helene Hübener (14 april 1843 – 5 juni 1918)
Cover

 

 

De Duits-Argentijnse schrijver Robert Schopflocher werd geboren op 14 april 1923 in Fürth. Zie ook alle tags voor Roberto Schopflocher op dit blog.

Uit: Das Komplott zu Lima

„An einem trüben Herbstmorgen anno 1619 durchschnei-det ein Zweimaster die lehmbraunen Wellen des Rio de la Plara. Mit gestrichenen Segeln steuert er aufden Hafen von Buenos Ayres zu, der südlichsten Einfallspforte des spa-nischen Weltreichs in dem - stolzem Königswort gemäß -die Sonne niemals untergeht. Sprühregen unter wolkenverhangenem Himmel. Aus dem Schiffsinnern dringen die Litaneien der Schwarzen, die den Tod eines der ihren beklagen. Ein junges Mädchen steht fröstelnd am Bug des Schiffes und versucht, durch den Regenschleier die Silhouette des Städtchens zu erken-nen, dem sie sich nähern: vereinzelte Gebäude, zwischen denen sich ein paar ärmliche Kirchtürme abzeichnen. Santa Maria de las Buenos Ayres de la Santisima Trinidad. Was für ein langer Namen für eine so winzige Stadt! Ein junges Mädchen: Elvira Acosta y Enriquez. Elvirilla, die kleine Elvira, »mein kluges Tochterlein« für den Vater, den toleranten Rodrigo. Die •Vergiss-nie-wer-du-bist« für Felipa, die herbe Mütter. Standhaft verharrt die Kleine auf ihrem Posten, obwohl die Nässe durch ihr dünnes Kleidchen dringt. Was sie je-doch kaum wahrnimmt, denn der Fahrtwind, der ihr die Haarsträhnen ins Gesicht weht, vermittelt ihr ein Gefühl der Freiheit, das sie so sehr erfüllt, dass Wind, Nässe und Kälte unbemerkt an ihr abgleiten. Die Unruhe der letzten Wochen ist vergessen. Das sie erwartende Leben in Buenos Ayres bedeutet rin spannendes Abenteuer für sie. Dem Ge-wisper der Erwachsenen mit der bangen Frage, ob man sie wohl unbehelligt an Land gehen lassen werde, schenkt sie keine Beachtung. zumal die Optimisten an Bord versucht hatten, derartige Sorgen zu zerstreuen. In Buenos Ayres nehme man alle Immigranten mir Kusshand auf. Die Be-hörden seien am Bevölkerungszuwachs interessiert, schon alleine, um sich besser vor den Angriffen der wilden India. nerstartune verteidigen zu können, die dort noch immer ihr Unwesen trieben. Und im Übrigen biete jeder Neu-beginn Chancen. die es wahrzunehmen gelte. So die Be-hauptung der Zuversichtlichen. Plötzlich aber wird die Kleine von der Erinnerung an den schrecklichen Ausgang ihrer Geburtstagsfeier heim-gesucht. Ist es doch nur wenige Wochen her, dass ihre be-hütete Kindheitswelt jäh zusammengebrochen war:“

 

 
Robert Schopflocher (14 april 1923 – 23 januari 2016)

 

 

De Duitse schrijver en Afrikareiziger Gerhard Rohlfs werd geboren op 14 april 1831 in Vegesack bij Bremen. Zie ook alle tags voor Gerhard Rohlfs op dit blog.

Uit: Mein erster Aufenthalt in Marokko und Reise südlich vom Atlas durch die Oasen Draa und Tafilet

„Ausser mir war noch ein Blumenhändler dort, der mit dem Bruder des Sultans, Mulei el Abbes, Geschäfte machen wollte, und auch hoffte bei den europäischen Consuln seine Waare absetzen zu können, dann ein Spanier, vormals Offizier der spanischen Armee: Joachim Gatell. Letzterer wollte, wie ich, in Marokko Dienste nehmen und lebte nun schon seit mehreren Monaten in Tanger. Ich weiss nicht, aus welchen Gründen er die spanische Armee verlassen hatte; als Verwandter von Prim, der sich soeben bei Tetuan noch so ausgezeichnet hatte, hätte er in Spanien sicher eine Zukunft gehabt. Beschäftigt mit der Uebersetzung des spanischen Artillerie- Reglements ins Arabische, wollte er dies dem Sultan präsentiren und dann in die marokkanische Armee eintreten. Nebenbei hatte ihm Mulei el Abbes noch glänzende Versprechungen gemacht.
Mein nächster Weg war sodann zum englischen Gesandten, Sir Drummond Hay. Obwohl ich nicht reich war, vielmehr beinahe von allen Mitteln entblösst, obwohl ich kein einziges Empfehlungsschreiben vorzuzeigen hatte und obschon ich ihm ein vollkommen Fremder und nicht einmal ein Engländer war, empfing mich Sir Drummond mit liebenswürdigster Zuvorkommenheit. Aber wie zerstieben meine Träume. Ich erfuhr, dass an eine Reorganisation der Zustände des Landes nicht gedacht würde, dass der religiöse Fanatismus eher zu- als abnähme, dass, wenn der Sultan für seine Person auch vielleicht Reformen in einigen Dingen wünsche, der Religionshass der Eingeborenen gegen alles Christliche so gross sei, dass an Ausführung nicht gedacht werden könnte. Allerdings habe der Sultan eine regelmässige Armee gebildet, aber diese sei nur dem Namen nach regelmässig, und falls ich auf dem Beschluss bestände, ins Innere des Landes gehen zu wollen, sei vor Allem erforderlich, äusserlich den Islam anzunehmen.“

 
Gerhard Rohlfs (14 april 1831 – 2 juni 1896)
Tétouan, Marokko

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 14e april ook mijn blog van 14 april 2016 en ook mijn blog van 14 april 2013.

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