21-08-16

Gennadi Ajgi, Lukas Holliger, Pete Smith, Frédéric Mitterrand, M. M. Kaye

 

De Russische dichter Gennadi Ajgi werd geboren op 21 augustus 1934 in het dorpje Sjajmoerzjino in de Tsjoewasjische republiek, aan de Wolga, 400 km ten oosten van Moskou. Zie ook alle tags voor Gennadi Aigi op dit blog en ook mijn blog van 21 augustus 2010.

 

Uit: Twenty-Eight Variations on Chuvash and Udmurt Folk Songs

XIX

And in the fog
the green oak
has nothing stronger than a branch
to sing with

 
XX

These hands and this head
will remain with those who died in a foreign land—
smoke from the locomotive hits us in the face,
to rob us of memory once and for all.

 
XXI

And suddenly—peace, as if
I were alone in the world,
and the blizzard out the window, blizzard in the garden,
blizzard in the fields.


Vertaald door Sarah Valentine

 

 
Gennadi Ajgi (21 augustus 1934 – 21 februari 2006)


 

De Zwitserse schrijver, dramaturg en redacteur Lukas Holliger werd geboren op 21 augustus 1971 in Basel. Zie ook alle tags voor Lukas Holliger op dit blog en ook mijn blog van 21 augustus 2010

Uit: Glas im Bauch

„Ton
Zum ersten Mal waren meine Schwestern und ich bei unserer ältesten Tante eingeladen. Eine Figur aus Ton saß bekleidet auf ihrem Sofa. Kindsgroß. Zuerst tranken wir Tee und lobten die Witwe, dass sie ein neues Hobby pflegte. Als wir ausgetrunken hatten und der Zucker bis zum Rand heraufgeklettert in den Tassen zurückgeblieben war, sahen wir uns die Figur genauer an. Ich entdeckte, dass es sich um mich handelte. Exakt die Kinderkleider, die ich in den Siebzigerjahren getragen hatte. Meine Lippen hatte meine Tante so fein mit kleinen Furchen und Lackfarbe versehen, dass es den Eindruck erweckte, der Ton sei weich, sogar feucht.
Ich beugte mich auf Augenhöhe, in Blickrichtung der Puppe. Als mich meine achtjährigen Augen trafen, wurde mir schwindlig. Ich gab vor, mich fürs Handwerk und die Herstellung so kunstvoller Tonfiguren zu interessieren, als zwei Nachbarn klingelten. Die Situation wurde unübersichtlich, alle verließen das Zimmer, um junge Katzen zu besichtigen. Ich holte den Doppelgänger auf meinen Schoß und suchte an seiner Hand die Narbe. Tatsächlich hatte sie meine Tante nicht vergessen. Die Narbe war noch dunkelrosa. Geschwister, Nachbarn und Tante überraschten mich auf dem Sofa mit mir selbst im Arm. Alle verstummten empört.“

 

 
Lukas Holliger (Basel, 21 augustus 1971)
Basel, Münster 

 

 

De Duitse schrijver Pete Smith werd op 21 augustus 1960 in Soest (Westfalen) geboren. Zie ook ook alle tags voor Pete Smith op dit blog en ook mijn blog van 21 augustus 2010

Uit:Endspiel

“Tosender Applaus, an- und abschwellend wie Meeresrauschen. Gesichter: erregt, verschwitzt, ungläubig. Ulis ausdruckslose Augen. Ein langhaariges Mädchen, eingewickelt in eine schwarz-rot-goldene Fahne. Hupende Autos. Plötzlich verwandelt sich das Rauschen in Regen, der gegen den Rollladen prasselt, Schritte im Treppenhaus, Stimmen, ein Knall – endlich öffne ich die Augen, der Wecker neben mir blinkt, elf Uhr, offenbar habe ich zwölf Stunden geschlafen.
„And finally, our twelve points go to: Germany!“
Ich lange hin und drücke Knöpfe, aber das Display blinkt und blinkt, bis ich den Stecker ziehe, mich aufrichte und zurückfalle ins nachtwarme Kissen. Als ich die Augen schließe, ist mir, als ob Samstagnacht, die Nacht von Oslo, genau in diesem Augenblick endet.
„Das ist nicht wahr, oder?“
„Ich hab es dir gesagt!“
„Kann das denn sein – selbst die Dänen wünschen uns den Sieg!“
Wir sitzen auf dem Boden und trinken Cocktails. Armin hat uns gebeten, die Gläser in der Hand zu behalten. Für die ESC-Party hat er sein Wohnzimmer leergeräumt. Über der Tür hängt ein Beamer und bläht das Fernsehbild auf Kinoleinwandformat. Stefan Raab strahlt in die Kamera mit Zähnen so breit wie ein Sofa.
Love, I got it bad for you, I saved the best I have for you, you sometimes make me sad and blue.
„Shit!“
Edgar gräbt seinen Daumen in meinen Arm. Vor der Leinwand kickt die Frau mit dem weißen Kleid gerade ihren zweiten Schuh vom Fuß. Ihre Finger schieben sich unter den Saum, ziehen am Stoff, halten die anderen auf Distanz.
„Sag ihr, sie soll damit aufhören!“
„Sag’s ihr selbst.“
„This is not real!“
Plötzlich rückt Ed von mir ab. Uli schlüpft in die Lücke.
„Amüsiert ihr euch? Ich geh dann mal. Nein, bleib nur. Wir telefonieren, okay?“
Einen ganzen Tag höre ich nichts von ihr. In der Nacht schickt sie mir eine SMS. Tut mir leid. Was will sie mir damit sagen? Was tut ihr leid? Warum sagt sie nicht endlich, was mit ihr ist?“

 

 
Pete Smith (Soest, 21 augustus 1960)

 

 

De Franse schrijver, scenarioschrijver, documentairemaker, filmer en politicus  Frédéric Mitterrand werd geboren op 21 augustus 1947 in Parijs. Zie ook alle tags voor Frédéric Mitterand op dit blog en ook mijn blog van 21 augustus 2010.

Uit: La Mauvaise vie

« Mauvaise musique grossièrement frelatée au synthé sur des standards que l'on ne reconnaît plus mais dont le rythme infernal bombarde tout le quartier, fait chanceler entre excitation et hébétude et saoule le désir qui tambourine contre les tempes. Ça baisse un peu dans le souterrain qui mène au parking de l'hôtel. Il élève ses quinze étages de médiocre confort international au-dessus du flot populeux et du magma des boîtes et des gargotes, abritant une clientèle pas trop friquée de tour operators qui sort le jour en groupes serrés et tâte furtivement du grand frisson et de la rigolade à souvenirs avant de se coucher tôt derrière les doubles vitrages climatisés. Mais il plonge ses racines dans un sol autrement plus fertile : la sorte de grotte où le gang des chauffeurs de taxi se livre à des parties de cartes vociférantes dans une atmosphère de tripot pour films de kung-fu commande l'accès à une série de chambres sans fenêtre qui se louent ordinairement à l'heure, et pour longtemps, voire à perpétuité si on veut en finir et y mettre le prix. Ce n'est certainement pas le pire endroit pour mourir, anonymat et discrétion assurés. De vilains jeunes gens qui n'auraient eu aucune chance sur la rampe à numéros prennent leur revanche en s'affairant devant les caves à plaisir : ils détiennent les clefs, assurent la circulation qui peut être dense, relèvent les compteurs, font le ménage entre les passes. Plutôt sympatiques au demeurant : ils prétendent connaître tous les garçons par leurs noms et traitent les habitués à pourboires en jouant la comédie d'un service de palace. Le réduit et la salle de bains sont très propres : serviettes sous cellophane, housse en papier sur le lit sans drap, moquette neuve, ventilateur chromé, des miroirs un peu partout et même au plafond pour qui ça intéresse. Le room valet, comme il se désigne élégamment lui-même, fait une tentative pour me montrer comment marche la télévision et, jaugeant mon air apparemment défait, me propose à tout hasard des cassettes sans doute destinées à me ranimer. On rit un peu sans bien se comprendre, je lui refile les billets pour deux heures avec de quoi s'offrir une autre dent en or et il sort en chantonnant. Nous sommes seuls. Mon garçon n'a pas dit un mot, il se tient devant moi, immobile, le regard toujours aussi droit et son demi-sourire aux lèvres. J'ai tellement envie de lui que j'en tremble. « 

 

 
Frédéric Mitterrand (Parijs, 21 augustus 1947)

 

 

De Britse schrijfster Mary Margaret ('Mollie') Kaye werd geboren op 21 augustus 1908 in Shimla, India. Zie ook alle tags voor M. M. Kaye op dit blog en ook mijn blog van 21 augustus 2010.

Uit: The Ordinary Princess

“This story was written many moons ago under an apple tree in an orchard in Kent, which is one of England's prettiest counties . . . I had read at least twenty of the [fairy tales] when I noticed something that had never struck me before--I suppose because I had always taken it for granted. All the princesses, apart from such rare exceptions as Snow White, were blond, blue-eyed, and beautiful, with lovely figures and complexions and extravagantly long hair. This struck me as most unfair, and suddenly I began to wonder just how many handsome young princes would have asked a king for the hand of his daughter if that daughter had happened to be gawky, snub-nosed, and freckled, with shortish mouse-colored hair? None, I suspected. They would all have been of chasing after some lissome Royal Highness with large blue eyes and yards of golden hair and probably nothing whatever between her ears! It was in that moment that a story about a princess who turned out to be ordinary jumped into my mind, and the very next morning I took my pencil box and a large rough-notebook down to the orchard and, having settled myself under an apple tree in full bloom, began to write . . . the day was warm and windless and without a cloud in the sky. A perfect day and a perfect place to write a fairy story.”

 

 
M. M. Kaye (21 augustus 1908 – 29 januari 2004)

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