15-08-15

R.J. Peskenss, Susanne Mischke, Roger Willemsen, Edna Ferber, Heinrich Eichen

 

De Nederlandse schrijver R.J. Peskens (auteursnaam van uitgever Geert van Oorschot) werd geboren in Vlissingen op 15 augustus 1909. Zie ook alle tags voor  R.J. Peskens op dit blog en ook mijn blog van 15 augustus 2010.

Uit: Mijn Tante Coleta

“Het bleek inderdaad dat ook grootvader tot de huisjesmelkers behoorde. Heb je dat dan nooit geweten, dat vader die krotten had, zei moeder. Nee, antwoordde vader. Dat geloof ik direct, zei moeder. En bovendien kun je er nikx aan doen. En daaromis die Laernoes een smeerlap. Omdat hij niet winnen kan, gaat hij met modder gooien. Ik ben zaterdagavond nog even langs zijn winkel en gelukkig had hij zijn lichten uit. Anders had ik hem wel ven te spreken gevraagd. Als je het maar aan mij overlaat, zei vader. Dinsdagmiddag in der raadsvergadering als mijn voorstellen aan de orde komen, zal ik hem ook op dit punt wel van repliek dienen. Daar heb je hém weer met zijn repliek, zei moeder. Wat wou je dan, antwoordde vader geërgerd. Je kunt dit soort zaken toch niet op de vuist uitvechten. Ik zou niet weten waaróm niet, zei moeder, die gereformeerde lamzak. Als jij je er maar niet mee bemoeit, zei vader nog eens. De hele zondag zat hij met zijn grote schrijfblok voor zich aan de tafel in de huiskamer. En ’s maandags stond er weer een stuk van hem in de krant.”

 

 
R.J. Peskens (15 augustus 1909 - 18 december 1987)
Cover


 

De Duitse schrijfster en draaiboekauteur Susanne Mischke werd geboren op 15 augustus 1960 in Kempten. Zie ook alle tags voor Susanne Mischke op dit blog en ook mijn blog van 15 augustus 2010.

Uit:Einen Tod musst du sterben

“Jetzt steht der Kommissar wie angewurzelt neben seinem Nachbarn, der noch immer den Eimer mit dem Futter darin am Henkel festhält. Futter, das nun nicht mehr gebraucht wird. Flaumige Federn schwirren durch die staubige Luft, kleben blutig an den Wänden und auf dem Boden. Ein Huhn hängt kopflos von einem der Dachsparren.
»Marder«, erklärt Köpcke.
Völxen nickt. Ein Marder sei das Schlimmste, was einem Hühner-stall passieren kann, hat Köpcke ihm seinerzeit erklärt, als er den Drahtzaun um seine Ställe einen halben Meter tief im Boden vergra-ben hat. Ein Fuchs sei dagegen harmlos, der hole sich nur ein Huhn, um es zu essen. Ein Marder aber gerate in einen regelrechten Blut-rausch.
»Der killt alles, was sich bewegt, und zwar so lange, bis sich nichts mehr bewegt. Und dann saugt er seinen Opfern das Blut aus, wie ein Vampir, und lässt die Kadaver liegen.«
Völxen war dieses Szenario damals allzu drastisch erschienen, weiß er doch um Köpckes dramaturgisches Talent, das sich besonders unter dem Einfluss von ein, zwei Flaschen Herrenhäuser entfaltet. Aber jetzt sieht der Kommissar mit eigenen Augen, dass der Nachbar seinerzeit nicht übertrieben hat. Offenbar hat der Marder ein Schlupfloch im Zaun gefunden oder sich durchgegraben, um dann dieses Blutbad anzurichten.
Köpckes breiter Kopf, der ohne Andeutung eines Halses auf seinem gedrungenen Körper sitzt, nickt bekümmert.
»Ausgerechnet die Orpington!«, sagt er und spricht dabei jede Silbe buchstabengetreu aus.
Orpington. Sieben Hennen und einen Hahn dieser englischen Rasse hat er sich – zusätzlich zu seinen anderen fünf Dutzend Hühnern – angeschafft, um zu testen, ob die Tiere wirklich so legefreudig sind, wie behauptet wird.“

 

 
Susanne Mischke (Kempten, 15 augustus 1960)

 

 

De Duitse schrijver, essayist en televisiepresentator Roger Willemsen werd geboren in Bonn op 15 augustus 1955. Zie ook alle tags voor Roger Willemsen op dit blog en ook mijn blog van 15 augustus 2010.

Uit: Das Hohe Haus

„Da sitzen wir, einander gegenüber, nur wir beide, sie und ich, getrennt durch eine Glasscheibe. Wir sind so selten auf diese Weise für uns, unsere Blicke treffen sich nie, und manchmal, wenn ich sie irgendwo sehe, frage ich mich, ob sie von den Meinen weiß, ob wir eine Rolle spielen in ihren Überlegungen, wenn sie »Sorge« sagt oder »Verantwortung«.
Ich suche in ihrem Gesicht, in ihren Gesten, die sie so gern im Scharnier der Raute einrasten lässt. Wer wollte sie sein, als sie sich zum heutigen Anlass für diese futuristische Silberweste entschied? Steif und fern, wie sie da sitzt, wirkt sie nicht, als müsse sie mir dringend etwas sagen.
Eine Mediengesellschaft sollen wir sein, wählen Menschen mit dem Privileg, zum Volk zu reden – und dann reden sie so? Vielleicht ist es umgekehrt: Wer an der Macht nicht auffällt und sich mit dem Volk auf Gemeinplätzen verabredet, kann immer weiter herrschen.
Herrschen? Sie spricht. Was für ein Redetyp ist dies? Eine Ansprache? Eine Gardinenpredigt? Ein Märchen? Warum nicht? In früheren Jahrhunderten hat man gepredigt: »Mensch, werde wesentlich.« Der Kanzlerin sagte man: »Wesen, werde menschlich«, und so darf sie mir heute persönlich kommen, matriarchalisch, die gute Hirtin, Trümmerfrau, Mutter, Lehrerin, Oberärztin, Hüterin des Schutzmantels.
Sie sitzt neben einem Gebinde, das an Begräbnisse erinnert, vor einem Tannenbaum, flankiert von einem Flaggen-Ensemble für Deutschland und Europa, also zwischen Emblemen und Mythen. Jetzt erzählt sie die Geschichte vom verhinderten Schulabbrecher, vom Zusammenhalt, von »Freunden und Nachbarn«, von »Familien, die sich Tag für Tag um ihre Kinder und Angehörigen kümmern«.
Doch dies sind sämtlich Dinge, die sie aus freien Stücken tun, und nicht, weil die Regierung ihnen diese Freiheit schenkte.“

 

 
Roger Willemsen (Bonn, 15 augustus 1955)

 

 

De Amerikaanse schrijfster Edna Ferber werd geboren op 15 augustus 1885 in Kalamazoo, Michigan. Zie ook alle tags voor Edna Ferber op dit blog en ook mijn blog van 15 augustus 2010.

Uit:So Big

“For equipment she had youth, curiosity, a steel strong frame...four hundred ninety-seven dollars; and a gay adventuresome spirit that was never to die, though it led her into curious places and she often found, at the end, only a trackless waste from which she had to retrace her steps, painfully. But always, to her, red and green cabbages were to be jade and Burgundy, crysoprase and porphyry. Life has no weapons against a woman like that.”
(…)

“Some day I'll probably marry a horny-handed son of a toil, and if I do it'll be the horny hands that will win me. If you want to know, I like 'em with their scars on them. There's something about a man who has fought for it - I don't know what it is - a look in his eye - the feel of his hand. He needn't have been successful - thought he probably would be. I don't know. I'm not very good at this analysis stuff. I know he - well, you haven't a mark on you. Not a mark. You quit being an architect, or whatever it was, because architecture was an uphill disheartening job at the time. I don't say that you should have kept on. For all I know you were a bum architect. But if you had kept on - if you had loved it enough to keep on - fighting, and struggling, and sitcking it out - why, that fight would show in your face to-day - in your eyes and your jaw and your hands and in your way of standing and walking and sitting and talking. Listen. I'm not critcizing you. But you're all smooth. I like 'em bumpy.”

 

 
Edna Ferber (15 augustus 1885 – 16 april 1968)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Heinrich Eichen werd geboren op 15 augustus 1905 in Bonn. Zie ook alle tags voor Heinrich Eichen op dit blog en ook mijn blog van 15 augustus 2010.

 

Freude

Es liegt so viel Freude in der Welt,
man muß sie nur heben:
e i n Leuchten der Sonne fällt
in jegliches Leben!
Wenn wir das faßten und brächten
ein jeder dem andern zum Gruß,
das wäre in dunkelsten Nächten
noch Freude im Überfluß!

 

 
Heinrich Eichen (15 augustus 1905 – 30 mei 1986)

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