04-07-15

Ludwig Thoma, Neil Simon, Christine Lavant, Sébastien Japrisot

 

Dolce far niente

 

 
Bathers by the Shore door Edward Henry Potthast, ca. 1912

 

 

Urlaubshitze

Überall hört man von Hitze,
Manchen trifft sogar der Schlag,
Naß wird man am Hosensitze
Schon am frühen Vormittag.

Damen, denen man begegnet,
Leiden sehr am Ambopoäng:

»Gott! Wenn es nur endlich regnet'!«
Ist der ewige Refräng.

Oberlehrer und Pastoren
Baden sich in diesem Jahr,
Ihre Scham geht auch verloren,
Und man nimmt sie nackicht wahr.

Busen, Hintern, Waden, Bäuche
Zeigt man heuer lächelnd her,
Und wir kriegen schon Gebräuche
Wie die Neger ungefähr.

Wenn das Barometer sänke,
Käme eine bess're Zeit
In bezug auf die Gestänke
Und in puncto Sittlichkeit.

 

 

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Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)
Oberammergau, waar Ludwig Thoma werd geboren


 

De Amerikaanse toneelschrijver Neil Simon werd in New York op 4 juli 1927 geboren. Zie ook alle tags voor Neil Simon op dit blog.

Uit: The Play Goes On, A Memoir

“As it had been with Joan, who always brought home pretty and useful items from our trips, it was now with Ellen, who kept her eye open for unusual pieces I never thought remotely interested her before. In a sense, she was emulating Joan, perhaps not consciously, but in the normal way that a child takes on some of the traits of the parent of the same gender. By the time we returned home in late August, Ellen walked into our kitchen, opened the cabinets and said, "You know what, Dad? We need new dishes." Nancy came home a few days later, taller, tanner and a good deal happier than when she left. We were all so glad to see each other, and our conversation that night was about what we had done that summer and not about the tragedy we left behind. But it was certainly not gone from their minds; I noticed that clearly as Nancy climbed the steps that night and glanced quickly in my bedroom to see the made-up bed which Joan had occupied for so many months during her illness.
Later I heard laughter from their rooms and then the sound of tapes playing the Broadway musicals they loved so much, and their singing the lyrics to their favorite songs, loudly and slightly off-key. Eventually they switched to television and called down to me, "Dad, come on up and watch with us." I knew once I got in their room, they would bar me from leaving, forcing me to watch every fashion show, sitcom, summer rerun and old black-and-white movie. As I ascended the stairs, smelling the fresh popcorn they had just made, while scorching the bottom of the pot, I said to myself, "Thank you God for making daughters."

 

 
Neil Simon (New York, 4 juli 1927)

 

 

De Oostenrijkse dichteres, schrijfster en kunstenares Christine Lavant werd geboren op 4 juli 1915 in Groß-Edling als Christine Thonhauser. Zie ook mijn blog van 4 juli 2010 en eveneens alle tags voor Christine Lavant op dit blog.

 

Abwendig hängt der Mond im Dunst

Abwendig hängt der Mond im Dunst,
mein Herz geht durch die Feuersbrunst
in glasig harte Kälte.
Von einer frühen Älte
befallen sitz ich träg und krank
auf der verlaßnen Bahnhofsbank
und fürcht mich aufzustehen.
Was ist mir denn geschehen?...
Das denk ich immer vor mich her,
doch oben ist die Stelle leer,
die das noch wissen sollte.
Wie schwer wiegt das verkohlte
steinharte Ding da in der Brust...
Noch gestern hab ich mehr gewußt,
es war so wie ein Messer.
Der Schmerz ist heute besser
und morgen ist er sicherlich
nur mehr so wie ein Nadelstich –
muß jetzt wohl schlafen gehen.
Was ist mir denn geschehen?...
Abwendig sinkt der Mond im Wald,
bis in die Seele ist mir kalt.

 

 

Her mit dem Kelch, ich trinke, was ich muß

Her mit dem Kelch, ich trinke, was ich muß,
und meine Rechte stützt sich auf die Linke,
das ist die Erde, der ich schnell noch winke,
auch sie erträgt von oben jeden Guß,
und ihre Steine halten doch zusammen.
Es ist nicht not, von Sternen abzustammen,
um aus dem Toben heil hervorzugehen.
Ich trink den Zorn und bohre meine Zehen
durchs linde Laub hinab zum scharfen Lauch.
Metallen lärmt im alten Haselstrauch
ein winterharter Vogel über mir.
Ich weiß, ich brenne, ohne je bei dir
auch nur in Form des Weihrauchs anzukommen.
Von allen Sinnen einer steigt benommen
durchs Herz der Hasel in die Vogelkehle,
und meine Rechte zittert in der Linken.
Ein wenig Gold scheint ins Metall zu sinken
und läutet flüchtig für die arme Seele,
als stünde eine Wandlung ihr bevor.
Vom Himmelsrand neigt sich das Halbmond-Ohr
und täuscht mir Betenden Erhörung vor.

 

 
Christine Lavant (4 juli 1915 – 7 juni 1973)
Portret door Dagmar Helbig, z.j.

 

 

De Franse schrijver Sébastien Japrisot (pseudoniem van Jean-Baptiste Rossi) werd geboren op 4 juli 1931 in Marseille. Zie ook alle tags voor Sébastien Japrisot op dit blog.

Uit: Un long dimanche de fiançailles

"Mathilde ne sait si Manech l'entendait, dans le brouhaha de son enfance, dans le fracas des grandes vagues où elle plongeait à douze ans, à quinze ans, suspendue à lui. Elle en avait seize quand ils ont fait l'amour pour la première fois, un après-midi d'avril, et se sont juré de se marier à son retour de la guerre. Elle en avait dix-sept quand on lui a dit qu'il était perdu. Elle a pleuré beaucoup, parce que le désespoir est femme, mais pas plus qu'il n'en fallait, parce que l'obstination l'est aussi. Il restait ce fil, rafistolé avec n'importe quoi aux endroits où il craquait, qui serpentait au long de tous les boyaux, de tous les hivers, en haut, en bas de la tranchée, à travers toutes les lignes, jusqu'à l'obscur capitaine pour y porter des ordres criminels. Mathilde l'a saisi. Elle le tient encore. Il la guide dans le labyrinthe d'où Manech n'est pas revenu. Quand il est rompu, elle le renoue. Jamais elle ne se décourage. Plus le temps passe, plus sa confiance s'affermit et son attention. Et puis, Mathilde est d'heureuse nature. Elle se dit que si ce fil ne la ramène pas à son amant, tant pis, c'est pas grave, elle pourra toujours se pendre avec."
(…)

J'attendrai encore. J'attendrai, tant qu'il le faudra, que cette guerre, dans toutes les têtes, soit ce qu'elle a toujours été, la plus immonde, la plus cruelle, la plus inutile de toutes les conneries, que les drapeaux ne se dressent plus, en novembre, devant les monuments aux morts, que les pauvres couillons du front cessent de se rassembler, avec leurs putains de bérets sur la tête, un bras en moins ou une jambe, pour fêter quoi ? »

 

 
Sébastien Japrisot (4 juli 1931 – 4 maart 2003)
Marseille

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 4e juli ook mijn blog van 4 juli 2014 en ook mijn blog van 4 juli 2011 deel 2.

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