09-12-16

Thomas Verbogt, Gioconda Belli, Gioconda Belli, Joe McGinniss, Wolfgang Hildesheimer, Anna Gavalda, Ödön von Horváth, John Milton

 

De Nederlandse schrijver Thomas Verbogt werd op 9 december 1952 geboren in Nijmegen. Zie ook alle tags voor Thomas Verbogt op dit blog.

Uit:Waaitaal

““Last.
De slijter bij wie ik soms kom, doet vaak een beetje moeilijk over de wijn die hij verkoopt. Of moeilijk, nee, dat is niet het woord: artistiek - dát is het. Als we voor de schappen staan is het net alsof we naar een tentoonstelling kijken. Graag zou ik dit illustreren aan de hand van een voorbeeld, dus hoe hij over de wijnen praat, maar dat kan ik niet, want ik laat zijn woorden niet tot me doordringen. Ik kan doen alsof ik aandachtig luister, terwijl ik aan volstrekt andere dingen denk. Op het juiste moment zeg ik: ‘Doet u me daar maar een doosje van.’ Regelmatig complimnteert de slijter me vanwege mijn keuze.Laatst zei hij zelfs: ‘Heel verstandig.’
Het rare is dat wanneer ik zijn winkel verlaat, hij een ander register opentrekt. Dan kan hij zeggen: ‘Smakelijke avond.’ Ik moet daar niet moeilijk over doen, maar toch heb ik last van die woorden. Ze achtervolgen me op weg naar huis.
Gisteren sloeg hij toe tijdens het afrekenen. Hij stond al een tijdje met een fles in zijn handen, ik zag zijn mond bewegen, een keer of vier ving ik het woord ‘fruitig’ op, want sommige woorden dringen toch tot me door, en toen hij weer triomfantelijk tegen het etiket tikte, zei ik:
‘Doet u me maar een doosje. ’ Hij toetste een bedrag in op de kassa, hij sprak dat bedrag ook uit en toen zei ik waarom, geen idee: ‘Dat valt mee.’ Hij keek me aan en daar kwam het: ‘Geinig voor weinig.’ Ik voelde lichte schaamte en keek automatisch naar buiten. De hemel spuugde fel natte sneeuw tegen de winkelruit.”

 

 
Thomas Verbogt (Nijmegen, 9 december 1952)


 

De Duitse dichter, schrijver en vertaler Michael Krüger werd geboren op 9 december 1943 in Wittgendorf. Zie ook alle tags voor Michael Krüger op dit blog.

Uit: Das Irrenhaus

„Zum ersten Mal in meinem Leben wollte ich mich mit Hingabe langweilen. Ich habe in den vergangenen zwanzig Jahren alles Spekulative zur Langeweile gelesen, von den antiken Griechen bis zu Heidegger, ihn sogar mehrere Male, herrlich und nie übertroffen in seiner Klarheit und sauertöpfischen Pedanterie. Aber es ist etwas anderes, sich theoretisch mit Langeweile zu beschäftigen, als sich ihr auszusetzen. Kann man sich zur Langeweile entschließen? Ein Leergelassensein von der Welt, das wollte ich erreichen.
Ich hatte den Eindruck, das Leben sei mir zu nahe gekommen, unsichtbar zwar, aber doch bedrängend. Ich sollte mich ständig äußern, entscheiden, einen geraden Weg einschlagen. Ich sollte sagen, wer ich war und wer ich eines Tages sein wollte. Aber es war mir vollkommen unmöglich, eine Antwort auf die immer unangenehmer werdenden Fragen zu geben. Ich war weder besonders schlau, noch hatte ich starke Meinungen, kaum feste Überzeugungen und fast keinen Glauben, nur ein flüchtiges Staunen darüber, wie rasch und unkompliziert sich andere Menschen den Launen anpassen, die auf geheimnisvolle Weise in die Welt treten, sie eine Weile beherrschen und dann wie von selbst wieder verschwinden. Manchmal, wenn ich aus dem Fenster starrte, kam ich zu der nicht besonders bemerkenswerten Ansicht, zu neunzig Prozent aus Routine zu bestehen; diese Routine hielt mich am Leben. Und die restlichen zehn Prozent? Ich war mir nicht sicher, ob diese zehn Prozent an einem Spiel teilnahmen, dessen Spielregeln ich nicht kannte, oder ob ich über sie als Werkzeug der Lebensordnung, meines Lebens, verfügen konnte. Mit anderen Worten, mit jedem Tag, den ich auf der Welt war, nahm meine Unsicherheit zu. Von einer irgendwie fest umrissenen Identität konnte bei mir nicht die Rede sein; ich besaß nicht einmal den Ehrgeiz, eine zu haben.
Ich fand es immer unerträglicher, mit dem Bus oder mit der U-Bahn zu fahren und den Menschen in die Augen zu blicken. Sogar das Einkaufen im Supermarkt gleich gegenüber fiel mir schwer. Wenn ich mit meinem Einkaufskorb in einer Schlange stehen musste und gezwungen war, schrittweise vorzurücken, immer meinen Vordermann oder eine Vorderfrau im Blick, wenn ich in die fremden Körbe schauen musste, auf die trostlosen fettarmen Joghurts, auf Kekse und Zigaretten und Deodorantflaschen, stellte ich mir zwangsläufig das Leben dieser Menschen vor und wurde sofort von einem Schwindel ergriffen, von einem so überwältigenden Lebensentzug, dass ich oft genug meinen Korb einfach in das nächste Fach stellte und fluchtartig den Laden verließ.“

 

 
Michael Krüger (Wittgendorf, 9 december 1943)

 

 

De Nicaraguaanse schrijfster, dichteres en ex-politica Gioconda Belli werd geboren op 9 december 1948 in Managua. Zie ook alle tags voor Gioconda Belli op dit blog.

 

The man who loves me

I.
The man who loves me should know how to part curtains
of flesh
Fathom my eye's depths
And know that in me nestles
A tender, transparent swallow.

II.
The man who loves me
Will not covet me like a commodity
Nor exhibit me like a sportsman's trophy
He will stand by me
Loving me just as I love and stand by him.

III.
The man who loves me
Will be strong as the ceibo trees
Solid and sheltering as they are,
Clear as a December morning.

 

 
Gioconda Belli (Managua, 9 december 1948)

 

 

De Amerikaanse schrijver Joe McGinniss werd geboren in New York City op 9 december 1942. Zie ook alle tags voor Joe McGinniss op dit blog.

Uit:The Rogue

“A moment later, the door flew open again. A young man in a T-shirt and blue jeans strode out. His head was shaved. He wore a goatee. His arms and neck were covered with tattoos.
“Get back inside, bitch!”
The woman lowered her hands and looked at him. Through her tears, she said, “Can’t you understand that I’d rather be dead than stuck here living with you?”
He grabbed her by a bare arm and yanked her to her feet.
The baby continued to cry.
“Listen, bitch—”
“Hey!” I shouted. “Take it easy there.”
He let go of the woman’s arm and looked down at me from the landing. “Who the f--k are you?”
“Your new neighbor?” I said.
“Let me tell you, mister,” the woman said, “you don’t want to live here.”
“Are you going to be okay?”
Advertise
She nodded, then went back inside with the man, leaving the baby crying on the landing. The rental agent still had not arrived. I got back in my car and drove off to resume my search.
The next day, Thursday, May 20, I found a “mother-in-law” apartment in a house owned by a schoolteacher in the Hillside district of Anchorage. Hillside wasn’t the most convenient area—it was at least a twenty-minute drive from downtown and more than an hour from Wasilla, where I’d be spending most of my working hours—but at $1,650 a month it was better than $2,400 and the need to put the domestic abuse hotline on my speed dial. I arranged to see the apartment at 6:00 pm.”

 

 
Joe McGinniss (9 december 1942 - 10 maart 2014)

 

 

De Duitse schrijver en schilder Wolfgang Hildesheimer werd geboren op 9 december 1916 in Hamburg. Zie ook alle tags voor Wolfgang Hildesheimer op dit blog.

Uit:Das Ende der Fiktionen

“Aber kommen wir zur Sache. Die Frage, die uns angeht, ist die: ist es tatsächlich heute noch die "wahre Aufgabe" des Schriftsellers, ein Meisterwerk zu schreiben? Und während ich, ein älterer Schriftsteller, sagen würde: Ja, das ist es, war es immer und bleibt es bis zum Ende der Literatur, würde die Mehrheit der jungen Schriftsteller in Deutschland allein schon den Begriff des Meisterwerkes mit Verachtung von sich weisen. Die Aufgabe des Schriftstellers, so würden sie sagen, ist, zur Veränderung der Gesellschaft beizutragen. Die Gemäßigten sehen die Aufgabe im Schärfen des Bewußtseins und der rezeptiven Fähigkeiten des Lesepublikums. Die Extremen sagen: ein Schriftsteller, der seine Aktivität nicht in den unmittelbaren Dienst der Weltrevolution stellt, ist kein Schriftsteller, sondern ein Parasit.
Ich möchte nicht gern als ein Reaktionär vor Ihnen stehen. Meine politische Position ist links. Zwar bin ich gegen Terror und Gewalt jeder Art, aber ich bin der Meinung, daß der Kapitalismus abgeschafft werden muß, daß die Reichen ihrer Privilegien beraubt werden und die Hungrigen ernährt werden müssen. Daß, in anderen Worten, die Gesellschaft verändert werden muß. Ich weiß: das ist leicht gesagt. Aber es ist ebenso leicht geschrieben. Schwer ist nur aktive Abhilfe.
Die Versuche der Literatur, einschließlich der littérature engagée, unsere Situation anhand fiktiver Modelle in den Griff zu bekommen, sind gescheitert. ... Sartre, ihr Hauptvertreter, ist noch immer politisch tätig, er reist und besucht Anarchisten im Gefängnis, er hat dem Establishment abgeschworen, den Nobelpreis demonstrativ abgelehnt; aber was schreibt er? Ein mehrbändiges Werk über Flaubert.
Kunst ist Kreativität, nicht Wiedergabe - ich darf annehmen, daß Sie das schon irgendwo gehört haben. Ich bin mir völlig darüber im klaren, daß die Wörter "Kunst", "Künstler" und "Kreativität" für den politisch engagierten Schriftsteller lächerlich, wenn nicht gar verhaßt sind.“

 

 
Wolfgang Hildesheimer (9 december 1916 – 21 augustus 1991)

 

 

De Franse schrijfster Anna Gavalda werd geboren op 9 december 1970 in Boulogne-Billancourt. Zie ook alle tags voor Anna Gavalda op dit blog.

Uit: Je l'aimais

" - Oh, en fait, je ne t'écris pas vraiment, j'écris ce que j'ai envie de faire avec toi..."
Il y'avait des feuilles partout. Autour d'elle, à ses peids, sur le lit. J'en ai pris une au hasard:
pique-niquetk faire la sieste au bord d'une rivière, manger des pêches, descrevettes, des croissants, du riz gluant, nager, danser, m'acheter des chaussures, de la lingerie, du parfum, lire le journal, lécher les vitrines, prendre le métro, surveiller l'heure, te pousser quand tu prends toute la place, étendre le ligne, aller à l'Opéra, à Bayreuth, à Vienne, aux coruses, au supermarché, faire des barbecues, râler quand tu as oublié le charbon, me laver les dents en même temps que toi, t'acheter des calecons, tondre la pelouse, lire le journal par dessus ton épaule, t'empêcher de manger trop de cacahouètes, visiter les caves de la Loire, et celles de la Hunter Valley, faire l'idiote, jacasser, te présenter Martha et Tino, cueillir des mûres, cuisiner, retourner au Vietnam, porter un sari, jardiner, te réveiller encore parce que ton ronfles, aller au zoo, aux puces, à Paris, à Londres, à Melrose, à Picadilly, te chanter des chansons, arrêter de fumer, te demander de me couper les ongles, acheter de la baiselle, des bêtises, des choses qui ne servent à rien, manger des glaces, regardes les gens, te battre auxc échecs, écouter du jazz, du reggae, danser le mambo et le cha-cha-cha, m'ennuyer, faire des caprices, bouder, rire, t'entortiller autour de mon petit doigt, chercher une maison avec vue sur les vaches, remplir d'incédents Caddie, repreindre un plafond, coudre des rideaux, rester des heures à table à discuter avec des gens intéressants, te tenir par la barbichette, te couper les cheveux, enlever les mauvaises herbes, laver la voiure, voir la mer, revoir de vieux nanars, t'appeler encore, te dire des mots crus, apprendre à tricoter, te tricoter uen écharpe, défaire cette horreur, recueillir des chats, deschiens, des perroquets, des éléphants, louer des bicyclettes, ne pas s'en servir, rester dans un hamac, relire les bicot de ma grand-mère, recoir les robes de Suzy, boires des margaritas à l'ombre, tricher, apprendre à me servir d'un fer à repasser, jeter le fer à repasser par la fenêtre, chanter sous la pluie, fuir les touristes, m'enivrer, te dire toute la vérité, me souvenir que toute vérité n'est pas bonne à dire, t'écouter, te donner la main, récupérer mon fer à repasser, écouter les paroles des chansons, mettre le réveil, oubleir nos valises, m'arrêter de courir, descendre les piubelles, te delander si tu m'aimes toujours, discuter avec la vosiine, te racotner mon enfance à Bahrein, les bagues de ma nounou, l'odeur du henné et les boulettes d'ambre, faire les mouilettes, des étiquettes pour les pots de confiture...
Et si ca continuait comme ca pendant dans des pages et des pages. Des pages et des pages... Je te dis là ce sui me passe par la tête, ce dont je me souviens. C'était incroyable."

 

 
Anna Gavalda (Boulogne-Billancourt, 9 december 1970)

 

 

De Hongaars-Duitse schrijver Ödön von Horváth werd geboren op 9 december 1901 in Fiume. Zie ook alle tags voor Ödön von Horváth op dit blog.

Uit: Glaube, Liebe, Hoffnung

DIE PRANTL Grüß Gott, tritt ein zeigens her – habens Ihr Pensum hinter sich?
ELISABETH Hier – Sie überreicht der Prantl ihr Bestellbuch.
DIE PRANTL blättert: Was? Zwei Paar Straps, einen Hüfthalter und ein Korsett, das ist doch radikal nichts!
ELISABETH Das Verkaufen ist heutzutage kein Kinderspiel, die Leut schlagen einem die Türe vor der Nase zu.
DIE PRANTL Also nur keine Gemeinplätze! Sie als Vertreterin müssen bei der Kundschaft den Schönheitssinn entwickeln! Jetzt wo das ganze Volk Gymnastik treibt und wo man überall nackerte Weiber sieht, das ist doch für unsere Branche die beste Reklame! Sie müssen Ihnen halt mehr an die Herren der Schöpfung halten, mir ist noch kein Mannsbild begegnet, das wo keinen Sinn für Strapsgürtel gehabt hätte! Wie war es denn in Kaufbeuren?
ELISABETH In Kaufbeuren war nichts.
DIE PRANTL Wieso hernach nichts? Kaufbeuren war doch immer phänomenal!
ELISABETH Ich war aber nicht in Kaufbeuren.
DIE PRANTL Sondern?
ELISABETH Ich wollte nämlich Zeit sparen und bin mit einem Auto gefahren, und zwar direkt in der Luftlinie – aber plötzlich hat die Ölzufuhr ausgesetzt und ich habe in einer Scheune im Walde übernachtet."

 

 
Ödön von Horváth (9 december 1901 – 1 juni 1938)
Scene uit een opvoering in Salzburg, 2009

 

 

De Engelse dichter en schrijver John Milton werd geboren op 9 december 1608 in Londen. Zie ook alle tags voor John Milton op dit blog.

Uit: Paradise Lost (Book I)

But see! the angry Victor hath recalled
His ministers of vengeance and pursuit
Back to the gates of Heaven: the sulphurous hail,
Shot after us in storm, o’erblown hath laid
The fiery surge that from the precipice
Of Heaven received us falling; and the thunder,
Winged with red lightning and impetuous rage,
Perhaps hath spent his shafts, and ceases now
To bellow through the vast and boundless Deep.
Let us not slip the occasion, whether scorn
Or satiate fury yield it from our Foe.
Seest thou yon dreary plain, forlorn and wild,
The seat of desolation, void of light,
Save what the glimmering of these livid flames
Casts pale and dreadful? Thither let us tend
From off the tossing of these fiery waves;
And, re-assembling our afflicted powers,
Consult how we may henceforth most offend
Our Enemy, our own loss how repair,
How overcome this dire calamity,
What reinforcement we may gain from hope,
If not what resolution from despair.”
Thus Satan, talking to his nearest Mate,
With head uplift above the wave, and eyes
That sparkling blazed; his other parts besides
Prone on the flood, extended long and large,
Lay floating many a rood, in bulk as huge
As whom the fables name of monstrous size,
Titanian or Earth-born, that warred on Jove,
Briareos or Typhon, whom the den
By ancient Tarsus held, or that sea-beast
Leviathan, which God of all his works
Created hugest that swim the ocean-stream.
Him, haply slumbering on the Norway foam,
The pilot of some small night-foundered skiff,
Deeming some island, oft, as seamen tell,
With fixèd anchor in his scaly rind,
Moors by his side under the lee, while night
Invests the sea, and wishèd morn delays.


 
John Milton (9 december 1608 – 8 november 1674)
Cover

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 9e december ook mijn blog van 9 december 2012 deel 2.

De commentaren zijn gesloten.