17-10-15

Arthur Miller, Nel Noordzij, Ernst Hinterberger, Anatoli Pristavkin, Alfred Polgar, Jupiter Hammon, Nathanael West, Tom Rachman

 

De Amerikaanse toneelschrijver Arthur Miller werd geboren in New York op 17 oktober 1915. Zie ook mijn blog van 17 oktober 2010 en eveneens alle tags voor Arthur Miller op dit blog.

Uit: Death of a Salesman

„WILLY: No, I see everything. I came back ten miles an hour. It took me nearly four hours from Yonkers.
LINDA (resigned):Well, you’ll just have to take a rest, Willy, you can’t continue this way.
WILLY: I just got back from Florida.
LINDA: But you didn’t rest your mind. Your mind is overactive, and the mind is what counts, dear.
WILLY: I’ll start out in the morning. Maybe I’ll feel better in the morning. (She is taking off his shoes.)
These goddam arch sup-ports are killing me.
LINDA: Take an aspirin. Should I get you an aspirin? It’ll soothe you.
WILLY (with wonder): I was driving along, you understand? And I was fine. I was even observing the scenery. You can imagine, me looking at scenery, on the road every week of my life. But it’s so beautiful up there, Linda, the trees are so thick, and the sun is warm. I opened the windshield and just let the warm air bathe over me. And then all of a sudden I’m goin’ off the road! I’m tellin’ya, I absolutely forgot  I was driving. If I’d’ve gone the other way over the white line I might’ve killed somebody. So I went on again — and five minutes later I’m dreamin’ again, and I nearly... (He presses two fingers against his eyes.)  I have such thoughts, I have such strange thoughts.
LINDA: Willy, dear. Talk to them again. There’s no reason why you can’t work in New York.
WILLY: They don’t need me in New York. I’m the New England man. I’m vital in New England.
LINDA: But you’re sixty years old. They can’t expect you to keep travelling every week.
WILLY: I’ll have to send a wire to Portland. I’m supposed to see Brown and Morrison tomorrow morning at ten o’clock to show the line. Goddammit, I could sell them! (He starts putting on his jacket.“

 

 
Arthur Miller (17 oktober 1915 – 10 februari 2005)
Dustin Hoffmann (Willy) en John Malkovich (Biff) in de film van Volker Schlöndorff uit 1985


 

De Nederlandse schrijfster en dichteres Nel Noordzij (Eig. Pieternella Margaretha Breevoort-Noordzij) werd geboren in Rotterdam op 17 oktober 1923. Zie ook mijn blog van 17 oktober 2010 en eveneens alle tags voor Nel Noordzij op dit blog.

 

Morgen

Ik dacht:
morgen zal ik je begroeten,
wakker worden en je begroeten
als de post voorbij is.
Simpelweg zeggen:
dag lieve, lieve,
dacht ik.

Ik dacht:
vingers spreiden, overgave,
in zijn open handpalm
morgen zijn,
als je aanbelt,
als je bloemen brengt.
Ik dacht:
lieve zeggen.

Maar tegen de morgen
had ik me bedacht...

 

 
Nel Noordzij (17 oktober 1923 – 7 september 2003)

 

 

De Russische dichter en schrijver Anatoli Pristavkin werd geboren op 17 oktober 1931 in Ljuberzy. Zie ook alle tags voor Anatoli Pristavkin op dit blog en ook mijn blog van 17 oktober 2010.

Uit: Kaukasische Raben und Tauben (Vertaald door Michael Engelhard)

„Als wir uns in Richtung des unbekannten Kaukasus in Bewegung setzten, "leuchteten am Horizont die fernen Berge auf. Wir jubelten, als wir in unserem Leben die große Entdeckung machten: die Berge! Seht mal, da sind die Berge! Richtige Berge! Sie saßen wie spärliche Wolken am Himmelsrand, doch es zeigte sich, wir hatten bis dorthin mehrere Tage und Nächte zu fahren!" Das ist ein Zitat aus meinem Buch Schlief ein goldnes Wölkchen. Aber in meinem Leben war es genauso, als man uns, obdachlose Kinder, im Jahre 1944 in den Kaukasus brachte, um uns in der Leere anzusiedeln, die nach Stalins Vertreibung der kaukasischen Völker, darunter der Tschetschenen, entstanden sein sollte. Aber in den Bergen wurde weiter gekämpft. Damals, als wir sie fröhlich grüßten, konnten wir nicht wissen, dass wir in den Ofen des Krieges geraten und mehrere von uns ums Leben kommen sollten.
Wir schauten auf den Kaukasus mit den Augen der Schulautoren: Puschkin, Lermontow, Tolstoj. Alles kam uns romantisch vor. Puschkin hatte an seinen Bruder geschrieben: "Schade, dass Du diese wunderschöne Bergkette nicht gesehen hast, ihre mit Eis bedeckten Spitzen, die in der Morgenröte als bunte und bewegungslose Wolken erscheinen." Und angesichts des Ararat: "Gierig schaute ich auf diesen biblischen Berg, sah die an seiner Spitze angelegte Arche in der Hoffnung auf erneuertes Leben, sah einen fliegenden Raben und eine Taube als Symbole der Hinrichtung und Versöhnung."
Rabe und Taube, das heißt Militärs und Zivilisten, Soldaten und Ackerbauern, Generäle und Aufklärer haben im Kaukasus seit langer Zeit zusammengelebt.“

 

 
Anatoli Pristavkin (17 oktober 1931 – 11 juli 2008)

 

 

De Oostenrijkse schrijver, vertaler en criticus Alfred Polgar werd geboren op 17 oktober 1873 in Wenen. Zie ook alle tags voor Alfred Polgar op dit blog en ook mijn blog van 17 oktober 2010.

Uit: Das große Lesebuch (Die lila Wiese)

„Deshalb entschloß er sich, für die Kleewiese etwas zu tun.
Abends sagte jemand: »Schön ist der Überzieher des . . .« – »Nein«, rief der Dichter, »schön ist die Bergwiese!« Er belegte sie für seine Begeisterung, wie man einen Platz belegt im Eisenbahnkupee.
Zu Pfingsten stand die Wiese, in freie Rhythmen verwandelt, auf den Buchhändlerregalen: »Die lila Wiese«.
Davon hundert Exemplare auf Bütten, handsigniert.
»Die lila Wiese kann sich alle Gräser ablecken«, sagten die Leute, »daß sie solchen Erklärer und Verklärer gefunden hat.«
»Ich kaufe mir noch heute eine Photographie.«
»Der Kleewiese?«
»Nein, des Dichters.«
Mehrere Forstadjunkten zogen in die Stadt, um beim Verfasser Natur zu hören.
Ein Rabe, mokant wie Raben sind, gratulierte der Wiese. »Sehr nett ist das, was Sie da über den Dichter gedichtet haben«, sagte er.
Der junge Rechtsanwalt aber schenkte das Buch dem goldhaarigen Fräulein Hilde.
»Ich bin ganz heiß geworden bei der Lektüre«, flüsterte sie, das Haupt an seine Schulter schmiegend. Behutsam legte der Anwalt die Hand auf die Hand des geliebten Mädchens, sagte leise des Dichters Namen, nichts sonst, wie Werther in gleicher Situation nur gesagt hatte: »Klopstock!«
Gewitterwolken standen über dem Kurhaus. Die Kapelle spielte: »O Katharina«. Und der Rechtsanwalt hauchte einen Kuß auf Hildes kurz geschnittenes Haar, hinten, wo es in ganz kleinen Borsten steht und schon wieder seine natürliche Farbe zeigt.“

 

 
Alfred Polgar (17 oktober 1873 - 24 april 1955)
Cover

 

 

De Oostenrijkse schrijver Ernst Hinterberger werd geboren op 17 oktober 1931 in Wenen. Zie ook alle tags voor Ernst Hinterberger op dit blog en ook mijn blog van 17 oktober 2010.

Uit: Blutreigen

“Es gibt für jeden von uns gute und schlechte Tage. Für Abtei¬lungsinspektor Trautmann, einen allein lebenden, bulligen Fastsechziger, war der 16. Oktober 2010 ein guter Tag.
Denn da erfuhr er bei Dienstbeginn am Morgen in seinem Kommissariat – die Kriminalbeamten ließen es sich  nicht nehmen, weiterhin Kriminalkommissariat Zentrum/ Ost zu sagen, obwohl die genaue Bezeichnung nach einer neuerlichen Reform Außenstelle (Ast) Zentrum/Ost lautete –, dass das längst Fällige zu Beginn des nächsten Jahres stattfinden würde. Er würde endlich zum Chefinspektor befördert werden. Das hatte ohnehin lange gedauert.
Sporrer hatte Trautmann mehrfach zur Beförderung vorgeschlagen. Das war bisher immer abgelehnt, jetzt aber, aus welchen Gründen auch immer, doch bewilligt worden.
Jeder altgediente Polizist wusste, dass sowohl das Innenministerium als auch die Polizeidirektionen etwas Gott¬ähnliches an sich hatten. Sie trafen immer wieder Entscheidungen, die nach kurzer Zeit wieder geändert oder rückgängig gemacht wurden. Das hieß dann in Amtsdeutsch: „aus gegebenem Anlass in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt“. Gottes Wege und die Entscheidungen der für einen Polizisten höchsten Vorgesetzten auf Erden waren eben für Unterläufelnein Buch mit sieben
Siegeln. Sie hatten nicht hinterfragt, sondern einfach gehorsamst hingenommen zu werden.
Trautmann nahm daher die Nachricht mit der üblichen ausdruckslosen Miene entgegen und sagte bloß: „Aha! Na ja, bin ich halt jetzt, auf meine alten Tag, Chefinspektor. Kann man auch nichts machen.“ Aber in seinen Augen blitzte doch kurz Freude auf, während er sich eine seiner
für alle anderen schauerlichen selbstgerollten Zigaretten drehte, sie anzündete und ein paar kunstvolle Rauchringe zu blasen versuchte.
Um nichts in der Welt hätte er seine Freude über diese Ernennung deutlicher gezeigt. Und er fühlte auch Genugtuung darüber, wenigstens ein paar Jahre vor seiner Pensionierung doch noch befördert zu werden. Schließlich hatte er bei der Polizei mehr als sechsunddreißig Jahre abgedient, darunter rund siebenundzwanzig im Kriminaldienst. Hatte manche zunächst unlösbar scheinende Fälle doch, mehr oder weniger auf eigene Faust, geklärt und dafür Belobigungen erhalten, denen allerdings einige
Verweise gegenüberstanden. Wegen eigenmächtiger Entscheidungen, Aufmüpfigkeit gegenüber Vorgesetzten und dienstwidriger Gewaltanwendung gegen Festgenommene während einer Einvernahme – wobei er bei diesen Handlungen stets das Aufnahmegerät ausgeschaltet hatte.“

 

 
Ernst Hinterberger (17 oktober 1931 – 14 mei 2012)
In 1996

 

 

De Amerikaanse schrijver Nathanael West werd geboren op 17 oktober 1903 in New York als Nathan Wallenstein Weinstein. Zie ook alle tags voor Nathanael West op dit blog enook mijn blog van 17 oktober 2010.

Uit: The Day of the Locust

“Yes, despite his appearance, he was really a very complicated young man with a whole set of personalities, one inside the other like a nest of Chinese boxes. And "The Burning of Los Angeles," a picture he was soon to paint, definitely proved he had talent.
He left the car at Vine Street. As he walked along, he examined the evening crowd. A great many of the people wore sports clothes which were not really sports clothes. Their sweaters, knickers, slacks, blue flannel jackets with brass buttons were fancy dress. The fat lady in the yachting cap was going shopping, not boating; the man in the Norfolk jacket and Tyrolean hat was returning, not from a mountain, but an insurance office; and the girl in slacks and sneaks with a bandanna around her head had just left a switchboard, not a tennis court.
Scattered among these masquerades were people of a different type. Their clothing was somber and badly cut, bought from mail-order houses. While the others moved rapidly, darting into stores and cocktail bars, they loitered on the corners or stood with their backs to the shop windows and stared at everyone who passed. When their stare was returned, their eyes filled with hatred. At this time Tod knew very little about them except that they had come to California to die.
He was determined to learn much more. They were the people he felt hemust paint. He would never again do a fat red barn, old stone wall or sturdy Nantucket fisherman. From the moment he had seen them, he had known that, despite his race, training and heritage, neither Winslow Homer nor Thomas Ryder could be his masters and he turned to Goya and Daumier.”

 

 
Nathanael West (17 oktober 1903 – 22 december 1940)

 

 

De Amerikaanse dichter Jupiter Hammon werd geboren op 17 oktober 1711. Zie ook alle tags voor Jupiter Hammon op dit blog en ook mijn blog van 17 oktober 2010.

 

A Dialogue, Intitled, The Kind Master And The Dutiful Servant (Fragment)

Master.
Come my servant, follow me,
According to thy place;
And surely God will be with thee,
And send the heav'nly grace.

Servant.
Dear Master, I will follow thee,
According to thy word,
And pray that God may be with me,
And save thee in the Lord.

Master.
My Servant, lovely is the Lord,
And blest those servants be,
That truly love his holy word,
And thus will follow me.

Servant.
Dear Master, that's my whole delight,
Thy pleasure for to do;
As far as grace and truth's in sight,
Thus far I'll surely go.

Master.
My Servant, grace proceeds from God,
And truth should be with thee;
Whence e'er you find it in his word,
Thus far come follow me.

Servant,
Dear Master, now without controul,
I quickly follow thee;
And pray that God would bless thy soul,
His heav'nly place to see.

Master.
My Servant, Heaven is high above,
Yea, higher than the sky:
I pray that God would grant his love,
Come follow me thereby.

 

 
Jupiter Hammon (17 oktober 1711 - † 1790 – 1806)

 

 

Onafhankelijk van geboortedata

 

De Engelse schrijver Tom Rachman werd geboren in Londen in 1974. Zie ook alle tags voor Tom Rachman op dit blog.

Uit:The Rise & Fall of Great Powers

“His pencil wavered above the sales ledger, dipping toward the page as his statements increased in vigor, the pencil tip skimming the pad, then pulling up like a stunt plane, only to plunge at moments of emphasis, producing a constellation of increasingly blunt dots around the lone entry for that morning, the sale of one used copy of Land Snails of Britain by A. G. Brunt-Coppell (price: £3.50).
“Take the Revolution,” he called out from the front of the bookshop. “The French see it completely di
fferently than we do. They aren’t taught it was all chaos and Reign of Terror. For them, it was a good thing. And you can’t blame them. Knocking down the Bastille? The Declaration of Rights?”
The thrust of his argument was that, when considering the French people and their rebellious spirit—well, it wasn’t clear what Fogg intended to say. He was a man who formed opinions as he spoke them, or perhaps afterward, requiring him to ramble at length to grasp what he believed. This made speech an act of discovery for him; others did not necessarily share this view.
His voice resounded between bookcases, down the three steps at the rear of the shop, where his employer, Tooly Zylberberg—in tweed blazer, muddy jeans, rubber boots—was trying to read.
“Hmm,” she responded, a battered biography of Anne Boleyn open on her lap. She could have asked Fogg to shush, and he would have obliged. But he reveled in pronouncing on grand issues, like the man of consequence he most certainly was not. It endeared Fogg to her, especially since his oration masked considerable self-doubt—whenever she challenged him, he folded immediately. Poor Fogg. Her sympathy for the man qualified him to chatter, but it made reading impossible.
“Because, after all, the fellow who invented the guillotine was a man of medicine,” he continued, restoring books to the shelves, riffling their pages to kick forth the old-paper aroma, which he inhaled before pushing each volume flush into its slot.”

 

 
Tom Rachman (Londen, oktober 1974)

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